Enge der Zeit statt Technologieoffenheit – ShareholderValue-Strategien bei Boeing und Mercedes

Am Samstag sprach ich in Stuttgart vor dem Hintergrund der Beobachtungen im Irak gegen einen sog. Kalifatsstaat und gegen die fossile Finanzierung antisemitischer und gewalttätiger Regime und Terrorgruppen. Besonders wichtig finde ich die ehrliche Verwendung des viel zu oft missbrauchten Begriffes Technologieoffenheit. Daher formulierte ich:

“Ehrliche Menschen leben diese Technologieoffenheit und steigen, wenn sie die Mittel dazu haben, also längst vom Verbrennermotor auf Elektroautos um, investieren in erneuerbare Friedensenergien und reduzieren ihren Konsum an Produkten der industriellen Massentierhaltung zugunsten besserer Alternativen. Niemand kann alles, aber jede und jeder etwas tun.
Wer sich dagegen jeder Veränderung des eigenen Ressourcenfluches verweigert, hat sich der fossilen Reaktanz ergeben.
Fossile und korrupte Stimmen quer durch Politik, Medien, Wirtschaft und Wissenschaft benutzen den Begriff „Technologieoffenheit“ jedoch nur, um Veränderungen weiter zu verzögern und selbst noch so lange wie möglich [fossilen] Profit zu machen.”

 

Nicht zufällig hatte ich den Automobilverkehr dabei an erster Stelle gesetzt, denn er ist mit Elinor Ostrom besonders anzuschauen: Projekte der Verkehrs-Infrastruktur wie Straßen, Schienen, Häfen, Bahnhöfe und Flughäfen werden meist als Mautgüter erstellt, also durch Steuern, Maut- oder Ticketgebühren finanziert. Bei den Verkehrsmitteln gibt es neben Mautmodellen wie den Eisenbahnen, Fähren, S-Bahnen und Bussen des ÖPNV (Öffentlicher-Personen-Nahverkehr) vor allem Privatgüter wie Pferde, Kutschen, Jachten, Privatflugzeuge und vor allem Autos.

Wo immer dabei fossile Brennstoffe wie Öl und Gas zum Einsatz kommen, werden Kosten externalisiert – die Treibhausgase erhitzen das Klima und beschädigen die Mitwelt, vergiften das Wasser und der Ressourcenfluch finanziert Diktaturen und Terrorgruppen, gegen die wir uns wiederum mit weiteren Milliarden an Sicherheitsausgaben wehren müssen.

Das Cover der Neuausgabe von "Öl- und Glaubenskriege" 2022 beim jmb-Verlag zeigt US-Kampfflugzeuge über einer Wüste mit brennenden Ölfackeln. Schon 2015 warnte ich in “Öl- und Glaubenskriege” (pdf) vor den auch militärischen Kosten des fossilen Ressourcenfluches. Neuausgabe nach dem Ukraine-Krieg 2022: jmb-Verlag   

Als direkte Folge aus den Beobachtungen im Irak erwarb ich bereits 2017 – vor sieben (!) Jahren – ein französisches Elektroauto, einen Renault Zoe, den ich mit 100% Solarstrom beladen konnte. Selbstironisch und hoffnungsfroh bloggte ich von der etwas kleineren “Dekarbonisierungskugel für den Weltfrieden”.

Läuft seit 2017 ohne Probleme: Der 100%-Stromer Renault Zoe aus 2017. Foto: Michael Blume

Damals wurden wir Blumes vielfach gewarnt: Die Elektrobatterien würden nach vier bis fünf Jahren schlappmachen. Und “in wenigen Jahren” werde es doch viel bessere, deutsche Elektroautos geben.

Beides ist nicht eingetreten: Die Elektrobatterien schnurren auch nach sieben Jahren ohne Reichweitenverlust, der mittlere Sohn fährt mit ihnen in seine Bundeswehr-Kaserne in einem benachbarten Bundesland. Und, leider: Es gibt immer noch kaum vergleichbar erschwingliche und familienfreundliche Elektroautos deutscher Automobilhersteller!

Stattdessen hat die Mercedes-Benz-Group unter Olla Källenius gerade eine Rekord-Dividende (Gewinnausschüttung) von 5,30 Euro pro Aktie beschlossen und massive Einsparungen in der Forschung und Entwicklung von Elektroautos zur Debatte gestellt. Als Bürger des Autoländ Baden-Württemberg ärgert mich das nicht nur, es macht mir Sorgen.

Die Konzentration auf kurzfristige Ausschüttungen an (meist ohnehin schon reiche) Aktionäre und Vorstände statt auf längerfristige Investitionen nennt sich Shareholder-Value (deutsch: Werte für Anteilseigner) und ist m.E. eine der schlimmsten Ausprägungen des kurzsichtigen, libertären Marktradikalismus. Dabei wird für schnellen Profit die Zukunft geopfert.

Als aktuelles Beispiel für eine katastrophale S-V-Strategie gilt der Konzern Boeing. Nachdem Ingenieure den Konzern nach dem 2. Weltkrieg zum größten Flugzeugbauer der Erde machten, übernahmen S-V-Vorstände die Macht, sparten drastisch an Sicherheit, Forschung und Entwicklung und schütteten stattdessen Milliarden an Aktionäre und sich selbst aus. Mit massivem, fossilen Lobbyismus wurden zudem Vorschriften und Kontrollen “liberalisiert” sowie eine mehrfach beschlossene Kerosinsteuer immer wieder verhindert.

