Solarpunk-Arche-Filmtip: Passengers von 2016 von Morten Tyldum & Jon Spaits

“Ich beneide Dich, Arthur.
Du hast eine Aufgabe. Du bist immer glücklich.”
– Die Autorin Aurora Lane zum KI-Barkeeper Arthur in “Passengers” (2016)
Klar ist es möglich, sich der Solarpunk-Fantastik nur über Texte zu nähern. Doch ich halte Bilder und Filme für eher noch wichtiger, beispielsweise den Dear Alice-Werbeclip. Und wenn ich nach einem guten Solarpunk-Film für Einsteiger gefragt werde, dann empfehle ich den Science-Fiction-Film “Passengers” (2016) unter der Regie des Norwegers Morten Tyldum und dem Drehbuch des US-Mythologen Jon Spaits.
Alles Weltvertrauen fängt an mit den Namen, zu denen sich Bilder entwerfen und Geschichten erzählen lassen. Das gilt auch für die Passagiere in “Passangers”.
Ohne die gesamte Handlung zu spoilern kann ich doch sagen, dass der gesamte Film mythologisch in einer Raumschiff-Arche namens “Avalon” (einer Insel der keltisch-arthurianischen Mythologie) spielt. Die Reisedauer zwischen der sterbenden Erde und einem neuen Sonnen(!)system beträgt demnach 120 Jahre – nach 1. Mose 6,3:
“Da sprach der HERR: Die Menschen wollen sich von meinem Geist nicht mehr strafen lassen; denn sie sind Fleisch. Ich will ihnen noch Frist geben hundertundzwanzig Jahre.”
Der ersterwachende Hauptheld heißt James “Jim” Preston und wird vom Schauspieler Chris Pratt verkörpert: James und dessen Kurform Jim sind dabei die englische Version von Jakob und zudem Namensgeber der King-James-Bibel (nach König Jakob I.). Preston ist wiederum eine britische Stadt, die das Jesus-Lamm im Wappen trägt und über eine der höchsten Kirchen Großbritanniens verfügt. Fun Fact: Die knapp einhunderttausend Seelen zählende Stadt wurde 2016, im Jahr des Erscheinens von “Passengers” auch noch Sitz der Eparchie Großbritannien der mit Rom unierten Syro-malabarischen Kirche.
Die zweite Hauptfigur ist Aurora Lane, gespielt von der bekannten Schauspielerin Jennifer Lawrence. Aurora ist dabei der Name der römischen Göttin der Morgenröte und Lois Lane war die Partnerin und später auch Ehefrau von Superman.
Die Namensbetrachtungen ließen sich noch lange weiterführen (Arthur = König Arthus & Avalon, Gus = Augustus usw.), aber nicht weniger spannend sind die biblisch-mythologisch erzählten Elemente: Licht und Dunkelheit, das gefährliche Feuer und das ambivalente Wasser.
Wasser bildet die Lebensquelle & wird auch an Bord des Raumschiffs “Avalon” als Solarpunk-Arche durchweg positiv gezeigt, bis die Lebenserhaltungssysteme durchbrennen (!). Foto: Michael Blume
Der Spannungsbogen entsteht, in dem eine anfänglich kleine Störung zu einer zunehmend gefährlichen Überhitzung (!) der Arche-Lebenserhaltungssysteme führt. Heldin und Held müssen Verzweiflung, Reaktanz und Bequemlichkeit, Arm-Reich-Klassenunterschiede und Todesängste überwinden, um die Gefahr erkennen und das Raumschiff für alle Passagiere retten (und bepflanzen) zu können. Sie entdecken: Wir leben eben nicht nur in einer zu durchreisenden Raumzeit, sondern auch in einem begrenzten Zeitraum.
Zeitlichkeit und Sinnfragen, digitale Vereinsamung, KI-Kokonisierung und Luxus ohne Gemeinschaft, KI-Technologie versus menschlicher Empathie, Technologieoffenheit und Nachhaltigkeit – dieser Film feiert die kalte Schönheit des Universums nicht nur, sondern durchmisst sie auch philosophisch. Ich gehe so weit als “Solarpopper” zu sagen, dass die Mythologie und Psychologie des “Solarpunk” hier nicht nur nahezu perfekt abgebildet, sondern utopisch erweitert wird.

Sie vergessen Bill S. Preston, Herrscher über die Sülznasen. Wenn ich an jemanden denke, der durch Raum und Zeit zu einer Utopie reist, kommt mir eher der in den Sinn, als eine britische Stadt. Die moderne Mythologie heißt Popkultur, und in dieser Ursuppe schwimmen Jesus, Joker, Batman, Micky Maus und Mohammed, das Platte und das Erhabene, das Neue und das Alte, gleichberechtigt mit. Sie sind der Geist Gottes, und alles um Sie herum, Mythos und Realität, ist das Wasser, über dem Sie schweben, das Tintenfass, dass alle Geschichten der Welt enthält, der Farbtopf, mit dem Sie alle Bilder malen, das Nichts und die Unendlichkeit und das Chaos vor der Schöpfung, der Tod, das Vakuum und die Materia Prima, das Alpha und das Omega und das Alpha: Das Potenzial. All die Lügen die Sie als Schöpfer wahr machen können, indem Sie etwas davon zu einer Welt kollabieren lassen, die sich Ihrem Willen fügt.
Für mich ist der Film vor allem eine Erzählung darüber, wie man eine KI verpfuscht. Schlafkammer defekt? Ist unmöglich. Dass es passiert ist, ist irrelevant. Problem gelöst. Alexa schmollt, weil man ihr unterstellt, ihre Enkel würden mal so bekloppt wie irgendeine dahergelaufene Bürokratie, ob deutsche oder jede andere. Gibt ja viele Leute auf dem Globus, die die Bürokratie ihres Staates für die irrsinnigste und aufgeblähteste der Welt halten, weil sie keine andere kennen. Gleiches Prinzip, nach dem sich jede Nation für was Besonderes hält, weil sie nur Selbstgespräche führt und damit alle anderen taubstumm sind.
Ist so mein Lebensgefühl – für mich sind normale Menschen Figuren in der Geisterbahn. Ich hab nur eine vage Vorstellung, wie ihr alle funktioniert, wie ihr tut, was ihr tut, ich kann nicht mitmachen, lebe an euch vorbei, ohne mich in eure Welt einklinken zu können, bin Passagier, Frachtgut ohne Sinn und Zweck in eurer Welt. Aber wenn es um die Frage geht, warum es Geisterbahnen gibt, was ein Vergnügungspark ist, wieso ihr tut, was ihr tut – da seid ihr Automaten, seelenlose Animatronik, ihr wisst es nicht, ihr wollt es nicht wissen, es ist euch egal, wenn ich mit euch rede, gebt ihr mir Antworten wie die Maschinen auf dem Schiff. Da seid ihr diejenigen, die ihre festen Schienen, festen Bahnen nicht verlassen können, die blinden Mechanismen folgen. Das ist gespenstisch. Mittendrin und doch allein, denn auf eurer Ebene bin ich ein totes Ding, und auf meiner Ebene seid ihr tote Dinge.
