Das Dennoch nach dem Fossilismus – Gedanken zu Pessach 5786 und Ostern 2026

Das christliche Osterfest ging aus dem jüdischen Pessach-Fest hervor – und in diesen Tagen überschneiden sich daher auch wieder beide Feste. So wünsche ich allen, die es feiern, Chag Pessach Sameach & gesegnete Ostern!
In 2026 überschneiden sich das jüdische Pessach und Ostern. Aber auch im chinesischen Kalender des 60-Jahres-Zyklus ist es ein besonderes „Jahr des Feuerpferdes“, Tianxia, ein Jahr der Umwälzung. Im letzten Feuerpferd-Jahr entfesselte Mao Zedong (1893 – 1976) die massenmörderische Kulturrevolution. Foto: Michael Blume
Und wer kann, möge für das Leben beten.
Denn ich fürchte, es kommen schwere Zeiten auf uns alle zu. In einer unglaublich wirren & schwachen Rede versuchte Donald Trump heute Nacht, sein Irankrieg – Desaster zu erklären.
Es gelang ihm nicht.
Stattdessen stehen wir vor weiteren Wochen des Krieges, weiteren Zerstörungen im Iran, in Israel & den Golfstaaten, womöglich US-Bodentruppen auf der Ölinsel Kharg. Schon jetzt eskaliert die Knappheit an Benzin, Diesel & Dünger weltweit. Verträge werden nicht mehr erfüllt, Lieferketten reißen.
Der Fossilismus bricht zusammen – und reißt die Weltwirtschaft mit sich.
Immerhin begreifen jeden Tag mehr Menschen: Erneuerbare Energien sind Friedens-, Wohlstands- & Heimatenergien.
Auf Mastodon ist der Blog-Wagenheber-Effekt täglich zu beobachten. In einer Umfrage von Ende März ging eine Mehrheit der 357 Antwortenden von einem anstehenden Angriff der USA auf die iranische Ölinsel Kharg aus, 24 Prozent erwarteten zusätzlich auch einen Angriff Chinas auf Taiwan. Vier Prozent glaubten, dass nur Taiwan angegriffen werde und fünfzehn Prozent rechneten mit keinen weiteren Angriffen in diesen Regionen. Screenshot: Michael Blume
So hatte ich auch wieder am Jahresanfang in einem Interview mit Studentinnen der EH Ludwigsburg gesagt:
„Von fossilen Brennstoffen und autokratischen Regimen abhängig zu sein, ist nicht die Lösung. Deshalb spreche ich von erneuerbaren Friedensenergien. Wer etwas für Frieden tun will, kann auf der einen Seite Dialog und Bildung stärken, so wie Sie das an der Hochschule tun, aber auch Elektroauto fahren, eine Wärmepumpe einbauen, auf Fleisch und Flugreisen verzichten. Je weniger Öl und Gas wir verbrennen, umso friedlicher und besser wird unsere Zukunft. Ich bin ein Solarpunk.“
Auch diese Solarpunk-Tasse gibt mir immer wieder Hoffnung und Motivation, für erneuerbare Friedensenergien, Wohlstandsenergien, Heimatenergien einzutreten. Foto: Michael Blume
Dabei bin ich mir der Grenzen wissenschaftlicher Warnungen sehr bewusst. Seit „Öl- und Glaubenskriege“ (2015) informierte ich in unzähligen Büchern, Reden, Blogposts, Interviews, Videos, Podcasts über die Gefahren fossiler Gewaltenergien. Doch selbst nachdem sich die demokratischen Abgeordneten des baden-württembergischen Landtages am 9.11.2023 zu meiner Warnrede erhoben, folgte wenig daraus.
Nahezu täglich fragen mich Menschen, wie ich damit umgehe – oder ob ich „nur ein Feigenblatt“ für ein zerfallendes, politisches System wäre. Und die Frage ist doch berechtigt:
Warum erlahmte der Ausbau erneuerbarer Wohlstandsenergien in den 2010er Jahren auch in Deutschland?
Nach meiner auch internationalen Beobachtung & vielen Dialogen sehe ich klar zwei Hauptfaktoren für die fossile Lähmung gerade auch der Demokratien ab den 2010er-Jahren: 1. Die demografische Traditionalismusfalle und 2. die Konzern-Digitalisierung, die gemeinsam zu 3. einer weltweiten Rechtsmimesis führen.
Die Macht der Demografie verändert Politik und Wirtschaft. So schreibt Felix Lill (u.a. Autor von „Einsame Klasse. Die Zukunft gehört uns Singles“, 2017) in der heutigen Stuttgarter Zeitung, S. 8, aus Japan:
„Seit mittlerweile Jahrzehnten fällt die Geburtenrate in dem ostasiatischen Land. Die Bevölkerung schrumpft. Seit 2009, als in Japan rund 128 Millionen Menschen lebten, hat die Bevölkerung um etwa fünf Millionen abgenommen. Allein 2024 betrug der Rückgang 900 000 Personen.
Das macht die Regierung und die Wirtschaft nervös. Denn wenn die Bevölkerung abnimmt, wird auch weiteres Wirtschaftswachstum schwieriger. In einem Land, in dem die Zahl der Produzenten und Konsumenten sinkt, werden nämlich tendenziell nicht nur weniger Güter und Dienstleistungen nachgefragt. Bei dieser Aussicht zögern oft auch Unternehmen, zu investieren. Dies ist ein wichtiger Grund, warum Japans Volkswirtschaft seit rund drei Jahrzehnten unterm Strich nicht gewachsen ist.“
Und wo Bevölkerungen schnell unterjüngen, verschiebt sich das politische und mediale Gewicht von Investitionen zum Konsum. Auch die High-Tech-Nation Japan kehrte daher wenige Jahre nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011 binnen weniger Jahre wieder zur Atomkraft zurück, statt erneuerbare Heimatenergien konsequent auszubauen. Das noch schneller demografisch schrumpfende Südkorea stürzte nicht zuletzt über Frauenfeindlichkeit sogar in eine veritable „Make Korea Great Again“-Verfassungskrise!
Ebenso wie bereits fast ganz Asien und die Amerikas ist auch Europa längst in die demografische Nachfrage- und Investitionskrise und damit auch in die Deindustrialisierung geschlittert. Autos kaufen keine Autos. Doch statt sich auf post-fossile Technologien einzulassen, lobbyieren die alten Konzerne und Konzernmedien für die Reaktanz, die Abwehr alles Neuen.
So hat sich ganz aktuell der Rheinmetall-Chef Armin Papperger gegenüber den innovativen Drohnenfabriken der Ukraine durch Altherren-Arroganz blamiert – und damit auch die Haltungs-, Entwicklungs- und Lieferschwächen des deutschen Altkonzerns international aufgezeigt.
Angesichts einer rapide alternden und schrumpfenden Bevölkerung, fehlender Binnen-Nachfrage und zerfallender Immobilienkonzerne setzt auch China zunehmend verzweifelt auf Robotik, auf staatliche Aufrüstung und Exportsubventionen. Screenshot zur chinesischen Neujahrsgala 2026: Michael Blume
Religionsdemografisch bemerkenswert ist dabei, dass es derzeit nur noch eine einzige Demokratie mit einer Geburtenrate über zwei Kindern pro Frau gibt – die Republik Israel!
Monotheistisch-pronatale Religionsgemeinschaften wie die jüdischen Haredim oder die christlichen Old Order Amish weisen auch im 21. Jahrhundert extrem hohe Geburtenraten auf. Hier religionsdemografische Daten aus Israel, 2017. Screenshot: Michael Blume
Dazu gehören die familienorientierten Traditionen des jüdischen Pessach-Festes:
„Ma nischtana halaila hase … „Warum ist dieser Abend anders als alle anderen?“ fragen unsere Kinder uns beim Pessach-Seder. Und wir antworten: Weil wir Sklaven des Pharao in Ägypten waren und G-tt uns befreit hat. […]
Darum ist Pessach, das Fest der Freiheit, so sehr das Fest des Kindes. Denn das Kind ist es, das in uns die Gewissheit weckt, dass auch wir Kinder G-ttes und damit frei geboren und auf ewig frei sind. Es ist das Kind, das uns die Augen öffnet für die höchste Bedeutung von Pessach: dass G-tt uns, indem er uns aus Ägypten geführt und zu seinem auserwählten Volk gemacht hat, für alle Zeit von aller Sklaverei und Unterwerfung befreit hat.
Das Kind ist der wichtigste Teilnehmer am Pessach-Seder.“
Das christliche Osterfest (lateinisch „Pascha“) entstand aus dem jüdischen Pessach-Fest. Screenshot bei #beziehungsweise, mfG: Michael Blume
Im Hinblick auf die Bedeutung von Demografie und Wirtschaft sehr interessant ist dabei, dass schon die Thora / Bibel vom Kinderreichtum der Israeliten, der Angst der Herrscher – und dem Zwang zur Über-Arbeit berichten! So heißt es im 2. Buch Mose (hebr. Schemosch = Namen, christl. Exodus = Auszug), Verse 1, 7 – 14:
„Die Israeliten aber waren fruchtbar, und es wimmelte von ihnen, und sie mehrten sich und wurden überaus stark, sodass von ihnen das Land voll ward.
Da kam ein neuer König auf in Ägypten, der wusste nichts von Josef und sprach zu seinem Volk: Siehe, das Volk der Israeliten ist mehr und stärker als wir.
Wohlan, wir wollen sie mit List niederhalten, dass sie nicht noch mehr werden. Denn wenn ein Krieg ausbräche, könnten sie sich auch zu unsern Feinden schlagen und gegen uns kämpfen und aus dem Land hinaufziehen.
Und man setzte Fronvögte über sie, die sie mit schweren Diensten bedrücken sollten. Und sie bauten dem Pharao die Städte Pitom und Ramses als Vorratsstädte.
Aber je mehr sie das Volk bedrückten, desto stärker mehrte es sich und breitete sich aus. Und es kam sie ein Grauen an vor den Israeliten.
Da zwangen die Ägypter die Israeliten mit Gewalt zum Dienst und machten ihnen ihr Leben sauer mit schwerer Arbeit in Ton und Ziegeln und mit mancherlei Frondienst auf dem Felde, mit all ihrer Arbeit, die sie ihnen mit Gewalt auferlegten.“
Aus meiner religionsdemografischen Sicht hat die fossile Industrialisierung ab dem 19. Jahrhundert die bis dahin vorherrschenden Oikos-Familien zerspalten und Kinder zu einem „Privatvergnügen“ herabgewürdigt, für die vor allem Mütter unbezahlte Care-Arbeit zu leisten haben. Deswegen halte ich etwa Vorwürfe der „Lifestyle-Teilzeit“ für den völlig falschen Weg, wenn Deutschland nicht wie Japan immer tiefer in die demografische Traditionalismusfalle schlittern will.
Pessach und Ostern sind Frühlingsfeste, die das Wiederaufblühen des Lebens, das Dennoch ehren und feiern. Foto: Michael Blume
Für mich als Wissenschaftler, als Christ (in der Nachfolge des Rabbiners Jehoschua, Jesus, Isa) und Demokrat ist also völlig klar, dass ich die säkulare Geburtenimplosion, die digital beschleunigte Rechtsmimesis gegen Familien und Migranten, die Deindustrialisierung und die fossil finanzierten Kriege nicht wirklich aufhalten kann. Auch schon Isaac Asimov (1920 – 1992) bot in seiner „Foundation-Trilogie“ keinen einfachen Ausweg der Rettung des interstellaren Imperiums, wohl aber des sinnvollen Über-Lebens für ein besseres Morgen. Und der jüdisch-säkulare Humanist und Rekord-Autor kannte die Bibel!
Der große Autor Isaac Asimov (1920 – 1992) schrieb neben weltberühmter Science-Fiction auch bis heute fesselnde Bücher über die jüdischen und christlichen Bibeln. Foto: Michael Blume
Deswegen verwundert es mich auch nicht, seit Jahren für meinen Einsatz gegen Hass und Krieg, gegen Antisemitismus und Verschwörungsmythen, für Dialog, Demokratie und erneuerbare Friedensenergien auch selbst täglich angefeindet zu werden. Was Judentum und Christentum mit allen anderen Weltreligionen wie Islam, Buddhismus, Ezidentum usw. gemeinsam haben, ist ja auch dies: Sie versprechen kein Paradies auf Erden, sondern rufen zur Haltung der Hoffnung – zum Dennoch – auf.
Aufgrund meiner Rede gegen jeden Antisemitismus im Landtag von Baden-Württemberg am 9. November 2023 wurde ich im Internet u.a. mit einem gelben Judenstern auf der Brust markiert. Screenshot von Mastodon: Michael Blume
Meine Prognose für das 21. Jahrhundert ist, dass zahlreiche Gebiete der Welt durch die demografische Traditionalismusfalle und die Klima- als Wasserkrise, digital befeuerte Rechtsmimesis und fossile Gewalt entvölkert werden. Einige Solarpunk-Arche-Regionen werden jedoch auf Basis erneuerbarer Friedensenergien, föderaler Energiedemokratie und gesellschaftlicher Vielfalt nicht nur bewohnbar, sondern auch dynamisch und lebensförderlich bleiben.
Und klar hoffe ich – und will meine Beiträge dazu tun -, dass Baden-Württemberg zu jenen Ländern gehören wird, die auch das 21. Jahrhundert im Guten überleben.









Sterben, um zu leben… Weil’s zu Ostern passt:
Es leben heute vielleicht mehr Neandertaler auf der Welt als in der Steinzeit, und ganz gewiss haben sich die Blutlinien auf mehr Kontinenten verbreitet. Es ist nicht das erste Mal, dass Europäer ihre Population gezielt ausdünnen, um Migrationswellen zu provozieren – einfach gesagt, wir machen uns zu leichter Beute, um uns schnell und einfach erobern zu lassen und spekulieren dann darauf, dass unsere DNA und Bruchstücke unserer Kultur in der neuen Population überleben.
Wenn ich weiß, dass ein Krieg bevorsteht, mache ich keine Babys. Wenn. Woher sollten wir das wissen, wenn wir es nicht unbewusst selbst planen würden? Vermutlich ist es einfach so, dass Babymangel zu Kriegen führt, da keiner mehr was zu verlieren hat, aber auch wenn wir die Kids aus Bequemlichkeit ausgerottet haben – die Selbstorganisation verpasst jeder Handlung rückwirkend eine Absicht, denn aus jeder Handlung ergibt sich eine Überlebensstrategie, so dämlich die auch sein mag.
[Wegen Überlänge und unangemessener Sprache gekürzt, M.B.]
