Verschwörungsfragen 29: Der Reiz von Uniformen und die Deutsche Burschenschaft

In dieser Podcast-Folge geht es kultur- und politikgeschichtlich zu: Es geht um Uniformen, die deutschsprachigen Traditionen universitärer Burschenschaften, um Republikanismus und leider auch Antisemitismus.

Wie immer ist der Podcast zum Hören bei podigee erschienen und zudem auf Spotify, Deezer, iTunes und YouTube anhörbar.

Eine pdf-Textversion dieser Verschwörungsfragen-Folge finden Sie per Klick hier.

Und als Fließtext (mit Einfügen eines Videos zu Emil Julius Gumbel) auch im Folgenden. Klar freue ich mich wieder über konstruktive Kommentare.

Das Auftreten mit einheitlicher Kleidung, Farben und Symbolen – die Uniformierung – ist uralt, quer durch die Kulturen der Menschheit nachgewiesen. Und sie hat zwei Seiten.

Positiv gesehen bezeugt sie eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die für eine gemeinsame Sache einstehen und sich auch äußerlich dazu bekennen. Das Recht, eine bestimmte Uniform zu tragen, geht nicht selten mit einer sozialen Anerkennung und Verantwortung einher. So bin ich beispielsweise froh und dankbar zu wissen, dass Polizistinnen und Polizisten in Deutschland eine mehrjährige Ausbildung durchlaufen und nicht nach einem kurzen Crashkurs mit Marke und Waffe auf die Straßen geschickt werden.

Als Soldat der Bundeswehr in einer Krisenreaktions-Einheit habe ich beide Aspekte von Uniform buchstäblich am eigenen Leib erfahren. Ich fühlte mich als junger Mann durchaus geehrt, als „Bürger in Uniform“ gemeinsam mit Deutschen verschiedener Herkunft, Religion und Weltanschauung für den Schutz und die Werte unserer Republik einzustehen. Hinzu kam, dass unsere Einheit zu den Ersten gehörte, die auch Kameradinnen in unseren Reihen hatte, die mit Stolz und Würde verbleibende Vorbehalte überwanden. Die aktuelle Diskussion, endlich auch weibliche Dienstgrad-Bezeichnungen anzuerkennen, sehe ich daher mit Sympathie.

Entsprechend konnte ich auch im Nahen und Mittleren Osten erleben, wie beispielsweise uniformierte Soldatinnen der israelischen Armee Traditionalisten und religiöse Fundamentalisten quer durch die Religionen verstörten und verunsicherten. Auch im Irak lachten unsere Verbündeten über die weit verbreitete Panik vor kurdischen Kriegerinnen und arabischen Kampfpilotinnen im selbst ernannten „Islamischen Staat“. Denn unter den selbst ernannten „Gotteskriegern“ kursierte das Gerücht, dass der Tod durch eine Frau von Gott nicht als Märtyrertod anerkannt werde und also nicht direkt ins Paradies führen würde. Wo kurdische Soldatinnen ihre Kriegsrufe vorführten, mit denen sie IS-Terroristen in die Flucht schlugen, blieb kein Auge trocken.

Ob Armee, Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienste – rechtsstaatliche Republiken sind auf die Dienste uniformierter Einheiten angewiesen. Und ich kann daher nichts mit dem Hohn und Spott über Uniformträger anfangen, die ihr Leben riskierten, obwohl sie dadurch nicht reich würden. Zu den schönen Erfahrungen in meinem Amt gehörte vielmehr die starken Reaktionen aus den jüdischen Gemeinden und von Rabbinern selbst auf meinen Vorschlag zur Benennung von je einem Polizeirabbinat in Baden und Württemberg. Es wäre ihnen eine Ehre, unsere Polizistinnen und Polizisten gemeinsam mit den Seelsorgerinnen und Seelsorgern der Kirchen in Ausbildung und schweren Zeiten zu begleiten. Für ein solches Miteinander in Respekt und mit Vertrauen will ich – hier gemeinsam mit dem Innenministerium – arbeiten.

Doch seien wir nicht naiv: Uniformen hatten und haben auch eine negative Seite. Sie heben die Individualität ein Stück weit zugunsten der Einheit und der befehlsgebenden Hierarchie auf und können andere bedrohen. Gerade auch unsichere Menschen können in Uniformen „geliehene“ Rollen und Identitäten finden, die sich nicht durch positive Überzeugungen, sondern durch Feindbilder und Verschwörungsmythen ableiten. Aufmärsche von bewusst uniformierten, rechtsextremen oder islamistischen Gruppierungen wie dem „III. Weg“ oder der Hisbollah demonstrieren Hass, Antisemitismus und Sexismus in Kombination mit Gewaltbereitschaft.

In ihrer lesenswerten Reflektion über den Zusammenhang von Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit hob die französische Rabbinerin Delphine Horvilleur dabei hervor, dass schon der Name des mythischen Ur-Antisemiten Amalek auf Hebräisch wörtlich heiße „derjenige, der kein Volk hat.“ Weil es ihm oder ihr an positiven Bezügen zur eigenen Heimat fehlt, können die Amaleks nicht mit Vielfalt umgehen. Weil sie nicht wissen und fühlen, wofür sie positiv einstehen könnten, suchen sie stattdessen nach negativen Identitäten, nach einfachen Feindbildern und abgeschotteten Verbänden. Und so fühlen sie sich in jeder Generation neu durch selbstbewusste Frauen, durch Migration und durch Verschwörungsmythen über vermeintlich allgegenwärtige, erfolgreiche Juden bedroht. Da die Leere in ihnen selbst liegt, fürchten sie die Freiheit und die Vielfalt, die jede Demokratie mit sich bringt.

Auch damals in der Bundeswehr war ich als Vertrauenssoldat bei Verhören des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) anwesend, in denen Rechtsextremisten identifiziert und aus der Truppe entfernt wurden. Da saßen keine reifen Männer, sondern unreife Hater, die durch Ängste und Hass andere und auch die eigene Zukunft gefährdeten.

Schon damals wurde durchaus mit Sorge diskutiert, ob die Abschaffung der Wehrpflicht nicht auch dazu führen könnte, dass der Anteil autoritärer Rassisten in unserer Armee weiter ansteigen könnte. Eine ganze Reihe von Skandalen hat inzwischen unterstrichen, dass dieses Problem tatsächlich besteht.

Und gleichzeitig sehen wir alle selbst in einer alten Demokratie wie den USA, wie schnell die Frage akut werden kann, ob sich uniformierte Einheiten an die Verfassung oder an Anführer mit teilweise autoritären Einstellungen halten.

Die immer noch unterschätzte Sehnsucht nach Befehl und Gehorsam, die so genannte Tyrannophilie, war schon mehrfach Thema dieses Podcasts.

In der deutschen Geschichte ist das Tragen von Farben und Uniformen aufs Engste mit den Burschenschaften verbunden, die sich ab 1815 aus den Bünden noch ausschließlich männlicher Studierender bildeten. Von Anfang an standen sich dabei zwei Traditionslinien gegenüber: Einerseits die republikanische Tradition, die sich gegen den alten Ständestaat und erstarrte Adelshäuser stellte und sich für einen moderneren, demokratischen Staat einbrachte.

Und andererseits die völkische, zunehmend rassistische Tradition, die Mythen der „Blutreinheit“ mit Alkohol und Gewalt gegenüber Frauen, Fremden, Schwächeren und Juden verknüpfte. Diesem rechtsextremen Flügel der Burschenschaften waren entsprechend weder Preußen noch das deutsche Kaiserreich, weder die Weimarer Republik noch die Bundesrepublik genug. Sie träumten und träumen immer noch in Deutschland und Österreich von einem großdeutschen Reich ohne Zuwanderer, ohne Juden und mit nur noch unterwürfigen Frauen. Viele dieser Burschenschaften wandelten sich von sich aus in NS-Kameradschaften um – wie zum Beispiel die Normannia Heidelberg.

Und obwohl die Alliierten nach dem Sieg über das Nazi-Regime Burschenschaften verboten, überlebten gerade auch rechtsextreme Verbände als informelle Seilschaften und unter Tarnnamen und konstituierten sich in der Bundesrepublik schließlich neu. Während sich im Laufe der Jahrzehnte mehrere Burschenschaften veränderten und öffneten, steht vor allem der rechtsextreme Dachverband der Deutschen Burschenschaft bis heute klar in der rassistischen und antisemitischen Tradition. Und eine große Rolle in diesem Rechtsaußen-Verband spielte und spielt wiederum die Normannia Heidelberg.

Bis heute waren und sind für die Aufnahme in rechtsextreme Burschenschaften weniger Klugheit und Charakter als vielmehr die Bereitschaft zu Gewalt, Demütigungen und sprichwörtlichem Kadavergehorsam entscheidend. Hier werden seit nun zwei Jahrhunderten unsichere, junge Männer mit günstigem Wohnraum, Beziehungen und anderen Vergünstigungen angelockt, gebrochen und in Fantasieuniformen als intolerante, autoritäre Kader auch in den Staatsdienst, die Armee, Justiz, Polizei und generell Beamtenschaft entlassen, die sie zugleich als vermeintlich „verweichlicht“ und „verjudet“ verachten. Zumal Taten und Inhalte längst klar zutage liegen, spreche ich mich für eine Beobachtung der „Deutschen Burschenschaft“ und ihrer Mitgliedsverbände durch die Verfassungsschutzämter aus. Mitglieder dieser Gruppierungen haben nach meiner Auffassung nichts im Staatsdienst unserer Republik verloren. Zu prüfen wären stattdessen Vereinsverbote und Beschlagnahmungen.

Vom Allgemeinen ins Konkrete führt uns das Thema nach Heidelberg, in eine der schönsten Universitätsstädte unserer Republik. Bereits 1973 hatte Erica Jong in ihrem weltweit erfolgreichen „Angst vorm Fliegen“ das Nebeneinander von Verdrängung der NS-Vergangenheit und romantischer Beschaulichkeit in der Stadt beschrieben und für sich gedeutet.

Dabei hatte im Heidelberg der Weimarer Republik unter anderem der deutsch-jüdische Mathematiker Emil Julius Gumbel (1891 – 1966) gewirkt. Dieser hatte mit seinen statistischen Erhebungen die damals herrschende Einseitigkeit der Strafverfolgung aufgezeigt: Gegen linksextreme Gewalt gingen Justiz und Polizeien brutal vor, für rechtsextreme Gewalt gab es Milde, ja Sympathie.

Heute würde Emil Gumbel in statistischen Analysen sicher deutliche Verbesserungen feststellen können. Es würde ihn aber wahrscheinlich nicht überraschen, dass bundesdeutsche Gerichte auch den Anschlag auf eine Synagoge als „Israelkritik“ abtun, Verschwörungsprediger wie Xavier Naidoo vor der Benennung als Antisemiten schützen, Wahlplakate wie „Israel ist unser Unglück“ und „Wir hängen nicht nur Plakate“ unter Artenschutz stellen, beleidigende und drohende Reichsbürger wie Attila Hildmann schonen und den BGB-Kommentar unter dem Namen des NS-Funktionärs Otto Palandt in inzwischen 79. Auflage hinnehmen.

Sicher würde es ihn schmerzen, dass es auch neun Jahrzehnte nach der Absetzung des eigentlichen, deutsch-jüdischen Herausgebers Otto Liebmann (1865 – 1942) noch nicht zu einer Rückbenennung gekommen ist. Sollte wirklich auch noch eine 80. Auflage historisch falsch und niederträchtig mit dem Namen eines erklärten Antisemiten und NS-Juristen verbunden sein?

Wahrscheinlich würde sich Gumbel freuen, dass es nach mehreren antisemitischen Vorfällen aus der Heidelberger Burschenschaft „Normannia“ endlich zu einer polizeilichen Hausdurchsuchung kam, nachdem ein Gast aufgrund eines jüdischen Großvaters angegriffen, geschlagen und mit Geldmünzen beworfen worden sei.

