Eine Woche mit zwei Sonntagen

BLOG: Quantenwelt

Gedanken eines Experimentalphysikers
Quantenwelt

Als Physiker, der es gewohnt ist mit Datenreihen umzugehen, wundere ich mich über Politiker und andere Entscheidungsträger, die meinen, aus einer über sieben Tage gemittelten Zahl einen Trend herauslesen zu können.

Im COVID-19-Dashboard des RKI ist leicht zu erkennen, warum die Inzidenz momentan etwas niedriger ist als in der Woche zuvor: Wir hatten eben mit dem Ostermontag einen zweiten Sonntag.

In der Grafik ist klar zu erkennen, dass die “beiden Sonntage” dieser Woche etwas weniger nachgewiesene Corona-Fälle ausweisen, als der Sonntag zuvor, aber deutlich mehr als der Sonntag vor 17 Tagen. Von einem sichtbaren Rückgang der Inzidenz kann also bisher noch keine Rede sein.

Wir hatten einfach eine Woche mit zwei Sonntagen. Erst kommenden Dienstag fallen beide aus der Statistik heraus und dem 7-Tage-Mittel ist wieder einigermaßen zu trauen.

P.S. 9. April

Hier zum Vergleich noch ein Screenshot von heute:

Veröffentlicht von

www.quantenwelt.de/

Joachim Schulz ist Gruppenleiter für Probenumgebung an der European XFEL GmbH in Schenefeld bei Hamburg. Seine wissenschaftliche Laufbahn begann in der Quantenoptik, in der er die Wechselwirkung einzelner Atome mit Laserfeldern untersucht hat. Sie führte ihn unter anderem zur Atomphysik mit Synchrotronstrahlung und Clusterphysik mit Freie-Elektronen Lasern. Vier Jahre hat er am Centre for Free-Electron Laser Science (CFEL) in Hamburg Experimente zur kohärenten Röntgenbeugung an Biomolekülen geplant, aufgebaut und durchgeführt. In seiner Freizeit schreibt er zum Beispiel hier im Blog oder an seiner Homepage "Joachims Quantenwelt".

30 Kommentare

  1. Eine Woche ohne Montag

    Der Wochentag mit der kleinsten Anzahl neuer Infektionsmeldungen, bezogen auf den Vortag (zuzügl. Übermittlungsverzug), ist regelmäßig der Dienstag.

    Obwohl es in der aktuellen Woche keinen Montag gab, sondern stattdessen zwei Sonntage, ist dennoch auch diesmal der Dienstag der Tag mit den wenigsten Meldungen. Eine beeindruckende Bestätigung des aktuell deutlich fallenden Trends!

      • Versteh ich jetzt wirklich nicht. Mein Verständnis war bisher, das die Werte vom Wochenende nachgemeldet werden, z.B (ich bin natürlich mit der ersten Woche “frisch” am Start mit meiner Reihe):

        MDMDFSS-MDMDFSS
        1111100-3111111

        Und mit Ostermontag:

        MDMDFSS-MDMDFSS
        1111100-0411111

        Damit stimmt der “Moving Average” am Dienstag wieder?

  2. Zitat von oben:

    wundere ich mich über Politiker und andere Entscheidungsträger, die meinen, aus einer über sieben Tage gemittelten Zahl einen Trend herauslesen zu können.
    ….
    Wir hatten einfach eine Woche mit zwei Sonntagen. Erst kommenden Dienstag fallen beide aus der Statistik heraus und dem 7-Tage-Mittel ist wieder einigermaßen zu trauen.

    Ja, doch solche „Kurzschlüsse“ bei denen verglichen wird was nicht zu vergleichen ist, die begehen viele, nicht nur Politiker. Um solche Fehlschlüsse zu mitigieren (deutsch: um sie abzuschwächen) könnte man die Tagesinzidenzen gewichten, so dass im Durchschnitt ähnliche 7-Tagesinzidenzen wie bisher herauskommen, aber beispielsweise Werktage mehr zählen als Sonn- und Feiertage.