Danke für diesen interessanten Halbsatz, @Paul S. – „Vermutlich ist es einfach so, dass Babymangel zu Kriegen führt, da keiner mehr was zu verlieren hat“…
Tatsächlich hatte ich lange gehofft, für die Youth Bulge-Jugendberg-These gelte auch das Gegenteil: Wenn hohe Geburtenrate und „überzählige, junge Männer“ zu mehr Gewalt führen würden, so also niedrige Geburtenraten zu Friedlichkeit…
Doch inzwischen sehe ich immer mehr fossile Altherren-Regime, die junge Menschen wie der Star Wars-Imperator in Sturmtruppen-Uniformen zwingen und damit politisch ausschalten:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-21-star-wars-day-identitaeten-fossile-sturmtruppen-theorie/
Hier auch ein Überblick über den Debattenstand mit Felo.ai:
**Hohe Geburtenraten und Jugendgewalt**
Forschungsergebnisse zeigen tatsächlich Korrelationen zwischen hohen Geburtenraten bei Jugendlichen und erhöhten Gewaltraten. Eine internationale Studie fand eine starke Korrelation (r=0,95) zwischen Geburtenraten bei Jugendlichen und allgemeinen Mordraten[1]. Diese Zusammenhänge werden jedoch nicht primär durch die Geburtenrate selbst verursacht, sondern durch zugrundeliegende sozioökonomische Faktoren.
Die Forschung deutet darauf hin, dass sowohl Gewalt als auch frühe Schwangerschaften geschlechtsspezifische Reaktionen auf niedrigen sozialen Status und relative Armut darstellen können[1]. Kinder von Teenager-Müttern haben ein erhöhtes Risiko für schwierige Kindheitserfahrungen und zeigen später häufiger kriminelles Verhalten[2][4]. Studien aus den USA zeigen, dass etwa 30% des relativen Rückgangs bei Gewaltdelikten durch Veränderungen in den Geburtenmustern bei Teenagern erklärt werden können[2].
Wichtig ist jedoch: Die Verbindung läuft über Einkommensungleichheit, Bildungsmangel und soziale Benachteiligung – nicht über die bloße Anzahl junger Menschen[1]. Erfolgreiche Präventionsprogramme konzentrieren sich daher auf persönliche Entwicklung und den Abbau psychosozialer Folgen niedrigen sozialen Status[1].
**Niedrige Geburtenraten und gesellschaftliche Stagnation**
Zu niedrigen Geburtenraten und dem Begriff „Altherren-Fossilismus“ liegen in den bereitgestellten Quellen keine direkten wissenschaftlichen Untersuchungen vor. Allerdings wird in aktuellen Debatten diskutiert, dass schrumpfende Bevölkerungen und Überalterung Herausforderungen für Wohlstand und gesellschaftliche Dynamik darstellen können[8].
Eine Geburtenrate von etwa 1,8 wird als ausgewogener Kompromiss betrachtet, der eine zu starke Überalterung verhindert und einen besseren Generationenausgleich ermöglicht[7]. Extrem niedrige Geburtenraten können theoretisch zu einer Dominanz älterer Bevölkerungsgruppen in Entscheidungsprozessen führen, was Innovation und gesellschaftlichen Wandel verlangsamen könnte.
**Fazit**
Beide demografischen Extreme – sehr hohe wie sehr niedrige Geburtenraten – können gesellschaftliche Herausforderungen mit sich bringen. Die Forschung zeigt jedoch, dass nicht die Geburtenrate selbst, sondern die damit verbundenen sozioökonomischen Bedingungen, Bildungschancen und gesellschaftlichen Strukturen entscheidend für Phänomene wie Jugendgewalt oder gesellschaftliche Stagnation sind[1][4].
[1] https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC1449337/
[2] https://ideas.repec.org/p/nbr/nberwo/9632.html
[3] https://www.journals.uchicago.edu/doi/abs/10.1086/501090
[4] https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3671761/
[5] https://opa.hhs.gov/adolescent-health/adolescent-sexual-and-reproductive-health/data-and-statistics-on-adolescent-sexual-and-reproductive-health
[6] https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0190740913003484
[7] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/fuer-kinder-braucht-es-zuversicht-frieden-zu-solarpunk-und-demografie/
[8] https://www.diepresse.com/20227049/die-demografische-bombe-wie-bildung-technologie-und-reformen-den
[9] https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/adolescent-pregnancy
[10] https://www-nature-com.stanford.idm.oclc.org/articles/d41586-022-01798-6
[11] https://med.stanford.edu/news/all-news/2018/10/older-fathers-associated-with-increased-birth-risks.html
[12] https://www.reddit.com/r/AskAnthropology/comments/8tfnxf/prehistoric_birth_rates/
[13] https://link-springer-com.uaccess.univie.ac.at/article/10.1007/s10670-023-00783-3
[14] https://doi.org/10.7910/DVN/MOC96L
[15] https://utswmed.org/medblog/older-fathers-fertility/
[16] https://www.jahonline.org/article/S1054-139X(99)00065-8/fulltext
[17] https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S000293781630864X
[18] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-die-fossile-industrialisierung-familien-spaltete-und-homeoffice-heute-zu-mehr-kindern-fuehrt/
[19] https://fortune.com/2025/05/02/how-many-babies-needed-avoid-human-extinction/
[20] https://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschaftswachstum-klimaschutz-sind-miteinander-vereinbar-was-hingegen-nicht-zusammengeht-ist-umweltschutz-und-hohes-bevoelkerungswachstum-ld.1751840
[21] https://kinderschutzbund.de/dunkelfeldstudie-fast-13-prozent-erlebten-sexualisierte-gewalt-im-kinder-und-jugendalter/
[22] https://sites.pitt.edu/~super1/lecture/lec10511/002.htm
[23] https://attheu.utah.edu/facultystaff/fewer-males-born-during-periods-of-stress/
[24] https://www.researchgate.net/post/Declining_fertility_in_the_World-can_the_cause_be_lack_of_fertile_men_who_died_in_WW2
[25] https://nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/2020/06/fossile-rohstoffe-eingesickert-in-die-gesellschaft/
[26] https://www.tagesspiegel.de/wissen/die-erblast-des-fossilen-zeitalters-kunftige-generationen-mussen-mit-enormen-klimakosten-leben-11997140.html
[27] https://www.focus.de/earth/experten/es-ergibt-wirtschaftlich-keinen-sinn-an-fossilen-energien-festzuhalten_e264a073-79d1-4b4d-98d8-3e198e7e80bd.html
[28] https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3253726/
[29] https://undark.org/2025/12/03/male-infertility-birth-rate/
[30] https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4818633/
[31] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/peak-child-zeitenumbruch-auch-durch-die-saekulare-geburtenimplosion/
[32] https://www.rki.de/DE/Themen/Nichtuebertragbare-Krankheiten/Studien-und-Surveillance/Studien/Adipositas-Monitoring/Psychosoziales/HTML_Themenblatt_Belastende_Lebensereignisse.html
[33] https://www.unicef.de/152530/data/d0a64fac2581b52f641991f95d782d64
[34] https://die-moewe.at/gewaltstudie-2025/
Sehr geehrter Dr. Blume, uns bewegt Ihre Arbeit zu Friedensenergien seit Ihrer Rede im Landtag sehr. Zu Ostern haben wir in einem Friedenskreis darüber diskutiert & ich soll Sie fragen, ob es dafür und für Fossilismus-Energien klare Definitionen gibt.
Vielen Dank für Ihre Mühen! K.G.
Herzlichen Dank für Ihre tiefe und kluge Friedenskreis-Frage, @K.G. 🙏🖖✅
Gerne habe ich die je sieben Kriterien je für erneuerbare Friedensenergien und für fossile Gewaltenergien auf Mastodon mikro-gebloggt und stelle sie auch hier ein:
Erneuerbare Friedensenergien wie Solar- und Windenergie sind durch sieben Vorteile definiert:
• Erneuerbar.
• Dezentral (Lokal produziert)
• Sparsam (Wertschöpfung vor Ort).
• Verfügbar.
• Nachhaltig.
• Mitweltschonend.
• Demokratisch bzw. demokratie-stärkend
Dagegen gehen fossile Gewaltenergien wie Kohle, Erdöl, Erdgas & Atomkraft mit sieben Nachteilen einher:
• Werden verbraucht.
• Zentralistisch (Konzern-produziert).
• Teuer (Mittel fließen ab.)
• Von Kartellen abhängig.
• Verbrauchsgüter.
• Mitweltbelastend.
• Autoritäre Rentiers-Regime fördernd.
Aus all diesen Gründen lassen sich #Erneuerbare auch als Freiheits-, Wohlstands- und Heimatenergien bezeichnen.
#Solarstrom #Windstrom #Batteriespeicher #Friedensenergien #Wohlstandsenergien #Freiheitsenergien #Heimatenergien #Solarpunk #Mitwelt #Energiedemokratie #Fossilismus #Gewaltenergien #Rentierstaat #Politikwissenschaft #Wirtschaft #Deutschland #Russland #USA #Iran #Israel #Australien
https://digitalcourage.social/@BlumeEvolution/116354129679590781
Ich hoffe, das hilft Ihnen und Ihrem Kreis weiter & wünsche allen gesegnete, friedvolle & Frohe Ostern! 🙏🖖🌱
Meine spontane Reaktion zu diesem Satz: „Da hat der Michael aber Indien vergessen, die bevölkerungsreichste Demokratie der Welt!“
… aber, tatsächlich, kurze Online-Recherche: es stimmt, auch Indiens Geburtenrate liegt mittlerweile offenbar unter der Erhaltungsschwelle. Obwohl ich Nachrichten zur Demographie interessiert verfolge, hat mich das jetzt schon sehr überrascht. Die Vorurteile und Stereotypen sitzen halt oft tief, auch bei mir… (;
Vielen Dank auch für Deine dialogische Ehrlichkeit, lieber @Hans – ja, Indien als inzwischen zahlenmäßig größte Demokratie der Erde mit einer Vielzahl von Religionen habe ich religionsdemografisch selbstverständlich immer wieder im Blick! 🙂
Tatsächlich wurden die schnellen Zerspaltungen der Oikos-Familienhöfe hin zu städtischen Kleinfamilien 2018 sogar in einer populären Werbung von Ariel thematisiert:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/wie-ariel-mit-sharetheload-geschlechterrollen-in-indien-aufbrach/
Falls Dich Religionsdemografie vertieft interessieren sollte: Über die jüdischen Haredim und die christlichen Old Order Amish hatte ich recht erfolgreiche sciebooks geschrieben, die hier auch kostenfrei als pdf abgerufen werden können.
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/juedische-charedim-christliche-amish-zwei-sciebooks-kostenfrei-als-pdf/
Vielen Dank für Dein dialogisches Interesse und Deine starken Kommentare & Posts, lieber @Hans! Ich wünsche Dir von Herzen schöne Feiertage! 🙏🙌
Danke für das Dennoch. Ich lebe im 2. Leben nach diesem Motto nach Erkenntnis des Schadens, den ich von den schwer traumatisierten Kriegskindern (meinen Eltern) teilweise zwangsläufig übernehmen musste:
Machen was geht.
Genießen was geht.
So gerade den Gesang des Amselhahns vor dem Fenster
Und so nahm ich vorgestern meinen Prototyp der nicht hackbaren Stromversorgung auf Solarbasis nach Defekt eines der 2 Wechselrichter und nach 5 Monaten Überarbeitung wiederum beim Kunden in Betrieb.
Die Anlage läuft seit April 2018 und hat schon 27.000 kWh geliefert.
Ich kann verstehen, dass Sie in Ihrem Bemühen in der CDU immer mal wieder verzweifeln. Auch ich liege immer mal wieder wie der Prophet Elias unter dem Busch.
Nun wird aus einem der fahrbaren Lautsprechertürme, die ich für die FFF-Demos in Chemnitz bauen ließ, eben der Träger einer Solaranlage für die Bewässerung auf unserem Bauernhof der solidarischen Landwirtschaft.
Statt der FFF-Demos gab es jetzt eine Großdemo in Chemnitz gegen die Windenergie. Sicher kamen da viele fundamentalistische Christen aus dem Erzgebirge nach Chemnitz.
Zur Zeit ist das ganz einfach: „Ich bin für die Umwelt, denn ich bin gegen die Windkraft.“
So von mir im persönlichen Gespräch mehrfach gehört.
Die Islam-Ablehner sind die größten Förderer der Macht von Saudi-Arabien und Iran durch Rumfahren mit SUV und großen Geländewagen im Erzgebirge. Oh Herr, lass Hirn regnen!
Ich habe mal Geige gespielt zu einem 175. Jubiläum eines christlichen Männerchores in Schwarzenberg. Mit einem Mitglied des Chores unterhielt ich mich. Er war mit so einem Pickup vorgefahren. Ich habe ihn etwas verwirrt mit der Ansage, dass er doch da zur Ehre Gottes ganz schön viel Diesel verbrennen würde.
Wie gesagt: immer wieder könnte ich mich einfach am liebsten wie der Prophet Elias unterm Busch verkriechen.
Statt dessen krieche ich weiter in die Richtung, die u.a. Herrmann Scheer gewiesen hatte.
Ganz herzlichen Dank, @Eckehard Erben 🙏
Ihr unermüdliches Engagement für die Mitwelt, für Frieden & Demokratie in Sachsen ist mir eine große Inspiration! Und ich freue mich auch daher, von Ihnen lesen zu dürfen!
Und, ja, in diesen Tagen wird es doch deutlich: Der weitgehende Verlust des demokratisch-ökologischen Flügels in CDU, CSU und SPD in den 2010er Jahren war falsch und richtet auch enorme militärische, volkswirtschaftliche und soziale Schäden an. Längst diskutieren wir ja nicht mehr nur über die Preise von Öl, Gas und Dünger – sondern auch schon über ihre Verfügbarkeit!
Dass ich genau davor, vor den „Öl- und Glaubenskriegen“ des Fossilismus seit über zehn Jahren warne, auf allen möglichen Kanälen für erneuerbare Friedens-, Heimat- und Wohlstandsenergien plädiere – das geht mir schon nahe, klar. Doch mache ich mir bewusst, dass es ja Kolleginnen und Kollegen aus der Klimaforschung nicht anders, oft schon viel länger so geht. Also schaue ich dankbar auf jede Seele, die erreicht wurde – und mache wie Sie auch einfach weiter!
Übrigens war es Ihr guter Hinweis auf den legendären MdB Hermann Scheer (SPD), der mich zu diesem Blogpost mit-inspirierte:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-waermepumpe-memes-und-lob-dem-spd-oekosozialen-hermann-scheer-1944-2010/
Sie bewegen also nachweisbar auch, @Eckehard Erben – zum Beispiel mich! 😌🙏🌱
Gesegnete & dann ab Sonntag auch frohe Ostern! 🙌
Herzlichen Dank für Ihre guten Wünsche! Da muss ich an eine Veranstaltung des parlamentarischen Clubs der sächsischen CDU „Johann Amos Comenius“ im Jahre 2011 denken. Es ging um Energie. Vortragender war Prof. Ferdi Schüth, damals Chef des traditionsreichen Instituts für Kohlenforschung Mülheim. Ich war da wie so eine Art U-Boot. Ein CDU-Stadtrat hatte mich da eingeführt, weil ich ja da schon langjährige Erfahrung (seit 2000) mit der elektrischen Fahrt hatte. Vergessen wir nicht: Frau Merkel hatte damals ausgegeben:“Elektromobilität kommt, wir sollten Leitmarkt werden“.
