Vom schiitischen Radikalen zum bekennenden Islamkritiker – Interview mit Kian Kermanshahi

Das Jahr 2017 stand für mich deutlich im Zeichen des Erscheinens von “Islam in der Krise” – und den vielen, überwiegend guten Diskussionen, die das Buch ausgelöst hat. Viele Musliminnen und Muslime haben mir gesagt, dass ich wichtige Debatten auch deswegen anstoßen konnte, weil ich selbst kein (Ex-)Muslim und also kein “Nestbeschmutzer” sei. Genauso wichtig war mir aber auch, dass sich Menschen äußern können, die sich bislang im stillen – oder auch lauten – Rückzug aus dem Islam befinden – denn Religionsfreiheit ist ein unverzichtbares Menschenrecht und es gilt in alle Richtungen.

Unter anderem diskutierte ich mit Kian Kermanshahi, einen früher radikalen Schiiten, der unter anderem die jährlichen Al-Quds-Demonstrationen gegen den Staat Israel mitorganisierte, sich aber dann von den Radikalen und schließlich vom Islam abwandte. So entschloss ich mich schließlich, ihn zum Abschluss des Jahres für “Natur des Glaubens” zu interviewen. Kian bloggt auf seinem Blog “Religions Kritik Islam”.

Lieber Kian, Du warst nach eigenen Angaben ein ziemlich aktiver, schiitischer Muslim, bekennst Dich aber inzwischen auch online offen zum Atheismus. Wie kam es dazu?


Kian Kermanshahi 2006 auf Pilgerfahrt in die “heilige Stadt” Mashad, Iran, zu Ehren von Imam Ali Reza, Iran.

ANTWORT: Grüß dich Michael. Ja, das ist richtig. Ich bin deutsch-(iranisch)Kurdischer Abstammung und bin in Berlin geboren worden. Ich habe viele Jahre die berüchtigte “Quds Demonstration” in Berlin mit organisiert und bin z.B. dafür verantwortlich, dass nun heute orthodoxe anti-zionistische Juden aus England bei der Demonstration mitlaufen. In der Schia-Szene in Deutschland bin ich weitgehenst für mein konsequentes Auftreten bekannt geworden und für die Tatsache, das ich ein Verfechter der Regierung der islamischen Republik Iran war. Ich habe schon 2005 die ersten Online Chat Foren eröffnet, wo ich Revolutionsanhängern eine Plattform angeboten habe, sich für das Revolutionsoberhaupt Ayatollah Khamenei zu positionieren. Ich war ein permanenter Gast in der iranischen Botschaft, arbeitete als freier Journalist für die iranische Nachrichtenagentur IRIB und zählte Freunde wie den iranischen Botschafter Bonns und Wiens Herrn Kiyarashi, welcher einer der persönlichen Personenschützer Ayatollah Khomeinis war, zu meinen Freunden. Ich organisierte große Demonstrationen gegen Israels Angriff auf den Libanon und habe im Jahr 1994 in Berlin eine versuchte Umbenennung der “iranischen Strasse” in “Heinz Galinski Strasse” durch den Berliner Senat verhindert, indem ich diese Umbenennung dem iranischen Parliament mitgeteilt habe, welcher sich dieser Sache in einer einstündigen Sitzung damals annahm. Aufgrund des Druckes der iranischen Regierung und späterer persönlichen Gespräche mit mir und der SPD wurde ein anderer Strassenabschnitt nach Heinz Galinski umbenannt. Soviel zu meinen persönlichen Aktivitäten als schiitischer Muslim.

Ich muss aber gestehen, das ich mich gegen den koranischen Gott ausspreche und an den koranischen Gott nicht mehr glauben kann. Ich bekenne mich also offen gegen das Gottesbild im Islam. Lehne aber den Gedanken von friedvoller Spiritualität nicht ab. Der Grund für diese Entwicklung begann 2013, als ich das erste mal mir ernste Fragen über den Zustand meiner Religion gestellt habe. Ich beschloß daher, jede zeitgenössische Islam-Literatur zu ignorieren und mich auf die ur-islamische Literatur zwecks Eigenstudiums zu konzentrieren. Nach etwa 4000 übersetzten religiösen Texten und nach mehr als 4 Jahren intensiven Studiums konnte ich nicht mehr länger an diese Religion glauben. Das Bild der Frau im Islam erinnerte mich in vielen Momenten an die NSDAP Propaganda von “Heim und Herd.” Ich entdeckte eine ausgeprägte Judeo- und Christophobie in den alten Schriften. Viele verstörende Momente im Leben des Propheten Mohammad und – womit ich überhaupt nicht mehr Leben konnte – die Gewalt und die Aggression im islamischen Denken.

In “Islam in der Krise” hatte ich ja schon über viele Gespräche mit Ex-Musliminnen und -Muslimen berichtet, doch die meisten belassen es beim “stillen Rückzug”, halten sich einfach nur von den Moscheen und Frommen fern und sprechen allenfalls im engsten Kreis über ihren Abschied vom Glauben. Warum ist das bei Dir anders?

Ich habe mich während der 4 Jahre immer noch als Muslim bezeichnet, allerdings als “Reform-Schiite” oder “Reform-Muslim.” Erst in diesem Jahr, also im Sommer 2017 entschloß ich mich offen, mich als nicht-Muslim zu bezeichnen. Der Grund, warum ich das offen tat und nicht einfach meinen stillen Rückzug angetreten habe, war jener, dass ich bereits auf FB und im Internet diverse Blogs aufgebaut habe, wo ich meine Untersuchungen der (muslimischen) Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt habe. Für mich war nun klar, das es eine “Blümchenliteratur” im Islam gibt, in welcher der Islam als eine liebevolle, freundliche und barmherzige Religion vorgestellt wird, die aber nur selten die unglaublichen Dinge in den Urwerken der Muslime widerspiegelt. Fakt ist, der Islam wird verniedlicht und kaum ein Muslim ahnt, das die alten Lehrmeister der Religion die Menschen in “Rein” und “Unrein” aufteilen und Frauen per göttlichem Dekret zu Menschen zweiter juristischer und religiöser Klasse machen. Dass der Islam durch drastische Androhungen mit der Hölle eine permanente Angst in den meisten Muslime auslöst und sie so in eine Lethargie versetzt, dass sie aus der bloßen Angst heraus keine kritischen Fragen zur Religion stellen können.

Am Ende habe ich nur noch eine große Abneigung gegen die meisten islamischen Dogmas verspürt, weil ich diesen “allbarmherzigen Gott” des Islams immer mehr als einen babylonischen Rachegott wahrgenommen habe, der uns dem permanenten Prüfungsstress im Leben aussetzt und am Ende uns auch noch bestrafen muss, wenn wir diesem Dauerfeuer aus Prüfungen nicht immer standhalten können. Daher entschloß ich mich, diese unsäglichen und für mich nicht-göttlichen Glaubensdogmen an den Pranger zu stellen, damit sich eventuell auch andere Muslime von solchen Gefängnislehren befreien können.

Aktuelles Foto von Kian Kermanshahi, mit freundlicher Genehmigung

Laut vielen, traditionellen Auslegungen des Islams gilt der Abschied vom Islam als todeswürdiger Hochverrat. Auch auf Facebook sind Dir ja einige Extreme mit drohendem Unterton nachgegangen. Auch in Deiner Familie dürfte es ja noch Muslime geben. Wie gehst Du mit Vorwürfen des “Verrates” um?