Adam und Eva, die zu Erlösern und Erzeugern der neuen Menschheit werden, weil sie Fehler beheben, auf die hirnlose Maschinen nicht reagieren können – beliebtes Muster. Man fühlt sich an Pandorum, Matrix, irgendwie auch Alien erinnert. Naja, auch Bilbo und Frodo erwachen im Auenland, das an sich vollautomatisch funktioniert, mit lauter selbstzufriedenen Spießern, es gibt unzählige Filme mit Auserwählten in anonymen Städten. Schätze mal, das Erwachen passiert jedem von uns am Anfang der Pubertät, wo wir plötzlich blind für Teddybären und Spielzeugautos werden und stattdessen ein Auge für das andere Geschlecht bekommen. Oder das gleiche oder whatever, aus rein rhetorisch-praktischen Gründen bitte ich, meine Toleranz aus dem Kontext zu erschließen, ohne dass ich sie explizit äußere.
Es ist das Erwachen Luzifers. Die Erkenntnis, dass Mami und Papi nicht Gott sind, dass sie Fehler haben, dass sie nicht allmächtig sind und es außerhalb ihrer Welt noch eine Welt gibt. Man rebelliert, man schnappt sich eine Braut und flieht aus dem Paradies, das zur Hölle wird, um sich im Schweiße seines Angesichts in der Hölle ein eigenes zu bauen, mit einem eigenen Gottesthron. Mythen faszinieren uns am meisten, wenn sie von uns selbst handeln, denn dann wissen wir ganz tief drin, dass sie wahr sind, ganz egal wie fremd uns Bühne, Kostüme, Dekoration und Handpuppen erscheinen, die wir den Algorithmen der Geisterbahn überziehen.
Junge ist einsam und allein. Vielleicht hat er einfach nicht viele Freunde, ist introvertiert, denkt sich gern Geschichten aus, würde gern Sci-Fi-Drehbücher für Hollywood schreiben. Junge trifft Mädchen, der Schweinehirt küsst Dornröschen wach, die sich wohl oder übel mit der anderen Gefühlswelt arrangieren muss, in die ihre Hormone sie plötzlich stürzen. Eine Weile treffen sie sich alleine, leben in ihrer eigenen Welt, haben Angst, erwischt zu werden, denn dann fliegt ihr Avalon ihnen um die Ohren, Mami und Papi und Mami und Papi machen ihnen eine Szene und geben Hausarrest oder nehmen das Handy weg. Irgendwann machen sie es offiziell. Oder eher, sie laufen weg, werden Stars in Hollywood, und in ihrer spießigen Kleinstadt sieht man sie nur auf den Filmplakaten und Leinwänden und nimmt sie erst jetzt zur Kenntnis. Oder, wenn ich an den Baum denke, die Familie sieht sie erst zu Weihnachten, wo sie mit ihren Karrieren und Kindern protzen können. Man möchte es einerseits Mami und Papi und allen anderen so richtig zeigen, sie übertreffen. Man möchte aber auch, dass sie stolz auf einen sind und sie dazu bringen, dass sie ihre Zweifel aufgeben und die neue Ehe, neue Familie, nachträglich segnen.
Die einfachen, kleinen Dinge in den großen, vielschichtigen Dingen. So offensichtlich, und doch so leicht zu übersehen. Siggy Freud und Karlchen Jung lassen grüßen. Aber auch die haben’s sich viel zu kompliziert gemacht, schätze ich.
Die Sublimierung – die komplexen, vielschichtigen Bedeutungen, die Sie darin erkennen – sind natürlich auch da und immer noch genauso wichtig. Aber jede Inflationsblase speist sich aus der DNA ihres Urknalls und kann sie variieren, ihr aber nie entkommen. Luzifer in Myriaden Zerrspiegeln, unzählige Varianten der gleichen Geschichte, die Formel für jedes Universum in Ihnen und um Sie herum.
Und Prestons Geist schwebte über Avalon und erschuf daraus Aurora. Doch deren Geist hatte einen eigenen Willen, der sich seinem Willen nicht fügte. Manchmal ist das Wasser nur der Spiegel der Seele, und wenn wir hineingreifen, um etwas herauszuholen, das unseren Wunschbildern ähnelt, greift es genauso nach uns und zieht uns auf seine Seite. Kennt man ja in der Ehe, dass zwei Rohlinge es nicht schaffen, einander wie Ton zum Fleisch ihrer Fantasien zu formen.
Manch eine Lüge ist stark genug, um auch im Angesicht eines Möchtegern-Gottes eine Lüge zu bleiben, weil ihr ihre eigene Wahrheit lieber ist. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Charlie Darwin oder schauen einen Tom-und-Jerry-Cartoon. Und hüten Sie sich davor, die willenlose Lüge zu sein, die sich zu einem Ken in Prinzessin Trumps Puppenhaus formen lässt, denn damit werden Sie der Teufel, das Portal, durch das die Hölle aus dessen Geist auf Erden gelangt.
Lieben Dank, @Paul S. – und ja: William „Bill“ Preston aus Bill und Teds verrückte Reise durch die Zeit (1989) betont die Bedeutung der Zeit noch einmal.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bill_%26_Teds_verr%C3%BCckte_Reise_durch_die_Zeit
Damit wir uns aber nicht im Meteoritenschauer wilder Assoziationen verlieren, möchte ich hier auf eine bemerkenswerte Solarpaneele-Lithium-Recyclinganlage von Harald Gross aus Dresden hinweisen!
https://youtu.be/21a6o-E4ZLk
Mit Hilfe starker Lichtblitze lassen sich demnach bereits Solarmodule schnell und kostengünstig trennen und ihre kostbaren Rohstoffe wie Lithium, Silber u.a. im Sinne einer Kreislaufwirtschaft recyceln.
Der Solarpunk wird von der utopischen ScienceFiction-Zeitreise immer mehr greifbar. Und das ist angesichts des Scheiterns der COP30-Klimakonferenz in Belem, Brasilien auch dringend notwendig. Nicht mehr abstrakte Appelle, sondern nur noch der mutige Einsatz realer Technologien vermögen die Lebenserhaltungssysteme unseres Raumschiff Erde zu stabilisieren.
Wir haben da ein schönes und teures Raumschiff, das viele gut zahlende Passagiere befördert.
Wie wäre die rechtliche Lage bei Schadensersatz-Forderungen?
Wer könnte zum Beispiel wen verklagen, wenn etwas schiefgeht?
Was hindert die Raumfahrt-Firma daran, einfach Menschen mit billigen Raumschiffen in den Tod zu schicken?
(Vielleicht war das hier sogar der Fall.)
Oder sind die Verantwortlichen vielleicht biologisch unsterblich?
Die Menschen in dem Raumschiff sind aber offenbar nicht unsterblich.
Wie sieht ein Rechtssystem ohne jede Rückkopplung aus?
Hat die Raumfahrt-Firma ein so langlebiges Firmen-Ethos?
(Stört es das jetzige Management, dass die Firma in 120 Jahren in Konkurs geht?)
Danke für die Nachfrage, @Karl Bednarik
Hinter dem Arche-Raumschiff „Avalon“ steht im Film „Passengers“ die privatwirtschaftliche „Homestead Company“. Sie verkauft die Plätze der Raumschiff – Reise von der Erde in einer Schlafkapsel, wobei das Aufwecken vier Monate vor Ankunft auf „Homestead II“ erfolgen soll. Je nach Einkommen lassen sich dabei unterschiedliche Klassen buchen: Der Mechaniker James / Jim erhält nur einfaches Frühstück mit schwarzem Kaffee ☕️ und hat sich zur Besiedlungsarbeit auf dem neuen Planeten verpflichtet, wogegen die reiche Erbin und Schriftstellerin Aurora die Luxusklasse gebucht hat und nach einem Jahr Aufenthalt sogar zurückreisen will, um ein Buch als Lebenswerk zu verfassen.
