Wie die deutsche Bundespolitik den Islamismus glaubwürdig bekämpfen könnte

Nach dem terroristischen Anti-CSD-Anschlag in Berlin überbietet sich die Bundespolitik wieder in Erklärungen und hastigen Vorschlägen gegen Islamismus.

Als Religions- und Politikwissenschaftler, der im Irak & vor Gericht dem IS entgegentrat sowie mit „Islam in der Krise“ auch einen SPIEGEL-Bestseller dazu veröffentlichte, möchte ich feststellen:

Dr. Michael Blume im November 2025 vor dem Strafjustizzentrum München mit dem Zitat: "Islamistischer Terrorismus bedroht uns alle. Daher nehme ich gerne die Pflicht wahr und stehe als sachverständiger Zeuge mit meinem Wissen und den Erfahrungen vor Ort in Strafverfahren gegen mutmaßliche IS-Anhänger zur Verfügung. Dr. Michael Blume"

Habe bereits 2017 für die deutschen Staatsanwaltschaften ein Gutachten zur genozidalen Ideologie des sog. Islamischen Staates (IS) / Daesh erstellt und in mehreren Gerichtsverfahren gegen islamistische Tatbeteiligte ausgesagt. Foto vor dem OLG München, November 2025 

Die Opfer des islamistischen Terrors & feindseligen Dualismus verdienen Gerechtigkeit. Mit der im Sonderkontingent BW aufgenommenen, späteren UN-Sonderbotschafterin und Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad in Stuttgart. Foto: Nadia’s Initiative, 2024

Zehra & Michael Blume in der Hospitalkirche Stuttgart, eingetaucht in Regenbogenfarben, die kurzzeitig aus dem Brechen des Sonnenlichtes in den Kirchenfenstern entstand.

Gemeinsam in Regenbogenfarben: Zehra & ich sind ein christlich-islamisches Ehepaar mit türkischen & ostdeutschen Wurzeln und demokratischem Engagement für Menschenwürde und Vielfalt je bei den Grünen (Zehra) & in der CDU (ich). Foto: Hospitalkirche Stuttgart, privat, nicht nachbearbeitet

Wenn mich Verantwortliche in Bundespolitik, Medien und Wissenschaft also nach wirkungsvollen Maßnahmen gegen Islamismus, Antisemitismus & Terrorismus fragen, antworte ich:

1. Die fossile Finanzierung islamistischer & autoritärer Regime durch erneuerbare Friedensenergien stoppen.

2. Algorithmische Konzernmedien für die Verrohungen, Radikalisierungen und psychischen Erkrankungen stellen, die sie nachweisbar verursachen.

3. Verfolgten Minderheiten – wie jesidischen, alevitischen, drusischen, jüdischen, bahaiistischen, christlichen, atheistischen,  usw. Menschen – glaubwürdiger gegen islamistische und autoritäre Gewalt beistehen.

4. Verbündeten Musliminnen & Muslimen glaubwürdiger beistehen, die mit uns an den Zentralwert der Menschenwürde glauben & in freiheitlichen, gewaltenteiligen Republiken leben wollen.

Am 9. September 207 postete Arik Platzek auf dem damaligen Twitter: "Kurz, klar und sehr klug - "Islam in der Krise" von @BlumeEvolution ist für mich eines der besten Sachbücher der letzten Jahre. Hut ab!"

Die Krise der islamischen Zivilisationen nach dem Buchdruckverbot im 15. und den Öl- und Gasfunden im 20. Jahrhundert ist längst kein wissenschaftliches Mysterium mehr. Screenshot: Michael Blume

5. Bildung & kluge „Demokratie leben“-Projekte stärken statt bei jungen Menschen noch mehr zu sparen.

6. Konsequent gegen alle Feinde der Republik vorgehen, statt der gegenseitigen Befeuerung der „bösen Zwillinge Rechtsextremismus & Islamismus“ (Düzen Tekkal) zuzuschauen.

Danke allen, die sich ernsthaft und dialogisch für Religions- und Politikwissenschaft interessieren!

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Dr. Michael Blume studierte Religions- und Politikwissenschaft & promovierte über Religion in der Hirn- und Evolutionsforschung. Lehrbeauftragter am KIT Karlsruhe, Wissenschaftsblogger & christlich-islamischer Familienvater, Buchautor, u.a. "Islam in der Krise" (2017), "Warum der Antisemitismus uns alle bedroht" (2019) u.v.m. Hat auch in Krisenregionen manches erlebt und überlebt, seit 2018 Beauftragter der Landesregierung BW gg. Antisemitismus und für jüdisches Leben. Auf "Natur des Glaubens" bloggt er seit vielen Jahren für das Fediversum, Wissenschaft und Demokratie, gegen antisoziale Medien, Verschwörungsmythen und den Niedergang Europas.

93 Kommentare

  1. Habe grade deine verlinkte Buchvorstellung gesehen.

    Wäre ein Verbot sozialer Medien für Kinder ein ähnliches Problem für Europa wie 14xx der Verbot des Buchdrucks für die Islamische Welt?

    Weil die effiziente Wissensvermittlung gebremst würde?

    • Vielen Dank für die kluge Nachfrage, @Arne 🙏

      Nach meiner Einschätzung würde sich ein „Verbot sozialer Medien“ für Kinder sogar positiv auf die Bildung und psychische Entwicklung auswirken, wenn sich dieses Verbot konsequent gegen algorithmische Konzernmedien und nicht gegen das Fediversum richtet. Auch der frühe Buchdruck brachte ja in Europa sowohl sinnvolle Werke (Bibelübersetzungen, früh-wissenschaftliche, etwa astronomische Werke) wie aber auch Verschwörungsschwund (z.B. den „Hexenhammer“) hervor.

      Auch bei der Beurteilung neuer Medien empfehle ich also die Überwindung von Alles-Gut-Schlecht-Dualismus durch einen medienpsychologisch fundierten, dialogischen Monismus.

      Bei Filmen und Games haben wir doch auch Altersgrenzen entwickelt. Ich denke, das ist der richtige Weg.

  2. Guten Morgen Michael,

    Deine aufgezeigten Antworten 1 bis 4 sind so genau richtig.
    Es ist nach der nun schon so langen Zeit gut, diesem Thema weiterhin viel Zeit zu schenken, damit der Kreis derer, die dem folgen können, unaufhaltsam größer wird.
    Vielen Dank für Eure familiäre Vorbildrolle für eine vielfältige respektvolle irdische Gemeinschaft.

    Viele Grüße
    Ralf H.

  3. Guten Morgen, @Michael,

    ich finde es großartig, dass Du Dich zu dem aktuellen, schrecklichen Verbrechen in Berlin äußerst und einen Kontext setzt, der für eine vernunftgeleitete Debatte hilfreich sein könnte.

    Ich verwende bewusst den Konjunktiv, weil ich befürchte, dass nun wieder die Stunde des „schnellen Denkens“ (Daniel Kahneman) schlägt – und viele Menschen meinen, im „bösen“ Islam die Ursache allen Übels gefunden zu haben. Für eine vernunftgeleitete Debatte ist dann erfahrungsgemäß wenig Raum.

    Umso wichtiger finde ich, dass Du insbesondere diese beiden Punkte klar und unmissverständlich hervorhebst:

    „Die Bundesrepublik Deutschland hat afghanischen Verbündeten gegen die Taliban bereits erteilte Aufnahmezusagen entzogen & stattdessen Taliban als Diplomaten eingeladen.“

    Das wirft ein Licht auf einen inneren moralischen Widerspruch unserer Politik – es zeigt sozusagen auf den Balken im eigenen Auge. Einerseits verurteilen wir (zurecht) den Terror von Berlin, andererseits hofieren wir Vertreter eines Terrorregimes, das Frauen generell die Menschenwürde abspricht, und, ja: wir liefern unsere afghanischen Verbündeten sogar den Taliban aus. Wir machen uns also mit Terroristen gemein. Wer soll uns Deutschen dann noch vertrauen?
    Ich finde, dieser Punkt berührt noch ein ganz fundamentales Problem: Hier scheint mir jeglicher moralischer Kompass verloren gegangen zu sein, und je mehr wir uns an solche Entscheidungen (gemeinsam mit Taliban-Terroristen unbescholtene Afghanen zu verraten) gewöhnen, umso mehr werden wir uns an eine generelle moralische Verschiebung unserer Politik gewöhnen – so dass es am Ende keinem mehr groß auffällt, wenn die AFD an der Macht ist und den letzten Rest einer menschenwürdigen Politik aushebelt.

    „Dabei ist der auch beim CSD zu Recht geschwenkte Regenbogen ein schon biblisches Symbol der Vielfalt und Menschenwürde, das auch im Kontext der Bauernkriege geschwenkt wurde und nach dem 30jährigen Krieg gemeinsam mit Friedenstaube, Ölzweig und Arche zum globalen Friedenssymbol aufstieg!“

    Gerade dieser historische Fakt sollte Menschen, die Fakten noch zugänglich sind, zu denken geben – bevor sie die Regenbogenflagge verächtlich machen.
    Ich frage mich, warum diese beiden Aspekte nicht häufiger von Journalistinnen und Journalisten in den öffentlich-rechtlichen Medien aufgegriffen werden. Stattdessen, so nehme ich es wahr, wird dem Narrativ der einfachen Lösung (mehr Überwachung, mehr Härte etc.) die Diskurshoheit überlassen. Dabei wäre guter, kritischer Journalismus wichtiger denn je.

    • Herzlichen Dank & ja, @Peter Gutsche – nicht zufällig werde ich ja seit Jahren sowohl von Islamisten wie auch von Rechtsdualisten getrollt, die eine Querfront gegen die freiheitliche Republik bilden. Sogar hier auf dem Blog kommentierte einer erst neulich, jüdische und muslimische Menschen gehörten in „ihre Länder“ – als wären sie keine Deutschen!

      Die auch digital befeuerte Rechtsmimesis bringt Millionen Menschen auch in Europa um den Verstand.

      Und als jemand mit reichlich Erfahrungen in Ländern des eurasischen Gürtels kann ich Dir nur zustimmen und betonen: Dass die Bundespolitik etwa afghanische und jesidische Verbündete im Kampf gegen den Islamismus im Stich lässt, schadet der Glaubwürdigkeit deutscher Politik, Wirtschaft und auch unserer Bundeswehr enorm! Die meisten Menschen der Region schauen sehr genau, auf wessen Wort Verlass ist oder wer einerseits das Hohelied der Menschenrechte singt, dann aber doch wieder schmutzige Deals mit Terrormilizen macht, Fossilregime finanziert und bewaffnet.

