Was Attila Hildmann ärgert – Über Geschäftsmodelle von Verschwörungsunternehmern sprechen

Mit SPIEGEL TV bot wieder mal ein überregionales Medium dem Antisemiten Attila Hildmann eine Bühne – anstatt zum Beispiel der von Hildmann angegriffenen Wissenschaftlerin Pia Lamberty.

So richtig entspannt scheinen Herrn Hildmann aber die Dreharbeiten nicht zu haben. Denn er fand es nötig, seine Anhängerschaft zum Downvoting eines Vortrags von mir auf YouTube aufzufordern.

Ein Screenshot im Screenshot von meinem Instagram-Account.

Dabei war beim Vortrag bei PunktSieben eines demokratischen Bündnisses rund um die evangelische Kirchengemeinde Walldorf wegen des großen Andrangs der Videostream zusammengebrochen – so wurde es zum reinen Hörstück. Was Hildmann jedoch zutiefst ärgerte war wohl die Erwähnung seines Geschäftsmodells der sog. “Siegfried-Taler”, mit denen der Möchtegern-Reichskanzler seine eigene Anhängerschaft abzockte.

Selbstverständlich ging die Aktion nach hinten los – nun wurden erst Recht viele Interessierte auf das Video aufmerksam und es stiegen die Zugriffszahlen ebenso wie die Positiv-Voten.

Bemerkenswert finde ich jedoch auch hier, dass Verschwörungsunternehmer auf inhaltliche Hinweise – beispielsweise auf die Analogie von Adrenochrom- und Hexensalbe-Verschwörungsmythen – meist recht entspannt reagieren, nach dem Motto: Die einen sagen so, die anderen sagen so. Auf Erläuterungen der Geschäftsmodelle – oft einfach: der Abzocke der Verschwörungsgläubigen – reagieren die Betreffenden jedoch immer wieder getroffen. So “widmete” mir der Querdenken-Gründer Michael Ballweg nach meinen Hinweisen auf das dubiose und rechtlich m.E. nicht haltbare “Querschenken” gleich mehrere namentliche Pressemitteilungen.

Entsprechend kann ich allen AufklärerInnen nur empfehlen, von üblen Gold-Deals über Esoterik-Merchandising bis hin zur Öl- und Gas-Rentierstaatstheorie gerade auch die Geldflüsse hinter Verschwörungsmythologien immer wieder in den Blick zu nehmen – und damit auch deutlich zu machen, dass Verschwörungslügner auch ihre eigene Basis ausnehmen.

Deswegen habe ich das Thema dann auch beim Stadtgespräch Stuttgart bei RegioTVSchwaben gerne aufgegriffen und freue mich auf das Erscheinen des Sammelbandes “Fehlender Mindestabstand” bei Herder am 7. April.

Screenshot von RegioTV-Schwaben: Michael Blume

So möchte ich also alle Menschen guten Willens aufrufen und ermutigen: Lasst uns die Verschwörungsunternehmer so richtig ärgern, Gesellschaft und Staat informieren und zumindest jene Teile der Verschwörungsgläubigen, die noch zum Nachdenken in der Lage sind, vor Abzocke warnen.

Dr. Michael Blume studierte Religions- und Politikwissenschaft & promovierte über Religion in der Hirn- und Evolutionsforschung. Uni-Dozent, Wissenschaftsblogger & christlich-islamischer Familienvater, Buchautor, u.a. "Islam in der Krise" (2017), "Warum der Antisemitismus uns alle bedroht" (2019) & "Verschwörungsmythen". Hat auch in Krisenregionen manches erlebt und überlebt, Beauftragter der Landesregierung BW gg. Antisemitismus. Auf "Natur des Glaubens" bloggt er seit vielen Jahren wöchentlich, um Religionswissenschaft zugänglich und diskutierbar zu machen.

50 Kommentare

  1. “Verschwörungslügner ”
    Sind Sie denn der Ansicht, diese Menschen sagen bewußt und vorsätzlich die Unwahrheit?
    Ich will diese Möglichkeit nicht ausschließen. Bislang ging ich aber davon aus, diese Menschen sind im Irrtum oder es stellt sich so dar.
    Mir wäre es sehr angenehm man könnte das als vorsätzliche Tat gegen die Wahrheit beweisen. Aber bislang habe ich davon nur sehr wenig geshen.

    • Nein, @J. – bewusst verwende ich meist den Begriff Verschwörungsmythen, da diese auch tatsächlich geglaubt werden können. In diesem Falle von A. Hildmann möchte ich jedoch die objektive Unwahrheit der auch im SPIEGEL-TV-Feature getätigten Aussagen sowie die Gewinnerzielungsabsichten etwa beim Verkauf der sog. Siegfried-Taler unterstreichen.

