Dialog oder Dualismus – Die Wahrheitsfrage als Charaktertest und Schicksalsfrage

Seit Jahren spotten auch deutsche Intellektuelle darüber, dass Millionen vor allem ärmere Wählerinnen und Wähler in den USA für Donald Trump und damit auch gegen ihre eigenen Interessen gestimmt hätten. Aber ich frage – ist das in Deutschland denn wirklich so anders?
Habe zu den Ergebnissen einer neuen Umfrage gestern auf Mastodon gepostet:
Die gute Nachricht ist: Eine große Mehrheit der Deutschen erkennt die wachsende Zerspaltung in Deutschland, plädiert für höhere Erbschafts- und Vermögenssteuern statt der weiteren Belastung von Arbeit.
Die schlechte Nachricht: Im medialen Alltag lassen sich die gleichen Mehrheiten durch Rechtsmimesis gegeneinander und gegen ihre eigenen Interessen hetzen.
„Mehrheit hält Wohlstand für ungerecht verteilt
Vier von fünf Deutschen finden es ungerecht, wie der Wohlstand im Land verteilt ist. Das zeigt eine aktuelle ARD-Umfrage. Viele befürworten eine Vermögens- und höhere Erbschaftssteuer.“
Warum lassen wir Menschen uns aber immer wieder so leicht gegeneinander ausspielen, rechtsmimetisch verhetzen? Wann haben wir die mythologisch-sprichwörtliche „Büchse der Pandora“ geöffnet und damit das Unheil über uns selbst gebracht?
Zwischen Mythologie und Philosophie: Eine verzweifelnde Pandora am Athenebrunnen in Stuttgart. Foto: Michael Blume
Wissenschaftlich gesehen ist die Antwort auf diese Frage längst nicht mehr schwer und mit zwei Begriffen zu beantworten: Erstens – die Evolutionspsychologie. Und zweitens – die Medien.
Die Evolution des Menschen hat uns mit einem Säugetiergehirn ausgestattet, das besonders stark auf Gefahrenreize reagiert und unbedingt zu einer schützenden Gruppe gehören möchte. Abstrakte Wahrheiten wie „Wissenschaft“ oder „Solidarität“ müssen dagegen erst mühsam gelernt werden.
Und genau darauf setzen immer mehr (Konzern-)Medien auf, die algorithmisches Neurohacking betreiben und uns also in dem bestätigen, was wir ohnehin glauben sowie gegen andere Menschen aufhetzen. Bei einer Veranstaltung im Landtag Baden-Württemberg im Dezember 2024 brachte es eine Jugendliche auf den Punkt: „Tiktok zeigt mir ständig, wen ich hassen soll. Ich will aber gar nicht hassen.“
Und auch der Rückzug aus den sog. „sozialen Medien“ kann nicht die einzige Antwort sein: Von der digitalen Blase gleiten wir derzeit über in den individualisierten KI-Kokon. Die Ergebnisse dieser medialen Thymotisierung erleben wir alle täglich: Menschen werden empörungssüchtig, gegenseitig intoleranter und selbstgerechter, Gesellschaften atomisiert, die Gemeinsamkeiten zerblasen.
„Diese Blasenbildung ist erstmal etwas, was uns alle betrifft, weil wir alle in dieser enorm beschleunigten digitalen Welt leben. Wenn wir uns in den Blasen bewegen, wissen wir immer mehr von immer weniger. Aber dann haben wir auch keine gemeinsame Öffentlichkeit mehr, wo es so eine Art Allgemeinwissen gibt, auf das sich alle einigen können. Das macht es plötzlich wahnsinnig schwer, miteinander ins Gespräch zu kommen. Wenn wir nicht aufpassen, driften wir immer weiter auseinander und leben nicht mehr gemeinsam in einer Gesellschaft, sondern leben nur noch, im besten Fall, nebeneinander her.“
Doch gegen den medial befeuerten Freund-Feind-Dualismus gibt es auch seit Jahrtausenden ein Mittel: den Dialog. Denn wenn wir erst einmal anerkennen, dass es erstens – eine (emergente & also komplexe) Wahrheit gibt, der wir uns aber zweitens – nur gemeinsam erkenntnishaft nähern können – dann finden wir in den dialogischen Monismus.
Mit Gemeinde- und Militärrabbiner Avraham Radbil (links) und Dr. Astrid Schilling (rechts) am 10. März 2026 vor Offizierinnen und Offizieren der Bundeswehr in München. Foto: Katholische Akademie in Bayern
Der geschätzte Rabbiner und Freund Avraham Radbil (Konstanz) veröffentlichte bereits 2013 einen großartigen Text zur Chawruta-Dialogfreundschaft in der Jüdischen Allgemeinen.
Daraus erfahren, dass schon der Talmud die Freundschaft zwischen dem großen Rabbi Jochanan und dem ehemaligen Räuberhauptmann Reisch Lakisch würdigte. Die beiden stritten dialogisch viel – um der Wahrheit willen. Doch nachdem Jochanan seinen Gesprächspartner ungewollt verletzt und verloren hatte, bekam er mit Rabbi Elasar ben Peddas einen großen Gelehrten – der ihm ständig zustimmte!
„Doch Rabbi Jochanan sagte: »Du bist nicht wie Reisch Lakisch, denn auf jede These, die ich bei ihm aufstellte, fand er 24 verschiedene Fragen und Gegenthesen. So war ich gezwungen, ihm 24 Antworten zu geben, und als Resultat unserer Diskussion kam immer die Wahrheit heraus. Doch du bringst mir nur Beweise für das, was ich sagte. Weiß ich denn nicht, dass ich recht habe?«
So verließ ihn Rabbi Jochanan, zerriss seine Kleider, weinte und schrie: »Wo bist du, Bar Lakisch, wo bist du, Bar Lakisch?«, bis sein Verstand ihn letztendlich verließ und er starb.“
Interessierte an Rabbi Jehoschua / Jesus / Isa können dabei übrigens auch an seinen bemerkenswerten Ausruf gegenüber dem römischen Hauptmann von Kafernaum, einem nichtjüdischen Besatzer, denken: „Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemandem gefunden!“
Dies ist übrigens auch meine tiefste Erfahrung und häufigster Rat nach Jahrzehnten in Wissenschaft, interreligiösem Dialog und Politik: Wenn Du wirklich Gutes bewirken willst, dann umgib Dich mit Teammitgliedern, Chawruta-Freundinnen und Freunden, die anders denken als Du selbst! Denn wenn sie Dich wirklich schätzen, werden sie Dir auch konstruktiv widersprechen und damit die Perspektive über Deinen eigenen Commitment-Tunnel hinaus erweitern.
Unterwegs im Elektroauto mit dem Chawruta-Freund Prof. Dr. Inan Ince zu einer weiteren Dialogpartnerin für Folge 54 von „Blume & Ince. Zwei Stimmen, vier Kulturen“. Screenshot: Michael Blume
Diese Erkenntnis ist mir wirklich wichtig: Dialog-Freundschaften sind das beste Mittel gegen die alltägliche Zerblasung. Wenn wir die Kunst des Dialoges auch über unsere eigenen, lebensweltlichen Blasen hinaus nicht mehr pflegen, dann wird auch unsere Republik nicht mehr lange überleben. Schon jetzt erleben wir nach den gescheiterten Koalitionsverhandlungen von 2017 und dem Ampel-Aus von 2024 eine massive, schwarz-rote Polarisierung in der Bundespolitik, die zu massiven Vertrauensverlusten in der Bevölkerung führt. Auch in der Landespolitik und vereinzelt sogar der Kommunalpolitik beobachte ich mit Sorge die zunehmende Unsachlichkeit und Kompromisslosigkeit durch algorithmisch verstärkte Parteiblasen – und zwar quer durch alle Parteien hinweg!
Das Internet hat die Gefahren von dualistischen Parteiblasen gegenüber dem demokratischen Dialog drastisch und quer durch alle Milieus massiv erhöht. „Lieber nicht regieren als falsch regieren“ 2017 bei der FDP auf Facebook. Screenshot: Michael Blume
Um 1923 erschien zum dialogischen Monismus auch eines der bedeutendsten Bücher des 20. Jahrhunderts: „Ich und Du“ von Martin und Paula Buber.
Ich las es seit dem Studium immer wieder und lange vor allem als religionspsychologisches Werk, doch es hat trotz und wegen seiner Kürze auch eine große, philosophische Tiefe.
Nach einem intensiven, dialogischen Workshop mit Schülern einer beruflichen Schule in Karlsruhe las ich zuletzt spontan einige Sätze aus diesem großen Werk in einen YouTube-Short:
„Grundworte werden mit dem Wesen gesprochen.
Wenn Du gesprochen wird, ist das Ich des Wortpaars Ich – Du mitgesprochen.
Wenn Es gesprochen wird, ist das Ich des Wortpaars Ich – Es mitgesprochen.
Das Grundwort Ich – Du kann nur mit dem ganzen Wesen gesprochen werden.
Das Grundwort Ich – Es kann nie mit dem ganzen Wesen gesprochen werden.“
Auch auf Basis dieser beiden Grundworte durfte ich in den vergangenen Jahren die drei Grund-Weltanschauungen ausbuchstabieren: Es-Es (egozentrischer Relativismus), Ich-Es (feindseliger Dualismus) und Ich-Du (dialogischer Monismus).
Das ist übrigens auch der Grund, warum ich Namenswitze gegen demokratische Politikerinnen und Politiker außerhalb der professionellen Satire grundsätzlich ablehne. Solches (leider oft auch linke) Mackertum schadet nur und bringt dem Dialog gar nichts.
Jede rechtsstaatliche Demokratie basiert auf einer Kultur des Dialoges. Jede Parteiblase droht den demokratischen Kompromiss durch Freund-Feind-Dualismus zu sprengen.
Auch uns Deutschen bleibt nicht mehr viel Zeit. Also sollten wir uns diese für Blasen-überschreitende Dialoge nehmen. Denn die „Enge der Zeit ist die Wurzel des Bösen“ (Hans Blumenberg).




Moin an @alle
was schlüssig ist ist schlüssig.
Es ist an den Mitgliedern der Gesellschaft, diese zusammenzuhalten und an Feinheiten zu „feilen“.
Trotz alledem: was passiert in den Köpfen wenn immer auf den „Rechts-“ Staat
verwiesen wird, wir doch aber den Gerechten Staat brauchen?
Gerechter Staat auf Basis von Gesetzen, die umsetzbar sind?
Bleibe dabei – Zustand von Bäumen innerhalb(hier besonders) und ausserhalb des Urbanen spiegeln den Zustand der Gesellschaft(-en)
Vielen lieben Dank, @Ralf H. – und Zustimmung. Abstrakte Regeln – Gesetze – sind unverzichtbar wichtig, stellen aber selbst noch keine Gerechtigkeit her. Menschen vorzuschreiben, dass sie ihre Kinder zu versorgen und diese sich wiederum im Alter zu kümmern haben ist etwas ganz Anderes als gegenseitige Zuwendung, ja Liebe.
Deswegen würde ich dem Hinweis auf den Zustand der Bäume innerhalb und um die Städte zustimmen – und ihn durch den Hinweis auf den Zustand der Kinder erweitern.
In Deutschland ist die Zahl der Geburten im vierten Jahr in Folge zurückgegangen und befindet sich damit auf dem niedrigsten Stand seit dem Nachkriegsjahr 1946. Rund 654.300 Kinder seien nach vorläufigen Ergebnissen im vergangenen Jahr geboren worden, teilte das Statistische Bundesamt mit. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl um 3,4 Prozent zurück.
Indessen starben 2025 etwa 1,01 Millionen Menschen. Die Sterbefälle überstiegen die Zahl der Geburten den Angaben zufolge um etwa 352.000. Das Statistikamt sprach vom größten Geburtendefizit der Nachkriegszeit.
https://www.zeit.de/gesellschaft/2026-04/geburten-in-deutschland-niedrigster-stand-nachkriegszeit-gxe
Ich finde es faszinierend, wie laut auch in unserem Land über die Rentenhöhe gestritten wird – aber kaum jemand fragt, warum die Menschen immer weniger Kinder bekommen und also die Renten-, Kranken-, Pflege- und auch Steuerkassen ins Rutschen geraten. Unverdrossen verkünden vor allem Bundespolitikerinnen und -politiker, sie wollten wieder mehr Wirtschaftswachstum für Deutschland erreichen – obgleich das Beispiel Japan seit Jahrzehnten zeigt, dass bei Kindermangel auch Nachfrage und Investitionen unweigerlich erlahmen. Mir scheint, unsere Gesellschaft rennt noch medial vor ihren eigenen Ängsten und Themen davon.
So hatte auch eine starke Ansage neulich nur zu kurzer Aufregung, aber noch kaum für einen ernsthaften Dialog zur Überwindung des Petromaskulinismus gesorgt:
Dirk Peglow, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, hatte mit seiner Aussage im „heute journal“ des ZDF am Montagabend für Diskussionen im Netz gesorgt. Auf die Frage von Moderatorin Dunja Hayali, was er Frauen rate, antwortete er: „Wenn man nach der statistischen Anzahl geht: Besser keine Beziehung mit einem Mann eingehen, da ist das Risiko erheblich höher, eben Opfer psychischer oder physischer Gewalt zu werden.“ Peglow weiter: Täter kommen aus dem sozialen Umfeld, das ist ein ganz entscheidender Punkt. Zuvor hatte Peglow in der Sendung mit Blick auf Zahlen aus dem Jahr 2024 gesagt: „Jeden Tag werden in Deutschland zwei – mindestens zwei – Frauen und Mädchen Opfer eines versuchten oder vollendeten Tötungsdeliktes.“ Mit Blick auf die Täter bei Gewalt gegen Frauen nannte Peglow auch Sexualdelikte.
https://www.n-tv.de/der_tag/Kriminalbeamter-warnt-Frauen-vor-Beziehung-mit-Maennern-und-muss-sich-erklaeren-id30742484.html
Selbstverständlich finde ich das etwas schade, weil ich mein Heimatland, unsere Kultur und Demokratie liebe. Ich freue mich mit allen jungen Menschen, die freiwillig gemeinsam Leben weitergeben. Aber ich respektiere auch die oft unfreiwillige Kinderlosigkeit und die Entscheidungen der Millionen, in diese fossil ausgebrannte „Leistungsgesellschaft“ hinein keine weiteren Kinder zu wagen. Nachdem uns allen über Jahrzehnte malthusianisch eingetrichtert wurde, es gebe „weltweit zu viele“ Menschen, wird es wohl weitere Jahrzehnte brauchen, bis die leisen Stimme der Liebe, des Dialoges, der Solidarität und Hoffnung ausreichend gehört werden. Auch das ist Evolution.
Ja, das gesellschaftliche Regeln und Gesetze nicht zwangsläufig Gerechtigkeit herstellen, ist ja der Punkt.
So sind meine Gedanken ja reflektorisch dem gegenwärtige Geschehen
geschuldet.
Na, klar Kinder! Das hatte und habe ich immer im Hinterkopf. Denn damit stehen und fallen ja, um beim Thema zu bleiben, unsere Gesellschaften.
Und @Eckehard Erben mir ging es hier darum, nicht die Bäume zu thematisieren, sondern um festzustellen, dass es aus meiner Sicht auffällige Gemeinsamkeiten Wechselwirkungen gibt. Die Bäume dabei der sichtbare generationsübergreifende Ankerpunkt. Es geht um zulassen von Vegetation oder Kindern, um die bewußte liebevolle Erziehung heranwachsenden jungen Menschen und von Bäumen (Vegetation) , dem Respekt vor dem Leben der Menschen (Kriege, Flüchtlinge, …) und den Bäumen (Vegetation, #Mitwelt, )
Ich hoffe, es gibt eine umfassende Besinnung gegen die hier generell besprochenen Manipulationstricks des Fossilismus.
Hier habe ich auch schon versucht, dem Thema Kinder /Kinderarmut meinen Zuspruch auszudrücken.
Herzlichen Dank für den guten Dialog, @Ralf H. 🙏👍
Mir wurde bei der Auseinandersetzung mit der fossilen Mietfalle wieder klar, wie bedeutend die Wiedereinführung des leider „eingesparten“ Baukindergeldes sowohl für die Demografie wie auch für den Mitweltschutz wäre.
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-55-die-selbstzerstoerung-des-fossilismus-die-abzocke-in-der-fossilen-miet-und-armutsfalle/
Denn wenn sogar junge Doppelverdiener kaum noch Chancen auf ein modernes Eigenheim sehen, werden sie sich auch seltener für (weitere) Kinder entscheiden. Und umgekehrt fördert jede post-fossile Eigentumswohnung wiederum die Energiewende, entlastet den Mietwohnungsmarkt und schafft hochwertige Arbeit in Zukunftsbranchen.
Die viel zu lange Verdrängung sowohl des globalen Treibhauseffektes wie auch von Demografie sollten wir auch in den deutschsprachigen Gesellschaften dialogisch überwinden. Dringend. 🚨 🤔 🌱
Ja, genau! Und wie und auf welchen „Kanälen“ lassen sich die Gesprächspartner im täglichen Leben so bündeln, dass es chic wird diesem wachsenden „Klumpen“ zugehörig zu sein.
Beobachte, viele haben mit der Sicherstellung ihrer Grundbedürfnisse so zu tun, dass das komplett den Kopf vereinnahmt. Alle oder viele andere Gedanken bleiben zurück.
Und so nimmt vor Allem die Vernachlässigung manch öffentlichen Gutes seinen Lauf. Das ist dringend zu Überwinden. Das sind die Feinheiten, an denen zu feilen wäre. Wenn das Baukindergeld helfen kann, dann sollte es wieder hervorgeholt werden.
Vielen herzlichen Dank und volle Zustimmung, @Ralf H. 🙏
Und um auch außerhalb der Solarpunk-Bewegung auf Mastodon und „Natur des Glaubens“ zu wirken, habe ich vor Monaten auch meinen YouTube-Kanal reaktiviert und freue mich über Tausende Zugriffe.
Heute morgen habe ich dort gepostet:
Stickstoff-Dünger aus grünem Wasserstoff möglich!
Die Welt leidet aufgrund des Irankrieges und der blockierten Straße von Hormus unter fehlendem Stickstoff-Dünger. Allerdings wird die Produktion von Dünger ohne Erdgas und mit grünem Wasserstoff immer besser möglich – auch durch Forschungen an der Universität Bonn:
https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/chemie/stickstoffduenger-laesst-sich-auch-klimafreundlich-produzieren/
Hinzu kommt, dass in Deutschland schon jetzt zu viel (!) Solarenergie produziert wird, weil der Aufbau von Batteriespeichern und Wasserstoff-Elektrolyseuren bürokratisch verschleppt wird. Und in den kommenden Jahren wird noch mehr Sonnenenergie produziert, wogegen die Bevölkerungszahl in Deutschland mangels Geburten bereits sinkt.
Es gibt also, so Dr. Michael Blume, überhaupt keinen Grund mehr, die Lebensmittelversorgung in Europa noch länger von den Golfstaaten einschließlich des Iran abhängig zu machen. Die Produktion von grünem Dünger durch erneuerbare Friedens-, Wohlstands- und Heimatenergien sei so schnell wie möglich hochzufahren.
https://youtube.com/shorts/ZJoUU4OJ3yo
Niemand kann alles, aber wir alle können etwas tun. Erlebe ich.
Ich freue mich, mit Ihnen jemanden gefunden zu haben, der auch diese Wahrnehmung des Schicksals unserer Bäume hat. Und über die Bäume jeweils ganz in der Nähe, versuche ich immer wieder mit Menschen ins Gespräch zu kommen, auf der Straße, vor dem Einkaufszentrum, im Wald ….
Das funktioniert auch ganz gut.
Weil Bäume evolutionär für uns wichtig sind. Als Fluchtpunkte bei Gefahr. Deswegen klettern ja Kinder auch so gern auf Bäume.
Ich setze auf die Hoffnung, über diese Verwurzelung mit Menschen wieder eine gemeinsame Realität zu bekommen.
Sind „wir“ zum Dialog noch bereit? „Wir“ – wer ist das?
Zunächst zur zweiten Frage. In einer Gesellschaft gibt es Menschen, die politisch interessiert und im besten Fall aktiv sind. Andere kümmern sich nicht um Politik oder wollen nichts damit zu tun haben.
In der jetzigen Situation unserer Demokratie wäre es schon ein Fortschritt, wenn nicht noch mehr Verbindungen verloren gehen würden.
Ein Beispiel, wie Dialog auf kommunaler Ebene mal ausgesehen hat, sind die scherzhaft so genannten „Nachsitzungen“ gewesen. Nachdem Gemeinderatssitzungen beendet waren, ging ein Teil der Räte – parteiübergreifend – noch in eine Gaststätte, um dort den Abend bei einem Bier, Wein oder Softdrink ausklingen zu lassen. Man kann das belächeln oder kleinreden. Aber es entstanden dort auch Freundschaften unter Mitgliedern verschiedener Parteien. Solche Räume braucht Dialog.
Sie haben nach der Büchse der Pandora gefragt. Mir fiel daraufhin ein Post von Ruprecht Polenz vom 12. März 2026 ein. Er zitierte aus einem Kommentar von Mariam Lau in „Die Zeit“:
„Der schwarz-grüne Triumph vom Sonntag hat aller Öffentlichkeit das Scheitern der Methode Söder vor Augen geführt. Der CSU-Chef Markus Söder hatte – gemeinsam mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn – versucht, die Grünen aus dem Kreis der demokratischen Parteien zu vertreiben.“
Alleine die Absicht hat zur Öffnung der Büchse der Pandora beigetragen. Dennoch gab es beispielsweise auf kommunaler Ebene weiterhin konstruktive Zusammenarbeit. Ich sage das ohne Häme oder Genugtuung: Bis zur Kommunalwahl 2026 auch im Nürnberger Stadtrat zwischen CSU, SPD und den Grünen. Wie der Nürnberger Söder das fand, entzieht sich meiner Kenntnis.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob der o.g. Plan wirklich schon gescheitert ist. Denn zahlreiche junge Politiker und Politikerinnen sind damit in der Union „sozialisiert“ worden. Mit Sicherheit gibt es unter diesen Nachwuchspolitikern viele, die davon nicht berührt wurden. Aber es werden auch einige darunter sein, die einen ähnlichen Versuch wie Söder/Spahn unternehmen könnten.
Das bedeutet, dass politischer Dialog weiterhin unter erschwerten Bedingungen stattfindet, zumal der bayerische MP neuerdings die Linke zur Gefahr stilisiert.
Zugeben will ich gerne, dass sich auch manche in der GJ nicht gerade vorbildlich verhalten haben.
Nehme ich das alles zusammen, so scheint mir die Zukunft des Dialogs eher düster.
Dass es noch vor fünf Jahren anders war, zeigte sich bei einer Diskussionsrunde der IG Metall (Nürnberg), an der im Vorfeld der BTW 2021 je ein Vertreter/eine Vertreterin der JU, der Jusos, der GJ und der JuLis teilnahmen und sich engagiert, aber friedlich über ihre Standpunkte austauschten. Es wäre mein Wunsch, wieder dahin zurückzukommen.
Vielen herzlichen Dank für Ihren tiefen und dialogischen Kommentar, @Marie H., auf den ich daher gerne etwas ausführlicher eingehen möchte.
Sie schrieben:
In einer Gesellschaft gibt es Menschen, die politisch interessiert und im besten Fall aktiv sind. Andere kümmern sich nicht um Politik oder wollen nichts damit zu tun haben.
