Religionswissenschaft vs. Antisemitismus im Landtag BW und bei Hossa Talk

Es gibt diese Momente, in denen ich mich an die Ruhe des “Schreibtischgelehrten” zurücksehne, dessen Arbeiten nur in kleinen Runden meist ehrlich interessierter Fachleute wahrgenommen und diskutiert werden. Andererseits habe ich ja immer wieder, auch hier auf dem Blog, betont, wie “relevant” Wissenschaften für unser Leben sind und sein sollten. Und will mich also nicht beklagen, wenn das nun auch von immer mehr Menschen aufgegriffen und diskutiert wird.

So sprach ich bereits vor Wochen – und also lange vor dem rechtsextremen Terrorangriff von Halle – mit dem christlich-lustigen Podcast “Hossa Talk” nach der starken Resonanz zum “Islam in der Krise”-Talk 2017 zum zweiten Mal. Eigentlich hatten wir uns als Thema die so genannte “Neurotheologie”, also Religion und Hirnforschung, aus “Gott, Gene und Gehirn” vorgenommen. Doch dann sprachen wir doch die Hälfte der Sendung auch über Antisemitismus und digitale Radikalisierung, dann aber auch über die sog. “Linkesche These” der Alphabetschriften. Es war eine Freude, wenn ich auch in den Warnungen lieber Unrecht bekommen hätte…

Zitatkachel aus der Hossa Talk-Folge 131, mit freundlicher Genehmigung

Bericht gegen Antisemitismus im Landtag BW

Schon seit Langem geplant war die Debatte über meinen ersten Bericht gegen Antisemitismus mit 78 Handlungsempfehlungen im Landtag von Baden-Württemberg. Anläßlich des antisemitischen Terroranschlages von Halle wurde diese Beratung dann gleich auf den Beginn der Sitzungswoche am 16.10.2019 vorgezogen und mit einer Schweigeminute eröffnet. Es sprachen dazu die Landtagspräsidentin Muhterem Aras, die Fraktionsvorsitzenden aller Fraktionen Andreas Schwarz (Grüne), Prof. Dr. Wolfgang Reinhart (CDU), Andreas Stoch (SPD), Bernd Gögel (AfD) und Dr. Hans Ulrich Rülke (FDP), danach Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Innenminister Thomas Strobl (CDU), zudem Einzelabgeordnete wie Dr. Wolfgang Gedeon (AfD). Die Video- und Ton-Aufzeichnung dieser Landtagsdebatte finden Sie hier auf landtag-bw.de.

Gemeinsam mit den Vorstanden und Rabbinern der jüdischen Gemeinden sowie der Vertreterin des Staates Israel im Stuttgarter Landtag zur Debatte über meinen Antisemitismusbericht. Foto: Irina Katz, IRG Freiburg

Leider wie erwartet reagierten viele Extremisten und Trolle auf den rechtsextremen Terroranschlag von Halle sowie auf die Antisemitismus-Debatte nicht etwa mit Nachdenken und Besinnung, sondern mit weiterer Eskalation. So haben Anzahl und Ausmaß von Beschimpfungen, Verleumdungen und auch Verschwörungsmythen (“Halle inszeniert, um der AfD in Thüringen zu schaden”) seit dem 09.10.2019 auch mit Bezug auf meine Person erneut stark zugenommen.

Aber ich stehe mit dem Staatsschutz ohnehin in stetigem Kontakt, habe mich geweigert, im Irak Angst zu haben und werde damit nun auch nicht in Baden-Württemberg anfangen. Gerne will ich auch weiterhin religionswissenschaftlich informieren, diskutieren und zum Nach- und Weiterdenken anregen.Wie oben beim “Hossa Talk” 131 bereits zitiert: “Wir können das Internet nicht dem Hass überlassen.”

Vielen Dank für Ihr Interesse!

Michael Blume

Dr. Michael Blume studierte Religions- und Politikwissenschaft und promovierte über Religion in der Hirn- und Evolutionsforschung. Buchautor, Uni-Dozent, Wissenschaftsblogger und christlich-islamischer Familienvater. Zuletzt erschienen "Islam in der Krise" (2017) und "Warum der Antisemitismus uns alle bedroht" (2019). Hat auch in Krisenregionen manches erlebt und überlebt... Auf "Natur des Glaubens" bloggt er seit vielen Jahren wöchentlich, um Religionswissenschaft zugänglich und diskutierbar zu machen.

52 Kommentare

  1. @Michael Blume,

    wie nicht anders zu erwarten war, haben sich die Abgeordneten der AfD (Gögel, Baum, Sänze) und die fraktionslosen AfDler (Gedeon, Fiechtner) in der Debatte unwürdig zur Schau gestellt. Der ungebrochen virulente Antisemitismus im deutschen Lande wurde wahlweise als Problem der anderen dargestellt, in seiner Bedeutung marginalisiert oder als „importiert“ klein geredet. Der Versuch von rechts im Parlament, die Debatte zu missbrauchen und die greifbare Verantwortung der AfD für rechtsextreme gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und exekutierte Gewalt in dezidierter Opferumkehr umzudrehen, wurde durch den Antrag Drucksache 16/6958 formal dokumentiert.
    Die Angriffe der parlamentarischen Rechtsextremist*innen auf das für sie deutlich lästige Institut sowie die persönliche Integrität des Beauftragtern gegen Antisemitismus wurden dabei nicht nur unterschwellig auch an den rechtsextremen Mob ausserhalb des Parlaments delegiert.
    Wie werden sie auf die Herausforderung durch Wolfgang Gedeon reagieren, mit ihm auf einem „offenen Podium“ über Antisemitismus zu diskutieren? Wie werden sie mit den wirren persönlichen Angriffen von Heinrich Fiechtner umgehen?

    Grüsse galileo2609

  2. Zu Verschwörungstheorien im Internet, rechte Esoterik und Antisemitismus gab es im DLF heute Abend einen interessanten, auch erschreckenden Bericht:

    https://www.deutschlandfunk.de/rechtsextreme-online-angebote-rechte-esoteriker-im-krieg.724.de.html?dram:article_id=461384

    Die AfD mischt auch mit, Alice Weidel scheut keine Kontakte mit rechts-esoterischem Gedankengut.

    “Ein prominentes Podium auch für rechts-esoterische Thesen bot vor einigen Monaten die AfD. Im Mai lud die Partei zur „1. Konferenz der Freien Medien im Deutschen Bundestag“.

    “Tobias Ginsburg, der erlebt hat, wie sich Esoteriker in ihrer Verschwörungswelt selbst radikalisieren, glaubt, dass Anhänger der rechten Esoterik besonders dann gefährlich werden können, wenn sie einsam sind.
    „Und dann hast du Leute die selber immer tiefer in diese Logik einsteigen, und in diese Logik der Selbstverteidigung. Die gruseligsten Erfahrungen waren die mit so Leuten, die dann plötzlich vollkommen vereinsamt waren und wenn dir dann jemand, von dem du weißt, dass er Waffen im Keller hortet, zuflüstert: „Und irgendwann, muss ich mich doch wehren können, gegen all das Unrecht das mir passiert“ – dann wird dir kalt.“”

    • Vielen Dank für den Link und Hinweis, @Paul Stefan. Von Ginsburgs Arbeiten und Einschätzungen halte ich sehr viel. Und fürchte, er hat (auch) hierbei Recht. Die Gefahr der Rechtsesoterik, die letztlich immer wieder auf Antisemitismus, Rassismus und Sexismus hinausläuft, ist real und wird derzeit ebenfalls digital verstärkt.

