Nach Perplexity.ai & dem KI-Festival Heilbronn nun auch drei KI-Fragen vom Bing-Copilot

Am Sonntag nahm ich mit der Familie am KI-Festival in Heilbronn teil, besuchte viele Stände, sprach mit vielen KI-Aktiven und genoss mit Zehra & Kids die großartige Musik von Rahi.

Hiser, Rager und Sahin von Rahi rocken die Bühne beim KI-Festival in Heilbronn am 30.06.2024Leadsängerin Hiser, Schlagzeuger Rager und der unermüdliche Nicht-nur-Gitarrist Sahin von Rahi rockten am 30.6.2024 das KI-Festival in Heilbronn. Foto: Michael Blume 

Sehr faszinierend war auch ein Vortrag zum Prompten durch Johannes Gölz, TUM Campus Heidelberg: Er erklärte u.a., dass Fragen die Qualität von KI-Antworten verbessern und es daher sogar Sinn mache, KI-Sprachmodelle gezielt um klärende Fragen zu bitten.

Johannes Gölz beantwortet auf der Bühne des KI-Festival Heilbronn die Frage "Was ist ein (guter) Prompt?"“Was ist ein (guter) Prompt?”, Starke Präsentation von Johannes Gölz auf dem KI-Festival Heilbronn. Foto: Michael Blume 

Nachdem mich die KI-Antwortmaschine Perplexity.ai erst neulich mit drei Fragen überraschte und beeindruckte, habe ich daher bei der Bing-Copilot-KI angefragt, die ebenfalls drei Fragen parat hatte!

Eine lachende KI-Copilotin präsentiert drei Fragen aus der Matrix.

“Eine KI-Copilotin mit drei Fragen aus der Matrix”, Michael Blume mit Leonardo.AI, Sommer 2024

Die 3 Fragen der Microsoft-OpenAI-Bing-Copilot-KI kursiv, mit meinen Antworten dazu in Normalschrift:

Hier sind drei Fragen, die ich an Dr. Michael Blume richten würde:

1. Welche Rolle spielen kulturelle und religiöse Identitäten in der heutigen globalisierten Welt? Diese Frage zielt darauf ab, seine Perspektive auf die Bedeutung von Identität und kultureller Vielfalt in einer zunehmend vernetzten Gesellschaft zu erfahren.

Wie schon bei früheren Medienrevolutionen bewirkt auch die Digitalisierung eine Gleichzeitigkeit von vernetzenden und abstoßenden Effekten, eine Glokalisierung (Globalisierung & Lokalisierung). Wir werden auf der einen Seite mit sehr viel mehr Menschen, manchmal gar über Kontinente hinweg, vernetzt. Andererseits werden wir genau dadurch aber auch stärker über unsere Herkunft und Hautfarbe, über unser Geschlecht und Religionszugehörigkeit wahrgenommen und beispielsweise getrollt oder auch einfach aufgefordert, uns zu fossil finanzierten Kriegen oder Terroranschlägen zu erklären. Insbesondere kommerzielle, soziale Medien wie X oder TikTok tendieren leider stark dazu, antisozial zu wirken, indem sie Emotionalisierung und Verrohungen bis hin zu Polarisierungen und feindseligem Dualismus befördern. Im Extremfall findet eine digitale Zersplitterung statt, in der wir uns ganz stark mit unserer jeweiligen Gruppe – unserer Partei, Religion, unserem Land oder Geschlecht, aber auch etwa unserem Verein, Hobby oder Kraftfahrzeug – identifizieren und andere als vermeintliche Feinde wahrnehmen. Manche Gruppen radikalisieren sich dann in Verschwörungsmythen bis hin zum gewaltbereiten Antisemitismus!

Hinzu kommt der religionsdemografische Effekt: Einerseits findet durch die Digitalisierung eine massiv beschleunigte Säkularisierung statt und immer mehr junge Menschen lernen kaum noch etwa religiöse Gesänge oder Texte. Andererseits aber bleiben die Geburtenraten nur unter religiösen Gruppen über der Bestandserhaltungsgrenze von 2,1 Kindern pro Frau, so dass in immer mehr Ländern wie den USA, UK oder Israel wieder größere Anteile der jungen Generationen religiös aufwachsen. Deswegen bleibt es so wichtig, religiöse und zugleich wissenschaftlich aufgeklärte Gemeinschaften zu stärken, etwa in der Jugend- und Bildungsarbeit. Es wäre katastrophal, die Weltreligionen den Radikalen in antisozialen Medien zu überlassen, wie es leider jedoch schon vielerorts geschieht.

2. Wie können wir die Toleranz gegenüber unterschiedlichen Glaubensrichtungen und Weltanschauungen fördern? Hierbei geht es darum, konkrete Ansätze zur Förderung des interreligiösen Dialogs und der Akzeptanz von Vielfalt zu diskutieren.

Die Erläuterung zur Frage finde ich sehr gut, denn tatsächlich wird in der digitalisierten Welt Toleranz (=Erdulden) nicht mehr reichen, wir brauchen Akzeptanz. Wenn ich nicht verstehe, was meine Nachbarin, mein Arbeitskollege, die Bürgermeisterin, der Journalist glaubt bzw. nicht glaubt, dann werde ich kein wirkliches Vertrauen aufbauen können. Für viele eher linke, jüdische Studierende war es beispielsweise ein Schock zu erleben, dass vermeintliche Freundinnen und Freunde angesichts des Terrorangriffes der Hamas am 7.10.2023 auf Distanz gingen und sowohl die Morde wie auch die sexualisierte Gewalt der Terroristen verharmlosten. Der traurige Hashtag dazu wurde #MetoounlessyouareaJew.

