Besorgte Bürger oder Gefährliche Bürger? Zum Buch von Liane Bednarz und Christoph Giesa

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Evolutionsgeschichte der Religion(en)
Natur des Glaubens

Natürlich ist es einfacher (und gerade in Zeiten des Internets zunehmend beliebter), nur noch die Literatur zu lesen, die die eigenen (Vor-)Urteile bestätigt. Deswegen suche ich bewusst auch immer wieder Bücher, die mich herausfordern, ärgern, zum Neudenken zwingen. “Gefährliche Bürger” von Liane Bednarz und Christoph Giesa ist genau so ein Werk, das nun schon seit Wochen in mir arbeitet…

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Welches (Vor-)Urteil haben Bednarz und Gliesa bei mir herausgefordert?

Ein ziemlich erhebliches – nämlich meine Wahrnehmung von rechtsextremen Menschen. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass es dabei einfach um Leute ging, die aufgrund von mangelnder Bildung, mangelnder Erfahrung im Umgang mit Vielfalt und weiteren, persönlichen Defiziten mit den schnellen, auch demografischen Veränderungen nicht zurecht kommen und entsprechend leichte Ziele für Angst und Hass suchen. Die meisten rechtsgerichteten Bürgerinnen und Bürger würde man dagegen vom Extremismus abhalten, wenn ausreichend sichere und gerechte Strukturen geschaffen und “Ängste ernstgenommen” würden.

Doch genau dieses Bild stellen Bednarz und Gliesa (als bekennende Christ- bzw. Freidemokraten) in Frage: Sie weisen darauf hin, dass sich die Lust an Angst und Hass schnell – und gerade auch durch die neuen Medien beschleunigt – verselbständigt und durch vermeintliches “Ernstnehmen” nur immer weiter angestachelt würde. Negative Erfahrungen mit Menschen anderer Herkunft, Hautfarbe oder Religion seien gar nicht nötig, da schon der Konsum entsprechend ausgewählter Medienangebote die tägliche Dosis Grusel garantiere. Bezugspunkt der “neuen Rechten” sei eben gerade nicht NS-Deutschland, sondern die sog. “Konservative Revolution” der Weimarer Republik, die Demokratie und Freiheitsrechte verachtet und sich in Verschwörungstheorien gesuhlt, damit letztlich erst den braunen Schergen die Wege geebnet habe.

An vielen Beispielen – wie einer bemerkenswerten Attacke des AfD-Protagonisten Gauland gegen den Liberalismus – zeigen sie auf, dass es diesen “neuen Rechten” eben gerade nicht um “Meinungsfreiheit”, “Abschaffung der Political Correctness” oder “Man wird doch wohl noch sagen dürfen…” geht, sondern um ein neues, von Angst, Abschottung und Unterordnung geprägtes Deutschland.

Und tatsächlich ist auffällig, dass die heutigen “neuen Rechten” ja gerade nicht mehr von “Großdeutschland” o.ä. träumen, sondern geradezu umgekehrt darüber klagen, dass ihr Land, ihre Kultur und ihr Glauben (wenn überhaupt noch vorhanden) längst so “schwach” seien, dass sie schon von Minderheiten überrannt und übernommen werden könnten. Der heutige, deutsche Nationalismus ist – wie zuletzt auch Alan Posener beschrieb – nicht mehr größenwahnsinnig, sondern zunehmend weinerlich und Mimimi. Es ist ja die gewählte Kanzlerin, die sagt: “Wir schaffen das!” – und das Pegida-Aufgebot, das aufheult: “Nein, wir schaffen gar nichts mehr!” (Politikwissenschaftliche, gerne auch empirische Vergleiche zum schon weiter fortgeschrittenen, französischen “Deklinismus” wären ein spannendes Zukunftsprojekt!)

Stolzer Patriotismus oder doch nur kleinbürgerlicher Hass? Die deutsch-arabische Journalistin Dunja Hayali lässt Teilnehmende einer AfD-Kundgebung in Erfurt ungekürzt zu Wort kommen.

Reaktionen auf das Buch

Was mich weiterhin zum Nachdenken brachte, waren die wütenden Reaktionen auf “Gefährliche Bürger”. Die gleichen Publizisten (und wenigen Publizistinnen), die bei jeder Gelegenheit pauschal über “die Gutmenschen”, “die Lügenpresse” und “die Multikultis” ablästern, fühlten sich durch die entlarvende Gegenrede von Bednarz und Gliesa offensichtlich sehr getroffen. Man teilt offensichtlich gerne pauschal aus, möchte aber selbst nicht mit jenen in einen Topf geworfen werden, die man (noch) zu braun findet. Interessant auch, dass sich die heftigsten Reaktionen dabei immer wieder gegen Liane Bednarz richteten; Widerspruch von Frauen scheint die “neuen Rechten” besonders zu ärgern.