  3. @ Paul Stefan am 19.10.2019 um 22:03

    Auch ich habe die Beiträge des DLF gehört. Allerdings halte ich das nicht für objektiven Journalismus , sondern eher für etwas, das man als “Kampagnenjournalismus” zu bezeichnen pflegt. Ein einziges Draufdreschen, ohne dem “Gegner” (der hier eher ein Feind ist) Gelegenheit zur argumentativen Verteidigung seiner Positionen zu geben. Selbst jeder Taube merkt sofort: Hauptsache Anti – Afd und generell anti- rechts. Und “rechts” ist da alles, was einem bei der eigenen politischen Agenda in die Quere kommt. Koste es, was es wolle. Und selbst wenn es die Glaubwürdigkeit als objektiver Berichterstatter kostet.
    Und obwohl jede frömmelnde Oma im Dorf wahrscheinlich genauso oder noch weit irrationaler “esotrisch” ist, wie das Im DLF- Beitrag kritisierte.Und obwohl die Positionen der Afd ziemlich genau denen der CSU vor 20- 30 Jahren entsprechen.
    Aber auf das “Wort zum Sonntag” von der Kirchenredaktion wird nicht eingedroschen. Das ist dann halt die regierungstreue Esoterik. Und die ist dem DLF wieder heilig.

    Genügt es ihnen wirklich, lieber Paul Stefan, im DLF immer nur das vorgesetzt zu bekommen, was eh schon Teil Ihres Meinungsbildes ist? Und fällt Ihnen als intelligentem Menschen wirklich nicht auf, wie krass einseitig (parteiisch) dieser Beitrag des DLF ist? Und bemerken Sie wirklich nicht , wie nah ein solcher “Journalismus” demjenigen im ehemaligen (stalinistischen) Ostblock kommt?
    Eventuell sind Sie ja zu jung, um selbst noch etwas davon mitbekommen zu haben. Und offenbar ist selbst Herr Blume zu jung, um den offensichtlichen “Regierungsjournalismus” des DLF kritisch beurteilen zu können.

    Ich glaube, ich kann mir diese Kritik (empirisch) erlauben . Ich höre den DLF schon seit mehreren Jahrzehnten.

    • @little Louis

      Danke, dass Sie Ihre Sympathien hier nochmal öffentlich machen. Sogar die Einsteinschen Relativitätstheorien als vermeintliche Weltverschwörung zu diskutieren, nach dem Terroranschlag von Halle und einem DLF-Beitrag über Antisemitismus aber wieder nur die AfD als von Medien verfolgte Unschuld darzustellen – es war so klar. Das Ganze nennt sich fachdeutsch übrigens Selbstviktimisierung durch Antisemitismus.

      Und da ich der CDU seit 27 Jahre angehöre, kann ich aus eigener Erfahrung Ihrer Behauptung widersprechen, die AfD sei eine Art verspäteter Union. Eine auch nur ansatzweise vergleichbare Sammlung rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Aussagen werden Sie auch von der damaligen Union nicht finden:
      https://www.volksverpetzer.de/social-media/werden-sie-jagen/

      Sogar Mitglieder wie MdB Martin Hohmann, den die CDU wegen antisemitischer Aussagen ausschloss, holten Teile der AfD wieder in den Bundestag.

      Anderen hätte ich ja eher Unkenntnis attestiert. Aber bei Ihnen gehe ich davon aus, dass Sie sehr genau wissen, was Sie tun…

      Und all das müssen Sie auch gar nicht nur mir glauben. Hier hat Robert Habeck (Grüne) den Björn Höcke (AfD-„Flügel“) gelesen und mit Originalzitaten eingeordnet:
      https://www.robert-habeck.de/texte/blog/halle-und-hoecke-rechtsterrorismus/

  4. Da ja auch hier gerne der AfD eine Mitschuld am Anschlag von Halle gegeben wird, dann stelle ich einfach die Frage, ob in diesem besonderen Fall nicht andere Ursachen eine Rolle spielen könnten. Hier ein Artikel, der die Internetszene, in der sich der Attentäter aufhielt, beschreibt.

    Gruss
    Rudi Knoth

    • Ja, @Rudi Knoth – die Zentralität der (vermeintlich „libertären“) Online-Szenen für den digitalen Antisemitismus habe ich ja bereits im Buch hervorgehoben: „Wie neue Medien alte Verschwörungsmythen befeuern.“ (Vgl. auch den Einstieg des Videos)
      https://www.patmos.de/warum-der-antisemitismus-uns-alle-bedroht-p-8903.html

      Zugleich kann ich Ihnen den Hinweis nicht ersparen, dass Chatgruppen und Foren, in denen die Physik nach Albert Einstein als Teil der vermeintlichen „Weltverschwörung“ gedeutet werden, Teil des Problems sind. Auch wenn Sie selbst m.W. den Mythos einer Einstein-Relativitätstheorien-Superverschwörung nicht vertreten, halte ich es für sehr problematisch, diesen Diskursen Legitimität zuzusprechen und die entsprechenden, letztlich in den Antisemitismus führenden Gruppen a la „yukterez“ auch noch zu verlinken.

      Haben Sie denn den Eindruck, dass der Terroranschlag von Halle wenigstens bei einigen Verschwörungsgläubigen für ein Nachdenken gesorgt hat? Oder legen die meisten einfach noch eine Schippe Verschwörungsmythen drauf? 🤔

  5. @Rechtsesoterik

    Na ja, die Idee, dass böse Mächte die Welt manipulieren, ist kein Monopol der Rechtsesoterik. Ich hab man ein Buch gelesen über Kultur und Religion bei den Hopi-Indianern. Auch die glaubten an eine geheime weltweite Bruderschaft, die die Welt manipuliert und viel Schaden unter den Menschen anrichtet. Auch die Zeugen Jehovas sind fest davon überzeugt, dass Satanische Mächte die Regierungen der Welt kontrollieren, und dabei sind den Weltuntergang zu verursachen.

    Selbst das Christentum hat teuflische Mächte im Programm, die das Werk Gottes mit uns Menschen stören, teilweise dreht sich da alles um den Kampf um die Seelen zwischen dem Herrn und dem Teufel.

    Bei aufgeklärten, weltoffenen Menschen finden diese Religionsauffassungen dann keine Anhängerschaft, aber einen gewissen Kampf mit solchen Verschwörungsmythen finden sich in vielen religiösen Vereinen. Die meisten vernünftigen Menschen schenken sich diese Diskussion, und gehen zu keinen Gottesdiensten mehr hin, oder sind sogar ganz aus allen Vereinen ausgetreten.

    Vielleicht schade um die Perspektiven, die wirklich gute Religiösität den Menschen bringen kann.

    Die Wissenschaft hält sich da im wesentlichen ganz raus, da gibt es einfach meistens gar nichts Geistiges in der Wirklichkeit, hier vermutet man gerne nur die evolutionär bedingte Anfälligkeit für halluzinierte Argumente für Religion. Bei der entscheidenden Frage, ob böse Mächte denn nun wirklich die Welt manipulieren oder gar regieren, kann man schlecht Stellung beziehen, wenn man alles Spirituelle komplett ablehnt und ins Reich der Fantasie verbannt. Das mag den Materialisten zufriedenstellen, die meisten Menschen sind aber keine Materialisten, und haben durchaus mit spirituellen Erfahrungen im eigenen Leben zu tun, und sind in der Folge von einer komplett geistlosen Welt nicht mehr zu überzeugen.

    So kann dann Mancher zur leichten Beute auch für die Rechtsesoterik werden.

    In der Wirklichkeit kann man schon den kapitalistischen Neoliberalismus ausmachen, der hier eine negative Auswirkung auf das Leben der Menschen und den Rest der Natur hat. Dieser ist ganz offensichtlich am Werk, aber auch versteckt unterwegs. So haben wir auch nur eine halbe Demokratie, die Lobbyisten der Kapitalisten haben wohl nochmal genauso viel Einfluss auf die konkrete Politik wie der Wähler. Und auch die alten Medien sind von den staatlichen und wirtschaftlichen Akteuren nicht sonderlich unabhängig. Hierfür braucht man keine geheimen bösen Mächte postulieren.