Der Drehbuchautor Jon Spaith hat sich auch dazu ausführlich geäußert:
“We’re seeing the movement of private companies into the exploration of space. I postulated a company called the Homestead Company that would find, groom, and then ultimately populate exoplanets as colonies. That’s imagining a company that does precisely this work at a more advanced level, that locates planets in the habitable range around a star with the right chemical composition and protective Van Allen Belt, and then pioneers them. Ideally, you want a planet like Homestead II, which has a chemical composition extremely similar to Earth but not a biosphere yet. It’s simply a place where the magic didn’t happen or barely happened. Then, you seed that planet from Earth with Earth life. The reason the Homestead II marketing you see in the film looks a lot like Earth is because it is essentially a parallel Earth. That is, a fertile but ungerminated Earth-like world that has been seeded with Earth life.“
https://collider.com/passengers-movie-things-to-know-jon-spaihts/
Sie sehen also: „Passengers“ ist auch unter Science-Fiction-Gesichtspunkten nicht nur gut durchdacht, sondern geradezu komponiert. Der Film hat eine eigene Fanbasw, zumal Spaith auch an anderen SF-Projekten wie „Dune“ mitarbeitete.
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dune-von-frank-herbert-ist-eine-warnung-vor-politischem-dualistischem-messianismus/
Mir ist schon klar, dass nur ein Teil meiner Leserschaft hier meine Liebe zu guten Filmen, zu Science-Fiction und Solarpunk teilt. Aber ich freue mich, dass es einige doch interessiert! ☺️🚀🙌
Passengers ist sicher ein gut gemachter Science-Fiction-Film.
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Ungewohnt sind aber die langen Zeiträume die erforderlich sind.
Die Funknachricht von der erfolgreichen Landung auf Homestead II erreicht die Erde erst 180 Jahre nach dem Start.
Aurora Lane hätte erst nach 241 Jahren wieder auf die Erde zurück kommen sollen, wenn alles gutgegangen wäre.
Nur zum Vergleich: Die USA gibt es erst seit 249 Jahren.
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Um die Qualität und die Sicherheit des Raumschiffes möglichst hochzuhalten,
ist ein nennenswerter Teil der Manager der Homestead Company verpflichtet, die Reise selbst mitzumachen.
Auf diese Weise erzielt man eine direkte Rückkopplung der Verantwortung.
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Für Fanatiker:
Um 149.896.229 m/s mit 10 m/s2 zu erreichen, benötigt man 14.989.623 Sekunden, das sind 0,47499 Jahre.
Die Beschleunigungsstrecke und der Bremsweg sind dabei immer 0,118748 Lichtjahre lang.
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Für 1 Gewichtseinheit Leermasse benötigt man
2,718 Gewichtseinheiten Gesamtmasse, mit
1,718 Gewichtseinheiten Treibstoffmasse, bestehend aus
0,859 Gewichtseinheiten Normalmaterie,
0,859 Gewichtseinheiten Antimaterie,
weil man zweimal auf die halbe Lichtgeschwindigkeit beschleunigen muss,
unter der optimistischen Voraussetzung, dass der Antrieb 100 % Wirkungsgrad hat.
Gesamtmasse zu Leermasse ist wie e zu 1, die Geschwindigkeit ist die
Ausström-Geschwindigkeit, und die ist die Lichtgeschwindigkeit.
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Die Reaktionen in einem Antimaterie-Triebwerk:
http://s880616556.online.de/ANANTRI.jpg
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Vorsicht, Science-Fiction-Humor:
https://www.e-stories.de/view-kurzgeschichten.phtml?18757
Lieben Dank, @Karl Bednarik
Der Antrieb der Passengers-Avalon wird ja als Fusionsantrieb beschrieben und gezeigt. Habe hierzu einmal Felo.ai gepromptet:
## Funktionsweise des Fusionsantriebs der Avalon im Film *Passengers*
Der Fusionsantrieb der Avalon, dem interstellaren Raumschiff aus dem Film *Passengers*, basiert auf einer futuristischen, aber physikalisch möglichen Technologie. Hier sind die wichtigsten Aspekte, wie dieser Antrieb im Film dargestellt wird:
### **1. Fusion als Energiequelle**
– Die Avalon wird von einem Fusionsreaktor angetrieben, der Deuterium als Brennstoff nutzt. Dieser Prozess erzeugt energiereiches Plasma, das als Hauptantriebskraft dient[10].
– Fusion ist eine reale Technologie, bei der Atomkerne verschmelzen und dabei enorme Mengen an Energie freisetzen. Diese Energie wird genutzt, um das Schiff kontinuierlich zu beschleunigen.
### **2. Kontinuierliche Beschleunigung**
– Der Fusionsantrieb der Avalon ist so konzipiert, dass er kontinuierlich arbeitet. Dies bedeutet, dass das Schiff über einen langen Zeitraum hinweg langsam beschleunigt, was es ermöglicht, hohe Geschwindigkeiten zu erreichen, ohne die Passagiere übermäßig zu belasten[1][9].
– Im Film wird erwähnt, dass die Avalon bis zu 50 % der Lichtgeschwindigkeit erreicht, was durch diese konstante Beschleunigung möglich wird[2].
### **3. Plasma-Abstoßung**
– Der erzeugte Plasmastrahl wird aus den Triebwerken ausgestoßen, um Schub zu erzeugen. Dies ist eine gängige Methode in Konzepten für zukünftige Raumfahrtantriebe, da Plasma eine hohe Energie- und Schubdichte bietet[10].
### **4. Schutzmechanismen**
– Die Avalon ist mit einem Plasmaschild ausgestattet, das das Schiff vor Kollisionen mit Weltraumtrümmern und Mikrometeoriten schützt. Dies ist besonders wichtig bei Reisen mit hohen Geschwindigkeiten[5].
### **5. Flugmanöver und Steuerung**
– Während der Reise führt die Avalon ein sogenanntes “Slingshot-Manöver” um den Stern Arcturus durch, um zusätzliche Geschwindigkeit zu gewinnen. Dies ist ein reales Konzept, bei dem die Gravitation eines Himmelskörpers genutzt wird, um ein Raumschiff zu beschleunigen[4][6].
– Zur Mitte der Reise dreht sich das Schiff um 180 Grad, um mit dem Antrieb zu bremsen und sicher am Ziel anzukommen[13].
### **6. Künstliche Gravitation**
– Zusätzlich zur Fortbewegung sorgt die Rotation der Avalon für künstliche Gravitation, indem Zentrifugalkräfte erzeugt werden. Dies ermöglicht den Passagieren und der Crew, sich wie auf der Erde zu bewegen, während sie sich im Weltraum befinden[12].
### **Realitätsnähe**
– Obwohl die Technologie der Avalon auf bekannten physikalischen Prinzipien basiert, ist sie derzeit nicht vollständig umsetzbar. Die Entwicklung eines funktionierenden Fusionsantriebs und die Konstruktion eines so großen Raumschiffs erfordern technologische Durchbrüche und eine massive Infrastruktur im Weltraum[8].