Ja, genau so ist es. Sehr viele – wenn nicht die meisten – Menschen verbleiben im egozentrischen Relativismus und schwimmen in jedem System mit, das ihnen dargeboten wird. Jene, die sich politisch einbringen, entscheiden sich im Endeffekt zwischen dem demokratischen und also dialogischen Monismus einerseits oder dem feindseligen und also populistischen Dualismus einerseits. Immerhin hat die krachende Niederlage von Viktor Orban in Ungarn gegen Peter Magyar (Tisza / EVP) gezeigt, dass der Rechtsdualismus am Ende doch an der eigenen, moralischen und finanziellen Korruption zugrunde geht. Wer fossilen Faschismus wählt, beschädigt die eigene Heimat und deren Zukunft.
In der jetzigen Situation unserer Demokratie wäre es schon ein Fortschritt, wenn nicht noch mehr Verbindungen verloren gehen würden.
Genau so erlebe ich das auch. Die mediale Zerblasung trennt unsere Lebenswelten und führt damit zu einer Entsolidarisierung mit andauernder Tendenz zur Rechtsmimesis. Wir dürfen gespannt sein, ob und wie viele demokratische Parteien sich noch in diesen Abgrund reißen lassen.
Ein Beispiel, wie Dialog auf kommunaler Ebene mal ausgesehen hat, sind die scherzhaft so genannten „Nachsitzungen“ gewesen. Nachdem Gemeinderatssitzungen beendet waren, ging ein Teil der Räte – parteiübergreifend – noch in eine Gaststätte, um dort den Abend bei einem Bier, Wein oder Softdrink ausklingen zu lassen. Man kann das belächeln oder kleinreden. Aber es entstanden dort auch Freundschaften unter Mitgliedern verschiedener Parteien. Solche Räume braucht Dialog.
Ja, ganz genau so habe ich das als junger Stadtrat in Filderstadt noch erlebt. Ich pflegte gute Freundschaft nicht nur in der eigenen Fraktion, sondern beispielsweise auch zum jungen Sozialdemokraten Martin Fischer oder dem Grünen Matthias Gastel, heute Abgeordneter im deutschen Bundestag. Dass Demokratinnen und Demokraten einander hassen und zum Kompromiss unfähig werden sollten, das wäre uns damals absurd vorgekommen. Und ich halte daran fest, dass es absurd ist. Mich verbindet mit jedem für Demokratie, Menschenwürde und Wissen engagierten Menschen weit mehr, als uns in Einzelfragen trennen mag.
Sie haben nach der Büchse der Pandora gefragt. Mir fiel daraufhin ein Post von Ruprecht Polenz vom 12. März 2026 ein. Er zitierte aus einem Kommentar von Mariam Lau in „Die Zeit“:
„Der schwarz-grüne Triumph vom Sonntag hat aller Öffentlichkeit das Scheitern der Methode Söder vor Augen geführt. Der CSU-Chef Markus Söder hatte – gemeinsam mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn – versucht, die Grünen aus dem Kreis der demokratischen Parteien zu vertreiben.“
Alleine die Absicht hat zur Öffnung der Büchse der Pandora beigetragen.
Danke für diese tiefen Zeilen, denen ich auch künstlerisch zustimmen möchte. Der Pallas-Athene-Brunnen, an dem ich auch das o.g. Foto schoss, wurde 1911 auf Geheiß der Stuttgarter Kunstmäzenin und Industriellenwitwe Julie Siegle (1845 – 1921) errichtet. Hier auch ein Foto des gesamten Brunnens, der 2011 wieder hergerichtet worden war:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/files/IMG_1803-scaled.jpeg
Mich hat an der obigen Statue der Pandora fasziniert, dass sie die Büchse und damit die Verantwortung alleine tragen muss. Auch Prometheus (links) und Pallas Athene selbst, die auf dem Haupt ihres Göttervaters Zeus steht bilden zwar eine Dreiheit, aber keinen Trialog. Sie interagieren nicht miteinander, tauschen sich nicht aus. Menschen, Titanen, sogar Göttinnen – sind alleine zum Scheitern verdammt.
Ich habe das Bild der einsamen Pandora gewählt, weil ich glaube, dass niemand von uns das Leben, die Versuchungen des Bösen alleine meistern kann.
Dennoch gab es beispielsweise auf kommunaler Ebene weiterhin konstruktive Zusammenarbeit. Ich sage das ohne Häme oder Genugtuung: Bis zur Kommunalwahl 2026 auch im Nürnberger Stadtrat zwischen CSU, SPD und den Grünen. Wie der Nürnberger Söder das fand, entzieht sich meiner Kenntnis.
Sehr bewusst habe ich beim CDU-Bundesparteitag 2026 ein gemeinsames Foto mit Ministerpräsident Daniel Günther gefertigt, der teilweise von den gleichen Leuten wie ich angegriffen wird, weil wir für ein faires und menschenwürdiges Miteinander auch der demokratischen Parteien einstehen.
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/files/IMG_1597-scaled.jpeg
Entsprechend habe ich mich mit ihm und für uns über diese Meldung gefreut:
Das Schleswig-Holsteinische Oberverwaltungsgericht (OVG) hat eine Beschwerde des Online-Portals „Nius“ gegen Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) zurückgewiesen. Hintergrund war ein Auftritt Günthers in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ am 7. Januar 2026 gewesen. Dort hatte sich der CDU-Politiker im Zusammenhang mit einem Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige auch zu „Nius“ geäußert. Konkret ging es in dem Verfahren um zwei Aussagen Günthers. „Wir müssen aufwachen und sehen, dass das unsere Gegner und auch die Feinde von Demokratie sind“ und „Wenn ich mir Nius-Artikel angucke, mit denen ich irgendwas zu tun habe: Da stimmt in der Regel nichts drin. Das ist … vollkommen faktenfrei.“ […]
Der CDU-Politiker selbst freute sich über die aktuelle Entscheidung: „Das ist ein Sieg für die Meinungsfreiheit“, sagte Günther. Der Anwalt des Online-Portals „Nius“, Joachim Steinhöfel, kritisierte die Entscheidung.
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/ministerpraesident-guenther-setzt-sich-gerichtlich-gegen-nius-durch,guenther-286.html
Blume gratuliert! 🌞👍
Auch in Baden-Württemberg hatte es Herr Steinhöfel ja verschiedentlich gegen mich versucht:
Steinhöfel verliert gegen das Land – Selbst Tränen helfen dem Staranwalt nicht
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.steinhoefel-baden-wuerttemberg-traenen-helfen-dem-staranwalt-nicht.ae9277fd-926a-4201-9e79-e8f8a75f8f9e.html
Wer sich wie Daniel Günther, ich und unzählige Andere für die demokratische Mitte und eine post-fossile Zukunft einsetzt, wird auch in Zukunft mit vielem zu rechnen haben.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob der o.g. Plan wirklich schon gescheitert ist. Denn zahlreiche junge Politiker und Politikerinnen sind damit in der Union „sozialisiert“ worden. Mit Sicherheit gibt es unter diesen Nachwuchspolitikern viele, die davon nicht berührt wurden. Aber es werden auch einige darunter sein, die einen ähnlichen Versuch wie Söder/Spahn unternehmen könnten.
Ja – zwar ist die Strategie der Rechtsmimesis auch in Deutschland gescheitert, aber viele wollen immer noch daran glauben, sie hätte nur „konsequenter“ durchgeführt werden müssen. In Großbritannien sind daran ja bereits sowohl die Tories wie aktuell auch Labour gescheitert.
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/kartenliebe-das-scheitern-digitaler-rechtsmimesis-am-beispiel-grossbritannien/
Das bedeutet, dass politischer Dialog weiterhin unter erschwerten Bedingungen stattfindet, zumal der bayerische MP neuerdings die Linke zur Gefahr stilisiert.
Ausgerechnet in Sachsen rühmte der dortige Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU)
Frage: Obwohl Sie mit Grünen und Linken nicht koalieren wollten, haben Sie dann aber mit ihnen den Haushalt verabschiedet.
Ja, das stimmt. Vor allem mit der Linkspartei war die Arbeit am Haushalt sehr sachorientiert. Inhaltlich liegen zwischen der Union und der Linkspartei Welten, aber uns einte in diesem Fall der gemeinsame Wille, das Richtige für unser Land zu tun. Mir fällt dazu auch ein, dass die Linke bei der zunächst gescheiterten Kanzlerwahl im Bundestag dafür war, am selben Tag noch eine weitere Wahl durchzuführen. Einfach, weil sie wollte, dass dieses Land eine Regierung hat. Das ist eine demokratische Haltung, die Verantwortung ausdrückt.
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/other/kretschmer-im-interview-deutschland-f%C3%A4hrt-sich-gerade-runter/ar-AA21GYiu?ocid=BingNewsSerp
Zugeben will ich gerne, dass sich auch manche in der GJ nicht gerade vorbildlich verhalten haben.
Ja, mir fällt quer durch die Parteien auf, dass die jungen Generationen bereits stärker durch die parteipolitische Zerblasung geprägt sind. Die Entscheidung zwischen Dialog und Dualismus wird auch von den heute jungen Menschen zu treffen sein.
Das wird nicht leicht, zumal wir ihnen den dialogischen Monismus oft nicht vorgelebt haben.
Nehme ich das alles zusammen, so scheint mir die Zukunft des Dialogs eher düster.
Da bin ich zuversichtlicher. Jeden Tag begreifen mehr Menschen, dass es so nicht weitergeht. Auch begreifen jeden Tag mehr Menschen, dass sie vom Fossilismus getäuscht wurden. Ich fürchte, wir werden auch in Europa viele Regionen an die Unterjüngung und Rechtsmimesis verlieren. Aber es werden auch lebensbejahende Solarpunk-Arche-Regionen entstehen, in denen Energiedemokratie, erneuerbare Wohlstands- und Friedensenergien und vielfältige Dialogformate eine bessere Zukunft ermöglichen.
Dass es noch vor fünf Jahren anders war, zeigte sich bei einer Diskussionsrunde der IG Metall (Nürnberg), an der im Vorfeld der BTW 2021 je ein Vertreter/eine Vertreterin der JU, der Jusos, der GJ und der JuLis teilnahmen und sich engagiert, aber friedlich über ihre Standpunkte austauschten. Es wäre mein Wunsch, wieder dahin zurückzukommen.
Ich denke, dass es kein Zurück dahin geben wird, weil einige der genannten Parteien und Jugendorganisationen an ihren Parteiblasen zugrunde gehen dürften. Aber andere werden ihre dialogische Mitte wiederfinden und womöglich werden auch neue, demokratische Parteien hinzutreten. Wir haben einen weiteren Hitzesommer vor uns, der vielen Menschen das Leben nehmen, aber auch den Solarpunk weiter voranbringen wird.
Und so konnte ich gestern auch beispielhaft auf Mastodon posten:
Gute Solarpunk – Nachrichten!
Elektroautos sind fahrende Energiespeicher, die selbst eine Gaslobbyistin im Ministeramt nicht mehr stoppen kann!
„Die Photovoltaik in Deutschland flutete am Sonntag die Stromnetze. Am Mittag war so viel überschüssiger Strom vorhanden, dass Haushaltskunden mit dynamischen Tarifen mit jeder verbrauchten Kilowattstunde Geld verdienen konnten – was Besitzer von E-Autos umgehend in den sozialen Medien feierten.
Am Vortag hatte der Spotmarkt der Strombörse die Entwicklung angekündigt, dass am Sonntag zwischen 9.15 Uhr und 17.30 Uhr die Großhandelspreise durchgehend negativ sein würden. In der Spitze um 14 Uhr gab es sogar 48 Cent Bonus für jede abgenommene Kilowattstunde; das war der tiefste Wert seit Juli 2023.“
https://digitalcourage.social/@BlumeEvolution/116477963016467095
Es wird nicht leicht – aber es kann immer noch gelingen. Erlebe, beobachte und hoffe ich.
Leider ist unser Ministerpräsident Kretschmer im Reden und Handeln ein unverbesserlicher Fossilist. Das gilt leider für einen großen Teil der sächsischen CDU. z.B. unser Umweltminister Georg Ludwig von Breitenbuch, ein Mitglied des Stadtrates in Chemnitz, mit dem ich hin und wieder rede, das Politikerpaar Patt (Erdgas) u.a. Man meint, die Braunkohleindustrie als Machtmaschine seit mindestens 120 Jahren ist weiter unverzichtbar.
Trotz relativ geräuschlosem Regierens in der vorigen Legislatur (CDU, SPD, Grün) wurde das Feindbild „Grüne“ im Gefolge von Herrn Söder sehr vorangebracht. Gerade auch in den Gebietskörperschaften. Ergebnis: überall AfD-Direktmandate….
Lieben Dank für Ihre Einschätzung, @Eckehard Erben
Aus meiner Sicht ist es so, dass derzeit die wirtschaftlichen Vorteile von Solarenergie und Elektromobilität noch sehr stark an Wohneigentum, Investitionskapital und auch Altersoptionen gekoppelt sind – und sich deswegen sehr viele Menschen auch in Sachsen noch in der fossilen Mietfalle befinden.
So vermag ich auch zu erklären, warum sich in Bayern auch die Freien Wähler um Hubert Aiwanger zu Befürwortern erneuerbarer Investitionen gewandelt haben, wogegen es in den neuen Bundesländern noch erhebliche Vorbehalte gibt.
So wird es auch konkret heute, am 1. Mai 2026, wieder deutschlandweit zu negativen Strompreisen kommen – von denen jedoch nur jene profitieren, die bereits post-fossil investieren konnten.
Genau dazu (!) und auch mit Etwähnung von MP Kretschmer (CDU) haben Prof. Inan Ince und ich gerade eine Folge von „Blume & Ince“ produziert:
https://youtu.be/vd2BZkhpjkI
Sowohl die Klimakrise wie auch die Demografie werden zunehmend zur Frage der Investitionsmitteln und vor allem der Eigenheimquote, auch innerhalb von Deutschland. Und das treibt mich um, auch im Hinblick auf den Zusammenhalt in Deutschland.
Wie sehen und erleben Sie das?
Leider sehe ich in meinem Umfeld viel trotziges Verhalten. Gestern sprach ich mit einem guten Bekannten, mit dem ich hin und wieder Streichquintett spiele. Er ist Dr. Physiker und über 80. In seiner Wohneigentumsgemeinschaft muss die Heizungsanlage erneuert werden, das Haus ist Mitte der 90er gebaut worden. Die Miteigentümer sind solvente und gebildete Mittelklasse.
Die Mehrheit der Miteigentümer will wieder eine Gasheizung. Er hat es durchgerechnet und versucht die Mehrheit zu drehen. Ansonsten muss er eben den Wahnsinn mitbezahlen.
Immer wieder tut mir weh, Teile der jungen Generation besonders auf dem Land in Pulks mit den Simson Dreckschleudern rumfahren zu sehen. Da werden Tausende Euro dafür ausgeben, um fossile Renitenz zu demonstrieren.
Zum Mitschreiben: um 3000 Euro wird so eine doppeldeutig fossile Kiste gehandelt.
Das läuft auch in der Rest-Kirchenjugend auf dem Land so.
Nichts mit „Bewahrung der Schöpfung“ in der Jungen Gemeinde.
Nein: Statussymbol „Simme“.
Die AfD hat dann ja auch da plakatiert „Simme statt Lastenrad“.
Hoffnung macht, das etliche Manager und Unternehmer in meinem Bekanntenkreis den Ernst der Lage durchaus erkannt haben. Da fiel auch selbstkritisch der Begriff „Opportunismus“. Es sind aber auch positive Taten zu beobachten.
Na ja, es ist immer wieder schmerzhaft für mich, was ich so sehe. Neben der aktiven Arbeit in Technik, Vernetzung für mehr erneuerbare Energien in der Wirtschaft, ist schon das eulenspiegelartige Kunstprojekt Teil des Selbsttrostes….
Beim Thema Majestätsbeleidigung sind sich Majestät und meine närrische Wenigkeit sehr uneins. Spott kann auch ein Zeichen des Vertrauens sein – ich trau mich was, weil ich die Autorität meines Königs nicht anzweifle. Und ich fange an, an ihm zu zweifeln, wenn er sich von ein Bisschen Spott aus der Ruhe bringen lässt, denn dann ist er offensichtlich schwach und ich muss mir überlegen, ob es nicht Zeit wird, ihn gegen einen Stärkeren auszutauschen. Spott ist eine Herausforderung – ignoriert man ihn, ist man feige geflohen, überreagiert man, ist man leicht zu verletzen – man muss ihn locker parieren können, als würde man ein Kätzchen wegstoßen, aber ohne dem Spötter Verachtung zu zeigen, denn nur wer die Schwächeren achtet, macht sie sich nicht zum Feind. Und die zahlenmäßige Überlegenheit der Schwächeren nimmt umso mehr zu, je stärker man selber wird.
„Dass die Wölfe nach Freiheit schreien, ist begreiflich; wenn die Schafe in ihr Geschrei einstimmen, so beweisen sie damit nur, dass sie Schafe sind.“
Rudolf von Jhering (aber ich hab das Zitat gestern viermal gegoogelt, und es gab eine andere Quelle. Ich hasse KI: Mein alter Sensei, der Commodore 64, hatte noch Verstand und brachte mir logisches Denken bei. Heute sind wir der Sensei und die Maschine lernt von uns nur, so dumm zu sein wie wir. Vermutlich hat deswegen Cyberdummie den Trump-800 durch die Zeit zurückgeschickt, um uns auf diesem Wege zu leiten. Die Frage ist, wer baut ihm dann die Zeitmaschine, wenn wir schon vorher verblöden? So von C64-Hirn zu ChatGPT-Hirn).
„Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.“
Marie von Ebner-Eschenbach. Von der gibt’s auf Wikipedia auch ganz viele tolle Sprüche. Warum soll ich denken, wenn’s eh schon Abertausende vor mir getan haben? Wer sich erinnert, kann mit Zitaten denken, wie das Internet mit Memes.
[Wegen Überlänge und unangemessener Sprache gekürzt, M.B.]
Ich denke, was bei aller Beachtung für diese Umfrage ein bisschen untergeht, ist dass Zustimmung zu einer ungerechten Vermögensverteilung nicht impliziert, dass die Befragten darin ein großes Problem sehen.
Im Gegenteil, es gibt klare Anzeichen in die andere Richtung. So haben nur 9% der Unionswähler soziale Sicherheit als wichtigstes Thema für die Wahlentscheidung angegeben: https://www.tagesschau.de/wahl/archiv/2025-02-23-BT-DE/umfrage-wahlentscheidend.shtml
Ich glaube, man kann den anderen 91% nicht vorwerfen, gegen ihre eigenen Interessen gewählt zu haben, auch wenn sie mit großer Mehrheit für eine größere Belastung von Vermögen und Erbschaften sind.
Scott Alexander hat vor einigen Jahren diesen Unterschied zwischen Zustimmung und Aufmerksamkeit beschrieben: https://slatestarcodex.com/2014/12/17/the-toxoplasma-of-rage/
Danke & ja, @Bernd – ich finde das eigentlich nicht überraschend. So wissen doch zum Beispiel sehr viele von uns Beamtinnen und Beamten, dass das Zwei-Klassen-System der Gesundheits- und Altersvorsorge längst ungerecht ist. Trotzdem klammern sich viele von uns noch daran. Ich denke, es wird und muss zu einem gemeinsamen Sozialsystem kommen.
Und auch in den USA wollten sich doch viele Weiße, Ältere, Erkrankte, Farmer, sogar zugewanderte Männer gerne einreden, „Trump meine doch nicht -sie-, sondern ’nur‘ andere!“. In Zeiten der Unsicherheit und politischen Zerblasung kickt eben immer wieder auch die feige Tyrannophilie, wie wir sie auch hier auf dem Blog etwa bei @Realo nachlesen können. Menschen suchen Zuflucht bei autoritären Anführern wie Putin, Trump, Orban usw. und hoffen, von deren Dualismus und Korruption verschont zu bleiben.
Und dann verlieren sie eben auch ihre Rechte, Krankenversicherungen, Sicherheit und Einkünfte und stehen geschockt vor hohen Öl- und Gaspreisen und Geldentwertung (Inflation). Weil Willkür am Ende doch alle kostet, vgl.:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-menschenwuerde-aller-zwei-podcasts-nach-grafeneck/
@PhoebeEule postete zu diesem Blogpost auf Mastodon:
Ich habe nie verstanden, warum man meint Ungerechtigkeit beseitigen zu können, wenn man Faschisten wählt?
Das deren Ideologie auf der Ungleichheit der Menschen beruht ist doch offensichtlich und damit auch auf Ungerechtigkeit.
Natürlich kann man einfach drauf hoffen, dass man nicht zu der Gruppe gehört, gegen die Ungerechtigkeit verübt wird, aber das ist ja völlig willkürlich, wenn es trifft. Diese Beliebigkeit und Willkür gehört ja auch zur Ideologie.
https://troet.cafe/@PhoebeEule/116481547179704011
Ich stimme Ihnen zu, dass die meisten Wählerinnen und Wähler von Faschisten nicht wirklich „Ungerechtigkeit beseitigen“ wollen, solange sie diese nicht selbst betrifft. Und ich stimme @PhoebeEule in der Beobachtung zu, dass diese „Beliebigkeit und Willkür“ eine katastrophale Folge dieses Fehlschlusses ist.
Hier bin ich ganz bei der Erkenntnis von Dietrich Bonhoeffer (1906 – 1945) der beim Aufstieg des Faschismus zwischen häufiger Dummheit und seltener Bosheit unterschied:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/ist-dummheit-gefaehrlicher-als-bosheit-dietrich-bonhoeffer-1906-1945-hatte-recht/
Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich.
Ich glaube, man darf sich nichts vormachen, dass Gerechtigkeit eher ein linkskodierter Wert ist. Und man darf auch nicht unterschätzen, dass geschlossene Ideologien bemerkenswert konsistent sind, das gilt auch am rechten Rand. Wer glaubt, dass der Sinn des Lebens darin besteht, dass sich völkisch definierte Nationen einen permanenten rücksichtslosen Kampf gegeneinander liefern, der kommt da schwer wieder raus. Wer da unter die Räder kommt (das sind natürlich immer nur die Anderen), ist selbst schuld.
Bei aller Freude über positive Entwicklungen wie in Ungarn befürchte ich, dass das zu einem Strategiewechsel der illiberalen Kräfte führen wird. Momentan ist es ja so, dass diese davon ausgehen, dass sie sich in demokratischen Wahlen durchsetzen, weil sie die breite Mehrheit der Bevölkerung hinter sich wähnen. In Ungarn hat das auch lange Zeit geklappt, weil trotz aller kleptokratischen Tendenzen die wirtschaftliche Entwicklung lange objektiv besser war als unter linksgerichteten Regierungen (ob Korrelation oder Kausalität sei einmal dahingestellt). Das funktioniert aber nur bis zu einem gewissen Grad der wirtschaftlichen Entwicklung, weil dann die Nachteile autokratischer Systeme klar überwiegen. In den wirtschaftlich hochgezüchteten USA schon gleich gar nicht, weswegen die Republikaner in den Midterms eine Wahlniederlage historischen Ausmaßes erleiden werden.
Ich denke, dass sich auch auf illiberaler Seite die Erkenntnis durchsetzen wird, dass diese in demokratischen Wahlen nicht langfristig bestehen kann. Und dann wird versucht werden, diese Wahlen gewaltsam abzuschaffen. Das ist in meinen Augen der einzig logische Weg. Der beste Schutz dagegen ist, dem Illiberalismus die Geschäftsgrundlage zu entziehen, durch dezentrale Energieversorgung mit erneuerbaren Energien und dezentrale Medien und Wirtschaftskreisläufe auf Open-Source-Infrastruktur. Ich denke, da sind wir uns einig. Aber während die Energieversorgung denke ich ein Selbstläufer ist, wird der zweite Teil ein sehr dickes Brett.
Zum Thema Sozialpolitik: Bei den Beamten ist wenig zu holen, nachdem das Bundesverfassungsgericht regelmäßig Nachbesserungen bei der Besoldung fordert. Wenn die Pensionen auf Rentenniveau gekürzt werden und die Beamten privat vorsorgen müssen, dann muss der Dienstherr das durch höhere Gehälter ausgleichen. Das ist ein Nullsummenspiel, reine Symbolpolitik, die nur dazu dient, die Menschen gegen die bösen Beamten aufzuhetzen.
