Guttenberg im Buchhaltertest

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… aber nicht einfacher
RELATIV EINFACH

Die Buchhaltung, liebe Leser, ist notorisch kompliziert, und ihre Regeln sind für den nicht Eingeweihten so gut wie unzugänglich. Aktiva, Passiva, Sonderbilanz, Einzelbilanz, Konzernbilanz, wer blickt denn da noch durch? Dennoch: Wäre ein Politiker der Unterschlagung beschuldigt, dann würden seine Verteidiger mit Ausführungen dazu, dass es um ein rein buchhalterisches, ich betone: buchhalterisches Fehlverhalten ginge, dass der Mann als Minister und nicht als Buchhalter eingestellt sei, und dass er ob all der komplizierten Buchhaltung leider, er sei ja auch nur ein Mensch, die Übersicht verloren habe, vermutlich nicht durchkommen. altHinweise darauf, dass wir alle damals im Mathematikunterricht den einen oder anderen Fehler gemacht hätten und man dem Beschuldigten doch eigentlich hoch anrechnen müsse, dass er ein Mann der Tat und keine Krämerseele sei, würden voraussichtlich ebenfalls nicht fruchten. Warum funktioniert das, was bei der Buchhaltung jämmerlich fehlschlüge, wenn es stattdessen um Wissenschaft geht? alt

Werte

In beiden Fällen haben wir es ja mitnichten mit kuriosen Bräuchen einer Spezialbranche zu tun. Hinter der Sorgfaltskultur der Buchhalter stehen allgemeinere Werte wie Gerechtigkeit, Ehrlichkeit und Achtung vor fremdem Eigentum. Und allen ist klar: Wenn dort etwas verdächtig schiefgeht, geht es automatisch nicht nur um buchhalterspezifische Qualifikationen, sondern um mehr.

Quellenangaben für Texte, Bilder, Ideen, in der Wissenschaft und anderswo, sind ebenso eine Frage der Ehrlichkeit; sie dienen der Nachprüfbarkeit und zeigen Respekt vor der Leistung und dem geistigen Eigentum anderer. Darüber, dass man mit fremdem Geld sorgfältig und ehrlich umgehen soll, besteht breiter gesellschaftlicher Konsens. Über Respekt vor fremden Leistungen hoffentlich auch. Nachprüfbarkeit verlangen wir, wenn auch nicht mit so strengen Kriterien wie in der Wissenschaft, beispielsweise auch von Zeitungsartikeln, bei besonders überraschenden Behauptungen auch in Alltagsgesprächen, und es wäre sicher nicht schlecht, wenn sich Transparenz und offener Umgang mit Quellen noch weiter verbreiten würden; dieser Cartoon-Kommentar zum US-amerikanischen Wahlkampf funktioniert auch, wenn man die Flagge durch Schwarz-Rot-Gold ersetzt:

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[Randall Munroe, xkcd-Comic “Wikipedian protester”, verwendet unter CC BY-NC 2.5]

Die vielgescholtene Wikipedia hat, wenn es um Quellen geht, das Herz auf dem rechten Fleck: Gerade weil dort jeder Änderungen und Ergänzungen vornehmen kann, sollten die Aussagen in Wikipedia-Artikeln durch geeignete Quellen belegt sein. Wo das nicht der Fall ist, heften Mit-Wikipedianer dann (im englischen) schnell mal ein mahnendes “[Citation needed]” an – Quellenverweis fehlt!

Werte wie Ehrlichkeit, Transparenz, Respekt vor anderen hinter dem Umgang mit Quellen bedeuten im Umkehrschluss aber auch: Nimmt es einer mit der wissenschaftlichen Quellenarbeit nicht so genau, muss man kritisch fragen, was das über seine Einstellung gegenüber eben diesen Werten aussagt.