Womöglich würde sich Gumbel freuen, dass sich gegen den schändlichen, antisemitischen Angriff eine Demonstration der örtlichen Jugendorganisation der Deutsch-Israelischen Gesellschaft mitsamt Teilnehmenden verschiedener demokratischer Parteien und der Studierendenschaft bildeten. Auch Stellungnahmen der Hochschule für jüdische Studien und dann auch der Universität Heidelberg lägen ihm vor.

Und ich könnte ihm darüber hinaus von engagierten, antifaschistischen Initiativen, von einer aufklärend recherchierenden Rhein-Neckar-Zeitung und von an mich gerichteten Einladungen zu Veranstaltungen gegen Antisemitismus durch den Studierendenrat Heidelberg und eine andere Burschenschaft berichten.

Und doch müsste ich Emil Gumbel gegenüber zugeben, dass unser Rechtsstaat auch heute noch und wieder nicht wehrhaft genug ist, wenn es gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus geht. Einerseits gibt es nach meinen Erfahrungen zwar einen breiten und manchmal allzu bequemen Konsens, nicht „rechts“ sein zu wollen – und andererseits werden echter Rechtsextremismus und Antisemitismus oft nicht erkannt, sondern beschönigt, toleriert. Man wird ja wohl noch hassen dürfen.

Verstehen Sie mich also nicht falsch: Ich sehe Fortschritte in der republikanischen und demokratischen Verfassung unserer Polizei und Justiz. Und im demokratischen Bogen einer freiheitlichen Gesellschaft ist Platz für linke, liberale und auch rechte Einstellungen, solange sie den Boden unseres Grundgesetzes nicht verlassen.

Ich sage jedoch auch, dass tatsächlicher Rechtsextremismus und Antisemitismus nicht entschieden genug aufgeklärt und geahndet wird. Dabei lechzen gerade auch unsichere, autoritäre Persönlichkeiten nach klaren Grenzziehungen, ließen sich Charaktere und Lebensläufe gerade auch junger Menschen vor rechtsextremen Burschenschaften schützen.

Wer ein wirklich fördernder „Alter Herr“ sein will, der vergiftet junge Menschen nicht mit Demütigungen, Gewalt und Menschenfeindlichkeit, sondern vermittelt ihnen Würde, Selbstachtung und einen reflektierten Umgang mit Vielfalt.

Auch bewaffnete Einheiten in Polizei und Armee brauchen in Zeiten global wirksamer Hochtechnologien absolut keine gebrochenen Mitläufer mehr, sondern reflektierte Bürgerinnen und Bürger in Uniform, die mit der ihnen übertragenen Verantwortung und dem Gewaltmonopol des Staates umzugehen wissen. Wenn gerade auch heute wieder #Polizeiproblem auf Twitter trendet, weil wieder rechtsextreme Chatverläufe aufgedeckt worden sind, dann muss uns allen klar sein, dass Handlungsbedarf besteht.

Deswegen fordere ich die Verfassungsschutzämter in Bund und Ländern auf, endlich auch die rechtsextremen, rassistischen und antisemitischen Umtriebe der „Deutschen Burschenschaft“ und ihrer Mitgliedsverbände in den Blick zu nehmen. Ich setze mein Vertrauen darauf, dass Polizei und Justiz die Ermittlungen diesmal nicht versanden zu lassen und den Anschein von Sympathien nicht mehr aufkommen lassen. Und ich bitte die Stadt Heidelberg samt Bürgerschaft, Universität, Verbänden und demokratischen Parteien, zu einem neuen Konsens darüber zu finden, welche Burschenschaften sich glaubwürdig zu Republik und Stadt bekennen – und welche sich kaum verhohlen auf NS-Traditionen beziehen und also nicht länger willkommen sind. Unsere Bundesrepublik und ganz konkret auch die Vielfalt und Freiheit von Heidelberg verdienen es, gegen ihre Verächter und gegen jede Menschenfeindlichkeit verteidigt zu werden. Denn Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Bitte bleiben Sie gesund.

Quellen:

Horvilleur, Delphine (2020): Überlegungen zur Frage des Antisemitismus. Hanser

Grimmeisen, Julie (2017): Pionierinnen und Schönheitsköniginnen: Frauenvorbilder in Israel 1948-1967.Wallstein Verlag

Jong, Erika (1973/2014): Angst vorm Fliegen. Ullstein

Kurth, Alexandra & Weidinger, Bernd (2017): Burschenschaften: Geschichte, Ideologie und Politik. BpB – Bundeszentrale für politische Bildung (Dossier), auch online

Blume, Michael (2020): Verschwörungsmythen. Patmos

Michael Blume

Dr. Michael Blume studierte Religions- und Politikwissenschaft & promovierte über Religion in der Hirn- und Evolutionsforschung. Uni-Dozent, Wissenschaftsblogger & christlich-islamischer Familienvater, Buchautor, u.a. "Islam in der Krise" (2017), "Warum der Antisemitismus uns alle bedroht" (2019) & "Verschwörungsmythen". Hat auch in Krisenregionen manches erlebt und überlebt, Beauftragter der Landesregierung BW gg. Antisemitismus. Auf "Natur des Glaubens" bloggt er seit vielen Jahren wöchentlich, um Religionswissenschaft zugänglich und diskutierbar zu machen.

81 Kommentare

  1. So etwas wie ein Bekenntnis zur eigenen Nationalität gibt es überall auf der Welt, mitunter halt auch in Uniform. Daran ist nichts verkehrt.
    Dass in einer Zeit drastischer Überfremdung, ja gezielter Verdrängung und Auslöschungspolitik gegen das eigene Volk eine weitere Polarisierung stattfindet ist auch kein Wunder.
    Wenn die Politik geradezu linksextrem wird dann ist eine Gegenströmung kein Wunder, ja es ist ein Erfordernis.

    • Selbstverständlich sind Patriotismus und Uniformen globale Phänomene, @Markweger – ich selbst habe mich auch in dieser Podcast-Folge dazu bekannt, mit Stolz in unserer Bundeswehr gedient und die Farben unserer Republik getragen.

      Es sind aber genau die von Ihnen genannten, bizarren Verschwörungsmythen über eine angebliche “Auslöschungspolitik gegen das eigene Volk”, die den Unterschied machen. Antisemiten und Rechtsextremisten wie Sie reden sich selbst in Gruppen ein, Opfer einer Weltverschwörung zu sein – und rechtfertigen damit ihrerseits Angst, Hass und oft auch Gewalt. Das ist eben kein aufgeklärter Patriotismus mehr, sondern eine Schande. Ich würde auch Ihnen persönlich sehr eine stärkere und reifere Identität wünschen, so dass Sie es nicht mehr nötig hätten, sich über Feindbilder und Verschwörungsmythen zu definieren. Aber Sie sind ein erwachsener Mensch und es liegt also in Ihrer eigenen Hand und Verantwortung, ob Sie sich in eine klägliche, angst- und hasserfüllte Opferrolle flüchten. Die Frage der inneren Haltung kann Ihnen niemand anderes abnehmen.

      • … Sie reden sich selbst in Gruppen ein, Opfer einer Weltverschwörung zu sein – und rechtfertigen damit ihrerseits Angst, Hass und oft auch Gewalt.

        Ist das nicht auch eine treffende Beschreibung weiter Teile der Black Lives Matter-Bewegung? Wo der Rechtsextremist eine Verschwörung der Rothschilds zu erkennen glaubt, da sehen die “No Justice, No Peace”-Rufer eine Weltverschwörung der “white supremacy” mit Donald Trump als perfekte Projektionsfläche.

        Also glaubt man auch, man sei im Recht, wenn man in Portland auf offener Straße den Trump-Anhänger Aaron Danielson mit zwei gezielten Schüssen hinrichtet und diesen politischen Mord dann mit Sprachgesängen feiert. Man gehört zu den “Guten”, die nur Widerstand gegen die “Mächtigen” leisten.

        Ich habe mal gelesen, dass Herbert Marcuse, der übrigens mit Martin Heidegger einen Artikel über Hegel schrieb, der Urvater dieser Theologie der “erlösenden Gewalt” sein soll. Sie werden sich mit der Frankfurter Schule aber besser auskennen als ich.

        PS: # Trump 2020 !!! Make Liberals Cry Again 😉

        https://www.youtube.com/watch?v=wrWzBg475Q8&ab_channel=ABCNews

  2. Amalek auf Hebräisch wörtlich heiße „derjenige, der kein Volk hat.“

    Soweit ich weiß, ist Amalek vermutlich nicht hebräischen Ursprungs und kann folglich keine “wörtliche” Bedeutung im Hebräischen haben.
    Ich konnte wenigstens keine entsprechende Etymologie für Amalek finden.

      • Ich habe die Autorin gefragt und netter Weise auch eine Antwort!

        Basically, the commentators love to pretend that non-Hebrew words can be interpreted as if they had an Hebrew origin. That’s the case for Amalie: they split the name in 2, AM (people) LAK (or lakuy in modern Hebrew: lacking, amputated)

        Ergo ist eine Interpretation als AM.LAK eher ein “Jenen, denen es an etwas fehlt”.
        Es gibt auch eine Interpretation von Rabbis, wonach es “Jene, die Blut lecken” bedeuten, vermutlich ebenso wörtlich Hebräisch.
        (https://en.wikipedia.org/wiki/Amalek)
        https://biblehub.com führt Amalek auf Amal “Arbeiter” zurück …
        Offensichtlich ist die Interpretation von Amalek ggf. oft sehr verschieden und auch Kontextabhängig.

        Wieder was gelernt.

  3. Wieder einmal ganz herzlichen Dank für diese aufrichtige und – in Zeiten wie diesen – keineswegs selbstverständliche Analyse. Vor lauter Kopfnicken verrutscht man ständig in den Zeilen, aber ein wiederholtes Lesen schadet keineswegs – im Gegenteil. Man kann nicht genug warnen. Dass mahnende Stimmen mit fatalen Folgen überhört worden sind, beweist bspw. der bereits 1936 in Amsterdam erschienene Roman “Mephisto” von Klaus Mann. Dass eine Blindheit, ja schon eine Trübung auf dem rechten Auge zu apokalyptischen Folgen führen kann, verdeutlicht dieses Zitat aus diesem äußerst scharfsinnig erkennenden Buch:

    ” ‘Wo bleibt Ihre geistige Toleranz, Herr Geheimrat? (der Geheimrat soll wohl den Vater Thomas Mann verkörpern, Anm. durch die Zitierende) Wohin sind Ihre demokratischen Prinzipien? Wir erkennen Sie gar nicht wieder. Sie sprechen ja wie ein radikaler Tagespolitiker, nicht mehr wie ein kultivierter, überlegener Mensch. Alle kultivierten Menschen sollten sich darin einig sein, dass es diesen Nationalsozialisten gegenüber nur eine Methode gibt: die erzieherische. Wir müssen alles daransetzen, diese Menschen zu zähmen, mittels der Demokratie. Wir müssen sie gewinnen, anstatt sie zu bekämpfen. Wir müssen diese jungen Menschen überreden zur Republik. – Und übrigens’, fügen die sozialdemokratischen oder liberalen Herren mit einer vertraulich gedämpften Stimme und mit einem ernsten Blick hinzu, ‘und übrigens, lieber Geheimrat: Der Feind steht links.’
    Manches muss Bruckner (der Geheimrat, resp. sein alter ego Thomas Mann, Anm. durch die Zitierende ) sich anhören über die ‘gesunden und aufbauwilligen Kräfte’, die ‘trotz allem’ im Nationalsozialismus stecken; manches über das edle nationale Pathos einer Jugend, der gegenüber ‘wir Älteren’ eben nicht länger verständnislos ablehnend bleiben dürfen; über den ‘politischen Instinkt des deutschen Volkes’, seinen ‘gesunden Menschenverstand’, der stets das Schlimmste verhüten werde (…).”
    (Klaus Mann, Mephisto. Roman einer Karriere “, Köln 2020, S. 227 f.)

