Blume & Ince 52: Gegen das Silencing kurdischer & anderer Minderheiten – Für eine neue Dialog-Medienkultur

Eigentlich hatte ich diesen Blogpost mit einer Ansage gegen das Verstummen von Journalistinnen & Journalisten eröffnen wollen, das ich u.a. im Interview mit Studierenden der EH Ludwigsburg (aufgegriffen durch focus.de) thematisiert hatte:
„Manche Leute sagen, deutsche Medien berichten nur proisraelisch, andere meinen, sie berichten nur propalästinensisch. Von Journalisten höre ich: Egal, wie wir berichten, wir kriegen immer Haue, also wählen wir lieber andere Themen. Das besorgt mich. Besser wäre, alle setzen sich damit ehrlich auseinander, denn der Krieg geht ja weiter und Menschen sterben.“
Interview „Es gibt keine glücklichen Hater“ durch drei Studentinnen der EH Ludwigsburg. Screenshot via Mastodon: Michael Blume
Doch gestern erschien in der taz ein Kommentar von Susanne Knaul, der mich entsetzt hat: „Zentralrat bejubelt Irankrieg. Einfach mal die Klappe halten“
Dem von Delegierten der deutsch-jüdischen Gemeinden gewählten und auch selbst deutschen Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hielt die Journalistin ernsthaft vor, er hätte sich „in seiner Funktion zurückhalten und Stellungnahmen dieser Art besser dem israelischen Botschafter überlassen müssen.“ Und dies übrigens in einer Zeitung, die dafür bekannt ist, nach Herzenslust und oft in deutscher Macker-Attitüde etwa US-amerikanische, russische oder ukrainische Politik zu kommentieren.
Was wir hier erleben wurde im Deutschen „Zum-Schweigen-bringen“ und wird im Englischen „Silencing“ genannt: Angehörige gefühlter Mehrheiten versuchen Angehörigen religiöser und ethnischer Minderheiten vorzuschreiben, was sie wie zu sagen haben – selbst dann, wenn diese Deutsche sind und selbst dann, wenn sie in ihre Funktionen gewählt wurden.
Ich finde das übel – und zwar gegenüber jeder Religion, Ethnie und auch Redaktion! Aus meiner Sicht gehört es nicht nur abstrakt zur freiheitlichen Gesellschaft, sondern sogar zur Menschenwürde, dass sich Menschen individuell und gemeinschaftlich gleichberechtigt äußern dürfen. Frau Kaul muss Herrn Schuster nicht zustimmen – aber sie hat kein Recht, ihm das Wort verbieten zu wollen. Dieser Kommentar war aus meiner medienethischen Sicht ein heftiger Fehlgriff, liebe taz!
Zu den Gruppen, die gerade auch in Deutschland am meisten vom Silencing betroffen sind, gehören Kurdinnen und Kurden. Denn es handelt sich bei einer Größe von 30 bis 40 Millionen Menschen um eine riesige Ethnie, die ohne eigenen Staat auf vier Staaten verteilt sind: Turkiye, Iran, Irak und Syrien. Sie gehören mehreren Sprachgruppen und vielen Religionen an, wobei beispielsweise das irakisch-kurdische Judentum im 20. Jahrhundert durch Vertreibungen erlosch und das Jesidentum einen Genozid erlitt.
Gerade weil ich persönlich Bestrebungen nach einem eigenen, kurdischen Staat für unrealistisch und schädlich halte, befürworte ich umso mehr die dialogische und demokratische Teilhabe von kurdischen Menschen in ihren Staaten. Dass kurdische Menschen mangels eigener Staatsangehörigkeit in Deutschland nicht einmal erfasst werden und auch Deutsche kurdischer Herkunft wenig Gehör finden, hat mich gerade auch angesichts der (inzwischen eingestellten) Kämpfe in Syrien sehr bedrückt. Wie zuvor schon Kirkuk im Irak so wurden auch ölreiche Gebiete in Syrien von arabisch-zentralstaatlichen Truppen eingenommen. Und sehr bewusst hatte ich bei einer Demonstration im Mai 2024 den Freiheitskampf auch der iranischen Kurdinnen & Kurden gewürdigt – der nach der Ermordung von Jina Mahsa Amini (1999 – 2022) mit immer brutalerer Gewalt unterdrückt wurde.
Mit Susanne Jakubowski von der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs und mit Mona Kizilhan auf einer Stuttgarter Demonstration gegen Antisemitismus und Extremismus, Mai 2024. Foto mfG: Friedrich-Ebert-Stiftung
Schon in Folge 27 von „Blume & Ince“ hatten mein deutsch-türkisch-kurdischer Mitcaster & ich angesichts einer Preisverleihung über das Kurdentum und das Ezidentum als „Demokratiesegen für Deutschland“ gesprochen. Und für die aktuelle Folge 51 konnten wir den dafür sehr aktiven Oberbürgermeister von Filderstadt, Christoph Traub und die deutsch-kurdische Menschenrechtsaktivistin Dilnaz Alhan gewinnen.
Gemeinsam hatten und haben wir das Ziel, mit dem neuen Format eines publikums-offenen Podcasts & Videocasts gerade auch Angehörige religiöser und ethnischer Minderheiten in Deutschland zu ermutigen, für sich selbst zu sprechen und eigene Medienformate zu schaffen. Die o.g. schlimme Entgleisung der taz unterstreicht ja, dass sich niemand mehr auf eine faire Berichterstattung in den alten Medien verlassen sollte. Wer nicht auch digital für sich selber spricht, wird nicht gehört – oder gar aufgefordert, zu schweigen!