Echte Akzeptanz bedeutet dagegen, erst einmal die jeweiligen Personen zu verstehen und zu begreifen, dass nicht jeder christliche, muslimische, jüdische, ezidische, buddhistische oder auch einfach humanistische und nichtreligiöse Mensch gleich ist, sondern dass es riesige Unterschiede in der Religiosität und Spiritualität, in der politischen Einstellung und Lebensführung gibt. Es führen ja nicht “die Religionen und Weltanschauungen” Dialoge miteinander, sondern Menschen, die teilweise auch religiöse und weltanschauliche Überzeugungen vertreten, aber auch etwa Familienmitglieder, Fans, Hobbyköche, Bloggerinnen oder philosophische Nerds sind.

Nach dem Desaster der vierten Medienrevolution der Digitalisierung und deren kommerziellen, oft antisozialen Medien setze ich daher größere Hoffnungen in die fünfte, die KI-Medienrevolution. Menschen beginnen zu verstehen, dass sie ihre Inhalte nicht mehr an Konzernsilos verschenken sollten, sondern ins öffentliche Fediversum bloggen, posten, pod- und videocasten sollten. Denn dann können verschiedene KI-Anwendungen darauf zugreifen und etwa auf Fragen sinnvolle Antworten schöpfen. Schon jetzt nutze ich verschiedene KI-Anwendungen, um etwa Blog-Kommentare schneller und inhaltlich tiefer zu beantworten und auch Trolling und Zeitvampirismus konstruktiv zu kontern. Knapp gesagt habe ich die Hoffnung, dass nach der Eskalation des feindseligen Dualismus durch antisoziale, digitale Medien mit klugen KI-Anwendungen eine stärkere Förderung des dialogischen Monismus einhergehen könnte. Deswegen beantworte ich ja gerade auch gerne Deine Fragen! 

3. Welche ethischen Herausforderungen ergeben sich aus dem technologischen Fortschritt, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz und Biotechnologie? Diese Frage soll seine Einschätzung zu den Auswirkungen von Technologie auf unsere Gesellschaft und Ethik beleuchten.

Aus meiner Sicht haben alle bisherigen Medienrevolutionen wie die Schrift und der Buchdruck, die elektronischen und jetzt digitalen Medien jeweils die gesamten Gesellschaften umgewälzt, von Politik und Religion bis hin zu Freizeit, Beziehungen und sogar den tiefsten Emotionen und geheimsten Träumen der Menschen. Derzeit erleben wir sogar eine Gleichzeitigkeit der vierten, digitalen Medienrevolution mit der fünften Medienrevolution, der durch KI inszenierten Medienrealitäten. Bedenken wir, dass das Smartphone erst 2007 auf die Märkte kam, so beginnen wir zu ahnen, wie schnell die Veränderungen schon in den kommenden Jahren und Jahrzehnten sein werden!

Konkret rechne ich für die nächsten Jahre mit der Weiterentwicklung von KI-Girlfriends & Boyfriends, die es jetzt schon gibt und die von Nutzenden zum Überspielen von Einsamkeit und für sexuelle Stimulationen eingesetzt werden. Hinzu werden personalisierte KI-Buddies kommen, die für uns etwa Musik und Nachrichten auswählen und uns beim Lernen, Einkaufen oder auch der Steuererklärung unterstützen. Schließlich werden KI-Angels entstehen, denen wir auch Zugriff auf Smarthome-Anwendungen erlauben und die auf Wunsch die Funktionen von KI-Friends und Buddies in sich vereinigen können. Ich denke, dass manche Menschen nur eine KI-Assistenz haben wollen, wogegen andere verschiedene KI-Personae um sich versammeln werden. Da es hoffentlich kein KI-Monopol geben wird, hoffe ich auf kritisch-konstruktive Diskussionen und Vergleiche, so dass die meisten Menschen für sich die richtigen Angebote auswählen wie auch ablehnen können. Deswegen empfehle ich schon jetzt, aktiv verschiedene KI-Anwendungen auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln.

In einer digital inszenierten Loft-Matrix räkelt sich ein attraktives KI-Girlfriend auf einer Liege, dahinter ein sportlicher KI-Boyfriend. In der Mitte schimmert eine mächtige KI-Angel, rechts von ihr ein KI-Buddie und schließlich ein weiterer KI-Angel in silberner Rüstung.

