Ebner, Katzer & Adorno – Drei Lesetips zur digitalen Radikalisierung

In Oberaichen, einem Ortsteil meiner Nachbarstadt Leinfelden-Echterdingen, tobt seit Längerem ein Konflikt um den Bau einer Moschee, für den ich letztes Jahr sogar einmal als Schlichter im Gespräch war. Stattdessen haben inzwischen jedoch leider schärfere Stimmen die Debatte gekapert, die auch von weither versuchen, Konflikt und Ängste anzuheizen. So wurden rechtsextreme Flugblätter gedruckt und verteilt, in denen vor einer “Islamisierung im Anflug” gewarnt und die gewählten Volksvertreter direkt der Verschwörung beschuldigt wurden: “Die Lotsen sitzen im Gemeinderat”. Im Text selbst wird der antisemitisch-rassistische Verschwörungsmythos eines angeblichen Bevölkerungsaustausches stark gemacht: “Lokalpolitiker täuschen stets vor, Integration könne mit genug Eifer und Toleranz gelingen. Tatsächlich folgt darauf eine gelungene Invasion”. Und das Ganze mündet, klar, in die Einladung zur digitalen Radikalisierung: “Vernetze Dich! Folge wehrhaften Gruppen auf Facebook und Telegram”.

Vor genau dieser digitalen Verrohung und Radikalisierung, dessen Spitze der Verschwörungsglauben des Antisemitismus bildet, habe ich in Büchern, Vorträgen, Interviews usw. immer wieder gewarnt und inzwischen auch persönliche Konsequenzen gezogen. Aber erfreulicherweise bin ich damit ganz und gar nicht alleine und möchte heute drei m.E. sehr lesenswerte Bücher zum Thema vorstellen und empfehlen.

1. Julia Ebner: Radikalisierungsmaschinen

Bereits mit “Wut” hatte die österreichische Extremismusforscherin Julia Ebner wichtige Einblicke in die emotionale Verrohung eröffnet, die vor allem rechtsextremen und islamistischen Anwerbern des Ansprechen von immer mehr Menschen erleichtern. Mit ihrem neuen “Radikalisierungsmaschinen. Wie Extremisten die neuen Medien nutzen und uns manipulieren” berichtet sie nun aus dem Inneren sowohl rechtsextremer wie islamistischer “Social-Media”-Gruppen – und zeigt eindrucksvoll, dass öffentliche Portale wie Facebook längst dafür genutzt werden, Menschen anzulocken, zu überprüfen und dann in noch radikalere Chats und Gruppen (etwa auf Gaming-Seiten) zu überführen. Ich habe dieses Buch immer wieder vor allem auch Juristinnen, Polizisten und besorgten Angehörigen empfohlen, die verstehen wollen, wie Menschen inzwischen innerhalb weniger Monate digital in die Gewaltbereitschaft abgleiten können.

Lesetip 1: “Radikalisierungsmaschienen” von Julia Ebner, Suhrkamp

2. Catarina Katzer: Cyberpsychologie

Eine sehr fachliche, aber umso eindrucksvollere Übersicht über psychologische Studien und Thesen zu den Folgen digitalen Überkonsums präsentierte Dr. Catarina Katzer bereits 2016 unter dem Titel “Cyberpsychologie. Wie das Internet uns verändert“. Da das Buch mitten in eine noch euphorische Stimmung platzte, traf es anfangs auf vielfache Widerstände – wird aber gerade auch die Erfahrungen und Befunde seitdem immer wieder bestätigt. So halte ich es für gut möglich, dass dieses sozialpsychologische Sachbuch noch eine größere Zukunft vor sich hat – als frühe Übersicht über fachlich begründete Prognosen, die dann auch großteils eingetroffen sind.

Catarina Katzer: Cyberpsychologie“, dtv-Verlag

3.Max Horkheimer & Theodor Adorno: Kulturindustrie
Gerade auch linksgerichteten Freundinnen und Freunden empfehle ich gerne einen (leider teilweise in Vergessenheit geratenen) Klassiker der Frankfurter Schule, der bereits 1940 angelegt worden war: “Kulturindustrie. Aufklärung als Massenbetrug“.

Denn während das ökonimistische Denken des Marxismus leider bis heute weitgehend “medienblind” geblieben ist, gelang Horkheimer und Adorno bereits damals ein Blick auch auf die Gefahren von Massenmedien, S. 62: “Die Nationalsozialisten selber wußten, dass der Rundfunk ihrer Sache Gestalt verlieh wie die Druckerpresse der Reformation.”

Damit gelang es Horkheimer und Adorno auch, einem Vulgär-Materialismus zu entrinnen, nachdem alles besser würde, wenn es nur möglichst billig und massenhaft verfügbar wäre. Sie warnten stattdessen davor, dass sinkende Kosten für Medienprodukte der Manipulation durch Werbung (“Reklame”) und Propaganda Tür und Tor öffne – und auch zu einer Verrohung der Umgangsformen führe. S. 64: “In der Kulturindustrie verschwindet wie die Kritik so der Respekt: jene wird von der mechanischen Expertise, dieser vom vergeßlichen Kultus der Prominenz beerbt. Den Konsumenten ist nichts mehr teuer. Dabei ahnen sie doch, daß ihnen umso weniger etwas geschenkt wird, je weniger es kostet. Das doppelte Mißtrauen gegen die traditionelle Kultur als Ideologie vermischt sich mit dem gegen die industrialisierte als Schwindel.”

Die hier zitierte Reclam-Ausgabe überzeugt schließlich auch durch ebenso knappe wie kritische und weiterführende Einordnungen von Ralf Kellermann. Wer also die scharfe Kritik des Medienwissenschaftlers Bernhard Pörksen an der Flachheit heutigen, medienpolitischen Denkens (auch auf der Linken) nachvollziehen kann, möge sich selbst an der Wiederentdeckung von “Kulturindustrie” beteiligen!

Max Horkheimer & Theodor W. Adorno: “Kulturindustrie“, Reclam

Warum sich das Lesen lohnt…

Medien haben die menschliche Geschichte sehr viel tiefer geformt, als die meisten bisher erkennen. Wenige Beispiele: Das Alphabet ermöglichte den Semitismus und das Judentum als erste “Religion der Schrift” hervor. Der Buchdruck befeuerte Hexenwahn und Antisemitismus, aber auch die Reformation und schließlich die Aufklärung. Das Verbot des Buchdrucks arabischer Lettern ab 1485 stürzte den Islam in die – bis heute anhaltende – Krise. Die elektronischen Massenmedien ermöglichten den Aufstieg der Nationalsozialisten und Stalinisten. Und derzeit befinden wir uns wieder in einer Medien-Umwälzung voller Chancen – und voller Risiken.

Es lohnt, darüber nachzudenken, zu sprechen und zu lesen. Denn es geht um nicht weniger als unsere gemeinsamen Zukunft.

 

Michael Blume

Dr. Michael Blume studierte Religions- und Politikwissenschaft und promovierte über Religion in der Hirn- und Evolutionsforschung. Buchautor, Uni-Dozent, Wissenschaftsblogger und christlich-islamischer Familienvater. Zuletzt erschienen "Islam in der Krise" (2017) und "Warum der Antisemitismus uns alle bedroht" (2019). Hat auch in Krisenregionen manches erlebt und überlebt... Auf "Natur des Glaubens" bloggt er seit vielen Jahren wöchentlich, um Religionswissenschaft zugänglich und diskutierbar zu machen.

94 Kommentare

  1. Naja, vergleiche mit :

    -> https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturindustrie_–_Aufklärung_als_Massenbetrug

    Max und Theodor, später kam noch Herbert (Marcuse) hinzu, der die Sexualität zu bewerkstelligen wusste, als sozusagen allgemein verfügbar und eher fremd der Fortpflanzung, waren halt nicht so “die Bringer”. [1]
    Ihr Verlangen galt dem Kollektivismus, den sie im Sinne von Lenin (“Die liberale Demokratie wird durch den Faschismus abgelöst und erst dann gewinnt der (internationalistische) Kollektivismus!”) auszulegen wussten, auch Antonio Gramsci folgend.
    Blöd halt, dass der “Spätkapitalismus” auch heute noch besteht und sich insbesondere gegen Kollektivismen aller Art abzufeimen sucht.

    Schlaue Kollegen, fürwahr!, wobei Dr. Webbaer abär gerne auch daran erinnert, dass sie grundsätzlich falsch lagen und Adorno selbst, von eigener Saat gesät sozusagen, im Hörsaal angegriffen worden ist, so um 1969 herum.

    MFG – WB (der also weiterhin in “Sapere-Aude” macht, nicht von Neo- oder Kulturmarxisten irritiert werden konnte)

    [1]

    Marcuse galt einigen sozusagen als Godfather der seinerzeit so genannten sexuellen Revolution.

    • Vielen Dank, @Webbaer. Es ist spannend, dass Sie auf diverse Buchempfehlungen zu digitaler Radikalisierung mit Ausführungen (Ängsten?) zur sog. „sexuellen Revolution“ reagieren…

      Sehen Sie da einen thematischen Zusammenhang zwischen Medien & Sexualität? Oder hat Sie ggf. die Empfehlung für (auch) zwei Autorinnen verstört? Oder war es etwas ganz Anderes? 🤔🤷‍♂️

      • Opi Webbaer kann mit Adorno und Genossen etwas anfangen, mit den anderen zur Lektüre Empfohlenen nicht.
        Sexualität und Mode scheint auch Ihrer Topoi zu sein, werter Herr Dr. Michael Blume.
        Mit freundlichen Grüßen und weiterhin viel Erfolg
        Dr. Webbaer (der es ernst meint, Sie legen ja auf derartige Feststellung ein wenig Wert, ja Dr. Webbaer meint es so ernst, wird Sie immer bestmöglich unterstützen)

        • Dass Sie von Wissenschaftlerinnen nicht viel halten, haben Sie ja bereits verschiedentlich deutlich gemacht. Was genau können Sie denn „mit Adorno“ anfangen, @Webbaer?

          Und wo hätte ich jemals über „Sexualität und Mode“ gebloggt? (Keine schlechte Anregung, übrigens.)

          • Die Bedeutung (2) war gemeint :

            -> https://www.duden.de/rechtschreibung/Mode_Kleidung_Stil_Geschmack

            Also in diesem Sinne haben Sie, lieber Herr Dr. Michael Blume doch schon einiges geschrieben, im Zusammenhang mit Religion und Fertilität.
            Dr. Webbaer weist den Vorhalt ‘von Wissenschaftlerinnen nicht viel zu halten’ zurück, so blöde ist er dann doch nicht.
            Auch der Neomarxismus, der Kulturmarxismus wird hier als “Mode” verstanden, denn er taugt nicht viel und schädigt den gesellschaftlichen Zusammenhalt, finden Sie nicht auch?
            Klar, Religion als Mode zu bezeichnen, ist etwas ursisch-zynisch.
            An Adorno mag der Schreiber dieser Zeilen seine Verständigkeit, seine Zähigkeit mit der er die liberale Demokratie herunterziehen konnte, insbesondere die bundesdeutsche, Dr. Webbaer kann sich erinnern, wie es seinem Interviewpartner mal zu viel wurde und der ihm vorhielt nicht konstruktiv zu sein und Adorno dann lang und breit erklärte, dass Kritik nicht konstruktiv sein muss, gar rein zerstörerisch sein darf, dass Kritiker nicht aufgefordert werden müssen konstruktiv zu sein; das kam bei Dr. Webbaer gut an, weil es richtig ist.
            Ansonsten hält der Schreiber dieser Zeilen sehr viel für falsch bzw. schädlich von dem, was Adorno ausgesagt hat, bei Bedarf bitte auf einzelne Aussagen eingehen.

            Mit freundlichen Grüßen
            Dr. Webbaer (der eigentlich nur janz entspannt ein wenig Feedback geben wollte, bevor keiner etwas schreibt sozusagen)

            PS:
            In puncto Web-Soziologie stimmt Ihnen Dr. Webbaer teils recht weitgehend zu, er hat allerdings so-o viel schlechte Web-Philosophie zK nehmen müssen, dass er hier im Sinne von Peter Lustig schnell ans Abschalten denkt.
            Kürzlich hat ihn bspw. auch Sascha L schwer enttäuscht.

          • Ja, @Webbaer – Themen wie Sexualität, Fertilität, Vielfalt etc. machen mir tatsächlich keine Angst. Wohl deshalb frage ich tatsächlich interessiert nach, wenn etwa Männer eine promovierte Physikerin und Bundeskanzlerin als „Frauchen“ abtun – Sie haben das ja dann auch zurückgenommen. Jetzt aber wieder zwei Autorinnen abgetan, die zu lesen ich wirklich nur empfehlen kann. Aber was soll‘s, ich sehe Ihnen gegenüber keinen Erziehungsauftrag, mein Interesse ist ehrlich.

            Adorno und Horkheimer achte ich als bedeutende Intellektuelle – die jedoch auch in vielem falsch lagen. So hat besagter „Kritik-muss-nicht-konstruktiv-sein“-Adorno schließlich selbst die Polizei gerufen, als Studierende sein Institut besetzten. Wer Extremismus gegen andere rechtfertigt, bleibt selbst nicht immun. Und auch hier spielten zuletzt unbearbeitete Geschlechterfragen eine Rolle, vgl. das sog. „Busenattentat“:

            https://de.m.wikipedia.org/wiki/Busenattentat

            Und dennoch hielte ich es für eine Schwäche, nur die eigenen Gewährsleute zu lesen und nur die eigenen Argumente zu kennen. „Kulturindustrie“ hat mich in vielfacher Hinsicht positiv überrascht.

          • Lieber Herr Dr. Michael Blume,
            also i.p. Webkultur und so, Hass muss nicht sein, darf zu Hause bleiben, wird Dr. Webbaer Sie gerne gelegentlich ergänzen,
            Sie scheinen da “gut drauf” zu sein.
            Mal von haltlosen Unterstellungen abgesehen, haha.
            Wichtig ist miteinander zu sprechen, auch wenn unterschiedliche Meinungen vorliegen und über den anderen böse gemutmaßt (aber so nicht ausgesprochen) wird.
            Viel Erfolg als Antisemitismus-Beauftragter und mit Ihrer weiteren wissenschaftlichen und publizistischen Arbeit,
            Dr. Webbaer

          • So ist es, @Webbaer. Umso mehr hat mich Ihr letzter Kommentar gewundert, den ich beim besten Willen nicht freischalten konnte.

            Vielleicht tut eine kleine Pause vom Diskutieren und Rechts-Verteidigen auch mal gut.

            Ihnen eine gute Woche und weiterhin viel gute Resonanz beim – gerne auch streitigen, aber bitte immer würdigen – Debattieren.

          • Umso mehr hat mich Ihr letzter Kommentar gewundert, den ich beim besten Willen nicht freischalten konnte.

            No problemo, Dr. W weiß um Ihre exponierte Position und will nicht behindern.
            MFG + schöne Woche noch
            Dr. Webbaer

  2. Jetzt ist man als alter, an Hans Eisler geschulter Linker nicht einmal mehr auf Blogs von CDU-Mitgliedern davor geschützt, Adorno anempfohlen zu bekommen? Und ausgerechnet auch noch den die ganze Rock- und Popmusik verdammenden Text, der die Leser seiner Generation dazu verpflichtete, nur zur akustischen Klampfe Vorgetragenes als potentiell wertvoll zu achten, und einen Miles Davis, einen Jimi Hendrix in die Tonne zu treten? Was Adorno wohl zu Frank Zappa gesagt hätte?

    Na gut. Das ist der Preis, den wir wohl zahlen müssen für die „Sozialdemokratisierung der CDU“. Isses, zugegeben, ja wert. Die alten Grabenkämpfe sind wohl obsolet, nur bin ich mit auch schon über 50 wohl zu alt, meinen Graben zu verlassen.