    Hoffentlich machen wir nicht dieselben banalisierenden Fehler, hoffentlich haben wir aus der Geschichte gelernt und hoffentlich bleiben “Wake-up-calls” -wie auch Ihrer – nicht ungehört….⏰ 📚🍀…

    • Vielen Dank, @Sandy. Mir war und ist es auch hier ein großes Anliegen, die großen Probleme in rechtsextremen Burschenschaften mit Antisemitismus und Rassismus anzusprechen, diese zu bekämpfen – wiederum ohne aber alle Burschenschaftler in einen Topf zu werfen. Hier ist m.E. in den letzten Jahrzehnten sehr vieles vernachlässigt worden, was uns nun einholt… :-/

  4. @Nationaler Egoismus

    Ich finde eine Nation ist eine wesentliche Interessengemeinschaft, die sich auch um ihr eigenes Wohl gründlich kümmern sollte. Auf internationalem Parkett ist allerdings auch eine gute Portion intelligenter Gemeinsinn gefragt, nicht nur auf EU-Ebene. So wären gerade die Fluchtursachen zu bekämpfen die eigentliche Humanität, nicht so sehr die Aufnahme von Flüchtlingen.

    Angesichts von dauerhaft niedrigen Geburtenzahlen, nicht nur in Deutschland, und gleichzeitig florierender Konjunktur freut sich die Wirtschaft aber auch über EU-Arbeitsmigranten und Flüchtlinge von weiter weg, nicht nur als Arbeitskräfte, sondern auch als Mieter. Den weniger qualifizierten Einheimischen kann das allerdings ganz schön zur Last werden, während die Arbeitgeber und die Immobilienbesitzer guten Gewinn dabei machen.

    Ehrlich gesagt erscheinen mir hier die einschlägigen Verschwörungsmythen als ziemlich absurd, dass die eigene Regierung hier das eigene Volk dezimieren will, etwa um den Juden den Weg zur Weltherrschaft frei zu machen. Die Dezimierung der Bevölkerung ist allerdings Fakt, allerdings wohl eher aus Fahrlässigkeit. Und vielleicht auch weil in den letzten Jahrzehnten so manch einer dachte, dass die Welt tatsächlich überbevölkert ist.

    Ich selber bin inzwischen der Ansicht, dass wenn wir uns ökologisch vernünftig verhalten würden, dass wir dann in Deutschland gar nicht überbevölkert wären. Und wäre dafür, dass wir wieder mehr Kinder in die Welt setzen. Das entscheidet natürlich zunächst mal jeder selber, aber hier könnte der Staat doch einiges dazu tun, und vor allem für Frauen die Vereinbarkeit von Beruf und Kindern zu verbessern, und auch das Risiko zu reduzieren, durch und mit Kindern in der Armut zu landen.

    Was rechtsradikale Umtriebe angeht, so sollte die Demokratie wirklich nicht ihre Feinde auch noch im Staatsdienst beschäftigen. Aber auch der Import von Demokratiefeinden ist nicht so schön. Vielleicht sollte man bei Asylbewerbern einfach mal nachfragen, wie die es persönlich mit Religionsfreiheit, Gleichberechtigung und Demokratie halten. Zumindest als Hinweis darauf, dass unsere Freiheit und unser Wohlstand eben darauf wesentlich zurückzuführen ist, und dass wir das nicht so mögen, uns hier Feinde dessen zu importieren. Nicht dass das unbedingt eine negative Aufenthaltserlaubnis nach sich zieht, aber dass man das wenigsten mal angesprochen hat, und die entsprechenden Personen sich dessen dann wirklich bewusst sind.

    Zumal auch genau diese Defizite mit zu den Konflikten führen, die die Menschen in Kriege und Bürgerkriege und letztlich in die Flucht treiben.

    • Sind die bekannteren Verschwörungsmythen in der Regel nicht alle absurd, sonst wären es ja auch keine Mythen sondern doch Theorien.
      Sie dienen doch vor allem nur dazu ein Feindbild aufzubauen, einen Sinn müssen sie nicht machen. Wenn die Anhänger über ihre Mythen nachdenken würden, würden sie keine Anhänger derselben mehr sein (können).

      Wenn man bedenkt, dass wir die Resourcen der Erde seit dem Mai auf Pump verbrauchen, müssten wir schon sehr viel Richtung Ökologie ändern. So wie es jetzt aussieht sind wir Menschen für die Erde zu viel. Gerade der Fußabdruck von uns Industriestaatsbewohner, ist doch sehr groß.

      Demokratiefeinde kann man vermutlich nur durch Überzeugung “bekämpfen”. Eine Art Weltbildtest o.ä. funktioniert sicher nicht. Ggf. bekommt man dann halt immer die Antworten, die man haben will.

      • Danke, @einer, ich stimme Ihnen zu. Ob man allerdings Demokratiefeinde wirklich wirksam nur durch Überzeugung “bekämpfen” kann, mag fraglich sein. Sicherlich mag das für den einen oder anderen Asylbewerber gelten, der aus einer komplett anderen Kultur kommt, nicht in demokratischen Verhältnissen sozialisiert wurde und die Demokratie erstmalig kennenlernt. Auch gibt es ja Aussteiger aus der Neonazi-Szene, die einfach aufgrund ihrer Jugend oder ihrer sozialen Misere auf den falschen Weg geraten sind und dann trotzdem aufgeklärt und mutig in die Demokratie zurückfinden. Für die Mehrheit der “gestandenen” älteren rechtsradikalen (vorwiegend) Herren gilt dies jedoch – so die Erfahrungen – eher nicht. Sie verweigern schlichtweg jeden rationalen Diskurs; Hetze und Gewalt gegen Andersdenkende sind ihre Agenda.
        Und wohin naive Toleranz gegenüber Intoleranten führt, habe ich in meinem obigen Kommentar vom 17.09.20 anhand des Romans “Mephisto” von Klaus Mann darzulegen versucht. Besonders gegen Ende der 20er Jahre hat die Mehrheit der Bevölkerung, ja haben auch und gerade die Gelehrten die aufkommende Nazibewegung in der Weimarer Republik derart verklärt, dass es zum größten Supergau in der Geschichte der Menschheit kommen konnte. Von wegen “der politische Instinkt” und der “gesunde Menschenverstand” des deutschen Volkes werden “das Schlimmste” schon irgendwie “verhüten”… (s. Klaus Mann, a.a.O., Gesprächspartner seines Vaters Thomas Mann wiedergebend). Das Gegenteil war der Fall.
        Die Manns hatten diese Gefahr rechtzeitig erkannt, haben – leider nicht hinlänglich gehört und verstanden – davor gewarnt und sind – glücklicherweise – rechtzeitig emigriert.

        Nach all diesem Schrecken hat der Philosoph Karl Popper dann auch erstmals das Toleranz-Paradoxon formuliert, welches wirkt, wenn eine tolerante Macht durch ihre Toleranz es intoleranten Kräften ermöglicht, eben diese Toleranz zu beschränken und letztlich gänzlich abzuschaffen.
        Sicherlich muss Toleranz in einer Demokratie oberstes Gebot bleiben!
        Jedoch zog Popper m.E. die richtigen Lehren aus der Geschichte, wenn er feststellte:

        “Damit möchte ich nicht sagen, dass wir z.B. intolerante Philosophen auf jeden Fall gewaltsam unterdrücken sollten; solange wir ihnen durch rationale Argumente beikommen können und solange wir sie durch die öffentliche Meinung in Schranken halten können, wäre ihre Unterdrückung sicher höchst unvernünftig. Aber wir sollten für uns das Recht in Anspruch nehmen, sie, wenn nötig, mit Gewalt zu unterdrücken, denn es kann sich leicht herausstellen, dass ihre Vertreter nicht bereit sind, mit uns auf der Ebene rationaler Diskussion zusammenzutreffen, und beginnen, das Argumentieren als solches zu verwerfen; sie können ihren Anhängern verbieten, auf rationale Argumente – die sie ein Täuschungsmanöver nennen – zu hören, und sie werden ihnen vielleicht den Rat geben, Argumente mit Fäusten und Pistolen zu beantworten.
        Wir sollten daher im Namen der Toleranz das Recht für uns in Anspruch nehmen, die Unduldsamen nicht zu dulden. Wir sollten geltend machen, dass sich jede Bewegung, die die Intoleranz predigt, außerhalb des Gesetzes stellt, und wir sollten eine Aufforderung zur Intoleranz und Verfolgung als ebenso verbrecherisch behandeln wie eine Aufforderung zum Mord, zum Raub oder zur Wiedereinführung des Sklavenhandels.”
        (Karl Popper: The Open Society and Its Enemies, Routledge, London 1945. Deutsche Übersetzung: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde, Bd. 1, Francke, Bern 1957; 8. bearb. Aufl., Mohr Siebeck, Tübingen 2003, zitiert nach https://de.m.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon.)

        Aus dieser Erkenntnis heraus in Verbindung mit den aktuellen Geschehnissen ist es zwingend erforderlich, die Augen zu öffnen (möglichst auch das rechte) und eine unabhängige Studie zu Rassismus und Rechtsextremismus innerhalb der Polizei, da es sich erwiesenermaßen nicht mehr um bedauerliche Einzelfalle handelt, durchzuführen. Vor diesem Hintergrund ist auch der Vorschlag Wilfried Kretschmanns, die Verwendung von Reichs- und Reichskriegsflaggen zu sanktionieren, zu unterstützen.

  5. Ein Beitrag am Rande.
    In Heidelberg gibt es 29 Studentenverbindungen. In 24 sind nur Männer zugelassen, 3 sind Frauenverbindungen, 2 sind gemischte Verbindungen.

    Die Gründe, warum Studenten einer Burschenschaft beitreten, die haben manchmal ganz praktische Ursachen. Die Burschenschaften haben ihre Häuser in den teuersten Wohngegenden in Heidelberg, sind finanziell gut gestellt und das allerwichtigste, die “Alten Herren” sind einflussreiche Persönlichkeiten der Wissenschaft und der Politik. Die sorgen dafür, dass dem Studenten später die Türen geöffnet werden für wichtige Posten. Darin unterscheiden sich die Burschenschaften nur wenig von den Freimaurern.

    Welcher Geist in der Burschenschaft herrscht, der hängt von den “Alten Herren” ab, die dahinter stehen.

    • Danke & Zustimmung, @hwied. Inzwischen haben sich auch mehrere andere Burschenschaften von den Umtrieben der Heidelberger „Normannia“ öffentlich distanziert. Wieder mal zeigt sich, wieviel Schaden Antisemiten anrichten… 🤬

      • Nun da ich Burschenschaftler nicht persönlich besser kenn, werde ich mich zu diesem Thema als solches nicht äussern. Trotzdem eine kleine Bemerkung:

        Inzwischen haben sich auch mehrere andere Burschenschaften von den Umtrieben der Heidelberger „Normannia“ öffentlich distanziert.

        Ist es dann wirklich notwendig, alle Burschenschaften zu beobachten oder reicht es nicht erstmal aus, die auffälligen Burschenschaften zu beobachten?

        Gruß
        Rudi Knoth

        • Lieber @Rudi Knoth,

          ich sprach mich ganz konkret nur für Beobachtung und wo möglich Verbot des m.E. klar rassistischen und rechtsextremen Dachverbandes „Deutsche Burschenschaft“ mit seinen verbliebenen Verbänden aus. Eine generelle Beobachtung aller Burschenschaften hatte ich nirgendwo gefordert.

