Wissenschaftskommunikation: Was wird ausgeblendet?

Wissenschaftskommunikation aus der Offline-Zeit

Wissenschaftskommunikation aus der Offline-Ära: Weihnachtsvorlesung von Michael Faraday. Bild: Alexander Blaikley via Wikimedia Commons

Gibt es Legendenbildung rund um die digitale Wissenschaftskommunikation, die Rollen von Wissenschaftlern und PR-Profis – werden klassische Formate ausgeblendet, wenn es darum geht, das herauszustellen, was an den neuen Kommunikationsformen neu und besser ist? Wird die Wissenschaftskommunikation, die direkt aus der Wissenschaft kommt, kleingeredet – im Kontrast zur Rolle der Öffentlichkeitsarbeiter? Wird ausgeblendet was früher schon war – und damit als neu verkauft, was so neu gar nicht ist? Den Eindruck hatte ich über die letzten Jahre hin, und habe an dieser Stelle ja auch immer einmal wieder dazu gebloggt.

Aber manchmal verrennt man sich auch. Hat eine Idee im Kopf und findet sie allein aufgrund der von dieser Idee geleiteten Perspektive wieder und wieder bestätigt –  aufgrund von selektiver Wahrnehmung. Insofern habe ich ernstgenommen, als ich jüngst wie folgt angetweetet wurde:

Insofern hier ein Rückblick auf das, was mich zu meiner Einschätzung gebracht hat – durchaus mit einem kritischen Auge darauf, ob meine Behauptungen von dem Material, auf das sie sich beziehen, auch gedeckt werden.

Meine Perspektive auf die Wissenschaftskommunikation

Meine Innenperspektive ist dabei die folgende: Ich bin seit meiner Kindheit interessierter Konsument von Wissenschaftskommunikation. Ich habe immer schon gerne Artikel in Spektrum der Wissenschaft gelesen, in denen Forscher selbst über ihre Arbeit berichten – und Artikel in den Massenmedien, in meiner Kindheit vor allem in der ZEIT, in der Wissenschaftsjournalisten darüber schrieben. Ich habe sehr gerne Sachbücher gelesen, in denen Wissenschaftler aus erster Hand beschreiben, was sie da tun und wie das praktisch abläuft: George Greensteins „Der gefrorene Stern“ zur Forschung über Pulsare, die Teilchenphysik-Bücher von Pedro Waloschek, die Essays von Stephen J. Gould und viele andere Texte. Und ich habe gerne die entsprechenden Zeitungsartikel gelesen, die Forschungspraxis aus journalistischer Perspektive und damit mit etwas Abstand beschrieben.

Inzwischen bin ich selbst sowohl Wissenschaftler als auch Wissenschaftskommunikator. Und habe meine, wieder durch mein Fach und meine Kontakte begrenzten, aber zumindest für die Astronomie in Deutschland vermutlich recht vollständigen Erfahrungen, wie Wissenschaftskommunikation aus der Wissenschaft heraus funktioniert. Dass es viele Wissenschaftler gibt, die aus eigenem Antrieb und mit viel Engagement kommunizieren, dabei auch durchaus Neues erfinden – und auf diese Weise zum Teil in entsprechende Rollen hineinwachsen, in denen Kommunikation dann auch Teil oder auch Großteil ihres Jobs (wie jetzt bei mir) ist.

Mit demjenigen Teil meines jetzigen und eines früheren Jobs, der zur Öffentlichkeitsarbeit der Max-Planck-Gesellschaft gehört, habe ich auch Einblicke in denjenigen Teil der Wissenschaftskommunikation bekommen, der von der klassischen Öffentlichkeitsarbeit her kommt. Mehr als bei der selbstmotivierten Kommunikation der Forscher selbst, in denen vor allem die Faszination für das eigene Thema im Vordergrund steht, geht es da auch um strategische Überlegungen in der Aufmerksamkeitsökonomie: Wie präsentieren wir uns als wiedererkennbare Marke? Wo investieren wir unsere Ressourcen am effektivsten?

Und ich habe interessante Menschen getroffen, die sich sozusagen für die Infrastruktur der Wissenschaftskommunikation engagieren. Ein Blogportal wie die Scilogs hier gründen, oder wie am NaWik systematisch die Kommunikationsfähigkeit von Wissenschaftlern verbessern.

