Wie schnell ist Gravitation?

Wie schnell ist Gravitation? Manche Fragen möchte ich einfach mit einem Satz beantworten: Gravitation ist so schnell wie das Licht. Doch die Frage ist komplizierter. Sie wirft eine weitere auf: Wie entkommt die Gravitation einem Schwarzen Loch, wenn Licht diesem nicht entkommt?

Was Licht ist, habe ich schon beschrieben. Licht ist eine Welle im elektromagnetischen Feld und bewegt sich mit der Geschwindigkeit von genau 299.792.458 Metern pro Sekunde durch die Raumzeit. Und zwar immer. Nichts kann schneller als Licht sein und Licht kann im Vakuum nicht verlangsamt werden.

Aber Licht ist nicht dasselbe wie ein elektromagnetisches Feld. Wenn wir also unter Gravitation die Schwerkraft verstehen, ist Licht als Analogie unpassend. Wir müssen sagen: Gravitation ist so schnell wie ein elektrisches oder magnetisches Feld. Wie schnell ist das?

Magnetfeld

Magnetfeld eines Zylindermagneten. Bild vom Wikipedia-Autoren Geek3 unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license

Rechts sehen Sie ein Bild eines magnetischen Feldes aus der Wikipedia. Dieses Bild kann falsch gelesen werden: Es kann die Betrachter auf die Idee bringen, ein magnetisches Feld fließe vom Nordpol zum Südpol. So wie ein Elektron vom elektrischen Minuspol zum Pluspol fließt. Dasselbe falsche Bild vermittelt der Name magnetische Flussdichte, den wir einem der Magnetfelder geben.

Dieses falsche Bild hat mir als Schüler Rätsel aufgegeben: Wie kommt es, dass sich ein Magnet nicht verbraucht, wo doch ständig Magnetfluss von Nord nach Süd stattfindet? Was treibt den magnetischen Fluss an?

Tatsächlich fließt hier aber gar nichts. Das Magnetfeld ist eine statische Kraft, die Pfeile im Bild und die Richtung der Vektorgröße magnetische Flussdichte geben keine Bewegungsrichtung sondern eine Kraftrichtung an. Das gilt analog auch für das elektrische und für das Gravitationsfeld.

Gravitation muss ein Schwarzes Loch nicht verlassen. Das Schwarze Loch ist in der Näherung der Schwartzschild-Metrik von einem statischen Gravitationsfeld umgeben. Damit erübrigt sich die Frage, wie die Gravitation das Schwarze Loch verlassen kann, wenn doch Licht nicht dazu in der Lage ist. Ein Schwarzes Loch ist ein eingefrorenes Gravitationsfeld, das ein kollabierter Stern zurückgelassen hat.

Und wie schnell sind Gravitationswellen? Hier gibt es eine andere Schwierigkeit: Während Lichtwellen bei haushaltsüblichen Lichtstärken keinen Einfluss auf die Raumzeit selbst nehmen, sind Gravitationswellen Verwerfungen in der Raumzeit. Sie verändern die Längen und Zeitmaße auf die sich die Messung von Geschwindigkeiten bezieht. Für sehr kleine Wellen lässt sich jedoch eine Geschwindigkeit im umgebenen Raum berechnen. Sie entspricht der Lichtgeschwindigkeit.

Gravitation kann statisch sein. Gravitationswellen sind so schnell wie Licht.

Veröffentlicht von

www.quantenwelt.de/

Joachim Schulz ist Gruppenleiter für Probenumgebung an der European XFEL GmbH in Schenefeld bei Hamburg. Seine wissenschaftliche Laufbahn begann in der Quantenoptik, in der er die Wechselwirkung einzelner Atome mit Laserfeldern untersucht hat. Sie führte ihn unter anderem zur Atomphysik mit Synchrotronstrahlung und Clusterphysik mit Freie-Elektronen Lasern. Vier Jahre hat er am Centre for Free-Electron Laser Science (CFEL) in Hamburg Experimente zur kohärenten Röntgenbeugung an Biomolekülen geplant, aufgebaut und durchgeführt. In seiner Freizeit schreibt er zum Beispiel hier im Blog oder an seiner Homepage "Joachims Quantenwelt".

