Zur Demografie von Humanismus, Buddhismus – und Frankreich

Die Zusammenhänge von Religion(en) und Demografie sind multidimensional und komplex – und manchmal hatte ich schon leise Zweifel, ob sich das bisher erarbeitete Wissen gegen die verbreiteten Unsitten des nur oberflächlichen Lesens und kruden Vereinfachens jemals behaupten würde. Doch nachdem Michel Houellebecq im SPIEGEL 10/2015 den demografischen “Tod” von Humanismus, Aufklärung und Republik sowie den Sieg der kinderreichen Religion(en) und vor allem des Islam verkündet hatte, erreichten mich viele Anfragen von Leuten, die es genauer wissen wollten. Auf dieses erfreuliche Interesse habe ich mit einem Artikel “Der Humanismus ist nicht tot. Auch nicht demografisch” im Diesseits-Magazin geantwortet. Der durchschnittlich höhere Reproduktionserfolg religiöser Menschen resultiert eben nachweisbar “nicht” einfach aus patriarchalen Familienverhältnissen, wie Houellebecq zu vermitteln versucht.

Diesseits_Humanismus_Blume2015

Und wo wir gerade bei Frankreich sind: Auch hier überprüfte Thomas Baudin in einer im Demographic Research veröffentlichen Studie den Zusammenhang von Religiosität und Kinderreichtum an französisch-katholischen Christinnen und Christen – und fand ihn ebenfalls bestätigt: Während ein nur nominaler, kaum gelebter Glauben auch kaum demografische Auswirkungen hat, geht gelebter, französischer Katholizismus mit durchschnittlich deutlich erhöhten Kinderzahlen einher.

Ebenfalls im Demographic Research erschien eine neue Studie zur Demographie des asiatischen Buddhismus von Vegard Skirbekk et al., die ich als der auch im Abspann genannte “anonymous reviewer” bereits mit großem Interesse gelesen hatte (und anonym geblieben war, da sich das Team u.a. auch mit meinen Arbeiten befasst hatte). So hatte ich in der Auswertung der Schweizer Volkszählung bereits eine verblüffend niedrige Geburtenrate von Buddhistinnen vorgefunden und in Religion & Demografie (sciebooks 2014) die kulturelle Evolution vom buddhistischen Antinatalismus zu einem nur “gemäßigten Pronatalismus” beschrieben. Nun liefert die genannte Studie weiteres, empirisches Material für die Annahme, dass der nicht- bzw. quasi-theistische Buddhismus über weniger reproduktives Potential verfügt als andere religiöse und spirituelle Traditionen. Das wird für künftige, religionsvergleichend informierte Forschungen noch ein spannendes Forschungsfeld!

In der Summe stelle ich also fest: Zwar nährt sich das Eichhörnchen mühsam und haben die meisten Menschen (auch in der Wissenschaft) bislang allenfalls eine rudimentäre Vorstellung von Religionsdemografie – doch sowohl das öffentliche Interesse wie auch das Forschungswissen wächst. Darüber freue ich mich natürlich.

🙂


Dr. Michael Blume studierte Religions- und Politikwissenschaft und promovierte über Religion in der Hirn- und Evolutionsforschung. Buchautor, Uni-Dozent, Wissenschaftsblogger, Landesbeamter und christlich-islamischer Familienvater. Letzte Bücher "Islam in der Krise" (2017) und "Warum der Antisemitismus uns alle bedroht" (2019). Hat auch manches erlebt und überlebt...

21 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wie passt das mit den Bevölkerungszahlen in Asien zusammen?

    Soweit ich weiß, gibt es in den meisten “budhhistischen” asiatischen Ländern noch viel Traditionsbsetand wie Geisterglaube etc.pp., zu dem sich der Buddhismus völlig neutral verhält.
    Die westliche Sicht ist da sicherlich noch mal anders: Zum Teil wird der Buddhismus nur als eine Art Zeremoniell verwendet, das fast mit beliebigen Inhalt gefüllt werden kann, je nachdem.
    Auch ist die westliche Rezeption des Buddhismus wohl zum Teil nicht durch Missionare, sondern durch Philosophen bestimmt, die jeweils ihre eigene Interpretation in den Vordergrund stellen. Das nimmt mi Schopenhauer kein Ende. Einige der Vordenker des Naturalismus praktizieren selbst Buddhismus.
    Zusätzlich dürften die Gläubigen Buddhisten in westlichen Ländern tendenziell (a) gebildeter sein, (b) eher alternativ ausgerichtet sein als Vergleichsgruppen. Ist das herausgerechnet worden?

    • @DasZeitgespenst

      Sie werfen da spannende Fragen auf!

