Wir brauchen mehr evidenz-basierte Politik!

Die Debatte um den richtigen Weg aus der Klimakrise ist auch deshalb so aufgeheizt, weil Emotion eine große Rolle spielt. Doch jene, die emotional für strengere Klimaschutzgesetze und -abkommen auf die Straße gehen und auf Versammlung für jede streiten haben zwei Trümpfe im Ärmel: Fakten und mit ihnen evidenz-basierte Forderungen.

Im modernen Zeitalter streiten Wissenschaftler*innen trotz des Siegeszugs der Aufklärung immer noch über den Wert von Fakten.  Denn wieder müssen diese sich vor einer gesellschaftlichen Gruppe behaupten, die Fakten als Meinung behandelte. Als ob es alternative Fakten gäbe! Sie gibt es nicht. Ein Fakt an sich stellt eine Tatsache dar, ist objektiv und hält einer eingehenden, wissenschaftlichen Prüfung Stand.

Nun erleben Gesellschaft weltweit, was passiert, wenn Emotionen, oft gepaart mit Partikularinteressen, über Fakten regieren – oder besser gesagt: wie sich Politiker mit dem Verweis auf alternative Fakten und den Glauben aus der Bredouille zu retten versuchen. Nun haben sich YouTuber*innen, Blogger*innen, Wissenschaftler*innen un viele weitere Menschen die Mühe gemacht, Mythen wissenschaftlich zu prüfen oder die Fakten bekannter zu machen. Neben dem mittlerweile weitverbreiteten Rezo-Video gibt es hierauch eine übersichtliche Veranschaulichung und Erklärungen.

Jener Glaube (jenseits der Fakten) ist übrigens einer an „die neuen Technologien“, die erst noch entwickelt werden müss(t)en. Ein sauberer Antrieb für das Flugzeug und gar ein dezidiert umweltfreundlicher Diesel? Solch eine Realität liegt in weiter Ferne. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, scheint das Motto zu lauten.

Im „berufspolitischen“ Rahmen finden sich diese Behauptungen besonders im wirtschaftsliberalen und mindestens konservativen Spektrum. Die Unionsparteien CDU und CSU blockieren auf Bundesebene ganz aktuell ein von SPD-Ministerin vorgelegtes Gesetz. Das Klimaschutzgesetz soll Verbindlichkeit zumindest auf Regierungsebene schaffen. Trotz des Paris-Abkommens von 2015 aber bewegt sich die CDU kein Schritt weiter. Die Forderungen aus der Wissenschaft müssen ernst(er) genommen werden. Und eben diese Forderungen haben es prominent auf die Straße geschafft – in Europa und global insbesondere durch Fridays For Future.

Diese Forderungen – ein (nachhaltiger) Kohleaussteig bis 2035 und eine (progressive) CO2-Steuer – entbehren keiner Grundlage. Nein, sie sind vielmehr: das Ergebnis von wissenschaftlichen Erkenntnissen, wie des überproportionalen Anstiegs der Durchschnittstemperatur. Und diese werden nun in Forderungen an die Bundespolitik, vor allem die Bundesregierung, um genau zu sein, getragen.

Die Forderungen sind also, so stellen wir fest, fakten-/evidenz-basiert. Weiterhin stellen wir fest, dass die Bundesregierungen oft kurzsichtig fahren – bis zur nächsten Wahl, hört man oft in der Wahlbevölkerung. Klar ist auch: Diese Forderungen sind leicht in den Raum geworfen, die Umsetzung kann natürlich mitunter komplex sein, auch Menschen benachteiligen. Aber genau das muss „die Politik“ lernen: auf komplexe Sachverhalte muss er komplexe und nachhaltige Lösungen geben. Diese müssen zunehmend umgesetzt werden. Die Zeit dringt (immer mehr): wir brauchen mehr evidenz-basierte Politik!

Veröffentlicht von

Mein Name ist Nico Amiri, 22 Jahre bin ich jung. Als der Student der Biomedizin und neugieriger Mensch entdecke ich jeden Tag diese wundervolle Welt neu für mich. In meinem Studium lege ich meinen Schwerpunkt auf die Erforschung der neurodegenerativen Erkrankung Alzheimer. Dabei interessiert mich weiterhin die Epigenetik und das glymphatische System.

Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Fakt ist, diese Welt- und “Werteordnung” wird von der SCHEINBAR unabänderlichen Symptomatik in “Wer soll das bezahlen?” und “Arbeit macht frei” gesteuert.
    Und Fakt / alternative Meinung ist, nur wenn WIR diesen Kreislauf des “Zusammenlebens” mit zweifelsfreier Eindeutigkeit / Vernunft und wirklicher Wahrhaftigkeit überwinden, wird das ein nachahmenswertes Vorbild dem eine menschenwürdige Kettenreaktion / Globalisierung folgt.

    Alles auf der Basis eines UNKORRUMPIERBAREN Menschenrechts zu KOSTENLOSER Nahrung, MIETFREIEM Wohnen und KASSEN-/KLASSENLOSER Gesundheit, mit allen daraus resultierenden Konsequenzen und einzig zukunftstauglichen Möglichkeiten.

  2. Fakt ist, wenn nachfolgendes Zitat nicht eindeutiger Sinnhaftigkeit und zweifelsfreier Wahrheit entspricht (also alles eher der zufälligen Einmaligkeit im “Recht des Stärkeren”?), dann sollten wir nicht mehr von Vernunft reden und uns heuchlerisch im Sinne der Hierarchie wundern, sondern das Köpfe einschlagen und die totale Ausbeutung unseres Lebensraums ausleben!

    Nichts gehört dem “Einzelnen / Individualbewusstsein” allein! Sogar / besonders unsere Gedanken nicht, weil diese auch immer abhängig von Geist und Gemeinschaft geprägt wachsen.

  3. Ein netter Beitrag – aber am Thema vorbei.

    Wenn in den meisten Diskussionen zum Thema Klimaveränderung ausgerechnet die wichtigste Größe – die Zahl der Menschen auf der Erde – nicht berücksichtigt wird; dann hat man ein Problem. Diskussion und eventuelle Korrekturaktionen sind sinnlos.

    Ausgerechnet die wichtigste Größe nicht zu berücksichtigen: peinlich, wenn Wissenschaftler diese ignorieren.

  4. @KRichard
    Die wichtigste Größe ist die Temperatur.
    Es ist nämlich ganz egal, auf wieviele Menschen 1 oder 2 oder 3 Grad Celsius verteilt werden. 🙂
    Für die Physik des Klimas ist es vollkommen unerheblich, ob die Treibhausgas-Emissionen von 1 oder 8 Milliarden verursacht werden.

  5. Der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Und die Politik besteht nur aus Teilen, aus widersprechenden Interessen.
    Beispiel CO2 Steuer. Die wird von der Industrie auf die Verbraucher abgewälzt. Und diese Art von Steuer begünstigt die Wohlhabenden, die sind nicht das letzte Glied in der Reihe , das letzt Glied sind die Unterpriviligierten , die keine Möglichkeit haben Kosten auf andere abzuwälzen.
    Eine Gesellschaftsform, die ökonomisch gelenkt und regiert wird, kann nur ökonomisch richtige Entscheidungen treffen.
    Hier sind aber ökologisch richtige Weichenstellungen vonnnöten. Und die werden nicht getroffen, weil sie Geld kosten und keinen ökonomischen Nutzen.
    Beispiel : Der internationale Warenaustausch. Betriebswirtschaftlich sinnvoll, weil man einkauft, wo es am billigsten ist. Ökologisch dumm, weil die Waren um den Erdball transportiert werden müssen.

    hto
    ein Plus von mir. erst wenn die Meere leergefischt sind, die Böden vergiftet, das Grundwasser rar wird, dann werden die Leute merken, dass man Geld nicht essen kann.

    KRichard
    die Erdbevölkerung wird der entscheidende Faktor werden. Dann kommen die Verteilungskriege, wo es um Alles oder Nichts geht.

    Weia,
    Die Menschen werden noch mehr Wälder abholzen und dann spielt der Faktor Mensch die Hauptrolle beim CO2 Ausstoß.

  6. Apologeten des systemrationalen Stumpf-, Blöd- und Wahnsinns aller Länder vereinigt euch und stürzt euch doch in eure über uns kreisenden Schwerter.
    Mensch braucht konstruktive Gedanken, nicht die totale Kapitulation vor allen denkbaren …losigkeiten.

  7. @ Nico Amiri

    Im „berufspolitischen“ Rahmen finden sich diese Behauptungen besonders im wirtschaftsliberalen und mindestens konservativen Spektrum.

    Das liest man leider öfter, es bleibt aber dennoch falsch. Die liberale Lösung für unser Problem war schon vor 20 Jahren (und ist es auch heute noch) eine CO2-Steuer (besser wäre noch ein konsequenter Emissionsrechtehandel, aber der ist ja so gut wie tot). Es gibt seit langem auch gute Vorschläge, wie sich ein derartig massives Instrument sozialverträglich lösen lässt. Man muss sich nur die CO2-Steuer in Schweden anschauen, das übrigens seit der großen Krise des Sozialstaats Anfang der 90er die wohl neoliberalste Politik Westeuropas fährt. Statt dessen haben wir seit fast 20 Jahren das hochgradig ineffiziente EEG – eingeführt von den leider sehr oft pseudo-ökologischen und wissenschaftsaversen Grünen.

    wir brauchen mehr evidenz-basierte Politik!

    Dazu gehört nun aber auch die Erkenntnis, dass der Klimawandel in der Wählerschaft heute akzeptierte Realität ist, aber dennoch fast niemand an eine Klimakatastrophe glaubt. Folglich wird es auch keine wirksame Klimapolitik geben. Vor allem nicht, wenn sich China und Indien im Paris Agreement für die nächsten Jahren steigende CO2-Emissionen ausbedungen haben.

  8. @KRichard:

    Das Problem wird von ca. 1 Milliarde Menschen verursacht, jener Gruppe mit dem höchsten Lebensstandard. Und diese Gruppe ist in den letzten Jahrzehnten nicht durch Vermehrung gewachsen, sondern durch wirtschaftlichen Aufstieg.

    Ist das so schwer zu verstehen?

    Der hohe Lebensstandard ist das ökologische Problem.

  9. @Tim:

    “Die liberale Lösung für unser Problem war schon vor 20 Jahren (und ist es auch heute noch) eine CO2-Steuer (besser wäre noch ein konsequenter Emissionsrechtehandel, aber der ist ja so gut wie tot).”

    “wäre”. Die Wirtschaftsliberalen wollten von der Idee in der Regel nicht wissen, sonst gebe es sie viel häufiger auf der Welt.

    “Dazu gehört nun aber auch die Erkenntnis, dass der Klimawandel in der Wählerschaft heute akzeptierte Realität ist, aber dennoch fast niemand an eine Klimakatastrophe glaubt.”

    Soll man jetzt aufhören, den Menschen zu sagen, dass sie auf einem gefährlichen Kurs sind? Kapitulieren vor der Unvernunft oder der zynischen Berechnung, dass die kommenden Generationen die Rechnung bezahlen werden?

    Offensichtlich besteht die Wählerschaft nur aus trotzigen Kleinkindern.

  10. Eine evidenzbasierte Politik passt nicht besonders gut zum heutigen System, dass von Parteien, Lobbys und verschiedenen Interessengruppen bestimmt ist und wo es jeweils darum geht bei den nächsten Wahlen die Regierung zu stellen, wozu dann allerhand Wahlversprechungen und -geschenke gemacht werden.
    Denn evidenzbasiertes Handeln ist per definition langfristig orientiertes Handeln das sich an den kleinen Erkenntnisfortschritten orientiert, die Wissenschaft und Forschung machen.
    Evidenzbasierte Politik halte ich aber für sinnvoll. Doch sie bedeutet beispielsweise im Klimabereich mehr als (Zitat) strengere Klimaschutzgesetze und -abkommen. Hier vergisst der Autor wohl, dass das Pariser Klimaabkommen bereits denkbar streng ist, halten doch selbst die meisten Klimaforscher es an der Grenze des überhaupt möglichen, das 1.5°-Ziel zu erreichen. Doch dieses Ziel gehört zum Pariser Abkommen.
    Evidenzbasiert wäre eine Politik, die ihre politischen Ziele nach den erkannten Problemen/Evidenzen prioritisiert und die diese unabhängig von gerade anstehenden Wahlen und von Meinungsumfragen verfolgt. Eine Politik auch, die Verträge auch erfüllen will und nicht eine Politik, die unverbindliche Verträge (wie das Pariser Abkommen) einfach darum unterschreibt, weil sich das gut macht und ein Nichterfüllen kaum Konsequenzen hat.

  11. Herr Amiri,

    wie bereits der Kommentarschreiber »KRichard« anmerkte, hat Ihr Artikelvortrag analytisch gesehen nahezu keine Relevanz, da das menschengemachte CO2-Aufkommen schlicht mit der derzeitigen Anzahl und der stetig wachsenden Weltbevölkerung „an erster Stelle“ in Verbindung steht.

    Lokale Fakten, ein Beispiel
    Ob Ihnen das gefällt oder nicht, (subventionierte) Wind- und Solarenergie sind in Deutschland Totgeburten, da von Tag eins an, die Zwischenspeicher fehl(t)en. Ohne das parallele Energiesystem aus fossilen Brennstoffen und/oder Kernenergie gäbe es und gibt es zu keinem Zeitpunkt Windräder oder Photovoltaikanlagen, die Strom ins Netz einspeisen könnten. Das ist kein moralisches sondern ein gut dokumentiertes flächendeckendes technisches Problem.

    Globale Fakten
    In Afrika und Asien sind Ihre Wünsche CO2-emissionsfreier Fortbewegung und CO2-emissionsfreier „Alltagsgestaltung“ komplett realitätsfremd.

    Das wirkliche Problem ist »hier« abgebildet. Die Verursacher in Asien und Afrika werden jegliche europäische Bemühung der Reduzierung des CO2-Ausstosses perspektivisch mehr als kompensieren. Westliche Klima-Ideologie sowie die bewusste Verdrängung zahlenanalytischer Fakten werden zwar Deutschland für den Normalverdiener wirtschaftlich „unbewohnbar“ machen, ohne jedoch eine global nennenswerte CO2-Reduzierung erzielen zu können. Die Feigheit vor der Thematisierung der CO2-Emissions-Wahrheit namens Überbevölkerung ist ein gewaltiges ideologisches Problem. Höchstwahrscheinlich werden sich erst einmal die Wasser- und Nahrungs-Ressourcen der Erde hier und da lokal so stark verknappen, daß die Frage nach vermeintlich schädlichem CO2 eh in den Hintergrund rückt.