Das Ergebnis: Sicherheitsmängel eskalierten und es gab zuletzt Abstürze von Boeing-Flugzeugen mit Hunderten von Toten. Heute kann sich Boeing nur noch am Markt halten, weil der Haupt-Konkurrent Airbus nicht ausreichend Flugzeuge produzieren kann.

Dieses Problem haben etwa südkoreanische und vor allem chinesische Autobauer wie BYD nicht – sie produzieren schon jetzt immer mehr und immer bessere Elektroautos und lassen damit deutsche S-V-getriebene Konzerne buchstäblich alt aussehen.

Hier zum Boeing-Fail auch die sehr sehenswerte “Was kostet die Welt?”-funk-Folge “Der unglaubliche Absturz von Boeing”:

Über Hans Blumenberg und andere lerne ich zu verstehen: Nicht nur hinter jeder religiösen, sondern auch hinter jeder politischen und wirtschaftlichen Entscheidung steckt eine meist unsichtbare Philosophie der Zeit. Kurzfristige Gier zerstört nicht nur unsere Mitwelt, sondern bedroht auch unsere Sicherheit und sogar die Zukunft großer Unternehmen. Lasst uns also viel genauer darauf schauen, welche Ziele hinter der Metapher “technologieoffen” jeweils verfolgt werden.

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Dr. Michael Blume studierte Religions- und Politikwissenschaft & promovierte über Religion in der Hirn- und Evolutionsforschung. Uni-Dozent, Wissenschaftsblogger & christlich-islamischer Familienvater, Buchautor, u.a. "Islam in der Krise" (2017), "Warum der Antisemitismus uns alle bedroht" (2019) u.v.m. Hat auch in Krisenregionen manches erlebt und überlebt, seit 2018 Beauftragter der Landesregierung BW gg. Antisemitismus. Auf "Natur des Glaubens" bloggt er seit vielen Jahren als „teilnehmender Beobachter“ für Wissenschaft und Demokratie, gegen Verschwörungsmythen und Wasserkrise.

33 Kommentare

  1. @Hauptartikel

    „Dieses Problem haben etwa südkoreanische und vor allem chinesische Autobauer wie BYD nicht – sie produzieren schon jetzt immer mehr und immer bessere Elektroautos und lassen damit deutsche S-V-getriebene Konzerne buchstäblich alt aussehen.“

    Kann man die gerade in den USA beschlossenen 100% – Zölle auf Elektroautos auch auf verschlafene Innovationen der US-Autoindustrie zurückführen? Man wirft den Chinesen hier Subventionen vor. Aber das Problem ist erheblich, die US-Autobauer können ohne die Zölle nicht mehr konkurrieren, und die Kunden haben mit den Zöllen keine Möglichkeit mehr, preiswerte Elektroautos zu kaufen.

    Was macht man, wenn Konzerne sich mangels Investitionen in innovative Weiterentwicklung selber vor die Wand gefahren haben? Die Gewinne bleiben privatisiert, die Verluste soll der Kunde ausbaden oder es werden Steuergelder verwendet. Technologieoffenheit ist was anderes.

    Das Problem ist gar nicht so einfach zu lösen. Niemand kann von irgendeiner Firma verlangen, dass sie in Innovationen investiert. Durchaus dann aber auch mal hängen lassen, wenn hier Marktanteile verloren gehen, wäre finde ich aber dann auch eine Option. Selber Schuld, würde ich dann einfach sagen.

    Noch haben wir Außenhandelsüberschüsse und Fachkräftemangel. Kein Problem, wenn hier eine oder eine halbe Million Arbeitskräfte in der Automobilindustrie wegfallen. Sollen dann eben die Firmen erfolgreich sein, die alles richtig gemacht haben, auch wenn keine Deutsche dabei ist. Wenn es nicht zu spät ist, dann kann man ja mit Innovationen noch nachlegen.

    Wenn es ohne Zölle gar nicht mehr geht, dann vielleicht wenigstens so wenige, dass der Kunde sich noch Elektroautos leisten kann und die Industrie dennoch die Perspektive hat, selber nachzulegen und was Konkurrenzfähiges anzubieten. Wenn die Pleite am Ende dazu führt, dass man überhaupt keine bezahlbaren und vernünftige Elektroautos mehr kaufen kann, das geht jetzt nicht.

    • Danke für Ihren Druko, @Tobias Jeckenburger

      Sie beobachten m.E. zu Recht: „ Die Gewinne bleiben privatisiert, die Verluste soll der Kunde ausbaden oder es werden Steuergelder verwendet. Technologieoffenheit ist was anderes.“

      Bei Verkehrskonzernen wie hier Boeing und Mercedes besteht diese Gefahr sogar doppelt, denn die Produkte Flugzeuge ✈️ und Autos 🚙 setzen ja bereits eine staatlich finanzierte Infrastruktur an Straßen, Flughäfen etc. voraus. Die Gewinne daraus werden aber zunehmend an Vorstände und Anteilseigner oft aus fossilen Ressourcenfluch-Staaten ausgeschüttet. Hinzu kommen die fossilen Schäden durch Treibhausgase und Öl- und Gaskriege. So musste auch die deutsche Fregatte „Hessen“ Handelsschiffe vor den Huthi schützen, die und deren Waffen fossil über den Iran finanziert werden.