  6. Ich bin auch stolz auf mein Land – das Land der Dichter und Denker mit seinen hervorragenden Literaten, Komponisten, Malern, Philosophen, Gesellschafts- und Naturwissenschaftlern. Gerade deshalb kann ich gerne auf reaktionäre, ewig gestrige, juden- und frauenfeindliche wie auch auf rassistische und gewaltverherrlichende “Burschenschaften” verzichten. Diese deutschtümelnden Möchtegern-Eliten mit ihren albernen säbelrasselnden, martialischen Ritualen – wie z.B. die bewusst Körperverletzungen in Kauf nehmenden Mensuren – entblößen sich im Alltag häufig als keineswegs “männlich”.
    Oft handelt es sich um bedauernswerte “Incels”, “Pick-up-Artists”, Unterhaltsschuldner oder ähnliche frauenverachtende und machtbesessene “gentlemen”, die im wirklichen Leben alles andere als ihrem Mann stehen, sondern vielmehr an tradierten Rollenbildern festhalten. Deswegen richtet sich ihr Hass vorzugsweise gegen emanzipierte, selbstbewusste Frauen, wie ein sächsischer Ableger der “Germania”- Burschenschaft beweist. Da wird vom E-mail-Account eines ihrer Anhänger eine linke Lantagsabgeordnete bedroht, als ” Drecksvieh” bezeichnet und – noch feiger- auch noch zu Gewalt gegen deren “alte Mutter” aufgerufen, die sich dann wenige Monate später- wie von Geisterhand – auch realisiert….
    So nehmen Verbindungen dieser freundlichen “Burschen” zu den “Identitären”, zur AfD und zu “Preppern”, die schon seit Jahren Waffen und Lebensmittel horten, um sich auf den “Endkampf” in ihrem “Rassenkrieg” vorzubereiten, nicht Wunder.
    Erinnert sei letztlich auch an den “Germania”-Ableger der Wiener Neustadt, deren Mitglieder – bis sie jüngst aufflogen – über 20 Jahre lang bierselig-inbrünstig Texte aus einem volkshetzenden und antisemitischen Liederbuch grölten.🤮

    • Diese deutschtümelnden Möchtegern-Eliten mit ihren albernen säbelrasselnden, martialischen Ritualen – wie z.B. die bewusst Körperverletzungen in Kauf nehmenden Mensuren – entblößen sich im Alltag häufig als keineswegs “männlich”.

      Nun gut “schlagende Verbindungen” mögen in ihrem “Ritual” recht brutal vorkommen. Obwohl ich nicht weiß, ob man heute noch Mensuren ohne Schutz veranstaltet.

      Oft handelt es sich um bedauernswerte “Incels”, “Pick-up-Artists”, Unterhaltsschuldner oder ähnliche frauenverachtende und machtbesessene “gentlemen”, die im wirklichen Leben alles andere als ihrem Mann stehen, sondern vielmehr an tradierten Rollenbildern festhalten. Deswegen richtet sich ihr Hass vorzugsweise gegen emanzipierte, selbstbewusste Frauen, wie ein sächsischer Ableger der “Germania”- Burschenschaft beweist.

      Ach haben Sie dafür Studien oder andere Belege? Übrigens Studierende sind noch in der Ausbildung und werden daher momentan kein Gelt verdienen. Interessant in ihrer Aufzählung, daß Sie “Incels” und Unterhaltsschuldner in einem Atemzug nennen. Wollen Sie damit ausdrückten, daß es sich um ein Sammelbecken von Menschen handelt, die Sie verachten? Übrigens ein ABleger einer Burschenschaft beweist nach guter Logik nicht eine allgemeine Aussage.

      So nehmen Verbindungen dieser freundlichen “Burschen” zu den “Identitären”, zur AfD und zu “Preppern”, die schon seit Jahren Waffen und Lebensmittel horten, um sich auf den “Endkampf” in ihrem “Rassenkrieg” vorzubereiten, nicht Wunder.

      Sie haben Quanon und Putin vergessen.

      Gruß
      Rudi Knoth

    • Die Rituale der Burschschafter finde ich auch etwas überzogen, aber es ist nichts ungesetzliches und es entsteht kein Schaden dadurch.
      Hass gegen alle die anderer Auffassung sind verbreiten vor allem Linke und linke Feministinen. Die Linken sind es Hass schüren.

      • Vielen Dank, @Rudi Knoth und @Markiger, mit diesen Reaktionen hatte ich gerechnet. Wenn betroffene Hunde im sprichwörtlichen Sinne laut bellen, erkennt man doch schnell ihr Gesicht.🐕 😖
        Man möchte eine Schweigeminute einlegen für all die bedauernswerten Opfer der vom “Kulturmarxismus” zum Feminismus (der wiederum selbstredend auf jüdischem Reißbrett entstand) verführten Frauen, die doch eigentlich hinter den Herd gehören…, ja man möchte es wirklich, wenn man nicht vorher 🤮 müsste… .
        Ja, @Rudi Knoth, ich habe – nicht nur von Berufs wegen – einige Erfahrung mit frauenfeindlichen und rechtsorientierten Unterhaltspflichtverletzern. Ich erinnere ich mich als Ostdeutsche gut an die Zeit der politischen “Wende”. Auch ich war damals als junge Studentin voller Hoffnung, habe mich über die wirklich gutmeinenden Bürgerrechtler wie z.B. Friedrich Schorlemmer gefreut. Nachdem mutige Menschen wie sie die friedliche Revolution bewirkt hatten und das Ende der DDR schon fest- und nichts mehr zu befürchten stand, traten dann plötzlich die bis dahin feigen Neonazis wie “Kai aus der Kiste” auf den Plan. Ich erinnere mich an eine Ende November ’89 in Leipzig verbrachte Nacht, wo Fackelzüge mit Hunderten besoffener Nazis durch die Straßen zogen und martialische Slogans grölten. “Bambule, Randale, Rechtsradikale ” war einer der harmlosen davon…. Auch erfuhr ich, dass die Revolution keineswegs so friedlich war wie angenommen. In dem Dorf, aus dem ich stamme, wurden Menschen in Kirchen an die Kanzel gefesselt und mit Steinen beworfen. – Und trotzdem ließ ich mich in meiner Zuversicht nicht beirren- ebensowenig wie in meinem Glauben, jetzt endlich so richtig frei zu sein. Endlich stünde mir nicht nur die Erkundung der Welt offen, sondern ich müsste mir auch nicht mehr jedes Wort überlegen, bevor ich es ausspräche. Ich wurde WiMi an der Uni und lernte hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kennen. Auch mit dem Prof meines Lehrstuhls verbanden mich zunächst große Sympathie und viele gemeinsame Ansichten; ich hing förmlich an seinen Lippen, wenn er über Freiheitsrechte des Individuums sprach, auch wenn uns unsere Meinung an jenem Punkt trennte, wo ich diese nicht ganz so kompatibel mit einem ungebremsten Wirtschaftsliberalismus empfand.
        Ich erinnere mich an einen wunderschön begonnenen Abend, den wir zu dritt – dabei war noch ein anderer wissenschaftlicher Assistent – mit einer solchen Diskussion in einem Restaurant verbrachten. Danach waren die beiden Männer zu einer Veranstaltung einer Burschenschaft eingeladen. Ich – naiv, jung, neugierig, etwas berauscht von einem Glas guten Weines und noch berauschter von dem Gefühl der neu gewonnenen Freiheit – wollte sie dorthin begleiten, spürte aber sofort den schnell auch ausdrücklich formulierten Wunsch, dies doch lieber bleiben zu lassen. – Sie dürfen mir glauben, dass dies das erste und einzige Mal in meinem Leben war, dass ich Männern “hinterhergelaufen” bin. Aber ich wollte es wissen. Nachdem ich dann dort sichtlich ungern als Zuhörerin geduldet war, sträubten sich mir schon bald die Nackenhaare angesichts der vor Nationalismus, Geschichtsvergessenheit und Maskulinismus nur so triefenden Reden. Leider vergeblich blickte ich in Erwartung einer entsprechenden Replik zu meinem Prof … 🙁….
        So verwunderte es mich auch nicht, dass mir von diesem später in einer Fakultätsratssitzung nahegelegt wurde, den Mund zu halten, als ich mein Wort gegen ein Verfahren zur Besetzung einer Professur erhob, innerhalb dessen der endgültige Kandidat bereits feststand. Ich verließ dann vorzeitig meine Stelle an der Uni. Seit diesen ebenso ernüchternden wie prägenden Erfahrungen habe ich sicherlich noch viel schlimmere frauenfeindliche Erfahrungen gehabt und gerade aus diesen heraus ein besonderes Gespür für Heuchelei und Janusköpfigkeit entwickelt. –
        Mag sein, dass man nicht alle Burschenschaften über einen Kamm scheren kann, aber mir sind all diese elitären Männerbündnisse suspekt. Mir, und ich glaube für viele Frauen sprechen zu können, sind Männer lieber, die auch mal den Mülleimer rausbringen, die Gefühle zeigen (Menschen ohne Tränen sind mir suspekt), die kinderlieb sind, die – wenn sie es gerne mögen, sich womöglich auch zu anderen Männern hingezogen fühlen. Machtgeile, überhebliche und also toxische Männlichkeit ist dagegen megaout.
        https://www.wespert.de/artikel/deutscher-mnnlicher-machtopportunismus-interview-mit-christoph-may

        • “… auch zu anderen Männern hingezogen fühlen.”
          Ein gegnetischer Defekt, eine krankhafte Veranlagung, die leider vorkommt.
          Das ist so wenig etwas Positives wie jeder andere gentische Defkt auch.
          Aber für die Linken ist ja alles positiv was jeder normale Mensch als nicht normal empfindet.

          • Nun, @Markweger – was man in rechtsextremen Kreisen so „normal“ findet (u.a. Lügen, „Erschießen“, „Vergasen“ etc.) sowie einen Einblick in die Untergangs-Sehnsucht hat uns allen die Causa Gauland-Lüth auf Pro7 ja gerade gezeigt…
            https://www.rnd.de/politik/alexander-gaulands-scherbenhaufen-EL6AW3RHJVDIFMLYFIOV5MUPMI.html

            Den meisten ist längst klar: Was im Namen von Nationalismus, Antisemitismus & Rassismus getan wurde, würden einige gerne wieder tun…

          • Und man sollte auch endlich aufhören, Linkshänder als „normal“ anzusehen. Links-Händigkeit! Das Wort zeigt doch schon, woher der Wind weht!

            \ironiemodus=off

          • Nun da gibt es wohl schlimmeres wie Anomaline de Geschlechtschromosome. Ansonsten sind diese Männer aber gesund und leistungsfähig. Und für die Fortpflanzung, wenn dies so wichtig ist, gibt es ja Samenbanken.

            Gruß
            Rudi Knoth

        • Vielen Dank, @Rudi Knoth und @Markiger, mit diesen Reaktionen hatte ich gerechnet. Wenn betroffene Hunde im sprichwörtlichen Sinne laut bellen, erkennt man doch schnell ihr Gesicht

          Also wie ich in einem früheren Posting bemerkte, kenne ich keinen (Ex)-Burschenschaftler persönlich, bis auf eine Ausnahme, den ich nur einmal in meinem Leben kurz kennengelernt haben.

          Ja, @Rudi Knoth, ich habe – nicht nur von Berufs wegen – einige Erfahrung mit frauenfeindlichen und rechtsorientierten Unterhaltspflichtverletzern.

          Das mag ja sein, aber es sollten doch eher ältere Männer sein, die auch selber Geld verdienen. Das sind Studenten aber wohl kaum.

          Gruß
          Rudi Knoth

          • @Alubehüteter, 29.09.,
            😂 ….\ironiemodus=wieder on: Ja, die Linkshänder und all die anderen motorisch und notorisch Anderstickenden… .Man muss sich vor diesen Abnormen in Acht nehmen… . Zwar ist der Sicherungshebel von Schusswaffen grds. für den rechten Daumen ausgelegt, aber es gibt da ja noch viel gefährlichere Waffen, etwa ❤ und🧠…. (\Ironiemodus seit dem letzten Halbsatz = wieder off)

          • Doch, @Rudi Knoth, werfen Sie mal einen Blick in Paragraph 1601 BGB. Auch Studierende sind ihren Kindern ggü. zum Unterhalt verpflichtet. Sie müssen notfalls ihr Vermögen einsetzen und einen Nebenjob annehmen (so die Rechtsprechung bis hin zum BGH). Außerdem gibt es in den Burschenschaften nicht nur Studierende, sondern auch die selbsternannten Herren “Philister”, die durchaus solvent genug sind.

  7. @Markweger die paar illegalen Einwanderer in Deutschland sind sicher kein größeres Problem für Deutschland. 2019 waren das gut 38.000 Menschen, da entsteht sicher mehr Schaden durch Impfskeptiker, Corona-Leugner und Rassisten bzw. Antisemiten.

