Wie füttert man gigantische Schwarze Löcher

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… aber nicht einfacher
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Hier noch ein neues Ergebnis aus dem Max-Planck-Institut für Astronomie dazu, wie man die zentralen Schwarzen Löcher von Galaxien mit Materie füttert, bzw. welcher Mechanismus dabei keine entscheidende Rolle spielt. Dies war unser erster Versuch, zu einer Pressemitteilung auch einmal ein (vergleichsweise einfaches) Video zu machen: 

Den Fachartikel selbst kann man über ADS erreichen.

Markus Pössel hatte bereits während des Physikstudiums an der Universität Hamburg gemerkt: Die Herausforderung, physikalische Themen so aufzuarbeiten und darzustellen, dass sie auch für Nichtphysiker verständlich werden, war für ihn mindestens ebenso interessant wie die eigentliche Forschungsarbeit. Nach seiner Promotion am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Potsdam blieb er dem Institut als "Outreach scientist" erhalten, war während des Einsteinjahres 2005 an verschiedenen Ausstellungsprojekten beteiligt und schuf das Webportal Einstein Online. Ende 2007 wechselte er für ein Jahr zum World Science Festival in New York. Seit Anfang 2009 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg, wo er das Haus der Astronomie leitet, ein Zentrum für astronomische Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit. Pössel bloggt, ist Autor/Koautor mehrerer Bücher, und schreibt regelmäßig für die Zeitschrift Sterne und Weltraum.

2 Kommentare

  1. Schwarze Löcher

    Black Holes…herzlichen Dank für diesen Beitrag. Er hat mein bisher vorhandenes Teilwissen über Schwarze Löcher auf eine einfache und anschauliche Art über den Haufen geworfen. Damit dürften für mich auch alle Bedenken, die ich bisher gegenüber den Versuchen des Forschungszentrums CERN in der Schweiz hatte, hinfällig werden.

  2. @trockenf

    Es gibt sicher gute Gründe, sich durch den LHC nicht beunruhigen zu lassen – die Forschung von Knud und Mauricio kann man da aber nicht direkt bemühen. Wie schwierig es für Materie ist, Drehimpuls loszuwerden und ein Schwarzes Loch nicht nur zu umkreisen, sondern hineinzufallen, hängt entscheidend von den Größenskalen ab. Bei den hier behandelten supermassereichen Schwarzen Löchern ist das Problem eine “Entfernungslücke”: Direkt um das Schwarze Loch, in der Akkretionsscheibe, funktioniert der Transport weiter nach innen sehr gut; auf Größenskalen von tausenden von Lichtjahren funktioniert er dank Instabilitäten (z.B. die Balkenstrukturen in Balkenspiralgalaxien) auch. Bei der hier vorgestellten Arbeit geht es um den Bereich dazwischen; der ist, wie Knud ja erzählt, problematischer.

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