    • Oh ja, @Alubehüteter – der Zeit, in denen alle außerhalb des eigenen Milieus und der eigenen Partei „doof“ oder gar „böse“ seien, trauern hoffentlich nur wenige nach.

      An mich selbst habe ich – zumal als Religions- und Politikwissenschaftler – den Anspruch, die verschiedenen Religionen und Weltanschauungen auch tatsächlich zu verstehen. Dazu gehört das Lesen von Gedeon bis Horkheimer, von „Mein Kampf“ über Evola bis zu von Hayek, Jeanne Hersch, Bhagavad Gita, Koran und Talmud. Und natürlich Ihre Kommentare. 🤗📚🌈

      • Ja, nachdem sich Schwarz-Rot-Grün in vieler Hinsicht kaum noch unterscheiden ist rechts ordentlich Platz geworden.
        In Deutschland könnte sogar neben der eher wirtschaftliberalen AfD für eine weitere nationale Partei Platz sein die mehr Wert auf das Sozialwesen legt.

          • Nein in keinster Weise.
            Ich, die AfD oder eine solche (theoretische) Partei will ja niemanden etwas tun, oder gar verfolgen.
            Aber was an einem angemessenen Bekenntnis zur eigenen Nationalität und einem angemessenen Sozialwesen falsch sein sollte sehe ich wirklich nicht.

          • Naja, @Markweger – Sie haben ja schon deutlich gemacht, dass für Sie „Negride“, Muslime, Juden nicht zur deutschen „Nationalität“ gehören. Damit widersprechen Sie Grundgesetz & Rechtsstaat, die Staatsbürgerschaft unabhängig von Herkunft, Hautfarbe und Religion definieren, natürlich fundamental.

        • So, wie es gegenwärtig aussieht, wird sich Rot von Schwarz-Grün zukünftig wieder mehr unterscheiden wollen. Die nächste GroKo aber wird Schwarz-Grün sein. Ja, da wäre Platz für eine konservative Partei. Den aber hat die AfD mit ihrem Flügel aufgegeben.

          Das gute für uns Linke bei den Rechten ist, daß sie so ausländerfeindlich sind. Gegen die Flüchtlinge könnte man eine Menge punkten nicht nur bei den Türken aus AKP-nahem Milieu. Aber dazu müsste man akzeptieren, daß die schon länger hier Lebenden noch viel länger bleiben, und daß der Islam nicht als solcher eine Bedrohung ist. Der Flügel aber faselt von „Remigration“, von „in Anatolien entsorgen“. Und das gibt nichts mehr.

          • Naja, für die Roten sehe ich mit der neuen Führung Schwarz.
            Und ob sich Schwarz-Grün ausgeht wäre ich mir wirklich nicht sicher.

          • Zu schwarz-grün gibt es bis auf weiteres keine Alternative. Selbst wenn die AfD sich des Flügels entledigt hätte, wären da noch zu viele Abenteurer, die sind noch nicht so weit. Deutschland ist nicht Österreich. Mit einem Schmierlappen wie Strache koaliert zu haben wäre bei uns auch für den Kanzler tödlich.

            Eine weitere GroKo würde die SPD nicht überleben. Und schwarz-gelb reicht nicht. Vielleicht darf Lindner bißchen mitregieren, aber Säule ist schwarz-grün.

            Da wäre, wie gesagt, Platz für eine Partei rechts von CDU/CSU diesseits der braunen Schmuddelecke. Aber die AfD hat sich entschieden, sich von den Braunen nicht zu trennen.

      • Bin ja doch neugierig, wo Sie meine Kommentare verorten würden zwischen Bhagavad Gita und Mein Kampf … 🤗 Will es vielleicht aber auch lieber nicht wissen 😳

  3. Eines mag stimmen.
    Im digitalen Zeitalter lassen sich manche Informationen schwerer unter den Teich kehren als vorher.
    Und Moscheen haben wir wirklich schon viel zu viele.

  4. Vielen Dank für die Buchempfehlungen, lieber Herr Blume.
    Die beiden Autorinnen kannte ich noch nicht.
    Wenn wir es dann noch irgendwann hinkriegen die Welt nicht in rechts oder links einzuteilen, sondern in intellektuell Redliche und Unredliche (z.B.), dann wäre das aus meiner Sicht auch ein großer Fortschritt.
    Und wenn sich dann noch die, die Probleme erkannt haben, und sich wirklich kümmern wollen, unabhängig von ihren Prägungen und Überzeugungen gemeinsam kümmern, dann wäre mein wichtigster Weihnachtswunsch fast schon erfüllt.
    In diesem Sinne eine schöne Adventszeit für Sie.

  5. @ Michael Blume

    Nachtrag:
    Mich hat sehr gefreut, dass Sie Jeanne Hersch erwähnen, die mich sehr beeindruckt, aber auch öfters zum Widerspruch gereizt hat.
    Solche Menschen kann es gar nicht genug geben.

  6. @Alisier

    „Wenn wir es dann noch irgendwann hinkriegen die Welt nicht in rechts oder links einzuteilen, sondern in intellektuell Redliche und Unredliche (z.B.), dann wäre das aus meiner Sicht auch ein großer Fortschritt. Und wenn sich dann noch die, die Probleme erkannt haben, und sich wirklich kümmern wollen, unabhängig von ihren Prägungen und Überzeugungen gemeinsam kümmern,…“

    Ja das finde ich ja eine ganz gute Idee.

    Ich denke zur Zeit darüber nach, wie wir ein „soziales Netzwerk“ – ich würde eher sagen eine nutzerfreundliche Kommunikationsplattform – hinkriegen können. In Opensource, so dass überhaupt erst keine Daten gesammelt werden, und öffentlichrechtlich finanziert. Ob man dann noch juristisch den gröbsten Unsinn noch als Volksverhetzung einer gewissen Strafbarkeit zuführen könnte, da könnte man ganz, ganz vorsichtig wenigstens mal drüber nachdenken.

    In China soll es die Regelung geben, dass wenn man mehr als 1000 Leser hat, und man Zeugs postet, das nicht der Wahrheit entspricht, dass man sich dann damit strafbar machen kann. Hier ist natürlich das Problem, wer darüber entscheiden soll, was jetzt wahr und falsch, bzw. gröbstens unredlich und gleichzeitig destruktiv ist, oder was nur schräge Meinung ist und damit tolerierbar sein sollte. Das ist eine wirklich schwierige Sache. Hier hoffe ich vor allem, dass das nicht nötig ist, wenn die Menschen lernen, Fakenews zu erkennen und angemessen damit umzugehen.

  7. Es geht in China nicht darum was wahr ist, sondern darum was der Regierung in den Kram paßt.
    Und darum geht es bei uns auch.
    Geschehen dass der Regierung nicht paßt ist Fake oder Hate speech.
    Aber die komunistische Diktatur Chinas ist da schon ein Vorbild. Aber sicher.

    • Ganz genau, @Markweger – wenn Ihre Bewegung eines “nationalistischen Sozialismus” erfolgreich wäre, würde sie ebenfalls ein System wie in China einführen – samt Vertreibung ethnischer und religiöser Minderheiten (“Negriden”, Juden, Muslime) aus Europa und der Unterdrückung jeder Opposition, im Internet und gerne auch per Lager. Schon jetzt beschimpfen Sie ja demokratisch gewählte Politikerinnen und Politiker als “Verräter”, die eine “Auslöschung” betreiben wollten. Es ist doch klar, was Sie und Ihresgleichen gerne täten, sobald Sie die Macht dazu hätten.

      Sie nutzen die Freiheiten des demokratischen Rechtsstaates, um sich selbst als Opfer einer vermeintlichen jüdischen Verschwörung zu gerieren (“Kalergie-Plan”, Einsteins “jüdische Physik” usw.). Und gleichzeitig würden Sie diesen demokratischen Rechtsstaat und dessen Grund- und Menschenrechte gerne abschaffen. Doch auch dann wären Sie unglücklich (und ggf. von den “eigenen Leuten” verfolgt), denn der Grund Ihrer Unzufriedenheiten liegt in Ihnen selbst, verstärkt durch die gefühlte Resonanz in digitalen Medien.

      • Wie immer, Herr Blume, interpretieren Sie das was ich sage in einem extremen Sinne was nicht entfernt aus dem hervorgeht was ich sage.

        Und so gesehen läge die “Unzufriedenheit” in allen jenen die gegen diese Massenzuwanderung sind bzw. alle die einen einigermaßen ähnlichen Standpunkt haben wie ich. Das wird aber nicht der Fall sein. Dass man etwas ablehnt ist nicht ein Ausdruck innerer Unzufiredenheit sondern man ist eben ganz einfach mit manchen Dingen nicht einverstanden. Aber wie gesagt da bin ich nicht gerade alleine.

        • Naja, @Markweger – Sie haben ja nicht nur eine allgemeine „Unzufriedenheit“ formuliert, sondern die Vermutung eines „Kalergi-Plans“ durch die eigene Regierung zur „Auslöschung“ des deutschen Volkes. Oder wollen Sie davon etwas zurücknehmen?

          • Herr Blume
            ich sehe wirklich nicht wie das Ausdruck einer inneren Unzufriedenheit sein sollte.
            Eine Ablehnung dieser Vorgänge allemal, aber da gibt es viele die das ablehenen.

          • @Markweger – der Punkt ist, dass Sie (und, ja, auch andere Antisemiten) „Vorgänge ablehnen“, die nur in Ihrer Phantasie existieren. Tatsächlich gibt es weder einen Hooton- noch einen Kalergi-Plan, keine „Auslöschung“ und keine Einstein-jüdische-Physik-Verschwörung. Die Welt und die Menschen darin sind weit besser, als Sie glauben (können). 🤗🌈

  8. @Redlichkeitswerte

    Wie wär das, wenn Beiträge in Netzwerken bzw. Kommunikationsplattformen von einer Art Redlichkeitsprüfung bewertete werden könnten? Teils mit KI automatisiert könnte jedem Beitrag ein Wert zwischen 0 und 100 % zugeordnet werden. Am besten durch verschiedene Institutionen, vielleicht 3 oder 5 verschiedene. Wenn man dann einen Beitrag mit schlechten Werten sieht, kann man gleich weiterblättern.

    Nicht für Facobook und Co, die sind meiner Meinung nach schon wegen der Datensammelei und der Werbefinanzierung komplett zu boykottieren. Aber wenns mal eine vernünftige Plattform gibt, z.B. so vernünftig wie Wikipedia, dann wären solche Redlichkeitswerte womöglich eine Maßnahme, um destruktive Lügerei zu begrenzen.

    • Nette Idee, aber dafür gibt es inzwischen zu viele Bots, die „liken“. Es müßten schon Institutionen sein, die bürgen. Den Ansatz, daß Correctiv.org bei Facebook Fakenews markiert, finde ich nicht schlecht. Wer Correctiv nicht traut, kann ja trotzdem klicken.

  9. @Markweger Unzufriedenheit

    Destruktive Argumente können auch einer angemessenen Zielsetzung schaden. Die Unterstellung einer geplanten Umvolkung, die angeblich maßgebliche Minderwertigkeit von Negriden und auch die Auffassung, dass Muslime hier nichts verloren haben, ist nicht nachvollziehbar.

    Wenn man hier allgemeine Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben als Ursache für derart irrationale Argumente annimmt, ist das naheliegend. Und die Idee, das hier eigentlich gegen die Demokratie gearbeitet wird, ist auch nicht abwegig.

    Dass grundsätzlich viele meinen, dass wir zuviel Migration und zuwenig eigenen Nachwuchs haben, ist allerdings sehr wohl nachvollziehbar, meine ich.

    Wir sind aktuell bei 24 % Mitbürgern mit Migrationshintergrund. Dabei zählt allerdings jeder mit, der wenigstens ein Elternteil hat, das nicht in Deutschland geboren ist, auch wenn er selbst in Deutschland geboren ist und vollwertiger deutscher Staatsbürger ist.

    Und jedes Jahr sinkt die Stammbevölkerung etwa um ein weiteres Prozent. Wenn das so weitergehen soll, das dieser Rückgang mit Einwanderern ausgeglichen wird, meine ich selbst auch, dass das wirklich nicht anzustreben ist.

    Die Forderung, dass Migranten, die hier geboren sind, vertrieben werden sollen, finde ich aber absolut unmöglich. Die können oft nicht mal ihre Muttersprachen richtig, vor allem nicht schriftlich, haben sich hier angepasst und eingelebt, und kämen in den Ländern, aus denen ihre Eltern kommen, gar nicht mehr vernünftig zurecht. Außerdem sind diese per Gesetz definitiv Deutsche, und das ist auch alternativlos, meine ich.

    Was den weiteren Zuzug von EU-Arbeitsmigranten angeht, sollte man dies aber nach Möglichkeit reduzieren. Es ist zu hoffen, dass es in den Herkunftsländern wirtschaftlich aufwärts geht, und sogar viele von sich aus Deutschland wieder verlassen, weil sie zuhause Arbeit finden. Das sollte man unterstützen, auch indem man verhindert, das diese hier unterm Mindestlohn schwarzarbeiten. Z.B. könnte man einführen, das jeder Deutschkurse machen muss, wenn er keine Arbeit nachweisen kann, zumindest solange, bis er richtig gut Deutsch kann. Dann hätte er keine Zeit zum Schwarzarbeiten, und es wäre auch für die Integration entscheidend, wenn die Migranten schnell und gut Deutsch lernen. Die entsprechenden teils intensiven kostenlosen Deutschkurse müsste man dann allerdings auch organisieren und finanzieren.

    Was die Asylbewerber angeht, bin ich dafür, dass man erst wieder neue aufnehmen sollte, wenn wieder welche nach Hause zurückkehren konnten, oder wenn ein Teil der EU-Arbeitsmigranten Deutschland wieder verlassen hat. 24% Migrantenanteil sind genug, meine ich. Wenn man den Menschen vor Ort helfen würde, könnte man sowieso sehr viel mehr erreichen, als die hier alle aufzunehmen. Das wären doch 20 oder 40 Millionen, die sofort hier einreisen würden, wenn wir Freizügigkeit hätten, das geht doch sowieso nicht. Dass Frau von der Leyen als erstes in Afrika ihren Antrittsbesuch macht, scheint Hoffnung zu machen, das es mit diesem Kontinent endlich aufwärts geht.

    Gleichzeitig fände ich das gut, wenn man die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei qualifizierten Frauen entscheidend verbessern würde, und mehr Geld für die Kinder von Arbeitslosen, Geringverdienern und Alleinerziehenden zahlen würde. Eine gezielte Umvolkung kann ich beim besten Willen nicht erkennen, aber eine versehentliche „Wegvolkung“ scheint sich tatsächlich anzubahnen. Das kann man ändern.

    Wenn das noch dauert, bis sich die Geburtenzahen wieder normalisieren, würde ich dennoch dafür plädieren, dass nicht mehr Migranten dazukommen, als wie welche wieder wegziehen. Wir sind ein Land mit bereits hoher Bevölkerungsdichte, dass kann gerne etwas weniger werden, meine ich. Wenn der Wirtschaft dann Arbeitskräfte fehlen, dann sollen die eben da Fabriken aufmachen, wo die Menschen wohnen, und nicht rücksichtslos hier für Überbevölkerung sorgen. Es gibt sowieso keinen vernünftigen Grund für unseren weltmeisterlichen Außenhandelsüberschuss.

    Und die Wohnungsnot in den Großstädten sind ein erheblicher Einschnitt für die Lebensqualität vor allem von wirtschaftlich weniger erfolgreichen Mitbürgern.

