Gute Gründe für Forscher zu kommunizieren

BLOG: Quantensprung

Versuch einer Aufklärung
Quantensprung

Was haben Wissenschaftler davon, wenn sie kommunizieren? “Muss ich das auch noch tun”, ist ein nicht selten platzierter Satz. Nein, natürlich müssen sie nicht. Aber sie haben heute (wieder) mehr Möglichkeiten sich öffentlich zu äußern. Im Folgenden habe ich 10 Thesen formuliert, weshalb kommunizierende Wissenschaftler in meinen Augen ein Gewinn für Forschung und Gesellschaft sind.

 

Zurück in die Gesellschaft – Die Online-Medien bieten eine zusätzliche Möglichkeit für den direkten Kontakt mit interessierten Teilen der Gesellschaft. Dialogbereitschaft ist ein zentrales Merkmal davon! Dies zählt zur häufig genannten „Bringschuld“ der Forschung gegenüber der sie finanzierenden Öffentlichkeit.

Dialog – Dank der sozialen Medien und analoger Formate wie Bürgerdialoge, Tage der offenen (Labor)tür usw. sind die Zeiten der Abgeschiedenheit im Elfenbeinturm für Forschende vorbei. Sie haben vielfältige Möglichkeiten zum direkten Austausch mit Interessierten.

Transparenz – Glaubwürdigkeit entsteht nicht durch die verständliche Darstellung von Information. Sie benötigt den Dialog und die Transparenz. Verbotsschilder an Labortüren, Sicherheitssperren an Forschungsinstituten – das ist aus Sicherheitsgründen notwendig. Umso wichtiger ist jedoch, dass die Wissenschaftler als Ansprechpartner Rede und Antwort stehen.

Authentizität – Die Rezeption eines Themas hängt entscheidend davon ab, wie authentisch es vermittelt wird. Das gilt für sachkundige Aufklärungen ebenso wie für Kritik und Risikokommunikation. Für diese Authentizität sind die Wissenschaftler als Kommunikatoren von zentraler Bedeutung.

Korrektiv – Wissenschaftliche Publikationen sowie die Medienberichterstattung sind anfällig für Fehler. Wissenschaftsjournalisten wie Forscher sind gefordert, auf solche Fehler aufmerksam machen.

Vielfalt der Forschung – Themen von geringem öffentlichen Interesse finden nur schwer ins Blatt, ins Heft oder in die Sendung. Es zählt der Nachrichtenwert. In Blogs und anderen soziale Medien finden Themen jenseits des Mainstreams ihren Platz – und die jeweilige Interessensgruppe.

Bildung – Jeder kann heute dank Open Access viele wissenschaftliche Publikationen lesen. Doch dies ist keine leichte Kost. Da ist es hilfreich, wenn kommunizierende Wissenschaftler erreichbar sind und Fachartikel etwa in Blogbeiträgen verständlich erklären sowie deren Relevanz einordnen. Sie können der Aufklärung und Bildung dienen.

Information aus erster Hand – Leser, Zuhörer und Zuschauer wollen Informationen über wissenschaftliche Erkenntnisse aus erster Hand: von den betreffenden Forschern. Das wissen auch Journalisten. Deshalb sind Zitate von Wissenschaftlern wichtige Bestandteile von Artikeln und Beiträgen zu Forschungsthemen.

Risikokommunikation – Von Forschern wird erwartet, dass sie über Risiken informieren und insbesondere im Krisenfall aufklären. Dies ist eine der schwierigsten Formen von Kommunikation. Deshalb ist eine gute kommunikative Basis wichtig.

Karriere – Zur Reputation von Wissenschaftlern zählt zunehmend kommunikatives Engagement. Viele Ausschreibungen für Forschungsgelder beinhalten einen gewissen Prozentsatz an Mitteln, der für Kommunikation einzuplanen ist. Zudem gibt es steigende Tendenzen, jenseits des Impact-Faktors andere Faktoren der Reputation einzubeziehen (altmetrics).