      Tatsächlich beschreibe ich in “Religion und Demografie” sowie hier auf dem Blog, wie der zunächst nicht-theistische und antinatale Buddhismus durch die Aufnahme und Entwicklung religiöser Traditionen (z.B. Reliquien- und Ahnenverehrung, Ulambana-Fest, “Adoption” höherer Wesen u.v.m.) zu einer gemäßigt pronatalen Religion evolviert.

      Gleichwohl geht der Buddhismus in seinen Stammlanden noch vor Ankunft des Islam wieder zurück. Sicher ist nun auch, dass Budhistinnen nicht nur in Europa, sondern auch in Asien durchschnittlich niedrigere Geburtenraten aufweisen als Angehörige anderer Religionen.

      Die genaueren Hintergründe sind jedoch noch nicht erforscht – wie ja generell die empirische Religionsdemografie noch ziemlich jung ist. Ich will hoffen, dass wir in den nächsten Jahren mehr dazu erfahren und würde dies hier auf dem Blog auch immer wieder mal vermelden.

  2. Das hier Geschriebene setzt sich zumindest deutlich positiv von dem ab, was Herr Houellebecq in Interviews zum Thema abzusetzen pflegte…

  3. “Prognosen, die das menschliche Verhalten betreffen, werden oft in der Hoffnung gemacht, dass sie dazu beitragen, nicht einzutreffen.” war gerade bei Sören Schewe zu lesen, der dieses Zitat in einem ganz anderen Zusammenhang verwendete. Das ist in solcher Allgemeinheit ungefähr so zutreffend wie die Hoeullebecqsche von einem kulturpessimistischen Blick gefilterten Wahrnehmung. Seinerzeit hieß es, sei bei T. Sarrazin Ähnliches als politisch unkorrekt eingestuftes zu lesen gewesen sein. So mäandert man sich durch die Phänomene der Zeit und versucht sich einen Reim zu machen. Bildung senke die Geburten, weil Frauen anderes ( oder Besseres?) zu tun hätten als viele Kinder zu bekommen, Religion solle die Zahl steigern. Soll man das jetzt so verstehen, dass Religion mit Bildung konkurriert – lieber weniger Bildung und mehr Religion?

    • Den Atheismus muss man nicht beweisen. Muss man beweisen, dass Schneewittchen oder Odysseus nicht existiert(e)? Man kann daran glauben oder auch nicht. Die Existenz kann man nicht beweisen und die Nichtexistenz muss man nicht beweisen. Die Evolution ist kein Beweis für den Atheismus, sondern der Nachweis, dass der Mensch kein Fertigprodukt einer Schöpfung ist, sondern einer langen biologischen Entwicklung aus einfachsten Anfängen, bzw. aus chemischen Substanzen. Wenn die Theisten Gott mit Schöpfer identifizieren, dann ist das deren Problem. Die Wissenschaft ersetzt die phantasievollen Mythen der vorwissenschaftlichen Zeit durch kausale und gesetzmäßige Erklärungen.

      • @Anton Reutlinger

        Tja, und ebenso belegt “die Wissenschaft” immer eindeutiger, dass “kausale und gesetzmäßige Erklärungen” z.B. keine überzeugende Antwort auf die menschlichen Fragen der Anthropodizee enthalten. Ob theistisch oder antitheistisch – es hilft nichts, die Augen vor empirischen Befunden zu verschließen, lieber A.R.

      • @ Herr Reutlinger :

        Den Atheismus muss man nicht beweisen.

        Der Atheismus ist immerhin falsifizierbar, er wird obsolet, wenn ein Gott erscheint.

        Muss man beweisen, dass Schneewittchen oder Odysseus nicht existiert(e)?

        Existenz ist als Behauptung in Form von Es-Gibt-Sätzen unfalsifizierbar.

        Man kann daran glauben oder auch nicht.

        Statt mit dem Wissen und dem Existenzbeweis, könnte in der Tat mit dem Glauben (oder besser mit der Erkenntnis) hantiert werden.
        Moderne aufklärerische Wissenschaftlichkeit ist erkenntnis-gebunden, Erkenntnis wird in “n:m”-Beziehungen zwischen Subjekten und Sachen und Sachverhalten allgemein verwaltet.
        Es wird dann auch Naturwissenschaftlern vertraut oder geglaubt.
        Der Glaube ist an sich nichts Schlechtes.

        Die Existenz kann man nicht beweisen und die Nichtexistenz muss man nicht beweisen.

        Nur die Existenz kann sich (naturwissenschaftlich) offenbaren, wobei in den Systemen der Tautologie (bspw. in der Mathematik und der Philosophie) mit ideen-gebundenen Existenzen gearbeitet wird, die aber nur in den Welten der Subjekte, nun, existieren.
        Nichtexistenzen wären in diesem Sinne (naturwissenschaftlich) beweisbar oder erkennbar, wenn umfängliches Wissen über die Welt vorliegt, was nicht der Fall ist.

