Ein neuer Friedensprozess für Israel & Palästina? Wer kann etwas für den Frieden tun?

In diesen Tagen werde ich sehr intensiv gefragt, ob ich einen neuen Friedensprozess, endlich eine Zwei-Staaten-Lösung für Israel und Palästina für möglich halte? Denn viele wissen, dass ich seit Jahren auch von einem israelischen Rassisten und von US-Trumpisten mit digitaler Gewalt überzogen werde, weil meine Frau muslimisch ist und ich mir wo immer nötig auch Kritik an israelischer und US-amerikanischer Politik nicht verbieten lasse.
Ein Mastodon-Post von heute morgen zu den Chancen für einen neuen Friedensprozess, aber auch den enormen Gefahren durch fossile und feindselige Dualisten. Screenshot: Michael Blume
Machen wir uns bitte keine Illusionen: Nach der Ermordung des israelischen Ministerpräsidenten, einstigen Generals und Friedensnobelpreisträgers Yitzhak Rabin (1922 – 1995) durch einen israelischen Rechtsextremisten erstarkten die gewaltbereiten Dualisten auf israelischer und arabischer Seite politisch und demografisch. Auch in Deutschland befeuern längst antisemitische Hamas-Unterstützer ebenso wie rassistische Betar-Rechtsdualisten gezielt die Konflikte zwischen den Menschen, den Religionen und Völkern. Jüdische, christliche, islamische Religionsgemeinschaften in unserem Land werden angegriffen und gegeneinander ausgespielt. Mit schlimmen Folgen, auch längst in Europa.
Von feindseligen Dualisten ermordet & verdrängt, aber von jenen, die für Frieden sind, unvergessen: Eine Gedenkmedaille zu Ehren des israelischen Ministerpräsidenten und Friedensnobelpreisträgers Yitzhak Rabin (1922 – 1995). Foto: Michael Blume
Seitdem ich den durch die Klimakrise beschleunigten Zerfall des eurasischen Gürtels selbst erlebte, warne ich: Wenn wir Menschen nicht endlich aufhören, fossile Gewaltenergien zu verbrennen und gegeneinander Gewalt zu üben, dann wird in wenigen Jahrzehnten niemand mehr im eurasischen Gürtel leben können! Gegen die Mitwelt und die Klima- als Wasserkrise kann es keine Sieger geben: Wer antisemitischen Terrorismus oder antipalästinensische Siedler-Gewalt befördert, zerstört die Zukunft aller!
Noch während ich auf Einladung der jüdischen Gemeinde in Freiburg zum israelischen Nationalfeiertag Yom ha’Atzmaut für die Freilassung aller Geiseln der Hamas und einen sofortigen Frieden sprach, brannten um Jerusalem die Wälder. Wer bestreitet, dass wir Menschen auch eine gemeinsame Verantwortung für die Mitwelt tragen, verrät die Zukunft der israelischen “und” palästinensischen Menschen!
Über Jahrzehnte hinweg hat auch das fossile Ressourcenfluch-Regime des Iran fossile Gelder in die brutalen Revolutionsgarden, antisemitische Terrorgruppen, Krieg und Terror gesteckt, statt in Bildung und Mitweltschutz zu investieren. Nun haben Dürren und Wasserknappheit auch die Hauptstadt Teheran erreicht, steht der uralte Kulturraum von Persien vor dem ökologischen Kollaps. Screenshot von Mastodon: Michael Blume
Was also können wir von Deutschland aus für den Frieden tun?
Auch wenn es weder rechte noch libertäre oder linke Flachdenker gerne hören, muss ich es aus intensiver Kenntnis des Nahen und Mittleren Ostens sagen: Kein Mensch dort wartet auf deutsche Oberlehrerinnen und Oberlehrer. Kurdische und arabische, türkische und israelische, iranische und auch ezidische, aramäische… Menschen wissen sehr genau, dass auch Deutsche für billiges Erdöl und Erdgas noch mit den schlimmsten Diktaturen paktiert und Unmengen an Waffen und Technologien in die Region exportiert haben. Selbst unter unseren treuesten Verbündeten überwiegt die Enttäuschung.
Wenn Sie sich also nicht vor den Kundigen blamieren, sondern wirklich etwas zum Frieden beitragen wollen, dann bitte ich Sie um drei Schritte:
- Überwinden Sie Freund-Feind-Dualismus und Dummheit (im Sinne Bonhoeffers) zuerst bei sich selbst. Wer nicht einmal in der Lage ist, mit Engagierten anderer, demokratischer Parteien im eigenen Land fair umzugehen, braucht über Frieden und Dialog zwischen Völkern und Religionen auch nicht zu schwadronieren. X ist längst zu einer hasserfüllten Jauchegrube geworden, aber auch auf Mastodon steigern sich zu viele Flachdenkende in ihre jeweilige Empörungssucht hinein. Nur die Wenigsten und Mutigsten fragen sich auch einmal selbst, warum etwa der brutale Krieg im Sudan weltweit so wenige kümmert.
- Sparen Sie fossile Gewaltenergien Erdöl und Erdgas ein, mit denen weiterhin Diktaturen, Kriege, Terrorgruppen, Propaganda und Verschwörungsmythen fossil finanziert werden. Es steht mir nicht zu, Ihnen vorzuschreiben, ob Sie eine Solaranlage und Batteriespeicher installieren, auf Elektromobilität umsteigen, weniger fliegen oder Ihren Verbrauch an Fleisch aus industrieller Massentierhaltung reduzieren wollen. Aber völliges Nichtstun halte ich für verantwortungslos. Niemand kann alles, aber alle können etwas tun.
- Erkennen Sie, dass der Fossilismus nicht nur die Energiewende verzögert, sondern auch Menschen und Mitwelt tötet. Wer im 21. Jahrhundert immer noch nicht begreifen will, dass der Fossilismus sowohl Kapitalismus wie Kommunismus, sowohl Staaten wie auch Religionen verformt, hat grundlegende Erkenntnisse der Wissenschaften, Religionen, Philosophien und der (Selbst-)Aufklärung nicht verstanden. Die Gewalt geht nicht nur von anderen aus – bis zum Ausbau erneuerbarer Friedensenergien finanzieren wir alle sie noch immer mit.
“Imagine no Fossilism”, Symbolbild gegen die Gewaltherrschaft des Fossilismus: Michael Blume
Sie merken, ich habe die Ausflüchte bequemer (relativistischer) und feindseliger (dualistischer) Menschen gründlich satt. Wer Frieden wirklich will, kann ihn längst leben. Denn auch über den eurasischen Gürtel hinaus gilt: Wenn wir Menschen eine Zukunft haben, dann nur gemeinsam.




Ich bin 1996 für ein paar Monate als noch nicht sehr erwachsener Mensch in Israel gewesen und habe in meinem unmittelbaren Umfeld (also natürlich anekdotisch) erlebt, wie die Wahl Netanjahus begrüßt wurde, weil man an den in dieser Phase virulenten Selbstmordanschlägen auf Linienbusse ja „sehen“ könne, dass mit „diesen Arabern“ ein Frieden nicht möglich sei. Dass Rabin kurz vorher von einem jüdischen Extremisten ermordet worden war, spielte in dieser Argumentation natürlich keine Rolle. Auf der anderen Seite habe ich auch im Umgang mit palästinensischen Gleichaltrigen erlebt, wie tief der Frust über erlebten Rassismus war und selbst bei ansonsten friedfertigen Menschen Gedanken an Rache und Gewalt aufkommen ließ.
Damals stand mir der Begriff des Dualismus noch nicht zur Verfügung aber letztlich war es genau das. Aus der Schule und meiner Sozialisation hatte ich die Vorstellung mitgebracht, dass es in dieser Frage eindeutig eine gute und ein böse Seite geben müsse, und die größte Horizonterweiterung war die Erkenntnis: Es geht beim Verstehen dieses (oder jedes anderen) Konfliktes nicht um „Wir“ und „Die“ ist, sondern um meine eigene Bereitschaft mich auf mein Gegenüber, wer es auch sei, einzulassen und mir seine/ihre persönliche Geschichte anzuhören.
Vielen lieben Dank, @Denkfix – und meinerseits volle Zustimmung. Wer mindestens einmal in Israel und den Palästinensergebieten gewesen ist, bekommt einen besseren Eindruck von der Komplexität der Situation im eurasischen Gürtel. Ich war viele Male dort, u.a. im Rahmen eines deutsch-israelischen Förderprogramms für Führungskräfte. Und noch öfter in arabischen Ländern und der Türkei. Auch in den USA selbst war ich mehrere Mal und sprach u.a. gegen des eskalierenden Rechtsdualismus auch dort, über den interreligiösen Dialog und das Menschenrecht der Religionsfreiheit:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/speaking-about-religion-law-at-a-conference-in-utah-usa/
In seinem bemerkenswert recherchierten Buch “Killing a King. The Assassination of Yitzhak Rabin and the Remaking of Israel” von 2015 beschrieb Dan Ephron die dramatische, politische wie auch demografische Verschiebung der Republik Israel ins Nationalreligiöse wie auch Ultraorthodoxe. Ich hatte erst neulich auch einmal einen Vlogpost dazu gemacht:
https://www.youtube.com/shorts/W638Zzei3Dg
Besonders bedanken möchte ich mich für den zweiten Absatz Ihres hervorragenden Kommentars:
Damals stand mir der Begriff des Dualismus noch nicht zur Verfügung aber letztlich war es genau das. Aus der Schule und meiner Sozialisation hatte ich die Vorstellung mitgebracht, dass es in dieser Frage eindeutig eine gute und ein böse Seite geben müsse, und die größte Horizonterweiterung war die Erkenntnis: Es geht beim Verstehen dieses (oder jedes anderen) Konfliktes nicht um „Wir“ und „Die“ ist, sondern um meine eigene Bereitschaft mich auf mein Gegenüber, wer es auch sei, einzulassen und mir seine/ihre persönliche Geschichte anzuhören.