Praxis

Ich selbst habe Mühe, eine Bilanz zu verstehen und weiß, dass ich, wenn es darauf ankäme, einiges dazulernen müsste, um selbst eine schreiben zu können. Trotzdem würde ich, wenn ich von Unterschlagungsvorwürfen höre und von der Entgegnung des Beschuldigten, schlicht die Übersicht verloren zu haben, nicht in Ehrfurcht vor der Buchhalterkunst erstarren und vor mich hinmurmeln, Buchhalterei sei ja auch eine hochkomplexe Angelegenheit. Ich würde denken: Moment Mal, Freundchen, letztlich geht es hier doch wohl um ganz elementare Sorgfalt, darum, Zahlen von einer Reihe in eine andere zu übertragen, und dass du dich dabei wieder und wieder und wieder zu deinen eigenen Gunsten geirrt hast, kannst du deiner Großmutter erzählen. Auch diese Einschätzung wäre im Rest der bilanzunkundigen Bevölkerung wahrscheinlich durchaus mehrheitsfähig.

Bei den Kernvorwürfen gegenüber Guttenberg geht es ebenfalls nicht um hohe wissenschaftliche Kunst, sondern um Handlungen, wie sie jeder halbwegs Computerkundige im Selbsttest nachprüfen kann (der nicht-digitale Handlungsablauf mit Karteikarte und Stift funktioniert ganz ähnlich). Also: Öffnen Sie ein Textdokument. Gehen Sie auf die Webseiten etwa einer Zeitung. Kopieren Sie einen Textabschnitt. Denken Sie scharf nach, was wohl jetzt der nächste logische Schritt wäre, wenn Sie vermeiden möchten, dass Ihnen der Quellenbezug abhanden kommt: (a) Gleich Anführungszeichen setzen und schnell noch die Quellenangabe dazuschreiben, zur Not ins Unreine, evt. auch zunächst nur die URL dazukopieren? Oder (b) die Webseite schnell wieder zumachen und sich darauf verlassen, dass Ihnen irgendwann später wieder einfällt, dass da noch ein Zitat mühsam wieder herausgesucht und bezeichnet werden will?

Ich habe große Probleme, mir vorzustellen, dass und warum ein auch nur halbwegs gescheiter Mensch Variante (b) wählen würde. Ein oder höchstens zwei Mal, das mag mit viel Fantasie noch angehen, wenn im entscheidenden Moment das Baby schreit oder die Bundeskanzlerin anruft und man die fünf Sekunden (Selbstversuch) zum URL-Kopieren partout nicht erübrigen kann und, Herrgott, vielleicht weiß man bei der Rückkehr an den Schreibtisch wirklich nicht mehr, warum dort eine bestimmte Webseite noch offen ist, vielleicht noch eine Textpassage darauf markiert, aber… nein, auch das fällt mir bereits schwer zu glauben. Und wenn das Ganze immer wieder passiert, dann sowieso. Und wenn sich noch eine Vielzahl ähnlich gelagerter Zweifelhaftigkeiten findet (siehe die verschiedenen Kategorien im Guttenplag-Wiki-Zwischenbericht), dann erst recht.

Wer über so einfache, komplett hochschulstudiumsunabhängige Fehler nur mit vagen Formulierungen wie “wissenschaftliches Fehlverhalten” berichtet, ohne klar beim Namen zu nennen, über was für Banalitäten wir hier eigentlich reden, trägt allein dadurch schon zur Vernebelung bei. Kommentatoren, die hinreichend mit der akademischen Realität vertraut sind, etwa Anatol Stefanowitsch oder Jürgen Kaube, kommen in der Frage, inwieweit Guttenbergs Verhalten überhaupt ohne Vorsatz zu erklären ist, dann ja auch zu recht eindeutigen Schlüssen.