    • Sind Sie denn der Ansicht, diese Menschen sagen bewußt und vorsätzlich die Unwahrheit?

      Bei Hildmann denke ich das ehrlich gesagt nicht. Die frage hat mich aber auch beschäftigt. Ich denke der ist mal gedanklich falsch abgebogen, zusätzlich vermute ich ehrlich gesagt auch eine gewisse psychische Prädisposition für so eine Entwicklung, will aber hier nicht irgendwelche laienhaften Ferndiagnosen stellen. Dass er auch versucht Geld zu verdienen mit seiner “Berufung” kann man ihm wohl gar nicht übel nehmen – zumindest nicht im moralischen Sinne. Mann kann im Grunde nur aufklären und muss dabei aber auch darauf achten ihm so wenig Bühne wie möglich zu bieten.

  2. Ich habe Ähnliches persönlich bei Kreationisten (junge Erde etc.) erlebt. Wenn man die Anhänger darauf hinweist, dass ihre Gurus / Verkünder / Propheten mit den Büchern usw. sehr viel Geld verdienen – mehr vermutlich als mit ihrer anderen “wissenschaftlichen” Arbeit, gibt es erst einen irritierten Blick und dann eine Menge Hass … “du bist verloren”, “Satan täuscht uns da nur …” usw. Ergo es wird sofort ad hoc einiges behauptet um seinen “Glauben” zu immunisieren.
    Die Gurus selber sind dagegen oft sofort aggressiv gegen die Geschäftsschädigung und sparen sich die Verwunderung. Diese Verschwörungsunternehmer sind sicherlich auch die, die ihren eigenen Mist am wenigsten glauben.
    Ob es da Ausnahmen gibt, also an der Verschwörungsverbreitung verdienen und diese auch noch selber glauben?

    • Ja, @einer – da decken sich unsere Erfahrungen und Beobachtungen. Ich gehe tatsächlich davon aus, dass es neben abgebrühten Zynikern, die wenig oder nichts vom Angepriesenen selbst glauben, vor allem auch jene gibt, die sich auch selbst getäuscht und immer tiefer „hinabgeschwurbelt“ haben. Die Wechselwirkung aus Lügen und begeisterten Rückmeldungen verführt sicher auch die Gurus.

      Vgl. auch genau dazu die Sekten-Folge von Michaela Voth / Melima im Nachgefragt-Podcast mit Ulrike Schiesser genau dazu:
      https://nachgefragt-podcast.de/tag/sekten/

      • Danke, war sehr interessant.

        Bemerkenswert ist, dass erst eine eigene (aber durchaus sinnvolle) Definition von Sekte verwendet wird, aber es dann später aus gesetzlichen Gründen doch auf etabliert (=keine Sekte) und nicht etabliert (Sekte) hinausläuft.

      • Die beiden größten Betbudenbetreiber Deutschlands kassieren für ihre Märchen etwa 11 Milliarden € Kirchensteuer jährlich. Da können Hildmann und Konsorten nur von träumen.

        • Danke, „Uwe Hauptschueler“!

          Dass neben Antisemitismus auch Kirchenfeindlichkeit unter der verbleibenden Hildmann-Anhängerschaft vertreten war, war mir klar! Aber diesen Herrn auf eine Ebene mit den Kirchen zu stellen – Danke, das war mir neu! 🙏🤣✅

          • Sie könnten ja mal auf den Fakt antworten. Die Kirchen erhalten 11 Milliarden Euro Kirchensteuer. Der Staat treibt das Geld sogar ein.

            Nach meinem Kenntnisstand verwenden die Kirchen ca. 2/3 für ihr Personal.

            In Bayern lt. BR
            Kirchengemeinden und Pfarreien: 46 %
            Kindergärten und Bildungseinrichtungen: 28%
            Soziale Verbände und Dienste: 6%
            Überdiözesane Aufgaben: 4%
            Verwaltung: 10%

            Macht nicht ganz 100% , der Rest ist Steuern und Kleinkram …

            D.h. wenn man Herrn Hildmann unterstellt “Seelsorge” zu betreiben und er ca. 50% der Einnahmen aus diesen Geschäften für sich selber verwendet = als Gehalt auszahlt, wo besteht denn nun genau der Unterschied zu den Kirchen?

            Ihre “Ad hominem” Attacke auf den Vorposter ist allerdings vom Feinsten …

          • Lieber @Graf Cagliostro,

            oh, ich hätte überhaupt kein Problem, sondern tiefen Respekt, wenn Attila Hildmann zugeben würde: Ich biete Euch religiöse Lehren, Mythen, Rituale, Gemeinschaft, gute Werke, Architektur – und bitte Euch dafür um Mitgliedsbeiträge und Spenden, die ich transparent verwalte (bei Kirchens u.a. durch Rechenschaftsberichte & gewählte Vertretungen).