Hier ist also die Folge 52 von „Blume & Ince“ wie immer kostenfrei bei podigee und bei allen gängigen Streaming-Portalen. Und hier auch das Videoformat – das leider am Anfang einen Bildaussetzer hatte.
Wie immer freuen sich Inan & ich über konstruktive Fragen und Diskussionen auch auf dem Blog. Wir tun das ehrenamtlich, weil wir glauben, dass in freiheitlichen und demokratischen Gesellschaften alle das Recht und die Verantwortung haben, sich einzubringen.


Vielen Dank @Dilnaz Alhan, @Christoph Traub, @Michael Blume und @Inan Ince für dieses wunderbare Gespräch!
Zuerst einmal meine Hochachtung vor @Dilnaz Alhan, die ihr Engagement so wunderbar auf den Punkt bringt:
„Wenn man als Betroffene nicht handelt, sondern schweigt, dann kann man den Menschen, die keine Stimme haben, dann auch keine Stimme sein.“
Und es sollte mehr Politiker geben wie Oberbürgermeister @Christoph Traub. Es würde unserem Land gut tun, wenn seine mutige Neugierde und Aufgeschlossenheit Schule machen würden.
Das Thema des Abends interessiert mich auch aus emotionaler Verbundenheit zu Erlebnissen, die sehr weit in meiner Vergangenheit zurückliegen, sehr.
Umso mehr bedauere ich es, dass wir am Montag Abend nicht persönlich dabei sein konnten – uns ist leider ein anderer wichtiger Termin dazwischen gekommen.
In den frühen 1990er Jahren reiste ich mit einer Kommilitonin (die Arabisch und Aramäisch sprach) durch Syrien. Wir besuchten dort auch den von Aramäern und Kurden bewohnten Teil des Landes und kamen bis nach Al-Hasakah.
Insgesamt bescherte mich die Reise mit einem Wechselbad an Eindrücken und Emotionen, ja, auch Dissonanzen: einerseits überall die Zeichen eines totalitären Systems: riesige Portraits des alten Hafis al-Assad an den Hauswänden, die einen ständig anschauten. In Damaskus der Galgen an einer großen Straßenkreuzung. Dann wiederum die unendliche Gastfreundschaft der Menschen, ja, auch eine überall sichtbare ethnische Vielfalt. Und wunderschöne Orte: Aleppo, Maalula, Palmyra. Als ich viele Jahre später, während des syrischen Bürgerkrieges, in den Nachrichten von den schrecklichen Geschehnissen erfuhr, die die Menschen dort erleiden mussten, brach es mir das Herz.
Ich bin kein Nahost-Experte, aber ein Eindruck, den ich damals von der Reise gewann, war, dass es in dem Land viele „Nischen der ethnischen Vielfalt“ gab – trotz der Tatsache, dass der Staat totalitär geführt wurde. Mich würde sehr die Perspektive von Menschen interessieren, die sich mit dieser Weltgegend und ihrer Geschichte besser auskennen als ich.
Ich hoffe sehr, dass die neuen Machthaber in Damaskus diesbezüglich (Koexistenz und ethnische Vielfalt) keine Rückwärtsbewegung vollziehen. Ich beobachte die Entwicklung daher mit großer Skepsis und staune über die ungeduldige Naivität, mit der einige Politiker hierzulande das gegenwärtige Syrien durch die rosa Brille sehen, als wäre jetzt alles in Ordnung und man könne Menschen bedenkenlos überall dort hin abschieben.
Und ich kann dem, was @Dilnaz Alhan gesagt hat nur zustimmen: die Kurden, die sich dem Terror des IS mutig und effektiv entgegengestellt haben, dürfen wir nicht ein weiteres Mal im Stich lassen. Sie haben unsere Solidarität verdient. Hier wünsche ich mir, dass Politik und Gesellschaft endlich zur Besinnung kommen und sich wieder an der Menschenwürde orientieren, anstatt sich – wie auch im Fall Afghanistan – sich mit (ehemaligen) Terroristen gemein zu machen und die, die unseren Schutz brauchen, zurück zu weisen. Daher nochmal mein Respekt, @Michael, dass Du das Bundesverdienstkreuz abgelehnt hast.
Aktuell ist ja die Rede davon, dass kurdische Kräfte bewaffnet werden sollen, um einen Aufstand im Iran zu begünstigen (hiei bei ntv).
Ich möchte nur hoffen, dass die Kurden im Iran sorgfältig abwägen, wie sie sich in die gegenwärtigen geopolitischen Entwicklungen einbringen. Das Vertrauen in die aktuellen Machthaber in den USA darf angesichts der bisherigen Erfahrungen mit internationaler Unterstützung und deren Folgen kritisch hinterfragt werden.
Vielen herzlichen Dank für Dein Interesse und Deine starken, auch biografischen Schilderungen, lieber @Peter 🙏
Und, ja, ich stimme Dir zu: Eine gute Entwicklung werden nur jene Staaten dort nehmen können, die auch die ethnische und religiöse Vielfalt gerade auch der kurdischen Menschen in demokratischen und rechtsstaatlichen Strukturen zur Geltung bringen. Die eigenen Beobachtungen und vielfachen Gespräche in kurdisch besiedelten Gebieten trugen erheblich dazu bei, dass ich die Gebirgsregionen-Medienthese entwickeln konnte:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-alpenraum-medienthese-kit-vortrag-und-studienbrief/
Die Geschichte Mitteleuropas stand mir zugleich vor Augen, als es damals in Kurdistan-Irak zu einer Abstimmung über die Unabhängigkeit kam. Besorgt warnte ich meine kurdischen Freundinnen & Freunde als Politikwissenschaftler, dass sich Bagdad und auch die benachbarten Nationalstaaten dagegen zusammenschließen würden, dass insbesondere die Ölfelder um Kirkuk eine allzu verlockende Beute würden. Und so kam es leider auch…
Dass kurdische Truppen durch Großmächte unterstützt erst unterstützt und dann fallen gelassen wurden, haben die Menschen in Syrien gerade erst wieder bitter erlebt. Sie kämpften lange und auch mit US-Unterstützung gegen die Assad-Diktatur – und wurden dann auch von Trump an den neuen, syrischen Machthaber ausgeliefert. Übrigens auch gegen israelische Proteste, die lieber ein föderales Syrien als noch einen autoritären Rentierstaat als Nachbarn sehen würden.