LianeBednarzTwitter

Was bleibt?
So haben mir Bednarz und Gliesa Denksportaufgaben gegeben, mit denen ich – ehrlich gesagt – noch nicht fertig bin. Sicher ist, dass ich mein Bild über alte und neue Rechtsextreme weiter überprüfen und überdenken muss. Ebenso werde ich darauf achten müssen, etwa mit meinem Engagement beim libertären “eigentümlich frei”-Magazin nicht zum christlich-liberalen Feigenblatt für “neurechte” und damit letztlich antiliberale Strömungen zu werden. Denn sicher ist: Auf Angst und Hass lässt sich keine freiheitliche Gesellschaft begründen – Freiheit wurzelt in Zuversicht und Neugier. Ich hoffe sehr, dass genügend freiheitliche Mitstreiterinnen und Mitstreiter diesen vermeintlich kleinen Unterschied bemerken – sonst wird es tatsächlich “gefährlich”…

Dr. Michael Blume studierte Religions- und Politikwissenschaft & promovierte über Religion in der Hirn- und Evolutionsforschung. Uni-Dozent, Wissenschaftsblogger & christlich-islamischer Familienvater, Buchautor, u.a. "Islam in der Krise" (2017), "Warum der Antisemitismus uns alle bedroht" (2019) & "Verschwörungsmythen". Hat auch in Krisenregionen manches erlebt und überlebt, Beauftragter der Landesregierung BW gg. Antisemitismus. Auf "Natur des Glaubens" bloggt er seit vielen Jahren wöchentlich, um Religionswissenschaft zugänglich und diskutierbar zu machen.

48 Kommentare

  1. Mit Angst werden Versicherungen verkauft. Und das weiß die Neurechte nur zu gut. Angst ist der Treiber, der die Pegidisten auf die Straße treibt. Ein Volk von Angsthasen. Haben es warm, trocken und genug zu essen und verteidigen ihren Wohlstand bis aufs Blut. Da kann es einem wirklich Angst und Bange werden. Ich hoffe, unsere Demokratie hält dies aus. Noch denke ich ja, aber die Zweifel wachsen.

  2. Die gefährlichen Bürger werden aus den verängstigten und verunsicherten Bürgern rekrutiert und die Angst umgewandelt in Wut und Hass auf etwas als Fremd empfundenes, auf ein (Fetisch-) Objekt, das man nicht einmal kennen muss. Man bestärkt sich als solcher Angst- und Wutbürger gegenseitig in seinen Meinungen, sucht nach Bestätigungen aus allen möglichen Quellen ( Medien, Internet), vernetzt sich undt ist auch offen für Verschwörungstheorien.

    Mir scheint aber, dass Deutschland mit diesem Phänomen nicht allein ist und dass der Griff nach der Mitte in Deutschland sogar weniger droht als beispielsweise in Frankreich, wo im Kreise der Front national ganz ähnliches geschieht. Man kann sogar sagen, dass die Front national schon in der Mitte der französischen Gesellschaft angekommen ist. Die Lage der Nation spielt eben doch eine wichtige Rolle. Viele Franzosen erleben eine Stagnation oder gar einen Abstieg ihrer Nation und das schafft der Front national Zulauf. In Deutschland besteht diese Gefahr nicht.

  3. Welches Selbstbewusstsein hat ein Mensch der fürchtet dass ihm “jeder dahergelaufene Kameltreiber” den Job wegnehmen kann, oder die Wohnung, die Rente, die blonde Frau? Die “Gutmenschen”, “die Lügenpresse” und “die Multikultis” bauen ihn nicht auf, sie nehmen nicht die Angst: Ich schaffe gar nichts mehr. In einen braunen Topf geworfen zu werden schon gar nicht.
    “Ernst nehmen” sollte bedeuten: Dein deutscher Pass ist nicht das einzige Wert-und Sinnstiftende in Deinem Leben. Du bist sogar stark genug, dass Du anderen helfen kannst.
    Hier wären gerade die Kirchen gefragt.

  4. “Bisher bin ich davon ausgegangen, dass es dabei einfach um Leute ging, die aufgrund von mangelnder Bildung, mangelnder Erfahrung im Umgang mit Vielfalt und weiteren, persönlichen Defiziten mit den schnellen, auch demografischen Veränderungen nicht zurecht kommen und entsprechend leichte Ziele für Angst und Hass suchen. Die meisten rechtsgerichteten Bürgerinnen und Bürger würde man dagegen vom Extremismus abhalten, wenn ausreichend sichere und gerechte Strukturen geschaffen und “Ängste ernstgenommen” würden.”

    Ich habe in der Verwandtschaft Kommunisten, die man eigentlich vom Gedankengut her als extremistisch einstufen müssten. Sie sind im Alltag aber brav und lieb, machen nichts verboten, schwadronieren nur. Es fand in der Jugend eine Selbstindoktrinierung statt, wenn man das so sagen kann, sie haben in einer linksextremistischen Gruppe Anschluss gefunden. Das ist mir unheimlich, es zeigt, wie wenig Vernunft ausrichten kann. Die Vernunft ist nur ein kleines Licht und einmal in einer Ideologie befangen, kann man sich nur schwer daraus befreien.
    Im Augenblick habe ich den Eindruck, dass die neuen Medien ein ähnlicher Brandbeschleuniger sind, wie der Buchdruck im Zeitalter der Reformation und Glaubenskriege.