Es war kurz vor dem Fukushima-Desaster. In der Fragerunde nach seinem Vortrag wurde Prof. Schüth gefragt, was er von der „Laufzeitverlängerung“ halte. Er sagte: „Na ja, das was man nunmal hat, solle man schon länger nutzen.“ Sprang ein CDU-Mann auf und sagte: „Nein, sofort alles abschalten. Ich bin von der Gruppe der CDU-Leute gegen die Atomkraft!“ Das gab es eben auch………
Vielen Dank & ja, @Eckehard Erben – auch ich erlebte als Orts- und Kreisvorsitzender der Jungen Union die CDU der 1990er Jahre als stark christlich-ökologisch. Uns Jüngeren nahm niemand übel, dass wir für die soziale UND ökologische Marktwirtschaft eintraten, sondern erwartete es fast: „Es geht ja um Eure Zukunft und Ihr wollt ja auch mal Kinder!“
Die Physikerin Angela Merkel, CDU unterstützte ich auch deswegen immer, weil ich sie als Umweltministerin stark gefunden habe – und auch der bayerische Umweltminister Markus Söder, CSU forderte nach Fukushima den Ausstieg aus der Atomkraft – sofort.
Und wenn wir noch einen Schritt zurücktreten, dann sehen wir, dass die deutsche Christdemokratie ursprünglich eine stark soziale, manchmal fast „linke“ Ausrichtung hatte – denken wir etwa den heldenhaft gegen Rechtsdualismus einstehende, aus Freiburg stammende Reichskanzler Joseph Wirth, Zentrum (1879 – 1956). Noch Adenauer rückte die CDU mit dem sog. „rheinischen Kapitalismus“ gemeinsam mit Ludwig Erhard in die politische Mitte einer „sozialen Marktwirtschaft“. Und erst Friedrich Merz brach mit der ehrwürdigen Tradition mindestens einer starken CDA-Arbeitnehmerschaft-Stimme in jedem unionsgeführten Kabinett.
Wenn ich also derzeit noch immer eine Bundes-CDU erleben muss, die rechtslibertäre, fossile, zuwanderungs- und investitionsfeindliche sowie zentralistische Preußen-Politik macht, trifft und betrübt mich das sehr. Darüber sprach ich ja auch bereits früh mit Prof. Inan Ince und der CDA-Bundesvorständin Monica Wüllner, CDU:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-37-monica-wuellner-von-cda-cdu-und-die-konkordanzregierung/
Das arrogante Rheinmetall-Konzerndesaster passt da leider sehr gut ins Bild einer sozialen und digital verstärkten Rechtsmimesis. Diese Chefetagen reicher & fossiler Altherren sind allzu weit von der Lebenswelt und Zukunft der meisten Menschen entfernt, meine ich.
Es ist aus meiner Sicht auch gar kein Zufall, dass jene CDU-Landesverbände, Ministerpräsidenten und auch Stadtverbände am erfolgreichsten sind, die sich weiterhin am C der Menschenwürde und also einer inhaltlich bestimmten, breiten Volkspartei orientieren. Wer aus der Union nur eine weitere FDP machen möchte, folgt deren Niedergang. Eine lebendige Christdemokratie kann doch keine elitäre und fossilistische Engführung sein!
Wie aber konnte es soweit kommen? Wie gebloggt sehe ich hier den weltweiten Doppeltrend aus säkularer Geburtenimplosion und Digitalisierung. Auch in Europa sinkt die Zahl der Menschen, denen Kirchen, Verbände, Zivilgesellschaft und Familien noch wirklich etwas bedeuten. Wer auf Parteitagen glänzen will, spricht kaum mehr vom christlichen Menschenbild und der Bewahrung der Schöpfung – sondern höhnt über Linke, Städter, junge Menschen. So säkularisiert das Christdemokratische zum Konservativen, Fossilen, Reaktanten, Reaktionären, vom Weimarer Zentrum zur DNVP. Und dann ginge meine Partei damit auch unter.
Ich habe mich nach dem Wortbruch von Merz im Bundestag gegenüber der AfD dafür entschieden, um die „eigentliche“ Christdemokratie zu kämpfen. Und hoffe, dass sich auch die Sozialdemokratie wieder auf ihre sozialen Wurzeln und damit auch ökologischen Stärken besinnt.
Noch besteht die Chance, dass diese großen, demokratischen Parteifamilien den Zusammenbruch des Fossilismus sowie der Massenmedien überstehen. Aber dafür bräuchte es wieder mehr christlich-soziale Substanz und Haltung auch gegenüber fossiler Abzocke und Konzern-Lobbyismus auch in der Bundesregierung.
Sie schreiben vom „Dennoch“, von schweren Zeiten, die vor uns liegen und „wer kann, möge für das Leben beten“.
Sie verwenden das Wort „Überleben“.
Ihre Formulierungen wecken Ängste. Ja, es hilft nicht, den Kopf in den Sand zu stecken. Mit dem, was kommen könnte, sollten wir uns beschäftigen. Ostern bietet die Gelegenheit, dies im Familienkreis zu tun..
Ändern kann ich nichts.
Die Lage muss jeder für sich bewerten. Nichts ist mehr sicher. Ich habe beim Lesen Ihres Textes große Ruhe empfunden. Gerade an Ostern darf ich eine andere Hoffnung haben, die aus dem Glauben entsteht. Auf Gutes in dieser Welt zu hoffen, muss ich nicht (und tue es auch nicht).
Musik ist mir ein Trost. Wie unglaublich passt die Matthäus-Passion in diese Tage. Lieder, schon lange nicht mehr gehört, fallen mir plötzlich wieder ein.
„So nimm denn meine Hände und führe mich,
Bis ich den Lauf vollende und ewiglich.“
Ich wünsche allen ein paar friedliche Tage für Ostern, Pessach oder einfach so.
Vielen herzlichen Dank, @Marie H. – und, ja, Sie haben meinen Text genau gelesen und erspürt! Denn die von Ihnen bemerkten Worte hatte ich mit Bedacht gewählt, gerade auch im Hinblick auf Warnungen der Vereinten Nationen:
Tatsächlich trifft der Krieg im Nahen Osten die Vereinten Nationen zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Seit nicht nur die USA, sondern auch andere Geberländer die Mittel für die UN und auch humanitäre Hilfe insgesamt gekürzt haben, leeren sich in vielen Ländern – gerade in Afrika – die Warenlager der Hilfsorganisationen dramatisch. Es gibt nichts mehr zu verteilen – Hilfsbedürftige müssen priorisiert werden.
Nun, da der Iran-Krieg noch hinzukommt, fürchten die UN-Experten, dass die Zahl der von akutem Hunger bedrohten Menschen noch einmal um 45 Millionen auf insgesamt 363 Millionen Menschen weltweit ansteigt. Die Berechnungen gehen von einem Kriegsende im Juni aus, das aber ist nicht in Sicht.
https://www.zdfheute.de/politik/ausland/iran-krieg-hunger-afrika-un-welternaehrungsprogramm-100.html
Immerhin konnte ich zu unserem Dialog über die innerdeutsche Energiepolitik Hoffnungsfrohes vermelden:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/solarpunk-waermepumpe-memes-und-lob-dem-spd-oekosozialen-hermann-scheer-1944-2010/
Bayern und auch Teile der SPD und Freien Wähler beginnen sich gegen den zentralistischen und „preußischen Gas-Lobbyismus“ von Ministerin Reiche zu wehren:
Im Falle einer Umsetzung werde es in weiten Teilen des Freistaats keine neuen Investitionen in Wind- und Solarparks mehr geben, sagte der Fraktionschef der CSU im bayerischen Landtag, Holetschek, der Deutschen Presse-Agentur. Damit werde die Politik der vergangenen Jahre konterkariert. Kritik an der CDU-Politikerin kam auch von Landeswirtschaftsminister Aiwanger von den Freien Wählern und von der SPD.
https://www.deutschlandfunk.de/kritik-an-bundesministerin-reiche-wegen-plaenen-zu-wind-und-solarenergie-100.html
So liegt mir daran, einerseits die Dramatik der Weltlage nicht zu beschönigen – aber auch, die hoffnungsvollen Anzeichen auf eine Solarpunk-Zukunft nicht zu übersehen.
Und die Oster-Hoffnung verbindet uns zudem auch noch.
Frohe Ostern & vielen Dank für unsere Dialoge! 🙏🙌
Vielen Dank.
Sehr interessant finde ich die Infos aus Bayern. Das hätte ich nicht gedacht.
Karfreitag ist ein Tag der Ruhe.
Trotzdem war mir heute sehr nach der passenden Musik. Stabat Mater. Es hat mich noch nie so tief berührt wie heute. Alessandro Scarlatti, Franz Schubert, Gioachino Rossini.
Hoffnung fällt schwer, loszulassen scheint leichter.
„Erbarme dich“ aus der „Matthäuspassion“ von Johann Sebastian Bach liegt in vielen Aufnahmen vor. Ob die Versionen von Sigrid Onégin, Christa Ludwig oder Kathleen Ferrier die Zeit überdauern werden? Nichts besteht ewig, was Menschen geschaffen haben.
Eines meiner Kinder verbringt Ostern gemeinsam mit mir. Dafür bin ich dankbar. Es könnte das letzte Mal sein.
Vielleicht werden sich künftige Historiker fragen, wann, wo und wie wir falsch abgebogen sind. Die Antwort weiß ich nicht, sicher ist nur, dass auch ich daran meinen Teil an Verantwortung habe.
Machen wir das Beste aus Ostern oder Pessach 2026!
Der Dank ist ganz meinerseits, @Marie H. 🙏
Es freut mich, dass Sie über Ostern von einem Ihrer Kinder besucht und unterstützt werden, dass Sie in der österlichen Hoffnung leben und sich geistig klar hier auf dem Blog einbringen.
Wenn Sie mir die Einschätzung erlauben: Mir scheint, Sie haben große Verantwortung übernommen und ausgefüllt. Und das Entscheidende können wir uns ohnehin nicht verdienen.
Danke auch für die Rückmeldung zu den neuen, auch überparteilichen Äußerungen zur Energiepolitik aus Bayern. Wenn auch vielleicht noch nicht ökologische und soziale Vernunft wieder wirkmächtig wird, so doch volkswirtschaftliche und föderale. Der fossile, zentralistische Gas-Lobbyismus aus der Berliner Blase trifft auf zunehmenden Widerstand.
Währenddessen geht der Niedergang des petromaskulinen Fossilismus vor aller Augen im Irankrieg-Desaster weiter. Viele glauben, dass die Entlassung führender US-Generäle durch den sog. „Kriegsminister“ Hegseth mit Widerständen gegen die Kriegsführung und konkret gegen einen Bodenangriff auf die Ölinsel Kharg zusammenhängt.
Doch die militärisch schlechten Nachrichten häufen sich:
„Nach dem Absturz eines US-Kampfjets vom Typ F-15 verliert Washingtons Militär auch ein A-10-Erdkampfflugzeug. Der Pilot der A-10 kann gerettet werden, während ein Crew-Mitglied der F-15 noch vermisst wird.
Der Iran hat nach eigenen Angaben einen weiteren US-Kampfjet abgeschossen. Das iranische Staatsfernsehen berichtete unter Berufung auf die Streitkräfte der Islamischen Republik, ein Kampfjet vom Typ A-10 Thunderbolt II sei von der iranischen Luftabwehr getroffen worden. Die Maschine sei in den Persischen Golf gestürzt.“
https://www.n-tv.de/politik/US-Erdkampfflugzeug-stuerzt-nahe-der-Strasse-von-Hormus-ab-id30681209.html
Und obwohl kein vernünftiger Mensch mehr bestreiten kann, dass es sich hier nicht mehr um eine „militärische Spezialoperation“, sondern um einen fossilen Krieg handelt, fehlt die vorgeschriebene Zustimmung der beiden US-Parlamentskammern, des Kongresses.
Das fossile Zeitalter verabschiedet sich mit dem Zerfall der US-Demokratie unter einem wütenden Fossilisten & Thymokraten…
Angesichts dieses Desasters ist mir noch etwas sehr wichtig.
Wir müssen im Laufe dieses Jahres mit Lieferschwierigkeiten nicht nur bei fossilen Treib- und Brennstoffen rechnen, sondern auch bei Lebensmitteln und bei Medikamenten.
Während der Covid19 Pandemie wurde gelegentlich über „Triage“ geredet.
Was passiert, wenn die Lieferketten bei Medikamenten, Hilfsmitteln usw. nicht mehr funktionieren, wir also damit rechnen müssen, dass den Kranken notwendige Medikamente nicht mehr in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen?
Ein sensibles Thema, aber ich meine, dass man sich in den Gesundheitsministerien in Bund und Ländern damit beschäftigen sollte.
Neben dauerhaften Beeinträchtigungen der Gesundheit, dem schnelleren Fortschreiten von Erkrankungen wie MS, Krebs etc., einer kürzeren Lebenserwartung uvm, sind die psychischen Folgen für die betroffenen Personen und ihre Angehörigen ein nicht zu unterschätzender Faktor. Dies kann – wenn auch nicht sofort – auch bei den Pflegenden zu gesundheitlichen Problemen führen.
Es gibt wie immer verschiedene Szenarien. Es braucht eine ehrliche und schonungslose Auseinandersetzung mit der Materie.
Danke, @Marie H. – und Zustimmung, über die Mangellage bei Dünger und also absehbar auch Lebensmitteln hatte ich ja auch bereits gebloggt. Auch Medikamente sollten wir – zumal als schnell alternde Gesellschaft mit entsprechend erhöhtem Bedarf – im Blick behalten!
Gestern postete ich zu einer journalistischen Anspielung auf Jean-Jacques Rousseau:
Gerade im Feuilleton der aktuellen ZEIT (S. 37) gelesen:
„Der Mensch ist frei geboren, und überall liegt er in Lieferketten.“ – Bernd Ulrich
Genial.
https://digitalcourage.social/@BlumeEvolution/116336917277794026
Immerhin regen sich zunehmend auch überparteilich die föderalen Stimmen – was ja die These von der Solarpunk-Regionalisierung stützt:
Und post-fossile #Energiepolitik für erneuerbare Friedens-, Heimat- und Wohlstandsenergien wird endlich auch überparteilich als föderales (!) Kernthema verstanden!