Veröffentlicht von

Beatrice Lugger ist Diplom-Chemikerin mit Schwerpunkt Ökologische Chemie. Neugierde und die Freude daran, Wissen zu vermitteln, machten aus ihr eine Wissenschaftsjournalistin. Sie absolvierte Praktika bei der ,Süddeutschen Zeitung' und ,Natur', volontierte bei der ,Politischen Ökologie' und blieb dort ein paar Jahre als Redakteurin. Seither ist sie freie Wissenschaftsjournalistin und schreibt für diverse deutsche Medien. Sie war am Aufbau von netdoktor.de beteiligt, hat die deutschen ScienceBlogs.de als Managing Editor gestartet und war viele Jahre Associated Social Media Manager der Lindauer Nobelpreisträgertagung, des Nobel Week Dialogue in 2012/2013 und seit 2013 berät sie das Heidelberg Laureate Forum. Kommunikation über Wissenschaft, deren neue Erkenntnisse, Wert und Rolle in der Gesellschaft, kann aus ihrer Sicht über viele Wege gefördert werden, von Open Access bis hin zu Dialogen von Forschern mit Bürgern auf Augenhöhe. Seit 2012 ist sie am Nationalen Instituts für Wissenschaftskommunikation, NaWik - und seit 2015 dessen Wissenschaftliche Direktorin. Sie twittert als @BLugger.

11 Kommentare

  1. Wer selbst aktiv forscht und publiziert, wird sich sehr genau überlegen, wie viel Zeit er in PR steckt. Und das sollte er/sie auch. Denn wer liest noch die Zeitung von gestern? Wer sieht den gestrigen TV-Beitrag in einem regionalen Sender? Das meiste, was in den Medien und für sie produziert wird, ist am nächsten Tag bereits vergessen.

    Für einen TV-Beitrag mit mehreren O-Tönen oder gar einem Interview können Sie locker mal 2-3 Stunden Zeit einplanen – ohne die Zeit für vorbereitende Emails, Telefonate etc. Am Ende werden einige wenige Sekunden oder höchstens Minuten aus dem gedrehten Material ausgewählt – und zwar nicht von Ihnen selbst – und in einem Kontext gesendet, auf den Sie wiederum keinen Einfluss hatten. Es ist schon erstaunlich, wie Positionierung, Schnitt, Abfolgen usw. den Kontext und die Aussagen und deren Wirkung massiv verändern können …

    Bei Print-Interviews sieht es etwas besser aus. Vor allem, wenn die Fragen schriftlich bearbeitet werden konnten und am Ende eine Freigabe erfolgte. Diese Dinge werden auch später noch im Netz gefunden. Eingebettet in einen vorher unbekannten Kontext kann es aber auch hier Überraschungen geben, wie Sie mit Ihren Äußerungen plötzlich dastehen! (So ist es mir mit einem Interview über Nahtoderlebnisse für Focus Online ergangen.)

    In Wissenschaftsformaten der TV-Sender, die noch Zuschauer finden, ist man jetzt dazu übergangen, die wirklich richtig superinteressanten Experimente gleich selbst zu machen. Das hat natürlich mit Wissenschaft nichts mehr zu tun – aber das Label “Wissenschaft” ist ja nicht schützbar und kann überall drauf gepappt werden. Ich rate klar davon ab, sich an dieser Art Unterhaltung zu beteiligen. Ich weiß gar nicht, in welcher Nische und für welche Klientel heute eigentlich noch ernst zu nehmender (= kritischer) Wissenschaftsjournalismus betrieben wird? Vielleicht in den ganz großen Blättern, FAZ/FAS, ZEIT, SZ??

    Daher meine Empfehlung an (angehende) Wissenschaftler/innen: Machen Sie gute Forschung! Damit sind Sie vermutlich eher 60 als 40 Stunden die Woche beschäftigt. Und schicken Sie der Presseabteilung Ihrer Uni/Ihres Instituts einige kurze knackige Hinweise, wenn Sie was Schönes publiziert haben. Bei allem, was darüber hinaus geht, entscheidet Ihre Eitelkeit – wollen Sie als Person in der Öffentlichkeit stehen oder lieber nicht? Mit “Kommunikation” und “Transparenz” hat das nichts zu tun. Und laut Ihres Arbeitsvertrages sind Sie in dieser Hinsicht wahrscheinlich auch in keiner Bringschuld.

    Wenn Sie was in der Öffentlichkeit tun wollen, dann organisieren Sie besser Schulprojekttage und nehmen Sie sich Zeit für Schüler- und studierende Berufspraktikanten/innen.

