Hoffnung für die Wissenschaft – Der dialogische Blog-Wagenheber-Effekt im Fediversum

Am 13. März 2026 sprach ich in der Akademie für politische Bildung Tutzing vor einen hoch interessierten Publikum über die Auswirkungen von KI auf die „Resiliente Demokratie: Strategie gegen Desinformation und Manipulation“.

Dabei stellte ich drei verschiedene KI-Szenarien vor – und zur dialogischen Diskussion:

1. Das Terminator-Szenario (auch schon der sog. „Butlerian Jihad“ nach „Dune“ von Frank Herbert) warnt vor der Entwicklung von für Menschen „Tödlicher Intelligenz“, wie der aktuelle SPIEGEL – Titel auch hieß.

2. Das Demografie-Vereinsamungs-Szenario nach dem KIen gar keine Gewalt brauchen. Es reiche, uns weiterhin in gefälligen KI-Kokons inklusive parasozialer und sexualisierter Beziehungen so einzuspinnen, dass wir selbst die Fortpflanzung einstellen.

3. Das Solarpunk-Arche-Szenario, nach dem wir auf Basis von erneuerbaren Friedensenergien und FOSS – Technologien auch Mitwelt-resiliente, energiedemokratische und menschenwürdige Lebenswelten schaffen. Dazu gehört eine KI-Gewaltenteilung, die ihre Anwendung als Technologie erlaubt, aber sicherstellt, dass keine einzelne KI-Anwendung uns manipulieren und dominieren kann.

Ein Flyer der Tagung "Resiliente Demokratie: Strategien gegen Desinformation und Manipulation" der Akademie für politische Bildung Tutzing, 12. - 13. März 2026

Ein Flyer der Akademie für politische Bildung Tutzing für die Tagung: „Resiliente Demokratie: Strategien für Desinformation und Manipulation“, 12. – 13. März 2026. Im Hintergrund zwei Bücher über die bereits legendäre Bundeskanzlerin Angela Merkel. Foto: Michael Blume, Akademie Tutzing

Am malerischen Starnberger See formulierte ich auch erstmals in einem öffentlichen Vortrag meine hoffnungsvolle Beobachtung eines Blog-„Ratchet“-Wagenheber-Effekt.

Den Begriff Ratchet = Wagenheber lernte ich dabei bereits Anfang der 2000er Jahre im Kontext der interdisziplinären Evolutionsforschung kennen:

Die Giraffe sei nicht durch eine „Sprungmutation“ zu ihrem langen Hals gekommen, sondern durch zahlreiche, kleinere Mutationen, die den Hals in kleinen Schüben wie ein Wagenheber, englisch „Ratchet“, verlängert hätten.

Im Bereich der (bio-)kulturellen Evolution wurde immer wieder auf die Schrift verwiesen: Indem Menschen Erkenntnisse verschriften konnten, konnten nachfolgende Generationen darauf aufsetzen.

Oft wurde dafür ein Zitat von Isaac Newton (1643 – 1727) aus einem Brief des Jahres 1675 angeführt:

„Wenn ich weiter sehen konnte, so deshalb, weil ich auf den Schultern von Riesen stand.“

Doch dieser kulturelle Wagenheber-Effekt gilt dabei nicht einmal nur mit Bezug auf andere: Auch auf der Tutzing-Tagung bemerkte ein Teilnehmer, dass er sich Inhalte besser einprägen könne, wenn er sie handschriftlich notiere, auf-schreibe. Vielleicht kennen Sie diesen Effekt ja bei sich selbst auch?

Das Schaubild zur biokulturellen Evolution zeigt, wie kulturelle Traditionen der symbolisch dargestellten Ernährung, Werkzeuge, Sprachen und Rituale mit biologischen Traditionen der Genetik, Gehirne und Organe wechselwirken.

Die interdisziplinäre Perspektive der biokulturellen Evolution (Gen-Kultur-Koevolution) erkundet, wie biologische und kulturelle Traditionen wie Kleidung, Schrift oder Religionen miteinander wechselwirken. Grafik: Michael Blume

Und so darf ich wieder und wieder beim Bloggen erleben: Begriffe und Thesen, über die gebloggt und mit anderen dialogisiert habe, prägen sich sehr viel besser in mein Gehirn ein.

Und diesen – oft erstaunlich schnellen – Effekt bemerke ich immer wieder auch bei jenen Kommentierenden, die es schaffen, sich auch selbst im Sinne von Karl Popper (1902 – 1994) falsifikatorisch zu verbessern – also, dialogisch über sich selbst hinaus zu wachsen, immer wieder dazu zu lernen.

Erfreulich auch: Die deutsche Sprache ist aufgrund der Möglichkeit von Kompositworten („Komposita“) für den Schrift-Wagenheber-Effekt sogar besonders geeignet!

Konkrete Beispiele: Irankrieg, Drohnenpreise, Erneuerbare Friedensenergien, Wohlstandsenergien, Energiedemokratie

So hatte ich noch während der Tutzing-Tagung zum Irankrieg-Desaster durch US-Präsident Donald Trump gebloggt, durch das zahlreiche Leben, viel Mitwelt und riesige, wirtschaftliche Werte vernichtet werden.

Auf einem Fernsehbildschirm in der Bibliothek der Akademie für politische Bildung Tutzing wird der Irankrieg in der Straße von Hormus vor dem Persischen Golf sichtbar. Über explodierenden Tankern steht "Ölpreis steigt weiter" und die Nordseesorte Brent koste nun mehr als 100 US-Dollar.

Bearbeitetes TV-Bild in der Akademie für politische Bildung Tutzing zum Irankrieg-Desaster von Donald Trump. Foto & Bearbeitung: Michael Blume, 12. März 2026

Ein Beispiel für die auch militärische und wirtschaftliche Fehlkalkulation Trumps, die wir längst auch auf dem Mikroblogging-Dienst Mastodon diskutieren, besteht in den Preisen von Drohnen und Raketen:

„Eine iranische Shahed-Drohne kostet umgerechnet 20.000 bis 50.000 Dollar, eine amerikanische Patriot-Abfangrakete dagegen bis zu fünf Millionen. […] Am 1. März traf ein Drohnenangriff zwei Rechenzentren von Amazon Web Services in den VAE – nach Einschätzung von Branchenanalysten der erste bekannt gewordene militärische Treffer auf die Cloud-Infrastruktur eines großen Technologiekonzerns.“

– Dunja Ramadan im SPIEGEL 13 / 2026, „Dubai: Krieg in der Glitzermetropole“, S. 51 & 52

Ebenso konnten auch Teilnehmende in Tutzing durch eine schnelle KI-Recherche zum Begriff der erneuerbaren Friedensenergien meine Warnungen vor der Abwehrschlacht des Fossilismus finden.