Danke, diese Rückmeldung bedeutet mir sehr, sehr viel! 🙏🙌
Damit ein Friedensprozess überhaupt eine Chance haben kann, müssen Netanjahu und seine rechtsextremistischen Brandbeschleuniger raus aus der Regierungsverantwortung in Israel.
Die Hamas muss komplett zerschlagen werden. Keine politische Verhandlungen mit Terroristen und Massenmörder. Insbesondere in Deutschland sollte aufgrund der eigenen schmerzhaften Erfahrung mit der RAF dieser Punkt nicht zur Diskussion stehen.
Die Fatah-Regierung im Westjordanland muss zurücktreten. Sie ist korrumpiert und verweigert seit vielen Jahren den palästinensischen Bewohnern politische Teilhabe, da keine Wahlen abgehalten werden.
Diese Gedanken sind ungeordnet, unvollständig, und es gibt sicher noch mehr gute Argumente, wie ein Friedensprozess überhaupt gestartet werden kann. Aber ich belasse es zunächst dabei.
Herzlichen Dank, @RPGNo1 🙏
Emotional kann ich Ihre sehr entschiedene Haltung durchaus nachvollziehen, muss mich aber leider wiederholen: Kaum jemand im eurasischen Gürtel und konkret in Israel kümmert sich noch besonders um Einschätzungen aus den schnell alternden DACH-Ländern (Deutschland, Österreich (A = Austria) und Schweiz (CH)). Wir gelten als dekadent und selbstverliebt, da wir bekanntermaßen sowohl aus dem Hamas-Taliban-Hauptquartier Katar wie auch aus dem Iran, aus Russland und Saudi-Arabien Erdöl und Erdgas beziehen. Unsere “Ermahnungen” gelten als Lippenbekenntnisse und erst neulich hat Katar in einem Brief der ganzen Europäischen Union (EU) mit einem Gas-Lieferstopp gedroht:
https://www.n-tv.de/politik/Katar-soll-Druck-auf-EU-ausgeuebt-haben-article25926402.html
Und am Sonntag, dem 3. August 2025, jährt sich der Überfall und Genozid der Terrororganisation Daesh, IS, “Islamischer Staat” gegen das Ezidentum. Auch über die Öleinnahmen und Herkunftsorte der Waffen machen sich die kurdischen und gerade auch ezidischen Menschen keine Illusionen:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-schmerz-der-bleibt-der-fossile-ressourcenfluch-finanziert-die-gewalt-gegen-juedinnen-kurden-ezidinnen/
Auch auf die Gefahr hin, zu nerven, werde ich daher beim Einsatz für den schnelleren Ausbau von erneuerbaren Friedensenergien und Energiespeichern bleiben – zumal sich diese auch als regionale Wohlstandsenergien erweisen.
https://energiewinde.orsted.de/koepfe-der-energiewende/michael-blume-antisemitismus-ressourcenfluch-oel-gas-konflikte-interview
Ihnen von Herzen Dank für Ihr Interesse und Ihre immer wieder starken Drukos, Hinweise, Kommentare! 🙌
Danke für die drei Tipps.
Das versteht jedes Kind / Jugendlicher, wenn man es etwas verschlankt zusammenfasst.
Jede/r kann etwas tun.
Auch Handeln schafft Hoffnung: “Eine bessere Welt ist möglich.”
Schönes WE
Herzlichen Dank für das Interesse und die ermutigende Rückmeldung, @MB 🙏
Zum Wissenschaftsbloggen wurde ich auch durch die Möglichkeit motiviert, wissenschaftliche Inhalte schneller und verständlicher verfügbar zu machen. In den letzten Wochen haben in meinem Umfeld immer mehr Menschen begonnen, komplexe Texte mittels eines Notebook LM (Language Model, ein Auswertungssprachmodell) zusammen zu fassen. Ich habe nun auch einmal mit meinem KIT-Studienbrief zur Medienethik durchgeführt und auf den YouTube-Vlog hochgeladen:
https://www.youtube.com/watch?v=xyViUyS9jYg
Nochmal Danke für das Interesse und auch meinerseits die besten Wünsche für ein schönes Wochenende! 🙌
Super Artikel!
Dem ist meiner Meinung nach nichts hinzuzufügen.
Herzlichen Dank, @Annette Peter – das freut und motiviert mich sehr! 😌🙏🇮🇱🇵🇸🙌
Hallo zusammen, ich bin gerade unterwegs und möchte kurz auf einen interessanten Artikel im Tagesspiegel hinweisen. Darin thematisiert Roderich Kiesewetter die verzerrte Wahrnehmung des Israelisch-Palästinensischen Konflikts in großen Teilen der deutschen Öffentlichkeit.
Trotz der berechtigten Kritik an der aktuellen israelischen Regierung und dem notwendigen Fokus auf die katastrophale Lage der Menschen im Gazastreifen wird dieser Aspekt oft übersehen.
Lesenswert.
Vielen Dank für den spannenden Hinweis und Link, lieber @Peter 🙏
Mich wundert schon sehr, wie selten darauf hingewiesen wird, dass die seit Oktober 2023 gefangen gehaltenen Geiseln Rom Braslavski und Evyatar David von der Hamas gefoltert werden – und dass es sich beim erstgenannten um einen auch deutschen Staatsbürger geht.
Ich freue mich sehr, dass die deutsche CDU-Bundestagsfraktion zunehmend aufwacht und das tut, was das Grundgesetz für alle Abgeordneten des deutschen Bundestages vorsieht: Offen zu diskutieren und die Regierung zu kontrollieren. In den vergangenen Monaten durften dagegen Rechtslibertäre ihre AfD-Nähe bis nach Ungarn zelebrieren und Spitzen gegen die SPD und andere demokratische Parteien abfeuern, während Christlich-Liberale, Christlich-Soziale und Christlich-Ökologische zur grundgesetzwidrigen “Fraktionsdisziplin” verdonnert wurden. Das ändert sich nun endlich langsam und ich habe mit großer Zustimmung das starke Interview von Andreas Jung, MdB (CDU) aus Konstanz zur Energiewende gelesen:
“Im neuen CDU-Grundsatzprogramm steht: Wir verursachen bei einem Prozent der Weltbevölkerung zwei Prozent des CO2-Problems – und wollen zu 20 Prozent zur Lösung beitragen: Mit technischen Innovationen, die dann auch anderswo zum Einsatz kommen können. Wir müssen klimaneutral werden und ein starkes Land bleiben. Wir müssen zeigen, dass das geht. So werden wir zum Vorbild und können viel mehr erreichen als Reduktion von zwei Prozent. Das ist unsere doppelte Verantwortung.”
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.energiewende-cdu-vize-klimaschutz-muss-eine-prioritaet-der-politik-bleiben.080d97e1-ca16-4f4b-8926-69326c6cb2a7.html
Auch der christlich-soziale Arbeitnehmerflügel der CDA, der von Konrad Adenauer bis Angela Merkel in jedem unionsgeführten Kabinett vertreten war und seit der Kanzlerschaft von Friedrich Merz durch die Rechtslibertären immer wieder verhöhnt und gedemütigt wird, beginnt sich mit Dennis Radtke, MdEP endlich öffentlich sichtbar zu regen:
“Der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels, Dennis Radtke, hat eine vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) geforderte Streichung des Bürgergelds für alle Ukrainer in Deutschland mit scharfen Worten abgelehnt. “Die letzten Jahre sollten doch eigentlich gezeigt haben, dass wir mit breitbeinigen und marktschreierischen Forderungen beim Thema Flucht und Asyl nichts erreichen können”, sagte der Chef der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) dem “Focus”.
Das Denken in Überschriften habe “sich leider zum Arschgeweih der deutschen Politik entwickelt. Eine Zeit lang nett, aber irgendwann ist man es einfach nur noch leid”, sagte der Europaabgeordnete weiter zu den Äußerungen seines Unionskollegen. “Die Menschen erwarten zu Recht von uns als Union staatstragende und handwerklich saubere Politik, statt einfach einen herauszuhauen.”
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_100851510/buergergeld-kritik-an-markus-soeder-cdu-mann-reagiert-auf-kuerzungsplan.html
Entsprechend habe ich mich auch über die staatsrechtlich hoch problematische “Verfügung” des Bundeskanzlers als Parteivorsitzender gegen Roderich Kiesewetter, MdB sehr geärgert und ihm auch öffentlich meine Solidarität erklärt, dafür übrigens sehr viele positive Rückmeldungen auch aus der Union erhalten:
https://www.youtube.com/shorts/wEWScC_6AI0
Unser Grundgesetz sieht eine parlamentarische Konsensdemokratie vor und nicht eine Regierung aus einer Handvoll Parteifunktionäre, die über “Koalitionsverträge” und “Koalitionsausschüsse” die Parlamente entmachten, demütigen und gleichschalten. Dass der Bundestag einstimmig den Genozid am Ezidentum anerkannte und dann genau gar nichts daraus folgte, beschädigt die Glaubwürdigkeit unserer gewählten Abgeordneten:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-krise-des-deutschen-bundestag-der-genozid-an-den-jesiden/
Ich hoffe, dass es auch für die Union noch nicht zu spät ist, wieder zu einer erfolgreichen, christ(!)demokratischen Volkspartei der Mitte zu werden, bevor rechtslibertäre Hobbystrategen mit ihrer Kälte, Arroganz und fossilem Lobbyismus das große Erbe der pro-europäischen Christdemokratie völlig verschleudert haben:
https://www.youtube.com/shorts/XEMhc1N4EQ4
Zum Israel-Gaza-Krieg habe ich mich auch heute morgen sehr deutlich auf Mastodon geäußert:
Auch hier auf #Mastodon würden manche gerne verdrängen, wer den #Gaza – Krieg am 7. Oktober 2023 mit einem Terrormassaker eröffnet, #Geiseln genommen hat & die eigene Bevölkerung als Schutzschilde missbraucht: Die #Hamas.