    • @ Jeckenburger
      Eigentlich kann man es auch so sehen.
      In Ihrem ersten Satz machen Sie mir Aussagen zum Vorwurf die sie später in flauschestweichste Watte verpackt bestätigen.
      Im zweiten Satz werfen Sie mir auch deswegen vor gegen die Demokratie zu sein was nicht stimmt. Ich bin gegen die extremst einseitige Berichterstattung, die sich in dieser Hinsicht (in dieser Hinsicht, nicht generell) kaum noch von einer gleichgeschalteten Diktatur unterscheidet.

      Im Prinzip werfen Sie mir vor dass ich das was Sie in flauschestweichste Watte verpackt sagen, durchaus direkt anspreche.

  10. “Dass grundsätzlich viele meinen, dass wir zuviel Migration und zuwenig eigenen Nachwuchs haben, ist allerdings sehr wohl nachvollziehbar, meine ich.”

    Ja das ist der Satz. Es sind auch ein paar weitere Sätze denen ich zustimmen kann.
    Nur mit freundlichen Reden, großzügige Unterstützung für Illegale usw. wird sich daran nicht ändern.
    Ohne eine etwas deutlichere Sprache und ein etwas deutlicheres Handeln wird es nicht gehen.
    Zumal ja die Linken einschließlich Merkel (in der Hinsicht ist Merkel geradezu linksextrem) die illegale Zuwanderung ja weiter betreiben.
    Die Sichtweise ist nicht einmal so unterschiedlich, nur wenn man nicht dagegen angeht wird sich alles noch verschärfen.

    • Nun haben Sie aber doch bereits deutlich gemacht, dass es für Sie gar keine „legalen“ „Negriden“ in Deutschland gebe, @Markweger. Klar, dass Ihnen da sogar die Bundeskanzlerin als „linksextrem“ erscheint. Wenn man so weit rechtsaußen steht wie Sie… 🤦‍♂️

    • Ich finde nicht, dass wir zu wenig Nachwuchs haben. Vielmehr sollten alle so wenig Nachwuchs haben wie wir. Das würde die Überbevölkerung reduzieren, die Umweltverschmutzung abbauen und auch die Gewalt reduzieren, da die Ressourcen dann auf weniger Köpfe verteilt werden müssten. Auch die Armut in vielen Ländern würde sinken, wenn ihr Bevölkerungswachstum niedriger ausfiele als ihr Wirtschaftswachstum, und ebenso würde die Migration weltweit zurückgehen.

      Grundlage für ein negatives Bevölkerungswachstum ist offensichtlich ein System wie in den liberalen westlichen Ländern, mit gebildeten, gleichberechtigten Frauen. Ich ertappe mich gelegentlich dabei, wie ich mir einen neuen Kulturimperialismus in dieser Sache wünsche. Dabei geht es ja durchaus in diese Richtung, z.B. hier: https://www.deutschlandfunk.de/restaurants-in-saudi-arabien-keine-getrennten-eingaenge.2932.de.html?drn:news_id=1078411 , aber eben viel zu langsam und längst nicht in allen ländern, in denen es nötig wäre.

      Mit “Negriden” auf Deutschlands Straßen habe ich hingegen keinerlei Probleme. Mich stören eher die Leute, die mir sagen wollen, wie ich zu leben habe. Zum beispiel christlich, muslimisch, völkisch, sozialistisch etc. Welche Farbe die haben, macht dann auch keinen Unterschied mehr.

  11. @Markweger demokratische Mehrheiten

    Ich meine zwar auch, dass wir besser nicht noch mehr Anteil an Migranten haben sollten, aber ganz oben auf meiner Liste steht das nicht.

    Eine Reduzierung des Leistungsdrucks in dieser Leistungsgesellschaft, ein wirksamer Klimaschutz und mehr internationale Solidarität stehen auf meiner Liste noch vor dem Migrationsproblem. Leider ist die parlamentarische Demokratie darauf beschränkt, nur ganze Politikpakete wählen zu können. Da ist die AfD als einzige Partei, die z.Z. wirklich weniger Zuwanderung will, für mich nicht wählbar, wegen ihres gruseligen Gesamtpaketes, aber auch weil sie mir als extrem unredlich erschient.

    Hier würde ich mir Sorgen um unsere Freiheit machen, wenn diese Partei regieren würde. Und die Bewahrung der Freiheit ist mir noch mal ganz wichtig. Selbst wenn es schwierig ist, in unserer Lobby-Demokratie Maßnahmen durchzusetzen, die zwar überaus sinnvoll wären, aber den Interessen von Arbeitgebern und Vermögenden widersprechen, so kann man aber wenigstens unbeschränkt meckern und seinem Ärger darüber Luft machen.

    Ein akuter Untergang des Abendlandes ist nicht in Sicht, aber suboptimal sind der weitere Zuzug von Migranten und die niedrigen Geburtenzahlen schon, meine ich. Dass es parlamentarische Mehrheiten gegen eine konkrete Begrenzung der Migration geben kann, kann ich aber akzeptieren.

    Maßnahmen zur besseren Integration wären in jedem Fall zu begrüßen. Viel mehr Deutsch lernen, besserer Religionsunterricht gegen Islamistenanfälligkeit, mehr Bildungschancen von Migrantenkindern und am Ende in der Folge auch weniger Ghettoisierung wären zu begrüßen.

  12. Suboptimal ist ein gutes Wort.
    Wenn es so weitergeht dann braucht es nur ein bis zwei Generationen bis die Moslems in der Mehrheit sind und dann Gnade Gott jenen Generationen.
    Alles andere ist bewältigbar.
    Der Klimawandel mag sein, die Panik ist aber unbegründet.
    Die letzte Eiszeit hat erst vor rund 10000 Jahren geendet, das ist nicht einmal so lange her. Und das war eine ganz gewaltige Veränderung ohne Zutun des Menschen.
    Dass der derzeitige Klimawandel menschengemacht ist, ist nicht wirtklich sicher wenngleich es schon sein kann.
    Interessant ist übrigens dass der Grüngürtel der Erde in den letzten 20 Jahren erheblich gewachsen (!) ist.
    Nein, die dramatische Gefahr ist die illegale Zuwanderung.

    • Es ist doch seltsam, @Markweger: Mal hetzen Sie gegen „Negride“, mal gegen „Moslems“, dann wieder gegen „jüdische Physik“ a la Einstein.

      Verstehen wir Sie richtig, dass Sie auch in Deutschland geborene, christliche „Negride“ mit deutscher Staatsbürgerschaft nicht als Deutsche anerkennen? Und Musliminnen und Juden ebenso, ganz unabhängig von der Hautfarbe? Auch Jesus selbst wäre für Sie also ewig fremd? 🤔🤦‍♂️🕎

      • Negride sind zu anders als wir.
        Man sollte ihre Rücksiedlung freundlich unterstützen.

        Auch für Moslems ist ein Rücksiedlungsprogramm notwendig. Es sind schon viel zu viele hier.
        Natürlich tun manche Moslems niemanden etwas. Aber es gibt bei Moslems einen sehr hohen Anteil mit radikalen Ansichten und hoher Gewaltbereitschaft. Alle die nur irgendwie verdächtig sind gehören sofort abgeschoben und bis dahin in ein Abschiebelager.
        Die Zuwanderung von Moslems gehört auf null reduziert.

        • Warum auf halber – rassistischer – Strecke stehenbleiben, @Markweger?

          Nachdem Sie nun ja schon die Zerschmetterung des Grundgesetzes und der Menschenrechte aufgrund von Hautfarbe und Religion verkündet haben, können Sie doch auch transparent machen, was mit unseren derzeit gewählten Volksvertretern (bei Ihnen „Verrätern“) und was mit Juden – und der „jüdischen Physik“ – geschehen sollte?

          • Also in der Wissenschaft kann wirklich gerne jeder glauben was er mag. Dass beanspruche ich ja nur für mich auch, was freilich manche auch schon zu stören scheint.

            Die Politik der offenen Grenzen ist ungesetzlich und jene die das betreiben gehören selbstverständlich hinter Gitter.
            Für Merkel ist das eigentlich zu milde aber etwas weiter gehendes ist leider gesetzlich nicht möglich. Und ich für meinen Teil bin selbstverständlich für die Einhaltung der Gesetze.

          • Wenn Sie für „die Einhaltung der Gesetze“ wären, dann würden Sie die Ausgrenzung deutscher „Negrider“ und Juden als rassistisch und antisemitisch erkennen, @Markweger. Aber die Menschenwürde, Menschenrechte und auch deutschen Gesetze dazu sind Ihnen letztlich egal. Eben deshalb attestieren Sie auch unserer gewählten Bundeskanzlerin „Verrat“ – ohne ein einziges, entsprechendes Gerichtsurteil…

            Ebenso halten Sie auch Wissenschaften – wie die Physik – für „Glaubensfragen“. Und würden also gerne Ihren antijüdischen Verschwörungsglauben durchdrücken – ohne die realen, empirischen Erkenntnisse überhaupt verstehen zu wollen…

        • Natürlich tun manche Moslems niemanden etwas. Aber es gibt bei Moslems einen sehr hohen Anteil mit radikalen Ansichten und hoher Gewaltbereitschaft. Alle die nur irgendwie verdächtig sind gehören sofort abgeschoben und bis dahin in ein Abschiebelager.

          Ich erlaube mir mal ein Experiment mit Ihrem Text:

          Natürlich tun manche Deutsche niemanden etwas. Aber es gibt bei Deutschen einen sehr hohen Anteil mit radikalen Ansichten und hoher Gewaltbereitschaft (Nazis, AntiFa usw.). Alle die nur irgendwie verdächtig sind gehören sofort abgeschoben und bis dahin in ein Abschiebelager.

          Worauf ich hinaus will:
          Wie hoch ist denn ein “sehr hoher” Anteil? Und wie sicher (bewiesen, nicht gefühlt) ist denn, dass der an der Religion oder Kultur liegt? Und wie gleichwertig sollen denn Nicht-Muslime mit identischen Verhaltensmustern (also z.B. Nazi-Hools) behandelt werden? Und wieso soll es ein Problem sein, nicht-kriminelle Muslime anständig zu behandeln? Schließlich sind ja auch nicht alle Deutschen Nazis, obwohl es sie gibt und sie schwere Straftaten und Gewaltverbrechen begehen. Sollen dafür jetzt ALLE Deutschen bestraft werden?

          • Wenn sich Deutsche in einem islamischen Land auch nur irgend etwas zuschulden kommen ließen, würden sie sofort abgeschoben. Und eine illegale Zuwanderung würden sie schon überhaupt nicht dulden. Abgesehen davon dass ohnehin niemand in ein islamisches Land auswandern will. Und in manchen islamischen Ländern besteht selbst für die Ausübung einer anderen Religion die Todestrafe!
            Wenn man die Dinge schon umkehren will dann muß man sie schon ganz umkehren!

          • Und wenn jemand wissen will, warum die islamische, einstige Hochkultur in die Krise rutschte – und warum Antisemitismus, Rassismus und Verschwörungsvorwürfe gegen Wissenschaften Teil des Problems sind, findet hier einiges dazu:
            https://youtu.be/aCgN5dsls0M

            Und wer zudem wissen will, warum gerade auch westliche Mächte autoritäre und regelmäßig antisemitische Regime wie Saudi-Arabien, Brunei, Russland, Iran, Venezuela etc. hofieren und via Öl und Gas mit-finanzieren, vgl. hier:
            https://www.salonkolumnisten.com/oel_antisemitismus/

  13. @tranquebar wenig Nachwuchs

    Wir haben uns ja schon unsere Bevölkerung von ca 80 Mio auf ca 60 Mio reduziert, wenn man die Migranten und ihre Kinder herausrechnet. Ich würde mich auch nicht wirklich beschweren, wenn wir noch auf 40 Mio runterkommen. Bei ungebremster Migration würden wir dann aber zur Minderheit im eigenen Land werden. So gut fände ich das dann nicht.

    Klar ist das sehr wichtig, dass die Weltbevölkerung sinkt, wahrscheinlich wichtiger, als die Unannehmlichkeiten durch theoretisch mögliche 50 % Migrantenanteil. Die erhöhen zwar nicht die Weltbevölkerung, aber wirken auf die Bevölkerungsdichte hier im Land, und das ist ungünstig, meine ich. Weniger wäre mir da lieber. Wenn der Wirtschaft dann Arbeitskräfte fehlen, soll sie doch da Fabriken aufmachen, wo die Leute leben.

    Wenn wir aber mit unseren Ressourcen besser umgehen, also neben vollständigem Klimaschutz, weitgehendem Recycling, biologischer Landwirtschaft und einem Nahrungsmittelmanagement, dass nicht mehr viel weggeworfen wird, dann wäre das auch eine Erleichterung der Lage. Ebenso ist das Konsumniveau bei uns wohl etwas überdreht, und muss in dem Ausmaß nicht weltweiter Standard werden.

    Von da her könnten wir doch mal – langsam – wieder anfangen, die Geburtenraten hier wieder zu erhöhen. Mit fällt kein rationaler Grund ein wieso wir nicht weiter weniger werden sollen, und doch meine ich, das das nicht gut wäre. Man will ja irgendwie nicht aussterben, auch nicht tendenziell. Zumindest wenn wir mal soweit sind, dass Bevölkerungsgröße und Lebensstil zusammenpassen und wir hier auf der Welt entspannt leben können.

    Die Tage kam ein Bericht im Fernsehen, dass Muslime vor Schulen in England wie wild dagegen demonstrieren, dass im Schulunterricht die Auffassung vertreten wird, dass Homosexualität eine ganz normale sexuellen Orientierung ist. Das ist ja nun nicht nur Unterrichtsstoff, sondern auch Recht und Gesetz. Wenn Muslime damit Probleme haben, sind die hier wohl wirklich verkehrt. Zumindest die Muslime, die da so engagiert demonstrieren. Religionsfreiheit hört da auf, wo die religiöse Praxis mit dem Gesetz kollidiert, dass scheint diesen Muslimen irgendwie nicht klar zu sein.

    • @Tobias Jeckenburger

      Wären dann für Sie auch säkulare Rechtsextreme, fundamentalistische Christinnen und Juden in Deutschland „verkehrt“, soweit sie gegen die Anerkennung von Homosexualität agitieren? Oder warum nur Muslime (und Juden)? 🤔🌍

    • Wir haben uns ja schon unsere Bevölkerung von ca 80 Mio auf ca 60 Mio reduziert, wenn man die Migranten und ihre Kinder herausrechnet.

      “Reduziert” ist m.A.n. das falsche Wort, da die deutsche Bevölkerung “früher”, z.B. im 3. Reich, auch etwa 60 Mio betrug. Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1358/umfrage/entwicklung-der-gesamtbevoelkerung-deutschlands/ Somit ist Deutschlands Bevölkerung also – ohne Migranten – seit vielen Jahrzehnten sogar ziemlich stabil.

      Bei ungebremster Migration würden wir dann aber zur Minderheit im eigenen Land werden.

      Das ist jetzt eben die Frage – was ist denn “wir”? Sind integrierte Migranten und deren hier aufgewachsene und sozialisierte Kinder keine Deutschen? Ich stimme zu, dass es einige, teilweise auch erhebliche Integrationsprobleme gibt, aber die betreffen doch längst nicht alle Migranten. Ich würde Leute, bei denen die Integration funktioniert hat, ohne Weiteres zum “wir” dazu zählen. Entsprechend sehe ich die Lage doch etwas (keineswegs völlig) entspannter als Sie. Wenn auch nur die Hälfte der Migranten gut integriert wird, dann sind es eben nicht “60 Mio Deutsche und 20 Mio Migranten”, sondern “70 Mio Deutsche und 10 Mio Migranten”. Nur mal als Rechenbeispiel.