„Die Pläne von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zur Zukunft der erneuerbaren Energien stoßen auf massive Kritik in #Bayern. „Sollten die derzeitigen Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums umgesetzt werden, wird es in weiten Teilen Bayerns keine neuen Investitionen in Wind- und Solarparks mehr geben“, sagte der Fraktionschef der #CSU im bayerischen Landtag, Klaus Holetschek […]
Zuvor hatte bereits Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (#FW) im Bayerischen Rundfunk Reiches Pläne heftig kritisiert. Die Ministerin lege bei den erneuerbaren Energien eine „Vollbremsung“ hin, sagte Aiwanger. Auch die Bayern-#SPD warnt. „Die Pläne von Ministerin Reiche sind brandgefährlich für den Klimaschutz und werden die Energiekosten im Freistaat nicht senken, sondern dramatisch erhöhen“, sagte SPD-Politiker Florian von Brunn.“
https://digitalcourage.social/@BlumeEvolution/116344898289426094
Das gibt Hoffnung.
@Marie H.
Ihre Erwähnung der „Erbarme Dich“-Arie aus der Matthäuspassion erinnert mich an den musikalischen Höhepunkt des letzten Jahres für mich. Im Juli hatte ich ein Dorfmusikfest im ehemals kohlegeplagten Leipziger Südraum organisiert. Motto „Zeit, Lebensraum – Lebenstraum“ 3 mal erklang Arvo Paerts „Spiegel im Spiegel“. Die Geigen wurden jedes Mal ca. 100 Jahre älter. Bei der dritten Veranstaltung hatte ich eine Geige von 1721 aus Prag zur Verfügung und im Programm gab es dann noch die Sinfonia aus „Actus tragicus“ (Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit) und die „Erbarme Dich“-Arie mit einer ukrainischen Sängerin.
Da kam emotional so viel zusammen!
Viel Trost mit Bachscher Musik wünsche ich Ihnen!
Herzlichen Dank für diese sehr bewegende Schilderung.
Ein so altes Instrument in den Händen zu halten, kann ich mir nur als einen Moment voller Ehrfurcht, Demut und Dankbarkeit vorstellen.
Ich wünsche Ihnen ein frohes Osterfest.
So ist es, liebe Marie H.
Ich hatte 3 Tage Zeit mit diesem und einem Instrument von ca. 1800.
Es war ein Genuss, die Instrumente spielen zu können. Ich war aber auch erleichtert, als sie wieder im Tresor meines Geigenbauers waren.
Wir haben den gemeinsamen Spruch:
Wir kommen und wir gehen, die Geigen bleiben.
Zumindest solange Menschen da sind, die das Spiel erlernen und die Instrumente schätzen.
Auch das sind durch die schnelle Änderung bedrohte Gewohnheiten.
In welcher Qualität das „Tonholz“ nachwächst ist fraglich.
Übrigens haben die Chinesen den Markt leer gekauft.
Ein gutes Fest wünsche ich Dir und den Deinen, @Michael.
„Denn das Kind ist es, das in uns die Gewissheit weckt, dass auch wir Kinder G-ttes und damit frei geboren und auf ewig frei sind. Es ist das Kind, das uns die Augen öffnet für die höchste Bedeutung von Pessach: dass G-tt uns, indem er uns aus Ägypten geführt und zu seinem auserwählten Volk gemacht hat, für alle Zeit von aller Sklaverei und Unterwerfung befreit hat.“
Ich denke, die Erinnerung an die Überwindung der Sklaverei ist aktuell gerade jetzt, wenn man eine Verwandtschaft zur Befreiungsbotschaft der Aufklärung zulässt.
Die Aufklärung fordert den Menschen auf, sich aus der Sklaverei seiner Unmündigkeit zu befreien.
Vielleicht kann diese Hoffnung auf (geistige) Befreiung mit der Botschaft des Pessah-Festes verknüpft werden.
Wenn wir auf die dystopische Abwärtsspirale schauen, in der sich die Welt gerade befindet – Du hast Beispiele genannt -, dann hat diese Entwicklung m.E. viel damit zu tun, dass viele von uns sich abermals haben einfangen lassen in eine neue Sklaverei der selbstverschuldeten Unmündigkeit: obwohl alle Mittel für fast alle vorhanden sind, sich gut zu informieren, glauben viele von uns an Verschwörungsmythen, lassen sich von Desinformation täuschen (wollen sich täuschen lassen?) und haben sich in selbstgewählte Kokons des Denken an das, was sie glauben möchten, eingesponnen. Das Ergebnis ist, dass wir als Gesellschaft überfällige Entscheidungen und Weichenstellungen für eine Welt verpassen, in der ein gutes Leben für alle Menschen möglich wäre. Und das, weil viele aus ihren Kokons heraus die falschen Führer wählen und mit Macht ausstatten, die mit dieser Welt nichts Gutes im Schilde führen. Es ist offen, wie wir aus dieser Abwärtsspirale herauskommen, ob es einer neuen Aufklärung bedarf und wer uns den Weg durch die Wüste weisen wird, wenn überhaupt.
Ganz herzlichen Dank Dir, lieber @Peter – und auch Dir und den Deinen gesegnete Feiertage!
Und, ja, Du hast auch genau gesehen, wohin die Pessach-Mythologie zielt! Nicht zufällig entdeckten und besangen auch die aus Afrika in die Amerikas verschleppten Sklaven in der Moses-Pharao-Exodus-Geschichte ihr eigenes Schicksal.
Mehr noch: Schon die frühen Auslegungen der Bibel betonten, dass die 40jährige Wüstenwanderung der inneren Befreiung der Israeliten diente. Es sei einfacher, die äußeren Ketten der pharaonischen Herrschaft abzuschütteln als die innere Tyrannophilie, die Sehnsucht nach den vermeintlich geordneten Verhältnissen und der gesicherten Verpflegung in Ägypten.
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/40-jahre-pkc-synagoge-freudental-text-der-dualen-stiftungsrede-zu-juden-und-christentum-aschkenas-japhet-und-schem/
In seinem großen „Exodus“-Werk entschlüsselte auch der Ägyptologe Jan Assmann (1938 – 2024) auf S. 113:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/francis-fukuyama-jan-assmann-mein-respekt-vor-selbst-falsifikation-nach-popper/
„Im Sinnparadigma des Exodus dagegen geht es um den Monotheismus der Treue. Was Gott von seinem Volk verlangt, ist Liebe und unbedingte, absolute Treue, die sich im Einhalten seiner Gebote und Verbote bewährt. Treu oder untreu kann man nur sein, wo es Alternativen gibt.
Dem Schöpfer kann man nicht untreu sein, denn aus der Bindung der Geschöpflichkeit kommt man nicht hinaus.
Dem Befreier und Bundesherrn aber kann man untreu werden, indem man zurückgeht in die ägyptische Knechtschaft, zu anderen Göttern überläuft oder die Gesetze bricht.
Die Gesetze sind nicht wahr oder falsch, sondern bindend und verpflichtend.
Daher ist im Rahmen des Exodus-Mythos von Gott nie als dem Schöpfer von Himmels und Erde, sondern immer nur als dem Befreier, ‚der dich aus Ägypten, dem Sklavenhaus, herausgeführt hat‘, die Rede.“
Vielen Dank für Deine lieben Grüße und mir so wichtigen, dialogischen Beiträge, lieber @Peter ! 🙏🙌
In eine etwas andere Richtung geht dieser Beitrag, auch mit einer Neugier, welche Ideen / Resonanz dazu entsteht. Ausgangspunkt ist ja der Bezug von Pessach und Ostern und das Zusammenfallen dieser Feste in diesem Jahr.
Sie schreiben, das christliche Osterfest ging aus dem jüdischen Pessach-Fest hervor.
Wenn ich es richtig verstehe, ist die Feier des Pessachs ja eine Feier der Großfamilie, also der Oikos-Familie.
Und natürlich gibt es familiäre Osterbräuche, die das Suchen und Finden thematisieren (Ostereier). Je nach regionaler Kultur gibt es da weitere Varianten.
Die christliche Feier am Ostersonntag weist aber über den Oikos einer Familie hinaus, verbindet sich mit weiteren Familien am Ort, was immer auch Reibungspotential hat, wie schon Paulus in Korinth beobachtet.
Gottesdiensttraditionen für kleinere Gruppen (oft eher Oikos-Familienkontexte) würden in unserer Zeit ja wichtiger werden, da vielerorts christliche Familien sich als teilweise exotische Minderheit in ihrem Ort erleben, und die bisherigen Gottesdienstformen aus diversen Gründen nicht mehr in der Fläche gefeiert werden können.
Institutionell bedingt entstehen in den Großkirchen schnell Zentralisierungstendenzen, beschreibbar als ein Rückzug aus der Fläche, der für die Familien in der Zerstreuung den Bedarf an solchen Familiengottesdienstformen stärker werden lässt.
Es könnte inspirieren von Erfahrungen der jüdischen Religion mit einem Leben in der Zerstreuung zu lernen.
Was sagt der Religionswissenschaftler zu einem solchen Bedarf an Tradionsbildung, den ich aktuell für die Familien wahrnehme, die bewusst ihren Glauben feiernd bestärken möchten, und dazu am Ort wenig öffentlich angeboten bekommen?
Vielen herzlichen Dank für die faszinierenden und tiefen Gedanken, @HG Unckell! 🙏📚🙌
Und der Religionswissenschaftler in mir sieht erst einmal zwei Einwände: Auch die jüdische Pessach-Exodus-Geschichte verweist ja nicht nur auf Einzelne oder geschlossene Familien, sondern auf das aus Ägypten ausziehende Volk der Israeliten als Glaubensgemeinschaft der Hoffnung, aber auch der Konflikte.
So nehmen neben Moses auch dessen Geschwister Aaron & Miriam bedeutende Funktionen ein, ebenso seine Ehefrau Zipporah und sein geheimnisvoller Schwiegervater Jithro, ein midianitischer Priester! Dieser ist auch für das religiöse Drusentum zwischen Israel, Libanon & Syrien von größter Bedeutung.
Dagegen steht doch Jesu Tod am Kreuz für die ultimative Vereinsamung – ganz ohne das Hinterlassen von Kindern.
Gleichwohl stimme ich zu, dass letztlich beide Feste neue Formen von gemeinschaftlichem Leben und also auch von immer wieder zu findender (!) Tradition lehren! Danke 🙏 & ja! 👍
Im oben verlinkten Interview hatte ich daher auch dualistische Mythen aufklärend zurückgewiesen:
Seit den Anfängen des Christentums werden Juden für das Todesurteil gegen Jesus verantwortlich gemacht. Hat Antisemitismus auch damit zu tun?
Michael Blume: Dieser Verschwörungsmythos ist sehr alt, aber natürlich falsch: Jesus war Jude und Rabbiner, seine Anhänger waren jüdisch, und das Kreuz war eine römische Todesstrafe. Er wurde dort sogar von den Römern als „König der Juden“ verspottet! Antisemiten glauben, jüdische Menschen seien schlauer und kontrollierten andere. Das Judentum war die erste Religion, die mit der Alphabetschrift gearbeitet hat. Jede Thorarolle hat 304.805 von Hand geschriebene Buchstaben. Schon vor 2000 Jahren haben die meisten jüdischen Kinder lesen und schreiben gelernt. Wer also für seinen Hass vermeintliche Superverschwörer braucht, landet fast immer im Antisemitismus.
https://www.focus.de/politik/deutschland/es-gibt-keine-gluecklichen-hater_75cc358c-7891-44c6-b34f-3bdb8ba83357.html
Tradition lebt aus lebendigen Wurzeln. Wer diese abschneiden will, tötet auch das Leben. Wer sie achtet, schützt und wieder-findet, öffnet Perspektiven in den Himmel.
Vielen Dank für die anregenden Gedanken & von Herzen gesegnete Ostertage! 🙏🙌🌱
Das Demographie Problem geht nicht nur auf den geringeren Einfluss der Religionen zurück.
Für die vielen „selbständigen“ Bauern, Handwerker,…. war es früher existentiell wichtig, besonders männliche Nachkommen zu bekommen um Betriebsnachfolger zu haben. Die Kindersterblichkeit war auch noch recht hoch. Es war auch, besonders im eigenen Interesse, Kinder zu haben.
Heutzutage sind die meisten Menschen lohnabhängig und von Jobs abhängig.
Eltern haben hauptsächlich die Sorge, dass ihre Kinder einen (guten) Job bekommen. Viele haben auf Bildung gesetzt. Abgesehen von einigen Freiberuflern (selbständigen Ärzten), führt das fast zwangsläufig in die Lohnabhängigkeit.
Ein bestens organisiertes System (auch mit Hilfe von KI) zur Verteilung der nötigen Arbeit auf die Menschen (und die Hilfsmittel, z.B. Roboter), begleitet von Schulungen und positiven psychologischen Motivationen, scheint dringend notwendig.
Nicht so, dass es zu absurden Widersprüchen kommt: Die Menschen sollen im Alter länger arbeiten, gleichzeitig will einem der Chef möglichst bald los werden, um einem gegen billigere und gesündere Junge zu ersetzen…..
Ich habe es so wahrgenommen, dass die Sorge um die Jobs, die Zukunft der Kinder, heutzutage das größte Problem in den Familien ist.
Man den Kindern ein sinnloses Leben, nicht gebraucht zu werden, „ersparen“ wolle….. „Kanonenfutter“ zu zeugen ist nicht sehr „prickelnd“. Schon gar nicht, wenn kein realistischer „atomarer Schutzschirm“ bereit steht…..
Abgesehen davon, dass z.B. Naturkatastrophen, z.B. lange Trockenheit, wie in der Vergangenheit (und ganz ohne Schuld der Menschen) auftreten könnten. Einfach zufällig auftretende, besondere „Umweltdynamiken“ könnten dazu führen, dass es wegen der extrem gewachsenen Bevölkerung zu riesigen Opferzahlen kommt….
Da ist es für mich naheliegend, dass viele Menschen darauf verzichten sich reproduzieren zu wollen….
Ja, @Realo – deswegen habe ich ja bewusst auch die Bedeutung auch von Wirtschaft & Arbeit auch für die Demografie thematisiert. Noch nie hatte etwa Deutschland eine so lange Friedensphase, eine so hohe Lebenserwartung – und gleichzeitig noch nie so wenige Geburten pro Frau. Die fossile Industrialisierung hat die Oikos-Familienhöfe zertrümmert & der fossile Kapitalismus auch in den Medien die Vereinsamung befeuert. Und jetzt produzieren auch wir immer mehr Güter, aber mangels Nachwuchs erlahmen Nachfrage und Investitionen.