So hatte ich (siehe auch Video unten am Blogpost) in der bisher wichtigsten Rede meines Lebens am 9. November 2023 im Landtag von Baden-Württemberg ausgerufen:

„Die bittere Wahrheit ist, dass unsere eigene Gier nach Öl und Gas immer noch antisemitische Regime mitfinanziert, ihren Terror, ihre Propaganda, ihre Raketen. Erneuerbare Energien sind nicht nur Freiheitsenergien, sie sind auch Friedensenergien! Unsere Demokratien müssen unabhängiger werden vom fossilen Stoff ihrer Feinde einschließlich Katar und einschließlich Wladimir Putin!“

Wieder und wieder hatte ich betont: Die Kernlüge des Fossilismus besteht in der Behauptung, dass fossile Energien aus Kohle, Erdöl, Erdgas und Atomkraft „billig“ wären. Doch in Wirklichkeit wurden und werden die Kosten dieser fossilen Energieträger nur auf die Zukunft, die Mitwelt und die Mitmenschen externalisiert.

Und noch im Juni 2025 hatte ich in einer beruflichen Pressemitteilung – nahezu ohne jede Resonanz durch Massenmedien – dringend appelliert:

„Wir können die Regime in Russland und im Iran nicht alleine militärisch aufhalten, solange wir sie durch Erdgas und Erdöl finanzieren.

Wie ich auch im Landtag von Baden-Württemberg schon gesagt habe, ist meine dringende Bitte an alle, zusätzlich zu militärischen Maßnahmen erneuerbare Friedensenergien und grünen Wasserstoffspeicher auszubauen und so die Finanzierung antisemitischer Regime und Terrorgruppen einzustellen.

Staatliche Subventionierung von fossilen Rohstoffen wirken kontraproduktiv. Erneuerbare Energien gehören zur Kernkompetenz von Baden-Württemberg, stärken unsere Unabhängigkeit und die Sicherheit von Israel, der Ukraine und der Europäischen Union.“

Pressemitteilung vom 26.06.2025: "Blume warnt: 'Iran und Russland nicht weiterhin fossil finanzieren'.

Pressemitteilung vom 26.06.2025: „Blume warnt: ‚Iran und Russland nicht weiterhin fossil finanzieren‘. Screenshot: Michael Blume

Was also in den Massenmedien gescheitert war, hatte sich jedoch auf dem Wissenschaftsblog „Natur des Glaubens“ und in der Mikroblogging-Blase von Mastodon zum Blog-Wagenheber-Erfolg entfaltet!

So hatte ich am 16. März 2026 eine Mastodon-Umfrage eingestellt, an der sagenhafte 586 Abstimmende teilnahmen! Demnach erkannten 82% Erneuerbare Energien als „notwendig“, 80% benannten sie als „Friedensenergien“ & 63% als „Wohlstandsenergien“. Nur noch 4% hielten sie für „zu teuer“.

Mastodon-Umfrage von @BlumeEvolution@digitalcourage.social vom 16. März 2026: "Erneuerbare Energien sind für mich..." (Mehrfachantworten möglich). Demnach erkannten 82% Erneuerbare Energien als „notwendig“, Von 568 Antwortenden benannten sie 82% als "notwendig", 80% als „Friedensenergien“ & 63% als „Wohlstandsenergien“. Nur noch 4% hielten sie für „zu teuer“.

Ergebnis der Mastodon-Umfrage von @BlumeEvolution@digitalcourage.social zum Thema Erneuerbare Energien vom 16. März 2026. Screenshot: Michael Blume

Und selbstverständlich gehen die Blog-Dialoge weiter und bauen in Posts und Drukos bei immer mehr Menschen weitere Erkenntnisse auf. So leitete @angeldruckt@sueden.social heute auf Nachfrage mit dem folgenden Post einen intensiven und vielseitigen Dialog ein:

„Nun um den Wert und Verbrauch von Benzin bemessen zu können, kann man hinweisen, dass 1 Liter E10 8,6 kWh Energie hat.

Verbrenner:
10l/100km = 86kWh/100km = 20€/100km
eAuto:
20kWh/100km = 4€ – 10€/100km“

Und: All diese Posts, Drukos, Dialoge fließen ins Fediversum ein und unterstützen damit digitale Suchmaschinen und KI-Crawler gegen lügnerische, hier fossile Desinformation!

Jenseits von algorithmischem Konzern-Neurohacking und KI-Kokons entfaltet sich im Fediversum in täglich mehr Blog-Dialogen der kulturelle Wagenheber-„Ratchet“-Effekt. Das ist eine der besten Chancen, die die Menschheit für die Vermittlung von Fakten, von Wissenschaft, für Dialog und Überleben noch hat. Beobachte ich.

Dr. Michael Blume am 12. Januar 2024 beim Neujahrsempfang der Gemeinde Salach am Rednerpult mit dem blau-gelben Stadtwappen.

Dr. Michael Blume vertrat am 12. Januar 2024 beim Neujahrsempfang der Gemeinde Salach die These: „Nur noch das Fediversum kann uns retten.“ Foto: Gemeinde Salach

Für Sie, für uns gebloggt am 21. März 2026. Aus Freude am Dialog, am Solarpunk & aus Hoffnung.

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Dr. Michael Blume studierte Religions- und Politikwissenschaft & promovierte über Religion in der Hirn- und Evolutionsforschung. Lehrbeauftragter am KIT Karlsruhe, Wissenschaftsblogger & christlich-islamischer Familienvater, Buchautor, u.a. "Islam in der Krise" (2017), "Warum der Antisemitismus uns alle bedroht" (2019) u.v.m. Hat auch in Krisenregionen manches erlebt und überlebt, seit 2018 Beauftragter der Landesregierung BW gg. Antisemitismus und für jüdisches Leben. Auf "Natur des Glaubens" bloggt er seit vielen Jahren für das Fediversum, Wissenschaft und Demokratie, gegen antisoziale Medien, Verschwörungsmythen und den Niedergang Europas.

12 Kommentare

  1. Die Schrift ist eine Küstenlinie, die Ihnen auch im Desinformationssturm helfen kann, zu navigieren. Sie kennen das aktuelle Spiel nicht, aber Sie kennen die Spielregeln, denn wir haben schon so viele Spiele beschrieben im Laufe der Jahrtausende, dass wir sie als gemeinsame Nenner ableiten können. Es ist Mittelalter. Es ist Antike. Es ist Jungsteinzeit. Es ist immer. Eine Uhr ohne Zeiger steht im Zentrum aller Zeiten. Was immer Sie niederschreiben, tickt nach dieser Uhr. Und wann immer Sie es lesen, sehen Sie in alle Zeiten hinein und können in der Vergangenheit finden, was Ihnen in der Gegenwart fehlt.

    Ich hatte mit kaum jemanden je mehr als drei Sätze gewechselt, bis ich 40 war, hatte bis dahin aber unzählige Bücher gelesen und Erzählungen geschrieben (grottenschlechte, Schreiben ist ein Rausch, es dann lesen, der Kater). Ich kann mich halt nur mit Klassenarbeiten ausdrücken, das ist die Sprache, wie ich sie gelernt habe. Mehr noch – ich kann besser denken, wenn ich schreibe. Wenn ich all die losen Gedanken, die einfach so herumschwirren, ordnen und organisieren muss.

    Schreiben ist wie Lego mit Gedanken. Oder wie Puzzeln. Im Kopf sind die Ideen in einem Schwebezustand, schrödingisiert, sie könnten zusammenpassen oder nicht. Erst auf dem Papier gefrieren sie zu etwas Festem, an dem man das überprüfen kann.