    • Jeder Wissenschaftler, der es schafft, einem Laien sein Fachgebiet zugänglich zu machen bewirkt mehr als in der reinen Forschung möglich ist. Je mehr Menschen sich für Themen abseits des üblichen Mainstreams begeistern desto besser.

      Nur wenn man es schafft so viele Menschen wie möglich von der Wichtigkeit fundierter Forschung und Lehre zu überzeugen wird es gelingen auch Orchideenfächer am Leben zu erhalten.

  2. @Christian Hoppe – Danke für Ihren Beitrag. Als erstes möchte ich betonen, dass Wissenschaftler, die kommunizieren, nicht automatisch PR betreiben. Das wäre eine sehr eingeschränkte Sicht der Dinge. Primär geht es um Aufklärung, Bildung, Transparenz… wie in meinen Thesen geschildert. Oft geht es z.B. bloggenden Wissenschaftlern vor allem darum, grundsätzlich ihr Themengebiet zu vertreten – unabhängig vom jeweiligen Forschungsinstitut oder Forschungsverbund.
    Das von Ihnen genannte Zeitproblem wird häufig angeführt und hat natürlich seine Berechtigung. Selbstverständlich ist es die zentrale Aufgabe von Forschern sich intensiv der Forschung zu widmen – mit einem entsprechenden Zeitbudget. Kommuniktion sollte keine Bürde sein, die noch irgendwie zusätzlich erledigt werden muss.
    Ihr Kommunikationsansatz, Hinweise an die Presseabteilung zu geben und diese schickt dann etwas nach draußen, aber bloß nicht selbst kommunizieren zu wollen, entspricht der guten alten Einbahnstraßenkommunikation. Und selbst dann, sollten Journalisten selbstverständlich nicht den Text der Öffentlichkeitsabteilung einfach übernehmen, sondern mit den Forschern nochmals das Gespräch suchen. Das zählt zum Qualitätsjournalismus. Sie entkommen also nicht so einfach, wenn Sie Ihre Werke in die Hände der Öffentlichkeitsabteilung geben.

    • “Als erstes möchte ich betonen, dass Wissenschaftler, die kommunizieren, nicht automatisch PR betreiben. Das wäre eine sehr eingeschränkte Sicht der Dinge.”

      Frau Lugger, das meinen Sie doch nicht im Ernst. Die Kommunikation der Wissenschaft ist längst zu einer Performance geworden, in der die Form mehr zählt als der Inhalt. Das wissen Sie, gerade Ihre Beiträge enthalten so gut wie nie Informatives – sie drehen sich regelmäßig darum, wo und wann Sie mal wieder irgendwo beteiligt waren, warum twitter die Wissenschaft revolutioniert und ähnliches.

      “Primär geht es um Aufklärung, Bildung, Transparenz…” Das sagt sich eben leicht, man muß nur abgebrüht genug sein. So wie Sie (“Als erstes möchte ich..”, “Das wäre eine sehr eingeschränkte Sicht der Dinge.”) reden Politiker, Macher, Netzwerker, denen Kritik nichts weiter ist als ein störendes Etwas, das sich wegreden läßt, indem es als inhaltslos bezeichnet wird.

      Wären Aufklärung, Bildung und Transparenz tatsächlich Anliegen der Wissenschaft, diese würde den Mut haben, sich zu aktuell wichtigen gesellschaftlichen Themen zu äußern und nicht selbstgefällig herumschwadronieren vom potentiellen Segen der Wissenschaftskommunikation: Für was?

  3. Für mich besteht ja noch ein kleiner Unterschied zwischen dem transportierten Anspruch der Überschrift gute Gründe für die Forscher selbst zu liefern und den Thesen die ja gute Gründe für die Gesellschaft darlegen. Aber auf den Unterschied will ich gar nicht hinaus, ich hätte lediglich zu beiden eine kleine Ergänzung.

