Humanismus in Weltanschauungsgemeinschaften – Web-Interview mit dem HVD-Vizepräsidenten Helmut Fink

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Evolutionsgeschichte der Religion(en)
Natur des Glaubens

Nach der erfreulichen Resonanz und den insgesamt doch sehr konstruktiven Fragen und Diskussionen rund um das Web-Interview mit Dr. Ralf Grünke von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage (“Mormonen”) habe ich mich entschlossen, auch in Zukunft Web-Interviews mit interessanten Persönlichkeiten aus Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften anzubieten, um Einblicke in die wachsende Vielfalt unserer (hoffentlich noch lange) freiheitlichen Gesellschaft zu eröffnen. (Und als Gesprächspartner interessant sind ja oft gerade die Menschen, die in ihrem Gemeinschaften Verantwortung übernehmen, sich aber nicht nach jeder Kamera drängeln. Genau solche suche ich!) Wenn Sie sich jetzt aber fragen, was denn eine “Weltanschauungsgemeinschaft” im Unterschied zu Religionsgemeinschaften sein soll, dann sind Sie bei diesem Interview genau richtig!

Helmut Fink ist nicht nur Physiker in Erlangen und – wie ich erleben konnte – ein sehr angenehmer, humorvoller und stets auch neugieriger Gesprächspartner. Er ist auch Vizepräsident des Humanistischen Verbands Deutschlands (HVD) und Vorsitzender des HVD Bayern. Er wirkt nicht nur beim humanistischen diesseits-Magazin und der humanistischen Akademie mit, sondern ist auch Referent für Wissenschaft und Philosophie beim bemerkenswerten “Turm der Sinne” in Nürnberg. Gerne steht er Ihnen auf Natur des Glaubens auch ca. 10 Tage (mit etwas Unterbrechung über die Feiertage) für Ihre (bitte konstruktiven) Fragen und Anregungen zur Verfügung – schließlich sind wir hier im Web 2.0! 🙂


Auf dem NdG-Interview-Stuhl: Helmut Fink. Foto: Evelin Frerk.

* Lieber Herr Fink, wie wurden Sie denn – mitten in Bayern! – zum Humanisten?

Ich habe in Nürnberg ein staatliches Humanistisches Gymnasium besucht… nein, Spaß beiseite, es geht ja hier um den säkularen Humanismus als nichtreligiöse Weltanschauung mit ethischem Anspruch. Das war für mich Ergebnis meiner Suche als Physiker nach Aussagen über Welt und Mensch, bei denen man sich nicht verbiegen muss und nicht Dinge „glauben“ muss, die man nicht versteht. Vor ca. 20 Jahren bin ich dann aus der Kirche aus- und in eine Vorgängerorganisation des HVD eingetreten. 

* Der Humanismus ist derzeit im Aufschwung. Auch in Baden-Württemberg ist aus einer “freireligiösen” Religionsgemeinschaft nun eine humanistische Weltanschauungsgemeinschaft geworden. Was ist denn das – eine Weltanschauungsgemeinschaft?

Das ist eine Organisation für Menschen mit gemeinsamen Auffassungen zu Fragen, die über den Tag hinausgehen. Weltbild, Menschenbild, Ethik, Grundwerte, Orientierung, Sinnfindung – all das, was man nicht alleine entwickeln kann oder will, sondern wo eine Gemeinschaft Gleichgesinnter Rückhalt bietet. Konkret reicht das Angebot von der Feiergestaltung, etwa bei Jugendfeiern oder Bestattungsreden, über Bildungs- und Kulturarbeit bis zu Beratungs- und Sozialdienstleistungen. Laut Grundgesetz sind die Weltanschauungsgemeinschaften den Religionsgemeinschaften gleichgestellt. 

 
Auch schon eine Tradition: HVD-Jugendfeier in Hannover. Foto: HVD

* Ich erlebe hin und wieder, dass sich manche Humanisten vor allem über eine Negation von Religionen definieren, nach dem Motto: Manche brauchen den Papst, um zu wissen, was sie sind und manche brauchen ihn ebenso, um zu wissen, was sie nicht sind. Jetzt haben Sie aber die Chance, uns zu erklären, “wofür” – nicht “wogegen” – der Humanismus steht!

Der (weltliche oder säkulare) Humanismus steht für die Freiheit des menschlichen Geistes, für die Ideale der Aufklärung, für wissenschaftliche Neugier und für die damit verbundene Denkweise der kritischen Prüfung. Der Humanismus heißt so, weil er die Interessen und Bedürfnisse des Menschen in den Mittelpunkt stellt. Der Mensch ist sowohl Individuum als auch Gemeinschaftswesen. Also braucht er sowohl Entfaltungsfreiheit als auch soziale Geborgenheit. Humanistinnen und Humanisten sehen sich in ethischer Verantwortung und wollen die gesellschaftlichen Verhältnisse so gestalten, dass das Leben trotz seiner Endlichkeit lebenswert ist.