Da fehlt etwas

Bei den Diskussionen über Wissenschaftskommunikation in den letzten Jahren – im Netz, in den Berichten von Arbeitsgruppen, bei verschiedenen Veranstaltungen – hatte ich allerdings immer einmal wieder Momente, in denen ich über zusammenfassende Schilderungen stolperte, weil ich den Eindruck hatte: hoppla, da wird etwas ausgeblendet. Da fehlt etwas.

Zum Beispiel bei der „Nationalen Empfehlung“ der Nationalen Akademie der Wissenschaft Leopoldina, veröffentlicht 2014: „Zur Gestaltung der Kommunikation zwischen Wissenschaft, Öffentlichkeit und den Medien„. Da ist von institutioneller Pressearbeit die Rede, von Wissenschaftsjournalismus – aber die Rolle und das Engagement der individuellen Wissenschaftler ist weitgehend ausgeblendet (damit der Text hier nicht zu unhandlich wird, habe ich die genauen Belege auf der zweiten Seite dieses Blogbeitrags gesammelt; die hier unter Leopoldina 2014; genauer gebloggt hatte ich zu den Empfehlungen damals hier).

Auch die Vergangenheit wird ausgeblendet: Wissenschaftskommunikation hat sich in den letzten Jahren gewandelt; heute kommunizieren Wissenschaftler bei Science Slams, Kinderunis etc. direkt mit den Laien. Als ob es Spektrum der Wissenschaft nicht seit 1978, Planetarien seit 1926, die Urania mit ihren allgemeinverständlichen Vorträgen nicht seit 1888 gäbe.

Dass der gesamte Bereich Social Media bei der Beurteilung ausgeblendet wurde, warf natürlich auch kein gutes Licht auf diese Empfehlungen.

Wissenschafts-PR vs. Wissenschaftsjournalismus

Eine weitere Trennung, in der die direkt aus der Wissenschaft kommende Wissensvermittlung tendenziell ausgeblendet wird, ist das Begriffspaar Wissenschafts-PR vs. Wissenschaftsjournalismus. Bei vielem, was an Wissenschaftskommunikation von den Wissenschaftlern selbst kommt, steht ja gerade nicht der Versuch im Vordergrund, gezielt eine günstige öffentliche Einschätzung herbeizuführen und mithilfe geeigneter Werbung das eigene Ansehen zu verbessern; stattdessen sind solche Aktivitäten vor allem eine Fortsetzung der (universitären und anderen) Lehre, nämlich der Versuch, Wissen zu vermitteln.

An dieser Stelle muss ich das erste Mal etwas zurückrudern, denn beim neuerlichen Durchlesen finde ich, dass meine Blogbeitrag-Antwort auf den Artikel von Mike Schäfer auf wissenschaftskommunikation.de, nicht genügend würdigt, dass Schäfer diesen Aspekt der Wissensvermittlung im Kontrast zur PR durchaus gut herausarbeitet. (Meine Kritik an dem Schlussabsatz, der die Notwendigkeit wiederum an jüngeren Entwicklungen der Wissenschaftskommunikation aufhängt, siehe wieder das Zitat auf S. 2, finde ich nach wie vor berechtigt – auch schon vor 20 oder 30 Jahren hätte man den Wissenschaftskommunikation entsprechend weit fassen müssen.)

Erst seit der Digitalisierung?

Und dann war da eben neulich auf wissenschaftskommunikation.de der Beitrag von Beatrice Lugger „Wissenschaftler kommunizieren und suchen den Dialog auf der Straße„, über den ich mich geärgert habe, weil er das direkte Engagement der Wissenschaftler in der Öffentlichkeit wiederum fälschlich als neu und Folge der Digitalisierung darstellte (siehe meinen Blogbeitrag Neue Medien – ein Wissenschaftskommunikations-Märchen und das Zitat auf der Hintergrundseite). Beatrice hat in Kommentaren darauf reagiert und den Text nachträglich noch etwas verändert. Aber die klassischen Kommunikationsformen sind darin nach wie vor ausgeblendet.