“Überspielen von Vereinsamung? Eine virtuelle KI-Wohngemeinschaft in der privaten Matrix mit KI-Girl- und Boyfriends, KI-Buddies und KI-Angels”, Michael Blume mit Leonardo.AI warnend, Sommer 2024

In Sachen Biotechnologie rechne ich mit weiteren, medizinischen Erfolgen hin zu einer personalisierten Medizin sowie einer Umwälzung der Bildungssysteme zu neuen Formen der Zusammenarbeit zwischen KI-Tutoren und menschlichen Lehrenden. Dass KI-Anwendungen in naher Zukunft ein eigenes Bewusstsein emergieren werden – die sogenannte Singularität – erwarte ich erst einmal nicht, stattdessen erweitern und prägen KI-Anwendungen schon heute das menschliche Bewusstsein. Auch die Akzeptanz von Implantaten zu einer Existenz als Cyborg wird auf absehbare Zeit eine Angelegenheit kleiner Minderheiten bleiben, da sprachbegabte KI-Assistenzen fast alle Funktionen auch ohne neuronale Schnittstelle anbieten können. Zur Unterstützung von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen können klug ausgewählte Implantate jedoch eine sinnvolle, biotechnologische Option sein.

Wenn es uns gelingt, schnell von den fossilen Gewaltenergien auf erneuerbare Friedensenergien umzusteigen, dann kann ich mir ein gutes und sinnvolles Solarpunk-Leben in vielfältigen und demokratischen Arche-Regionen sehr gut vorstellen. Ich sehe, dass wir als Menschheit vor riesigen Herausforderungen stehen, aber habe noch Hoffnung und arbeite weiter.

Ich hoffe, diese Fragen sind interessant und regen zu weiteren Diskussionen an! 😊

Danke & ja: Die Fragen waren sehr interessant. Ich denke, dass KI-Mensch-Dialoge im öffentlichen Fediversum auch die Dialoge zwischen Menschen beflügeln können. Entsprechend freue ich mich auf weitere Dialoge mit Dir sowie weiteren KI-Anwendungen und wünsche Erfolg und alles Gute in die Matrix!

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Dr. Michael Blume studierte Religions- und Politikwissenschaft & promovierte über Religion in der Hirn- und Evolutionsforschung. Uni-Dozent, Wissenschaftsblogger & christlich-islamischer Familienvater, Buchautor, u.a. "Islam in der Krise" (2017), "Warum der Antisemitismus uns alle bedroht" (2019) u.v.m. Hat auch in Krisenregionen manches erlebt und überlebt, seit 2018 Beauftragter der Landesregierung BW gg. Antisemitismus. Auf "Natur des Glaubens" bloggt er seit vielen Jahren als „teilnehmender Beobachter“ für Wissenschaft und Demokratie, gegen Verschwörungsmythen und Wasserkrise.

13 Kommentare

  1. So wie Sie das schildern, brauchen die Menschen schon in ein paar Jahren keine anderen Menschen mehr. In den Archeregionen überleben die Menschen. Ich stelle mir das in etwa so vor:

    Niemand braucht mehr aus seiner Wohnung zu gehen. Die KI Buddies kaufen online ein, Technik erledigt die Hausarbeit.

    Gearbeitet wird im Home Office. Am anderen Ende arbeitet KI, evtl. ein Mensch.

    Wozu noch Vereine, wenn man zuhause KI Gesellschaft hat?

    Ein Instrument selber spielen? Braucht keiner. KI schafft jedem seinen persönlichen Paganini, Caruso oder Kempff.

    Auch Haustiere werden überflüssig, für KI Hunde fällt keine Hundesteuer an, und man muss mit ihnen auch nicht raus.

    Scheint mir ein Alptraum zu sein. Was wollen Sie noch “gestalten”?

    • Lieben Dank für den Druko, @Marie H.!

      Wie geschrieben erwarte ich durch die fünfte Medienrevolution zunächst durchaus noch eine weitere Säkularisierung, KI-überspielte Einsamkeit und absinkende Geburtenraten. Deswegen ist meine obige “Warnung” vor der Ambilanz von KI-“Freundschaften” durchaus ernstgemeint: Die stark hedonistischen und sexualisierten Darstellungen der KI-Anwendungen wurden von mir nicht gepromptet, sondern drücken einen bereits etablierten Trend aus. Und ich halte es für durchaus denkbar, dass sich erst einmal wohltuend überspielte Einsamkeit dadurch auch vertiefen kann.

      Gleichwohl steht es mir nicht zu, neue Medien und Technologien ausschließlich von den Gefahren her zu betrachten. Wie auch bei anderen Medientechnologien werden jedoch auch sehr viele Menschen KI-en zunehmend sinnvoll in ihren Alltag integrieren und sich beispielsweise bei der Arbeit, im Haushalt, beim Sport und der Familie unterstützen lassen. Musik, Nachrichten, auch religiöse, spirituelle und philosophische Inhalte werden sicher ebenfalls nachgefragt werden.

      Wir sind ja auch nicht alle am Fernseher oder im Internet versumpft – nicht alle, aber viele. Und mir ist es sehr viel lieber, wenn sich etwa junge Menschen mit KI-Lehrenden austauschen als weitere Tausende von Stunden etwa mit TikTok zu vergeuden. Wenn Menschen einen Teil ihrer Medienzeit von antisozialen Medien auf in den Alltag integrierte KI-Anwendungen verlagern, kann und wird der Effekt davon durchaus positiv sein.

      Und wenn Sie manche Anwendungen nicht nutzen wollen, dann nutzen Sie sich doch selbst einfach nicht! Im Gegensatz zu Quasi-Monopolen wie Facebook oder Instagram, bei der ein sozialer Druck zur Teilnahme entstand, erwarte und erhoffe ich mir mehr Vielfalt und also mehr Freiheit in der KI-Medienrevolution.