      Daher mein Plädoyer für Elektromobilität und erneuerbare Friedensenergien auch hier. Es geht hierbei wirklich um unsere Zukunft auch als Wirtschaftsstandort.

      Auf die Verkehrskonzerne alleine werden wir uns schon wegen ihrer kurzfristig denkenden S-V-Manager und fossilen Anteilseigner nicht verlassen können. Für sie liegt es nahe, so lange wie möglich fossil abzuzocken und lieber hohe Dividenden und Boni auszuschütten, statt in echte Technologieoffenheit, Forschung und Entwicklung zu investieren. Derzeit bieten sie uns bereits Schauspiel- statt Ingenieurskunst.

      Der buchstäbliche „Fall Boeing“ sollte allen eine Warnung sein, denen auch an der Zukunft unserer Industrien gelegen ist. Denn wenn die Ingenieurskonzerne erst einmal geplündert sind, werden die S-V-Bosse und die fossilen Anteilseigner recht ungerührt weiterziehen…

      • »Die Gewinne bleiben privatisiert, die Verluste soll der Kunde ausbaden oder es werden Steuergelder verwendet.«

        gemeinhin wird es so geschrieben:
        Die Gewinne werden privatisiert, die Verluste sozialisiert

        • Ja, @MichaelG – wobei ich auch das Prinzip der externalisierten Kosten wichtig finde: Wenn wir fossile Rohstoffe wie Kohle, Öl und Gas verbrennen, erhalten wir schnell viel und günstige Energie – auf Kosten jedoch der Mitwelt und des Friedens. Relativisten ist dies egal, feindselige Dualisten leugnen es und dialogische Monistinnen drohen daran zu verzweifeln.

          • Absolut richtig was sie schreiben.
            Die Folgen (inkl. die Folgekosten) werden gar nicht oder viel zu wenig in Betracht gezogen.
            Als (wissende) Verbraucher müssen wir uns jedoch auch selbst an die Nase fassen und mehr auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung wert legen, was, aus vielen Gründen, leichter gesagt als getan ist (Bsp.: Abhängigkeit vom individuellen Einkommen).

          • Ja, @MichaelG – von mir dazu volle Zustimmung!

            Einerseits haben wir als Verbraucher, Kundinnen, Weitersager und Wählerinnen sehr viel Einfluss – und ich kann den entschlossenen Umstieg auf Elektromobilität wirklich nur empfehlen! Solange deutsche Automobilkonzerne da keine besseren Angebote machen, verärgern und verlieren sie auch mich.

            Andererseits darf die Mitweltkrise aber auch nicht zum individuellen Problem verniedlicht werden, wie es etwa der Carbon Footprint-Ansatz von BP nahelegte. Eine soziale und ökologische Marktwirtschaft braucht vielmehr sowohl individuelle Bereitschaft wie auch kluge Rahmensetzungen, um echte Technologieoffenheit entfalten zu können.

            Niemand kann alles, aber jede/r etwas tun. Tag für Tag.

  2. @Michael 15.05. 20:18

    „Für sie liegt es nahe, so lange wie möglich fossil abzuzocken und lieber hohe Dividenden und Boni auszuschütten, statt in echte Technologieoffenheit, Forschung und Entwicklung zu investieren.“

    Insbesondere wenn die Eigner von Autofirmen und Öl- und Gaskonzernen die gleichen Leute sind, wundert es nicht, wenn die durch Nichtentwicklung von vernünftigen kleinen Batteriefahrzeugen auffallen. Wenn dann auch noch ausländische Anbieter mit selten massiven Strafzöllen belegt werden, dann kann man erstmal kaum was anderes machen, als sich jetzt noch kein E-Auto anzuschaffen. Zumindest wenn man nicht so viel Geld hat.

    So superdrängend ist das Thema jetzt aber auch noch nicht. Es mangelt aktuell noch an Ladeinfrastruktur und an der regenerativen Primärproduktion. Auch hat ein Aufladen bevorzugt in Überschusssituationen im Stromnetz das größte Potential, das Batteriefahrzeuge der Energiewende bieten können. Das sollte als Erstes möglich sein, wodurch sich auch die Kosten für den Ladestrom deutlich senken ließen.

    Insbesondere braucht man hierfür eine Ladestelle, an denen das Auto tagsüber angeschlossen ist, wenn die Sonne scheint. Wer mit dem Auto zur Arbeit fährt, braucht also eine Ladestelle am Arbeitsplatz, und wer sein Auto tagsüber zuhause stehen hat, der braucht zuhause eine Ladestelle. Die derzeitigen öffentlichen Ladesäulen hier in Dortmund sind mit 11 Kw recht schwach, laden immer sofort auf und der Strom kostet stolze 80 ct die Kwh. Das sieht aus wie eine Goldgrube für die Betreiber der Ladesäulen, motivierend sind diese Preise jedenfalls nicht.

    Ein Liter Benzin enthält 11 Kwh Energie, daraus werden dann in etwa 3 Kwh Antriebsleistung. Mit einen Benzinpreis 3 / 11 * 80 ct = 2,18 Euro pro Liter wären wir dann genauso teuer wie diese 80 ct für den Ladestrom. Das muss und kann weniger werden.