Richtig, auch wenn sich eigentlich im Koran keine weltliche Abstrafung für Apostaten finden lässt, betrachten die meisten islamischen Juristen der Schia und der Sunnah die Abkehr vom Islam als ein Akt des “Hochverrats”, für das es nur den Tod geben kann. Ich muss aber gestehen, das die Schiiten damit anders umgehen als die Juristen der Ahle Sunnah. Als ich 2014 meinen ersten Schia/Islam kritischen Blog im Internet und Facebook eröffnet habe, hagelte es aus meiner ehemaligen Sekte Attacken gegen mich. Ich wurde bedroht, verleumdet, es gab öffentliche “Lanat”, also Verfluchungsaufrufe gegen mich und man veröffentlichte eine Adresse, die man vermeintlich für meine private Anschrift hielt, damit mir Schiiten einen “Besuch” abstatten können. Von Anfang an wollte man mich vom Publizieren meiner Gedanken abhalten. Über die ganze zeitliche Strecke von 4 Jahren hinweg, hörten die verbalen und schriftlichen Attacken gegen mich nicht auf. Da ich in London lebe, riet man mir in Privatnachrichten ab, nicht in bestimmte Städte Deutschlands zu reisen.

Den Vorwurf des “Verrats” lasse ich aber nicht gelten. Ich habe mich der islamischen Geschichte, der Jurisprudenz und der Biografie des Propheten Mohammad als ein aufrichtiger Gläubiger genähert, der einfach neugierig war. Meine Ergebnisse wollte ich einfach nur mit meinen “muslimischen Geschwister” teilen. Die Veröffentlichung meiner Untersuchungen haben aber dazu geführt, dass ich als “verbrannt” galt, als jemand, dem Allah seine “Barmherzigkeit” entzogen hat, indem ich zum Zweifler wurde. In meiner Familie hat man weitläufig meine Entscheidung akzeptiert. Mein ältester Sohn war zuerst erschrocken, teilt aber mittlerweile viele meiner Bedenken über den Islam.

Die meisten Statistiken in Deutschland vergleichen ja noch immer die beitragspflichtige Mitgliedschaft in Kirchen und jüdischen Gemeinden einerseits mit der ethnischen Herkunft aus muslimisch geprägten Familien andererseits. Nur etwa 20 Prozent der Menschen muslimischer Herkunft gehören jedoch Moscheegemeinden an, mit eher sinkender Tendenz. Es wird aber weiterhin betont, der Islam sei eben keine in Gemeinschaften organisierte Religion wie das Christentum, sondern werde durch Geburt weitergegeben. Wie siehst Du das?

Viele Muslime sind “Kulturmuslime”, sie beten und fasten zu Ramadan, sind aber ansonsten ziemlich säkular ausgerichtet. Das betrifft besonders die Gemeinschaft der in Deutschland lebenden türkischen Einwanderer. Man macht tatsächlich einen Unterschied zwischen “muslimgeborenen” Menschen und “Konvertiten.” Es wird angenommen, dass jemand Muslim ist, welcher aus dem islamischen Kulturkreis kommt. Aus meiner Sicht ist das eine fatale Einschätzung, da Muslim nur der jenige ist, der sich bewusst zu den Grundsäulen des Islams bekennt. Es dürfte daher viel weniger “bekennende Muslime” geben als wir annehmen. Der Islam hat keine Vatikanstruktur, wie das katholische Christentum etwa. Die Schiiten haben aber seit der islamischen/iranischen Revolution von 1979 an einer solchen ähnlichen Vatikaninstitution gearbeitet, indem Ayatollah Khomeini das Prinzip des “Statthalter der Rechtsgelehrten – Welayate Faqih” erfunden hat. Seit dem versucht der Iran den Schiiten überall auf der Welt das geistliche Oberhaupt des Irans Ayatollah Khamenei als eine Art “Papst” anzudrehen.

Radikale sind für Medien natürlich besonders interessant und deswegen sind zum Beispiel Salafisten wie Pierre Vogel und Hassan Dabbagh auch sehr bekannt, was sie wiederum für die Mitgliederwerbung einsetzen. Von Hunderttausenden Ex-Muslimen hört man dagegen sehr wenig, vielleicht allenfalls Hamed Abdel-Samad. Liegt das am nur “stillen Rückzug” der meisten ehemaligen Muslime? Oder an der Nachfrage der Medien?

Seit die unsäglichen Dogmen der islamischen Theologie im vollen Umfang sichtbar sind und seit Muslime nahezu sämtliche religiösen Texte im Internet abrufen können, steigt auch die Zahl der Zweifler und letztendlich auch die Zahl der Menschen, die den Islam verlassen. Ex-Muslime vernetzen sich leider nur sehr langsam und ganz besonders in Deutschland wurde der Zentralrat der ex-Muslime nur belächelt, weil man hinter ihrer öffentlichen Abkehr vom Islam, eher eine spezifische politische Agenda vermutete. An dem stillen Rückzug ist was dran. Wer in den muslimischen Gemeinden wie ich aktiv war und sich dann vom Islam verabschiedet, der riskiert viel, besonders, wenn man kein Konvertit ist, sondern einer muslim geborenen Familie angehört. Die Angst spielt dabei eine große Rolle, besonders aber für islammüde Frauen.

Der Fall Hamed Abdel Samad zeigt, was einem Menschen blühen kann, der sich offen gegen die Dogmen der Religion stellt. Er wird von Klerikern in seinem Heimatland mit einer Todesfatwa belegt. Gehört man einem radikalen Kreis an, wie z.B. der Salafistenszene oder der schiitischen Rafidahszene, kann es passieren, das man bedroht und im schlimmsten Fall sogar körperlich angegangen wird. Solches ist schon mehrmals vorgekommen in Deutschland. Der letzte Punkt ist der Spott, denen sich viele ex Muslime nicht aussetzen wollen. Muslime reagieren zumeist sehr feindselig auf ein Verlassen des Islams.

Ich kann ein Lied davon singen und kann behaupten, dass, wenn man keine dicke Haut hat, diese Spottattacken dazu führen können, das man unter dieser Verleumdungs- und Attackenflut einfach zusammenbricht. Die Medien sollten sich viel mehr der ex-Muslime annehmen und keine Salafisten wie Pierre Vogel und Dabbagh in ihre Talkshows einladen. Ex-Muslime haben oft jede Menge guter Beweggründe anzugeben. Daher plane ich ein Netzwerk aus Ex-Muslimen aufzubauen, damit die Stimme der Ex-Muslime in Deutschland lauter wird. Ich habe übrigens gestaunt, wieviele Menschen sich an mich privat gewendet haben und mir sagten, das sie ebenfalls Ex-Muslime sind oder starke Zweifel am Islam hätten.

In “Islam in der Krise” beobachte ich ja einen stillen Rückzug vieler Muslime einerseits, die Radikalisierung einer lautstarken und aggressiven Minderheit andererseits. Geschwächt werde dadurch die religiöse Mitte, die sich um einen Ausgleich von Religion und Moderne bemühe. Was sind Deine Beobachtungen, welche Zukunft siehst Du für den Islam in Europa und weltweit?

Meine Beurteilung fällt nüchtern aus. Die reformorientierten Muslime sind nur eine Handvoll unter den Muslimen auf diesem Globus. In Deutschland hatten wir Bassan Tibi und gegewärtig als reformorientierter Theologe Mouhanid Khorchide. Danach kommt dann nichts mehr. Ich sehe große Chancen für Muslime im Westen, den sicheren Hafen Europa als Forschungsplattform zu gebrauchen, um ohne Druck und Angst vor Repressalien oder Mord an der islamischen Reform zu arbeiten und neue Impulse in die islamische Welt zu entsenden. Die islamische Welt bietet solch eine Plattform nicht, da in den meisten muslimisch geprägten Gesellschaften, jede kritische Ansatzform von den Frömmlern niedergeknüppelt werden würde. Das ist also die Chance, die auf die Muslime wartet um sich ihrer unsäglichen Dogmen zu entledigen und einen “humaneren Islam” zu schaffen, so wie sich Herr Khorchide darum bemüht.