    Schrift ist ein Werkzeug, und damit – was denn sonst – ein zweischneidiges Schwert. Einerseits können Sie sich damit über Jahrtausende an Dinge erinnern. Andererseits können Sie sich damit Jahrtausende an Dinge erinnern.

    Sie erinnern sich zwar an das Wissen der Jahrtausende. Aber auch daran, wen Sie gestern gehasst haben, etwas, was sonst schnell aus purem Opportunismus vergessen ist. So wurden auch Kriege und Blutfehden über Jahrhunderte, Jahrtausende konserviert.

    Und es ist interessant, zu beobachten, wie sich alles vermischt, streitet und verbündet – das Gefrorene und das Flüssige, die Ordnung der Schrift und das Chaos der Ideen, das Eis und das Feuer und alles, was sie zusammen schaffen können.

    Was KI angeht – wir gehen alle drei Wege parallel und werden auch noch ein paar neue finden. Drei Handlungsstränge, drei Schicksalsfäden, drei Trends, ergeben einen vierten, in dem sie alle präsent sind, und doch zusammen etwas Neues ergeben.

    Das Internet denkt. Ein Netzwerk aus Menschen und Computern ergibt ein neues Gehirn. Und sein Unterbewusstsein kämpft gegen seinen Wahnsinn an. Wenn ich mir angucke, wie mein Gehirn funktioniert, ist das nichts Neues, sondern Business as usual.

    Die Golfstaaten machen die gleiche Erfahrung wie Europa: Den Grenzsoldaten erkennt man am Pfeil in der Brust und Dolch im Rücken. Auch sie merken viel zu spät, was Amerikas Schutz wert ist. Und auch ihnen dürfte es scheißegal sein. Ich meine, ein Logistik-Zentrum in die VAE zu stellen ist irre, aber welcher Irre vermint sich das eigene Land mit Atomkraftwerken und macht so selbst den geringsten seiner Feinde zur Atommacht, wenn all sein Volk und alle Atomkraftwerke mitten im potenziellen Kriegsgebiet und praktisch auf der Frontlinie parken?

    Na wer wohl.

    Ich weiß nicht, wo ich das geschrieben habe, vielleicht hier: Amerikas wichtigstes Kapital ist seine Location als sicherer Hafen fernab der Welt. Und als ich sah, dass Trump eine Politik macht, die Amerika zum Höllenloch macht, war es vom Anfang an logisch, dass sie nur funktionieren kann, wenn der Rest der Welt ein noch schlimmeres Höllenloch wird: Dass ihn Versuch und Irrtum dazu führen würden, den Dritten Weltkrieg auszulösen, weil einfach alles andere sich als Irrtum erweisen würde.

    Und weil an beiden Enden Eurasiens Idioten wohnen, die sich massive Spannungen dort leisten, wo auch ihre Städte, Fabriken, Häuser stehen und die ganze Bevölkerung wohnt, hat er zwei Pulver-Fässer zur Verfügung, bei denen man nur kurz böse gucken muss, damit die aufgeputschten Geisteskranken explodieren.

    Ich hab nicht immer Recht. Nur leider viel öfter als mir lieb ist.

    Hätten wir alle zusammen ein Gramm Hirn, würden wir unsere Nationalisten einstampfen, die Golfstaaten und Nafris ihre Islamisten, die Israelis Netanyahu, wir würden uns zusammentun, um den verfluchten Höllenschlund geschlossen zu halten, und hoffen, dass die Russen und Iraner irgendwann zur Vernunft kommen und mitmachen. Zusammen hätten wir Wüste. Wüste ist Kapital. Viel Sonne. Viel Puffer zu anderen Menschen und ihren Waffen, viel Zeit, ihre Raketen abzufangen. Sahara im Süden, Sibirien im Osten, Atlantik im Westen, Arktis im Norden. Damit hätten wir eine natürliche Burg, wie Amerika, China, Indien, es gäbe relativ wenige Löcher zu stopfen, wir könnten auf Augenhöhe mit ihnen spielen. Wir schaffen nicht mal den Limes gegen Russen und Iraner. Warum? Weil jeder will, dass sein Mini-Land ein souveräner Staat ist, auch wenn das ständiger Krieg aller gegen alle und langsame Selbstzerstörung bedeutet.

    Welchen Gott Sie auch haben – er will es. Er hat seinen Willen in die Kontinente geschrieben, und solange wir nicht gehorchen, wird es Blitze vom Himmel hageln. Howgh. Jesus hat gesprochen, Jahwe hat gesprochen, Allah hat gesprochen, der Gott der Atheisten und Agnostiker, der Wissenschaftler, der Darwinisten, der Demokraten, der Friedliebenden und jener, die einfach in Ruhe fett und dumm sein wollen, ohne sich um die Welt scheren zu müssen – er hat gesprochen und er wird nicht schweigen, bis die Technologie uns über die Berge und Meere erhebt und eine neue Geografie offenbart, die einen anderen Willen Gottes in Dauerschleife verkündet.

    Zu viel Lesen, und Sie klingen wie ein Irrer. Ich meine, woher soll ausgerechnet ich wissen, welches Jahrhundert wir haben? Die sehen für mich alle gleich aus und stehen auch wild durcheinander im Regal.

  2. Ein paar Gedanken zu Ihrem Blogpost.

    Demokratie ohne Freiheit der Wissenschaft – ethische Grundlagen müssen selbstverständlich sein – hat keine Zukunft. KI kann beides stark beschädigen oder zerstören.

    Von der Zukunft der Demokratie sind auch die Solarpunk-Arche-Regionen abhängig. Eine Diktatur kann ein solches Gemeinwesen, das per se demokratisch verfasst ist, nicht dulden.

    KI kann nicht in gut und böse eingeteilt werden. Verantwortungsvolle, demokratische Nutzung von KI als Beitrag zu Bildung, Sicherheit, Wissenschaft etc. ist die Grundvoraussetzung. Menschen handeln gut oder böse. Dabei kommt es auf die Situation und die damit verbundene Emotionalität/Rationalität der Beteiligten an.

    Sie freuen sich verdientermaßen über das Ergebnis Ihrer Mastodon- Umfrage, das sicherlich zu Hoffnungen für die Zukunft berechtigt. Dennoch überwiegt bei mir das Gefühl, dass wir einen Kampf gegen – vor allem mediale – Windmühlen führen.

    Ich fürchte, dass wir zu langsam sind, KI nach unseren ethischen und juristischen Grundsätzen zu gestalten. Trotzdem müssen wir da weitermachen.

    Ist Wissenschaft politisch? Fundierte, unabhängig geprüfte und aktuelle Forschungsergebnisse sollten die Basis für Gesetze, Verordnungen etc. sein. Damit wird Forschung auch politisch, d.h. sie wird mit Emotionalität konfrontiert. Die Covid19 Pandemie hat dies meiner Meinung nach eindrucksvoll vor Augen geführt.