    Die halbe Demokratie ist aber besser als gar keine.

    • Vielen Dank für den Kommentar, @Tobias Jeckenburger. Tatsächlich habe ich ja bereits vor Jahren dafür geworben, Antisemitismus und generell Verschwörungsglauben als „religiöses Problem“ ernst zu nehmen:
      https://www.spektrum.de/kolumne/meinung-verschwoerungsglaube-ist-ein-religioeses-problem/1418857

      Widerstand dagegen gab und gibt es v.a. aus der marxistischen Ecke, in dem Judentum & Antisemitismus ökonomisch-materialistisch definiert werden. Auch vielen Humanisten fällt die Auseinandersetzung mit z.B. den Semiten-Arier-Mythologien durch die frühen Aufklärer wie Voltaire & Feuerbach schwer. Ablehnung gibt es regelmäßig aus der rassistischen Ecke, die gerade keine Mythen, sondern pseudo-biologische „Rassen“ hinter den Konflikten wähnen. Und schließlich aus religiös-fundamentalistischen Kreisen – christlich wie islamisch -, die sich weigern, sich mit eigenen, antisemitischen Traditionen auseinander zu setzen. Also kein Mangel an Gegenwind…

      Dass keine menschliche Regierungsform – auch keine Demokratie – jemals perfekt ist, halte ich für leider selbstverständlich. Ganz abgesehen von der Bedeutung der Menschenwürde – die m.E. nur in einem freiheitlichen Rechtsstaat einigermaßen verwirklicht werden kann – sehe ich jedoch auch deutlich größere Erfolge sozialer Marktwirtschaften im Vergleich etwa zu sozialistischen oder sonstwie autoritären Regimen.

      Nochmal Danke für Ihre Gedanken, die mich motivieren, dem Thema Rechtsesoterik weiter zu folgen.

  6. Was in Halle passiert ist, ist wirklich unerträglich. Der Rechtsruck in Deutschland nimmt zu. Außerdem halte ich für sehr dumm, dass die AfD mit ihrer Rhetorik nicht aufhört. Man hat vor kurzem eine FB-Seite “Wir werden Sie jagen” kreiert. Ich hätte mir eine solche Rhetorik in Deutschland gar nicht vorstellen können.

  7. @ Tobias jeckenburger und zum Folgenden von ihm:

    “..Die halbe Demokratie ist aber besser als gar keine…” (Zitatende)

    Das entspricht in etwa dem Folgenden:

    “Weil der Mafioso mich nicht umbringt, bin ich ihm dankbar, dasser mich ausraubt”

    Manche sagen, dass es mit der Demokratie so sei wie mit der Schwangerschaft:
    Entweder werden die Grundstandards der Demokratie eingehalten, oder nicht.

    Eine halbe Demokratie ist eine wohlwollende Umschreibung für eine milde Diktatur. Und sie bleibt auch dann eine Diktatur, wenn man glaubt, mit ihr die Welt vor dem (vermuteten) Klimakollaps retten zu können.

    Der vorherige Satz gilt einigen meiner (pseudo- ) linken (besser pdeudo-linksgrünen) Gesinnungsgenossen, von denen ein Teil gerade ernsthaft mit dem Gedanken an eine Ökodiktatur spielt, die uns vor der Apokalypse retten soll.
    Frei nach dem Motto eines historischen Volks- und Weltenretters:
    “Ich kenne keine Parteien (steht für Demokratie) mehr, ich kenne nur noch D….
    ….das Klima.”
    Sie wollen zwar vorläufig eine direkt gewählte Räteherrschaft installieren (lassen ?). Diese soll aber auf längere Zeit “unkündbar”sein.Weil sonst wegen des “Parteiengezänks” die rigorose Weltenrettung nicht “nachhaltig” durchgezogen werden kann.
    Wenn da aber dann einige ausscheren ist klar, dass nur noch die Alternative eines Öko- Stalinismus bleibt.

  8. @ Michael Blume und zu:

    ..Widerstand dagegen gab und gibt es v.a. aus der marxistischen Ecke, in dem Judentum & Antisemitismus ökonomisch-materialistisch definiert werden..”
    (Zitatende)

    Dieser Verschwörungstheorie setze ich die Folgende entgegen:

    Die durch durch die (Vorspiegelung von sozialer) Marktwirtschaft superreich gewordenen Herrschaftselititen versuchen sich dadurch gegen Kritik zu immunisieren, dass sie behaupten, dass jegliche Kritik an ihnen einzig und allein
    duch rasssistischen Antisemitismus motiviert sein könne.

    Der geneigte Leser darf im Laufe seines Lebens selbst herausfinden, welche Theorie die richtigere ist.

    • @little Louis

      Wie bereits mehrfach geschrieben: Wenn Sie eine Theorie gegen jede Widerlegung abschotten, dann wird sie zum Mythos.

      Wenn Sie also die „Verschwörungstheorie“ vertreten, der Kampf gegen Antisemitismus diene nur „superreich gewordenen Herrschaftseliten“, um diese „gegen Kritik zu immunisieren“, dann müssten Sie historisch z.B. erklären können:

      – Warum z.B. die antisemitische Fälschung der „Protokolle der Weisen von Zion“ durch einen russisch-zaristischen Prediger (Nilus) publiziert, dann u.a. von deutschen Nationalsozialisten und vom US-Milliardär Henry Ford millionenfach publiziert wurden? Mit realem Antisemitismus lässt sich dies schlüssig erklären. Aber als eine Superverschwörung von Herrschaftseliten, die dann übrigens in Russland und Deutschland untergingen? 🤔

      Auch in der heutigen Zeit ergeben sich enorme Widersprüche, von der Personalpolitik der AfD (Hohmann, Gedeon etc.) über die Entwarnungen von Sloterdijk und die Programm-Kürzungen des Bundes-Familienministeriums bis zur ganz unterschiedlichen Einsetzung und Ausstattung von Beauftragten gegen Antisemitismus. Das soll alles eine Superverschwörung von Herrschaftseliten sein? Und dann also auch noch der Anschlag von Halle?

      Selbstverständlich können Sie Ihren Antisemitismus durch noch mehr Antisemitismus gegen jede Widerlegung immunisieren. Nur entfernen Sie sich dann immer weiter von einer wissenschaftlich aufgeklärten Sicht auf die reale Welt und die vielfältige Menschheit darauf. Und der Kreis der Menschen und Institutionen, denen Sie überhaupt noch vertrauen können, wird immer weiter schrumpfen. Die Einstein-Physik-Verschwörungsmythen passen da also genau ins Bild…

  9. @Michael Blume 21.10.2019, 12:40 Uhr

    Zugleich kann ich Ihnen den Hinweis nicht ersparen, dass Chatgruppen und Foren, in denen die Physik nach Albert Einstein als Teil der vermeintlichen „Weltverschwörung“ gedeutet werden, Teil des Problems sind.

    Falls Sie damit den Blog von Frau Lopez und Herrn Friebe meinen (KSzRT), dann sprechen sie zwar von einer “Verschwörung” aber nicht unbedingt einer “jüdischen Verschwörung”. Übrigens bin dort auch nicht mehr gern gesehen, weil ich zu hartnäckig die RT verteidige.

    Auch wenn Sie selbst m.W. den Mythos einer Einstein-Relativitätstheorien-Superverschwörung nicht vertreten, halte ich es für sehr problematisch, diesen Diskursen Legitimität zuzusprechen und die entsprechenden, letztlich in den Antisemitismus führenden Gruppen a la „yukterez“ auch noch zu verlinken.

    Diese “Gruppe” heisst “mahag” und deren “Chef” ist Harald Maurer. “Yukterez” ist nur ein Teilnehmer, der sich auch pro RT ausspricht. Seine Wortspiele mit den Namen anderer Diskussionsteilnehmer kann man zwar als Unhöflichkeit ansehen, aber deren Namen sind ja nicht die Klarnamen der anderen Teilnehmer. Und dies mach er nicht nur mit “Mazeltov” sonder auch mit McMurdo (McMördo) und “Daniel K” (nocheinprolet).