      Die erhöhen zwar nicht die Weltbevölkerung, aber wirken auf die Bevölkerungsdichte hier im Land, und das ist ungünstig, meine ich.

      Ich halte die Bevölkerungsdichte bei uns für recht niedrig. Japan oder Bangladesh sind da ganz andere Hausnummern. Die Knappheit an Wohnraum, die wir derzeit erleben, hat m.A.n. nichts mit der Bevölkerungsdichte zu tun, denn es wäre kein Problem, weitere Wohnungen zu bauen – wie gesagt, in anderen Ländern geht das ja auch. Dass es hierzulande derzeit nicht geschieht, liegt im Wirtschafts- und Finanzsektor begründet, nicht in der Migrationspolitik. Was nicht heißen soll, dass die Migration bestehende Probleme nicht verschärft, aber eben nicht, weil es Migration ist, sondern weil die Probleme nicht angegangen werden, die wir ja auch ohne Migration hätten.

      Wenn der Wirtschaft dann Arbeitskräfte fehlen, soll sie doch da Fabriken aufmachen, wo die Leute leben.

      Das wäre tatsächlich eine gute Idee. Allerdings verlangt das z.B. Rechtssicherheit und ein hohes allgemeines Bildungsniveau in den entsprechenden Ländern, ganz zu schweigen von einer funktionierenden Infrastruktur. Und das ist in der sogenannten “3. Welt” oft ein Problem. Gelöst werden könnte es v.a. durch die Regierungen dort, aber deren Misswirtschaft wird oft von den Industriestaaten absichtlich gefördert oder zumindest billigend in Kauf genommen, um daraus Vorteile für sich selbst zu generieren, z.B. einen Braindrain der Eliten und polit.-wirtschaftl. Einflussnahme. Und darauf wiederum hätten wir in Deutschland Einfluss, durch entsprechendes Wahlverhalten. Aber die deutsche Außenpolitik spielt für viele deutsche Wähler eine viel zu geringe Rolle beim Wahlverhalten, und nicht wenige wünschen sich sogar, dass Deutschland “seine Interessen” wahrnimmt und z.B. Absatzmärkte für unsere Industrie (und damit auch unsere Arbeitsplätze) sichert.

      Wenn wir aber mit unseren Ressourcen besser umgehen, also neben vollständigem Klimaschutz, weitgehendem Recycling, biologischer Landwirtschaft und einem Nahrungsmittelmanagement, dass nicht mehr viel weggeworfen wird, dann wäre das auch eine Erleichterung der Lage. Ebenso ist das Konsumniveau bei uns wohl etwas überdreht, und muss in dem Ausmaß nicht weltweiter Standard werden.

      Da stimme ich Ihnen zu – bis auf den letzten Satz. Ich halte nichts von künstlicher Selbstbeschneidung, womöglich noch aus einem irgendwie eingeredeten schlechten Gewissen heraus. Die zahlreichen positiven Entwicklungen der letzten Jahrzehnte (wachsender Anteil an Ökostrom, niedrigere Sterberate, höhere Bildung usw.) sind letztendlich die Folge unseres Lebensstils, und auch wenn freilich nicht alles sein muss, so kann ich hier doch keinen “systematischen” Fehler entdecken. Besser wäre, wenn der Staat seine Aufgabe (in diesem Fall: Kontrollfunktion) besser erfüllen und schwarze Schafe endlich auch mal öfter als nur vereinzelt finden und bestrafen würde. Der Umgang mit dem Dieselskandal spricht da ja Bände, ebenso mit den “systemrelevanten” Banken. Ich hätte mir da ein hartes Durchgreifen gewünscht, ausdrücklich auch zum Schaden der betroffenen Firmen (und zum persönlichen Schaden der verantwortlichen Herren). Trotz des drohenden Verlustes an Arbeitsplätzen. Man kann schließlich nicht alles durchgehen lassen.

      Man will ja irgendwie nicht aussterben

      Wenn ich nicht aussterben möchte, denn gründe ich eine Familie und habe Kinder. Dies ist meine persönliche Sache, die “Gesellschaft” oder der Staat haben damit nichts zu tun und es geht sie auch nicht wirklich etwas an. Übrigens: Ob ich diese Kinder mit einem “biodeutschen” oder einem “negriden” Partner habe, ist dabei irrelevant – es sind meine Kinder und damit ist mein Aussterben abgewendet, Ziel erreicht.

      @letzter Absatz:
      Nun ja, in den USA haben Evangelikale in manchen Gegenden durchgesetzt, dass die Evolutionstheorie nicht oder nur in Abwesenheit ihrer Kinder unterrichtet wird.
      Ich erlaube mir daher, den letzten Satz abzuändern: Religionsfreiheit hört da auf, wo die religiöse Praxis mit dem Gesetz kollidiert, dass scheint manchen Fanatikern verschiedener Religionen irgendwie nicht klar zu sein. Mir als nicht religiösem Menschen wäre es recht, wenn der Staat allgemein klarere Kante gegen solche “Glaubens”fragen zeigen würde, da der Staat schließlich für Bürger aller Bekenntnisse da ist und in dieser Hinsicht niemanden bevorzugen sollte.

      • Vielen Dank für Ihre konstruktiven Kommentare, @tranquebar.

        Die „Angst vor dem Aussterben“ lese ich immer wieder. Allerdings scheinen Rechtspopulisten in Ländern mit höheren Geburtenraten wie Frankreich, Schweden etc. nicht weniger erfolgreich zu sein. Umgekehrt bringen aber auch Migranten nicht selten menschenfeindliche Einstellungen mit. In der Summe würde ich annehmen, dass höhere Geburtenraten von Einheimischen zwar Integration fördern können, aber „Aussterben“-Ängste nicht generell verhindern.

  14. @Michael verkehrte Migranten

    Na ja, zumindest wäre es ein Fall für die Polizei, wenn Islamisten Homosexuelle konkret bedrohen oder verprügeln. Das gilt dann auch für alle anderen Homophoben. Es liegt natürlich nahe, Migranten, die erst vor kurzem hier eingewandert sind, vorzuschlagen, wieder abzuhauen, wenn es ihnen hier grundsätzlich nicht passt. Das kann ich natürlich nur Leuten sinnvoll vorschlagen, die hier eingewandert sind, und noch enge Bindungen zu ihrem Heimatland haben.

    Ich würde jetzt nicht so weit gehen, und die Menschen abschieben, wenn sie hier nur gegen den Schulstoff demonstrieren. Aber bei handfesten Straftaten schon. Auch die gewaltsame sexuelle Reglementierung der weiblichen Sexualität ist hier eine Straftat.

    • Nachvollziehbar, @Tobias Jeckenburger: Nur haben Sie jetzt einfach „Muslime“ durch „Migranten“ ersetzt. Dabei stammt die Mehrzahl der Migranten nach Deutschland aus Osteuropa, ist nicht muslimisch – und auch dort gibt es keinen Mangel an homophoben und antisemitischen Einstellungen.

      M.E. sollten für alle Menschen die gleichen Regeln und Erwartungen gelten, unabhängig von Herkunft und Religionszugehörigkeit. Feindseligkeit gegenüber Homosexuellen, religiösen oder ethnischen Minderheiten gehen gar nicht – egal, ob sie von @Markweger, Wladimir oder Mahmut vertreten werden… Und, klar, bei kriminellem Verhalten können jene abgeschoben werden, die keine Deutschen sind.

  15. @Tranquebar

    Ich bin im wesentlichen einverstanden mit ihrer Reaktion auf meinen Kommentar.

    In der von ihnen verlinkten Statistik steht für 1973 79 mio Einwohner, und 2015 82 Mio Einwohner. 2015 waren 17 Mio mit Migrationshintergrund. (dabei auch in Deutschland geborene, die wenigstens einen Elternteil haben, der nicht in Deutschland geboren ist). Ich schätze jetzt mal den Ausländeranteil für 1973 auf 3 mio. Dann hätten wir 1973 76 mio Stammbevölkerung und 2015 65 mio. Das wäre immerhin ein Rückgang von 15 %, verursacht hauptsächlich durch Geburtenrückgang.

    Ich muss ihnen vor allem hier zustimmen: Es macht tatsächlich Sinn, gut integrierte Migranten eher als „Wir“ zu rechen. Das ist wohl mindestens die Hälfte. Von daher kann man die Migrationsnebenwirkungen dann auch entspannter sehen.

    Was das Kinderkriegen angeht, ist das wohl tatsächlich Privatsache. Aber es gibt schon länger viele Frauen, die gerne mehr Kinder hätten, aber das mit dem Beruf nur recht schlecht vereinbaren können. Und es gibt auch viele Frauen, die mit ihren Kindern in Armut geraten, wenn sie ihren Partner verlieren. Da wäre ich dafür, diese Schwierigkeiten mal langsam abzubauen. Das hat viel mit den Rahmenbedingungen zu tun und ist damit auch eine gesellschaftliche Angelegenheit.

    Was den übermäßigen Wohlstand angeht, da meine ich auch keine künstliche Selbstbeschneidung, sondern ich hoffe, dass die Menschen von sich aus merken, dass sie vieles nicht brauchen. Gerade traue ich das Afrikanern zu, dass die hier in Punkto Wohlstand, den man gar nicht braucht, wesentlich kompetenter sind als wir in Europa, insbesondere in Deutschland.

    Auch würden z.B. einfach richtig gute Radwege dafür sorgen, dass viele Städter dann gar kein eigenes Auto mehr brauchen, und auch tatsächlich keins mehr kaufen. Oder wenn die Arbeitsämter verstärkt darauf achten, dass weniger weit gependelt werden muss, würde das in die selbe Richtung wirken. Das meine ich mit Wohlstand, der gar nichts bringt, und der wirklich wegfallen kann.

  16. Herr Blume,

    das verschiedene Einflüsse mitverantwortlich sind dass der Islam so ist wie er ist mag wohl sein.
    Aber der Islam war von Anfang an zutiefst unmenschlich und grausam.
    Und wir müssen eben mit dem Islam leben wie er ist und daraus Konsequenzen ziehen. Die Begründung warum es so ist wie es ist ändert nichts daran wie es ist.

    Die Erdölpolitik der USA will ich wirklich nicht verteidigen. Aber auf besonders skrupellose und zynische Weise hat diese Politik Obama betrieben, die beiden Bush natürlich auch.

    • Jede Religion kann friedvoll oder kriegerisch ausgelegt werden, @Markweger. Und die allermeisten Musliminnen und Muslime in Deutschland leben friedlich und rechtstreu, tragen gerade auch hier in Baden-Württemberg zum Gedeihen des Landes bei. Gegen Extremismus, Rassismus und Antisemitismus – wie ja auch durch Sie selbst vertreten – ist auch unter Muslimen vorzugehen; ich tue dies aktiv:

      https://www.herder.de/geschichte-politik-shop/der-politische-islam-gehoert-nicht-zu-deutschland-gebundene-ausgabe/c-34/p-14507/

      Aber wer wie Sie auch deutsche Staatsbürger nur aufgrund ihrer muslimischen oder jüdischen Herkunft unter Generalverdacht stellt und ausgrenzt, greift unser Grundgesetz, unseren Rechtsstaat, unsere Demokratie (wieder) direkt an.

      Und falls Sie jetzt wieder mit Gefühlen kommen wollen: Auch ich habe welche und will keine Antisemiten oder Rassisten in meinem deutschen Volk. Doch ich akzeptiere das deutsche Grundgesetz, das auch Ihre Rechte schützt. Und hoffe für Sie, dass Ihnen dies eines Tages auch gelingen wird.

      Dass Sie den Ölhunger wiederum bei US-amerikanischen Ex-Präsidenten ablegen wollen, ist bezeichnend. Als ob nicht gerade auch Sie und Ihre Gesinnungsgenossen gerne billige Rohstoffe verfeuern und damit auch eigenes Geld an die genannten Regime überweisen…

  17. @ tranquebar

    Nun, zunächst gibt es auch beim Menschen Ethnien um zu das “böse” Wort zu vermeiden an dem nichts schlecht wäre, wenn es nicht mißbraucht worden wäre.
    Wir Europäer stammen von Kelten, Germanen, Slawen und Romanen ab. Der Übergang zu Ethnien auf den Europäisch-Asischen-Kontinent ist sicher ließend.
    Es gibt aber keinen Grund warum wir uns von turkmenschen und arabischen Völkern verdängen und vertreiben lassen sollten, was in großen Bereichen der Städte bereits geschehen ist.

    Negride sind endgültig in der Evolution sehr weit weg von uns Weißen und auch nicht auf der gleichen Ebene.

    Seit dem 2. Weltkieg wird den jungen Menschen nur noch Selbstverleugnung und Selbsthass anerzogen. Dieser masochistische Selbshass hat sich in jüngerer Zeit von den Deutschen gleich auf alle Weißen erweitert.

    Eine Korrektur ist mehr als überfällig wenn wir nicht das Ende der europäischen Zivilisation haben wollen. Den diese Zivilisation haben die Weißen (Europide) hervor gebracht, niemand sonst.

    Man braucht ja nur auf das frühere Rhodesien schauen oder auf Südafrika. Nichts als Niedergang durch die Schwarzen, sie sind nicht auf der gleichen Ebene.

    • Machen wir es Dich mal konkret, @Markweger: Die Eltern meiner Frau kamen aus der Türkei, unsere Kinder sprechen Deutsch, besuchen erfolgreich ihre Schulen, nehmen an der kirchlichen Jugendarbeit teil. Wo und wie genau „verdrängen“ sie jemanden? Und welche Rolle spielt es, aus welchen Regionen ein Teil ihrer Vorfahren stammt?

      Und damit wir uns nicht missverstehen: Unsere Familie ist längst keine Ausnahme mehr, die allermeisten Deutschen türkischer Herkunft sind längst erfolgreich integriert, gemischte Familien keine Seltenheit mehr.

      https://www.droemer-knaur.de/buch/andreas-malessa-zehra-und-michael-blume-eine-blume-fuer-zehra-9783963400360

      Was genau ist da Ihr Problem? 🤷‍♂️

      • Herr Blume,
        wie ich es schon gesagt habe. Die Übergänge in Europa und Asien sind fließend und wenn da und dort jemand zuwandert sehe ich das Problem auch nicht.

        Aber es gibt in Städten ganze Bereiche die nur noch von Türken (oder Araber) besiedelt sind. Und die sind teilweise türkisch nationalistisch und vertreten oft auch einen radikalen Islam. Und dafür habe ich nicht das geringste Verständnis.

        Ja so wie Sie es aus Ihrem persönlichen Bereich schildern, ist es kein Problem. Dass aber in ganzen Bereichen der Städte die einheimische Bevölkerung verdrängt wird und dort eine islamische Parallelgesellschaft besteht dafür fehlt mir jedes Verständnis.
        So harmlos wie in Ihrem persönlichen Bereich sind die Dinge im im allegemeinen bei weitem nicht. Und es sollte mich schon sehr wundern wenn Ihnen das nicht bewußt wäre.

        • Nun, @Markweger – ich lebe nun mal tatsächlich in einer Region, in der sogar die Mehrheit der jungen Generation einen oder mehrere Vorfahren im Ausland hat. Und es geht uns in der Region Stuttgart sehr gut dabei – niedrige Arbeitslosigkeit, niedrige Kriminalität, ein buntes, kulturelles Leben. Klar haben wir auch radikale, unsympathische und gewaltbereite Menschen – aber gibt es diese in Ihrer Region etwa nicht? Bärtige haben hier weniger Einfluss als Glatzen in Teilen von Sachsen. Und genau wie auch Sie in Ihrer Anti-Einstein-Gruppe organisieren sich auch (die anteilsmäßig wenigen) Islamisten und türkischen Nationalisten in antisemitisch grundierten Online-Netzwerken.