        Die Evolution ist kein Beweis für den Atheismus, sondern der Nachweis, dass der Mensch kein Fertigprodukt einer Schöpfung ist, sondern einer langen biologischen Entwicklung aus einfachsten Anfängen, bzw. aus chemischen Substanzen.

        Befunde legen diese Sicht nahe, sie dienen aber nicht als Nachweis, sondern als Belegmenge und Vorhaben, die die Erkenntnis meinen.

        Wenn die Theisten Gott mit Schöpfer identifizieren, dann ist das deren Problem.

        Gesellschaftlich betrachtet ist es unser Problem, unabhängig davon, ob wir Theisten oder Nicht-Theisten sind.

        Die Wissenschaft ersetzt die phantasievollen Mythen der vorwissenschaftlichen Zeit durch kausale und gesetzmäßige Erklärungen.

        Die Naturwissenschaft bemüht sich um Erkenntnis, die wie oben beschrieben verwaltet wird, Kausalität und Gesetzmäßígkeit werden jeweils erkannt und, äh, gesetzt.

        MFG
        Dr. W

        • Und der @Webbaer lässt sich auch noch ergänzen: “Die Wissenschaft”, “die Liebe” und “die Menschenrechte” lassen sich ebensowenig im Sinne einer ontologischen Existenzaussage “beweisen” wie Gott – und dennoch wäre unsere Welt ohne sie deutlich ärmer…

          Der wissenschaftliche Positivismus hat seine Zukunft längst hinter sich, einige haben es nur noch nicht gemerkt…

          • Unterschied:
            Die moderne skeptizistische exoterische Wissenschaftlichkeit, die auf die Falsifikation als primäres Abgrenzungsmerkmal achtet, wobei bei dieser jeder mitmachen kann zu versuchen, erlaubt Anwendungen, die bspw. den Wohlstand mehren oder die allgemeine Fähigkeit, auch das zum Mond-Fliegen.

            Die Religion, die ganz ähnlich wie die o.g. (Natur-)Wissenschaftlichkeit anzunehmen ist, sie muss geglaubt werden in etwa wie der o.g. (Natur-)Wissenschaftlichkeit – hier müsste zwischen Old Webbaer und dem geschätzten hiesigen Inhaltegeber ein Konsens vorliegen – erlaubt dagegen nicht Anwendungen, die exoterisch (vs. esoterisch) nachvollziehbar sind.

            MFG
            Dr. W (der das mit den ‘Altherren- bzw. Neurechtsträumen’ weiter unten in dieser Kommentatorik noch nicht verstanden hat – muss er abär auch nicht, oder?)

          • @Webbär

            Ja, deswegen sollte eine lebendige Gesellschaft nicht auf die ganz unterschiedlichen “Anwendungen” verzichten, die sich je aus Wissenschaft, Kunst, Religion, Literatur usw. ergeben. Erkenntnistheoretischer Monismus ist nicht nur öde, sondern lebensfeindlich…

            Und wenn Sie mal etwas nicht verstehen, so bedauere ich das selbstverständlich immer… 😉

          • Selbstverständlich deckt die Wissenschaft nicht alles ab und jeder wird beizeiten esoterisch, glaubt mal dieses oder jenes, gerade auch ohne wissenschaftlicher Ansprüche.
            Insofern lässt sich auch der Religion sehr schlecht generell ans Zeug flicken.

            Ansonsten, Sie meinen Herr Houellebecq ist ‘neurechts’ und “Herren-Stammtisch”, nicht etwa nonkonform links und nicht etwa so wie französische Intellektuelle oder “Intellektuelle” eben so gewöhnlich sind?!
            Dass Herr Houellebecq den Islam oder seine Islam-Kritik betreffend zurückgerudert ist und ihn zunehmend positiv sieht, ist Ihnen entgangen oder Sie sehen das schlicht nicht so?!

            MFG
            Dr. W

      • Es ging mir nur darum das es unter den Wissenschaftlern Leute wie Steve-Stewart Williams gibt welche auch theistische Evolution und ähnliches ablehnen.

        Weder viele Gläubige noch einige Wissenschaftler verwenden das NOMA Konzept.

  4. PS, auch weil diese Aussage hier ein wenig störte:

    Der durchschnittlich höhere Reproduktionserfolg religiöser Menschen resultiert eben nachweisbar “nicht” einfach aus patriarchalen Familienverhältnissen, wie Houellebecq zu vermitteln versucht.

    Was heißt hier ‘”nicht” einfach’?

