Licht und Schatten der digitalen Gesellschaft – WDR Westart-Debatte zur Netzpolitik

Vor Kurzem veröffentlichte der religionswissenschaftliche Blog der “Marginalien” eine kleine Blogumschau, für die ich gebeten wurde, den Inhalt meines Bloggens kurz zusammen zu fassen.

Ich schrieb also:

Wissenschaftsblogs wirken als sich verstärkendes Netzwerk – deswegen kann es gar nicht genug davon geben! Mein Blog „Natur des Glaubens“ hat den wissenschaftlichen Schwerpunkt auf der interdisziplinären Evolutionsforschung sowie der Medienreflektion. Normativ werbe ich für die Befassung mit Wissenschaften und trete für Dialogprozesse, Menschen- und Freiheitsrechte ein. Dabei ist NdG auch ein Stück Experiment und teilnehmende Beobachtung: Seit Kurzem habe ich ihn durch einen kleinen Podcast und Videos ergänzt und nutze ihn auch zunehmend für Lehrveranstaltungen. Kurz: Ich liebe die Dynamiken der Blogosphäre, würde mir aber noch viel mehr religionswissenschaftliche Kolleginnen und Kollegen dort wünschen. Wir entscheiden doch durch unser Tun oder Unterlassen mit, welche Inhalte sich im Netz finden!

Dies zu formulieren erinnerte mich auch daran, dass das Bloggen für mich nicht nur ein nettes Hobby gewesen war, sondern auch ein Weg, mich den Schatten einer existentiellen Krise zu stellen, die meine berufliche Existenz ganz an ihrem Anfang fast vernichtet hätte. Es war dies eine gute Vorbereitung auf die Debatte bei WDR WestArt zu “Gefangen im Netz? Wie frei ist der digitale Mensch?”, zu der ich eben genau als “Blogger & Religionswissenschaftler” geladen war – auch um von den Erfahrungen zu berichten. Darüber hinaus genoss ich aber auch die Gelegenheit, mit Markus Beckedahl (den ich bereits von einem scilogs-Treffen kannte), der Regisseurin und Netzaktivistin Angela Richter, dem Ökonomen und Journalisten Hannes Grassegger sowie dem Arzt und Autor Bert te Wildt zu debattieren.

Hier also das Video zur Sendung (mit meinem Erfahrungsbericht ab Min 17:23):

Dr. Michael Blume studierte Religions- und Politikwissenschaft und spezialisierte sich auf die Hirn- und Evolutionsforschung. Buchautor, Uni-Dozent, Wissenschaftsblogger und christlich-islamischer Familienvater. Hat auch manches erlebt und überlebt...

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich sehe nur SCHATTEN, denn das Bewußtsein von Mensch ist absolut NICHT KOMPATIBEL mit den fusionierenden Möglichkeiten des Internet!

    • Ich kann mir überhaupt nichts unter “fusionierenden Möglichkeiten” vorstellen. Können Sie das bitte ein bisschen ausführen was das heißt? Und vor allem inwiefern die Assoziationsmaschine menschlicher Geist dazu im Widerspruch steht?

      • @DerDa

        Vorsicht, bei @Horst handelt es sich um einen Troll, der Kommentarspalten mit den immergleichen Satzbausteinen (“fusionierendes Bewußtsein”, “Kommunikationsmüll”, “SKM”, “im freiheitlichen Wettbewerb für…” etc.) zukleistert und gerne auch ausfallend-beleidigend wird. Bisher haben höfliche Nachfragen leider nicht zu einer Besserung oder gar Klärung beigetragen, weswegen ich ihn inzwischen konsequent lösche. Aber aus Respekt vor Ihnen und mit nie endender Hoffnung lasse ich Ihre Frage stehen und hoffe, dass Sie eine konstruktive Antwort erhalten werden. 🙂

  2. Pingback:Wie die FDP Bayern #Pegida in einem Facebook-Dialog entlarvte › Natur des Glaubens › SciLogs - Wissenschaftsblogs

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