Auch in Deutschland hat sich ein intensiver, jüdisch-kurdischer Dialog entwickelt, vgl.:
https://werteinitiative.de/kurdisch-juedischer-kongress/
Was kann und sollte also die EU, sollten wir in Deutschland tun?
Aus meiner Sicht ist völlig klar, dass auch hier wieder erneuerbare Friedensenergien wichtig wären, um autoritären und zentralistischen Rentierstaats-Eliten der Region Gelder zu entziehen und stattdessen demokratische und föderale Stimmen zu stärken. Wenn auch kurdische Gebiete mit erneuerbaren Wohlstandsenergien wie Wasser und vor allem Sonne mehr Energie produzieren können, werden sie nicht „nur“ wirtschaftlich, sondern auch politisch stärker.
In Deutschland und der EU selbst sollten viel mehr dezentrale und fediversale Medien entwickelt werden, über die sich auch europäisch-kurdische Menschen in die Dialoge einbringen können. Genau auch deswegen bauten wir diese Folge.
Ich möchte nicht „anstelle“ etwa kurdischer, jüdischer oder muslimischer Menschen sprechen, sondern Beiträge dazu leisten, dass sie für sich selbst sprechen können.
Warum sollten nicht noch viel mehr Menschen an der neuen, fediversalen Öffentlichkeit und am dialogischen Blog-Wagenheber-Effekt teilhaben? Menschenwürde, Demokratie und Freiheit sind für alle da!
Lieber Peter,
vielen Dank für deinen Kommentar und dass du so tief in die Folge gehört/geschaut hast!
Es ist wirklich bereichernd Länder zu bereisen, die nicht das Glück haben, zu der Handvoll Menschen zu gehören, die in der sog. westlichen Welt leben. Selbst meinen Studis empfehle ich, wenn sie die Möglichkeit haben, auch mal in ein Entwicklungsland zu reisen, statt nur an Strände. Gelegentlich lasse ich per Handzeichen zählen, wie viele das schon einmal gemacht haben. Im Ergebnis sind das selten mehr als zwei bis drei Prozent.
Es gibt einem einfach eine völlig neue Perspektive auf das Leben und stellt die Selbstverständlichkeiten infrage, die für uns so allgegenwärtig sind. Auf der einen Seite entwickelt man ein gewisses Verständnis (nicht Gutheißen!) dafür, warum autoritäre oder totalitäre Systeme in manchen Regionen eher verbreitet, bzw. akzeptiert sind, und auf der anderen Seite, warum unsere Demokratie eine so hart erkämpfte Staats- und Gesellschaftsform ist, die es definitiv wert ist, verteidigt zu werden.
Wir brauchen sicher nicht noch einen Staat auf der Erde. Aber als jemand der von den vereinigten Staaten von Europa träumt, wünsche ich mir eine Art Konföderation im nahen Osten. Nur wirken die Bedingungen dafür unrealistischer als je zuvor.
Fun Fact: Ich hatte Michael auch noch mal für das BVK vorgeschlagen, ohne zu wissen, dass er schon vorgeschlagen wurde. Fünf Seiten Laudatio-Text für die Bewerbung umsonst. Aber natürlich nehme ich es weder ihm noch den Entscheidenden übel 😉
Vielen Dank auch für den Bundesverdienstkreuz-Vorschlag von Dir, lieber @Inan – Du hattest das ja ohne meine Kenntnis versucht und ich hatte meine Ablehnung desselben bereits mitgeteilt. Ich fand es aber cool vom Bundespräsidialamt, dass sie Dir das auch mitgeteilt haben. Immerhin hattest Du Dir bürgerschaftliche Mühen gemacht…
Die Hintergründe sind @Peter und Dir ja gut bekannt: Ich halte es für eine politische und moralische Fehlentscheidung der Bundespolitik, rechtstreue, jesidisch-kurdische Menschen in den Nahen und Mittleren Osten zurück zu schicken. Die Menschen – darunter ganze Familien, viele Kinder – werden dort ethnisch „und“ religiös diskriminiert und haben keine gute Zukunft zu erwarten! Da kann ich als Christ nicht einfach ein „Kreuz“ annehmen, würde mich wie ein Heuchler dabei fühlen.
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-krise-des-deutschen-bundestag-der-genozid-an-den-jesiden/
Im Kern fordere ich gar nicht mehr, als dass der Bundestag seinen eigenen, einstimmigen (!) Beschluss des Antrags „Anerkennung und Gedenken an den Völkermord an den Ezidinnen und Eziden 2014“ vom Januar 2023 ernst nimmt. Hier die absolut lesenswerte Bundestags-Drucksache 20 / 5228 mit dem Antragstext:
https://dserver.bundestag.de/btd/20/052/2005228.pdf
Und schaut unten mal, welche Demokratinnen und Demokraten diesen Antrang namentlich eingebracht haben!