    Patriarchalischen Gesellschafts- und Familienverhältnissen kann schon unterstellt werden, dass es mit dem Kinderkriegen klappt oder besser klappt, wenn bspw. wie in einigen islamischen die Frau einschlägig bearbeitet wird, müsste es besser “klappen”.
    Soll der Islam aus der Argumentation herausgehalten werden, könnten auch auf andere Gesellschaftsverhältnisse verwiesen werden, auch bspw. auf christliche oder jüdische und historische, in denen es klappte oder besser klappte; ganz allgemein könnte auch gedankenexperimentell ein Unterdrückungsszenario entwickelt werden, in dem es i.p. Fertilität klappt.


    Was den Schreiber dieser Zeilen störte an Houellebecqs Aussagen, war die Einfachheit, Herr Houellebecq scheint ein wenig einfach geworden zu sein in seiner Argumentation; vielleicht meinte der geschätzte Herr Dr. Blume genau dies?!

    • @Webbaer

      Im verlinkten Artikel hatte ich es doch ausführlich beschrieben: Traditional-patriarchal geprägte Gesellschaften von Japan bis in die Türkei verzeichnen bei steigendem Wohlstand besonders niedrige bzw. abfallende Geburtenraten. Dagegen sind Gesellschaften mit moderner Familienpolitik kinderreicher, z.B. Schweden oder Frankreich.

      Sorry, aber die Daten geben einfach keine Bestätigung mancher Altherren- bzw. Neurechtsträume her…

  5. @Blume
    Sie streiten immer wieder vehement eine Islamisierung Westeuropas ab.
    Meist mit Hilfe irgentwelcher steigender oder fallender Geburtenraten (vergessen aber die irrwitzige
    Zuwanderung , ist aber jetzt nicht relevant).
    Meine Frage lautet: “Was ist denn den so schlimm wenn sich die Islamisierung vonWesteuropa bewahrheiten sollte ? “

  6. Sehr geehrter Herr Blume,
    in diesem Artikel machen Sie mal wieder den doppelten Rittberger. Sie tun so, als würden Sie Houellebecq widersprechen, dabei stimmen Sie Ihm zu 90 % zu. Er hat natürlich Recht mit dem Patriachat, nur das man es richtig machen muss. Man muss Frauen eben auch systematisch von Bildung fernhalten, dann klappt es auch mit den Kindern. Das ist der Fehler den man in “patriachalen” Ländern wie Italien, Griechenland oder Japan begehen: Zu viel Bildung für die Frauen.
    Ihre Hypothese mit dem Wettbewerb bezüglich der Kinderbetreuung ist leider auch falsch. In Deutschland herschte ja über Jahrzehnte der Wettbewerb und es wurden trotzdem zu wenig Kinder geboren. Das Problem ist imho ein Mentalitätsfrage. Die Britten und Amerikaner sind risikofreudiger (im Königreich ist während der Wirtschaftskrise die Geburtenrate sogar gestiegen) daher funktioniert dort der Wettbewerb mit der Kinderbetreuung. Die Franzosen, Schweden und eben auch die Deutschen sind risikioavers, daher braucht es hier eine aktive Förderung vom Staat, was in Schweden und Frankreich ja auch passiert und funktioniert.
    Und auch Ihr Argument mit den kinderreichen Pfarrfamilien ist nicht sonderlich hilfreich. Auch die Familien von Rabbinern und Imamen sind überdurchschnittlich groß. Nur kann nicht jeder auf der Welt ein Geistlicher werden.

    • @Peter Becker

      Bei allem “Verständnis” für Ihre Verklärung des Patriarchates: Könnten Sie uns bitte eine einzige moderne Gesellschaft nennen, die entlang Ihrer Vermutung auch bei steigendem Wohlstand und fortschreitender Säkularisierung kinderreich geblieben wäre? Nein? War ja klar… 😉

      Recht haben Sie dagegen mit dem Hinweis auf die britische und US-amerikanische Risikomentalität – die natürlich ebenfalls zu einem erheblichen Anteil freikirchlich-konfessionelle Ursachen hat. In Kontinentaleuropa hielten sich dagegen sehr viel stärker obrigkeitshörige Traditionen (auch im europäischen Atheismus, der mangels eigener, kinderreicher Traditionen ständig nach dem Staat ruft).

      Und doch, witzigerweise strebt z.B. das haredische Judentum die langjährige religiöse Bildung möglichst vieler Männer an, wie auch evangelisch-freikirchliche Bewegungen das “Priestertum aller Gläubigen”. Und daraus sind einige gesellschaftlich wie auch demografisch außerordentlich erfolgreiche Traditionen erwachsen!

      Klar: Religion ist nicht der einzige Faktor gesellschaftlicher Dynamiken. Aber auch wenn Sie dagegen Vorbehalte haben, so kann die wissenschaftliche Auseinandersetzung doch das Verständnis vertiefen.

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