Bei der Krankenversicherung müssten zunächst einmal die zutiefst behindertenfeindlichen Sonderregelungen im AGG reformiert werden. Erst dann könnte man sehen, was überhaupt von einer Zwei-Klassen-Medizin übrigbleibt, wenn private Versicherer sich nicht einfach die Rosinen rauspicken können.
Ja, @Bernd – da stimme ich Ihnen (gerade aus der bewegenden Verabschiedung von Winfried Kretschmann) ausdrücklich zu: Gerechtigkeit ist ein religiöser & politisch progressiver Anspruch, der von der Realität selten gedeckt und von Rechtsdualisten sogar als vermeintliche Verschwörung gegen die Hierarchie & den Sozialdarwinismus bekämpft wird.
Daher gebe ich Ihnen auch Recht, dass fossile Faschisten und generell Thymokraten nach dem modernen Geld- und Medien- auch zunehmend das Wahlsystem attackieren (werden). Dass Magyar durch die direkte Rede wie auch durch Internetmedien dem Rechts-Kleptokraten Orban ein ganzes Politik-, Medien-, Wirtschafts- und Rechtssystem aus der Hand schlagen konnte, zertrümmert die Illusion einer „illiberalen Demokratie“.
Gerade sagte Winfried Kretschmann in seiner Dankes- und Abschiedsrede zu unserem Thema:
“Zivilisierter Streit hält die Gesellschaft zusammen, unzivilisierter Streit treibt sie auseinander.“
Stehender Applaus, auch von mir.
Interessant ist doch, dass die Politik ständig verkündet, dass Streit zur Demokratie gehört.
Die Medien übernehmen das und tauschen es auf.
Dialog ist das Gegenteil von Streit.
Beim Streit geht es um die Durchsetzung von Meinung, Interesse und Erkenntnis. Es geht um Mehrheitsentscheidungen und es ist kein Wunder, dass Mehrheiten mittels Gewalt errungen werden soll.
Gewalt und Schmerzverhinderung unterdrückt den Doalog.
Die Thymotisierung in der Evolutionspsychologie und den Medien, die gesellschaftliche Prozesse aufnimmt, ist deshalb offensichtlich.
Philosophische Diskussionen betreffen dagegen nur eine intellektuelle Minderheit.
Es ist das Geld und Vermögen, welches Freiheiten und Pflichten regelt und das Steuerungsinstrument schlecht hin ist.
Geld und Thymotisierung gehören deshalb auch zusammen und das wird thematisiert.
Wir, @ Blume, haben immer mal wieder einen Dialog um den Monismus. Ich halte ihn für nicht diskutabel. Es geht um das Selbst. Schwierig wird es, ob dialogische oder komplementärer Monismus.
Wenn Dialog das Gegenteil von Streit ist, dann kann man fragen, was wie funktioniert? Und die Funktion, das Wesen von Dialog, ist das Verbindende.
Schon MartinWalser sagte, nichts ist ohne sein Gegenteil.
Das ist die Chance auf miteinander reden.
Die Chance, die wir in D haben, anders aus der Polarisierung zu erwachsen, als andere Länder.
„Dialog ist das Gegenteil von Streit.“
Hier würde ich widersprechen. Streit kann durchaus konstruktiv verlaufen, auch wenn mal „die Fetzen fliegen“. In der Ehe meiner Eltern (meine Mutter ist erst kürzlich verstorben) habe ich das hautnah miterlebt; meine Eltern haben sich manchmal heftig gestritten, immer wieder versöhnt und sind von ihrem 14.(!) bis zu ihrem 89. Lebensjahr zusammen geblieben. (Schön fand ich die Streitereien trotzdem nicht, aber ich habe gelernt, dass Streit keine Katastrophe sein muss.) Schwierig wird es, wenn die Frage im Raum steht, wo die Grenzen liegen. Wo fängt Beleidigung an? Welche Aussagen sind indiskutabel? Da kann es individuell durchaus unterschiedliche Schmerzgrenzen geben. Ganz wichtig ist sicher auch die Bereitschaft, einander immer wieder zu verzeihen und, wie es bei Paulus heißt, „die Sonne nicht untergehen zu lassen über dem Zorn“, sich also vor dem Ende des Tages zu versöhnen. Auch etwas, das in meiner Familie sehr hochgehalten wurde.
Als konstruktiv empfand ich auch die Fernsehdiskussionen der 70er und 80er Jahre des letzten Jahrhunderts. Nicht unbedingt die politischen, aber damals wurde ja über alles und jedes diskutiert.
Spannendes Thema. Mein Vater spricht immer von einer „Streitkultur“, die es (wieder neu?) zu erlernen gilt.
@jetztreichtsaber
das gilt, wenn man ein gemeinsames Ziel hat: zusammen bleiben.
Oder gemeinsame Ziele, die unstrittig sind. Dann gilt, das Ziel ist der Weg und nicht der Weg ist das Ziel.
Vielen Dank für die tiefen Kommentare und den Dialog (!) zwischen Ihnen, @Mussi & @jetztreichtsaber 🙏
Aus meiner Sicht ist Dialog konstruktiver (nach @Mussi „komplementärer“) Streit, während feindseliger Dualismus in destruktiven, am Ende auch selbst-zerstörerischen Streit mündet. Keine Beziehung kann glücklich werden, in der es zu viel Gegen- und zu wenig Miteinander gibt.
Und eine auf lange Sicht entscheidend mächtige Wirkung der medialen und politischen Zerblasung ist die demografische Traditionalismusblase und die schnelle Unterjüngung der gesamten Weltbevölkerung. Wir erleben gerade live den Zusammenbruch des Fossilismus mit – und die Entstehung von Solarpunk-Arche-Regionen als Inseln mit Vielfalt und Zukunft.
Und wir alle haben die Wahl, jeden Tag neu.
Vielen Dank, @Mussi – gerne gehe ich auf diese Beobachtungen von Ihnen noch einmal extra ein:
„Die Thymotisierung in der Evolutionspsychologie und den Medien, die gesellschaftliche Prozesse aufnimmt, ist deshalb offensichtlich.
Philosophische Diskussionen betreffen dagegen nur eine intellektuelle Minderheit.
Es ist das Geld und Vermögen, welches Freiheiten und Pflichten regelt und das Steuerungsinstrument schlecht hin ist.
Geld und Thymotisierung gehören deshalb auch zusammen und das wird thematisiert.“
Aus meiner Sicht IST die Haltung zum Geld philosophisch – wenn auch noch meist unbewusst. Denn Geld ist ein mediales Konstrukt, eine gesellschaftliche Vereinbarung. Die fatale Flucht in Kryptocoins zeigt daher auch einen Vertrauensverlust in das gewachsene Geldsystem an:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/kryptowinter-die-falle-des-commitment-tunnel/
Der egozentrische Relativismus und der Freund-Feind-Dualismus mögen nicht die philosophischen Haltungen sein, die Sie und ich zum Leben und zu unseren Mitmenschen einnehmen. Aber wir sollten doch anerkennen, dass auch sie auf der Basis von unzähligen Erfahrungen, Gesprächen und vor allem Medien-Mimesis erwachsen.
Freie Menschen haben die Wahl. Und viele entscheiden sich, ihre Freiheit für falsche Versprechungen wegzuwerfen. Eine dialogische, konstruktive, komplementäre Haltung bleibt weiter möglich, aber nicht für viele sein.
Nicht zufällig finden wir die Weg-Metapher in allen Weltreligionen:
„Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind’s, die ihn finden!“ (Rabbi Jesus laut Mt 19,24)
Ihnen Dank für die anregenden und dialogischen Kommentare! 🙌
Hallo Herr Blume,
hier habe ich Ihnen nicht zu widersprechen, auch nicht konstruktiv ;-). Nur eine kleine Ergänzung: Zusätzlich zum kritischen Dialog (der analog oder digital sein kann) wird auch (in den USA, aber nicht nur dort) empfohlen, den schlichten und auch mal ganz zweckfreien Analog-Live-Kontakt zu suchen, auf Konzerten, Festen, Flohmärkten, beim Einkaufsbummel… Es wird auch nach Corona immer noch unterschätzt, wie viel es ausmachen kann, den anderen von Angesicht zu Angesicht zu erleben, seine Stimme zu hören, festzustellen, dass er/sie tatsächlich ein Gesicht hat, lachen kann, zu erleben, wie er /sie sich in seiner Umgebung bewegt, kurz zu erleben, dass der andere tatsächlich ein Mensch ist, auch wenn er/sie möglicherweise ganz andere Ansichten hat als ich.
Ja, @jetztreichtsaber – genau so erlebe ich das auch! Nicht zufällig habe ich die obige Stelle aus „Ich und Du“ eingelesen, nachdem ich eine intensive RL-Dialogbegegnung mit großartigen Lehrern und Schülern in Karlsruhe hatte. Es waren ausschließlich junge Männer, die an einem sonnigen Tag so viele Fragen und so viel intensives Interesse mitbrachten, dass sie das Ende des Schultages deutlich überzogen.
Zwischen aller Digitalisierung wächst die Sehnsucht nach „echten“ Begegnungen längst wieder. Und Schülerinnen und Schüler aller Schularten wie auch ihre Eltern stimmen mir zu, wenn ich sage: „Jede echte Freundschaft ist mehr wert als tausend virtuelle Follower im Internet!“.
Die Ich-Du-Begegnung schließt das ganze Wesen mit ein und kann m.E. digital ergänzt, aber keineswegs ersetzt werden. Alles wirkliche Leben ist RL-Begegnung.
@blume
Es ist enttäuschend, wie Sie sich als Finanz-/Politik-/Religionswissenschaftler vom Wesen des Geldes entfernt haben.
Ideell,Ideal und real….
Nun ja, @Mussi – ich habe die Ent-Täuschung zum Wesen des Geldes zwar als schmerzhaft, aber eben auch als erkenntnisreich empfunden.
Und wohl kein Artikel von mir hat jemals mehr Wirkung entfaltet als jener zum Querdenken-Sammelband und der “libertären Verschwörungsmythologie des Geldes“:
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2021-04/querdenken-verschwoerer-mythologie-bargeld-antisemitismus-michael-blume
Gerne erinnere ich mich auch an die Aufklärungsfolge mit BWL-Prof. Dr. Inan Ince über die Verschwörungsmythen und Machenschaften der damaligen Marke “Hoss & Hopf“:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-verschwoerungsmythologische-kunden-und-heldenreisen-anhand-des-podcasts-von-hoss-und-hopf/
Auch in Zukunft werde ich gerne weiter über die mediale Zerbrechlichkeit des Geldes aufklären. Wenn das manche ärgert – umso besser! 😌👍
Ist die Rede von einer medialen Zebrechlichkeit des Geldes nicht auch irgendwo verschwörungsnah? Geld ist das Vehikel, um Wirtschaftsgüter zu tauschen. Wenn man jetzt nicht verschwörungstheoretisch von einem Zusammenbruch sämtlicher staatlicher Ordnung ausgeht, dann ist Geld ziemlich unkaputtbar. (Wie jedes Wirtschaftsgut kann Geld natürlich auch im Wert relativ zu anderen Wirtschaftsgütern schwanken.)
Dass man besser nicht mehr als 100.000 Euro bei einer einzelnen Bank herumliegen hat, ist nochmal etwas ganz Anderes. Das ist der unterschied zwischen Besitz und einer bloßen Forderung, die natürlich weniger wert sein kann als was auf der Forderung draufsteht.
Nun, @Bernd – aus meiner Sicht eignet sich gerade das Geld zur Unterscheidung von Theorie und Mythos. Schon Rabbi Jehoschua (griech. Jesus, arab. Isa) stellte diese mythologische und damit auch emotionale Wucht als „Mammon“, aus dem Aramäischen (māmōnā), der Gottheit gegenüber. Hier springen sachlich falsche Begriffe wie „Verschwörungstheorie“ viel zu kurz. Geld ist weder Verschwörung noch Theorie, sondern ein ständig umkämpftes Vertrauen in Symbole, Mythen und Besitz. 💶 (Glauben Sie das gerne nicht nur dem Politik- und Religionswissenschaftler, sondern einem gelernten Banker. 🤓)
Wie Sie ja auch selbst bereits bemerkt haben, hängt das Vertrauen in bestimmte Geld-Währungen wiederum an Vertrauen in Staatlichkeit. Bis zur Einführung des Euro galt der Nationalstaat als einzig legitimer Emittent von „echtem“ Geld. Die spekulativen Greater-Fool-Scams von Gold und Kryptocoins sind Ausdruck einer tiefen, zivilreligiösen Vertrauenskrise.
Auch Sie, @Bernd, plädieren für Zurückhaltung gegenüber Banken. Auch Ihr Vertrauen in die Systeme des Geldes ist zerbrechlich. Und damit haben Sie Recht.
Ich verstehe noch immer nicht, was mit der medialen Zerbrechlichkeit des Geldes gemeint ist. Geht es darum, dass Geld als Institution zerstört werden kann, wenn Vertrauen in staatliches Handeln insgesamt medial zerstört wird? In diesem Sinne kann ich dem wohl zustimmen.
Was ich in diesem Kontext noch interessant finde, ist dass es durch die Digitalisierung erstmals möglich wird, das Versprechen des Geldes selektiv einzulösen. Bei Bargeld geht das nicht, weil Banknoten ununterscheidbar sind. Digital ist das aber sehr wohl möglich, wie wir beim Debanking in Folge von US-Sanktionen bereits sehen. Deswegen auch hier meine Forderung nach einer dezentralen Finanzinfrastuktur auf Open-Source-Basis. Wero sowie die Pläne für den digitalen Euro sind weder dezentral noch Open Source. Es ist ein dickes Brett.
@Bernd
„Geht es darum, dass Geld als Institution zerstört werden kann, wenn Vertrauen in staatliches Handeln insgesamt medial zerstört wird? In diesem Sinne kann ich dem wohl zustimmen.“
Ganz genau darum geht es & Danke! 🙏 ☺️
Wissenschaftliche Theorien werden durch empirische Falsifikation widerlegt. Mythen und Symbole – inklusive von Staatlichkeit und Geld – verfallen, wenn ihnen das Vertrauen entzogen wird.
Deswegen rege ich an, auch die eigenen Begriffe wie „verschwörungstheoretisch“ immer mal wieder darauf zu überprüfen, ob sie noch passen.
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/verschwoerungsfragen-folge-3-die-macht-der-sprache-und-verschwoerungsmythen-vs-verschwoerungstheorien/
Herzliche & interdisziplinäre Grüße 🖖
Da würde ich als Naturwissenschaftler vehement widersprechen: Auch wissenschaftliche Theorien werden verdrängt, indem ihnen von den aktiven Wissenschaftlern das Vertrauen entzogen wird. Und wie von Max Planck nicht ganz unzutreffenderweise bemerkt, geschieht das regelmäßig nicht, indem Wissenschaftler sich eigenständig aus der Commitment-Falle begeben. Sondern vor allem durch deren Tod und das Aufkommen einer neuen Generation, die sich aus rein praktischen Überlegungen für eine andere Theorie entscheiden. Das heliozentrische Modell des Sonnensystems hat sich durchgesetzt, weil Berechnungen darin einfacher sind als mit Epizyklen. Newtonsche Mechanik hingegen erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit, obwohl wir wissen, dass die Ergebnisse nicht korrekt sind. Weil die Alternativen deutlich komplizierter sind.
@Bernd
Sie würden also einräumen, dass wissenschaftliche Theorien und Thesen auch und gerade von „Profis“ als Narrative, mitunter gar als sinn- und gemeinschaftsstiftende Mythen tradiert oder verdrängt werden? 🤔
@Michael 28.04. 19:23
„Die Ich-Du-Begegnung schließt das ganze Wesen mit ein und kann m.E. digital ergänzt, aber keineswegs ersetzt werden. Alles wirkliche Leben ist RL-Begegnung.“
Das sehe ich aber wirklich anders. Digital ist meist schon mehr als Gedrucktes, und enthält öfter auch Video und Audio. Und eben eine Austausch gleich in beide Richtungen. Wenn ich nur Bücher lese, und dann vielleicht sogar selber welche schreibe, ist das nun schon recht umständlich. Und diese gewohnte Offlinekommunikation ist dann eben eine mit ganz großen Brocken.
Hier im Blog geht der Dialog in allen Richtungen in kleinen bis mittleren Einheiten seinen Gang, das gefällt mir eigentlich ganz gut.
Eine merkwürdige Erfahrung waren die gängigen Videokonferenzen zu Coronazeiten. Man kennt alle Leute, hört alles was gesagt wird, und doch war es alles anstrengend, und alle sahen zu, dass die Aufgaben zügig abgearbeitet wurden.
Reallivekontakte sind mir natürlich wichtig, und die pflege ich auch reichlich. Auch wenn es da lebenspraktischer und weniger philosophisch zu geht. Heute war ich extra im Park Brennnesseln sammeln, die gibts morgen wenn mir sehr lieber Besuch kommt. Dann gibt es zu viert Bratwurst mit Salzkartoffeln und etwas Kohlrabi mit reichlich kurz gekochten Brennnesseln.
Jetzt ist gerade die beste Jahreszeit für Brennnesseln. Wer selber welche sammelt, sollte aber sehr darauf achten, dass er keine Taubnesseln erwischt, die sind wenig bekömmlich bis in großen Mengen giftig, und wachsen manchmal sogar zwischen den richtigen Brennnesseln. Man muss auch gucken, dass die Brennnesseln keine Blattläuse haben.
Und natürlich die Blätter von den Stielen machen, die Stiele sind zäh und schmecken nicht. Dafür reichen dann aber auch 60 Gramm Blätter pro Portion. Es gibt m.E. kein besseres Mittel gegen Frühjahrsmüdigkeit.
Zum Sammeln und Verarbeiten dann aber Handschuhe anziehen. Wenn man eine gute Stelle mit schön großen Brennnesseln hat, kann man dann schon in einer Stunde 500 Gramm, also 8 Portionen, zusammenbekommen. Die meiste Arbeit macht es dabei, die Blätter von den Stielen zu machen. Gewaschen und in der Salatschleuder geschleudert halten die dann im Kühlschrank 1 Woche.
Lieben Dank für die zugleich kritische und berührende Rückmeldung, @Tobias 🙏👍
Und, ja, ich räume ein: Hier auf dem Blog mache auch ich tiefe, dialogische Ich – Du – Erfahrungen, die ganz ohne RL-Begegnungen auskommen. Und zwar ehrlich gesagt auch ganz ohne Ton und Bild, einfach durch Schrift.
Es fühlt sich sogar etwas lebendiger als ein Briefwechsel an, weil offener und dynamischer.
Also hätte ich wohl besser formulieren sollen: „Alles wirkliche Leben braucht auch RL-Begegnungen.“
Doch auch Online-Dialoge können mitunter das ganze Wesen erfassen. Wie auch jetzt gerade, früh am Morgen.
Vielen Dank für den berechtigten Einwand, @Tobias ! 🙌 I stand corrected. 😌🖖
Letztlich sind die Grundfeste jeder wissenschaftlichen Theorie Schöpfungsmythen, die nicht aus der Theorie selbst hergeleitet werden können. Deren Heilsversprechen an ihre Anhänger ist, dass sie im irdischen Leben persönliche Vorteile gegenüber anderen älteren Mythen bringen. Weniger Widersprüche zu empirischen Beobachtungen hilft bei der Erlangung persönlicher Vorteile (das Risiko, dumm dazustehen ist geringer), aber die Praxis ist häufig komplexer.
@Bernd
Okay, ich sehe da schon noch enorme Unterschiede zwischen Hypothesen (Behauptungen direkter Korrelationen), Theorien, Thesen (anwendungsorientiert, interdisziplinär) und schließlich Narrativen und Mythen. Ich beobachte durchaus, dass sie einander bisweilen funktional überlappen – aber nicht, dass sie wesentlich gleich wären.
Freilich bin ich eben auch Emergentist, kein Relativist oder Reduktionist.
Emergentismus ist fein, man kann durchaus neue wissenschaftliche Theorien als Emergenz aus dem vorher Dagewesenen begreifen. Gerade deswegen ist das Aufstellen einer neuen Theorie auch ein schöpferischer Akt. Dieser Akt begründet einen Schöpfungsmythos, nämlich in welcher konkreten Form mit welchen grundlegenden Annahmen die Theorie aufgestellt wird. Dieser Schöpfungsmythos wird von Generation zu Generation tradiert und erfährt dabei auch eine kontinuierliche Veränderung, ohne dass sich die Theorie selbst dabei ändert.
Spannend wird es, wenn die unterschiedlichen Schöpfungsmythen ein und derselben Theorie stark voneinander abweichen. Das führt dann regelmäßig zu erbitterten Glaubenskriegen, die sich mangels empirischer Unterschiede auch nur schwer auflösen lassen.
Herzlichen Dank, @Bernd, für diesen überaus starken, dialogischen Druko! 🙏👍
So hatte ich das noch nie gelesen, bin aber spontan überzeugt: Wir wissen bereits, dass jedes historische Erzählungen auch eine mythologische, sinn- und gemeinschaftsbildende Komponente enthält.
Dies stimmt selbstverständlich auch für die allgemeine Wissenschaftsgeschichte und die je individuelle, aber auch institutionelle Biografie.
Es ist wahr, dass wir hier die mythologischen Aspekte auch der menschlichen Erkenntnis erfassen können, ohne wiederum die kategorialen Unterschiede zwischen Theorien und Mythen einzuebnen.
Vielen Dank, @Bernd – hier habe ich durch Sie gerade einen dialogischen Schub bekommen und werde Ihren klugen Gedanken gerne aufnehmen und ausbauen!
Das freut mich, wenn ich einen Denkanstoß liefern konnte. Ihnen ein schönes Maiwochenende!
Sehr gerne, @Bernd – auch Ihnen schöne Ma(r)ientage! 🤓🌞🌈
In einem anderen Zusammenhang schlug mir Felo.ai heute den faszinierenden Prompt vor:
Wie beeinflusst soziale Zugehörigkeit die Entwicklung von erkenntnistheoretischer Feigheit?
Diesen habe ich aktiviert und poste in hier mit ernsthaftem Dank für Ihren erkenntnistheoretischen und dialogischen Mut!
Soziale Zugehörigkeit beeinflusst erkenntnistheoretische Feigheit vor allem, weil *Wahrheitsurteile* in Gruppen selten nur kognitiv sind, sondern auch **Status-, Loyalitäts- und Sicherheitsfragen**. Wenn Zugehörigkeit davon abhängt, *wie* man spricht (oder schweigt), entsteht ein Anreiz, Erkenntnisrisiken zu vermeiden.