            Doch Attila Hildmann verkündet eine angebliche Weltverschwörung, verbreitet Angst und Hass – und zockt die eigene Anhängerschaft u.a. durch Produkte wie Siegfried-Taler ab, die weit über ihrem Materialwert verkauft werden & angeblich nach der Apokalypse noch gelten. Auch andere „Querschenker“ nehmen gerne, aber stellen weder Transparenz noch nachhaltige Institutionen her.

            Auch wenn Sie gerne Religionen verbieten & Verschwörungsunternehmer wie Attila Hildmann erheben würden – die Unterschiede liegen klar & empirisch auf der Hand. Falls Sie tatsächlich wissenschaftlich interessiert sein sollten, hier auch ein Video zum heutigen Darwin Day! https://youtu.be/Iy9J9ddelVw

            Viel Freude beim Entdecken (falls Sie nicht auch bereits Wissenschaft für einen Aspekt der angeblichen Weltverschwörung halten…)

          • Mhhhhh, wo will ich den die Kirchen verbieten?
            Ich einen leicht vergleichbaren Aspekt (Finanzen) herausgegriffen.

            Scheint aber ihr Stil zu sein, die Kommentatoren persönlich anzugreifen, ich bin ja auf einmal Wissenschafts- und Kirchenfeind.

            Zum Thema Transparenz bei den Kirchen gäbe es viel zu sagen, u.a. über Frau Kässmann, Herrn Franz-Peter Tebartz-van Elst oder die unzähligen Skandale um Gewalt und Missbrauch.

            Zum Thema Verschwörung: sagt da die Kirche nicht in etwa “folgt meinen Ritualen der Anbettung meines Gottes, sonst schmort ihr in der Hölle”? Was ist das sonst, eine Verschwörungstheorie, mach den Leuten Angst und profitiere davon. Verxzeiehn sie mir die Zuspitzung, aber ich habe wirklich Respekt vor Menwchen ,die tief in ihrem Glauben leben….

            Shalom, Grüss Gott, Salam Alaikom ….

          • Man nennt die von Ihnen verwendete Diskussionsstrategie “Derailing”, @Graf Cagliostro: Ich schreibe und spreche über einen extremen Antisemiten und Sie versuchen mit absurden Gleichsetzungen die Debatte in Richtung Kirchen, Judentum und Islam umzulenken. Das ist eine schöne Anerkennung meiner Aufklärungsarbeit hier – Danke! -, zudem interessant für weitere Leserinnen und Leser und schließlich auch stärkend für den Blog als Ganzes.

            Gerne weiter so! 🙂

  3. Ich habe am Anfang der Pandemie auch einen Goldkäufer darauf aufmerksam gemacht, dass der Goldabbau Lebensräume von Menschen und Tieren vergiftet und vernichtet, die uns helfen können nach einem befürchteten Zusammenbruch Nahrung und Medizin zu finden, während Gold dann nur für Schmuck und als Zahnfüllung gut ist. Zudem wird Gold gerade in Elektrotechnik gebraucht, und nicht daheim nutzlos gebunkert.
    Einfach mal beim Bundesamt für Katstrophenschutz abchecken und tolle Bücher wie Survival Total von Hugh McManners, und eine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen in der örtlichen Bücherrei ausleihen, kommt mir so als sinnvoll in den Sinn, sowie auch Gesundheitssport wie Karate.

    Am wichtigsten ist es vielleicht vor lauter Überlebenskampf nicht die Lebenskunst zu vergessen.
    Die Kreisläufe des Wassers wieder ankurbeln.
    https://www.rainforclimate.com/
    https://www.rainforclimate.com/explanation
    Da profitieren wirklich alle von!

    Saritah – Here We Stand [Official Video 2017]

    • Mach ruhig weiter so Blume.
      Glaub bloß nicht Du könntest nach der Pandemie Dein geschäftsmäßig-hetzerisches Geschwurbel einfach anpassen!

      Wenn es nach der Pandemie keine atomare Apokalypse gibt, sondern endlich eine menschenwürdige Weltordnung OHNE …, dann kommen Leute wie Du ganz sicher in eine entsprechende Anstalt, bzw. nur noch zur Gurkenernte, zum Erdbeerpflücken oder Spargelstechen.

      • Vielen Dank für Ihre Hass- und Drohfantasien, @hto. Um diese zu dokumentieren schalte ich gerne hin und wieder eine frei. So können sich alle vom Inhalt Ihrer „sozialistischen“ Utopie selbst überzeugen. Das spricht ja auch für sich…

        • @j

          Ich bin jetzt 61, da kann man sich doch vorstellen was noch bleibt!?

          Machtfantasien, oder Erfolgswahn wie Blume, habe ich jedenfalls nicht!!!