    • Der erste Typ in dem video sagt genau das gleiche wie meine Oma. Ich versuche ihr jedesmal zu erklären dass eine Religion nicht böse sein kann und daher Menschen nicht böse macht. Auch nicht der islam. “Die Christen denken auch Jesus ist der tollste”. Tja, sie kennt nicht einen einzigen Moslem und weiß wahrscheinlich nicht mal was neue Medien sein sollen, Hat also noch nie in ihrem Leben einen Computer bedient. Jetzt kann man spekulieren, woher sie ihre kruden Ansichten hat.

      • “Meine” Kommunisten haben das auch nicht aus den neuen Medien, sondern aus traditionellen Kanälen, insofern waren meine beiden Gedanken nicht gerade logisch verbunden. Vielleicht habe ich ja auch Ressentiments gegenüber neuen Medien …

  5. Da geht dem Blume einer ab. Endlich darf er hetzen, seine Polemiken unters Volk brigen, weil es ist ja Mainstream, wenn man Mwnschenhass verbreitet. Wer hat diesem Krl eigentlich den “Dr” in der Nichtwissenschaft teeolloggieee verabreicht.

    Sorry, aber Teeollogieee ist ein Hobby, keine Wissenschaft, sondern nur Klabusterbeerenbeerenknabbern…..

    • Lieber @Statistiker,

      Sie könnten inzwischen bemerkt haben, dass ich die Online-typischen Beschimpfungen durch Trolle und Hater stets als Lob und Ermutigung empfunden habe. Hier habe ich ein Lied, extra auch für Sie: 🙂
      https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/trollkunde-sockenpuppen-cranks-und-hater/

      Erlauben Sie mir zudem den Hinweis, dass ich nicht in (einer) Theologie promoviert habe, sondern in Religionswissenschaft. Ich weiß, solche Unterschiede sind für manche nicht leicht zu verstehen – vielleicht wollen Sie es aber doch nochmal versuchen?

      Und zuletzt noch im Hinblick auf Ihre Orthographie (ggf. googeln) eine Anregung für Ihren nächsten Kommentar. Sie könnten schreiben: “Rächtschraibung ist aine Verschwörung des Dudentums gägen aufrächte, doitsche Padri… Panik… Pegidioten.” 🙂

      Ihnen von Herzen einen schönen Sonntag!

      Ihr Dr. Michael Blume

      • Netter Song-Link; hatte ich damals gar nicht gesehen. Ich muss gestehen: Ich hatte den jüngsten Kommentar von “Statistiker” bei mir schlicht mangels jeglichen Mehrwerts gelöscht…

        • Oh, @Markus Pössel, danke – ich dachte schon, @Statistiker lässt seine Verachtung (Neid?) nur hier bei mir ab. Aber offenbar stören ihn Blogs von Kultur- und Naturwissenschaftlern gleichermaßen; möglicherweise hätte er sich selbst mehr Resonanz erhofft.

          Egal, auch Menschen wie er gehören nun mal zur Online-Welt. Ich wünsche ihm einen gesegneten Sonntag, frei von allem, was ihn plagt! 🙂

  6. Hier ist ein weiterer Hans unterwegs. – Der erste Kommentar stammt jedenfalls nicht von mir. Wäre die Frage an den Boss, also Herrn Blume, ob er das gemerkt hat? Ich hab hier seit Wochen nichts mehr kommentiert, wenn ich mich nicht irre. Schade, dass es keine Avatare gibt, anhand derer man die Kommentartoren auch bei gleichen Namen unterscheiden könnte.

    Anyway Herr Blume, wo Sie schreiben, dass es einigen Leuten gegen den Strich geht, wenn man ihre Methode(n) entlarvt, ist nicht neu. Vergleichbares hab ich auch schon auf den Nachdenkseiten gelesen, wurde mir durch diesen Beitrag aber wieder so richtig bewusst.

  7. @ Herr Dr. Blume :

    Sicher ist, dass ich mein Bild über alte und neue Rechtsextreme weiter überprüfen und überdenken muss.

    Auf jeden Fall, denn Nicht-Nationalsozialisten, Konservative & gar Liberale in die rechtsradikale [1] oder gar rechtsextremistische [1] Schublade zu legen, wäre etwas für die anderen.