Auf der Webseite von wissenschaftskommunikation.de waren und sind sie das ja zum Teil auch jetzt noch – ich hatte ergänzend in einem Blogbeitrag Formate der Wissenschaftskommunikation aufgelistet, was es da noch gibt. Und ja, ich weiß, dass eure Liste noch unvollständig ist, ständig wächst und weiter ausgebaut wird. Aber auch da lässt der vorläufige Jetzt-Zustand natürlich Rückschlüsse darauf zu, was euch wichtig scheint und euch gewärtig ist – vor allem viele moderne Online-Sachen – und auf welche klassischen Formate das nicht zutraf/-trifft.

Forschungsfeld Wissenschaftskommunikation

Als letzten Baustein verweise ich auf das Fachbuch „Forschungsfeld Wissenschaftskommunikation“ (online hier), herausgegeben von Heinz Bonfadelli, Birte Fähnrich, Corinna Lüthje, Jutta Milde, Markus Rhomberg und Mike S. Schäfer. Ein wirklich umfangreiches Buch, knapp 500 Seiten, etliche Kapitel zu Wissenschaftskommunikation online, den historischen Grundlagen, innerwissenschaftlicher Kommunikation, Wissenschaftsjournalismus und vielem mehr.

Und doch kommt das Wort „Sachbuch“ an keiner Stelle vor. Nirgends steht, dass es mit Spektrum der Wissenschaft schon seit langem ein Format gibt, in dem Wissenschaftler selbst populärwissenschaftlich über ihre Forschung schreiben. Namen wie Hawking, Gould, Carl Sagan fehlen gänzlich. Kein Wort über „Cosmos“.

Tage der Offenen Türen werden an zwei Stellen en passant erwähnt (einmal bei der Aussage, dass sich dort vor allem jüngere Wissenschaftler engagierten, einmal, dass diese und weitere Veranstaltungen vor allem von den Öffentlichkeitsarbeitern organisiert würden). Öffentliche Vorträge ebenfalls an zwei Stellen – einmal bei der Beschreibung der Tätigkeit von Wissenschaftlern, bei denen neben die Fachpublikationen „Tätigkeiten wie das Verfassen von Anträgen und Gutachten, die Mitwirkung an Pressemitteilungen, das Halten von allgemein verständlichen Vorträgen usw.“ treten. Einmal in dem Satz über das Engagement vor allem der jungen Wissenschaftler. Die Urania wird einmal erwähnt, aber nur, weil sie „das im frühen 19. Jahrhundert bestehende Sonntagsverbot für Unterhaltung mit Wissenschaftstheater“ umging; kein Wort über den systematischen öffentlichen Vortragsbetrieb bis heute. Kein Wort zur Institution Planetarium.

Vorträge an Schulen, Beiträge zu Lehrerfortbildungen, Artikel wie in „Physik in unserer Zeit“, Lehrmaterialien, Schülerpraktika? Engagement bei Jugend Forscht? Vorträge an Schulen kommen wieder nur in dem schon zweimal erwähnten Satz zum vornehmlichen Engagement jüngerer Wissenschaftler vor. Und das ist es dann auch schon. Der gesamte große Bereich des Engagements von Wissenschaftlern in Schulen und im Bildungsbereich? Komplett unsichtbar. Ausgeblendet.

Wie kann das in einem so umfangreichen Sammelband passieren? Wie kann soviel an Engagement direkt aus der Wissenschaft in einem Review-Artikel, geschweige denn einem ganzen Buch, so weitgehend vollständig ausgeblendet werden? Wenn schon nicht in eigenem Beitrag mit ausführlicher Analyse, warum fehlen diese Formate z.B. auch in der allgemeinen Übersicht – und sei es, um auf von der Wissenschaftskommunikationsforschung stiefmütterlich behandelte Gebiete der Wissenschaftskommunikation hinzuweisen?

Und ja, ich fühle mich in meinem Eindruck bestätigt, dass die Lücken genau dem Trend entsprechen, um den es hier geht. Dass seitenlang über Wissenschaftsjournalismus und Pressestellen geschrieben wird, aber zentrale Elemente derjenigen Wissenschaftskommunikation, die direkt von den Wissenschaftern kommen. Dass die Blogs und Science Slams erörtert werden, aber der gesamte Bereich des Engagements für Schüler/innen und Lehrer/innen fehlt.