          Ich mache das was ich mache, weil ich im Gegensatz zu Blume von der zu erfüllenden Sinnhaftigkeit in Form einer zweifelsfrei-eindeutigen wirklichen Wahrhaftigkeit “wie im Himmel all so auf Erden” überzeugt bin, also Geist-“Gott”/Vernunft-Mensch/Gemeinschaft/Gemeinschaftseigentum-Seele, zur Stärkung der Schöpfung / des Geistes / des Zentralbewusstseins – einen personifizierten Gott gibt es sicher nicht.

          Mensch bedeutet seit der “Vertreibung aus dem Paradies” (Mensch erster und bisher einzige geistige Evolutionssprung) immer alle, die Bibel spricht deshalb niemals die Illusion der “Einzelnen” oder des “Individualbewusstseins” an, die Seele ist somit ein Begriff nur für die Gesamtheit, und die Behauptung “Gottes Wege sind unergründlich” ist eine Lüge / ein Selbstbetrug aus der Verkommenheit der Hingabe zur materialistischen “Absicherung” in dieser wettbewerbsbedingten Welt- und “Werteordnung” – Matthäus 21,18-22 ist für mich die wichtigste Bibelstelle, sie zeigt vor allem die Ernüchterung des Jesus, dass er wenig Hoffnung hat Mensch zur Überwindung seines der Vorsehung entsprechenden Schicksals geholfen zu haben.

          Ich habe da auch nicht viel Hoffnung, aber vielleicht bringe ich ja noch die Kraft auf um zu den “144000 auf dem Berg Zion” zu gehören – Zeit und Raum sind relativ 😊

          • @hto
            Danke für Ihre ehrliche Antwort
            Ich will das etwas einordnen in die mittelalterlichen Debatten, im zweiten Schritt das Ganze exegetisch beleuchten.
            ich hoffe, ich verstehe Sie richtig: Sie glauben nicht an eine individuelle Seele, sondern mit dem arabischen Philosophen Averroes an eine kollektive Seele? Das ist eine respektable Position, die im mittelalterlichen Islam entwickelt, im lateinischen Mittelalter diskutiert, aber letztendlich verworfen wurde. Der Grund dafür ist: Gott liebt die Menschen Peter und Paul aber nicht das Abstraktum Menschheit. (An diesem Punkt kann man gerne weiterdiskutieren).
            “zweifelsfrei-eindeutigen wirklichen Wahrhaftigkeit “wie im Himmel all so auf Erden” ” : genau dieses haben die hochmittelalterlichen Philosophen und Theologen Albert d.Gr. und Thomas v. Aquin verworfen und an diese Stelle a) die Korrespondenzwahrheit (Wahrheit ist Übereinstimmung der Dinge mit dem Verstand ) für die Erde und b) mit der Figur der analogia entis für den Himmel gesetzt (auch hier verkürze ich ein wenig). Hierzu die harte Aussage eines Psychiaters: “Wer noch die antike Auffassung der Unverborgenheit der Wahrheit vertritt, den muß ich als psychisch krank ansehen.” ( Es spielt keine Rolle, woher ich diese Aussage habe, sie ist gefallen.)
            Zweitens exegetisch: Zu den 1444000 können Sie gar nicht gehören- es sei denn, Sie wären Jude. (Schlagen Sie einmal selber nach, Offb. 7,4) . Damit ist noch nicht einmal etwas über die Symbolik dieser Stelle ausgesagt. Nur so viel- sie ist wohl nicht antisemitisch auszulegen.
            Die Aussage, es gebe keinen personifizierten Gott widerspricht ganz klar Joh. 1,14.
            Zur Vertreibung aus dem Paradies: die biblischen Autoren wählten für diesen Text bewußt die Form des Märchens, um auszudrücken, dass jeder Mensch diese Erfahrung machen muß: zwischen gut und Böse wählen, sich seiner Nacktheit bewußt zu sein, sich verantworten zu müssen. (uv.m. diese Meistererzählung ist sehr vielschichtig.) Nach biblischem Zeugnis ist nicht die Rückkehr ins Paradies das Ziel, sondern die zukünftige Stadt, das himmlische Jerusalem.
            So viel in aller Kürze.

          • @lieber j

            Die Bibel ist Philosophie die man nicht nationalistisch/wettbewerbsbedingt deuten darf, da hätten wir ja schließlich besser die Edda Odins reformieren können/müssen!?

            Moses und Jesus, jeder auf seine Art und Weise, haben versucht die reine Vernunft in gottgefälliges Verantwortungsbewusstsein zu kanalisieren, beide sind (vorerst/bisher) gescheitert, auch wenn beide vielleicht keine realen Personen waren.

          • @j

            Joh. 1,14 Das ist wohl auch die Bibelstelle wo die Wissenschaftler Gott = Mensch gedeutet haben – erkenne ich jedenfalls auch so 🙂

          • @ j
            17.02.2021, 18:20 Uhr

            Hierzu die harte Aussage eines Psychiaters: “Wer noch die antike Auffassung der Unverborgenheit der Wahrheit vertritt, den muß ich als psychisch krank ansehen.”

