Langeweile

„Die Langeweile ist eine der furchtbarsten Plagen unserer Zeit.“ Erich Fromm

Langeweile (veraltet auch Zachheit = zähes Wesen, zähe Art) ist ein Gefühl oder eine Emotion, die vor allem von Lustlosigkeit, mangelndem Elan und Desinteresse geprägt ist.

Langeweile entsteht oft durch Monotonie im Alltag, also durch sich wiederholende Ereignisse, aus denen der Betrachter nichts Interessantes oder Aufmunterndes für sich erschließen kann oder will. Oft wird Langeweile auch mit Innerer Leere und Monotonie gleichgesetzt.

Eine Hommage an die Langeweile

Der Mensch ist ein aktives Wesen getreu dem Motto:“Der Weg ist das Ziel.“ Besonders in der westlichen Kultur herrscht ein Arbeitsethos, dass dazu anhält keine Zeit zu vergeuden. Die Ansprüche des Arbeitsmarktes legen dafür ein beeindruckendes Zeugnis ab. Das zügig durchgezogene erfolgreiche Studium sollte von mehreren Auslandsaufenthalten, verschiedenen Praktika und ehrenamtlichen Tätigkeiten flankiert sein. Wer diesen Anforderungen gerecht werden will, kann keine Zeit verschwenden.

Kein Wunder, dass die Mehrheit unausgefüllte Zeit als belastend empfindet. Einfach mal entspannt einige Zeit die weiße Wand anschauen oder mit Blick aus dem Fenster dösen? Keine Zeit, keine Zeit. Dabei bieten gerade „leere“ Zeitfenster die Möglichkeit, seine Gedanken ohne Ziel treiben zu lassen und schaffen die Ausgangsbasis für so manche spannende Idee. Denn Kreativität entfaltet ihre schöpferische Blüte nicht selten gerade in Momenten der Langeweile. Sie können eine Zeit der Muße sein.

Merke: „Ins Leere zu starren, stärkt das Denkvermögen.

Quelle: Spiegel-Interview, Warum ist uns manchmal langweilig?

Veröffentlicht von

Katja Schwab ist Diplom-Psychologin, Kommunikations- und Verhaltenstrainerin, systemische Körperpsychotherapeutin und zur Zeit in Ausbildung zur tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapeutin.

Schreibe einen Kommentar




Bitte ausrechnen und die Zahl (Ziffern) eingeben