Die #Welt braucht nicht noch mehr Oberlehrer, sondern endlich einen Stopp der fossilen Finanzierung von #Ressourcenfluch – Regimen, #Krieg, #Terror & #Antisemitismus. Wer wirklich #Frieden will, fängt bei sich selbst an. Das gilt i.Ü. auch ggü. #Putin.
https://sueden.social/@BlumeEvolution/114969592944098192
Zugleich kann ich nicht erkennen, dass etwa das Dulden von Rassisten und Rechtsdualisten gegen palästinensische Menschen im Westjordanland im Kampf gegen die Hamas nützen soll – im Gegenteil. Und wer mit Deutschland verbündet sein und bleiben will, sollte auch Deutsche wie Verbündete behandeln. Alleine Baden-Württemberg hat mehr Einwohnerinnen und Einwohner als ganz Israel – und auch wir hier sind keine Menschen zweiter Klasse. Mit Israel verbindet uns sehr viel, aber mit unseren Nachbarn Frankreich und Polen sogar die Unionsbürgerschaft und eine gegenseitige Beistandsverpflichtung. Ich habe auch nicht vergessen, dass die Regierung Netanjahu dem Druck von Donald Trump nachgab, gegen die Ukraine zu stimmen. Freundschaften und Bündnisse funktionieren in beide Richtungen – oder sie funktionieren nicht.
Volle Zustimmung von mir.
Einen Zusatz habe ich noch. Es betrifft den Bereich der Industrie. Denn manche Politiker behaupten, dass Öl und Gas für die Wirtschaft einen Beitrag zu günstigeren Produktionskosten leisteten.
Sicher sind wir alle aufgefordert, von fossilen Energien wegzukommen.
Kann “die Wirtschaft” wirklich nicht mit weniger fossilen Energien auskommen?
Oder ist das Thema eher politisch-ideologisch aufgeladen? Denn meine Befürchtung ist, dass zwar der Kampf gegen den Antisemitismus in Sonntagsreden gut klingt, aber wenn Maßnahmen nicht in den jeweiligen politischen “Kram” passen, leider übergangen wird.
Vielen Dank & ein ausdrückliches „Ja!“, @Marie H. 🙏🙌
Sie beobachten m.E. völlig zu Recht:
Kann “die Wirtschaft” wirklich nicht mit weniger fossilen Energien auskommen?
Oder ist das Thema eher politisch-ideologisch aufgeladen? Denn meine Befürchtung ist, dass zwar der Kampf gegen den Antisemitismus in Sonntagsreden gut klingt, aber wenn Maßnahmen nicht in den jeweiligen politischen “Kram” passen, leider übergangen wird.
Häufig erlebe ich von Linken, dass sie Antisemitismus nur unter deutschen Rechtsdualisten wahrnehmen wollen, nicht aber unter Zugewanderten. Umgekehrt wollen viele Rechte nur über muslimischen Antisemitismus sprechen & auf keinen Fall die massive, fossile Finanzierung antisemitischer Regime und Terrorgruppen via Russland 🇷🇺, Iran 🇮🇷, Katar 🇶🇦 in den Blick nehmen! Entsprechend oft werde ich von Links-, noch öfter von Rechtsdualisten angegangen!
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-aus-dem-ehemaligen-preussen-warum-deutscher-energieglauben-auch-regional-gepraegt-ist/
Und ebenso wie Islamisten wollen auch israelische Rechtsextremisten vom Fossilismus nichts wissen.
Auch meine Familie & ich erfahren seit Jahren durch einen israelischen Hater antideutschen & (meine Frau) antimuslimischen Rassismus, gedeckt durch Rechtsextremisten in der Regierung von Israel 🇮🇱:
„Michael, gegen einen arabischen Journalisten könnten wir vorgehen, aber dieser wird geschützt. Es tut uns Leid.“
Soviel zum Umgang unter Verbündeten… 🤔🇩🇪🇪🇺🇮🇱🇺🇸
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.nach-troll-angriffen-israel-verteidigt-michael-blume.1aaebdcc-d0d3-4a21-885d-8d4de599087e.html
Immerhin: Viele lernen dadurch. Und solange er uns hatet, haben andere Betroffene quer durch Deutschland mehr Ruhe.
Wir stehen weiterhin fest gegen jeden Hass, gegen jeden Dualismus & also auch gegen jeden Antisemitismus, stehen für Frieden & eine Zwei-Staaten-Lösung! 🇮🇱🇵🇸🌈
Und reduzieren im Kontext des Solarpunk durch Einsparungen und neue Technologien unseren Verbrauch fossiler Gewaltenergien, steigern die Produktion erneuerbarer Friedensenergien immer weiter! 🌱🌞🙌🌈
Schöne Rede zur Freiburger Feier der Israelischen Unabhängigkeit (und der Blogbeitrag als solches verdient das Lob natürlich auch). Inhaltlich soweit aber nichts weiteres von mir, da ich mich grad lieber erst noch einmal gemütlich durch die vielen Links im Beitrag klicken möchte.
Danke für das Interesse, @Salomon 🙏
Gerade auch diese Rede hat bei monistischen Menschen aller Seiten viel Zustimmung gefunden, bei den Dualisten wieder Wut-Schübe ausgelöst. Auch Irina Katz, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Freiburg, erhielt für ihren Mut wieder viel Hate. Doch wir Dialogischen in Baden-Württemberg halten zusammen! 🙌
Michael Blume,
“Wenn wir Menschen eine Zukunft haben, dann nur gemeinsam.”
Was bedeutet das konkret? Alle Entscheidungen, die ein deutscher Außenminister anstrebt, die sollten auf internationaler Ebene abgesichert werden. Also, keine Maßnahmen gegen UN-Entscheidungen.
Keine Maßnahmen gegen EU- Interessen.
Eine sorgfältige Interessensabwägung tut not ,auch über die nächste Legislaturperiode hinaus.
Ein gutes nachbarliches Verhältnis zu den wichtigen Nationen in Nahost muss beibehalten werden. Dazu gehört vor allen Dingen Türkei, dazu gehören auch England und Frankreich, wegen der Palästinafrage, und auch die USA als Hauptakteur und als Schlüsselproblem, das Verhältnis zu Israel muss berechenbar bleiben.
also nichts Neues. Was fehlt sind die Zukunftsaussichten, noch genauer, was sollte der deutsche Außenminister tun ?
Er sollte “Flagge zeigen”.
Flagge für die Menschenrechte. Mit den Hilfslieferungen für den Gaza-Streifen ist schon mal der Anfang geschafft.
Und man sollte einmal die Landkarte anschauen, der Gazastreifen ist unbewohnbar geworden, für die Menschen aus Gaza ist eine neue Heimat notwendig.
Neue Lösungen werden gesucht, auch bei uns Mitlesern.
Lieben Dank für die Nachfrage, @Doe, die ich gerne beantworte.
Sie fragten: ““Wenn wir Menschen eine Zukunft haben, dann nur gemeinsam.”
Was bedeutet das konkret?”
Der Satz über die gemeinsame Zukunft bezog sich auf meine Rede vom 9.11.2023 im Landtag von Baden-Württemberg, wo ich im Schluss sagte:
Ich glaube, dass ich hier für uns alle – oder doch fast alle – sprechen darf, wenn ich sage: An einem guten, zunehmend auch alltäglichen Miteinander von jüdischen, christlichen, islamischen, ezidischen, anders- und nichtglaubenden Menschen in Baden-Württemberg sollten wir nicht nur festhalten – wir sollten es ausbauen! Wir haben entweder eine gemeinsame Zukunft oder wir haben keine.
Deshalb können wir hier und heute gemeinsam allen Antisemiten entgegenrufen: Diesmal werden wir im Miteinander der Religionen und Weltanschauungen, der Geschlechter, Völker und demokratischen Parteien eurem Terror nicht weichen! Diesmal werden Verschwörungsgläubige es nicht schaffen, unsere gemeinsame Zukunft als Demokratinnen und Demokraten zu zerstören! Diesmal nicht!
Vielen Dank. Gott segne Sie!
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/im-landtag-bw-gegen-antisemitismus-meine-rede-zum-9-11-2023/
Im Kern geht es mir also auch hier darum, dass wir Menschen nicht nur in einem Boot sitzen, sondern in einer Arche: Wenn wir vor lauter Gewalt gegeneinander auch unsere Mitwelt zerstören, wird es keine Siegenden – sondern nur die in der Not Sinkenden – geben. Ich greife hier also das gleiche Motiv wie in der Definition von Macht auf:
“Macht besteht in der Durchsetzung von Zielen über die Jetztzeit hinaus.”
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsarbeit-zur-macht-nach-max-weber-mit-eigener-arbeitsdefinition/
Jede Machtausübung, die sich in feindseligem Dualismus und in der Jetztzeit verliert, kostet Leben. Mehr Dialog und Nachhaltigkeit weisen dagegen in die Weite der Zeit. Wir dürfen dies Solarpunk nennen.