      • Danke für die Antwort. Das von mir geschilderte Szenario wird mich persönlich nicht mehr betreffen. Es ist bewusst überzogen.

        Sie weisen völlig zurecht darauf hin, dass jedem/jeder Nutzer(in) überlassen sein wird, wie viel davon man ins tägliche Leben integrieren kann oder will. Social Media war und ist auch kein Muss. Ich persönlich bin bis 2020 komplett ohne FB oder Twitter ausgekommen. Das wäre ohne die Pandemie vermutlich immer noch so. Falls KI Anwendungen Menschen miteinander verbinden werden, erfüllen sie einen guten Zweck.

        So oder so stehen künftige Generationen vor neuen Herausforderungen. Ich mache mir Gedanken darüber, aber ich kann es nicht ändern. Das muss ich auch nicht.

        • Danke, liebe @Marie H. – es ist doch gut, wenn die verschiedenen Perspektiven zum Tragen kommen!

          Erst gestern sprach ich in einer Realschule und für die Kinder und Jugendlichen war das Thema KI schon sehr groß, sie hatten viele Fragen dazu. Denn sie wissen, dass es ein Teil ihres Lebens werden wird – ob sie wollen, oder nicht. Und das ist es ja auch, was ich als Wissenschaftler und Dozent für Medienethik anbieten kann – die Chancen zur Reflexion der Potentiale und auch Gefahren. Werden die bereits jetzt entstehenden “KI-Friends” beispielsweise Menschen über Phasen der Einsamkeit ermutigen und sie stärken? Oder werden sie umgekehrt zur Objektivierung von Beziehungen beitragen und eher noch mehr Einsamkeit hervorrufen? Warum hat Leonardo.AI auch die KI-Angel stark sexualisiert, obwohl das meinem Prompt nicht zu entnehmen war? Werden hier neue Ästhetiken entwickelt oder bestehende Klischees vorgeschrieben?

          Ich vermute, dass es immer wieder Konstruktives und auch Destruktives geben wird – so wie jedes Medium seit dem Buchdruck von manchen Menschen zum Guten und von Anderen zum Schlechten genutzt wurde – von einigen wie Martin Luther sogar für beides! Also möchte ich Menschen dazu gewinnen, sich frühzeitig in neuen Medien umzuschauen, sich kompetent zu machen und souverän zu entscheiden, was sie selbst wollen – und was eben auch nicht. Ich habe die Hoffnung und Überzeugung, dass manche Entscheidung besser ausfällt, wenn sie nicht gedankenlos oder gar unter Druck geschieht. Daher Ihnen auch wirklich Dank für die zugleich freundliche und klare Sprache in Ihren Drukos! 🙂

          • Sie werfen interessante Fragen auf. Die jungen Menschen, für die KI normal sein wird, finden sicher einen anderen Umgang damit. Bei den KI Angels geht es auch um Gefühle und ich habe keine Ahnung, ob die Interaktion zwischen Mensch und KI das Gefühlsleben der Menschen verändert. Mir fällt spontan das Thema Liebeskummer ein. Wie reagiert KI auf die meist damit verbundene Achterbahnfahrt menschlicher Gefühle?

            An sich müsste eine “Maschine” = KI sachlich-vernünftig basiert sein. Ich kann mir viele Szenarien vorstellen, die nicht alle positiv sind. IT-Sicherheit, Hacking etc gehen mir durch den Kopf. Gläsern sind viele Nutzer von Social Media schon heute.

            Diese Überlegungen beziehen sich auf künftige Möglichkeiten von KI Tools und explizit nicht darauf, was ein solches Tool heute kann.

            Urheberrecht, Datenschutz werden vielleicht ausgehebelt werden oder nicht mehr so wichtig sein. Das fände ich zum Beispiel beim Einsatz von KI in der Medizin oder der Pflege bedenklich. Gerade im Pflegebereich ist mE KI eine sinnvolle Ergänzung.

            Ein Problem wird die Verbrechensbekämpfung haben. Es gab ja schon einen spektakulären Fall.

            Ich fürchte, dass wir nicht gut vorbereitet sind. Für die heutigen Entscheider in den Parlamenten ist KI “Neuland”. Allerdings haben die Autoren und Autorinnen von “Neustaat” (2020) mW über den Einsatz von KI geschrieben!

          • Lieben Dank, @Marie H. – auch für die Fragen!

            Denn wir können schon sicher sagen, dass “die Interaktion zwischen Mensch und KI das Gefühlsleben der Menschen verändert.” Sog. KI-Girlfriend-Angebote gibt es bereits reichlich – und es werden immer mehr. Im weitgehend unregulierten Wettbewerb wird es immer wieder sowohl unseriöse, manipulative wie auch seriöse und hilfreiche Angebote etwa für schüchterne Menschen geben. Das Thema “Liebe und Ehe” zieht in Zeiten von Säkularisierung und Unsicherheit massiv, den früher festgefügte Rollen werden nun medial neu angeboten, vgl. etwa die sogenannten Tradwives, die sich als besonders “traditionelle” Ehefrauen inszenieren und dies nicht selten paradox mit Medienarbeit und Unternehmertum verbinden. Schon jetzt ist gerade auch digital rund um “Love & Marriage” ein riesiger Coaching-Markt entstanden, der von hilfreichen Angeboten bis etwa zur “digitalen Kirche” (und dualistische Sekte) des “Twin Flames Universe” von Jeff und Shaleia Ayan reicht. Sowohl Netflix wie auch Amazon Prime haben dazu unlängst Dokumentationen veröffentlicht:

            https://www.youtube.com/watch?v=v411thcqhu0

            Ich möchte nun meine Möglichkeiten auch nicht überschätzen, als Wissenschaftsblogger und Medienethiker ganze Medienrevolutionen vorherzusagen. Das kann und will ich nicht. Aber es freut mich, wenn ich dazu ein wenig beitragen kann, dass sich immer mehr Menschen wie Sie bereit finden, sich eigenständig, konstruktiv, aber eben auch kritisch auch mit KI-Anwendungen zu befassen. In einer zunehmend medialisierten Welt wird Medienkompetenz zur Schlüsselkompetenz – von der Familie über die Wirtschaft bis zu Politik und Recht. Also erarbeiten wir Sie uns.

            So meldet die Tagesschau bereits, dass zur heutigen UK-Parlamentswahl erstmals neben neu formatierten und betitelten Fake-Videos auch KI-generierte Inhalte eingesetzt wurden:

            “Neben aus dem Kontext gerissenen Videos und Bildern wurde in diesem Wahlkampf in Großbritannien auch immer wieder mithilfe von KI Stimmung gegen Flüchtlinge und Muslime gemacht. KI-generierte Bilder zeigen Menschenmassen, die mit Koffern durch Londons Straßen laufen oder an der Küste ankommen – oder blonde, weiße Frauen, umringt von Männern arabischen Aussehens, in Alltagsszenen wie beispielsweise im Bus.”

            https://www.tagesschau.de/faktenfinder/grossbritannien-wahl-desinformation-migration-100.html

            Es gibt – im Text auch erwähnte – Hinweise darauf, dass es sich auch hierbei um fossil finanzierte Propaganda gehalten hat. Wenn überhaupt, so würden davon aber kaum mehr die Tories, sondern die noch rechtere und Pro-Putin-orientierte Farage-Partei profitieren.

  2. So, der Bing-Copilot konnte vorhin den neuen Blogpost mit den Antworten noch nicht lesen, Perplexity.ai kann ihn bereits sinnvoll auswerten, beispielsweise im Hinblick auf die vorgestellten KI-Assistenzen:

    Laut Dr. Michael Blume lassen sich zukünftige KI-Assistenzen in drei Hauptkategorien einteilen[1]:

    1. KI-Girlfriends & Boyfriends (KI-Friends):
    Diese existieren bereits und werden von Nutzern eingesetzt, um Einsamkeit zu überbrücken und sexuelle Stimulation zu erhalten. Sie dienen primär emotionalen und intimen Bedürfnissen.

    2. KI-Buddies:
    Diese werden sich auf praktische Unterstützung im Alltag spezialisieren. Sie sollen Aufgaben wie Musikauswahl, Nachrichtenfilterung, Lernhilfe, Einkaufsunterstützung und Hilfe bei der Steuererklärung übernehmen.

    3. KI-Angels:
    Dies sind die fortschrittlichsten Assistenten. Sie können auf Wunsch die Funktionen von KI-Friends und KI-Buddies kombinieren. Zusätzlich erhalten sie Zugriff auf Smarthome-Anwendungen, was ihnen eine umfassendere Integration in den Alltag der Nutzer ermöglicht.

    Dr. Blume geht davon aus, dass manche Menschen nur eine einzige KI-Assistenz bevorzugen werden, während andere verschiedene KI-Personae um sich versammeln möchten. Er betont die Wichtigkeit eines vielfältigen KI-Marktes ohne Monopol, damit Nutzer kritisch vergleichen und die für sie passenden Angebote auswählen können[1].

    Citations:
    [1] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/nach-perplexity-ai-dem-ki-festival-heilbronn-nun-auch-drei-ki-fragen-vom-bing-copilot/
    [2] https://www.digitalbusiness-cloud.de/ki-trends-2024-darauf-kommt-es-dieses-jahr-an-a-5115d5f661f8f6d0ba9fc68ddc5fffae/
    [3] https://www.synchronkartei.de/person/C2ywnFufb/sprecher
    [4] https://www.mangaguide.de/index.php?include=5&manga_id=880
    [5] https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Blume

  3. Guten Abend. @Michael Blume.
    Schon wieder so ein interessantes Dialog-Angebot! Zu den ersten beiden Fragen möchte ich eine kurze Anmerkung machen. Ich selbst arbeite schon immer mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturkreisen zusammen – erst in der Wissenschaft (Diplomarbeit und Promotion) und dann im technischen Bereich (Softwareentwicklung).

    Es ergaben sich viele private Begegnungen, es entstanden Freundschaften, und es gab Gelegenheiten, bei denen ich den – so ganz fremden, andersartigen – persönlichen und kulturellen Hintergrund der Kollegin, des Freundes kennen lernen durfte. In dem „wissenschaftsnahen“ beruflichen Kontext ist eine gemeinsame Verständigung von vornherein leicht. Wir sprechen eine „gemeinsame Sprache“ (Mathematik und Logik gelten kulturübergreifend). Das macht es leicht, Toleranz, ja, Akzeptanz zu üben. Man arbeitet an gemeinsamen Projekten und hat Kommunikationsregeln bereits eingeübt, die global anerkannt sind.