* Wie sieht für Humanist_innen ein idealer Staat aus?

Mit Vorstellungen eines Idealstaats wäre ich vorsichtig. Das hat ja schon bei Platon zu einigen recht fragwürdigen Ideen geführt. Aus humanistischer Sicht kann man aber sagen, dass individuelle Freiheits- und Schutzrechte, Rechtsgleichheit und Kontrolle der Macht für einen guten Staat wichtig sind. Die Verwirklichung der Menschenrechte ist ein zentrales humanistisches Anliegen, und was der Staat durch seine Spielregeln dazu beitragen kann, soll er beitragen. Aus weltanschaulichen Belangen im engeren Sinn möge sich staatliches Handeln aber heraushalten. In pluralistischen Gesellschaften ist der Staat aus guten Gründen weltanschaulich neutral. Daher darf er nicht manche Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften benachteiligen und andere bevorzugen. In diesem letzten Punkt gibt es noch einige historische Restbestände zu bereinigen.


“Historische Restbestände bereinigen”. Diskussionsveranstaltung mit Humanisten. Foto: HVD 

* Alle finden wissenschaftliche Befunde toll – bis sie die eigene Befindlichkeit herausfordern. Was mich daher beeindruckt hat: Der humanistische diesseits-Redakteur und Wissen rockt-Blogger Arik Platzek hat im vergangenen Jahr auch mit Berufung auf meine Forschungen mutig auf ein Problem säkularer Bewegungen hingewiesen: Nichtreligiöse Menschen haben durchschnittlich deutlich weniger Kinder als religiös Gläubige, säkulare Bewegungen drohen daher immer wieder demografisch zu verblühen. Ist die Gefahr der Unterjüngung ein Thema in humanistischen Verbänden? Und wenn ja, zeichnen sich schon Antworten ab?

Weltanschauliche Prägungen sind doch wohl nicht angeboren, sondern werden kulturell vermittelt. Ich denke, die Zeit abgeschlossener religiöser Milieus geht langsam ihrem Ende entgegen. Glaube überträgt sich nicht mehr automatisch auf die nächste Generation. Daher sehe ich bei Zweifel und  Skepsis ein „demographisches Aufblühen“, um in Ihrer blumigen Sprache zu bleiben. Ob sich die Leute dann gern säkularen Organisationen anschließen, ist zugegeben eine andere Frage. In manchen Traditionsverbänden ist Überalterung durchaus ein Thema (danke für die Wortkreation „Unterjüngung“…). Es gibt aber sehr gute Erfahrungen mit lebensnahen Angeboten und neuen Arbeitsfeldern, insbesondere der Übernahme von Trägerschaften bei Kinderbetreuungs-, Bildungs- und Sozialeinrichtungen. Von diesen Erfahrungen können einige Verbände noch lernen.


Weltanschauung mit auch demografischer Zukunft? Humanistische Grundschule in Fürth. Foto: HVD

* Herr Fink, wenn das Universum ein Produkt des Zufalls ist – welchen Sinn macht dann das Engagement in einem humanistischen Verband?

Wie immer das Universum entstanden ist: Jetzt ist es jedenfalls da. Und wir leben jetzt und müssen uns darin verhalten. So spannend die Fragen rund um Zufall und Notwendigkeit sind: Menschen wägen Argumente und treffen Entscheidungen. Das tun sie auf ihrem jeweiligen Kenntnisstand. Und der macht Fortschritte, auch wenn wir nicht allwissend sind und es vielleicht nie sein werden. Insofern bleibt der Einsatz für Humanismus und Aufklärung sinnvoll. Menschlichkeit und Vernunft sind lohnende Ziele. Humanistische Organisationen zeigen Wege.


Sie wurde noch nicht im Labor nachgewiesen oder einheitlich definiert, dennoch wird an sie geglaubt, sie wird gesucht und gerade auch von Humanistinnen und Humanisten hochgehalten: Die Vernunft! Foto: HVD

* Wenn jemand jetzt auch mit dem Gedanken spielt, sich in einer humanistischen Weltanschauungsgemeinschaft einzubringen – wohin könnte sie sich dann wenden?

Unter www.humanismus.de findet man im Menupunkt „Vor Ort“ alle Landesverbände und Regionalgliederungen des HVD. Wo es noch keinen Landesverband gibt, kann man direkt dem Bundesverband beitreten. Weitere Informationen findet man auch im Online-Magazin www.diesseits.de.

Lieber Herr Fink, herzlichen Dank für dieses vielseitige Web-Interview! Wie auf Natur des Glaubens üblich haben Kommentierende nun etwa 10 Tage Zeit, Ihnen Fragen zu stellen und mit Ihnen zu diskutieren. Ich wünsche Ihnen und uns allen einen konstruktiven (gar: vernünftigen?) Austausch – und finde es klasse, dass Sie sich auf dieses neue Blog-Interview-Format eingelassen haben!.