20 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. “Ein Schwarzes Loch ist ein eingefrorenes Gravitationsfeld, das ein kollabierter Stern zurückgelassen hat.”
    > Den Satz versteh ich nicht, besonders das mit dem “eingefroren”. Ein Stern mit geg. Masse und Volumen kollabiert, daraus entsteht ein sog. Schwarzes Loch mit der gleichen (?) Masse, aber auf sehr viel kleinerem Raum. Der Schwerpunkt der Masse müsste auch unverändert bleiben. Das hieße doch, dass die Geometrie des Gravitatonsfeldes ebenso gleich bleibe?
    Anders ausgedrückt: das Gravitationsfeld bleibt gleich, weil Masse und Position des Schwerpunktes gleich bleiben.
    Oder? Wo ist mein Fehler?

  2. Schöne Beschreibung und schöne Bilder wie “Ein Schwarzes Loch ist ein eingefrorenes Gravitationsfeld”. Aber: Würde ein eingefrorenes und statisches Graviationsfeld eines schwarzen Loches nicht bedeuten, dass sich das Gravitationsfeld eines schwarzen Loches nicht mehr ändern kann, selbst wenn es “kannibalistisch” tätig ist, also Sterne und andere Materie aus seiner Umgebung verschluckt? Das gleiche Problem gilt auch für das Magnetfeld eines schwarzen Loches. Allerdings scheinen Magnetfelder um schwarze Löcher ihren Ursprung im Bereich des Ereignishorizonts zu haben und nicht im schwarzen Loch selbst. Doch bei der Gravitation hilft diese Erklärung nicht weiter.

    • Die Analoge zwischen elektromagnetischem Feld und Gravitationsfeld als “statische Elemente” auf der einen Seite und Licht (als Lichtwellen/LichtTeilchen) und “Gravitationsstrahlung” (als Gravitationswellen/GravitationsTeilchen) als “dynamische Elemente” auf der anderen Seite lässt den Gedanken aufkommen, dass es kein Problem wäre, wenn Gravitationswellen/GravitationsTeilchen das Schwarze Loch nicht verlassen könnten, genauso wie Lichtteilchen das schwarze Loch nicht verlassen können. Vor allem der Satz von oben “Gravitation muss ein Schwarzes Loch nicht verlassen.” lässt einen die Analogie zum Licht machen, zum Licht, das das Schwarze Loch nicht mehr verlassen kann.
      Doch meiner Ansicht nach müssen Gravitationswellen das Schwarze Loch verlassen können, denn ein Massenzuwachs des schwarzen Lochs muss irgendwie nach aussen kommuniziert werden: Dazu braucht es wahrscheinlich Gravitationswellen. Ein schwarzes Loch ist also nicht schwarz für Gravitationsteilchen.

      • Ein Schwarzes Loch kann, ebenso wie jedes andere Objekt, seine Masse nicht aus sich selbst heraus ändern. Die Masse wächst, wenn weitere Masse hineinfällt. diese Masse bringt dann ihr zusätzliches Feld praktisch mit. Die Masse eines Schwarzen Lochs kann durch Hawking-Strahlung abnehmen. Diese Strahlung besteht aus Teilchen, die am Ereignishorizont entstehen. Beim Verlassen nehmen sie ihren Anteil des Gravitationsfeldes sozusagen mit heraus.

        Die allgemeine Relativitätstheorie ist eine lokale Feldtheorie. Es braucht keine Kommunikation aus dem Zentrum. Das Feld ändert sich durch lokale Einflüsse.

        • Das könnte funktionieren. Das schwarze Loch wäre ausserhalb nur über Wirkungen erlebbar, die vom Ereignishorizont ausgehen. Alles was Felder ausserhalb des schwarzen Loches verändert würde letztlich auf Änderungen am Ereignishorizont zurückgehen. Auch die Emission von Hawking-Strahlung wäre dann ein Ereignishorizont-Ereigniss

  3. Lässt sich hier i.p. Energieverbrauch oder Energie-Transport erklären, kann ein “schwarzes Loch” so entscheidend an Energie verlieren?

    Bonusfrage:
    Gibt es eine besondere physikalische Erklärung für das Vorhandensein der Gravitation?