          Mir scheint also, Sie haben Angst vor etwas, das Sie gar nicht kennen. Hätten Sie mehr Alltagsbegegnungen mit Juden, Musliminnen, Deutschen afrikanischer Herkunft etc., so würden sich viele Ihrer Ängste auflösen.

        • Nachtrag:
          Aber es gibt in Städten ganze Bereiche die nur noch von Türken (oder Araber) besiedelt sind. Und die sind teilweise türkisch nationalistisch und vertreten oft auch einen radikalen Islam.

          Das stimmt. Der Grund dürfte aber weniger im Islam liegen als vielmehr in der von mir bereits verlinkten Quelle. Die türkischen Nationalisten sind scheinbar die einzigen, die diese Menschen haben wollen, also wer will da bitte noch ernsthaft überrascht sein, wenn sie sich entsprechend positionieren?

          Die islamische Parallelgesellschaft ist entstanden, weil wir sie gemacht haben. Jetzt ist sie da und ein Problem, aber die Lösung kann nicht sein, mit dem weiter zu machen, was das Problem überhaupt erst hat entstehen lassen.

    • Es gibt aber keinen Grund warum wir uns von turkmenschen und arabischen Völkern verdängen und vertreiben lassen sollten, was in großen Bereichen der Städte bereits geschehen ist.

      Ist es nicht vielmehr so, dass jeder, der es sich leisten kann, in die Speckgürtel der Städte zieht, wo er Landbewohner spielen kann, ohne auf die Vorteile der Stadt verzichten zu müssen, und die Innenstädte denen als Wohnraum übrig bleiben, die sich so ein “Eigenheim” nicht leisten können?

      Richtig ist, dass darunter sehr viele Migranten sind, was bedeutet, dass sie überproportional häufig zu den Armen in unserer Gesellschaft gehören, die sich den “Speckgürtel” nicht leisten können. Dies liegt einerseits an mangelnden Deutschkenntnissen, andererseits aber auch am Rassismus der Deutschen. Quelle: https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/auslaendische-vornamen-migranten-diskriminierung-durch-firmen-bestaetigt-a-960855.html und https://www.hanna-und-ismail.de/

      Fazit: Die Deutschen wurden keineswegs aus den Innenstädten verjagt – die Innenstädte wurden vielmehr den Armen als Ghettos überlassen, ja geradezu zugewiesen. Dabei wurden die deutschen Armen genauso im Stich gelassen wie die Armen mit Migrationshintergrund.

      Negride sind endgültig in der Evolution sehr weit weg von uns Weißen und auch nicht auf der gleichen Ebene. […] Man braucht ja nur auf das frühere Rhodesien schauen oder auf Südafrika. Nichts als Niedergang durch die Schwarzen, sie sind nicht auf der gleichen Ebene.

      Ich sehe zahlreiche erfolgreiche Staaten und Gesellschaften in Afrika, zuletzt beispielsweise Äthiopien, oder auch Ghana, Botswana und viele mehr.

      Dass gerade Staaten, die vorher unter weißem Rassismus gelitten haben, nun auch wieder rassistische Tendenzen zeigen, ist hingegen ziemlich logisch. Wer selbst als Kind geschlagen wurde, hat eine stärkere Neigung dazu, die eigenen Kinder später auch zu schlagen. Ähnliches gilt für Opfer sexueller Gewalt oder Mobbingopfer an Schulen. Die Leute leben aus, was sie als Kinder gelernt haben. Rhodesien und Südafrika sind, wenn, dann eher Beispiele für den Niedergang durch Rassisten, nicht durch Rassen. Ähnliches lässt sich ja auch an der deutschen Geschichte beobachten, denn niemals erlitt Deutschland einen schwerwiegenderen Niedergang als in Folge der Herrschaft radikaler Rassisten, womit diese auch der eigenen Rasse schwersten Schaden zugefügt haben. Dass die sich nun hinstellen und sagen, das sei alles die Schuld irgendwelcher bösen Verschwörer gewesen, erinnert mich an das Kind, das ein Glas zerbrochen hat und nun behauptet, irgendjemand anders sei es gewesen. Bei einem Kind nachvollziehbar, bei Erwachsenen einfach nur feige und erbärmlich.

      Seit dem 2. Weltkieg wird den jungen Menschen nur noch Selbstverleugnung und Selbsthass anerzogen.

      Davon habe ich nichts bemerkt. Ich kenne auch niemanden, der sich selbst oder Deutschland hasst – außer den Rechten. Sie hassen Deutschland, weil es nicht nur braun ist, und alle Deutschen, die nicht rechts sind, hassen sie auch und nennen sie “Volksverräter” und “keine richtigen Deutschen”. Da es sich dabei aber um die große Mehrheit der Deutschen handelt, ist dieser Hass also ein Hass auf das eigene deutsche Volk. Woher der kommt, ist mir völlig schleierhaft.

      Eine Korrektur ist mehr als überfällig wenn wir nicht das Ende der europäischen Zivilisation haben wollen. Den diese Zivilisation haben die Weißen (Europide) hervor gebracht, niemand sonst.

      Natürlich haben die Europäer die europäische Zivilisation hervorgebracht. Und die Chinesen haben die chinesische Zivilisation hervorgebracht usw. Und der Erfolg der europäischen Zivilisation beruht darauf, den das eigene Volk schädigenden Rassismus nicht bestimmen zu lassen – wann immer er es tat, scheiterte die europäische Zivilisation nämlich. So fühlten sich die Europäer z.B. zur Zeit des Imperialismus als überlegene Rasse und kolonisierten die halbe Welt. Die Folge dieser Epoche war, dass sich die Europäer in 2 Weltkriegen gegenseitig millionweise abschlachteten und so ihre Vormachtstellung auf der Welt an Russen und Amerikaner verloren. Eine direkte Folge des Glaubens, einer überlegenen Rasse anzugehören.

  18. @Markweger 11.12. 08:08

    „Seit dem 2. Weltkrieg wird den jungen Menschen nur noch Selbstverleugnung und Selbsthass anerzogen. Dieser masochistische Selbshass hat sich in jüngerer Zeit von den Deutschen gleich auf alle Weißen erweitert.“

    Ich hab das eher so aufgenommen, dass wir gelernt haben, Respekt vor anderen zu haben, selbstḱritisch zu sein und uns selbst bzw. unsere Gesinnungsgenossen nicht für das einzig wahre halten. Demokratie kann nur funktionieren, wenn Mehrheitsentscheidungen respektiert werden und gleichzeitig Minderheiten geachtet werden. Unsere freie Gesellschaft ist die Folge von genau diesem Respekt vor dem Anderen, das ist das, was ich die Zivilisation nennen würde, die wir uns erkämpft und erarbeitet haben.

    Egoismus und Rücksichtslosigkeit haben wir glaube ich immer noch genug, wenn wir das brauchen können wir das immer noch.

    Negride sind bei allen Eigenarten in jedem Fall fähig, mit uns zusammen hier vernünftig zu leben. Alle Herausforderungen des modernen Lebens können die durchaus praktisch genauso meistern wie wir, auch wenn der wirtschaftliche Erfolg sich an der Bildung und den Deutschkenntnissen orientiert. Was auffällt ist natürlich die Hautfarbe, und der andere kulturelle Hintergrund. Ich kenne persönlich mehrere Afrikaner, und kann nur sagen, dass das richtig gute Kumpels sind.

    Was Muslime angeht, so gibt es davon ca. 5 Mio in Deutschland, und 1 bis 2 Mio davon sind mehr oder weniger streng gläubig. Wir sind also noch Welten davon entfernt, dass wir hier wirklich existenzielle Probleme mit denen bekommen würden.

    Hier muss ich auch Herrn Blume zustimmen, dass der Anteil von aggressiv intoleranten Personen bei den Zuwanderern nicht unbedingt höher ist als in der Stammbevölkerung. Da gibts überall solche und solche, und es macht diesbezüglich keinen Sinn die Leute pauschal nach Herkunft zu bewerten.

    Dennoch meine ich, dass wir ein dicht bevölkertes Land sind, vor allem im Europäischem Vergleich, und wünsche mir weniger Zuwanderung. Nicht weil ich da ganze Ethnien für minderwertig oder ungeeignet halten würde. Was nachteilig ist, ist dass Migranten eher im Niedriglohnbereich weniger Leistungsfähigen Konkurrenz machen, was anderen dann aber auch wieder zum Vorteil ist. Wer einen qualifizierten Job und viel Geld hat, oder gar Wohnraum zu vermieten hat, der profitiert erheblich von vor allem neuen Zuwanderern.

    Das in manchen Stadtteilen die deutsche Bevölkerung verdrängt wurde, stimmt so nicht ganz. Ich würde das nicht verdrängen nennen, schon gar nicht vertreiben. Hier in der Dortmunder Nordstadt hat aber der steigende Zuzug von Migranten viele motiviert, in andere Stadtteile umzuziehen, vor allem Leute mit Kindern, wegen der besseren Schulen in den Stadtteilen mit wenig Migrantenanteil. Viele sind aber hier geblieben wegen der günstigen Mieten. Und auch wegen der günstigen Mieten wohnen hier inzwischen auch die meisten Dortmunder Künstler, ich selber auch. Die Migranten stören wenig, man gewöhnt sich dran, dass in der U-Bahn wenig deutsch gesprochen wird. Mehr Deutsch lernen wäre aber echt ein großer Fortschritt, auch für die Dortmunder Nordstadt.

    Hier um die Ecke hat die Landespolizei vor ein paar Monaten eine Sishabar wegen Clankriminalität hochgenommen, und 3 Schwarzarbeiter und 20 Kg unversteuerten Tabak sichergestellt. Als Nachbar muss ich vor derartiger Clankriminalität aber nicht unbedingt Angst haben, auch wenn Polizei und Justiz damit viel Arbeit haben.

    • Es freut mich ja dass Negride die Herausforderung des paktischen Lebnes meistern können. Sehr beeindruckend.
      Und was Muslime angeht, in einigen Städten sind die Vornamen von Muslimen bereits in der Mehrheit.
      Na dann Gnade Gott der nächsten Generation.

      • In welchen deutschen Städten genau sind denn „die Vornamen von Muslimen bereits in der Mehrheit“, @Markweger? Ich kenne keine. Und wenn Sie gerne mehr „deutsche Namen“ (zählen Michael, David oder Albert?) hätten, dann machen Sie es doch gerne wie ich und Millionen andere und ziehen drei oder mehr Kinder groß. Verbietet Ihnen doch keiner und sollte für einen hoch-Evolvierten wie Sie doch ein Klax sein, oder? Und wenn diese Mini-Markwegers dann später mal in der Gastronomie, Industrie oder Pflege arbeiten wollen, reduzieren sie auch den Bedarf an Migranten auf dem Arbeitsmarkt. Wo ist das Problem – und wer sollte es für Sie lösen? 🤷‍♂️✅👍

        • Der häufigste Vornamen in Berlin bei Jungen ist Mohammed:
          https://www.beliebte-vornamen.de/regional/berlin
          Das ist schlimm genug.

          Der Einzelne kann mit Vermehrung gegen einen Massenzustrom illegalen Zuwanderern nicht wirklich ausrichten. Aber Kinder zu haben ist natürlich ein positiver Beitrag.
          Von den linken Medien wird Vermehrung bei jeder Gelegnheit als negativ dargestellt. Dafür propagieren sie die illegale Zuwanderung.
          Medien und Politik können etwas ausrichten die betreiben es aber in die verkehrte Richtung.
          Also muss man rechte Politik und rechte Medien propagieren wo immer man kann. Das tue ich auch.

  19. @tranquebar 12.12. 20:08

    Ich finde ihren Kommentar auch ganz stark. Der Zusammenhang von Rassismus und politischen Katastrophen ist sehr relevant, finde ich.

    „Sie hassen Deutschland, weil es nicht nur braun ist, und alle Deutschen, die nicht rechts sind, hassen sie auch und nennen sie “Volksverräter” und “keine richtigen Deutschen”. Da es sich dabei aber um die große Mehrheit der Deutschen handelt, ist dieser Hass also ein Hass auf das eigene deutsche Volk. Woher der kommt, ist mir völlig schleierhaft.“

    Soweit ich weiß, entsteht Hass u.a. wenn man sich existenziell bedroht fühlt. Dass überzeugte Rassisten den Verstand verlieren angesichts des Ausmaßes der Einwanderung, ist eigentlich nicht verwunderlich. Aus ihrer Sicht zerstört das schließlich durch „Verwässerung“ ihre Rasse, und die Angst vor Verdrängung aus dem eigenen Lebensraum kommt teilweise noch dazu.

    Die Ursachen für den Rassismus selbst sind sicher mehrere:

    1. Instinktives Revierverhalten könnte eine Rolle spielen. Vor der Landwirtschaftlichen Revolution im Laufe des 20. Jahrhundert und dem Ende des Bevölkerungswachstums in Europa war die Idee von Blut und Boden noch nachvollziehbar. Man hatte chronisch zu wenig zu essen, und insbesondere die ärmere Hälfte der Bevölkerung war davon betroffen. Wenn da dann noch eine Menge Zuwanderer ankamen, war das schnell für manche wirklich tödlich, durch Verhungern.

    In modernen Zeiten von Globalisierung macht derartiges Revierverhalten keinen Sinn, wir können von unserem Außenhandelsüberschuss auf der ganzen Welt Nahrungsmittel einkaufen, soviel wir wollen. Noch dazu haben haben wir in Deutschland eine Produktionsüberschuss auch bei Nahrungsmitteln, und das obwohl hier ein großer Teil davon im Müll landet.

    In der Zukunft könnte das aber anders aussehen. Wenn die Automatisierung und eine nachhaltige Entwicklung der Entwicklungsländer dazu führt, dass wir eben keine Außenhandelsüberschüsse haben, dann müssen wir vielleicht mit den Nahrungsmitteln auskommen, die hier wachsen. Und können nur noch Weizen gegen Orangen tauschen. Wenn dann noch der Klimawandel und eine Umstellung auf Bioanbau dazu kommt, wird der Fleischkonsum wohl deutlich zurückgehen müssen. Auch davon wäre die ärmere Hälfte bevorzugt betroffen, wer gut Vermögen hat, der wird damit nichts zu tun haben.

    Das wird eher noch 40 oder 80 Jahre dauern, bis das akut wird, aber möglich ist diese Entwicklung. Auch wenn die meisten Rassisten wohl so langfristig gar nicht denken, unabhängig vom Rassismus kann das als Argument gegen Zuwanderung zählen.

    2. Ein anderer Aspekt des Rassismus ist natürlich, das es vor allem Menschen trifft, die kaum entsprechende Einwanderer persönlich kennen, und damit auch leichter unsinnigen Vorurteilen verfallen können.

    3. Was die Neigung zu Verschwörungstheorien betrifft, spielt dies beim Rassismus auch eine Rolle. Diese gehört wohl zur Psychologie des Menschen. Kaum eine paranoide Psychose kommt ohne eigene Verschwörungstheorie aus. Die meisten Psychotiker haben wenig Kontakt zu nicht kranken Mitbürgern, und ihre Theorien sind auch meisten zu speziell, um ansteckend zu sein. Aber so mancher Wahnsinn schafft es bis in größere Bevölkerungsgruppen, wo immer der auch herkommt und wer damit angefangen hat.

    4. Noch ein wesentlicher Grund für Rassismus sind wohl Despoten bzw. Menschen, die gerne Despoten wären, und sich dem Rassismus nur bedienen, diesen dann aber nicht unerheblich fördern.

    5. Aktuell kommt noch Facebook und Co dazu, das alles fördert, was Menschen am Computer und auf ihren Portalen kleben lässt. Dazu gehört eben auch Rassismus.