Zusammenfassend ist der Fusionsantrieb der Avalon ein faszinierendes Konzept, das auf realen wissenschaftlichen Grundlagen beruht, aber noch weit über den aktuellen Stand der Technik hinausgeht.
[1] https://www.quora.com/Why-is-the-Starship-Avalons-Ai-in-the-film-Passengers-so-stupid
[2] https://spaceships.fandom.com/wiki/Avalon
[3] https://www.hollywoodreporter.com/movies/movie-news/how-passengers-production-designer-brought-films-vegas-inspired-spaceship-big-screen-960334/
[4] https://www.geekwire.com/2016/jon-spaihts-physics-interstellar-travel-passengers-movie/
[5] https://www.discovermagazine.com/shhhhthe-real-stars-of-passengers-are-a-robot-and-a-spaceship-8191
[6] https://forums.sf-fandom.com/thread-34077.html
[7] https://www.space.com/35133-how-realistic-ship-from-passengers.html
[8] https://futurism.com/is-that-ship-from-passengers-really-possible
[9] https://www.reddit.com/r/AskScienceFiction/comments/5zknoe/passengers_questions_about_the_speed_of_the_avalon/
[10] https://memorydelta.fandom.com/wiki/Avalon_class_(29th_century)
[11] https://www.fxguide.com/fxfeatured/passengers-on-mpcs-avalon/
[12] https://www.quora.com/In-the-film-Passengers-artificial-gravity-seems-to-be-generated-by-rotation-But-then-why-would-it-stop-working-suddenly
[13] https://scifi.stackexchange.com/questions/149970/how-was-jim-able-to-space-walk-when-the-ship-was-traveling-at-5-c
Auf Mastodon diskutieren wir passend dazu gerade die Sinnhaftigkeit des bundesdeutschen Atomausstieg:
Viele kritisieren, die Regierung unter Bundeskanzlerin a.D. Angela #Merkel (CDU) habe in #Deutschland „zu wenig verändert“. Andere werfen ihr das Gegenteil vor. So kritisiert #WePlanet nun den #Atomausstieg , da dieser zu erheblichen Ausstößen von #CO2 durch mehr #Kohle und #Gas geführt habe. Es wäre lt. Verband besser gewesen, die #AKW nicht abzuschalten. Neubauten würden sich jedoch auch nicht mehr lohnen, da #erneuerbareEnergien inzwischen günstiger wären.
https://sueden.social/@BlumeEvolution/115598425251758963
Danke für Ihr Interesse an Technik- und Energiefragen! 🌞🌈🙌
@Interstellare Raumfahrt
Ein Transport von Menschen zu anderen Sternen macht zunächst keinerlei Sinn. Ein bewohnbarer Planet müsste erst zahlreiche Jahrtausende oder eher Jahrmillionen vorbereitet werden, bevor da Menschen ohne Raumanzug einziehen könnten.
Wenn da schon eine Biosphäre existiert, werden wir rein biochemisch damit praktisch nichts anfangen können, egal wie schön die schon aussieht. Wir könnten höchstens einen lebensfreundlichen Planeten, auf dem es noch keinerlei Leben gibt, zunächst mit passenden Mikroben besiedeln, und das solange begleiten, bis sich da hinreichender Sauerstoffanteil in der Atmosphäre eingestellt hat. Dann erst könnten Menschen und alles mögliche an höheren Leben dahin transportiert werden.
Wenn es da schon Leben gibt, dann wird das vermutlich biochemisch eher völlig inkompatibel mit irdischen Lebensformen sein. Selbst ein Hinzufügen von irdischen Mikroben zu einer bestehenden Mikrobenpopulation dürfte zu erheblichen Schwierigkeiten führen, wenn man da dann später höheres Leben ansiedeln will.
Und wenn wir sowieso nur gucken wollen, was auf belebten Planeten so lebt, werden das KI und Roboter alleine machen. Die kommen mit der Existenz auf Raumschiffen wohl sehr viel besser klar als Menschen. Und wären entsprechend etliche Größenordnungen einfacher zu transportieren. Wenn das alles schön sterilisiert ist, kann man dann da sogar landen, ohne die fremde Biosphäre mit irdischen Mikroben zu infizieren, und damit dann noch biologische Schwierigkeiten zu verursachen.
Entsprechend müssen wir hier auf diesem Planeten dauerhaft klar kommen. Wenn wir uns hier selbst vernichten, kann da niemand vor fliehen, und es wäre das endgültige Ende des Menschen in diesem Kosmos.
Auch der beste Antimaterieantrieb wird uns hierbei nicht weiterhelfen, es findet sich einfach kein passender Planet, auf dem man kurzfristig einziehen könnte.
Es könnte höchstens sein, das Außerirdische schon vor Jahrmilliarden überall die gleichen Startmikroben verteilt haben, auch auf der Erde. Dann könnten wir zumindest ohne grundsätzliche biochemische Schwierigkeiten in fremden Biosphären einziehen.
Ein Leben auf Raumstationen auf eigenen Umlaufbahnen um unsere Sonne wäre eher möglich, aber wer will da wirklich leben? Die Erdoberfläche ist da als Lebensraum vermutlich dauerhaft kaum zu toppen.
Herzlichen Dank, @Tobias
Wie gebloggt habe ich den Film “Passengers” weniger als ein Plädoyer für interstellare Raumreisen gesehen, sondern eher als kluges Plädoyer für nachhaltige Solarpunk-Arche-Lebenswelten. So will ja auch beispielsweise Aurora Lane gar nicht auf dem Zielplaneten bleiben, sondern nach einem Jahr auf die Erde zurückreisen, um dort ihr Buchprojekt zu beenden. Für diesen Lebens- und Sinntraum opfert sie all ihre Freundinnen – was in einem Erinnerungsvideo gezeigt wird -, die ja die einhundertzwanzig bzw. zweihundertvierzig Jahre der Raumreisen nicht in Schlafkammern verbringen, sondern altern und sterben werden. Es geht hier also sehr klar um Zeitlichkeit und Sinn.
Genau diese Diskussion führen wir hier auf dem Blog ja auch immer wieder in der Unterscheidung von Verantwortung externalisierendem Klimaschutz gegenüber Verantwortung internalisierendem Mitweltschutz. Auch Jim und Aurora kümmern sich erst dann um die Lebenserhaltungssysteme der “Avalon”, als auch ihre eigene Existenz bedroht wird. Kleinere Störungen, die schon davor immer wieder auftreten, werden auch von ihnen verdrängt – obwohl etwa die KI immer wieder betont, dass es diese gar nicht geben dürfe. Da ist die Reaktanz und Externalisierung psychologisch schon sehr gut gespielt. So verhalten wir Heutigen uns ja überwiegend auch:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-feuer-von-los-angeles-umwelt-klima-oder-endlich-mitweltschutz/
Entsprechend führte neulich auch Carel Mohn, der Geschäftsführer von “Klimafakten”, im Interview mit rbb24 aus:
“Wir alle haben Annahmen darüber im Kopf, was und wie andere Menschen zum Thema Klimawandel denken. Das frappierende und politisch interessante ist, dass diese Annahmen zum Großteil falsch sind. Am problematischsten ist, dass eine sehr große Mehrzahl der Menschen weltweit von sich sagt, für mehr Klimaschutz zu sein. Wenn sie gefragt werden, ob sie denken, dass ihre unmittelbaren Mitmenschen das auch so sehen, sagen sie meist Nein. Das heißt, jeder sieht sich selbst stärker engagiert, motoviert und handlungsbereit als den Rest der Gesellschaft. Das ist eine Fehlannahme, die praktische Konsequenzen hat. Denn wer immer das Gefühl hat, viel mehr zu machen als die anderen, bremst sein Verhalten irgendwann. Vom Gefühl her sind für diese Leute auch mal die anderen dran. An dieser Fehlwahrnehmung muss man ansetzen.”