Michael Blume

Dr. Michael Blume studierte Religions- und Politikwissenschaft & promovierte über Religion in der Hirn- und Evolutionsforschung. Uni-Dozent, Wissenschaftsblogger & christlich-islamischer Familienvater, Buchautor, u.a. "Islam in der Krise" (2017), "Warum der Antisemitismus uns alle bedroht" (2019) & "Verschwörungsmythen". Hat auch in Krisenregionen manches erlebt und überlebt, Beauftragter der Landesregierung BW gg. Antisemitismus. Auf "Natur des Glaubens" bloggt er seit vielen Jahren wöchentlich, um Religionswissenschaft zugänglich und diskutierbar zu machen.

26 Kommentare

  1. Gutes Interview!

    An solchen Interviews sieht man, wie leicht es ist, in einem religionswissenschaftlichen Blog Humanisten fair zu Wort kommen zu lassen. Die ersten Fragen, die mir einfallen, drehen sich um die Neutralität des Staates: Wie soll sie konkret aussehen? Keinerlei religiöse Feiertage mehr (und zählen Weihnachten, Ostern usw. als religiöse Feiertage)? Wie soll ein neutraler Unterricht in der Schule aussehen? Ethik ohne jede Würdigung der Sichtweisen der Religionen? Gar kein Religionsunterricht – das soll außerhalb der Schule geschehen? Keinerlei Abmachungen zwischen Staat und Religionsgemeinschaften (etwa Einsammeln von Kirchensteuern gegen finanziellen Ausgleich) – oder doch und mit Option für humanistische Organisationen?

    Das ist eine Organisation für Menschen mit gemeinsamen Auffassungen zu Fragen, die über den Tag hinausgehen. Weltbild, Menschenbild, Ethik, Grundwerte, Orientierung, Sinnfindung – all das, was man nicht alleine entwickeln kann oder will, sondern wo eine Gemeinschaft Gleichgesinnter Rückhalt bietet.

    Wie gestaltet sich das in der Praxis? Welche Werte hat die Gemeinschaft gemeinsam – und wo gibt es unterschiedliche Auffassungen?

  2. Erschreckende Aussagen einiger pfingstkirchlicher Fanatiker: das Gift des Humanismus muss ausgetrieben werden. Und diese Organisationen wachsen. Beispiel: Gospel Forum Stuttgart!

  3. @ Kunar

    Zitat:

    “Wie gestaltet sich das in der Praxis? Welche Werte hat die Gemeinschaft gemeinsam – und wo gibt es unterschiedliche Auffassungen?”

    -> Also, um hier nicht in die Studierfalle zu tappen, wäre das “Probieren” wohl die beste Lösung. Wo doch Probieren über Studieren steht. Also hingehen und selbst anschauen… die Anschauung und dessen utopische Umsetzung.

  4. Das staatlich humanistische Gymnasium in Bayern… ist das ein running gag? Klingt fast so.

    Dann noch:

    Wie kompensiert die humanistische Weltanschauung und ihre Lebenspraxis die Problematiken, aus denen sich erst religiöse Praktiken und Glaube entwickelt haben? Denn … ohne die hier intendierten Evidenzen und Notwendigkeiten hätte es auch keine Religionen gegeben.
    Die Utopie des Ideals kann man “immer” (träumerisch) denken – aber in der Realität erfüllend anwenden, wenn viele teils allgemein unbekannte/bewusste Faktoren die Entwicklung jedes Menschen bedingen? Auf was verweist dann der Humanismus, wenn nicht auf den Himmel und den dorthin projezierten Gott?

    Vielleicht sollte ich meinem Rat an Kunar selbst erst einmal befolgen..!?

  5. Frage

    Wenn ich mich nicht täusche, dann ist der HVD auch eine Körperschaft des öffentlichen Rechts wie die beiden großen Religionsgemeinschaften. Allerdings dürfte er von den Privilegien noch weit entfernt sein, die die evangelische und katholische Kirche genießen. Welche Vorteile erwachsen Ihnen daraus?

  6. @ Blume

    Zitat zweite Frage:

    “Der Humanismus ist derzeit im Aufschwung.”

    -> So? Andernortes (und auch bei ihnen) hört man auch Aufschwingendes über religiöse Gemeinschaften.
    Findet nicht derzeit vielmehr eine Konkretisierung der (greifbaren) Perspektiven des Individuums statt? Was hat diese ge/erzwungen – begünstigt? Welche höhere Macht sei dazu in der Lage gewesen?