  20. Danke für den Zuspruch.

    @ Tobias Jeckenburger, 13.12.2019, 17:41 Uhr
    Ja, diese Aufzählung enthält einige wichtige Punkte. Trotzdem bin ich mir nicht sicher, ob sie schon eine erschöpfende Antwort auf die Frage ist, warum Rassisten ihr eigenes, nicht-rassistisches Volk hassen. Gerade die Punkte 4 & 5 betreffen ja eher Leute, die sich des Rassismusses anderer bedienen und ihn bestärken, um selbst Vorteile davon zu haben. Das erklärt aber nicht den Ursprung des Hasses auf die “eigenen Leute”.

    Der Punkt 3 ist zwar richtig, erklärt aber nicht , weshalb gerade diese Art von Hass so “erfolgreich” ist und andere Verschwörungstheorien nicht.

    Punkt 2 ist natürlich auch richtig. Rassismus ist überall dort am stärksten, wo die “eigene Rasse” am wenigsten “bedroht” ist und wo er somit auch am wenigsten “nötig” wäre. Da man sich aber gezielt gegen ein “Kennenlernen” stellt und also bewusst und vorsätzlich an der Ablehnung der Fremden festhalten MÖCHTE, kann es sich dabei doch nicht um eine unbewusste Reaktion handeln, oder? Bsp.: https://www.youtube.com/watch?v=Cl__BD858yc, bei 17:32. Es ist also doch eine bewusste Entscheidung und kein unbestimmtes Gefühl. Zudem erklärt es auch nicht den Hass auf das eigene Volk (also in unserem Fall auf alle Deutschen, die keine Rassisten sind, sondern “Volksgenossen” und “Biodeutsche”).

    Das Revierverhalten in Punkt 1 überzeugt mich am wenigsten, denn die Bekämpfung der eigenen Leute und somit die Ausdünnung der eigenen Rasse schwächt doch die eigene Position?
    Mal ein ganz rationaler Gedankengang: Im 1. Weltkrieg haben tausende Juden für Deutschland gekämpft und geblutet. Dass Hitler die Juden vertreiben und vernichten wollte, bedeutete also einen direkten Verlust an Kampfkraft für das Vaterland. Dasselbe gilt für die wirtschaftliche Ebene, für die Forschung usw. All die von den Rassisten vertriebenen Deutschen jüdischen Glaubens bedeuteten doch einen Verlust für das deutsche Volk und Vaterland, und mit den bekämpften, eingesperrten und ermordeten Liberalen, Linken, Christen usw. ist es genauso. Fakt ist doch, dass die Rassisten sofort mit Beginn ihrer Herrschaft aktiv an der Schwächung Deutschlands gearbeitet haben. Das wird umso unverständlicher, wenn man bedenkt, dass sie ja vorhatten, bald “Lebensraum im Osten” zu erobern und also einen großen Krieg planten. Wieso will man sich selbst schwächen, bevor man einen mächtigen Feind angreift? Etwas dümmeres kann man sich doch kaum vorstellen? Aber genau das ist es, was die Rassisten tun – sie bekämpfen ihr eigenes Volk, also die Mehrheit des eigenen Volkes, die eben nicht rassistisch ist. Selbst wenn man der rassistischen Lehre folgt und sagt, dass z.B. die Juden keine Deutschen seien, dann bleibt immer noch die Bekämpfung eindeutig deutscher Liberaler, Linker, Christen usw. Dafür bietet der Rassismus keine Ausrede, keinen Vorwand. Trotzdem sind diese Gruppen – auch heute noch/wieder – Zielscheibe des Hasses ihrer rassistischen Mitbürger.

    Wie gesagt, der Grund dafür ist mir völlig schleierhaft. Das schwächt doch die eigene Rasse? Das wäre so, als ob jemand, der nicht aussterben will, seine eigenen Kinder umbringt. Oder als ob jemand, der in einen Boxkampf gehen will, sich vor dem Kampf eine Hand abschneidet. Hä?

    Jedenfalls führt es zu der paradoxen Erkenntnis, dass es nichts schädlicheres für eine Nation gibt, als von Nationalisten regiert zu werden. Und da komme ich eben gedanklich einfach nicht mehr mit. Das kann doch nicht sein, aber dennoch ist es so.

  21. @Nachtrag Ursachen von Rassismus

    Was hier in der Diskussion womöglich vernachlässigt wird, noch zwei Aspekte, die Rassismus begünstigen:

    6. Harz4 und Angst vor Arbeitslosigkeit fördert vermutlich doch die Entstehung von Rassismus. So haben zwar AfD-Wähler meistens einen Arbeitsplatz, aber dann eher einen weniger sicheren. So trifft eine rassistische Einstellung eher jüngere Männer in strukturschwachen Regionen, wie hier beschrieben:

    https://scilogs.spektrum.de/die-sankore-schriften/wer-waehlt-die-afd-video/

    Man könnte meinen, die haben doch noch Arbeit. Aber die haben eben auch Angst, diese zu verlieren, was genauso starke psychische Auswirkung hat, wie hier beschrieben:

    https://www.spektrum.de/news/was-uns-wirklich-angst-macht/1687112

    Insbesondere ist dieser Effekt umso stärker, je schlechter der staatliche Umgang mit den Arbeitslosen ist. Ich kann das gut nachvollziehen: selbst wenn ich erst mit 53 nachhaltig Arbeitslos werde, weil ich nicht mehr die volle Leistung bringen kann, ist das fette Leben dann endgültig vorbei: ich falle runter auf Grundsicherungsniveau, wenn mein Ehepartner noch Arbeit hat, ist der genauso betroffen, dann bekomme ich unter Umständen gar nichts mehr, wenn mein Partner gut verdient, was dann gerade Männern am meisten weh tut. Und die Ersparnisse sind größtenteils auch weg, gleichzeitig bekomme ich später viel weniger Rente.

    Wenn ich jetzt wenigstens meine Ruhe hätte, die Beine hoch zu legen und vielleicht noch ein schönes Ehrenamt ausüben könnte. Iss aber auch nicht, das Arbeitsamt hört nicht auf, Druck zu machen, und das mit Mitteln am Rande der Legalität.

    Die Idee, wenn wir jetzt weniger Migranten hätten, wäre mein Arbeitsplatz sicherer, ist jetzt nicht so weit weg. Sollte eine richtig dicke Weltwirtschaftskrise ausbrechen, würde sich dann wohl auch entsprechend mehr Rassismus entwickeln. Die NSDAP wäre ohne Wirtschaftskrise wahrscheinlich auch nicht an die Macht gekommen.

    Auch wenn der Einfluss von Harz4 auf den Rassismus begrenzt ist, ist Harz4 doch eine gar nicht gute Sache. Die Betroffenen sind auch die, die nur Angst um ihren Arbeitsplatz haben, werden häufiger psychisch krank und haben ein höheres Sterberisiko, und das alles nur um den Niedriglohnsektor zu fördern. Der positive Einfluss von Harz4 auf die Wirtschaft zieht dann auch noch immer mehr Arbeitsmigranten an.

    7. Womöglich fördert doch auch die bloße Anzahl von Migranten den Rassismus, auch wenn es eher Menschen trifft, die an ihrem Wohnort eher weniger Migranten haben. Die bekommen ja trotzdem mit, dass wir in den entsprechenden sozialen Brennpunkten in den Großstädten diese vielen und teilweise schlecht integrierten Migranten haben.

    • Nun ja, @Tobias Jeckenburger – statt der gefühlten „Angst vor Arbeitslosigkeit“ erleben wir gerade auch in Baden-Württemberg massive Probleme des Fachkräftemangels – vom Handwerk über Pflege und Industrie bis hin zu Gastronomie. Ohne Zuwanderer aus dem In- und Ausland und deren Kinder würde hier längst alles zusammenbrechen. Hier demonstrieren Unternehmer und deren Kunden gegen die Abschiebung von Geflüchteten. Vgl.
      https://web.de/amp/34270036

      Rassistische Angst entfaltet sich dagegen v.a. dort, wo die wenigsten Zugewanderten leben, wo mehr Gewalt und weniger Vielfalt die Kindheiten geprägt hat. So erklärt sich auch, warum rechtspopulistische Gruppen trotz der „Angst vor Abstieg“ immer wieder den Sozialstaat attackieren. Man möchte schon aufgrund von Geschlecht und Hautfarbe „oben“ bleiben, indem man nach „unten“ tritt…

      • Ja, Fachkräftemangel weil immer mehr gut ausgebildete auswandern weil sie sich im eigenen Land nicht mehr zu Hause und nicht mehr sicher fühlen.
        Dafür kommen ein Haufen Illegaler ohne nennenswerte Ausbildung ins Land, mit teilweise auch noch radikalen Ansichten.
        So funktioniert Umvolkung.

        • Echt jetzt, @Markweger? Klar gibt es auch längst einen internationalen – und innerdeutschen! – Wettbewerb um deutsche Fachkräfte, aber keine Massenauswanderung. Es fehlen seit Jahrzehnten Kinder – und diese streben dann auch oft andere Berufe als ihre Eltern an. All das ist nicht die Schuld von Migranten oder Juden – und es ist also sinnlos, diese zu beschimpfen. Wenn Sie einmal älter werden, werden auch Sie auf die Versorgung durch Fachkräfte hoffen, egal woher…

          • Ich wohne im ländlichen Raum. Es gibt hier keinen Mangel an Fachkräften, auch nicht in den sozialen Berufen.
            In der nächsten größeren Stadt fühlt man sich nicht mehr im eigenen Land.
            Ohne diese Zuwanderer (von denen sehr viele illegal gekommen sind) wären einfach weniger Menschen das ist alles.
            Und man würde sich, wie dort wo ich wohne, auch noch zu Hause und im eigenen Land fühlen.

          • Oh, @Markwegwer – die größten Klagen über das Schrumpfen der Bevölkerung und auch Fachkräftemangel – z.B. Ärzte, Lehrer – höre ich auch aus dem ländlichen Raum. Und es gibt ja leider auch Regionen in Deutschland, in denen sich Nicht-Rechte nicht „wohlfühlen“.

            Sie haben die Freiheit, so viele Kinder mit so deutschen Namen großzuziehen, wie Sie wollen. Aber ich versichere Ihnen, dass Sie den deutschen Rasse-Staat nicht zurückbekommen werden – ebensowenig, wie die Physik hinter Einstein zurückfallen wird.

            Antisemitismus und Rassismus sind zwar gefährlich, aber taugen nicht für die Zukunft. Schade, wenn Sie Ihre Lebenszeit dafür verschwenden…

        • Die gut ausgebildeten Leute gehen eben dahin, wo sie besser bezahlt und besser behandelt werden. Beispielsweise haben die keine Lust, sich von irgendwelchen Dorfgemeinschaften gängeln zu lassen, wann sie ihren Rasen zu mähen haben oder ähnlichen Unfug. Deshalb zieht es diese Leute ja auch in die Großstädte, aber eben nicht in die Innenstadt von Dortmund, sondern eher in die City von London.

          Dazu kommt das gerade in Deutschland gerne betriebene Elitenbashing. Wenn man in Amerika reich geworden ist, zeigt man es und bekommt Respekt. Wenn man in Deutschland reich geworden ist und es zeigt, bekommt man Neid und Hass. Kein Wunder, das Leute, die “es geschafft” haben (oder es “schaffen” wollen), lieber ins Ausland gehen.

          Auf diese Weise vergraulen die Deutschen ihre besten Leute.

    • zu 6.:
      Ja, zu den wesentlichen Problemen mit Hartz 4 gehört der Umstand, dass man alles wieder verlieren kann. Dies sorgt einerseits dafür, dass manche gar nicht mehr versuchen, etwas aufzubauen, und andererseits führt es dazu, dass die, die etwas aufgebaut haben, große Angst vor dem möglichen Verlust haben und entsprechend offen für radikale “Lösungsvorschläge” sind.

      Zu diesem Thema gehört aber auch, dass die Kosten im Alter völlig explodieren können, beispielsweise wenn man ein Pflegefall wird. Manche fürchten ja sogar, durch ihr eigenes Alter noch ihre Kinder zu ruinieren. Ob diese Angst immer begründet ist, ist dabei fast egal, denn sie ist da, so oder so. Gleichzeitig wird – zu Recht, wie ich denke – gefordert, beispielsweise die Altenpfleger besser zu bezahlen, was aber natürlich das Kostenproblem noch verschärfen wird.

      Im Grunde leiden wir an unserer Überalterung – wenn mehr junge Leute da wären, würden sich die Lasten auf mehr Schultern verteilen. Außerdem könnten dann auch Eltern den Verlust ihres “Lebenswerks” vermeiden, indem sie gar nicht erst staatliche Leistungen benötigen, weil die Familie sie auffängt. Das würde allerdings voraussetzen, dass Eltern und ihre erwachsenen Kinder viel länger und enger zusammenarbeiten. “Früher” gab es ja deutlich häufiger 3-Generationen-Haushalte usw., das half, Kosten zu sparen.

      Allerdings müssen denn die erwachsenen Kinder ihre alten Eltern weiterhin im Alltag “ertragen”, wozu viele heute nicht mehr bereit sind. Gleichzeitig müssen die Alten bereit sein, ihren berufstätigen Kindern dorthin zu folgen, wo diese arbeiten, wozu viele Alte nicht bereit sind. Der Umstand, dass man nur noch selten dort arbeitet, wo man als Kind aufgewachsen ist, ist hier die Ursache. Das könnte auch das verzweifelte Festhalten der Rechten an “Heimat” teilweise erklären.

      Ich denke aber nicht, dass der Staat bzw. die Gesellschaft dieses Problem lösen können, das müssen alte und junge Erwachsene miteinander ausmachen. Es wäre aber hilfreich, wenn entsprechende Lebensmodelle besser gefördert würden. Und was den “Mangel” an jungen Leuten angeht: Migranten sind jünger als der deutsche Durchschnitt, aber wie Herr Blume schon gesagt hat, steht es ja jedem Deutschen frei, so viele Kinder zu haben, wie er möchte, dann bräuchte man auch weniger Migranten. Nur – die meisten deutschen WOLLEN eben nicht so viele Kinder.

      Da kann man als Staat sicher was machen, indem man v.a. Frauen hilft, Beruf und Familie besser zu vereinen. Aber leider ändert auch das nur bedingt etwas daran, dass Kinder für Frauen ein Armutsrisiko bedeuten. DA müsste man ansetzen, beispielsweise indem man Frauen, die sich um ihre Kinder kümmern, die Rentenbeiträge aus der Steuerkasse weiterzahlt. Das würde auch verhindern, dass “Kinder kriegen” an sich zu einem Erwerbsmodell würde, da das gezahlte Geld ja vom letzten Gehalt abhinge – wenn das Hartz 4 war, dann ist es eben entsprechend weniger als bei einer Ärztin, nur mal als Beispiel.

      Aber v.a. müsste man Alleinerziehenden helfen, denn die sind am meisten von Altersarmut und (ihre Kinder) Kinderarmut bedroht. Unser System setzt ganz massiv auf die Ehe und “bestraft” Leute, die sich dem nicht beugen. Dabei wird überhaupt nicht berücksichtigt, aus welchem Grund sich die Frauen von den Männern trennen, beispielsweise weil diese gewalttätig waren oder so. Andererseits werden Ehepaare steuerlich gefördert, selbst wenn sie gar keine Kinder haben (Ehegattensplittung). Das ist ein weites Feld, wo man viel ändern müsste.

