Es weihnachtet sehr

Psychologieblog

Der Heiligabend als Familienritual

Ist Weihnachten der letzte traute Hort, wo Familienidylle harmonisch gefeiert wird? Erstaunlich ist, dass es eins der wenigen familiären Rituale ist, dass sich über Jahrzehnte gehalten hat (FU Berlin). Kathrin Audehm schlussfolgert: „Die Familien versuchen, Weihnachten als festen, stabilen Punkt in einem Meer von Unsicherheit zu zelebrieren“.

Und drei bestimmte Verhaltensweisen erweisen sich alle Jahre wieder als äußerst stabil.

  1. Wer ausgezogen ist, kehrt regelmäßig zum Feste ins traute Heim zurück. Weihnachten feiert der Mensch im Schoß seiner Familie.
  2. Auch wenn nicht bei jedem ein fröhlich-tiefes Hohoho mit Rute und Sack die Geschenke verteilt, so ist die Beschwerung doch noch immer etwas Besonderes – für viele Familien der Höhepunkt der feierlichen Festlichkeit.
  3. Jedes Jahr steigt kurz vor Weihnachten die Suizidrate an.

Das Feiertagsparadoxon

Weihnachten ist ein Fest der Liebe – der Nächstenliebe, der Familienliebe. Es ist Zeit für Ruhe, Frieden und Besinnlichkeit. Aber nicht überall. Gerade weil Weihnachten ruhig und friedlich sein soll, kommt es erst recht zu Konflikten, denn der Versuch eine harmonische Atmosphäre zu konstruieren, „kann zu Überforderung führen“.

Eine langjährige Tradition ist das Aufstellen und Schmücken des Tannenbaums. Der Brauch geht zurück auf die alten Germanen und hat mit dem christlichen Hintergrund von Weihnachten wenig zu tun.

Die alten Germanen glaubten, die immergrünen Bäume hätten eine besondere Kraft, und sie wollten mit den Zweigen die Rückkehr des Frühlings beschleunigen.

Frohes Fest!

Quelle: Psychologie heute

(kat)

Katja Schwab

Veröffentlicht von

Katja Schwab ist Diplom-Psychologin, Kommunikations- und Verhaltenstrainerin, systemische Körperpsychotherapeutin und zur Zeit in Ausbildung zur tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapeutin.

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