    Weltweit ist ein Kohleausstieg nicht in Sicht. Die 120 größten Kohlekonzerne haben aktuell knapp 1.400 neue Kraftwerke in 59 Ländern in Planung oder sogar schon im Bau. Damit kämen neue Kapazitäten von gut 670 Gigawatt dazu. Das entspricht einem Drittel der aktuell installierten Kapazitäten… lesen Sie selbst weiter im Handelsblattartikel Deutschland treibt den Ausstieg voran – doch weltweit boomt die Kohle. Und hier schließt sich der Kreis, die Überbevölkerung (derzeit 7,7 Milliarden), mit 90 Millionen zusätzlichen Menschen pro Jahr wird diesen Energiehunger im wahrsten Sinne des Wortes kräftig „befeuern“.

    Das Menschen in Afrika und Asien (auch zukünftig) nicht nur ihr „nacktes“ Leben praktizieren wollen und möglichst „elektrifiziert“, mobil, allgemein konsumorientiert agieren, entspricht dem Wesen des Fortschritts. Weder Sie, noch ich, noch irgendein anderer “Vertreter” der „westlichen“ Welt wird diese Entwicklung auch nur im Geringsten aufhalten. Derzeit beträgt die gesamte tägliche „Vermehrungszunahme“ ~ 246.000 Menschen. Das summiert sich zu jährlich ca. 90 Millionen zusätzlicher Menschen. Bezogen auf die letzten drei Jahrzehnte kommen statistisch gesehen ungefähr alle 12 bis 13 Jahre 1 Milliarde Menschen dazu. (Auszug: Ende 1987, 5 Milliarden, Ende 1999 6 Milliarden, Ende 2011 7 Milliarden).

    Sie werden noch andere Korrelationen finden, die gerne von “Ihren” Hauptstrom-Meinungsmachern verschwiegen werden. Beispiel: Umso ungebildeter und religionsgläubiger die Bevölkerung ist, umso höher ist die Reproduktionsrate. Plakativ formuliert: Keine Nahrung, keine Verhütung, religiös motivierte Machos, (beschnittene) Frauen als Lustobjekt und Gebärmaschine und das Wort Gottes verkündet von Christentum und Islam. Diese Menschen spielen mit dem Leben ihrer Kinder auf Grund „kulturreligiöser Eigenheiten“ oder wie sehen Sie das? Klären Sie mich, klären Sie uns auf.

    Evidenzbasierendes Handeln sieht exemplarisch wie folgt aus,

    wenn Sie wirklich etwas effektiv Sinnvolles machen wollen, dann informieren Sie die SPIEGEL-(BENTO-)Redaktion und pilgern Sie mit Fotografen und (geschlechterquotenbewusst) Kamerafrauen zu Fuß nach Afrika und verkünden Sie dort, daß das Kinderkriegen derzeit keine so gute Sache ist. Mit dieser Tat hätten »sie« gleich »zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen«. Nehmen Sie zur Ergebnisoptimierung noch möglichst viele ähnlich wie Sie Denkende mit, doch passen »sie« gut auf, dass »sie« vor Ort auch „richtig“ verstanden werden, denn der ein oder andere Gläubige versteht wenig Spaß, wenn jemand ihnen den Glauben an unkontrollierter Vermehrung nehmen will.

    Analytisch gesehen gibt es in Ihrem Fall zwei Möglichkeiten, entweder Sie wollen Realität willentlich reduziert-naiv wahrnehmen oder Sie wissen es wirklich nicht besser. Im letzteren Fall stellen meine Kommentarausführungen eine Chance dar, daß auch Sie in einem größeren Bild Realität verdeutlicht bekommen. Wenn Sie etwas kommentieren wollen, dann beschränken Sie sich auf die Sachlage. Welche meiner Aussagen sind Ihrer Meinung richtig, welche falsch. Sollte Ihnen das nicht möglich sein, sollten Sie Ihre Argumente überdenken.

  12. Dirk Freyling und KRichard sprechen hier über ein anderes Problem und nicht über das Klimaproblem oder das Pariser Abkommen mit seinem Ziel , die Erwärmung unter 2 Grad Celsius zu halten. Denn das Erreichen des Pariser Abkommens enscheidet sich in den nächsten 25 Jahren und es verlangt in diesen 25 Jahren weltweit fast eine Halbierung der CO2-Emissionen. In 25 Jahren können sie aber die Bevölkerung nicht auf friedliche Weise halbieren. Mit andern Worten: ob das 1.5 oder 2 Grad-Ziel erreicht wird hängt kaum vom Bevölkerungswachstum ab. Alle Probleme der Welt dem Bevölkerungswachstum zuzuschieben ist übrigens sicher nicht evidenzbasiert.

  13. “Die Feigheit vor der Thematisierung der CO2-Emissions-Wahrheit namens Überbevölkerung ist ein gewaltiges ideologisches Problem.”

    Es wird nicht besser, wenn man Schmarrn wiederholt. Sie widersprechen sich ja selbst:

    “Das Menschen in Afrika und Asien (auch zukünftig) nicht nur ihr „nacktes“ Leben praktizieren wollen und möglichst „elektrifiziert“, mobil, allgemein konsumorientiert agieren, entspricht dem Wesen des Fortschritts. Weder Sie, noch ich, noch irgendein anderer “Vertreter” der „westlichen“ Welt wird diese Entwicklung auch nur im Geringsten aufhalten.”

    Es ist also offenbar der Konsum, der CO2-gekoppelt ist. Afrika hat sich in den letzten Jahrzehnten wenig entwickelt, der CO2-Ausstoß ist von allen Kontinenten der geringste. Nicht die Bevölkerungszunahme wird daran etwas ändern, sondern die Übernahme des westlichen Konsumstils. Bis das geschieht, müssen wir eine karbonfreie Wirtschaft und Energieerzeugung entwickeln, damit die afrikanischen Gesellschaften daran anknüpfen können.

    Sie blenden die katastrophalen Folgen einer fortschreitenden globalen Erwärmung völlig aus, das ist weder evidenzbasiert noch vernünftig.

  14. @Holzherr
    Schon aus den Thesen des Club of Rome ging vor vier Jahrzehnten hervor, dass die Anzahl der Menschen auf der Erde eine entscheidende Größe dafür ist, wie wir unsere Umwelt nutzen.

    Seit damals hat man es nicht für nötig befunden, diese wichtigste Einflussgröße zu diskutieren und Konsequenzen anzuregen.
    Die Klimaabkommen von Kyoto/Paris sind nicht einhaltbar, wenn ausgerechnet die wichtigste Einflussgröße ignoriert wird.

    Man hat es seit vier Jahrzehnten versäumt, die Bevölkerungszahl auf der Erde auf friedliche Weise zu verringern. Statt dessen wurden auf Konferenzen Verträge geschlossen, die nicht einmal die Tinte wert sind, mit denen sie gedruckt sind.

  15. @KRichard: Bei den Klimaabkommen geht es um menschengemachte Treibhausgase und nicht um die Umwelt. Plastikmüll in den Weltmeeren veispielsweise ist ein anderes Problem als das Klimaproblem.
    Auch belegen sie folgende Behauptung nicht: Die Klimaabkommen von Kyoto/Paris sind nicht einhaltbar, wenn ausgerechnet die wichtigste Einflussgröße ignoriert wird. Ich behaupte, die wichtigste Einflussgrösse auf nationaler Ebene sind in Bezug auf das Klima die CO2-Emissionen und nicht der Bevölkerungszuwachs. Ein gutes Beispiel ist China wo die Bevölkerung schon seit Jahrzehnten kaum wächst, wo die CO2-Emissionen sich aber in den letzten 25 Jahren vervierfacht haben. Chinas 1-Kind-Familienprogramm hat weder die chinesischen CO2-Emissionen noch sonstige Umweltindikatoren stark beeinflusst.

  16. @ Paul Stefan

    Soll man jetzt aufhören, den Menschen zu sagen, dass sie auf einem gefährlichen Kurs sind?

    Nein, ganz im Gegenteil: Das gehört im Spiel jetzt dazu. Alle versichern sich gegenseitig ständig, dass wir dringend einen massiven Wandel brauchen. Aber bitte nicht bei sich selbst.

  17. Evidenzbasierten Handeln wäre auch rationales Handeln und würde klares Denken voraussetzen. Aber gerade beim Klimaproblem fehlt klares Denken weitgehend. Viele bringen alles mögliche mit diesem Problem in Verbindung. Die einen wollen gleich den Kapitalismus abschaffen, denn er sei dafür verantwortlich, wobei die gleiche Autorin(Noami Klein), die den Kapitalismus für das Klimaproblem verantwortlich machte für Hugo Chávez schwärmte (dessen Land vom Öl unter seinem Boden lebte.)
    Wieder andere sehen Klimapolitik als moralisches Problem oder als Sache des Lifestyles. Viele wollen Mit Klimapolitik auch ihre Idealvorstellungen eines Energiesystems umsetzen wie etwa rein dezentrale Energieversorgung. Andere sprechen von Ökologie (z.B. Papst Franziskus in seiner Klimaenzyklika) oder von der Bevölkerungsexplosion.
    Doch all diese Leute verkennen das wirkliche Problem, nämlich dass steigende Treibhausgase für die Erdsystemerwärmung verantwortlich sind und dass die Gefahr besteht, dass das Klimasystem sich für Jahrhunderte so stark wandelt, dass das neue Klima nicht mehr mit dem Klima der letzten 10‘000 Jahre vergleichbar ist.

  18. Evidenzbasierte Politik ist mit der heute dominanten Form der repräsentativen, parlamentarischen Demokratie (wo sich Repräsentanten des Volkes periodisch wiederwählen lassen) weitgehend inkompatibel. Denn das heutige System erinnert allzu stark an die Politik des panem et circenses („Brot und Zirkusspiele“) des alten Roms. Die Politiker suhlen sich in der Gunst des Volkes indem sie dem Volk zuerst happige Steuern abnehmen um einen Teil davon dann als Wahlgeschenke auf ihre Klientel herunterregnen zu lassen. Es geht hier letztlich um Machtenteilung und darum bereits von der Ökonomie Erwirtschaftetes umzuverteilen, kaum aber um längerfristige Ziele.
    Allerdings ist die Sicht allein auf die Politik eine zu enge Sicht. Gerade die Klimaproteste der Jugend zeigen ja, dass es neben der offiziellenPolitik eben auch so etwas wie eine Zivilgesellschaft gibt. Zu der gehören verschiedene Gruppierungen, Bewegungen, Vereine und NGOs und aus der Zivilgesellschaft heraus können Impulse zurück in die Politik fliessen.

    Allerdings ist die Klimapolitik wohl für jedes politsche und Gesellschaftssystem eine Nummer zu grosse. Denn das Problem ist gar nicht in ein paar wenigen Jahrzehnten lösbar – obwohl das von vielen Seiten immer wieder behauptet wird. Es gibt die verbreitete Meinung man könnte einfach etwas beschliessen und dann in einem Programm in einer oder 2 Wahlperioden abarbeiten. Doch das stimmt eben nur für bestimmte Probleme und für viele gar nicht. Die komplette Umstellung des Energiesystems und vieler technischer Prozesse nahm schon in der Vergangenheit viele Jahrzehnte in Anspruch – und sie tut es auch heute wieder. Allerdings kann man den Umstellungsprozess durch äussere Kräfte beschleunigen. Und eine solche Beschleunigung wäre ein Preis auf CO2-Emissionen. Dass es nur in ein paar kleineren Ländern überhaupt einen adäquaten Preis auf solche Emissionen gibt, zeigt, dass wir als Gesellschaft nicht einmal bereit sind den Umstellungsprozess von Jahrunderten auf Jahrzehnte zu verkürzen, sondern dass der Gesamtkonsens eher der ist, dass wir mal abwarten was bis Ende des Jahrhunderts alles passiert.

  19. @Martin Holzherr 31. Mai 2019 @ 10:07

    Evidenzbasierte Politik ist mit der heute dominanten Form der repräsentativen, parlamentarischen Demokratie (wo sich Repräsentanten des Volkes periodisch wiederwählen lassen) weitgehend inkompatibel.

    Könnte der Wind daher wehen, daß man die notwendige Politik nicht durchsetzen kann, weil das “dumme Volk” nicht mitspielt, und eine andere Regierungsform braucht? Das finde ich bedenklich.

  20. Bei Klima- und Umweltpolitik prallen Ideologie/Glaubenssysteme aus stärkste mit Fakten zusammen. Vieles ist einfach nicht so wie es gerne geglaubt wird. Und oft resultiert Symbolpolitik. Kurzstreckenflüge etwa sollen verboten werden. Dabei emittiert ein Auto mit einem Fahrgast für die gleiche Strecke mehr CO2. Wenn schon müsste man Langstreckenflüge massiv teuer machen, denn ein einziger Langstreckenflug kann schon mehr als 1 Tonne CO2 pro Person verursachen. Doch das wollen nur wenige weil es eben mehr als Symbolpolitik wäre. Auch der Transport über den Ozean etwa von Schaffleisch von Australien bis Europa wird von vielen als umweltschädlich verurteilt, doch er ist es nicht. Der Transport von Rotterdam nach München verursacht mehr CO2-Emissionen als der von Brisbane nach Rotterdam. Doch letztlich ist es sowieso falsch sich mit solchem Kleinkram aufzuhalten, denn Einzelmassnahmen wie der Verbot von Kurzstreckenflügen helfen dem Klima praktisch nichts wohl aber gewissen Menschen, die meinen: Hauptsächlich man tut etwas.
    Doch irgendwann wird die Mehrheit der Menschen zum Schluss kommen, dass der vom Menschen angestossene Klimawandel wirklich ein Problem ist und dass er nicht mit Symbolpolitik sondern nur mit Verzicht auf Kohle, Öl und Erdgas gestoppt werden kann und dass ein solcher Verzicht eben konkret bedeutet, dass man einen Langstreckenflug nicht wirklich kompensieren kann sondern dass der Langstreckenflug bilanzmässig CO2-neutral sein muss (etwa mit syntethischem Treibstoff) oder dass er andernfalls gar nicht stattfinden darf. Heute ist diese Einsicht noch kaum vorhanden – auch nich bei den Grünenwählern, die ja zu den Vielfliegern gehören.

  21. Herr Amiri und Fakteninteressierte,
    Sie wollen Fakten, dann lesen Sie den Bericht The climate mitigation gap vom Institute of Physics (IOP) aus dem Jahre 2017, in dem einerseits die mit großem Abstand effektivste Methode menschengemachtes CO2 zu verringern argumentativ vorgestellt wird und lesen Sie das diese evidenzbasierende Erkenntnis nahezu nicht von den Medien „transportiert“ wird.