      Die Alternative zu all dem ist, die Gesellschaft einfach “gesund zu schrumpfen”. Irgendwann ist ein stabiles Level erreicht, dann passt das Verhältnis von Alten und Jungen auch wieder (wäre z.B. für das Klima durchaus gut). Blöd ist diese Methode aber für alle Leute, die in der Schrumpf-Phase alt werden, denn auf deren Rücken wird das dann ausgetragen. Und da jeder alt wird und sich auch nicht dagegen wehren kann, betrifft das breite Bevölkerungsschichten. Und solange die nicht irgendwann gestorben sind, werden sie – zu Recht – Angst haben. Das einfach auszuhalten ist freilich die billigste Lösung, aber ob sie auch funktioniert, wird sich noch zeigen müssen.

      zu 7.:
      Naja, das “sie bekommen es mit” muss man vorsichtig handhaben. Heute bekommt jeder alles mit, durch die allgegenwärtigen Handys. Fakt ist, dass die meisten Straftaten heute viel seltener sind als vor 20 oder gar 40 Jahren, aber dafür bekommt man heute jede einzelne davon brandheiß serviert, deshalb scheint es, als würden es mehr. Somit würden 20-30 migrantische Schwerverbrecher schon ausreichen, um in ganz Deutschland den “Eindruck” von hochkriminellen Migrantenmassen zu erzeugen. Die tatsächliche Zahl derartiger krimineller Migranten erscheint mir da schon beinahe zu vernachlässigen.

  22. Ärzte??
    Da braucht man nur den Zugang zum Studium etwas erleichtern.
    Dann braucht man keine Ärzte aus Ländern wo ihre Ausbildung ohnehin nicht vergleichbar ist.
    Man hat eine sehr regide Zugangsregelung zum Medizin Studium (wobei die Form der Auswahl ohnehin nicht sinnvoll ist) und gerade mit akademischer Ausbildung wandern viele aus.

    So man macht es den eigenen Leuten möglichst schwer ein Studium auch nur zu beginnen und importiert reihenweise Leute mit einer akademischen Ausbildung die dem einheimischen Standard nicht entfernt entspricht.
    Und die mit akademischer Ausbildung verlassen auch noch übeproportinal das Land weil sie sich hier nicht mehr zu Hause fühlen oder weil die Bedingungen anderswo einfach besser sind.

    Noch hinterhältiger und gezielter kann man Umvolkung nicht betreiben.

    • Der Zugang zum Studium würde mehr Ärzte produzieren, das ist richtig. Aber der Punkt ist, dass wir gar nicht mehr Ärzte brauchen. Unser Problem ist, dass Ärzte nicht aufs Land wollen. Teilweise liegt das an den Kosten für eine Praxiseröffnung, aber da kann der Staat was machen und es gibt auch Programme. Da ginge noch mehr, keine Frage, aber das ist nicht das Kernproblem.

      Ein Bekannter von mir wohnte jahrelang in einer Kleinstadt in Süddeutschland (ca. 50.000 Einwohner). Er sagt, dass er damals oft monatelang auf einen Arzttermin warten musste, weil die paar Ärzte, die es gab, völlig überlastet waren. Jetzt wohnt er in einer Großstadt (500.000 Einwohner) und sagt, dass er kein Problem mehr hat, er bekommt immer innerhalb weniger Tage einen Termin. Weil es hier unglaublich viele Ärzte gibt! Also brauchen wir nicht “mehr Ärzte”, sondern wir brauchen “mehr Ärzte, die aufs Land gehen”.

      Warum also gehen die Ärzte nicht aufs Land? Aus dem gleichen Grund, warum auch andere “Eliten” nicht aufs Land wollen. Schlechte Infrastruktur, schlechtere Bedingungen usw. – z.B. sind Hausbesuche auf dem Land teurer (Fahrtdauer und -Kosten) und gleichzeitig häufiger (viele Alte), aber die Krankenkassen deckeln das oft, da ist also viel weniger zu verdienen als in der Stadt. Würden die Kassen es aber nicht deckeln, wären die Kassenbeiträge noch viel höher. Würden mehr Alte zu ihren Kindern in die Städte ziehen, würde sich die Lage entspannen, aber die alten Leute wollen eben ihre Heimat nicht verlassen, schon weil sie sich dort auskennen und in der Stadt eben nicht. Verständlich, keine Frage – aber eben auch ein Problem.

      • Zumal ja nicht nur Ärzte fehlen, sondern auch Hebammen, Busfahrer u.v.m.

        Und wenn @Markweger tatsächlich an Fakten orientiert wäre, könnte er sich mit dem massiven Kindermangel und folgendem Geburtenrückgang gerade in traditionalistisch-nationalistisch regierten Gesellschaften wie Ungarn, Polen, Japan etc. befassen. Allerdings könnte das dazu führen, dass er seinen antisemitischen Verschwörungsmythos von “Umvolkung” und “Auslöschen” durch Juden und Demokraten hinterfragen müsste…

        • Zumal ja nicht nur Ärzte fehlen, sondern auch Hebammen, Busfahrer u.v.m.

          Aber nur deshalb weil sie schlecht bezahlt sind.

          Und wenn @Markweger tatsächlich an Fakten orientiert wäre, könnte er sich mit dem massiven Kindermangel und folgendem Geburtenrückgang gerade in traditionalistisch-nationalistisch regierten Gesellschaften wie Ungarn, Polen, Japan etc. befassen.

          Wieso Kindermangel? Es ist gerade umgekehrt – in traditionalistisch-nationalistischen Gesellschaften gibt es zu viele Kinder. 😆

          • Nein, @Mayer – hier ist die empirische Befundlage sehr klar. Wenn sich Gesellschaften wirtschaftlich modernisieren, aber an traditionalistischen Familienrollen festhalten, sinken die Geburtenraten. Das gilt für europäische Staaten wie Polen, Italien und Griechenland ebenso wie z.B. für die Vereinigten Arabischen Emirate, die Türkei oder Japan.

            Hier gerne eine spezialisierte Diskussion dazu, Stichwort: “Traditionalismusfalle”.
            https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-demografische-traditionalismusfalle-und-warum-thilo-sarrazin-schummeln-musste-n-tv-4/

          • Aber nur deshalb weil sie schlecht bezahlt sind.

            Nicht unbedingt. Es liegt auch daran, dass viele einfach zu wenig geeignet sind: https://www.haz.de/Nachrichten/Wirtschaft/Deutschland-Welt/Fachkraeftemangel-trotz-2-5-Millionen-Arbeitslosen
            Zitat: Die Kluft zwischen Fachkräftemangel und den zahlreichen Arbeitslosen auf dem Markt erklärt sich Korn Ferry wie folgt: Auf dem Arbeitsmarkt herrsche ein Überschuss an Geringqualifizierten.

            Und da in Deutschland der Bildungserfolg eines Kindes massiv vom Bildungshintergrund der Eltern abhängt (was schlecht ist, aber derzeit ist es eben so), wäre zur Lösung dieses Problems entweder eine totale Umstellung des Bildungswesens erforderlich (so dass der Erfolg der Kinder eben nicht mehr so stark vom Elternhaus abhängt) oder eine totale Umstellung der Kinderförderung (so dass sie v.a. hochqualifizierten Frauen hilft, die derzeit ja lieber keine Kinder bekommen, um von Männern unabhängig bleiben zu können). Eine dritte Möglichkeit wäre freilich, die Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben. Ein Asyl- oder Flüchtlingsgesetz ist dafür aber ungeeignet, das geht nur mit einem Einwanderungsgesetz (und einer Gesellschaft, die sich klar zur Arbeitsimmigration bekennt, was bei Rassisten natürlich nicht denkbar ist…). Ich persönlich denke, dass wir auf lange Sicht alle drei Dinge brauchen werden.

  23. @Michael Harz4 und Rassismus

    Ich meine, dass Harz4 und Rassismus zwar nicht kurzfristig, aber dafür langfristig zusammenhängen. Wer sich in seiner Jugend angesichts der Situation dafür entscheidet, einfach alles zu versuchen, um nicht in Harz4 zu geraten und einen Arbeitsplatz zu bekommen und zu behalten, der grenzt sich dann auch vehement nach unten ab. Und hat auch nichts dagegen, wenn es Harz4-Beziehern schlecht geht, zumal wir es hier mit Personen zu tun haben, die eher egoistischer sind.

    Wenn jetzt aber dieses Lebenskonzept zu scheitern droht, verlieren diese Personen regelrecht den Verstand. Die gefühlte Angst ist dabei entscheidend. Das geht auch gegen Klimaschutz, obwohl dieser unterm Strich wohl mehr neue Arbeitsplätze bringt als dass er welche abbaut.

    Wenn wir also Harz4 entschärfen, wird das kurzfristig nichts nützen, bei den jetzt von rechter Ideologie Betroffenen ist dieser Zug längst abgefahren, fürchte ich. Aber wenigstens würde es langfristig den Zulauf für rechte Gesinnung reduzieren, wenn wir Harz4 entschärfen und bessere lebbare Konzepte für ein Leben jenseits von Erwerbsarbeit realisieren würden, für alle die im Konkurrenzkampf nicht mehr mithalten können.

    Die besondere soziale Härte in den USA erklärt meiner Ansicht nach auch den Erfolg von Donald Trump. Die AfD ist bei ähnlicher Strategie offenbar weniger erfolgreich.

    @Michael Fachkräftemangel

    Was den Mangel an Arbeitskräften angeht, bleibt uns natürlich akut nichts anderes übrig, als fehlende Fachkräfte hier einzuladen. Wenn wir aber wirklich nicht mehr Migranten haben wollen, können wir doch auch die Attraktivität als Unternehmensstandort wenigstens etwas reduzieren, z.B. durch höhere Unternehmenssteuern. Das wäre sogar vermutlich die einzig praktikable Lösung. Die europäische Freizügigkeit einzuschränken wäre rechtlich wohl schwierig. Nebenbei wäre das eine Investition in die Stabilität der EU, wenn entsprechend einige Unternehmen von Deutschland nach Polen, Rumänien oder Italien umziehen.

    So wichtig ist mir das persönlich nicht, wenn wir es tatsächlich schaffen könnten, dass sich der Migrantenanteil in Deutschland nicht weiter erhöht, aber das könnte auch wiederum eine Investition in den sozialen Frieden hier sein. Wenn wir mehr Kinder bekommen, würde sich das erst 20 Jahre später auf die Situation auf dem Arbeitsmarkt auswirken, das könnte zu spät sein. Auch wenn das schon Sinn machen würde.

    Dass gerade in Baden-Württemberg Fachkräfte fehlen, liegt an dem besonders günstigem Standort. Kurzfristig sollte man vielleicht gucken, dass mehr neue Firmen da aufmachen, wo noch Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, z.B. in Dortmund oder in Ostdeutschland. Das würde in jedem Fall auch Sinn machen, finde ich.

    @tranquebar NSDAP

    Natürlich hat die Verfolgung von Juden und allen, die Widerstand gegen die Nazis geleistet haben, auch die Nation geschwächt. Aber das geraubte Geld der Juden war entscheidend für die Überwindung der Wirtschaftskrise und für die Anschubfinanzierung des geplanten Krieges. Und diejenigen, die Widerstand geleistet haben, waren ohnehin kein Gewinn für die Sache Hitlers, das war unvermeidlich, dass die seinen Krieg nicht unterstützen. Dann konnte man die auch einfach mitbeseitigen.

    Insgesamt war Hitler und die NSDAP zwar einerseits rational unterwegs, aber eben auch erheblich irrational. Ziel Nummer 1 war sicherlich tatsächlich die Herrschaft über Europa, aber Plan B war auch, wenigstens Europa in Brand zu setzen und die europäischen Juden zu vernichten. Und das ist ja auch gelungen.

    Durch Hass motivierte Politik bleibt dann wohl immer in Teilen schleierhaft. Und Hass ist eben auch irrational genug, dass er auch das eigene Leben kosten darf, wenn nur dem Feind genug geschadet werden kann. Wenigstens sind die Liebe und die Neugier auch stark genug, dass man sein Leben dafür riskiert. Auch das ist irrational, aber gut und auch empfehlenswert.

    @Was kann man noch machen?

    Der Ausländerhass entsteht viel seltener bei Leuten, die persönlich welche kennen. Mehr Deutschkurse für Migranten, und eine bessere Verteilung der Migranten innerhalb der Stadtteile und vor allem der Schulen würde in jedem Fall langfristig nützlich sein, bzw. wäre es gewesen, wenn man es vor 20 Jahren gemacht hätte.

    Wer sich gegen die Migranten aber erstmal eingeschossen hat, ist in der Tat vorerst recht festgelegt. Die besondere Attraktivität von rassistischen Verschwörungstheorien liegt dann wohl letztlich in ihrer Relevanz für die – gefühlte – Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes. Das gilt auch genauso für die Ablehnung des Klimaschutzes, da glaubt man auch gerne an eine Verschwörung der Wissenschaft, wenn der eigene Arbeitsplatz und die eigenen Statussymbole dabei in Gefahr geraten. Die persönliche Neigung zur Rücksichtslosigkeit kann man so auch gut hinter den jeweiligen Verschwörungstheorien verstecken, und sein Selbstbild entscheidend damit aufbessern.

    Helfen wird der Krieg gegen die fantasierte Umvolkung und den fantasiert überflüssigen Klimaschutz niemandem, das ist eben einfach zu irrational und einfach nicht zu Ende gedacht. Hier wird nur das Klima und der soziale Friede zerstört, und die so geliebten Arbeitsplätze und der so geliebte Wohlstand geraten so am Ende erst recht in Gefahr.

    • Aber das geraubte Geld der Juden war entscheidend für die Überwindung der Wirtschaftskrise und für die Anschubfinanzierung des geplanten Krieges.

      Naja, sooo viel hat das auch nicht ausgemacht. Den Löwenanteil der Kosten hat man ja durch Schulden gedeckt. Ohne die Judenverfolgung wären es eben noch mehr Schulden gewesen. Da man eh vorhatte, bald Krieg zu führen und die Schulden aus der Beute zu decken, hätte man das, denke ich mal, auch ohne den Raub des jüdischen Geldes so umsetzen können.

      Und diejenigen, die Widerstand geleistet haben, waren ohnehin kein Gewinn für die Sache Hitlers, das war unvermeidlich, dass die seinen Krieg nicht unterstützen.

      Hätte man die Leute nicht so terrorisiert, hätten viele auch weniger Widerstand geleistet. Wie gesagt, im 1. Weltkrieg haben die Juden ja auch geholfen, mit aller Kraft, die sie hatten. Warum hätte es diesmal anders sein sollen? Gut, bei Linken kann ich den Gedanken nachvollziehen, da die ja 1918 die Revolution gemacht haben – aber da war der Krieg eh schon verloren gewesen. Die SPD hatte den 1. Weltkrieg ja im Burgfrieden mitgetragen und sich erst gesträubt, als es schon sinnlos geworden war.

      Also wirklich “Widerstand” hätte wohl höchstens die KPD geleistet, alle anderen hätten zumindest so lange mitgemacht, wie es noch aussichtsreich gewesen wäre. Die alle zu bekämpfen war schon eine sinnlose Dezimierung (“Zersetzung”) der eigenen “Wehrkraft”.

      aber Plan B war auch, wenigstens Europa in Brand zu setzen und die europäischen Juden zu vernichten

      Ja, das ist es wohl einfach. Das bedeutet aber eben auch, dass die Nazis eben NICHT für das Wohl Deutschlands oder der deutschen Nation gekämpft haben, denn “Europa in Brand setzen” heißt ja auch, Deutschland in Brand zu setzen, und die “europäischen Juden vernichten” heißt ja auch, Deutsche zu vernichten. Das ist der Punkt, auf den ich hinaus wollte: Sie SAGEN; sie wären für Deutschland, aber das sind sie nicht. Sie wollen Deutschland nur benutzen, um ihre Zeile zu erreichen – Ziele, für Deutschland schädlich sind! Ergo: Nationalisten sind schädlich für die Nation! Paradox, aber leider wahr.