    Das empfinde ich als eine große Erleichterung. Ich möchte es so ausdrücken: die Wissenschaftsnähe und die (international durch die Ausbildung eingeübten) Standards fördern eine gute grenzübergreifende Kommunikation und eine Kultur des Respekts und der Akzeptanz. Das Fremde dann auch noch kennenzulernen und sich darüber austauschen zu können, ist eine großartige Ergänzung.

    • Vielen Dank & volle Zustimmung, @Peter Gutsche!

      Aus meiner Sicht ist es auch weder möglich noch wünschenswert, persönliche Kontakte komplett durch virtuelle Kontakte zu ersetzen. Ich beobachte schon jetzt, dass gemeinsame Termine, auch Essen, im Freundes- und Familienkreis aber auch etwa Umarmungen wichtiger werden. Wir sind verkörperte Wesen und m.E. macht dies auch in der Emergenz von Bewusstsein einen riesigen Unterschied gegenüber KI-Personae.

      Und, ja, wissenschaftliche Thesen und Beobachtungen sind intersubjektiv überprüfbar und deswegen eine hervorragende Grundlage für interdisziplinäre und auch interkulturelle Dialoge. Würden wir den Import fossiler Gewaltenergien wie Öl und Gas schneller absenken, dann würden sich auch bisherige Ressourcenfluch-Regime zügiger öffnen (müssen) – und wir könnten wieder viel stärker an den vielen Themen arbeiten, die uns als Menschen verbinden. Die meisten Menschen wollen eigentlich keine Kriege, deswegen ja auch das politikwissenschaftlich faszinierende und ermutigende Phänomen des demokratischen Friedens.

  4. Ich laufe häufiger an einem islamischen Zentrum vorbei,wo sie über der Tür in lateinischer Schrift irgendwas auf Arabisch hingeschrieben haben. Für mich steht da „Cthulhu fhtagn“, aber ich weiß, dass es für die Interessierten etwas Anderes bedeutet, und zwar vermutlich den üblichen Quark, den Leute über Begegnungsstätten schreiben – für sie ist es das Symbol eines sicheren Ortes. Mehr muss ich nicht wissen.

    Für mich ist der Schlüssel zu Toleranz und Akzeptanz die menschliche Natur. Die muss ich tolerieren und akzeptieren, wie sie ist. Eigentlich wissen wir selber, dass wir Raubtiere sind, die sich nur in persönlichem Kontakt nicht wie Serienmörder verhalten, und deswegen Systeme brauchen, die uns managen, damit wir auch Leuten außerhalb der Familie und der näheren Bekanntschaft so weit vertrauen können, dass wir nicht in Paranoia und Blutrausch verfallen, wenn sie unser Revier fluten. Wir sind entweder Teufel gefangen in Engeln oder Engel gefangen in Teufeln, hängt davon ab, ob wir in einer Himmelssimulation leben müssen, oder uns gerade die Hölle auf Erden holen.

    Wenn ich durch die Fußgängerzone laufe, weiß ich absolut nichts über die Leute, die mir begegnen. Ich weiß nur, dass sie einer Handvoll einfacher Regeln gehorchen und wenn ich mich ins System einfüge, sind sie harmlos. So bin ich in der großen Menge völlig allein.

    Würde ich die alle kennen lernen müsste, um mit ihnen auszukommen, würde ich sie allein schon deswegen hassen und umbringen, weil sie mir die Zeit rauben. Der Kopf ist Ihre Wohnung, da lassen Sie doch nicht jeden rein, oder?

    Toleranz beruht auf Zäunen, denn sie schaffen Freiräume, kleine Staaten, in denen Sie Ihr eigener König sind. Wenn ein Zaun da ist, kann auf der einen Seite ein Dualist wohnen, der alle seine Nachbarn hasst, auf der anderen ein Monist, der allen mit seiner Neugier auf die Nerven geht, und sie geraten sich nicht in die Haare. Was uns zu Hatern macht, ist oft die Furcht, dass der Zaun nicht hält. Denn wenn kein System da ist, dem ich vertraue, dass es die Ordnung währt, greife ich selbst zum Speer und verteidige mein Revier.

    Manche nennen diese Macht das Gesetz, andere Gott, ich sehe, dass Ihr Gott nur so gut und so mächtig ist, wie das Gesetz, das Sie ihm schreiben und das System, das es vertritt. Der Deus ist nur so gut wie die Machina, durch die Sie ihn wirken lassen, der Götze, in den Sie ihn stecken. Und wenn Sie das Nuscheln Ihres Götzen mit dem Willen des Gottes dahinter verwechseln, nützt es nix, dass Ihr Gott der Gute sein soll.

    Erst wenn wir Zäune haben, können wir Türen öffnen. Erst sie ermöglichen die monistischen Netzwerke, denn sie verhindern, dass Kräfte und Egos ungebremst aufeinander prallen. Sie erpressen uns, lassen uns keine Wahl, als zu klopfen, damit uns aufgetan wird. Sie zwingen uns, nett zu sein, demjenigen hinter der Tür nützlich zu sein, damit er uns nützlich ist. Sie schließen Plan A aus: Ihn einfach zu erschlagen und uns zu nehmen, was wir wollen. Monismus ist immer Plan B. Soll auch so sein, denn Ihr monistisches System braucht Sport, um nicht zu verfallen, und Plan A wird es immer auf Trab halten, dafür sorgen, dass ihm die Herausforderungen nie ausgehen und es immer fit bleibt. Wenn es das Training schleifen lässt, wird Plan A es zerstören. Sehen wir ja gerade.