  22. @Martin Holzherr

    » auch nich bei den Grünenwählern, die ja zu den Vielfliegern gehören. «

    Glauben Sie im Ernst, dass ein „Grünenwähler“ häufiger fliegt als ein wirtschaftlich und beruflich vergleichbarer CDU- oder SDP-Wähler? Ich kann das nicht glauben, aber vielleicht haben Sie dazu ja eine evidenzbasierte valide Statistik.

  23. @Balanus: Bahn predigen, Business fliegen berichtet: Ausgerechnet die Wähler der Ökopartei steigen am liebsten ins Flugzeug. …
    49 Prozent der Grünen-Anhänger an, sie seien in den vergangenen zwölf Monate geflogen. Mit deutlichem Abstand folgten Wähler der Linken, der Union und schließlich der SPD

    Nun, kein Wunder, denn Grünen-Wähler sind überdurchschnittlich wohlhabend (so wohlhabend, dass sie sich “Grün” leisten können), sie entstammen nich selten der unternehmenslustigen Baby-Boomer Generation und erleben das Billigfliegen als neue Erfahrung (besser als LSD und im erst noch mit weniger Gesundheitsrisiken).

  24. Paul Stefan // 30. Mai 2019 @ 23:15

    » Es ist also offenbar der Konsum, der CO2-gekoppelt ist. «

    So ist es. Das ist das, was die Autoren der von @Dirk Freyling zitierten Studie (die ja relativ viel Staub aufgewirbelt hat) entweder übersehen oder nicht hinreichend adressiert haben. Es ist aberwitzig, die Entscheidung für ein SUV oder Flugurlaub kategorial mit der Entscheidung für ein Kind gleichzusetzen (war aber mal interessant zu sehen, auf welche fragwürdigen Publikationen sich hier manche stützen).

  25. @Martin Holzherr 31. Mai 2019 @ 12:02

    Nun ja, das Ergebnis der Europawahl zeigt, daß es vor allem Großstädter in Deutschland sind. Billigfliegen wird ja eher den weniger wohlhabenden Urlaubern in Spanien oder auf den Balearen nachgesagt. Und “Langstrecken-Luisa” gehört nicht zu den Babay-Boomern.

  26. » Es ist also offenbar der Konsum, der CO2-gekoppelt ist. «
    Ja, der heutige Konsum ist CO2 gekoppelt. Auch für das Reisen gilt das. Je wohlhabender eine Nation desto mehr wird gereist und je mehr Langstreckenflüge gibt es. Zitat Der Klimawandel und das Fliegen : Nur 3 Prozent der Weltbevölkerung sind im vergangenen Jahr geflogen, und nur etwa 18 Prozent sind überhaupt schon mal geflogen. Aber das ändert sich.
    Nach Schätzungen der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) steigt die Zahl der Flugpassagiere 2016 weltweit auf 3,7 Milliarden, und jedes Jahr seit 2009 war ein Rekordjahr.
    Die “Internationale Luftverkehrsvereinigung” (IATA) erwartet, dass sich diese Zahl bis 2035 auf etwa 7,2 Milliarden fast verdoppeln wird.

    Doch den Konsum zurückschrauben geht kaum. Vielleicht in den bereits wohlhabenden Ländern nicht aber in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Es gibt nur eine realistische Lösung. Konsum und auch Reisen ohne CO2-Emissionen. Das ist möglich, denn letztlich kann man die für Konsum und Reisen benötigte Energie auch anders bereitgestellt werden als mit Öl, Kohle und Erdgas.

  27. Gemäß der Gaia-Hypothese ist das Klima in der Lage, sich weiterzuentwickeln.
    Besonders wichtig ist, die Zahl der Autos zu reduzieren. Die Menschen sollten sich mehr Mühe geben, dort zu wohnen, wo sie arbeiten. Zudem muss ein Bevölkerungsrückgang eingeleitet werden. Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen Nick-Namen klicken).

  28. @Täufer343 31. Mai 2019 @ 16:39

    Wenn es denn möglich ist, die Miete in der Nähe der Arbeit zu bezahlen. UNd was ist in dem Fall, wenn die Firma weiter weg zieht, oder man woanders arbeiten muss?

  29. “lesen Sie das diese evidenzbasierende Erkenntnis nahezu nicht von den Medien „transportiert“ wird.”

    Diese Thesen wurden durchaus in den Medien transportiert und sehr diskutiert.

    Auf ein Kind zu verzichten, wäre wohl der größte Beitrag zur CO2-Reduzierung, aber in den hochentwickelten Staaten gibt es schon kein Bevölkerungswachstum mehr und innerhalb der nächsten 20-30 Jahre lässt sich die Bevölkerung nicht ausreichend drastisch verringern, um so das CO2-Problem zu lösen. Schon die aktuelle Alterung wird unsere Gesellschaft vor große soziale und wirtschaftliche Probleme stellen.

  30. Zitat: Auf ein Kind zu verzichten, wäre wohl der größte Beitrag zur CO2-Reduzierung
    Wer das glaubt, der glaubt implizit nicht daran, dass die Welt in den nächsten 30 oder 50 Jahren fast vollständig von Öl, Erdgas und Erdöl wegkommen kann.
    Und genau das glaubt ja Dirk Freyling. Immerhin denkt er konsequent und gemäss seinen Annahmen konsistent. Doch die Klimapolitiker und sogar die Länder, die dem Pariser Klimaabkommen zugestimmt haben, die glauben an die schnelle Dekarbonisierung und sie haben ihr ja auch zugestimmt.

    Ich selbst befinde mich in der Mitte. Ja, ein Verzicht auf Öl, Kohle und Erdgas ist möglich und wird stattfinden, aber völlig dekarbonisiert wird die menschliche Zivilisation frühestens gegen Ende des 21. Jahrhunderts sein.

  31. Herr Holzherr und Fakteninteressierte,
    ohne hier zu persönlich zu werden bestehen offensichtlich wesentliche Wahrnehmungs-Unterschiede zwischen mir und den meisten Kommentatoren, meine sachorientierte Wahrnehmung veranlaßt mich, weder eine nur Pro- noch nur Kontra-Position zu vertreten, wenn keine Argumente vorliegen. Aufgrund meiner mathematisch naturwissenschaftlichen Ausbildung und meinem grundsätzlichen Interesse an (system-)analytischen Zusammenhängen bin ich motiviert und in der Lage sowohl chemische als auch physikalische Randbedingungen zu verstehen. Diese Aussage bedeutet übrigens auch, daß ich dieses „Verstehen“ im Detail formalisieren kann. In den meisten populärwissenschaftlichen Ausführungen fehlen wesentliche Informationen, die zu einer seriösen, ausgewogenen Berichterstattung gehören. Wenn jemand nicht weiß, was exponentielles Wachstum mathematisch und letztendlich praktisch bedeutet oder er nicht einschätzen kann, was Pflanzen “wünschen” (übrigens deutlich mehr als die jetzigen 400 ppm CO2), ist “wahrnehmungstechnisch” schlecht aufgestellt.

    Realistisch gesehen spielt es aus meiner Sicht leider keine Rolle, was ich mir wünsche. Das hat ursächlich damit zu tun, das ich, um Ihre Worte zu bemühen, konsequent und konsistent denke und keine Angst vor großen Veränderungen habe. Meine Mitmenschen sind aus meiner Sicht stark angstgeprägt, emotional, irrational und besitzen meist nur rudimentäre Kenntnisse über funktionale Zusammenhänge. Könnte ich souverän und alleinig entscheiden würde ich beispielsweise folgendes konsequent für alle entscheiden. Details spare ich mir.

    i) Schauen Sie sich um. Zunehmend verfette, körperlich Verwahrloste „befeueren“ die Fleischindustrie. Das Elend der Massentierhaltung wird mit sofortiger Wirkung beendet. Wie viele Tiere dann im Freien leben werden, hängt von den nutzbaren Flächen ab. Mich interessieren weder die daraus resultierenden kleineren Fleischmengen noch erhöhten Preise für Fleisch. Ganz im Gegenteil, dieser Schritt bedeutet mehr Gesundheit und deutlich weniger Tierleid.

    ii) Die energetischen Aufwendungen für (Flug-)Transporte sind von dem Gewicht abhängig. Personentransportkosten sind somit nach dem Gesamtgewicht zu berechnen. Ob ich nun 70 kg oder 150 kg wiege, macht einen entsprechend signifikanten Unterschied. Fair ist es demnach, daß der Personentransport von der einfachen Gleichung Personengewicht + Gepäckgewicht = Fluggast-Gesamt-Gewicht berechnet wird, alles andere ist „dumme Tradition“.

    iii) Ich würde »Nachhaltigkeitssteuergesetze beschließen. Produkte, welcher Art auch immer, müssen mit der Prämisse hergestellt werden, daß diese möglichst lange und wartungsfrei funktionieren. Dementsprechend ist für bewusst kurzlebig hergestellte Produkte eine deutlich höhere Steuer zu entrichten. Daß sich damit die wirtschaftliche und ökologische Situation der Produktionsverhältnisse im Sinne von Ressourcenschonung und Wertebewusstsein ändern würde, kann jeder, der sich mit diesem Thema etwas genauer beschäftigt, leicht verstehen.

    iv) Darüber hinaus würde ich eine „km-Steuer“ einführen. Der Preis einer Ware wäre dann zum Teil von der Entfernung vom Herstellungsort abhängig. Denn die jetzige Globalisierungspraxis des Warenverkehrs ist definitiv eine Umweltbelastung.

    v) Kinder muß man sich leisten können. Eine unkontrollierte Vermehrung ist aus vielerlei Gründen nicht wünschenswert. Weder für das Kind noch für die Gesellschaft. Übrigens: Was deutsche Verhältnisse angeht kann man sich den Quatsch mit dem Argument, Kinder bräuchte man für die Rente sparen. Nach heutigem Rentenmodell ist es völlig unerheblich ob jemand keinen Tag, 10 Jahre oder 35 Jahre im Niedriglohnbereich oder als mittelmäßig Verdienender in die Rentenversicherung eingezahlt hat. Die derzeitige daraus erzielbare Rente reicht nicht aus, nicht einmal um existentielle Bedürfnisse „abzudecken“. Der eine „Rentner“ lebt schlecht von seinem staatlich verordneten miserablen Zwangsinvestment, welches er als fremdbestimmt Arbeitender entrichten musste, der andere lebt schlecht von der Sozialhilfe. Ernsthaft und ehrlich muß die Frage beantwortet werden, warum wünsche ich mir Nachkommen? Geht es nicht bei ehrlicher Antwort nicht um die Frage die eigene Vergänglichkeit in Form eines leiblichen Nachkommens zu „relativieren“? Ich würde nicht das Kinderkriegen belohnen, sondern ab dem zweiten Kind eine Kindersteuer zum Wohle des Kindes und zum Wohle der Gemeinschaft einführen.

    Soweit zu mehr oder weniger zufälligen Beispielen, was ich konkret und sofort ändern würde.

  32. @Paul Stefan // 31. Mai 2019 @ 18:18

    » Auf ein Kind zu verzichten, wäre wohl der größte Beitrag zur CO2-Reduzierung, … « [Hvm]

    Nein, das ist schlicht falsch. Das sieht man schon daran, dass nach dieser Logik mit dem Verzicht auf zwei Kinder der Effekt doppelt so groß wäre, bei drei Kindern dreimal und bei vier Kindern viermal so groß. Und so weiter und so fort … Sie verstehen?

    Derjenige, der auf 10 oder noch mehr Kinder verzichtet hat, könnte demnach dauernd per Flugzeug unterwegs sein, seine CO2-Bilanz bliebe immer positiv.

  33. Balanus:
    “Nein, das ist schlicht falsch. Das sieht man schon daran, dass nach dieser Logik mit dem Verzicht auf zwei Kinder der Effekt doppelt so groß wäre, bei drei Kindern dreimal und bei vier Kindern viermal so groß. Und so weiter und so fort … Sie verstehen?
    Derjenige, der auf 10 oder noch mehr Kinder verzichtet hat, könnte demnach dauernd per Flugzeug unterwegs sein, seine CO2-Bilanz bliebe immer positiv.”

    Sie logischer Witzbold.

    Ich formuliere um: “Auf Nachkommen zu verzichten, wäre wohl der größte Beitrag, künftige CO2-Emissionen zu vermeiden.”

    Jetzt besser?

  34. @Paul Stefan

    »Jetzt besser? «

    Nicht wirklich, denn es bleibt ja dabei, je mehr Nachkommen nicht nach kommen, desto größer ist der Effekt. Das geht bis ins Unendliche. So etwas nennt man dann wohl Voodoo-Science.

    Richtig ist: Würde global vollends auf Nachkommen verzichtet, würde es zwar gegen Ende ziemlich ungemütlich werden, aber zu guter Letzt hätte sich das Klima-Problem erledigt.

    Davon abgesehen, es geht ja darum, was der Einzelne tun kann, um seine CO2-Produktion zu vermindern. Was ein Nachkomme macht, sobald er eigenverantwortlich handeln kann, steht auf einem anderen Blatt, das habe ich nicht in der Hand.

  35. Zitat: “Auf Nachkommen zu verzichten, wäre wohl der größte Beitrag, künftige CO2-Emissionen zu vermeiden.” Wer das sagt glaubt nicht daran, dass man (ohne Weiteres) ohne Kohle, Öl und Erdgas auskommen kann, er glaubt, dass seine eigenen Kinder nur ein gutes Leben ohne Verzicht führen können, wenn andere Leute für sie Öl, Erdgas und Kohle verbrennen.
    In sogenannten Kohlestaaten, also Staaten, die mit Kohle gross geworden sind wie Deutschland, Polen, China, Indien und den USA ist dieser Glaube weit verbreitet.
    Seltsamerweise aber nicht im Vereinigten Königreich, dem Kohleland Nummer 0 (analog zum Patienten Nummer 0), dem Kohleland das alles angestossen hat. Dort gibt es wohl ein grösseres Bewusstsein dafür, dass alles seine Zeit hat und dass etwa nach dem Ende des Commonwealth die Welt zwar untergeht – aber nur um neu zu erstehen.