Fazit

Es geht hier um die gleichen Vorurteile, die Wissenschaftskommunikatoren das Leben schwer machen und die öffentliche Diskussion über Wissenschaft behindern: Wissenschaft sei durch die Bank hochkompliziert, abgehoben, alltagsfern, die könne man als Laie sowieso nicht verstehen, man müsse sie den Eierköpfen und anderen Schwerstbegabten überlassen, im populistischen Umkehrschluss: dass ein normaler Mensch dort Fehler macht, ist zu erwarten und geradezu volksnah. So eine Grundhaltung ist mit blindem Wissenschaftsglauben vereinbar, ebenso mit der Haltung, dass Wissenschaftler realitätsferne Glasperlenspiele betreiben oder aber, dass sie uns die Tasche volllügen. Dass man mit solcher Einstellung nicht sinnvoll öffentlich über Klimawandel, Fragen der Medizinethik und dergleichen diskutieren kann, liegt auf der Hand.

Was sollte jeder über Wissenschaft wissen? Unter anderem, dass die formalen Regeln kein Selbstzweck sind, sondern auf allgemeinere Werte wie Überprüfbarkeit und Nachvollziehbarkeit hinauslaufen. Dass Wissenschaft nicht über den Wolken schwebt, und dass man zwar in der Regel studiert haben muss, um an der Spitze mitzuforschen, dass aber die wesentlichen Argumente auch für Laien nachvollziehbar sein sollten und müssen. Dass in der Wissenschaft auch nur mit Wasser gekocht wird: dass zu vielen Aspekten wissenschaftlicher Arbeit Intelligenz und Wissenstiefe gehören, an anderen Stellen aber auch ganz einfach Fleißarbeit und Sorgfalt gefragt sind. Dass man als Laie bei den Worten “wissenschaftliches Fehlverhalten” durchaus nachhaken kann und sollte, und in der Regel dann auch verstehen kann, worum es eigentlich geht. Und wenn man den Eindruck hat, die eigene Kritikfähigkeit werde durch übertriebene Ehrfurcht gehemmt, dann mache man den Buchhaltertest und versuche zu klären, ob man, wenn es um andere ehrenhafte Betätigungsfelder ginge, ähnlich reagieren würde.

Wenn Guttenberg (1,2,3), Merkel (1), Schavan (1) und andere (1,2) bei ihren Verteidigungsreden suggerieren, es gehe ausschließlich um Wissenschaft und um der Alltagssphäre entrückte Spezialistenfehler, und schon gar nicht um irgendwelche allgemeineren Werte, dann mag dies als politische Taktik, leider, einige Aussichten auf Erfolg haben. Aber Guttenberg & Co. machen damit nicht nur all denen, die sich in der Schule, an der Uni oder darüber hinaus für den sachgerechten Umgang mit Quellen einsetzen, das Leben schwer. Sie erweisen auch der öffentlichen Diskussionskultur zu Wissenschaftsthemen einen Bärendienst.

Die Debatte geht weiter. Gerade hat sich die Universität Bayreuth um klare Worte zur Täuschungsabsicht herumgedrückt (Nachtrag: sie prüft wohl doch auch noch den Täuschungsvorwurf – mal sehen). Aber noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die Diskussion am Ende bei Argumenten landet, die sämtlich den Buchhaltertest bestehen.

 

 

 

 

Markus Pössel

Markus Pössel hatte bereits während des Physikstudiums an der Universität Hamburg gemerkt: Die Herausforderung, physikalische Themen so aufzuarbeiten und darzustellen, dass sie auch für Nichtphysiker verständlich werden, war für ihn mindestens ebenso interessant wie die eigentliche Forschungsarbeit. Nach seiner Promotion am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Potsdam blieb er dem Institut als "Outreach scientist" erhalten, war während des Einsteinjahres 2005 an verschiedenen Ausstellungsprojekten beteiligt und schuf das Webportal Einstein Online. Ende 2007 wechselte er für ein Jahr zum World Science Festival in New York. Seit Anfang 2009 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg, wo er das Haus der Astronomie leitet, ein Zentrum für astronomische Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit. Pössel bloggt, ist Autor/Koautor mehrerer Bücher, und schreibt regelmäßig für die Zeitschrift Sterne und Weltraum.