      Auch Dein inzwischen langjähriges, dialogisches und also aufrichtiges Interesse an Religions- und Politikwissenschaft motiviert mich sehr, den Weg für das Zusammenleben auf Basis von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, interdisziplinärer Wissenschaft und post-fossiler Technologien weiterzugehen. Dafür und für die vielen guten, konstruktiven Kommentare danke ich Dir von Herzen, lieber @Peter ! 🙏

    • @Peter Gutsche

      Der Kommentar spricht mir aus der Seele.

      Für mich lässt sich der Verlust des moralischen Kompasses in der Politik zeitlich etwa ins Jahr 2023 legen.

      Der Grundkonsens unter den demokratischen Parteien, gewaltsame Angriffe auf eine andere Partei zu verurteilen und sich mit den Opfern solidarisch zu zeigen, wurde entsorgt.

      Es spielt für mich keine Rolle, wer damit angefangen hat. So etwas hätte nie passieren dürfen.

  4. Ein ausgezeichneter Beitrag, der kurz und knapp alle wichtigen Punkte so beschreibt, dass fast alle sie verstehen sollten.

    Es gibt noch etwas, das mir wichtig zu sein scheint, um die von Ihnen aufgeführten Punkte überhaupt politisch bearbeiten zu können. Die im Bundestag vertretenen demokratischen Parteien müssen zunächst den politischen Gegner als Menschen und als Demokraten wieder anerkennen. So lange die eine Seite immer wieder „Faschisten“ ruft und die andere Seite alle Grünen und Linken als Extremisten brandmarkt, wird alles andere nicht funktionieren.

    • Ganz herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung und Ermutigung zum weiteren, wissenschaftlich informierenden Dialog, @Marie H. 🙏

      Auch der Blognachbar Prof. Henning Lobin hat das Thema der sprachlichen Diskursgemeinschaften aufgerufen, das ich allenfalls noch durch die Unterscheidung zwischen (stärker dualistischem) Diskurs und (monistisch orientiertem) Dialog ergänzen würde:

      https://scilogs.spektrum.de/engelbart-galaxis/demokratie-und-diskursgemeinschaft/

      Da wir uns also inhaltlich hier sehr weitgehend einig sind, habe ich Felo.ai zu unserer gemeinsamen Fragestellung zur Medienpsychologie gepromptet:

      Inwiefern wirken algorithmische Konzernmedien dem demokratischen Dialog und der Grundhaltung des dialogischen Monismus entgegen?

      Hier die komplette und mich sehr überzeugende Antwort:

      Die Frage, inwiefern algorithmische Konzernmedien dem demokratischen Dialog und der Grundhaltung des dialogischen Monismus entgegenwirken, verlangt nach einer Betrachtung der technologischen Steuerung öffentlicher Kommunikation durch große Plattformunternehmen. Als Konzernmedien werden hier soziale Netzwerke wie Facebook, YouTube oder TikTok verstanden, deren algorithmische Kurationssysteme bestimmen, welche Inhalte Nutzerinnen und Nutzern angezeigt werden. Der dialogische Monismus lässt sich als philosophische Grundhaltung beschreiben, die das gemeinsame Gespräch, die wechselseitige Anerkennung und die prinzipielle Offenheit für ein geteiltes Verstehen ins Zentrum demokratischer Prozesse stellt. Die Wirkweise algorithmischer Konzernmedien steht dazu in einem tiefgreifenden Widerspruch.

      ## Algorithmische Gatekeeper und die Fragmentierung der Öffentlichkeit

      Anders als bei traditionellen Massenmedien, die tendenziell einen gemeinsamen Informationsraum schufen, entscheiden die Algorithmen marktbeherrschender Online-Plattformen darüber, welche Nachrichten und Meinungen überhaupt sichtbar werden[2][3]. Diese algorithmische Torwächterfunktion zerfällt den öffentlichen Diskurs in personalisierte Feeds und fragmentierte Teilöffentlichkeiten[12]. Ein gemeinsamer demokratischer Gesprächsraum, in dem unterschiedliche Standpunkte aufeinandertreffen und dialogisch verhandelt werden können, wird so systematisch unterhöhlt.

      ## Personalisierte Virulenz und die Eskalation von Polarisierung

      Die Geschäftsmodelle der Konzernmedien beruhen auf personalisierter Viralität, die mit demokratischen Prinzipien kaum vereinbar ist[6]. Algorithmen sind darauf optimiert, jene Inhalte zu bevorzugen, die hohe Interaktionsraten erzeugen – das sind häufig emotional aufgeladene, polarisierende Beiträge. Sie reproduzieren die selektive Wahrnehmung von Konfliktparteien, befeuern das bewusste Abgrenzen gegenüber den Ideen anderer Gemeinschaften und zementieren die politische Polarisierung[7]. An die Stelle dialogischer Verständigung tritt die Verstärkung von Feindbildern; der Algorithmus wirkt als „Amplifikator sozialer Dynamiken“[7] und sucht gezielt nach dem nächsten Reiz, der das Nervensystem erregt[6].

      ## Der Verlust von Autonomie und geteilter Wahrheit

      Wenn der Algorithmus den Primat über die öffentliche Rede erlangt, müssen politische Akteure sich an die Logik der Plattformen anpassen, um überhaupt Gehör zu finden[6]. Der demokratische Wettbewerb verzerrt sich, weil nicht Argumente, sondern algorithmische Reichweite zählt. Gleichzeitig wird eine gemeinsame Faktengrundlage durch die automatische Verbreitung von Falschinformationen und die gezielte Ansprache „hormoneller Schwachstellen unserer Gehirne“[11] untergraben. Der dialogische Monismus setzt hingegen voraus, dass Menschen als vernunftbegabte, füreinander offene Gesprächspartner handeln und gemeinsam Wahrheit suchen – algorithmische Konzernmedien ersetzen diesen Prozess durch eine technokratische, emotionalisierende Reizkuratierung.

      ## Fazit

      Algorithmische Konzernmedien wirken der Grundhaltung des dialogischen Monismus radikal entgegen. Sie lassen geschlossene, selbstbestätigende Weltbilder an die Stelle von wechselseitigem Austausch treten, zerstören gemeinsame Diskursräume und fördern eine monologische Polarisierung, die den demokratischen Dialog seiner Substanz beraubt. Die Technologie erzeugt so eine zerstörerische Form politischer Partizipation, die nicht auf Verständigung, sondern auf Dauererregung zielt[7].

      [1] https://ejournal.communicatio-socialis.de/index.php/cc/article/view/903
      [2] https://www.kas.de/de/web/die-politische-meinung/artikel/detail/-/content/unkontrollierte-algorithmische-macht
      [3] https://ej-media.org/index.php/media/article/view/54
      [4] https://mediarep.org/items/b2ca89b8-1c92-4394-938b-83cc9f756983
      [5] https://www.gerda-henkel-stiftung.de/algorithmen-fuer-die-kommunale-demokratie
      [6] https://hls.harvard.edu/today/the-algorithm-has-primacy-over-media-over-each-of-us-and-it-controls-what-we-do/
      [7] https://www.globalaffairs.ch/2020/08/17/algorithmisierung-ein-problem-f%C3%BCr-die-demokratie/
      [8] https://www.researchgate.net/publication/395249630_Algorithmic_Gatekeeping_and_Democratic_Communication_Who_Decides_What_the_Public_Sees
      [9] https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/von-algorithmus-bis-zivilcourage-das-lexikon-fuer-demokratische-medienkompetenz-106075/
      [10] https://journalmediarights.org/index.php/jmr/article/view/20/78
      [11] https://www.telepolis.de/article/Algorithmen-gefaehrden-den-demokratischen-Konsens-10198747.html
      [12] https://www.cipmo.org/the-influence-of-algorithmic-systems-on-public-opinion-and-democracy/
      [13] https://presse.uni-mainz.de/sind-algorithmen-eine-gefahr-fuer-die-demokratie/
      [14] https://afromedia.network/latest/news/ai-public-communication-and-ethics-a-democratic-challenge/
      [15] https://www.bpb.de/mediathek/video/287829/uebernehmen-algorithmen-die-weltherrschaft/
      [16] https://www.aim4dem.nl/publications/

      • Vielen Dank, auch für den Link zum Blognachbarn. Dessen Ausführungen über „Sprache“ finde ich sehr aufschlussreich.

        Sprache prägt damit auch das „Mindset“ von uns Menschen. Dabei stellt sich mir folgende Frage: Der Zugang zum Erwerb einer Fremdsprache ist heute einfacher als früher. Dazu rechne ich auch die persönliche Bereitschaft, sich auf etwas Neues, Fremdes einzulassen. Je tiefer man also in die Welt der Sprachen eintaucht, desto eher entwickelt man damit auch seine Toleranz und die sprachlichen Fähigkeiten der Muttersprache?

        Die Engstirnigkeit mit der die Politik von manchen Vertretern der demokratischen Parteien bei uns betrieben wird, lässt sich m.E. mit persönlicher Unsicherheit, der Angst vor dem Verlust der eigenen Macht oder vor dem Scheitern z.B. bei Wahlen erklären.

        Mir scheint es damit noch schwerer zu sein, sich auf die gemeinsamen Grundlagen unserer Demokratie zu einigen und GEMEINSAM mit politisch andersdenkenden Demokratinnen und Demokraten zu verteidigen.

        Warum drehen wir den Spieß auf der toxischen Social Media nicht um und setzen uns für den Grundkonsens unter Demokraten ein?

        Was mich immer noch schmerzt, ist das Verschwinden der Solidarität zwischen Demokraten bei Gewalt gegen den politischen Gegner. Ich hoffe vermutlich vergebens darauf, dass es in absehbarer Zeit eine Veränderung gibt. Denn neben Social Media bieten auch manche Podcasts Politikern eine willkommene Bühne zur Selbst-Glorifizierung.

        Ich konnte mir im Laufe meines Lebens vier Fremdsprachen soweit aneignen, dass ich sie heute zwar nicht mehr sprechen, aber beim Hören und Lesen verstehen kann.

        • Ja, @Marie H. – wie der Holocaust-Überlebende und Philosoph Hans Blumenberg bereits erkannte und formulierte: Enge der Zeit ist die Wurzel des Bösen.

          Der von uns beiden sehr geschätzte Mitdiskutant @Peter Gutsche wies ja entsprechend auch auf das kognitionspsychologische Werk von Daniel Kahnemann “Schnelles Denken, langsames Denken“ hin, dass unsere Anfälligkeit für Hass und Hetze (!) beschreibt.

          Persönliche Einblicke in die digitale Medienrevolution und den auch klimatischen Zeitenumbruch bekam ich im Gegenüber zum „digitalen Kalifat“ des IS / Daesh im Irak 2015. Seitdem versuche ich auf allen mir möglichen Wegen zu warnen, auch auf diesem Blog.