            Die griechische aletheia als Unverborgenheit zu übersetzen, das ist ein Alleinstellungsmerkmal Martin Heideggers, und der ist hier gemeint. (Philologisch richtig wäre übrigens „Ent-deckung“, „Aufdeckung“. Aletheia ist ein Begriff aus der griechischen Rechtsfindung; ein bislang verborgener Sachverhalt wird aufgedeckt. Aber Wahrheit, das haben wir mit Heidegger gelernt, ist nicht identisch mit wissenschaftlicher Richtigkeit.) Über Heidegger hat Herr Blume im vergangenen Jahr intensiv gearbeitet.

            Ich persönlich halte die mittelalterlich-lateinische Entwicklung, wie sie prominent noch Papst Benedikt in seiner Regensburger Rede vertreten hat, nicht nur mit Recht für überwunden; ich halte sie für eine Fehl-, eine Rückentwicklung, ausgehend von der spätestens römischen Stoia. Die griechische Philosophie halte ich für viel weiter. Und ich stimme Heidegger vor allem in seiner Beobachtung zu, daß das zuerst ein Übersetzungsproblem ist. Wenn das griechische Vernehmen, die Vernunft, die nous übersetzt wird in die lateinische Verrechnung, den Verstand, die ratio, dann ist schon unendlich viel verloren gegangen.

            Allerdings bin ich der Überzeugung, daß die Antike weiterentwickelt worden ist vom Voluntarismus der islamischen Theologie/Philosophie, auf der heutige moderne Philosophie und Naturwissenschaft fussen.

            Das Einzige, was mich an meiner Überzeugung irritiert/stört, ist tatsächlich, daß Heidegger sie nicht vertritt, obwohl er über den Voluntarismus im Mittelalter promoviert hat. (Über einen Schüler des Duns Scotus.) Er hätte das sehen müssen. Vielleicht hat er das nicht gesehen aufgrund seines zunehmend verstörten Verhältnisses zur Katholischen Philosophie, die sich zu dieser Zeit in ein immer inakzeptableres Gettho einkerkerte, das auch Heideggers berufliche Pläne zerschlug. Vielleicht ist er einfach aber wirklich schlauer als ich.

            Wer heute noch die mittelalterliche Korrespondenztheorie der Wahrheit vertritt wie etwa der Leninismus mit seiner Widerspiegelungstheorie, den halte ich erkenntnistheoretisch für naiv.

          • Ups.

            Und ich stimme Heidegger vor allem in seiner Beobachtung zu, daß das zuerst ein Übersetzungsproblem ist.

            Das „zuerst“ muß ich selbstredend sofort feierlich wieder zurückziehen. Für Heidegger ist da bekanntlich viel früher schon alles schief gelaufen; ich hatte hier irgendwo das mal festgemacht an den Vortrag „Platons Lehre von der Wahrheit“, Heideggers Höhlengleichnisinterpretation. Aber die Übersetzungen ins Lateinische machen nichts besser, da hat der Heidegger wieder mal Recht.

            Natürlich ist ein Ergebnis dieser Analyse, daß man auf lateinisch nicht mehr philosophieren könne. Und das richtet sich selbstverständlich auch gegen Thomas von Aquin. Und ist selbstverständlich wiederum Teil Heideggers nationalistischen Ressentiments. Was diese Analyse womöglich verdächtig macht, aber nicht falsch: Dem Lateinischen sind die Wurzeln griechischen Philosophierens verbaut.

            Notiz: Auch an diesen verhängnisvollen Übersetzungen waren aber wieder einmal keine Juden beteiligt.

    • Vergleich != Gleichsetzung

      Ich kann die Titanic mit einem Ruderboot vergleichen, ich kann Hildmann mit Kirchen vergleichen.

      D.h. nicht, das ich sie gleichsetze.

      Ein “derailing” sehe ich nicht, ich stimme ihnen sogar vollkommen zu: folge der Spur des Geldes….

      • Klar setzten Sie den Antisemiten Hildmann mit Geistlichen aus Christentum, Judentum und Islam gleich, @Cagliostro. Sie versuchten sich in vermeintlich genialischer Täuschung, wie Ihr Namensgeber (der i.Ü. auch kein Graf war). 🤣

        (Habe über Goethe-Cagliostro bei Blumenberg gelesen, welche Tragik… 🥲)

        Dass Sie damit auch Betrug an der eigenen Anhängerschaft mit transparenten Spenden und Mitgliedsbeiträgen gleichsetzen, ist nur konsequent. Relativismus und Verschwörungsmythen als Reaktion auf die Falsifikation der induktiv behaupteten Männlichkeit kann eben nicht nur der A.H… 🤔💁‍♂️

      • @Hto & Cagliostro
        Spannend, dass sie auf Einwände und Gesprächsvorschläge nicht eingehen.
        Wir sind auf der gleichen Gesprächsstufe wie in Platos Gorgias.
        Ich kann meinen akademischen Lehrer inzwischen gut verstehen:
        “Als Christ fürchte ich nicht die Macht des Bösen. Dagegen haben wir die Sakramente und die Vergebung der Sünden. Ich fürchte aber die Macht der Dummheit. Denngegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.”