Und ganz konkret verweise ich im Hinblick auf die Möglichkeiten auch der Europäischen Union auf die gemeinsame UN-Konferenz von Saudi-Arabien und Frankreich:
https://www.tagesschau.de/kommentar/un-palaestina-zweistaaten-loesung-100.html
Frankreich und Saudi-Arabien haben unter widrigen Umständen viel erreicht. Auf der Palästina-Konferenz belebten sie die Zwei-Staaten-Lösung genau rechtzeitig wieder – denn nur mit ihr gibt es die Chance für Frieden. […] Mit 150 teilnehmenden Nationen war die Palästina-Konferenz auch ein Stimmungsbarometer der Weltgemeinschaft. Die ganz große Mehrheit der UN-Mitgliedsstaaten ist entsetzt über das israelische Vorgehen im Gazastreifen und unterstützt das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat. Nur wenige Reden waren so zurückhaltend wie die von Florian Hahn, dem Staatsminister im Auswärtigen Amt.
Ich finde es gut, dass Deutschland auf dieser Konferenz vertreten war.
Michael Blume.
Zustimmung in allen Punkten.
“Wir sollten es ausbauen”
Um einmal konkret zu werden, wie sieht die Zukunft der Palästinenser aus ” Das ist jetzt rhetorisch gemeint, denn sie hängt davon ab, was wir ,die EU zusammen mit den USA, Israel und der Türkei konkret unternehmen und zwar in absehbarer Zeit.
Um jetzt mal den Geschichtslehrer sprechen zu lassen, um 1920 hat ein amerikanischer Journalist Europa bereist. Er hat mit dem Finger auf Danzig gezeigt und gesagt, “hier beginnt der nächste Krieg”. Er hat Recht behalten.
Was lernen wir daraus, Landkonstrukte wie der Gazastreifen müssen vermieden werden, wenn man den Palästinensern den Status eines Staates geben will.
@Aussichten
Die Hamas hofft auf eine Einigung der ganzen islamischen Welt gegen Israel, und Israel vertreibt am Ende alle Palästinenser aus ganz Palästina? Zumindest im Gazastreifen scheinen inzwischen alle Investitionen zerstört zu sein. Man lebt nur noch in Zelten.
Die kann man auch auf dem Sinai aufstellen, scheint mir.
Dass man sich eine eigene florierende Wirtschaft und Kultur aufbaut, das wäre für die ganze islamische Welt eigentlich die entscheidende und weiterführende Idee. Spätestens mit dem Ende von Öl- und Gasgeschäften sollte dass theoretisch möglich werden?
Das wäre ein Lichtblick. Ob das reicht ist nicht mal klar, aber einen Versuch wert.
Tobias Jeckenburger,
“Sinai”
Aus google: “Auf Drängen der USA und Frankreichs hatten sich die israelischen Truppen wieder vom Sinai zurückgezogen, wofür im Gegenzug Ägypten dazu gebracht werden sollte, keine Partisanen mehr in das israelische Staatsgebiet zu schicken und die Grenzregion zu demilitarisieren, welche fortan von UN-Truppen überwacht wurde.”
Danke für den Hinweis ” Sinai”, der Schlüssel zum Lösen des Palästinenserproblems liegt auch bei Ägypten. Bis jetzt haben die ja die Aufnahme von Palästinensern abgelehnt.
Vielleicht liest ja Herr Wadephul diesen Beitrag.
Nein, @Tobias, bei diesem Druko kann ich nicht mit.
Die Hamas “hofft” nicht auf “eine Einigung”, sondern strebt die Zerstörung von Israel und auch aller nicht-islamistischen, islamischen Regime an. Sie hält immer noch Geiseln, tötet und nimmt den Tod von Abertausenden Palästinenserinnen und Palästinensern in Kauf.
Jetzt sind es neue Bilder, die die Brutalität dieses Krieges zeigen: Ein bis auf die Knochen abgemagerter junger Mann gräbt in einem engen Tunnel mit einer Schaufel – sein eigenes Grab, wie er sagt. Der neue Videoclip der Hamas zeigt den 24-jährigen Evjatar David, eine der noch 20 lebenden Geiseln der Terrorgruppe im Gazastreifen. […]
Zwischen der Hamas und den arabischen Staaten gab es schon vorher Spannungen. Khalil al-Hayya, Chef des politischen Flügels der Organisation, warf Ägypten vor, nichts gegen die Hungersnot in Gaza zu tun, und rief Palästinenser in Jordanien zum Aufstand auf. Jordaniens Regierung wies Hayyas Äußerungen zurück.
https://www.tagesspiegel.de/internationales/geisel-schaufelt-eigenes-grab-die-brutalen-bilder-und-ihre-bedeutung-fur-die-verhandlungen-im-gaza-krieg-14125922.html
Es gibt keine geeinte, islamische Welt – schon gar nicht bei einem weiteren Vormarsch der Hamas. Jordanien, Ägypten und Saudi-Arabien wären die nächsten auf ihrer Liste.
Zumindest im Gazastreifen scheinen inzwischen alle Investitionen zerstört zu sein. Man lebt nur noch in Zelten.
Die kann man auch auf dem Sinai aufstellen, scheint mir.
Ich bin kein Völkerrechts-Romantiker und mir ist völlig klar, dass es vor und auch dem UN-Völkerrecht ethnische Vertreibungen gegeben hat. Doch wenn wir nun aus vermeintlichem Realismus ethnische Vertreibungen als Kriegsmittel akzeptieren und die Hoffnung auf einen Zwei-Staaten-Frieden aufgeben, dann kann auch Putin die Ukraine und Belarus beanspruchen, Trump Kanada und Grönland. Dann taumeln wir als Menschheit in neue Jahrzehnte der globalen Rechtlosigkeit, in der nur noch das Recht des Stärkeren gilt.
Dass man sich eine eigene florierende Wirtschaft und Kultur aufbaut, das wäre für die ganze islamische Welt eigentlich die entscheidende und weiterführende Idee. Spätestens mit dem Ende von Öl- und Gasgeschäften sollte dass theoretisch möglich werden?
Das wäre ein Lichtblick. Ob das reicht ist nicht mal klar, aber einen Versuch wert.
Das Zurückweichen vor den Taliban hat auch in Afghanistan nicht für eine “florierende Wirtschaft und Kultur” gesorgt – im Gegenteil. Es kann nicht reichen, der fossil finanzierte Iran leidet schon jetzt aufgrund von Wassermangel, auch die Hauptstadt Teheran taumelt in die Klima- als Wasserkrise:
https://www.dw.com/de/iran-trocknet-aus-d%C3%BCrre-wassermangel-wasserknappheit/a-73508898
Wegen der akuten Wasserkrise im Iran werden Berichten zufolge nun auch die öffentlichen Toiletten in der Hauptstadt Teheran geschlossen. Die Nachrichtenportale Didehban-Iran und Shargh berichten, die Schließungen seien Teil der Wassersparmaßnahmen der Regierung. Shargh schreibt, dass die Situation von Tag zu Tag schlimmer werde, und “nun sollen auch die Toiletten geschlossen werden”.
Die Berichte wurden bislang von der Teheraner Stadtverwaltung nicht kommentiert – von Augenzeugen jedoch bestätigt. Demnach sind viele öffentliche Toiletten schon geschlossen, etwa vor und in den U-Bahn-Stationen. Im Großraum Teheran soll es schätzungsweise etwa 20.000 davon geben.
Erst am Donnerstag warnte der iranische Präsident Massud Peseschkian, dass die Staudämme, die die Hauptstadt mit Wasser versorgen, innerhalb weniger Monate austrocknen könnten, wenn der Wasserverbrauch nicht gesenkt werde.
“Wenn wir in Teheran die Situation nicht in den Griff bekommen und die Menschen nicht mit uns zusammenarbeiten und wir den Verbrauch nicht kontrollieren, wird in unseren Staudämmen kein Wasser mehr übrig sein”, sagte Peseschkian während eines Besuchs in Zanjan im Nordwesten des Landes.
Noch einmal mein Hinweis auf die Mitwelt und Zeit: Ohne die Absage an Antisemitismus, Krieg, Terror und ethnische Vertreibungen, ohne eine entschlossene Zusammenarbeit und den schnelleren Abschied vom Fossilismus werden keine Staaten und Völker im eurasischen Gürtel bestehen können. Wenn wir die Ideale von Recht und Frieden preisgeben, ist das Resultat keine Wiederaufstieg der Menschheit, sondern ihr weiterer Absturz.
@Michael 03.08. 16:44
„Die Hamas “hofft” nicht auf “eine Einigung”, sondern strebt die Zerstörung von Israel und auch aller nicht-islamistischen, islamischen Regime an.“
Dementsprechend die islamische Welt dieses offenbar auch nicht mitmacht. Selbst wenn Israel die Palästinenser vertreiben würde.
Was machen wir dann dagegen? Das Recht des Stärkeren scheint nach wie vor wichtig zu bleiben, neben dem Völkerrecht. War dieses je alleine maßgeblich? Können wir mit Hinweis auf das Völkerrecht eine Aufrüstung gegen Putin für überflüssig erklären?
„Ohne die Absage an Antisemitismus, Krieg, Terror und ethnische Vertreibungen, ohne eine entschlossene Zusammenarbeit und den schnelleren Abschied vom Fossilismus werden keine Staaten und Völker im eurasischen Gürtel bestehen können.“
Wie gesagt, ich habe Hoffnungen für die islamische Welt, wenn die Geschäfte mit Öl und Gas wegfallen. Auch wenn bis dahin die Klima und Wasserkrise weiter eskaliert. Mit einer vernünftigen Zusammenarbeit und einer florierenden Wirtschaft kann man dennoch da ganz gut leben.
Ich kann mir einen Wüstensolarpunkt jedenfalls auch gut vorstellen. Man hat verbreitet mehr als den doppelten PV-Ertrag, und dann noch über das Jahr sehr gut verteilt, wobei es gerade im Sommer, wenn der Ertrag am größten ist, die Klimaanlagen den meisten Strom brauchen. Man muss kaum so wie in Europa saisonal Energie speichern.