Ein weiteres Szenarium könnte sein, das sich in Europa muslimische Enklaven bilden, in denen moderne und humanistische Weltanschauungen außer Kraft treten und durch Glaubensdogmen der mohammedanichen Wüstengesellschaft des 7. Jahrhunderts ersetzt werden. Wer in die Vorstädte von Paris oder London schaut, der ahnt, was den europäischen Gesellschaften noch so blühen wird. Der Islam ist Intellektuell den Herausforderungen der Moderne nicht gewachsen. Er wird notwendigerweise eine “Zwangsreform” durchlaufen müssen. Sein Frauenweltbild ist veraltert, seine Gerechtigkeitsvorstellungen sind im 7. Jahrhundert stehen geblieben. (Hand abschlagen, auspeitschen)

Und der Islam hat ein ideologisches Problem. Es hat keine “geistige Heimat”, fühlt sich nirgendwo angekommen und so fühlen sich auch die Muslime in Europa. Muslime sind ein bunter Haufen und keine homogene Glaubensgemeinschaft mit einem Stammhirn. Muslime glauben, fühlen und praktizieren den Islam unterschiedlich. Der Wandlungsprozess im islamischen Denken erfolgt mit dem Wandlungsprozess der islamischen Glaubensdogmen. Ich weiss aus jahrelanger Erfahrung, dass viele Muslime nicht mehr mit der Gewalt und den aggressiven Glaubenskonstrukten einverstanden sind. Weltweit werden wir wahrscheinlich eine Zunahme von islamischer Gewalt  erleben, weil sich die muslimische Weltgemeinschaft, wie ein angeschossenes Tier verhält, das jetzt wild um sich schlägt. Die Moderne und die Aufklärung ist die Kugel, die den muslimischen Köper getroffen hat, daher wehren sich die Frömmler gegen diesen Impakt aus der westlichen Welt. Eines Tages werden aber auch die Muslime nicht daran vorbeikommen können, Grundsatzdebatten zum Koran und zur Überlieferungstradition zu führen.

Gerade auch durch die Aleviten hat Ali ibn Talib, der Vetter und Schwiegersohn des Propheten sowie spätere Kalif einen vergleichsweise guten Ruf in Deutschland. Vielen gilt er als sanftmütige und spirituelle, verfolgte Unschuld. Wie nimmst Du ihn heute wahr?

Imam Ali wird in der Tat mystifiziert. Glaubt man den historischen Abschriften wie Nahjul Balagha oder der allgemeinen Hadithliteratur der Schiiten, so ist Imam Ali ein Übermensch. Vorgestellt wird Imam Ali als das “Tor des Wissens”, den der Prophet soll wörtlich gesagt haben: “Ana Madinatul Ilm wa Aliyun Babuha – Ich bin die Stadt des Wissens, und Ali ist das Tor dazu.”

Das hat Imam Ali später den Ruf eingebracht, das legitime Sprachrohr des Propheten zu sein. Jedoch gibt es an jeder historischen Persönlichkeit auch Kritik auszuüben und so auch an Imam Ali. Das berühmteste Werk der Schiiten ist eine Ansammlung von Reden und Predigten genannt “Nahjul balagha – Pfad der Eloquenz”. In Predigt 80 sagt Imam Ali folgendes an die Frauen gerichtet:

“Oh ihr Menschen! Wahrlich, die Frauen sind an Glauben, Anteil und Verstand defizitär: Was das Defizit im Glauben anbelangt, so ist es aufgrund ihres Fernbleibens von Gebet und Fasten während der Tage der monatlichen Periode, was das Defizit an Verstand angeht, so ist es aufgrund dessen, dass die Zeugenaussage von zwei Frauen gleich der eines Mannes ist, und was das Defizit an Anteil betrifft, so ist es aufgrund ihres Erbes, das die Hälfte von dem eines Mannes ist. Hütet euch vor dem Übel der Frauen, und seid selbst vor den Auserwählten von ihnen auf der Hut. Gehorcht ihnen (auch) nicht im (als Gut) Anerkannten, bis sie nicht (mehr) nach dem (als Schlecht) Verworfenen trachten.”

Quelle:http://www.eslam.de/manuskripte/buecher/nahdsch-ul-balagha/predigten/nahdsch-ul-balagha_080_predigt.htm  

Zwar wird hier gesagt, das sich seine Rede an die Ehefrau des Propheten Aisha gerichtet haben soll, wir können jedoch davon ausgehen, das dies die allgemeine  zeitgenössische Grundhaltung gegenüber Frauen war. Wäre dieser Text an eine spezifische Frau gebunden gewesen, dann hätte Imam Ali gewiss nicht so verallgemeinert gesprochen und hätte den Namen Aisha deutlich erwähnt, denn schließlich kam er grade von einem Krieg gegen Aisha zurück.

Dann wird berichtet, das Imam Ali nahezu alle männlichen Juden des Stammes Banu Qurayza auf Anordnung des Propheten köpfte. Die Anzahl der geköpften Menschen tendiert zwischen 40 und 700 an einem Tag. Diese zwei Beispiele demonstrieren, dass die historische Figur Imam Ali nicht nur ein spirituelles Vorbild ist, sondern dass er auch ein knallharter Kriegsherr war. Ebenso wie Mohammed hatte Imam Ali weibliche Sklavinnen besessen und war mit 9 Frauen verheiratet. Er war die Avantgarde des kriegerischen Islams.

In den Schia Quellen wird vermerkt, das Imam Ali:
– Abtrünnige der Sorte der Sabatäer
– Schwule
– Lesben
– Apostaten (vom Islam abgefallene Muslime)
– und Götzendiener auf verschiedenste Art und Weise hinrichtete, die wir heute ohne Probleme der ISIS zuordnen könnten.Die Schiiten sitzen in einem großen Glashaus. Sie zeigen gerne mit dem Finger auf die Sunniten und eines ihrer liebsten Vorwürfe ist, das die sunnitischen Quellen, die Basis für die ISIS Greultaten geliefert hätten, während ihre eigenen Bücher voll von Köpfungs-, Verbrennungs-, Amputierungs- und Sklavereiüberlieferungen ihrer Imame und Idole sind. Der hässliche interne Kampf, wer die bessere islamische Schule ist, hat die Schiiten dazu gebracht, dass sie mit Scheuklappen herumlaufen und so tun, als gäbe es nicht diese historischen Überlieferungen in den alten Werken der schiitischen Großmeister. Stattdessen haben sich Schiiten das Sunnibashing auf die Fahne geschrieben und mißbrauchen das Auftreten der ISIS-Barbaren als Instrument um zu behaupten, das der sunnitische Islam, die Grundlage aller Verbrechen in der muslimischen Welt sein soll und der Schia-Islam die Alternative dazu ist.

Selbst in iranischen Regierungsmedien war schon ab 2013 von einem “Tsunami des Atheismus” die Rede und ich kann die vorliegenden Daten nur bestätigen, wonach die Säkularisierung unter vielen Menschen aus muslimischen Familien iranischer Herkunft zumindest in Deutschland schnell voranschreitet. Auch Konversionen zum Christentum und zu den Bahai beobachte ich vergleichsweise häufig, sogar eine Rückbesinnung auf vorislamische Religionen wie den Zoroastrismus. Wie sind Deine Beobachtungen zur religiösen Situation im Iran?

Dieser Trend ist wahr. Die Iraner sind von der islamischen Revolution müde geworden. Ein Großteil meiner Familie ist gegen die iranische Obrigkeit und schimpfen offen gegen die Führung. Am besten lässt sich das aber ausmachen, wenn man sich in ein Flugzeug von und nach Iran setzt. Fliegt man nach Iran, wird man nur ganz selten eine Frau mit Kopfttuch im Flugzeug erblicken. Sobald aber der Luftraum des Iran erreicht ist, legen sich alle Iranerinnen einen Hijab um und ziehen ihre Mäntel an. Umgekehrt ist es eben so, die Iranerinnen streifen sich sofort das Kopftuch ab, wenn sie den iranischen Luftraum verlassen haben. Mittlerweile ist es ein Trend geworden, zu den alten persischen Palästen früherer persischer Könige zu Pilgern um der vorislamischen Zeit zu huldigen. Der Zoroastrismus-Glaube erfreut sich einer Renaissance. Viele Exiliraner haben weiterhin ein Bedürfnis für Spiritualität und konvertieren deshalb zum Christentum, weil sie den Islam als zu einnehmend empfinden. Iranische Medien berichten mittlerweile oft von Attacken gegen Geistliche. Dennoch gibt es weiterhin eine Schicht von Iranern, die treu der islamischen Revolution folgen. Leider werden nach wie vor Frauen durch die Sittenpolizei “Sepah e Pasdaran” und Polizei auf offener Strasse Schikanen ausgesetzt. Noch immer werden Frauen verhaftet, wenn sie den “schlecht sitzenden Hijab” tragen. Die Iraner sind durch das Moullahregime zu einem Volk von doppelgesichtigen Bürgern geworden, die nach außen frömmeln und nach innen ein entgegengesetztes, gesellschaftlich anti-islamisches Leben führen.