  8. Bei allem Respekt Herr Blume aber sie spannen einen weiten Bogen zu Dingen wo mit meiner moderaten Kritik kein Zusammenhang mehr besteht.
    Davon abgesehen wird das kritische und moderate nationale Lager weiter wachsen, da bin ich sehr zuversichtlich.
    Das ist auch notwendig es wäre sonst der Untergang der europäischen Ethnien und der europäischen Zivilsation.

    • Wenn Sie sich mit Ihren Verschwörungsmythen über eine vermeintliche verschwörerische „Umvolkung“ und den vermeintlichen „Untergang der europäischen Ethnien und der europäischen Zivilsation“ selbst als „gemäßigt“ wahrnehmen, dann wollen Sie entweder uns, sich selbst oder alle täuschen, @Markweger. Und, nein, Ihr schon mehrfach vorgetragener Antisemitismus und Rassismus ist eben genau das, aber keine „sachliche Kritik“. Da wächst auch nix.

    • Davon abgesehen wird das kritische und moderate nationale Lager weiter wachsen, da bin ich sehr zuversichtlich.

      Da ist Deutschland erstaunlich immun gegen. Wären die Ereignisse 2015/16 nicht gewesen, die AfD wäre schon längst auf dem berühmten Misthaufen der Geschichte gelandet. Und je weiter das zurückliegt, und je mehr die Nazis die AfD filetieren, desto unwichtiger wird auch das „moderate“ nationale Lager.

      Wir sind nicht Polen, nicht Ungarn, nicht Trumpistan.

      • Zum Glück sind wir das (noch) nicht. Trump sympathisiert ja nun sogar explizit mit faschistischem und rechtsradikalem Gedankengut.
        So ruft er den gewalttätigen, nationalistischen, homo- und islamophoben sowie frauenfeindlichen “Proud Boys” (auch einem reinen Männerbund, der verschwörungsschwurblerisch die Auslöschung der white men befürchtet) in seinem TV-Duell auf die Frage, ob er bereit wäre, Gruppen oder Milizen zu verurteilen, die eine weiße Überlegenheit propagieren, zu: “Stand back and stand by!”

        Apropos “proud”: Da sind mir die proud and gay people tausendmal lieber, weil sie tausendmal mutiger und charakterfester und damit auch mannhafter sind – letztlich auch im alltäglichen Kampf gegen wissenschaftlich längst widerlegte Vorurteile, wonach Homosexualität ein “pathologischer, genetischer Defekt” sein soll.
        Studien belegen hingegen längst, dass es kein “Schwulen-Gen” gibt und Homosexualität ebensowenig eine Krankheit ist.
        Genetische Diskriminierung ist generell 💩; im Kontext mit sexueller Orientierung ist sie darüber hinaus so widerlich, dass sich weder ein passendes Wort noch Emoji finden lässt.

        • Liebe Sandy,

          So ruft er den gewalttätigen, nationalistischen, homo- und islamophoben sowie frauenfeindlichen …

          Genetische Diskriminierung ist generell 💩; im Kontext mit sexueller Orientierung ist sie darüber hinaus so widerlich, dass sich weder ein passendes Wort noch Emoji finden lässt.

          Sie sind intelligent genug, den Widerspruch zu erkennen, wenn Sie auf der einen Seite Frauenfeindlichkeit, Rassismus etc. anprangern und auf der anderen Seite den Islam kollektiv als eine Ihrer vielen Opfergruppen in westlichen Gesellschaften betrachten.

          Warum sind Sie nicht so konsequent und tragen den Kampf gegen Diskriminierung in türkisch-, iranisch- und saudisch-finanzierte Moscheen? Ich bin mir sicher, die werden sich von einer mutigen deutschen Feministin sehr gerne die Notwendigkeit weiblicher, schwuler, transsexueller und genderfluider Imame erklären lassen. 😉

          Oder sind Sie vielleicht doch gar nicht so mutig und betreiben rein opportunistisches ‘virtue signaling’ in der Hoffnung, es würde sich gruppendynamisch und / oder wirtschaftlich auszahlen? In letzterem und viel wahrscheinlicherem Falle kann ich Ihnen zur Selbstreflexion diesen hochinteressanten Artikel ans Herz legen:

          https://reason.com/2020/07/07/narcissists-psychopaths-and-manipulators-are-more-likely-to-engage-in-virtuous-victim-signaling-says-study/

          PS: # Trump 2020 !!! Make Liberals Cry Again!

          • Nö, @ Lars, ich bin nur gegen primitive, monokausale Erklärungsansätze und das Schüren von Ressentiments im Sinne einer gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit – etwa so, wie ich sie in Ihren Kommentaren immer wieder finde.
            Was ich ablehne, ist eine pauschalierend ablehnende Einstellung gegenüber sämtlichen Personen einer Glaubensrichtung, ihrer Symbole und/oder Praktiken.
            Islamophobe und islamfeindliche Ansätze verteufeln den Islam generell als statisch, fremd, aggressiv und minderwertig, was dann einfach gestrickte Gemüter nicht etwa dazu veranlasst, sich mit dieser Thematik vertiefend und differenzierend zu beschäftigen, sondern, da dies ja etwas anstrengend sein könnte, lieber mit Rechtsradikalen (s. nur beispielhaft PEGIDA @ Co.) auf die Straße zu gehen und symbolisch oder unmittelbar zu Gewalt auch gegen Repräsentantinnen und Repräsentanten des demokratischen Rechtsstaates aufzurufen.(Ich erinnere an die 2015 von pöbelnden PEGIDA-Demonstranten getragenen widerwärtigen Galgen mit der Aufschrift “Reserviert für Angela ´Mutti` Merkel” bzw. “Reserviert für Siegmar ´das Pack` Gabriel”).
            Ich selbst gehöre keiner Religion an, bin – sofern man überhaupt eine Schublade öffnen kann – am ehesten Atheist i.S. eines säkularen Humanismus. Mich hat bislang keine Religion überzeugt. Die Gründe dafür sind in meiner Sozialisation zu suchen, aber auch in der Freiheit der eigenen Gedanken und des eigenen Blicks, mit denen ich die Dinge möglichst in ihrer Vielseitigkeit und im Detail betrachte, von denen ich mich aber nie statisch festlegen lasse, sondern die ich etwa in der Diskussion mit Menschen, die sich auf vielen Gebieten einfach besser auskennen, oder eigener, sich ändernder Erkenntnisse, Erfahrungen oder Perspektiven, gerne auch mal revidiere.
            Auch wenn ich keiner Religion angehöre – und gerade auch deshalb – halte ich Art. 4 GG, namentlich die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses, für ein unerlässliches Menschenrecht.
            Auch das Christentum – insbesondere der Katholizismus – nimmt in Sachen Gleichberechtigung der Frauen und Homosexuellen ja nicht eben eine historische Vorreiterrolle ein. Und trotzdem würden Sie dem Christentum wohl kaum die Möglichkeit absprechen wollen, sich durch Aufklärung zu modernisieren und weiterzuentwickeln.

            Auch der Koran fordert per se keine diskriminierende Einstellung gegenüber Frauen. Und in seiner Interpretation und Ausübung ist vieles in der Diskussion und Entwicklung.

            “Es ist nirgendwo beschrieben, weder im Leben des Propheten, noch im Koran, dass es Frauen untersagt ist, dass sie arbeiten gehen, dass sie für den finanziellen und wirtschaftlichen Erfolg des Haushaltes nicht zuständig sein dürfen. Männer sollten sich ebenso um die Erziehung und Unterhaltung ihrer Kinder kümmern, genauso wie das Frauen tun. Ich glaube, dass das auch ein wichtiger und gesunder Weg ist, den Koran aus dieser Hinsicht zu beleuchten.”
            (Enes Zuruk in:
            https://www.deutschlandfunk.de/ehe-und-familie-im-islam-die-frau-soll-nicht-ins-nichts.886.de.html?dram:article_id=437947 )

            Dass z.B. auch interreligiöse Ehen heute möglich sind, hätte man sich vor 40 Jahren auch nicht im katholischen Christentum vorstellen können.

            Spannend (oder eigentlich doch eher abstoßend) finde ich, dass sich intolerante Leute, die sich an anderer Stelle gegen People of Color, Juden, Frauen, Homo- oder Transsexuelle ohne Ende echauffieren, dann plötzlich als deren Verfechter gerieren, wenn sie damit andere Menschengruppen oder Anhänger von Religionen, wie Sie z.B. den Islam, “plattmachen” können.
            Das ist dann mal eine Janusköpfigkeit in Reinkultur 🙁

          • Ach übrigens, @Lars, Ihr nettes Kompliment kann ich Ihnen nur zurückgeben. Dark-triad-personalities findet man doch eher unter Rechtsradikalen, die sich regelmäßig als Opfer sehen, z.B. einer historischen Erinnerungskultur, der “Emanzenverschwörung”, den “Machenschaften der jüdischen Hochfinanz”, der “Ausländerkriminalität”, des “Genderwahns”…. . Es ist doch genau dieses ewige larmoyante Jammerlappen-Mimimi, dass Hass und Hetze sät und Gewalt erntet. Welchen “wirtschaftlichen” Vorteil Sie mir unterstellen, erschließt sich mir nicht. Feministinnen scheiden als Sponsoren schon mal aus, da Frauen hierzulande noch immer 20 % weniger Gehalt für dieselbe Arbeit erhalten als ihre männlichen Kollegen. Die PoC, Homo- und Transsexuellen können Sie auch nicht gemeint haben, da diese im Bildungswesen und Arbeitsleben erwiesenermaßen ebenfalls stark benachteiligt werden und es folglich auch nicht so dicke haben ……🤔🤔🤔…
            Ach, jetzt ist der Groschen gefallen💡. Wahrscheinlich meinen Sie die Rothschilds. Aber ich kann Sie beruhigen: der Tausi💶, den ich pro Kommentarzeile, in der das Wort “Antisemitismus” vorkommt von den freundlichen jüdischen Finanzoligarchen bekomme, ist doch eher vernachlässigbar.🤣🤣😉
            Ne, Spaß beiseite: Leider beweist sich auch hier wieder einmal anschaulich, dass, wer sich gegen Hass und Hetze wendet, hässlich beschimpft und beleidigt wird, was doch wieder nur an die laut bellenden betroffenen Hunde erinnert und mich deswegen kaum beeindruckt.

      • 2015 hat das rechte Lager erst so richtig erforderlich gemacht, das sehe ich auch so.
        Leider ist die AfD reichlich zerstritten und eine zerstrittene Partei ist selten eine starke Partei.
        Das Nationale Lager wird trotzdem weiter wachsen, die drammatische Über fremdung wollen sehr viele nicht.

        Auch Querdenken ist eine sehr positive Organisation. Diese Organisation ist zwar nicht national, aber sie tritt für das Grundgestz ein dass Merkel und Co weitestgehend auszuschalten versuchen.

        • Querdenken ist eine sehr positive Organisation. Diese Organisation ist zwar nicht national, aber sie tritt für das Grundgestz ein dass Merkel und Co weitestgehend auszuschalten versuchen.

          Wie auch immer: Corona wird nächstes Jahr im Juni im Wesentlichen überstanden sein. Vielleicht werden noch keine vollen Fußballstadien zugelassen sein, aber irgendwann ist vorbei. Und dann wird man meiner Ansicht nach feststellen, daß das Grundgesetz noch/wieder vollumfänglich in Kraft ist. Im Oktober Bundestagswahlen stattfinden. Frau Merkel nicht mehr antritt. Es wird keine Zwangsimpfungen gegeben haben; 60% Freiwillige reichen hin, um die Infektionsketten zu unterbechen. Und die Geimpften werden nicht gechippt worden sein.

          Wer von den Querdenkern wird dann den Mumm haben, zu sagen: Ja, ich war besorgt, ich war sogar in Angst, aber ich war im Unrecht?

          Und was ist das für ein seltsames Freiheitsquerdenken: Ich will die Freiheit haben, keine Maske zu tragen; also die Freiheit, gegen der Ansicht der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung, diese anzustecken? Wer wird sich dafür entschuldigen?