    Haben Sie denn den Eindruck, dass der Terroranschlag von Halle wenigstens bei einigen Verschwörungsgläubigen für ein Nachdenken gesorgt hat? Oder legen die meisten einfach noch eine Schippe Verschwörungsmythen drauf?

    Das kann ich nun wirklich nicht sagen, da ich wenige “Verschwörungsgläubige” kenne.

    Gruss
    Rudi Knoth

  10. @Michael Blume 21.10. 12:56

    Die größeren Erfolge sozialer Marktwirtschaften sehe ich auch. Wobei mir die Freiheit noch wichtiger als der erzielte Umsatz ist. Umsatz und Wirtschaftsleistung sehe ich nicht nur positiv. Das führt nicht nur zu Wohlstand, sondern auch zu Naturverbrauch, Stress auf der Arbeit und zu einem Übermaß an Zuwanderung, und macht in vielen Bereichen immer weniger Sinn. Wie gesagt, die halbe Demokratie ist besser als gar keine. Wenn man mal den Lobbyisteneinfluß reduzieren könnte, wäre das eine gute Sache. Z.B. ein Verbot für Parlamentarier und hohe Regierungsmitglieder vor und nach ihrer Politkarriere in der Wirtschaft richtig Kasse zu machen. Das gibt Interessenkonflikte mit dem Gemeinwohl, die an Korruption grenzen, was man besser vermeiden sollte.

    Was die esoterischen Verschwörungsmythen angeht, so irritiert mich hier am meisten, dass hier eine Art gespaltene geistige Wirklichkeit angenommen wird. Ich kann mir nicht vorstellen, wie das funktionieren soll. Ein so gespaltener Weltengeist würde doch vermutlich mit sich selbst nicht klarkommen. Es gibt seit fast 4 Milliarden Jahre Leben auf der Erde, um die sich wahrscheinlich der Geist dieses Universum kümmert. Wenn hier innerhalb der Geisteswelt ein Kampf bis aus Blut geführt würde, wäre die Evolution nicht so weit gekommen, und es gäbe überhaupt keine Menschen.

    Deswegen glaube ich an eine friedliche Geisteswelt, der wir vertrauen können, wenn wir selber keinen Unsinn beabsichtigen. Ich gehe hier davon aus, dass gute Aktionen von der Geisteswelt auch unterstützt werden, und dass Bockmist nicht unterstützt wird.

    Was nicht-geistige Verschwörungstheorien angeht: Interessenkonflikte gibts wirklich, und in dieser Konsequenz auch mal „Verschwörungen“. Dass hier einer den anderen tatsächlich versucht zu übervorteilen, das kommt vor. Wie sowieso im Leben muss man da aufpassen, dass man nicht betrogen wird. Insbesondere der Neoliberalismus verfolgt die Interessen der Arbeitgeber und der Vermögenden, zum Nachteil der Arbeitnehmer und der Nicht-Vermögenden. Die deregulierte Wirtschaft ist in der Folge anfälliger für systemgefährdende Steuervermeidung und Spekulationsblasen, und die Umwelt bleibt dabei auch schnell auf der Strecke.

    Bei aller tatsächlichen Betrügerei muss man dennoch gut aufpassen, dass man nicht paranoid wird, weil dass dann auch nicht weiterführt. Vorsicht und aktive Realitätsprüfung ist hier wie überall im Leben äußerst sinnvoll. Insbesondere muss man sich vor falschen Fakten vorsehen, die über das Internet verbreitet werden, auch wenn sie den eigenen Auffassungen entgegen kommen.

  11. @”…habe mich geweigert, im Irak Angst zu haben und werde nun nicht in Baden-Württemberg damit anfangen…”
    Sehr geehrter Herr Dr. Blume, danke für Ihren Mut und Ihr Engagement! Danke für Ihr Buch “Warum der Antisemitismus uns alle bedroht”. – Ich habe mir Ihr Buch sofort, nachdem es erschien, gekauft – und nur überflogen. Ich dachte, irgendwie kenne ich das alles doch schon. (Bin christliche Theologin. Ein Schwerpunkt in meinem Studium vor ca. 25 Jahren war der christlich-jüdische Dialog.) Nach “Halle” habe ich Ihr Buch sehr gründlich studiert, und ich bin sehr erschrocken und sehr arlamiert, weil sich all`Ihre Thesen, in dem was gerade geschieht und schon vorher geschah,bestätigen. Außerdem habe ich wirklich endlich begriffen, was ich zuvor eher intuitiv wußte: Dass der Antisemitismus, dieser alte Mythos, der sich immer wieder erneuert und der Menschen anspricht, die sich irgendwie als Opfer fühlen und die eine Projektionsfläche brauchen – daß dieser Mythos uns wirklich(!) alle, auch die Antisemiten selbst, bedroht. – Kevin S. gehörte, wie ich aus der taz am Wochende (19./20.10.) erfuhr, den “Ultras” unter den Fußballfans von Halle an. Er war sicher selbst kein (bewußt) “Rechtsextremer”, wie aus dem Artikel hervorgeht. Und die “Jungs” der “Saalefront” machen überhaupt den Eindruck, als hätten sie, wie es heißt, kein”besonders artikuliertes politisches Bewußtsein”. Dennoch nennen sie vermeintliche Gegner “Jude” und “Scheißzecken”, die sie umbringen wollen. Und ihre “Saalefront” bezeichnet das als eine “scherzhafte Verunglimpfung”. – Wissen diese “Jungs” tatsächlich nicht, was sie sagen und damit tun? – Gut recherchiert und dargestellt, taz, würde ich sagen. Doch in derselben taz gibt es einen Artikel – eine “Übersetzung aus dem Englischen” einer Rede oder eines Artikels von Barry Trachtenberg, der selbst ein gelehrter Jude ist – und dieser Artikel strotzt von Antisemitismen, die einfach so von der taz unkommentiert bleiben. Und in derselben taz gibt es einen Ihr Buch lobenden Artikel (“Kontext” S.2). – Wissen die Leute von der taz (die ich nicht selten auch gerne einmal lese) denn auch nicht, was sie sagen und damit tun? – Was für eine Sisyphusarbeit, die Sie da leisten, Herr Blume! – Und ich mag mir nicht vorstellen, was wäre, wenn es diese Arbeit nicht mehr gäbe. Danke noch einmal. Ich werde weiter mitmachen, so gut ich kann.

    • Vielen Dank für Ihre so freundliche Rückmeldung, @Beate Rösel. Tatsächlich sollte ich mich vielleicht als Wissenschaftler über die Bestätigung von Trends und Thesen „freuen“ – doch ich hätte viel lieber Unrecht behalten. :-/ Immerhin konnten wir in Baden-Württemberg so die Sicherheitsüberprüfung der Synagogen und den Fachtag Sicherheit mit den jüdischen Gemeinden bereits vor Halle durchführen und auf den Anschlag direkt und zügig reagieren.

      Selbstverständlich freue ich mich über das neue Interesse am Buch „Warum der Antisemitismus uns alle bedroht“ – erlaube mir aber nur eine kleine Hoffnung, dass zukünftige Warnungen noch schneller aufgegriffen werden… Vor allem wären m.E. Radikalisierungsprozesse im Netz deutlich früher und tiefer zu erfassen…

  12. […] nein, es ist eben tatsächlich so, dass wir darauf eine Brücke bauen können, äh, unsere Gehirne sind eben so darauf hin gebaut, dass wir uns die Welt eben auch deuten, eben auch religiös deuten, und, ähm, leider sind sie aber nicht darauf festgelegt, dass wir automatisch dabei an das Gute glauben […]

    Sie vermögen, lieber Herr Dr. Blume, auch im Gespräch gut zu formulieren, so dass zumindest einige Passagen druckreif sind.
    Der Schreiber dieser Zeilen, Ihr langjähriger Kommentatorenfreund, hat insofern mal hier und mal da im herum geklickt, im dankenswerterweise von Ihnen webverwiesenen Audio-Dokument.
    Will dabei Sie loben und die web-journalistische Fragerei ein wenig despektierlich als ‘pflegeleicht’ bezeichnen.