Fazit

Insofern: Doch, ich habe den Eindruck, dass es da eine Schieflage gibt, und das nicht nur als Phantom meiner selektiven Wahrnehmung.

Dass in der Berichterstattung, in zusammenfassenden Texten, gar in Fachbüchern über Wissenschaftskommunikation gerne Mal Dinge unter den Tisch fallen: Sachbücher, populärwissenschaftliche Artikel, Vorträge, Planetarien, der große Bereich des Engagements von Wissenschaftlern an Schulen und für die Bildung.

Und dass bei dem (berechtigten!) Enthusiasmus über die neuen Medien und deren Möglichkeiten gelegentlich ins Hintertreffen gerät, unerwähnt bleibt, irgendwie vergessen wird, dass Wissenschaftler schon lange direkt mit der Öffentlichkeit kommuniziert haben, ohne journalistische Vermittler und lange vor den Online-Möglichkeiten. Ohne das zu wissen dürfte man gar nicht verstehen können, wie sich das heutige Engagement der Wissenschaftler in den neuen Medien entwickelt hat.

Insofern meine Bitte an die Akteure: Macht euch bewusst, was es da für Denkmuster, Vorurteile etc. gibt – und unternehmt etwas dagegen. Ein Satz über die Möglichkeiten der neuen Medien für die Wissenschaftskommunikation muss nicht so formuliert sein, als wäre vorher nichts gelaufen.

Wenn ihr als Wissenschaftskommunikations-Forscher vornehmlich aus den Sozialwissenschaften, aus Publizistik, Journalistik, Kommunikationswissenschaft, Medienforschung kommt (nach Durchsehen der Autorenbiographien des obigen Fachbuchs), dann würde mich ja gar nicht wundern, wenn ihr damals nicht die einschlägigen naturwissenschaftlichen Sachbücher verschlungen und öffentliche Vorträge über Physik oder Astronomie besucht habt, und dass euch Journalismus, klassische PR und die spannenden Neue-Medien-Themen näherliegen als Schülerpraktika in der Sternwarte – aber wenn sich das dann so deutlich in Lücken und Auslassungen niederschlägt, dann ist das doch auch für die Wissenschaftskommunikations-Forschung ein ernstes Problem.

Wissenschaftler, Öffentlichkeitsarbeiter, Journalisten bringen beim Thema Wissenschaftskommunikation jeweils ihre eigenen Sichtweisen und Perspektiven mit. Aber wenn es um allgemeine Aussagen zur Wissenschaftskommunikation geht, gar um zusammenfassende Beschreibungen, um Gutachten, Empfehlungen, Fachbücher, dann sollten diese Perspektiven nicht dazu führen, dass ganze Bereiche der Wissenschaftskommunikation schlicht ausgeblendet werden.

Markus Pössel hatte bereits während des Physikstudiums an der Universität Hamburg gemerkt: Die Herausforderung, physikalische Themen so aufzuarbeiten und darzustellen, dass sie auch für Nichtphysiker verständlich werden, war für ihn mindestens ebenso interessant wie die eigentliche Forschungsarbeit. Nach seiner Promotion am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Potsdam blieb er dem Institut als "Outreach scientist" erhalten, war während des Einsteinjahres 2005 an verschiedenen Ausstellungsprojekten beteiligt und schuf das Webportal Einstein Online. Ende 2007 wechselte er für ein Jahr zum World Science Festival in New York. Seit Anfang 2009 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg, wo er das Haus der Astronomie leitet, ein Zentrum für astronomische Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit. Pössel bloggt, ist Autor/Koautor mehrerer Bücher, und schreibt regelmäßig für die Zeitschrift Sterne und Weltraum.