          • Es wird nichts geben wofür sich die Querdenker entschuldigen müssen.
            Man wird sehen dass die Maßnahmen völlig überzogen waren und mehr geschadet haben als genutzt.
            Aber das werden weder die Politik noch die Medien zugeben, sie werden so lügen wie jetzt auch.

            Ein “Sturm” auf den Reichstag, was für ein verlogenener Schwachsinn.
            Die Querdenker sind werden als Verrückte, tatsächlich kommen sie aus der breiten Mitte.
            Usw, usf, sie werden weiter so lügen wie jetzt, sie werden lügen was sich nur irgendwie an Lügen verbreiten läßt.

            Ich habe übrigens nichts gegen demokratische Linke, ich habe aber etwas gegen die Antifa die mit ihren ursprünglichen Ziel nichts mehr zu tun hat, sie sind heute ein linksextremes Verbrecherpack.
            Die sind für jede Menge Verletzte (insbesondere Polizisten) verantwortlich von den Sachschäden die sie anrichten ganz zu schweigen.

          • Die USA jedenfalls haben vier mal so viele Covid-Tote wie die Bundesrepublik.

      • Und im übrigen wenn die Medien nicht eine dermaßen einseitige verlogene Propaganda betrieben, in der Hinsicht ist zur früheren DDR kein Unterschied mehr, so wären die Nationalen auch viel stärker.
        Aber auch die extreme Einseitigkeit der Medien wird die Nationalen auf Dauer nicht aufhalten können.

        • wenn die Medien nicht eine dermaßen einseitige verlogene Propaganda betrieben, in der Hinsicht ist zur früheren DDR kein Unterschied mehr

          Ich erinnere nur mal an die letzte Plasberg-Sendung betitelt „Vier gegen Lauterbach“. Das hätte es in der DDR nicht gegeben.

          • Ja und in einem rechtsstaatlichen Rundfunk wäre Lauterbach nicht ununterbrochen in Sendungen zu Themen von denen er nichts versteht. Wahrscheinlich nicht einmal in der DDR.
            Aber die sogenannten “öffentlich rechtlichen” sind ohnehin nur reine Propagandasender.

            Propaganda und Gleichschaltung der Medien ist das einzige worauf sich Merkel wirklich, versteht. In der DDR war sie Funktionärin für Propaganda und das war wohl ihre wirkliche Funktion.

        • Seien Sie bitte einmal realistisch@Markweger
          – die Medien sind in keiner Weise so einseitig, wie in der DDR. Ich habe die Techniken des verdeckt Schreibens in einer Diktatur gelernt- ich brauche sie überhaupt nicht. Wenn es wie in der DDR wäre, könnten Sie hier doch gar nicht schreiben.
          – die Nationalen: hier beobachte ich einen Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland. In Westdeutschland konnte sich auf der Basis des Grundgesetzes ein Verfassungspatriotismus entwickeln, während die DDR bei einem dumpfen Nationalismus blieb, der Deutsche anderer Hautfarbe ausschloss. Das ging ja bis zu einem anderen Dialekt, als dem sächsischen oder berlinerischen. Sachsen galt an der Ostsee als fünfte Besatzungsmacht, die Berliner traten arrogant auf, wurden verprügelt und heulten dann: “Die bösen Nazis haben uns verprügelt! Hilfe, Polizei, Stasi!”, nachdem sie drei Stunden in der Dorfdisko herumgepöbelt hatten.
          Kurz: die DDR war in der Zeit vor 1949 stecken geblieben, der Rückstand wurde aber als Fortschritt verkauft.

          • Danke erst einmal, @j, für den interessanten Link zur “True-Scotsman-Logik”. Ihre Ausführungen hierzu i.V.m. der rein populistischen Verteufelung des Islam in toto kann ich nur unterschreiben.
            Nicht ganz so uneingeschränkt teile ich Ihren vorstehenden Beitrag. Ich denke, gerade im Jahr 30 der deutschen Einheit sollte man differenzieren und die Menschen in Ost und West nicht pauschalierend in vorgefertigte Schubladen stecken.
            Ich selbst bin in der DDR aufgewachsen, habe inzwischen eine Lebens- und Erfahrungsbilanz von 2/5 DDR und 3/5 Bundesrepublik. Von den 3/5 Bundesrepublik habe ich wiederum etwa die Hälfte in westlichen und die andere Hälfte in den östlichen Bundesländern gelebt. Ich fühle mich daher weder als “Ossi” noch als “Wessi”, sondern eher als “Wossi” und glaube, mich in beide erlebte Seiten gut hineinversetzen zu können.
            Tatsächlich war es so, dass in der DDR gerade kein “Nationalismus” gewollt war; im Gegenteil wurde sogar ein (proletarischer) Internationalismus zur Dokrin gemacht. Und genau dieses einseitige “Zur-Doktrin-Bestimmen”, ohne es den Menschen gleichzeitig zu ermöglichen, einen tatsächlichen Internationalismus erfahren und leben zu können, war m.E. das Problem. Menschen eine bestimmte Ideologie aufzwingen zu wollen, ohne sie gleichzeitig in der gelebten Praxis davon überzeugen zu können, kann nicht funktionieren; es schlägt in Frustration und eine genau gegenteilige Stimmung um, noch dazu, wenn Funktionäre öffentlich Wasser predigen und heimlich Wein trinken. Dass allerdings bei den üblichen lokalpatriotischen Streitigkeiten zwischen einzelnen Regionen (vergleichbar mit den Bayern, für die quasi jeder Nichtbayer landläufig-satirisch, manchmal auch bierernst als “Saupreuß” gilt 😉 ) jemals die Stasi gerufen wurde, hab ich nicht erlebt. Denn mit der Stasi wollte keiner so recht zu tun haben; sie hielt sich auch äußerst bedeckt, manchmal hatte man eine Ahnung ihrer Gegenwart – etwa wenn im Internat schon beim Frühstück Komillitonen das Gespräch partout in eine politische Richtung drängen wollten, obwohl einem nach einer im Studentenclub durchfeierten Nacht alles andere als danach zumute war und man seine gesamte Kraft erst einmal auf das Offenhalten der Augen verwenden musste… .

            Andererseits ist es zu einfach zu sagen, die nationalistischen Tendenzen, die sich aktuell im Westen des Landes abzeichnen (etwa bei der Polizei in Hessen, dem Verfassungsschutz in NRW, den antisemististischen Anschlägen in Hanau und Hamburg, dem rechtsextremistisch motivierten Mord an Lübcke) seien nur ein übertriebenes Phänomen eines “Verfassungspatriotismus auf der Basis des Grundgesetzes”. Man muss ehrlicherweise auch hier Fehler eingestehen – etwa in der Kontinuität von Eliten aus Justiz und Verwaltung zwischen “Drittem Reich” und der frühen Bundesrepublik; erinnert sei nur an den Mitverfasser und Kommentator der Nürnberger Rassengesetze, Hans Globke, der in den 50er/60er Jahren Chef des Kanzleramtes unter Adenauer sein durfte oder an den Marinerichter Filbinger (ehemaliger Ministerpräsident in Baden-Württemberg).

            Anbei ein Link zum erschreckenden Anteil von Alt-Nazis im Staatsdienst der Bundesrepublik bis in die 70er Jahre hinein:
            https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/ex-nazis-in-behoerden-innenministerium-brauner-als-gedacht/12934770.html?share=fb&ticket=ST-3945295-jOYUILpSiU74RpRhrWBW-ap3

            Und wenn man sich heute zu Recht über Demos von PEGIDA und anderen Rechtsextremen in Ostdeutschland aufregt, so darf man doch bitte nicht vergessen, dass viele der geistigen Brandstifter aus dem Westteil des Landes kommen (Bernd Höcke aus Westfalen – jahrelang Geschichtslehrer (!) in Hessen, Andreas Kalbitz (geb. und augewachsen in Bayern), Götz Kubitschek, geb. in Baden-Württemberg, Udo Voigt, geb. in NRW usw. usf. 🙁
            Dass rechtsextremistische Populisten und Demagogen – ähnlich wie in der Weimarer Republik – gerne sozial benachteiligte Schichten ansprechen, und damit ihr Wirkungsfeld dementsprechend aktuell hauptsächlich im Osten suchen, kann nun nicht mehr monokausal auf Ursachen und Sozialisation in der DDR zurückgeführt werden. Dies wäre gegenüber den überwiegend demokratisch gesinnten Menschen in Ostseutschland unfair und für einen ehrlich gemeinten Einigungsprozess kontraproduktiv.

          • Was die Berichterstattung der Massenmedien betrifft ist die Gleichschaltung wohl kaum anders als in der DDR.
            Da braucht es keinen Zwang dazu. Wenn Politik und die Eigentümer der Medien unter einer Decke stecken reicht das völlig und das ist wohl der Fall.

            Was Nationalität betrifft haben die früheren Kommunisten die Nation im herkömmlichen Sinn immer gelten lassen.
            Dass man die Nation abschaffen will ist eine Erfindung der westlichen Linken, eine Reaktion auf den extremen Nationalismus voher, sie sind nun auf das extreme Gegenteil verfallen. Es ist linksextreme politische Ideolgie.
            So etwas wie rationalen Verstand hatten die Linken ohnehin nie, in den letzten 15 Jahren haben sie vollends den Verstand verloren.
            Wenn das eine Extrem falsch war dann muss doch das andere Extrem richtig sein. Intelligenter sind die alle zusammen überhaupt nicht.

            Und menschliche Ethnien lediglich auf die Hautfarbe zu beziehen ist ein fester Unsinn. Jeder der nicht auf beiden Augen blind ist kann sehen dass es sehr viel weitreichendere Unterschiede gibt, was übrigens heute ja ohnehin genetisch nachweisbar ist.

          • Lieber @Markweger,

            nach heutigem Stand der Wissenschaft sind Menschen genetisch sehr weitgehend identisch & gibt es fließende Grenzen bei äußerlichen Merkmalen wie Hautfarbe.

            Sie behaupten – gezielt rassistisch – wiederholt, dies sei anders. Könnten Sie uns denn sagen, wie viele genetisch klar unterscheidbare „Ethnien“ es auf der Welt gibt & aktuelle Studien dazu benennen?

            Oder halten Sie auch die Naturwissenschaften für einen Teil der von Ihnen behaupteten „linken“ & jüdischen Weltverschwörung?

          • @Markweger
            06.10.2020, 17:38 Uhr

            Was die Berichterstattung der Massenmedien betrifft ist die Gleichschaltung wohl kaum anders als in der DDR.

            Dann erklären Sie mir bitte doch nur einmal den Frontalangriff der BILD-Zeitung gegen Christian Drosten.

            Drosten ist ja eine zentrale Figur und Chef-Erklärbär der merkel’schen Corona-Politik zumal in den ersten Wochen gewesen. Maßgeblich seine Vorstudien zu Schulen als mögliche Supervirenschleudern haben entscheidend mit beigetragen zu den bundesweiten Schulschließungen, die zu großen persönlichen Belastungen der Familien führten, wie der SPIEGEL dann umfänglich rekonstruiert hat.

            Die BILD nun behauptete:
            — diese Studie ist Schrott und
            — maßgebliche Wissenschaftler hätten das frühzeitig publiziert,
            und stellte daraufhin mit ihren fetten Titelbuchstaben die Frage, seit wann Drosten davon gewußt habe. Suggeriert also, womöglich habe Drosten wider besseren Wissens zugesehen, daß es aufgrund seines grob fehlerhaften Gutachtens zu den also unnötigen Schulschließungen mitsamt den Belastungen gekommen sei.

            Es zeigte sich, daß diese BILD-Geschichte schlicht Schrott und bar jeder Kenntnis wissenschaftlicher Praxis war. Sämtliche zitierte Wissenschaftler haben sich kräftigst von der Instrumentalisierung durch die BILD distanziert.

            Wie erklären Sie nun einen solchen Angriff auf eine Leitfigur, für viele schon mit Superstar- oder Ikonenstatus der Bundesregierung in einer der größten Krisen seit dem Krieg (so Merkel) bei einer angeblich gleichgeschalteten Medienlandschaft? War der Zensor kurz mal pinkeln?