    Es ist nicht Zufall, dass ich hier von Glaubensüberzeugungen spreche. Denn tief verankerte Glaubensüberzeugungen sind im Zusammenhang mit dem Klimawandel und der Klimapolitik überall zu finden. Dazu gehören zum Beispiel die Heilserwartungen, die mit den Erneuerbaren verbunden sind, einer Technologie, die erst gerade im Entstehen ist und die in Form der neuen Erneuerbaren (Wind+Sonne) noch in keinem einzigen Land einen Anteil an der Stromerzeugung von über 70% hat. Ich behaupte: Wer weltweit auf 100% dezentral erzeugte Erneuerbare setzt, der setzt auf Technologien, die es noch gar nicht gibt und ist bereit zu warten bis die Energieerlösung irgendwann kommt – vielleicht in diesem Jahrhundert, vielleicht auch im Nächsten – wenn uns dann nicht schon alle der Hitzetod heimgeholt hat,

  36. Nur, dass niemand wirklich evidenzbasierte Politik will, insbesondere nicht die Grünen.

    Mit Kernkraft und Gentechnik könnte man schon längst CO2 drastisch reduziert haben (siehe Frankreich, Schweden), aber das geht nicht – aus ideologischen Gründen.

    Der Glaube, dass man in absehbarer Zeit auf 100% EE umstellen könnte ist wissenschaftlich nicht haltbarer als der im Artikel zitierte Glaube der Konservativen.

    PS: Es gibt schon eine Partei, die evidenzbasierte Politik umsetzen will, die Partei der Humanisten. Aber so wichtig ist den Meisten die Evidenz dann leider doch nicht, dass sie diese Partei anstelle von Wohlfühlparteien mit Homöopathie und Impfkritik wählen würden…

  37. @Balanus: Ich habe bewusst das Wort “vermeiden” benutzt, das haben Sie offenbar überlesen. Das ist keine Voodoo-Wissenschaft.

  38. Eine zentrale Frage lautet, was bringt die „Masse“ Mensch? »Wer
    braucht (derzeit) 7,7 Milliarden Mitmenschen und täglich ~ 250.000 „Dazukommende“. Die Antwort lautet: Niemand. Wären wir eine Milliarde gebe es in vielen Lebensbereichen deutlich weniger Probleme. Es gibt kein einziges nachvollziehbares Argument die Weltbevölkerung nicht perspektivisch deutlich zu reduzieren. Oder fühlt sich jemand heute oder in der Zukunft persönlich bedroht oder vereinsamt, wenn er “nur noch” 1 Milliarde Mitmenschen hat? Alle vermeintlichen Argumente gegen eine deutliche Reduzierung sind bei genauer Sicht rein egoistische Motive, die zu einem großen Teil von den Weltreligionen „befeuert“ werden. Plakativ formuliert: Glaubenskrieg und Glaubenssieg durch »Überbrütung« der Anders- und Nichtgläubigen. In Afrika betteln überbevölkerte Massen um Nahrung, die im „politisch korrekten“ Fall zu Spenden führt, die noch mehr Überbevölkerung und Elend generieren. Mehrere Milliarden Menschen leben fast ausschließlich um zu arbeiten, damit sie das Nötigste zum Überleben haben.

    Ich habe mich immer schon gefragt, worin der Sinn besteht 40 oder mehr Jahre fremdbestimmt zu arbeiten? Welchen Erkenntnisgewinn bringt Routine? Was hat der Einzelne bewusst von seinem Leben? Bankangestellte, Putzfrauen, Laborantinnen, Müllsammler, Versicherungsvertreter, alle arbeiten fremdbestimmt. Die Lebensplanung und gewünschte Planungssicherheit basieren auf möglichst viel Arbeits- und Lebensroutine. Längere Lebenszeiten werden von fremdbestimmt arbeitenden Menschen mit Wiederholungen des Alltäglichen bestritten. Dieser Zustand ist politisch gewollt. Letztendlich bekommt man das, was man verdient hat. Übrigens in Deutschland bekommt ein „ganz normaler“ Bundestagsabgeordneter der vier Jahre lang als solcher „präsent war“ derzeit ~ 1000€ Monatsrente. Das entspricht ungefähr der jüngst geforderten Mindestrente, die Menschen bekommen sollen, die ihr ganzes Leben fremdbestimmt gearbeitet haben.

    Die Sprachwahl (in Deutschland) sagt schon alles zu der von der Bevölkerung hingenommenen Volks-Ausbeutung. Man spricht bei Berufspolitikern nicht von Gehalt oder Einkommen sondern von Abgeordnetenentschädigung. Wer Entschädigung hört oder liest denkt wohl daran, daß jemand zu Schaden gekommen ist. Den Lohn den Politiker erhalten nennt man Diät. Wenn der „Normale“ Diät hört oder liest, denkt er wohl erst einmal automatisch an Verzicht. Nach der letzten von den politischen „Lohnempfängern“ selbst bestimmten Einkommenserhöhung beträgt das monatliche Einkommen knapp 11.000€ dazu kommen 4400€ Kostenpauschale. Rente heißt bei Politikern Altersentschädigung.

    Anders als Angestellte der freien Wirtschaft sind Politiker nicht in der Haftung. Beispiele gibt es reichlich. Verschwendung und Versagen sind Standard. Siehe z.B. Stuttgart 21, Baubeginn Anfang 2010, geplante Inbetriebnahme Dezember 2019, verschoben auf derzeit 2025, von 2,5 Milliarden auf derzeit 8 Milliarden (2019), Neuer Berliner Flughafen, Baubeginn September 2006, geplante Inbetriebnahme November 2011, verschoben auf derzeit 2020, von 800 Millionen auf derzeit 8 Milliarden (2019), Elbphilharmonie, von 77 Millionen auf ca. 800 Millionen, geplanter Fertigungstermin 2010, Eröffnung Januar 2017. Sanktionen für die Verantwortlichen? KEINE. Ganz im Gegenteil, die Versager bekommen noch horrende Abfindungen.

    Wie naiv muß man sein um zu glauben, daß die deutsche Politik mehr kann als sich selbst zu erhalten?

    Gibt es zum Thema alternativer Energieerzeugung in Deutschland (politische) Alternativen? Nein. Warum nicht? Ganz einfach. Es wurde versäumt eine „evidenzbasierende“ funktionsfähige alternative Energieversorgung aufzubauen. Solar- und Windkraft fehlen die Zwischenspeicher. Darauf zu „bauen“, daß sich daran etwas in naher Zukunft ändern wird, ist nichts weiter als das Prinzip unbegründeter Hoffnung. Was bleibt ist Gas, wenn 2022 alle deutschen Atomkraftwerke abgeschaltet werden und „später“ die Kohle verboten wird. Dieses Gas kommt in Deutschland bereits jetzt zu 100% aus dem Ausland. Mehr unkontrollierbare Abhängigkeit ist sprichwörtlich nicht möglich. Übrigens, derzeit beträgt der Anteil in Schweden an Kernenergie zur Energiegewinnung ~ 40%, soviel zur Energie-Existenz-Realität instrumentalisierter Jugendlicher aus „fremden“ Ländern, die die nahe Klimaapokalypse als “Resultat” einer psychischen Störung respektive einer tief greifenden Entwicklungsstörung (Stichworte Depression und Asperger-Syndrom) verkünden.

    Ich empfehle das leicht verständliche Meisterwerk zum “Volksgemüt” von Gustave Le Bon Psychologie der Massen zum Verständnis der derzeitigen “gefühlten Wirklichkeit”. In verkürzter Form hat Theodor Fontane den „Zeitgeist“ unserer Gesellschaft trefflich so formuliert: » Wir stecken bereits tief in der Dekadenz. Das Sensationelle gilt und nur einem strömt die Menge noch begeisterter zu, dem baren Unsinn. «

  39. Alle hoffen auf neue Technologien, die den Ausstieg aus Kohle, Öl und Erdgas erst möglich machen. Gerade auch wer auf 100% Erneuerbare setzt, denn heute benötigen diese fossilen Backup (In D jetzt Kohle , bald schon Erdgas). Dazu schreibt Nico Amiri: „Jener Glaube (jenseits der Fakten) ist übrigens einer an „die neuen Technologien“, die erst noch entwickelt werden müss(t)en. Ein sauberer Antrieb für das Flugzeug und gar ein dezidiert umweltfreundlicher Diesel? Solch eine Realität liegt in weiter Ferne.
    Absolut richtig ist, dass das noch in weiter Ferne liegt. Und zwar nicht nur für den Flugverkehr, sondern erst recht für die Versorgung mit Strom aus Erneuerbaren zu jeder Tages- und Nachtzeit.
    Joshua S. Goldstein, Staffan A. Qvist and Steven Pinker schreiben dazu im New York Times -Artikel Nuclear Power Can Save the World Woher kommt diese gewaltige Menge an kohlenstofffreier Energie [als Ersatz für Kohle, Gas und Öl und für die Überwindung der Energiearmut in Entwicklungsländern]? Die beliebte Antwort ist allein von den erneuerbaren Energien, aber das ist eine Fantasie. Wind- und Sonnenenergie werden billiger, aber sie sind nicht rund um die Uhr verfügbar, weder bei Regen noch bei Sonnenschein, und Batterien, die ganze Städte tage- oder wochenlang mit Strom versorgen könnten, zeigen keine Anzeichen dafür, dass sie in naher Zukunft auftauchen. Heute arbeiten erneuerbare Energien nur mit der Unterstützung fossiler Brennstoffe.
    Die Autoren glauben an die nukleare Energie als Lösung. Doch auch nukleare Energie braucht neue Technologie damit sie sicher und kosteneffizient ist und Kraftwerke schnell hochgezogen werden können (heute dauert es oft 10 Jahre vom ersten Spatenstich bis zur Betriebsaufnahme). Es gibt tatsächlich eine ganze Reihe vielversprechender kleiner, für die Massenfabrikation geeigneter Reaktorkonzepte – doch alle diese Projekte führen frühestens in den späten 2020er Jahren zu ersten Produkten.
    Und was die Erneuerbaren betrifft: sie können in den 2020er Jahren weltweit noch stark ausgebaut werden doch irgendwann stellt sich für alle das Problem was man mit überschüssigen EE-Strom (in D hat verworfener Windstrom schon deutlich zugenommen) macht und wie man auf fossilen Backup (das Erdgaskraftwerk im Hintergrund das bei Flaute hochfährt) verzichten kann. Sind mit heutiger Technologie überhaupt 100% Erneuerbare möglich? Studien etwa in den USA zeigen, dass mindestens 80% Erneuerbare allein durch einen starken Ausbau von die ganze USA überspannenden Übertragungsleitungen möglich sind und für Europa gibt es ähnliche Studien. Doch gerade diese Studien zeigen deutlich, das es mit dem Hinstellen von Solar- und Windfarmen nicht getan ist und dass die europäischen Staaten sich in einem EU-Netzverbund zusammenschliessen sollten was dann auch zu gegenseitigen Abhängigkeiten und zum Verlust der „Energiesouveränität“ führt.

    Fliegen muss also irgendwann CO2 neutral werden oder durch eine andere Transportart ersetzt werde, Erneuerbare müssen auf fossilen Backup verzichten und zukünftige Nuklearreaktoren müssen zuerst einmal vom Reissbrettstadium wegkommen. Das E-Auto wiederum verlangt nach billigeren und besseren Batterien um wirklich massentauglich zu werden. Viele dieser neuen Technologien brauchen auch knappe Rohstoffe oder aber eine Steigerung bestehender Förderung um ein Vielfaches. In diesem Zusammenhang hat Elon Musks Firma Tesla gerade eben eine Warnung getweetet, es käme gemäss ihren Projektionen vorübergehend zu Knappheiten bei wichtigen Rohstoffen für die Elektromobilität.
    Die letzte Konsequenz aus diesen Überlegungen ist aber, dass eine völlige Dekarbonisierung eine gewaltige technologische Umstellung ist, die mit gewaltigen Materialströmen verbunden ist und vor allem: die viel mehr Zeit beansprucht als viele meinen. Irgendwelche Versprechungen von einigen Ländern bis zu einem bestimmten Daten CO2 neutral zu werden darf man deshalb nicht zu ernst nehmen, zumal es nicht am fehlenden Willen liegen muss, sonder durch äussere Entwicklungen verunmöglicht werden kann bis zum Zieldatum fertig zu werden.
    Für mich haben diese Überlegungen aber Konsequenzen:
    1) man sollte alle CO2- armen Technologien fördern, nicht nur die Erneuerbaren, denn das beschleunigt nicht nur die Umstellung, sondern wappnet auch vor Rohstoffknappheiten. Also nicht nur E-Mobile, sondern auch Brennstoffzellenfahrzeuge, die Wasserstoff verstromen, nich nur Erneuerbare, sondern auch eine neue Generation von AKWs
    2) Es braucht mehr als nur neue Technologie, denn wir haben keine Zeit darauf zu warten. Es braucht auch einen Preis auf CO2-Emissionen, so dass sich alle Käufer von Produkten allein schon aus finanziellen Gründen für das CO2 ärmere entscheiden
    3) Staaten sollten verstärkt zusammenarbeiten. In der Energieforschung und auch in grenzenüberschreitender Infrastruktur die sauberen Energien dient.

  40. @Paul Stefan

    »Ich habe bewusst das Wort “vermeiden” benutzt, das haben Sie offenbar überlesen.«

    Aber nein, habe ich nicht. Das Wort „vermeiden“ macht es halt nicht besser. Es ist und bleibt ein Trivialität: Ohne Nachkommen keine fossilen CO2-Emissionen (durch die fehlenden Nachkommen) und ergo keine menschengemachte globale Erwärmung. Ich bleibe dabei, wer behauptet, man könne diese „vermiedenen“ CO2-Emissionen wissenschaftlich quantifizieren und mit den vermiedenen CO2-Emissionen etwa durch gedämmte Gebäude oder sparsame Verbrennungsmotoren vergleichen, betreibt Voodoo-Wissenschaft.

  41. Hier liest man: Diese Forderungen – ein (nachhaltiger) Kohleaussteig bis 2035 und eine (progressive) CO2-Steuer – entbehren keiner Grundlage. Nein, sie sind vielmehr: das Ergebnis von wissenschaftlichen Erkenntnissen, wie des überproportionalen Anstiegs der Durchschnittstemperatur.
    Doch ein völliger Kohleausstieg erst 2035 oder gemäss Bundesregierung sogar erst 2038 ist zu spät und nicht mit dem Pariser Abkommen vereinbar. Im Carbon brief -Artikel Analysis: How far would Germany’s 2038 coal phaseout breach Paris climate goals? liest man dazu (übersetzt von DeepL):
    Die Empfehlung der deutschen Kohlekommission, die Nutzung der fossilen Brennstoffe in Kraftwerken bis 2038 einzustellen, könnte einen mit dem Pariser Abkommen kompatiblen Weg um mehr als eine Milliarde Tonnen CO2 durchbrechen, so die Carbon Brief Analyse.
    Wenn hier Nico Amiri strengere Klimaverträge fordert, so weiss er offensichtlich nicht wie streng das Pariser Abkommen bereits ist.
    Grossbritannien ist übrigens in nur 7 Jahren fast vollständig aus der Kohle ausgestiegen und gegenüber 1990 sind die Emissionen um 39% gefallen.
    In Deutschland sind die Emissionen in den letzten 10 Jahren dagegen so schwach gefallen, dass bei einer Fortsetzung dieses Kurses D erst in 100 Jahren dekarbonisiert wäre.