    Der Irankrieg wurde offensichtlich nicht generalstabsmässig geplant. Auch frühere US-Administrationen haben sich mit einem militärischen Konflikt mit dem Iran beschäftigt, aber es gelassen. Donald Trump hat sich anders entschieden, aber ich nehme an, dass er Gegenargumenten nicht zugänglich war. Dass er in anderen Kategorien denkt, zeigen die Äußerungen gegenüber der japanischen Ministerpräsidentin („Pearl Harbour“) und dem deutschen Bundeskanzler („you lost the war“).

    • Vielen herzlichen Dank, @Marie H. 🙏

      Beim Verfassen dieses Blogposts über den dialogischen Blog-Wagenheber-Effekt habe ich auch an unsere vielen guten, kritisch-konstruktiven Dialoge gedacht! Sie bewirken unheimlich viel und ich freue mich immer, von Ihnen lesen und mit Ihnen lernen zu dürfen.

      Gerne gehe ich daher auch etwas ausführlicher auf Ihren Kommentar ein.

      Demokratie ohne Freiheit der Wissenschaft – ethische Grundlagen müssen selbstverständlich sein – hat keine Zukunft. KI kann beides stark beschädigen oder zerstören.

      Ja, deswegen sind zwei meiner drei KI-Szenarien auch warnend. Dass wir uns digitalen Blasen radikalisieren und schließlich mit KI-gesteuerten Waffensystemen zerstören (Szenario 1) oder dass wir uns in faktenfreie KI-Kokons einspinnen lassen, vereinsamen und demografisch verebben (Szenario 2) sind ja keine Fiktionen, sondern Realität. Ich bin ein großer Fan der Star Wars-Andor-Rede der Senatorin und späteren Kanzlerin Mon Mothma zum „Tod der Wahrheit“ und werde dieser daher hier unter dem Kommentar auch eine deutsche Übersetzung widmen, vgl. dazu in der LA-Times:

      https://www.latimes.com/entertainment-arts/awards/story/2025-08-19/andor-disney-mon-mothma-senate-speech-annotated-dan-gilroy

      Als YouTube-Video in deutscher Sprache hier:

      https://www.youtube.com/watch?v=haxsQ4GGxVE

      Ein Zitat vorab:

      „Der Tod der Wahrheit ist der endgültige Sieg des Bösen.

      Wenn die Wahrheit uns verlässt, wenn wir sie uns entgleiten lassen, wenn man sie uns mit Gewalt aus den Händen reißt, dann sind wir dem Appetit des Monsters hilflos ausgeliefert, das am lautesten brüllt.“

      Nun aber zurück zu Ihrem Kommentar:

      Von der Zukunft der Demokratie sind auch die Solarpunk-Arche-Regionen abhängig. Eine Diktatur kann ein solches Gemeinwesen, das per se demokratisch verfasst ist, nicht dulden.

      Ja, genau so sehe ich es. Ob Mensch oder KI – wo Macht nicht durch Gewaltenteilung eingehegt wird, wird sie korrumpieren und lebensfeindlich. Deswegen sehe ich die Zukunft in föderalen und energiedemokratischen Staatenbünden wie der EU, mit erheblichen Ressourcen und Freiräumen auf Ebene der demokratisch gewählten Kommunalvertretungen. Ferne Hauptstadt-Blasen tun sich schon heute immer schwerer.

      KI kann nicht in gut und böse eingeteilt werden. Verantwortungsvolle, demokratische Nutzung von KI als Beitrag zu Bildung, Sicherheit, Wissenschaft etc. ist die Grundvoraussetzung. Menschen handeln gut oder böse. Dabei kommt es auf die Situation und die damit verbundene Emotionalität/Rationalität der Beteiligten an.

      Auch hier: volle Zustimmung. KI-Anwendungen sind Werkzeuge. Allerdings warne ich schon davor, einzelnen KIen und KI-Konzernen zu viel Daten und damit Macht anzuvertrauen. Wer 20 verschiedene KI-Anwendungen ins eigene Leben integriert, kann als Mensch noch die Kontrolle behalten. Wer jedoch nur einer KI alles anvertraut, wird dann völlig abhängig und manipulierbar sein. Das meine ich mit dem Begriff der KI-Gewaltenteilung.

      Sie freuen sich verdientermaßen über das Ergebnis Ihrer Mastodon- Umfrage, das sicherlich zu Hoffnungen für die Zukunft berechtigt. Dennoch überwiegt bei mir das Gefühl, dass wir einen Kampf gegen – vor allem mediale – Windmühlen führen.

      Ja, beides hängt für mich eng zusammen. Selbstverständlich habe ich mich über die starke Beteiligung und das Ergebnis der Mastodon-Umfrage gefreut. Allerdings drückte mich damit auch die Erkenntnis nieder, dass das Konzept der erneuerbaren Friedensenergien in den Massenmedien kaum je aufgegriffen worden war. Es war – ist – ein Erfolg, aber eben nur in einer kleinen Blase.

      Immerhin: Im aktuellen Amtsblatt von Filderstadt findet sich auf Seite 3 ein ganzseitiger Bericht über die Kurdistan-Folge von „Blume & Ince“:

      Podcast-Aufzeichnung „Blume & Ince“ mit Christoph Traub und Dilnaz Alhan
      Es geht um Menschen, Menschenrechte und Menschlichkeit

      https://www.filderstadt.de/site/Filderstadt-Internet-2019/get/params_E-1046152873/25014256/Amtsblatt%20KW%2012,%2020.%20M%C3%A4rz.pdf

      Auch darin wird nun auch das Konzept der erneuerbaren Friedensenergien erwähnt:

      „Was kann ich persönlich für mehr Frieden in der Welt tun?“ – eine Frage, die Michael Blume immer wieder gestellt wird. Seine Antwort ist klar und deutlich: „Anderen Menschen, die zum Beispiel in Not sind oder geflohen sind, zuhören, mit ihnen sprechen und sich solidarisch erklären.“

      Zudem kämpfe er weiter für „erneuerbare Friedensenergien“ – sprich eine Abkehr von den Rohstoffen Öl und Gas. Gerade auch im Nordirak komme es immer wieder zu Konflikten und Kriegen aus wirtschaftlichen Interessen – dem Streit um Ressourcen. Blume: „Sonst finanzieren wir auch noch diesen Wahnsinn mit.“

      Zehra & ich haben vorgestern eine Einladung der kurdischen Landesgemeinde Baden-Württemberg zu Newroz angenommen und dort sehr gute Reden gehört, Gespräche geführt. Es gibt ja weltweit kaum ein Volk, das so sehr unter der globalen Erhitzung, der Wasserkrise und den fossilen Gewaltenergien leidet wie das vielfältige Kurdentum. Und auch hier sehe ich keine realistischen Chancen auf einen eigenen Nationalstaat, sehr wohl aber auf mehr Föderalismus wie bereits im Irak.

      Ich fürchte, dass wir zu langsam sind, KI nach unseren ethischen und juristischen Grundsätzen zu gestalten. Trotzdem müssen wir da weitermachen.

      Ja, das ist so. Und indem Sie und ich hier im Fediversum dialogisieren, wirken wir an besseren Datensätzen, Argumenten und dialogischen Lerneffekten mit. Niemand kann alles, aber alle können etwas verbessern.