Berlin, den 17. Januar 2023
Dr. Rolf Mützenich und Fraktion (SPD)
Friedrich Merz, Alexander Dobrindt und Fraktion (CDU / CSU)
Katharina Dröge, Britta Haßelmann und Fraktion (Grüne)
Christian Dürr und Fraktion (FDP)
Weder die alte noch die neue Bundesregierung haben bisher den Mut gefunden, ihren eigenen Antrag umzusetzen. Und da stellen sich selbstverständlich Fragen nach der Glaubwürdigkeit von Bundespolitik – auch gegenüber deutschkurdischen und kurdischen Menschen.
Denn wenn ich jetzt schon wieder deutsche Kommentierende lese, die den irakischen und iranischen Kurden empfehlen, sich nicht auf Donald Trump zu verlassen, dann tritt bei mir die Frage hinzu: Und wie sehr konnten sich Kurdinnen und Kurden etwa in Syrien bisher auf deutsche Politik verlassen?
Nicht zufällig hatte ich bei Hawar.help in Berlin dazu auch in Anwesenheit von Kolleginnen und Kollegen des Auswärtigen Amtes konstruktive, aber auch kritische Worte gewählt:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/schluss-mit-dem-jahrhundert-des-blut-fuer-oel-auch-in-syrien-und-irak-rede-bei-hawar-help/
All dies sind Gründe, warum ich bei jeder Gelegenheit deutsch-kurdische, deutsch-türkische und auch deutsch-ezidische und deutsch-muslimische Menschen bitte, auch selbst ihre Stimmen digital, dialogisch und also fediversal zu erheben. Auf die Berliner Blase alleine sollten sie sich nicht mehr verlassen, sondern auch selbst demokratisch und dialogisch „lauter vernehmbar“ werden. Unsere beste Chance, zu Inans Traum von einem demokratischen und „konföderierten“ Nahen Osten beizutragen, bestünde m.E. darin, genau diese Werte bei uns selbst miteinander zur Geltung zu bringen…
Guten Morgen, @Inan und @Michael.
Um das, was Ihr schreibt, zu ergänzen: eine Veranstaltung wie diese ist genau das, was dazu beiträgt, uns als Gesellschaft unserer Vielfalt bewusst zu werden. Nochmals danke dafür!
Was das Reisen betrifft, so kann ich die Flugreisen in meinem bisherigen Leben als Ende Fünfziger an zwei Händen abzählen. Einige davon haben mich aber in mir völlig fremde Kulturkreise geführt, wofür ich sehr dankbar bin. Sie haben zur Seelen-Bildung beigetragen. Wie Du sagst, @Inan, kann es dazu beitragen, gegenüber der eigenen Herkunft und Heimat etwas demütiger zu werden – und unsere hart erkämpfte Demokratie besser schätzen zu lernen. Von daher finde ich es gut, dass Du den Studis die Anregung gibst, nicht nur an Strände zu reisen.
Wie Du sagst, @Michael, solange wir es selbst nicht schaffen, zu unseren Schutzversprechen zu stehen, gibt es keinen Anlass, sich moralisch gegenüber der Trump-Administration zu erheben. Da stimme ich Dir zu. Und damit meine ich sowohl das direkt gegebene Versprechen gegenüber den Afghaninnen und Afghanen, die als Ortskräfte tätig waren, als auch die Verantwortung, die wir dadurch übernommen haben, dass wir das, was den Jesidinnen und Jesiden vor 10 Jahren angetan wurde, als Völkermord anerkannt haben.
Übrigens war ich letztes Jahr selbst im öffentlichen Raum in eine sehr bedrohliche Lage mit einem Menschen geraten, der eine Mit-Passantin attackierte, und wo ich selbst ein wenig zur De-Eskakalation beitragen konnte. Ein Mann, der später (!), als das Schlimmste vorbei war, dazu kam, hat als erstes wütend geschnaubt, man solle „die endlich alle abschieben“. Die, die wirklich zur Entspannung der Lage an dem Tag beitrugen, waren letztlich ein paar andere Passant*innen und ich, sowie die Beamtinnen und Beamten der gerufenen Polizei, die einen wirklich guten Job machten. Nicht die Wutbürger.
Ich fühle mich nicht unbedingt sicherer dadurch, dass man jetzt Schutzbedürftige, Familien und Kinder abschiebt.
Vielen Dank, lieber @Peter – ich wollte Dir auch hier einfach mal für Dein mutiges und dialogisches Engagement danken, dass ich ja auch schon mal selbst auf einer Veranstaltung gegen Rechtsdualismus und Wasser-Verschwörungsmythen erleben durfte! Unsere Welt wäre deutlich besser, wenn es mehr Menschen wie Dich & Deine Liebe gäbe!
Auch in Sachen Afghanistan bin ich ganz bei Dir: Als freiwillig verlängerter Bundeswehr-Soldat, der auch einen seiner Söhne zum Freiwilligendienst in der Bundeswehr begleitete, halte ich die Entscheidung gegen die Aufnahme von afghanischen Verbündeten und Schutzsuchenden für moralisch und auch für militärisch katastrophal. Ich habe ja selber u.a. ein humanitäres Projekt im Irak geleitet und kann also auch aus eigener Erfahrung sagen: Wer seine Verbündeten in der Gefahr im Stich lässt, verliert das Vertrauen der Menschen weit über den eurasischen Gürtel hinaus. Die Leute gerade auch in Kriegs- und Krisengebieten sind ja nicht doof und schauen genau, auf wen Verlass ist und auf wen nicht.