    Zugegeben, das wäre im Fall der Corona-Inzidenzen etwas übertrieben, es wäre ein unnötiger Aufwand. Doch, und jetzt kommt das grosse Doch: in vielen Statistiken wo es periodisch externe Störfaktoren gibt, wird so etwas tatsächlich gemacht. Beispiel: in vielen Ländern werden die jährlichen CO2-Emissionen „witterungsbereinigt“, was bedeutet, dass in Jahren mit kalten Wintern die CO2-Emissionen künstlich verkleinert werden für die Statistik und in Jahren mit milden Wintern die ausgewiesenen CO2-Emissionen dafür entsprechend vergrössert werden. Warum das? Nun, in milden Wintern wird weniger geheizt, was zu kleineren CO2-Emissionen führt. Folgen nun 2 milde Winter aufeinander glauben nicht wenige, die CO2-Emissionen des betroffenen Landes seien definitiv kleiner geworden (hey, 2 Jahre hintereinander kleinere Emissionen!) – mindestens würden das nicht wenige (nicht nur Politiker) glauben, wenn die CO2-Emissionen nicht witterungsbereinigt wären. Mit witterungsbereingten CO2-Emissionen spart man sich also viele Telefonate, viele Zeitungsartikel und einige Ansprachen und Redepassagen von Politikern.

    Statistik hat auch viel mit Psychologie zu tun. Das sagt nicht nur der Volksmund, das sagen auch die Erfahrungen der Statistiker mit den von ihnen gestreuten Zahlen.

  3. @Graf Cagliostro

    Sie sehen ja an der Datenreihe, dass die Positivmeldungen von Sonntagen, aber auch von Montagen immer deutlich niedriger ausfallen als an den übrigen Wochentagen. Und hier sind die Nachmeldungen schon drin.

    Die blauen Balken zeigen alle Meldungen, die bis vorgestern (relativ zum Abrufdatum der Grafik) beim RKI eingegangen sind. Gelb sind die Daten von Gestern (das war Mittwoch in diesem Fall). Sie sehen, dass da Daten von Mittwoch dabei sind, aber auch viele Nachmeldungen von Dienstag und vereinzelt von Tagen zuvor.

    Dass Sonntags und Montags weniger Fälle gemeldet werden, liegt also nicht vorrangig am Meldeverzug, sondern daran, dass weniger Fälle entdeckt werden. Die Hausarztpraxen sind Samstag und Sonntag geschlossen und die Menschen haben meist frei. Deshalb werden viele keinen Arzt aufsuchen, weil sie keine Krankschreibung brauchen und die Hürde höher ist. Auch ein Test ist am Wochenende schwerer zu bekommen. Es bleiben also an freien Tagen schlicht mehr Fälle unentdeckt.

    Ich hänge gleich zum Vergleich nochmal ein Bild von heute oben an.

  4. Ich hänge gleich zum Vergleich nochmal ein Bild von heute oben an.

    Hier gibt es Bilder nach Diagnosedatum:

    Jeden Tag wird eine bestimmte Zahl von Fällen neu ins EMS eingemeldet. Diese Zahl wird am Morgen von den Ministerien gemeldet. Die meisten dieser Fälle werden auf den abgelaufenen Tag gebucht, viele der neu gemeldeten Fälle haben aber ein älteres Diagnosedatum. Diese älteren Fälle werden von der AGES auf das jeweilige Diagnosedatum gebucht, im Kalender zurück datiert und gegen 14 Uhr veröffentlicht.

    Die neue Grafik “Verteilung neuer Fälle über die letzten Tage” zeigt das Ergebnis dieses Vorgangs. Weil sich jeden Tag auch die vergangenen Tageswerte ändern, wird auch täglich die 7-Tage-Inzidenz inklusive der rückdatierten Fälle neu berechnet. Negative Werte ergeben sich durch nachträgliche Entfernungen von Mehrfachmeldung bzw. in Bundesländern und Bezirken auch durch Fälle, die von einem auf ein anderes Gebiet umgemeldet werden.

    https://orf.at/corona/daten/oesterreich

    Wenn die Daten da sind spricht auch nichts dagegen sie sofort zu präsentieren und die Verteilung auf das Diagnosedatum transparent zu präsentieren. Das RKI ist dagegen eher schlafmützig.

  5. Mit dem Karfreitag waren es ja sogar 3 “Sonntage” in den letzten 7 Tagen, was die aktuelle “7-Tage-Inzidenz” noch unzuverlässiger macht.

    Andererseits haben sich die Inzidenzzahlen schon in den Tagen vor Karfreitag etwas stabilisiert, nachdem sie zuvor wochenlang jeden Tag deutlich angestiegen sind. Das macht Hoffnung, dass aktuell zumindest kein exponentielles Wachstum mehr vorliegt wie zu Beginn der 3. Welle.