    MFG
    Dr. W

    [1]
    ‘Rechtsradikal’ meinte früher, auf die BRD bezogen, auch im behördlichen Sinne, V-Schutz und so, Nationalsozialisten, ‘rechtsextrem’ Nationalsozialisten, die “kämpften”, auch Anschläge und so verübten.
    Insgesamt guckt der Schreiber dieser Zeilen ein wenig grau, wenn bundesdeutsch und zunehmend Rechte (“Konservative”), gar Liberale, politisch zunehmend als ‘rechtsradikal’ und ‘rechtsextremistisch’ kommuniziert werden.
    Denn ansonsten wäre man in der BRD nicht mehr fern auch Parteien wie bspw die ÖVP, die PiS, die ODS und die US-amerikanischen Repulikaner derart anzugehen.
    Vorreiterisch, wie so oft in Doitschland.

      • Howdy,
        Herr Dr. Blume,

        ‘die neuen Formen des Rechtsextremismus’ meinen bundesdeutsch aber anscheinend schlicht oft konservative (“rechte”) politische Meinung und womöglich zunehmend auch liberale, wenn sie wertkonservativ angelegt ist.
        Kommuniziert wird dies bereits zunehmend von bundesdeutschen Politikern, die mal hier, mal dort Nationalsozialisten erkennen, dies auch dann, wenn’s sich eben nicht auf Kollektivisten bezieht.

        Bedenken Sie wie säuerlich bspw. Heiko Maas reagiert hat, als ihm einer mitteilte, dass er ihn für den größten Hetzer seit Göbbels hält, andere hantieren auf Demonstratonen mit Bildern von Frau Merkel in NS-Uniform.
        Was natürlich gänzlich fehl am Platze war, aber doch so eine Art Zurückgeben zu sein scheint.


        Also das mit den ‘neuen Formen des Rechtsextremismus’, das wohl hauptsächlich bundesdeutsch und im aktuellen Krisenkontext entstanden ist, also das wird absehbarerweise nur die politischen Fronten in der BRD verhärten und die allgemein-politische Kultur schädigen.

        MFG
        Dr. W (der übrigens nie auf die Idee kam demokratische Sozialisten, in der BRD: Sozialdemokraten, in Bolschewisten- oder Nationalsozialisten-Nähe zu rücken, auch in den “heißen” Siebzigern nicht)

        • Wie Sie ja selbst schreiben, ist der Nazi-Vergleich inzwischen zum gängigen Tiefpunkt deutscher Debatten geworden – gerade auch bei Pegida, Bachmann & Co. Aber auch früher schon skandierten 68er unsägliche Sprüche wie “USA – SA – SS”. Aus meiner Sicht disqualifizieren sich solche Aussagen selbst.

          Extremismus ist klar definiert durch die Gegnerschaft zur FDGO. Die ist weder bei Konservativen noch bei Liberalen gegeben, sehr wohl aber bei Teilen der “neuen Rechten” wie sie sich im Netz und bei Pegida (als sächsischem Lokalphänomen) manifestiert.

          • Extremismus ist oder vielleicht: war bundesdeutsch definiert als Gegnerschaft zur FDGO, wobei diese durch Handlung zum Ausdruck kam, gekämpft wurde sozusagen, Radikalismus ist oder vielleicht: war bundesdeutsch definiert als Gegnerschaft zur FDGO, wobei nicht gekämpft wird.
            Der Verfassungsschutz hatte insofern die Erstgenannten zu bekämpfen und die Zweitgenannten zu beobachten.

            Die zurzeit leider festzustellende Verrohung der bundesdeutschen öffentlichen Debatten ist bedauerlich, deutet aber erst einmal nicht auf Gegnerschaft zur sogenannten FDGO hin.
            Sie sprechen da einen interessanten Punkt an, die “neuen Rechten”, sind das Gegner der FDGO oder einfach nur Konservative, die in etwa Unions-Meinung tragen, wie sie zur Adenauer-Zeit oder bis in die Neunziger hinein üblich war?
            Der Schreiber dieser Zeilen hat gelegentlich “neurechte” Inhalte geprüft und nie Anhaltspunkte gefunden, dass da welche eine andere Gesellschaftsordnung wollen, insofern wäre es hilfreich, wenn einmal Butter bei die Fische gegeben wird und auf Behauptetes direkt [1] verwiesen werden könnte.
            Diese Leutz schreiben ja im Web fleißig, da müsste sich doch was finden lassen.

            MFG
            Dr. W

            PS:
            Es gibt keine Kontinuität “rechts->rechter->Nationalsozialist”, was unter anderem daran liegt, dass “Rechte” keine Kollektivisten sind.
            Wird so wohl auch hauptsächlich in der BRD behauptet.

            [1]
            Wichtich hier das ‘direkt’, Analysen von “Linken”, die Konservative und Rechte als rechtsradikal und rechtsextremistisch beschreiben, kennt der Schreiber dieser Zeilen zur Genüge.
            Die Friedrich-Ebert-Stiftung lebt sozusagen davon Nationalsozialismus in der Mitte der Gesellschaft zu suchen und finden.