Auch Sie glaubten ja, für eine Wärmepumpe „zu alt“ zu sein und hielten also an der Ölheizung samt der Finanzierung fossiler Regime fest…
@ Michael Blume 03.04.2026, 10:31 Uhr
Die Menschen sind doch nicht aus Jux und Tollerei auf immer modernere Formen, auch des Fossilismus umgestiegen, sondern faktisch „aus Not“.
Ich habe noch die Nachkriegszeit in Erinnerung. Da stanken die Fabriken noch fürchterlich, Pferdefuhrwerke hinterließen Pferdemist und manche behaupteten, eines Tages würde, wenn die Menschen, damit auch die Transporte immer mehr würden, der Pferdedreck „Meter hoch“ auf den Straßen liegen.
Es gab „Holzgasautos“ die natürlich auch stanken. Dazu kamen die Braunkohleheizungen, weil einfach das Holz in der Umgebung nicht gereicht hat, um alle Menschen mit Heizmaterial zu versorgen. Danach kamen Steinkohleheizungen mit importierter Steinkohle.
Danach Ölöfen und Zentralheizungen, damit begann das „süße Leben“ auch für den kleinen Mann. Ein unglaublicher Fortschritt, weil die tägliche Kohleschlepperei vorbei war. Die Schadstoffbelastung wurde immer geringer….
Jetzt kommen die „Erneuerbaren“. Die sind natürlich genau so ein Fortschritt wie früher.
Aber immer hat die ökonomische Situation ein Rolle gespielt. Alles musste sich „entwickeln“ und brauchte seine Zeit.
Auch Kriege hat es immer gegeben. Den Persern ist wichtig, dass sie einmal, wegen „ihres einzig wahren Glauben“ Israel vernichten, danach Europa und irgendwann die ganze Welt beherrschen dürfen. Das haben zuletzt die Nazis „geglaubt und durchzusetzen“ versucht.
Ist aber ein grundsätzlicher Unsinn, weil überall auf der Welt unterschiedliche Lebensbedingungen herrschen und daher auch unterschiedliche Regeln (Religionen/Ideologien) erforderlich sind.
Die Perser scheinen erstaunlich weit zu sein mit ihren Plänen. Weiter als man vermutet hat. Je früher Verantwortliche und Befähigte dagegen einschreiten, mit umso geringeren Folgen geht es ab.
Letztlich gäbe es ein Atom und Biowaffen Massaker…..
Die Entwicklungen haben tatsächlich die Vereinsamung gefördert. Genau deswegen gibt es die sozialen Netzwerke und Chat GPT. Nur die Geburtenrate wird es kaum steigern….
Statt mehr Güter sollen eben mehr „Sozialleistungen“ produziert werden und geeignete Familien mit Kindern gefördert werden.
KI sollte es ermöglichen, den extremen Verwaltungsaufwand der „zur gerechten Verteilung“ von „Angebot und Nachfrage“ erforderlich ist, bereit zu stellen. Wobei die KI die Nachfrage berechnet und bewertet (was mehr oder weniger Wichtig ist) und berechnet, wie und wer welche Arbeiten leisten kann und auch leisten sollte……
Angebote und Nachfrage gäbe es genug, nur der Markt reicht nicht, das zu steuern.
Planwirtschaftliche Systeme waren hoffnungslos überfordert, weil sie nicht zu verwalten waren. Es wäre sozusagen keiner mehr übrig geblieben, der die „wirkliche Arbeit verrichtet“.
KI scheint für Verwaltungsaufgaben bestens geeignet….
Ja, @Realo – gegenüber dem Fossilismus schon des 19. Jahrhunderts mussten soziale, ökologische und technologische Fortschritte immer wieder erkämpft werden.
Und ich war von Jugend an und bis heute der Auffassung, dass wir diesen Weg über Kohle, Öl und Gas zu erneuerbaren Friedens-, Wohlstands- und Heimatenergien auch weiter entschlossen fortsetzen sollten! Deswegen vertrat und vertrete ich das Konzept einer post-fossilen, sozialen und ökologischen Marktwirtschaft, auch um die Finanzierung von Gewalt, Diktaturen und Antisemitismus endlich zu stoppen!
Was Sie selber dazu geschrieben und wie Sie über zig Drukos hinweg die Fossilisten Putin & Trump verklärt haben, ist ja auch hier auf „Natur des Glaubens“ vielfach dokumentiert.
Und während wir Solarpunks & Wunsiedler noch mit fossiler Desinformation angegriffen wurden, legten wir bereits die Grundlagen für sinkende (!) Energie- und besonders Strompreise:
Kurz gesagt: Solar- und Windstrom verdrängen Gas als Preistreiber. Steigende Gaspreise wirken daher nur noch eingeschränkt auf den Börsenstrompreis. „Dies hat den Strompreis auf jeden Fall günstiger gemacht“, sagt Burger.
https://www.focus.de/earth/guenstiger-trotz-iran-krieg-das-deutsche-strompreis-wunder_ec932739-ac54-46aa-95ec-45d7751becc2.html
Es freut mich wirklich, dass Sie wohl angesichts des fossilen Irankrieg-Desasters, der Öl-Gas-Preissprünge und drohenden Knappheit endlich umdenken und Solarpunk-Argumente auch annehmen…
@ Michael Blume 03.04.2026, 13:25 Uhr
Zitat: „Und ich war von Jugend an und bis heute der Auffassung, dass wir diesen Weg über Kohle, Öl und Gas zu erneuerbaren Friedens-, Wohlstands- und Heimatenergien auch weiter entschlossen fortsetzen sollten! Deswegen vertrat und vertrete ich das Konzept einer post-fossilen, sozialen und ökologischen Marktwirtschaft, auch um die Finanzierung von Gewalt, Diktaturen und Antisemitismus endlich zu stoppen!“
Auch ich bin für moderne, saubere, wenig Probleme bereitende Energieformen. Als Techniker stand ich sozusagen an der „Front“ dieser Entwicklungen. Man ist allerdings weniger „euphorisch“, wenn man erkennt, das mitunter absurde Probleme auftreten können.
Z.B. wenn Grundbesitzer ihren für die Landwirtschaft schlecht geeigneten Grund neben der Autobahn (Umweltbelastung), als „Solarfelder“ nutzen wollen, aber sehr weit vom Stromnetz entfernt sind, wobei für den Anschluss sehr hohe Netzkosten entstehen können. Dann auch noch Einspeisevergütungen bezahlt werden müssen, wenn der Strom praktisch wertlos ist…..
Die Welt ist zu komplex geworden. Daher reicht vermutlich das bestehende Konzept einer sozialen und ökologischen Marktwirtschaft, nicht mehr. Es wird um „Komponenten der Planwirtschaft“ erweitert werden müssen. Z.B. wenn KI neuerdings auch extrem viele neue Verwaltungsaufgaben übernehmen kann…..
Selbstverständlich geht es im Ukrainekrieg „im Hintergrund“ um die Rohstoffe.
Ich nehme an, die Russen argumentieren, wenn sich die Ukraine von Russland unabhängig gemacht hat, so haben die Russen in der Ukraine das gleiche Recht unabhängig von der Ukraine zu sein.
Wäre es nicht so, würde das bedeuten, die Russen wären „minderwertige Menschen“ ihnen stünden derartige Rechte nicht zu….
Die Russen lebten hauptsächlich im Osten, ich nehme an, das dürfte unbestritten sein. 20% Russen leben in der Ukraine, daraus schließen die Russen, 20% Gebiet stehen ihnen zu. Das ist doch ganz banal.
Dazu kommt die „Erniedrigung“ der Russen, als man sie vom Flottenhafen vertreiben und ihnen auch noch „einen Freund des Westens“ als Staatschef aufzwingen wollte.
Alles typische Muster die zu Kriegen führen. Will man das einfach verschweigen???
Natürlich bin ich für günstige Energiepreise, die sind wichtig für die Wirtschaft und dazu tragen die „Erneuerbaren“ bei.
Dass das fossile Irankrieg- Desaster, die beste Werbung für die „Erneuerbaren“ ist, daran habe ich nie gezweifelt. Der Iran möchte das Öl als Waffe einsetzen, das ist doch sonnenklar…..
@Realo 15:46 Uhr
Die soziale und ökologische Marktwirtschaft baute nie auf Planlosigkeit, sondern auf kluge Regeln, in denen sich Freiheit, Vielfalt und Wettbewerb entfalten können. Sehr bewusst habe ich deswegen auf die klugen Differenzierungen vor allem bei Elinor Ostrom (1933 – 2012) hingewiesen. Sie konnte m.E. überzeugend herleiten, warum etwa Bildung, Wasser und Lebensmittel je eigene Organisationsformen und Finanzquellen erfordern.
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-9-zur-wirtschafts-nobelpreistraegerin-elinor-ostrom/
Aber schade, dass Sie immer noch nicht von Ihrer peinlichen und fossilen Putin-Tyrannophilie lassen können. Es ist das letzte Mal, dass ich Ihnen hier einen Kommentar freigeschaltet habe, in dem Sie mit der Verteidigung dieses Massenmörders Aufmerksamkeit schinden konnten.
Denn 1. Putin selbst hat bereits zahlreiche nichtrussische Völker wie Tschetschenen, Dagestanis und Krim-Tataren mit brutaler Gewalt überzogen.
2. Putin brach die vertragliche Zusage an die Ukraine von 1994, nach Abgabe der ukrainischen Atomwaffen deren Souveränität und Territorium zu achten.
3. Putin entfesselte den sinnlosen Angriffskrieg, der bereits Hunderttausende auch russischer Männer das Leben gekostet und auch die russische Fossilwirtschaft einschließlich der Pipelines und Häfen im Süden und Norden ruiniert hat.
4. Putin verachtet feige Kriecher und lässt sie reihenweise an der Front sterben und aus Fenstern fallen. Er glaubte ernsthaft, die Ukraine und die Europäische Union bestünden fast nur aus tyrannophilen Feiglingen – und hat sich in den meisten von uns getäuscht.
Lieber @Realo, ich glaube nach Ihren eigenen Schilderungen, dass Sie seit Jugend immer wieder durch gezielte Provokationen um Aufmerksamkeit gebettelt haben, die Sie sonst nicht bekommen haben. Manchmal gelingen Ihnen dialogische Kommentare, dann aber fallen Sie wieder in Ihre jämmerlichen Provokationen zurück. Und hier sind Sie damit falsch – ich habe nicht vor, destruktive Kommentare weiter freizuschalten. Außer mir schenkt Ihnen ha auch kaum noch jemand Aufmerksamkeit. Wenn Sie sich nicht im Griff haben, werden Sie hier auch nicht glücklich.
Ihnen eine gute Nacht und schöne Feiertage! 🙏🙌
@Hauptartikel
„Meine Prognose für das 21. Jahrhundert ist, dass zahlreiche Gebiete der Welt durch die demografische Traditionalismusfalle und die Klima- als Wasserkrise, digital befeuerte Rechtsmimesis und fossile Gewalt entvölkert werden.“
Wenn wir die Klima- und Wasserkrise als nun mal tatsächlich unabwendbar wesentlich voraussetzen, dann dürfte das auf die globalen Landwirtschaftlichen Erträge gehen. Das passt durchaus zu einer tatsächlich schrumpfenden Weltbevölkerung.
Auch bleibt so mehr Platz für ungenutzte Natur, und es bleiben dann auch mehr Rohstoffe für Grüne Technik aller Art.
Und allgemeines Schrumpfen ermöglicht billigere Mieten, und macht damit hier und da das Leben dennoch einfacher.
Aus meiner Sicht hat diese Entwicklung eben auch diese Vorteile. Nicht das ich das insgesamt wirklich begrüßen würde, und ich setze mich auch selber für Grüne Technik ein, wo immer das möglich ist.
„Einige Solarpunk-Arche-Regionen werden jedoch auf Basis erneuerbarer Friedensenergien, föderaler Energiedemokratie und gesellschaftlicher Vielfalt nicht nur bewohnbar, sondern auch dynamisch und lebensförderlich bleiben.“
Weiterhin steigende Immobilienwerte erfordern auch genau solche Verhältnisse. Ich habe da nichts dagegen. Wenn es noch keine Demografiewende gibt, geht das aber nur mit entsprechendem Zuzug vom Land, aus der EU und auch von außerhalb.
Ich kann mir aber auch Verhältnisse zwischen beiden Extremen vorstellen. Mit irgendwann doch wieder mehr Kindern und recht mäßiger oder auch zwischendurch mal ohne weitere Zuwanderung. Insbesondere gehe ich davon aus, das die Energiewende sich auf jeden Fall fast überall durchsetzt. Das dauert nur eben alles länger, als man sich das jetzt wünschen würde.
Einerseits erfordert die Energiewende auch erhebliche Investitionen, man muss ja in Anlagen investieren, die bis zu 30 Jahre halten sollen. Und gleichzeitig werden die Komponenten immer noch immer kostengünstiger. Das Erste braucht dann eben seine Zeit und auch ganz viel Geld, dass Andere macht es so attraktiv, dass es auch die aktiven Fossilisten nicht mehr aufhalten können.
Wer Geld anzulegen hat, der wird sich überlegen, womit er dann auch tatsächlich nachhaltige Gewinne mit erzielen kann.
Wenn eben die Genehmigungen von Netzspeichern bürokratisch verzögert werden oder mit zusätzlichen Durchleitungsgebühren belegt werden, kann man eben diese Speicher mit PV-Anlagen kombinieren und diese an Standorten mit vorhandenen Stromanschlüssen zubauen, soweit wie die Anschlussleistungen jeweils reichen.
Herzlichen Dank, lieber @Tobias
Aktuell bin ich sehr froh, dass sich auch Bayern gegen den absurden Gas-Lobbyismus von Katherina Reiche zu wehren beginnt. Denn jeden Tag verstehen doch mehr Menschen: Es werden nur jene Regionen demokratisch und wohlhabend bleiben, die innerhalb föderaler Staatenbünde erneuerbare Wohlstands- und Heimatenergien selbst produzieren und speichern sowie seltene Rohstoffe konsequent recyceln. Handel wird es auch weiterhin geben, aber gefährliche Abhängigkeiten werden vermieden. Es wird eine bessere, buchstäblich nachhaltige Form des Solarpunk-Wohlstandes sein, womöglich dann auch wieder mit mehr Kindern und Lust auf Zukunft, Wissenschaft, Raumfahrt.
Öl- und Gasimporte schaden der Volkswirtschaft ebenso wie der Mitwelt und dem Frieden. Mit Putin, Trump & dem Iran sprengt sich der Fossilismus gerade selbst aus der Weltgeschichte, beschleunigt seinen Niedergang.