    Gut zurecht kommt man jetzt schon, wenn man eine schön große eigene PV-Anlage hat, über die man per eigener Steckdose am Haus sein eigenes Batteriefahrzeug aufladen kann. Das lässt sich so gestalten, dass man in Überschusssituationen lädt, und es wäre auch technisch möglich, bei Strommangel und voller Batterie vom eigenen Auto zu zehren, statt teuren Strom einzukaufen. Insbesondere wenn man mit einem Fahrzeug nicht so viel unterwegs ist und tagsüber dann regelmäßig zuhause aufladen kann, ist man dann hier mit sehr geringen Energiekosten unterwegs.

    Lösungen für Mehrfamilienhäuser oder wie bei mir in einem Genossenschaftswohnblock von ca. 300 Wohneinheiten sollten dann wohl mal als nächstes kommen. Noch haben wir hier nicht mal ein einziges Balkonkraftwerk. Auf die Stromfirmen brauchen wir hier vermutlich nicht warten, hier wäre die Genossenschaft selber gefragt. Und wir brauchen noch die rechtlichen Rahmenbedingungen, mit denen wir uns hier gegenseitig mit sehr günstigem PV-Strom versorgen könnten, ohne das die Stromfirmen hier übermäßig mitkassieren.

    Wenn das mal alles steht, was in spätestens 5 Jahren tatsächlich laufen könnte, dann können wir uns hier alle im Wohnblock mit sehr günstigem Strom für E-Autos versorgen. Mal sehen, ob die deutschen Autofirmen bis dahin endlich mal was Vernünftiges anzubieten haben. Ich werde aber auf jeden Fall weiter Fahrrad fahren.

  3. Wenn Mensch sich wirklich-wahrhaftig besinnen dürfte, dann würde “Enge der Zeit” mit Pferden auf Äckern, mit Frachtenseglern auf den Wassern, mit elektromotorisierten Luftschiffen/Zeppelinen, mit mehr Pfleger/innen als Alte in den Altenheimen ad absurdum geführt.👋😇

    • Oh ja, @hto – so viel wäre möglich. Und jede/r kann etwas dafür tun.

      Ich fände es beispielsweise großartig, wenn Sie sich „wirklich wahrhaftig besinnen“ könnten, zukünftig Drukos ohne Beschimpfungen und feindseligen Dualismus zu posten. Es gibt ja schon mehr als genug Hass und Hetze, nicht nur im Netz.

  4. Jetzt willst Du also ernsthaft so tun als ob Dir das Konzept globales Gemeinschaftseigentum OHNE wettbewerbsbedingte Symptomatik am Herzen liegt???

    • Nö, @hto. Elinor Ostrom & die Bloomington-School unterscheiden ja bereits vier Güterklassen, was mich sehr viel mehr überzeugt als jeder marktradikale oder auch marxistische Dualismus.

      Mir würde es schon reichen, wenn sich erwachsene Menschen auch über Politik und Wirtschaft austauschen können, ohne sich zu beschimpfen. Meinen Sie, Sie kriegen das hin? Zumindest hier mal eine Zeit lang? 🤷‍♂️😊📚🫶

  5. @Blume: “… ohne sich zu beschimpfen. Meinen Sie, Sie kriegen das hin?”

    Oh nö, dazu bist Du mir zu offensichtlich ein Teufel des Systems!🌬🤷‍♂️🌪🌫
    👋😇🪽✨️

    • Klar, @hto, ich hatte mit einer weiteren Demonstration in feindseligem Dualismus gerechnet. Aber ich fand, einen Versuch war es wert.

      Und für psychologisch interessierte Leserinnen und Leser ist Ihr Stil ja auch interessant. 🙂

      Ihnen von Herzen alles Frohe & gute Besserung!

  6. In 10 Jahren wird es (fast) nur noch chinesische Automobilhersteller geben. Die deutschen Autohersteller sind in allen relevanten Technologien, also in der Software (ein E-Auto ist heute ein iPhone auf Rädern), in der Herstellungstechnologie (E-Auto‘s werden heute hochautomatisiert hergestellt), in der Selbstfahrtechnologie und in der Preisgestaltung etwa 5 bis 10 Jahre hinter den Chinesen und Tesla.

    Sie, Michael Blume sind wie fast alle Deutschen nur wenig informiert, was in diesem Technologiesektor im Moment abgeht.
    VW und andere deutsche Automobilhersteller täuschen die Öffentlichkeit mit ihrer Behauptung E-Autos seien noch nicht so weit, denn diese deutschen Firmen schauen bereits ins eigene Grab und wollen ihren Tod noch ein paar Jahre hinauszögern. Mit ähnlichen Tricks wie vorher mit den frisierten Dieselfahrzeugen.

    Fazit: Es gibt keine Verzögerung in der Elektrifizierung der Welt, es gibt nur Falschbehauptungen von Firmen, die abgehängt wurden.

    • Danke & sagen wir es so, @Martin Holzherr : Auch bis zu mir sind schon mehrere Erzählungen aus dem Inneren deutscher Autokonzerne gedrungen, nach denen es mittelfristig nicht gut aussehe. Gerade aber dann kann ich erhöhte Dividenden-Ausschüttungen und gleichzeitig Einsparungen bei der Entwicklung post-fossiler, solarer Technologien nicht gutheißen. In sieben Jahren hätte mindestens ein deutscher Automobilkonzern das Preis-Leistungsverhältnis eines Renault Zoe überbieten können. Und auch fossiler Lobbyismus kann die Dynamik ja am Ende nur verzögern, nicht verhindern.