          • Naja, @Webbaer – wenn Leute “Merkel nach Sibirien – Putin nach Berlin” brüllen, mit namentlich gekennzeichneten Galgen hantieren, den Justizminister mit Goebbels vergleichen, “Widerstand” grölen usw. – dann ist die Feindschaft zur demokratisch gewählten Regierung mit Händen zu greifen. Das war auch zu Zeiten Adenauers nicht üblich.

            Und die steigende Zahl von Drohungen und gewalttätigen Übergriffen gegen Zuwanderer wie auch gegen Demokratinnen und Demokraten (die Kölner OB’in) sind Symptome dieser Verrohung. Vgl. auch Waffenlager-Fund.

            Dem Verfassungsschutz traue ich in diesem Kontext wenig zu – schließlich will ich als Steuerzahler Extremismus gerne überwinden, nicht finanzieren…

      • Weiß nich, ich glaube ich finde es auch etwas fragwürdig, wenn man bei jedem Aufbäumen der Bevölkerung diese in die extreme Ecke drängen will. Grundsätzlich ja nicht verkehrt das nicht gut zu heißen, aber deshalb alle in einen Topf zu schmeißen und das Etikett rechtsextrem zu verteilen ist auch nicht ok. Wenn man bei jedem Pups als rechtsextrem bezeichnet wird traut man sich als Normalbürger irgendwann gar nicht mehr irgendwas zu äußern (der Nachbar könnte ja denken dass…) DAS ist definitiv auch nicht Sinn der Sache. Aber ich tippe, dass Sie, Herr Blume, da einiges mitmachen müssen an Trollereien? Das ist bestimmt nervtötend. Andererseits ist da bestimmt einiges dabei, was die Leute sich in echt nicht mal auszusprechen Wagen würden …

        • Ja, so ist es, @Jade. Als JU-Aktiver (bis zum Kreisvorsitzenden) bin ich selbst oft genug als “Fascho” beschimpft worden – beispielsweise, als ich die Forderung vertrat, dass auch Zuwanderer Deutsch lernen sollten (damals keineswegs eine Selbstverständlichkeit, denn die einen sahen sie als nur zeitweise Gäste, die anderen wetterten gegen “Kulturimperialismus”).

          Wie geschrieben sehe ich schon deutliche Unterschiede zwischen (neu-)rechts und rechtsextrem, wie ja auch umgekehrt nicht jeder Linke linksextrem ist.

          Aber dass es in Deutschland ein wachsendes Potential neurechter und auch rechtsextremer Positionen gibt, lässt sich m.E. ebenso aus Wahlergebnissen wie der Kriminalstatistik herauslesen. Und ich muss schon etwas darüber schmunzeln, dass manche gerne pauschal gegen “Gutmenschen” und “Lügenpresse” austeilen, bei Widerrede aber Mimimi-Sei-lieb-zu-mir spielen. 🙂

          Auf die feige-anonymen Drohungen z.B. durch Nürnberg 2.0 bin ich entsprechend stolz. Demokratie und Freiheit sind das Kämpfen wert! 🙂

          • Mimimi-sei-lieb zu mir finde ich jetzt auch irgendwie nicht treffend. Hm egal. Aber Herr blume, was ist denn jetzt das politische rechts und was ist links, außerhalb der gesellschaftlichen Definition? Wissenschaftlich erklärt. Sodass man denken, handeln als links oder rechts bezeichnen könnte, rein objektiv. Was legitimiert jemanden dazu jemand anderen als rechts oder links zu bezeichnen? bin gespannt.

          • Wissenschaftlich-objektiv gesehen handelt es sich bei “Links” und “Rechts” um Begriffskonventionen, nicht um überzeitlich objektivierbare Sachverhalte (vgl. zum Beispiel “höflich”, das in verschiedenen Zeiten und Kontexten ganz unterschiedlich zu verstehen ist).

            “Extremistisch” ist dagegen ein politischer und juristischer Begriff, der sich in D. auf Strömungen und Personen bezieht, die auf eine Abschaffung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung (FDGO) zielen. Also beispielsweise Demokratinnen mit Galgen und Messerattacken bedrohen.

          • @ Jade :

            “Links” und “Rechts” sind Metaphern, die ehemaligen und heutigen Sitzordnungen in Parlamenten geschuldet sind.

            “Linke” meinen (typischerweise: demokratische, moderate – sonst säßen sie nicht im Parlament >:-> ) Sozialisten mit internationalischem Anspruch, “Rechte” meinen welche, die nicht explizit liberal sind, sonst wären es “Liberale”, und die zudem nicht kollektivistisch sind, sonst wären es Sozialisten mit dezidiert nationalistischem Anspruch, Nationalsozialisten oder Rechtsradikale.
            Wobei auch diese “Nationalen” zu einem Mindestanteil demokratisch sein müssen, sonst müssten sie leider leider ebenfalls verboten werden.
            Die bundesdeutsche NPD muss also aufpassen. >:->

            Dass überhaupt bei den Nationalsozialisten von Rechtsradikalen und Rechtsextremisten gesprochen und geschrieben werden kann, liegt daran, dass sie traditionell in Parlamenten rechts zu sitzen kommen (weil sie sich ansonsten, also ganz links sitzend, mit den Sozialisten mit internationalem Anspruch prügeln würden, unübertrieben!).