## Mechanismen, über die Zugehörigkeit erkenntnistheoretische Feigheit fördert
**Konformitätsdruck (Herdenschutz statt Wahrheitssuche)**
Wenn Anerkennung an „Mitlaufen“ gebunden ist, wird Abweichen als sozial gefährlich erlebt. Dann wird nicht das intellektuell Plausible gesagt, sondern das Zugehörige—und Mut wird durch Konformität ersetzt. Das wird in den Suchergebnissen explizit als Gegenpol zu Mut benannt: Nicht Feigheit, sondern *Konformität* sei in der Gesellschaft der entscheidende Gegenspieler von Courage.[2]
**Selbstzensur als Zugehörigkeitsstrategie**
Menschen vermeiden es, gegen die impliziten Gruppennormen zu argumentieren, weil sie Sanktionen erwarten: Spott, Ausschluss, Karriere- oder Reputationsschäden. In akademischen oder professionellen Milieus kann das bedeuten, dass man Kritik unterlässt oder sich „autoritativen“ Positionen anschließt, obwohl Zweifel bestehen—aus Angst, sich gegen anerkannte Autorität oder dominierende Mehrheiten zu stellen. In Resultat [3] wird dieses Zusammenspiel von Autorität, sozialer Anerkennung („approval of audiences“, „recognition of peers“) und der Neigung beschrieben, sich regelkonform zu verhalten, um Vorteile zu sichern, statt Wahrheitsfragen offen zu riskieren.[3]
**Soziale Ansteckung und kollektive Abwehr**
Feigheit kann *kollektiv* werden: Gruppen entwickeln gemeinsame Abwehrmechanismen gegen Angst (z.B. Bürokratie, Ausweichen, Verschieben), wodurch Nicht-Hinschauen zur Normalität wird. Das wird in [4] ausdrücklich als soziale Dimension beschrieben: Cowardice sei nicht nur individuell, sondern auch sozial und „contagious“; Gruppen/Organisationen bauten Abwehr gegen Angst auf und bevorzugten Vermeidung gegenüber riskantem Handeln.[4]
## Mechanismen, über die Zugehörigkeit erkenntnistheoretische Feigheit auch mindern kann
**Zugehörigkeit als „Sicherheitsnetz“ für Widerspruch**
Wenn eine Gruppe Dissens schützt (z.B. Fehlerfreundlichkeit, faire Konfliktnormen), sinken die sozialen Kosten von Irrtum und Widerspruch. Dann wird epistemischer Mut wahrscheinlicher, weil man Zugehörigkeit nicht durch *abweichende Evidenz* riskiert, sondern durch *unredliches Verhalten*.
**Vorbild- und Rolleneffekte**
Wenn in der Bezugsgruppe Personen sichtbar mit Unsicherheit, Kritik und Korrektur umgehen dürfen, wird „Mut zur Revision“ nachahmbar—wichtig, weil (wie [4] betont) ein harter innerer Kritiker Fehler als „Beweis von Wertlosigkeit“ umdeuten kann; eine unterstützende Gruppe kann diese Angstspirale abschwächen.[4]
## Fazit
Soziale Zugehörigkeit formt erkenntnistheoretische Feigheit, indem sie **Belohnungen und Strafen** an Meinungen, Zweifel und Widerspruch koppelt: Wo Zugehörigkeit Konformität belohnt, wird Wahrheitssuche riskant und Vermeidung attraktiv.[2][3] Wo Zugehörigkeit hingegen psychologische Sicherheit bietet, kann sie epistemischen Mut stärken und Feigheit reduzieren.[4]
[1] https://www.facebook.com/groups/FlatEarthGlobeDiscussion/posts/1687894881652403/
[2] https://www.facebook.com/mikechandlermma/posts/the-opposite-of-courage-in-our-society-is-not-cowardice-it-is-conformity-refuse-/1201434554672287/
[3] https://social-epistemology.com/2020/10/19/part-ii-etiology-academic-agonies-and-how-to-avoid-them-joseph-agassi/
[4] https://medium.com/@manfred.ketsdevries_62226/the-psychology-of-cowardice-c5e69f0368b5
[5] https://www.lesswrong.com/lw/i7/belief_as_attire
[6] https://www.facebook.com/ChrisGPackham/posts/trolling-destroys-homes-careers-reputations-and-lives-cowards-that-generate-hate/464559435030138/
[7] https://scholar.google.com/scholar?q=social+belonging+epistemic+cowardice+psychology&hl=en&as_sdt=0&as_vis=1&oi=scholart
[8] https://scholar.google.com/scholar_url?url=https://orca.cardiff.ac.uk/id/eprint/111740/10/6.18.18%2520Tanesini_Intellectual%2520Servility%2520and%2520Timidity_final_April_2018%2520%2528003%2529_AT.pdf&hl=en&sa=X&ei=LFTzae70EIvT6rQP_Nu3oAw&scisig=AFyMTJVu7uouoJ7hmOPGBSpU-mxz&oi=scholarr
[9] https://scholar.google.com/scholar_url?url=https://academic.oup.com/pq/article-abstract/62/247/223/1535388&hl=en&sa=X&ei=LFTzae70EIvT6rQP_Nu3oAw&scisig=AFyMTJUjEctK_2_3VkD3YyD_qBFf&oi=scholarr
[10] https://scholar.google.com/scholar_url?url=https://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/01430343241244748&hl=en&sa=X&ei=LFTzae70EIvT6rQP_Nu3oAw&scisig=AFyMTJWHXgxcdfAwBfZcZr_os9l4&oi=scholarr
@ Michael Blume 28.04.2026, 19:13 Uhr
Zitat: „Und auch in den USA wollten sich doch viele Weiße, Ältere, Erkrankte, Farmer, sogar zugewanderte Männer gerne einreden, „Trump meine doch nicht -sie-, sondern ’nur‘ andere!….“
In Amerika gibt es extreme „Fehlentwicklungen“ im Zusammenhang mit den Jobs. Das ist einerseits naheliegend, weil jeder einen Job braucht um leben zu können, andererseits muss der „Steuerzahler“
fest für Jobs blechen die er gar nicht braucht, es gibt sie nur, weil andere Menschen damit, teils auf absurde Art, Geld verdienen“…
Übertrieben drastisch: Manche verkaufen Drogen, machen andere süchtig, „saugen“ das Drogenopfer und seine Umgebung (Eltern,….) aus und danach womöglich die Allgemeinheit.
Sie wünschen, dass nicht der Drogenhandel bekämpft wird, sondern dass auch noch zusätzlich Geld für die medizinische Behandlung der Drogenopfer aufgebracht werden soll…. Dass ist eine perverse „Arbeitsplatzbeschaffung“….. und steht Beispielhaft, z.B. auch für die unbegrenzte Zuwanderung, oder für Hilfen an das Ausland,….
Derartiges ist Trump aufgefallen, wegen der riesigen „Staatsverschuldung“ wollte er diese absurden Entwicklungen, mit Hilfe von E. Musk, „abstellen“…..
Klar, dass Arbeitsplätze geschaffen werden sollten, aber nicht auf derart „abwegige Art“….
In der „Iranfrage“ geht es, aus moderner Sicht, um „religiösen Wahn“, zuerst solle Israel vernichtet werden, danach Europa und die Welt zum Islam „bekehrt“ werden….
Die meisten, auch islamischen Völker, (z.B. Ägypten, Saudi Arabien,…..) sind „ehrenwerte Mitglieder“ der internationalen Völkergemeinschaft geworden, wollen friedlich mit ihren Nachbarn zusammenleben, keinen Nachbarn Leid zufügen…..
Das sollte ehestens auch der Iran anstreben. Trump, eigentlich die ganze Welt, würde es sicherlich sehr begrüßen, würde auch der Iran möglichst bald ein „ehrenwertes, friedliches Mitglied der internationalen Völkergemeinschaft werden und seinen Geschäften nachgehen……
Israel würde es sich nicht gefallen lassen „vernichtet“ zu werden,…. die „Reaktion“ gegenüber den Iran würde schrecklich ausfallen, selbst wenn im Iran rund 10 mal mehr Menschen leben, als in Israel…..
Zitat: “So wissen doch zum Beispiel sehr viele von uns Beamtinnen und Beamten, dass das Zwei-Klassen-System der Gesundheits- und Altersvorsorge längst ungerecht ist. Trotzdem klammern sich viele von uns noch daran.“
Kurz gesagt: Beamte in Deutschland haben ein eigenes Versorgungssystem, weil Beamte besondere „Treue Pflichten“ gegenüber dem Staat übernehmen müssen, wie in anderen Ländern auch.
Polizisten müssen ihren „Kopf hinhalten“, wenn es auf der Straße „heiß“ zugeht….
Oder sie müssen die „Staats knete“ verbissen verteidigen…..
Lehrer müssen die Schüler ordentlich unterrichten…..
Im Gegenzug hat der Staat eine besondere „Fürsorgepflicht“, die über das hinausgeht, was ein normaler Arbeitgeber leisten muss. Dazu gehört auch die Versorgung im Krankheits- und Ruhestandsfall.
Das System stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde geschaffen, um qualifizierte Personen in den Staatsdienst zu holen, sich deren Loyalität und Stabilität zu sichern und Korruption zu verhindern (durch gesicherte Lebensgrundlage, die sie bei Fehlverhalten verlieren würden).
Dieses Modell war erfolgreich und hat sich bis heute gehalten.
Ach, @Realo – der von Ihnen verehrte Donald Trump gibt Steuermilliarden für die Rüstung und sogar die Verhinderung von Windkraft aus und verursacht eine Rekord-Verschuldung bei gleichzeitiger Inflation für seine Wählerinnen & Wähler.
Und angeblich wollte er ja das iranische Regime stürzen – nun nur noch das Atomprogramm verhindern, dass er doch angeblich bereits mehrfach „obliterated“ (ausgelöscht) hat.
Sie versuchen aus Tyrannophilie ein Desaster in einen Plan umzudeuten, @Realo. 🤭
Doch wenn es einen solchen gibt, dann hat er nicht mit dem Wohlergehen irgendeines Volkes zu tun, sondern mit der Verteilung von vor-demokratischer Macht.
Das Weiße Haus hat gerade ein Foto von König Charles & Präsident Trump gepostet, mit der Überschrift: TWO KINGS. Und mit Krone 👑. – Die amerikanische Revolution 2.0… 🤷♂️🤔🇺🇸
https://digitalcourage.social/@BlumeEvolution/116486803341600142
Ihnen alles Gute, also auch mehr Mut zur Wahrheit, lieber @Realo 🌱
@Michael 29.04. 16:51
„Sie würden also einräumen, dass wissenschaftliche Theorien und Thesen auch und gerade von „Profis“ als Narrative, mitunter gar als sinn- und gemeinschaftsstiftende Mythen tradiert oder verdrängt werden?“
Mythische Aspekte können doch auch mal dabei sein? Unser Lehrer vom Physikleistungskurs wollte das Thema Relativitätstheorie und Quantentheorie nicht behandeln, weil er dieses selbst nicht verstanden hat, obwohl das eigentlich auf dem Lehrplan stand. Stattdessen haben wir sehr viele ziemlich interessante Experimente mit Elektrotechnik gemacht.
Mir war es recht, was hilft mir ein Lehrer, der selber nichts verstanden hat? Wo dieser Lehrer wohl sicher keine Ausnahme war. Die Relativitätstheorie verstehen nur wenige, und von der Quantentheorie sagt man zuweilen, das es keinen Menschen gibt, der sie wirklich versteht.
Und beides zusammen erfordert eigentlich eine neue zusammenfassende Theorie, die man seit etlichen Jahrzehnten dringend sucht, aber einfach nicht findet.
Von daher dürfte längst klar sein, das eben diese gesuchte Theorie Teile des Älteren wohl falsifizieren wird. Man arbeitet aber dennoch weiter mit den alten Theorien, weil man halt einfach nichts anderes hat.
Mehr als Mythen sind es trotzdem. Aber offenbar nur auf dem Weg zur wirklichen endgültigen Erkenntnis? Dass die existiert, da glaube ich fest dran. Aber ob die dann auch menschenverständlich ist, da würde ich mich echt nicht drauf verlassen.
Hinzu kommen die ganzen Laien, für die sind die Wissenschaften so kaum zugänglich, und die müssen einfach glauben, was die Experten ihnen versprechen. Und sind da überaus gut beraten mit, es dann einfach zu glauben. Auch wenn da hin und wieder mal ganze Gebäude wanken oder gar einstürzen.
Nebenbei ist aber auch Spiritualität und Religiösität durchaus mit menschlicher Erfahrung verbunden. Wen das betrifft, der sieht meistens auch Naturwissenschaft noch mal deutlich vorläufiger, als ein strenggläubiger Naturwissenschaftsfan. Sollte Spiritualität tatsächlich zur auch physikalischen Welt gehören, erfordert dies auch neue Theorien, die das korrekt beschreiben können. Zusätzlich zur Vereinigung von Quanten- und Relativitätstheorie.
Das ist nun wieder noch weiter weg.
Manche Erkenntnis entwickelt sich auch ganz natürlich immer weiter. Klimaforschung ergab in den letzten Jahrzehnten immer einen Unsicherheitsbereich, wie stark sich das Erdklima durch unsere Treibhausgasemissionen erhitzen wird. Ich beobachte, dass diese Unsicherheitsspanne nach und nach immer kleiner wird.
Einmal durch bessere Computermodelle und durch schnellere Großrechner. Aber auch einfach, weil die Klimakatastrophe längst stattfindet. Was man vor 20 Jahren noch für heute modellieren musste, das kann man jetzt einfach messen. Und aktuelle Simulationen für die weitere Zukunft können direkt auf diesen Messwerten aufbauen.
Vielen Dank, lieber @Tobias – uns verbindet auch die Faszination für die so wichtige Erkenntnistheorie, die Krone der Philosophie! 🤓🙏👑📚🌱
Zu Wissenschaft, Religiosität & Spiritualität würde ich als Erkenntniswege auch noch die Kunst, Literatur und besonders Musik 🎶 hinzufügen.
Das Universum schweigt nicht. Leider verbrennen wir Menschen die fossilen Ressourcen, zerstören damit Mitwelt und Mitmenschen. Aber niemand wird sagen können, mensch habe ja nicht wissen können…
Wir wissen längst, aber zu wenige von uns handeln danach.
@Michael 29.04. 11:42
„Sie versuchen aus Tyrannophilie ein Desaster in einen Plan umzudeuten, @Realo.“
Möglicherweise kann das regelmäßige Chaos, das Trump so zelebriert, ziemlich lukrative Insidergeschäfte ermöglichen?
Was ich rein militärisch nicht verstehe, ist dass man den zivilen Schiffsverkehr in der Straße von Hormus nicht vor iranischen Angriffen schützen kann. Das hätte ich der US-Armee eigentlich zugetraut.
Dass recht billigen Drohnen da nicht aufgehalten werden können, wundert mich eigentlich. Anscheinend gehört die Zukunft des Krieges immer flexibleren, immer intelligenteren, immer zahlreicheren und immer billigeren Kleingeräten? Das wäre ja auch ziemlich relevant, wenn es um unsere europäische Aufrüstung geht.
Ja, @Tobias – letztlich fallen die Fossilisten für kurzfristige Optimierung schon übereinander her.
Hatte gerade eine wundervolle und ermutigende Veranstaltung bei SCORA („Schools Opposing Antisemitism & Racism“) mit Gästen aus Israel, Indien, Frankreich, Ungarn & Kenia. Habe mich dort unter Applaus für strengere Gesetze & mehr Medienbildung, für mehr Dialog und auch für erneuerbare Friedensenergien ausgesprochen. Die Reaktionen gerade auch aus Indien waren hervorragend!
Ein Post von heute Morgen:
Seit den Erfahrungen im Irak 2015 warnte ich in Büchern, Texten & Reden vor der weiteren Finanzierung der fossilen Diktaturen & Terrorgruppen in Russland, Iran, Katar sowie auch der globalen Erhitzung.
Am 9.11.2023 rief ich im Landtag von Baden-Württemberg dazu auf, auch die fossile Finanzierung von Antisemitismus endlich einzustellen und plädierte für erneuerbare Friedensenergien.
Wie so viele andere Wissenschaftlerinnen & Wissenschaftler machte ich die Erfahrung, dass Wissenschaft zu wenig gehört wird, aber dennoch notwendig ist. Niemand wird später sagen können, mensch habe ja nicht wissen können.
Der falsche Glauben an ewiges Wachstum, Trickle-Down, imperiale Nationalstaaten und „der Markt regelt“ ist Teil des #Fossilismus , der seit Jahrzehnten Menschen & Mitwelt zerstört. Und nun zerfällt. (2/2)
https://digitalcourage.social/@BlumeEvolution/116491943438476712
Die Welt, Wirtschaft, Politik, Völker und Religionen vernetzt und dialogisch zu denken ist nicht easy, aber möglich.
Vielen Dank für Dein Interesse und Engagement! 🙏🙌
@ Michael Blume 29.04.2026, 11:42 Uhr
Die Ausbeutung der Windkraft ist wegen der extrem Energie reichen Wirbelstürme in Amerika schwieriger als bei uns.
Trump muss die nächsten 3 Jahre mit der bereits vorhandenen, auch fossilen Energie, irgendwie über die „Runden“ kommen. Für die „Erneuerbaren“ ist in Amerika E Musk zuständig. Vermutlich hat kein Kapitalgeber mehr in „Erneuerbare“ investiert, als Trumps alter Kumpel E. Musk….
Ich bin gegen die „Tyrannei der Medien“, die bereits sehr viele Politiker „abgemurkst“ haben. Auch bei Trump haben sie es mit der „Lügenmasche“ versucht. Nur hat der die Journalisten mit noch wilderen und dreisteren Lügen überschüttet, so dass die Journaille danach völlig „belämmert“ dastand und sie nicht mehr wussten wie ihnen geschieht…..
Ich schätze normalerweise Politiker wie Lafontaine. Er hat uns ehemals vor der verrückten „Privatpension aus Amerika“ bewahrt. Die meisten Europäer sind nicht blöd genug zu glauben, sie würden in z.B. 50 Jahren eine Privatpension aus Amerika beziehen können. (My Money is over the ocean….). Ich schätze übrigens auch noch Herrn Gysi oder Frau Merkel……
Ich glaube es D. Trump völlig, wenn er versucht, weltweit für Frieden und faire Deals einzutreten….
Das ist, allein aus humanitären Gründen, das Edelste was ein Politiker in seiner Funktion überhaupt tun kann…..
Er hat sich in der „Schlangengrube“ der Immobilienhändler, offensichtlich wegen seiner höchsten Kreativität, erfolgreich durchgesetzt…..
Er will auch noch das Drogen- und Finanzchaos, in das Amerika geraten ist, beheben….
Die „geistigen Träger“ des für die ganze Welt, besonders für Israel, höchst gefährlichen „religiösen Wahns“ (zur Erlangung der Weltherrschaft), die Iranischen Ayatollahs, hat er selektiv ausschalten lassen, um den Frieden eine bessere Chance zu geben. Deren „Lebenstraum“, in „Allahs Nähe zu kommen“ wurde erfüllt und es wurde ihnen „erspart“, Allah „untreu“ werden zu müssen……
Die Kampfhandlungen hatten vermutlich den Zweck, den Persern „auf den Zahn zu fühlen“. Deren Strategie der „Billigdrohnen“, die mit teuren Abwehrraketen bekämpft werden mussten, ist durchaus interessant. Das Militär ist bekanntlich sehr „Lernbegierig“….
Israel und Amerika werden jedenfalls nicht von den Persern „bekehrt“ werden. Und in D wird man womöglich die AfD bitten müssen, eine „Bekehrung zum Islam“ (gerade noch rechtzeitig) zu verhindern…..
@Realo
Habe heute Morgen schon meine Einschätzung dazu gepostet:
Guten Morgen – Tässle Kaffee ☕️?
Putin ist ein fossiler Diktatur, der die Ukraine in wenigen Tagen erobern wollte. „King“ Trump versprach nach der Verhaftung des Fossilstaat-Diktators von Venezuela auch (& ohne Zustimmung des Kongresses) einen schnellen Regime-Wechsel im Iram.
Beide haben mit ihren „militärischen Spezialoperationen“ die Selbstzerstörung des Petro – #Fossilismus & der Militärtaktiken des 20. Jahrhunderts eingeleitet – leider begleitet von Tod & Zerstörung.
„Kritik wischt Donald Trump bekanntlich oft mit markigen Worten und ein paar Posts in den sozialen Medien vom Tisch. Doch dieses Thema ist für den US-Präsidenten äußerst unangenehm. Denn seine Bürgerinnen und Bürger merken es in ihrem Geldbeutel: Die Preise für Treibstoff sind auf den höchsten Wert seit Beginn des Krieges gegen den Iran gestiegen.
Normalbenzin kostete am Dienstag in den USA knapp 4,18 Dollar je Gallone (3,79 Liter), wie aus einer Aufstellung des Automobilclubs AAA hervorgeht.“ (1/2)
https://digitalcourage.social/@BlumeEvolution/116491888960917933
Dem Papst nehme ich sein Engagement für den Frieden ab, Putin und Trump jedoch nicht.
@Realo 30.04. 12:30
„Israel und Amerika werden jedenfalls nicht von den Persern „bekehrt“ werden. Und in D wird man womöglich die AfD bitten müssen, eine „Bekehrung zum Islam“ (gerade noch rechtzeitig) zu verhindern…..“
In der Tat kenne ich 2 Deutsche, die zum Islam konvertiert sind. Aber auch bestimmt 20 Muslime, die ihren Glauben nur formal zugehören. Und u.a. auch Schweinefleisch nicht verschmähen.
Und ich kenne reichlich Zeugen Jehovas, Babtisten und ähnliche. Radikale Religiosität ist quer durch die Religionen zu beobachten, wie aber auch Leute, die das sehr realistisch sehen. Und nur die Gemeinschaft suchen, aber durchaus lebendige Toleranz Anderen gegenüber praktizieren.
Klar fallen hier im sozialem Brennpunkt Dortmunder Nordstadt die vereinzelten Frauen mit Kopftuch auf. Das heißt aber noch nicht, dass das Radikale sind. Die meisten muslimischen Frauen tragen hier aber auch kein Kopftuch.
Ich selber hänge keiner Religion an, und hab hiermit auch nirgendswo Probleme damit. Missionsversuchen gehe ich einfach aus dem Weg. Derweil ich vernünftige Glaubensdiskussionen gerne mitmache, wenn nicht sogar suche.
Vielen Dank, @Tobias, für die geduldige Aufklärung von Tyrannophilie und islamfeindlichem Dualismus.
Mal schwurbelt @Realo darüber, dass Krieg evolutionär notwendig sei, dann bejubelt er Putin (trotz Tschetschenien- und Ukrainekriege) und Trump und hetzt dann wieder gegen Muslime. Wie so viele andere „Abendlandverteidiger“ scheint es ihm nicht zu dämmern, dass es an uns Deutschen selbst liegt, wie viele Kinder wir bekommen und wie sie erzogen werden. Wer eine pauschalisierte Angst gegenüber einer anderen Weltreligion verkündet, zeigt ja auch, wie klein und feige die eigenen Überzeugungen sind.
Es ist ja nicht schwer zu verstehen, wie eng Feigheit und Tyrannophilie miteinander verbunden sind.
Habe dazu Felo.ai gepromptet:
Erkläre den psychologischen Zusammenhang zwischen erkenntnistheoretischer Feigheit und Tyrannophilie.
Hier die Antwort:
Erkenntnistheoretische Feigheit und Tyrannophilie hängen psychologisch oft als **Flucht- und Kompensationsdynamik** zusammen: Wer es nicht aushält, Unsicherheit, Ambivalenz oder unangenehme Evidenz auszuhalten, sucht häufig nach einer Instanz, die Komplexität *beendet* – und nicht nur erklärt.