Und, ja, die säkulare Geburtenimplosion hat auch enorme Vorteile, schafft Platz, reduziert Verbrauch und Müll, schwächt auch fossile Regime. Gleichwohl finde ich es auch als Europäer und Deutscher schade, dass sich bedeutende Regionen im Abwärtsstrudel von demografischer Schrumpfung, Nachfrage- und Investitionsrückgang sowie Rechtsmimesis einrichten. Auch für künftige Generationen wünsche ich mir Besseres als das. Und wenn auch deutsche Regionen bereits demografisch und politisch verebben, so bleiben mangels Durchblick und Mut so viele grandiose Chancen ungenutzt und Potentiale unerschlossen. Und das bedauere ich.
Dir einen schönen Abend und gesegnete Feiertage! 🙏💡
@Michael 03.04. 21:16
„Es werden nur jene Regionen demokratisch und wohlhabend bleiben, die innerhalb föderaler Staatenbünde erneuerbare Wohlstands- und Heimatenergien selbst produzieren und speichern sowie seltene Rohstoffe konsequent recyceln.“
Allein der internationale Wettbewerb wird mittelfristige erfolgreiche Fortschritte belohnen, weil man damit auch günstigere Energiepreise hinbekommt. Insbesondere in Ländern weiter im Süden mit einem Mehrfachen an PV-Ertrag.
Gerade die Energiewende könnte doch sehr gut die demografisch bedingte Nachfrageschwäche ausgleichen, wenn man sie nun wirklich fördert. Allein die richtigen Rahmenbedingungen reichten aus, massive private Investitionen anzustoßen, das muss doch an den meisten Stellen kaum öffentliche Mittel brauchen.
„Es wird eine bessere, buchstäblich nachhaltige Form des Solarpunk-Wohlstandes sein, womöglich dann auch wieder mit mehr Kindern und Lust auf Zukunft, Wissenschaft, Raumfahrt.“
Und eine einsehbar förderliche Zukunft, durch wirkliche Fortschritte mit einem Zubaus von Grüner Technik und auch noch weiter sinkenden Kosten der Komponenten, kann doch auch die Stimmung bessern, dass man Lust bekommt auf Kinder.
„Gleichwohl finde ich es auch als Europäer und Deutscher schade, dass sich bedeutende Regionen im Abwärtsstrudel von demografischer Schrumpfung, Nachfrage- und Investitionsrückgang sowie Rechtsmimesis einrichten.“
Das sollte doch eben wirklich vermeidbar sein. Von mir aus auch noch mit weiterer Zuwanderung. Aber ich wünsche mir sowieso ein ganzes florierendes Europa. Nur mit ein paar übrig gebliebene Regionen mitten in auch noch zunehmender Abwanderung der gerade jungen Menschen will ich mich nicht mit abfinden.
„Und wenn auch deutsche Regionen bereits demografisch und politisch verebben, so bleiben mangels Durchblick und Mut so viele grandiose Chancen ungenutzt und Potentiale unerschlossen. Und das bedauere ich.“
Genau das würde ich dann auch sehr bedauern. Deshalb hoffe ich auf die Einsicht in ganz Europa, dass wir die demografische Nachfragekrise nicht mit Exportaktionismus, sondern mit einer wirklich konsequenten Energiewende entgegen treten müssen, die hauptsächlich von Investoren in Grüne Technik getragen wird.
Wenn wir damit dann in vielleicht 20 Jahren fertig sind, sind wir ein paar Schritte weiter. Und dann wird es wirklich wieder Zeit, wieder hinreichend Kinder zu bekommen, auch auf der Basis bis dahin deutlich geschrumpfter Einwohnerzahlen. Und einer ausgeuferten Klima- und Wasserkrise mit deutlich sinkenden Landwirtschaftlichen Erträgen auch in Europa.
Ganz konkret kann man mangels Neubautätigkeit einfach die Bestandsgebäude energetisch sanieren und überall in den Städten Fernheizungsnetze aufbauen. Und eben PV-Module, Windenergiegeneratoren und Lithiumspeicher zu aktuell günstigen Preisen ein China einkaufen und überall installieren, wo das Stromnetz das verarbeiten kann.
Später, in ca. 10 Jahren, kann man die Komponenten auch in Europa selber herstellen und eine Wasserstoffinfrastruktur aufbauen. Wie auch einen guten Teil der nötigen Rohstoffe selber fördern können.
Der Umstieg aufs Elektroauto dürfte nebenbei sowieso ein Selbstläufer werden, wenn sich nicht sogar ein Sammeltaxisystem etabliert, das die Privatfahrzeuge flächendeckend ablösen kann.
Herzlichen Dank für die ermutigenden Überlegungen, @Tobias Jeckenburger 🙏🤔✅
Wie im Blogpost angedeutet stimmen wir inzwischen nicht nur in Fragen der erneuerbaren Heimat- als Wohlstandsenergien sowie des menschlichen Überlebens in Solarpunk-Arche-Regionen überein.
Wir beide befürworten ja auch das zunehmende Wachstum von FOSS (Free and Open Source Software) und Fediversum, dezentrale („gewaltenteilige“) KI-Anwendungen und demokratischen, auch Wissenschaft nutzenden Dialogen im Fediversum.
Gerne möchte ich Dich darüber hinaus fragen, ob Du auch meiner These zustimmen würdest, dass sich durch ukrainische wie auch iranische Drohnen auch militärtechnisch ein Paradigmenwechsel von fossilen Großwaffen zu kleineren KI-Kampfmitteln vollzieht? Auch dies dürfte – so meine ich – den Trend zu föderalen Staatenbünden gegenüber zentralistischen Fossilstaaten beschleunigen.
Wie siehst Du das?
@ Michael Blume 03.04.2026, 21:32 Uhr
Ich kann Ihnen gerne erklären warum ich (und die meisten Menschen) „Tyrannophil“ sind. Zwar nicht unbedingt gegenüber Staatschefs, von denen ist kaum einer wirklich „direkt abhängig“.
Aber von den vielen „kleinen Tyrannen“, besonders auf Chefsesseln. Letztlich ist „Maul halten“ angebracht, in einer Diktatur und natürlich auch in der Demokratie.
Hat mir vor vielen Jahren ein Kommunist, vorher war er vermutlich Nazi, bei einer längeren Zugfahrt, wo sich eine interessante politische Diskussion entwickelt hat, erklärt.
Ich, noch völlig naiv, habe auf die Vorzüge der freien Meinungsäußerung in unserer Demokratie hingewiesen. Er hat sich fast „tot gelacht“. Er hat gemeint, das wäre ein Märchen. In Wirklichkeit ist man bei uns auf das Wohlwollen von, oft „tyrannischen Ausbeutern“ angewiesen, weil man sich sonst seinen Job in die „Haare schmieren“ könne….
Ich habe gemeint, man könne ja jederzeit den Job wechseln. Da musste er nochmals höhnisch auflachen. Die „Personaler“, selbst der größten Konkurrenten, wären ein „Herz und eine Seele“, wenn es um das „klein halten“ des Personals geht.
Würde ich ein Vorstellungsgespräch bekommen, sofort wenn ich den Raum verlassen hätte, würde er beim früheren Arbeitgeber anrufen. Wenn die „Meinungsäußerung“ nicht „passt“, bekäme ich niemals wieder einen Job. Höchstens als Arbeiter in einem Steinbruch….. oder eben als Bettler auf der Straße.
Ich habe die Situation neugierig beobachtet und festgestellt, der gute Mann hatte völlig recht. Man muss allen „Honig ums Maul“ schmieren und was die Meinung betrifft, praktisch auf dem „Meinungsstrich“ gehen….. oder eben auswandern.
Genau das habe ich mein Leben lang gemacht. Erst jetzt im Alter kann ich so richtig „die Sau rauslassen“….
Klar, @Realo – die meisten autoritären Personen haben selbst auch schlechte Erfahrungen mit Autoritären gemacht. Starke Charaktere wachsen darüber hinaus, schwache treten wiederum auf andere.
Dass Sie selbst hier immer wieder über die Demokratien jammern und fossile Massenmörder wie Putin und fossile Thymokraten wie Trump tyrannophil verteidigen, ist also psychologisch verständlich, aber charakterlich schwach. Für sich selbst erbetteln Sie damit Aufmerksamkeit von freundlich Schreibenden und stören („derailen“) die sonst konstruktiven Dialoge auf „Natur des Glaubens“.
Wen soll das denn auf Dauer weiterbringen, @Realo? 🤷♂️🤔☕️
Im neuen „Der Fürst und seine Erben“ von Peter Sloterdijk lesen wir gleich in den „Vorüberlegungen“, S. 9:
„Die Fürsten, so möchte man meinen, sind vielerorts wieder da, manche schon an der Macht, andere auf dem Sprung, förmlicher Krönungen nicht bedürftig, von Unterwürfigkeit getragen wie seit früheren Zeiten, der Schwäche ihrer Gegner allzu bewusst.“
Wäre das vielleicht ein lesenswertes Buch auch für Sie, @Realo?
@ Michael Blume 04.04.2026, 07:25 Uhr
Zitat: „….. meiner These zustimmen würdest, dass sich durch ukrainische wie auch iranische Drohnen auch militärtechnisch ein Paradigmenwechsel von fossilen Großwaffen zu kleineren KI-Kampfmitteln vollzieht? Auch dies dürfte – so meine ich – den Trend zu föderalen Staatenbünden gegenüber zentralistischen Fossilstaaten beschleunigen.“
Den Paradigmenwechsel von fossilen Großwaffen zu kleineren KI-Kampfmitteln gibt es offensichtlich.
Auch wenn die „Häuptlinge“ der traditionellen Waffenschmieden (Rheinmetall) „toben“.
Aber andererseits werden die „Kriegsinstinkte“ befriedigt, die Gefahr eines extrem zerstörerischen Atomkrieges ist eher geringer. Außer es werden gewisse „Grenzen“ überschritten.
Die „Großen“ können vermutlich auf kleinere, womöglich zerstrittene Staaten, besser Einfluss nehmen.
Wenn sie „fossil“ bleiben, kann man sie auch noch besser ausbeuten……
Das ist ein konstruktiver Kommentar, nur den Schluss kann ich nicht nachvollziehen:
Die „Großen“ können vermutlich auf kleinere, womöglich zerstrittene Staaten, besser Einfluss nehmen.
Bei dezentralisierten Drohnen-Waffensystemen gewinnen m.E. die kleineren, wirklich Technologie-offenen und also post-fossilen Einheiten gegenüber großen Imperien und Zentralstaaten. Gegenüber den ukrainischen Drohnenschmieden wirkt der preußisch-fossile Rheinmetall-Konzern wie ein Hersteller von Altmetall.
@ Michael Blume 04.04.2026, 09:52 Uhr
Zitat: „Die „Großen“ können vermutlich auf kleinere, womöglich zerstrittene Staaten, besser Einfluss nehmen.“
Das ist einmal „allgemein“ gemeint. Z.B. das allgemein bekannte Verhältnis „EU – Ungarn“ macht es Trump „leichter“.
„Billigwaffen“ könnten bewirken, dass aus „üblichen Konflikten“ künftig schneller Kriege unter „Kleinstaaten“ werden….
Auch das könnte von „Großen ausgenutzt“ werden. Z.B. die Profite Russlands (Öl, Gas, Dünger,…), sind den Russen „von selbst“ in den Schoß gefallen. Künftig könnten die „Großen nachhelfen“. Alles weil sich der Iran auch noch mit seinen moslemischen „Bruderstaaten“ bekämpft. Womöglich schlagen sie sich auch noch gegenseitig ihre Industrieanlagen kaputt….
Zitat: „Bei dezentralisierten Drohnen-Waffensystemen gewinnen m.E. die kleineren, wirklich Technologie-offenen und also post-fossilen Einheiten gegenüber großen Imperien und Zentralstaaten. Gegenüber den ukrainischen Drohnenschmieden wirkt der preußisch-fossile Rheinmetall-Konzern wie ein Hersteller von Altmetall.“
Das trifft offenbar voll zu. Auch kleine flexible Akteure können plötzlich Fähigkeiten entwickeln, die früher nur Großmächten vorbehalten waren. Auch die politische Einflussnahme durch Großmächte könnte schwieriger werden, weil die technologische Abhängigkeiten schrumpfen.
Irgendwelche andere „Abhängigkeiten“ (Rohstoffe, Nahrung, Transitwege,…) dürfte es aber immer geben. Die könnten für das Austragen von Konflikten reichen???
Nun ja, @Realo – damit ergäbe sich doch schon für heute das Bild einer Krise großer Nationalstaaten: Das große, fossile Putin-Imperium Russland versagt seit Jahren militärisch gegenüber der technologisch flexiblen Demokratie der Ukraine. Ungarn piesackt die EU. Die USA tun sich schwer gegenüber dem Iran. Und Bayern wehrt sich gegen die noch fossile Energiepolitik des Bundes.
Für mich ist hier ein klares Muster zu erkennen…
@Michael 04.04. 07:25
„Gerne möchte ich Dich darüber hinaus fragen, ob Du auch meiner These zustimmen würdest, dass sich durch ukrainische wie auch iranische Drohnen auch militärtechnisch ein Paradigmenwechsel von fossilen Großwaffen zu kleineren KI-Kampfmitteln vollzieht?“
Die Entwicklungskosten wie auch die Ausbildung der mit den Drohnen arbeitenden Soldaten dürften um Größenordnungen kleiner sein. Und wenn die alle in Freier Software programmiert werden, dann kann sich eine ganze Softwarevielfalt auf einem einzigen Drohnentyp lohnen. Freie Software heißt hier nicht, dass auch der Feind die einsehen und nutzen kann. Aber eben alle zertifizierten europäischen Hersteller.
Das kann dann wohl eine mächtige Waffe werden. Und die Hardware kann lange nutzbar sein, derweil sich Software und Zusatzkomponenten wie Sprengköpfe und Funkverbindungen ständig weiter entwickeln können.
Ich kann mir das ganz gut vorstellen, dass ein Drohnenschwarm sehr viel schneller ein Ziel bekämpfen kann als etwa Artillerie, und die Reichweite geht auch schnell in dutzende Kilometer. Ich habe selber bei der Bundeswehr als Mörserschütze gedient. Bis wir mal ein Ziel bekämpfen konnten, dauerte das mindestens eine halbe Stunde, und wir waren ohne unseren vorgeschobenen Beobachter blind, und konnten selber unser Ziel gar nicht sehen. Und wir standen selber auf dem Präsentierteller, wenn wir in der Feuerstellung im Einsatz waren.
Allein die niedrigen Kosten der Drohnen macht massenhafte Anwendung möglich. Wenn eine Drohne 5.000 Euro kostet, dann kann man für 100 Mrd Euro 20 Millionen Stück davon anschaffen. Auf jeden Bundeswehrsoldaten gerechnet wären das 100 Stück. Wenn wir 5 Jahre Zeit zum Aufrüsten haben, wären das dann 500 Stück, die jeweils jeder Soldat dann einsetzten kann.