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2025/11/berlin-fridays-for-future-klima-schutz-demo-angst-massnahmen-interview.html
Angesichts des Scheiterns der COP 30 – Klimakonferenz in Belem, Brasilien habe ich das Thema des Scheiterns von sog. “Klimaschutz” auch heute nochmal auf dem Vlog angesprochen – bisher mit erfreulicher Resonanz:
https://youtube.com/shorts/7FImit1vRQM
Aus meiner Sicht ist es wirklich wichtig, den Solarpunk nicht nur als Thema von Technologie, sondern auch von Psychologie zu verstehen. Es geht eben nicht darum, vor den Problemen wegzulaufen (oder wegzufliegen), sondern sich ihnen im Hier und Jetzt zu stellen – auch der Zukunft der Menschheit zuliebe. “Passengers” erkundet diese Themen in einer Art interstellaren Kammerspiel, die die Menschen genau damit konfrontiert und dies glaubwürdig inszeniert.
“Die Nebel von Avalon” von Marion Zimmer Bradley habe ich vor vielen Jahren gelesen. Die Geschichten um Artus etc. finde ich faszinierend. Die Ritter der Tafelrunde. “Perceval” von Chretien de Troyes oder Wolfram von Eschenbach (bei dem auch “Lohengrin” vorkommt). Die Suche nach dem Gral.
Bei Zimmer Bradley erzählen Frauen die Geschichte.
Science-Fiction ist nicht so mein Ding.
Fun Fact zu Preston. Der Komponist Adolphe Adam (1803-1856) komponierte die Oper “Le Brasseur de Preston” (Der Brauer von Preston). Aus Melodien dieser Oper stellte vermutlich der Mainzer Musiker Carl Zulehner den “Narrhallamarsch” zusammen.
Ratlos bin ich, was ich mit folgender Stelle in Ihrem Blogpost anfangen soll:
“Zeitlichkeit und Sinnfragen, digitale Vereinsamung, KI-Kokonisierung und Luxus ohne Gemeinschaft, KI-Technologie versus menschlicher Empathie, Technologieoffenheit und Nachhaltigkeit – dieser Film feiert die kalte Schönheit des Universums nicht nur, sondern durchmisst sie auch philosophisch.”
Vermutlich wird mir das verborgen bleiben, denn ich müsste mir den Film anschauen, wollte ich es verstehen. Aber ich bekäme wahrscheinlich schlaflose Nächte, da mir für solche Filme die Nerven fehlen.
Empathie, Toleranz etc. sind keine Eigenschaften, die in der Enge der Zeit eine Rolle spielen. Wir werden die Menschen, die irdischen Gütern nachjagen, nicht durch einen solchen Film beeindrucken.
Vielleicht sollten wir aus der Zeit, die uns noch bleibt – mag sie nun lange dauern oder nicht – das Beste machen d.h., den Solarpunk mit den eigenen Mitteln zu leben.
Herzlichen Dank, @Marie H. – da haben wir also noch etwas gemeinsam! 🤓📗🙌
Sie schrieben:
“Die Nebel von Avalon” von Marion Zimmer Bradley habe ich vor vielen Jahren gelesen.
Und genau das tat ich – schon als Jugendlicher – auch und habe die Heldinnenreisen in der Fantasy gerade auch durch “Die Neben von Avalon” von Marion Zimmer Bradley (1930 – 1999) kennen- und schätzen gelernt. Wohl auch deswegen konnte ich die “Heldinnenreise”-Thesen von Gail Carriger auch innerlich nachvollziehen…
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/plaedoyer-fuer-weihnachtsfilme-die-heldinnenreise-nach-gail-carriger/
…und die Begeisterung für “K-Pop Demon Hunters” empfinden, noch bevor der Musikfilm zum internationalen Hit aufstieg.
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/ein-koreanisch-amerikanischer-musikfilm-der-hoffnung-kpop-demon-hunters/
Sie schrieben:
“Vermutlich wird mir das verborgen bleiben, denn ich müsste mir den Film anschauen, wollte ich es verstehen. Aber ich bekäme wahrscheinlich schlaflose Nächte, da mir für solche Filme die Nerven fehlen.”
Das kann ich nachvollziehen. Ich übe bewusst, immer mal wieder aus meiner eigenen Blase auszubrechen und mich Medien, Themen und Genres auszusetzen, die mir bis dato unzugänglich geblieben sind. Dazu habe ich aber auch nicht immer “die Nerven” und nehme durchaus wahr, dass es mir mit zunehmendem Alter eher schwerer fällt.
“Empathie, Toleranz etc. sind keine Eigenschaften, die in der Enge der Zeit eine Rolle spielen. Wir werden die Menschen, die irdischen Gütern nachjagen, nicht durch einen solchen Film beeindrucken.”
Auch das ist richtig. Doch wenn wir selbst diese Eigenschaften einüben und aus unseren Blasen heraustreten, so können wir dadurch auch prosoziale Mimesis auslösen. Erst gestern hatte ich mit einem Sohn darüber einen guten Dialog, der dies nach dem erfolgreichen YouTuber Michael Stevens von “VSauce” den “Ripple Effect”, deutsch “Kräuseleffekt” nannte.
“Vielleicht sollten wir aus der Zeit, die uns noch bleibt – mag sie nun lange dauern oder nicht – das Beste machen d.h., den Solarpunk mit den eigenen Mitteln zu leben.”
Genau das ist übrigens auch die Schlussfolgerung von “Passengers”. Ohne zuviel zu spoilern, kann ich dennoch sagen, dass die anfangs rein metallische “Avalon” am Ende zur lebendig bepflanzten Mitwelt geworden ist. Wie antworteten doch die Weisen verschiedener Religionen auf die Frage, was sie am Tag vor der Apokalypse machen würden: “Wir würden ein Apfelbäumchen pflanzen.”
Ihnen Dank für Ihr Solarpunk-Engagement und unsere guten Dialoge hier!
@Michael 23.11. 17:16
„Aus meiner Sicht ist es wirklich wichtig, den Solarpunk nicht nur als Thema von Technologie, sondern auch von Psychologie zu verstehen.“
Unbedingt, wenn es schon darum geht, überhaupt die Fakten zu akzeptieren. Insbesondere wenn manche Akteure mittels reichlich Desinformation erfolgreich versuchen, das Problem kleinzureden und die Lösungen als viel zu teuer erscheinen zu lassen. Und dann noch die Politik und die ehemaligen Strommonopolisten dafür sorgen, dass es tatsächlich teurer wird, als es nötig wäre.
„Es geht eben nicht darum, vor den Problemen wegzulaufen (oder wegzufliegen), sondern sich ihnen im Hier und Jetzt zu stellen – auch der Zukunft der Menschheit zuliebe.“
Die Protagonisten des Films haben vermutlich das Problem ganz alleine in der Hand gehabt, und konnten nicht warten, bis andere das Problem mit angegangen sind. Vermute ich zumindest, ich habe den Film nicht gesehen.