      Ist Wissenschaft politisch? Fundierte, unabhängig geprüfte und aktuelle Forschungsergebnisse sollten die Basis für Gesetze, Verordnungen etc. sein. Damit wird Forschung auch politisch, d.h. sie wird mit Emotionalität konfrontiert. Die Covid19 Pandemie hat dies meiner Meinung nach eindrucksvoll vor Augen geführt.

      Ja, auch da bin ich bei Ihnen – und vielleicht sogar noch ein Schritt zugespitzter. Ich glaube nicht, dass es eine „unpolitische Wissenschaft“ geben kann. Denn schon die Frage, was von wem erforscht wird und wofür Ressourcen bereitgestellt werden, ist m.E. hoch politisch. Zwischen der soziologischen Erforschung von fossiler Ungleichheit samt Petromaskulinismus einerseits und der Entwicklung von KI-Waffensystemen andererseits liegen politische Welten. Wer da von sich behauptet, „nur Wissenschaft zu betreiben“, macht sich doch m.E. etwas vor. Schon der von mir so sehr geschätzte, große Dialoh-Philosoph Sokrates wurde von einer demokratischen Männer-Volksversammlung in Athen zum Tode verurteilt – weil er unbequeme Fragen aufwarf.

      https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/sollten-alle-dialog-philosophie-betreiben-ein-pro-mit-sokrates-jakob-boehme-und-abb/

      Der Irankrieg wurde offensichtlich nicht generalstabsmässig geplant. Auch frühere US-Administrationen haben sich mit einem militärischen Konflikt mit dem Iran beschäftigt, aber es gelassen. Donald Trump hat sich anders entschieden, aber ich nehme an, dass er Gegenargumenten nicht zugänglich war. Dass er in anderen Kategorien denkt, zeigen die Äußerungen gegenüber der japanischen Ministerpräsidentin („Pearl Harbour“) und dem deutschen Bundeskanzler („you lost the war“).

      Ja, so ist es. Inan Ince und ich planen eine zeitnahe Folge über die politischen und insbesondere auch wirtschaftlichen Folgen des Irankrieg-Desasters. Hier drohen nach meiner Auffassung durch die Fehlentscheidungen eines rechtsdualistischen Thymokraten die Katastrophen von Vietman (verlorener Krieg) und Fukushima (Energieschock) ineinander zu fallen…

      So, und hier nun die große Rede von Senatorin Mon Mothma vor dem galaktischen (Star Wars-Andor-)Senat über die Bedeutung von Wahrheit für jede Demokratie, je in englisch und mit deutscher Übersetzung:

      https://www.youtube.com/watch?v=vSFHSvGQHi0

      Fellow senators, friends, colleagues, allies, adversaries. I stand before you this morning with a heavy heart. I’ve spent my life in this chamber.

      I came here as a child and as I look around me now, I realize I have almost no memories that predate my arrival and few bonds of affection that cleave so tightly.

      Deutsch:

      Liebe Senatoren, Freunde, Kollegen, Verbündete, Gegner. Ich stehe heute Morgen mit schwerem Herzen vor Ihnen. Ich habe mein Leben in diesem Saal verbracht.

      Ich kam als Kind hierher und wenn ich mich jetzt umsehe, wird mir klar, dass ich fast keine Erinnerungen habe, die meine Ankunft überdauern, und nur wenige Bindungen der Zuneigung, die so fest überdauern.

      Englisch:

      „Through these many years, I believe I’ve served my constituents honorably and upheld our Code Of Conduct. This Chamber is a cauldron of opinions and we’ve certainly all had our patience and tempers tested in pursuit of our ideals.

      Disagree as we might, I’m hopeful that those of you who know me will vouch for my credibility in the days to come. I stand this morning with a difficult message. I believe we are in crisis.

      Deutsch:

      „Durch all diese Jahre glaube ich, dass ich meiner Wählerschaft ehrenhaft gedient und unseren Verhaltenskodex eingehalten habe. Diese Kammer ist ein Schmelztiegel der Meinungen, und sicherlich wurden bei uns allen Geduld und Temperament bisweilen auf die Probe gestellt im Streben nach unseren Idealen.

      So sehr wir auch unterschiedlicher Meinung sein mögen, hoffe ich, dass diejenigen von Ihnen, die mich kennen, in den kommenden Tagen für meine Glaubwürdigkeit einstehen werden. Heute Morgen stehe ich mit einer schwierigen Botschaft. Ich glaube, wir befinden uns in einer Krise.

      Englisch:

      „The distance between what is said and what is known to be true has become an abyss. Of all the things at risk, the loss of an objective reality is perhaps the most dangerous.

      The death of truth is the ultimate victory of evil.

      When truth leaves us, when we let it slip away, when it is ripped from our hands we become vulnerable to the appetite of whatever monster screams the loudest.“

      Deutsch:

      „Der Abstand zwischen dem, was gesagt wird, und dem, was als wahr bekannt ist, ist zu einem Abgrund geworden. Von allem, was gefährdet ist, ist der Verlust einer objektiven Realität vielleicht am gefährlichsten.

      Der Tod der Wahrheit ist der endgültige Sieg des Bösen.

      Wenn die Wahrheit uns verlässt, wenn wir sie uns entgleiten lassen, wenn man sie uns mit Gewalt aus den Händen reißt, dann sind wir dem Appetit des Monsters hilflos ausgeliefert, das am lautesten brüllt.“

      „This Chamber’s hold on the truth was finally lost on the Ghorman Plaza. What took place yesterday — what happened yesterday on Ghorman Plaza was unprovoked Genocide!

      Yes! – Genocide! – And that Truth has been exiled from this Chamber! And the Monster screaming the loudest? The Monster we have helped create! The Monster who will come for all of us soon enough is Emperor Palpatine!“

      Deutsch:

      „Der Zugriff dieser Kammer auf die Wahrheit ging schließlich auf dem Ghorman Plaza verloren. Was gestern geschah – was gestern auf dem Ghorman Plaza geschah, war ein planmäßiger Genozid!

      Ja! – Genozid! – Und diese Wahrheit wurde aus diesem Saal verbannt! Und welches Monster schreit am lautesten? Das Monster, das wir miterschaffen haben! Das Monster, das bald uns alle verfolgen wird, ist Imperator Palpatine!“

      Die Star Wars-Saga war immer auch als Warnung vor dem leider zeitlosen Faschismus entworfen worden, hier wird das ausgesprochen.

      https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-galaktische-republik-scheiterte-als-konkurrenzdemokratie-mit-ric-zum-star-wars-day-beim-twitch-drachenklatscher/

      Ihnen und allen, die sich für Dialog, Wahrheit und Demokratie interessieren, meinen ganz herzlichen Dank! 🙏🙌

  3. @Qualität von Offener Software und offener Diskurse

    Künstliche Intelligenz darf vor allem mehr intelligent und weniger künstlich sein. Hier wird sich möglicherweise Offene Software tatsächlich durchsetzen. Die Basis dafür wären Programmierer auf der ganzen Welt, die in Interaktion mit selber KI-gestützter Programmierfähigkeit die Standards setzen könnten.

    An aller Konzernsoftware vorbei, die mit dieser möglichen globalen Qualitätsoffensive aus dem Rennen fällt.