11 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Na ja, so ganz Lückenfrei argumentiert der Autor ja ach nicht. Bei den allgemeinjournalistischen „Traditionsmedien“ erwähnt er (zwarpflichtgemäß ?) „Die Zeit“ nicht aber z.B. die FAZ ,welche gerade im eher neoliberalen bis „werkonservativen“ Lager die „Populärwissenschaft“ mit ziemlicher Reichweite abdeckt (e). Der Hinweis auf die weltanschauliche Ausrichtung dieses Mediums soll noch nichts negatives über die fachliche Qualität dieser(populärwissenschaftlichen) „Mittwochseiten“ aussagen. Ich möcht mich dazu nicht näher äußern, da ich ich sie eher sporadisch konsumiert habe. Der oberflächliche Eindruck aber war nicht schlecht.
    Die Klage des Autors bezüglich der zunehmenden Nichtbeachtung der populärwissenschaftlichen Sachbücher seines Verlages klingt etwas merkwürdig:
    Er selbst sollte schließlich auch wissen ,dass es (gerade auch im digitalen Zeitalter) für Verbraucher nicht gerade besonders ätzend ist, für Übersetzungen jahrealter Publikationen von US- Autoren horrende Preise für Hardcover – Bände zu zahlen. Das ist wohl eher etwas für Bibliotheken, aber kaum für eine breitere Klientel.

    • Dass ich „in meiner Kindheit vor allem in der ZEIT“ entsprechende Artikel gelesen habe, war einfach so und lag schlicht daran, dass meine Eltern eben jene Wochenzeitung abonniert hatten und die FAZ nicht. Was Sie da alles noch hineininterpretieren („pflichtgemäß“, Bedeutung der weltanschaulichen Ausrichtung für die Erwähnung im Blogtext) ist schlicht aus der Luft gegriffen.

      Zur „zunehmenden Nichtbeachtung der populärwissenschaftlichen Sachbücher seines Verlages“ – erstens habe ich keinen Verlag, zweitens ging es nicht um einen spezifischen Verlag, drittens nirgends um Übersetzungen, viertens nicht um die Nichtbeachtung durch Leser, sondern durch jene, die die Entwicklung der Wissenschaftskommunikation beschreiben wollen. Und da waren Sachbücher, völlig unabhängig von der jetzigen Situation, ein durchaus wichtiger Faktor – siehe Kurze Geschichte der Zeit.

      Insofern: Weniger ein Fall von lückenhafter Argumentation durch mich denn von, vorsichtig ausgedrückt, lückenhaftem Lesen durch Sie.

  2. Klingt sehr zustimmungsfähig, hier, allerdings kennt Dr. W nicht den aktuellen Stand dieser speziellen Debatte und hat nur mal hier und dort ein wenig hinein gepickt, Webverweise angewählt, kommt aber an Zustimmung nicht vorbei.

    MFG + schöne Woche noch,
    Dr. Webbaer

  3. In meiner Jugend habe ich Heisenbergs „Der Teil und das Ganze“ gelesen und wöchentlich die Forschungsbeilage der NZZ, später las ich Stephen Hawking’s Bücher und das Spektrum der Wissenschaft monatlich seit seiner Ersterscheinung. Im Fernsehen schaute ich regelmässig die Senung „Mensch Technik Wissenschaft“.
    Mit dem Internet bin ich auch regelmässiger Besucher von Wissenschaftsportalen geworden.
    Mit der digitalen Wissenschaftkommunikation hat sich für mich nichts grundlegend geändert. Wenn schon ist die Wikipedia die ertragreichste neue Wissensquelle – auch wenn es um wissenschaftliche Themen geht, denn selbst wenn ich einen populärwissenschaftlichen Artikel im Internet gelesen habe, schaue ich zum Vergleich oft in der Wikipedia nach.
    Am meisten interessiere ich mich für Übersichten über Fachgebiete und aktive Forschungsbereiche. Gut geschriebene Texte dazu sind auch heute noch rar.

    • Mit der digitalen Wissenschaftkommunikation hat sich für mich nichts grundlegend geändert.

      Offensichtlich schon, denn Sie können ja nun direkt hinein quatschen, die I.E. bestehende besondere Qualität der hier gemeinten und bekannten Online-Enzyklopädie betonen (die gar nicht so gut ist, aber der Menge zu genügen hat, früher war’s auch nicht besser, nur weniger tendenziös [1] ) und ‚gute geschriebene‘ Texte erkennen bis bestimmen wollen oder auch nicht.