  6. Einige raten über bundesdeutsche Grenzen hinaus zu schauen, vergleiche mit :

    -> https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps/

    Einige sind insofern auch ein wenig abgeregt, wenn Impferfolge und zunehmend wärmeres Wetter, das dem Virus und seiner Verbreitung nicht gut tun muss, germanozentrisch sozusagen bearbeitet werden.

    Es darf u.a. auch hierhin geschaut werden :

    -> https://www.cdc.gov/nchs/nvss/vsrr/covid19/excess_deaths.htm

    Wichtich, mittelniederdeutsch, sind vor allem auch die Maßnahmen, die Gegenmaßnahmen, i.p. “Corona”, auch ihre Erfolge meinend, dazu gibt es Studienmaterial :

    -> https://www.cdc.gov/nchs/nvss/vsrr/covid19/excess_deaths.htm

    So dass im Moment nicht ganz klar ist, wie sog. Lockdowns abhelfen, die Schäden dagegen sind wirtschaftlich klar messbar.

    Es gibt Probleme, die mit zeitgenössischen Mitteln nicht zeitnah angemessen bearbeitet werden können, der BRD wäre aus diesseitiger Sicht angeraten gewesen sich rechtzeitig unilateral um Impfmittel gekümmert zu haben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer

  7. Das Ganze ist ohnehin recht fragwürdig. Wenn man hinterfragt, warum man bei den Inzidenzwerten nicht zwischen Fällen mit Symptomen und ohne unterscheidet, dann ist man sofort Verschwörungstheoretiker, Antisemit, rechtsradikal, unsolidarisch und was weiß ich nicht Alles. Fakt war bis vor Corona doch, dass man sich tag täglich mit irgendwelchen Viren und/oder Bakterien infiziert, weswegen eine gewisse Körperhygiene unabdingbar ist. Aber der Anschein, dass Corona so unheimlich gefählich ist, muss ja aus Einschüchterungsgründen gewahrt werden. Die Pharma macht weiter unendlich viel Kohle, während der Mittelstand und, viel schlimmer noch, die Unterschicht an den Maßnahmen verreckt. Und die Anzahl der Corona-Infektionen beträgt nach etwa einem Jahr Pandemie immer noch nur etwa 1,75% der Weltbevölkerung und die Anzahl derer, die wirklich daran erkranken, ist noch weitaus geringer. Tolle Pandemie… so ganz ohne massenhaft Tote. So müsste mal ein Krieg ablaufen, aber ich fürchte, im Donbass wird das noch nichts.

  8. @Nicht von Bedeutung

    Es ist schon bemerkenswert, dass gerade die, die schon die spezielle Relativitätstheorie besser verstehen als alle Physiker seit 100 Jahren, auch eine Pandemie besser einschätzen können als die überwältigende Mehrheit der Epidemiologen und Virologen weltweit.

    Aber in einem gebe ich dir Recht: Eine Statistik der Symptome wäre interessant. Gerade jetzt, wo eine neue Variante des Virus die Führung übernommen hat, führt dieselbe Infektionsrate nicht mehr unbedingt zu gleich vielen schweren Krankheitsverläufen wie zu Anfang der Pandemie.

    Aber natürlich ist es ungleich schwerer, eine Statistik der Symptome zu führen. Die Positiven tests können von den Laboren direkt den Gesundheitsämtern gemeldet werden. Um die Symptome zu erfassen, müssten die Gesundheitsämter nochmal bei den Infizierten nachfragen. Die Vielzahl von möglichen Symptomen und ihre verschiedene, teils nur subjektiv einschätzbare Schwere, dürfte Statistiken nicht einfach interpretierbar machen.

    Aber es gibt ja durchaus Zahlen zu den Covid-Erkrankten auf Intensivstationen und unter Beatmung. Diese Zahlen sind zur Zeit durchaus besorgniserregend.

    • Hallo Joachim

      Es ist schon bemerkenswert, dass gerade die, die schon die spezielle Relativitätstheorie besser verstehen als alle Physiker seit 100 Jahren, auch eine Pandemie besser einschätzen können als die überwältigende Mehrheit der Epidemiologen und Virologen weltweit.