    Und wir haben dann einen Zugang zu allem Wissen, für alle Menschen dieser Welt, die Zeit und Lust haben, sich hier auch auf intensive Diskurse einzulassen.

    Wenn sich die Diskurse dann sogar nach und nach in Richtung echter Geisteswelten bewegen, gelingt dann auch eine Inklusion von Wissen mit Spiritualität und Religiosität. Was dann wiederum die Basis für eine demografische Wende werden könnte.

    Ich frage mich nur noch, ob das 10 oder 30 Jahre dauert. Und welches Ungemach noch auf dem Weg dahin auszuhalten wäre.

    • Vielen Dank & ganz genau, @Tobias – Free and Open Source Software (FOSS) wirkt einer Konzern-Konzentration von Daten und Macht entgegen. IT-Unternehmen werden weiterhin sichere Lösungen für Unternehmen, Verwaltungen, Verbände & sogar Armeen (wie bereits das Bundesheer von Österreich) bereitstellen, aber eben nicht mehr mit globaler Lizenz-Abzocke, sondern mit konkreten, lokalen Lösungen auf FOSS – Basis.

      Du weist ja zu Recht immer wieder darauf hin, dass schon jetzige KI-Anwendungen das Programmieren „demokratisieren“ & zugleich finden im FOSS – Bereich wiederum auch bessere Sicherheitsüberprüfung statt.

      Die US-Sanktionierung europäischer Richterinnen und Richter des Internationalen Strafgerichtshofes zeigt uns doch allen, dass Software-Abhängigkeit auch politische Abhängigkeit ist. Unsere Daten sind nicht sicher, wenn sie auf außereuropäischen Servern gespeichert oder gleich durch (etwa US-amerikanische oder chinesische) Konzern-KIen verarbeitet werden.

      Digitale Souveränität wird im 21. Jahrhundert immer wichtiger – und dazu gehört auch, Text-Dialoge nicht an Konzernsilos zu verschenken, sondern möglichst im Fediversum abzubilden. Was auf Mastodon, Friendica oder auf Spektrum.de zu lesen ist, kann auch von kleineren, dezentralen KI-Anwendungen gefunden werden & wirkt so einer KI-Konzentration auf nur noch wenige, global dominierende Konzerne entgegen.

      Dir auch deshalb Dank für Deine klugen & dialogischen Drukos, die ich als Mitbloggen betrachte und ehre. 🙏💡👍

    • Vielen Dank für Ihren Text, den ich wie immer erhellend finde.
      Durch Sie habe ich den Begriff Fossilismus und Freiheits/Friedens-Energien kennen gelernt, durch Sie auch den Anstoß zu Solarpunk und „Wakanda“-Utopien :-).
      haben Sie ev den aktuellen Kinofilm „Mercy“ gesehen? Klar ist es Hollywoodlike (und mir persönlich fehlt am Ende narratologisch etwas), aber immerhin demonstrieren bzw. prägen solche populären Erzählungen auch das politischen Wissen der Mehrheit der Leute…
      Denn zusätzlich zur Terminator-Richtung gab und gibt es ja auch die ichnenneesmal Judge Dredd und Robocop-Idee. ..

  4. Guten Morgen, @Michael,

    Dein Blogpost hat mich zum Nachdenken gebracht und ich möchte, etwas verzögert, ein paar Gedanken und Fragen teilen. Aber auf SciLogs muss das alles ja nicht schnell gehen und wir haben Zeit zum Nachdenken. 🙂

    Hängen geblieben bin ich an den beiden folgenden Aussagen, die ich – jede für sich – plausibel finde, die aber m.E. Fragen aufwerfen, wenn man sie ins Gesamtbild des beschriebenen Effektes bringen will:

    Erstens (1):

    „Und diesen – oft erstaunlich schnellen – Effekt bemerke ich immer wieder auch bei jenen Kommentierenden, die es schaffen, sich auch selbst im Sinne von Karl Popper (1902 – 1994) falsifikatorisch zu verbessern – also, dialogisch über sich selbst hinaus zu wachsen, immer wieder dazu zu lernen.“

    … und zweitens (2):

    „Begriffe und Thesen, über die gebloggt und mit anderen dialogisiert habe, prägen sich sehr viel besser in mein Gehirn ein.“

    Wie gesagt, das sind beides für sich völlig plausible Beobachtungen, die ich teile. Aber beschreiben sie nicht vom Prinzip her ganz unterschiedliche kognitive Mechanismen?

    (1) beschreibt einen Mechanismus, bei dem ich mich – was anstrengend ist und Energie benötigt – immer wieder selbst hinterfrage (Falsifikationsprinzip). Eine Hypothese ist so lange plausibel, eine Theorie gilt so so lange als wahr, bis ich sie widerlegt habe. Und Wissenschaftlicher Fortschritt funktioniert zu einem guten Teil ja so, dass Anstrengungen, Theorien zu falsifizieren, entweder scheitern oder erfolgreich sind. In beiden Fällen führt es im Erkenntnisprozess weiter, und man hat dem Meer des Unbekannten ein neues Stück Land abgetrotzt, auf dem man sich sicher bewegen und (nach Kuhn) „normale Wissenschaft“ betreiben kann.

    (2) beschreibt m.E. einen wichtigen psychologischen Effekt, der für das Lernen durchaus nützlich sein kann: Man orientiert sich an Bekanntem orientiert und bildet, darauf aufbauend, neue Verknüpfungen. Hier bleibt aber die Anstrengung aus, den „Boden“, den man gutgemacht hat, zu testen und das, was man denkt, in Frage zu stellen. Das ist der Mechanismus, den ich auch bei der Vorbereitung auf eine Prüfung verwende: Mit Assoziationen versuche ich das Wissen, das ich in der Regel selbst nicht mehr hinterfrage, in meinem Gedächtnis zu festigen und, darauf aufbauend, weitere Verknüpfungen zu bilden. Die Gefahr bei diesem Mechanismus ist, dass ich in die Falle des Bestätigungsfehlers (confirmation bias) tappe: Das, was mir vertraut erscheint, bekommt kognitiv eine höhere Gewichtung und bildet mehr Verknüpfungen auf meiner neuronalen Karte. Dieser Mechanismus des sich Einprägens ist m.E. strukturell eher verwandt mit einem assoziativen Prozess der Selbstverstärkung des Bekannten, während das Falsifikationsprinzip (1) dieser Form der Selbstverstärkung genau entgegenarbeitet.

    Vielleicht ergänzen sich beide Mechanismen beim Wagenheber-Effekt ja.

    Was ich noch bedenkenswert halte – wo ich bisher aber nicht wirklich weiter gekommen bin: Wenn man den interdisziplinären Bogen etwas weiter (hoffentlich nicht über-)spannt, dann könnte man auch in dieser Diskussion die von Dir bereits früher vorgebrachten erkenntnistheoretischen Modi, über die wir ja ausgiebig diskutiert haben, als Analogon anführen und die bio-kulturelle Evolution in folgenden Kontext setzen:

    (A) Graduelle Änderungen im Laufe der Evolution lassen sich durch den Wagenheber-Effekt und eine Kombination der Prinzipien der Falsifikation und der Viabilität plausibel machen: Durch Falsifikation wird bereits Entwickeltes immer wieder geprüft und dadurch verbessert. In einem gewissen Sinne kann man diesen Mechanismus ebenso mit dem Modus der Viabilität vergleichen, bei dem jenes Wissen sich durchsetzt, das einen Überlebensvorteil bietet (ganz unabhängig davon, ob es uns etwas über die Beschaffenheit des Universums sagt oder nicht).