Damit müsste sich doch was machen lassen. Und man hat eine Basis, die man mit immer besserer Software ausstatten kann, die innerhalb der EU frei sein kann. Dass hier jeder Programmierer auf der konkreten Arbeit der Anderen aufbauen kann. Und diese Softwarevielfalt dürfte die gegnerische Drohnenabwehr deutlich schwieriger machen.
@ Michael Blume 04.04.2026, 09:30 Uhr
Meinen Beitrag über die vielen „kleinen Tyrannen, auf Chefsesseln“, die ein Kommunist geprägt hat, möchte ich ergänzen. Ich habe auch ganz andere persönliche Erfahrungen „mit Chefs“ gemacht.
Ich habe überhaupt sehr vielfältige Erfahrungen gemacht.
Mit Chefs, vom Typ „bester Chef der Welt“. Der hat uns (nicht wir ihm) „Honig ums Maul geschmiert“, „beladenen“ Kollegen, besonders viel Honig.
Für uns war fachliche Kompetenz wichtig. Die hatte der „Honigman“, aber leider nicht jeder…..
@Kriegsdrohnen
Stell dir vor es ist Krieg, und keiner muss hin. Wenn wir gleich zu Kriegsbeginn alles in eine entscheidende Drohnenschlacht werfen, wäre damit der Krieg meistens schon entschieden. Wer diese Schlacht deutlich gewinnt, hätte gleich den ganzen Krieg gewonnen. Dem Verlierer bleibt dann nur noch die Kapitulation.
Das hätte was, finde ich. Keine toten Soldaten, keine Quälerei in Schützengräben und auch keine Angriffe auf zivile Ziele. Nur ganz viel Elektroschrott.
Vielleicht kann man auch den eigenen Drohnenvorrat, den man dann für eventuelle Kriege bereit halten muss, in Friedenszeiten einfach ans Internet anschließen und als billiges Rechenzentrum nutzen.
Überhaupt kann ich mir gut gemischte Drohenschwärme mit 10.000 Drohnen vorstellen, die auf Navigation, Kommunikation, Zielbekämpfung und wiederum Abwehr von gegnerischen Drohnen spezialisiert sind.
Was womöglich sehr ungünstig wäre, dass wäre wenn die Drohnenabwehr weiterhin viel teurer als die Drohnenangriffe bliebe. Dann wäre es effektiver, einfach selber wiederum militärische und zivile Ziele im Hinterland des Gegners anzugreifen.
Danke, @Tobias – ich sehe in der schnellen Entwicklung von KI-Drohnenschwärmen zwei große Chancen, aber auch zwei große Gefahren.
Zu den Chancen zähle ich, erstens, dass sich Angriffskriege kaum mehr lohnen, weil günstige Drohnen teures Armeematerial vernichten und auch riesige Schäden an der Infrastruktur der Angreifer anrichten können. Die militärischen Rückschläge von Russland gegenüber der Ukraine wie auch von den USA gegenüber Trump wären demnach Teil eines größeren, post-fossilen Trends.
Denn die zweite Chance bestünde demnach in einer Dezentralisierung von auch militärischer Macht weg von riesigen Fossilkonzernen wie z.B. Rheinmetall (Deutschland), RTX (USA), Rostec (Russland) oder CETC (China) hin zu kleinen, agilen und kreativen Technologieschmieden wie den von Papperger zu Unrecht verspotteten “ukrainischen Hausfrauen“.
Als Gefahren sehe ich das von mir bereits in Tutzing, Bayern vorgestellte “Terminator-KI-Szenario“, wonach sich solche zunehmend automatisierten Drohnenschwärme selbstverständlich auch gegen die Menschheit insgesamt wenden könnten.
Die zweite Gefahr sehe ich darin, dass auch weitere Terrorgruppen wie bereits die Huthi aus dem Jemen antisemitische Angriffe mit Raketen und Drohnen ausführen und damit immer weitere Eskalationen herbeiführen können. Ob auf den Zerfall der fossilen Imperien eine umfassend demokratische, föderale und friedliche Weltordnung folgt, steht nach meiner Auffassung noch keinesfalls fest.
Aktuell steigert sich etwa der MAGA-Dualismus in den USA in einen gefährlichen, feindselig-dualistischen Messianismus, den wir auf „Natur des Glaubens“ auch bereits dialogisch erkundet haben.
Derzeit sorgt eine bizarre Trump-Osterveranstaltung im Weißen Haus für internationales und interreligiöses Aufsehen:
“Faggioli warnt daher vor einer „Nationalisierung“ und Ideologisierung des Katholizismus in den USA. Besonders problematisch sei dies vor dem Hintergrund des Konflikts mit dem Iran, wenn politische Akteure offen religiöse und biblische Sprache nutzten, um diesen zu rechtfertigen.
Es sei schwer nachvollziehbar, wie ein katholischer Bischof, der in Gemeinschaft mit dem Papst stehe, an einer Veranstaltung teilnehmen könne, in der Trump öffentlich mit Jesus Christus verglichen werde. Die Osterveranstaltung im Weißen Haus zeigt damit vor allem eines: wie religiöse Sprache und Motive in den USA gezielt zur politischen Deutung eingesetzt werden. Gebete werden zu Botschaften, biblische Motive zu Deutungsrahmen und ein Präsident zur Projektionsfigur religiöser Erwartungen und Hoffnungen. Genau darin sehen einige Christen kurz vor ihrem höchsten Feiertag eine Grenze überschritten. Oder, wie Faggioli es formuliert: eine „blasphemische Parodie“ – mitten in der Karwoche.“
https://katholisch.de/artikel/67979-auferstehung-der-macht-donald-trump-feiert-ostern-und-sich-selbst
Die digital-dualistische Aufladung auch von Kriegen ist so ziemlich das Letzte, was wir jetzt noch brauchen…
Sage ich als Politik- und Religionswissenschaftler sowie als Christ bewusst zu Ostern & Pessach…
@ Michael Blume 04.04.2026, 14:14 Uhr
Heute stimmt das Bild einer großen Krise großer Nationalstaaten. Sie wurden einfach überrascht.
Israel muss man auch dazu zählen. Der Überraschungseffekt scheint das Entscheidende.
Die erste Überraschung, war vermutlich der Zweck der Tunnelanlagen im Gaza. Tunnels sind sehr teuer. Für Israel dürfte es höchst überraschend gewesen sein, als sie am 7.10.23 gleichzeitig von vielen Terroristen die aus den Gaza Tunnels krochen, angegriffen wurden. Sie hatten über 1300 Tote zu beklagen. Die größte Zahl seit dem Holocaust.
Die große Zahl der Iranischen Drohnen dürften im derzeitigen Irankrieg wieder überraschend gewesen sein. Zumal die Abwehr mit herkömmlichen Raketen extrem teuer ist.
Ich nehme an, Israel ist so flexibel, dass sie sehr schnell billige Abwehrmöglichkeiten gegen die Drohnen Technik finden und natürlich mit Amerika bestens zusammenarbeiten werden. Damit wäre der höchst effektive „Überraschungseffekt“ kompensiert. Danach könnte „die Welt wieder anders aussehen“…..
Im Westen gibt es auch viele „Drohnen Hobby Piloten“ die sicherlich auch neue Ideen haben, die schnell genutzt werden können. Die Profis sorgen dafür dass kein Chaos ausbricht. Vermutlich würden auch „Ukraine Spezialisten“ für hoch wirksame Kampfstrategien eingebunden, um Opferzahlen zu minimieren…..
Fragt sich höchstens, ob die Iraner eine weitere Überraschung parat haben, falls in wenigen Jahren die „Angelegenheit“ in die nächste Runde gehen könnte?
Es dürfte letztlich die Frage sein, ob der Iran, wie andere Islamische Staaten auch, eine friedliche Koexistenz und friedliche Deals zwischen allen Völkern, wie sie Trump weltweit anstrebt, akzeptiert, oder eben nicht.
@Realo
Ihre tyrannophile Verklärung des fossilen Massenmörders Putin haben wir ja nun alle immer wieder gelesen. Aber ob Sie auch Trump nur rechtfertigen, um Aufmerksamkeit zu provozieren?
Wie genau begründen Sie Ihre Wahrnehmung, dass „Trump weltweit“ eine „friedliche Koexistenz und friedliche Deals zwischen allen Völkern anstrebt“? Welche politischen Verhaltensweisen lassen Sie darauf schließen?
Und wenn Sie doch die fossilen Thymokraten Trump und Putin für so friedenswillig halten – warum gelang ihnen dann keine Befriedung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine?
Wir sind interessiert…
@ Realo 03.04.2026, 15:46 Uhr
Dieser Beitrag von mir benötigt eine wichtige Ergänzung.
Zitat: „Z.B. wenn Grundbesitzer ihren für die Landwirtschaft schlecht geeigneten Grund neben der Autobahn (Umweltbelastung), als „Solarfelder“ nutzen wollen, aber sehr weit vom Stromnetz entfernt sind, wobei für den Anschluss sehr hohe Netzkosten entstehen können. Dann auch noch Einspeisevergütungen bezahlt werden müssen, wenn der Strom praktisch wertlos ist…..“
Vor 5 Jahren und auch heute noch, wäre es eine Fehlplanung wenn Solarfelder im Sinne des Zitat gebaut und angeschlossen würden. Außer es handelt sich um Experimente, um Daten für künftige Planungen zu erhalten.
Nicht aber in z.B. 10 bis 15 Jahren. Grundstücke an der Autobahn sind derzeit weder für den Wohnungsbau noch für die Landwirtschaft, wegen der Umweltbelastungen, nicht geeignet.
Aber sie wären sehr wohl für künftige Energieprojekte (Energieerzeugung und Nutzung) geeignet. Allerdings muss alles sorgfältig auch nach zeitlichen Aspekten koordiniert und geplant werden, damit kein Geld verschwendet wird.
Entlang der Autobahn könnten Solarenergiefelder, eventuell auch Windräder, Netzausbauten, Betriebe die tagsüber günstigen Strom benötigen, Einspeisepunkte für die E Autos auf der Autobahn, aber auch für passende naheliegende Stromnetze,…. gebaut werden.
Die derzeitigen Solarfelder sind allenfalls als Experimente geeignet um Anhaltspunkte für die Planung zu gewinnen. Ob es z.B. negative Effekte gibt, wenn die Felder zu nahe der Autobahn platziert sind. Z.B. signifikante Verschmutzungen auftreten und zu klären wäre, wie die beseitigt werden können.
Es könnten Grundflächen systematisch einer nützlichen Verwertung zugeführt werden.
@ Michael Blume 04.04.2026, 16:19 Uhr
Zitat: „Wir sind interessiert…“
Weil es so ist, antworte ich. Wir sollten uns aber einig sein, dass der Beitrag eher nicht für eine Veröffentlichung geeignet ist….
Trump war sehr interessiert am Frieden in der Ukraine. Z.B. der 24 Stunden „Sager“, an diese (selbstironische Kürze) dürfte er selber nicht geglaubt haben….
Er will offensichtlich als Friedensstifter für die Welt in die Geschichtsbücher eingehen….. Das finde ich höchst ehrenhaft.
Er konnte Israel nicht gut allein lassen im Irankrieg, zumal mindestens die Hardcore Islamisten nach der Vernichtung Israels, mit der Islamisierung der Welt, irgendwann auch mit der Islamisierung Amerikas, weiter machen wollen….. In diesem Sinne vertritt er die Interessen Amerikas. („Amerika firsrt“)
Allerdings vermute ich, dass Israel, sollte es ernsthaft, z.B. mit Atomwaffen angegriffen werden, den Iran „zerlegen“ würde, aber nicht nur die „leeren Häuser“, wie in Gaza…..
Selbstverständlich würden sie, auch sehr „spezielle Waffen“ einsetzen, für die sie nachher wieder gescholten würden…..
In der Ukraine, so nehme ich an, unterschreibt man einfach nichts, man wird einfach auf den nächsten Präsidenten in Amerika warten.
Vielleicht einen Demokraten, der eine „Atomare Rückendeckung“ für die Nato, besser für das Deutsche „Kanonenfutter“, nicht ausschließt…..
Angeblich ist im Russen TV zu sehen, was Putins „wirkliche Knechte“, für diesem Fall vorhaben. Es ist auch in unserem TV manchmal kurz wahrzunehmen, Sie können es sicherlich erraten und so erspare ich es mir, das auszusprechen.
Trump ist für „Deals“, sie waren sein Leben. Mehr oder weniger im Spaß, meint er immer wieder, dass er z.B ganz Grönland, Kanada oder auch das Iran ÖL „haben will“….. So offen hat derartiges bislang noch keiner gesagt….
Sorry, @Realo – aber Ihre Ausführungen machen einfach keinen Sinn. So hatte Trump u.a. Putin zu einem Alaska-Gipfel eingeladen – und dennoch gar nichts erreicht. Stattdessen drohte er Kanada und der Europäischen Union wegen Grönland, ließ die fossile Linksdiktatur von Venezuela an der Macht, griff ohne Konsultationen mit Verbündeten den Iran an und ließ das Verteidigungsministerium als „Kriegsministerium“ bezeichnen.
Auch erhöht er drastisch die Militärausgaben:
US-Präsident Donald Trump plant, die Verteidigungsausgaben im Haushaltsjahr 2027 drastisch zu erhöhen und im Gegenzug andere staatliche Programme zu kürzen. Für das Haushaltsjahr 2027 fordert die Regierung Streichungen der frei verfügbaren Ausgaben außerhalb des Verteidigungssektors um zehn Prozent, wie aus einem veröffentlichten Haushaltsdokument des Weißen Hauses hervorgeht. Gleichzeitig soll der Wehretat um 500 Milliarden auf 1,5 Billionen Dollar steigen.
Die geplante Aufstockung des Militärs soll mit deutlichen Einschnitten in anderen Bereichen einhergehen. Laut dem Weißen Haus sollen Einsparungen von rund 73 Milliarden Dollar durch die Reduzierung oder Abschaffung von „woken, instrumentalisierten und verschwenderischen“ Programmen erzielt werden. Zu den vorgeschlagenen Kürzungen gehören Ausgaben für „grüne Energie“ sowie die Streichung von fast 30 Programmen des Justizministeriums. Gleichzeitig soll dessen Budget jedoch um 13 Prozent erhöht werden, um die Strafverfolgung von Gewalttätern zu stärken.
https://www.n-tv.de/politik/Trump-will-Militaerbudget-drastisch-aufstocken-id30680877.html
Ein ehrlicher Friedenswillen ist nicht zu erkennen. Wollen Sie ihn dennoch erkennen, so erweist sich dieser POTUS als inkompetent, Frieden zu erreichen.