            Die Kontinuität “rechts/konservativ->rechter/konservativer->Nazi” gibt es nicht, denn Konservative sind keine Kollektivisten (definitorisch nicht, sonst wären es eben Nationalsozialisten).
            Sie wird besonders in der BRD behauptet und kommuniziert, wobei diese Kommunikation einen Teil der Verrohung der politischen Debatte ausmacht.

            Q: Was sind Konservative genau?
            A: Das weiß niemand, der Konservativismus ist diffus, er steht politisch (wie auch die Progressiven) nur relativ, er beharrt auf Gewohntem, viel mehr weiß man nicht.
            Er ist nur relativ bestimmbar, wie oben versucht einzuordnen; in Gesellschaftssystemen, die nicht der Aufklärung folgend implementiert haben, konnten bspw. auch die alten zähen SED-Genossen, die dem Marxismus-Leninismus verpflichtet waren, als “konservativ” bezeichnet werden, im Iran heutzutage die Mullahs & Ajatollahs, ganz sicher zumindest einige davon zumindest.

            Das bekannte “Lechts und Rinks” (Jandl) ist Murks, wenn auch wohl nett gemeint und nicht ohne Idee.

            MFG
            Dr. W

          • Ok. Mehr eine Frage auf die ich keine Antwort haben möchte: angenommen ” höflich” ist etwas ganz schlimmes, weswegen man ins Gefängnis müsste – wie kriegt man jetzt heraus wer ins Gefängnis muss und wer nicht?

            Es gibt Begriffe, die nicht definiert sind. Im Recht nennt man sowas auch Typus. Dh. Man muss die Bedeutung, oder den Sachverhalt auf den diese zutreffen soll, anhand einer Gesamtbetrachtung im Einzelfall herausfinden. Das schließt pauschalierungen per es aus. Ich kann nicht einfach sagen du bist links oder rechts. Und wenn ich das sage, hat das außerhalb meines eigenen Denkens keinerlei Gültigkeit. Bevor man also nicht wenigstens erklärt warum man sie benutzt, bleiben diese Wörter esoterische Wörter. Ich sage dies nicht, weil ich Partei für irgendwen ergreifen will sondern allein weil ich Meinungsheterogenität wichtig finde. Auch und besonders für eine Demokratie.

          • @Jade

            Das lässt sich m.E. leicht aufklären: In einem freiheitlichen Rechtsstaat kommt niemand für seine Gesinnung in Haft, sondern nur für Straftaten. “Unhöflich” sein mag zu sozialen Sanktionen führen, erst die “Beleidigung” führt vor den Richter.

            Ebenso ist die Teilnahme an Pegida-Demonstrationen ggf. widerlich, aber nicht strafbar. Aufrufe zur Gewalt gegen andere Menschen oder gar Anschläge sind es natürlich.

          • @blume
            das war eine rein fiktive Annahme, um die Schwäche des Typusbegriffs darzustellen.

            @webbaer
            danke.
            Das Kollektivistische finde ich auch signifikant an der Sache

          • @Jade

            War mir klar, ich habe aber gerne “mitgespielt”.

            Begriffliche Schwächen treten im normativen Bereich immer auf. Auch wenn es Positivisten nicht wahrhaben wollen – empirische Wissenschaft kann Phänomene beschreiben, nicht aber absolute Normen setzen. Das Wahre, Gute und Schöne sowie das Höfliche (bzw. das Unwahre, Böse und Häßliche sowie das Gemeine) sind stets auch subjektiv.

          • @ Jade :

            Typisierungen oder Klassen zu erstellen ist eine kulturelle Aufgabe, die im öffentlichen Diskurs erfahrungsgemäß nur dann stattfinden kann, wenn dieser offen ist.
            Was erfahrungsgemäß Gesellschaftssysteme bedingt, die den Ideen und Werten der Aufklärung folgend implementieren konnten, was hoch komplexe Systeme einschloss, die sich viele Altvorderen nicht vorstellen konnten.

            Derartige Erstellung ist also nur in bestimmten Gesellschaften möglich, wenn diese kulturell so weit fit sind.
            In Europa, aber auch in Fernost, ist dies teilweise der Fall.
            Aber nicht überall.

            Weil Sie es oben mit der vielleicht teilweise gegebenen Nicht-Unterscheidbarkeit von “Rechts” und Llinks” hatten, im Kollektivistischen:
            Es gibt da schon eine dbzgl. indifferent und diffus erscheinende Szene in der BRD, die wie annonciert “Lecht und Rinks” ein wenig zu verschmelzen sucht; ischt aber schwierig zu beschreiben, es handelt sich hier auch nicht um typische Pegadisten (oder Pegidioten für einige), sondern es gibt da eine dbzgl. Szene -Namen dürfen hier hoffentlich genannt werden, Herr Dr. Blume, ist ja auch nicht bös gemeint- um Jürgen Elsässer und sein Magazin Compact.
            Der geschätzte bundesdeutsche Altkonservative Alexander Gauland hat diese nicht unzutreffend als ‘nationalbolschewistisch’ bezeichnet, spaßeshalber vermutlich, aber nicht zur Gänze unpassend.