      Ja, das finde ich auch. Wer ist wohl der bessere Epidemiologe oder Virologe oder was auch immer? Wodarg oder Drosten? Ich bin es jedenfalls nicht, aber mit Zahlen kann ich immerhin umgehen.
      Und es ist sicher nicht schwerer, eine Statistik über Symptome zu führen, denn so hatte man vor Corona ja eigentlich immer gemacht, denn zum Artzt ging man nur, wenn man tatsächlich krank war oder wenn man blau machen wollte. Da gab es keine anderen Statistiken, als die über Symptome.
      Und ob die Zahlen von den Intensivstationen gerade besorgniserregend sind, hängt erstens vom Ort ab und zweitens davon, wer die Zahlen für seine Agenda frisiert und wer nicht. Weitaus besorgniserregender ist, dass trotz Pandemie Krankenhausplätze inkl. Intensivbetten reduziert statt erhöht werden, aber auch das soll ja nur Verschwörungstheorie sein. Wieso darf win Herr Wodarg seine Meinung nicht äußern, ein Tierarzt (Wieler) und sein Virologenschoßhund (Drosten) aber schon? Wieso wird wegen einem Virus, der ganz offensichtlich nicht mal ein 10tel so gefährlich ist, wie man im Mainstream hört, so ein Wind gemacht? Wieso sind gerade die Leute ohne Belege und Referenzen (wenn man mal von Gefälligkeitsreferenziierungen zwischen Psiram, Wikipedia und dem Mainstream mal absieht) plötzlich die besten Faktenchecker? Hier ist etwas ganz Anderes als eine Pandemie im Gange.

      • Und noch ergänzend dazu:
        Bei den Gründen, aus denen man zum Atzt geht, habe ich die Vorsorgeuntersuchungen vergessen. Aber diese Untersuchungen haben mir nun ein Stichwort geliefert…
        Die Corona-Tests stellen ja nur fest, ob eine Sequenz der Corona-Genome im Abstrich ist, die Sequenz kann aber auch zu vielen anderen Viren gehören statt nur zu Corona. Aber weil der Test positiv war, wird man nun vorsorglich in Quarantäne gesperrt und das selbst dann, wenn man keinerlei Symptome hat. Mit einer 0-Cholesterin-Strategie könnte man Menschen genauso krank machen.

        Ich jedenfalls sehe das inzwischen so: Mir sagt kein Arzt mehr, ich sei krank und noch viel weniger ein dubioser Test – ich sage es dem Arzt, wenn ich mich krank fühle.

        • Der PCR-Test prüft natürlich auf solche Sequenzen, die spezifisch für das Corona-Virus sind. Da kann nichts “zu vielen anderen Viren gehören”. Ob und warum du zum Arzt gehst, ist für die Corona-Pandemie ziemlich unerheblich.

      • Hallo Bedeutungsloser,

        eine Antwort auf die Frage, wieso “wegen des Virus’ so ein Wind gemacht” wir, bietet ein Nachbarblog (https://scilogs.spektrum.de/die-monacologin/lockdown-euphorie-gehts-noch/).
        Dass Betten abgebaut werden, ist in der Tat bedauerlich, aber der Tatsache geschuldet, dass Krankenhäuser profitabel sein müssen (ich persönlich wäre dafür, Krankenhäuser komplett zu verstaatlichen, aber das ist nur meine Meinung und soll hier nicht diskutiert werden).
        Herr Wodarg hat leider seine Meinung geäußert, weil er es entgegen Ihrer Aussage durfte. Die Herren Wieler und Drosten sind eher vom Fach, deshalb sollte man ihnen vernünftigerweise auch eher zuhören.
        MfG

        • Nicht von Bedeutung
          11.04.2021, 22:09 Uhr

          (…) aber mit Zahlen kann ich immerhin umgehen.

          Sagt der Mann, der seit Jahren in jedem erdenklichen Forum der Weltöffentlichkeit erklärt, dass gilt: 4 + 3 = 4;.

          Der sich genau deshalb bemüßigt fühlt, uns mitzuteilen, dass er mehr von Zahlen versteht als jeder Mathematiker, mehr von Statistik versteht als jeder Statistiker und mehr von Medizin als jeder Mediziner.

          Gibt es ein Fachgebiet, in dem NvB dem Rest der Menschheit nicht um Welten voraus ist? Und sich alle anderen irren – ausnahmslos und das seit Anbeginn aller Zeiten?

          Mit freundlichen Grüßen

          Erik Martin

        • In dem von Ihnen verlinkten, lesenswerten Artikel von einer Medizinstudentin im praktischen Jahr auf einer Covid-19-Station (also eine, die im Gegensatz zu so manchem pensionierten Amtsarzt, veganen Fernsehkoch AfD-Politiker oder anderen Querulanten weiß, wovon sie redet, zitiere ich einen Ansatz. Den sollten alle, die nur auf die Anzahl der Toten achten und dann auch noch so tun, als sei deren Zahl nicht wesentlich, aufmerksam lesen.