    Eine “Macht” könnte vielleicht das Fortschreiten (oder individuel auch das Entrinnen) des alten Mammons Geld und Kapitalismus sein, dessen Geschwindigkeit und Potenz der überwiegende Teil der Menschen nicht mehr mithalten kann. Armutsdebatten und das Auseinanderdriften der sozialen Schichten sei hier ein Indiz. Die “Wachtumsfrage” steht hier auch im Mittelpunkt – vor allem eben das individuelle Wachstum. Wer nicht mehr mithalten kann, fragt sich eben, was es sonst noch für Sinnhaftiges im Leben des Versagenden/Zurückbleibenden gibt.

    Bitte zu entschuldigen, dass ich die Fakten konkret beim Wort nenne. Der populistisch ausgerufene Wettbewerb zeichnet sich eben auch in den darin notwendigerweise vorkommenden Verlierern ab – zumindest darin, dass sie in “diesem” Spiel jedenfalls nicht “gewonnen” haben.

  7. Surfer auf dem / im Zeitgeist

    “Mit Vorstellungen eines Idealstaats wäre ich vorsichtig.”

    Mit diesem Satz wird es besonders deutlich – das “Recht des Stärkeren”, der Populismus, die GLEICHERMAßEN Bewußtseinsschwäche und die daraus resultierenden Symptomatiken!

  8. @ Mona @Chris 14.05.2013, 10:53

    Zitat:

    “Das glaub ich jetzt nicht, wo kommen Sie denn her?”

    -> Noch ein running gag:

    Aus Berlin… (west).

    Also, mit mir scheint ein assoztiiert humanistisches Exempel derart gelungen, dass ich von allen Weltanschauungen nahezu vollends isoliert ausgewachsen bin, die man sich denken kann. Ich bin (bis vor kurzem) völlig unbetrübt von irgendwelchen Fundamentalperspektiven geblieben. Kirchen waren gut zum Unterstellen, wenns regnete (oder Baukunst zu bewundern); Staat war gut für …(? mir heute noch nicht so recht klar, außer die Sicherung der Landesgrenzen von und nach Innen und Außen), …usw. Jegliche Arten von “Ismen” existierten in meinem Bewusstsein bis vor kurzem überhaupt nicht. Man könnte sagen, ich sei zuweilen das naivste Lebewesen unter den Menschen gewesen. Ich war garniemand und doch wieder auch alle zugleich.

    Man könnte es auch so interpretieren:
    Ich war der einzige Mensch den ich kenne, der sich wahrhaft selbstbestimmt unabhängig und unbeeinflußt aller Ideologien und Ismen in diese Welt hinein entwickelte. Keine auferlegte Religion, (fast) keine angemaßte Weltsicht, das Wachwerden am Morgen und seine ersten Gedanken bestimmten meine Entwicklung für und in den Tag hinein (also abgesehen von den geringsten Notwendigkeiten und Zwängen des Lebens und der Berliner Republik vor Maueröffnung im Viermächte-Status – solch kleingeistige Auflagen, wie Schule, Berufsausbildung und die krampfhafte Aufrechterhaltung eines Konstruktes Namens “Familie” in Form gemeinsamen Essens am Tische…. das wars wohl schon).

    Klingt irgendwie toll…!?

    War es aber nicht. Das ist eine ganz andere Art Folter gewesen. Ohne Visionen auch keine Zugehörigkeit und somit keine Identifizierung (und Persönlichkeitsentwicklung). Der Begriff “Weltstatt” bekommt aus dieser Perspektive eine ganz neue Bedeutung.

    Mit mir … so scheints mir, wurde ein ganz besonderes Exempelt statuiert.

    Mann könnte etwa eine Persönlichkeitsentwicklung unterscheiden, die nach dem System “top-down” oder “bottom-up” realisiert wird. In meinem Falle scheint es sich um “top-down”zu handeln, weil die nun eintretene Identifizierung mit den Ideologismen dieser Welt einer Reduktion gleichkommt. Eigendlich eine absolut kontraproduktive Tendenz, weil die Erkenntnis über die faktische Reduktion alles andere als “Wachstum” offenbart. Das demotivierende daran müsste leicht nach zu empfinden sein.

  9. @ Mona

    -> Der Flyer zu “humanistisches Gymnasium in Bayern” hilft mir jetzt nicht weiter.
    Gibt es also eine solche Tradition in Bayern oder zeugt der Flyer von den Anfängen einer solchen?

    Wenn ich der religiösen Himmelsrichtung folge, die in Bayern unhinterfragter standart ist, dann ist es wohl ein Beginn eines versuchs in der opposition des Katholizismus.

    Also ein “running gag”… sozusagen – früher jedenfalls.