      MFG
      Dr. Webbaer

      [1]
      Die Wikipedia funktioniert zwar irgendwie, auch der Schwarmintelligenz folgend bis gehorchend, aber die dort vorherrschenden Inhaltebeiträger, die besondere, administrative Rechte erfolgreich angestrebt haben, sind oft oder regelmäßig Irre.
      Dr. W hat dort selbstverständlich nie in seinen Fachgebieten ergänzt, sondern nur ein wenig begleitet und geprüft wenn dies andere getan haben; sog. Löschdiskussionen bleiben ihm unvergessen.

  4. Markus Pössel schrieb (7. Mai 2017):

    > Meine Perspektive auf die Wissenschaftskommunikation
    > Meine Innenperspektive ist dabei die folgende: Ich bin seit meiner Kindheit interessierter Konsument von Wissenschaftskommunikation. […]

    Diese dargelegte Perspektive blendet offenbar aus, dass ein bloßer Konsument bzw. Zuschauer, d.h. ohne Möglichkeit der Rückmeldung, deshalb oft gar nicht unterscheiden kann, ob ihm Wissenschaftskommunikation vorgeführt wurde (zwischen anderen Beteiligten, die als Peers die Nachvollziehbarkeit und Richtigkeit ihrer Einlassungen gegenseitig fordern und ggf. durch Rückmeldung bemängeln könnten und würden);
    oder (nur bzw. auch) Wissenschaftsvermarktung und Wissenschaftsornamentierung.

    • Ihr Kommentar wurde vom System als Spam klassifiziert. Und da er überhaupt nicht auf den Hauptbeitrag eingeht, sondern mit zweifelhaftem Aufhänger „da fehlt etwas“ nur aus Werbung für Ihre Theorien zum erstaunlichen Wissen der Vorzeit, samt Link auf Amazon und auf andere Kommentare bei spektrum.de besteht, muss ich dem System da in der Tat Recht geben und habe den Kommentar nicht freigeschaltet.

  5. Sehr geehrter Herr Dr. Pössel,
    Da fehlt etwas – ist aus Ihrem Text als Überschrift und ich verband es mit einem Zitat von Dr. Blume.
    „Meine Theorien“ basieren auf Literatur (Keilschriftübersetzungen) von Altorientalisten wie Prof. K. Hecker u. a., die zu den Texten aus der Umwelt des Alten Testament (TUAT) gehören!
    Sind Sie Atheist? Ich ja – aber die vielen Hochtechnologie-Informationen in den Heiligen Schriften haben ihren Ausgangspunkt in den Dingir (Google: „goetter-vorzeit“) z. B. in [BE] – auch bei Amazon.
    Sie haben ja auch bei Amazon veröffentlicht: https://www.amazon.de/Das-Einstein-Fenster-Eine-Reise-Raumzeit/dp/3455094945 – Was haben Sie also gegen Amazon – wenn ich dort auch veröffentliche?
    Die Mondentstehung ist seit 2 Jahren Geschichte – in einer Schrift des TUAT steht es aber eindeutig und glaubwürdig. Sogar auf Ihr Fazit bin ich eingegangen. Ist es falsch – Sie zu zitieren?
    Ihre Kritik passt so nicht zu meinem Kommentar!

    [BE] Burgard, H.: Die Geheimen Offenbarungen der Priesterfürstin Encheduanna.
    Ancient Mail, Groß-Gerau Teil 1: 2012, Teil 2: 2014
    https://www.google.de/?gfe_rd=cr&ei=YcEkVsPnKurj8wfm0aaoBg#q=dr+hermann+burgard+encheduanna+geheime+offenbarungen

    • Meine Kritik war berechtigt und trifft auch auf diesen neuen Kommentar von Ihnen zu: Wenn das Thema bestimmte Aspekte der Wissenschaftskommunikation sind (nämlich digital vs. was war vorher, wird bei den zusammenfassenden Schilderungen etwas ausgeblendet etc.), dann geht ein Kommentar zu Ihren Theorien der Mondentstehung auf Basis von Keilschrifttexten und Altem Testament am Thema vorbei. Eigentlich doch ganz einfach, oder?

      • [21.5.2017: Weiterer Kommentar von Hrn. Deistung gelöscht, der sich keiner Themaverfehlung bewusst war/ist, aber die Diskussion wieder auf Vorzeit-Technik umlenken wollte.]

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