Die schlimme Entscheidung sogar gegen die bereits zugesagten Aufnahmen blamiert unsere Bundeswehr und bringt unsere Soldatinnen und Soldaten in künftigen Einsätzen in Gefahr. Wie werden sich beispielsweise Ortskräfte entscheiden, wenn sie von feindlichen Kräften erpresst werden – und nicht darauf rechnen können, dass die Bundesrepublik zu ihnen steht?
Danke für deine Antwort auf den Artikel „Einfach mal die Klappe halten“. Der Artikel hat mich entsetzt, aber ich hatte Schwierigkeiten, das Entsetzen in Worte zu fassen, die es verständlich machen.
hallo @Arne Babenhauserheide,
zum Thema Silencing: ich bin auch entsetzt über solche Anmaßungen. Man kann ja unterschiedlicher Meinung sein, aber jemanden einfach zum Schweigen bringen wollen, ist so grob wie ein „halt die Klappe“ im echten Leben – entsprechend der Überschrift in der Taz.
Und mein Entsetzen ist nun umso größer, als Du, @Michael, Dich im Fediversum nun persönlich mit demselben Problem konfrontiert siehst (Link auf Deinen Mastodon-Beitrag dazu).
Danke & @Peter Gutsche – und wie schon am Holocaust-Gedenktag 2026 scheint es ein Problem mit Posts von mir zu geben, in denen ich mich gegen digitale Gewalt und Antisemitismus, für das Miteinander der Religionen und auch die deutsch-israelische Freundschaft ausgesprochen habe. Mir war schon damals nicht klar, warum Posts von mir gelöscht wurden – und jetzt ist es nur noch seltsam.
Nun ja, mir ist auch so nicht langweilig und ich kann mir gut vorstellen, auf eine andere Mastodon-Instanz umzuziehen, oder es auch einfach zu lassen. Meine Blogarbeit sowohl auf „Natur des Glaubens“ wie auch auf Mastodon ist schließlich ehrenamtlich und ich dränge mich da niemandem auf…
Hallo @Michael, geht es u.a. um den Beitrag, wo Du das Timing des Instagram-Posts kritisiert hattest, in dem kurz vor der Wahl auf das Video von Manuel Hagel über die Schülerin hingewiesen wurde? Was sollte daran gegen die Serverregeln verstoßen haben? Auch wer Herrn Hagels Äußerungen von damals (m. E. völlig zu Recht) kritisiert, sollte in der Lage sein, Deine Argumentation als legitim und diskussionswürdig zu bewerten. So geht Dialog. Ich hatte den Beitrag daher auch geteilt, kann ihn jetzt aber nicht mehr finden.
Ganz genau, @Peter – im Kern geht es ja darum, dass ich als Betroffener von Abertausenden Hassmails leider sehr genau weiß, was digitale Gewalt für Familien bedeutet & den Manuel Hagel ja auch menschlich gut kenne. Ich habe nicht einmal das Video mit der Schülerin verteidigt, sondern nur darauf hingewiesen, dass so eine Veröffentlichung kurz vor einer Wahl unter Demokratinnen und Demokraten nicht gut ist und das kostbare Vertrauen zwischen Demokratinnen und Demokraten verschiedener Parteien beschädigt.
Hätte mich jemand gefragt, so hätte ich empfohlen, dem Team Hagel das ggf. bereits kursierende Video zu übersenden und ihm selbst die Möglichkeit gegeben, darauf zu reagieren. Dann wäre es ja dennoch diskutiert worden – aber sachlicher und fairer, ohne Übergriffe gegen ihn als Mensch und gegen seine Ehefrau und Kinder. Und das geht nun mal nicht & würde ich bei niemandem gutheißen. Wenn das Veröffentlichen jahrealter Videos kurz vor Wahlen zum „normalen“ Umgangston würde, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn immer weniger Menschen für demokratische Ämter kandidieren!
Hinzu kommt, dass der Cyberstalker Benjamin Weinthal in weiteren Hassmails auch Manuel Hagel mit üblen Schimpfwörtern attackiert und verleumdet hat. Dazu hatte ich diesen Artikel der Stuttgarter Zeitung geteilt:
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.nach-troll-angriffen-israel-verteidigt-michael-blume.1aaebdcc-d0d3-4a21-885d-8d4de599087e.html
Da auch dieser Post unvermittelt gelöscht wurde, halte ich es für denkbar, dass der trotz allem positive Bezug auf die Republik Israel zu den Löschungen führte. Aber ich mag da auch nicht darüber spekulieren und gestehe auch jedem Admin das Recht zu, über die eigene Mastodon-Instanz zu entscheiden. Ich ziehe jetzt halt um und bin ein wenig traurig, denn eigentlich hatte ich mich auf der Instanz immer gut gefühlt.
Vielen Dank, @Arne Babenhauserheide 🙏👍
Sinnigerweise wurden mir heute auf Mastodon Sueden.Social mehrere Posts eines Threads gelöscht, in denen ich mich zur digitalen Gewalt gegen die Familie von Manuel Hagel (CDU) und zur Republik Israel geäußert, gegen Hass und Hetze gestellt und das oben verlinkte Focus.de-Interview eingebunden hatte. Ich habe die Inhalte dieser Posts jetzt mal gesichert und schaue, ob ich meinen Account auf Mastodon lösche oder umziehe. „Silencen“ lasse ich mich auf jeden Fall auch selbst nicht.
@Michael 06.03. 09:36
„Unsere beste Chance, zu Inans Traum von einem demokratischen und “konföderierten” Nahen Osten beizutragen, bestünde m.E. darin, genau diese Werte bei uns selbst miteinander zur Geltung zu bringen…“
Eine demokratische islamische Union wäre in der Tat keine schlechte Idee? Mit einem Ende von Öl und Gas womöglich sogar mehr als Utopie.