    MFG
    Dr. W

  4. Verehrter Herr Schulz
    ein Gravitationsfeld als physikalische Entität ist – wie Sie schon sagen – modellhaft etwas ganz anderes als das Feld einer elektrischen Ladung: es ist nach der ART statisch verformter Raum: alles fällt runter, weil wir auf der Erdoberfläche tief in einem Raumtrichter sitzen, und jede Masse – kräftefrei gelassen – in diesen Trichter rein rast. Durch den Zwang des Raumes sozusagen.

    Insofern hat er Raum um uns herum ganz schön Power – sieht man ihm gar nicht an. Wir denken immer – es ist die Masse der Erde, die das anzieht, was da runterfällt. – Ne, ne, es rutscht nur den Raum runter.

    Und der wellt sich auch noch unmerklich, weil aus fernen Galaxien Raumwellen heraneilen, verursacht von beschleunigten Monstermassen.

    Das beschriebene Bild – ist wohl nicht falsch – läßt sofort die Frage aufkommen: könnte es – neben den großen Dellen durch Monstermassen – nicht auch irgendein Gekräusel geben, so fein, daß das nicht meßbar ist ? Damit könnte man dann endlich einem Feld irgendeine physikalische Bestimmung geben.

    Was aber wirklich bemerkenswert ist: eine Masse, die ein Gravitationsfeld erzeugt, macht sich gleichzeitig auch träge. Als ob zwei Geschwister auftreten – das Gravitationsfeld und die Trägheit, das eine zum Preis des anderen. Das gibt es bei der Elektrizität nicht – oder doch: Ladung zum Preis des Spins ? Immerhin eine gewisse Symmetrie (oder –bruch?) ist vorhanden – ist die schon mal näher beleuchtet worden

    Jede beschleunigte Masse erzeugt eine Raumwelle. Selbst ein im Kristallgitter oder Molekülverbund schwingendes Atom müßte auch eine Raumwelle erzeugen – im Prinzip. Der englische Mathematiker Penrose hat vorgeschlagen zu überlegen, ob solche kleine Wellen nicht verschränkte Quantensysteme zum Einsturz bringen – also diese Wellen, falls hier überhaupt physikalisch noch sinnvolle Größenordnungen vorliegen, für Dekohärenz und die klassische Ausformung unserer materiellen Welt verantwortlich wären. Lohnt es sich über sowas nachzudenken? Oder war das nur eine Schnapsidee ?

    Es grüßt Sie herzlich
    Fossilium

  5. 1920 proklamierte Einstein in seiner Rede zu Leiden einen Gravitationsäther welcher nicht im Widerspruch zur SRT steht und welchen man sich nicht aus „durch die Zeit verfolgbare Teilchen zusammengesetzt“ vorstellen solle.
    Dieser sei im Gegensatz zur Materie von primär (und auch ohne Materie vorstellbar), jedoch mit dieser verbunden und möglicherweise „ein Feld von skalarer Natur“
    Eine deutliche Abweichung von der Vorstellung „Massen umgeben von Nichts“
    Erinnert wohl mehr an die String Theorie (Weltfäden) oder sogar Quantengravitation (?)
    Ich habe mir diese Rede mindestens 15 Mal durchgelesen und finde immer wieder neue Aspekte des Einstein`schen Denkens nach der Entwicklung von ART und SRT.
    Ein skalares Feld kann keine Geschwindigkeit haben, es ist ja sozusagen ausgebreitet – in Analogie dazu hat ja ein Meer auch keine Geschwindigkeit.
    Es sei darauf hingewiesen, dass nicht nur die Natur der Gravitation unbekannt ist, sondern bis heute Wellen- und Teilcheneigenschaften des Lichts (wie schon damals von Einstein gefordert) nicht in einer Theorie vereinigt wurden.
    Es gibt einen Ansatz von Prof. Wolfram Stanek (Konstanz) die Maxwellgleichungen theoretisch zu erweitern, da diese ja lediglich die Welleneigenschaften beschreiben.
    Bei Kleinstmagneten haben japanische Forscher die dynamische Natur des Magnetflusses in einem speziellen Verfahren sichtbar gemacht (river like motion of magnetic vortices).
    Es scheint so als flössen diese „Teilchen“ von Innen (schwarzer Punkt) nach Außen und nicht von Norden nach Süden. Hat der Magnet also so etwas wie einen “Null-Punkt” ? 1865 gab es ja noch keine speziellen Mikroskope und hochauflösende Bildgebungsverfahren.
    In der Quantenelektrodynamik sind die virtuellen Photonen die Wechselwirkungsteilchen der EM-Kraft. Anscheinend kommen diese Teilchen aus dem “Nichts“ und verschwinden auch wieder genauso schnell. Wer sagt denn, dass es keinen „Kreislauf“ zwischen dem Quantenvakuum und der „Raumzeit“ gibt?
    Die verschiedenen physikalischen Modelle laufen nebeneinander her, jedoch sagte Einstein: die Welt ist eins.
    Die Gravitation widersetzt sich nicht der Vereinheitlichung, man hat sie bisher nur nicht verstanden, ihre Natur nicht erkannt.
    Viele Grüße