    (B) Abrupte Änderungen (abrupt auf geologischen Zeitskalen) lassen eine strukturelle Ähnlichkeit mit den Kuhn’schen wissenschaftlichen Revolutionen erkennen. Es wird meines Wissens die Möglichkeit diskutiert, dass in der Evolution auch punktuelle Änderungen eine Rolle spielen, die sich auf vergleichsweise kurzen Zeitskalen abspielen und die plausibel machen, warum sich in den Fossilablagerungen oft keine kontinuierlichen Übergangsformen zeigen (die punctuated equilibrium-Theorie von Nils Eldrege und Stephen Jay Gould).

    Diese Denkfiguren aus der Evolutionstheorie angewandt: Dialoge (wie hier auf dem Blog oder im Fediversum) helfen, einen Prozess zu etablieren, in dem Wissen sich kumulativ und kontinuierlich weiter entwickelt – der Wagenheber-Effekt. Und, ergänzend, werden diese Phasen des lang andauernden, graduellen und kumulativen Erkenntnisgewinns (auch und gerade kollektiv wie im Blog-Dialog) durch Ereignisse disruptiver Änderungen ergänzt.
    Beispiel: wenn ein aktuelles (z.B. politisches) Ereignis die miteinander im Dialog Stehenden zwingt, ihre Aufmerksamkeit auf einen bislang übersehenen Aspekt oder Themenbereich zu lenken, der der Diskussion völlig unerwartete Dynamik verleiht und sie ggf in eine neue Richtung lenkt. Oder – Stichwort: Schwarzer Schwan – wenn eine Krise sich aus einer bislang völlig übersehenen Richtung manifestiert und uns „auf die harte Tour“ zwingt, unser Denken anzupassen.

    Interessant ist vielleicht auch noch der Gedanke, dass kulturelle Evolution (unter dem Einfluss des Wagenheber-Effekts) auch zu plötzlichen Veränderungen in der biologischen Evolution führen kann, insbesondere wenn kulturelle Praktiken oder neue Erkenntnisse und wissenschaftlich-technische Errungenschaften das Überleben der Spezies Mensch beeinflussen.

    Vielleicht helfen die Denkfiguren aus der Erkenntnistheorie ja, das, worüber wir sprechen, besser zu verstehen.

    • Vielen herzlichen Dank für Deine tiefen Gedanken und dialogischen Nachfragen, lieber @Peter 🙏

      Aus meiner Sicht entscheidend ist, dass ich wissenschaftliche Erkenntnis als sozialen und also notwendig dialogischen Prozess verstehe. Kaum jemand ist in der Lage, sich selbst zu falsifizieren – weswegen die wertschätzende, aber eben auch kritische Diskussion bis hin zum Peer-Review etabliert wurden. Für mich war es beispielsweise klar, dass ich das Zentralthema „Zeit“ nicht alleine erkunde, sondern lange Jahre mit Wolfgang Achtner (1957 – 2017) und zuletzt auch mit Dir. Ich würde annehmen, dass ich mich sonst in meinen eigenen Irrtümern verlaufen und verschanzen könnte.

      Ganz entsprechend dazu entwickelte sich schon in der frühen Schrift-Wagenheber-Tradition die dialogische Praxis des „Chawruta“, des kritisch-konstruktiven Dialoges mit einem Lernfreund. Hier dazu ein sehr schöner Artikel des befreundeten Gemeinde- und Militärrabbiners Avraham Radbil:

      Das Wort »Chawruta« stammt aus dem Aramäischen. Es bedeutet Freund oder Partner und steht für ein Lernsystem, das sich seit der Zeit des Talmuds in den rabbinischen Einrichtungen etabliert hat. So verläuft das Lernen in einer Jeschiwa, indem zwei Lernpartner über einen Text diskutieren und versuchen, ihn gemeinsam zu verstehen. Die Schiurim sind eher ergänzender Natur, um den Schülern eine Lernrichtung vorzugeben.

      Gewöhnlich liest beim Chawruta-Lernen einer der Lernpartner einen Abschnitt vor und schlägt dem anderen seine Verstehensweise vor. Der andere erklärt dann, wie er den Abschnitt verstanden hat. Man stellt Fragen, diskutiert – das Lernen verwandelt sich in ein lautes, energisches intellektuellen Duell zwischen beiden Lernpartnern. Dabei kristallisieren sich Ideen heraus und werden verfeinert.

      In der Regel hört man die lauten Diskussionen der Lernpartner schon lange, bevor man ein Beit Midrasch (Lehrhaus) betritt. Die Weisen des Talmuds motivieren uns an vielen Stellen, die Tora ausschließlich mit dieser Methode zu lernen. Zum Beispiel sagte Rabbi Josi ben Chanina, dass derjenige verdummt, der die Tora allein lernt (Traktat Berachot).

      https://www.juedische-allgemeine.de/glossar/chawruta/

      Das ist auch der Grund, warum ich Dir und anderen Kommentierenden hier so häufig danke – der Blog-Wagenheber-Effekt entfaltet sich nach meiner Einschätzung erst durch Dialoge wirklich.

      Bei den Zeiten bin ich ganz bei Dir: Die kulturelle Evolution verläuft um Dimensionen schneller als die biologische Evolution – und beide wechselwirken miteinander. Denke beispielsweise an das algorithmische Neurohacking v.a. auf die Neurotransmitter Dopamin, Adrenalin und Testosteron, hier beschrieben:

      https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/biohacking-und-neurohacking-mit-je-drei-aktuellen-beispielen/

      Schon jetzt beobachte ich erhebliche Auswirkungen der digitalen Medien auf unsere Lebensführung, auf das Beziehungs- und Fortpflanzungsverhalten. Wie im obigen Szenario 2 vorgestellt halte ich es sogar für denkbar, dass KI-Anwendungen Menschen so stark manipulieren, dass diese auf Fortpflanzung verzichten. Schon jetzt beobachte ich mit Sorge Anwendungen wie zum Beispiel „AI-Girlfriends“, rapide zunehmende Angaben zu Verrohungen und auch Vereinsamungen sowie weiter absackende Geburtenraten. Eine erhebliche, geradezu disruptive Auswirkung von Internet und KI-Anwendungen auf das menschliche Beziehungs- und Fortpflanzungsverhalten scheint mir ebenso komplex wie evident zu sein!

      Noch einmal ganz herzlichen Dank für Deine starken Beiträge, lieber @Peter – und dafür, dass Du für mich ein wichtiger Chawruta-Dialog- und Lernpartner im Blog-Wagenheber-Effekt bist! 🙏🙌

  5. @Peter Gutsche 23.03. 11:10

    „Interessant ist vielleicht auch noch der Gedanke, dass kulturelle Evolution (unter dem Einfluss des Wagenheber-Effekts) auch zu plötzlichen Veränderungen in der biologischen Evolution führen kann,…“

    Ja aber die kulturelle Evolution ist doch etliche Größenordnungen schneller als die biologische Evolution.