8 Kommentare

  1. Die Laien, die Wissenschaft für abgehoben und undurchschaubar halten, dürfen dies meinetwegen gerne, wenn sie sich denn schlicht ruhig in die Ecke verziehen und die Klappe halten würden, wann immer es um wissenschaftliche und metawissenschaftliche Themen geht. Wenn ein Kasper wie Franz Josef Wagner sich mit seiner Dummheit brüstet und seine Einbildung für eine gute Ausbildung hält, seinen persönlichen Anti-Intellektualismus monstrant vor sich her trägt, dann hat er das Maul zu halten. Oder sich zu erkundigen, um zu einer – Harlan Ellison lässt grüßen – informierten Meinung zu gelangen.

  2. @Dierk

    Ich habe gerade mal danach gegoogelt und den entsprechenden BILDblog-Eintrag gefunden. Unsäglich. Solche Haltungen sind natürlich der Grund, warum es einigen politischen Erfolg verspricht, die Angelegenheit soweit wie möglich in die Schublade “Elfenbeinturm-Interna” zu stecken. In den Worten des Kabarettisten Werner Schneyder (bei Maischberger, zitiert nach diesem SPIEGEL-Artikel): “Weil er quasi der gebildeten Schicht, die ja verachtet wird, vor den Koffer… ich verwende das Verbum jetzt nicht. Die sagen: Der gibt’s diesen Obergescheiten und lässt sich von denen nicht ins Bockshorn jagen.”

  3. Staatliche Nebelmaschine

    Zitat aus dem (hervorragenden) Artikel:

    ‘Wer über so einfache, komplett hochschulstudiumsunabhängige Fehler nur mit vagen Formulierungen wie “wissenschaftliches Fehlverhalten” berichtet, ohne klar beim Namen zu nennen, über was für Banalitäten wir hier eigentlich reden, trägt allein dadurch schon zur Vernebelung bei.’

    Der Satz benennt einen wesentlichen Punkt sehr treffend.

    Geradezu bedrückend aber ist es, dass diese groß angelegte Vernebelungsaktion nicht nur von einzelnen ‘Parteisoldaten’, sondern auch von der Regierungschefin betrieben wird – im Schulterschluss mit ‘BILD’.

    Wenn die Kanzlerin auf diese Weise selber Nebelbomben wirft, missachtet sie nicht nur die Grundprinzipien wissenschaftlichen Arbeitens. Sie erhebt sich auch über Prinzipien, die den Kern einer stabilen Demokratie ausmachen.

    Beide, der Minister wie die Kanzlerin, sind die Falschen im Amt – schlimmer noch: Fälscher im Amt.

  4. … erwirb es, um es zu besitzen!

    Markus Pössel schrieb (24. Februar 2011, 13:40):

    > Darüber, dass man mit fremdem Geld sorgfältig und ehrlich umgehen soll, besteht breiter gesellschaftlicher Konsens.

    Und wohl ebenso darüber, dass man mit dem eigenen verschwenderisch sein darf.

    > Quellenangaben […] dienen der Nachprüfbarkeit und zeigen Respekt vor der Leistung und dem geistigen Eigentum anderer.

    Nachprüfbare Leistung und geistige Urheberschaft lehren Respekt vor Leistung und geistigem Eigentum.
    Quellenangaben dienen der Buchhaltung und Kenntlichmachung gegenüber Dritten.

    > Die vielgescholtene Wikipedia hat, wenn es um Quellen geht, das Herz auf dem rechten Fleck: Gerade weil dort jeder Änderungen und Ergänzungen vornehmen kann, sollten die Aussagen in Wikipedia-Artikeln durch geeignete Quellen belegt sein.

    Sofern die oft geschmähte Wikipedia auch allen Namenlosen die Möglichkeit eröffnen könnte, ihr Wissen beizutragen, sollten die Aussagen in Wikipedia-Artikeln (sowohl in ihren Begriffs-Bestandteilen, als auch bzgl. des Wesens der gesamten Aussagen) weitgehend verlinkt werden.