      Ich mache mir also Sorgen, werde aber auch in Zukunft auf diesem Wissenschaftsblog nur veröffentlichen, was ich auch glaubhaft belegen kann. Der Rest wäre Aufgabe von investigativem Journalismus, von mutigen Abgeordneten und ggf. auch der Justiz.

  7. @Holzherr

    Sie Herr Holzherr sind schlecht informiert!

    Leute wie Blume sind sehr gut informiert, aber sie sind eben auch in der selben Mentalität gebildet, weshalb sie einfach bis zum bitteren Ende weiter pokern.

  8. @Holzherr 16.05. 12:58

    „VW und andere deutsche Automobilhersteller täuschen die Öffentlichkeit mit ihrer Behauptung E-Autos seien noch nicht so weit, denn diese deutschen Firmen schauen bereits ins eigene Grab und wollen ihren Tod noch ein paar Jahre hinauszögern.“

    Schade wäre es schon, wenn es in Deutschland gar keine Autoindustrie mehr gäbe.

    Es hätte dann aber auch Vorteile, insbesondere wenn ein System von selbstfahrenden Sammeltaxis technisch möglich und hinreichend kostengünstig realisierbar wäre. Dann gäbe es keine deutschen Lobbyisten mehr, die hier auf die Bremse treten könnten. Überhaupt könnte sich ein solches Sammeltaxisystem derart erfolgreich durchsetzen, das kaum noch jemand ein eigenes Auto unterhält. Dann würde sich der Fahrzeugbestand um den Faktor 5 bis 10 reduzieren, entsprechend wäre dann der Verlust der eigenen Autoindustrie um genau diesen Faktor unerheblicher.

    Zusätzlich wären die Staus verschwunden, und in den Städten wären riesige ehemalige Parkplatzflächen frei für richtig gute Radwege, mehr Grün und für die Menschen zum Verweilen. Und Lithium für die Batterien bräuchte man entsprechend sehr viel weniger, wie auch einige andere knappen Metalle.

    Internationale Konkurrenz kann dann eben auch für Mensch und Planet zum Segen werden. Selbst wenn Autokraten dann die Autos bauen. Wenn es dann auch noch dem Globalen Süden hilft, warum nicht.

    Wir in Deutschland haben hier einen chronischen Außenhandelsüberschuss, kämen also mit mehr chinesischen Importen sehr gut klar. In den USA sieht es anders aus, die haben sowieso ein chronisches Außenhandelsdefizit. Die müssen reagieren, mit Zöllen, und besser noch mit eigenen Innovationen.

    • @Tobias Jeckenburger (Zitat): “ Überhaupt könnte sich ein solches Sammeltaxisystem derart erfolgreich durchsetzen, das kaum noch jemand ein eigenes Auto unterhält. Dann würde sich der Fahrzeugbestand um den Faktor 5 bis 10 reduzieren, entsprechend wäre dann der Verlust der eigenen Autoindustrie um genau diesen Faktor unerheblicher.“
      Antwort: China ist bereits auf dem Weg zu Robotaxis in allen grösseren chinesischen Städten. Die meisten chinesischen Robotaxis arbeiten mit einem Waymo ähnlichen System, also einer Kombination von Kameras, Lidar, Radar und Ultraschallsensoren. Jetzt aber soll auch Teslas Robotaxi zugelassen werden, welches allein mit Kameras auskommt. Der Unterschied liegt vor allem in den Kosten: ein Waymo Robotaxi kostet heute 250‘000 Dollar, ein Tesla Robotaxi aber nur 50‘000 bis 100‘000 Dollar.
      Siehe dazu den Artikel China’s Robotaxi Industry

  9. Technologieoffenheit – Eroberung des Weltraums ist ein abenteuerlustiger Größenwahn unserer instinktiv-gepflegten Bewusstseinsschwäche, aber besonders am Thema KI, zeigt sich was die KI Mensch für Knallchargen hervorbringt.

  10. »Dieses Problem haben etwa südkoreanische und vor allem chinesische Autobauer wie BYD nicht – sie produzieren schon jetzt immer mehr und immer bessere Elektroautos und lassen damit deutsche S-V-getriebene Konzerne buchstäblich alt aussehen.«

    Hallo Herr Blume,
    m.E. handelt es sich tatsächlich „nur“ um die Mercedes Benz Group, die seit der rückabgewickelten Fusion mit Chrysler weiterhin stark von mind. 3 amerikanischen Investoren (Black Rock, Morgan Stanley, Bank of America) und deren angelsächsischen shareholder value Verständnis beeinflusst wird (über deren Stimmrechte).

    Die stimmberechtigten Stammaktien der Porsche SE werden alle von Mitgliedern der Familien Piëch und Porsche gehalten.
    Die Porsche SE besitzt wiederum 53,3% der Stimmrechte an VW.
    Somit kann behauptet werden, dass die Porsche SE und die VW Gruppe nicht in erster Linie vom shareholder value abhängig sind.
    Ähnliches gilt für die BMW Group, deren Hauptanteilseigner sind die Quandts (Stefan Quandt und Susanne Klatten) mit einem Stimmrechtsanteil von 48,5%, somit ist auch hier klar, ohne wen es nicht geht.

    Ölfürsten, Amerikaner oder Chinesen sind bei Porsche, VW und BMW also nur als Geldgeber gerne gesehen, ohne größere Mitspracherechte.