    In der Sache haben Sie recht, das Gute entsteht in der fortlaufenden Auseinandersetzung, im nie enden währenden Diskurs, bestenfalls so.

    Wichtich bleibt in der Sache, in der Forschung oder auch als Beauftragter, wie Dr. Webbaer findet, ergebnisoffen zu sein, nicht borniert und nicht verklemmt, nicht zwanghaft.

    Leider hatte die journalistische Belegschaft dem Schreiber dieser Zeilen schwer gemacht bis verunmöglicht das gesamte Dokument zK zu nehmen.

    Mit freundlichen Grüßen und weiterhin viel Erfolg!
    Dr. Webbaer (der sich nun noch kurz die Kommentatorik anschauen wird, vielleicht mögen Sie noch folgende Nachrichten zu ihr von Ihrem Langzeit-Kommentatorenfreund unverändert durchgehen lassen)

  13. Warum der Antisemitismus uns alle bedroht

    Rassismus, der Antisemitismus ist nicht nur Rassismus, sondern geht auch an jüdische Kultur ran, ist idT eine Bedrohung für alle, die sich einer liberalen Demokratie zugehörig sehen.

    Vgl. bspw. mit :

    Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte. [Martin Niemöller, sein Zitat geht in die gemeinte Richtung, ein wenig blöde war womöglich von Niemöller, dass er auch diejenigen einschloss, die selbst abhol(t)en]

    Juden können Antisemiten sein, es gibt einen jüdischen Selbsthass, wie auch bspw. Hellhäutige (oder andere) Auto-Rassisten sein können, werte Frau Beate Rösel.
    Ganz genau, die Arbeit, die unser Beauftragter leistet, ist sehr schwer, der Schreiber dieser Zeilen rät an nicht bestimmte Stellen in seinen Aussagen zu suchen, die angreifbar sind, sich zumindest nicht so zu konzentrieren und in diesem Zusammenhang auf keinen Fall den persönlichen Angriff zu suchen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer (der kein Jude ist, aber viele kennt und sich mit dem Antisemitismus seit ziemlich genau 2019 intensiv beschäftigt)

  14. Die AfD ist Israel gegenüber freundlich, sie weicht von bundesdeutschen Regierungspositionen ab, die darin bestehen, dass da im “Kampf um Israel” irgendwelche sittlich gleich zu Stellende zu betrachten sind, der “Kampf um Israel” ist im Kern Dschihad, und gegen Israel gerichteten UN-Resolutionen zustimmen.
    Donald J. Trump setzt sozusagen (auch in seinem pers. Umfeld) auf (politisch rechte) Juden und ist kein Antisemit, er geht in der Anerkennungspolitik Israel meinend sehr weit, wie viele finden.
    Benjamin Netanjahu steht mit seinen Knesset-Koalitionen für politisch rechte Politik.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer (der im Abgang gerne noch angibt politisch selbst nicht rechts zu stehen)

    • Nun lehnt jedoch ausgerechnet der Staat Israel jeden Kontakt mit AfD-Politikern ab, @Webbaer – übrigens auch mit den sog. „Juden in der AfD“ (JAfD). Wie würden Sie das erklären, geschätzter @Webbaer? 🤔

  15. @Rudi Knoth,

    Rudi Knoth – 21. Oktober 2019 @10:46
    Da ja auch hier gerne der AfD eine Mitschuld am Anschlag von Halle gegeben wird, dann stelle ich einfach die Frage, ob in diesem besonderen Fall nicht andere Ursachen eine Rolle spielen könnten. Hier ein Artikel, der die Internetszene, in der sich der Attentäter aufhielt, beschreibt.

    der Artikel von Kolja Zydatiss ist nun nicht gerade der fundierteste zu den Radikalisierungsräumen um 4chan/8chan/endchan etc., aber mit Sicherheit der ihnen genehmste, da er den klar rechtsextremen und antisemitischen Ideologiehintergrund des Terroristen von Halle relativiert. Und die AfD schützen will, die – siehe weiter oben – diesen rechtsextremen Terroranschlag zur dezidierten Opferumkehr instrumentalisieren möchte. Im übrigen fällt ihre Diagnose „über eine wenig bekannte Internetszene“, die sie am 17.10. auf der Achse des Guten bestaunt wissen wollten, doch hinter ihr besseres Wissen zurück. Ich hatte sie mehrfach, unter anderem hier auf den SciLogs vor dieser Szene gewarnt.

    Rudi Knoth – 22. Oktober 2019 @08:53
    Diese “Gruppe” heisst “mahag” und deren “Chef” ist Harald Maurer. “Yukterez” ist nur ein Teilnehmer, der sich auch pro RT ausspricht. Seine Wortspiele mit den Namen anderer Diskussionsteilnehmer kann man zwar als Unhöflichkeit ansehen, aber deren Namen sind ja nicht die Klarnamen der anderen Teilnehmer.

    Sie wissen – siehe oben – dass Yukterez im Grazer Forum rassistische und rechtsextremistische Attacken im Stile von 4chan/8chan/endchan etabliert. Nicht nur das, sie mischen an seiner Seite fleissig mit. Nicht zuletzt an der rassistischen Hetze zu „Vienna 1683“, die auch der rechtsextreme Terrorist von Christchurch in seinen Codes verwendete.

    Grüsse galileo2609

  16. @ Ghostwritingerfahrungen
    21.10.2019, 12:57 Uhr

    Außerdem halte ich für sehr dumm, dass die AfD mit ihrer Rhetorik nicht aufhört. Man hat vor kurzem eine FB-Seite “Wir werden Sie jagen” kreiert.

    Da liegt ein Mißverständnis vor. Das ist keine AfD- oder AfD-nahe Seite. Allerdings eine Seite, die mit Originalzitaten von wichtigen Protagonisten arbeitet, um auf sie aufmerksam zu machen; schlimm genug.

    https://www.volksverpetzer.de/social-media/werden-sie-jagen/

    (Mir lag auf der Zunge „Da kann ich Sie beruhigen”, aber nein, kann ich nicht. Denn die abgeschmackten bis menschenverachtenden Zitate sind leider echt.)

  17. @ Michael Blume und zum Folgenden von ihm:

    “..Selbstverständlich können Sie Ihren Antisemitismus durch noch mehr Antisemitismus gegen jede Widerlegung immunisieren. Nur entfernen Sie sich dann immer weiter von einer wissenschaftlich aufgeklärten Sicht auf die reale Welt und die vielfältige Menschheit darauf. Und der Kreis der Menschen und Institutionen, denen Sie überhaupt noch vertrauen können, wird immer weiter schrumpfen. Die Einstein-Physik-Verschwörungsmythen passen da also genau ins Bild…..” (Zitatende)

    Wäre ich ihe Vater (und wenn auch nur Ihr “geistiger”) , würde ich Ihnen raten, sich jetzt schon eine passende Verschwörungstheorie (oder einfacher eine Ausrede) für den Fall zurechtzulegen, dass zukünftig eventuell (!) einmal eine eindeutige Beweislage für die Unhaltbarkeit wesentlicher Teile der Relativitätstheorien (auch) von Mainstream akzeptiert werden muss (bzw. schlicht akzeptiert wird.)
    Der Wissenschaftstheoretiker Thomas Kuhn nannte das bekanntlich “Paradigmenwechsel”.