Im realen Klimaproblem sieht das ganz anders aus. Es muss jetzt der Einzelne in Vorleistung gehen, und es kann auch nur laufen, wenn am Ende fast alle mitmachen. Sowas fällt uns Menschen noch viel schwerer, als wenn es um ein privates Problem geht, dessen Bewältigung man auch alleine in die Wege leiten kann.
Inwiefern man grundsätzlich bereit ist, was für die Welt und nicht nur für sich selbst zu tun, ist eine ziemlich schwierige Frage. Eine Verantwortung vor Gott z.B. könnte echt helfen, vor allem wenn die Kirchen das sogar mit vorantreiben. Oder eine Vision, die wirklich Spaß macht. Auch das kann Welten bewegen.
Und wenn nur ein Drittel der Menschen wirklich was tut, kann das reichen. Dann werden die regenerativen Techniken so gut in den Markt eingeführt, dass sie wirklich mit Abstand billiger werden als die alten fossilen Lösungen. Die anderen zwei Drittel machen dann nach und nach einfach schon deswegen mit, wo es für sie persönlich kostengünstiger geworden ist.
Einzelne Sachen werden immer noch teuer bleiben, wie z.B. ein klimaneutraler Flugverkehr, aber die spielen unterm Strich keine so große Rolle.
Eine tatsächliche Zunahme des konkreten Klimaproblems in den nächsten Jahren und Jahrzehnten kann auch noch die tatsächliche Handlungsbereitschaft fördern, schätze ich mal. Und irgendwann kommt auch ein ganz wirtschaftlicher Kipppunkt zum Tragen, wenn den fossilen Konzernen langsam der Umsatz wegbricht, und gleichzeitig allein schon die wirtschaftliche Bedeutung von Produkten rund um die grüne Technik immer weiter zunimmt.
Lieben Dank, @Tobias
Das Scheitern auch der COP 30 – Klimakonferenz in Belem, Brasilien 🇧🇷 nach der Plastikmüllkonferenz in Genf, Schweiz 🇨🇭 belegt, dass die Dealer der Karbonblase den Fossilsüchtigen auch weiterhin den giftigen Stoff verkaufen werden.
Dazu passend wird Meta erneut vorgeworfen, eine Studie zum psychologischen und mimetischen Schaden algorithmischer Konzernmedien unterdrückt zu haben.
Postete dazu heute Morgen:
Guten Morgen – Tässle Kaffee ☕️?
#Meta verschleierte #Studie. Bestätige: Meine Lebensqualität stieg deutlich, nachdem ich ab 2019 meine Accounts bei Facebook, Instagram & #X löschte.Die algorithmischen #Konzernmedien sind toxisch.
„In dem Forschungsprojekt „Mercury“ aus dem Jahr 2020 hätten Nutzer, die eine Woche lang auf #Facebook und #Instagram verzichteten, über „geringere Gefühle von Depression, Angst, Einsamkeit und weniger sozialen Vergleichsdruck“ berichtet […]“
https://sueden.social/@BlumeEvolution/115603071664457447
Es gibt jedoch auch gute Nachrichten: Auch hier auf dem Blog hatte ich ja bereits über den Solarboom in Afrika und Pakistan berichtet.
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/energieglauben-und-solarpunk-solarboom-in-china-pakistan/
Nun meldet auch Skander Garroum vo Blog „Climate Drift“:
Why Solarpunk is already happening in Africa
Or: How Africa is building the future by skipping the past“
https://climatedrift.substack.com/p/why-solarpunk-is-already-happening
Eindrucksvoll dazu ist auch dieser YouTube-Film in „Just have a think“:
https://youtu.be/oOmQJ6nKErs
Der Fossilismus schlägt noch tödlich um sich, aber die Solarpunk-Technologien lassen sich nur noch verzögern. Die Lebenserhaltungssysteme des Raumschiffes Erde besonders zu Hitze und Wasser flackern, doch möglicherweise können manche von Menschen bewohnten Landschaften als Solarpunk-Arche-Regionen überleben.
Das Leben in den Weltraum-Habitaten ist erst dann angenehm,
wenn diese richtig groß sind.
Dann ist auch eine Wandstärke möglich, die die Strahlung
und die Mikrometeoriten gut abhält.
Eine 127 Zentimeter dicke Wand aus Eisen hat ein Kilogramm
Masse pro Quadratzentimeter, genauso wie unsere Atmosphäre.
Bei 1000 Metern Durchmesser des Weltraum-Habitats
sind 1,27 Meter Wandstärke eher wenig.
Planeten benötigen viel mehr Material pro Wohnfläche,
weil sie Gravitation an Stelle von Fliehkraft verwenden.
Deshalb lohnt es sich, aus ihnen Weltraum-Habitate zu bauen.
Space Colony Art from the 1970s:
https://nss.org/settlement/nasa/70sArt/art.html
—–
Ein Nachtrag zu den Antriebsmethoden:
Die energetisch ergiebigste Kernfusionsreaktion ist
4 Wasserstoff-1 zu 1 Helium-4.
Sie liefert 0,7119 % Masseverlust und eine Ausström-
Geschwindigkeit von 11,9319 % der Lichtgeschwindigkeit.
Für 1 Gewichtseinheit Leermasse benötigt man
2,718 Gewichtseinheiten Gesamtmasse, mit
1,718 Gewichtseinheiten Treibstoffmasse,
bestehend aus Wasserstoff-1. (2,718 ist e.)
Im Idealfall erreicht das Raumschiff dann damit diese
Ausström-Geschwindigkeit.
Falls man am Ziel auch noch bremsen will,
für 1 Gewichtseinheit Leermasse benötigt man
7,389 Gewichtseinheiten Gesamtmasse, mit
6,389 Gewichtseinheiten Treibstoffmasse,
bestehend aus Wasserstoff-1. (7,389 ist e hoch 2.)
Falls man den Wasserstoff-1 nicht mitnehmen will,
dann kann man einen Bussardkollektor verwenden.
In diesem Falle ist die Berechnung der Grenzgeschwindigkeit
dieses Bussard Ramjets etwas komplizierter:
https://arxiv.org/pdf/0710.0295
@Michael 24.11. 08:02
„Die Lebenserhaltungssysteme des Raumschiffes Erde besonders zu Hitze und Wasser flackern, doch möglicherweise können manche von Menschen bewohnten Landschaften als Solarpunk-Arche-Regionen überleben.“
Wer hier zuerst die globalen Probleme bei sich abstellt hat aber davon selber wenig. Also man kann das globale System nicht nur lokal stabilisieren. Wer wie gut zurecht kommt, das hängt von den lokalen Bedingungen des lokalen Klimas der zu erwartenden Heißzeit ab, und von den eigenen Ressourcen wie von der eingesetzten Technik, insbesondere mit Hitze fertig zu werden und genug Wasser zu haben.
So schwarz sehe ich das jetzt nicht. Man muss unterscheiden zwischen den Möglichkeiten, dennoch Landwirtschaft erfolgreich zu betreiben und den Möglichkeiten, sich dennoch die Städte schön bewohnbar zu erhalten.
Bei letzterem muss man einerseits mit mehr Hitze klar kommen, aber auch ganze Stadtteile aufgeben, wenn da die Hochwassersituation zu kritisch wird. Aber dann geht es doch. Am Beispiel meiner Heimatstadt Dortmund sind das unter 10 % der bebauten Flächen, die restlichen 90 % sind vollkommen hochwassersicher, da kann kommen was will.