        • @j
          Welches Gesprächsangebot oder Einwände? Bitte um Aufklärung!

          In Platos Gorgias wird keine Einigung erzielt; das gilt es auszuhalten in einer Demokratie. Oder?

          Noch eine Frage: wollen sie mich mit dem Zitat der Dummheit bezichtigen!?

  4. Herr Blume, ich möchte Ihnen ein Kompliment aussprechen für Ihren Kampf für Demokratie und den Rechtsstaat und gegen Antisemitismus und totalitäre Verschwörungsideologien. Dafür, dass Sie dahinter blicken, was Leute wie Hildmann antreibt (eben nicht nur ihre Ideologie, sondern auch das Geld) und ihnen die Decke, mit der sie ihr Tun zu verbergen suchen, überm Kopf wegziehen.

    In der Vergangenheit haben wir heftige Differenzen bei religiösen Themen gehabt und werden da sicherlich nicht so schnell auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Aber für die Arbeit, die Sie hier tun, erhalten Sie mein uneingeschränktes Lob. Danke.

    • Vielen lieben Dank, @Spritkopf! Religiöse und weltanschauliche Fragen dürfen, ja sollen in vielfältigen Gesellschaften auch strittig sein. Aber wir halten einander nicht für „satanisch“ und werfen einander keine Weltverschwörung vor. Und diese Basis ermöglicht dann auch fruchtbare und respektvolle Debatten.

      Ihnen daher herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung!

  5. Was haben Attila Hildmann, Xavier Naidoo, Thilo Sarrazin, Thorsten Polleit, Markus Krall, Stefan Homburg, Thorsten Schulte und Max Otte gemeinsam? Sie sind alle erfolgreicher als Michael Blume und keiner von ihnen schreibt Gastartikel für ehemalige Stasi-Informanten.

    • Oh, vielen lieben Dank, @Lars! Mir wäre es bisher nicht eingefallen, alle diese Menschen in eine Schublade mit Attila Hildmann zu stecken – aber wenn Sie meinen…

      Auch die Sache mit dem „Erfolg“ hatte ich so noch nie verglichen. Klar, Errungenschaften wie das Retten von Menschen, das Vertrauen verschiedener Religionsgemeinschaften oder auch eine kinderreiche Familie zählen in Ihrem rechtslibertären Wertesystem viel weniger als ein zeitweiser Hildmann-Porsche. Ich hoffe, Sie kommen damit klar, dass es gerade auch die Definition von „Erfolg“ ist, die uns grundlegend trennt.

      Dazu ist wohl auch Ihr Hinweis auf meinen (selbstverständlich honorarfreien) Gastbeitrag bei Belltower zu den Kulturmarxismus-Verschwörungsmythen auch gegenüber Anetta Kahane zu nennen, der in der Tat sehr rege gelesen wird. Danke für den Hinweis!

      https://www.belltower.news/gastbeitrag-warum-der-verschwoerungsmythos-vom-kulturmarxismus-so-gefaehrlich-ist-108001/

      Beschimpfen Sie mich also gerne weiter, wenn es Ihnen gut tut. ☺️✅🖖

      • Das war schon Beschimpfen? Bitte nicht so empfindlich! Wir wollen ja nicht, dass Sie einen Seelenklempner aufsuchen. Die sind nämlich aktuell aufgrund der Lockdowns überbucht.

        Tja Erfolg wird in jeder Kultur anders definiert. Bei den Calvinisten war der wirtschaftliche Erfolg bekanntlich Zeichen der Auserwähltheit. Das wär mir zu dogmatisch. Für Nietzsche war es der künstlerische und ästhetische Wert, den ein Mensch in der Welt hinterlässt. Das gefällt mir eher. Die erfolgreichsten Menschen waren für mich daher Beethoven, Chopin, Vivaldi, Michelangelo, Goethe, Homer, Michael Jordan, Steve Jobs, Enzo Ferrari u.a.

        Und Hildmann fährt echt nur nen Käfer? Fail!

        • Ja, @Lars, wir können Ihre Aggressionen nachvollziehen – zumal der von Ihnen so verehrte Donald Trump an Pandemie und Demokratie gescheitert ist. Auch Ihre höhnische Herabsetzung von Seele zu einer toten Mechanik, die man(n) „klempnern“ könne, spricht Bände.