  42. MH,
    Es geht nicht nur um Kohle, es geht um die Verbrennung fossiler Brennstoffe. Mit Düsenflugzeugen und Schiffen wird noch mehr CO2 freisgesetzt als mit dem Verbrennen von Torf oder Braunkohle. Frau Thatcher hat mit ihrer Hoppla Hopp Politik viel Unglück in englische Haushalte gebracht, ja , man kann sagen, sie hat die englische Gesellschaft verändert.
    Wenn wir es enst meinen würden mit dem CO2, dann gehört der Innerdeutsche Flugverkehr eingestell, dann gehören die Kreuzfahrtschiffe stillgelegt, dann gehört der Flugtourismus verboten, dann gehört der Fleischkonsum eingeschrankt, dann müssen wir Abschiednehmen vom Exportweltmeister. Und jetzt kommt die Gretchenfrage, “Sind wir wahrhaftig oder bleiben wir Wohlstandsheuchler ?

  43. @Sbaraquack: Sie verteidigen die Kohleverbrennung in D und verdammen Thatcher dafür der Kohle in Grossbritannien den Stecker gezogen zu haben. Anschliessend zählen sie auf, wo sonst noch (abgesehen von der Kohleverbrennung) CO2 emittiert wird und enden mit „Sind wir wahrhaftig oder bleiben wir Wohlstandsheuchler ?“
    Mit andern Worten: sie glauben nicht, dass Deutschland und die Welt den Wohlstand aufrechterhalten kann, wenn D und gar die ganze Welt aus den fossilen Energien aussteigt. Damit denken sie recht ähnlich wie Dirk Freyling und sogar die meisten hier, die der Aussage zugestimmt haben kein Kind zu haben sei die effektivste Art künftige CO2-Emissionen zu verhindern.

    Doch damit liegen sie – und die anderen – mit Sicherheit falsch. Es geht auch ohne fossile Energien – nur nicht von heute auf morgen. Man muss stufenweise vorgehen und zuerst die grossen CO2-Quellen „schliessen“. In Deutschland sind das die Kohlekraftwerke, die heute einen Grossteil ihres erzeugten Stroms ins Ausland exportieren.

  44. MH,
    Ich gebe Ihen durchaus Recht, mein Beitrag sollte ja die Widersprüchlichkeit der gegenwärtigen Situation aufzeigen.
    Mit dem Kohlebergbau ist nur eine offene Baustelle geschlossen. Es muss auch auf Erdöl verzichtet werden. Das halte ich für unmöglich.
    D hat eine Führungsrolle in der Welt, was die Technik angeht. Da müssen wir den Vorreiter spielen.

  45. ‘Fakten’ sind bspw. dies hier, vom GISS (Goddard Institute for Space Studies) :

    -> https://data.giss.nasa.gov/gistemp/tabledata_v3/GLB.Ts+dSST.txt (Dr. W mag Fakten, ergänzt an dieser Stelle abär gerne, dass die zugrunde liegenden Messdaten einem Messmodell folgend aggregiert worden sind, wie homogenisiert, dann oft von Mathematikern (mit derart Beschäftigten konnte sich Dr. W im Web bereits ein wenig austauschen))

    Theorien meinen dagegen die Sichtenbildung auf Daten und diese Daten sind ausschnittsartig, näherungsweise und an Interessen (! – nämlich an diejenigen der Erfassenden) gebunden.
    Auch die Prädiktion, Theorien beschreiben, erklären und erlauben die Prädiktion.

    Zudem kann es auch alternative Fakten oder Messungen geben, die Naturwissenschaft lebt von derartiger Erfassung, die teils auch konkurriert, auch weil viele Experimente nicht reproduzierbar sind.


    Nicht gemeint ist, dass Datenlagen die hier gemeinte terrestrische Erwärmung betreffend generell in Frage gestellt werden müssen, nur deren Ergänzung war angeregt.

    Dr. W regt insbesondere auch an die sog. Klimasensitivität, das atmosphärische CO2 meinend, dessen diesbezüglichen Gehalt und zwar in ihrer Höhe :
    Die Verdoppelung des atmosphärischen CO2-Gehalts meint erst einmal, sozusagen mit den Mitteln der Bauphysik gemessen, eine Zumahme der Temperatur in Höhe von ca. 1 K.

    Allerdings theoretisieren hier einige pos. Feedbacks herbei, die zu weit höherer Erwärmung führen soll, zu etwa 3 K je o.g. Verdoppelung des atmophärischen CO2-Gehalts, wobei es aber auch neg. Feedbacks gibt, die bundesdeutsch dann abweichend Klimasenken genannt werden, z.B. vom PIK (“Potsdam Institut für Klimafolgenforschung).

    Die zu erwartende Erwärmung ist in ihrer Höhe unklar, wir wollen auf keinen Fall ökologistisch werden – womöglich wird dieses Problem in einigen Jahrzehnten sozusagen weggehüstelt werden, durch sog. Geo-Engineering beispielsweise.

    Wir wollen nicht ökologistisch-aktivistisch werden und wenn schon dann nicht durch bestimmte für den allgemeinen Wohlstand besonders belastende Maßnahme, Liberale Demokratien also stark belastend – wenn anderswo kaum jemand am sozusagen protestantischen Sparen am CO2-Ausstoß mitmacht.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer

  46. *
    Dr. W regt insbesondere auch an die sog. Klimasensitivität, das atmosphärische CO2 meinend, dessen diesbezüglichen Gehalt und zwar in [seiner] Höhe [ein wenig. freundlich skeptisch in Frage zu stellen]

    **
    Allerdings theoretisieren hier einige pos. Feedbacks herbei, die zu weit höherer Erwärmung führen soll[en]


    Die demokratische Politik basiert u.a. auch auf der Austauschbarkeit von Personal, auch deshalb hat das Tagesgeschäft, tagesaktuelle Politik nichts in einer Verfassung (die womöglich nicht mit “einfacher” Mehrheit zu ändern ist) zu suchen; die Begrenztheit von Legislatur und diesbezüglicher Periode ist ein Leistungsmerkmal gesellschaftlich aufklärerischer Politik.

  47. Ich habe nie behauptet, dass jetzt alle auf Kinder verzichten sollen, um den CO2-Ausstoß zu senken. Sicherlich kann man das quantifizieren, man tut es ja bei Rentenproblematik ja auch seit Jahrzehnten. Ich kann es nicht, ich bin kein Mathematiker. Solche Szenarien sollen aucg nur einen groben Eindruck geben,

    Langfristig ist es so: 7 oder 8 Milliarden Menschen können nicht auf unserem Lebensstandard leben, das ist ökologisch unmöglich. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die man kombinieren müsste: langfristige Bevölkerungsreduzierung auf deutliche weniger Menschen, Reduzierung des “Luxus” und neue Technologien, die Energie und Rohstoffe sparen und Müll vermeiden.

    Wenn Sie das für unmöglich halten, sage ich, ja, wahrscheinlicher ist, dass wir Menschen in einen Kollaps rennen, als vernünftig zu werden.

    PS: Ich habe keine Lust auf haarspalterische Diskussionen.

  48. “Allerdings theoretisieren hier einige pos. Feedbacks herbei, die zu weit höherer Erwärmung führen soll, zu etwa 3 K je o.g. Verdoppelung des atmophärischen CO2-Gehalts, wobei es aber auch neg. Feedbacks gibt, die bundesdeutsch dann abweichend Klimasenken genannt werden, z.B. vom PIK (“Potsdam Institut für Klimafolgenforschung).”

    Die Klimasensitivität wird nicht “theoretisiert”, sondern mit verschiedenen Methoden ermittelt, u.a., durch paläoklimatische Untersuchungen. Und in dieser Klimasensitivität sind auch negative Rückkopplungen enthalten, in der Summe sind sie halt alle positiv: die wichtigste ist der Wasserdampf, weil wärmere Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann.

    Die “Baukastenphysik” können Sie nur im Labor anwenden, aber die Atmosphäre, bzw. das Erdsystem (Ozeane, Eisschilde, Vegetation etc.) haben Sie im Labor nicht zur Verfügung. Was ist daran jetzt so schwer zu verstehen?

    Die Atmosphären

  49. Wohlstand für alle Menschen in einer in sich geschlossenen Menschenwelt
    @Paul Stefan (Zitat): 7 oder 8 Milliarden Menschen können nicht auf unserem Lebensstandard leben, das ist ökologisch unmöglich.
    Doch das ist ohne weiteres möglich, denn Wohlstand muss nicht auf der Ausbeutung von biologischen oder mineralischen Ressourcen beruhen. Cesare Marchetti hat die Vision einer 100%igen Kreislaufwirtschaft in der die Menschheit nur 10% der Erdoberfläche “bewohnt” (in vertikalen Städten) und alles rezykliert bereits 1976 entworfen (1000 Milliarden Menschen – A Check on Earth Carrying Capacity for Man
    Diese Zukunft existiert übrigens nicht nur als Science-Fiction-Vision sondern sie kommt bereits in Begriffen wie der nachhaltigen Stadt (sustainable city) vor. Genau das ist die Idee von Marchetti: Menschen leben in Zukunft in einem erweiterten Stadtraum (und nur dort) und beziehen dort alle Ressourcen die sie brauchen inklusive Nahrung, Energie, Kleidung, Materialien. Wobei viel mehr Nahrung auf viel kleinerem Raum als heute produziert wird (z.B. mit Mikroben) und wo alle Materialien rezykliert werden. Er hat das detailliert durchgerechnet. Teilweise werden Materialien wie Magnesium auch aus dem Ozean extrahiert, aber die Bilanz bleibt immer neutral.

    Sicher ist, dass wir gerade bei den Treibhausgasen zu einer neutralen Bilanz kommen müssen – denn die Natur ist schon lange bei neutralen Bilanzen: Bäume nehmen CO2 auf und geben es bei ihrem Tod wieder ab. Bilanz: 0. Der Mensch muss künstliche Kreisläufe aufbauen die aber letztlich ähnlich funktionieren wie die natürlichen.

    Die Zukunft ist eine Kreislaufwirtschaft bei hohem Wohlstand aber ohne Dinge wie Grosswildjagd für die Massen oder Walfang für die Japaner weil es ihnen so wichtig ist. Übrigens gilt das sogar für eine Menschheit von nur 3 Milliarden, denn wir müssen in Jahrhunderten denken und nicht nur in Jahren. Und in Jahrhunderten können auch 3 Milliarden Menschen unendlichen Schaden anrichten.

  50. Regeln für den Menschenpark (gemäss MH, nicht gemäss Sloterdjik)
    1) „Du sollst dir keine Reichtümer auf Kosten anderer oder der Natur als Ziel setzen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde verehren oder begehren“ – ES SEI DENN es ist bilanzneutral
    2) „Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, die nachhaltige Menscheit soll dein Gott und deine Richtschnur sein.
    3) „Du sollst den Namen des auf Ewigkeit angelegten Menschenreiches, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn das nachhaltig organisierte Menschenreich lässt den nicht ungestraft, der seinen Namen missbraucht.“
    4) „Gedenke des Tages der Erde: Halte ihn heilig!“

    und so weiter und so fort.

  51. @ Herr “Paul Stephan” (die doppelten Anführungszeichen nur deshalb, weil Sie realiter nicht so heißen und sich anscheinend zu verbergen suchen) und hierzu :

    Die Klimasensitivität wird nicht “theoretisiert”, sondern mit verschiedenen Methoden ermittelt, u.a., durch paläoklimatische Untersuchungen.

    Es bleibt halt Theorie, Dr. W ist wissenschaftstreu, sozusagen, auch qua Ausbildung, mag abär schon die Unterscheidung von Datenlage, von Gemessenem, und Theorie (die Sichtenbildung auf Daten ist idR gemeint, manchmal auch die Theorie auf Theorei sozusagen, die Meta-Theorie).

    (Natirwissenschaftliche) Theorie basiert generell auf Datenlagen, Es liegt kein absolutes WIssen vor. [1]

    MFG
    Dr. Webbaer (der sich nun langsam ausklinken wird)

    [1]
    Vgl. mit :
    -> https://en.wikipedia.org/wiki/Scientific_method (Ja, hierzu gibt es keinen d-sprachigen Text, Dr. W rät als D-sprechender, abär nicht als Deutscher, an diesbezüglich ergänzend beizubringen – dies mit der d-sprachigen Wissenschaft, die bereits rein sprachlich Wissen zu meinen hat, ist verfehlt, es geht stattdessen um Erkenntnis (zu der Dr. W an dieser Stelle nicht gesondert ausführen wird))

  52. @Webbaer

    Was Sie zur “Theorie” in der Naturwissenschaft sagen, sind erkenntnistheoretische Banalitäten. Sie herauszukramen, weil einem gewisse wissenschaftliche Erkenntnisse nicht passen, ist nicht wirklich “wissenschaftlich”.
    Sie müssen da schon ganz konkrete Einwände bringen. Aber das können Sie nicht. Dass die Erwärmung durch CO2 im Erdsystem nicht bei 1°C liegen kann, wie im Labor, ist offensichtlich.

  53. @Paul Stefan // 2. Juni 2019 @ 18:29

    Ich verstehe Sie nicht.

    Am 30. Mai 2019 @ 23:15 hatten Sie doch noch ganz vernünftig auf @Dirk Freylings »Die Feigheit vor der Thematisierung der CO2-Emissions-Wahrheit namens Überbevölkerung ist ein gewaltiges ideologisches Problem« geantwortet:

    » Es wird nicht besser, wenn man Schmarrn wiederholt. «

    Dann sind Sie, warum auch immer, umgeschwenkt und meinen nun (31. Mai 2019 @ 18:18) genau wie @Dirk Freyling, der Verzicht auf ein Kind wäre wohl der größte Beitrag zur CO2-Vermeidung.

    Und das in einer Zeit, wo darüber diskutiert wird, was auch der Einzelne tun kann, um seinen CO2-Fußabdruck zu verringern. Ihre und Freylings Antwort scheint zu sein: Schwangerschaftsverhütung bewirkt am meisten.