Derzeit sind hier Fernheizungsnetze im Aufbau. Die werden vermutlich sowieso auch eine Großwärmepumpe haben, und damit können die eigentlich bei Bedarf auch Kälte liefern. So könnte man so manche Wohnung vor allem in den oberen Etagen im Sommer kühlen, ohne dass dann da lokal noch Abwärme frei wird und das Problem noch verschärft. Und der Energieverbrauch dafür wäre wirklich überschaubar, die Hitze die dann in der Fernheizungszentrale anfällt kann in Wassertanks für den Winter gespeichert werden. Und die Kühlfunktion braucht man vor allem im Sommer wenn es heiß ist, genau dann gibt es dann bald auch reichlich Solarstromüberschüsse.
Und bei der Landwirtschaft kommt es bei Grundnahrungs- und Futtermitteln vor allem auf die globalen Gesamterträge an. Dies kann man sehr gut transportieren, wenn es da mal lokale Ernteausfälle gibt, erntet man dann woanders immer noch genug. Obst- und Gemüseanbau wie auch eine Großteil der Tierhaltung kann dann in der Nähe der Verbraucher verbleiben. Auch wenn dann die lokalen klimatischen Gegebenheiten schwieriger werden.
Das Konzept der Schwammstadt dürfte in Dortmund gut anwendbar sein. Und man könnte bei Bedarf noch einige neue Talsperren im Sauerland bauen, dann reicht es auf jeden Fall auch für lokalen Obst- und Gemüseanbau und für Tierhaltung.
Wenn der Trend zu weniger Fleisch weitergeht, dann braucht es auch deutlich weniger Futtermittel, und die Erträge werden eher reichen.
Ich sehe da jetzt nicht schwarz. Und kann mir auch z.B. in Nordafrika insbesondere in Küstennähe sehr wohnliche Städte vorstellen. Gerade wenn die ganze grüne Technik immer kostengünstiger wird, kann die dann tatsächlich auch Wohlstandstechnik werden.
Die Schäden, die die Heißzeit in der Natur anrichtet, bleiben allerdings erheblich, und ich finde es echt ärgerlich, wenn hier der Fortschritt der grünen Technik immer wieder auch gebremst wird.
@Karl Bednarik 24.11. 06:53
„Bei 1000 Metern Durchmesser des Weltraum-Habitats sind 1,27 Meter Wandstärke eher wenig. Planeten benötigen viel mehr Material pro Wohnfläche, weil sie Gravitation an Stelle von Fliehkraft verwenden.“
Aber wer will denn in so einem Knast sein ganzes Leben verbringen? Zumal man solche Habitate praktisch ohne Außenweltkontakt auch problemlos in der Sahara bauen könnte, mit 5 Billionen Einwohnern. Die benötige Energie muss dann nur im Weltraum eingefangen werden, der Rest ist mehr als tausendmal einfacher auf der Erdoberfläche installierbar, als dass alles in eine Sonnenumlaufbahn zu bringen.
Wenn man denn doch Lust auf vielleicht 100 Milliarden Menschen hat, kann man dann wunderbare Städte bauen, die die gesamte Landfläche der Erde umfassen. Dazwischen dann wunderschöne ausgiebige Gärten. Als Energiequelle reicht dann immer noch PV auf den Dächern, nur die Nahrung muss dann überwiegend z.B. in mit grünem Wasserstoff gefütterten Bakterienkulturen hergestellt werden.
Da würde ich mit Freuden einziehen. Aber in Weltraumhabitaten mein Leben lang nicht mal die Sonne zu sehen, da würde ich mich eher gleich aufhängen.
Mich macht es im angesicht des Rechtes der Natur, wie in Equador, traurig, dass Ressurcenverschwender, die im westlichen Menschen- und Weltbild agieren, weiterhin für Klimawandel, Wasser, schwindender Biodiversität und Vermüllung verantwortlich sind.
Es ist das westliche denken, was auf Asien umgeschlagen ist und nun Afrika erreicht.
Herzlichen Dank, @Mussi
Ich sehe das Problem nicht “im westlichen Menschen- und Weltbild”, sondern im Fossilismus. Sowohl bei der Konferenz gegen Plastikmüll in Genf, Schweiz wie nun auch bei der COP 30-Klimakonferenz in Belem, Brasilien wurde doch sehr deutlich, dass auch fossil geprägte Staaten des Ostens und Südens beinhart für die weitere Ausbeutung der Karbonblase, für fossile Gewaltenergien eintraten.
Felo.ai vermag es bereits präzise wiederzugeben:
Dr. Michael Blume beschreibt den **Fossilismus** als eine zerstörerische Weltanschauung, die nicht nur die Mitwelt schädigt, sondern auch soziale und politische Konflikte verschärft. Fossilismus basiert auf der Nutzung fossiler Energien wie Öl und Gas, deren Förderung und Verbrauch autoritäre Regime stärkt, Kriege finanziert und demokratische Strukturen untergräbt. Dies wird durch die sogenannte **Karbonblasen-Externalisierung** verstärkt, bei der die tatsächlichen Kosten fossiler Energien – wie Mitweltzerstörung, Klimakrise und Verarmung – auf die Gesellschaft und zukünftige Generationen abgewälzt werden, anstatt sie in den Marktpreis einzubeziehen [5][6][9].
Blume argumentiert, dass fossile Ressourcen oft autoritäre Regime finanzieren, die ihre Macht durch Unterdrückung und Verschwörungsmythen sichern. Diese Regime nutzen die Einnahmen aus fossilen Brennstoffen, um Opposition zu unterdrücken und Konflikte zu schüren. Gleichzeitig wird die Demokratie geschwächt, da die Abhängigkeit von fossilen Energien die Entwicklung nachhaltiger und gerechter Gesellschaften behindert [5][6].
Ein Ausweg aus diesem Dilemma sieht Blume in der Förderung erneuerbarer Energien, die er als “Friedensenergien” bezeichnet. Der Übergang zu einer post-fossilen Wirtschaft könnte nicht nur den Klimawandel bremsen, sondern auch autoritären Regimen die finanzielle Grundlage entziehen und demokratische Strukturen stärken [5][6].