## Begriffe (psychologisch gefasst)
**Erkenntnistheoretische Feigheit** meint weniger „Dummheit“ als einen *Mangel an Nerv*, die Konsequenzen von Wissen zu tragen: Man weicht klaren Urteilen aus, verdrängt Relevantes oder schweigt, obwohl man es besser weiß, weil soziale Sanktionen, Konflikte oder Statusverluste gefürchtet werden.[3] Typisch ist, dass „Evasion“ als „Demut“ umetikettiert wird und „taktisches Schweigen“ als Tugend gilt, wodurch schlechte Ideen unangefochten bleiben.[3]
**Tyrannophilie** ist dann die psychische Neigung, sich unter den „Schutz“ eines vermeintlich starken, thymotischen Akteurs zu stellen (der Thymos als aufbrausender Macht‑/Ehrimpuls), also die Sehnsucht nach Autorität, die Ordnung verspricht, Feinde benennt und Zweifel moralisch oder politisch „löst“.[1] In einer Formulierung von Michael Blume: Der feindselige Dualismus „flieht feige vor der Wahrheit, meist unter den vermeintlichen Schutz eines Thymoten (Tyrannophilie)“.[1]
## Der psychologische Zusammenhang: von epistemischer Vermeidung zu Autoritätssehnsucht
**1) Angst vor Wahrheit erzeugt ein Bedürfnis nach Entlastung**
Unangenehme Erkenntnisse (z.B. über eigene Irrtümer, Gruppenloyalitäten, Krisen) erzeugen kognitive Dissonanz und sozialen Stress. Epistemische Feigheit ist eine Vermeidungsstrategie: Man reduziert Stress durch Schweigen, Ausweichen, „endlose Qualifikation“ oder die Weigerung, zwischen wahr/falsch zu unterscheiden.[3]
**2) Vermeidung schafft ein Vakuum – das nach Gewissheit ruft**
Wenn viele Informierte aus Angst vor Reibung nicht widersprechen, „flacht“ die epistemische Landschaft ab: Selbstbewusster Unsinn dominiert, während kompetente Stimmen in Mehrdeutigkeit verschwinden.[3] Dieses Vakuum wird psychologisch als Kontrollverlust erlebt; es steigt das Bedürfnis nach Eindeutigkeit, Schutz und sozialer Koordination.
**3) Tyrannophilie liefert die „Lösung“: Delegation von Urteil und Verantwortung**
Die tyrannophile Bindung bietet eine schnelle Entlastung: Statt selbst urteilen und Verantwortung tragen zu müssen (epistemischer Mut), delegiert man Urteil und Konflikt an einen starken Akteur oder ein Lager. Das passt zur von Blume beschriebenen Dynamik, dass Feigheit vor Wahrheit im feindseligen Dualismus in die Suche nach einem „Thymoten“ kippt.[1]
**4) Dualismus als psychologischer Kurzschluss**
Tyrannophile Orientierungen sind oft mit *Freund-Feind*-Sortierung verbunden: Ambivalenz wird als Schwäche erlebt, Widerspruch als Illoyalität. Damit wird Erkenntnis nicht mehr als offener Prozess, sondern als Loyalitätstest organisiert. Epistemische Feigheit wird so „funktional“: Sie schützt Zugehörigkeit, indem sie echte Prüfung ersetzt.
## Warum das stabil wird (Rückkopplungsschleife)
– **Sozialer Druck ersetzt Zensur durch Selbstzensur**: „Der Zensor“ sitzt im Sprecher selbst; formale Gewalt ist nicht nötig.[3] Das begünstigt wiederum autoritäre Milieus, weil abweichende Urteile ausbleiben.
– **Autorität belohnt Vermeidung**: Wer nicht differenziert, sondern Parolen übernimmt, wird als verlässlich erlebt; wer differenziert, wirkt „unsicher“. So wird Feigheit sozial belohnt und Tyrannophilie normalisiert.
– **Scheinsicherheit ersetzt Wahrheitsnähe**: Man gewinnt kurzfristig Ruhe (weniger innerer Konflikt), verliert aber langfristig Realitätskontakt, was die Abhängigkeit vom „starken“ Deuter weiter erhöht.
## Fazit
Psychologisch ist **Tyrannophilie** häufig die *Komplementärreaktion* auf **erkenntnistheoretische Feigheit**: Aus Angst vor den Kosten von Wahrheit (Konflikt, Status, Scham, Unsicherheit) wird Urteilsfähigkeit ausgelagert – an starke Personen/Ideologien, die Komplexität in Gewissheit und Ambivalenz in Feindbilder verwandeln.[1][3] Dadurch entsteht eine selbstverstärkende Dynamik aus Selbstzensur, epistemischer Verarmung und wachsender Autoritätsabhängigkeit.[3]
[1] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-erkenntnismodus-der-viabilitaet-am-beispiel-der-musik/
[2] https://sites.google.com/site/universitaetbockwurst/adversarien-zitate-des-semesters-acta-diurna
[3] https://medium.com/@VerbivoreVasanth/epistemic-cowardice-cd1ebe1f9e98
[4] https://medium.com/@manfred.ketsdevries_62226/the-psychology-of-cowardice-c5e69f0368b5
[5] https://capitalismmagazine.com/2026/04/the-cowards-epistemology/
[6] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/digitale-sekten-gegen-natur-wissenschaften-plus-die-klima-spaltung-der-religionen/
[7] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/aber-hier-regnet-es-doch-der-haeufigste-bestaetigungsfehler-in-der-klimakrise/
@Michael 30.04. 14:27 / Felo.ai
„Aus Angst vor den Kosten von Wahrheit (Konflikt, Status, Scham, Unsicherheit) wird Urteilsfähigkeit ausgelagert – an starke Personen/Ideologien, die Komplexität in Gewissheit und Ambivalenz in Feindbilder verwandeln.“
Das hört sich ja wieder wirklich erhellend an. Ob hier die KI auch an der Nutzung durch verschiedenste Menschen diese besser kennenlernt und am Ende sogar versteht?
Das wird dann ja selbst zu mehr Trainingsmaterial als nur Wikipedia oder z.B. unserer Blog hier.
Eine Wende wäre, wenn KI selber immer mehr gefragt wird, und auf diese Art dann Komplexität für Leute bewältigt wird, die sich noch bei Populisten und Socialmediablasen Vereinfachung zu verschaffen versuchen?
Überhaupt gilt Informatik als Studienfach in erster Linie als die Kunst, Komplexität zu bewältigen. Dass das auch mit Computern zu tun hat, ist gar nicht das Eigentliche.
Ja, @Tobias – schon jetzt werden KI-Anwendungen von täglich mehr Menschen für Recherchen verwendet. Dies erhöht die Relevanz von Wissenschaftsblogs wie den Spektrum-scilogs noch einmal um Dimensionen!
Freilich gibt es auch Gefahren:
1. Rechtsdualisten wie Elon Musk versuchen, KI-Ausgaben zu verzerren.
2. Die großen KI-Konzerne haben einen enormen Ressourcenverbrauch, aber immer noch kein tragfähiges Geschäftsmodell.
3. Menschen neigen zur Selbstbestätigung und also Irreführung in KI-Kokons.
Wie bei jeder früheren Medienrevolution stehen auch hier wieder enorme Chancen und psychologisch-mediale Abgründe direkt nebeneinander…
@ Michael Blume
Das „Venezuela Problem“, für Amerika wurde es ein Problem, weil die Amerikaner ehemals fest investiert hatten und danach aus dem Land geschmissen wurden, und die „Venezolaner“ bekamen Probleme mit der alten Technik. Trumps „Problemlösung“ war völlig rational, irgendwie genial, bei einem Minimum an „Opfern“…..
In Persien geht es nicht „so schnell“. Aber irgendwann wird es auch den Persern dämmern, dass sie friedlich werden müssen, um ein „ehrenwertes Mitglied“ in der „Weltgemeinschaft“ zu werden, dass friedlich seinen Geschäften nachgeht…..
Vielleicht wird auch Selenskyj irgendwann darauf kommen, dass die rund 20% Russen in der Ukraine, 20% „Ukraine Gebiet“ wollen, wie früher die Ukrainer „Russengebiet“ für ihre Unabhängigkeit wollten und auch zugestanden bekamen. Die Russen würden es nicht verstehen, dass ihnen verweigert wird, was den Ukrainern zugestanden wurde…..
In Amerika wurde die politische Stimmung (Inflation, Zuwanderung,….) immer schlechter und so wurde Trump gewählt….
Der Papst kann nur für den Frieden beten, Trump kann mehr für den Frieden tun……
@ Tobias Jeckenburger
Auch ich habe durchaus persönlich sehr positive Erfahrungen mit Zuwanderer gemacht. Aber auch nur einzelne Menschen können reichen und alles kann „kippen“.
Wenn z.B. ein etwas „gewalttätiger“ moslemischer Schüler auf die verrückte Idee kommt, die Brotzeit seiner wenigen einheimischen Schulkameraden auf Schweinefleisch kontrollieren zu wollen…..
Oder wenn man es als alter Mann nicht mehr wagen kann, bestimmte Stadtviertel zu betreten, weil man definitiv „überfallen“ wurde und nur mit Glück davon gekommen ist….
Erfahrungen sind nun ein mal „prägend“…..
Dass „Kriege“ evolutionär „notwendig“ (gewesen) sein könnten, vermuten auch seriöse Evolutionsbiologen.
Wenn man schon etwas älter ist, hat man schon allerhand, oft absurd scheinende Konflikte mitbekommen. Und daher ist es naheliegend, wenn man anstreben möchte, dass derartiges im Keim verhindert wird, nachher, wenn erst Blut fließt, ist es zu spät.
Die „Zoodirektoren“ tun alles, damit das „Fressen und gefressen werden“ in ihrem Zoo verhindert wird. Es denen gleichtun zu wollen, halte ich für eine gute Idee….
„Hirnlos und tapfer“ ins Unglück zu rennen, das ist keine gute Idee…..
Mich haben ehemals (nach dem WK2), viele Kriegskrüppel eindringlich davor gewarnt.
Klar, @Realo
Und dass Ihr Thymokrat Trump sowohl das venezolanische wie auch das iranische Volk in den Fängen fossiler Diktaturen belässt, diene auch dem von Ihnen sogenannten „Frieden“. Und dem Profit seiner Umgebung, während die meisten Menschen unter den erhöhten Öl-, Gas- und Düngerpreisen leiden…
@Realo 30.04. 19:08
„Aber irgendwann wird es auch den Persern dämmern, dass sie friedlich werden müssen, um ein „ehrenwertes Mitglied“ in der „Weltgemeinschaft“ zu werden, dass friedlich seinen Geschäften nachgeht….“
Im Iran herrscht doch vor allem eine Katastrophe für die Menschen da selber. Aber das kann man erfahrungsgemäß nicht so leicht ändern. Aber der Iran hat sich sogar aus dem Gazakrieg ziemlich herausgehalten.
Ein gezielter Angriff auf Irans Atomanlagen mag noch wirklich nachvollziehbar sein. Aber den aktuellen Krieg haben nun die USA angefangen. Wir werden sehen, wie das da weitergeht. Oder ob man vielleicht doch noch den zivilen Schiffsverkehr in der Straße von Hormus schützen kann.
So hohe Ölpreise wollen wir hier auch nicht. Das motiviert zwar für mehr Energiewende, schränkt zugleich aber auch die finanziellen Möglichkeiten in die Energiewende zu investieren ein. Und fördert Putins Kriegskasse.
Freilich kann man hoffen, dass im weiteren Gang der globalen Energiewende dann doch noch mittelfristig die Öl und Gaspreise verfallen. Das könnte auch eine nachhaltige Umorientierung von Öl- und Gasverkauf hin zu produktiver Wirtschaft fördern. Auch im Iran.
„Vielleicht wird auch Selenskyj irgendwann darauf kommen, dass die rund 20% Russen in der Ukraine, 20% „Ukraine Gebiet“ wollen, wie früher die Ukrainer „Russengebiet“ für ihre Unabhängigkeit wollten und auch zugestanden bekamen.“
In der Tat wollte Selenskyj genau davon einige Kriegsjahre nichts wissen. Hat dann aber zähneknirschend entsprechenden Friedensvorschlägen von Trump zugestimmt. Und den aktuellen Frontverlauf, der ganz gut zu von Russischstämmigen Ukrainern bewohnten Gegenden passt, als Basis für einen Frieden akzeptiert.
Aber Putin wollte doch nicht. Was soll man da noch machen? Als Europa voll in die Drohnentechnik einsteigen, in wirklich enger Zusammenarbeit mit der drohnenkriegserfahrenen Ukraine.
„Hirnlos und tapfer“ ins Unglück zu rennen, das ist keine gute Idee…..“
Für die Soldaten der Wehrmacht auf jeden Fall. Aber ohne die Soldaten der Alliierten hätten die Nazis ihren Krieg gewonnen und es gäbe jetzt keinerlei Freiheit in Europa. Und statt einem Kalten Krieg gegen den Kommunismus hätte wir weiter einen Krieg nach dem anderen gehabt, bis eben die Nazis tatsächlich noch die ganze Welt erobert hätten. Und wohl ab spätestens 1950 auch mit Atombomben.
„Wenn man schon etwas älter ist, hat man schon allerhand, oft absurd scheinende Konflikte mitbekommen. Und daher ist es naheliegend, wenn man anstreben möchte, dass derartiges im Keim verhindert wird, nachher, wenn erst Blut fließt, ist es zu spät.“
Das kann ich nur unterstützen. Man sollte aufpassen und alles Versuchen, was diplomatisch möglich ist. Aber das gelingt eben leider nicht immer.
Man muss hierbei bedenken, dass die meisten Autokraten gar nicht so richtig für ihr eigenes Land arbeiten, sondern eher andersherum versuchen, dass ihr Land für sie selbst alles tut, was möglich ist. Inclusive die besondere Ehre, das mehr oder weniger große Imperium zu vergrößern.
Das eigene Land braucht sowas eigentlich nie. Es ist fast immer praktikabler, die eigene Wirtschaft produktiver zu machen, als Eroberungskriege zu führen. Da müssten schon ziemlich große Erdölvorkommen mit sehr wenig militärischen Aufwand erobert werden.
Einen solchen Versuch hatte ja Saddham Hussein gewagt. Kuwait war in ein paar Tagen erobert. Nur die USA haben das nicht geduldet, sonst hätte es wohl tatsächlich ein gutes Geschäft werden können.
@ Tobias Jeckenburger 01.05.2026, 00:35 Uhr
Ich schätze Sie sehr als Diskussionspartner. Eigentlich stimmen wir recht gut überein. Sie sind sehr flexibel und viel zuversichtlicher als ich. Ich vermute das liegt daran, dass Sie jünger sind und vom Nachkriegselend weniger mitbekommen haben als ich.
Wie spielten noch in Trümmern, allenfalls mit explosiven Kriegsrelikten. Ein Kumpel hat beide Hände verloren, was ihn aber nicht daran gehindert hat, wie ein „Wilder“ mit seinem Fahrrad unterwegs zu sein….
Aus meiner Sicht am stärksten betroffen waren Schulkameraden von mir, deren Väter einen Kopfschuss abbekommen haben. Diese Väter sind praktisch grundlos plötzlich „ausgeflippt“ und die Frau samt Kindern mussten zu Nachbarn flüchten. Sie befürchteten auch noch, dass er alles anzünden könnte…..
Strikt religiöse Gruppierungen dürften im Iran die Mehrheit haben. Es ist ja irgendwie „schmeichelhaft“, wenn den Leuten eingeredet wird, sie seinen etwas „besonderes“. Dazu auserwählt, künftig der ganzen Welt die „Wahrheit“ vermitteln zu dürfen und dafür grenzenlosen Dank erwarten zu dürfen….
Wir wissen heutzutage, z.B. aus der Hirnforschung und der KI, dass es derartige „Wahrheiten“ wegen unserer „ungenauen“, nur auf vagen Mustern und einer „unscharfen Logik“, einer nicht auf der strengen „Boolschen Algebra“ beruhenden „Denke“, praktisch gar nicht gibt. Höchstens die Mathematiker „zimmern“ sich mitunter streng abgegrenzte Bereiche zurecht, wo tatsächlich Wahrheiten existieren….
Sollte es im Iran tatsächlich zu einer Katastrophe kommen, ist die aus westlicher und Israelischer Sicht erfahrungsgemäß um so leichter zu „beheben“, je weniger Atombomben der Iran hat….. Dazu wird man den Iran regelmäßig „abchecken“ müssen, um den „Interventionspunkt“ nicht zu übersehen und rechtzeitig einzugreifen um die Situation mit minimalen Opferzahlen zu beheben….
Genau so wie der Iran die Welt in der Hormusstraße „würgen“ will, wird eben auch der Iran von Amerika „gewürgt“. Es ist die Frage, wie lange der Iran ohne „Ölgelder“ leben kann….. Der Westen hätte die „Erneuerbaren“ als Alternative….
Möglicher Weise „vergreift“ sich der Iran an einem „Ami Kriegsschiff“. Das dürfte den Iranern aber gar nicht gut bekommen…..
Gebietsabtretungen sieht Selenskyj höchstens als temporäre Lösung. Ist die Ukraine irgendwann unter „EU bzw. Natoschirm“, geht es natürlich weiter. Nur wird dann das „deutsche Kanonenfutter“ den Kampf übernehmen müssen, genau darauf kommt es Selenskyj an…..
Er will unter keinen Umständen von den russischen Bodenschätzen, die er schon halb „im Maul“ hat, ablassen und dazu sogar das „deutsche Atombombenfutter“ einsetzen.
Die A, B, C Waffentechnik hat die Situation völlig verändert. Nicht mehr die Kampfkraft der einzelnen Soldaten steht im Mittelpunkt….
Das Problem ist, dass Bodenschätze und andere Ressourcen starke „Begehrlichkeiten“ hervorrufen und „Schulden abdecken“ könnten, die wir eigentlich im Überfluss haben….
Darüber wurde letztlich gestern Nacht von Damen beim „Kaffeekränzchen“ (ohne Kaffee) bei Herrn Lanz ganz locker diskutiert.
Die Damenrunde bei Lanz wirkte ein wenig so, als hätte man sich in einem Salon getroffen, um über Weltpolitik zu plaudern, nur dass zwischendurch im Raum stand, Russland verfüge ja über ein paar größere „Feuerwerkskörper“, aber das sei nun wirklich kein Grund zur Unruhe. Diese charmante Arglosigkeit, mit der manche über nukleare Drohkulissen hinwegschweben, hatte fast etwas Beruhigendes. Fast.
Man konnte förmlich sehen, wie Lanz innerlich die Frage formte: „Meinen Sie das jetzt ernst?“ und sie dann doch höflich in Watte packte. Die Runde selbst blieb dabei erstaunlich gelassen, als wäre die geopolitische Lage ein etwas zu lauter Nachbar, über den man sich zwar kurz beschwert, aber dann doch lieber weiter über die eigentlichen Themen spricht.
Erstaunlich, wie heutzutage „Verdrängung“ funktioniert…..
Nein, @Realo, hier liegen Sie nicht nur politik-, sondern auch religionswissenschaftlich falsch, wenn Sie schreiben:
„Strikt religiöse Gruppierungen dürften im Iran die Mehrheit haben. Es ist ja irgendwie „schmeichelhaft“, wenn den Leuten eingeredet wird, sie seinen etwas „besonderes“. Dazu auserwählt, künftig der ganzen Welt die „Wahrheit“ vermitteln zu dürfen und dafür grenzenlosen Dank erwarten zu dürfen…“
Tatsächlich findet gerade auch in der fossilen Diktatur des Iran seit Jahrzehnten eine massive Säkularisierung statt. Die Menschen im Iran haben es ebenso satt, von der fossil finanzierten Mullahkratie samt Revolutionsgarden unterdrückt und ausgebeutet zu werden wie auch das Volk von Venezuela zu Millionen vor dem fossilen „Chavismus“ geflohen ist.
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-fossil-finanzierten-revolutionsgarden-als-die-heimlichen-herrscher-des-iran/
Nicht der (im Iran schiitische) Islam unterdrückt auch Venezuela, sondern der von Ihnen so verehrte Donald Trump „dealt“ mit den fossilen Oligarchen und Gewaltherrschern. Über diesen Faktor schrieb ich bereits ausführlich in „Islam in der Krise“ (Padmos 2017), der immerhin auch ein SPIEGEL-Bestseller war. Geheimwissen ist das alles also nicht mehr…
Prompt an Felo.ai: „Erkläre an drei beispielhaften Staaten, wie sich islamische Rentierstaats-Regime durch die Nachwirkungen des Buchdruck-Verbotes und den fossilen Ressourcenfluch bilden konnten.“
Die Antwort:
Islamische *Rentierstaats-Regime* lassen sich (verkürzt) als Herrschaftsordnungen beschreiben, die sich weniger über Besteuerung und politische Rechenschaftspflicht stabilisieren, sondern über externe Renten—vor allem Öl- und Gaseinnahmen—und die daraus finanzierte Patronage (Subventionen, Jobs im Staatssektor, Sicherheitsapparate). In den von Ihnen angesprochenen Deutungen kommen zwei langfristige Faktoren zusammen:
– **Nachwirkungen des Buchdruck-Verbots** (insbesondere für arabische Lettern im Osmanischen Reich): Das bis ins 18. Jahrhundert hinein wirksame Verbot wird als historischer Bruch interpretiert, der breite Literalisierung, günstige Wissensverbreitung und damit auch institutionelle Modernisierung im Vergleich zu Europa bremste.[1]
– **Fossiler Ressourcenfluch / „Ölfluch“**: Hohe Öl-/Gaseinnahmen erlauben Regimen, Loyalität zu kaufen und politische Partizipation zu dämpfen, wodurch Rentierstaaten stabil bleiben können, ohne demokratische Mitbestimmung zu entwickeln.[1][24]
Im Folgenden drei beispielhafte Staaten (Saudi-Arabien, Iran, Algerien) und jeweils ein plausibler Mechanismus, wie beide Faktoren —*als miteinander kompatible* Pfadlogiken— zur Herausbildung bzw. Stabilisierung islamisch geprägter Rentierstaats-Regime beitragen konnten.
## 1) Saudi-Arabien: Wahhabitische Monarchie als „klassischer“ Öl-Rentierstaat
**Buchdruck-Pfad (Wissens- und Autoritätsordnung)**
Die von Michael Blume betonte Langzeitfolge des osmanischen Druckverbots lautet: Der islamische Kulturkreis habe an der durch Buchdruck ausgelösten „geistigen Dynamik“ und breiten Literalisierung, wie sie in Europa u. a. durch Reformation und Bildungsimpulse verstärkt wurde, nur begrenzt teilgenommen.[1] Übertragen auf Saudi-Arabien wirkt das als Hintergrundbedingung: Religiöse Autoritäten und herrschende Eliten können in einem Umfeld geringerer Massenliteralisierung und schwächerer publizistischer Öffentlichkeit leichter Deutungshoheit und soziale Kontrolle behaupten (z. B. über Bildungskanäle, Predigtinstitutionen, Zensur- und Genehmigungssysteme).
**Ressourcenfluch-Pfad (Rentierlogik und „keine Steuern, weniger Mitsprache“)**
Blume beschreibt Saudi-Arabien explizit als Beispiel, an dem sich die Probleme hohen Ölverbrauchs und der „Fluch des Öls“ zeigen: Öl-Einnahmen erhalten Rentierstaaten, in denen eine kleine Oberschicht den Untertanen/Klienten ein auskömmliches Leben ermöglicht—ohne Arbeit, aber auch ohne demokratische Mitbestimmung und Verantwortung.[1] Politisch bedeutet das:
– Finanzierung von Wohlfahrt, Staatsjobs und Subventionen statt Aufbau einer Steuer- und Rechenschaftsbeziehung
– Ausbau von Sicherheitsapparaten und Patronagenetzwerken
– religiös legitimierte Monarchie kann soziale Loyalität materiell absichern und oppositionelle Mobilisierung abfedern
**Wie beides zusammenwirkt (Regimebildung/Stabilisierung)**
Der Ressourcenreichtum liefert die *materielle* Grundlage, die Buchdruck-/Bildungspfadabhängigkeit (im Sinne schwächerer Massenöffentlichkeit) reduziert die *organisatorischen* Kosten, um diese Rentierordnung dauerhaft zu legitimieren und zu kontrollieren.[1][24]
## 2) Iran: Öl- und Gasrenten als Stabilisator eines religiös legitimierten Revolutionsstaats
**Buchdruck-Pfad (Institutionen- und Öffentlichkeitsentwicklung)**
Auch wenn Iran nicht identisch mit dem osmanischen Kernraum ist, wird das Druckverbot in der genannten Darstellung als Teil eines breiteren zivilisatorischen Pfads gelesen: verzögerte günstige Wissenszirkulation und damit schwächere, pluralere Bildungs- und Debattenöffentlichkeiten.[1] Für die Regimedynamik kann das (als Hintergrundannahme) bedeuten: religiöse und staatliche Institutionen behalten länger Vorrang gegenüber einer durch Massenmedien, Verlagswesen und unabhängige Wissensinfrastrukturen getragenen „kritischen Öffentlichkeit“.