Das kann eine Grundlage für ein florierendes Leben werden. Dann reicht es auch für Entsalzungsanlagen, um die Städte mit reichlich Grün und Obst und Gemüseanbau zu versorgen. Die geringen Stromkosten können eine Basis für den Außenhandel werden, dass man dann im Gegenzug Grundnahrungsmittel und Futtermittel importieren kann.
Den Rest könnte man womöglich ganz gut selber machen, insbesondere wenn auch dort die KI eine Bildungsoffensive entfesselt. Das könnte sogar gegen Islamismus helfen. Zusammenarbeit und genug Arbeit für die Menschen erscheint mir als eigentlich möglich, auch in der Islamischen Welt.
Man muss ja nicht mal so verschwenderisch leben wir wir hier, wichtig ist, das es genug Arbeit gibt. Das können gerne gar nicht mal soviele Wochenarbeitsstunden sein. Bei der Hitze da arbeitet man auch gerne mal nicht so viel.
Lieben Dank, @Tobias – dieser Kommentar von Dir brachte mich auf die Idee, meine Rede “Nahost neu denken” vor der RWTh Aachen vom Januar 2024 durch einen KI-Podcast interpretieren zu lassen. Hier ist das Ergebnis:
https://www.youtube.com/watch?v=SGXai8Mux6Y
Im Gegensatz zu den KI-Podcasts zu den längeren Studienbriefen finde ich hier zwar kleinere Fehler, aber es ist dennoch bemerkenswert. Die KI-Transformation in einen englischen Bildvortrag führte sogar zu einem richtigen Solarpunk-Plädoyer:
https://www.youtube.com/watch?v=eVPpnbco_yI
Immer wieder habe ich ja darauf hingewiesen, dass alle sog. Schriftreligionen Menschen wie Rabbiner, Pfarrerinnen, Imame, Philosophinnen brauchten, um ihre niedergeschriebenen Texte wieder in neue, fließende Worte zu verwandeln. Dies kann KI nun also auch – es gibt sogar mehrere Notebook LM (Language Model) Apps. Da kommt noch einiges auf uns zu. Doch immer noch sind es wir, die die grundlegenden Texte verfassen.
Und neben allem Erschrecken freue ich mich auch über das rege Interesse an den Inhalten. Was für eine Zeit, um zu leben…
@Michael Blume
03.08.2025, 16:44 Uhr
Das ist ziemlich unzweifelhaft richtig.
Das eint sie aber mit Nethanjahu: Ich kaufe ihm mittlerweile nicht mal mehr ab, das ihm wenigstens die toten Israelis oder die hungernden Geiseln noch nahe gehen.
Irgenwo hat er den Punkt erreicht an dem er sich ethisch mit den Hamas Terroristen “verbrüdert” hat. Kein Ziel, keine Ideologie, keine Religion rechtfertigt Gewalt an Unschuldigen / Zivilisten.
Tod von Zivilisten, Folter, Vertreibung oder Verachtung des Gegners unter Berufung auf ein „höheres Ziel“ zu rechtfertigen, da bin ich raus…
Weil der Herr N. sich herausnimmt Zivilisten hungern zu lassen bin ich einfach nicht in der Lage einen Standpunkt zu finden von dem aus das Hungern lassen von israelischen Zivilisten in irgendwelchen Erdlöchern irgendwie mit dem von palästinensichen Zivilisten mit Gerechtigkeit und Zivilisation in Verbindung bringen lässt.
Diese Unfähigkeit (das irgendwie gleichzusetzen oder auf einen Nenner zu bringen) finde ich jetzt nicht schlimm.
Ich habe keine Lösung. Das macht mich ziemlich wütend und verzweifelt. Ich kann allerdings auch sehen, dass alles was bisher passiert ist auch nicht funktioniert hat.
DIe Hamas wächst nach. Mittlerweile sind sie clever genug ihre Führungsetage nicht mehr öffentlich auszustellen.
Nochmal: Das was im Moment getan wird funktioniert nicht.
Das mir da auf israelischer Seite niemend mehr zuhören will wüsste ich jetzt nicht abzustellen, finde das nur eher tragisch.
Bei der Hamas habe ich da noch nie Wert drauf gelegt…
Das ist so elend. Wo haben wir die Abzweigung verpasst?
@Uli Schoppe
Es gab in Israel 🇮🇱 und auch in Deutschland 🇩🇪🇪🇺 durchaus laute Kritik, als Benjamin Netanjahu die fossile Finanzierung der Hamas via Katar gestattete – auch um die Fatah zu schwächen:
https://www.juedische-allgemeine.de/politik/geldkoffer-aus-dem-golfstaat/
Von mir selbst gibt es Warnungen seit 2015, 2019 sogar ausdrücklich in „Ölfluch & Antisemitismus“ vor der fossilen Finanzierung der Ressourcenfluch-Regime von Iran, Russland und Katar samt Hamas, Hisbollah, Huthi, Wagner…
https://www.salonkolumnisten.com/oel_antisemitismus/
Schon im Januar 2024 kritisierte ich an der Uni Tübingen vor inter- und nichtreligiösem Publikum das „fossile Versagen“ und wies False-Flag-Verschwörungsmythen zurück:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-israel-gaza-krieg-ist-keine-false-flag-operation-sondern-fossiles-versagen/
Auch wenn ich nerve, werde ich also weiterhin darauf beharren, dass die Welt keine deutschen Oberlehrer braucht, sondern einen schnelleren Abbau der Importe fossiler Gewaltenergien!
Habe erst vorhin ein positives Beispiel auf Mastodon gewürdigt:
Danke & herzliche Glückwünsche 🙌 , auch von einem mit dieser Nachricht sehr glücklichen Mitglied! 🙏
Denn mit der Erzeugung von #Solarstrom leistet die #Kirche sowohl einen Beitrag zum #Mitweltschutz wie auch zu #Wohlstand & #Frieden ! Jeder Euro, der nicht mehr für Erdöl & Erdgas vergeudet wird, bleibt im Inland & finanziert nicht weiterhin #Kriege , #Terror, #Antisemitismus ! Go #Solarpunk, dear Church! ⛪️🔔🌞
https://sueden.social/@BlumeEvolution/114968911331960198
Möchte gerne versuchen, mehr zur Geschichte fossiler Gewaltenergien zu schreiben.
@ Michael Blume
04.08.2025, 08:54 Uhr
Desssen bin ich mir ja bewusst. Das ist vieleicht einer der Punkte an denen wir falsch abgebogen sind.
In Israel gibt es sogar auch noch Linke die diese Bezeichnung auch verdient haben. Ich glaube Du kannst Dir gar nicht vorstellen wie sympathisch mir Israel ist. Da gibt es viel wo wir vieleicht mal zuschauen und lernen können. Da muss ich gar keine Staatsräson bemühen (ein Relikt aus vordemokratischen Zeiten mit denen ich sowieso nichts anfangen kann ^^). Mir ist das nie in den Kopf gegangen und ich habe dafür auch nur Schläge bezogen: Während ich die Linke in Israel toll fand haben meine “Genossen” Terroristen bejubelt. Das ist krank …
Ich bin auch wirklich ganz weit davon entfernt Dir da blinde Parteilichkeit zu unterstellen. Im Gegenteil. Ich weiß das das nicht so ist. Wenn das so angekommen sein sollte wäre das ein Mißverständnis.
Das Oberlehrer-Argument finde ich schwierig. Bekommst Du das nicht dann auch wieder im Bezug auf Deine Meinung zu den fossilen Importen (die ich Teile) zu hören?
Vielen Dank für die gute Dialoge, @Uli Schoppe 🙌
Gerne gehe ich auf Deine Fragen ein:
“Das Oberlehrer-Argument finde ich schwierig. Bekommst Du das nicht dann auch wieder im Bezug auf Deine Meinung zu den fossilen Importen (die ich Teile) zu hören?”
Es dürfte nicht sehr viele Deutsche geben, die so viel und so intensiv mit jüdischen, christlichen, islamischen, ezidischen, anders- und nichtglaubenden Menschen aus dem gesamten eurasischen Gürtel sprachen und sprechen wie ich es tue. Und ich darf Dir also versichern, dass es kaum kurdische, arabische, israelische, türkische, iranische, palästinensische usw. Menschen gibt, die die europäische und vor allem auch deutsche Eurozentrik nicht erkennen: Wir sind bekannt als diejenigen, die gerne anderen das Hohelied der Menschenrechte vorsingen, um im nächsten Moment auch noch mit den schlimmsten Folter-Diktaturen fossile Geschäfte zu machen. Wir wettern gegen die Hamas – und finanzieren deren Hauptquartier in Katar. Wir beklagen den Krieg in der Ukraine – und finanzieren weiterhin Russland durch die Importe fossiler Gewaltenergien. Wir beklagen das Atomprogramm im Iran – und handeln weiterhin mit dem Regime, das auch die eigene Bevölkerung brutal unterdrückt.
Schon dass sehr viele Deutsche glauben, dass die Menschen im eurasischen Gürtel nicht bemerken würden, ist Teil des Problems. Wir haben einen großen Teil unserer Glaubwürdigkeit längst an den Fossilismus verloren – und werden in den Völkern und Staaten der Region erst dann wieder Gehör finden, wenn wir uns post-fossil ehrlich machen. Klar bekomme ich dafür Gegenwind von Deutschen, vor allem aus dem einstmals preußischen Norddeutschland:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-aus-dem-ehemaligen-preussen-warum-deutscher-energieglauben-auch-regional-gepraegt-ist/
Aber ich darf Dir versichern, dass die meisten Menschen, die auch nur ein bisschen Ahnung von Eurasien haben, Deutsche sehr schätzen, die auch das eigene Verhalten und Sprechen hin und wieder hinterfragen. Und da bist Du positiv mitgemeint! 🙂
Michael Blume,
zum Import von fossilen Brennstoffen. ergänzend.!