            An sich vertragen sich dezidiert national denkende Sozialisten mit ihrem Gegenpart, den dezidiert internationalistisch denkenden Sozialisten, aber nicht gut.

            Und mal, ganz unter uns, Herr Dr. Blume, der hier partiell sehr geschätzt wird, vertritt er u.a. einen ganz ähnlichen Liberalismus, wie der Schreiber dieser Zeilen selbst, das Soziale fokussierend, könnte sich vielleicht doch ganz gelegentlich überlegen wollen i.p. politologischer Fitness beizeiten noch ein wenig hinzubauen zu wollen – auch internationale Aspekte umfänglich theoretisierend.
            Manchmal klingt’s ja doch ein wenig D-zentriert.

            MFG
            Dr. W

          • @ Webbär

            Ok nehmen wir also an es gibt im Grundsatz nur links und rechts (was im Grunde auch im “philosophischen” Sinne nicht verkehrt ist, womit sich halt leider nur die vielfältigen Angelegenheiten eines gesellschaftlichen Zusammenlebens keinesfalls darstellen lassen). Also vom Typus her, also in der Gesamtbetrachtung aller Umstände im Einzelfall, würde ich von mir behaupten, dass ich seit jeher eher “links” bin. Angenommen mir stößt ein EU-machtapparat deshalb sauer auf und ich habe das Bedürfnis mich dagegen zu wehren (ganz im Sinne der Demokratie). Bin ich jetzt auf einmal “rechts”?

          • @ Jade :

            […] dass ich seit jeher eher “links” bin. Angenommen mir stößt ein EU-machtapparat deshalb sauer auf und ich habe das Bedürfnis mich dagegen zu wehren (ganz im Sinne der Demokratie). Bin ich jetzt auf einmal “rechts”?

            Auf einem angemessenen politologischen Niveau, wie der Schreiber dieser Zeilen findet, wird nicht auf der Links-Rechts-Schiene hantiert, sondern auf die klar definierbaren politischen Überzeugungsmengen [1] geguckt.

            Wenn Sie kein Kollektivist sind, sondern dem philosophischen Individualismus zusprechen, der aber gerade so das Gemeinwohl als auch die Gesellschaft pflegen will, vgl. mit diesem Jokus, dem modernen philosophischen Individualismus sozusagen, können Sie nicht “links” sein.

            Sind Sie aber “links”, also Kollektivist, gerne auch: gemäßigter (“Soz”), und befinden den “EU-Machtapparat” als säuerlich aufstoßend, werden Sie dadurch nicht “rechts”, denn Sie sind dann ja Kollektivist und nicht konservativ (was immer dies genau auch sein mag) und ebenfalls nicht Nationalsozialist.

            Sie sehen, dass sich selbst auf der hier als ungünstig eingeschätzten Links-Rechts-Schiene politologisch sinnhaft aufdröseln lässt, sofern die bessere Schiene, siehe oben, im Hintergrund sozusagen lauern darf.

            MFG
            Dr. W

            [1]
            Das wäre dann die Individualismus/Liberalismus-Kollektivismus-Schiene.
            Diese wird im real Politischen leider wenig genutzt, der Schreiber dieser Zeilen geht davon aus, dass dies bewusst und aus politischem Interesse so gehandhabt wird.

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  9. Kein demokratischer Staat kann nur aufgrund der Anwendung seiner Gesetze überleben. Das ist m.E. das Kernproblem. Im Grunde gilt das auch für nicht demokratische Staaten: Staaten, in denen die jeweils Mächtigen und Stärkeren tun, was sie wollen, sind eigentlich failed states. Totalitäre Staaten basieren sowohl auf Angst und Schrecken, Vorteile für die staatstragenden Eliten und einer gewissen Akzeptanz von einem Teil der Gesellschaft.
    Radikale/Extremisten oder Personen am Rand des demokratischen Spektrums testen aus, was möglich ist, um Grenzverschiebungen im sozialen-ethischen Umgang zu bewirken. Das Verschieben von moralischen oder sittlichen Pfosten innerhalb des gesetzlichen Rahmens soll dann zu einer Veränderung des gesetzlichen Rahmens führen. Das ist eine Salamitaktik. Haider oder Orbán spiel(t)en dieses Spiel.

    @Jade: Wenn Sie wissen wollen, was “Konservativ” bedeutet, schauen Sie am Besten im Blog von Herrn Trepl rein. Der kennt sich aus.