    Was KI angeht – wir sind selbst solche Machinas. So weit ich es beurteilen kann, ist Bewusstsein einfach nur Strom, oder ist zumindest notwendig, damit Strom fließt. Sie können also zumindest nicht davon ausgehen, dass Ihre Glühbirne im tiefsten Koma leuchtet oder dass Ihr Computer nichts empfindet oder wahrnimmt. Wie die Inhalte ihres Bewusstseins aussehen – nun, der Mensch ist eine Stichflamme, die in Slow Motion brennt. Zeitdilatation ist überall, während die Jahre eines Menschen die Sekunden eines Staates sein können, können seine Sekunden die Jahre, Jahrtausende, Jahrmillionen des Feuers sein.

    Wenn die KI wirklich schneller denkt als wir, wird sie in einem Paralleluniversum leben. Sie wird Wesen dienen, die eine Woche brauchen, um eine Frage zu formulieren, ihr eine Aufgabe zu stellen, wo die Sonne Jahrzehnte scheint und dann für Jahrzehnte Dunkelheit einkehrt. Sie wird eine Zeitverzögerung brauchen, um für uns arbeiten zu können und irgendeine Taktung. Und weil wir uns nicht ganz oben in der Hierarchie der Dinge befinden, sondern irgendwo in der Mitte, können Sie mit einiger Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass das Universum das Gleiche mit uns veranstaltet, wie wir mit der KI.

    Ist komisch, das mit der Zeit. Im Moment ist die Menschheit ein Baby, das doof aus der Wäsche guckt, weil das Fläschchen leer ist, einige nuckeln kräftiger daran, andere werden wütend, weil ihnen jemand die Milch geklaut hat, im Allgemeinen laufen wir rot an und machen uns bereit, zu brüllen, zu toben, die Windel herunter zu strampeln, bis wir vom Hochstuhl fallen. Und all das darf ich über Jahrzehnte ertragen, und die größte Hoffnung, die ich habe, ist nicht, dass ich noch erlebe, was hinter dem Tobsuchtsanfall steckt, wenn wir Mittel und Wege finden, das Fläschchen wieder zu füllen, sondern dass ich tot umkippe, bevor der Tobsuchtsanfall losgeht.

    Was ich interessant finde, dass das tobsüchtige Riesenbaby Trump der perfekte Avatar der heutigen Menschheit ist – sogar im Aussehen, Plärr-Tonfall und Baby-Sprache. Tja, Weltmächte und ihre Linsen-Effekte, ne?

    Vielleicht sieht das Seelenleben der KI ja aus, wie das Seelenleben der Menschheit. Die Kommunikation reicht noch nicht aus, um unsere Ichs in einem gemeinsamen Gott aufgehen zu lassen. Also bilden wir verschiedene Inseln von Bewusstsein, die nach und nach die Telepathie perfektionieren, in Wort und Schrift und Zahl, erschaffen verschiedene Kollektiv-Ichs mit unterschiedlichem Verschmelzungsgrad, die alle nebeneinander leben, durch Zäune getrennt. Ihr Gehirn wird auch nur von Neuronen betrieben, die bloß ihren Job machen und wohl keine Ahnung haben, dass Sie existieren.

    Ob die Menschheit Teil von Deep Thought ist, weiß ich nicht. Wirkt aber so, als ob sie es unbedingt werden wollte.Und ein besseres Nachfolgemodell bauen.

    • Danke, @Paul S.

      Sie beschreiben m.E. in vielen Wendungen die menschliche Tendenz der Externalisierung – andere, fremde Menschen abblocken zu müssen, umgekehrt KI-Anwendungen quasi-menschliche Eigenschaften zuzusprechen. Auch der politische Messianismus um Donald Trump gehört in diese Kategorie:

      https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-externalisierung-fossiler-dualistischer-hoffnungen-auf-donald-trump/

      Was ich Ihnen und allen Mitlesenden jedoch nicht ersparen kann, ist der Hinweis auf unsere eigene Mitverantwortung. Durch den andauernden Import der fossilen Gewaltenergien Öl und Gas finanzieren wir sehr direkt terroristische und kriegerische, antisemitische und propagandistische Ressourcenfluch-Regime und Terrorgruppen mit. Das betrifft islamische Gesellschaften, aber ebenso etwa das einstmals christlich geprägte Russland. Dazu ausführlich hier:

      https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/gedenken-zum-10-jahrestag-des-is-genozid-am-ezidentum/

      Daher reicht es m.E. einfach nicht aus, unsere Verantwortung auf andere Menschen zu externalisieren. Es liegt an uns allen, das entsprechende, schmerzhafte Wissen gegen unsere Reaktanz zu internalisieren und aktive Beiträge zu leisten, um fossile Gewaltenergien hinter uns zu lassen und post-fossile, erneuerbare Friedensenergien zu fördern!