  9. @Markweger 06.10.2020, 17:38 Uhr

    Und menschliche Ethnien lediglich auf die Hautfarbe zu beziehen ist ein fester Unsinn. Jeder der nicht auf beiden Augen blind ist kann sehen dass es sehr viel weitreichendere Unterschiede gibt, was übrigens heute ja ohnehin genetisch nachweisbar ist.

    Ist das von mir hervorgehobene Ihr Ernst? Ich mache ja gerne in anderen Diskussionen Witze über das “Deutschen-Gen”, was aber dann nicht ernst gemeint ist. Oder gibt es auch noch aien Bayern-Gen und wie unterscheidet sich das Ostfriesen-Gen (Deutschland) vom Westfriesen-Gen (Niederlande)? Gerade die Europäer sind meiner Meinugn eher schon durch Migrationen (Völkerwanderung etc) “gemischt”.

    Gruß
    Rudi Knoth

  10. Zunächst einmal sagt der Begriff “genetisch sehr weitgehend identisch” rein gar nichts. Selbst mit unseren nächsten Verwandten im Tierreich sind wir über 90 % genetisch identisch. Auf den Unterschied kommt es aber an.

    Und was Ethnien betrifft so gibt es da ganz rationale Betrachtungen wie hier:
    https://www.eupedia.com/europe/Haplogroup_R1b_Y-DNA.shtml#Old_Europe
    oder hier:
    https://www.youtube.com/c/Masaman/videos

    Es ist lediglich linke Ideologie dass es Ethnien nicht geben darf.

    Die Hautfarbe ist überall dort dunkler wo es wärmer ist und sagt für sich allein sehr wenig. Allerdings haben Europide und Monogolide zum allergrößten Teil eine eher hellere Hautfarbe während Negride durchwegs eine sehr dunkle Hautfarbe haben.
    Die Hautfarbe als das Hauptmerkmal hinzustellen ist nur eine Ablenkung linker Ideolgen davon dass es tatsächlich weit größrere Unterschiede gibt.

    • Warum weichen Sie denn dann meiner einfachen Frage aus, @Markweger? Wenn sich „Ethnien“ genetisch klar unterscheiden ließen, müssten Sie doch Ihren Rassismus mit einer einfachen Antwort belegen können! – Wie viele genetisch klar abgrenzbare „Ethnien“ gibt es genau?

      • Ja, das läßt sich im wesentlichen ja auch sagen, wobei die Größe der Unterschiede auch sehr verschieden sein kann.
        Aber die großen Unsterschiede sind zwischen Europiden, Mongoliden, Negriden und Australiden.
        Die Unterschiede zwischen Europiden und Mongoliden ist nicht so riesig.
        Die Unterschiede beider Ethnien zu den Negriden und Australiden ist dagegen gewaltig.

        Zwischen den Ethnien des Eurasischen Kontinents sind ja auch nicht viel mehr 10000 Jahre evolutionäre Trennung. Zu den Negriden und Australiden bestehen dagegen 100000 bis 200000 Jahre evolutionäre Trennung.
        Zwischen den Ethnien der Negriden bestehen ihrerseits sehr große Unterschiede da sie schon lange über den großen afrikanischen Kontinent verteilt haben.
        Das spielt übrigens auch in der medizinischen Behandlung eine Rolle aber das zu sagen ist natürlich verboten.

        Ethnien können wie gesagt sehr unterschiedlich sein oder weniger.
        Wir Europäer stammen im wesentlichen von Germanen (Nordid), den Kelten (Alpinid) den Romanen (Mediteranid) und den Slawen (Dinarid) ab. Der Übergang ist hier fließend und natürlich auch nicht so groß.
        Aber das heißt nicht das ein Nordeuropäer (hauptsächlich Nordid) von einen Südeuropäer (hauptsächlich Mediteranid) nicht zu unterscheiden wäre.

        Die beiden Links vorher behandeln das Thema aber sachlich und umfassend, es ist nur eine Frage ob man die Tasachen wahrhaben will oder auch nicht weil sie mit eigenen politischen Ideolgie nicht zusammen passen.

  11. @Rudi Knoth
    Die Bildzeitung schießt da und dort einmal quer.
    Alles in allem ist aber auch die Bildzeitung auf Linie.
    Ich habe nicht gesagt dass eine Diktatur besteht, alles in allem entspricht die Gleichschaltung der Medien aber bereits einer Diktatur.
    Dazu braucht es, wie gesagt, keinen Zwang, wenn Poltik und die Eigentümer der Medien unter einer Decke stecken dann reicht das auch.

    Das Thema Ethnien ist eigentlich mit den beiden Antworten an Herrn Blume beantwortet, insbesondere die beiden Links in der früheren Antwort.

    • Da habe ich jetzt etwas durcheinander gebracht, der erste Teil der Antwort war für den Aluhut gedacht.
      Entschuldigung.

  12. Vielleicht noch etwas Herr Blume.

    Man könnte genau so gut darüber debattieren wieviele Pferderassen es genau gibt.
    Es gibt Kaltblüter (schwere Zugpferde), Warmblüter (Reitpferde), Haflinger (für bergige Gebiete) und sehr kleine Rassen wie Ponys.
    Man kann jetzt weiter die Reitpferde in verschiedene Rassen einteilen und man kann als nächstes darüber streiten ob die eine oder andere Rasse der Reitpferde zur anderen Rasse unterschiedlich genug ist dass es überhaupt zwei verschiedene Rassen sind. Und man mag dann debattieren wieviele Pferderassen es denn nun genau gäbe, usw usf.
    An der Tatsache dass es bei Pferden Rassen gibt ändert das überhaupt nichts.

    Das ist bei menschlichen Ethnien nicht anders.
    Darüber, wieviele Ethnien es genau gibt mag man debattieren, an der Existenz menschlicher Ethnien ändert das überhaupt nichts. Dass es bei Menschen keine Ethnien gibt ist politische Ideologie mit Wissenschaft hat das nichts zu tun.

    Im Englischen wird übrigens der Begriff der Rasse (Race) beim Menschen nach wie vor verwendet, es ist ja auch an und für sich nichts falsch daran.
    Der Begriff ist mißbraucht worden, aber falsch ist daran nichts.

    • Selbstverständlich „gibt“ es Ethnien, @Markweger – aber eben gerade nicht als genetisch abgrenzbare „Rassen“, sondern als soziale Konstrukte. Wie in der berühmten Stelle bei „Des Teufels General“ aufgezeigt, war und ist gerade auch das heutige Deutschland 🇩🇪 eine „Völkermühle“, ein genetischer Schmelztiegel:

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Völkermühle_Europas

      Und daran ist genau gar nichts schlecht, aber vieles gut!

      Sowohl meine Frau wie auch ich haben spaßesweise DNA-Auswertungen je meiner ostdeutschen und ihrer türkischen Familie durchführen lassen. Und wir waren alle erstaunt, wie bunt schon unsere Vorfahrenschaften waren. Diese Vielfalt setzen wir in unseren Kindern fort – gemeinsam als ethnisch Deutsche.

      Rassismus ist nicht nur böse, @Markweger – sondern auch dumm, unwissenschaftlich und schädlich. Wenn Sie das deutsche Volk wirklich lieben, dann lassen Sie ab von Rassismus und Antisemitismus und wirken endlich an einer besseren Zukunft mit. Es gibt so viel zu tun!

      • Mit einem Wort Herr Blume, Ihnen sind die genetischen Unterschiede durchaus bestens bekannt. Na so etwas.
        Und nein das sind keine sozialen Konstrukte.
        Dass wir durchwegs von mehreren Ethnien abstammen und es immer wieder auch Vermischungen gegeben hat ändert daran gar nichts.
        Ich sehe in einer beliebigen Vermischung durchaus keinen Gewinn.
        Erst recht nicht, wenn es sich um sehr verschiedene Ethnien handelt.
        Und dass Negride nicht auf der Ebene der Weißen (bzw. Europiden) sind ist nicht nur offensichtlich sondern ist auch daran ersichtlich dass in Negriden Ländern (Schwarzafrika) der durchschnittliche IQ drammatisch unter dem IQ der Weißen liegt.
        Jede Wette dass Ihnen auch das bestens bekannt ist, aber das passt halt nicht in Ihr Weltbild. Und da können Sie es eben nicht gelten lassen obwohl Sie ganz genau wissen dass dieser Unterschied besteht.
        Nein, daran ist absolut nichts rassistisch, es ist ganz einfach eine Tatsache.

        • Lieber @Markweger, Sie lesen offensichtlich nur, was Sie lesen wollen. Wissenschaftlich klar ist dagegen, dass auch der Intelligenzquotient gerade nicht an der Hautfarbe oder dem Geschlecht hängt, sondern an der schon frühkindlichen Bildung und Ernährung. Sie, lieber @Markweger, sind also nicht minderwertiger als Barrack Obama oder ich, obwohl wir beide offensichtlich akademisch erfolgreicher waren als Sie. Ich stamme aus einer Arbeiterfamilie und konnte doch promovieren – nicht aufgrund genetischer Hochzüchtung, sondern aufgrund unseres Bildungssystems. Auch meine aus der Türkei herkommende Ehefrau errang das Abitur, das auch gerade von unseren beiden großen Kindern angestrebt wird.

          Also, stecken Sie Ihren Rassismus und Ihre Minderwertigkeitskomplexe endlich mal weg. Weder Weiße noch Schwarze mit höherem IQ als Sie sind höherwertig als Sie – umgekehrt macht Ihre Hautfarbe Sie auch nicht höherwertig als andere. Und jeden einzelnen Tag lieben und vermischen sich Menschen verschiedenster Herkunft auch in Deutschland – so (und im Durchschnitt sogar friedlicher & freiwilliger) wie seit Jahrtausenden. Sogar im Sarrazin steckt eben auch der Sarazene. 😉

          Kurz: „Niemand ist weniger Mensch als andere.“ – Sie nicht und auch sonst niemand.

          Ihnen von Herzen gute Besserung, mehr Bildung zur Steigerung des IQ und weniger Angst vor Vielfalt – also alles Gute! 🌷🌍🇩🇪✅

          • Lieber @ Herr Blume,

            Wissenschaftlich klar ist dagegen, dass auch der Intelligenzquotient gerade nicht an der Hautfarbe oder dem Geschlecht hängt, sondern an der schon frühkindlichen Bildung und Ernährung.

            Damit vergleichen Sie Äpfel und Birnen. Sie negieren einen Zusammenhang zwischen Hautfarbe und Intelligenz und lenken dann den Fokus auf Umweltfaktoren, um genetische Faktoren generell auszuschließen. Es gibt einen Namen für diese logical fallacy, der mir gerade nicht einfällt.

            Dass Genetik in der Frage der Intelligenz (ich spreche hier jetzt bewusst nicht von Hautfarbe) allgemein eine Rolle spielt, wird meines Wissens durch Zwillingsstudien klar gezeigt. Wie hoch dieser Einfluss ist und wie stark er selbst wiederum in Wechselwirkung mit Umweltfaktoren steht (Epigenetik) ist natürlich umstritten.

          • Lieber @Lars,

            zumal sich Thilo Sarrazin in seinem “Deutschland schafft sich ab” auch auf Arbeiten von mir berief, habe ich dieses Werk samt seiner Thesen zur IQ-Gruppen-Vererbung bereits vor langer Zeit durchgearbeitet. Selbstverständlich hat auch Intelligenz – ebenso wie Musikalität, Aggressivität, Religiosität usw. – eine genetische Komponente, aber diese lässt sich a) nicht einfach von Umwelteinflüssen isolieren und b) schon gar nicht an Hautfarben oder Religionen festmachen. Falls es Sie wirklich interessieren sollte, hier mit auch wissenschaftlicher Literatur schon von 2012 dazu:
            https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-deutsch-amerikanische-rassismus-des-thilo-sarrazin/

            Ihnen alles Gute, auch wenn es für Ihren Favoriten in den USA derzeit schwierig scheint…

          • Also ich muss sagen dass ich von Menschen mit akademischer Bildung immer zutiefst beeindruckt bin, ganz gleich was sie immer auch tun oder auch sagen.