Lieber Kian, herzlichen Dank für Deine Ausführungen, die manchen Leserinnen und Lesern sicher viel abverlangen werden. Aber zur Religionsfreiheit gehört auch das Recht, sich von einer Religion wieder abzuwenden und Religionskritik üben zu dürfen. Und gerade weil so es so viele Ex-Muslime beim “stillen Rückzug” belassen und damit ungewollt den Radikalen aller Seiten in die Hände spielen, schätze ich Deinen Mut sehr. Alles Gute und hoffentlich kreuzen sich die Wege auch einmal im echten Leben.

Dr. Michael Blume studierte Religions- und Politikwissenschaft und spezialisierte sich auf die Hirn- und Evolutionsforschung. Buchautor, Uni-Dozent, Wissenschaftsblogger und christlich-islamischer Familienvater. Hat auch manches erlebt und überlebt...

40 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Traurig finde ich ja, dass Linksdenkendende muslimische Muslimkritiker meist ausgrenzen oder gar hassen was in den Artikeln Warum die Linke muslimische Islamkritiker lieber ausgrenzt und Mansour: „Linke wollen kritische Muslime mundtot machen“ thematisiert wird.
    Traurig finde ich das vor allem deswegen, weil viele Linke (aber auch andere) in ihrer Jugend selber gegen die althergebrachte christliche Religiosität aufbegehrt haben, nun aber Muslimen das Recht dazu nicht zugestehen. Die naheliegendste Erklärung für dieses Verhalten der Linken ist wohl, dass für sie Muslime eine bestimmte Rolle einnehmen, nämlich eine Opferrolle. Sie können in Muslimen nicht Menschen wie sie selber sehen mit letzlich ähnlichen Entwicklungen – nur vielleicht zeitversetzt.
    Muslimische Islamkritiker haben es jedenfalls um ein Vielfaches schwieriger als innerchristliche Kritiker wie etwa Hans Küng. Denn innerchristliche Kritik wie sie etwa Hans Küng äusserte wird hier in Europa breit diskutiert, sogar von Christen selbst und kaum jemand hat Hans Küng mit Gewalt oder dem Tod gedroht – etwas was muslimischen Islamkritikern ständig passiert. Sich gegen eine Glaubensgemeinschaft oder auch nur gegen einige ihrer Grundüberzeugungen zu stellen führt aber sogar bei Katholiken und Protestanten zu Ausgrenzungstendenzen (meine Eltern waren zuerst von einigen Küng-Büchern begeistert bis dann der Papst und Vatikan ihn halb exkommunizierte worauf sie ihre Meinung änderten). Muslimkritiker erleben das gleiche um ein Vielfaches potenziert.

  2. Martin Holzherr,
    Hans Küng als einen Religionskritiker hinzustellen, ist zwar korrekt aber verzerrt irgendwie die Bedeutung.
    Küng hat die Religion an sich nicht infrage gestellt, er hat nur berechtigte Vorwürfe gemacht, die die Rolle der Frau in der Kirche betreffen, die Sicht auf die unbefleckte Empfängnis bei Maria, damit hat er der Religion noch einen Dienst erwiesen.
    Wenn jemand den Islam kritisiert, dann stellt er sich automatisch auch gegen den Staat, weil es ja keine Trennung von Staat und Religion gibt. Damit setzt sich der Islamkritiker einem unkalkulierbarem Risiko aus. Was Sie ja auch schreiben.
    Also Islamkritik hat eine noch ganz andere Dimension, deshalb passt der Begriff Kritiker auf Hans Küng nicht mehr so richtig. Man sollte da einen neuen Begriff finden.

  3. Huch, wie gelangte dies denn zur Veröffentlichung? – War das denn noch die einstmals von Ihnen, lieber Herr Dr. Blume, erbetene bis angeforderte sozusagen solidarische Islamkritik?

    Ansonsten machen natürlich solche Leutz Mut, es gibt jetzt auch wieder eine gewisse aktuelle Mobilität im Iran, die Schiiten haben schon auf eine ganze Menge Kultur zu verweisen, die allerdings nicht notwendigerweise dem hier gemeinten theozentrischen Kollektivismus (vs. ‘Religion’) entspricht.
    Auch bspw. Assad jr. muss nicht so-o schlecht sein, Assad sr. ist jedenfalls vor 30 Jahren in Israel wegen seiner Zuverlässigkeit, was Absprachen betrifft, oft gelobt worden.

    MFG + Frohes Neues + Ihnen persönlich alles Gute!
    Dr. Webbaer (der übrigens Anfang 2018 nach mehr als 11 Jahren wieder den bundesdeutschen Raum betreten wird, vielleicht sieht man sich)

    • Lieber @Webbaer,

      es freut mich, dass ich Sie noch (bzw. wieder) überraschen kann! 🙂 In „Islam in der Krise“ finden Sie die steigende Kritik von Ex-Muslimen bereits; allerdings war es bis vor Kurzem tatsächlich unüblich, dass sich Ex-Muslime auch selbst äußerten. Kian hatte diesen Mut bereits gezeigt, so dass ich ihn ansprach.

      Hier auch die SWR2-Wissenssendung von heute morgen zum Thema, ebenfalls bereits vor Wochen aufgenommen…
      https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/islam-am-ende/-/id=660374/did=20619476/nid=660374/1or4hav/index.html
      Ihnen ein frohes Neujahr und gerne auf eine Begegnung im neuen Jahr! 🙂

    • “Auch bspw. Assad jr. muss nicht so-o schlecht sein, Assad sr. ist jedenfalls vor 30 Jahren in Israel wegen seiner Zuverlässigkeit, was Absprachen betrifft, oft gelobt worden.”

      Die Israelis mussten ja auch nicht unter der Diktatur von Assad leben.

      • Vielen Dank, @Paul Stefan! Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie schnell Leute – sowohl von weit links wie von weit rechts – dazu bereit sind, Diktatoren zu loben. Dabei haben sich stabile und friedliche Verhältnisse m.E. auf Dauer nur unter Demokratien halten können. Und auch die Menschen im Iran demonstrieren ja nicht zuletzt dagegen, dass das Regime Geld in Stellvertreterkriegen in Syrien, Jemen, Libanon, Gaza usw. verpulvert.