  10. @chris

    Das Bildungsideal des humanistischen Gymnasiums bezieht sich in erster Linie auf den Fächerkanon, der alte Sprachen wie Latein und Griechisch beinhaltet.
    http://de.wikipedia.org/…umanistisches_Gymnasium
    Der Begriff “Humanistisch” ist hier nicht deckungsgleich mit den Idealen des HVD. Aber das kann Ihnen vielleicht Helmut Fink besser erklären.

  11. @ Mona

    Also jezt scheints mir klar. Das ist erst seit der neueren Bedeutung des Humanismus (laut HVD) ein solcher (running gag). Früher traditioneller (Höchst)Standart.

    Neulich habe ich jemandenüber jemandenredenhören, der Altgriechisch studiert hat oder eben einfach mal gelernt hat. Dabei ging es darum, dass ein Kreta-Urlaub stattfand und man sich aufgrund der Tatsache dort mit Einheimischen unterhalten konnte, weil derjenige mit altgriechisch-Kenntnissen einen Kurs belegt hat, wie man Altgriechisch ins Griechische übersetzen kann.
    Das Ganze kam mir natürlich etwas absurd vor. Aber so ist es eben.

  12. Weltanschauungen und Gemeinschaften

    Wer zu keiner Gemeinschaft gehört, gehört trotzdem zu einer oder zu mehreren informellen oder impliziten Gemeinschaften. Anders geht es gar nicht, denn sonst hätten wir keine gemeinsame Sprache mehr und keiner würden den andern wirklich verstehen weil keiner die Gedankenwelt des Andern teilen oder mindestens nachvollziehen könnte.

    Eine explizite Betonung, dass man zu einer bestimmtene Gemeinschaft gehört wird meist erst dann nötig, wenn man sich abgrenzen muss. Nicht umsonst hat man während dem kalten Krieg oft die Wendung “freie Welt” verwendet. Allerdings ist die Art von Gemeinschaft, die damit gemeint ist eher eine Zugehörigkeit zu dem was Samuel Huntington eine Zivilisation nennt. Wir hier gehören nach Huntington zur euro-atlantischen Zivilisation. In einer Zivilisation gibt es trotz vieler lokaler Unterschiede eine gemeinsame kulturelle Basis und oft so etwas wie “kinship”, also eine Art Wahl-Verwandtschaft, zu der auch ein emotionales Verhältnis und Verständnis gehört. Die meisten Euro-Atlantiker werden 9/11 oder das Boston-Marathon-Bombing als einen ungerechtfertigten, ja sogar grausamen Angriff nicht nur auf die unmittelbar Betroffenen sondern sogar auf sich selbst empfinden.

    Zivilisationen sind heute – behaupte ich einmal – wirkmächtiger als sie es früher waren. Ihre Bedeutung ist parallel zur Flucht aus den als eng empfundenen “physischen” Gemeinschaften und parallel zur Globalisierung gestiegen. Die Unterschiede zwischen den lokalen Kulturen innerhalb der euro-atlantischen Zivilisation nehmen dagegen ab, was sich etwa daran ablesen lässt, dass parallel in den USA und in Frankreich Homosexuelle mehr Rechte erhalten.

    Vieles was in der euro-atlantischen Zivlisation wichtig ist oder an Bedeutung gewinnt, hat mit humanistischen Idealen zu tun.
    Wenn man oben liest:
    “Der (weltliche oder säkulare) Humanismus steht für die Freiheit des menschlichen Geistes, für die Ideale der Aufklärung, für wissenschaftliche Neugier und für die damit verbundene Denkweise der kritischen Prüfung. Der Humanismus heißt so, weil er die Interessen und Bedürfnisse des Menschen in den Mittelpunkt stellt. Der Mensch ist sowohl Individuum als auch Gemeinschaftswesen. Also braucht er sowohl Entfaltungsfreiheit als auch soziale Geborgenheit.”
    so ist für die euro-atlantische Zivilisation vor allem wichtig, die (Zitat)“Interessen und Bedürfnisse des Menschen in den Mittelpunkt” zu stellen und der Tatsache, dass (Zitat)“Der Mensch sowohl Individuum als auch Gemeinschaftswesen [ist und er] Also .. sowohl Entfaltungsfreiheit als auch soziale Geborgenheit braucht” entsprechen Anlässe wie der Bostoner Marathon.

    Nur für die Wenigen, denen dieser informelle, letztlich unverbindliche Rahmen nicht genügt und für diejenigen, die bewusster leben und sich äussern und einbringen wollen, nur für die braucht es wohl so etwas wie einen humanistischen Verband.

  13. Herr Fink,

    aus Ihren Antworten in dem Interview (Michael: Danke!) würde ich vermuten, dass Sie eine anthropozentrische Ethik vertreten. Wie sehen Sie grundlegend die “umweltethischen” Entwicklungspotentiale des Humanismus im Vergleich zu “aufgeklärt religiösen” oder “intellektuell spirituellen” (bspw. Integrale Theorie) Positionen?