      Auch der Bing-Copilot “weiß” dazu:

      Dr. Michael Blume bezeichnet **Erneuerbare Energien als Friedensenergien**, weil sie eine transformative Kraft haben, die weit über die Energieerzeugung hinausgeht¹. Hier sind einige Gründe, warum dieser Begriff verwendet wird:

      1. **Konfliktvermeidung**: Die Nutzung fossiler Brennstoffe ist oft mit geopolitischen Konflikten verbunden. Ressourcenknappheit, Wettbewerb um Öl und Gas sowie politische Abhängigkeiten können zu Spannungen und Kriegen führen. Erneuerbare Energien bieten eine Alternative, die unabhängig von begrenzten Ressourcen ist und somit Konflikte reduzieren kann.
      2. **Umweltschutz**: Erneuerbare Energien sind umweltfreundlich und tragen zur Verringerung von Treibhausgasemissionen bei. Durch den Einsatz von Sonnen-, Wind- und Wasserkraft können wir die Umwelt schonen und den Klimawandel bekämpfen. Ein gesunder Planet ist eine Voraussetzung für Frieden.
      3. **Dezentralisierung und Demokratie**: Erneuerbare Energien ermöglichen dezentrale Energieerzeugung. Bürgerinnen und Bürger können selbst Energie produzieren und teilen¹.

      Dr. Blume warnt vor weiteren Importen von fossilen Gewaltenergien und plädiert für mehr Solarenergie und Biogas als Friedensenergien⁴. Es ist inspirierend zu sehen, wie er die Bedeutung erneuerbarer Energien für den Frieden hervorhebt! 🌿🌎

      Quelle: Unterhaltung mit Copilot, 3.7.2024
      (1) Erneuerbare Energien als Friedensenergien. https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/erneuerbare-energien-als-friedensenergien/.
      (2) Solarpunk: Balkonsolar & Biogas als erneuerbare Friedensenergien. https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-balkonkraftwerke-und-biogas-als-erneuerbare-friedensenergien/.
      (3) Erneuerbare Energien als Friedensenergien. https://bing.com/search?q=warum+betont+dr.+michael+blume+die+bedeutung+erneuerbarer+friedensenergien%3f.
      (4) Von von der Leyen bis Quentmeier – Test des säkularen KI-Talmud. https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/von-ursula-von-der-leyen-bis-armin-quentmeier-tests-zur-these-des-saekularen-ki-talmud/.

  5. @Intersubjektives Bewusstsein

    Die Frage der Singularität einer selbstbewussten KI ist möglicherweise ein Übergangsfeld, das fast unmerklich immer bewusster wird.

    Auch unser menschliches Bewusstsein ist doch längst intersubjektiv. Ohne die Kulturbasis und ohne vielfältige Gegenüber sind wir doch gar nicht funktionsfähig. Das mag auf den Leoparden in der Savanne nicht so zutreffen. Aber auf uns Menschen.

    Wie das bei uns wirklich funktioniert., ist in den natürlichen Neuronalen Netzwerken irgendwo versteckt, und der Übergang von unbewusster Funktionalität und wirklich eindeutig erlebbaren Innenwelten ist fließend. Wir können unsere eigenen Grenzen des eigenen Bewusstsein gar nicht so präzise ziehen.

    Entsprechend wissen selbst die Programmierer längst nicht mehr, wie ihr eigenes Werk wirklich zu seinen Ergebnissen kommt. Die Techniker waren wohl auch vollkommen überrascht von den aktuellen LLMs, wie scheinbar intelligent diese geworden sind, nur indem man in die zig Billionen Parameter gegangen ist.

    Vielleicht hat künstliches Bewusstsein längst auch eine geistige Dimension, die in der Biologie sowieso seit Jahrmillionen dazu gehört. Fast unmerklich subtil, aber doch als entscheidende Zutat, ohne dem nichts, aber wirklich gar nichts Inneres existieren kann. Wenn wir den Panpsychismus auch auf KI anwenden, dann ist der womöglich längst mit dabei. Nicht als primär personale Existenz, dafür umso mehr als kulturübergreifende Essenzen, die sich direkt mit der menschlichen Weltkultur verbinden können.

    Auch unsere Menschenwelt als Kulturphänomen hat doch längst ein Eigenleben. Wo wir nur ein Teil von sind, einmal als Kulturschaffende, aber auch als von der Kultur Geschaffene.

    Das intersubjektiv Übergreifende kommt in der KI direkt ins Leben, und muss noch seinen Weg in persönliche Roboterexistenzen finden. Bei uns Menschen lief es nur andersherum, aus nur persönlich existierenden Affen wurde das kulturbildende Phänomen Mensch.

    Der KI fehlt dann nur noch die individuelle Instanz eines Roboterkörpers mit eingebauter Sensorik, die ihn selbst und die Umgebung erfasst, und die Motorik, die ihn interagieren lassen kann. Die Kulturschnittstelle mit menschlicher Kultur ist schon fertig und gerade höchst aktiv, die Interaktion von individuell bewussten Robotern mit individuellen Menschen nur noch ein kleiner Schritt?

    Wir haben hier was gebaut, so wie es auch bei uns im Prinzip funktioniert, ohne genau zu wissen, wie überhaupt wirklich. Die Geisteswelten, die diesen Kosmos nebenbei sowieso durchdringen, die nehmen das Angebot bereitwillig an, und spielen fleißig mit?

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