        • Also die Demokratien gibt es doch oft nicht solange und hatte es nicht auch unter Königen oftmlas Jahrzehnt oder sogar halbe Jahrhunderte oder sogar längere Zeiten des Friedens gegeben. Zudem Kalter Krieg ist auch irgendwie Krieg. Außerdem war doch ständig in den letzten Jahrzehnten irgendwo Krieg oder wie auch immer man das nennt wenn ein Land Soldaten in ein anderes schickt.
          Wo ich grad dabei bin, ich kenne mich jetzt nicht so direkt aus mit dem Islam wie detailiert er sich zu welchem Thema äußert,aber Paulus hat im neuen Testament das schlagen von Frauen befürwortet. Das Vergewaltigung in der Ehe erst seit ende der Neunziger hier zu Lande bestraft wird muss man ihnen vielleicht nicht sagen aber viel haben das vergessen. Ich glaube seit mitte der Siebzieger können Frauen ohne Einverständniserklärung von nahen Männlichen Verwandten einer Arbeit nachgehn.
          Was ich damit sagen will ist, dass es so wie es heute ist noch nicht lange ist, sogar noch gar nicht lange.
          Und wie ich dass schon erlebt haben wenn sich alte Frauen darüber beschweren das Flüchtlinge nicht emanziepert sind und deswegen nicht hier hin gehören, wie auch der Islam, selber aber niemals für Frauenrechte demonstrierten, dann stimmt was mit der allgemeinen Wahrnehmung nicht.
          Geschichtsvergessen sozusagen 🙂
          schöne Grüße

          • @Pascal
            “…aber Paulus hat im neuen Testament das schlagen von Frauen befürwortet. ”
            Wo steht das denn bitte? Ganz im Gegenteil, Paulus befiehlt den Männern, mit ihren Frauen sorgsam und liebevoll umzugehen. Von Gewalt keine Spur, auch nicht im Ansatz. Das müssen Sie mal darlegen.
            Wenn Sie Paulus’ Aufforderungen zum Umgang mit den Ehefrauen lesen wollen:
            Epheser 5,25-29; Kolosser 3,19;

            Auszug aus der Stelle aus Epheser:
            “So sind auch die Männer schuldig, ihre Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst. Denn niemand hat jemals sein eigenes Fleisch gehasst, sondern er nährt und pflegt es […]”

            Paulus Worte bezüglich Anforderungen an Männer, die einen Ältestendienst in einer Gemeinde bekleiden sollen (aus 1. Timotheus 3,2f.):
            “Der Aufseher nun muss untadelig sein, Mann einer Frau, nüchtern, besonnen, anständig, gastfrei, lehrfähig, kein Trinker, __kein Schläger__ (!!), sondern milde, nicht streitsüchtig, nicht geldliebend”
            Selbe Aussage in ähnlicher Weise nochmal vorzufinden in Titus 1,7ff.

            Mann und Frau sind vor Gott gleich und keinem ist es erlaubt, den anderen schlecht, herablassend oder gar gewaltsam zu behandeln. Paulus’ eigene Worte hierzu (aus Galater 3,28):
            “Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus.”
            Gewalt? Nein, Fürsorge und Liebe.

            Grüße,
            Martin

  4. @ Dr.Webbaer
    wieso kommen Sie zurück in ein Land in dem die Meinungsfreiheit gnadenlos eingeschränkt wird, in ein Land in dem die Dekadenz zur Tugend erhoben wird und der Hedonismus als einzig wahre Lebensform anerkannt ist ( Ausnahmen berücksichtigt) ?
    Grüße und ein gutes und erkennendes
    neues Jahr

    • @Dr. Freund

      Inwiefern soll es mich beeindrucken, dass Verschwörungsschwurbler das Verschwörungsgeschwurbel von Khamenei übernehmen? Die USA und Israel sind an allem Schuld, dass weiß doch jeder Halbgebildete! Und Dirk Müller weiß, dass diese Leichtgläubigen dann auch gerne seinen „Finanztipps“ folgen, schließlich „kennt“ man sich aus YouTube! 🙂

      Das hat ja schon bei der vermeintlich „unaufhaltsamen“ Eurokrise geholfen, von der nicht nur die frühe AfD profitierte, sondern auch so mancher Goldhändler.

      Also werfen Sie Ihr Vertrauen und Geld ruhig weiter allen nach, die Ihre autoritären Neigungen bedienen – in Zeiten des Internets ist braune Dummheit ein todsicheres Geschäftsmodell!

      Bin schwer von Ihrer Recherchekunst beeindruckt!

      • Herzlichen Dank, dann ergibt das auch endlich mal einen Sinn für mich, was der Müller da immer so faselt.

        Sehr schönes Interview auch 🙂

  5. “… kaum ein Muslim ahnt, das … der Islam durch drastische Androhungen mit der Hölle eine permanente Angst in den meisten Muslime auslöst …” – das verstehe ich nicht. Wissen die meisten Muslime jetzt von ihrer eigenen Angst vor der Hölle oder nicht?
    MfG und ein frohes neues Jahr
    Helge Preising

    • “Wissen die Muslime nun von ihrer Angst vor der Hölle oder nicht?”
      Aus Erfahrung mit meinem Pflegesohn und seinen Verwandten würde ich fast sagen “Nein”. Seine Tante meint, in die Hölle zu kommen, wenn sie den Schal ablegt. Er saß nach einer Klassenfahrt während des Ramadan wie ein Häufchen Elend vor mir weil ich ihm gesagt hatte, er müsse mit, und andere waren zuhause geblieben. Jetzt habe er eine ganz große Sünde begangen. – Und ich war schockiert, zu welchem Kinderschreck Gott bei denen wird.
      Andererseits sagt er mir, wenn man vor Allah Angst hätte, könne man ihn nicht richtig lieben, und er liebe ihn. Und Allah seinerseits wäre liebend und verzeihend

  6. @ Michael Blume

    Danke für den Bericht und Ihren Beobachtungen (insbesondere zum Thema Islam in der Krise). Ich las im letzten Jahr in der türkische Sprache ähnliche Berichte, meinst vorsichtig ausgedrückt und leider nicht ausführlich. Zudem erreichen sie nur einen kleinen Kreis.

  7. @Blume
    Herr Blume kommt nicht weg
    von SWR, SZ, FAZ und TAZ.
    Nun ja gut, als Mitglied des politischen Establishment wird es wohl so bleiben.
    (Die “Demokratieverächter” werte ich verbalen Ausrutscher)

    Ich lese aber dennoch gerne Ihren Blog .

    Gott zum Gruße

    • Ja, @Dr. Freund – diejenigen, die feindselig gegen „das demokratische Establishment“ gewettert haben, haben sowohl in Rot wie in Braun unendlich viel Leid und Schande gebracht. Und ich kann auch heute weder in Venezuela noch in den USA die Überlegenheit von Populismus und Verschwörungsglauben erkennen.

      Dirk Müller hatte bereits 2013 den „nahen“ Eurokollaps und den Konflikt um griechische Rohstoffquellen vorausgesagt. Auch fünf Jahre später ist von beidem nichts zu sehen, auch nichts von einer Selbstkritik des „Experten“. Es ist Ihre Freiheit, ihm weiterhin nachzulaufen und sich dabei für besonders „kritisch“ zu halten… 😉

      Beste Grüße!

  8. Guten Tag, Herr Blume,

    Sie sagen – was praktisch ein allgemeiner “aufgeklärter” Glaubenssatz ist -, “Religionsfreiheit ist ein unverzichtbares Menschenrecht und es gilt in alle Richtungen”. Sie übersehen dabei, daß es keine allgemein akzeptierte Definition gibt, was eine “Religion” ist. War oder ist die national-sozialistische Doktrin eine “Religion”, deren Anhänger “Religionsfreiheit” beanspruchen dürfen? Falls Sie einwenden möchten, der verbrecherische Inhalt dieser Doktrin schließe aus, sie als eine “Religion” anzusehen, halte ich dagegen, daß auch der islamischen Doktrin verbrecherische Inhalte vorzuwerfen sind.