    [Die Anführungszeichen zeigen, dass ich mich mit manchen Begriffen bzw.Begriffspaarungen etwas schwer tue…]

  14. @Kunar: Neutralität des Staates

    Ihre Nachfragen, wie denn die Neutralität des Staates konkret aussehen soll, sind nicht nur sehr berechtigt, sondern auch politisch höchst relevant. Sie werden von Laizisten in (fast) allen Parteien diskutiert.

    Das Einfachste wäre sicherlich, wenn sich der Staat im Sinne negativer Gleichbehandlung von allen Religionen und Weltanschauungen fernhalten würde. Das ist die Position eines strikten Laizismus (= völlige Trennung der Sphären von Staat und Kirche). Das ist aber wohl für manche Lebensbereiche „zu einfach“ gedacht.

    Der Humanistische Verband setzt daher eher auf positive Gleichbehandlung, d.h. gleiche Rechte aller wertebildenden Gemeinschaften (im Rahmen des Grundgesetzes) bei gleichem Abstand des Staates. Auch so können ja letztlich einseitige Privilegien der christlichen Kirchen abgebaut werden.

    Man muss keineswegs fordern, dass der Staat keinerlei Verträge mit Rel./Weltansch.gem. schließen darf. Aber wenn er es tut, muss er es mit allen Gruppen gleichermaßen tun. Mit islamischen Gemeinschaften geschieht das ja zunehmend. Wenn man diesen Weg geht, dann müssen aber auch die Humanisten dabei sein!

    Zu den wertebildenden Schulfächern ist zu sagen, dass auch im (staatlichen) Ethikunterricht Religionen selbstverständlich vorkommen. Wissen darüber ist wichtig. Aber das ist dann eben Wissensvermittlung i.S.v. Religionskunde, nicht Bekenntnisunterweisung i.S.v. Glaubenslehre.

    Der konfessionelle Religionsunterricht wird hingegen von den Glaubensgemeinschaften verantwortet und dient der Vermittlung des „eigenen“ Glaubens. Solange das so ist, muss es auch ein entsprechendes Fach für Humanisten geben. Und siehe da, das gibt es schon: Das Fach heißt Humanistische Lebenskunde und wird in Berlin und Brandenburg von über 50000 Schülern besucht. Es ist dort ein Alternativangebot zum katholischen oder evangelischen Reli-Unterricht. So sieht (z.B.) positive Gleichbehandlung aus. Das will der HVD auch in westlichen Bundesländern erreichen.

  15. @Mona: Körperschaftsstatus

    „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ ist ein starker rechtlicher Status, der ein hohes Maß an Autonomie beim Regeln der eigenen Angelegenheiten ermöglicht. Voraussetzung dafür ist die „Gewähr der Dauer“, d.h. die Langfristigkeit des eigenen Anliegens. Der HVD ist bisher nur in Bayern, Niedersachsen und NRW K.d.ö.R. (und die Humanisten in BaWü ebenfalls). Der Status hilft, allgemein gesprochen, um von Politik und Verwaltung ernst genommen zu werden…

    In Bayern gibt es z.B. einen kleinen finanziellen Zuschuss, der im Landeshaushalt eingeplant ist. Und wir haben Sendezeiten im Bayerischen Rundfunk, und zwar viermal im Jahr eine Viertelstunde am Sonntag um 6:30 Uhr (wohlgemerkt: nicht 18:30 Uhr…). Auch den Sitz im Nürnberger Jugendhilfeausschuss hätten wir sonst vielleicht nicht. Wahrscheinlich dürften wir nach gültiger Rechtslage sogar unsre Mitgliedsbeiträge vom Staat einziehen lassen, das folgt aus der im GG verankerten Pflicht zur Gleichbehandlung (Art. 140 GG i.V.m. Art. 137 u. 138 WRV). Aber das wollen wir gar nicht! Man muss den Kirchen ja nicht alles nachmachen…

    Also: Der K.d.ö.R.-Status nützt schon, aber wenn es etwa um Krankenhausseelsorge, Lebenskundeunterricht oder den Betrieb von Privatschulen geht, also um praktische Arbeitsfelder, dann sehen wir doch noch recht deutliche Benachteiligungen. An manchen Stellen hat die Kirche in früheren Jahrhunderten einfach gut verhandelt, und die Politik muss sich heute fragen, wie lange die entsprechenden Konkordatsregelungen noch Bestand haben sollen.

