Frage zur Nacht

BLOG: Psychologieblog

Das menschliche Miteinander auf der Couch
Psychologieblog

Stellen Sie sich auf der einen Seite all Ihre schmerzvollen Momente des Scheiterns, all Ihre Niederlagen vor und auf der anderen Seite all Ihre Erfolge. Welche Erinnerungen würden Sie lieber behalten, wenn Sie auf eine Seite vollständig verzichten müssten?

Katja Schwab

Veröffentlicht von

Katja Schwab ist Diplom-Psychologin, Kommunikations- und Verhaltenstrainerin, systemische Körperpsychotherapeutin und zur Zeit in Ausbildung zur tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapeutin.

7 Kommentare

  1. Motivation

    Viele Niederlagen und das Scheitern von Dingen im Leben sind sehr wichtig, um leztlich auch Erfolg zu haben. Dennoch erfährt ein Mensch über den Erfolg positive Energie, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Indem ein Mensch seine 16 Lebensmotive und seine stärksten Traits lebt, erfährt er Werteglück und Wohlfühlglück. Dies ist in Niederlagen nicht der Fall.

  2. Frage zur Nacht

    Was für eine schwere Frage zu dieser spätnächtlichen Zeit, zunächst neig’ ich zur schönen Seit’, doch bald schon kommt die Plage… denn ohne das Scheitern im Schweisse meines Angesichts sind leider auch Erfolge nichts. Hätt’ ich den Misserfolg entfernt, für das Gelingen nichts gelernt…

  3. Optimist, kein Masochist

    Selbstverständlich behalte ich lieber alle positiven Dinge.

    Ich bin Optimist, und kein Masochist.

    Freude und Selbstvertrauen bringen einen Menschen weiter in eine bessere Zukunft.

  4. Visite

    ich bin auch keine Masochistin, sondern Optimistin, aber ich brauche (und wünsche es auch vielen anderen Menschen) meine Ausgeglichenheit.

    Leute, die n u r Erfolge haben (oder zu haben glauben), werden nach meiner Beobachtung oft arrogant. Leute, die n u r Misserfolge haben (oder zu haben glauben), werden depressiv. Beides ist unangenehm – vor allem für die anderen Menschen um sie herum, die schließlich nichts dafür können.

    Daher muss man m.E. lernen in Misserfolgsfällen, sich an kleinen Dingen zu freuen. Man darf aber auch nicht nur das Positive kommunizieren (wie ich es gerne tue), weil sonst “die Welt da draußen” denkt, es sei alles in Butter, wo es das nicht ist.

    Übrigens: Aus dem Scheitern lernen, kann man nur dann, wenn man den Grund für das Scheitern kennt und ihn beeinflussen kann (zwecks ‘beim nächsten Mal besser machen’). Nicht immer ist das der Fall.

  5. Kunst des Scheiterns

    Den Schmerz möchte ich als Erinnerung nicht behalten, wohl aber was ich aus meinem Scheitern gelernt habe. Nach einer Trennung bin ich sehr krank geworden. Ich habe endlich Gefühle an mich herangelassen, die ich vorher nur unterdrückt habe. Jetzt achte ich mehr darauf authentisch zu leben und an diesen Lernprozess, der fast mehrere Jahre dauerte, möchte ich mich immer erinnern. Viele Krisen haben eben dennoch einen Sinn, auch wenn dieser erst im Nachinein klar wird

Schreibe einen Kommentar