Vater-Tochter-Gespräche

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Das menschliche Miteinander auf der Couch
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Als Mutter kenne ich das Gefühl aller Welt die Gespräche zwischen meinen Kindern und mir mitteilen zu wollen. Mein Freundeskreis wird diese Neigung sicher bestätigen. Mir ist auch schon aufgefallen, dass sie viele andere Mütter und Väter mit mir teilen. Wir sind über Kinderfragen begeistert, weil sie oft klüger sind als manche Antworten von Erwachsenen. Seit meine Kinder ihren Blick auf die Welt mit mir teilen, interessiere ich mich wieder für die fast vergessenen Dichter und Philosophen aus meiner Jugend.

Wolfram Eilenberger versucht die Weisheit, die sich in Kinderworten versteckt, einzufangen und gießt die Dialoge zwischen Tochter und Vater in sein viertes Buch "Kleine Menschen, große Fragen". Der Text auf der Rückseite preist den Inhalt als "anregend und kurzweilig", als "eine wunderbar spielerische und zugleich ernsthafte Einführung in das Philosophieren", und weckt mit diesen Worten Hoffnungen auf einen zweiten Jostein Gaarder. … weiter


Rezension zu „Kleine Menschen, große Fragen“ von Wolfram Eilenberger (2009), Berlin: Berlin Verlag GmbH. 95 Seiten

Veröffentlicht von

Katja Schwab ist Diplom-Psychologin, Kommunikations- und Verhaltenstrainerin, systemische Körperpsychotherapeutin und zur Zeit in Ausbildung zur tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapeutin.

5 Kommentare

  1. Und wann werden Eltern endlich kapieren, dass niemand außer ihnen sich für das Gesabbel ihrer Kleinen interessiert? (und übrigens auch nicht für Aussehen, Konsistenz und Geruch ihrer Ausscheidungen… vor allem nicht in der Öffentlichkeit)

  2. Die Ursonate (philosophischen) der Vater-Tochter Gespräche: In Gregory Batesons Geist und Natur zu finden. Absolut lesenswert!

  3. Wenn ich sie richtig verstehe, sind sie selbst Mutter, und ich glaube, diese Gespräche sind anders, als mit Vätern.
    Mit Müttern sprechen sie internal, mit Vätern external, nach dem Motto: Wie es da drinnen aussieht, geht niemand was an.
    Es ist mehr ein Gefühl, dieses stumm bleiben, was mir nicht möglich ist, zu vermitteln und in Worte zu fassen. Vielleicht ist es auch einfach so, dass Männer nie nachempfinden können, was es bedeutet, ein Kind zur Welt zu bringen, und Frauen nicht nachempfinden können, wenn ihre unentwegt plappernden Töchter dabei stumm bleiben.
    Mag sein, dass dies nur mein persönlicher Eindruck ist, aber ich bin auch überzeugt, dass diese Worte hier ein mitlesender Vater wohlmöglich genau fühlen kann.

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