          Selbstverständlich müssen Sie „Eine Blume für Zehra“ von Andreas Malessa nicht gelesen haben. Aber dass ich eine Banklaufbahn (samt Ausbildung mit Auszeichnung) für die Wissenschaften beendet habe und (auch) damit sehr glücklich wurde, muss hier reichen. ☺️ Ihnen von Herzen alles Gute und jede Art von „Erfolg“, die nicht anderen schadet… 😻☕️✅

    • @Lars
      wenn Sie Verluste von 50% und mehr auf das Eigenkapital als Erfolg ansehen…
      Lehrer in der Schule: “50 % von euch werden die Prüfung nicht bestehen, wenn ihr so weitermacht wie bisher! “. Antwort der Klasse:” So viele sind wir doch gar nicht.”

      • Danke, @j. Das wirklich Tragische an der “Erfolgs”-Definition von @Lars ist ja, dass sie einsam macht: Pflegekräfte, Lehrende, Bäckereifachverkäuferinnen, Fahrer, Wissenschaftlerinnen, Landwirte, Eltern – sie gelten im marktradikalen Libertarismus allesamt als “Versager”, da sie nicht genügend Geld verdienen. Dass der Holocaust-Überlebende und Popper-Schüler George Soros wiederum finanziell noch erfolgreicher war, können sich viele dann nur über eine angebliche Weltverschwörung erklären…

        Der libertäre Antisemitismus ist eine sehr kalte, dunkle, hass- und angsterfüllte Weltanschauung… (Vgl. Folge 9, Tilman Knechtel)

    • Mir ist auch nicht klar, was hier der Maßstab sein soll für Erfolg. Naidoo, Hildmann waren erfolgreich vor ihren Schwurbeleien, wobei Naidoos Zeit auch ohne sie schon vorbei war. Was ich nicht hämisch meine. Von Frau Setlur hören wir auch nichts mehr.

      Um Otte wird es zunehmend einsamer, je mehr er abdriftet. Er nimmt zugegeben auch eine schwierige bis unmögliche Position ein: Wenn er Partei nimmt für den sozialen Flügel der AfD gegen deren neoliberalen Markenkern, was mir an sich sehr sympathisch ist, dann kann man aber nicht übersehen, daß Björn Ladig Höcke ein Nazi ist, mit dem man sich kein bißchen gemein machen darf. Otte rückt sich hier in eine für alle inakzeptable Ecke.

      Homburg? Überschreitet in meiner Wahrnehmung gerade ebenfalls eine Grenze: Er hat sich so in seine Irrtümer verrannt, daß er beginnt, Lügen zu verbreiten. Was will so einer noch an einer Uni? Was für traurige Gestalten gewinnt er nur noch als Studenten?

      Bei Herrn Blume erschließt sich mir überhaupt nicht, wie man sein Leben nicht ansehen können soll als ein in seinem Sinne gelungenes, erfolgreiches. Was könnte er für sich, für sein Leben noch wollen? Er ist keine Rampensau, kein Künstler wie Naidoo. Sieht sich nicht als politischer Führer, Anführer wie ein Hildmann; scheint ohnehin eher ein Beamten- als Politikertyp zu sein. Ja, seine Bücher verkaufen sich nicht so wie die von Sarazzin, dafür sind sie redlich geschrieben, nach bestem Wissen und Gewissen. Ich würde nicht wollen, daß von mir ein vorsätzlich produzierter Schund in den Bibliotheken stünde wie „Deutschland schafft sich ab“. Sarazzin war zuvor nicht arm, und seinen Sohn verachtet er, wird ihm nichts vererben wollen.

      • Lieben Dsnk, @Alubehüteter. Verstehe ich Sie richtig, dass Sie (Lebens-)Erfolg mit Sinn bzw. Erfahrungen von Sinn verknüpfen?

        Mich (und sicher nicht nur mich) würden Ihre Überlegungen dazu sehr interessieren.

  6. Viel Feind’, viel Ehr’! Bitte weiterhin über die Schwurbelszene schreiben, obwohl ich mich häufig zwischen Weinen oder Lachen entscheiden muss. Bevor ich über ihren Blog gestolpert bin, hätte ich für einen Religionswissenschaftler maximal ein müdes Gähnen übrig gehabt. Auch im fortgeschrittenem Alter kann man klüger werden 🙂

  7. Uwe Hauptschüler,
    Die Betbudenbetreiber sind eine staatstragende Institution.
    Sogar Honnecker hat sie geduldet, da wollen Sie doch nicht sozialistischer sein als der Erich.

  8. @Michael Blume
    Erstaunte Frage: Bekommen Sie viele solcher Hasskommentare?
    (Und interessieren würde mich, ob es nur wenige- aber unter verschiedenen Namen sind).