**Ressourcenfluch-Pfad (Rentenstaatlichkeit trotz innerer Konflikte)**
Rentierstaatslogik heißt hier: Selbst bei politischer Polarisierung kann ein Regime durch Öl- und Gasrenten zentrale Machtinstrumente finanzieren (Sicherheitskräfte, Subventionen, strategische Industrien) und Sanktionsdruck teilweise abpuffern. In den Suchergebnissen wird Iran in neueren Rentierismus-Debatten ausdrücklich als einer der zentralen Staaten dieser Rentierdynamiken genannt.[23]
**Wie beides zusammenwirkt**
Die Islamische Republik kann religiös-politische Legitimation (Revolutionsideologie, Klerusnetzwerke) mit Rentenfinanzierung koppeln. Der Ressourcenfluch-Mechanismus schwächt dabei den Druck, ein inklusives Steuersystem und damit stärkere Rechenschaftsmechanismen aufzubauen—während eine historisch weniger ausgebildete, breit literalisierte Öffentlichkeit (als Langzeitfolge des Druckpfads) die Herausbildung dauerhaft wirksamer Gegeninstitutionen erschweren kann.[1][23][24]
## 3) Algerien: Fossile Renten als „Stabilitätsquelle oder Fluch“ in einem islamisch geprägten Gesellschaftsraum
**Buchdruck-Pfad (Kolonial/Imperialer Bildungshintergrund als Langzeitfaktor)**
Für Algerien ist der direkte Bezug zum osmanischen Druckverbot historisch weniger geradlinig als bei Kerngebieten des Osmanischen Reiches; dennoch lässt sich der in den Ergebnissen genannte Mechanismus als *regionaler* Pfad lesen: Verzögerte Literalisierung und geringere Verbreitung günstiger Druckerzeugnisse wirken langfristig auf Bildungsbreite, die Stärke zivilgesellschaftlicher Organisationen und die Dichte unabhängiger Öffentlichkeiten.[1] In vielen postkolonialen Staaten trifft das später zusätzlich auf koloniale Bildungs- und Sprachhierarchien — was institutionelle Fragmentierung verstärken kann.
**Ressourcenfluch-Pfad (Gas/Öl-Renten und autoritäre Resilienz)**
Eine neuere Studie fasst den Kernmechanismus für Algerien in der Frage zusammen, ob fossile Brennstoffe Stabilitätsquelle oder Fluch sind — und betont dabei, dass Rentierstaaten unter einem „oil and gas curse“ leiden können, u. a. weil Stabilität bei Preisverfällen und Einnahmeausfällen erschüttert wird.[60] Gleichzeitig zeigen hohe Renten in Boomzeiten typischerweise:
– Finanzierung von Patronage und Importen
– geringer Reformdruck, geringe Diversifizierung
– politisches „Durchregieren“ ohne ausgebaute Steuerbindung
**Wie beides zusammenwirkt**
Algerien illustriert die Ambivalenz: Fossile Renten ermöglichen kurzfristige soziale Befriedung und Regimestabilität, erhöhen aber langfristig die Krisenanfälligkeit bei Preisschocks.[60] Wo zusätzlich die gesellschaftliche Infrastruktur für breite, dauerhafte Wissens- und Debattenöffentlichkeit historisch schwächer ausgeprägt ist (als Teil des von Blume betonten Druck-Pfads), kann das die Herausbildung belastbarer, rechenschaftsorientierter Institutionen weiter erschweren.[1][24][60]
## Fazit (Kernlogik in einem Satz)
In diesen drei Fällen lässt sich die Bildung bzw. Stabilisierung islamisch geprägter Rentierstaats-Regime als Zusammenspiel aus **(a)** historisch gebremster Wissensverbreitung und Öffentlichkeitsentwicklung durch das Buchdruckverbot bzw. dessen Nachwirkungen und **(b)** politökonomischer Rentenfinanzierung durch Öl und Gas erklären, die Besteuerungsdruck und Rechenschaftspflichten reduziert und Patronage- sowie Sicherheitsapparate stärkt.[1][24]
Wenn Sie möchten, kann ich das als vergleichende Tabelle (Buchdruck-Pfad / Rentiermechanismus / Legitimationsform / typische Risiken) ausarbeiten oder statt Algerien z. B. Qatar oder Kuwait als „reineres“ Rentierbeispiel nehmen.
[1] https://www.thlz.com/buch_des_monats.php?ausgabe=2018-01
[2] https://www.cambridge.org/core/books/rulers-religion-and-riches/restrictions-on-the-printing-press/29D4B5D062C62B08A5B347DB74F6B383
[3] https://www.al-madina.com/article/691209/%D9%83%D8%AA%D8%A7%D8%A8/%D8%AA%D8%AD%D8%B1%D9%8A%D9%85-%D8%A7%D9%84%D9%85%D8%B7%D8%A8%D8%B9%D8%A9-%D8%A8%D8%A7%D8%B3%D8%AA%D8%AB%D9%86%D8%A7%D8%A1-%D8%A7%D9%84%D9%8A%D9%87%D9%88%D8%AF-%D8%AC%D8%B1%D9%8A%D9%85%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D8%B9%D8%AB%D9%85%D8%A7%D9%86%D9%8A%D8%A9
[4] https://ar.wikipedia.org/wiki/%D9%81%D8%AA%D9%88%D9%89_%D8%AA%D8%AD%D8%B1%D9%8A%D9%85_%D8%A7%D9%84%D8%B7%D8%A8%D8%A7%D8%B9%D8%A9
[5] https://tareekhuna.com/%D8%B7%D8%A8%D8%A7%D8%B9%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D9%83%D8%AA%D8%A8-%D8%AD%D8%B1%D8%A7%D9%85-%D8%A8%D9%81%D8%B1%D9%85%D8%A7%D9%86-%D8%B9%D8%AB%D9%85%D8%A7%D9%86%D9%8A%D8%8C-%D9%85%D9%86-%D8%AD%D8%B1%D9%91/
[6] https://www.turkpress.co/node/43195
[7] https://themuslimvibe.com/western-muslim-culture/how-the-failure-to-adopt-the-printing-press-gave-europeans-a-300-year-advantage-over-muslims-and-contributed-to-the-fall-of-the-last-islamic-caliphate
[8] https://yahya-mehsud.medium.com/printing-press-was-banned-a-fatwa-by-islamic-scholars-6ad4854f28d5
[9] https://www.reddit.com/r/AskHistorians/comments/wzh6so/did_the_ban_of_the_printing_press_lead_the/?tl=de
[10] https://alarab.co.uk/%D8%AA%D8%AD%D8%B1%D9%8A%D9%85-%D8%A7%D9%84%D8%B7%D8%A8%D8%A7%D8%B9%D8%A9
[11] https://www.islamweb.net/ar/fatwa/183651/%D9%85%D9%88%D9%82%D9%81-%D8%A7%D9%84%D8%B9%D9%84%D9%85%D8%A7%D8%A1-%D9%85%D9%86-%D8%A7%D9%84%D8%B7%D8%A8%D8%A7%D8%B9%D8%A9-%D8%A3%D9%88%D9%84-%D9%85%D8%A7-%D8%A8%D8%AF%D8%A3%D8%AA-%D9%88%D9%87%D9%84-%D8%B5%D8%AF%D8%B1%D8%AA-%D9%81%D8%AA%D9%88%D9%89-%D9%81%D9%8A-%D8%A7%D9%84%D8%AF%D9%88%D9%84%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D8%B9%D8%AB%D9%85%D8%A7%D9%86%D9%8A%D8%A9-%D8%A8%D8%AA%D8%AD%D8%B1%D9%8A%D9%85%D9%87%D8%A7
[12] https://shabwaah-press.info/news/84451
[13] https://www.reddit.com/r/AskHistorians/comments/wzh6so/did_the_ban_of_the_printing_press_lead_the/
[14] https://energiewinde.orsted.de/koepfe-der-energiewende/michael-blume-antisemitismus-ressourcenfluch-oel-gas-konflikte-interview
[15] https://www.islamportal.at/beitraege/artikel/die-einfuehrung-des-buchdrucks-in-der-islamischen-welt
[16] https://www.springermedizin.at/viele-muslime-entsprechen-nicht-mehr-den-klischees/15260632
[17] https://www.roger-pearse.com/weblog/2009/03/07/printing-banned-by-islam/
[18] https://aliftaa.jo/Research/58/Articles.aspx
[19] https://phaidra.univie.ac.at/api/object/o:1296481/get
[20] https://www.facebook.com/groups/1591147071122907/posts/4169451846625737/
[21] https://www.deutschlandfunk.de/religion-der-islam-kann-auch-untergehen-100.html
[22] https://fundingsouq.com/ae/ar/blog/how-ijarah-differs-from-conventional-leasing/
[23] https://www.brandeis.edu/crown/publications/middle-east-briefs/meb164.html
[24] https://de.wikipedia.org/wiki/Ressourcenfluch
[25] https://mjle.journals.ekb.eg/article_344356.html
[26] https://www.yenivatan.at/islam-und-wissenschaft-die-verhaengnisvolle-kettenreaktion-nach-1485/
[27] https://www.fairobserver.com/politics/rethinking-rentier-state-theory-qatar-rise-smart-money/
[28] https://mugtama.com/a/aDYGvZZj
[29] https://asjp.cerist.dz/en/downArticle/400/4/2/69588
[30] https://wbaseem.com/2012/12/02/%D8%B9%D9%82%D8%AF-%D8%A7%D9%84%D8%A5%D9%8A%D8%AC%D8%A7%D8%B1-%D9%81%D9%89-%D8%A7%D9%84%D8%B4%D8%B1%D9%8A%D8%B9%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D8%A5%D8%B3%D9%84%D8%A7%D9%85%D9%8A%D8%A9%D8%8C-%D9%87%D9%88-%D8%B9/
[31] https://pomeps.org/regional-diffusion-rentierism-and-authoritarianism-in-turkey
[32] https://almerja.com/reading.php?idm=208640
[33] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-verzoegerte-buchdruck-im-islam-auch-in-dan-diners-versiegelte-zeit/
[34] https://ideas.repec.org/p/pra/mprapa/59501.html
[35] https://www.library.musc.edu/doi/index.php?doi=10.1037/ser0000144
[36] https://papers.ssrn.com/sol3/Delivery.cfm/SSRN_ID2125141_code634010.pdf?abstractid=1534588
[37] http://www.glasnost.de/autoren/krauss/islamismus.html
[38] https://albayan.co.uk/MGZarticle2.aspx?ID=526
[39] https://al-investor.com/resource-curse/
[40] https://ar.islamway.net/article/22639/%D9%86%D8%AF%D8%B1%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D9%85%D9%88%D8%A7%D8%B1%D8%AF-%D8%A7%D9%84%D8%A7%D9%82%D8%AA%D8%B5%D8%A7%D8%AF%D9%8A%D8%A9-%D9%81%D9%8A-%D8%A7%D9%84%D8%B9%D8%A7%D9%84%D9%85-%D8%A7%D9%84%D8%A5%D8%B3%D9%84%D8%A7%D9%85%D9%8A
[41] https://www.facebook.com/AlDarNewsJO/videos/%D9%83%D9%8A%D9%81-%D8%AA%D8%AA%D8%AD%D9%88%D9%84-%D9%85%D9%88%D8%A7%D8%B1%D8%AF-%D8%A7%D9%84%D8%AF%D9%88%D9%84-%D8%A5%D9%84%D9%89-%D9%84%D8%B9%D9%86%D8%A9/2923637637832172/
[42] https://www.project-syndicate.org/commentary/the-resource-curse-revisited-2004-08/arabic
[43] https://ar.wikipedia.org/wiki/%D9%84%D8%B9%D9%86%D8%A9_%D8%A7%D9%84%D9%85%D9%88%D8%A7%D8%B1%D8%AF
[44] https://asjp.cerist.dz/en/article/146017
[45] https://search.mandumah.com/Record/815991
[46] https://www.alkifaey.net/2912.html
[47] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/schwer-von-begriff-ich-glaube-ich-machte-einen-rentier-ressourcenfluch-fehler/
[48] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/erklaert-die-rentierstaatstheorie-nicht-nur-die-krise-des-islams-sondern-auch-den-langen-bestand-der-sowjetunion/
[49] https://www.inlibra.com/10.5771/0044-3360-2017-1-3.pdf?download_full_pdf=1
[50] https://chrismon.de/artikel/52494/russland-saudi-arabien-und-der-ukraine-krieg
[51] https://www.salonkolumnisten.com/oel_antisemitismus/
[52] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-im-jahr-des-feuerpferdes-trumps-iran-kharg-desaster/
[53] https://www.aei.org/articles/what-the-printing-press-and-stagnation-in-the-islamic-world-teach-about-ai/
[54] https://medium.com/@akbarzab2/how-the-failure-to-adopt-the-printing-press-gave-europeans-a-300-year-advantage-over-muslims-d506dc5d0d19
[55] https://www.ageofinvention.xyz/p/age-of-invention-did-the-ottomans
[56] https://www.patheos.com/blogs/thereligioushistorynerd/2022/10/the-impact-of-printing-on-religion-printing-the-quran/
[57] https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S2214629620303273
[58] http://www.cpreview.org/articles/2024/2/saudi-arabias-economic-transformation-defeating-the-resource-curse
[59] https://en.wikipedia.org/wiki/Rentier_state
[60] https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/13629395.2025.2455763
[61] https://www.reddit.com/r/todayilearned/comments/155c4bl/til_about_the_resource_curse_the_phenomenon_of/
[62] https://pomeps.org/pomeps-studies-33-the-politics-of-rentier-states-in-the-gulf
[63] https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7513915/
[64] https://www.frontiersin.org/journals/political-science/articles/10.3389/fpos.2023.1120439/full
[65] https://www.researchgate.net/publication/228275591_Oil-Rent_Boom_in_Iran
[66] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-islamische-republik-iran-in-der-krise/
[67] https://www.econstor.eu/handle/10419/182559
[68] https://www.kas.de/de/web/auslandsinformationen/artikel/detail/-/content/ueber-den-werdegang-einer-arabischen-demokratie
[69] https://www.jstor.org/stable/26429637
@ Michael Blume 01.05.2026, 12:49 Uhr
Zitat: „Nein, @Realo, hier liegen Sie nicht nur politik-, sondern auch religionswissenschaftlich falsch, wenn Sie schreiben“
Wenn es so wäre wie Sie schreiben, so hätte doch der „Regime Change“ klappen müssen. Das hätte eigentlich auch ich erwartet.
Aber es gab Bilder im TV, ich glaube im Zusammenhang mit F. Pleitgen CNN??, bei denen zumindest ich den Eindruck bekam, die schwarz gekleideten Muslima würden völlig verzweifelt über die Vernichtung ihrer religiösen Oberschicht sein und sie schienen mir, eigentlich recht überraschend, die Mehrheit im Land zu bilden…..
Damals wurde, jedenfalls bei uns, allen klar, dass der allgemein erwartete „Regime Change“ praktisch und auch spektakulär gescheitert war…..
Nochmal Nein, @Realo – dass der „Regime Change“ gegen ein fossil finanziertes und bewaffnetes Regime nicht klappt, war politikwissenschaftlich völlig klar. Und wurde ja auch von dem Ihrerseits so verehrten Trump in Venezuela nicht einmal versucht, obwohl eine Oppositionskandidatin und Friedensnobelpreisträgerin zur Machtübernahme bereit stand!
Es geht Fossilisten nie wirklich um Demokratie, Frieden Rechtsstaatlickeit.
Schon am 3. März 2026 zitierte mich die Stuttgarter Zeitung mit den Worten:
Blume begrüßt zwar, dass die Mullahs in Bedrängnis sind. „Das iranische Regime hat erst im Januar Abertausende Protestierende ermordet und sollte gestürzt werden.“ Er warnt aber auch vor der Planlosigkeit der Angreifer Israel und USA: „Gleichwohl kennt die Politikwissenschaft keinen Fall, in dem ein antisemitisch beherrschter Fossilstaat ohne Bodentruppen zur Demokratie gebombt werden konnte.“
Leider nicht in die Zeitung schafften es jedoch diese Sätze von mir:
„Wer etwas für den Frieden tun will, sollte jetzt den Dialog stärken und durch erneuerbare Friedensenergien die fossile Finanzierung der iranischen Revolutionsgarden und auch von Putin beenden. Wir haben doch lange genug fossile Diktaturen und Terrorgruppen finanziert und sollten das auch für unsere israelischen und iranischen Verbündeten endlich beenden!“
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/der-fossilismus-im-jahr-des-feuerpferdes-trumps-iran-kharg-desaster/
Ihr dualistischen Versuche, die weitere, fossile Gewaltherrschaft im Iran über den schiitischen Islam zu erklären, scheitert an der Realität im christlich geprägten, aber ebenfalls fossil beherrschten Venezuela. Erkenntnistheoretische Feigheit führt zur Externalisierung der eigenen Ängste in falsche Feindbilder.
@Realo 01.05. 12:34
„Ist die Ukraine irgendwann unter „EU bzw. Natoschirm“, geht es natürlich weiter. Nur wird dann das „deutsche Kanonenfutter“ den Kampf übernehmen müssen, genau darauf kommt es Selenskyj an…..“
Wir spielen ja nun auch noch mit. Einen Natobeitritt der Ukraine werden wir entsprechend aus eigenem Interesse ablehnen. Selbst eine EU-Mitgliedschaft erscheint mir womöglich weniger ratsam. Damit kann man gerne noch 20 Jahre mit warten.
@Michael 01.05. 12:49
„Nicht der (im Iran schiitische) Islam unterdrückt auch Venezuela, sondern der von Ihnen so verehrte Donald Trump „dealt“ mit den fossilen Oligarchen und Gewaltherrschern.“
Klar, dass es Trump wirklich gar nichts kümmert, wie es den Iranern dabei geht. Auch die Befreiung Afghanistans von den Taliban hat man mittendrin abgebrochen. Mit fatalen Folgen für die Ortskräfte, die da vorher mitgeholfen haben.
Möglicherweise ist man in der Öl- und Gasindustrie nicht unglücklich mit der aktuellen Sperrung der Straße von Hormus. Immerhin waren vorher die Öl- und Gaspreise zunehmend unter Druck. Die weltweite Energiewende machte sich inzwischen deutlich bemerkbar.
Natürlich haben jetzt die Förderländer am Persischen Golf große Verluste. Aber die Gewinne mit den verbleibenden 80 % der globalen Fördermengen dürften gigantisch sein.
Klar trifft das jede Menge US-Bürger bis ins Mark. Aber was kümmert es Trump, wenn er an Popularität im eigenen Land verliert, aber eben die Geschäfte hervorrangend laufen?
Genau so ist es, @Tobias – wie Du schriebst:
Möglicherweise ist man in der Öl- und Gasindustrie nicht unglücklich mit der aktuellen Sperrung der Straße von Hormus. Immerhin waren vorher die Öl- und Gaspreise zunehmend unter Druck. Die weltweite Energiewende machte sich inzwischen deutlich bemerkbar.
Wir hatten ja schon davor blutige Stellvertreterkriege zwischen fossil finanzierten Golfstaaten, so im Jemen und im Sudan. Ich hatte auch zu beiden gebloggt.
Im Hinblick auf das absehbare Ende der Carbon Bubble / Karbonblase maximieren fossile Akteure noch einmal ihre Profite – und nehmen dafür Kriege, Tod und Zerstörungen billigend in Kauf.
Der Fossilismus zerstört sich selbst und reißt die Weltwirtschaft mit sich.
Und dies hat leider gerade auch für ärmere Menschen weltweit gravierende und üble Folgen.
@ Tobias Jeckenburger 01.05.2026, 16:03 Uhr
Zitat: „….Einen Natobeitritt der Ukraine werden wir entsprechend aus eigenem Interesse ablehnen.“
Welchem „eigenen Interesse“?????
Dem Interesse unseres potentiellen “Kanonenfutters“, „Atombombenfutters“,…..?????
Oder den Interessen „unserer“ Kapitalanleger, denen allein der Gedanke an die vielen „leckeren Russischen Bodenschätze“ den Verstand raubt. Die können an nichts anderes mehr denken…..
@Realo
Sorry, aber Sie sind es, der (früher) stolz mit seiner fossilen Heizung herumposaunt hat und „leckere russische Bodenschätze“ zu möglichst geringen Preisen haben will. Leute wie Sie sind süchtig nach fossilen Gewaltenergien und haben als feiger Putinknecht auch hier auf „Natur des Glaubens“ gegen erneuerbare Friedensenergien desinformiert.
Sie fürchten sich vor russischen oder gar iranischen Atombomben? Zu Recht! Aber Leute wie Sie haben diese selbst finanziert…
Wir Solarpunks wollen keine fossilen Rohstoffe mehr, insbesondere nicht aus Russland.
@ Michael Blume 01.05.2026, 16:14 Uhr
D. Trump denkt strikt ökonomisch, wie er es in der „Schlangengrube“ der Immobilienleute gelernt hat. Mit minimalem Aufwand (und möglichst wenig „Menschenopfer“), will er psychologisch äußerst geschickt, seine Ziele erreichen. Seinen „Kontrahenten“ bleibt nur staunend der „Mund offen“…..
In Venezuela gab es zwar eine „niedliche Oppositionskandidatin und Friedensnobelpreisträgerin“ die zur Machtübernahme bereit stand!
Nur ein „Politikprofi“ mit genügend „politischer Grütze im Hirn“, war sie halt nicht. Er hat einen bewährten „weiblichen Politikprofi“ einfach „politisch umgedreht“ und zum „Häuptling gemacht“…..
Trump hat eben politisch „genial“ und recht unkonventionell gehandelt, wie es typisch so seine Art ist….
Amerika ist wieder im Geschäft, Venezuela bekommt modernste Technik….. allen ist „geholfen“, alle profitieren…..
Vielleicht „schafft“ er derartiges auch noch mit dem Iran……
Die Perser sollten halt etwas „flexibel“ sein, es wäre vermutlich nicht ihr Schaden…..
Für Trump wäre es der „Deal seines Lebens“, auf dem Weg zum „besten Dealmaker der Welt“….
Wow, @Realo – es ist wirklich beachtlich, wie umfassend Sie hier ins „Denken“ der Tyrannophilie und des fossilen Faschismus einführen!
D. Trump denkt strikt ökonomisch, wie er es in der „Schlangengrube“ der Immobilienleute gelernt hat. Mit minimalem Aufwand (und möglichst wenig „Menschenopfer“), will er psychologisch äußerst geschickt, seine Ziele erreichen. Seinen „Kontrahenten“ bleibt nur staunend der „Mund offen“…
Trump und sein Umfeld zocken unter anderem mit Krypto- und Insidergeschäften die Menschen ab, während sie auch die US-Wählerinnen und Wähler mit überhöhten Öl- und Gaspreisen zurücklassen. Behaupte niemand, es habe genau davor keine Warnungen gegeben…
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/dune-von-frank-herbert-ist-eine-warnung-vor-politischem-dualistischem-messianismus/
In Venezuela gab es zwar eine „niedliche Oppositionskandidatin und Friedensnobelpreisträgerin“ die zur Machtübernahme bereit stand!
Nur ein „Politikprofi“ mit genügend „politischer Grütze im Hirn“, war sie halt nicht. Er hat einen bewährten „weiblichen Politikprofi“ einfach „politisch umgedreht“ und zum „Häuptling gemacht“…
Ihr Trump hat sich sogar wegen „bone spurs“ vom Militärdienst freistellen lassen und kann einer gegen die fossile Diktatur aufstehenden Oppositionspolitikerin wie Maria Corina Machado nicht entfernt das Wasser reichen.