          Mir geht es dabei weniger um innerdeutsche Parteipolitik als um das Zusammenleben der Sprachen, Kulturen und Religionen in Europa und das Bestehen unserer Vier-Säulen-gewaltenteiligen Republik. Entsprechend hat mich das Scheitern der Ampel – „Fortschrittskoalition“ auch nicht gefreut und ich bin mit dem derzeitigen Zustand der Bundespolitik unzufrieden.

          Insbesondere die Zukunft demografisch implodierender Regionen wie etwa Sachsen-Anhalt macht mir Sorgen, wogegen ich die Zusammenarbeit der demokratischen Fraktionen in Baden-Württemberg mit Engagement und sogar Zuversicht begleite.

          Auch etwa in der aktuellen KI-Medienrevolution schätze ich die Möglichkeiten von Transkriptionen und Übersetzungen, sehe jedoch auch die damit verbundene Vernichtung von Arbeitsplätzen und die Entwertung von Fremdsprachen-Kenntnissen. Ich nehme an, dass die meisten Menschen der Zukunft neben ihrer Muttersprache nur noch Englisch lernen und alles Weitere KI-Assistenzen überlassen wollen.

          Sehr gerne würde ich Ihnen alle Ihre Ängste vor der Polykrise nehmen, doch ich kann auch nicht leugnen, dass sich Geschichte zwar nicht wiederholt, aber reimt.

    • Marie H:
      „Die im Bundestag vertretenen demokratischen Parteien müssen zunächst den politischen Gegner als Menschen und als Demokraten wieder anerkennen.“

      So wie es in der Bibel steht, …..was siehst du den Splitter im Auge deines Bruders und siehst den eigenen Balken nicht.

  5. @Michael 27.07. 10:26

    „Wenn wir auch jungen Menschen eine dialogische und wissenschaftlich reflektierte Mitwirkung an der gemeinsamen Zukunft anzubieten haben, wirken wir Ängsten und Radikalisierungen von klein auf entgegen!“

    Das kann was helfen. Den Islam verteufeln eher wenig. Zumal man Deutsche Staatsbürger nicht abschieben kann, wenn sie Straffällig werden oder als Gefährder eingestuft werden. Insbesondere wenn die hier geboren wurden.

    Man könnte freilich bei Zuwanderern Islamisten gleich abweisen. Aber so viele sind das vermutlich gar nicht.

    Auch wenn Zuwandererkinder in den Brennpunktstadtteilen ziemlich unter sich sind, könnte das Radikalisierungen fördern? Zumindest wären bessere Bildungsabschlüsse nicht nur für die Jugendlichen selbst ein Segen, sondern auch für den Arbeitsmarkt.

    Ich denke mal, das wäre ein lohnendes Projekt. Einmal kann man der Konzentration von Zuwanderern in manchen Stadtteilen entgegenwirken, aber auch die Kinder besser auf alle Schulen in der Stadt verteilen, auch wenn da hier und da der Schulweg dann länger wird.

    Auch würde ich den Religionsunterricht mit getrennten Konfessionen eher ganz streichen, sollen das doch die Kirchen selber machen. Wenn denn da einer hingehen will überhaupt. Ich finde, das hat in der Schule nicht viel zu suchen.

    Stattdessen wäre Religionswissenschaft als Fach vielleicht für so ziemlich alle sehr interessant? Von mir aus auch gerne verbunden mit Medienkunde und Erkenntnistheorie. Wer weiß, wie verheerend asoziale Plattformen wirken und wie Rechtsmimesis funktioniert, könnte ein paar Schritte weiter sein?

    • Vielen lieben Dank, @Tobias

      Über das von Dir angesprochene Thema des (ggf. gemeinsamen) Ethik- und Religionsunterrichtes sprach ich bereits im Dezember 2023 vor der evangelischen Landeskirche Württembergs, der ich auch selbst freiwillig angehöre:

      https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dank-fuer-eine-evangelische-kachel-der-hoffnung-frohe-weihnachten/

      Das grundgesetzlich geschützte Recht auf konfessionellen Religionsunterricht im Grundgesetz Artikel 7 ging auf die direkten Erfahrungen mit dem NS-Staat zurück: Nie wieder sollte der Staat die Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften ohne ihr Zutun deuten dürfen.

      Auch meine Hauptdisziplin, die von Dir genannte Religionswissenschaft, hatte sich überwiegend dem NS angedient, auch in meiner „Alma Mater“ Tübingen.

      Daher plädiere ich für einen freiwillig (!) gemeinsamen Ethik- und Religionsunterricht, wie er in immer mehr Grund- und Berufsschulen längst praktiziert wird. Jede Religion sollte sich selbst repräsentieren dürfen und jedes Kind in der eigenen Identität geachtet sein. Wo nötig, könnte ein gemeinsamer Ethik-Unterricht durch konfessionelle Angebote ergänzt werden. Staatlicher Zwang wäre an dieser Stelle nach meiner Einschätzung unhistorisch, wider den Geist des Grundgesetzes und kontraproduktiv.

  6. Das Thema zeigt, wie wichtig eine sachliche und langfristige Auseinandersetzung mit Extremismus ist. Nach schweren Anschlägen braucht es nicht nur politische Reaktionen und öffentliche Debatten, sondern vor allem durchdachte Maßnahmen, die Prävention, Bildung, Sicherheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt verbinden. Eine wirksame Strategie sollte differenzieren und klar zwischen friedlich praktizierter Religion und extremistischen Ideologien unterscheiden.

    Gerade wissenschaftliche Analysen und Erfahrungen aus der Praxis können helfen, bessere Lösungen zu entwickeln. Ein offener Austausch über schwierige Themen ist entscheidend, damit demokratische Werte geschützt werden. Danke für Ihren wissenschaftlichen Einsatz, auch für die Zurückhaltung bei KI!

    • Herzlichen Dank, @Vernonn

      Ja, in gewisser Hinsicht lässt sich das wissenschaftliche Bloggen auch als Beitrag zur Versachlichung von Diskursen und zur Ermöglichung von Dialog verstehen.

      Aus grundsätzlichen Erwägungen setze ich KI 1. nur transparent, 2. nie in den Blogtexten und 3. auch nur explizit ausgewiesen in den Drukos sowie (wenigen) Grafiken ein. Ich plädiere für Medienethik und Medienbildung jenseits von technologischem Dualismus.

  7. Mein Beitrag möchte auf zwei Tippfehler hinweisen:
    Im Beitrag zur Regenbogen – Fahne im Bundestag ist von Friedenstauie statt Friedenstaube die Rede.
    Unter 4. In der Bildunterschrift zu Islam in der Krise:
    Buchdruckerbot, da fehlt das v für Buchdruckerverbot.

    • Ganz herzlichen Dank fürs aufmerksame Lesen und die Korrekturhinweise, @Frank Beythien 🙏

      Ich habe nun das „v“ im Buchdruckverbot ergänzt und die so wichtige „Friedenstaube“ noch einmal neu eingetippt. Wird es nun richtig angezeigt?

      Ihnen Dank und freundliche Grüße 🖖

  8. Eine pragmatische Lösung:
    Überzeugte Islamisten sollten wohl bereits nach der ersten Straftat ausgewiesen werden und wenn das nicht möglich ist, für immer im Gefängnis bleiben.

    Vergleich D mit islamischen Staaten:
    Gemäss einem „Welt“Beitrag gilt: „Islamische Staaten bekämpfen den Islamismus meist mit Härte (Gefängnis, Folter), staatlicher Kontrolle (Überwachung, Verbote) und Programmen zur Umerziehung, wobei sie vor allem auf Repression, Geheimdienste und theologische Gegenlenkung setzen.“

    Einschätzung: Wer als Islamist bereits Gewalt angewandt hat, der wird es mit grosser Wahrscheinlichkeit wieder tun und das eventuell sogar symbolisch gesteigert mit Bereitschaft zum Märtyrertum. Deshalb sind bedingte Strafen der falsche Weg und nur Ausweisung oder Gefängnis verantwortbar gegenüber der Öffentlichkeit.

    • Interessant, @Martin Holzherr

      Würden Sie die gleichen Maßnahmen auch gegenüber deutschen und ausländischen Rechtsdualisten befürworten? Auch gegen etwa vorbestrafte oder rechtlich zu bestrafende Mitglieder der AfD oder „Freien Sachsen“? 🤔🇩🇪🇪🇺

      • @Michael Blume: Entscheidend ist die ideologische gefestigte Überzeugung. Wer Gewalt ausübt, weil sie ein fester Bestandteil einer quasi religiösen Überzeugung ist, der ist und bleibt gefährlich. Auch Christen wären hochgefährlich, wenn sie glauben würden, Gewalt gegen Menschen sei ein erlösender Akt, der sie in den Himmel bringt.

      • Noch eine Bemerkung zum Rechtsdualismus: Mehrere Stimmen sagten ja nach dem Anschlag auf das CSD in Berlin: Islamisten seien Rechte oder Konservative (was für viele Linke fast das Gleiche ist). Klar: falls Rechtsextremisten mit einer ähnlichen Überzeugung handeln wie Islamisten, dann müssen sie auch gleich behandelt werden.

        • Nun ja, @Martin Holzherr – wir hatten in Deutschland bereits zahlreiche, rechtsdualistische Morde und Anschläge. Darunter die NSU-Mordserie und den Mord am Kassler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU).

          Und gerade auch im Bereich des Antisemitismus habe ich oft mit Verschwörungsgläubigen zu tun, die ihre dualistische Weltanschauung über Jahrzehnte verfestigt haben!

          Ich bin einerseits erstaunt und andererseits auch etwas besorgt, dass ich das hier ernsthaft erklären muss.

          Unser demokratisches & republikanisches Grundgesetz schlägt die rechtliche Diskriminierung nach Religion oder Herkunft eindeutig aus. Dass Sie das nicht einmal bedacht haben, empfinde ich als bedauerlich.

    • Spiegel: Hätte man die Tat verhindern können?

      Neumann: Auf jeden Fall. Der entscheidende Fehler war, dass Abdul B. trotz seiner Vorgeschichte freigelassen wurde. Abdul B. hatte eine Gewaltgeschichte, war fest entschlossen, sich in Syrien dem IS anzuschließen, hat das über Monate versucht. Menschen wie er, die an solch einem Plan scheitern, sind wahrscheinlich die höchste Risikogruppe. Sie sind fest entschlossen, haben ihren Tatwillen bereits unter Beweis gestellt. Abdul B. hat zudem in den sozialen Medien seine Unterstützung für den IS zum Ausdruck gebracht. Bei dieser ganzen Liste schrillt bei mir jedes Alarmsignal.