[1] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-kann-nicht-alleine-militaerisch-besiegt-werden-er-ist-staerker-als-kapitalismus-und-sozialismus/
[2] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/erneuerbare-friedensenergien-und-die-abwehrschlacht-des-fossilismus/
[3] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/etwas-fuer-den-frieden-tun-fossile-gewaltenergien-reduzieren/
[4] https://thevillagereporter.com/column-is-it-really-so-answering-the-central-questions-of-life-that-everyone-must-answer/
[5] https://energiewinde.orsted.de/koepfe-der-energiewende/michael-blume-antisemitismus-ressourcenfluch-oel-gas-konflikte-interview
[6] https://www.salonkolumnisten.com/oel_antisemitismus/
[7] https://social.bund.de/@BlumeEvolution@sueden.social/111731019660280830
[8] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/medien-2025-live-wird-eine-pm-ueber-erneuerbare-friedensenergien-aufgegriffen/
[9] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/warum-gab-es-nach-dem-jom-kippur-krieg-und-oelboykott-1973-keine-breite-bewegung-gegen-den-fossilismus/
[10] https://yourdolphin.com/assets/upload/documents/english_programming_challenge.txt
[11] https://nachgefragt-podcast.de/2025/11/24/krieg-um-wasser-israel-palaestina/
[12] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/medienethik-mimesis-und-ki-sind-komplex-aber-wichtig-zu-verstehen/
[13] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/uebers-wasser-reden-vom-raumschiff-erde-und-der-weisheit-der-thora-bibel/
[14] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-aus-dem-ehemaligen-preussen-warum-deutscher-energieglauben-auch-regional-gepraegt-ist/
[15] https://evoillusion.org/i-debate-evillusionists/the-sensuous-cermudgeon-writes-a-scathing-attack-on-me-not-what-i-have-to-say-of-course/
[16] https://sueden.social/@BlumeEvolution/115051447751451597
[17] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-solarpunk-prompt-uruguay-fuer-erneuerbare-wohlstandsenergien/
[18] https://www.scribd.com/document/671509397/Dennis-F-Mahoney-The-Literature-of-German-Romanticism-Vol-8-Camden-House-History-of-German-Literature-2004
[19] https://hybrid-analysis.com/sample/5796e9a6b55976cca1231f8ae60191b2d099f146b8ada78420ab0ead8b0774c9/5e40898d4eb4b677a37118e0
[20] https://people.sc.fsu.edu/~jburkardt/datasets/words/wordlist.txt
[21] https://academiccommons.columbia.edu/doi/10.7916/6qk0-8v91/download
[22] http://dspace.mit.edu/bitstream/handle/1721.1/71272/795182879-MIT.pdf?sequence=2&isAllowed=y
[23] https://bioone.org/journals/journal-of-the-kentucky-academy-of-science/volume-84/issue-1/KYAC-84-01-06/Abstracts-from-the-Annual-Meeting-of-the-Kentucky-Academy-of/10.3101/KYAC-84-01-06.full
[24] https://avantiresearch.com/product/700000
[25] https://epubs.siam.org/doi/abs/10.1137/s003614450342480
[26] https://k-larevue.com/en/michael-blume-there-are-around-20-latent-anti-semites-and-5-active-anti-semites-in-germany/
[27] https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Blume
[28] https://www.wina-magazin.at/wir-haben-noch-einige-harte-jahre-vor-uns/
[29] https://taz.de/Antisemitismus-in-Deutschland/!5824643/
Es ist keine Verzeiflung. Aber ich verstehe es nicht mehr.
Wie kann Mensch seine eigene Ökologie missachten?
Danke, @Mussi – ich denke, wir brauchen als Erklärung dafür nur zwei Worte: Menschliche Mimesis und die menschliche Sozialpsychologie der Externalisierung. Wir wollen, was alle anderen wollen (Geld, Status, Tierfleisch, Flugreisen usw.) und wir tendieren dazu, die Kosten dieser Wünsche auf die Mitwelt und die Mitmenschen abzuschieben.
Dieses Problem sehe ich übrigens auch im falschen Begriff des Klimaschutz – als ob das Klima des Planeten unseren Schutz bräuchte und wir uns dazu herablassen würden. Tatsache ist, dass die Erde auch vor und nach der Menschheit ein Klima hätte und wir unsere eigene Mitwelt schützen sollten. Deswegen trete ich auch hier für Mitweltschutz und Solarpunk ein.
Vielen Dank für Ihr Interesse!
@ Blume
Nein, es ist nicht nur Mimesis, Externalisierung und Fossilismus.
Mimesis und Ihre Begriffe benötigt Vorbilder.
Es ist die Einstellung .
Die Einstellung zur Ökologie/Mitwelt.
Kann den Widerspruch da nicht erkennen, @Mussi. Externalisierung und Fossilismus sind ja “Einstellungen” – und die Mimesis bezeichnet die Psychologie der menschlichen Nachahmung von Zielen…
Es geht um die Einstellung zur Natur: für oder gegen sie.
Ausnutzen oder mit ihr.
@Mussi
Es geht um die Einstellung zur Natur: für oder gegen sie.
Ausnutzen oder mit ihr.
Zustimmung – es geht um die Einstellung zur Mitwelt oder Umwelt.
@Mussi 25.11. 09:14
„Es ist die Einstellung. Die Einstellung zur Ökologie/Mitwelt.“
Ich meine auch, wie man zu Natur und auch zu Haustieren steht, ist auch wichtig und wirksam. Wie man z.B. seinen Garten gestaltet, wenn man denn nun einen hat. Welchen Wert man der Natur und dem konkreten Miteinander mit Natur gibt. Sogar unabhängig davon, in wieweit es überhaupt den Menschen konkret betrifft. Welche ganz persönliche Faszination für diesen konkreten belebten Kosmos vorhanden ist und sich entwickelt.
@Michael 25.11. 09:25
„Externalisierung und Fossilismus sind ja “Einstellungen”“
Die sind auch wichtig und kommen dann noch dazu. Die Mimesis kann dabei helfen, wenn sich Menschen von vernünftigen Einstellungen anstecken lassen.
Was man aber kennt, dass weis man eher auch zu schätzen. Urlaub in der Natur zu machen kann auch förderlich sein. Praktischerweise per Fahrrad und Zelt im eigenen Bundesland. Das ist sogar sparsamer, als ganz zuhause zu bleiben.
Eine freundliche Einstellung zur Natur ist es,
wenn man den Rasen nicht mehr mäht.
Blumen und Bienen mögen das.
Noch zwei gute Bussard-Ramjet-Geschichten:
Tau Zero von Poul Anderson
https://en.wikipedia.org/wiki/Tau_Zero
Brennans Legende von Larry Niven
https://www.astronalpha.de/b%C3%BCcher/brennans-legende/
@Karl Bednarik 26.11. 06:48
„Eine freundliche Einstellung zur Natur ist es, wenn man den Rasen nicht mehr mäht. Blumen und Bienen mögen das.“
Überhaupt kann man mit eigenen Gärten ganz viel machen. Wiesenblumen auch, da muss man dann aber doch 2 mal im Jahr mähen, mit Sense oder Schlagschnurgerät. Sonst verbuscht einem der Garten, und die Blumen bekommen auch kein Licht mehr.
Aber auch Obstbäume, Obststräucher wie Johannisbeeren und Brombeeren und Himbeeren ist auch was für Tiere und Insekten, und das kann man auch selber essen. Auch lecker sind Wildkräuter wie Brennnesseln, Löwenzahn, Bärlauch, Nachtkerze, Lauchkraut, Spitzwegerich und Breitwegerich oder Beinwell. Die kann man sich besorgen, wenn die nicht sogar von selber kommen, wenn man nur noch 2 mal im Jahr mäht.
Das sieht dann auch alles sehr bunt aus, ist was für Insekten, Igel, Eichhörnchen und viele Vögel, und man kann es auch selber essen.
Gerade auch mitten in der Stadt könnte man alle freien Flächen in diesem Sinne produktiv gestalten. Auch passt das gut ins Schwammstadtkonzept, dann kommt man auch mit sommerlicher Trockenheit besser klar, und hat auch dann Erträge.
Wo man aber Rasen zum Spielen oder Grillen haben will, muss man nicht den ganzen Garten regelmäßig mähen, nur soviel wie man wirklich braucht. Und mehr Arbeit macht das auch nicht mal unbedingt.