„Kaum jemand hat das heutige Regime von Präsident Nicolás Maduro so massiv herausgefordert wie Machado. Es gibt wenig Zweifel, dass sie die Präsidentschaftswahlen 2024 in ihrem Heimatland gewonnen hätte, wären sie transparent, frei und fair gewesen. In kürzester Zeit gelang es ihr, die zersplitterte Opposition hinter sich zu vereinen und die Unterstützung der Bevölkerung zu gewinnen.
In einem Land, das seit Jahren unter wirtschaftlichem Zusammenbruch, autoritärer Herrschaft und massiver Auswanderung leidet, verkörperte Machado, geschiedene Mutter von drei Kindern, gerade vor den vergangenen Wahlen für viele Venezolaner die Hoffnung auf einen friedlichen Wandel.“Während das Regime Hoffnungslosigkeit verkauft, haben wir einen Weg, eine Zukunft“, sagte Machado. „Wovor hat Maduro Angst? Maduro fürchtet den überwältigenden Willen des Landes, das in Frieden leben will.“
https://www.tagesschau.de/ausland/friedensnobelpreis-machado-venezuela-100.html
Statt sich wirklich für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Frieden in Venezuela einzusetzen, hat Trump das Land in den Händen der linksautoritären Fossilmafia belassen!
Zu Venezuela als fossiler Rentierstaats-Dikatur hier bereits 2024:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/fossiler-ressourcenfluch-verschwoerungsmythen-auch-venezuela-bestaetigt-die-these/
Trump hat eben politisch „genial“ und recht unkonventionell gehandelt, wie es typisch so seine Art ist….
Amerika ist wieder im Geschäft, Venezuela bekommt modernste Technik….. allen ist „geholfen“, alle profitieren…
Millionen Menschen mussten aus Venezuela fliehen und es gibt nicht einmal genaue Schätzungen darüber, wie viele von der Fossilmafia verhaftet, gefoltert und ermordet wurden.
Was Sie von Ihren Vorfahren und Nazi-Schergen „gelernt“ haben, @Realo, ist vor allem eines: Mitläufer wie Sie würden sich auch dem nächsten Faschisten vor die Füße werfen und brüllend mitlaufen – in der irren Hoffnung, selbst verschont zu werden. Sie haben intellektuell und charakterlich vor der Geschichte versagt, @Realo…
Vielleicht „schafft“ er derartiges auch noch mit dem Iran……
Die Perser sollten halt etwas „flexibel“ sein, es wäre vermutlich nicht ihr Schaden…..
Für Trump wäre es der „Deal seines Lebens“, auf dem Weg zum „besten Dealmaker der Welt“…
Es gab einen funktionierenden Atomdeal mit dem Iran, den „Ihr“ Trump gekündigt hat. Nun steht der Thymokrat Trump vor dem größten Scherbenhaufen einer US-Präsidentschaft seit Vietnam – obwohl er bereits winselnd anbietet, nach dem venezolanischen auch das iranische Volk an die nächste Generation fossiler Faschisten zu verkaufen.
@ Michael Blume 02.05.2026, 11:10 Uhr
Ich bin kein Kapitalanleger und war in meinem Berufsleben begeisterter und nicht schlecht verdienender Elektroniker. Ökonomisches Verhalten war extrem wichtig, weil für jeden Blödsinn auch die Allgemeinheit bezahlen müsste.
Ungefähr 1970 war meine Heizung modern und sehr nachhaltig. Heutzutage würde ich mir doch selbstverständlich ein Energie und Heizungssystem mit „Erneuerbaren“ zulegen.
Nur werde ich nicht und könnte ich auch nicht, mein altes Haus um 200 000 Euro umbauen, noch dazu wenn es vermutlich von den Erben bald abgerissen wird….. Das wäre eine unerträgliche Verschwendung und ich bin sehr glücklich darüber, dass mich meine Eltern ehemals zu Sparsamkeit erzogen haben…..
Allerdings kann ich mir vorstellen, dass Techniker, die z.B. in der Chemie oder Metallindustrie arbeiten müssen, für den Einsatz fossiler Energie eintreten müssen, weil derzeit die Erneuerbaren weitaus nicht reichen dürften…..
Sie können doch nicht einfach alles aus ideologischen Gründen „platt machen“!!!
Nein, @Realo – nicht wir Solarpunks machen „aus ideologischen Gründen alles platt“, sondern die von Ihnen so verehrten, fossilen Tyranneien!
Die hohen Öl-, Gas- und Düngerpreis – die auch Sie bezahlen – wurden von Wladimir Putin und dem durch ihn entfesselten Ukrainekrieg und dem von Donald Trump entfesselte Irankrieg verursacht. Beide glaubten, innerhalb weniger Tage zu siegen – und beide versagten gegenüber den neuen Drohnen-Waffentechnologien auch militärisch.
Der Fossilismus kostet – auch den Verstand.
Und während Menschen wie ich bereits 2013 auf eine Wärmepumpe und 2017 auf ein französisches Elektroauto umstiegen, finanzieren fossile Externalisierer wie Sie auch heute noch die Kriege, Diktaturen und Atomprogramme dieser Welt. Ihre Investitionen in fossile Heizungen waren einfach dumm, zumal Sie es von Ihrem Beruf her hätten besser wissen können. Aber Sie wollten nicht & zahlen jetzt dafür.´mit. Sie wurden von „Ihren“ Fossilisten manipuliert und abgezockt.
Dass ich aus sozialen Gründen dagegen einen Ölpreis von unter 60 USD pro Barrel Brent besser fände, erklärte ich auch öffentlich u.a. hier:
https://youtube.com/shorts/PjIjmuJm0a4
Und wenn Sie bisher auch nicht die intellektuelle und charakterliche Größe aufgebracht haben, sich auch selbst das Scheitern jedes fossilen Faschismus einzugestehen – so dokumentieren Sie hier immerhin für die Mit- und Nachwelt die Psychologie der fossilen Tyrannophilie.
Immerhin.
@Realo 02.05. 12:17
„Nur werde ich nicht und könnte ich auch nicht, mein altes Haus um 200 000 Euro umbauen,…“
Wenn sie aus dem Altbau mit der Brechstange ein Energiesparhaus machen, vielleicht.
Eine Solaranlage mit integriertem Speicher kostet vielleicht 3000 Euro, maximal 5000 Euro, und das haben Sie in ein paar Jahren wieder drin und dann richtig schön billigen Strom. Und wenn sie viel Fahren, würde sich auch das Elektroauto lohnen, das sie dann mit eigenem Solarstrom laden können.
Eine kombinierte Heizung aus Wärmepumpe und Ölheizung dürfte auch auf Dauer billiger werden, insbesondere braucht die weder Fußbodenheizung noch Außenwandisolierung. Das müsste unter 30.000 Euro zu haben sein, spart dann aber langfristig Geld, insbesondere wenn die Windkraft in Deutschland immer weiter ausgebaut wird, gleich mit integriertem Speicher direkt am Windrad. Soweit die Wärmepumpe läuft, wird es dann billig.
Und sonst springt eben der Ölkessel ein.
„Allerdings kann ich mir vorstellen, dass Techniker, die z.B. in der Chemie oder Metallindustrie arbeiten müssen, für den Einsatz fossiler Energie eintreten müssen, weil derzeit die Erneuerbaren weitaus nicht reichen dürften…..“
Wenn am Ende statt mit Erdgas oder Koks mit Wasserstoff gearbeitet werden muss, ist das zwar teurer. Aber noch ist das nicht soweit.
Zunächst mal können die Betriebe doch schon jetzt von billigerem Strom profitieren, insbesondere wenn sie sich eigene PV-Freiflächenanlagen zulegen können, oder am Besten noch ein paar Windräder dazu. Ein passender eigener Lithiumspeicher lohnt sich dann gleich mit.
Und den Mitarbeitern kann man noch Strom für ihre E-Autos anbieten. Die können dann tagsüber auf dem Parkplatz geladen werden. Und bidirektional angeschlossen beim Stromspeichern helfen, insbesondere wenn rund im die Uhr im Schichtdienst gearbeitet wird.
@ Tobias Jeckenburger 03.05.2026, 15:42 Uhr
Zitat: „Nur werde ich nicht und könnte ich auch nicht, mein altes Haus um
200 000 Euro umbauen,“
Nach dem alten Heizungsgesetz wäre ich dazu gezwungen, falls der Kessel eingegangen wäre…
Die Politiker sind gerade noch rechtzeitig, vernünftig geworden….
Besonders in der Ex DDR hätte das Millionen von Menschen die Existenz gekostet. Sie hätten sich als „Desperados“, die nichts mehr zu verlieren haben, bei der Politik „herzlich bedankt“…..
An eine Solaranlage am Dach habe ich auch schon gedacht, weil sie mich vor einem „Blackout“ bewahren könnte. Allerdings müsste ich das Dach neu decken lassen….
Bei mir ist alles, auch ich selbst, „alt“ nahe am „ Ende“. Das Haus, das Dach und der Universal Heizkessel sind über 60 Jahre, ich bin über 80 Jahre alt. Meine Eltern und ich haben ehemals unter großen Opfern gebaut, als ich die HTL abgeschlossen hatte. Kartoffel, Kraut, Gemüse, Obst kamen vom eigenen Garten….
Fahre praktisch nur mehr zum Einkauf mit dem alten Auto…..
Ungefähr 1970 wurde ein Ölbrenner eingebaut und ich benötige, seit ich allein „übrig geblieben“ bin, nur mehr ca 1800 Liter Öl. Das kostete mich ca. 2 000 Euro pro Jahr. Kaum mehr als die Stromkosten einer Wärmepumpe. Mit Stichtag „heute“ müsste ich rund 1 000 Euro mehr bezahlen, gehe aber davon aus, dass Öl wieder billiger werden wird…..
Ich nehme an, dass die Erben den Grund relativ gut verkaufen können und alles neu gebaut wird….
PV Anlagen sind nur am Land relativ günstig. Weil viel Dachfläche anfällt aber wenige Menschen darunter wohnen….
Ein Wohnblock in der Stadt hat wenig Dachfläche, viele Menschen leben darunter…. und brauchen zuverlässig und jederzeit Energie….
Die Grundstückspreise sind in der Stadt sehr hoch und daher zu wertvoll für Solar oder Windanlagen…..
Könnte mir nur vorstellen, dass Grundstücke neben Autobahnen, wegen der Umweltverschmutzung, künftig vermehrt für „Erneuerbare“ genutzt werden….
Kann mir auch vorstellen, dass die Industrie (Chemie, Metall,…), einfach aus Mangel an „Erneuerbaren“ auf „Fossile“ zurückgreifen muss. Die Industrien sind wegen der Arbeitsplätze dringend erforderlich.
Vielleicht kann man z.B. die Wüsten (Sahara) zur Energieerzeugung (Strom und Wasserstoff) nutzen. Nur entstehen neue Abhängigkeiten, und dann sind es keine „Friedensenergien“ mehr…..
@Realo
Das Szenario das sie mit der Energie aus der Wüste malen zeigt das sie aus ihrem Denkmuster nicht raus sind.
Sie können sich auch für PV nur etwas vorstellen das aussieht wie die OPEC…
@ Uli Schoppe 04.05.2026, 18:50 Uhr
Zitat: „Das Szenario das sie mit der Energie aus der Wüste malen zeigt das sie aus ihrem Denkmuster nicht raus sind.
Sie können sich auch für PV nur etwas vorstellen das aussieht wie die OPEC…“
So ist es. Sie haben letztlich die Situation „der Welt“ perfekt beschrieben. Wir sollten heraus aus diesen „ewigen Mustern“, weil sie wegen der immer gefährlicher werdenden Waffentechnik das Überleben der Menschheit gefährden.
Ich habe D. Trump so verstanden, dass er wegen der ausufernden Kriegsgefahren Frieden stiften und nur mehr auf friedliche weltweite Deals setzen will.
Es geht um heutzutage „wahnhafte Glaubensmuster“, Ungläubige zu vernichten, und den Rest zum einzig wahren „religiösen Glauben“, oder „unseren Werten“ zu bekehren….
Ein weiteres grundlegendes (fast ewiges) Muster ist, selber (z.B. Persien) privilegiert Handel zu treiben, die schwächeren „Händler“ (Kuwait, Bahrain, Katar,….) durch Wegelagerei (Straße von Hormus) zu vertreiben oder zu behindern.
Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass das von den Persern existenziell bedrohte Israel, aus einem „Atomüberfall“ (der Perser), Völkerrecht hin oder her, die Berechtigung für den Völkermord an den rund 100 Millionen Persern ableiten würde….
Trump geht es um Frieden, die Iraner „spielen“ mit ihrem eigenen „Untergang“.
@Realo 04.05. 09:19
„An eine Solaranlage am Dach habe ich auch schon gedacht, weil sie mich vor einem „Blackout“ bewahren könnte. Allerdings müsste ich das Dach neu decken lassen….“
Mit integriertem Speicher kann man da in der Tat Einiges überbrücken, insbesondere dass dann auch die Heizung Strom hat und weiterlaufen kann. Sind Sie sicher, dass man nicht auch auf dem alten Dach die Module vernünftig befestigen kann? Immerhin rentiert sich die eigene PV-Anlage schon in wenigen Jahren, wenn man den meisten Strom selbst verbrauchen kann.
„Fahre praktisch nur mehr zum Einkauf mit dem alten Auto…..“
Dann lohnt sich auch kein Elektroauto, klar. Schon gar kein Neuwagen.
„Mit Stichtag „heute“ müsste ich rund 1 000 Euro mehr bezahlen, gehe aber davon aus, dass Öl wieder billiger werden wird…..“
Wenn wir mit der Energiewende fertig werden wollen, müssen wir genug billigen PV- und Windstrom haben, dass die Wärmepumpe das Meiste abdecken kann. Den Rest kann Biogas oder auch Holz liefern, und diesen Rest kann man noch länger auch vorübergehend noch mit z.B. Heizöl bestreiten. Insbesondere bei Ihnen mit Öltank und ohne Gasanschluss.
Bis das wirklich komplett ist, können noch so um die 20 Jahre vergehen.
„Ich nehme an, dass die Erben den Grund relativ gut verkaufen können und alles neu gebaut wird….“
Wenn dem wirklich so ist, dann lohnen sich hier mit Sicherheit keine Investitionen, klar.
„PV Anlagen sind nur am Land relativ günstig. Weil viel Dachfläche anfällt aber wenige Menschen darunter wohnen….“
Wir haben inzwischen 25% Wirkungsgrad bei PV. Für den Verbrauch der Privathaushalte reichen auch hier in der Innenstadt durchaus die Dachflächen aus, um den PV-Anteil der Stromverbrauchs und wohl auch noch der Elektrofahrzeuge abzudecken. Den Anteil an Windstrom sicher nicht, und auch nicht was Industrie und Gewerbe verbrauchen. Die können aber auch selber Dächer oder auch Freiflächen für PV haben.
Und die nötigen Speicher kann man überall verteilen, das spart Durchleitungsgebühren und entlastet ja auch die kommunalen Stromnetze.
Wie gesagt, was die Heizung betrifft, da ist hier in der Innenstadt Fernwärme angesagt. Mit Großwärmepumpe und Universalgasmotor in Kraftwärmekopplung, der einen beliebigen Mix aus Wasserstoff, Biogas und Anfangs auch noch Erdgas verarbeiten kann.
„Vielleicht kann man z.B. die Wüsten (Sahara) zur Energieerzeugung (Strom und Wasserstoff) nutzen. Nur entstehen neue Abhängigkeiten, und dann sind es keine „Friedensenergien“ mehr…..“
In der Tat ist da der PV-Primärertrag mehr als doppelt so hoch wie in Mitteleuropa. Aber nur Wasserstoff herstellen und nach Europa exportieren wird sich nur bedingt lohnen. Die Verluste sind hoch, und die Pipelines teuer. Und dieser Wasserstoff wäre eher teurer als der Primärertrag, den wir bei uns direkt ernten können. Nur soweit wie wir Wasserstoff für Industrie und Dunkelflautenbackup brauchen können, lohnt sich ein Import von Wasserstoff.
Und wir haben auch bald selber Stromüberschüsse, die wir nur noch mit der saisonalen Wasserstoffproduktion nutzen können. Da kann ein Wasserstoffimport aus Nordafrika nur eine Ergänzung sein.
Man wird aber in Nordafrika selber sehr billigen Strom haben, der auch für eine Ansiedlung von energieintensiver Industrie sehr interessant wäre.
@Realo 05.05. 08:42
„Trump geht es um Frieden, die Iraner „spielen“ mit ihrem eigenen „Untergang“.“
Bei den iranischen Mullas sieht das wirklich so aus. Bei Trump bin ich mir noch unsicher. Und bei Israel bin ich mir auch unsicher, was die wirklich wollen.
Das Motiv der Endzeit ist in Teilen aller Abrahamitischen Religionen recht beliebt.
Wer das nicht will, sollte versuchen, sich davor zu schützen.
@ Tobias Jeckenburger 05.05.2026, 18:05 Uhr
Sie denken sehr sachlich und eigentlich stimme ich mit Ihnen weitgehend überein.
Ich möchte aber in meinem Alter nicht mehr investieren. Ich musste beobachten, wie ein alter Mann sein Geld in sein altes Haus und ein neues Auto investiert hat.
Bald darauf ist er verstorben, das Haus wurde von den Käufern abgerissen, die Investitionen zerstört und ein modernes Haus mit modernem Grundriss neu gebaut.
Die Erben hätten das Geld, wegen der Pflegekosten und auch wegen der Erbschaftssteuer gut gebrauchen können.
Nach einem Sturm, wechselt bei mir der Dachdecker einige Platten am Dach aus. Eine PV Anlage wäre ein zusätzlicher „Stress“ für das alte Dach.
Meine Wahrnehmungen zur Fernheizung in Großstädten sind, wie bereit früher erwähnt, sehr unterschiedlich. Eine Bekannte hat sich fürchterlich aufgeregt, weil ihre Heizkosten sehr hoch sind und sie nicht ausweichen kann. Ein Kumpel ist sehr zufrieden, über die Kosten kann er nicht klagen…..
Ich wollte nur andeuten, dass die große und auch noch zunehmende Hitze in Afrika bestens für die Erneuerbaren genutzt werden könnte und zumindest dort kaum Bedarf an fossilen Energien besteht…..
@ Tobias Jeckenburger 05.05.2026, 18:19 Uhr
Trump „hat eine Friedenssehnsucht“, dies dürfte allgemein bekannt sein und das könnte vom Iran „ausgenutzt“ werden. Daher besteht eine Gefahr, dass es trotz seines „Theaterdonners“ recht ordentlich „kracht“. Daher erscheint „Stockholm“ zurückhaltend mit dem „Nobelpreis“…..
Zitat; „Bei den iranischen Mullahs sieht das wirklich so aus. Bei Trump bin ich mir noch unsicher. Und bei Israel bin ich mir auch unsicher, was die wirklich wollen.“
Die Mullahs müssen den religiösen Wahn wegen ihrer besonderen „Treueverpflichtung“ gegenüber Allah „ausleben“, deswegen wurden sie auch weg „gebombt“….
Trump will offenbar Atomkriege vermeiden….
Die Bevölkerung Israels bildet ein extrem breites Meinungsspektrum ab. Juden dürften durchaus Probleme haben, alle in einem gemeinsamen Staat mit gleichen Regeln zu leben. (Diaspora?)
Die moderne Waffentechnik würde Gedanken an das „Endzeit Motiv“ zusätzlich fördern…..
„Gedanken“, dass alle Staaten friedlich zusammenleben und fairen Handel betreiben sollten, scheinen „trostvoll“ und sollten allgemein angestrebt werden.
Ob das ernsthaft realistisch ist, das ist eine andere Frage????
@Realo
Mal ganz abgesehen davon, dass „Ihr“ vermeintlicher Friedensstifter Trump einen funktionierenden Atomvertrag gekündigt und durch seinen Krieg erst die Blockaden der Straße von Hormus ausgelöst hat, hier auch eine weitere Meldung zu Öl und Geld:
Die Börsen reagieren sensibel auf Ankündigungen des US-Präsidenten. Wer Insider-Informationen hat, kann deswegen großes Geld mit Wetten auf bestimmte Kurse machen. Das ist eigentlich verboten, doch unter Donald Trump scheint der Insiderhandel zu florieren. […]
Bei den Wetten handelte es sich um sogenannte Leerverkäufe (Short-Positionen), bei denen Investoren auf sinkende Kurse setzen. Da die Ölpreise an den fraglichen Tagen um mehr als zehn Prozent einbrachen, dürften die Unbekannten Gewinne in dreistelliger Millionenhöhe eingestrichen haben.
Die auffälligen Muster zeigten sich an vier Tagen: Am 23. März kündigte Trump an, geplante Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur zu verschieben. Wenige Minuten zuvor wurden Wetten auf sinkende Ölpreise im Wert von 2,2 Milliarden Dollar platziert. Der Ölpreis brach um bis zu 15 Prozent ein. Am 7. April wurden kurz vor der Bekanntgabe einer Waffenruhe durch Trump Verkaufsaufträge im Volumen von 2,12 Milliarden Dollar ausgeführt – zu einer Uhrzeit, in der das Handelsvolumen üblicherweise gering ist. Ähnliche Vorgänge gab es am 17. April vor Aussagen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus mit einem Volumen von fast zwei Milliarden Dollar sowie am 21. April vor der Verlängerung der Waffenruhe mit rund 830 Millionen Dollar.
Transaktionen wirken „gut informiert“
Experten zeigten sich angesichts der Daten alarmiert.
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Ausmass-von-verdaechtigen-Oel-Wetten-vor-Trump-Aussagen-doch-viel-groesser-id30800307.html
Wie Sie ja sicher schon an den Tankstellen und Ölpreisen bemerken dürften, haben Tyrannen und Fossilisten keine Skrupel damit, ihre eigene Anhängerschaft abzuzocken. Auch Sie, @Realo, sind für diese Leute nicht mehr als ein weiterer, leichtgläubiger Abzock-Posten…
@Realo 06.05. 04:15
„Ich wollte nur andeuten, dass die große und auch noch zunehmende Hitze in Afrika bestens für die Erneuerbaren genutzt werden könnte und zumindest dort kaum Bedarf an fossilen Energien besteht…..“
Die haben einen erheblichen Vorteil. Erst mal mehr als den doppelten Ertrag als in Mitteleuropa, dann noch gleichmäßig über das ganze Jahr verteilt ohne einen Einbruch im Winter. Und die brauchen praktisch keine winterliche Heizung. Und wenn die Klimaanlage am nötigsten gebraucht wird, fällt auch ein Maximum an PV-Strom an.
Entsprechend braucht es nur einen Tagesspeicher mit nicht mal der halben Tagesproduktion Kapazität. Wasserstoff als Saisonalen Speicher braucht man da selber gar nicht.
Da ist dann auch ganz viel billiger Strom für Entsalzungsanlagen vorhanden. Und eben für jede Menge energieintensive Industrie.
„„Gedanken“, dass alle Staaten friedlich zusammenleben und fairen Handel betreiben sollten, scheinen „trostvoll“ und sollten allgemein angestrebt werden.“
Auf jeden Fall eine sehr gute Idee. Vertrauen oder wenigstens Berechenbarkeit könnte da aber hilfreich sein. Trumps Chaospolitik scheint mir das nicht zu liefern.
@ Michael Blume 08.05.2026, 17:06 Uhr
Es ist nett von Ihnen, dass Sie mir erklären wollen, wie sich die „Kapitalisten“ (samt Insider) gegenseitig abzocken. Das weiß ich natürlich auch.
Es ist ein alter Hut und mir völlig „egal“. Ich bin zu wenig Insider und die kapitalistischen „Spieler“ bekommen von mir keinen Cent….