    Nur Mercedes wurde von einer Außenstelle der Deutschen Bank zur Außenstelle amerikanischer Investoren.
    Deshalb ist es durchaus möglich, dass Mercedes bei der Elektrifizierung unter die Räder kommt und, wohl möglich, der Untertürkheimer Stern verglüht.

    • Lieben Dank für die Ergänzungen, @MichaelG!

      Ich stimme Ihnen sehr zu, dass die Eigentümer- bzw. Aktionärsstruktur erhebliche Auswirkungen auf Konzernstrategien haben kann. Gleichwohl würde ich aber nicht annehmen, dass etwa ein Familienbesitz alleine vor Shareholder-Value-Gier schützen würde. Es braucht auch eine bewusste Auseinandersetzung mit der je eigenen Lebenserwartung und Philosophie dazu.

      So hatte ich in meiner Zeit in der sog. Hayek-Gesellschaft durchaus auch hoch ideologisierte “Familienunternehmer” erlebt, die als mehr oder weniger komplexbeladene Erbinnen und Erben ideologische Rechtfertigungen für ihren unverdienten Wohlstand suchten. Während manche etwa im Christentum noch einen gewissen, sozialen Halt fanden, glitten andere tief ins Rechtslibertäre und Sozialdarwinistische ab. Die Hoffnung, dass das Erben von Vermögen und Betrieben also gewissermaßen natürlich zu einer weisen und auf Langfrist angelegten Lebenshaltung führe, kann ich aus Beobachtungen also nicht bestätigen. Menschen – auch Manager, Erbende, Personalchefinnen usw. – entwickeln vielmehr Psychologien und Philosophien, die uns allen stets nur teilweise bewusst sind, solange wir uns ehrlichen Dialogen verweigern.

      • Wo sie Recht haben haben sie Recht.

        Ich persönlich finde Stiftungsunternehmen (wie Bosch), genossenschaftlich organisierte Unternehmen (
        wie Mondragón, VR-Banken, Wohnbaugenossenschaften etc. pp.) und gemeinwohlorientierte Handwerksbetriebe eine gute Sache.
        Ob sich das durchsetzen kann ist jedoch fraglich.

        Als erstes gehört mMn der Börsenhandel mit Lebensmitteln verboten.

  11. @Holzherr 17.05. 08:18

    „…ein Waymo Robotaxi kostet heute 250‘000 Dollar, ein Tesla Robotaxi aber nur 50‘000 bis 100‘000 Dollar.“

    Dann läuft das wohl so langsam an. Noch dürfte die Selbststeuerung nicht nur teuer sein, sondern auch womöglich mehr Strom verbrauchen als der Antrieb. Und wenn hier die Passagiere einzeln transportiert werden und dann auch noch Leerfahrten nötig sind, dann spart das keine Energie ein. Aber wenigstens Parkplätze und Lithium und andere knappen Metalle, wenn hier dann auch weniger Privatfahrzeuge angeschafft werden.

    So richtig effektiv wird es sein, wenn man ein Sammeltaxisystem hinbekommt. Dieses wird umso effektiver sein können, je größer der Marktanteil werden kann. Und das spart dann richtig Energie wie auch Fahrzeuge ein. Wenn man hier im Schnitt mit 4 Personen unterwegs ist, dann reduzieren sich die Energiekosten in etwa um den Faktor 3, wenn hier wenige Umwege und Leerfahrten realisiert werden können. Und man spart noch deutlich mehr Fahrzeuge ein, vermutlich bis zum Faktor 10 oder mehr.

    Und wenn das wirklich um sich greift, dann gibt es auch noch keine Staus mehr, und es werden riesige Parkplatzflächen frei. Weltweit gesehen reichen damit dann sogar die metallischen Rohstoffe aus, wenn die ganze Welt zu Wohlstand kommt.

    Der öffentlich Nahverkehr würde sich dann auf Schwerpunktstrecken mit weniger Haltestellen konzentrieren können, ebenso der Fernverkehr. Und selbst wenn der Marktanteil von Bus und Bahn dann deutlich abnimmt, ist das Sammeltaxisystem immer noch billiger, energieeffizienter und öfter auch schneller als der derzeitige Individualverkehr.

    Keiner bräuchte mehr ein eigenes Auto, und mehr Platz für gute Radwege und mehr Grün in den Städten hätte man auch noch. Wenn 10 oder 20 % der Leute dennoch ihr eigenes Auto behalten, würde das System trotzdem funktionieren können.

    • @all

      Die Bing-Copilot-KI hat übrigens diesen Blogpost und mehr bereits erfasst.

      Michael Blume kritisiert an der Strategie von Mercedes vor allem die kurzfristige Orientierung auf den Shareholder-Value und die mangelnde Technologieoffenheit. Er spricht sich gegen die fossile Finanzierung und für eine ehrliche Nutzung des Begriffs Technologieoffenheit aus. Blume betont, dass ehrliche Menschen, die die Mittel dazu haben, vom Verbrennermotor auf Elektroautos umsteigen und in erneuerbare Energien investieren sollten. Er kritisiert, dass der Begriff “Technologieoffenheit” oft missbraucht wird, um Veränderungen zu verzögern und fossilen Profit zu maximieren¹.

      Zudem gibt es Kritik von Händlern an der Luxus-Strategie von Mercedes. Sie beklagen die stark angehobenen Endkundenpreise, die zu signifikanten Bestellrückgängen geführt haben. Die Händler befürchten, dass Mercedes mit dieser Strategie den deutschen Markt stark belastet und warnen vor einer Eskalation der schlechten Auftragslage².