Langfristig betrachtet ist dieser Weg den Import einzuschränken richtig und nicht zu beanstanden.
Kurfristig betrachtet lauert schon die nächste Abhängigkeit.
aus google:
“Deutschland ist in hohem Maße von Importen kritischer Rohstoffe abhängig, was ein erhebliches wirtschaftliches und geopolitisches Risiko darstellt. Insbesondere die Abhängigkeit von wenigen Lieferländern und die steigende Nachfrage nach Rohstoffen für die Energiewende verstärken diese Risiken. ”
Konkret: Die Verwendung von seltenen Erden bei der Erzeugung von Akkus und der Erzeugung von E-Motoren Typ Synchron selbsterregt. Die Firma Renault verzichtet auf diesen Typ was auf Weitsicht hindeutet. Unsere Nobelmarken laufen in die neue Abhängigkeitsfalle. Und dieses Mal haben wir es mit einem Politriesen zu tun, China.
Ja, @Doe – dass wir unsere florierende Solarindustrie und die Technologieführerschaft bei Elektroautos an China quasi verschenkt haben, zeigt die Problematik kurzsichtiger Profitgier statt längerfristiger Strategien:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/enge-der-zeit-statt-technologieoffenheit-shareholdervalue-strategien-bei-boeing-und-mercedes/
Und auch ich sehe die Gefahr, dass wir bei den Batterietechnologien und dem grünen Wasserstoff die gleichen Fehler wiederholen und dann in ein paar Jahren über Abhängigkeiten klagen. Dabei könnten und sollen wir jetzt in Batterien ohne seltene Rohstoffe sowie in Recycling investieren – und generell begreifen, dass bei erneuerbaren Wohlstandsenergien auch die Wertschöpfung im Inland bleibt. Es ist eben nicht “realistisch”, sondern strategisch und auch wirtschaftlich außerordentlich dumm, ferne und manchmal feindselige Regime zu finanzieren, statt die eigene Wirtschaft zu stärken. Und wir sehen doch inzwischen alle, dass wir uns im Zweifel nicht einmal mehr auf die USA verlassen können.
Erneuerbare Friedens- und Wohlstandsenergien können außenwirtschaftliche Abhängigkeiten deutlich verringern – wenn sie mit ausreichend Investitionen und insbesondere Speichertechnologien vorangetrieben werden. Noch eine Pleite wie bei der einstmals deutschen Solarindustrie, für die Zehntausende erfolgreich und wertschöpfend arbeiteten, kann sich unser Land nicht leisten. Meine ich.
Michael Blume
Abhängigkeiten und wirtschaftliche Notwendigkeiten.
Wenn wir diesen Gedanken auf die erdölproduzierenden Staaten anwenden, dann sind die technologisch gesehen rückständig.
Wir sollten also auch denen helfen, eine funktionierende Industrie aufzubauen.
Oder dort zumindest investieren.
Tipp: Der schwebende Engel von Güstrow. Wir waren erst vor ein paar Tagen dort, das ist mehr als Kunst, der ist magisch. Sogar Honecker war dort !
Der hilft Grenzen zu überwinden.
@Doe
Danke, auch für den Hinweis auf den schwebenden Engel von Güstrow!
Bitte erlauben Sie mir dennoch, auch im Hinblick auf “die erdölproduzierenden Staaten” auf Realismus zu bestehen: Die Reformbereitschaft wird dort erst wachsen, wenn wir aufhören, sie fossil zu finanzieren und damit auch noch von ihnen abhängig zu machen.
Innerhalb von drei Tagen wurden alleine im Ressourcenfluch-Staat Saudi-Arabien 17 Menschen hingerichtet.
“Mit den 17 Hinrichtungen innerhalb von drei Tagen steuert das konservative Königreich auf einen neuen Negativrekord an vollstreckten Todesurteilen zu: Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP wurden 2025 bislang 239 Menschen hingerichtet, darunter 161 wegen Drogendelikten sowie 136 ausländische Staatsbürger.
Saudi-Arabien gehört zu den Ländern, in denen weltweit mit am häufigsten die Todesstrafe verhängt wird. 2024 waren dort laut AFP-Zählung 338 Todesurteile vollstreckt worden. Dies waren deutlich mehr als 2023, als in Saudi-Arabien 170 Menschen exekutiert worden waren. Mehr Exekutionen als in Saudi-Arabien gibt es laut Menschenrechtsorganisationen nur in China, gefolgt vom Iran.”
https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-08/todesstrafe-saudi-arabien-drogendelikte
Solange wir weiterhin Unmengen an den fossilen Gewaltenergien Erdöl und Erdgas importieren und verbrennen, nimmt kaum jemand im eurasischen Gürtel unsere Appelle für Menschenwürde, Menschenrechte, Reformen ernst. Mit jeder Energie-Entscheidung üben wir Macht über unsere Mitmenschen und Mitwelt aus.
@Michael 04.08. 08:54
„Auch wenn ich nerve, werde ich also weiterhin darauf beharren, dass die Welt keine deutschen Oberlehrer braucht, sondern einen schnelleren Abbau der Importe fossiler Gewaltenergien!“
Die Menschen bleiben wichtig, und bis zum Ende des Fossilismus sind vorübergehende Lösungen auch gefragt. Wie wäre es mit einer autonomen Palästinensischen Republik Sinai unter der Verwaltung von Ägypten?
Zumindest in Gaza ist alles zerstört, was hält die Menschen da noch? Und im Westjordanland werden nach und nach weiter Palästinenser enteignet. Eventuell demnächst sogar vollständig.
Ein Wüstensolarpunkprojekt Sinai wäre doch sowieso mal interessant. PV-Module haben dort den höchsten Ertrag, dicke genug für reichlich Entsalzungsanlagen, dass man sich florierende Städte bauen kann, mit viel Grün und Obst- und Gemüseanbau. Grundnahrungs- und Futtermittel muss man wohl importieren, das könnte aber praktikabel sein.
Möglicherweise sind die aktuellen Kriegserfahrungen auch der Anfang vom Ende des lokalen Islamismus. Das könnte hilfreich sein, wenn man sich auf die eigene Produktivität besinnen will, und gleich in den Solarpunkt bei der Gründung von neuen Städten einsteigen kann. Das wiederum könnte dann Vorbild für den Umbau der ganzen Region werden, wenn die Öl- und Gasgeschäfte von einer florierenden grünen Technik abgelöst werden.
Wenn PV-Module und Lithiumbatterien weiter immer kostengünstiger werden, werden das Fakten sein. Saisonale Energiespeicherung braucht man auf dem Sinai kaum, das ist ein wesentlicher Standortvorteil, neben den hohen Solarerträgen. Da lohnen sich doch Investitionen. Und die aktuelle Wüste auf dem Sinai ist sonst zu kaum was zu gebrauchen.
Den Menschen kann das helfen. Neben unserer eigenen Energiewende.
@Michael 04.08. 19:50
„Dabei könnten und sollen wir jetzt in Batterien ohne seltene Rohstoffe sowie in Recycling investieren – und generell begreifen, dass bei erneuerbaren Wohlstandsenergien auch die Wertschöpfung im Inland bleibt.“
Die Globalisierung hat ihre Vor- und Nachteile. Man kann sich gut ergänzen, macht sich dabei aber auch gegenseitig abhängig. Ob China genauso von uns abhängig ist wir wir inzwischen von China, weiß ich nicht. Ja, man könnte das generell abbauen, und mehr in Europa selber machen.
Solange wir aber aus Deutschland fleißig exportieren, müssen wir auch irgendwas importieren. Und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist deutlich größer als bei PV und Lithiumbatterien. Was wir an grüner Technik einmal gekauft haben, das ist hier und bleibt es auch, es braucht keinen weiteren Nachschub wie etwas Gaskraftwerke. Und die mitgekauften Rohstoffe bleiben auch hier, und dürften sich später recyceln lassen.
Und die seltenen Erden gibt es sicher nicht nur in China, das Handelsvolumen dürfte nur einfach zu niedrig sein, dass wir es nicht in Europa selber ausgraben und verarbeiten. Klar wäre das eine gute Idee, das selber zu machen. In Schweden soll es auch die passenden Vorkommen dafür geben.
Auch Lithium soll es jede Menge an verschiedenen Standorten in Europa geben.
Und auch die Installation von in China eingekaufter grünen Technik ist nicht unerheblich, und bleibt auf jeden Fall im eigenen Land. Auch angesichts unserer Exporte müssen wir mit unseren eigenen Arbeitskräften auskommen. Was keiner leisten kann, dass wird nicht nur erst teuer, es fällt dann auch schnell einfach ganz weg.
Ich wäre also auf jeden Fall dafür, ausgiebig in China einzukaufen, was da gerade so günstig einzukaufen ist. Aber natürlich können wir auch gucken, wie wir den Handel reduzieren, und jeder mehr sein eigenes Ding macht. Ein gewisser Kompromiss wäre es, dass chinesische Firmen in Europa und europäischen Firmen auch in China produzieren.
Insbesondere bei IT aller Art wäre ich dringend dafür, dass wir wenigstens die zugehörige Software selber schreiben, praktischerweise in Open-Source und zusammen mit allen Ländern dieser Welt, die beim Einsatz von IT auch nicht unnötig von China oder den USA abhängig sein wollen.