    Mit freundlichen Grüßen
    Christoph Heger

  9. Ich kann Herrn Kian leider keinen Glauben schenken. Unsere Weltsicht und unser Rechtsveratändnis ist vom Christentum geprägt. Das ist im Islam viel einfacher : Es
    gilt der Koran, Punkt ! Der Koran ist (per Definition von Scholl-Latour) der von “Gott herab gesandte Wille, von allem Anfang an”. Ergo, da gibts nichts zu relativieren, zu verhandeln, anzupassen an die heutige Welt, gar nichts ! Es gilt zu gehorchen, Punkt!
    Es fehlt alle Toleranz (Bassam Tibi). Der Islam ist in der Rigorosität faschistisch, er kennt Herren und Untermenschen (Dhimmies, uns) (Abdel-Samat). Der Islam ist auf-grund seiner Rückwärtsgewandtheit, Ziel ist eine Gesellschaft z.Z. Mohammeds um 620 n. Chr., in allen Teile glatt reaktionär. Unabhängig von seinen Richtungen. Aleviten sind m.W. eine unbedeutende Sekte. Im Vorwärtsgang ist der Islam als Staat-, Rechts-und Wirtschaftsweise grundhaft gescheitert. Islamische Staaten können heute die in 50 Jahren vielfach gewachsenen Kopfzahl schlicht nicht mehr versorgen. Ägypten müs-ste ohne amerk. Hilfe 20% der Bürger = 17 Millionen verhungern lassen. Bildung, Ge-sundheit, Behausung, Berufsbildung, Wissenschaft sind ebenfalls dort im miserablen Zustand. Deshalb die Massenfluchten. Der örtliche Imam muss den Gläubigen erklä-ren, weil 80% nie den Koran mangels Fähigkeiten lasen, worin ihre Misere gründet. Ein Ablenkungsmanöver ist der Israel-Hass, wahlweise der gegen uns “Ungläubige”. Das Wirken der Feinde und Kuffar ist angeblich an allem Schuld. Dies ist ebenfalls Grund zu alten Zeiten zurückzukehren. Der offene Konflikt zwischen uns im Westen und den Muslimen würde so enden wie im Fall das Daesh (ISIS). M.E. soll Herr Kian Nebelker-zen werfen, solange eine unbeherrschbare Übermacht der Muslime in Europa noch nicht heimisch ist. Er verfolgt mgl. eine strategische Aufgabe: Die der hinhaltenden Vermittlung und Verschleierung. Jeder Muslim darf lügen, wenn es der Sache dient. Kern des Korans ist der Auftrag ein Kalifat zu errichten. Ohne dies macht der Islam keinen Sinn. Die vielen Regeln sollen den Gläubigen in ewigem Dschihad dazu befähi-gen. Man darf nicht vergessen: Mohammed war nicht allein Religionsstifter, sondern auch Feldherr und Politiker , Eroberer der Levante (Scholl-Latour). Alle Mittel waren dazu recht.

  10. Hallo,
    ich bin an einem ähnlichen Punkt wie der Autor des Textes angekommen. Längst bewege ich mich fernab religiöser Kreise, könnte dieses aber niemals offenlegen. Somit bewege ich mich in zwei Kreisen. Den traditionellen, im Kreise der Familie und den selbsterwählten, zwischen den Freunden die fernab der Dogmen leben in einer anderen Stadt. Selbst bin ich in einer schiitisch/libanesischen Kulturkreis geboren. Ich studiere Islamwissenschaft im fünften Semester und bin mir unischer wie ich mein erworbenes Wissen anwenden kann. Was ich jedoch lernte ich die unvereinbarkeit von heutigen Wissensstand und der aktuellen Auslegungsweise des traditionellen Islams. Die ideologischen Barrieren sind einfach zu hart und nicht fluid, sowie ist der soziale Druck der Familie/Bekanntschaft extrem hoch.

    • Ich kann dich nur ermutigen, weiter zu Forschen und dich den starken Argumentender muslimischen Kritiker nicht zu verschließen. Ich habe, als ich anfing zu forschen, stets gesagt, das Gott mir sicherlich jede Art der Annäherung an sein Buch gestatten würde. Denn es wäre ja völlig egal, ob ich mich als Skeptiker, als Frommer oder als Gegner dem Koran nähere, der Koran würde mich sicherlich mit seiner Weisheit und seinen manifestierten Wahrheiten, gradezu “blenden” und “Schlagen”. Das tat er aber nicht, ich erlebte zum ersten mal, wie der Koran mir wie ein von Menschenhand erfundenes Konstrukt vorkam und zwar mit einer Fülle von spannungsgeladenen Versen. Als leidenschaftlicher ex- Schiite, kann ich dir über den schiitischen islam nur soviel sagen, das besonders diese Sekte, keinen Sprung in die Gegenwart geschafft kann. Sie leidet unter extremsten Aberglaube, viel Hass gegen die Mehrheit der Muslime und besitzt ein apokalyptisches Endzeitbild, das man Angst bekommen kann.

  11. Ich möchte nur wissen warum immer über Islam so was geschrieben wird.Es gibt auch Menschen die von den anderen Galuben zurück treten ,warum werden über die Menschen nicht berichtet ,sondern nur über Islam? Das ist wieder so eine hetze gegen Islam .Die Medien versuchen die Menschen von Islam fern zuhalten , das ist das Ziel von Medien! Es gibt über 1 Millarde Menschen die Muslime sind, dass heisst die alle haben angst ,deswegen glauben die an Islam, nur dieser Perser hat keine angst???
    Islam glaube ist freiwillig keiner zwingt keinem ,jeder kann glauben an was er will, der Typ versucht den Glaube schlecht zu machen, es ist normal wenn er bedroht wird.Wir Muslime machen keinen anderen Glaube schlecht, wir als Muslime sagen ihre Glaube ist ihre ,meine Glaube ist meine, keiner soll in anderen Glaube sich einmischen.Es gibt pedofihle Prister das heisst die katohlische Glaube ist pedofihl ? Er versucht brühmt zu werden ,deswegen macht er den Islam schecht , es gibt natürlich viele Islam gegener, wenn die so was lesen freuen sie sich.

  12. Nachtrag:
    Bassam Tibi hat im Rahmen der Betrachtungen zum “Clash of Civilisations” nach Prof. Huntington “seinen” Mohammedanern als Ausweg aus einer vernichtenden Konflikt-lage, mit dem ganzen Westen und vielen asiat. Gesellschaften, den “Euroislam” ans Herz gelegt. Also die Streichung der Gewalt im Koran im Rahmen des Dshihad. Bevor die Walze höher entwickelter Gesellschaftssysteme den Islam militärisch platt macht. Das war 1994 ! Erste Lesung meinerseits in der “Markischen Allgemeinen”. Die Main-strem-Medien hatten bereits damals zuviel Schi*** dazu. Nichts hat geholfen. Die Mullahs gaben sich siegesgewiss. Die Hetz-Predigten sind bekannt und übel. Dann kam der 9.11. und alles ist, seit Gründung des US-Heimatschutz-Ministerium, klar: Der Religionskrieg kommt ! Möglicherweise wird er den Iranern, wenn sie die Mullahs nicht selbst verjagen (?), mehr Verluste bringen als der Überfall Saddam Husseins in 1980.

  13. Vielen Dank für diesen lesenswerten Artikel. Der Ex-Muslim hat für seine Recherche mein größtes Lob verdient. Es ist erstaunlich, wie er nicht durch den gesellschaftlichen Druck seiner “Glaubensbrüder“ nicht zerbrochen wird. Leider wird der Islam immer noch in Europa verklärt. Im Fernsehen ist immer etwas über die Schuld der Deutschen zu sehen. Würde man stattdessen kritische Sendungen über den Islam zeigen, könnte den meisten hierzulande schneller ein Lichtlein aufgehen, als es Regierenden und ihren Lobby-Profiteuren lieb ist 😉

    • @c. & @Ilhan

      Danke für Ihre beiden Kommentare – die ich gerade in der Verbindung interessant finde!

      So nimmt der eine von Ihnen wahr, es werde in „den Medien“ zu positiv über den Islam berichtet – während der andere wahrnimmt, es ginge „immer wieder gegen den Islam“!

      Wenn Sie beide einander über Ihre jeweiligen Medien- und Gleichgesinntenblasen hinaus wahrnehmen könnten, dann wäre viel gewonnen…

      Ihnen beiden eine gute Nacht! 🙂

  14. Sehr geehrter Herr Dr. Blume,
    nur selten teile ich Ihre Meinung, aber ich danke Ihnen dafür, dass Sie eine Vielfalt an Meinungen schriftlich festhalten und somit zitierfähig oder auch angreifbar machen.