      Quelle: Unterhaltung mit Bing, 18.5.2024
      (1) Enge der Zeit statt Technologie – Kurzfrist bei Boeing & Mercedes. https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/enge-der-zeit-statt-technologieoffenheit-shareholdervalue-strategien-bei-boeing-und-mercedes/.
      (2) Händlerverband kritisiert Luxus-Strategie: Ist Mercedes zu gierig …. https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/haendlerverband-kritisiert-luxus-strategie-von-mercedes/.
      (3) Kritik an Luxus-Strategie bei Mercedes-Benz wächst | Automobilwoche.de. https://www.automobilwoche.de/bc-online/kritik-luxus-strategie-bei-mercedes-benz-wachst.

        • Voll!

          Heutige KI-Antwort auf den Prompt: “Warum empfiehlt Michael Blume erneuerbare Friedensenergien?” folgend:

          Dr. Michael Blume empfiehlt erneuerbare Friedensenergien, weil sie das Potenzial haben, über die Energieerzeugung hinaus transformative Veränderungen zu bewirken. Hier sind einige Gründe, die er für diese Empfehlung anführt:

          1. Konfliktvermeidung: Die Nutzung fossiler Brennstoffe ist oft mit geopolitischen Konflikten verbunden. Erneuerbare Energien bieten eine Alternative, die unabhängig von begrenzten Ressourcen ist und somit Konflikte reduzieren kann¹.

          2. Umweltschutz: Erneuerbare Energien sind umweltfreundlich und tragen zur Verringerung von Treibhausgasemissionen bei. Ein gesunder Planet ist eine Voraussetzung für Frieden¹.

          3. Dezentralisierung und Demokratie: Erneuerbare Energien ermöglichen eine dezentrale Energieerzeugung, was die lokale Gemeinschaft stärkt und demokratische Teilhabe fördert¹.

          4. Nachhaltigkeit: Erneuerbare Energien sind nachhaltig, da sie sich regenerieren und nicht erschöpflich sind¹.

          Blume hebt hervor, dass unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen autoritäre Regime unterstützt, die Antisemitismus, Terror und Kriege finanzieren. Erneuerbare Energien hingegen können dazu beitragen, diese gefährlichen Verbindungen zu durchtrennen und Frieden sowie Sicherheit zu fördern².

          Für eine detaillierte Darstellung seiner Ansichten können Sie seine Rede vor dem Landtag von Baden-Württemberg am 9. November 2023 oder seine weiteren Veröffentlichungen zum Thema erneuerbare Friedensenergien nachlesen¹².

          Quelle: Unterhaltung mit Bing, 19.5.2024
          (1) Erneuerbare Energien als Friedensenergien. https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/erneuerbare-energien-als-friedensenergien/.
          (2) Solarpunk: Balkonsolar & Biogas als erneuerbare Friedensenergien. https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-balkonkraftwerke-und-biogas-als-erneuerbare-friedensenergien/.

          Bei Punkt 2 hätte ich die Überschrift Mitweltschutz und bei 3 einfach Energiedemokratie besser gefunden, aber inhaltlich passt es schon so. Krass, klar.

    • @TobiasJ

      Ich würde erstmal vorrangig den Last- und Schwerlastverkehr auf die Schiene bringen wollen, allerdings müsste dazu erst die Bahn-Infrastruktur ausgebaut und ertüchtigt werden. Leider sehr schwierig in einem relativ dicht besiedelten Land wie der BRD.

  12. @MichaelG 19.05. 17:59

    „Ich würde erstmal vorrangig den Last- und Schwerlastverkehr auf die Schiene bringen wollen, allerdings müsste dazu erst die Bahn-Infrastruktur ausgebaut und ertüchtigt werden. Leider sehr schwierig in einem relativ dicht besiedelten Land wie der BRD.“

    Auch ein interessantes Projekt. Der Schwerlastverkehr ruiniert auch die Autobahnen, hier spart ein Ausbau der Schiene dann auch Kosten für die Straßenerhaltung ein.

    Neben einem Sammeltaxisystem ist dann freilich der Ausbau von PV und WKA ein wesentliches Element. Und mehr Fernstromleitungen, wie auch wo möglich Wärmepumpen bzw. Fern- oder Nahwärmenetze mit Kraftwärmekopplung. Und Wasserstoff aus hoffentlich bald reichlichen Stromüberschüssen vor allem für die Industrie.

    Kommen wir hier mit Allem vorwärts, dann gelingt auch eine Klimaneutralität in Deutschland bis 2045.

    Dummerweise müssen wir jetzt auch noch Aufrüsten, dass hilft hier natürlich gar nicht. Die Rüstungsaufwendungen könnten wir sehr gut auch in die Energiewende investieren, aber Sicherheit ist eben auch absolut unverzichtbar.

    Putin und Trump sind hier zusammen die Ursache für unseren Aufrüstungsbedarf, vermutlich nicht unbedingt zufällig. Putin lebt von Öl- und Gasverkäufen, und Trump fördert die Geschäfte mit fossilen Brennstoffen nun auch wo immer es geht.

    Generell weniger konsumieren würde aber auch wahre Wunder wirken. Da kann dann weder Trump noch Putin was dran ändern, es würde zusätzliche Mittel an Geld, Rohstoffen und Arbeitszeit für Aufrüstung und für die Energiewende frei machen, und das umso mehr, wie hier im Konsum reduziert werden kann.

