Kreativer Stuhltanz

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Das menschliche Miteinander auf der Couch
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Alles soll schneller, besser, anders werden. Ohne Innovation kein Fortschritt. Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen? Wie kommt man zum kreativen Geistesblitz, der dann auch noch umsetzbar ist?

Mach's wie Walt Disney

Um kreativ zu sein, gibt es ganz einfache Tricks für den (Berufs-)Alltag. Einer davon stammt von Walt Disney, dem Vater unserer Kinderhelden.

Er entwickelte Kreativität mit Hilfe von drei Stühlen. Einen für den Träumer, einen für den Realisten und einen für den Kritiker. Auf dem ersten ließ er seiner Phantasie freien Lauf. Auf dem zweiten fragte er sich, was es braucht, um diese Phantasien umzusetzen. Und erst auf dem dritten fing er an, die entstandenen Pläne zu hinterfragen, nach Chancen und Stolpersteinen zu suchen.

Ist doch albern – vielleicht im ersten Moment. Vor allem ist die Disney-Methode (Dilts, 2000) ziemlich effektiv, auch über Dumbo, Pinocchio und Micky Mouse hinaus. Der Wechsel zwischen den drei Stühlen erleichtert es, sich gedanklich auf eine neue Rolle einzustellen. Denn wenn sich Kritiker und Realist schon beim Träumen melden, landen gute Ideen viel zu schnell im Müll.

Wer keine Lust hat alleine von Stuhl zu Stuhl zu hopsen: Das Ganze funktioniert auch im Team. Statt sich auf einen neuen Stuhl zu setzen, kann man außerdem auch einfach in einen anderen Raum gehen.

Und schon sprudeln die Geistesblitze und haben eine Chance zu einer handfesten Innovation umgesetzt zu werden … zumindest eher als verkrampft vor einem leeren Blatt Papier zu brüten.

(irm)

Katja Schwab

Veröffentlicht von

Katja Schwab ist Diplom-Psychologin, Kommunikations- und Verhaltenstrainerin, systemische Körperpsychotherapeutin und zur Zeit in Ausbildung zur tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapeutin.

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