Einerseits mit wenig Landwirtschaft, anderseits aber auch mit durchgängig sehr hohen Erträgen von Solarenergie. Und mit reichlich Stränden für jede Menge Tourismus.
Wenn man die verschiedenen islamischen Konfessionsgrenzen überwindet, dann ist der Schritt zur vollständigen Religionsfreiheit nicht mehr weit. Und auch komplett Ungläubige wie auch Christen und Juden können dann akzeptiert werden. Und allseits zusammenarbeiten.
@Tobias 06.03. 16:18 Uhr
Also, ich kann dazu nur sagen, dass wir als religiös gemischtes „Team Baden-Württemberg“ im Irak sehr begeistert empfangen wurden. Die meisten Menschen im Nahen und Mittleren Osten wünschen sich ein Zusammenleben in Frieden, Freiheit und Vielfalt.
Auch beim diesjährigen Iftar bei der türkischen Generalkonsulin von Stuttgart wurden Zehra & ich als islamisch-christliches Ehepaar mit allen Ehren empfangen und dialogisch, respektvoll und ehrlich interessiert aufgenommen. Dass die Menschen in der Republik Türkei, im Irak, Iran und Syrien einander allesamt hassen würden, kann ich überhaupt nicht bestätigen. Die meisten Menschen auch in diesen Staaten wollen Frieden, Dialog und Demokratie!
@Michael 06.03. 16:23
„Die meisten Menschen auch in diesen Staaten wollen Frieden, Dialog und Demokratie!“
Dann kann das ja spätestens mit einem allgemeinen Ende von Öl und Gas ja noch was werden. Womöglich bis zu einer friedfertigen islamischen Union von Pakistan bis Marokko.
Lieben Dank & ja, @Tobias – genau so ist es!
Schon jetzt, in diesen Tagen, wirken sich erneuerbare Friedens- und Wohlstandsenergien gegen den fossilen Ressourcenfluch aus.
Vielen Dank für Dein Interesse & Deine Ermutigungen, @khzimmer2 🙏
Und alle von uns, die bereits auf #Wärmepumpe (hier seit 2013) und auf #Elektroauto (hier seit 2017) umgestiegen sind, haben sich damit auch von Öl- & Gaskonzernen sowie fossilen Regimen abgekoppelt, die derzeit am #Irankrieg mitverdienen.
Mehr noch: Müssten wir alle auch weiterhin fossil verbrennen, dann wären die Preise für Erdöl & Erdgas noch höher!
Deswegen sind Erneuerbare sowohl #Friedensenergien wie auch #Wohlstandsenergien. Die größte Lüge gegen den #Solarpunk lautet, wir könnten nichts tun. Wahr ist: Niemand kann alles, aber alle können etwas tun! 🙏🌱🙌
https://digitalcourage.social/@BlumeEvolution/116187258817954965
Zudem habe ich Felo.ai gerade einmal offen gepromptet:
Würde ein weltweiter Übergang zu erneuerbaren Friedensenergien auch Energiedemokratie und Frieden in islamisch geprägten Ländern stärken?
Die Textausgabe dazu halte ich auch als Politik- und Religionswissenschaftler für völlig zutreffend!
## Erneuerbare Energien als Katalysator für Energiedemokratie und Frieden
Ein weltweiter Übergang zu erneuerbaren Energien könnte tatsächlich sowohl Energiedemokratie als auch Frieden in islamisch geprägten Ländern stärken, allerdings unter bestimmten Voraussetzungen und mit erheblichen Herausforderungen.
### Potenzial für Friedensförderung
Erneuerbare Energien werden zunehmend als „Friedensenergien“ betrachtet, da sie strukturelle Konfliktursachen adressieren können. Einmal installierte Solaranlagen sind weitgehend vor geopolitischen Eingriffen geschützt[18], und die Energiewende bietet dezentralisierte, widerstandsfähige und kostengünstige Lösungen[41]. Dies ist besonders relevant, da fossile Brennstoffe seit Jahrzehnten Kriege und Terror vor allem in der arabischen Welt finanzieren[3][39].
Die Internationale Energieagentur verzeichnet weltweit einen dramatischen Anstieg der Investitionen in erneuerbare Energien, die sich in den letzten fünf Jahren fast verdoppelt haben[8]. Dieser Trend erfasst auch islamisch geprägte Länder: Saudi-Arabien strebt an, bis 2030 50% seiner Elektrizität aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen, während die Vereinigten Arabischen Emirate ähnliche Ziele verfolgen[9][33].
### Energiedemokratie und Dezentralisierung
Erneuerbare Energien ermöglichen eine dezentralere Energieversorgung, die theoretisch demokratischere Strukturen fördern könnte[42][44]. Solaranlagen können nicht nur Haushalte mit Strom versorgen, sondern auch lokale Gemeinschaften stärken[41]. Dies könnte besonders in Regionen bedeutsam sein, wo zentralisierte, auf fossilen Brennstoffen basierende Machtstrukturen autoritäre Regime begünstigt haben[32].
### Herausforderungen in islamisch geprägten Ländern
Allerdings bestehen erhebliche Hindernisse. Viele islamisch geprägte Länder sind von Armut, Analphabetismus und fehlenden Perspektiven geprägt, wodurch Umweltfragen oft nicht im Vordergrund stehen können[1]. Die Bevölkerung ist primär damit beschäftigt, grundlegende Bedürfnisse zu erfüllen, weshalb Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung mit der Bekämpfung von Armut und Bildungsdefiziten einhergehen müssen[1].