    »Sicherlich kann man das [was an CO2-Emmisionen langfristig vermieden werden kann, wenn ein Hetero-Paar beschließt, auf ein zweites Kind zu verzichten] quantifizieren, man tut es ja bei Rentenproblematik ja auch seit Jahrzehnten.«

    Mannomann, bei der Rente geht es doch um was völlig anderes. Was man machen kann, ist, dass man die gesamte CO2-Emission eines Landes während, sagen wir, 75 Jahre durch die Anzahl der Einwohner dividiert, dann weiß man, was pro Kopf an CO2 lebenslang emittiert wird.

    Daraus folgt aber nicht, dass die CO2-Emission des Landes um diesen Pro-Kopf-Betrag sinkt, wenn ein Paar beschließt, kinderlos zu bleiben (wobei sich dann auch die Frage ergibt, wie viele ungeborene Kinder denn wohl zu berücksichtigen wären).

    Das ist für mich keine Haarspalterei, sondern eine Frage der Wissenschaftlichkeit.

  54. @ Herr “Paul Stefan” (die doppelten Anführungszeichen nur deshalb, weil Sie realiter nicht so heißen und sich anscheinend zu verbergen suchen) und hierzu :

    Sie müssen da schon ganz konkrete Einwände bringen. Aber das können Sie nicht. Dass die Erwärmung durch CO2 im Erdsystem nicht bei 1°C liegen kann, wie im Labor, ist offensichtlich.

    Mit den Mitteln der Bauphysik sozusagen festgestellt liegt die den atmosphärischen CO2-Gehalt meinende so genannte Klimasensitivität, die Verdoppelung des atmosphärischen CO2-Gehalts meinende, bei ca. + 1 K.
    Die Datenlagen hierzu sind vergleichsweise schwach, das GISS bspw. erfasst seit 1880.
    Dr. W ist dieser Evidenz abär zugeneigt.
    Es macht Sinn anzunehmen, dass eine Art Anthropozän vorliegt und der hier gemeinte Primat auch das Klima beeinflusst, zu seiner Erwärmung beiträgt.

    Nicht zugeneigt ist der Schreiber dieser Zeilen dagegen Theoretisierungen, die hauptsächlich positive Feedbacks meinen, die den Erwärmungstrend verstärken (sollen).
    Das terrestrische Klimasystem, ein Großsystem liegt vor, könnte hier sozusagen gutmütiger reagieren, balancieren, wie dies bewährte Großsysteme idR oft tun, die nicht einfach so “umkippen”, wenn sich die Parameter ändern.
    Allerdings ist die Beforschung von negativen Feedbacks, von sogenannten Klimasenken wohl nicht so “sexy”, auch derart befasste Klimatologen haben ihr Brot zu verdienen.

    Zudem gibt es für die Feedbacks keine Datenlagen.

    Insofern ist Dr. Webbaer evidenzbasiert vorsichtig optimistisch, dass die sich anbahnende Erwärmung milder ausfällt, als zurzeit, böse formuliert : von Alarmisten und Ökologisten angenommen.

    Die klimatologische Beschäftigung mit anthropogener besonderer Ausgasung, nicht nur das Karbon meinend, ist das größte (natur-)wissenschaftliche Vorhaben, an das sich je gewagt worden ist, vielleicht ist dies einigen unklar.

    Vorsicht auch bei der Feststellung von Offensichtlichkeit! – Derart festzustellen, Absurdität festzustellen spielt in der gleichen Liga, gehört sich eigentlich nicht.
    Sie sind G-Wissenschaftler, woll?!

    MFG + schöne Woche!
    Dr. Webbaer

  55. Bonuskommentar hierzu :

    Die Feigheit vor der Thematisierung der CO2-Emissions-Wahrheit namens Überbevölkerung ist ein gewaltiges ideologisches Problem. [Kommentatorenkollege Dirk Freyling, die Hervorhebung von Herrn Freyling übernommen]

    Dummes Denken detectet.
    Wenn die Erde sozusagen menschen-rein wäre, wäre sie besser, zumindest nicht so warm, jaja, allerdings liegt ein misanthropischer Ansatz vor, den erstmals womöglich der sogenannte Club of Rome vor ca. 45 Jahren beigebracht hat, Dr. Webbaer war dabei.

    Besser :
    Es gibt keine Überbevölkerung, jeder Mensch (und Bär) ist wertvoll.

    Der (bösartige) ökologistische Ansatz besteht darin der Natur einen intrinsischen Wert zuzusprechen, der gar mit dem Menschenwert (oder Bärenwert) konkurriert, derart soll aber nicht eingeschätzt werden, wie Dr. Webbaer findet, denn die Natur erhält erst ihren Wert durch den dann auch zur Verfügung stehen müssenden Betrachter.

    Es kann sich i.p. terrestrischer Klimaerwärmung auch schlicht angepasst werden, die Mitigation versucht werden und – Jomei! -, ob die terrestrische Durchschnittstemperatur bei ca. 288 K oder bei 293 K liegt, was ist denn schon dabei, wenn der Wechsel langfristig erfolgt und sich angepasst werden kann?
    Dr. W erwartet übrigens von späteren Generationen sog. Geo-Engineering, also so eine Art Geo-Thermostat, vielleicht durch Abschattung bewirkt, wäre ohnehin nicht schlecht, auch ohne der absehbaren Erwärmung.

    Der Ökologismus hat eine misanthropische Neigung, er ist auch zukunfts-pessimistisch, Dr. W ist dies nicht, in diesem Sinne,
    MFG + schöne KW 23 noch!
    Dr. Webbaer

  56. Das Erreichen des 2°C Ziels hängt vor allem von China, den USA und Indien ab. Deutschland mit seinen gerade mal knapp 2,5% Anteil am globalen CO2 wird da nichts (alleine) bewirken, selbst wenn wir wieder auf den Bäumen leben würden.
    Jetzt kommt bestimmt “ja aber D muss voran gehen” … wir werden also die ersten sein, die unseren Lebensstandard ruiniert haben werden (auch den der “Klima-Aktivisten”), ohne etwas erreicht zu haben.
    Und dann? Atmen einstellen?

  57. Selbst beim CO2-Ausstoss pro Kopf steht D weit hinter anderen….

    href=”https://www.carbon-connect.ch/de/services/fussabdruck-der-nationen/http://”>

  58. Der Kampf gegen die weitere Karbonisierung der Atmosphäre kann nicht gewonnen werden, Maßnahmen der Art “Alle sich jetzt an die eigene Nase fassen!” sind sozusagen protestantisch bis post-religiös, Nice1 btw, sogenannte Developing Countries, die oft nicht über eine Liberale Demokratie verfügen, werden hier absehbarerweise beschleunigend wirken, selbstverständlich nicht nur China, und der Industrialisierung derart kann aus liberaler Sicht nur beigesprochen werden.
    Sie darf nicht durch eine Art Bestechung der lokalen Führer behindert werden, hier bietet sich letztlich anti-zivilisatorische Maßnahme, der es zu widerstehen gilt, von Leadern (ein womöglich d-sprachig akzeptanteres Wort, lol) Liberaler Demokratien.

    “Super-Greta” und “Super-Rezo” sind insofern Personen, die auf der Gefühligkeit (vs. Anstand) der Menge herumzureiten wissen, es sind, wie Dr. Webbaer findet, ganz ausgezeichnete “Verkäufertypen” und Kräfte des Marketings (ja, es kann mit derartigem Marketing auch Geld verdient werden, nicht schlecht, wie einige finden, sie sind womöglich nur sozusagen Schaufenster anderer Interessen – ja, Dr. W muss dies einmal so einschätzen, an dieser Stelle).

    Dr. W stellt sich insofern in den Gegensatz zum werten hiesigen Inhaltegeber, Nico sein Name, und auch hierzu : ‘Aber genau das muss „die Politik“ lernen: auf komplexe Sachverhalte muss er komplexe und nachhaltige Lösungen geben. Diese müssen zunehmend umgesetzt werden.’
    Es muss (ein Gag, Dr. W schreibt idR nicht, dass etwas muss, eine kleine Ausnahme gab es weiter oben zu besichtigen) vor allem sachnah und realpolitisch (übrigens ein weit verbreiteter Germanismus), auch böse sozusagen, gedacht und geredet werden, wenn auf Probleme gestoßen wird, auf die zurzeit nicht sinnhaft umfänglich reagiert werden kann, die mit zeitgenössischen Mitteln unlösbar sind.

    MFG
    Dr. Webbaer

  59. “Zudem gibt es für die Feedbacks keine Datenlagen.”

    Das ist eine Falschaussage!

    Es ist vollkommen sinnlos, mit Ihnen zu diskutieren, wenn Sie Fakten nicht zur Kenntnis nehmen. Sie sind bei diesem Thema ideologisch blockiert und können nur immer wieder dieselben Phrasen vorbringen.

    Es gibt drei Methoden, die Klimasensitivität zu schätzen, paläoklimatische, instrumentelle aus der gegenwärtige Erwärmung und Klimamodelle und ALLE verwenden auf irgendeine Weise Daten.

    Warum gehen Sie nicht darauf ein, dass wärmere Luft mehr Wasserdampf und somit Wasserdampf ein feedback-Faktor ist? Was ist mit der Albedo des Meereises und Eisschilde?

  60. “Das Erreichen des 2°C Ziels hängt vor allem von China, den USA und Indien ab. Deutschland mit seinen gerade mal knapp 2,5% Anteil am globalen CO2 wird da nichts (alleine) bewirken, selbst wenn wir wieder auf den Bäumen leben würden.
    Jetzt kommt bestimmt “ja aber D muss voran gehen” … wir werden also die ersten sein, die unseren Lebensstandard ruiniert haben werden (auch den der “Klima-Aktivisten”), ohne etwas erreicht zu haben.
    Und dann? Atmen einstellen?”

    Haben Sie irgendeinen besseren Vorschlag? Wenn Deutschland eine karbonfreie Wirtschaft schafft, kann es Vorbild für andere Länder sein.

    Auch wenn China und die USA komplett ihren Ausstoß einstellen würden, würde das nicht reichen. Der Beitrag aller Staaten unter dem einzelnen ca. 2%-Anteil an den globalen Emissionen ist nämlich ein zu großer Batzen. Warum ist das so schwer zu verstehen? Sollen jetzt alle Bürger das Steuerzahlen, deren Steuer unter 2% Prozent am Gesamtaufkommen liegt, das Steuerzahlen einstellen?

  61. @ Herr “Paul Stefan” (die doppelten Anführungszeichen nur deshalb, weil Sie realiter nicht so heißen und sich anscheinend zu verbergen suchen) und hierzu :

    Zudem gibt es für die Feedbacks keine Datenlagen. [Dr. Webbaer

    Das ist eine Falschaussage!

    Es ist vollkommen sinnlos, mit Ihnen zu diskutieren, wenn Sie Fakten nicht zur Kenntnis nehmen.

    Welche Datenlagen oder ‘Fakten’ ?

    Studien verweisen, die dann auch Datenlagen adressieren, was wohl nicht gelingt, weil derart nur theoretisiert werden kann, auch sog, Kipp-Punkte meinend!

    Dr. W ist meist bis immer cool (“unverschwitzt”), beforscht abär meta-naturwissenschaftlich gelegentlich, vgl. bspw. mit Ihrer aktuellen Einschätzung :

    Es gibt drei Methoden, die Klimasensitivität zu schätzen, paläoklimatische, instrumentelle aus der gegenwärtige Erwärmung und Klimamodelle und ALLE verwenden auf irgendeine Weise Daten.

    Also : Gerne mal web-verweisen, Dr. W schaut es sich dann an.

    Ist das mit der aktuellen (genau dies ist der Knackpunkt) und prinzipiellen Unbelegbarkeit von hier gemeinten Feedbacks (wie positiv oder negativ auch immer) bei Ihnen mittlerweile verstanden?!

    MFG
    Dr. Webaer (der nun weg muss, Ihre womöglich nachgereichte Reaktion zu einem späteren Zeitpunkt zK nehmen wird, Herr “Stefan”)

  62. @TK (Zitat): Das Erreichen des 2°C Ziels hängt vor allem von China, den USA und Indien ab.

    Deutschland muss seinen CO2-Ausstoss auch reduzieren damit es “gerecht” zugeht, wobei man als Masstab folgendes nehmen kann:
    1) seinen Pro-Kopf-Ausstoss im Vergleich zum Pro-Kopf-Austoss von anderen Staaten (z.B. Indien)
    2) seine kumulierten CO2-Emissionen über die ganze Emissionsgeschichte.

    Es kommt noch etwas weiteres dazu: Deutschland ist eine fortgeschrittene Industrienation mit viel verbleibender Industrie, vielen Patentanmeldungen pro Jahr und viel Forschung. Deutschland hat damit bessere Voraussetzungen als beispielsweise Indien eine auch technisch/organisatorische Lösung für das Emissionsproblem zu finden. Nicht umsonst hat ja Deutschland schon einmal der ganzen Welt verkündet es läute eine Energiewende ein und diese Ankündigung macht nur Sinn, wenn Deutschlands Repräsentanten denken, die deutsche Lösung sei vorbildlich und könne von anderen nachgeahmt werden.

  63. @TK: Selbst beim CO2-Ausstoss pro Kopf steht D weit hinter anderen…
    Nein TK – nicht wenn sie Deutschland mit seinen europäischen Nachbarländern vergleichen. Verglichen mit Grossbritannien oder Frankreich ist der Pro-Kopf-Ausstoss Deutschlands sehr gross.

  64. Die BRD ‘muss’ da gar nichts i.p. Klima, wenn die Wettbewerbssituation dilemmatisch ist, Herr Holzherr.
    Insofern geht der Schreiber dieser Zeilen bei den sog. Energiewenden davon aus, dass die BRD alibistisch dem politischen Tagesgeschäft folgend agiert hat, mit der Opportunistin Merkel an der Spitze.
    Viel cooler wäre es, wenn das bundesdeutsche Steuergeld international in Forschung gepumpt werden könnte, in die derart befasste Klimatologie und in die damit beschäftigte Physiklehre generell.
    Denn denkbarerweise, also möglich, wird es in nicht ferner Zukunft Technologien geben, die in der Lage sind das Klimaproblem sozusagen wegzuhüsteln, Dr. W verweist im Abgang begriffen gerne so :

    -> https://www.youtube.com/watch?v=6YyV-otP3pI (vely cool, isn’t it?)