  16. @Helmut Fink

    Danke für die Auskunft! Ich sehe den Status einer “Körperschaft des öffentlichen Rechts” allerdings etwas kritisch, weil meines Erachtens damit langfristig eine wirkliche Trennung von Kirche und Staat verhindert wird. Dieser Status dient ja nicht zuletzt der Besitzstandswahrung der Kirchen. Natürlich ist es legitim, wenn sich ein humanistischer Verband ähnliche Privilegien sichern will. Ich bezweifle jedoch, dass dies in Gänze gelingen wird. Besser wäre es gewesen sich für wirkliche Trennung von Kirche und Staat einzusetzen, die natürlich eine Abschaffung des K.d.ö.R.-Status beinhalten würde. Ein bedenklicher Punkt ist für mich auch auch die Dienstherrenfähigkeit, die der K.d.ö.R.-Status verleiht. Wie man an den Dienstverhältnissen der Kirchen sieht kann damit u.U. das Arbeitsrecht ausgehebelt werden. Zudem können Menschen aufgrund ihrer anderen Religion oder Weltanschauung benachteiligt werden. Beispielsweise wird ein kath. Kindergarten in der Regel nur kath. Erzieherinnen beschäftigen, da diese sich ja mit den “Strategien und Zielen” der katholischen Kirche identifizieren müssen. Mich würde interessieren, ob es ähnliche Überlegungen auch beim HVD gibt. Müssen eventuelle Bewerber “religionsfrei” sein um in ihrem Verband mitwirken zu dürfen?

  17. @Stefan: Umweltethik

    Ich würde in der Tat insofern „anthropozentrisch“ an ethische Fragen herangehen, als es ja immer Menschen sind, die ethische Argumente austauschen und sich auf gemeinsame Grundwerte verständigen (sollten). Aber das heißt nicht, dass das Ergebnis dieser Verständigung auf Ausbeutung der Natur oder Rücksichtslosigkeit gegenüber Tieren hinauslaufen muss.

    Zu den langfristigen Interessen der Menschen gehört selbstverständlich eine intakte Umwelt und ein artgerechtes Miteinander aller Lebensformen. Insofern vertraue ich auch bei Fragen der globalen Verantwortung dem menschlichen Vernunftgebrauch. Moderner Humanismus und aufgeklärte Religiosität kommen hier sicherlich oft zu ganz ähnlichen Schlussfolgerungen, nur die Begründung wird in der Regel verschieden sein.

  18. @Mona: “wirkliche” Trennung Staat/Kirche

    Tja, da haben wir eine der typischen Strategiedebatten, die in der „säkularen Szene“ die Aktiven beschäftigen. Kann man wirklich noch von „Privilegien“ reden, wenn sie dann alle haben? Gerade gegenüber der angesprochenen „Besitzstandswahrung der Kirchen“ ist es doch sinnvoll, Alternativen aufzubauen, um einen fairen und transparenten Wettbewerb der weltanschaulichen Angebote zu ermöglichen. Wieso sollte man dazu nicht die Rechte zu nutzen, die der jetzige Staat bietet?
    Wenn das Religionsverfassungsrecht einmal grundlegend überarbeitet wird und der K.d.ö.R.-Status dann für *alle* wegfallen sollte (was so schnell nicht passieren wird), dann wird der HVD nicht dagegen sein. Aber letztlich ist die Abschaffung dieses Status keine weltanschauliche, sondern eine politische Frage. Sie gehört daher nicht zum „Kerngeschäft“ des HVD. Übrigens wurden die Körperschaftsrechte unserer Vorgängerorganisation in Bayern schon 1927 verliehen, das Thema ist also nicht so neu.

    Die Frage der Dienstverhältnisse ist wichtig und wird von der Öffentlichkeit zurecht kritisch diskutiert. Den sog. „speziellen Tendenzschutz“ finde ich in den sog. „verkündigungsnahen Bereichen“ durchaus nachvollziehbar – aber die Tätigkeit z.B. als pädagogische Fachkraft ist ja wohl keine Verkündigungsaufgabe. Und die Ausdehnung auf das Privatleben der Angestellten, wie sie mitunter bei Kündigungen durch katholische Kirche oder Caritas vorkommt, sollte in der Tat von der Politik unterbunden werden.

    Auch im HVD ist natürlich eine Identifikation mit den Zielen des Arbeitgebers erforderlich, aber ein formeller Kirchenaustritt (oder HVD-Beitritt, erst das wäre ja die direkte Analogie zur Kirchenmitgliedschaft) ist keine Bedingung. Unabhängig davon wird im Verband immer wieder diskutiert, wie man das humanistische Profil der Einrichtungen erkennbar machen und sicherstellen kann. Das gelingt auch ohne „Aushebelung des Arbeitsrechts“ ganz gut. Vielleicht wollen sich die Kirchen daran ein Beispiel nehmen…?

  19. @ Fink

    artgerechtes Miteinander

    Vernunftgebrauch

    aufgeklärte Religiosität

    -> Mir dreht sich alles. Was von dem ist existent oder könnte es jemals sein?

    (Ich habe nichts gegen Utopien – sie können so schön einlullend sein)

    Mit Adjektiven und schwammigen Zuweisungen sollte man sparsam umgehen.