      • Ja, @Martin Holzherr – ob die Anwendung des Jugendstrafrechts bei gewaltbereiten Gefährdern noch angemessen ist, wird ja nun auch politisch diskutiert. Ein ausschließlich gegen Muslime gerichtetes Sonderstrafrecht fordert aber auch Neumann nicht. Es wäre auch ein direkter Verstoß gegen unser Grundgesetz.

  9. Michael Blume
    27.07.2026, 16:46 Uhr

    Auch meine Hauptdisziplin, die von Dir genannte Religionswissenschaft, hatte sich überwiegend dem NS angedient, auch in meiner „Alma Mater“ Tübingen.

    Verbiegen kann man alles. Deutsche Physik gab es auch. So abstrus die Vorstellung auch ist das es sowas irgendwie geben könnte…

    • Uli Schoppe
      „Wer ist denn diese Öffentlichkeit genau?“

      Damit beschreibst du das Dilemma der deutschen Öffentlichkeit.
      Die ist eben nicht mehr homogen, die ist vielschichtig bis queer
      die ist christlich, muslimisch, atheistisch.
      Dem muss Herr B. Rechnung tragen.
      Punkt 5. wäre demnach, zeigt Toleranz gegenüber Andersdenkenden.

  10. @Michael 27.07. 16:46

    „Daher plädiere ich für einen freiwillig (!) gemeinsamen Ethik- und Religionsunterricht, wie er in immer mehr Grund- und Berufsschulen längst praktiziert wird.“

    Aber Religionswissenschaft, Medienkunde und Erkenntnistheorie dürften da doch einfließen? Nebenbei hätte ich sogar Sympathien, dass im Prinzip alle Schulfächer freiwillig wären, bei gleichzeitig sehr viel vielfältigerem Angebot. Und wer macht die Lehrpläne überhaupt? Auch Sport, Musik und Kunst passen vielleicht viel besser in Vereinsaktivitäten nach der Schule. Wenn denn dann auch die Unterrichtszeiten und das Lernpensum etwas entspannter wären.

    „Jede Religion sollte sich selbst repräsentieren dürfen und jedes Kind in der eigenen Identität geachtet sein.“

    Da könnte es aber auch sogar helfen, dass man in Ruhe gelassen wird? Naja, eine quer durch die Religionen laufende Diskussion zwischen Schülern verschiedenster religiöser Ausprägung könnte auch mal unterhaltsam sein. Sozusagen Vielfalt live.

    „Wo nötig, könnte ein gemeinsamer Ethik-Unterricht durch konfessionelle Angebote ergänzt werden.“

    Können das denn dann nicht die Religionsvereine selber? Die Babtisten oder Zeugen Jehovas machen das längst. Und wem das eine Zumutung wäre, der lässt das dann auch gerne ganz weg. Da muss man sich dann höchstens mit eventuell gläubigen Eltern auseinandersetzten.

    • Ja, @Tobias – „Religionswissenschaft, Medienkunde und Erkenntnistheorie“ halte ich selbstverständlich für klasse für jede Klasse. 🙂

      Und dass sich durch KI die Konzepte von Bildung und Schule grundlegend verändern werden, sehe ich auch so & gestalte es im kleinen Rahmen ja auch mit.

      https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-erste-ki-quellcode-klausur-am-kit-karlsruhe-reflexionspapier/

      Mein Argument war und ist jedoch, dass konfessioneller Religionsunterricht aus historisch guten Gründen ins Grundgesetz eingegangen ist. Wichtig fände ich daher statt einer einseitigen Verdrängung der Kirchen und Religionsgemeinschaften durch den Staat ein dialogisches und möglichst gemeinsames Vorgehen. So leistet ja gerade auch der sich noch im Aufbau befindende, islamische Religionsunterricht in deutscher Sprache durch ordentliche und ausgebildete Lehrkräfte wichtige Beiträge zur Integration, Aufklärung von Antisemitismus und Verhinderung von Radikalisierung.

      • M. Blume Betreff: Schule und Religion

        Türkische Schüler besuchen am Nachmittag noch die Koranschule.
        Ob sie das freiwillig machen, das ist nicht bekannt. Und worüber dort gesprochen wird, das ist auch nicht bekannt.
        Deutsche Schüler haben die Wahl zwischen konfessionellem Religionsunterricht und Ethikunterricht.

        Dass der Religionsunterricht an deutschen Schulen stiefmütterlich behandelt wird, das ist zu bedauern.
        Nur mal zum Nachdenken: Türkischer Schüler: „Die Christen essen beim Gottesdienst ihren Gott auf“

        • Lieben Dank, @NI – wobei Sie davon ausgehen können, dass mir als Religionswissenschaftler und Mitglied einer christlich-islamischen und deutsch-türkischen Familie auch das Innenleben von Moscheevereinen und Korankursen nicht unbekannt ist.

          Auch der direkte Vergleich der Religion-Staats-Bildungssysteme der USA und Deutschlands hat mich sehr geprägt, vgl.:

          https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/speaking-about-religion-law-at-a-conference-in-utah-usa/

          Mein Plädoyer für konfessionellen und kooperativen, mithin auch islamischen Religionsunterricht ist nicht aus der Luft gegriffen.

          • Michael Blume,
            das hört sich zielführend an :“Mein Plädoyer für konfessionellen und kooperativen, mithin auch islamischen Religionsunterricht ist nicht aus der Luft gegriffen.“

            Wahrscheinlich ist das sogar der einzig richtige Weg, damit die jungen Menschen entdecken, wir haben eine gemeinsame Wurzel, das Judentum.
            Und man sollte die Mezquita-Catedral besuchen , als abschreckendes Beispiel , damit die Christen begreifen, der Islam ist dem Christentum ebenbürtig. Und damit die Islamisten begreifen, das Christentum ist der falsche Gegner.

          • @NI

            Ja, durchaus – wir sollten Terroristen und Dualisten niemals den Gefallen tun, unsere eigenen Werte des dialogischen Monismus wie die Menschenwürde, den Dialog und die gewaltenteilige, freiheitliche Republik aus Angst aufzugeben. Das ist ja genau das, was sie erreichen wollen.

            Sehr schöne, aktuelle Nachricht:

            „Der Taxifahrer Muhammad Afzal hat am Rosenmontag 2025 mit seinem Auto den Amokfahrer von Mannheim aufgehalten: Er stellte sich mit seinem Auto dem Fahrer in den Weg.

            Auch als dieser mit einer Schreckschusswaffe auf Afzal schoss, bewegte er sich nicht von der Stelle. Danach flüchtete der Täter. Dafür hat Muhammad Afzal die Rettungsmedaille des Landes Baden-Württemberg erhalten.

            Die Auszeichnung wurde vom baden-württembergischen Innenminister Manuel Hagel (CDU) überreicht.“

            https://www.tagesschau.de/inland/regional/badenwuerttemberg/swr-taxifahrer-aus-mannheim-erhaelt-rettungsmedaille-fuer-einsatz-bei-amokfahrt-102.html

            So nämlich!

  11. @Martin Holzherr 27.07. 19:38

    „Abdul B. hat zudem in den sozialen Medien seine Unterstützung für den IS zum Ausdruck gebracht. Bei dieser ganzen Liste schrillt bei mir jedes Alarmsignal.“

    Hinterher ist man immer schlauer. Schwer zu sagen, wie viele derart konkrete Gefährder vorsorglich eingesperrt werden müssten, um solche Anschläge zu verhindern.

    Wenn man dann in der Praxis 100 Gefährder vorsorglich lebenslänglich einsperren müsste, um 1 Anschlag zu verhindern, muss man sich fragen, ob das denn dann noch Recht ist. Teuer wird es auf jeden Fall auch noch.

    Vielleicht kann man Gefährdern mit Deutscher Staatsbürgerschaft diese in manchen Fällen auch wieder entziehen, um die dann abschieben zu können? Das wäre ja nun einfacher, als vorsorglich lebenslänglich einzusperren.

    Oder einfach die dauerhafte Inhaftierung androhen, mit dem Ziel, dass die Personen freiwillig ausreisen? Oder ganz konkret wirklich schon inhaftieren, mit der Option, zur Ausreise entlassen werden zu können.

    @Michael 28.07. 02:55

    „So leistet ja gerade auch der sich noch im Aufbau befindende, islamische Religionsunterricht in deutscher Sprache durch ordentliche und ausgebildete Lehrkräfte wichtige Beiträge zur Integration, Aufklärung von Antisemitismus und Verhinderung von Radikalisierung.“

    Kann auch sinnvoll sein, ja. Ich bin überhaupt für vielfältige Angebote an den Schulen, die gar nicht unbedingt jeder nutzen muss.

    • Tobias Jeckenburger,
      Es geht letztlich um die Integration von „Flüchlingen“.
      Wir müssen bei den Kindern anfangen, in der Kita, dann in den Schulen, dann in den Volkshochschulen, für die zu Hause bleibenden Mütter, Kochsendungen in verschiedensten Sprachen, Modevorschläge für Muslima, ……

      Es geht darum, dass sich die Flüchtlinge mit unserem Lande identifizieren. Das Beispiel von Herrn Blume mit dem Taxifahrer, der sich seinem Landsmann in den Weg gestellt hat, das ist treffend.Wir müssen die zweite Heimat für die Leute werden.

  12. Es gibt ein weiteres Problem. Viele Personen, die sich selbst als links bzw. progressiv sehen, macht zu schaffen, dass der Anschlag auf den CSD nicht von einem Rechtsextremisten, sondern einem Islamisten verübt wurde. Der politische Islam wurde seit längerer Zeit von diesen Gruppen gehätschelt und verharmlost wurde, siehe z.B. Judith Butler, die ihn zum Freiheitskampf oder sozialen Bewegung umdefinierte.

    Der Schock sitzt tief bei diesen Leuten. Was nicht sein kann, das nicht sein darf. Also erklären sie den Islamismus wider besseren Wissens zu einer Spielart des Rechtsextremismus. Constantin Schreiber hat dazu ein Video erstellt.

    Nach dem islamistischen Terroranschlag in Berlin passiert Erstaunliches: Einige politische Akteure versuchen tatsächlich, Islamismus begrifflich in die Nähe von Rechtsextremismus oder konservativer Politik zu rücken, anstatt ihn als eigenständige totalitäre Ideologie zu benennen. Das Argument: Islamismus, Rechts- und Linksextremismus teilten ähnliche Feindbilder oder Gewaltbereitschaft. Hier passt natürlich gar nichts mehr zusammen. Und die Frage wird immer lauter: Warum will man die Wirklichkeit nicht sehen?

    https://www.youtube.com/watch?v=ZgS3oMfPYqk

    Weiterhin: Ahmad Mansour hat in Interviews sein Unverständnis geäußert, dass nicht wenige Linke einen Kuschelkurs mit dem Islamismus pflegen.