    Ein Rückgriff auf Argumentationsmuster glühender Verfechter zweier deutscher Totalitarismen (zu ihrer Rehabilitation nach dem politischen Paradigmenwechsel) nach deren Zusammenbruch ist da sicher hilfreich.

    Nach wie vor ist mir völlig schleierhaft, aufgrund welcher Indizien Sie so sicher sind, mich öffentlich einen “Antisemiten” nennen zu dürfen. Ich vermute mal, sie vertrauen da einfach auf das in verschiedener Hinsicht existierende “Machtgefälle” zwischen mir und Ihnen.

    Und genau diese Thematik finde ich (in staatsbürgelich – demokratietheoretischer Hinsicht ) noch weit interessanter, als die standardmäßig wiederholten politischen Pauschaltypisierungen.

    • @little Louis

      Wie die allermeisten seriösen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler würde auch ich mich darüber FREUEN, wenn es zu wegweisenden, neuen Entdeckungen und einem weiteren Paradigmenwechsel in der Physik kommen würde. Genau so funktioniert nämlich wissenschaftlicher Erkenntnisfortschritt!

      Einstein hat Newton gerade nicht als „Verschwörer“ entlarvt, sondern dessen ehrwürdige Theorien durch ernsthafte und empirisch überprüfbare Forschungen überboten. Und das haben dann auch weltweit fast alle Kolleginnen und Kollegen akzeptiert – außer jenen, die ein Problem damit hatten, dass ein deutscher Jude Wissenschaftsgeschichte schrieb. Seitdem reden diese sich und anderen ein, die Physik würde von einer Weltverschwörung dominiert… 🤦‍♂️🤦‍♀️

  18. @galileo2609 23.10.2019, 20:53 Uhr

    Nicht nur das, sie mischen an seiner Seite fleissig mit. Nicht zuletzt an der rassistischen Hetze zu „Vienna 1683“, die auch der rechtsextreme Terrorist von Christchurch in seinen Codes verwendete.

    Na so fleissig bin ich dort auch wieder nicht. In der letzten Woche habe ich nur dies zu diesem Thema gepostet. Fleissig ist was Anderes. Zu “Wien 1683”:

    In der Karikatur (genaugenommen dem Text) wurde doch keine “Rasse” beleidigt sondern nur eine “gutmenschlische Umdeutung” karikiert. Meine Replik war auf derselben Ebene. Sie wollen uns doch nicht weismachen, daß es sich hier nicht um einen Eroberungsfeldzugs des Osmanischen Reichs handelte, um das HHR einzuverleiben. Es ist schon erstaunlich, daß sogar Parodien auf “antirassistische” Propaganda rassistisch ist. Übrigens wie ist mit “Rassismus” gemeint. Muslime sind offensichtlich keine Rasse sondern eine Religionsgemeinschaft. Das Türkische unterscheidet sich schon von den indoeuropäischen Sprachen, was aber auch für Ungarisch und Finnisch zutrifft.

    Gruss
    Rudi Knoth

  19. @ Michael Blume
    26.10.2019, 15:14 Uhr

    Nun lehnt jedoch ausgerechnet der Staat Israel jeden Kontakt mit AfD-Politikern ab, @Webbaer – übrigens auch mit den sog. „Juden in der AfD“ (JAfD). Wie würden Sie das erklären, geschätzter @Webbaer?

    Au ja, darf ich? 🙂

    Die AfD ist die einzige im Bundestag vertretene Partei, die die Ausübung der jüdischen Religion in der Bundesrepublik verbieten will.

    Sie sagen „Beschneidung“ und geben vor, die Muslime zu meinen. Muslimische Jungs aber sollten irgendwann mal vor ihrer Pubertät beschnitten werden (weiß gerade gar nicht mal, ob das überhaupt religiöse Pflicht ist bei den Muslimen, oder nur Brauch; ich meine, da gäbe es Hadithen, die aber umstritten sind). Das geschieht schon jetzt oft im „Heimat“-Urlaub, weil da die Party billiger ist, und weil da mehr von der konservativen Verwandtschaft lebt, die noch Wert auf sowas legt. Ein jüdischer Bub aber muß zehn Tage nach seiner Geburt beschnitten werden. Das ist schwieriger zu planen. Bei den Juden muß die Beschneidung ferner ein Mohel durchführen, ein religiös bestallter Fachmann, geht also in der Bundesrepublik dann nicht mehr, geht es nach der AfD. Bei Muslimen kann das auch ein Arzt vornehmen … also auch aus angeblich nicht-religiösen, sondern „medizinischen“ Gründen, die sich werden finden lassen.

    @ Dr. Webbaer
    23.10.2019, 18:54 Uhr

    Donald J. Trump setzt sozusagen (auch in seinem pers. Umfeld) auf (politisch rechte) Juden und ist kein Antisemit, er geht in der Anerkennungspolitik Israel meinend sehr weit, wie viele finden.

    Trump hat ein sehr eigenes Problem. Spätestens Ronald Reagen hat die evangelikalen Bible-Belt-Leute als Stammwähler der Republikaner entdeckt. Was aber ein solcher Präsident mitbringen sollte, ist neben dem obligatorischen Gottesglauben auch ein christlich-moralischer Lebenswandel. Über den verfügt der notorische Fremdgänger und zumindest rethorische Pussy-Grabber Trump nicht. Im Falle von Trump also gibt es für religiöse Wähler überhaupt nur politische Gründe, ihn zu wählen; bloß mit einem sittsamen Leben als treuer und sorgender Familienvater kann er nicht punkten. Und da ist es eben seine ungewöhnliche Israel-Loyalität. So jedenfalls meine Theorie.

  20. @ Rudi Knoth
    26.10.2019, 16:58 Uhr

    Übrigens wie ist mit “Rassismus” gemeint. Muslime sind offensichtlich keine Rasse sondern eine Religionsgemeinschaft.

    Unter Rassismus wird inzwischen allgemein „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ verstanden, der Begriff wurde erweitert. Damit kann etwa auch Behindertenfeindlichkeit gemeint sein, die Ablehnung der Jeziden oder auch der Zeugen Jehovas. Es geht nicht mehr nur um „Rasse“. (Natürlich geht es aber nicht um „Antikommunismus“ oder „Antifaschismus“.)

  21. @Alubehüteter 27.10.2019, 01:00 Uhr

    Sie sagen „Beschneidung“ und geben vor, die Muslime zu meinen. Muslimische Jungs aber sollten irgendwann mal vor ihrer Pubertät beschnitten werden (weiß gerade gar nicht mal, ob das überhaupt religiöse Pflicht ist bei den Muslimen, oder nur Brauch; ich meine, da gäbe es Hadithen, die aber umstritten sind).

    Und wo steht das oder wer hat dies gesagt? Im Grundsatzprogramm der AfD kommt das Wort “Beschneidung” nicht vor. Der einzige Punkt, der für Juden wie Muslime problematisch ist, ist das Schächten, das beide betrifft. Und da verweist die AfD auf Länder wie Dänemark und Schweden.

    Gruss
    Rudi Knoth

  22. @Alubehüteter 27.10.2019, 01:09 Uhr

    Akzeptiert. Nur was ist dann die Aussage, daß “alte weisse Männer” an den Misständen in dieser Welt verantwortlich seien?

    Gruss
    Rudi Knoth

  23. @ Alubehüteter und zum Folgenden:

    “…Unter Rassismus wird inzwischen allgemein „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ verstanden, der Begriff wurde erweitert. Damit kann etwa auch Behindertenfeindlichkeit gemeint sein, die Ablehnung der Jeziden oder auch der Zeugen Jehovas. Es geht nicht mehr nur um „Rasse“. (Natürlich geht es aber nicht um „Antikommunismus“ oder „Antifaschismus“.)