  6. ich finde im artikel nichts, was die zu beginn gestellte frage schlüssig beantwortet. “wie schnell ist gravitation” wird mit “Für sehr kleine Wellen lässt sich jedoch eine Geschwindigkeit im umgebenen Raum berechnen. Sie entspricht der Lichtgeschwindigkeit.” beantwortet. wie oder nach welchem model wird verschwiegen … und meines wissens ist das noch nicht mal erwiesen. solche artikel brauche ich nicht.

  7. Beruht die Gravitation auf dem gleichen Prinzip wie die Starke Kernkraft?
    Nur einmal angenommen, der Klugscheisser J.G.Karl Gross, hätte wirklich Recht mit seiner Behauptung, dass es eine nichtrelativistische Urmaterie gibt, deren Trägheit 9*10^16 – fach geringer ist als Materie, weil letztere entstanden ist durch eine Kollision mit L.G. Das Verhältnis 1 zu 90 Billiarden ist nahezu unvorstellbar, aber real. Hinkender Vergleich: Denkt man sich ein Quant der Urmaterie als Kügelchen von 1mm Durchmesser, dann wäre das Proton eine Kugel von 448 m Durchmesser! ( Errechnet aus 3. Wurzel aus 90 Billiarden.)
    Das macht verständlich, dass man die reale Urmaterie nicht tabuisieren kann, wie den unverstandenen Lichtäther. Die Urmaterie war im unendlichen und ewigen Universum vorhanden, dagegen ist der Weltraum von endlicher Grösse, entstanden durch eine streifende Kollision mit L.G. im Universum und zwar in einer Zeitdauer von ca. 100 Milliarden Jahren, Zeit genug für die Formierung der Grossraumstrukturen.
    Darum ist die Krümmung der Raumzeit nur eine abstrakte, mathematische Erklärung der Gravitation, denn man Kann keine leeren Raum krümmen real betrachtet, ist es eine Druckdifferenz, in der Urmaterie, welche erzeugt wird von der Masse, welche die umgebende Urmaterie beschleunigt. Beschleunigung bedeutet, Unterdruck erzeugend, und der Druckausgleich erzeugt die Gravitation. Die abstrakte Raumzeit liefert trotzdem reale Ergebnisse.
    Wie ist das zu verstehen? Weil die Protonen mit L.G. rotieren, (ohne Rotation gibt es keine Trägheit und ohne Trägheit keine Masse) beschleunigen sie die umgebende Urmaterie und diese Beschleunigung erzeugt den Unterdruck. Das gleiche Prinzip gilt für die bisher unverstandene Starke Kernkraft. Protonen stossen einander ab, wegen ihrer gleichnamigen positiven Ladung. Presst man sie aber mit hohem Druck gegen einander, dann beschleunigen sie die Urmaterie zwischen einander, durch ihre Rotation sehr stark, und erzeugen dadurch Unterdruck, so dass der umgebende Überdruck die Protonen fest zusammendrückt. Darum ist es verständlich, dass die Starke Kernkraft nur zwischen den Kernen wirkt und nicht ausserhalb der Kerne.
    Die Hypothese der Quarks ist abstrakt, denn die bringen knapp 1,5% der Trägheit und erklären nur den Unterschied zwischen Proton und Neutron.
    Manches wird verständlich, wenn man erkennt, dass die Urmaterie extrem schwach ist, aber sie ist die einzig reale, nicht relativistische Materie und sie ist nicht zu unterscheiden vom Hochvakuum, aber sie ist allgegenwärtig und sie transportiert die Photonen als Elektro-magn-Welle. J.G.Karl Gross 13.4.2017