    Gerade zu ersterem (Gründe für die Forscher selbst) würde ich noch einen nicht zu unterschätzenden Punkt aufnehmen, der weniger als die angegeben Gründe wirklich bewusst wahrgenommen wird: Spaß. Es gibt durchaus Forscher die bloggen weil sie Spaß am bloggen haben. Bester Grund und beste Motivation überhaupt! 😉

    Zu zweiterem würde ich ebenso einen kleinen Punkt ergänzen, nämlich die Kritik am System Wissenschaft aus dem System selbst heraus. Das klang schon in einem der letzten Artikel hier an dieser Stelle an, dass Wissenschaftler zu einem nicht geringen Teil (ich glaube es waren 41%?) kritisch über die Wissenschaft selbst bloggen. Kritik an der Wissenschaft von Menschen außerhalb des wissenschaftlichen Systems wird ja nicht selten mit der Argumentation abgeschwächt, dass man das komplexe System nicht verstehen würde, weil man zu wenig Einblick hat. Diese Argumentation greift natürlich in dem Moment nicht mehr, wo aus dem System selbst kritisiert wird. Das Ganze könnte man auch als Meta-Authentizität fassen, wenn ich es gerade so überlege.

    Soviel als kurzer Gedanke dazu.

  4. Ich kann die hier vorgebrachte Kritik von schokoladeneis und Christian Hoppe nicht nachvollziehen. Vielleicht ist der Grund, dass das Bild vom “kommunizierenden Wissenschaftler” für Frau Lugger einfach anders aussieht als für schokoladeneis und Christian Hoppe.

    Weder muss Wissenschaftskommunikation werbend sein, noch muss der einzelne Wissenschaftler oder die einzelne Wissenschaftlerin im Mittelpunkt stehen.

    • Die technisch mögliche Maximierung der Kommunikation innerhalb der Wissenschaft führt nicht zu einer Maximierung der Information, im Gegenteil. Das ist meine Behauptung, mein Grund.

      Es sollte einleuchtend sein, daß eine praxeologische Maxime nicht gleichbedeutend mit Erkenntnisgewinn ist. Die Wissenschaft ist mehr und mehr gezwungen, “aus der Hüfte” zu schießen, will sie sich diesem Diktat nicht verweigern. Nicht nur Fr. Lugger bejubelt – aus Unwissenschaftlichkeit, i.e. Ideenlosigkeit – in auffallend undifferenzierter Weise die Möglichkeiten des (vor-) schnellen Verbreitens auch von beliebig belanglosen buzzwords.

      Schnell zu sein ist in der Wissenschaft heuzutage wichtiger als tief zu sein. Das ist ein Kampf, und sicher kein ontologischer. Geht es doch schlicht um Geld, das Lebensentwürfe finanzieren muß. Wissenschaft aber ist mehr, so hoffe ich. Immer noch.

  5. Ich meinte mit PR einfach nur “public relations”, also die Beziehung zur Öffentlichkeit, nicht Werbung (was es aber wohl inzwischen meist beinhaltet).

    Ich weiß, dass das, was ich hier schreibe, nicht pc ist. Aber ich habe wahrscheinlich mehr praktische Erfahrung mit “Medien” als die meisten meiner Co-Blogger hier auf SciLogs. Ich plaudere aus dem Nähtäschchen.

    Jeder Forscher kann in seiner Freizeit tun, woran immer er Spaß und Freude hat. Bezahlt wird er aber z.B. fürs Bloggen nicht.

    Wissenschaftskommunikation im eigentlichen Sinne ist Kommunikation von Wissenschaftlern über ihre jeweiligen Methoden und Beobachtungen – in Publikationen, auf Kongressen. Die meisten wirklich relevanten wissenschaftlichen Fragen sind für die Öffentlichkeit unverständlich. Der größte Teil der Wissenschaftskommunikation steht Journalisten zur Recherche frei zur Verfügung – sie können uneingeschränkt darüber berichten. Das will aber kaum jemand mehr lesen/sehen – von der Krise des Wissenschaftsjournalismus, über den mir alle kompetenten Wissenschaftsjournalisten berichten, scheint hier noch gar nichts bekannt zu sein.

    Übrigens geht auch der Ethik-Diskurs zwischen Forschern und Öffentlichkeit nicht so, dass ein Wissenschaftler einem Journalisten ein 3-stündiges TV-Interview gibt, aus dem dieser dann selbstherrlich 2-3 Sätze auswählt – sondern er findet in Enquête-Kommissionen, Fachberatungen diverser Gremien usw. statt.

    Darüber können die Medien dann gerne berichten. Dass sie gerne “personalisieren”, der Wissenschaft “ein Gesicht” geben wollen (für die Quote/Auflage) – ist ausschließlich deren Problem; eine Bringschuld seitens der Wissenschaftler kann ich hier nicht erkennen.