    (Ende des Zitats)

    OK. Hervorragend.
    Dann “erweitere” ich halt auch zukünftig den Begriff “Faschismus” so wie es MIR ins politische Konzept passt und diskreditiere alle mir gerade nicht ins Konzept passenden Äußerungen meiner politischen Gegner als
    “ekelhaft FASCHISTISCH”.
    Das ist dann bestimmt ein Segen für den politischen Diskurs in der Demokratie.
    Zumindest ein Segen für MICH. (-: (-:

  24. @little Louis 27.10.2019, 12:47 Uhr

    Dann “erweitere” ich halt auch zukünftig den Begriff “Faschismus” so wie es MIR ins politische Konzept passt und diskreditiere alle mir gerade nicht ins Konzept passenden Äußerungen meiner politischen Gegner als
    “ekelhaft FASCHISTISCH”.

    Und zum Schluss ist Deutschland voll von Faschisten. Spass beiseite. Natürlich kann man etwa den Begriff “Faschist” auch überdehnen wie das etwa in de USA scherzhafterweise mit Begriffen wie “Body Nazi” geschieht. Nur dann haben wir den “Poolnudeleffekt”, der darin besteht, daß sich niemand davon besonders getroffen fühlt, weil es dann ja jeder ist.

    Gruss
    Rudi Knoth

    • @Rudi Knoth & @little louis

      Da Sie ja bereits länger auf diesem scilog “Natur des Glaubens” unterwegs sind, muss ich davon ausgehen, dass Sie die kulturellen Hintergründe des Rassismus längst kennen – oder aber gezielt ignoriert haben.

      Der heute sog. “Rassismus” begann im 15. Jahrhundert, als christlich getauften Jüdinnen & Muslimen in Spanien vorgeworfen wurde, die falsche Herkunft und Blutlinie “razza” (aus arab. raz = Kopf, Herkunft, vgl. hebräisch Rosch) zu haben. Entsprechend komme es nicht darauf an, zu welcher Religion oder welchem Staatswesen jemand zähle – sondern alleine darauf, welche Herkunft und “Rasse” er oder sie habe. Der pseudo-biologische Rassismus des 19. Jahrhunderts ist eine Spätfolge dieser Verschwörungsmythologie, die leider bis heute in immer neuen Sprachspielen tradiert wird. Vgl. dazu:
      https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/warum-semiten-keine-rasse-sind/

      Immerhin: Umso lauter Sie von diesen kulturgeschichtlich-mythologischen Wurzeln des Rassismus abzulenken versuchen, umso stärker wird sich das herumsprechen. 🙂

  25. @galileo2609 23.10. 22:00

    „kann man ihnen helfen, ihre Argumentationen von der subjektiven Schiene via Transferleistung in objektive, diskursfähige Texte zu übertragen?“

    ?? Haben Sie objektive subjektive Meinungen? Ich habe subjektive subjektive Meinungen, die ich auch gerne diskutiere, sonst würde ich hier nichts posten. Authentizität und Strategie haben beides ihre Berechtigung. Wie das aussieht, kämpfen Sie gegen Rechts, was nicht verkehrt ist, ich kämpfe eher um ein Verständnis der Wirklichkeit, was meines Erachtens auch interessant ist.

    Es ist auch oft nicht sinnvoll, sich ganz auf gesicherte Fakten zu beschränken, weil es davon nicht genügend viele von gibt. Wenn man auf alles nicht Gesicherte verzichtet, kann man die tatsächlichen komplexen Probleme dieser Wirklichkeit kaum noch zeitnah diskutieren. Meine ich. Dann ist zwar alles schön abgesichert, aber es entsteht eine beschränkte Auswahl von Aspekten des Themas, die die Sache dann nur noch zur Hälfte erfasst.

  26. Nun lehnt jedoch ausgerechnet der Staat Israel jeden Kontakt mit AfD-Politikern ab, @Webbaer – übrigens auch mit den sog. „Juden in der AfD“ (JAfD). Wie würden Sie das erklären, geschätzter @Webbaer?

    Im Sinne derjenigen, die selbst hochgradig identitär sind und Identitarismus bei anderen oft ablehnen.
    Die FPÖ ist übrigens ebenfalls betroffen und bspw. Miloš Zeman wird ebenfalls von einigen Juden stark angegriffen, weil er den “Krieg um Israel” als im Kern dschihadistisch motiviert betrachtet.
    Benjamin Netanjahu beißt sich so nur ins eigene Bein und macht seine pol. rechte Politik so nur angreifbarer.

    Mit freundlichen Grüßen und weiterhin viel Erfolg!
    Lassen Sie sich nicht von Gegenrede entmutigen, reagieren bitte aber überlegt auf Sie,
    Dr. Webbaer will Sie noch einige Zeit in wichtiger Aufgabe erhalten sehen,
    MFG – WB

  27. @ Rudi Knoth
    27.10.2019, 09:24 Uhr

    Im Grundsatzprogramm der AfD kommt das Wort “Beschneidung” nicht vor. Der einzige Punkt, der für Juden wie Muslime problematisch ist, ist das Schächten, das beide betrifft. Und da verweist die AfD auf Länder wie Dänemark und Schweden.

    Das hat mich jetzt überrascht. Das Thema „Beschneidung“ kommt im Grundsatzprogramm tatsächlich nicht mehr vor, das „Schächten“ haben sie unter „Tierschutz“ verbuddelt.

    Einen Entwurf zum Grundsatzprogramm kann man sich noch ansehen bei correctiv (ganz oben ist ein Download-Link zum PDF): https://correctiv.org/top-stories/2016/03/14/das-afd-programm-entschluesselt/

    Zur Beschneidung heißt es da noch:

    „Sie verstößt gegen die Menschenwürde, missachtet die Grundrechte auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung und widerspricht dem ärztlichen Prinzip ‚primum non nocere’. Sie verletzt das Kindeswohl, dem das Elternrecht untergeordnet ist, und verstößt gegen den Gleichheitsgrundsatz der Geschlechter, denn die weibliche Genitalbeschneidung ist verboten.“

    Im Netz finden sich genügend Aussagen von AfD-Vertretern, die sich entsprechend äußern.

  28. @ Rudi Knoth
    27.10.2019, 11:33 Uhr

    Nur was ist dann die Aussage, daß “alte weisse Männer” an den Misständen in dieser Welt verantwortlich seien?

    Eine Tatsachenbeschreibung?

    – Spaß beiseite. „Weiße alte Männer“ ist keine Gattungsbezeichnung wie „Farbige“, „Einwanderer“ oder „Muslime“. Niemand würde Harald Lesch in diesem Sinne bezeichnen als „alten, weissen Mann“, obwohl er einer ist. Das ist eine Bezeichnung für ganz bestimmte Menschen, die sich durch bestimmte Äußerungen hervortun, so wie andere von „Greta-Jüngern“ sprechen oder von „Wohlstandsverwahrlosten“.

    Es sind ja nicht alle alten, weißen Männer Schuld am Zustand unserer Welt. Die, die dafür verantwortlich sind, sind allerdings zumeist weiß, männlich und inzwischen älter. Gemeint ist auch, daß viele sich zurücksehnen zu Zeiten, wo die Welt noch „in Ordnung“ war, meint: nicht so kompliziert, und der Verdacht ist: Eine Welt, die auch darum viel einfacher und unkomplexer war, weil zum Beispiel Frauen oder „Ausländer“ „noch wußten, wo ihr Platz ist“. „Alte, weiße Männer“: Oft ist das Adjektiv „privilegiert“ noch mitgemeint.

  29. @ Michael Blume
    27.10.2019, 13:56 Uhr

    Der heute sog. “Rassismus” begann im 15. Jahrhundert, als christlich getauften Jüdinnen & Muslimen in Spanien vorgeworfen wurde, die falsche Herkunft und Blutlinie “razza” (aus arab. raz = Kopf, Herkunft, vgl. hebräisch Rosch) zu haben. Entsprechend komme es nicht darauf an, zu welcher Religion oder welchem Staatswesen jemand zähle – sondern alleine darauf, welche Herkunft und “Rasse” er oder sie habe. Der pseudo-biologische Rassismus des 19. Jahrhunderts ist eine Spätfolge dieser Verschwörungsmythologie, die leider bis heute in immer neuen Sprachspielen tradiert wird.