  15. Bin selber Schiitin und habe schon immer die iranische Regierung und ihre Scharia kritisiert. Aber trotzdem habe ich mich nicht vom Islam abgewendet oder ihn so schlecht dargestellt. Ist doch klar, wenn einer wie Herr Kian Kermanshahi, der so radikal erzogen wurde und nur an Demonstationen beteiligt war und unter einer Gruppe von aggressiven angeblich muslimischen Verbrecher ist sich dann so vom Islam abwendet und zum Islamkritiker wird. Ich bin selber die grösste Kritikerin von Khoumaini sowie auch von Bukhari. Weil sie machen vieles oder schreiben Sachen, die absolut widersprüchlich zum Koran sind und öffnen den Islamkritiker die Türen. Ganz ehrlich, wer seinen Weg zu Gott finden will und es vom Herzen tut, dem wird Allah tausend Wege öffnen. Und wer zweifel hat und sowieso nach Gründe sucht um sich von etwas abzuwenden, der wird auch genug Gründe finden. Herr Kian Kermanshahi das einzige was sie machen, sie versuchen ihre Abwendung vom Islam zu rechtfetigen weil sie selbt nicht 100 Prozent mit ihrer Entscheidung zufrieden sind. Sie suchen nur nach Bestätigung von aussen, weil sie zweifeln. Und solange ein Mensch zweifelt wird er niemals seine Zufriedenheit suchen. Anstatt sich mit irgendwelchen Büchern zu beschäftigen, hätten sie einfach nur den Koran lesen und verstehen sollen dann hätten sie auf all ihre Fragen eine Antwort gefunden. Und hätten sie sich mit den Wahrheiten über den Islam besser auseinandergesetzt, dass weder der Prophet Mohamed s.a.3.w. s. noch Imam Ali a.s jemals einen Krieg begonnen haben. Sie wurden immer angegriffen und nie hat der Prophet einen einzigen Krieg begonnen. Und sie wissen ganz genau wie Imam Ali seine Frau Fatima behandelt hat. Er hat sie auf Händen getragen. Sie wissebn genau das er im Krieg für alle Soldaten das Essen gekocht hat und das er niemals überheblich gegenüber den Frauen war. Und sie wissen auch das der Prophet Mohammed die schwarzen von der Sklaverei befreit hat. Sein Muda2din Bilal war ein Mensch mit schwarzer Hautfarbe. Wenn jemand den Frauen ihre Rechte gegeben hat dann war es der Prophet Mohammed. Und glauben sie mir Herr Kian Kermanshahi wären sie von Anfang an ein gläubiger Moslem gewesen, sie wären erstmal garnicht so radikal gewesen und hätten diese ganzen Demonstration und antiisraelische Plattformen nicht gegründet. Sie waren von Anfang an falsch und haben sie niemals mit dem Islam richtig auseinandergesetzt. Und kein wunder das sie jetzt Atheist sind. Komisch das nur die Muslime aus dem Iran Atheisten werden.

    • “Ganz ehrlich, wer seinen Weg zu Gott finden will und es vom Herzen tut, dem wird Allah tausend Wege öffnen.”
      Auch fundamentale Christen behaupten diesen Unsinn. Ich weiß aus eigener Erfahrung dass das nicht stimmt!

  16. Liebe Fatima,

    Sie haben das Gespräch zwischen mir und Michael Blume nicht aufmerksam gelesen. Sie hätten sonst gemerkt, das ich in dem Gespräch bemerkte, das ich fast 5 Jahre Selbststudien betrieben habe. Ich stelle ihnen eine einfache Frage zum alles erleuchtenden Koran: “Akzeptiert der Islam/Koran die Sklaverei und “akzeptiert der Islam das Schlagen von Frauen?”
    Auf ihre Antwort bin ich gespannt.
    Ihr Imam Ali, hat Berichten zu Folge, zwischen 40 und 900 männlichen Juden des Stammes Bani Quraischa, den Kopf abgeschlagen. Die Frauen und Männer wurden von Mohammed versklavt. Während Mohammed, Bilal Habaschi durch Abu Bakr freikaufen liess, erwarb Mohammed während seiner Regentenzeit unzählige Sklaven. Er nahm sich weibliche Sklavinnen als Sexkonkubinen und erlaubte den Besitz von Sklaven. Dein 12 Imam, Imam Mahdi, soll durch eine schwarze Sklavin geboren worden sein. Das beweist, das die Schia Imame wie die Sunniten fest an der Idee der Sklaverei festgehalten haben. Verschiedene Überlieferungen in den klassischen Hadithbücher al kafi und Bihar beschreiben zb Imam Jafer as Sadiq und Imam Baqir als sklavenschlagende Imame. Der Rest ihrer Aufführungen hake ich als leere Phrasendrescherei ab auf die ich wegen Lustlosigkeit nicht eingehen möchte, weil dies der ganz typische Reflex meiner ex Gemeinschaft ist, wenn jemand die (schein)heilige Welt der Schia Schule verlässt.

    • Hallo Kian,

      vermutlich konnten Sie in diesem Interview nur die Spitze des Eisbergs Ihrer Gedanken präsentieren. Dennoch lesen sich Ihre Worte für mich, als ob Sie in erster Linie von einer Masse sekundärer Literatur, die das menschliche Verständnis früher Muslime wiederspiegelte, die schlicht Kinder Ihrer Zeit waren und die Primärtexte nicht zuletzt mit “Brillen” unterschiedlicher Herkunft lasen, durcheinander gebracht wurden. Hinzukommt, dass das Thema der Überprüfung der Überlieferungen auf Authenzität irgendwie unter den Tisch gefallen zu sein scheint, z.B. war schon der Gründer der vierten sunnitischen Rechtsschule, Ahmad b. Hanbal, der festen Meinung, dass die meisten prophetenbiographischen Berichte überlieferungswissenschaftlich bzw. historisch nicht haltbar sind – ganz zu schweigen von dem auf Aliy zurückgeführten Werk, was Sie erwähnen.

      Jedenfalls, um auf Ihre Frage zu antworten, hier etwas aus meiner Feder zum Thema Sklaverei: http://www.lichtwort.de/indikatoren/sklaverei_im_islam.shtml

      Und hier was zum Thema der Behandlung von Frauen (besonders der Artikel ganz unten): http://www.lichtwort.de/indikatoren/frau_und_mann_im_islam.shtml

      Ansonsten: Das Wort Gottes bestimmt, was ethisch oder unethisch am Zeitgeist ist, nicht umgekehrt.

      Schöne Grüße,

      Muhammad ibn Maimoun.

  17. Herr Kian, wenn sie sich auf den Koranvers 4/34 beziehen, dann kann ich Ihnen die Frage auch gerne beantworten. Aber ich merke, dass sie sich sehr wenig mit dem Koran und seine Interpretation befasst haben und vielmehr Bücher gelesen haben, wo wahrscheinlich vieles nicht stimmt. Denn ich bin echt immer wieder geschockt, was die Schiitin aus dem Iran so berichten.

    Das Wort “wadribuhunne” ist nicht mit »Schlagt sie!«, sondern mit »trennt euch von ihnen für eine Weile!« zu interpretieren . Denn das ist auch die Bedeutung des Wortes. Denn der Stamm darabe hat viele Bedeutungen. Das Wort darabe kommt in vielen anderen Versen vor: Es gibt außer dieser Stelle im Vers 4/34 noch genau 53 weitere dieses Verbstammes. Doch eine Übersicht über die Koranübersetzungen zeigt, dass darabe an keiner Stelle außer dieser mit »schlagen« übersetzt wird. Auch die wenigen deutschen Koranübersetzungen weisen (wie die Übersetzungen in viele andere Sprachen) für das Wort wadribuhunne (darabe) die Entsprechung »Schlagt sie!« auf, sodass die Übersetzer sowohl sprachwissenschaftlich als auch ethisch einen großen Fehler begehen.

    Das Wort darabe kann folglich im berühmt-berüchtigten »Frauen-Prügel-Vers« in keiner Weise »Schlagt sie!« bedeuten, zumal dies Gottes Prinzipien der Liebe und des Mitgefühls widersprechen würde. Mit diesem Vers beabsichtigte Gott, dass das in jener Gesellschaft verbreitete Prügeln von Frauen unterlassen wird und dass sich die Männer stattdessen für eine Weile von ihren Frauen entfernen sollen.