    MFG + schöne KW 23 noch !
    Dr. Webbaer

  65. Dr. W.
    Politik, das öffentliche Leben meinend,funktioniert immer mit Geld als Treibstoff. Im Augenblick ist genau das Gegenteil notwendig, die privaten Ansprüche zurückschrauben, den Konsum verringern, Energie einsparen, vorbildlich mit Ressourcen umgehen.
    Solange die Buchhalter in der Politik an der Macht sind, wird das nicht gehen. Die Schwarze Eins vor dem Komma ist wichtiger als die Zukunft.
    Und damit sind auch schon die Grenzen von Politik aufgezeigt. Wir werden deshalb in Zukunft nur noch reagieren, von einer Umweltsünde zur Nächsten. Hauptsache die Bilanz stimmt.
    Politik sollte eigentlich richtsweisend sein, auch Nachteile inkauf nehmen um der Zukunft willen. Aran mangelt es bei den Volksparteien. Die haben ihre Ideale verraten, allen voran die SPD und jetzt auch die CDU.
    Bald bekommen wir italienische Verhältnisse.

  66. @ Kommentatorenkollege ‘Sbaraquack d.Ä.’ :

    Politik, das öffentliche Leben meinend,funktioniert immer mit Geld als Treibstoff. Im Augenblick ist genau das Gegenteil notwendig, die privaten Ansprüche zurückschrauben, den Konsum verringern, Energie einsparen, vorbildlich mit Ressourcen umgehen.

    Es gibt generell zwei Sichten auf die Zukunft, die eine ist optimistisch, die andere, jenau!, pessimistisch.

    Dr. W weiß natürlich auch nicht genau, ob das mit der (europäischen) Aufklärung so richtig war, ob das Sapere-Aude, das ja beträchtliche Anforderung an den hier gemeinten Primaten, ein sog. Nasentrockenprimat (vs. Bär) liegt vor, stellt der Rezipienz entspricht, manchmal meint er, wenn er bspw. die bekannte fette Qualle im bundesdeutschen Ratsaal sieht, dass dies nicht der Fall ist.
    Wir vergleichen mit Böckie, der natürlich ganz OK war.

    Die bundesdeutsche Demokratie leidet (wieder einmal), der Deutsche, hier sind auch sozusagen Deutschinnen gemeint, muss besser werden.

    MFG
    Dr. Webbaer (der schon lange im Geschäft ist)

  67. Dr. W.
    Danke für den Hinweis auf Böckenförde.
    Das ist das eigentliche Drama der Deutschen Geschichte. Ihr gehen die guten Männer aus.
    Die SPD hat gar keine mehr, die CDU kann nur noch mit Merz aufwarten.
    So trifftet das Staatschiff in eine ungewissen Zukunft.

    Mit Pessimismus oder Optimismus hat das nicht direkt was zu tun. Die Geschichte ist realistisch und sie bleibt realistisch.
    Für einige Nachbarländer wird es eine Wohltat sein, wenn D einmal in das 2. Glied rückt. So wie es eine Wohltat für Europa war, als es das Deutsche Reich noch nicht gab, also vor 1871. Die germanischen Stämme hätten sich nicht einigen sollen, sondern als loser Bundesverband , etwa wie die Schweizer, zusammenleben bleiben sollen. (hoffentlich ist diese grammatische Form richtig)

    Solche Ansichten sind nicht populär aber nachhaltig.

  68. Das bekannte Böckenförder-Diktum war gemeint.

    Dr. Webbaer ist nicht antideutsch, es liegt hier eine politisch linksradikale Strömung vor, die er wegen des impliziten Rassismus, eben das Anti-Deutschtum meinend, ablehnt, Dr. W hat sich hiermit eingehend beschäftigt : Oft gute Leutz sozusagen, abär letztlich ungünstig unterwegs, keine blöden Antiamerikaner, keine blöden sog. Antizionisten.

    Dieses bekannte deutsche Vorreitertum ist aber schrecklich.

    MFG
    Dr. Webbaer

  69. Zitat: „Umweltschutz als Gegensatz von Wirtschaftswachstum? Diese Sichtweise gilt seit spätestens 1992 überholt“.
    Greta+Rezo haben nicht Umweltschutz, sondern Klimaschutz ins Gedächtnis gerufen und hier gibt es gerade was D betrifft, sowohl in D aber noch viel mehr im Ausland die Sicht, dass D viel Geld für Klimaschutz ausgibt ohne viel zu erreichen : Der Strompreis hat europäisch eine Spitzenposition eingenommen, aber auch die CO2-Emissionen D‘s nehmen eine Spitzenposition ein und sind trotz Energiewende in den letzten 10 Jahren nur wenig gesunken. Einige interpretieren das als Scheitern der Energiewende.
    Dass es seit 1992 nicht darauf ankommt, was mit dem Geld passiert hauptsächlich das Geld wird für den Umwelt- und Klimaschutz ausgegeben, kann man ebenfalls nicht behaupten. Die Gelbwestenproteste in Frankreich jedenfalls, die prompt nach einer steuerlichen Verteuerung von Benzin losgingen, wurden von vielen so interpretiert, dass etwa die mobile Freiheit für französische (auch für deutsche?) Geringverdiener wichtiger ist als das Klima. Um wieder auf Deutschland zurückzukommen: es gibt die Wahrnehmung, dass Deutschland am meisten fürs Klima tut ohne aber viel zu erreichen. Das ist eine äusserst fatale Wahrnehmung. Ein wichtiger Grund für D‘s Scheitern zeigt sich in der Unfähigkeit schnell von der Kohle wegzukommen und das hat wohl mehrere Gründe. Einer davon ist derjenige, dass der damit verbundene Strukturwandel (mit Jobverlust) von vielen kritisch gesehen wird, obwohl prozentual nur wenig betroffen sind. Womöglich gibt es bei vielen Deutschen so etwas wie eine emotionale Bindung zur Kohle. Damit aber befindet sich D in einem (unüberwindbaren?) Dilemma.

  70. @ Kommentatorenkollege “Martin Holzherr” (die doppelten Anführungszeichen nur deshalb, weil sie nicht so heißen) und hierzu :

    Um wieder auf Deutschland zurückzukommen: es gibt die Wahrnehmung, dass Deutschland am meisten fürs Klima tut ohne aber viel zu erreichen. Das ist eine äusserst fatale Wahrnehmung.

    Der Fatalismus meint die Schicksalsergebenheit, ein Konzept, auf dem übrigens viele Religionen basieren.
    Die BRD kann nun mal nicht – Vorreitertum hin oder her – klimatologisch begründet und den CO2-Ausstoß meinend, global relevant werden.

    Es gibt hierzu wirtschaftliches Problem, das Kommentatorenfreund “Paul Stefan” (ebenfalls einer, der sich hinter einem nicht klar erkennbaren Pseudonym verbirgt, etwas, das im Web durchaus als unschicklich verstanden wird) so adressieren konnte :

    Umweltschutz als Gegensatz von Wirtschaftswachstum? Diese Sichtweise gilt seit spätestens 1992 überholt.

    Denn der “Umweltschutz” (was immer dies auch genau meinen mag), muss im Unternehmerischen einen externen Einfluss bedeuten, der nicht im Geschäftsmodell selbst eingepflegt ist und insofern zusätzliche Kosten bedeuten muss.
    Dr. W mag in diesem Zusammenhang auch das Adjektiv ‘überholt’, anscheinend sog. linksliberales Sprech, Moden meinend.

    Sinnhaft gemeinte ökologische Vorgehensweise, im Extremfall Ökologismus, müssen zusätzliche Kosten bedeuten und sind insofern ‘Gegensatz von Wirtschaftswachstum’.

    “Super-Greta” und der bundesdeutsche “Rezo” interessieren den Schreiber dieser Zeilen, der Moden mag und Gestammel erkennt. (“Rezo” ist aus seiner Sicht ein sozusagen begnadeter Verkäufertyp, die andere direkt ferngelenkt.)

    MFG
    Wb

  71. Mit Deutschland verbindet man ein mit Kohle gross gewordenes Industrieland, dessen Partein als Energiezukunft 100% Erneuerbare sehen. Oder wie man bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN liest: Wir steigen um – komplett auf grüne Energien mit dem 5-Punkte-Plan: Kohleaausstieg 2030+100%Erneuerbare, Erneuerbare dynamisch ausbauen, Bürgerengagement stärken:, Strom, Wärme und Verkehr zusammenbringen, Atomausstieg konsequent vollenden.
    Zusammengefasst bedeutet das Programm der Grünen: Ausstieg aus Kohle+Kernkraft und Ersatz durch 100% Erneuerbare. Doch rein technisch/organisatorisch ist dieses Programn in dieser Form unvollständig und nicht realisierbar, denn heute ist die einizige realistische Option für ein von Erneuerbaren dominiertes System die Kombination von Erneuerbaren mit fossilem Backup, konkret die Kombination von Erneuerbaren mit Erdgas – wie es die heutige Regierungskoalition ja auch beschlossen hat.

    Um einiges vielfältiger ist da das Energieprogramm von Joe Biden, dem demokratischen Kandidaten für die nächste Präsidentenwahl wie man unter Climate Joe’s Plan for a Clean Energy Revolution and Environmental Justice liest. Dort werden von Biden unter anderem die folgenden Punkte des früheren ARPA-E-Direktors aufgeführt, nämlich:
    – Speicherung von Strom auf Netzebene zu einem Zehntel der Kosten von Lithium-Ionen-Batterien;
    – Kleine modulare Kernreaktoren zu halben Baukosten gegenüber den heutigen Reaktoren;
    – Kühlung und Klimatisierung mit Kältemitteln ohne Treibhauspotenzial;
    – Null-Nettoenergie-Gebäude zu Null-Nettokosten;
    – Nutzung erneuerbarer Energien zur Herstellung von kohlenstofffreiem Wasserstoff zu den gleichen Kosten wie aus Schiefergas;
    – Dekarbonisierung der industriellen Wärme, die für die Herstellung von Stahl, Beton und Chemikalien benötigt wird, und Neukonzeption klimaneutraler Baustoffe;
    – Dekarbonisierung des Lebensmittel- und Agrarsektors und Nutzung der Landwirtschaft, um Kohlendioxid aus der Luft zu entfernen und im Boden zu speichern; und
    – Abscheidung von Kohlendioxid aus Kraftwerksabgasen, gefolgt von der Sequestrierung in der Tiefe oder der Herstellung alternativer Produkte.

    Einige dieser Punkte, die Biden von ARPA-E übernommen hat, sind vollkommen inkompatibel mit dem Programm der Grünen. Vor allem sind dies: Kleine modulare Kernreaktoren und Abscheidung von Kohlendioxid aus Kraftwerksabgasen, gefolgt von der Sequestrierung in der Tiefe. Zudem sind die ARPA-E-Programmpunkte sehr viel konkreter und “technischer” als der Wohlfühlkatalog der Grünen.

    Vielleicht ist ja ein Grund, dass die Energiewende in Deutschland auf soviele Schwierigkeiten stösst, der, dass diese Energiewende mit zuviel romantischen Ideen aufgeladen ist und die Energiewende schlicht an der schnöden Realität (schäm dich du unverschämte und unverblümte Realität!) scheitert

  72. Rein, sittlich auf diesem Planeten sind vor allem bis ausschließlich bundesdeutsche Ökologisten, rein im Herzen sozusagen, “Sleepy” Joe Biden wird sich absehbarerweise in den Gegensatz zu bundesdeutschen “Grünen” setzen, er wird aber absehbarerweise derart politisch zu bedienen verstehen.

    Die grundsätzliche Idee hier ist der Internationalismus, die der Schreiber dieser Zeilen als Extremposition für annähernd so gefährlich hält wie extremer Nationalismus.

    Die zuvorkommende Einheit wird absehbarerweise dadurch gebildet, dass mit der CO2-Problematik etwas entsteht, das politisch genutzt werden kann, “Endlich”, Kollektivisten steifen hier auf, um die Demokratie klein zu kriegen.

    Es ist nicht klar, ob zukünftige Welt demokratisch sein wird.

    MFG
    Dr. Webbaer

  73. Dr. W.
    wenn ich das B-Diktum richtig verstehe, dann soll das ein Freibrief sein für jede zukünftige Entwicklung.
    Das war vielleicht eine Einsicht in einer schwachen Stunde. Eine Grundlage für Politik ist es nicht.
    Jeder Politiker von Format muss Pfähle einrammen, Pfähle, die nicht so schnell umgeworfen werden können.
    Damit meine ich eine Sozialpolitik von Blüm, Außenpolitik von Brandt, Innenpolitik von Schmidt, eine Moralpolitik von Merkel, die haben Zeichen gesetzt.
    Und damit sind wir bei Evidenz-basiert. Wir schaffen die Basis für die Zukunft. Und die wird dann evident.
    Wir können ruhig bei den Linken abschauen, deren Ansichten sind gar nicht so doof, aber sie sind doof und unfähig, wenn es um die Umsetzung geht.

  74. Böckie hat hier, aus politisch konservativer Sicht eingeschätzt :
    ‘Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann. Das ist das große Wagnis, das er, um der Freiheit willen, eingegangen ist. Als freiheitlicher Staat kann er einerseits nur bestehen, wenn sich die Freiheit, die er seinen Bürgern gewährt, von innen her, aus der moralischen Substanz des einzelnen und der Homogenität der Gesellschaft, reguliert. Anderseits kann er diese inneren Regulierungskräfte nicht von sich aus, das heißt mit den Mitteln des Rechtszwanges und autoritativen Gebots zu garantieren suchen, ohne seine Freiheitlichkeit aufzugeben und – auf säkularisierter Ebene – in jenen Totalitätsanspruch zurückzufallen, aus dem er in den konfessionellen Bürgerkriegen herausgeführt hat.’

    Referenziert ehemalige Religionskriege und mit christlicher Maßgabe, Dr. W versteht sein Diktum abär (absichtlich) anders, nämlich derart, dass es bestimmte zivilisatorische Ansprüche an die Menschheit stellt wie gemeint demokratisch-aufklärerisch Gesellschaftssysteme aufzusetzen, die in ihrer Schönheit und Komplexität den jetzigen entsprechen.
    (Mit Analphabeten ist insofern keine Demokratie zu machen, Bush jr. lag mit seinem sog. Nation-Building schwer falsch.)

    Politisch linke Kollegen sind ja Kollektvisten, mehr oder weniger milde, es darf sie heutzutage nur in eher milder Form geben, ansonsten wären sie bundesdeutsch verboten, wobei Dr. W auch die DKP und die MLPD gelegentlich besichtigt, die NSDAP von der anderen Seite sozusagen, ja die müssen in Aktion und Sprachwahl vorsichtig sein, sonst kommt sozusagen der Dienst.