    • Ja, @j. – normalerweise schalte ich sie gar nicht mehr frei. Aber Hass durch Verschwörungsgläubige gehört zu meinem Alltag – und ich sehe es als Auszeichnung dafür, dass die Arbeit wirkt. ☺️💁‍♂️🖖🇩🇪🇪🇺

  9. @Michael Blume,

    warum geben Sie sich eigentlich mit solchen Typen wie hto und Lars noch ab?

    Beide haben in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, das sie unverbesserlich sind.

    Und wer mit 61 immer noch nichts dazu gelernt hat, der wird wahrscheinlich
    den verschwörungsmythologischen Tod sterben.

    • Lieben Dank, @Peter Eumella. Ich denke immer, dass diese Leute ja leider selber demonstrieren, wie wichtig der Kampf gegen Verschwörungsmythen und Hass ist. Indem sie sich durch diesen Blog immer wieder getriggert fühlen, demonstrieren sie, wie wichtig Aufklärung ist. So zumindest der Gedanke (wobei ich den gröbsten Kruscht längst nicht mehr freigebe).

  10. Um mich auch mal wieder hier sehen zu lassen.

    Zur Sache: Es gibt ganz klar Geschäftemacher wie Fuellmich mit seinem Pseudo-Prozeß. Da zahlen ihm Menschen je 800€ für eine Sammelklage in den Vereinigten Staaten, von dem Fuellmich genau weiß, daß er nicht zu führen ist. Die Klage wird niemals stattfinden.

    Hildmann und Wendler hingegen haben sich für ihre Überzeugungen wirtschaftlich ruiniert, das muß man ihnen abnehmen. Hildmann war einer der ganz großen Gewinner der Pandemie, bis er die Klappe aufmachte. Die Menschen hatten auf einmal mehr Zeit, konnten nicht mehr in Restaurants essen oder Kantinen und suchten nach neuen Hobbies. Da haben viele vegane Küche für sich entdeckt. Und der Wendler verdingt sich inzwischen für den Kopp-Verlag; schätze, sein Job bei DSDS war höher dotiert.

    Was ich nicht verstehe, ist, was Menschen bewegt wie Prof. Homburg oder aktuell (gegenwärtig noch nicht sonderlich radikalisiert) Professor Wiesendanger. … Ganz vorsichtig stelle ich mir die Frage aber auch schon bei Hendrik Streeck. Er muß inzwischen ja auch so etwas wie ein Geschäftsmodell sehen in seinen Thesen.

    • Ja, @Alubehüteter – die Geschäftsmodelle der Verschwörungsunternehmer gehen nicht immer auf. Und oft stehen am Anfang auch bei ihnen Blunting (z.B. bei Wendler wegen Steuern), echte Überzeugungen in Verschwörungsmythen sowie die Sehnsucht nach Aufmerksamkeit.

      Umso wichtiger scheint es mir zu sein, die Geschäftsmodelle frühzeitig aufzuklären und zu vereiteln, statt der fortschreitenden Radikalisierung der Betroffenen und „KundInnen“ nur zuzusehen.

      • Der Wendler hatte ja einige vielversprechende Verträge über DSDS hinaus, mit verschiedenen Werbepartnern, der Media-Markt war mit ihm sehr prominent unglücklich, seine Beziehung wollte er mit RTL versoapen, Hochzeit und so. Ich hatte mir seinerzeit die Pocher-Sendungen mit seinem Manager gesehen und schon den Eindruck, der Wendler hätte vergangenes Jahr erheblich rauskommen können aus seinen Schulden. Ihn halte ich wirklich für einen Überzeugungstäter.

        Noch. Das war Eva Hermann auch mal.

        Fuellmich hingegen z.B. halte ich für einen puren Scharlatan.

        Natürlich muß gerade auch einem Hildmann klar sein, daß der Siegfried-Taler kein ehrliches Produkt mehr ist. Subkutan ist eine Verachtung für viele seiner Follower nicht zu übersehen, wenn er ihnen erklären muß, daß er keineswegs ein Agent des Merkel-Regimes ist, nur weil der Postillion das behauptet.

      • Ferndiagnosen verbieten sich ja bekanntlich.

        Küchenpsychologie bleibt aber erlaubt 😁

        In Sachen Hildmann halte ich diesen Post für aufschlußreich. Den zu frühen Tod seines Vaters hatte er schon in seinem früheren Leben als Schlüsselerlebnis benannt: Sein Vater habe sich ungesund ernährt und ungesund gelebt; es besser zu machen, darum sei aus dem tendenziell moppeligen Attila der trainierte Veganer geworden. Hier aber werden auch die Umstände dieses Todes bedeutsam. Und erklären vielleicht, warum sich Hildmann in einer ganz persönlichen Fehde sieht.

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