Kickstarter für die jüngsten Astronomen

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… aber nicht einfacher
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Der folgende Kickstarter für eine Materialbox für die jüngsten Astronomen (Kindergarten und Grundschule) ist schon fast auf der Zielgerade, verdient aber auf alle Fälle Unterstützung: Hier geht’s zur Kickstarterseite.Universe_In_A_Box_contents

Hintergrund: Am Haus der Astronomie, wo ich arbeite, gehört Astronomie für Kindergarten und Grundschule mit zu den erfolgreichsten Angeboten. Bei den jüngeren Kindern ist Astronomie ähnlich beliebt wie es Dinosaurier sind. Das merken wir sowohl in den Workshops, die wir für diese Altersgruppen anbieten, als auch aus der Rückmeldung der Erzieher/innen und Lehrkräfte, die an unseren Fortbildungen teilnehmen.

Die beiden Kolleginnen, die sich bei uns um diese Altersgruppe kümmern, sind Cecilia Scorza und Natalie Fischer. Vor ein paar Jahren haben die beiden begonnen, die Materialien, mit denen sie Kindern Astronomie nahebringen – von Sternbild-Karten über Masken für ein Sonnensystem-Rollenspiel bis zur Mondphasen-Box – zu sammeln und zusammenzustellen. Mit der Förderung der Baden-Württemberg-Stiftung und in Zusammenarbeit mit der Astronomieschule e.V. wurde daraus eine ganze “Grundschulbox Astronomie”. Gerade bei dieser Altersgruppe sind wir international sehr gut vernetzt – Cecilia war noch deutlich bevor das Haus der Astronomie gegründet wurde, eine der Aktiven bei “Universe Awareness”. UNAWE, so die Abkürzung, bringt Kindern zwischen 4 und 10 Jahren, und insbesondere auch sozial benachteiligten Kindern, nicht nur das Universum nahe, sondern auch ihre Rolle im Kosmos – inklusive eines Bewusstseins dafür, dass wir Menschen alle denselben Planeten bewohnen und gut daran tun, auf ihn aufzupassen.

Die Grundschulbox wuchs im Rahmen von UNAWE, und insbesondere im Rahmen des EU-geförderten Teils des Programms (EU-UNAWE), zum “Universe in a Box” – und die hier entwickelten Materialien waren mit der Zeit zunehmend international im Einsatz. Das Programm hatte auch das Geld, die “Universe in a Box” in einer Stückzahl von 1000 herzustellen. Vorher wurden noch 50 Prototypen in 30 der UNAWE-Mitgliedsländer getestet und dem Feedback entsprechend noch ein Feinschliff vorgenommen.

Der Kickstarter soll die Verschickung von zahlreichen der 1000 Boxen in Länder unterstützen, bei denen sich die Empfänger die Portokosten nicht so ohne weiteres leisten können – außerdem Fortbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte und Erzieher/innen. Bitte schaut, ob ihr diesen Kickstarter unterstützt! Auch jenseits der Zielgeraden von EUR 15.000 wird sicher jeder Euro effektiv für astronomische Bildung mit dem “Universum in der Box” eingesetzt.

Hier noch mal der Kickstarter-Link: Universe in a box-Kickstarter

 

Markus Pössel hatte bereits während des Physikstudiums an der Universität Hamburg gemerkt: Die Herausforderung, physikalische Themen so aufzuarbeiten und darzustellen, dass sie auch für Nichtphysiker verständlich werden, war für ihn mindestens ebenso interessant wie die eigentliche Forschungsarbeit. Nach seiner Promotion am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Potsdam blieb er dem Institut als "Outreach scientist" erhalten, war während des Einsteinjahres 2005 an verschiedenen Ausstellungsprojekten beteiligt und schuf das Webportal Einstein Online. Ende 2007 wechselte er für ein Jahr zum World Science Festival in New York. Seit Anfang 2009 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg, wo er das Haus der Astronomie leitet, ein Zentrum für astronomische Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit. Pössel bloggt, ist Autor/Koautor mehrerer Bücher, und schreibt regelmäßig für die Zeitschrift Sterne und Weltraum.

1 Kommentar

  1. Astronomie so spannend wie Dinosaurier. Warum nicht auch nicht experimentieren, zaubern und programmieren so spannend wie Astronomie? Und alles für Kindergarten- und Grundschüler.
    Möglich wäre es, aber jemand muss es möglich machen.

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