    Wo das nicht der Fall sein mag, heften sorgfältige Mit-Wikipedianer dann (im englischen) schnell mal ein mahnendes “Wikification needed” an. (Um das Ausmaß solcher Sorgfalt zu beurteilen, ist es sicher interessant, diese Phrase zu googlen.)

    Krämerseelen, die nicht einmal soviel Respekt vorzuschließen vermögen, tragen ein Herz offenbar nicht an dem Fleck, wo es Enzyklopädisten haben.

    p.s.
    Im Interesse der vollständigen Offenlegung der Recherche:
    Im Menü-Tab “WissensLogs” ist der Eintrag “RELATIV einfach” nicht mehr vorhanden.

  5. @Frank

    Hm. Wikification ist ja nun zunächst einmal interne Verlinkung, also Verlinkung auf vorhandene weitere Wikipedia-Artikel. Das ersetzt nicht die Verlinkung auf zuverlässige externe Quellen, oder eben herkömmliche Literaturangaben auf gedruckte Werke.

    Das mit dem Menü-Tab habe ich heute früh auch gemerkt; die Redaktion hat jedenfalls zugesichert, dass das repariert wird!

  6. Schavans Kehrtwende

    Hallo Markus,

    schöner Artikel!

    Dass die Bundesbildungsministerin öffentlich Herrn zu Guttenberg verteidigt, finde ich erstaunlich. In dem von Dir verlinkten FAZ-Artikel wird sie zitiert als “Man wird nicht Minister, weil man promoviert ist, sondern Kompetenz hat im Politischen”. Und das sagte sie auch noch zur Eröffnung der “Bildungsmesse” didacta!

    Interessanterweise liest man heute aber in Spiegel Online (http://www.spiegel.de/…and/0,1518,748023,00.html) “Schavan schämt sich für Guttenberg”. So richtig zwar dann auch nicht — “jeder hat eine zweite Chance verdient” — aber immerhin ein bißchen…

    Grüße,
    Leo

    P.S. Unter http://offenerbrief.posterous.com/…on-doktorande (der Link endet wirklich auf doktorande – ohne ‘n’) werden virtuelle Unterschriften für einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin in der Sache Guttenberg gesammelt.

  7. … des Wurmes Länge ist verschieden.

    Markus Pössel schrieb (24.02.2011 | 23:18):

    > Hm. Wikification ist ja nun zunächst einmal interne Verlinkung, also Verlinkung auf vorhandene weitere Wikipedia-Artikel.

    Seit die Wikipedia in alle möglichen “Geschwisterprojekte” und “Sprach-Optionen” fragmentiert wurde, ist “intere Verlinkung” sowieso ein dehnbarer Begriff;
    mit der naheliegenden Perspektive, dass man Dokumente — nicht zuletzt akademische Arbeiten — wikifizieren könnte und sollte, ganz egal auf welchem Medium/Server sie vorgehalten werden. (Die “What-links-here”-Operation der Wikipedia ist ja leider schon spätestens seit Beginn der Fragmentierung effektiv kaputt …)

    > Das ersetzt nicht die Verlinkung auf zuverlässige externe Quellen

    Die eventuelle Nützlichkeit und Zuverlässigkeit einer Quelle ist wohl am ehesten dadurch zu belegen bzw. zu gewährleisten, dass man sie wikifiziert und damit enzyklopädisch internalisiert.
    Also: ein Link zu einer externen Quelle gehört ausschließlich in einen enzyklopädischen Artikel, der dieser externen Quelle gewidmet ist.

    Enzyklopädische Darstellung ersetzt nicht den Anspruch auf Urheber-Priorität.
    Aber ebensowenig ersetzen Quellenlisten die Internalisierung des vorzufindenen Materials und ggf. dessen Aufarbeitung im Zusammenhang.

    Wer das eine lässt, weckt den Verdacht, das andere nicht vorzuhaben.

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