    Der Mensch ist durchweg sehr flexibel ausgelegt, und kann in kurzer Zeit kulturelle Umbrüche mitgestalten, ohne das hier die biologische Selektion überhaupt beteiligt werden muss. Das macht doch gerade uns Menschen aus.

    So etwa machten die Menschen notgedrungen die Nazidiktatur auf ganz persönliche Art mit, passten sich da an. Um zu Überleben, oder noch vom System zu profitieren.

    Und die nachfolgende Zeit der Freiheit haben die biologisch praktisch identischen Menschen auch sofort für sich genutzt. Und die Kultur wirklich intensiv weiter gestaltet, jeder nach seinen Möglichkeiten.

    Die Biologie selbst hat sich auf den Skalen kaum verändert. Es mögen eine Menge Menschen den Tod gefunden haben, aber eben kaum so, dass sich hier spezielle biologische Ausstattung dabei geändert hätte. Es war vor allem dem Zufall überlassen, wer die Nazizeit überlebt hat und wer nicht.

    Flexibilität scheint der wesentliche Faktor zu sein, der den Menschen biologisch immer wieder bestätigt.

    Derweil die eigentliche Kultur sich tatsächlich immer weiter entwickelt. Manchmal tut sich schon eine Menge in wenigen Jahren, Manches braucht länger, manchmal mehrere Generationen. Und die Weltkultur als Ganzes folgt womöglich einer absoluten Entwicklung.

    Und mit dem Internet heute, und der KI in wenigen Jahren, wird das ganz andere Horizonte finden können? Während sich rein biologisch dabei erst mal praktisch nichts ändert.

    Erst im Nachgang bringt das dann auch neue Wahrscheinlichkeiten mit sich, welche biologischen Varianten mehr oder weniger Kinder bekommen. Wobei große Flexibilität auch hierbei der Renner bleiben dürfte.

    Es kann auch passieren, das die Einen die Kultur antreiben, während ganz andere die Kinder bekommen. Das beißt sich ja gar nicht. Man ist ja de fakto vor allem ein Gemeinwesen. Und was als gelebte Kultur dabei heraus kommt, entscheidet über unser Leben, und mit uns Menschen auch über den ganzen Planeten.

    • Guten Abend, lieber @Tobias Jeckenburger,

      danke für die Einordnung der unterschiedlichen zeitlichen Dimensionen, was sehr hilfreich ist!

      Worauf ich hinauswollte: dass es Änderungen in der biologischen Grundausstattung geben kann, die kulturell bedingt sind und sich – verglichen mit sonstigen evolutionären Zeitskalen – dann doch sehr schnell manifestieren.

      Als Beispiel hat @Michael in seinem früheren Blogpost die Laktosetoleranz angesprochen:

      „Denken wir zum Beispiel an die lebenslange Laktosetoleranz – die Fähigkeit, auch jenseits der Kindheit Milch zu verdauen. Diese genetische Veranlagung setzte sich binnen weniger Jahrtausende in den Populationen durch, die Milchvieh hielten – deswegen vertragen heute fast alle Dänen, aber fast keine Thailänder Kuhmilch.“

      Und ich kann mir vorstellen, dass wir durch unsere technischen Hilfsmittel uns mehr uns mehr auch biologisch verändern.

      Beispielsweise denken wir an die übermäßige Smartphone-Nutzung: Ich kann mir schon vorstellen (habe das aber nicht recherchiert), dass durch das häufige Bedienen von Mobiltelefonen sich über mehrere Generationen Veränderungen an der Hand(muskulatur) herausbilden können. Ich wäre hier sehr interessiert an der Einschätzung eines Evolutionsbiologen.

      Ich habe einen Blog gefunden, in dem diese Möglichkeit diskutiert wird.

      Aber vielleicht ist es naheliegender, zu fragen, ob die übermäßige Nutzung von Smartphones und der schnelle Wechsel der Aufmerksamkeit nicht eher längerfristig unser Gehirn verändern.

      Ich denke, Sie haben ein starkes Argument mit der menschlichen Flexibilität, mit der wir einiges abfangen können. Aber ich bin mir nicht sicher, ob so tiefgreifende Änderungen wie z.B. die Integration von immer mehr KI in unser aller Leben nicht doch auch am Ende andere (biologische) Menschen aus uns machen wird. Über viele Generationen – was dann aber immer noch schnell im Vergleich zu Hunderttausenden oder Millionen Jahren wäre.

      Ich kann Ihren Gedanken im Wesentlichen zustimmen, bin mir aber nicht sicher, ob folgende These nicht zu optimistisch gedacht ist:

      „Und mit dem Internet heute, und der KI in wenigen Jahren, wird das ganz andere Horizonte finden können? Während sich rein biologisch dabei erst mal praktisch nichts ändert.“

  6. @Peter Gutsche 23.03. 19:36

    „Über viele Generationen – was dann aber immer noch schnell im Vergleich zu Hunderttausenden oder Millionen Jahren wäre.“

    Was sich wohl recht schnell ändert, wäre etwa Übergewicht. Weil wir erst seit relativ kurzem genug Geld für die leckersten Nahrungsmittel haben, und wir meistens kaum noch körperlich hart arbeiten müssen.

    Die Folge ist eben Übergewicht mit entsprechenden Gesundheitsfolgen.

    Auch die Möglichkeiten zur Verhütung haben doch Auswirkungen dafür, wer wieviele Kinder bekommt.

    Beides zusammen mag eben zu weniger Nachwuchs führen, bei Leuten, die eben zu viel essen wie auch bei Leuten, die keine Wunschkinder haben wollen. Da könnten sich schon in 2 Generationen deutliche Verschiebungen innerhalb der Populationen ergeben.

    „Aber ich bin mir nicht sicher, ob so tiefgreifende Änderungen wie z.B. die Integration von immer mehr KI in unser aller Leben nicht doch auch am Ende andere (biologische) Menschen aus uns machen wird.“

    In der Tat kann das Auswirkungen haben. Einmal auf unsere Horizonte, was mir Hoffnung macht. Aber klar, es kann auch bei Vielen tatsächlich zu noch weniger Nachwuchs führen, als wir jetzt schon zu beklagen haben.

    Aber dann ist das eben so. Die Einen sterben sehr schnell aus, den Anderen, die die Veränderungen sogar kreativ verarbeiten, und dennoch Nachwuchs haben, wird danach die Welt gehören.

    Wobei natürlich die urmenschliche Flexibilität dann diese Probleme durchaus wirksam entschärfen kann. Und die bezieht sich eigentlich weniger auf Menschen, die sich im Laufe des Lebens auf ganz neue Situationen einstellen müssen, das fällt den meisten dann doch ziemlich schwer. Aber die neuen jungen Leute, die nachwachsen, die lernen sehr viel schneller, sich auf ihr eigenes konkretes Leben in Anbetracht der tatsächlichen Möglichkeiten einzustellen.

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