  8. Die Lösung des Rätsels der unverstandenen Dunklen Materie.
    Wenn man den Urknall in der Bibel lässt und die Entstehung der Materie auf die Kollision schiebt, dann ist die Dunkle Materie einfach erklärt. Aus den Quanten der Urmaterie entstanden Protonen und freie Protonen sind unsichtbar. Fängt ein Proton ein Elektron ein, so entsteht ein Wasserstoffatom und das ist in Teleskopen sichtbar. Von den durch die Kollision entstandenen Protonen sind bisher erst 10% in Sternen fusioniert zu baryonischer, sichtbarer Materie. 90% der noch nicht fusionierten Protonen sind die für Urknall-Bekenner unverstandene, aber real vorhandene Dunklen Materie.

  9. Die Lösung des Rätsels der unverstandenen Dunklen Materie.
    Wenn man den Urknall in der Bibel lässt und die Entstehung der Materie auf die Kollision schiebt, dann ist die Dunkle Materie einfach erklärt. Aus den Quanten der Urmaterie entstanden Protonen und freie Protonen sind unsichtbar. Fängt ein Proton ein Elektron ein, so entsteht ein Wasserstoffatom und das ist in Teleskopen sichtbar. Von den durch die Kollision entstandenen Protonen sind bisher erst 10% in Sternen fusioniert zu baryonischer, sichtbarer Materie. 90% der noch nicht fusionierten Protonen sind die für Urknall-Bekenner unverstandene, aber real vorhandene Dunklen Materie. Man kann das nicht oft genug erklären, bis das kapiert ist.