    • im Gegenteil, ich bin der Ansicht, vieles von dem was sie schreiben ist sehr pc. Aber ich wäre vorsichtig mit der Methode meine Aussagen dadurch verstärken zu wollen, indem ich auf Erfahrung hinweise. Sie wissen was Tucholsky so schön zur Erfahrung schrieb.

      Für die meisten Dinge die wir im Leben machen werden wir nicht bezahlt. Wofür soll das also ein Argument sein?

      Wissenschaftskommunikation meint denke ich niemals die Kommunikation der Wissenschaftler untereinander. Denn das Berufsgruppen untereinander kommuniźieren braucht ja keinen eigenen Begriff. Das machen Wissenschaftler auch nicht anders als Handwerker oder Juristen.
      Die meisten wissenschaftlichen Fragen sind für die Öffentlichkeit nicht nur unverständlich sondern schlicht völlig irrelevant! Das ist zum einen die Beschäftigung der Wissenschaft mit sich selbst (kann man das eigentlich schon Meta-Wissenschaft nennen?) zum anderen ist bei sehr vielem wo Wissenschaft draufsteht, gar keine Wissenschaft drin. Aber das Label hat ja keinen Markenschutz 😉

      Das es kaum mehr jemand lesen will stimmt ja so nicht. Nur muss natürlich interessant und spannend sein, was da so geschrieben wird. Eine Aufzählung pseudowissenschaftlicher Wohlfühlfloskeln liest natürlich keiner.

      Jeder der gelesen werden will hat eine Bringschuld und sei es nur sich selbst gegenüber. Sonst wäre es sicher besser er macht einen anderen Job.

      Immer dran denken “Poor writing makes hard reading”. Das sollte man seinen Lesern nicht antun … zumal man die sonst nicht mehr lange hat.

  6. Wann sollen Forscher öffentlich kommunizieren?
    Crowdfunding der eigenen Forschung ist einer der wenigen Gründe wo öffentliches Kommunizieren entscheidend ist. Das lässt sich dem verlinkten Beitrag gut entnehmen, wo man liest:

    Broad public appeal — Create a compelling narrative that tells people why they should care about your research and how it can help the public good.

    Excellent marketing strategies — Package your story using text, visuals and if possible, video. Harness your social network, contact journalists, use all social media outlets.

    Creative donor rewards — Incentivize people to donate with unique rewards. Dr. Garbarino’s campaign on behalf of NEURODOME — which aims to create a planetarium show of the brain— rewarded people who donated $5 with a public thank you; those who contributed $5,000 or more to the campaign can have their brains imaged using functional magnetic resonance imaging, with the resulting data incorporated into the show.

    So, jetzt hätten wir einen wichtigen Grund, warum und wann ein Forscher nach aussen kommunizieren soll. Jetzt müsste man Crowdfunding von Forschung nur noch zum Normalfall machen und fertig wäre die wunderbare Kommunikationswelt.

  7. @schokoladeneis
    Doch, das meine ich mit vollem Ernst – und wird ja inzwischen auch von anderen hier bereits untermauert. Lesen Sie dazu gerne auch meinen Beitrag zur aktuellen Studie von Mewburn und Thomson, die Wissenschaftsblogs ausgewertet haben.
    https://scilogs.spektrum.de/quantensprung/worueber-wissenschaftler-bloggen/

    @Matthias Fromm
    Danke für die wertvollen Gedanken! Den Faktor Spaß habe ich außen vor gelassen, weil Kommunikation nicht jedem Spaß macht. Aber unter denjenigen, die gerne und viel kommunizieren, spielt dies natürlich eine zentrale Rolle. Spaß ist in diesem Sinne ein Impulsgeber, es mit der Kommunikation zu versuchen.
    Den Gedanken der Meta-Authentizität finde ich spannend. Er steckt ein wenig in meinem Punkt Korrektiv. Ich könnte diesen Punkt aber so durchaus noch ausweiten!

    @Martin Holzherr
    Ob Crowdfunding, Fördergelder, Drittmittel – beim Thema Finanzierung geht es natürlich auch immer um Kommunikation gegenüber den potenziellen Geldgebern.

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