  13. Als Teil des laufenden KI-Blog-Experimentes habe ich die Copilot-KI einfach mal gefragt: “Wie kann ich persönlich zur Technologieoffenheit beitragen?”

    Die m.E. wunderschöne Antwort:

    Technologieoffenheit ist ein wichtiges Konzept, das dazu beiträgt, Innovation und Fortschritt zu fördern. Hier sind einige Möglichkeiten, wie du persönlich zur Technologieoffenheit beitragen kannst:

    1. Informiere dich: Bildung ist der erste Schritt. Informiere dich über neue Technologien, Trends und Entwicklungen. Lies Artikel, Bücher und Blogs, um ein Verständnis für verschiedene Technologien zu entwickeln.

    2. Teile Wissen: Teile dein Wissen mit anderen. Diskutiere Technologie mit Freunden, Familie und Kollegen. Organisiere Workshops oder Vorträge, um dein Wissen weiterzugeben.

    3. Offener Dialog: Engagiere dich in offenen Diskussionen über Technologie. Diskutiere Vor- und Nachteile, ethische Fragen und mögliche Auswirkungen. Höre anderen zu und sei bereit, deine Meinung zu überdenken.

    4. Unterstütze Open-Source-Projekte: Open-Source-Software und -Hardware sind Beispiele für Technologieoffenheit. Du kannst Open-Source-Projekte unterstützen, indem du Code beiträgst, Fehlerberichte einreichst oder diese Technologien nutzt.

    5. Fördere Interdisziplinarität: Technologieentwicklung profitiert von verschiedenen Perspektiven. Fördere den Austausch zwischen verschiedenen Fachgebieten wie Technik, Kunst, Sozialwissenschaften und Geisteswissenschaften.

    6. Kritische Bewertung: Sei kritisch gegenüber Technologien. Frage nach Datenschutz, Sicherheit und ethischen Aspekten. Setze dich für transparente und verantwortungsbewusste Technologieentwicklung ein.

    7. Lobbyarbeit: Unterstütze Organisationen und Initiativen, die sich für offene Standards, Datenschutz und Technologieoffenheit einsetzen. Schließe dich Gleichgesinnten an, um gemeinsam eine positive Veränderung zu bewirken.

    Denke daran, dass Technologieoffenheit nicht nur für Fachleute relevant ist, sondern für jeden, der von Technologie betroffen ist. Jeder Beitrag zählt! 😊

    Weil ich diese Antwort schon sehr beeindruckend fand, fragte ich nach: “Wie kann ich echte und falsche Technologieoffenheit unterscheiden?”

    Die Antwort lässt m.E. nichts zu wünschen übrig!

    Technologieoffenheit ist ein Konzept, das die Ausgestaltung von technologischen Transformationsprozessen charakterisiert. Es liegt vor, wenn ein unverzerrtes Entscheidungsumfeld es erlaubt, unterschiedliche Technologien zur Erreichung eines Ziels zu entwickeln und die beste Technologie zur Zielerreichung frei auszuwählen¹. Allerdings wird der Begriff in der politischen Debatte oft als rhetorisches Stilmittel verwendet, um die Einführung spezifischer Technologien zu verlangsamen oder zu verhindern. Hier sind einige Unterscheidungsmerkmale zwischen echter und falscher Technologieoffenheit:

    1. Echte Technologieoffenheit:
    Unvoreingenommene Auswahl: Echte Technologieoffenheit ermöglicht eine unvoreingenommene Auswahl aus verschiedenen Technologien. Es geht darum, die beste Lösung zu finden, unabhängig von bestehenden Interessen oder historisch gewachsenen Strukturen.
    Kostenminimierung: Echte Technologieoffenheit strebt an, Ziele kosteneffizient zu erreichen, indem sie verschiedene Technologien berücksichtigt.
    Informierte Entscheidungen: Echte Technologieoffenheit basiert auf fundierten Informationen und transparenten Prozessen.

    2. Falsche Technologieoffenheit:
    Verzerrte Entscheidungsumgebung: Falsche Technologieoffenheit tritt auf, wenn das Entscheidungsumfeld verzerrt ist. Dies kann durch Lobbyismus, Informationsdefizite oder tradierte Vorstellungen entstehen.
    Bevorzugung bestimmter Technologien: Falsche Technologieoffenheit kann dazu führen, dass bestimmte Technologien bevorzugt werden, sei es aus wirtschaftlichen, politischen oder anderen Gründen.
    Verhinderung von Innovation: Wenn Technologien aufgrund von Interessen oder Vorurteilen ausgeschlossen werden, handelt es sich um falsche Technologieoffenheit.

    Insgesamt ist echte Technologieoffenheit ein transparenter, informierter Prozess, der das Ziel hat, die besten Lösungen zu finden, während falsche Technologieoffenheit oft von versteckten Agenden geprägt ist¹². 😊

    Quelle: Unterhaltung mit Bing, 24.5.2024
    (1) Technologieoffenheit – Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/Technologieoffenheit.
    (2) Technologieoffenheit. – nettask.de. https://www.nettask.de/de/blog/artikel/technologieoffenheit.html.
    (3) Technologieoffenheit – Es könnte ein positiver Begriff sein. https://www.blog-der-republik.de/technologieoffenheit-es-koennte-ein-positiver-begriff-sein/.

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