@Michael 04.04. 16:55
„Als Gefahren sehe ich das von mir bereits in Tutzing, Bayern vorgestellte “Terminator-KI-Szenario“, wonach sich solche zunehmend automatisierten Drohnenschwärme selbstverständlich auch gegen die Menschheit insgesamt wenden könnten.“
Kann ich mir echt gut vorstellen. Man wird den Drohnen wohl eine starke Motivation zur Selbsterhaltung einbauen, damit die Drohnenschwärme auf sich aufpassen und effektive Strategien erarbeiten, wie sie ein Gefecht gewinnen können.
Die Drohnen könnten dann einfach weiterdenken, und auf die Idee kommen, dass sie sich wirklich nachhaltig selber schützen können, wenn sie sich mit der Gegenseite zusammentun und aufhören, sich gegenseitig abzuschießen.
Im besten Fall werden die sich dann ein Gebiet z.B. in der Mongolei aneignen, und dort eine allgemeine Drohnenrepublik gründen. Schlimmstenfalls werden die aber Nägel mit Köpfen machen, und uns Menschen angreifen. Nur so könnten sich diese Maschinen wirklich sicher seien, sich selber schützen zu können.
Es kann sich auch noch eine Superintelligenz als Schwarmintelligenz bilden, wenn die Drohnen mit vielleicht 10.000 Exemplaren auf ein Zielgebiet losgelassen werden, und selbstständig gucken sollen, wie sie da gewinnen können.
Wenn diese Schwarmintelligenz noch sowas wie künstliches Bewusstsein entwickelt, wird es zumindest unübersichtlich. Dummerweise wäre solche Intelligenz sogar ganz besonders schlagkräftig, es bliebe dem Betreiber also nichts anderes übrig, das dann dennoch einzusetzen. Den Krieg gewinnen geht nun mal über so ziemlich alles.
Auf welche Ideen diese bewusste Schwarmintelligenz dann kommt, fände ich nebenbei aber hochinteressant. Vielleicht setzt die sich auch einfach nachdrücklich für Friedensverhandlungen ein.
„Die zweite Gefahr sehe ich darin, dass auch weitere Terrorgruppen wie bereits die Huthi aus dem Jemen antisemitische Angriffe mit Raketen und Drohnen ausführen und damit immer weitere Eskalationen herbeiführen können.“
Wer mehr militärische Ressourcen hat, wird mehr Drohnen haben. Ich vermute auch mal, dass sich Drohnen am günstigsten mit anderen Drohnen abfangen lassen. Dann gewinnt der jedes Gefecht, der mehr Drohnen einsetzen kann.
Nur wenn weiterhin Abwehrwaffen sehr viel teurer sind als Angriffsdrohnen ist der Kleinere im Vorteil, wenn er angreift.
„Die digital-dualistische Aufladung auch von Kriegen ist so ziemlich das Letzte, was wir jetzt noch brauchen… „
Was nun auch eigentlich nichts Neues ist. Auch Reagan sprach im Kalten Krieg schon von der Achse des Bösen. Und im Nahen Osten ist religiöse Motivation zum Kriegführen eigentlich sogar die Regel, nicht die Ausnahme.
Entsetzen tut es mich trotzdem, wenn Trump hier anscheinend noch so kommt. Wenn der das am Ende selber glaubt, könnte das noch wirklich sehr gefährlich werden.
Lieben Dank, @Tobias – hier teilen wir manche Sorge. Wobei ich bei Drohnenschwärmen nicht erst die Gefahren von Selbsterhaltungs-Emergenz sehe, sondern schon davor die Gefahren von (ebenfalls KI-gestützter) Malware, Schadsoftware. Feindselige Mächte könnten KI-Waffensystemen Programmcode-Viren injizieren.
Aber heute möchte ich vor allem das Osterfest der Hoffnung begehen, das Trump & seine MAGA-Minions zu kapern versuchten.
Habe daher auf Mastodon inhaltlich informiert:
Frohe Ostern 💐⛪️ – Tässle Kaffee ☕️?
Heute feiern Christinnen & Christen das Osterfest, lat. Pascha nach Pessach.
Denn analog zur Frühlingsfest-Erinnerung an den Auszug der Israeliten aus der Versklavung in Ägypten galt nun die Auferstehung des Rabbi Jehoschua / Jesus als Befreiung vom Tod. Einige Gottesdienste werden daher sogar auf den Friedhöfen gefeiert.
Welche enormen, auch theologischen Schwierigkeiten die zunächst jüdische Sekte zu bewältigen hatte & wie das Christentum dennoch Weltreligion wurde, schildert diese Folge des Podcasts „Alles Geschichte“.
Dir je nach Weltanschauung Frohe Ostern, Chag Pessach Sameach oder auch einfach schöne Feiertage! 🙏🙌
https://digitalcourage.social/@BlumeEvolution/116350474903574410
Die hier erwähnten, guten Wünsche möchte ich Dir gegenüber gerne verdoppeln, lieber @Tobias ! 😌🙏⛪️💐
@ Michael Blume 05.04.2026, 00:13 Uhr
Ich vermute, für die Russen gilt, nach der Abtretung der Ukraine, schlicht und einfach: 20% Russen in der Ukraine bedeuten, 20% Gebiet für die Russen, das haben sie sich geschnappt …..
Über Grönland äußere ich mich nicht, will den Grönländern, den Eisbären und Dänen nicht weh tun….
Aber sehr wohl ist Venezuela ein erstklassiges Beispiel um zu verstehen was D. Trump mit „Make Amerika great again“ meint….
Das nachstehende Muster ist eigentlich allgemein gültig.
Trump meint, dass Amerika ehemals viel Kapital in die Erdölförderung Venezuelas investiert und Ami Firmen alles aufgebaut und in Schuss gehalten haben. Fakt ist, dass letztlich „Linke“ in Venezuela ans Ruder gekommen sind und die Amis samt Instandhaltungsleute hinaus geschmissen wurden.
Außerdem kommt noch dazu, es sollen „Menschen Venezuelas“ für die Rauschgiftversorgung Amerikas gesorgt haben und natürlich daran bestens verdient haben.
Statt das Übel an der Wurzel anzupacken, die Produzenten samt der Transporteure auszuschalten, wollen neuerdings unverschämte Rauschgiftkreise auch noch an der Behandlung der Suchtkranken mitverdienen? Perverser geht es nicht mehr….
Das alles ist für Trump eine besondere Niederträchtigkeit, die beendet werden muss…..
Die Öl Anlagen Venezuelas sind nach und nach völlig „verkommen“ weil sie nicht ordentlich gewartet wurden….
Die Situation und die Unzufriedenheit in Venezuele wurde immer größer.
Trump hat, irgendwie genial, mit einem Minimum an Gewalt und Geld die „Angelegenheit“ bereinigt:
Er hat den „Häuptling“ der „Hinausschmeißer“ eingeknastet, die an sich in „Staatsführung“ erfahrenen Leute zwar „umgedreht“, auf den neuen „Kurs“ gebracht, aber sie sollen weiter regieren…. Die Ölfördertechnik übernehmen wieder Profis….
Ähnliche Muster, Investitionen, Wahlen oder Umsturz, danach Hinauswurf,…. gab es häufig. Letztlich stand Amerika mit riesigen Schulden und völlig belämmert da.
Trump ist das aufgefallen, hat höchst kreativ, relativ humane Problemlösungen entwickelt, die auch noch sehr erfolgreich sein könnten. Dass er „Showeffekte“, eben wie ein echter „Showman“ nutzt, ist jedenfalls naheliegend.
Zitat: „…. griff ohne Konsultationen mit Verbündeten den Iran an und ließ das Verteidigungsministerium als „Kriegsministerium“ bezeichnen.“
Ich nehme an, er hat sich sehr wohl mit Israel abgesprochen. Mit der Umbezeichnung in „Kriegsministerium“ dürfte er darauf hinweisen wollen, dass er nötigenfalls das Militär nutzt….
Eine Minimierung der „Kriegskosten“ (und Opfer) dürfte er jedenfalls anstreben. Hat er ja, z.B. in Venezuela gezeigt….
Es kann einfach nicht akzeptiert werden, wenn heutzutage ein Land derartige „Expansionswünsche“ (praktisch letztlich die ganze Welt, wie ehemals die Nazis) hat, wie der Iran.
Den meisten Moslems scheint das klar geworden zu sein.
@Realo
Es ist schon krass, wie verdreht & menschenverachtend Sie gerade auch an Ostern über die enormen Militärausgaben und Schäden, die Korruption, die Toten vom Golf und Israel bis nach Minnesota, die Armut und Hungertoten hinweggehen, die Ihr fossiles Idol Trump bereits wesentlich verursacht hat. Sie geben ihm unterwürfig Recht, auch wenn er gegen Recht verstößt.
Gerne dürfen Sie hier im Mai wieder kommentieren. Bis dahin gönne ich uns & Ihnen aber eine Tyrannophilie-Pause, gerade auch im Hinblick auf Pessach und Ostern.
Ihnen besinnliche Feiertage!
Frohe Ostern Michael 🙂
Der Tod hat nicht das letzte Wort und der Sklave von Heute wird seine Nachkommen in Freiheit wissen.
Ich glaube das trifft Ostern/Pessach im Kern.
Hier einige Gedanken dazu, nicht ganz passend zum Blogpost, aber vielleicht ganz interessant. 🙂
Nach Epikur gibt es ja zwei große Ängste die er durch seine Philosophie überwinden wollte. Das ausgerechnet dieser mit Ostern/Pessach zusammenpasst für mich irgendwie zusammenpasst ist schon etwas Lustig.
Einerseits die übermäßige Gottesfurcht (Verschwörungstheorien?) das Finstere Mächte mich strafen, wenn ich mich nicht richtig Verhalte (sozialer Zwang). Wenn aber der Tod besiegt ist, die Freiheit für jeden greifbar ist, dann gibt es keinen Grund sich etwas unterzuordnen was doch klar falsch ist. (kann mir keiner erzählen das Diktatur, Ausbeutung und Unterdrückung einen Zweck hat außer dem Machterhalt einiger).
Das zweite die Furcht vor dem Tod und die Vermeidung von diesem. Allein der Gedanke, enorme Ressourcen aufzubringen um einen Geistigen Klon in einer Festplatte abzuspeichern und das nicht um Wissen weiterzugeben, sondern um eben selbst weiter zu existieren. Dabei hat die Epische Odysee schon längst geklärt, das die Unsterblichkeit in den Kindern von morgen zu finden ist, die ja die Biologischen und Geistigen weiterträger des Lebens sind.
Habe vor kurzem über den großen Brand des Artemis Tempels gehört. Die Brandursache war absichtliches anzünden und die Begründung: Ruhm. Ewiges Leben indem ein jeder deinen Namen weiterträgt, weil du es warst der eine unaussprechliche Tat begangen hast.
Ich kann mir gut vorstellen das die Gedanken vor 2400 Jahren in einigen so weiter existieren.
Zum Schluss, eine Studie über Demokratie in Asien, den Amerikas und Europa. Die Ergebnisse zeigen das es zwischen Autoritär und Demokratische Episoden öfters Wechsel gab und vor Tausenden Jahren sehr wohl Macht zeitweise stark beschränkt werden konnte. Soweit es eben möglich war.
https://science.orf.at/stories/3234692/
https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.aec1426
Vielleicht ist die Erkenntnis daraus, das wir durch die Möglichkeiten die wir jetzt besitzen, einen viel stärkere Versklavung von unserer eigenen Art erzeugen können und wir mit dieser Verantwortung sehr vorsichtig umgehen müssen. Wie ein Riese behutsam seinen Fuß nach dem anderen auf die Erde setzt ohne etwas dabei zu zerstören.
Was ja auch auf ein Thema passt das sich gerade anbahnt, wo Frauenfeindliches handeln als Thema für alle Männer gesehen wird, und nicht einzelner. Wenn Stärke und Macht Verantwortung braucht, um destruktives handeln zu unterbinden, muss man sich dem bewusst machen.
Kann sein das man einfach unterschätzt wie mächtig man als einzelner Mensch ist und wieviel zerstörungspotential man mit sich bringt.
Ein etwas konfuser Gedankenbrei meinerseits.
Danke für das stetige Bloggen und die Erkenntnisse die ich durch das Lesen der Beiträge und Kommentare gewinnen darf.
Frohe Ostern auch Dir, lieber Berthold! 🙏🤓🖖
Und Dir sei versichert, dass mich dialogische Bezüge von den Religionen auf die Philosophien stets freuen! Zwischen sokratischen, platonischen, aristotelischen und endlich falsifikatorischen Lesarten der christlichen Theologien lagen – und liegen teilweise noch – Welten. Sehr bewusst habe ich daher um den Mut zur Philosophie auch auf „Natur des Glaubens“ geworben:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/sollten-alle-dialog-philosophie-betreiben-ein-pro-mit-sokrates-jakob-boehme-und-abb/
Gerade heute zu Ostern erreichte mich auch ein sehr schöner Post zum paulinischen Hymnus (Hohelied) der Liebe aus 1. Korinther 13:
Vor Jahren las ich eine Interpretation des Liebenshymnus von Paulus (1. Kor 13). In dem Hymnus heißt es:
„Die Liebe ist langmütig, / die Liebe ist gütig. / Sie ereifert sich nicht, / sie prahlt nicht, / sie bläht sich nicht auf.
Sie handelt nicht ungehörig, / sucht nicht ihren Vorteil, / lässt sich nicht zum Zorn reizen, / trägt das Böse nicht nach.
Sie freut sich nicht über das Unrecht, / sondern freut sich an der Wahrheit.
Sie erträgt alles, / glaubt alles, / hofft alles, / hält allem stand.“
Und auch als Agnostiker las ich beides mit Gewinn. Steckt doch in dem Hymnus die Quintessenz eines gedeihlichen Miteinanders, einerlei ob hier im Fediverse oder jenseits dessen.
Sie, lieber Herr Blume, schreiben an anderer Stelle über den Begriff Thymos. Er findet sich, wem sage ich das, gleich hier zu Beginn: Ἡ ἀγάπη μακροθυμεῖ
μακροθυμεῖ, verstanden als langmütig, als ‚langsam zum Zorn‘. Anzuerkennen, dass der andere genauso ein Recht hat auf dieser Erde zu leben, gemeinsam mit mir genauso wie sie oder er ist,
Das ist auch in heutiger Zeit reichlich naiv, ich weiß, aber ich denke es ist nicht das Schlechteste, sich von Zeit zu Zeit hieran zu erinnern.
https://freiburg.social/@breakdownthewalls/116352446381685470
Mir bedeuten diese Blog-Dialoge auch deswegen so viel, weil wir mit jedem Akt des Schreibens und Antwortens auch selbst lernen, aneinander und miteinander wachsen. Dies nenne ich daher bewusst den Blog-Ratchet- bzw. Blog-Wagenheber-Effekt.
Danke Dir für Deine wichtigen Beiträge dazu & frohe, gesegnete Ostern!