  10. Warum ist die Kollisions-Theorie logischer, als die Urknall-Theorie?
    Gedankengang:
    Die Gesamtenergie der 150 Milliarden Galaxien muss vorhanden gewesen sein, sowohl vor einem angenommenen Urknall, als auch vor einer fiktiven Kollision.
    Frage: Was ist wahrscheinlicher? Die Energie von 150 Milliarden Galaxien war in einem winzigen Punkt gespeichert, der sich mit vielfacher L.G. ausbreiten musste, um sich im Raum zu verteilen. Oder, die Gesamtenergie war im Universum vorhanden, als Urmaterie, und verblieb am Ort der Kollision?
    Was ist Urmaterie? Die Masse m ist relativistisch, weil sie geschwindigkeitsabhängig ist. Dividiert man die Masse m durch c^2 erhält man eine Materie mit 9*10^16- fach geringerer Trägheit. Das erklärt, warum Masse m entstanden sein muss durch eine Kollision mit c . Warum sollte sich die vorhandene Energie des Universums durch ein enges Loch zwängen, um zum Weltraum zu werden? Das wäre doch physikalisch unrentabel.
    Ernst Mach hat erklärt, dass der Begriff “Masse“ nicht exakt definiert ist, weil es kein Messverfahren gibt, um Masse direkt messen zu können, denn jede Messung erfolgt immer über die Messung der Trägheit. Real gesehen gibt es doch eigentlich nur Urmaterie und Lichtgeschwindigkeit, und nur die Art der Bewegung entscheidet, ob man von Energie oder Masse redet. Am Ort rotierende Urmaterie erkennt man als Masse, und Urmaterie, die sich vom Ort wegbewegt, als el.-magn.-Welle, wird als Photonen, oder Energie erkannt. Materie, d.h. Masse, oder Trägheit, ist kinetische Energie!
    Das bedeutet, dass auch die s.g. “Ruhemasse“ in dauernder Bewegung sein muss. Faktum: Energie kann weder vernichtet, noch erzeugt werden, sondern sie ist nur umwandelbar in andere Energieformen und war, seit ewig, vorhanden im unendlichen Universum. Die Gesamtmenge der Energie im Universum ist konstant.
    Was sagt die Formel: E = mc^2 eigentlich aus? Die Masse m ist relativistisch, weil sie geschwindigkeitsabhängig ist. Das Produkt mc^2 ist physikalisch untrennbar, weil die Masse m fest gekoppelt ist an die Lichtgeschwindigkeit c .
    Nur gedanklich kann man das Produkt trennen, um zu erfahren, wie gering die Trägheit der Masse wäre, ohne c^2 , indem man m dividiert durch c^2 .
    Die Masse des Protons ist 1,672*10^ – 27 kg , dividiert durch 9*10^16 ergibt 1,86*10 ^- 44 kg, und das ist natürlich kein Proton, sondern das ist ein Quant der Urmaterie, mit einer
    90 Billiarden-fach geringeren Trägheit als das Proton. Um zu begreifen, wie gering die Trägheit dieses Urquant ist, stelle man sich vor, das Quant wäre ein Kügelchen von 1 mm Durchmesser, dann wäre das Proton eine Riesenkugel von 448 m Durchmesser, (3.Wurzel aus 9*10^16 ) aber man darf sich das real nicht als Kugeln denken, es zeigt aber, verständlich, dass die Urmaterie unmessbar klein ist, und nur fiktiv bewiesen werden kann.
    Mathematisch kann man beweisen, dass die Trägheit der Masse zunimmt durch eine Beschleunigung. CERN erklärt, dass bei 0,866-facher Lichtgeschwindigkeit, sich die Trägheit verdoppelt. Da 0,866 der cos von 30° und der sin 0,5 ist, habe ich herausgefunden, dass sich die Erhöhung der Trägheit ergibt, indem man die Masse dividiert durch den sin des Winkels, bedingt durch den physikalischen Pythagoras.
    Die Erhöhung der Trägheit, durch die Beschleunigung, wird mathematisch erklärt, aber wie schafft die Geschwindigkeit das real, und warum wird die Trägheit bei L.G. unendlich gross? Weil es keinen leeren Raum gibt, denn das gesamte unendliche Universum “besteht“ aus Urmaterie. Diese Urmaterie setzt der Masse einen Widerstand entgegen, der bei niedrigen Geschwindigkeiten nicht spürbar ist, weil die Urquanten der Masse ausweichen können. Erst angenähert an die L.G. wird der Widerstand deutlich spürbar. Ein hinkender Vergleich mit dem Luftwiderstand macht es verständlich.
    Nur bei Anerkennung der Existenz der einzig realen, nicht relativistischen Urmaterie, kommt man zu Erkenntnissen der Physik, die ohne Urmaterie nicht zu verstehen sind. Photonen z.B. werden von der Urmaterie immer als el.-magn.- Welle “transportiert“ und beim Auftreffen auf Materie werden sie wieder zu Photonen. Darum konnten M&M keinen “Ätherwind“ messen, weil sie der Meinung waren, dass das Licht sich durch den Ather bewegt, statt dessen wird es von der Urmaterie transportiert, und darum kann man die L.G. weder addieren, noch subtrahieren zu einer Geschwindigkeit v.