„Und wir sehen doch inzwischen alle, dass wir uns im Zweifel nicht einmal mehr auf die USA verlassen können.“
Klar, insbesondere ist die Zukunft der chinesischen Autokratie recht ungewiss. Die aktuellen Abhängigkeiten sind aber real, und nur längerfristig abbaubar. Ein Ende von Öl und Gas haben wir längst angefangen, aber auch das braucht seine Zeit und Ressourcen.
Wir wissen ja nicht einmal, wie stabil wir hier in Europa bleiben. Also, machen wir einfach, was näher liegt. Und gucken parallel dazu, was wir nicht doch auch selber können.
@Tobias 05:08, 0:44 Uhr
Habe nun einfach einmal Perplexity.ai gebeten, uns in Entwicklung befindliche oder sogar schon angewandte Batterietypen ohne seltene Rohstoffe vorzustellen. Damit möchte ich erneut betonen: Hätten wir weniger Geld in die Verlängerung fossiler Industrien und mehr Geld in Zukunftstechnologien investiert, stünde die Europäische Union heute sowohl wirtschaftlich wie klimatisch und nicht zuletzt strategisch sehr viel besser da. Und auch heute noch kosten uns fossile Lobbyisten in Politik, Medien und Wirtschaft durch ihre Verzögerungstaktiken sehr viel technologischen Fortschritt, Wohlstand und Zukunft.
Perplexity.ai:
Es gibt inzwischen verschiedene Batterietechnologien in der Entwicklung oder sogar bereits im praktischen Einsatz, die ohne seltene oder kritische Rohstoffe wie Lithium, Kobalt, Nickel oder Seltene Erden auskommen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Ansätze:
**1. Natrium-Ionen-Batterien**
– Diese Batterien ersetzen Lithium durch das reichlich verfügbare Natrium (beispielsweise aus Meersalz) und benötigen weder Kobalt noch Nickel.[1][2][3][4][5]
– Vorteile sind Kosteneffizienz, geringere Umweltbelastung und bessere Verfügbarkeit der Rohstoffe.
– Erste Serienproduktionen laufen bereits, vor allem in China; auch der schwedische Hersteller Northvolt hat einen Prototypen präsentiert.[5]
– Nachteil: Die Energiedichte ist noch geringer als bei Lithium-Ionen-Akkus, kann aber für stationäre Speicher und einfache Elektrofahrzeuge ausreichend sein.
**2. Zink-Batterien**
– Das deutsche Cleantech-Startup Hilabs testet in Rottenburg wiederaufladbare Zink-Hybridzellen, die ohne Lithium, Kobalt und Seltene Erden auskommen.[6][4]
– Vorteile: Zink ist gut verfügbar, Zink-Batterien sind sicher, recycelbar und hätten eine lange Lebensdauer.
– Einsatz: Bisher vor allem als stationäre Speicherlösung in der regionalen Energiewende.
**3. Sauerstoff-Ionen-Batterien**
– An der TU Wien wurde eine Batterie auf Basis keramischer Materialien entwickelt, die Sauerstoff-Ionen speichern kann und keine seltenen Elemente verwendet.[7]
– Vorteile: Besteht aus unbrennbaren Materialien, einfach zu recyceln, und potenziell für große stationäre Speicher geeignet.
**4. Aluminium-Ionen-Batterien**
– Aluminiumbasierte Batterien haben das Ziel, kritische Rohstoffe durch Aluminium (sehr verfügbar) zu ersetzen. Die Forschungen laufen, auch wenn Aluminium seit 2024 von der EU als kritischer Rohstoff klassifiziert ist.[2]
– Der Einsatz könnte vor allem bei stationären Speichern an Bedeutung gewinnen.
**5. Feststoffbatterien**
– Feststoffbatterien, beispielsweise mit keramischen Festkörperelektrolyten, versprechen bessere Umweltbilanz und können ohne seltene Rohstoffe auskommen. Sie sollen ab Mitte des Jahrzehnts in Serie gehen.[3][8]
– Sie bieten eine hohe Sicherheit, Schnellladefähigkeit und geringe Umweltbelastung.
**6. Redox-Flow-, Magnesium- und weitere Metall-Luft-Batterien**
– Redox-Flow-Systeme, Magnesium-Ionen- und Zink-Luft-Batterien sind noch weitgehend in Entwicklung, könnten langfristig aber ohne schwer verfügbare Rohstoffe auskommen.[4]
**Zusätzliche Entwicklungen:**
– Es gibt zahlreiche Forschungsprojekte, z.B. zur Verwendung nachwachsender Rohstoffe und Biomüll in Batterien.[2]
**Fazit:**
Es sind verschiedene Batterietypen auf dem Weg zur Marktreife, die ohne seltene Rohstoffe auskommen: Am weitesten verbreitet und am nächsten an der Anwendung sind derzeit Natrium-Ionen-Batterien, Zink-Batterien sowie bestimmte Feststoffbatterien. Für stationäre Anwendungen gibt es hier schon erste Pilotprojekte und industrielle Ansätze, im Bereich der Elektromobilität stehen vor allem Natrium-Ionen und Feststoffbatterien im Fokus der nächsten Jahre.
[1] https://www.enbw.com/blog/elektromobilitaet/laden/natrium-ionen-akku-was-macht-die-technologie-so-interessant/
[2] https://globalstudies.at/alternative-zu-kritischen-rohstoffen-am-beispiel-batterien/
[3] https://www.blick.ch/auto/news_n_trends/umwelt-mythen-ueber-batterien-in-elektroautos-im-fakten-check-id18591662.html
[4] https://www.isi.fraunhofer.de/de/blog/themen/batterie-update/alternative-batterie-technologien-lithium-ionen-potenziale-herausforderungen.html
[5] https://www.tagesschau.de/wirtschaft/technologie/northvolt-natrium-ionen-batterien-energiewende-nachhaltigkeit-elektroautos-100.html
[6] https://www.cleanthinking.de/hilabs-rottenburg-zink-batterien/
[7] https://www.eenews.ch/de/article/50877/tu-wien-erfindet-sauerstoff-ionen-batterie-ohne-seltene-erden-und-mit-langer-lebensdauer
[8] https://www.vattenfall.de/infowelt-energie/e-mobility/emobility-feststoffbatterie
[9] https://www.helmholtz.de/forschung/helmholtz-challenges/challenge/leistungsfaehige-batterien-ohne-die-verwendung-kritischer-rohstoffe-entwickeln/
[10] https://www.bdew.de/online-magazin-zweitausend50/stoffwechsel/batterien-aus-europa-fuer-elektroautos-interview-fraunhofer-institut/
[11] https://www.weltderphysik.de/gebiet/technik/nachrichten/2023/energiespeicher-lithium-ionen-batterie-ohne-kobalt/
[12] https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/neue-eu-verordnung-zu-kritischen-rohstoffen-deutsche-umwelthilfe-fordert-verbot-verschwenderischer/
[13] https://gdch.app/article/weder-selten-noch-alternativlos-4134839
[14] https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/chemie/neuer-ansatz-fuer-die-entwicklung-von-festkoerperbatterien/
[15] https://www.energie-experten.ch/de/wissen/detail/innovative-konzepte-als-alternativen-zur-lithium-ionen-batterie.html
[16] https://www.volkswagen.de/de/elektrofahrzeuge/nachhaltigkeit/herkunft-rohstoffe.html
[17] https://www.vbw-bayern.de/Redaktion/Frei-zugaengliche-Medien/Abteilungen-GS/Wirtschaftspolitik/2024/Downloads/241203_Position_Sichere-Rohstoffversorgung_final.pdf
https://www.welt.de/politik/deutschland/video6890dff4a0633c2f78efabd1/antisemitismus-in-berlin-seit-dem-7-oktober-sind-zwei-jahre-vergangen-der-hass-und-die-hetze-wuetet-auf-unseren-strassen-ungebremst-fort.html
https://www.youtube.com/watch?v=4f89ucvBOvg
Vielen Dank für diesen Link zum wichtigen Zwischenruf von Sarah Maria Sander, @RPGNo1 ! 🙌
Übrigens nehme ich hier auch die Medienlandschaft in die Pflicht. Wo war denn Empörung darüber zu lesen, dass sich Elon Musk drei Wochen nach dem Hamas-Terrormassaker mit dem fossilen Ressourcenfluch – Regime des Iran solidarisierte, das bis heute direkt die Hamas sowie die Hisbollah und Huthi unterstützt? Und dass auch die eigene Bevölkerung, besonders die ethnischen und religiösen Minderheiten sowie die Frauen mit brutaler Gewalt unterdrückt? Fühlen wir da wirklich mit – oder nur, wenn es uns gerade politisch in den Kram passt?
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/stehen-elon-musk-und-donald-trump-vor-dem-sieg-im-us-finale-saekularisierung-und-die-enge-der-zeit/
Stattdessen durfte Musk in der Berliner “Welt am Sonntag” zur Bundestagswahl 2025 zur Wahl der AfD aufrufen.
Wie ich oben schon schrieb: Kaum ein Mensch, der die komplexen Zustände im eurasischen Gürtel kennt, vermisst deutsche Oberlehrende. Wir finanzieren Kriege, Terror und Antisemitismus seit Jahrzehnten fossil mit, über die wir uns dann moralisch empören.
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-fossil-finanzierten-revolutionsgarden-als-die-heimlichen-herrscher-des-iran/
Ein glaubwürdiges Engagement für den Frieden, das sich auch selbst hinterfragt, ist und bleibt leider die ganz große Ausnahme.
Guten Morgen @RPGNo1, @Michael.
Vielen Dank für den Hinweis auf den Zwischenruf von Sarah Maria Sander.
Was mir auffällt: Bei meiner Recherche stelle ich fest, dass Frau Sanders Äußerungen vor allem in fragwürdigen bzw rechtspopulistischen Medien wie AchGut und Journalistenwatch aufgegriffen werden. In den Qualitätsmedien, die ich schätze, bleibt sie hingegen weitgehend unerwähnt, mit Ausnahme eines Artikels auf einer ZDF-Seite. Ich hoffe, ich habe einige Suchergebnisse übersehen.