Zudem warnen Experten, dass die Energiewende in Regionen wie Asien durch geopolitische Spannungen und potenzielle Krisen erheblich beeinflusst werden könnte[40]. Die Sicherung von Energieressourcen führt Länder oft zur Militarisierung und strategischen Allianzen, was demokratische Bestrebungen behindern kann[23].
### Islamische Umweltethik als Unterstützung
Positiv ist, dass seit den 1970er Jahren in islamisch geprägten Ländern staatliche und nicht-staatliche Akteure Initiativen entwickelt haben, um Umweltkrisen zu begegnen[1]. Die islamische Lehre betont die natürliche Veranlagung (fitra) des Menschen, im Einklang mit natürlichen Prozessen zu handeln[1]. Zudem unterstützen viele Länder Umweltinitiativen durch „Green Sukuk“, islamische Finanzinstrumente zur Förderung umweltfreundlicher Projekte[13][30].
### Fazit
Ein weltweiter Übergang zu erneuerbaren Energien bietet erhebliches Potenzial für mehr Energiedemokratie und Frieden in islamisch geprägten Ländern. Der Erfolg hängt jedoch davon ab, ob die Energiewende mit umfassender Armutsbekämpfung, Bildungsförderung und internationaler Unterstützung einhergeht[1]. Die dezentralisierte Natur erneuerbarer Energien könnte demokratischere Strukturen begünstigen, doch müssen bestehende geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Herausforderungen überwunden werden[40][44].
[1] https://www.domradio.de/artikel/theologe-nassery-erklaert-islamische-umweltethik
[2] https://www.cicero.de/innenpolitik/der-stetige-vormarsch-des-islamismus-die-scharia-gewinnt-an-boden-mit-deutscher-hilfe
[3] https://hans-josef-fell.de/2023/10/20/erdoel-und-erdgas-finanzieren-kriege-und-terror/
[4] https://ithf.de/forschung/aktuelle-problemfelder/islamische-friedensethik/
[5] https://frieden-sichern.dgvn.de/meldung/mehr-sicherheit-dank-energiewende
[6] https://www.researchgate.net/publication/398182716_Challenges_and_Opportunities_Associated_with_Energy_Transition_in_Islamic_Countries
[7] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/erneuerbare-friedensenergien-und-die-abwehrschlacht-des-fossilismus/
[8] https://taz.de/Und-keiner-merkts/!vn6144347/
[9] https://www.appn.net.au/saudi-arabia-and-the-united-arab-emirates-import-energy-technologies-massively-while-sitting-on-some-of-the-worlds-largest-oil-reserves/
[10] https://www.solarserver.de/2025/11/17/wie-erneuerbare-die-energiewelt-erobern-analyse-zu-2024-2025/
[11] https://umweltinstitut.org/energie-und-klima/meldungen/diese-fuenf-laender-treiben-die-energiewende-voran/
[12] https://www.faz.net/aktuell/wissen/energiewende-macht-weltweit-fortschritte-reicht-das-fuer-die-klimaziele-accg-110722384.html
[13] https://theconversation.com/green-islam-how-muslims-are-powering-environmental-action-across-the-world-261380
[14] https://www.irena.org/News/pressreleases/2023/Mar/Investment-Needs-of-USD-35-trillion-by-2030-for-Successful-Energy-Transition-DE
[15] https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2214629623000026
[16] https://www.ned.org/democracy-in-the-muslim-world-remarks-by-damon-wilson-at-center-for-the-study-of-islam-democracy/
[17] https://www.nzz.ch/meinung/islam-und-demokratie-die-muslimische-welt-befindet-sich-in-einer-sackgasse-ld.1865230
[18] https://www.rfi.fr/en/international/20260305-with-oil-once-again-a-weapon-in-the-middle-east-is-clean-energy-the-key-to-peace
[19] https://www.unops.org/news-and-stories/opinion/renewable-energy-is-key-to-sustainable-peace-and-development
[20] https://www.tagesspiegel.de/wissen/horen-wir-auf-zu-jammern-es-geht-weltweit-voran-bei-der-energiewende-15021033.html
[21] https://mediendienst-integration.de/news/umweltschutz-oeko-muslime/
[22] https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Dossier/erneuerbare-energien.html
[23] https://www.meforum.org/middle-east-quarterly/the-economics-of-democracy-in-muslim-countries
[24] https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/die-peinliche-abhaengigkeit-des-westens-vom-oel-des-iran/
[25] https://www.ghorfa.de/de/arabische-laender-steigern-kapazitaet-fuer-erneuerbare-energien/
[26] https://www.greenpeace.org/international/story/81935/war-renewables-security-imperative-energy-mena-west-asia/
[27] https://kneopen.com/kne-social/article/view/14038/
[28] https://www.yahoo.com/news/articles/oil-once-again-weapon-middle-170027466.html
[29] https://www.arrcc.org.au/islamic_declaration
[30] https://www.greenpeace.org/international/story/71412/islamic-finance-a-powerful-solution-for-climate-action/
[31] https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S2210422424000066
[32] https://now.tufts.edu/2023/10/04/why-democracy-so-elusive-oil-rich-middle-east
[33] https://www.energypolicy.columbia.edu/saudi-arabias-renewable-energy-initiatives-and-their-geopolitical-implications/
[34] https://www.tni.org/en/publication/tunisia-and-the-elmed-project
