Pizza oder Pasta?

Urlaub in Brandenburg oder in New York? Wowereit oder wie hieß er noch gleich? Sicheres Einkommen oder Selbstverwirklichung?

Dauernd stehen wir vor – mehr oder weniger wichtigen – Entscheidungen. Manche fallen uns leicht, manche schwer, doch im Nachhinein sind wir in der Regel meistens zufrieden: „War doch eigentlich klar. Ich mache mich selbstständig.“

Was wurde aus all den Zweifeln?

„Was, wenn ich scheitere? Wie zahle ich meine nächste Miete?"
Je schwieriger die Wahl ist, desto mehr haben wir das Bedürfnis unsere Entscheidung im Nachhinein zu rechtfertigen.

Es entsteht ein Spreading-Apart-Effekt (Festinger, 1964). Dabei werten wir das, wogegen wir uns entschieden haben immer mehr ab: „So ein Scheißjob! Und die Kollegen gingen mir sowieso immer auf den Keks.“ und das Gewählte auf: „Endlich mehr Freiheit! Wenn ich gut bin, kann ich viel Geld verdienen.“

Was nicht passt, wird passend gemacht

So gehen wir oft mit unserem Bedauern über die entgangene Option um. Denn jede Entscheidung FÜR etwas, bedeutet auch gleichzeitig, sich GEGEN etwas anderes zu entscheiden. Bei einer reversiblen Wahl ist die Abwertung des Entgangenen nicht so ausgeprägt. Wozu auch – so steht uns immer noch eine Tür im Leben mehr offen.

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Katja Schwab ist Diplom-Psychologin, Kommunikations- und Verhaltenstrainerin, systemische Körperpsychotherapeutin und zur Zeit in Ausbildung zur tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapeutin.

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