          Nach der Infektion drohen Spätfolgen

          Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass ein bis zu zweistelliger Prozentsatz der Infizierten Spätfolgen erleidet, selbst wenn die Erkrankung inital mild verlaufen ist. Die Beschwerden sind vielgestaltig. Einige der Betroffenen klagen über schwere Erschöpfungszustände und sind noch Monate nach der Infektion arbeitsunfähig.

          Im Fall der Herrn Wieler ist hinzuzufügen, dass er einem institut vorsteht, bei dem Hunderte von Wissenschaftler (also Fachleute) arbeiten, auf deren Expertise er zurückgreifen kann. Das unterscheidet ihn von den meisten Bloggern.

          Wer sich anmaßt, grundsätzlich besser als ein Arzt zu wissen, ob er oder sie krank ist, verzichtet damit freiwillig auf jegliche Möglichkeit zur – möglicherweise lebensrettenden – Frühdiagnose. Es steht natürlich jedem frei, sich unvernünftig zu verhalten, aber die Tatsache, dass Unvernunft erlaubt ist, macht sie nicht vernünftig.

          • Wer sich anmaßt, grundsätzlich besser als ein Arzt zu wissen, ob er oder sie krank ist, verzichtet damit freiwillig auf jegliche Möglichkeit zur – möglicherweise lebensrettenden – Frühdiagnose.

            Ja, das ist korrekt. Aber ich bin ja nicht besser als der Arzt, ich vertraue Ärzten aber nun mal nicht mehr. Das liegt daran, weil ich schon seit mehr als 10 Jahren nicht mehr weiß, ob er seine Diagnosen stellt, um Geld zu verdienen oder ob es tatsächlich schlecht um mich bestellt ist, obwohl ich mich nicht krank fühle. Und das mit Vernunft und Unvernunft zu verbinden, ist äußerst schwach. Wenn es einem Arzt nur darum geht, Geld zu verdienen, dann ist das aus meiner Sicht recht unvernünftig, denn er handelt damit entgegen einem geleisteten Eid. Und ich renne deswegen sicher nicht zu 100 Ärzten, um für eine Diagnose andere Meinungen einzuholen, schon gar nicht dann, wenn ich mich gesund fühle. Ich handele eigenverantwortlich. Ob das vernünftig oder unvernünftig ist, werde ich früher oder später selber merken, aber sicher beurteilst das nicht du.

  9. Wenn ich mir beispielsweise hier den Verlauf der diagnostizierten Neuinfektionen, auch im 7-Tages-Mittel anschaue, dann scheint es da schon deutliche “Feiertagseffekte” zu geben – sowohl der starke Einbruch von Weihnachten bis Neujahr, nach dem es mit deutlich höheren Zahlen weiter ging und jetzt auch wieder die scheinbare Abnahme durch die Osterfeiertage mit anschließender Fortsetzung des Anstiegs.

  10. Wenn die Covidioten erfahren, was in diesem Blog mal wieder abgeht (Zensur, Denunzierungen und Zensur von Andersdenkenden), würden sie allenfalls in ihren Meinungen über die Coronazis bestärkt. 😀

    • Das zweite “Zensur” sollte natürlich “Beleidigungen” heißen. Und das Ganze bezieht sich auf Beiträge von Eric Martin und SL

    • Dass die meisten Menschen neue Informationen so einordnen, dass sie ihr eigenes Weltbild bestätigen, ist ein bekanntes Phänomen. Das passiert nicht nur beleidigten Leberwürsten.

      • Natürlich passiert das jedem… hier z.B. auch dir.
        Und dass alle Anderen Menschen – warum auch immer – wahnsinnige Angst davor haben, ihr Weltbild würde durch die auf Selbststudium, Recherche und Hinterfragen und damit evtl. auf harten Fakten beruhende Meinung zusammenbrechen ist auch bekannt. Und wenn ich hier mit Beleidigungen anfange, oder gerade Namen oder Skips verunglimpfe, wie Eric Martin und SL dies taten, wird der Beitrag nich mal veröffentlicht.Das Selbe gilt auch für Beiträge von mir, die dein Weltbild zerstören, wie ich sehe.
        Meine Frage, wer wohl der bessere Regierungsberater war oder ist (Wodarg oder Drosten), hast du auch nicht beantwortet.
        Aber man muss nur das Wort “Zensur” erwähnen, schon beweist man mit der Veröffentlichung des entsprechenden Beitrags das Gegenteil. Aber gut… An die Art, wie wir Covidioten den vielen Menschen, denen ihr Coronazis sagt, wir seien antisemitische, rechtsradikale Verschwörungstheoretiker, davon überzeugen, dass es umgekehrt ist, kommt das Freischalten eines Beitrags, in dem Zensur kritisiert wird, nicht heran.