    Das ist die historische Herkunft des Rassismus, ja. Mit diesem Begriff allerdings würde wirklich unscharf, warum Islamfeindlichkeit Rassismus sein soll. Zwar ist richtig, daß Menschen aus muslimischen Herkunftsländern haftbar gemacht werden für ihre Verhaltensweisen auch dann, wenn sie gar keine Muslime mehr sind oder gar nie waren; das läuft dann darüber, daß man sagt, sie seien aber geprägt von einer islamisch geprägten „Kultur“. Konvertiten wie Pierre Vogel oder Sven Lau aber fielen ja nicht darunter.

    • Oh ja, @Alubehüteter: Auch der Antijudaismus bis Luther akzeptierte noch Konversionen, der dann zunehmend rassistische Antisemitismus nicht mehr, vgl. die Ermordung von Edith Stein. Im Bereich der Islamfeindlichkeit finden wir entsprechende Bandbreiten. Nicht jede GMF ist von Anfang an rassistisch – aber die Tendenz ist leider da… :-/

  30. @Alubehüteter 27.10.2019, 21:43 Uhr

    Einen Entwurf zum Grundsatzprogramm kann man sich noch ansehen bei correctiv (ganz oben ist ein Download-Link zum PDF): https://correctiv.org/top-stories/2016/03/14/das-afd-programm-entschluesselt/

    Dieses Dokument ist sehr zweifelhaft. Es gibt sogar eine “Entschlüsselung” von “Correctiv”, die eine glatte Lüge ist. Es wird in der Überschrift behauptet, das die AfD “Sicherheitsverwahrung für Drogenabhängige, psychisch Kranke und Alkoholiker” fordere. Im Entwurf steht aber “nicht therapierbare drogenabhängige, psychisch kranke und alkoholabhängige Täter,, die nicht therapierbar sind”. Das is tein gewaltiger Unterschied. Übrigens auch der Wegfall des ALG war auch in einem ofiziellen Entwurf nicht mehr vorhanden.

    Gruss
    Rudi Knoth

    PS: Ich bin kein Anänger der AfD aber ein Mensch der Lügen hasst.

  31. @Rudi Knoth,

    Rudi Knoth – 26. Oktober 2019 @16:58
    Zu “Wien 1683”:
    In der Karikatur (genaugenommen dem Text) wurde doch keine “Rasse” beleidigt sondern nur eine “gutmenschlische Umdeutung” karikiert. Meine Replik war auf derselben Ebene.

    es ist wieder einmal exemplarisch, wie sie sich reinwaschen wollen. Yukterez hat im Grazer Forum zu „Vienna 1683“ eine bei Rechtsextremisten beliebte rassistische Hetze gepostet (die auch der rechtsextreme Terrorist von Christchurch in seinen Codes verwendete). Ihre Antwort dort ist tatsächlich „auf derselben Ebene“.
    Yukterez versucht im Grazer Forum, rassistische und rechtsextremistische Attacken im Stile von 4chan/8chan/endchan zu etablieren. Sie sind informiert, gewarnt. Sie machen sich die Ausfälle von Yukterez mit ihren konkludenten Posts zu eigen. Der österreichische BVT sollte längst bei MAHAG angeklopft haben, um diese Anzucht rechtsextremen Terrors zu unterbinden.

    Grüsse galileo2609

  32. @Rudi Knoth,

    Rudi Knoth – 28. Oktober 2019 @07:44
    Im Entwurf steht aber “nicht therapierbare drogenabhängige, psychisch kranke und alkoholabhängige Täter,, die nicht therapierbar sind”. Das is tein gewaltiger Unterschied. Übrigens auch der Wegfall des ALG war auch in einem ofiziellen Entwurf nicht mehr vorhanden.

    sie verwenden wieder einmal eine immense Energie, die Rechtsextremisten von der AfD zu verteidigen. Nicht, dass das für sie ungewöhnlich wäre. Nur in diesem Falle wieder einmal – wie bei ihren Ausfällen gegenüber der völkerrechtlichen Seenotrettung – im Gegensatz zu jeder Rechtsetzung, die sich auf die unveräusserliche Würde der Menschen gründet. Übrigens auch der von Legasthenikern …

    Rudi Knoth – 28. Oktober 2019 @07:44
    Ich bin kein Anänger der AfD aber ein Mensch der Lügen hasst.

    Nachvollziehbar: „Lügenpresse“ wird auf dem rechtsextremen Spektrum auch noch in abseitigeren Zellen gebrüllt …

    Grüsse galileo2609

  33. @galileo2609 28.10.2019, 22:51 Uhr

    sie verwenden wieder einmal eine immense Energie, die Rechtsextremisten von der AfD zu verteidigen.

    Es ging um ein Kommentar von “Alubehüteter”, der als Quelle correctiv nannte, die wohl es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt.

    Nur in diesem Falle wieder einmal – wie bei ihren Ausfällen gegenüber der völkerrechtlichen Seenotrettung – im Gegensatz zu jeder Rechtsetzung, die sich auf die unveräusserliche Würde der Menschen gründet. Übrigens auch der von Legasthenikern …

    Wie oft soll ich ihnen noch erklären, daß Seenotrettung in erster Linie zur Rettung aus akuter Lebensgefahr ist. Und Ihren letzten Satz können Sie sich sparen, weil es hier keine Korrekturmöglichkeit für Tippfehler gibt.

    Nachvollziehbar: „Lügenpresse“ wird auf dem rechtsextremen Spektrum auch noch in abseitigeren Zellen gebrüllt …

    Ach das ist interessant. Ich interpretiere Ihre Aussage so, daß jemand der Lügen als unmoralisch hält, schon ein “Rechter” ist. Das lässt tief in Ihren Charakter blicken.

    Gruss
    Rudi Knoth

  34. @galileo2609 28.10.2019, 22:08 Uhr

    Da zeigt sich der Doppelte Maßstab, den Sie anlegen. Wenn Rassismus die Diskriminierung eines Menschen wegen der Hautfarbe ist, dann gibt es logischerweise “Rassismus gegen Weisse” in einem Land wie Südafrika oder Simbabwe.

    Gruss
    Rudi Knoth

  35. Nachtrag zum meinem Kommentar 29.10.2019, 08:13 Uhr

    Da die oben genannten Länder ehemalige britische Kolonien mit Apartheidregimes waren (vor allem RSA), so ist es Tatsache, daß in China und Japan es auch Vorbehalte gegen Weiße gibt.Hier greift das Argument des Kolonialismus nicht richtig.

    Gruss
    Rudi Knoth

  36. @Rudi Knoth,

    irgendwie ist es ja schade, dass die ganzen alten weissen Männer und Frauen, die sich hierzulande – wie sie auch selbst, in einem erbärmlichen, prekären Zustand vorgefunden – von eingebildetem „Rassismus gegen Weisse“ betroffen fühlen, nicht nach Südafrika oder Simbabwe, China und Japan geflüchtet sind.
    Dort würden sie auf auf ihre Vorfahren und deren Nachfahren treffen können, die tatsächlichen Rassismus gegen POC erfunden und recht durchgängig praktiziert haben.

    Grüsse galileo2609

  37. @galileo2609 31.10.2019, 23:44 Uhr

    Dort würden sie auf auf ihre Vorfahren und deren Nachfahren treffen können, die tatsächlichen Rassismus gegen POC erfunden und recht durchgängig praktiziert haben.

    In China und ganz speziell in Japan? Ihre Satirebeiträge werden immer besser. Ach sagen Sie doch gleich, daß Ihr wahrer Name Björn Höcke ist. Oder Dieter Nuhr.

    Gruss
    Rudi Knoth

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