            Aber was die die unterschiedlichen Ethnien betrifft braucht man nur nach Südafrika zu schauen. Nichts als geistiger und morlalischer Niedergang, nicht sonst.
            Die Schwarzen sind nicht einmal imstande eine Zivilsation die Weiße aufgebaut haben aufrecht zu erhalten. Von einem Aufbau einer ernsthaften Zivilsatipon ohnehin völlig zu schweigen.

          • Den Zerfall von Venezuela oder auch die Krise der USA würden Sie aber selbstverständlich nicht auf die Hautfarbe zurückführen, @Markweger.

            Sie brauchen von Menschen mit akademischer Bildung nicht “immer zutiefst beeindruckt” zu sein, wir sind auch keine besseren Menschen und können für unsere Spezialisierungen vieles andere nicht. Ich wünsche Ihnen, dass Sie von der Wahrnehmung von Menschen als höher- oder niederwertig wegkommen und damit auch von Fixierungen auf IQ-Tabellen und Hautfarben. Jedes Individuum – auch Sie – hat das Recht, selbst und nicht nur über Gruppenkategorien wahrgenommen zu werden.

  13. @sandy
    ich bin aus dem Westen in der Transformationszeit in den Osten gekommen. Was ich schildere, sind meine subjektiven Erfahrungen aus zwei Jahren Vorpommern.
    Ich bestreite nicht, dass Menschen wie Höcke und Kalbitz etc. aus dem Westen in den Osten gekommen sind. Ich bin ja auch so in den Osten gekommen: ich wollte dort das bessere, nationalere Deutschland der Kaiserzeit suchen. (ja – so naiv ist man eben mit Anfang zwanzig…). Sie fanden dort einen gut vorbereiteten Resonanzboden. Die alten Nazis, bzw. deren Schüler hatten in z.B. in Greifswald ab ca. 1949 wieder Karriere gemacht.(“Deutsche Physik” oder die Militärmedizinische Sektion) Ernst Moritz Arnd wurde von Nazis und Kommunisten hochgehalten. Alle diese Dinge erfuhr ich unter der Hand (“sagen Sie nicht, dass ich Ihnen das verraten habe!”) von rebellischen Professoren.
    Die autoritären Denkstrukturen lebten in der DDR stärker weiter, denken sie alleine an das militärische Protokoll (Stechschritt!)
    Zum Rassismus in der DDR: Harry Waibel hat das aufgearbeitet. Schwarze Freunde, Burschenschafter übrigens!, haben mir Waibels Schlußfolgerungen bestätigt

    • Ja, @j, so ist das wohl mit den naiven Jugendträumen. Insofern gibt es trotz aller Unterschiede sogar eine kleine Schnittmenge zwischen unser beider Biografien. Auch ich gab mich als junger Mensch einem “naiven” Idealismus hin, ja, ich glaubte ernsthaft an eine antinationalistische, friedliche und solidarische Alternative einer Gesellschaftsordnung, in der soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit herrscht – und zwar unabhängig von Eigentum, Titel, Herkunft, Hautfarbe, Glauben, Weltanschauung – und (das ist in der DDR gründlich verkackt worden) dies alles eben nicht zu Lasten der Freiheit des Einzelnen und seines Rechts auf eine eigene Gedanken- und Gefühlswelt, auf ein höchstpersönliches, individuelles Lebenskonzept.
      Inzwischen habe ich in diesem Optimismus vor dem aggressiven Wesen des Menschen, seiner unzulänglichen Moral – sobald ihm auch nur ein Jota an Macht und Einfluss gegeben ist – weitgehend kapitulieren müssen.
      Momentan kann man sich angesichts des zivilisatorisch rückwärtsgewandten und wissenschaftsfeindlichen Weltgeschehens (wir reden im 21. Jahrhundert tatsächlich wieder verbreitet über eine “flat earth”, über Menschenrassen in Kategorien der Haus- und Nutztierzucht, verneinen die Existenz von Mikroorganismen, nur weil wir sie mit bloßem Auge nicht sehen … ) erst einmal nur um eine rein pragmatische Schadensbegrenzung bemühen; muss damit seine Träume und Visionen leider auf unbestimmte Zeit aufschieben.
      Alle nur ansatzweise humanistisch gesinnten Kräfte sollten aktuell ihre gesammelten Kräfte auf eine Agenda verwenden, die verhindert, dass sich geschichtliche Ereignisse wie das “Dritte Reich” in ähnlicher Form wiederholen und zivilisatorische und soziale Errungenschaften doch wenigstens halbwegs erhalten bleiben. –
      In mir finden Sie – insoweit haben Sie mich wohl missverstanden – keinen Apologeten des real existierenden Sozialismus à la DDR. Definitiv gab es auch in der DDR Rassismus (in einem Kommentar einer anderen Podcast-Folge von Michael Blume habe ich eigene Erfahrungen hierzu am Beispiel des Umgangs mit den vietnamesischen Gastarbeiterinnen und Gastarbeitern beschrieben).
      Man sollte jedoch auch bundesrepublikanische Versäumnisse – gerade im laxen Umgang mit der Nazi-Vergangenheit – nicht vergessen. Die dauernde Arroganz und Siegermentalität einiger Westdeutscher und das notorische Zuschieben jedweden “schwarzen Peters” Richtung Osten ist einfach unerträglich und führt – selbst nach 30 Jahren – in einem ehrlichen Einigungsprozess keinen Schritt weiter.
      Persönliche Erfahrungen und Begegnungen mit Menschen haben natürlich auch damit zu tun, welchen Umgang man sucht. Und wer sucht, so sagt ein altes Sprichwort, der findet auch.
      Sie selbst suchten paradoxerweise in der ehemaligen DDR “das bessere, nationalere Deutschland der Kaiserzeit”. (Tatsächlich fühlten sich viele DDR-Bürger durch den verordneten Internationalismus in ihrem Deutschsein eingeschränkt. Die Bundesrepublik war für sie das wahre Deutschland, in dem sie glaubten, ihrem Nationalismus wieder freien Lauf lassen zu können.)
      Nun war ja das deutsche Kaiserreich wohl unstreitig nicht eben der ultimative Hort der Menschenfreundlichkeit, Freiheit und Demokratie.
      Minderheiten wurden angefeindet, Rassismus und Antisemitismus blühten auf. Über den deutschen Kolonialismus und den Umgang mit der farbigen Bevölkerung in den Kolonien möchte ich gar nicht weiter reden.
      Es bildete sich ein völkischer Radikalnationalismus heraus, der letztlich die Ursache beider Weltkriege war.
      Wohin also der Slogan “Am deutschen Wesen soll die Welt genesen” geführt hat, muss hier wohl nicht weiter vertieft werden… 🙁 .
      Die Ausbildung von Denk- und Verhaltensstrukturen ist übrigens ein individueller Prozess. Jedem Menschen steht es frei, diese unabhängig von den äußeren Umständen für sich selbst zu wählen. Die Fähigkeit, darüber selbst entscheiden zu können, sollte doch jedem vernunftbegabten Menschen ebenso unterstellt wie zugestanden werden.

  14. @Markweger
    Sie stellen sich selber nicht der Frage,wie ideologisch Sie selber sind. Gerade Nietzsche sagte,Überzeugungen sind übler als Lügen.
    Sie besitzen keine Selbst- somit Fremdreflexion. Sie sind eingebildet,borniert.
    @Sandy
    Danke für Ihre Kommentare!
    Mir scheint,Visionen und Ideale,gerade wenn sie ideologisch sind,haben ausgedient.
    Wir erleben das letzte Aufflackern der Ideologien, ein letztes Aufbäumen gegenüber sich langsam sich durchsetzenden naturwissenschaftlichen Erkenntnissen.
    Die Krisen dieser Welt sind ‘hausgemacht’,humanoid. Die Jugend versteht das besser als wir.
    Es kommt wie noch nie auf die Jugend an. Wir haben dazu ambivalent,zerstörerisch aber doch aufklärend, die Grundlagen gelegt.

    • Herzlichen Dank, @Mussi, für die freundliche Resonanz. Ja, ich setze auch große Hoffnungen in die Jugend, ohne aber gleichzeitig zwischen den Generationen polarisieren zu wollen. Auch die Generationen der Alten und Älteren haben doch nach dem Stand ihrer jeweiligen Kenntnis mehrheitlich nach bestem Wissen und Gewissen gelebt und gehandelt; auch darf man deren Leistungen in Naturwissenschaft, Philosophie, Kunst und Kultur nicht kleinreden, sie haben doch auch viel Gutes und Fortschrittliches bewirkt, auf dem die Jugend nun aufbauen kann.
      Und ganz ohne ein ethisches Konzept, ohne die Vision eines möglichst sozial gerechten und dabei die Natur unseres Planeten erhaltenden Konzepts des Zusammenlebens der Menschen geht es auch nicht (auch wenn mein Beitrag oben angesichts des aktuellen Geschehens wohl etwas resignierend klang).
      Dass Wissenschaft losgelöst von jeder Moral apokalyptische Wirkungen entfalten kann, zeigt bspw. der Einsatz der Atombombe in Hiroshima und Nagasaki.
      In Zeiten von Corona wird ja nun gerne ein Generationenkonflikt konstruiert, den es doch eigentlich so nicht gibt oder wenigstens nicht geben sollte. Da wird von den Alten moniert, die Jungen setzten mit ihrer Nachlässigkeit und Feierlaune das Leben der Älteren und Vulnerablen auf’s Spiel. Das ist zunächst verständlich und nachvollziehbar. Gleichzeitig mokieren sich viele von ihnen aber über mutige Mädchen und Jungen wie Greta, Luisa und die FFF-Bewegung. Dabei blenden sie aus – der eine aus Naivität, die andere in einer “Nach-mir-die-Sintflut”-Mentalität -, dass das Ausmaß der Bedrohung durch die Klimakrise um ein Vielfaches höher ist als durch das Virus. So werden aus bloßem Profitinteresse heute Naturflächen in immer größererem Ausmaß für Waren wie Fleisch, Soja und Palmöl vernichtet, die im Wesentlichen für den globalen Norden bestimmt sind. Auf diese Weise werden Wildtiere in die Nähe der genetisch homogenisierten, zusammengepfercht gehaltenen Nutztiere getrieben. Dadurch wächst die Möglichkeit der Übertragung von Krankheiten auf den Menschen; so entstehen letzten Endes auch Pandemien wie die gegenwärtige. Man muss sich nur den Zusammenhang zwischen Virus- und Klimakrise verdeutlichen, um eine Solidarität zwischen den Generationen zu entwickeln:
      Die Jungen sehen dabei ein, dass derzeit Massenpartys ohne Hygienekonzept das Leben der Alten gefährden, gleichzeitig sollten sich dann aber Letztere auch mehr um die Erhaltung der Erde auch für die kommenden Generationen bemühen.
      Respekt daher an die Adresse der Scientists for Future, welche die FFF tatkräftig unterstützen, oder auch an die Omas-gegen-rechts-Bewegung!👍🌻🐦🦔🎈

  15. @Sand
    Meines Erachtens werden wir uns über das Schuldkonzept auseinandersetzen müssen.
    Einerseits Schulden als Dynamo für Wachstum im Rahmen der Durchbilanzierung der Welt {NewPublicManagement} und Anerkennung der Schuld der Menschen für das Anthropozän.
    Der Umgang mit Schuld/Schulden wird die Auseinandersetzung bestimmen.

    • Vielen Dank, @Judas Priestus. Ich betrachte es immer wieder als eine besondere Auszeichnung, Antisemiten und ihre Foristen auf die Palme zu bringen. Das zeigt, dass die Arbeit wirkt.

      Grüßen Sie Yukterez und die anderen, antisemitischen Hater herzlich von mir. Es wird mir eine Ehre sein, dem stumpfen Hass und den Verschwörungsmythen weiter engagiert die Stirn zu bieten. ☺️✅👍

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