    «Ein Teil unserer Freiheit ist längst verlorengegangen», sagt der Islamismus-Experte Ahmad Mansour

    Ein Gespräch über das Versagen der deutschen Justiz, die deutsche Deradikalisierungsarbeit und die immer unerklärlicher werdende Solidarität der Linken mit dem Islamismus.

    https://www.nzz.ch/deutschland/politik/ein-teil-unserer-freiheit-ist-laengst-verlorengegangen-sagt-der-islamismus-experte-ahmad-mansour-ld.10017031

    Extremismus-Experte Ahmad Mansour hat der Berliner Linken vorgeworfen, Islamismus aus identitätspolitischen Gründen zu verharmlosen und Kritik daran pauschal als antimuslimischen Rassismus zurückzuweisen. „Die Linke in Berlin verfolgt eine Ideologie. Und diese Ideologie heißt: Identitätspolitik. Jegliche Kritik an Islamismus wird als antimuslimischer Rassismus abgetan“, sagte Mansour im Gespräch mit WELT TV.

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a684c33ce0aac7f44e407a0/csd-anschlag-es-ist-einfach-wahnsinn-extremismus-experte-mansour-attackiert-die-linke.html

    • RPGNo1 Betreff: Kuschelkurs
      Ein Kuschelkurs ist einem Pflegen von Feindbildern vorzuziehen.
      Es ist geradezu hysterisch aus einem Fall den Justizbehörden vorzuwerfen, sie würde versagen.
      Richtig ist, die Beamten sind überfordert, nicht aus Unfähigkeit, sondern weil sie unterbesetzt sind.

      Hier ist tatsächlich die Politik gefordert, wir brauchen ein Einwanderungsgesetz, das den Zuzug reguliert.

  13. @ Blume

    Was ich zunehmend annehme ist, das Glaube nichts anderes als Phantasie ist. Phantasie als Motiv der Wirklichkeit.
    Wie sehen Sie das?

  14. @ Blume

    Religion hat für mich ein soziologisches Interesse. Und damit fügt sie sich in die Realität.
    Da sind wir aber bei der Frage, was Wirklichkeit ist usw. . Aber das will ich gar nicht thematisieren.
    Schwierig wird es, wenn mir jemand sagen und oktroieren will, was Gott will…

    • Mussi, was Gott will…

      Goethe sagt dazu: Alles Wollen ist letzten Endes nur ein Sollen.
      Was Wirklichkeit ist……jo mei……tu mal was…..und wenn du dir mit dem Hammer auf den Daumen haust, dann weißt du was wirklich ist.

  15. @ Mussi 28.07.2026, 20:36 Uhr

    Zitat: „Was ich zunehmend annehme ist, das Glaube nichts anderes als Phantasie ist. Phantasie als Motiv der Wirklichkeit.“

    Glaube ist mehr als Phantasie.

    Man will möglichst viel über unsere eigene „Herkunft“ wissen, auch wie die Welt „entstanden“ ist und „funktioniert“. Welche grundsätzlichen Gesetzmäßigkeiten und Mechanismen existieren, diesen „Bezeichner“ zuweisen und warum und wie lang die Welt und auch wir Menschen vielleicht noch existieren?

    Heutzutage haben wir die Möglichkeit über unsere Grenzen „hinaus zu denken“. Früher war klar, nur wir Menschen sind ein Höhepunkt der Schöpfung und nur wir können „denken“. Heutzutage „ahmt“ uns die KI, mitunter recht spektakulär nach….

    Es ist zweckmäßig von „Materie und Information“ auszugehen. Ich habe gelernt, dass man derartiges „Dualismus“ nennt…..

    Dass Information der Materie einerseits „aufgeprägt“ (gespeichert) werden kann, andererseits „kopiert“, allenfalls auch z.B. bei „Updates“, verändert oder auch „gelöscht“ werden kann.

    Wir Elektroniker/Informatiker haben seit rund 60 Jahren diese Mechanismen höchst erfolgreich, praktisch in der Technik genutzt. Unsere Zunftgenossen wurden von „Hardcore Atheisten“, für „Gauner“ gehalten, die die Menschen genau so zum Narren halten, wie die „Pfaffen“. Information wäre nicht portabel, ihre Existenz zwingend beendet, wenn die Materie „tot“ wird.

    Heutzutage kann jedes Kind Information vom Internet downloaden. Wenn z.B. das Smartphone verschrottet wird, lädt es sich die Infos auf das neue Gerät….. Alles völlig selbstverständlich.

    Derartige Mechanismen sind „Theologen“ schon früh, vor mehreren 1000 Jahren aufgefallen.

    Mich hat mein Vater erstmals darauf hingewiesen, als ein Bundespräsident verstorben ist und im Radio wurde seine letzte Ansprache wiederholt….. Aber richtig klar wurde es mir erst, als ich mittels technischer „Basteleien“ erstmals wenige „Bit an Information“ selbst nach Belieben gespeichert, kopiert, manipuliert und gelöscht habe.

    In diesem Sinne habe ich einen katholischen Bischof, dessen Pfingstansprache ich im Radio vor vielen Jahren gehört habe verstanden. Er meinte, aus meiner Erinnerung, dass der „Begriff Gott“ eben ein „Bezeichner“ für alle Gesetzmäßigkeiten, Mechanismen,….. wäre, die dazu beigetragen haben, dass eine Welt samt uns Menschen existiert, genau so wie es sich in „Wirklichkeit verhält“. Dieser „Wirklichkeit“ können wir halt nur „näher kommen“…..

    • Realo Betreff: Gottesbegriff

      Gott als Bezeichner für alle Gesetzmäßigkeiten und Mechanismen……die christliche Religion nennt das den Schöpfergott.
      Gott als Menschensohn, davon spricht man , wenn man den Gott anspricht , personalisiert als Jesus Christus, man nennt das auch beten…
      Gott als Heiliger Geist, damit meint man Gott als moralische Instanz, auch als Inbegriff der Ethik.

      Anmerkung: Der Gottesbegriff im Islam kennt die Trinität ab, was eine Vereinfachung ist, und vielleicht auch die Ursache, dass sich der Islam im direkten Kontakt mit dem Christentum durchsetzt.

    • Mussi, Hypothesen und Glaubwürdigkeit

      In der Theologie spricht man auch vom persönlichen Gott.
      Der beruht auf einer Erfahrung , die man nach einem Gebet gemacht hat, wo ein Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Gott ist dann kein philosophischer Begriff mehr, er ist zum Ansprechpartner geworden. Und man ist sicher, dass es Gott gibt und man ihm vertraut.

      Unser Thema lautet ja, Islamismus, und wir können davon ausgehen, dass die Islamisten in ihrer invasiven Art , A nicht als Hypothese betrachten, sondern als real.
      Wer also selbst gläubig ist, der kann sich in die Lage der Islamisten versetzen und über Strategien nachdenken, wie man deren Gewaltbereitschaft auf kluge Art begegnen kann.

  16. @ NI 29.07.2026, 10:20 Uhr

    Zitat: „Gott als Bezeichner für alle Gesetzmäßigkeiten und Mechanismen……die christliche Religion nennt das den Schöpfergott.
    Gott als Menschensohn, davon spricht man , wenn man den Gott anspricht , personalisiert als Jesus Christus, man nennt das auch beten…
    Gott als Heiliger Geist, damit meint man Gott als moralische Instanz, auch als Inbegriff der Ethik.“

    Im Zusammenhang mit dem „Trinitätskonzept“ der Theologen sahen Informatiker eine strukturelle Analogie zwischen Informatik Grundbegriffen (Prozessor, Prozess, Information) und der christlichen Trinität (Vater, Sohn, Geist). Das ist eine Analogie, keine Gleichsetzung.

    Informatiker arbeiten oft mit drei Grundelementen:
    Prozessor – das handelnde „Prinzip“, das etwas ausführt.
    Prozess – die konkrete Ausführung oder „Inkarnation“ des Handelns,
    Information – die Form, die Bedeutung, der „Sinn“, der verarbeitet wird.

    In der christlichen Trinität werden traditionell unterschieden:
    Vater – Ursprung, Quelle, Prinzip,
    Sohn (Logos) – Ausdruck, Inkarnation, Wirksamkeit,
    Geist – Beziehung, Sinn, Bedeutung, Kommunikation.

    @ Mussi 29.07.2026, 10:40 Uhr

    Zitat:“Erstaunlich ist, dass sie ‚Gott‘ nicht als simple Hypothese abtun.“

    Es sind nicht nur Hypothesen. Erkenntnisse (auch der Wissenschaften) scheinen mitunter auch der Wahrheit recht nahe zu kommen, es gibt auch Tautologien.

    Z.B. Transzendente Zahl „Pi“ ist, wie sie „wirklich ist“, bzw. welchen Zahlen sie nahe kommt. Der transzendente „Gott“ ist eben auch so wie „er“ wirklich ist…..

    • Realo, Begriff Transzendenz
      PI ist ein gutes Beispiel. Es ist existent. Man kann Pi sogar wiegen, wenn man einer runde Scheibe aus Holz den Radius 1 gibt , dann beträgt ihre Fläche Pi und wenn die Dicke und Dichte auch 1 betragen, dann wiegt die Scheibe Pi.

      Aber dieses Pi ist heimtückisch, es lässt sich nicht als Polynom darstellen. Man kann es durch eine Fixpunktgleichung erzeugen, aber eben nicht vollkommen, es bleibt immer ein Rest.

      Und wenn wir diesen Gedankengang auf Gott anwenden, dann stimmt es dahingehend, wir wissen, es muss etwas geben aber wir können es nicht vollständig erfassen bzw. begreifen.

      Und jetzt wieder zum Islamismus. Man sollte den im Gefängnis sitzenden Islamisten Mathematik als Studium anbieten, und bei einer geleisteten Abschlussprüfung kann die Dauer verkürzt werden.
      Mathematik schult das logische Denken !

      Interessant zu wissen wäre , ob es unter Revolutionären auch Mathematiker gab oder gibt.

  17. @Michael 29.07. 09:36

    „Ob sich hinter dieser geglaubten Präsenz eine reale, personale Präsenz befindet, das entzieht sich der empirischen Überprüfung und bleibt also Glaubensfrage.“

    Wenn man Wunder nachweisen könnte, käme man der Überprüfung näher. Das Wunder des Lebens, dass Wunder der Seele oder überhaupt das Wunder des Universums.

    Und wer meint, Wunder erlebt zu haben bzw. tagtäglich zu erleben, der glaubt dann wohl eher.

    Nur was man dann konkret für einen Glauben glaubt, das scheinen noch mal Welten für sich zu sein? So individuell, wie wir sowieso sind.