Dies empfinde ich als besorgniserregend und bestärkt meine Hypothese, dass der israelisch-palästinensische Konflikt in vielen Teilen unserer Medienlandschaft verzerrt und einseitig dargestellt wird. Der offene Brief der “Kulturschaffenden” spiegelt diese Problematik eigentlich nur wider.
Am Ende des offenen Briefes findet sich ein Zusatz:
“Auch wir sind zutiefst erschüttert und betroffen durch die neu erschienen Aufnahmen der israelischen Geiseln.”
Dieser Satz erweckt den Eindruck, als würde man sich erst in den letzten Tagen auf das Schicksal der Geiseln besinnen – und das offenbar lediglich veranlasst durch die Videos, in denen diese von ihren Entführern in herabwürdigender Weise präsentiert werden. Das wirft m.E. die Frage auf, wie redlich die Absicht der Verfasser war.
@Michael 05.08. 09:05
„Und auch heute noch kosten uns fossile Lobbyisten in Politik, Medien und Wirtschaft durch ihre Verzögerungstaktiken sehr viel technologischen Fortschritt, Wohlstand und Zukunft.“
Jede Menge noch mehr PV zusammen mit bidirektional angeschlossenen E-Autos würde unsere Energiewende ziemlich schnell weiterbringen. China hat da vernünftig investiert, wir hier nicht so. Noch nicht mal die Rahmenbedingungen sind hier optimal.
Da ginge es wohl jetzt wirklich mit weiter, auch wenn man den Handel mit China nicht mehr so mag.
Die Entwicklung und der Aufbau von Produktionskapazitäten von Alternativen zu Lithiumakkus sind zu begrüßen, aber da drauf warten wäre jetzt m.E. ein Fehler. Zumal wir auch Alternativen zu Lithiumbatterien für mittelfristige und langfristige Ladezyklen auf jeden Fall brauchen. Das beißt sich entsprechend wenig damit, jetzt für die kurzfristigen Ladezyklen die Lithiumtechnik zu nutzen.
Was mir ehrlich etwas zu kurz kommt ist die Rolle der Türkei. Wenn man einen Unterstützerstaat sucht: Hier ist er. Das sollte uns nicht davon abhalten uns so schnell es geht von anderen Unterstützern abzunabeln.
Aber Herr E. hat ja laut genug gesagt, dass er die Hamas für Freiheitskämpfer hält. An der Türkei sind wir in meinen Augen näher dran als an Katar.
Ich müsste ja wegen E. ‘s Kritik des Militäreinsatzes im Gazastreifen froh sein denkt man.
Aber es gibt eine Grenze.
Da will man eigentlich nicht mehr einer Meinung sein.
Und wir würden hier in Europa zeigen das wir noch ein bischen Rücken haben. Auch von da finanziert sich die Hamas.
Den Iran ins Visier zu nehmen ist richtig aber billig…
Wenn das Wohlergehen Israels uns angeblich so am Herzen liegt.
Aber da macht man ja gern Urlaub. In Israel dann lieber doch nicht. Was ich ziemlich bezeichnend finde.
Was das Vorhaben sich von Öl und Gas abzunabeln auf keinen Fall schmälern sollte.
Aber wenn schon Staatsräson dann richtig. Wie soll mich denn ein Israeli ernst nehmen wenn ich das nicht hin bekomme?
Das ist mir ernst. Wenn ich behaupte mir liegen die Palästinenser am Herzen muß ich auch konsequent sein. Ich sag Dir meinen türkischen Kollegen passt meine Meinung dazu gar nicht. Die “honorieren das auch entsprechend. Was keinen Spaß macht.
Ja, @Uli Schoppe – neben den arabischen und iranischen Financiers hat die Hamas auch zahlreiche Unterstützende bis hin zu Präsidenten. Antisemitismus ist auch in der Türkei weit verbreitet, obgleich beide Länder Ihre diplomatischen Beziehungen aufrecht erhalten.
Haltung dagegen ist wichtig – Danke -, gleichwohl ersetzt sie nicht die Aufgabe, die derzeit in Doha, Katar, residierende Terrororganisation nicht länger (fossil) zu finanzieren. Gegen die Hamas, Hisbollah, Huthi, Wagner eingestellt zu sein und ihnen gleichzeitig weiteres Geld zu überweisen macht einfach keinen Sinn. Und davon ist lange und oft genug abgelenkt worden. Meine ich.
Ich dachte das wäre deutlich und ich hätte das so geschrieben.
Notiz an mich : weniger Text, mehr Struktur Uli!
Nein, @Uli – sei das nicht zu streng zu Dir. Wenn ich etwas ergänze, dann muss das gar kein Widerspruch sein. In textlicher Kommunikation geht einfach immer viel verloren.
Ein Essay von Louis Lewitan
https://www.juedische-allgemeine.de/meinung/aufstand-der-moralapostel/
Ich musste beim Lesen mehrfach unwillkürlich nicken. Louis Lewitan hat meine Gefühlslage zum Offenen Brief gut eingefangen.
Übrigens: Den Aufruf hat, wenig verwunderlich, auch Deborah Feldman unterschrieben.
Lieben Dank für die Hinweise und den Link, @RPGNo1
Und Deborah Feldman hatte mich ja auch schon auf X angegangen, hatte dort gepostet:
“Ach Herr Blume, konvertieren Sie doch endlich. Es gibt in Deutschland jede Menge ‘Rabbiner’ die Ihnen den Schein aushändigen würden. Später wenn der Jesus wieder kommt können Sie dann belegen, dass sie ganze Zeit über geglaubt hatten! Halleluja!”
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/medienerfahrungen-zwischen-dialog-und-dualismus-eine-ki-gestuetzte-reflektion/
Mir scheint: Da es mir offensichtlich gelingt, sowohl rechte wie libertäre und linke, religiöse wie auch säkulare Dualist:innen zu ärgern, scheine ich ja irgendwie gut in der dialogischen Mitte zu sein! 🙂
👍 😀
Danke für die kleine Ermutigung, @RPGNo1 😊🙏🌈
Leider musste ich heute morgen aber auch posten:
In den letzten Wochen stand ich gegen antisemitische #Gewalt in #Langenau, #Mannheim & #BadenBaden und warne erneut: Wer glaubt, mit Bildern aus #Gaza gegen jüdische Menschen hetzen zu dürfen oder mit dem Kampf gegen #Antisemitismus & #Verschwörungsmythen jüdischen Menschen „einen Gefallen“ zu tun, hat noch gar nichts begriffen.
Dieser #Hass beginnt immer bei #Juden, endet aber nie bei ihnen. Eskalierender #Verschwörungsglauben führt weltweit zu entgrenzter Gewalt! 😞🔥🤔
https://sueden.social/@BlumeEvolution/114992303227336296
Noch immer haben wir die digitale Polarisierung, Zerblasung und Radikalisierung nicht gestoppt. Und gerade auch an den – meist männlichen – Trollen und Hatern auch hier auf dem Blog (deren extrem dualistische Drukos ich längst nicht mehr freischalte, aber bisweilen der Polizei melde) lässt sich feststellen: Das Internet hat viele Menschen in abgrundtiefen Freund-Feind-Dualismus abstürzen lassen.
Ich tröste mich sogar damit, dass diese meist biografisch und beruflich gescheiterten Leute wenigstens so lange keine anderen Menschen belästigen können, solange sie sich an mir abarbeiten…
Festival lädt Philharmoniker mit Dirigent aus Israel aus | Jüdische Allgemeine https://share.google/jA3zO79OWGpmvlGB2
Ich bin so langsam an dem Punkt, wo ich mir die Frage stelle, ob wir Menschen überhaupt noch friedlich leben wollen oder ob wir in der Mehrheit feindselige Dualisten sind.
Kunst und Kultur sollen die Menschen verbinden. Das scheint kaum noch möglich.
Alles gerät aus den Fugen, Verstand und Vernunft sind ausgeschaltet.
Jetzt meint auch noch der baden-württembergische MP, man hätte schon längst mit der AfD solche Gespräche wie Boris Palmer führen sollen. Ich finde, es muss auch Grenzen geben. Gerade die Grünen werden die ersten sein, die nach der Machtübernahme der AfD verboten werden. Vielleicht auch inhaftiert, gequält, ermordet?
In den USA steigt die Zahl politisch motivierter Morde. Diese sind bei uns glücklicherweise eher selten. Jeder und alles ist angreifbar – auch hier.
Was muss erst noch alles passieren, bis die Mehrheit der Menschen der Vernunft, der Sachlichkeit, der unteilbaren Menschenwürde und dem dialogischen Monismus eine ernsthafte Chance gibt?
Ich lese “Die Feuer des Hasses” und versuche, den zerstörerischen Hass nicht an mich heranzulassen. Falls es irgendwann ein friedlicheres Danach für uns geben sollte, finde ich es wichtig, die heutigen Erfahrungen und wie sie auf uns wirken, nicht zu verschweigen.
Das verlinkte Essay ist länger, bietet aber eine interessante Perspektive.
https://ideas.tikvah.org/mosaic/essays/there-won-t-be-a-palestinian-state-in-the-west-bank-it-s-time-to-reconsider-the-j
Über Elliot Adams heißt es:
https://de.wikipedia.org/wiki/Elliott_Abrams
UEFA vor Entscheidung zu Israel, USA machen Druck auf FIFA | sportschau.de https://share.google/qXC4cD8fG2rs6kOTq
Wie auch immer entschieden wird, es entsteht wieder neuer Hass.