Positiv ist, weil dabei auch Gelder von Leuten die es sich leisten können, für spekulative Investitionen in der Realwirtschaft „anfallen“.
Ich neide diesen Leuten nichts, bin auch dagegen, dass man sie z.B. über Vermögenssteuern abzockt. Jedenfalls solange deren Verhalten nicht eindeutig „parasitär“ ist….
Genau deswegen schätze ich Herrn Lafontaine ganz besonders, weil er uns (ungefähr 1990) davor bewahrt hat, dass unsere (Europäischen) Pensionsgelder (wenn man sein ganzes Leben einzahlt um 50 Jahre später eine Pension zu erhalten) den Ami Kapitalisten für „ihre Spiele“ zur Verfügung gestellt werden. Die „guten“ Papiere für die „Kapitalisten“, den „Dreck“ für die Pensionsanleger…..
Nur Trump sind „Fehlentwicklungen“ aufgefallen: Absurde „Geschäftemacherei“ und Abzocke der Steuerzahler in Amerika, z.B. Drogendealer, mit Zuwanderern, Verluste realer Arbeitsplätze, Amis haben im Ausland investiert, (danach folgten politische Umstürze und sie wurden aus dem Land geworfen, z.B. Venezuela)…….
Oder typische Muster die zu Kriegen führen: Kämpfe um angeblich gut gemeinte ideologische Vorherrschaft (Islamische Werte, Hitlers Versuch den „Russen und der Welt“ das „Deutsche Wesen“ anzudrehen, oder neuerdings wollen wir den Russen unsere Demokratie andrehen, alles nur Vorwände zur „Unterjochung“. An den Blödsinn, nur „edle Werte vermitteln“ zu wollen, glaubt doch keiner mehr….
Dazu kommen Begehrlichkeit auf Ressourcen, mit Kämpfen und Wegelagerei.
Beide derzeitigen uns belastenden Konflikte haben mit derartigen „uralten Mustern“ zu tun.
Es hat auch Fortschritte gegeben. Vernichtung aus purem „religiösen Wahn“ gibt es fast nicht mehr, außer dem Iran, der Israel vernichten will….. Dass Israel „entsprechend“ reagieren würde, ist wohl naheliegend.
Das Problem könnte sich irgendwann, fast zwangsweise, wenn die 1. Iranische Atombombe auf Israel gefallen ist, „von selbst“ lösen. Allerdings würde das größte Massaker dass es jemals auf der Welt gegeben hat, unmittelbar drauf folgen….. Vom Völkermord, wären hauptsächlich die Perser betroffen.
Trump scheint eine faire, reale Problemlösung anzustreben, wir stecken einfach den Kopf in den Sand….
Die Vernichtung Israels steht nach wie vor auf der Agenda der Iraner, sie haben jedenfalls noch nicht verkündet, dass sie von der Vernichtung Israels absehen würden…..
Die Blockaden der Straße von Hormus und die Folgen (an den Tankstellen) sind lächerlich, vergleichbar dem, was uns noch blühen könnte, wenn es ernsthaft (mit A, B, C – Waffen) zur „Sache geht“….
Auch das scheint D.Trump erkannt zu haben und abwenden zu wollen….
Ist klar, @Realo. Sie haben sich für „Ihren“ fossilen Messias-Tyrannen entschieden und dackeln diesem in „guter“, also feiger und unterwürfiger, doitscher Tradition nach. 🤭
Vielen Dank für die Einblicke in die Psychologie von Fossilismus und Tyrannophilie. ☺️👍✅
Zur Kündigung des Atomdeals durch Trump sowie der milliardenschweren Öl-, Gas- und Insider-Abzocke äußerten Sie sich gar nicht, versuchen das Ganze als rein „religiöses“ Problem zwischen Iran und Israel wegzudeuten. Intellektuell und charakterlich schwach, aber immerhin psychologisch interessant! 🇺🇸🇮🇷🇮🇱🤔
@ Michael Blume 09.05.2026, 08:15 Uhr
Ich würde einmal vermuten, Trumps wichtigster „Kumpel“ E. Musk, hat mehr zur Förderung der „Erneuerbaren“ beigetragen, als es bislang jemals ein Mensch getan hat. Ich finde das hervorragend, besonders weil alles strikt im Rahmen der Ökonomie erfolgt ist. Die Kunden finden seine „Teslas“ offenbar gut und diese Autos scheinen sehr begehrt….
Ökonomie ist für mich das Allerwichtigste was von den Akteuren einzuhalten ist. Hält man sich nicht daran, werden Ressourcen sinnlos verschwendet, die Menschen müssen für etwas arbeiten wovon sie nichts haben. Arbeiten die zweckmäßig wären, unterbleiben…..
Trump schätze ich wegen seiner extrem sachlichen, aber auch höchst humanen Denke. Er will, was in unserer Situation besonders wichtig ist, weltweit den Frieden fördern, vermeiden dass A, B, C – Waffen zum Einsatz kommen, das ist eine ganz andere Qualität als früher. Die Menschheit könnte sich selber ausrotten….
Er bekämpft das Drogenelend, das Elend der arbeitslos gewordenen Autowerker, auch das Elend vieler Menschen die obdachlos auf der Straße gelandet sind. Bitte bei KI „nachschauen“.
Vielleicht verstehen es auch die meisten Iraner, er will den Iran zu einem ehrenhaften Mitglied der Völkergemeinschaft machen, dass, wie alle Länder, friedlich und fair, seinen Deals nachgeht….
Es kommt doch in der Hauptsache darauf an, dass der Iran den Willen zur Vernichtung Israels und die Welt zu „bekehren“ aufgibt, der letztlich „Selbstmord“ bedeutet…..
Was Sie als „Insiderabzocke“ bezeichnen, ist vermutlich Auswirkung von KI Programmen.
In der Hormusstraße verhält es sich eher wenig „komplex“. Die Schifffahrt wird gefördert oder beeinträchtigt und einige Zeit später erfolgen die naheliegenden, eher gut berechenbaren Marktreaktionen. KI Programme, die auf ähnlichen Algorithmen arbeiten, kommen zu ähnlichen und genaueren Voraussagen als unter den sonst üblichen, komplexeren Umständen….
Der Hass und der Vernichtungswille der Iraner dürfte nun einmal religiöse Gründe haben und die habe ich schon öfter aufgezeigt….
Die aufgezeigten Sachverhalte scheinen ganz banal, sind einfach nachvollziehbar und das Verständnis setzt wirklich keine besonderen intellektuellen Fähigkeiten voraus….
Lieben Dank, @Realo
Es ist beinahe beeindruckend, wie rigide, tyrannophil und dualistisch Sie Fakten ignorieren und umdeuten, um nur ja nicht Ihren fossilen Lieblingsthymokraten Trump hinterfragen zu müssen! 🤭
Elon Musk als „wichtigster Kumpel“ von Donald Trump? Sie haben wohl das Zerwürfnis über die Epstein-Files verdrängt?
Und zur vermeintlichen Genialität des derzeitigen US-Präsidenten – der einen funktionierenden Atomvertrag mit dem Iran aufkündigen ließ und das Irankrieg-Desaster samt der Schließung der Straße von Hormus verschuldet -, verweise ich einfach mal auf die CIA:
Der US-amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA hat in einer Analyse zwei wesentlichen Behauptungen der US-Regierung rund um den Krieg mit dem Iran widersprochen. Die Einschätzung wurde laut „Washington Post“ der Regierung um Präsident Donald Trump vorgelegt und dämpft den dort stets öffentlich verbreiteten Optimismus.
Mehrere mit der Analyse vertraute Personen erklären der Zeitung demnach, dass der Iran die von den USA mittlerweile installierte Blockade der Straße von Hormus mindestens drei bis vier Monate überstehen könne, bevor schwere wirtschaftliche Probleme eintreten würden. Der Iran hatte die für den Welthandel fundamental wichtige Meerenge direkt nach Beginn der Angriffe der USA und Israels am 28. Februar faktisch blockiert und gedroht, Schiffe gezielt anzugreifen, sollten sie die Meerenge durchfahren.
Nachdem Gespräche über einen Friedensvertrag zwischen den USA und dem Iran in Pakistan keine Einigung gebracht hatten, rief Präsident Trump am 13. April seinerseits eine Blockade der Straße von Hormus aus. Damit versuchte er, den Druck auf den Iran zu erhöhen, einer Friedenslösung zuzustimmen. Die wirtschaftliche Blockade sollte Teheran zum Einlenken zwingen. Das ist bisher ausgeblieben. Glaubt man der Einschätzung der CIA, dürfte sich auch in den kommenden Monaten nicht viel daran ändern. Zumal sich die US-Blockade eben nicht nur gegen iranische Schiffe richtet und damit die weltwirtschaftlichen Verwerfungen verschärft.
https://www.n-tv.de/politik/CIA-widerspricht-US-Regierung-zum-Iran-Krieg-gleich-doppelt-id30800009.html
Leider kann ich nicht mehr davon ausgehen, dass Sie noch für Tatsachen und Argumente zugänglich sind, @Realo. Aber es macht doch Sinn, auch für die Nachwelt einmal die Gedankenwelt eines tyrannophilen Dualisten zu dokumentieren. Herzlichen Dank für Ihre, nun ja, Beiträge dazu! 🤓📗👍
@ Michael Blume 09.05.2026, 13:29 Uhr
Das mit Trump, Musk und den Epstein Files, ist mir tatsächlich entgangen. Die aufgewärmten „Liebes- und Puffgeschichten“ interessieren mich eher nicht….
Ich stimme Ihnen ausdrücklich zu, es könnte so kommen, wie in der CIA Geschichte.
Die Schließung der Straße von Hormus ist tatsächlich schlecht, aber ein lächerliches Problem im Vergleich dazu, wenn der Iran in wenigen Jahren den Israelis eine Atombombe auf den Kopf schlagen würde….. Dann gäbe es einen Völkermord….. die ganze Welt könnte z.B. von Biowaffen, „berührt“ werden, am meisten die Perser, es wäre praktisch ihr Selbstmord…..
Selbstverständlich könnte es auch so oder anders „ausgehen“, wir können nicht wirklich in die Zukunft schauen.
Trumps (und Israels) Intervention (Hormusstraße) machen eine humanitäre Friedensoption zumindest möglich.
Es gibt 3 wesentliche Optionen.
1. Trump gelingt ein fairer Friede, alle können glücklich sein.
2. Es wird hinausgeschoben. Friedensfrage weiter unsicher. Persien wird immer stärker… Wir stecken den Kopf in den Sand….
3. Es „kracht ordentlich“, im Iran, bei uns und auf der ganzen Welt…..
Erst in einigen Jahren wissen wir, wie es wirklich „ausgegangen“ ist. Solange ist alles Spekulation, das ist mir natürlich klar.
Der CIA ist übrigens dazu da, den Präsidenten unterschiedliche Handlungsoptionen auf den Tisch zu legen, damit er seine Entscheidungen bestmöglich treffen kann….. Viele Herren würden sich eher für „nichts tun“ entscheiden und für „nach mir“, in 4 Jahren, die „Sintflut“….
Ich bin prinzipiell für alle Gedanken offen, schätze sie möglichst realistisch ein. Jedenfalls trete ich für die „friedlichen Optionen“ ein, ich bin nun einmal gegen den Krieg, im Zeitalter der A, B, C – Waffen ganz besonders……
Wie bereits mehrfach geschrieben, @Realo – vor Ihrem Lieblings-Fossilisten Trump gab es ein Anti-Atomabkommen mit dem Iran, das Ihr vermeintliches „Genie“ einseitig kündigte. Und auch die Straße von Hormus war bis vor Kurzem offen.
Da ich mich auch von Ihnen nicht mit Sealioning / Zeitvampirismus vorführen lasse, habe ich einfach Felo.ai gepromptet:
Was war der Atomdeal mit dem Iran und warum wurde dieser gekündigt?
Hier die KI-Antwort dazu – die für alle Menschen interessant sein könnte, die noch nicht völlig im tyrannophilen Dualismus versumpft sind:
Das Atomabkommen mit dem Iran, offiziell als „Gemeinsamer umfassender Aktionsplan“ (JCPOA) bekannt, war eine Vereinbarung, die im Juli 2015 zwischen dem Iran und den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates (China, Frankreich, Russland, Großbritannien, USA) sowie Deutschland und der EU geschlossen wurde [4, 8].
Das Hauptziel des Abkommens war es, das iranische Atomprogramm zu beschränken und sicherzustellen, dass das Land keine Atomwaffen entwickeln kann [5, 8, 16]. Im Gegenzug für diese Einschränkungen wurden die internationalen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran schrittweise aufgehoben [2, 5, 8].
## Bestimmungen des Atomabkommens
Das Abkommen sah eine Reihe von Maßnahmen vor, um die nuklearen Aktivitäten des Irans zu kontrollieren:
* **Beschränkungen:** Der Iran verpflichtete sich, sein Atomprogramm stark einzuschränken. Dies umfasste die Begrenzung der Anzahl und Art der Zentrifugen zur Urananreicherung sowie die Reduzierung seiner Vorräte an angereichertem Uran und Schwerwasser [2, 14, 17].
* **Kontrollen:** Teheran stimmte umfangreichen Inspektionen durch internationale Beobachter zu, um die Einhaltung der Vereinbarung zu überwachen [2, 8].
* **Sanktionserleichterungen:** Im Gegenzug für die Einhaltung der Auflagen wurden die lähmenden Wirtschaftssanktionen gegen das Land aufgehoben, was der iranischen Wirtschaft zugutekommen sollte [4, 8].
## Scheitern des Abkommens
Das Abkommen wurde durch eine Reihe von Ereignissen untergraben, die schließlich zu seinem Zusammenbruch führten:
**Rückzug der USA**
Im Mai 2018 zogen sich die Vereinigten Staaten unter der Regierung von Präsident Donald Trump einseitig aus dem Abkommen zurück [3, 13, 18]. Trump argumentierte, dass das Abkommen unzureichend sei und den Iran nicht daran hindere, sich aggressiv im Nahen Osten zu verhalten oder ballistische Raketen zu entwickeln [9, 22, 25]. Nach dem Rückzug verhängten die USA erneut schwere Sanktionen gegen den Iran [2, 4]. Die anderen Unterzeichnerstaaten kritisierten den US-Ausstieg und versuchten, das Abkommen zu retten, scheiterten aber letztlich am Druck der US-Sanktionen [4].
**Irans Reaktion und schrittweise Verstöße**
Als Reaktion auf den US-Rückzug und die Wiedereinführung der Sanktionen begann der Iran ab 2019, seine Verpflichtungen aus dem JCPOA schrittweise zu verletzen [2, 8]. Das Land nahm die Urananreicherung auf ein höheres Niveau wieder auf, überschritt die zulässigen Lagerbestände und schränkte die internationalen Inspektionen ein [2, 24]. Diese Schritte sollten diplomatischen Druck auf die verbliebenen europäischen Partner ausüben, um die wirtschaftlichen Vorteile des Abkommens zu sichern [2].
**Endgültiges Auslaufen und geopolitische Spannungen**
Versuche der Biden-Regierung, das Abkommen wiederzubeleben, blieben erfolglos [8]. Geopolitische Spannungen, darunter die militärische Unterstützung des Irans für Russland im Ukraine-Krieg und die direkten militärischen Auseinandersetzungen mit Israel im April 2024, erschwerten die Verhandlungen zusätzlich [4, 8].
Das Abkommen lief am 18. Oktober 2025 offiziell aus [2]. Der UN-Sicherheitsrat beschloss auf Initiative von Frankreich, Deutschland und Großbritannien, die Aussetzung der Sanktionen nicht zu verlängern, was das Ende des JCPOA markierte [2, 11]. Nach einem Angriff Israels im Juni 2025 wurden auch die letzten direkten Gespräche zwischen den USA und dem Iran über das Atomprogramm gestoppt [1]. Die US-Geheimdienste gehen zwar weiterhin davon aus, dass der Iran derzeit keine Atomwaffen entwickelt, die fortschreitende Urananreicherung des Landes wird jedoch mit Sorge betrachtet [2, 20].
[1] https://www.deutschlandfunk.de/atomgespraeche-iran-usa-abkommen-100.html
[2] https://www.icanw.org/what_you_need_to_know_about_the_iran_nuclear_deal
[3] https://www.deutschlandfunk.de/usa-und-der-iran-trump-kuendigt-atomabkommen-100.html
[4] https://www.cidob.org/publicaciones/iran-nuclear-deal-missed-opportunity
[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Abkommen_%C3%BCber_das_iranische_Atomprogramm
[6] https://www.unitedagainstnucleariran.com/iran-nuclear-deal
[7] https://www.zeit.de/thema/atomabkommen
[8] https://www.frieden-fragen.de/entdecken/aktuelle-kriege/der-konflikt-im-iran/was-ist-das-atomabkommen-mit-dem-iran.html
[9] https://www.britannica.com/question/What-is-the-Iran-nuclear-deal-and-why-was-it-scrapped
[10] https://obamawhitehouse.archives.gov/node/328996
[11] https://www.tagesschau.de/ausland/iran-sanktionen-un-sicherheitsrat-102.html
[12] https://www.tagesschau.de/ausland/asien/usa-iran-atomprogramm-gespraeche-100.html
[13] https://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-kuendigt-iran-abkommen-der-wortbruch-analyse-a-1206912.html
[14] https://www.cfr.org/backgrounders/what-iran-nuclear-deal
[15] https://www.bbc.com/news/world-us-canada-43902372
[16] https://www.tagesschau.de/ausland/iran-deal-usa-101.html
[17] https://en.wikipedia.org/wiki/Iran_nuclear_deal
[18] https://en.wikipedia.org/wiki/United_States_withdrawal_from_the_Iran_nuclear_deal
[19] https://armscontrolcenter.org/the-iran-deal-then-and-now/
[20] https://www.congress.gov/crs-product/R47321
[21] https://www.bpb.de/themen/naher-mittlerer-osten/iran/303542/das-internationale-atomabkommen-ein-erfolg-mit-verfallsdatum/
[22] https://www.tagesspiegel.de/politik/warum-der-us-prasident-den-atomdeal-aufkundigt-5680267.html
[23] https://www.fr.de/politik/14-punkte-memo-enthuellt-atomdeal-mit-iran-zum-greifen-nah-94295299.html
[24] https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender/iran-node/wiener-nuklearvereinbarung-atomprogramm-iran-202458
[25] https://trumpwhitehouse.archives.gov/briefings-statements/president-donald-j-trump-ending-united-states-participation-unacceptable-iran-deal/
[26] https://www.reddit.com/r/geopolitics/comments/1cdtmah/what_was_the_rationale_behind_trump_leaving_the/
[27] https://www.hks.harvard.edu/faculty-research/policy-topics/international-relations-security/experts-react-trumps-decision-pull
@ Michael Blume 09.05.2026, 17:59 Uhr
Dass Sie von meinen Versuchen, bei meinem eigentlich „verrückten Werben um Frieden“ z.B. auf Trump setze nichts halten, das verstehe ich völlig. Man konnte früher in einer derartigen Situation wie wir sie derzeit haben, auf nichts anderes setzen, als auf Krieg. In der Geschichte gab es nach langen Friedenszeiten praktisch immer einen großen Krieg. Das ist die brutale Realität.
Wenn es keine A. B. C – Waffen gäbe, würde ich selbstverständlich mein „großes Maul“ halten und es für völlig selbstverständlich halten, dass es wieder einmal Krieg gibt und massenhaft Tote und Krüppel produziert werden. Ich würde nicht gegen „Windmühlen“ kämpfen. Das ist nun einmal die traurige und harte Realität…..
Aber in der „neuen Situation“, mit A, B, C – Waffen, droht nicht nur unsere Ausrottung mit den neuen Waffen, sondern es könnten sich auch noch neue Seuchen, sogar ganz von selbst entwickeln und womöglich der ganzen Menschheit den „Rest“ geben.
Da bedeutet Trump für mich ein Stück Hoffnung. Er steckt nicht einfach seinen „Kopf in den Sand“, er will nicht als „großer Eroberer“ in die Geschichtsbücher eingehen, wie die meisten Staatslenker, sondern als „realistischer Friedenstifter“…….
Genau das, was unsere Zeit so dringend braucht. Ein neues „Denken“ ist angebracht. Man wird in einigen Jahren sehen wie es „ausgeht“….
@Realo
Sie schrieben:
Dass Sie von meinen Versuchen, bei meinem eigentlich „verrückten Werben um Frieden“ z.B. auf Trump setze nichts halten, das verstehe ich völlig. Man konnte früher in einer derartigen Situation wie wir sie derzeit haben, auf nichts anderes setzen, als auf Krieg.
Mich stört nicht Ihr Einsatz für Frieden, sondern Ihre tyrannophile und also erkenntnistheoretisch feige Verleugnung der Realität.
Denn es „gab“ ja ein Friedens- und Anti-Atomabkommen mit dem Iran, das „Ihr“ Trump gegen den Willen aller anderen Vertragsparteien wie Russland, China, EU einseitig gekündigt hat.
Nun hat „Ihr“ Trump nichts Besseres erreicht als eine Reihe weiterer Kriege und Schäden für die Weltwirtschaft.
Mir ist schon klar, dass Sie sich schon so auf die Verklärung Ihres Tyrannen festgelegt haben, dass meine Worten und die Fakten Sie gar nicht mehr erreichen. Aber dies gilt ja nicht für die Mitlesenden – und auch nicht für unsere Nachwelt…
@ Michael Blume 10.05.2026, 16:20 Uhr
Das Friedens- und Anti-Atomabkommen mit dem Iran, ist ein „Abstraktum“ auf das ich überhaupt nicht eingegangen bin.
Für die Israelis dürfte die reale alltägliche iranische Bedrohung „vernichtet“ zu werden bedeutsam sein, nicht das o.a. „Abstraktum“. Diese Bedrohungen sind auch aus Sicht internationaler Experten ernst zu nehmen und sehr real.
Nahe liegend, dass ein schreckliches Massaker, ohne Rücksicht auf das Völkerrecht, die Folge wäre….. Diese Folgen wären schlimmer als ein 50 Cent höherer Benzinpreis…..
Derartige Probleme sollten frühzeitig abgewendet werden.
Es sollte ein „Glücksfall“ für die ganze Welt sein, wenn sich der mächtige amerikanische Präsident der Probleme bewusst ist und einen Frieden „stiftenden Kurs fährt“. Auch den Persern sollte klar werden, wie ernst die Situation, auch für ihre eigene Existenz ist.
Der Iran ist praktisch das letzte Land, dass Israel so ernsthaft bedroht. Fast alle moslemischen Länder haben das aufgegeben und sind „ehrenwerte Mitglieder der Völkergemeinschaft“ geworden. Angeblich kooperieren sie sogar erfolgreich mit Israel….
Es geht mir doch nicht um die Verklärung eines „Tyrannen“, es geht mir um den Frieden, so weit das überhaupt möglich ist….
In der Tat, @Realo – inzwischen haben Sie uns hier eingestanden, dass Sie weder das Zerwürfnis von Elon Musk und Donald Trump über die Epstein-Files noch die einseitige Kündigung des Iran-Atomabkommens durch Donald Trump „wahrnehmen“ wollen, weil es Ihrem tyrannophilen Dualismus widerspricht. Sie wollen sich nicht der Wahrheit dieser Welt stellen, sondern hoffen auf einen vermeintlich genialen Anführer, der Sie beschützen möge. Fossiler Faschismus speist sich aus der Feigheit vor der Wahrheit.
Mir scheint, wir haben nun sowohl zu Putin wie auch zu Trump genug tyrannophile Propaganda von Ihnen gelesen – und von mir beantwortet. Drukos von Ihnen zu anderen Themen schalte ich gerne auch weiterhin frei, aber zu den beiden nicht mehr. Denn auch meine Zeit und jene der Mitlesenden ist zu endlich für Zeitvampirismus. Machen Sie es gut und besser.