    Glauben Sie Ihrem Kommentatorenfreund, die politische Linke ist entweder ökologistisch oder post-religiös oder post-modern, wie immer dies auch genannt werden kann, die von Ihnen gemeinte realpolitische Linke ist tot, und die bundesdeutsche politisch Rechte, die der Schreiber dieser Zeilen unterstützt, ist noch zu schwach und zudem ist unklar, ob sie freiheitliche Werte bevorzugt bearbeiten kann.
    Und die real existierende bundesdeutsche semi-liberale Partei besteht leider aus kleinen, aus ganz kleinen Micky-Mäusen, hierzu wird Dr. W nichts schreiben.

    MFG
    Wb

  75. Hallo Webbaer, ich habe am 3. Juni einen Artikel zur Klimasensitivität verlinkt und noch keine Antwort dazu von Ihnen gehört.

  76. Der Webbbaer hat sich mal diesen Text aus dem Hause Christian Schwägerl hochkommen lassen, ja, der ist ganz OK,

    Auch gefühlig (vs. anständig) und so, sozusagen perfekt (“durchgemacht”) linksliberal, Opi W mochte auch so :

    Andrea Nahles, bis Anfang Juni Partei- und Fraktionsvorsitzende, kopierte den Kurs Gabriels, opportun auf Kohlekumpel und Abgrenzung zu Umweltthemen zu setzen. In einem Fragebogen sollte sie angeben, welches Teil eines Fahrrads sie wäre, wenn sie sich das aussuchen könnte. Ihre Antwort: »das Auto, das danebensteht«.

    …so richtig linksliberale Suppe sozusagen, Opi W mag auch den “Rezo”-Teil, ist der Text von Ihnen, Herr “Stefan”?!

    Ansonsten gibt es Probleme, die nicht mit zeitgenössischen Mitteln gelöst werden können, das CO2 oder generell die bestimmte Ausgasung von erkennenden Subjekten gehört hinzu, es gibt viele Probleme, die nicht mit zeitgenössischen Mitteln gelöst werden können. bspw. den Tod.

    Dieses “Engagierte” / Aktivistische geht dem Schreiber dieser Zeilen auf die Nerven, Herr Amiri (arabisch, ‘Amir’ bzw. ‘Emir’ bedeutet Herrscher, ein dem Kalifen Zugeordneter) ebenfalls ein wenig, die Demokratie darf nicht ökologistisch angegriffen werden, der Schreiber dieser Zeilen weiß nicht genau wie dies hier gemeint ist : ‘Klar ist auch: Diese Forderungen sind leicht in den Raum geworfen, die Umsetzung kann natürlich mitunter komplex sein, auch Menschen benachteiligen.’, abär gut kommt’s hier nicht an.

    MFG
    Dr. Webbaer

  77. Evidenzbasiert und Erfolgsorientiert muss die Klimapolitik sein
    Nach Meinung von SPON-Kolumnist Michael Sauga ware die bisherige mit Subventionen und (Einspeise-)Vergütungen gesteuerte deutsche Klimapolitik ein Misserfolg. Und zwar aus folgendem Grund:

    Einen dreistelligen Milliardenbetrag hat Deutschland inzwischen ausgegeben, um die Republik flächendeckend mit Rotorfeldern und Solarparks zu überziehen. Doch der Ausstoß von Treibhausgasen sank kaum, weil zugleich mehr billiger Kohlestrom zum Einsatz kam. Nun will die Große Koalition das Aus für den CO2-haltigen Energieträger per Gesetz erzwingen – und dafür noch einmal zig Milliarden an Betreiber, Beschäftigte und Regionalbehörden zahlen. Kohleausstieg nennt sich das Projekt.
    Im Kampf gegen den Treibhauseffekt wäre dann nur wenig gewonnen, und die Regierung müsste über weitere Eingriffe nachdenken: Elektroquoten für die Kfz-Hersteller zum Beispiel oder Fahrverbote, von denen Handwerker oder Lieferanten wiederum auszunehmen wären. Am Ende hätte sich ein harmloses Förderprogramm in ein bürokratisches Monstrum verwandelt – so wie es beim Erneuerbare-Energie-Gesetz der Fall war, das inzwischen zehnmal so viele Paragrafen umfasst wie zu Beginn und selbst von spezialisierten Fachanwälten nicht mehr verstanden wird. Erst kommt die Subvention, dann das Verbot, das darf inzwischen als Grundprinzip einer verfehlten Klimapolitik gelten.

    Statt Förderprogramme, die zwar mehr Erneuerbare bringen, aber den CO2-Ausstoss kaum verringern fordert Michael Sauga eine CO2-Steuer/Abgabe. Tatsächlich wird man letztlich nicht um so etwas herumkommen. Denn es kommt bezüglich CO2-Ausstoss beispielsweise sehr darauf an ob man seine Ferien mit Wandern im heimischen Wald oder mit einem Flug nach den Malediven verbringt. Das eine kommt praktisch ohne CO2-Emissionen aus, das andere stösst 1 Tonne CO2 oder mehr aus. Heute können die Malediven-Ferien aber eventuell billiger kommen als die Wanderwoche in heimischen Gefilden.
    CO2-Emissionen kosten alle diejenigen Staaten etwas, die dem Pariser Klimaabkommen zugestimmt haben, denn dieser Vertrag fordert drastische Reduktionen des CO2-Ausstosses. Das bedeutet letztlich, dass jede Tätigkeit, die mit CO2-Emissionen verbunden ist auch mit indirekten Kosten verbunden ist – denn es wird dadurch teurer das Klimaabkommen zu erfüllen. Deshalb kommt es sehr darauf an ob man in den Ferien nach den Malediven fliegt oder zuhause bleibt. Keine Subvention kann aber verhindern, dass man auf die Malediven fliegt – beeinflussen kann das nur der Preis für einen solchen Flug.

  78. Denn es kommt bezüglich CO2-Ausstoss beispielsweise sehr darauf an ob man seine Ferien mit Wandern im heimischen Wald oder mit einem Flug nach den Malediven verbringt.

    Der Trend geht in Richtung Totalüberwachung der Bürger und zur Vergebung von Bonus- oder Strafpunkten für sie, bereits die Idee Leutz beim Ausflug auf die Malediven zu beobachten und in der Folge gesondert zu besteuern hat eine totalitaristische Komponente.

    Totalitarismus ist nun (erstmals, also “richtiger”) möglich, technologisch, Dr. W sich hier ein wenig auskennen tun, i.p. IT, Google und so versuchen nicht anders, es wird versucht Entitäten zu identifizieren, um dann individuell bewerben zu können, verglichen werden kann auch mit diesem “Späßchen” :

    -> https://www.businessinsider.com/china-social-credit-system-punishments-and-rewards-explained-2018-4

    Dies hier, werter Herr Holzherr, ist also falsch :
    ‘Keine Subvention kann aber verhindern, dass man auf die Malediven fliegt – beeinflussen kann das nur der Preis für einen solchen Flug.’

    …wenn sozusagen Sozialpunkte, diesbezügliche Ratings für Bürger alsbald zV stehen.

    Der Ökologismus ist Ersatzhandlung, denn es wird bei Fertilitätsraten von ca. 1,4 – was eine Vier-Neuntelung nach zwei Generationen bedeutet – sozusagen ausgestorben bevor das hier gemeinte Problem relevant wird.

    MFG
    Dr. Webbaer

  79. Sie hatten zuvor auf den vom Schreiber dieser Zeilen dann auch kurz bearbeiteten anderen Text webverwiesen, Herr “Stefan”, dieser Text ist von einem anderen Kaliber sozusagen :

    -> https://www.carbonbrief.org/explainer-how-scientists-estimate-climate-sensitivity

    Er ist auch sehr webverweis-beladen sozusagen, er scheint ganz OK zu sein, dennoch mag Dr. Webbaer einige Aussagen nicht, z.B. :
    -> ‘For many years, estimates have put climate sensitivity somewhere between 1.5C and 4.5C of warming for a doubling of pre-industrial CO2 levels.’ (denn die mit den sozusagen Mitteln der Bauphysik erwartete Erwärmung liegt bei ca. 1 K, und in prähistorischer Zeit lag der atmosphärische CO2-Gehalt bei ca. 180 ppm und nun bei ca. 410 pmm, ist es mittlerweile so-o viel wärmer geworden?)
    -> ‘Climate feedbacks are processes that may amplify (positive feedbacks) or diminish (negative feedbacks) the effect of warming from increased CO2 concentrations or other climate forcings – factors that initially drive changes in the climate.’ (offensichtlich wird hier insgesamt nicht in Betracht gezogen, dass negative Feedbacks einen Erwärmungstrend bewirken könnten, der geringer als + 1 K ist)
    -> ‘However, there is extremely strong evidence that feedbacks will amplify this warming, based on the Earth’s past and the physical processes involved.’ (Evidenz meint ja die Vereinbarkeit von physikalischer Theorie und Datenlage, Dr. W sieht hier diese nicht, gerne aber noch einmal beihelfen, vielleicht findet sich ja was?)


    OK, sie meinten (auch) so, am 3. Juni :
    -> https://scilogs.spektrum.de/neurogenesis/der-ruf-nach-evidenzbasierter-politik/#comment-131


    Globalverweise und Webverweise auf komplexen Text sind ein “!heißes Eisen”, sie dienen oft nicht dem Diskurs, wenn sich derart sozusagen vermauert wird, hinter anderen.
    Die Quelle ‘carbonbrief.org’ hat Dr. Webbaer nicht geprüft, hier hätten Sie in Vorleistung gehen können, Herr “Stefan”.

    MFG + schönes Wochenende noch!
    Dr. Webbaer (der ab Montag in Dresden ist, vielleicht wird sich sogar getroffen)

  80. @Dr. Webbaer: Wenn es wärmer wird hat es in Gebieten mit genügend Wasser mehr Feuchtigkeit in der Luft. Und damit verstärkt sich der Treibhauseffekt, denn Wasser ist ein noch besseres Treibhausgas als CO2. Übrigens eine uralte, allgemeine Erfahrung. In Gebieten mit sehr trockener Luft ist der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht viel grösser als in Gebieten mit grösserer Luftfeuchtigkeit (denn es gibt in trockenen Gebieten weniger Rückstrahlung von Wärme, denn die rückstrahlenden Wassermoleküle fehlen in trockener Luft). Mit jedem Grad Erwärmung steigt die Aufnahmefähikgeit von Luft für Wasser um 8%: Eine positive Rückkoppelung.

    Noch zu folgender Aussage von ihnen (Zitat): (denn die mit den sozusagen Mitteln der Bauphysik erwartete Erwärmung liegt bei ca. 1 K, und in prähistorischer Zeit lag der atmosphärische CO2-Gehalt bei ca. 180 ppm und nun bei ca. 410 pmm, ist es mittlerweile so-o viel wärmer geworden?)

    Ja, es ist 5 Grad wärmer geworden zwischen der letzten Kaltzeit (wo 180ppm CO2 herrschten) und dem Holozän. Und seit 1880 (290ppm) ist die Temperatur noch einmal um 1 Grad Celsius gestiegen.

  81. Ist halt “bauernschlau”, vgl. mit :

    Wenn es wärmer wird hat es in Gebieten mit genügend Wasser mehr Feuchtigkeit in der Luft. Und damit verstärkt sich der Treibhauseffekt, denn Wasser ist ein noch besseres Treibhausgas als CO2. Übrigens eine uralte, allgemeine Erfahrung.

    Die Aerosole sind mit ihrer klimatischen Wirkung wenig verstanden, Dr. W kennt auch keine klimatologischen Texte, die so “plump” argumentieren.

    Noch zu folgender Aussage von ihnen (Zitat): (denn die mit den sozusagen Mitteln der Bauphysik erwartete Erwärmung liegt bei ca. 1 K, und in prähistorischer Zeit lag der atmosphärische CO2-Gehalt bei ca. 180 ppm und nun bei ca. 410 pmm, ist es mittlerweile so-o viel wärmer geworden?) [Dr. Webbaer]

    Ja, es ist 5 Grad wärmer geworden zwischen der letzten Kaltzeit (wo 180ppm CO2 herrschten) und dem Holozän. Und seit 1880 (290ppm) ist die Temperatur noch einmal um 1 Grad Celsius gestiegen. [Kommentatorenfreund “Holzherr”]

    Das Letztgenannte müsste stimmen, das “Noch-Einmal” bleibt erklärungsbedürftig, es darf hier gerne auf entsprechende Arbeit verwiesen werden – nein, keine Globalverweise und auf keine Arbeit, die Sie nicht selbst verstanden haben!

    Die Idee, die teils auch bundesdeutsch von bestimmter Einheit, das PIK ist hier gemeint, beworben wird, dass es sogenannte Kipp-Punkte gibt, die jetzt bereits absehbar sind und sozusagen positive Feebbacks [1], den terrestrischen CO2-Gehalt meinend, einen wilden, einen “Runaway Greenhouse Effect” besorgen, bleiben i.p. Datenlage unbelegt, eben empirisch, und sind teils auch Hintergrund für Lyrik, vergleiche bpsw. mit dieser nicht unbekannten Person vom GISS, einem sozusagen strengen Klima-Aktivisten :

    -> https://www.youtube.com/watch?v=jc47TDpVzFQ (mit ‘He also supports nuclear power and rejects geoengineering.’ liegt er abär aus diesseitiger Sicht vely richtig sozusagen)


    Dr. W rät an befangene Personen (Ökologisten bspw.) schnellstmöglich aus der hier gemeinten Forschung, sofern staatlich finanziert, zu entfernen.

    MFG
    Dr. Webbaer

    [1]
    Es gibt für diese Feedbacks keine Datenlagen, was ja auch irgendwie klar ist, wenn die Industrialisierung noch nicht so lange stattfindet; Datenlagen sind Theorien überlegen, dies nur am Rande angemerkt, es gibt ja, unter Informatikern den Gag, dass Code gegenüber Dokumentation stets gewinnt, sozusagen.

  82. *
    ‘He also supports nuclear power and rejects geoengineering.’

    (War also doch wieder falsch, Dr. W hat hier nicht richtig hingelesen, sog. Geo-Engineering bleibt für unsere Problematik, als Workaround (das Fachwort an dieser Stelle), für zukünftige Generationen wie gemeint zentral, würde auch ohne sog. Klimawandel wirtschaftlich Sinn machen und die Wirtschaft löst ja bekanntlich oft ungeahnte Kräfte!
    Stefan Rahmstorf war hier schon vorsichtiger, sieht hier keine von ihm, aber auch allgemein so bekannte ‘Silver Bullet’, bei besonderem Bedarf wird webverwiesen, Dr. W natürlich auch nicht, noch nicht.)

Schreibe einen Kommentar


E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
-- Auch möglich: Abo ohne Kommentar. +