  24. @tranquebar NSDAP

    Stimmt wohl, dass man sich unterm Strich eher geschadet hat, dass man so viele Deutsche in Lager gesteckt und umgebracht hat.

    Was die Aussichten angeht, dass man den Krieg gewinnt, so war das nicht unmöglich. Wäre nicht die Enigma entschlüsselt worden, wäre der U-Bootkrieg erfolgreicher gewesen, hätte man die Luftschlacht um England gewonnen und hätte man mit dem Überfall auf die Sowjetunion noch gewartet, wäre das mit der Herrschaft zumindest über Europa vielleicht doch was geworden. Da haben wir sehr viel Glück gehabt, weil dann der Krieg im folgenden Jahrzehnt mit ziemlicher Sicherheit zwischen den USA und Nazideutschland mit Atomwaffen auf beiden Seiten weitergegangen wäre.

    Wobei der dem Weltkrieg folgende reale kalte Krieg vor allem für Deutschland auch ziemlich lebensgefährlich war, auch ganz ohne nationalistische Regierung. Was an einem mehr an Vernunft da war, wurde durch das Zerstörungspotential der Atombomben wieder ausgeglichen. Wahnsinnspolitik schaffen anscheinend auch demokratische Politiker, wenn auch in geringerem Ausmaß. Auch hier haben wir sehr viel Glück gehabt, dass der kalte Krieg nicht heiß geworden ist.

    Aber es gab z.B. in Schweden auch nationalistisch orientierte Politik, die nicht wahnsinnig war. Da waren so weit ich weiß zur Zeit des 2. Weltkrieges auch Nationalisten an der Macht, die aber mit Hitlers Krieg nichts zu tun haben wollten.

    Was unsere aktuelle AfD angeht, fällt mir hier ein erhebliches Übermaß an Unredlichkeit und Unsinnigkeit auf, was keine guten Erwartungen weckt, sollten die mal mitregieren.

    • @Schweden: Nein, die wurden während der letzten gut 100 Jahre hauptsächlich von Sozialdemokraten regiert, so auch im 2. Weltkrieg: https://de.wikipedia.org/wiki/Wahl_zum_Schwedischen_Reichstag_1940
      Übrigens halte ich Finnland hier für wesentlich interessanter, da es als funktionierende Demokratie auf Seiten der Nazis stand – und dort regierten auch die Sozialdemokraten: https://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentswahl_in_Finnland_1939
      Umgekehrt wollten rechtsradikale Regierungen wie diejenige Frankos in Spanien dann lieber doch nicht an Hitlers Krieg teilnehmen.

      Die Frage nach Krieg oder Frieden ist keine Frage nach Rechts oder Links, und sie ist auch keine Frage nach Demokratie oder Diktatur. Die USA sind im Verlauf ihrer Geschichte in zahlreiche Kriege gezogen, ohne je eine Diktatur gewesen zu sein. Auch in Frankreich hing das Führen eines Krieges nicht davon ab, ob sich das Land gerade in einer demokratischen oder autokratischen Phase seiner Geschichte befand. Die Liste ließe sich fortsetzen.

      Deshalb stellt man die falsche Frage, wenn man nach Rechts/Links oder frei/unfrei fragt. Man muss eher fragen, wie die Erfolgsaussichten sind, und die sind umso besser, je freier das Land ist und je größer der den Krieg befürwortende gesellschaftliche Konsens. Die Nazis haben Deutschland durch ihren Krieg gegen das eigene Volk geschwächt. Ähnlich ging es der Sowjetunion unter Stalin. Die Finnen haben hingegen zusammengehalten und den Winterkrieg gewonnen. Ein wesentlicher Grund für diesen Erfolg war, dass die Finnen ihr Militär dem alten, noch russisch-zaristischen General Mannerheim überlassen haben, obwohl der definitiv kein Sozialdemokrat war! Soweit ich weiß, gehörte er sogar zur schwedischen Minderheit in Finnland und war deshalb ziemlich umstritten, galt manchen als “kein richtiger Finne”. Aber er hatte viel Ahnung von dem, was er tat und in Finnland setzte sich die Strömung durch, die die „Schweden-Finnen“ integrieren wollte, obwohl es selbst innerhalb dieser Gruppierung Leute gab, die das nicht wollten. Die Sowjets hingegen haben ihr Offizierskorps von politischen Gegnern “gesäubert” und viele fähige Leute in Sibirien “entsorgt” (wie man es heute in bestimmten Kreisen bezeichnen würde) – dadurch war ihre riesige Armee kopflos und versagte. Also der gleiche Fehler, wie ihn die Nazis in Deutschland machten und wie ihn die Rechten in Deutschland heute machen wollen: Schwächung der Gesellschaft durch Ausgrenzung politisch oder moralisch (oder rassisch) unliebsamer Gruppen, um so eine „reine“ Gesellschaft zu erreichen! Sie bilden sich ein, dadurch Stärke zu gewinnen, aber das ist ein Irrtum. Reinheit ist Schwäche, um es mal provokant zu sagen. Deshalb ist Reinheit (der Rasse, der Kultur…) auch nicht patriotisch, denn sie schadet dem Vaterland. Integration fremder Gruppen würde hingegen zur Stärkung des Vaterlandes führen und wäre somit patriotisch.

      @Wahnsinnspolitik schaffen anscheinend auch demokratische Politiker, wenn auch in geringerem Ausmaß.
      Das “Gleichgewicht des Schreckens” war eine Folge der technischen Entwicklung. Politiker konnten sich dem nicht verschließen, egal, aus welcher politischen Ecke sie kamen. Die Atombombe war Realität, und diese Realität war der Wahnsinn. Mit ihr konnten ganze Völker im Handumdrehen ausgelöscht werden und es gab keine Abwehrmöglichkeit, also blieb nur die Drohung des Gegenschlags.

      M.E.n. war das schrecklich, aber in der Sache doch richtig. Die Geschichte zeigt, dass es nur selten vorkam und man keinesfalls darauf zählen darf, dass eine militärisch überlegene Macht diese Überlegenheit aus reiner Humanität NICHT zu ihrem Vorteil einsetzt. Ich denke da nur an die Opiumkriege. Somit war es klug, sich lieber eigene Atomwaffen beschaffen zu wollen als darauf zu vertrauen, dass die „anderen“ ihre Atomwaffen schon nicht einsetzen werden. Aber gefährlich war es natürlich trotzdem. Dass die Sache nicht ins Auge ging, war reines Glück und beruhte möglicherweise gerade auf diesem winzigen Fitzelchen an zusätzlicher Vernunft, das der 2. Weltkrieg den Leuten auf beiden Seiten gebracht hatte. Der Vernunft, der Ideologie keinen Vorrang vor dem gesunden Menschenverstand zu geben.

      @Wäre nicht die Enigma entschlüsselt worden, wäre der U-Bootkrieg erfolgreicher gewesen, hätte man die Luftschlacht um England gewonnen und hätte man mit dem Überfall auf die Sowjetunion noch gewartet
      Ich finde es interessant, dass Sie gerade diese Punkte aufzählen. Nach meinem Dafürhalten sind gerade das Punkte, die Deutschland alle selbstverschuldet hat und die also nicht als “Schicksal” über uns hereinbrachen. Hierzu würde ich eher die überlegene Industrie der USA und die überlegenen Ressourcen (an Rohstoffen, aber auch an Menschenmassen) der angloamerikanischen Mächte (ganz zu schweigen von Russland!) zählen. Deshalb glaube ich auch nicht, dass das damals wirklich zu gewinnen gewesen wäre. Diese Chance bestand eigentlich nie, und deshalb wären zahlreiche gesellschaftliche Gruppen auch gegen den Krieg gewesen. Die Nazis wollten den Krieg aber unbedingt, darum mussten sie all die anderen Teile des deutschen Volkes beseitigen, womit sie es also noch zusätzlich geschwächt haben; nun hatte Deutschland endgültig keine Chance mehr. Trotzdem zogen die Nazis in den Krieg. Das war entweder die absolute und völlige Unfähigkeit, oder aber sie zerstörten das Vaterland bewusst, weil es ihnen egal war, genau wie das deutsche Volk, dessen Großteil nach ihrer Auffassung ja ohnehin keine „richtigen“ Deutschen waren.

      Das ist ja das, was mich so staunend dastehen lässt – wie sie sich mit dieser “volksschädlichen” Haltung noch heute hinstellen und in voller Überzeugung sagen können, irgendwelche Anderen (Juden, Christen, Linke, Liberale) seien “Volksschädlinge”! Und ihre Anhänger glauben das auch noch! Als ob ein Vergewaltiger behaupten würde, er habe seinen Opfern etwas Gutes getan – und Millionen kaufen ihm das ab! Unglaublich.

  25. @tranquebar Wahnsinnspolitik

    Hitler soll auch in seinen letzten Tagen gesagt haben: „Das deutsche Volk hat versagt.“

    Ein mir persönlich Bekannter aus dem rechten Rockermilieu meinte das Gegenteil: „Hitler hat alles vermasselt.“

    Wahrscheinlich ging das eben so oder so überhaupt nicht, Deutschland war einfach nicht stark genug, ganz Europa zu beherrschen. Aber wer an die Vorsehung glaubt, ohne ein redliches Konzept von Geisteswelten zu haben, der versucht dann auch so ziemlich Unmögliches. Und hängt dann den unvermeidlichen Misserfolg auch noch anderen an.

    Was Atomwaffen angeht, so ist tatsächlich deren Zerstörungskraft eben das Hauptproblem, es ist schwierig, damit vernünftig umzugehen. Dass ihre Einführung direkt auf das Ende des so überaus sinnlosen und wohl tatsächlich auch aussichtslosen Weltkrieges viel, war womöglich ein Glücksfall der Geschichte. Die Welt zu erobern, war direkt nach Hitlers großer Pleite zunächst einmal out. Die Versuchung, die Weltherrschaft zu realisieren wäre sonst verlockender gewesen, für den, der als Erster genug Atomwaffen und entsprechende Trägersysteme hat.

    Ganz wohl fühle ich mich derzeit mit Herrn Trump nicht wirklich. Die USA geben derzeit mehr Geld für Rüstung aus wie der Rest der Welt zusammen, wenn ich da richtig informiert bin. Wenn die genug funktionierende Anti-Atomraketen-Raketen hätten, wäre ein begrenzter Atomkrieg eventuell wieder zu gewinnen.

    • Hitler soll auch in seinen letzten Tagen gesagt haben: „Das deutsche Volk hat versagt.“
      Ein mir persönlich Bekannter aus dem rechten Rockermilieu meinte das Gegenteil: „Hitler hat alles vermasselt.“

      Ist das nicht das gleiche? Hitler wurde getragen von den Rechten, den Nationalisten, aber auch einigen Konservativen. Was auch immer Hitler vermasselt hat, haben somit auch seine Unterstützer mit vermasselt. Neben all den Mittätern im 3. Reich gehören dazu auch die Wähler und Protestwähler der späten Weimarer Zeit, die dazu beigetragen haben, dass es so kam, wie es kam.

      Wenn man will, kann man da durchaus eine demokratische Mehrheit der Deutschen hinein rechnen (ob das ganz lauter ist, ist eine andere Frage, aber mal nur testweise zum Zwecke der Zuspitzung):
      Bei der letzten freien Wahl hatte die NSDAP 33,1%, die ebenfalls rechte DNVP 8,3%. Das sind schonmal 41,4% Wähler, die sich ganz frei und ohne Zwang für Rechtsaußen entschieden haben. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagswahl_November_1932
      Damit war die NSDAP Deutschlands Partei mit den meisten Sitzen im Parlament und erhielt den Auftrag zur Bildung einer Minderheitsregierung (damals “Präsidialkabinett” und dank der damaligen Verfassung mächtiger, als es eine heutige Minderheitsregierung wäre). Weil Hitler das zu wackelig war, strengte er eine neue Wahl an, wo durch Beeinflussung der Wähler und Bekämpfung politischer Gegner ein noch besseres, aber nicht mehr “freies” Ergebnis zustande kam: NSDAP 43,9%, DNVP (als KSWR) 8%, zusammen also 51,9% Stimmen für Rechtsaußen. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagswahl_M%C3%A4rz_1933
      Und weil er damit immer noch nicht die Verfassung ändern (bzw. abschaffen) konnte, ließ er sich dazu noch im “Ermächtigungsgesetz” nun ja… ermächtigen. Dem stimmten die Vertreter aller anderen Parteien außer KPD und SPD zu, also die Vertreter von 69,4% der deutschen Bevölkerung (gemessen am letzten Wahlergebnis 1933). Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Erm%C3%A4chtigungsgesetz_vom_24._M%C3%A4rz_1933
      Somit könnte man also – wie gesagt, überspitzt – sagen, dass 69,4% der Deutschen Hitler unterstützt oder zumindest nicht aufgehalten haben, aus welchen Gründen auch immer. Wenn man jetzt also sagt: “Hitler hat es vermasselt”, dann sagt man damit doch im gleichen Atemzug auch: “knapp 70% der Deutschen haben es vermasselt”!

      Wie gesagt, die Rechnung ist etwas unlauter in mehrfacher Hinsicht. Viele Abgeordnete stimmten dem Ermächtigungsgesetz nur aus Angst um Leib und Leben zu und die KPD stand auch nicht auf dem Boden der Weimarer Verfassung, um nur mal 2 Punkte zu nennen. Dennoch kann man gerade angesichts der vielen späteren Mittäter nicht behaupten, dass einer (Hitler) oder auch nur eine kleine Clique (NSDAP-Spitze) “es vermasselt” habe – da haben viel mehr Leute dran mitgearbeitet! Das war schon ein gemeinsames Großprojekt von Millionen Deutschen.

      Aber wer an die Vorsehung glaubt […], der versucht dann auch so ziemlich Unmögliches. Und hängt dann den unvermeidlichen Misserfolg auch noch anderen an.

      Richtig. Und man gefällt sich ja durchaus in der Opferrolle…

      Die USA geben derzeit mehr Geld für Rüstung aus wie der Rest der Welt zusammen

      Ja, das ist wohl so. Aber war das in den letzten Jahrzehnten nicht immer so? Auch unter Clinton oder Obama? Auch die wären froh gewesen, die Fähigkeit zu einem begrenzten Atomkrieg zu haben. Ob sie ihn dann geführt hätten, wer weiß? Trump persönlich vielleicht eher als jene, ja. Aber die Mittel dazu hat er nicht allein, die haben seine Vorgänger ihm mitgegeben, indem schon zu ihrer Zeit der Grund bereitet wurde. Und ob die Forschung auf diesem Gebiet fertig wird, bevor Trump nach 8 Jahren gehen muss, ist auch unsicher. Also ja, ganz wohl ist mir da auch nicht, aber alarmiert bin ich auch nicht wirklich. Die asymetrische Kriegsführung á la Putin (Ukraine) oder die Wirtschafts- und Cyberkriegsführung á la Xi sind mindestens genauso reale Gefahren, und die laufen immerhin schon, bei den US-Atomwaffen geht da zumindest bis jetzt noch nichts, soweit ich weiß.

      Aber ich habe auch den Eindruck, dass die Ereignisse sich allmählich zuspitzen, und ich möchte nicht an dem Punkt stehen, auf den sie alle zulaufen. Dennoch halte ich es für falsch, ohne Not pessimistisch zu sein. Entwicklungen (sowohl technisch als auch soziel) brauchen Zeit, und in dieser Zeit kann sich noch so viel ändern… Man muss was tun, aber man braucht nicht zu verzweifeln. Ich finde, das Beste, was wir tun können, ist, am Projekt “Europa” weiter zu arbeiten.

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