        • Ich habe deinen letzten Beitrag nicht veröffentlicht, weil das Wort “Zensur” vorkommt. Das benutzt du ohnehin falsch. Ich habe ihn Veröffentlicht, weil ich darauf antworten wollte.

          Den Beitrag mit den ganzen Spekulationen zu PCR Tests habe ich nicht freigeschaltet, weil ich genau so wenig List habe, Belege rauszusuchen, wie du. Anstatt also deinen unsubstantiierten Behauptungen eigene entgegenzustellen, habe ich mich entschieden, diese Diskussion hier gar nicht zu führen.

          • Was für Spekulationen? Meine? Deine? Oder die von Wodarg oder Bhakdi gegenüber jene von Drosten? Kennst du die “Spekulationen” von Wodarg oder Bhakdi überhaupt? Das Dumme ist doch, dass du nur genauso gut spekulieren kannst, wie ich, weil wir können in dieser Hinsicht nur das glauben, was einem die Fachleute erzählen und dann stellt sich schon die Frage, warum Fachleute, wie Wodarg und Bhakdi zur Zeit einem gar nichts erzählen dürfen.
            Dass der Test so spezifisch ist, dass er gerade mal zwischen HIV und Corona unterscheiden kann, ist eine Aussage von Bhakdi (oder war es doch Wodarg?) und nicht von mir. Wenn er eine Corona-Sequenz feststellt, dann ist nicht sicher, ob es ausgerechnet das Wuhan-Virus oder weitere Mutationen davon oder ob es längst bekannte weit weniger gefährlichere Corona-Viren sind. Das ist also keine Spekulation, sondern die Aussage eines Epidemiologen. Was denkst du wohl, warum die Inzidenz-Zahlen (Infektionen ohne Symptome) so vollkommen uninteressant sind? Du schaust auch nicht in Alternativmedien rein, was?

          • @NvB, dann lies mal die Welt und nicht alternativ
            PCR-Test

            Sars-CoV-2 (Erreger von Covid-19) wird hocheffizient von Mensch zu Mensch übertragen. Etwa die Hälfte aller Übertragungen geschieht bereits vor Symptombeginn. Daraus folgt, dass der Einsatz der PCR zur Verhinderung von Übertragungen auch Personen einbeziehen muss, die (noch) keine Symptome aufweisen.

  11. Danke Herr Senf,

    Die Frage, wer Spezialist für den Nachweis von Viren ist, ist eigentlich klar: Der Virologe, dessen täglich Brot es ist, Viren nachzuweisen und zu klassifizieren.

    SARS-CoV-2 verursacht ein anderes Krankheitsbild als SARS-CoV und andere Coronaviren. Das kann es nur, weil es sich in spezifischen Merkmalen von den anderen Viren unterscheidet. Solche Unterschiede sind genetisch festgelegt und lassen sich mit PCR nachweisen. Die Behauptung, verschiedene Coronaviren ließen sich nicht unterscheiden, ist einfach unglaubwürdig. Insbesondere, wenn man die Ausführungen Drostens liest und versteht. Der behauptet nämlich nicht nur, sondern erklärt, worin sich seine Überzeugung begründet.

    • Die Frage, wer Spezialist für den Nachweis von Viren ist, ist eigentlich klar: Der Virologe, dessen täglich Brot es ist, Viren nachzuweisen und zu klassifizieren.

      Klar… und Virologen sind natürlich auch die, die am besten wissen, wie PCR funktioniert. Deswegen dürften eigentlich auch nur Virologen forensische Polizeiarbeit leisten, wenn es um genetische Fingerabdrücke geht. 😀
      Nee, nee, nee… das erzählt uns keiner von euch, dass nur Virologen die PCR-Spezialisten sind.

      • Nee, nee, nee… das erzählt uns keiner von euch, dass nur Virologen die PCR-Spezialisten sind.

        Stimmt! Das hat niemand behauptet.
        Virologen sind aber Spezialisten für den Nachweis von Viren. Könnte man wissen, steckt ja schon im Namen.

        Der Vorteil eines Virologen ist, dass er oder sie nicht nur weiß wie PCR funktioniert, sondern auch Erfahrungen hat, wie gut damit in der Praxis der Virennachweis funktioniert.

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