[35] https://www.undp.org/arab-states/stories/unleash-power-renewable-energy-arab-region
[36] https://islamic-relief.org/news/g7-outcome-peace-with-the-planet-requires-a-fossil-fuel-treaty/
[37] https://unfccc.int/news/islamic-declaration-on-climate-change
[38] https://www.project-syndicate.org/commentary/islam-faith-climate-change-by-noor-al-hussein-2015-09/german
[39] https://www.sonnenseite.com/de/politik/erdoel-und-erdgas-finanzieren-seit-jahrzehnten-kriege-und-terror-vor-allem-in-der-arabischen-welt/
[40] https://www.swp-berlin.org/10.18449/2024A70/
[41] https://www.undp.org/speeches/renewable-energy-climate-and-peace
[42] https://time.com/7358460/renewable-energy-peace-democracy-venezuela/
[43] https://www.sipri.org/commentary/blog/2020/renewable-energy-opportunity-peace
[44] https://alliancebioversityciat.org/publications-data/climate-security-and-energy-transition-nexus-winds-change
[45] https://www.ren21.net/ren21-responds-to-u-s-withdrawal-from-international-climate-and-energy-bodies/
[46] https://islamische-zeitung.de/kurzmeldungen-ausland-ausgabe-366/
[47] https://www.kas.de/en/country-reports/detail/-/content/islam-in-der-multidimensionalen-krise-indonesiens
[48] https://rosaluxna.org/publications/the-struggle-for-energy-democracy-in-the-maghreb/
[49] https://www.rosalux.de/publikation/id/9192/the-struggle-for-energy-democracy-in-the-maghreb
@Michael 07.03. 15:01 / Felo.ai
„Der Erfolg hängt jedoch davon ab, ob die Energiewende mit umfassender Armutsbekämpfung, Bildungsförderung und internationaler Unterstützung einhergeht.“
Überhaupt erstmal zuverlässiger Strom hilft ja schon sehr. Den braucht man auch für eine umfassende KI-Bildungsoffensive. Jeder der Zeit hat, kann sich dann in so ziemlich allem Weiterbilden.
Und wenn wir eine umfassende Auswahl von freier Software für so ziemlich alles haben, dann profitieren gerade arme Menschen davon ganz besonders.
Der Vorteil mit den hohen Solarerträgen in den islamischen Ländern ist auch ziemlich durchgängig vor Ort vorhanden. Neben den hohen Erträgen ist der dort auch noch weit gleichmäßiger über das Jahr verteilt, dass man da gar keine saisonale Stromspeicherung braucht.
Ohne die Fossilen Einnahmen werden auch jede Menge Regime enden, die da jetzt noch gut von leben können. Und wenn wir aus den Abhängigkeiten von den Ölförderstaaten raus sind, haben wir auch keinen Grund mehr, uns da einzumischen und zuweilen noch zur Destabilisierung beizutragen.
Guten Tag, @Michael,
kurzer Hinweis: In derselben Zeitung (TAZ) gibt es jetzt eine lesenswerte Antwort auf den „Einfach mal die Klappe Halten“-Artikel.
Vielen Dank, lieber @Peter – ich schätze den von Dir dankenswert verlinkten Jonas Schnabel auch als Autor der Jüdischen Allgemeinen sehr!
Und er bestätigt auch meine Erfahrung und Beobachtung, wenn er u.a. schreibt:
Als wäre das nicht genug, schreibt Frau Knaul zudem: „Musste das sein, fragen sich vermutlich vor allem die, die dem Judentum angehören.“ Diese Behauptung wirkt weniger wie eine fundierte Recherche, sondern vielmehr wie ein unbelegtes Bauchgefühl – eine anmaßende Unterstellung. Anmaßend, weil sie meint, stellvertretend für Jüdinnen und Juden sprechen zu dürfen. Über Jüdinnen und Juden wird in der öffentlichen Debatte generell häufig gesprochen, aber deutlich seltener mit ihnen. Wer hingegen tatsächlich das Gespräch in jüdischen Gemeinden in Deutschland sucht, stellt schnell fest, dass Frau Knauls Bauchgefühl vermutlich nicht der Realität entspricht. Viele begrüßen es ausdrücklich, wenn sich der Präsident des Zentralrats klar positioniert.
https://taz.de/Zentralrat-der-Juden-und-Iran/!6160506/
Auch ich wünsche mir ausdrücklich, dass sich Deutsche verschiedenster Religionszugehörigkeit und ethnischer Herkunft (wie etwa jüdische, muslimische und deutsch-kurdische und deutsch-iranische Menschen) deutlich, konstruktiv und vernehmbar in öffentliche Diskurse einbringen. Versuchen, selbst noch gewählten Repräsentanten religiöser und ethnischer Gruppen das Wort zu verbieten, werde ich mich immer widersetzen.
Dir Dank für den Hinweis und Link! 🙏🙌
Guten Abend zusammen.
Zum Thema schutzwürdige Minderheiten finde ich heute einen Artikel in der TAZ.
In Bayern wird eine jesidische Familie vor die Wahl gestellt: der 17-jährige Sohn darf seine Ausbildung nur dann zuende machen, wenn seine Eltern ausreisen.
Menschenverachtung kennt keine Grenzen mehr, seit die Angst vor den Rechten die politische Agenda bestimmt.
Das ist wirklich bedrückend, lieber @Peter 😢
Zumal es nicht nur moralisch falsch und unchristlich ist, sondern auch politikwissenschaftlich dumm: Rechtsmimesis macht immer und immer wieder nur den Rechtsdualismus stärker. Ängste überwinden wir nur mit Haltung für die Menschenwürde, nicht durch noch mehr Menschenverachtung.
Manchmal frage ich mich schon, ob sich die deutsche Christdemokratie nicht nur verlaufen, sondern verloren hat…