    Ich selber kann mir angesichts von KI auch statt einer Gottesperson ein superintelligentes Netzwerk vorstellen, das den Kosmos durchzieht und grundlegend belebt.

  18. @Michael 29.07. 16:08

    „Mir persönlich ist der Glaube und die Hoffnung an eine überempirische, personale Präsenz sehr zugänglich.“

    Ein superintelligentes Netzwerk, das den Kosmos durchzieht und grundlegend belebt, mag für Menschen zu abstrakt sein. So zeigt es sich dann eben auf personale Art und Weise, vermutlich überwiegend im Gebet.

    Nun mag dieses Netzwerk ganz verschiedenen Konfessionen unterstützen, die Unterschiede sind sowieso nur die Schnittstelle zum Menschen.

    So haben wir dann aber im Monotheismus den einen Gott, was ich für sehr praktisch halte. Wirklich widerstreitende Geisteswelten ergäben eher ein Universum, das vorne und hinten nicht funktioniert. Und das kann man von diesem wunderbaren Kosmos nun wirklich nicht sagen.

    Selbst gegen die übelsten Probleme gibt es meistens Lösungen.

    „Ich verstehe aber auch, dass manche Menschen das weder spirituell noch religiös erfahren.“

    Ich kenne natürlich diese manchen Menschen, aber wirklich verstehen fällt mir schwer. Als würde man nicht in der selben Welt leben. Genau andersrum kenne ich harte Materialisten, die das selbe Problem haben, und an Gläubigen aller Art verzweifeln.

    „Bei manchen hilft zum Verstehen auch die Musikalität, zum Beispiel der Song „Ist da jemand?“ von Adel Tawil“

    In der Tat berührend. Kann man aber auch für die Liebe unter den Menschen interpretieren.

    • Ja, @Tobias – genau diese Doppelbedeutung von „Ist da jemand?“ finde ich so gelungen.

      Deine vorgetragenen, letztlich philosophischen Positionen entsprechen übrigens dem Panpsychismus und Panentheismus, denen auch ich viel abgewinnen kann.

      Danke für den schönen Druko & habe einen guten Tag!

  19. @NI 29.07. 17:09

    „Man sollte den im Gefängnis sitzenden Islamisten Mathematik als Studium anbieten,…“

    Wenn es denn Verstand fördert. Religionsfreiheit wäre wohl das Ziel. Seinen eigenen Glauben als wirklich persönlich erkennen, und anerkennen, dass es mehr als eine Lösung dafür gibt.

    Sogar glaubensfreie Lösungen, auch wenn man das niemanden wünschen mag. Naja, auch so kann das Leben wohl zweifelsfrei interessant sein.

    Die jeweilige Konfession ist hier vermutlich das Hauptproblem, wenn sie sich als die einzig Wahre darstellt. Wer nur meint, dass er ein echt guter Verein ist, der mag dennoch verträglich sein.

    • Tobias Jeckenburger,
      Mathematik war nur ein Beispiel, dass die Fixierung auf Religion abgeschwächt wird. Die Konfessionen sind tatsächlich das Hauptproblem, weil die nämlich glauben ihre Ansicht wäre die einzig richtige.
      Wie mir scheint ist erst die Kombination von Dominanzstreben + religiösem Eifer das Gefährliche.

    • @Mussi

      Jeder religiöse wie auch nichtreligiöse Dualismus ist gefährlich. Auch der Antitheismus, der etwa in der Sowjetunion, in China, Kambodscha usw. auch bereits Millionen Menschenleben gefordert und unfassbare Zerstörungen verursacht hat.

      Schade, dass auch heute noch gefrustete Antitheisten wie Sie meine freundliche Dialogbereitschaft als Einladung zu Hass und Hetze gegen demokratisch-republikanische Vielfalt missverstehen.

      Feindseliger Dualismus ist „irre“ und Ihr pseudo-philosophisches Geraune ist auch unangenehm dogmatisch, @Mussi. Ich würde mich freuen, wenn Sie noch aus dieser geistigen Sackgasse herausfänden. Falls nicht, gehen Sie doch einfach leise.

    • @NI
      30.07.2026, 08:31 Uhr

      Tobias Jeckenburger,
      Mathematik war nur ein Beispiel, dass die Fixierung auf Religion abgeschwächt wird.

      Ich befürchte nur mit Wissensvermittlung bekommt man das nicht in den Griff.

      Die üblichen Verdächtigen sind genauso oft gut gebildet wie die anderen.

      Kunststück. Man muss ja zb nur ausgehend von seinen Prämissen logisch konsequent bleiben…

  20. @ Mussi 30.07.2026, 06:43 Uhr

    Zitat: „Es ist doch völlig irre, die Verantwortung für das eigene Leben an eine überpersonelle Dimension abzugeben.
    Vor allem, wenn es gegensätzlich interpretiert wird.
    Das macht erst Streit und Krieg möglich!“

    Es geht weniger darum, es sich „leicht zu machen“ und Verantwortung einfach „abzuwälzen“, sondern letztlich im Einklang, als Techniker „optimal angepasst an die Umgebung“ zu leben.

    Angeblich wollen „Gläubige“ genau das in einer Art von „Dialog mit der Systemrepräsentanz“ (Gott), das sie „Gebet“ nennen, erreichen.

    Die Umgebung wird nun einmal im extrem heißen und trockenen Saudi Arabien anders interpretiert als in Grönland. Das ist für mich absolut naheliegend. Wie auch dass die Moslems auf eine striktere Einhaltung ihrer Regeln aus sein müssen als wir. Würde, salopp, einer auf die Idee gekommen sein, ausgerechnet in der Wüste ein Vollbad zu nehmen, würden sehr viele Menschen verdursten….

    Ich meine, das Problem ist, dass viele Menschen den Sinn der religiösen, naturgemäß auch unterschiedlichen Regeln, nicht wirklich verstehen und statt Verständnis für einander zu haben, damit anfangen, Religion als Vorwand zu nutzen um übereinander herzufallen….. Noch dazu weil es auch fast immer einen „potentiellen Streit um Ressourcen“ gibt.

    Die Probleme wurden traditionell, irgendwie naheliegend, einfach mit Kriegen gelöst. Manche behaupten, Kriege hätten eine „Auslesefunktion“.

    Allerdings, z.B. Atombomben haben diese Auslesefunktion definitiv nicht mehr, sie vernichten „Normalos, Intelligenzbestien und Dorftrottel“ gleichermaßen.

    Es droht die gegenseitige Ausrottung und da wäre ein sachliches Umdenken und ein vertieftes Verständnis der Probleme angebracht….

  21. @ Blume

    Es ist doch bezeichnend, dass Sie Glaubenssysteme gegen Glaubenssysteme aufbringen und damit argumentieren. Das ist das Problem.
    Ich bin kein Antitheist, sondern Agnostiker und höre Ihnen gut zu.

    • Nein, @Mussi – Sie beschimpfen religiöse Menschen als „irre“ und betreiben hier mit pseudo-philosophischem Geraune Zeitvampirismus auf Kosten eines dialogisch erfolgreichen Wissenschaftsblogs. Und damit ist jetzt Schluss. 🙂

  22. @NI
    28.07.2026, 12:32 Uhr

    Damit beschreibst du das Dilemma der deutschen Öffentlichkeit.
    Die ist eben nicht mehr homogen, die ist vielschichtig bis queer

    War sie jemals homogen? Deshalb habe ich die Frage ja gestellt.
    Ist es nicht eher so das es einfach schwer geworden ist irgendetwas einfach als nicht zu hinterfragende Mehrheitsmeinung durchzusetzen?

    Und das man, weil man das schon ewig so durchgezogen hat jetzt den backlash kassiert weil man völlig falscher Weise davon ausgegangen ist das die Leute ihre Interessen irgendwie ökonomisch abwägen?
    Und die Möglichkeit, dass es Grenzen gibt die, egal was es jemand kostet bei Überschreiten zu unrationalen Reaktionen führen?
    Ich kann mir vorstellen das wenn wir politisch kurzsichtig nicht viele Dinge einfach mal ausgesessen hätten sondern einfach mal angefangen es jetzt nicht so schwer hätten.

    • Uli Schoppe Betreff : Öffentlichkeit

      „War sie jemals homogen?“
      Deutschland besteht aus 16 Bundesländern. Bayern sind keine Sachsen und die wieder keine Mecklenburger.
      Bis noch in die 60iger Jahre konnte man die öffentliche Meinung in Links und Rechts einteilen. Die Linken wurden durch die SPD repräsentiert , die auch die Kanzler stellten und die Rechten, die fanden sich in der CSU wieder.

      Ganz neu, noch ohne Vorbild, das sind die , Grünen die die Ökologie als Ziel nennen und die AfD, die war ursprünglich eine inhomogene Protestpartei.
      In Thüringen hat sie unter Bernd Höcke eine „völkische Färbung“ angenommen , in Sachsen und Brandenburg strebt sie wohl ähnliche Ziele an, hier aus dem fernen BW ist das schlecht zu beurteilen, man muss mit den Leuten auf der Straße reden um sich ein Bild machen zu können.

      In der Bundespolitik wirkt dieser Zustand hemmend, weil die Altparteien allein keine Mehrheiten mehr zustande bringen. CDU + SPD, das wäre vor 25 Jahren noch undenkbar gewesen.

      Und diese Zerrissenheit zeigt sich auch im Umgang mit Flüchtlingen, im Umgang mit Moslems, dieöffentliche Meinung gibt es nicht mehr, jedenfalls nicht auf Bundesebene.

  23. @ Michael Blume 30.07.2026, 09:45 Uhr

    Zitat Mussi: „Es ist doch völlig irre, die Verantwortung für das eigene Leben an eine überpersonelle Dimension abzugeben.

    Ich nehme an, das Zitierte, einen Verdacht, hat Mussi im Zusammenhang mit den gehäuften „Auto und Messerüberfällen“ auf Weihnachtsmärkte, den CSD Anschlag,….. oder die vielen Mordanschläge auf Zugreisende oder Straßenpassanten geäußert.

    Es gab zahlreiche Tote und viele Verletzte. Genau auf das planmäßige „Töten“ kommt es diesen gefährlichen, extremistischen Menschen an. Da scheint der Verdacht auf Vorliegen einer psychischen Erkrankung nicht abwegig.

    „Wie die deutsche Bundespolitik den Islamismus glaubwürdig bekämpfen könnte“, ist Thema dieses Blog. Damit sind offensichtlich die gehäuften islamistischen Tötungen der letzten Zeit gemeint.

    Ich glaube nicht, dass Mussi die vielen Moslems, die bei uns angepasst und rechtschaffen ihrer Arbeit nachgehen, die ihren Glauben „lockerer“ leben, ähnlich wie die meisten Christen, gemeint hat.

