Ig Nobelpreise mit glücklichen Kühen und Abfall vernichtenden Pandas

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Großer Panda (Quelle: Wikipedia)Im Vorfeld der in dieser Woche bekannt gegebenen Nobelpreise wurden letzte Woche an der Harvard Universität die Ig Nobelpreise verliehen. Die Preise gibt es in verschiedenen Kategorien für Forschung, die „nicht wiederholt werden kann oder sollte“, und deren Ergebnis Menschen erst zum Lachen und dann zum Denken bringt. Auch über den Umweltschutz gab es Lustig-Nachdenkliches.

Beispielsweise den Preis in Veterinärmedizin: Catherine Douglas und Peter Rowlinson von der Newcastle Universität haben entdeckt, dass Kühe mehr Milch geben, wenn sie hübsche Namen erhalten wie „Daisy“. Was lustig klingt, ist wirtschaftlich nicht uninteressant, hat vor allem aber Bedeutung für die Tiere. Denn die höhere Milchproduktion ist die Folge geringeren Stresses.

Oder der Ig Nobelpreis in Biologie: Fumiaki Taguchi, Song Guofu und Zhang Guanglei von der Kitasato Universität verringerten Küchenabfälle um 90 Prozent – mit Hilfe von Bakterien, die sie aus dem Kot des Großen Pandas extrahiert hatten. Die Idee hatten die Forscher, weil Pandas schließlich in der Lage sein müssen, große Mengen Bambus zu verdauen.

Die übrigen Preise betrafen nicht die Umwelt, sind teilweise aber auch nicht zu verachten. So wurden Wissenschaftler dafür ausgezeichnet, dass sie:

  • erklärten, warum Schwangere nicht vornüber kippen
  • aus Tequila Diamanten erzeugten
  • einen BH entwickelten, der als Gasmaske benutzt werden kann
  • als Banken Islands demonstrierten, wie sich „kleine Banken in große verwandeln lassen und umgekehrt – und dass Gleiches mit ganzen Volkswirtschaften gemacht werden kann“.

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Björn Lohmann ist freier Wissenschaftsjournalist und Trainer für Onlineredakteure. Sein Anliegen ist es, die wissenschaftlichen und technischen Entwicklungen zu hinterfragen, die unser aller Leben maßgeblich beeinflussen - denn nicht immer sind die Prioritäten von Forschern, Unternehmern und Politikern die besten im Interesse der Gesellschaft. In seiner Freizeit rettet Björn Lohmann die Welt, weil er findet, dass es sich mit ihr einfach netter lebt.

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