    Wie kam es zur Entstehung “unseres Weltraumes“ im Universum, ohne einen Urknall? Weil im Universum Urmaterie mit der zufälligen L.G. kollidiert ist. Die Frage, woher die Energie für die Kollision kam, ist zu beantworten, weil die Energie, laut physikalischem Grundgesetz, konstant vorhanden ist und nur gewandelt werden kann. Die lineare Energie zweier Urwolken wurde umgewandelt in rotierende Energie in den Protonen.
    Meine Behauptung: Die Protonen müssen rotieren, weil mc^2 einwandfrei kinetische Energie bedeutet, und die lässt sich nicht zusammenfalten oder pressen, sondern sie muss in Bewegung bleiben, das bedeutet, dass das rotierende Urquant, erkannt als Proton, ein Gyroskop sein muss, dessen Kreiseleffekt die Trägheit erzeugt, denn ohne Rotation gibt es keine Trägheit, und Trägheit bedeutet Masse. Die drei Quarks erbringen knapp 1,5% der Trägheit und erklären nur den Unterschied zwischen Protonen Neutronen und haben für die Existenz der Trägheit keine Bedeutung.
    Über die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit.
    Nach Einstein hängt die Konstanz der L.G. zusammen mit der Dichte der Urmaterie und die ist nicht konstant, weil es sonst keine Krümmung des Lichtstrahls geben könnte, wie Einstein erklärt hat. Die mathematische Berechnungen der Entfernungen von Galaxien in Milliarden Lichtjahren, sollten eimal ernstlich hinterfragt werden, unter der besonderen Berücksichtigung der allgegenwärtigen Urmaterie. Ich bezweifle stark die gesamte Ausdehnungs-Theorie, weil die Gravitation die bestimmende Kraft ist, und welchen Grund sollte die haben, plötzlich expandierend zu wirken?
    Der Weltraum ist endlich, und begrenzt sich selbst, durch die Menge seiner Galaxien und “schwebt“ in der unendlichen Urmaterie des Universums.
    Die Gesamtenergie in “unserem“ Weltraum ist konstant. Sterne entstehen und vergehen, ohne dass sich etwas an der Gesamtenergie ändert. Der Astronom Fred Hoyle hat schon ziemlich richtig gelegen, mit seiner Idee eines “steady-state“ Universums.
    Einsteins mathematische “Krümmung der Raumzeit“ ist, physikalisch betrachtet, eine Differenz der Dichte der Urmaterie, welche entsteht, durch die Rotation der Protonen. Die Rotation beschleunigt die umgebende Urmaterie, und Beschleunigung bedeutet Unterdruck erzeugend. Der Ausgleich dieses Unterdrucks ist die Gravitation, die nicht auf Fernwirkung beruht.
    Woraus besteht die gesuchte, völlig unverstandene, Dunkle Materie? Die Physiker, die blockiert sind, durch die Urknall-Legende, können nicht erklären, woraus die real vorhandene “dunkle“ Materie besteht, weil das Standardmodell alles erfunden hat, wie das Universum entstanden sein müsse, und hat das mit vielen Computer-Simulationen und frei erdachten Parametern “bewiesen“. Urknall und Hintergrundstrahlung beweisen sich gegenseitig!
    Wenn man aber versteht, dass sämtliche Elemente entstanden sind durch die Fusion der Protonen in den Sternen, so wird es verständlich, wenn bis jetzt erst ca. 10 % der Protonen fusioniert sind, zu sichtbarer, baryonischer Materie, und 90 % der Protonen, die noch nicht in Sternen fusioniert wurden, sind die lang gesuchte dunkle Materie, weil die Protonen, fusioniert oder nicht, die gleiche Trägheit besitzen, aber die noch freien Protonen sind in Teleskopen unsichtbar, weil sie wegen ihrer abstossenden Ladung nicht “verklumpen“ können. Nur wenn die freien Protonen ein Elektron einfangen, werden sie zu Wasserstoff und sind in Teleskopen sichtbar.
    Mit hoher Wahrscheinlichkeit, ist der “Weltraum“, in dem sich alle Galaxien befinden, im unendlichen Universum entstanden, durch eine zufällige und nicht beabsichtigte Kollision, mit Lichtgeschwindigkeit, zweier Urwolken, denn das würde erklären, warum die Materie exakt aus 9 *10 ^16 Joule / kg besteht. Durch die Kollision entstanden aus den Quanten der Urmaterie nur Protonen, alles Weitere entstand durch Fusion.
    Der Urknall ist theologisch völlig O.K., aber physikalisch sehr, sehr zweifelhaft. Die bisher unverstandene reale Urmaterie ist das A und O der Physik.
    J.G.Karl Gross, Mai 2017

  11. > Dividiert man die Masse m durch c^2 erhält man
    > eine Materie mit 9*10^16- fach geringerer Trägheit.

    Ich verstehe nicht, wo Sie diese Zahl her haben. In natürlichen Einheiten ist 1*1=1. c ist 1 Ls/s und c² ist 1 Ls²/s².

    Oder rechnen Sie im relativistischen Bereich etwa mit Meter pro Sekunde? Eine völlig willkürlich gewählte Einheit, genausogut könnte man Fuß pro Nanosekunde nehmen. Letztere Einheit ist sogar besonders nützlich, wenn es um die Ausbreitung von elektrischen Signalen auf den Mainboards von PCs mit GHz-Taktraten geht. Die ist nämlich immer langsamer als 29,9cm/ns oder 0,98ft/ns

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