    Erst heute habe ich einen Podcast gehört, indem nun jahrzehnte nach Freud berichtet wurde, dass seine These von der Verdrängung offenbar funktional bestätigt werden konnte.

    Googlen nach:

    dlf_20130512_1650_c30dbc2b.mp3 oder “Verdrängung ist kein Hirngespinnst”

  20. Ja, Herr Blume… ich weiß:
    Wer alles anscheißt, braucht sich nicht zu wundern, dass alles stinkt.

    Ich bin aber mein Leben lang nicht auf die Strategie “selbsterfüllung” reingefallen (obwohl, mit Affirmation habe ich enorme Erfolge erzielen können).
    Da war wohl wer wieder mal schuld? Eltern, Umfeld und so… welches offenbar von Humanismus (und anderem Intendierten) keinen blassen schimmer hatte?

    Etwas erfüllen tut sich nur, was mans demgemäß anpackt.
    In der Szene der prekären Existenz finden aber auch heute noch andere Prioritäten im Lebensmittelpunkt derer statt – anstatt altgriechisch und eine Vision von seiner eigenen Art.

    Gibt es ersatzweise ein Pandant zum Humanismus (und der transportierten Suggestion) für den Zombie?

    Sagen sie jetzt nicht: “Brot und Spiele”

    Ansonsten… natürlich: weitermachen. Ist ja besser, als kein Ziel zu haben…. wie ich etwa (und die Meinen).

  21. @chris

    Danke, besser hätte ich es nicht ausdrücken können…

    M.E. lässt sich jede Sinngebung skeptisch dekonstruieren. Nur stiftet die Dekonstruktion alleine kein Glück und kein Ziel. Wir alle kommen an Weggabelungen, an denen wir in Sinnsysteme springen können, vielleicht gar sollten…

  22. @blume: Sinnsysteme

    “in Sinnsysteme springen” – das finde ich eine recht geistreiche Formulierung. Aber wie macht man das eigentlich?

    Die Formulierung suggeriert freie Auswahl: “Wenn ich mit dem alten fertig bin, such’ ich mir ‘nen neuen Sinn” oder so… Aber weltanschauliche und religiöse “Sinnsysteme” funktionieren ja nicht ohne prüfbare Aussagen über die Welt – jedenfalls nicht, wenn es mehr sein soll als eine Märchenstunde im Mondschein oder ein Kurzzeitrausch im Kerzenlicht.

    Ich muss also überzeugt sein, dass der jeweilige „Glaubensinhalt“ nicht mit meinem sonstigen Weltwissen kollidiert. Und da wir in der Neuzeit schon ziemlich viel (wenn auch keineswegs alles) wissen, schränkt das doch wohl die Restauswahl der Sinnsysteme stark ein, in die wir noch ohne allzu große Verstandesopfer und intellektuelle Verdrängungen „springen“ können.

    Sollte man Sinnangebote nicht mindestens so kritisch prüfen wie langfristige Wertanlagen, um sich nicht zu verspekulieren? Sollte man den Sinn daher nicht eher sorgsam kosten wie edlen Wein statt hineinzuspringen wie ins Schwimmbecken? Wie verhindert der Gläubige, dass er zum Leichtgläubigen wird? Springt er dann schnell zurück?

    Fragen über Fragen – na gut, ich gebe zu: Wie die meisten Humanisten bin ich Skeptiker. Mir scheint, es wurde einfach zu viel versprochen in den letzten zweitausend Jahren.

  23. @Helmut Fink

    Sehr gut gedacht und nachgefragt!

    Bei meiner Formulierung stand natürlich Kierkegaard Pate, also gerade nicht ein nur leichtfertiges Springen. In der Tat fasziniert mich, dass wir Menschen durch Veränderungen von Perspektiven und Narrativen das Erleben der Wirklichkeit verändern können. Ich komme ja aus einem konfessionsfreien Familienhintergrund und konnte als bereits Erwachsener bei der eigenen Konversion beobachtend dabei sein. 😉 Die wissenschaftliche Wahrnehmung der Welt hat sich dabei nicht verändert, aber die Deutung, Erfahrung, Qualität. (Ich nehme an, dass manche genau aus Angst vor dem Verlust dieser Qualia wissenschaftliche Befunde fälschlicherweise als bedrohend empfinden. Darwin hat darüber im Hinblick auf sein erstes Staunen über den Dschungel geschrieben.) Der “Sprung” bedeutet also m.E. nicht zwingend eine Verschiebung von Daten, sondern eine neue Art, sie “wahr zu nehmen”.

    Ich hoffe, das geplante Seminar über “Glück und Sinn” im Wintersemester hilft mir beim Klären und Weiterforschen weiter, auch Dozenten dürfen bei so was ja zu wachsen versuchen…

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