    Vor allem weist das eigene Verhalten Muhammads in diese Richtung, und er hat den Koran am besten verstanden. Kein einziges Mal hat er in seinem ganzen Leben die Hand gegen seine Ehefrauen erhoben, und er hat diejenigen scharf getadelt, die ihren Frauen gegenüber gewalttätig wurden. Als er einmal Schwierigkeiten mit seinen Frauen hatte, sprach er mit ihnen darüber, und er trennte dann sein Lager (für etwa zwei Monate) von ihrem. Nach der Aussöhnung kehrte er später zu ihnen zurück. Diese Überlieferung bestätigt die Annahme, dass das Wort wadribuhunne im besagten Vers richtigerweise mit »trennt euch für eine Weile« übersetzt werden muss.

    Eines Tages beklagten sich einige Frauen darüber, dass sie von ihren Männern grob behandelt werden. Der Prophet trat vor die Gemeinde und sagte: »Männer, die ihre Frauen schlagen, sollen nicht glauben, sie seien gute Menschen und gute Muslime.« (Überliefert von Abu Dawud)

    Die Verse im Koran beziehen sich meist auf eine »real vorherrschende Situation« und bringen sie in Ordnung. Zu den vorherrschenden Praktiken gehörten in der damaligen arabischen Gesellschaft z.B. die Polygamie, das Verprügeln von Frauen und das Halten von Sklavinnen. Der Koran übernahm in einer solchen Gesellschaft die Aufgabe, ihr zu einem Wandel zu verhelfen. Der Koran behandelte diese Themen, die bis dahin als Tabu galten, und startete viele Reformen, die Lage der Frau zu verbessern. Die Frauen waren die Unterdrückten der vorislamischen Gesellschaft, und es ist daher nur natürlich, dass der Koran für die Frauen Partei ergreift. Doch die patriarchalische Struktur der damaligen arabischen Gesellschaft leistete diesen Reformen Widerstand. Und die Verbreitung des Islam bei nicht-arabischen Völkern führte dazu, dass diese nicht nur die Religion, sondern auch die Kultur und die Bräuche der Araber mit übernahmen. Sie übernahmen dabei auch deren Widerstand gegen die Reformen. Gern verstanden alle Reformgegner das Wort wadribuhunne als »Schlagt sie!«, weil sie auf die im vorislamischen Arabien ohnehin sehr verbreitete Unart, Frauen zu schlagen, nicht verzichten konnten. Sie haben den Koran nicht nur in diesem Punkt abweichend von seinem Anliegen, dafür im Einklang mit den vorislamischen Bräuchen ausgedeutet, sondern auch in Bezug auf die Polygamie.

  18. Und zu den Bani Quraish: es ging damals um einen Hochverrat. Sie haben sich nicht an das Bündnis gehalten und haben gegen den Propheten gehetzt. Und wenn sie das Bündnis lesen, es wird nur über Frieden zwischen Juden und Muslime berichetet. Ausserdem wurden nicht 900 Männer geschlachtet. Von ihnen sind 400 getötet und 750 Männer in Gefangenschaft genommen worden“ (Tafsir-i Kabir, Bd. 4, isaret Yayinlari 2006, S. 192). Naja wenn ich an Hiroshima denke mit 75.000 Tote durch die Amis oder an dem Konzentrationlager, wo etliche Juden lebendig vergast wurden…dann weiss ich nicht wer schlimmer ist die Muslime oder der Westen? Der Prophet hat in den ganzen Schlachten niemals 75.000 Menschen umgebracht. Ausserdem hat er niemals einen Krieg angefangen. Er wurde jedesmal angegriffen. Im Endeffekt war es nur eine Verteidigung. Aber ganz ehrlich Herr Kian der Koran hat auf alle Fragen seine Antworten. Sie müssen ihn nur richtig verstehen. Aber wenn sie darauf behagen, den Islam zu kritisieren, werden sie nie nach der Wahrheit suchen und auch wenn sie die Wahrheit finden, sie werden sie nicht akzeptieren. Sie werden immer Gründe und Argumente suchen, um den Islam schlecht darzustellen. Aber ganz ehrlich das alles hat heute nichts mehr mit Religion zu tun. Die Religion war nie ein Problem. Der Mensch ist das Problem. Es gibt böse und gute Menschen. Wer böse sein will, wird immer ein Grund finden, um sein böses Verhalten zu rechtfetigen. Und wer gut sein will, der wird es auch bleiben egal was für ein Religionsbuch er liest. Leider haben es die Amerikaner geschafft, den Islam in den Medien so schlecht darzustellen, dass es echt anstregend geworden ist den Menschen zu erklären, dass die Fakenews alle nicht stimmen. Auch die Menschen wie z.b. Daniele Ganser aus dem Westen, die versucht haben die Lüge vom 11. September aufzudecken, wurden als Verschwörungtheoretiker bezeichent. Es ist schwer wie fast unmöglich die Menschen noch zu überzeugen, dass wir Muslime niemals so sind und unsere Religion tatsächlich friedlich ist.
    Ich bin mir sicher Herr Kian, wenn die Amis und die Nato sowie Iran und Saudi Arabien endlich mit ihren dreckigen Machtspielen aufhören würden, dann würde es endlich Frieden geben. Ich bin mir sicher, wenn es kein Erdöl und wertvolle Rohstoffe in den muslimischen Ländern geben würde, es hätte diese Terrorkriege und Djihadisten nie gegeben.

    • Ganser ist ein Verschwörungstheoretiker sein Thesen sind unwissenschaftlich. Das Töten von wehrlosen Kriegsgefangenen ist ein Verbrechen, ihre Vergleiche sind falsch, da Mohammed als Prophet ein Vorbild ist und immer das absolut Richtige tut wird er an absoluten moralischen Normen gemessen und dort ist er schuldig. Indem er Frauen und Kinder in die Sklaverei verkauft hat, hat er die Sklaverei legitimiert, denn sein Handeln ist vorbildlich. Das er sich immer nur verteidigt hat, ist islamische Propaganda die einer kritischen Überprüfung nicht standhält, sie müssen ihre Informationen nicht immer nur aus parteilichen Quellen beziehen. Ohne Öl und andere Rohstoffe wären weite Teile der islamischen Welt pleite, also seien sie froh das es den Westen gibt der es ihnen abkauft.

  19. Herr Bütler…was ist das den für ein dämlicher Kommentar “seien sie froh, dass der Westen es Ihnen abkauft?” Sag mal in welchem Jahrhundert leben sie ? Und halten sie alle Menschen für dumm. Sie meinen eher wohl seien sie froh, dass der Westen seine illegale Kriege führt, um es abzuziehen. Eure Lüge könnt ihr jemanden anderen erzählen und ob es ihnen passt oder nicht, Daniele Ganser wird nur von den wirklich intelligenten Menschen bewundert. Und die Bezeichnung Verschwörungstheoretiker ist der grösste Beweis, dass dieser Mensch die Wahrheit sagt. Alle seine Thesen kann man belegen und es reicht schon, dass er nicht wie die meisten Lügner keine Aggressivität beim Reden aufweist.

    • Sehr geehrte @Fatima,

      lieben Dank für Ihre engagierten Kommentare auf dem Blog!

      Ob Gansers Beiträge nun wirklich wissenschaftlichen Standards genügen oder ob der Verschwörungsglauben nicht die realen Probleme nur schein-erklärt und damit verschlimmert wäre sicherlich ein eigenes Thema.

      Mich interessiert jedoch viel mehr Ihr Begriff der „illegalen Kriege des Westens“. Dazu wollte ich nachfragen, ob Sie auch Eroberubgskriege im Namen des Islams – z.B. die Eroberung von Konstantinopel und des Balkan – als „illegale Kriege“ bezeichnen würden? Was macht einen Krieg in Ihren Augen legal bzw. illegal? 🤔

      Mit Dank und freundlichem Interesse!

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