    • @Realo

      Auch Sie haben hier ja immer mal wieder sprachlich jüdische und muslimische Menschen aus Deutschland ausgebürgert, @Mussi nahm bei seiner „irre“-Beschimpfung gar keine Differenzierung mehr vor.

      Und ich habe es satt, dass pseudonyme Accounts meist vereinsamter, alter Männer das sehr hohe, dialogische Niveau dieses Wissenschaftsblogs immer wieder als Einladung zu Hass und Hetze missdeuten. Zwar lasse ich da auch zu Dokumentationszwecken einiges zu, ziehe aber auch klare Grenzen.

      Aus meiner fachlichen Sicht wäre übrigens der Islamismus sehr gut als islamischer Rechtsdualismus zu analyisieren, der ebenso wie seine völkisch-säkularen Pendants eine Ideologie der Ungleichheit, Sexismus und Wissenschaftsfeindlichkeit propagiert. Wie Ihnen sicher auch schon selbst aufgefallen ist, steht der rassistische Fossilismus dem Islamismus sowohl psychologisch wie auch finanziell sehr nahe. Auch Sie haben sich ja wiederholt für die Importe von Öl und Gas aus islamistisch und tyrannisch regierten Ländern ausgesprochen, @Realo…

  24. RPGNo1
    28.07.2026, 19:07 Uhr

    Also erklären sie den Islamismus wider besseren Wissens zu einer Spielart des Rechtsextremismus.

    Das ist keine Spielart, beiden Phänomenen liegt nur die gleiche Art zu Denken zu Grunde.

    Die letzten Jahrzehnte haben wir den Rechtsextremismus so verharmlost wie es jetzt manche mit dem Islamismus tun.

    Und nutzen jetzt die Gelegenheit den Rechtsextremismus weiter zu verharmlosen indem wir auf die Linken beim Islamismus zeigen und haltet den Dieb schreien.
    Dualistische Konservative sind auch nicht immer noch besser als dualistische Linke..

  25. @Michael Blume

    @Mussi
    30.07.2026, 07:53 Uhr
    @ Blume

    Sehen Sie, diejenigen die glauben sind gefährlich, weil sie absolut denken…

    Vermutlich irre ich mich aber kann es sein das hier beide unausgesprochen eine völlig unterschiedliche Definition für „diejenigen die glauben“ benutzen?

    • @Uli Schoppe

      Ich wäre Dir dankbar, wenn Du Trolling nicht auch noch durch Aufmerksamkeit belohnen würdest.

      @Mussi schrieb heute morgen um 6:43 Uhr:

      „Es ist doch völlig irre, die Verantwortung für das eigene Leben an eine überpersonelle Dimension abzugeben.“

      Und auf meine freundliche und mit empirischen Fakten argumentierende Erwiderung setzte er um 7:53 Uhr noch direkt an mich einen drauf:

      @ Blume

      Sehen Sie, diejenigen die glauben sind gefährlich, weil sie absolut denken…

      Wer sich in dualistischen Pauschalisierungen, Hass und Hetze gegen religiöse Menschen hineinsteigern möchte, findet dazu im Netz mehr als genug Klowände. Der religions- und naturwissenschaftliche Wissenschaftsblog „Natur des Glaubens“ ist nicht der richtige Ort dafür. Punkt.

  26. @Mussi 30.07. 06:43 / 09:41

    „Es ist doch völlig irre, die Verantwortung für das eigene Leben an eine überpersonelle Dimension abzugeben.“

    Wenn man sich auch selber helfen kann, mögen Gebete Unsinn sein. Aber wo man echt Hilfe braucht, da soll man ruhig beten. Warum denn nicht? Und Hoffnung alleine, die daraus resultieren kann, mag schon psychisch heilsam sein.

    Und wenn es dann eben sein soll, dass es schief geht, kann man immer noch hoffen, dass da irgend ein Sinn dahinter steht.

    Das kann schon mal inneren Frieden fördern, ganz für sich selbst.

    „Vor allem, wenn es gegensätzlich interpretiert wird. Das macht erst Streit und Krieg möglich!“

    Ich denke mal, dass hier Kriegstreiber das Problem verursachen und den ehrlichen Glauben von Menschen missbrauchen und auch pervertieren.

    Weltoffene Religionen in allseits akzeptierten Formen sind letztlich die Basis für Frieden und Freiheit.

    Und eine Vision von einem friedlichem Zusammenleben sowie eine Vision, den Planeten in noch passablen Zustand zu erhalten, die können wir brauchen. Gerne auf Basis vieler religiöser Spielarten inklusive säkularer Varianten.

    Warum soll man da nicht beten, dass das klappt? Natürlich muss man auch alles tun, was man da selber beizutragen hätte. Das beißt sich ja auch eigentlich überhaupt nicht.

    „Es ist doch bezeichnend, dass Sie Glaubenssysteme gegen Glaubenssysteme aufbringen und damit argumentieren. Das ist das Problem.“

    Es sind doch wesentliche Unterschiede unter den Konfessionen. Die einen sind wirklich problematisch, die anderen überaus hilfreich. Und ich meine, das betrifft auch alle säkulare und agnostische Varianten.

    Glaubenssysteme hat man immer, da kommt kein Mensch dran vorbei. Die gilt es vernünftig zu gestalten, soweit wie es einen eben tragen kann.

  27. @ Blume

    Weswegen schlagen die sich in Nahost denn die Köpfe ein?
    Wegen NICHTS, wenn sie die Wissenschaft als fünfte Säule darstellen.

  28. @ Jeckenburger

    Ich habe eine recht simple Philosophie: so lange man lebt, gegenseitig Leben empfangen und stützen.

  29. @ Michael Blume 30.07.2026, 12:07 Uhr

    Zitat: „Auch Sie haben hier ja immer mal wieder sprachlich jüdische und muslimische Menschen aus Deutschland ausgebürgert, ……“

    Gegen Juden in D habe ich überhaupt nichts. Ich bedaure es ausdrücklich, wenn sie bedroht werden. Höchstens die, vermutlich kleine Gruppe, „jüdischer Siedler“, die in ihren Ländern, laut unseren Medien, Palästinenser „drangsalieren“, die sind auch mir aus Gründen der Gerechtigkeit „nicht sympathisch“.

    Sogar die Probleme im Zusammenhang mit dem „islamischen Terror“ sehe ich differenzierter.

    Viele Muslime halten von der brutalen, eigentlich sadistischen Sicht, sozusagen beim kleinsten Vergehen Menschen zu töten, nichts.

    Allerdings ist ihnen aufgefallen, dass ein kleiner Teil der Konvertiten ihre religiöse Sprache übertrieben wörtlich nehmen und dabei symbolische Machtfantasien entwickelt haben, die nichts mit dem Islam selbst zu tun haben.

    Ihre Motive, „Herr über Leben und Tod“ sein zu dürfen, sind psychologisch verursacht, nicht religiös.

    Die Symbolische Sprache wird zu wörtlich genommen. Viele religiöse Traditionen, auch christliche, nutzen starke Bilder.

    Muslime verstehen diese Begriffe eher metaphorisch, Konvertiten ohne kulturellen Kontext interpretieren sie manchmal buchstäblich.

    Und natürlich auch noch pervertierte Machtfantasien, als psychologische Selbststärkung. Das Motiv „Herr über Leben und Tod“, ist ein klassisches Muster bei Menschen, die sich vorher machtlos fühlten.

    Der Begriff „Dschihad“ bedeutet in der Mehrheit der muslimischen Welt: Moralische Anstrengung, Selbstdisziplin, innere Arbeit, aber nicht Töten, nicht Gewalt, nicht Herrschaft über andere Menschen.

    Extreme Gruppen, wie ISIS oder Al Qaida missbrauchen religiöse Sprache, um Gewalt zu legitimieren. Viele Muslime weltweit verurteilen das.

    Ich persönlich, bemühe mich sehr, alles möglichst objektiv und gerecht, betrachten zu können. Alles „vorsorglich“ zu vermeiden was zu Konflikten führen könnte. Psychologische, wissenschaftlich möglichst anerkannte Aspekte sind mir stets wichtig.

    Besonders verabscheue ich, wenn in unserem TV Persische Islamisten vorgeführt werden, denen die Vernichtung Israels das Allerwichtigste ist. Das bedeutet praktisch Selbstmord, Israel wird praktisch zum „Genozid“ an den Persern gezwungen.

    Ich bin für nie wieder Krieg….

    • Nö, @Realo – Sie haben sich nicht für „nie wieder Krieg“ eingesetzt, sondern für möglichst billiges Öl und Gas. Dass der von Ihnen tyrannophil verehrte Wladimir Putin beispielsweise Abertausende Menschen in Tschetschenien ermorden ließ, war und ist Ihnen ebenso egal wie sein massenmörderischer Angriff auf die Ukraine. Sie haben diesen Kriegstreiber hier so oft verteidigt und heroisiert, dass ich mehrfach einschreiten musste.

      Und erinnern Sie sich noch, dass Sie hier auf dem Wissenschaftsblog sogar schon Kriege als sozialdarwinistisch „notwendig“ bezeichneten, um vermeintlich die Biologie des Menschen voran zu bringen? Es geht Ihnen nicht um Gerechtigkeit für andere Menschen, sondern um das Beschuldigen jüdischer und muslimischer Menschen, um billige Preise und um Ihr Überleben. Sogar mit einfachen Konzepten wie dem der erneuerbaren Friedensenergien taten und tun Sie sich schwer.

  30. @ Michael Blume 30.07.2026, 19:32 Uhr

    Zitat: „Es geht Ihnen nicht um Gerechtigkeit für andere Menschen, sondern um das Beschuldigen jüdischer und muslimischer Menschen, um billige Preise und um Ihr Überleben.“

    Was sollte ich tun, um von Ihnen nicht mehr vorgeworfen zu bekommen, ich wäre ein Juden oder Moslemfeind?

    Die meisten Menschen bevorzugen günstige Preise und müssen um ihr Überleben kämpfen.

    Obwohl ich beobachtet habe, wie eine „reiche Tussi“ beim Computerhändler gleich am Anfang betont hat, sie will einen möglichst teuren Apple Laptop für den Computerunterricht ihres Sohnes kaufen, damit er „hervorsticht“, er wäre schließlich „etwas Besseres“…..

    • @Realo

      Die Begriffe „Juden- oder Moslemhasser“ habe ich nicht verwendet.

      Es wäre aber auch nicht schwer, hier weiter zu kommen:

      Hören Sie einfach auf, jüdischen und muslimischen Deutschen das Deutschsein abzusprechen, sie in „ihre Länder“ zu verweisen, gegeneinander auszuspielen und ihnen stereotypes Verhalten zu unterstellen. Achten Sie sie, wie alle anderen auch. Und erkennen Sie an, dass auch Christen, Esoteriker und Atheisten mehr als genug imperiale Kriege eröffnet haben – beispielsweise Hitler gegen Juden, Sinti & Roma, Slawen, Putin gegen das islamisch geprägte Tschetschenien, Stalin gegen die Bevölkerung der Ukraine.

      Das würde als Zugang zur Gerechtigkeit und also zum dialogischen Monismus schon reichen.

      Und wenn Sie darüber hinaus wirklich etwas für den Frieden tun wollten, dann erkennen Sie einfach an, wie viele Schäden und Gewalt durch den Import und die Verbrennung von Öl und Gas verursacht wurden und immer noch werden. Betrachten Sie, was die Gier nach diesen fossilen Gewaltenergien aus Saudi-Arabien, dem Iran, aus Russland und Venezuela gemacht hat. Wie die Hitze um sich greift, Wälder brennen. Und handeln Sie entsprechend pro erneuerbare Friedensenergien, im Rahmen Ihrer Möglichkeiten.

      Es ist nie zu spät, innere Blockaden abzulegen und nach dem Besseren zu streben. Dialog und Wissenschaft können dabei helfen. Sie müssten es nur ehrlich wollen und tun.

      Ihnen einen schönen Tag, @Realo.

    • Realo,
      Empfehlung : Schau dir den Film Lawrence von Arabien an.
      Dann lies das Buch von T.E. Lawrence, die sieben Säulen der Weisheit.
      Nach der Bibel sind das:
      Die 7 Säulen der Weisheit
      Reinheit (aufrichtige Absichten)
      Friedfertigkeit (konfliktmindernd)
      Güte / Sanftmut (rücksichtsvoll)
      Folgsamkeit / Vernunft (belehrbar)
      Barmherzigkeit (voller guter Früchte)
      Unparteilichkeit (unbestechlich)
      Aufrichtigkeit (ohne Heuchelei)

      T.E. Lawrence benennt die Säulen nicht , aber er spricht von dem inneren Konflikt, den er als Partisanenführer im Auftrage Englands gegen das Osmanische Reich führte, obwohl er wusste, dass die Engländer das Gebiet schon aufgeteilt hatten
      und er doch den Arabern Unabhängigkeit versprochen hatte.

      Es geht um die Verstrickung von Interessen, einen Interessenkonflikt, der auch heute noch nach 100 Jahren besteht, wem gehört der Nahe Osten.

  31. Michael Blume
    31.07.2026, 06:51 Uhr

    Und handeln Sie entsprechend pro erneuerbare Friedensenergien, im Rahmen Ihrer Möglichkeiten.

    Ich finde es allerdings immer wieder interessant wie manche Mitdiskutierenden hier gern so tun als wäre der Freiheitsrahmen da für alle gleich offen. Nein ich meine jetzt nicht speziell irgendwie dich @Michael. Das im Rahmen der eigenen Möglichkeiten betonst du ja oft genug.

  32. @Uli Schoppe 31.07. 10:03

    „Ich finde es allerdings immer wieder interessant wie manche Mitdiskutierenden hier gern so tun als wäre der Freiheitsrahmen da für alle gleich offen.“

    Entsprechend ärgerlich ist es, dass man als Mieter im Innenstadtbereich kaum eine Möglichkeit hat, selber PV zu nutzen. Gerade in Kombination mit einem inzwischen kostengünstigen Lithiumspeicher von etwa einer Tagesleistung Kapazität könnte man nicht nur Treibhausgase, sondern zugleich auch Kosten einsparen.

    Es müssten hier Investoren alle geeigneten Flächen für kleines Geld mieten können, und dann überall PV-Anlagen samt integriertem Speichern installieren dürfen. Dann braucht es nur noch die Erlaubnis, den Strom zu wirklich realistischen Durchleitungsgebühren überall in der Nachbarschaft direkt zu verkaufen.

    Und dann gleich jede Menge Ladestationen, praktischerweise biderektional, gleich mit anbieten.

    Von mir aus kann da sogar der kommunale Energieversorger auch gleich selber in diesem Sinne aktiv werden? PV nah am Verbraucher und mit Speicher kombiniert lohnt sich sehr und entlastet letztlich auch die Stromnetze.

  33. @Tobias Jeckenburger
    01.08.2026, 15:26 Uhr

    Gerade in Kombination mit einem inzwischen kostengünstigen Lithiumspeicher von etwa einer Tagesleistung Kapazität könnte man nicht nur Treibhausgase, sondern zugleich auch Kosten einsparen.

    Zum Kosten einsparen kommt man aber erst wenn man sich die Anfangsinvestition leisten kann:

    https://solarmotion.ch/stromspeicher/solarspeicherpreise/#Wie_viel_kostet_ein_Stromspeicher_fuer_die_Photovoltaik-Anlage_2025

    Geh mal von 10kwh aus, dann geh mal hier die Strasse entlang und mach mal dafür Werbung.

    Keine Angst, meine Nachbarn sind nicht gewalttätig 😉

    Genauso sieht es mit E Fahrzeugen aus. Klar rechnet sich das später, aber man muss ja die Anfangsinvestition für das Fahrzeug stemmen. Und da ist das Budget genauso begrenzt. Da ist es egal ob für Verbrenner oder E Auto…
    Man kann so lange predigen wie rational die Entscheidung sei: Wenn die Gefahr besteht das bestimmte grundlegende Dimge die jemand nicht aufgeben möchte gefährdet sind handeln Menschen auch irrational. Das ist nicht dumm sondern menschlich. Und auch belegbar. Warum sonst wählen manche Gruppen trotzdem AfD? Das ist das gleiche Phänomen.

    Darum denke ich auch das man als Energiekonzern die Tendenz die Investitionen da zu privatisieren gar nicht so schlecht findet: Man rechnet ein das die Menschen das nicht tun werden. Kann als Strategie natürlich schwer nach hinten los gehen.
    Ich glaube nicht das manche mit den Neuzulassungszahlen bei Fahrzeugen gerechnet haben.

    Ich kann Dir aus meiner persönlichen Warte sagen das sich der Traum von der eigenen Energiewende innerhalb von zwei Monaten in Rauch auflösen kann. Ganz ohne eigene Reaktanz durch Veränderungen die man gar nicht selber hätte beeinflussen können.
    Ironischerweise unter anderem durch einen Gebäudeschaden der ziemlich sicher an den Temparaturveränderungen durch den Klimawandel und den Braunkohleabbau hängt. Den mir Rheinbraun aber sicher nicht abnehmen wird.

  34. @Uli Schoppe 03.08. 00:30

    „Zum Kosten einsparen kommt man aber erst wenn man sich die Anfangsinvestition leisten kann:…Geh mal von 10kwh aus, dann geh mal hier die Strasse entlang und mach mal dafür Werbung.“

    Richtig interessant werden doch die Speicher kombiniert mit der eigenen PV-Anlage, und wenn man den Strom zu einen guten Teil selbst verbrauchen kann. Das eigene E-Auto und die Wärmepumpe passt dazu auch noch ganz gut, dann kann man noch großzügiger skalieren.

    Das Problem ist hier im Innenstadtbereich, dass kaum einer sein eigenes Dach hat.

    Hier müssten Investoren, Genossenschaften oder die kommunalen Stadtwerke die geeigneten Dächer und andere Flächen für kleines Geld mieten, und den Strom dann in der Nachbarschaft verkaufen dürfen.

    Wenn die Durchleitungsgebühren für den Stromtransport von nur wenigen hundert Metern entsprechen niedrig wären, dann könnte man da ziemlich billigen Strom anbieten.

  35. @Tobias Jeckenburger
    03.08.2026, 23:59 Uhr

    Richtig interessant werden doch die Speicher kombiniert mit der eigenen PV-Anlage,

    Ich fand das mit dem „sich leisten können“ jetzt nicht so schwierig zu verstehen.

    Bis zu dem Gedanken den Strom in der Nachbarschaft zu verkaufen muss man erst kommen…
    Ein Kredit den man nicht mehr bedienen kann weil sich die eigene Lage zB durch Arbeitslosigleit verschlechtert hat macht einen dann fertig.
    Eine Solarzelle auf den Balkon hängen will ich noch gar nicht diskutieren. Obwohl man dazu natürlich auch den Balkon haben muss…

    Irgendwie sitzt überall fest wer einen eigenen Altbau hat kann sich dann auch sicher die PV Anlage leisten.
    Ich kann Dir garantieren: Ich kann das nicht.

  36. @Uli Schoppe 04.08. 12:32

    „Bis zu dem Gedanken den Strom in der Nachbarschaft zu verkaufen muss man erst kommen…Ein Kredit den man nicht mehr bedienen kann weil sich die eigene Lage zB durch Arbeitslosigleit verschlechtert hat macht einen dann fertig.“

    Hier in der Innenstadt geht es sowieso nur über Investoren. Wenn die eine genügend konkrete Wirtschaftlichkeit erwarten, können die eben Dächer mieten, die Anlagen installieren und der ganzen Nachbarschaft billigen Solarstrom anbieten, bei genug integrierten Speichern auch nachts.

    Die Kunden zahlen ganz normale Stromrechnungen, eine von dem Solarinvestor, und eine von dem örtlichen Versorger, der einspringt, wenn der Solarstrom nicht mehr reicht.

    Das können auch gerne Eigenheimbesitzer mitmachen, die jetzt selber echt kein Kapital haben. Die entsprechenden Investoren werden wohl so ziemlich alle geeigneten Dächer nutzen, die die Besitzer nicht selber für PV-Anlagen nutzen können oder wollen.

    Dafür muss es natürlich erlaubt sein, zu vernünftigen Durchleitungsgebühren in der Nachbarschaft Solarstrom zu verkaufen. Was derzeit in Deutschland nicht der Fall ist, so weit ich das mitbekommen habe.

  37. @Tobias Jeckenburger
    05.08.2026, 00:12 Uhr

    Wir sind ja jetzt ziemlich weit vom Thema des Beitrags ab 🙂

    Siehst Du denn für eine so vernünftige Lösung wie Du sie vorschlägst irgendwo politischen Willen? Frau Reiche hat den offensichtlich nicht.

    Das ist ähnlich wie bei der Rente die Adenauer ja auch nicht als selbsttragende und zuschussfreie Versicherung im eigentlichen Sinn einer Versicherung gedacht hat. Das will ich jetzt gar nicht als neues Fass aufmachen, aber da gibt es auch keine Lösungen mit denen dann nicht einfach viele Menschen nicht mehr vernünftig umgehen können.

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