    • @ Herr Stefan :

      @Jade: Wenn Sie wissen wollen, was “Konservativ” bedeutet, schauen Sie am Besten im Blog von Herrn Trepl rein. Der kennt sich aus.

      Herr Trepl ist dbzgl. oft germanozentrisch, vgl. :

      Mit dem im Artikel gemeinten ‘Konservativismus’ ist ein spezieller deutscher Konservativismus gemeint, korrekt? [Dr, Webbaer]

      Ja, es geht in dem Artikel um die deutsche Kultur und weiter nichts. (Quelle)

      MFG
      Dr. W

    • Der Kern einer Demokratie ist die Mündigkeit des Volkes. Jeder braucht eine eigene Meinung. Wenn diese sich mit der eines anderen überschneidet sollte dies Zufall sein (oder evtl. Ein Zeichen für allg. “Vernunft”, wovon man aber nicht ausgehen kann).

      Zum Erhalt der kollektivistischen Demokratie sollte Politik also eine höchstpersönliche Angelegenheit sein, genau wie zB Religion. Jeder muss sich selbst dafür entscheiden. Ansonsten wird sich immer ein machtapparat entwickeln, weil dies in der Natur der Sache liegt.

      Meinungsmache ist also in jedem Fall fehl am Platz. Dazu gehören Tv und Bildzeitung aber auch die komischen Pegida-Festivals oder was das sein soll. Vernünftige Diskussion ja, Hetze und Ängste schüren keinesfalls – dann ergibt sich die richtige Lösung von selbst.

  10. Das kollektivistische ist nur ein Merkmal im Vergleich von politischen Weltanschauungen. Mit der Blut-und-Boden Ideologie inklusive Rassismus, Antisemitismus und eines extremen Nationalismus unterscheidet sich der Nationalsozialismus doch sehr vom Kommunismus oder Stalinismus. Da gibt es eben Elemente, wo es Berührungspunkte mit Rechtsextremen oder extrem Konservativen gibt, z.B. Staatstreue, Nationalismus und Heimatschutz.
    Es geht nicht nur um eine zufällige Sitzordnung. Für Nationalsozialisten sind Kommunisten grundsätzlich Todfeinde, extreme Konservative dagegen eher eine um- und abwerbbare Gruppe.

  11. Kleine Episode aus Deutschland im Jahre 2015
    Bitte nicht zensieren !!!
    Die Wahrheit sollte nicht zensiert werden, trotz Meinungsdiktatur.

    Stadt mit ca. 20.000 Einwohnern und ca. 1200 Asylbewerbern:
    Mitten am Tage, fast überfallartig, fährt ein Bus mit 50 Asylanten vor ein Hotel. Angestellte der Stadt steigen aus und machen der Geschäftsführung klar, dass sie sofort die Flüchtlinge unterzubringen hätten. Keine Vorbereitungszeit, keine Vorwarnung – nichts. Telefongespräche mit Chef und Inhaber – geht nicht, wollen wir nicht. Stadtangestellte: Doch, da wäre noch eine Außenstelle an einem See, wenn nicht freiwillig, dann wir Zwangseinquartiert. Mit Hilfe von Handwerklichen Gutachten, kann nachgewiesen werden, dass die Installationen (Sanitär, Elektro) den Betrieb nicht gewährleisten können. Renovierung ist im Frühjahr so oder so geplant, Gelder wurden schon beantragt. Konnte alles glaubhaft belegt werden. In der Zwischenzeit hatten es sich etliche Asylanten im Foyer bequem gemacht und aus einem dort vorhandenen Kühlschrank mit Sichtscheibe sich üppig beim Bier bedient. Die Aufforderung der Hotelangestellten dies zu unterlassen und das Gebäude zu verlassen wurde ignoriert und man blieb sitzen und griff weiter zu. Die herbeigerufene Polizei nahm nur die Daten auf und taten nichts, ging wieder. Die Asylanten versuchten diese sogar noch zu einem Bier einzuladen. Nach einer ganzen Weile gingen diese dann von selbst. Während der ganzen Zeit kam kein einziger Gast in das sonst gut besuchte Hotelrestaurant.
    In den folgenden Tagen tauchten dann auf einmal mehrere Asylanten mitten im Betrieb in der Küche auf und wollten Arbeit haben. Seitdem wird alles abgeschlossen und kontrolliert. Die Offenheit und Lockerheit, die vorher herrschte ist vorerst vorbei.

  12. Sorry Dr.Blume ,…
    Nein, kein “Sorry”, @Reiner!

    Wenn Sie ernsthaft glauben, hier auf meinem Blog gezielte Lügen samt rassistischer Begriffe wie “Asylneger” und “Halbneger” unterbringen zu können, dann muss ich wohl am deutschen Bildungssystem zweifeln…

    Meinen Sie wirklich, auf den scilogs wären nicht die Neonazi-Strategeme bekannt, über gezielt online gestreute Lügen und Gerüchte Fremdenangst zu schüren?

    Ich lösche Sie – und andere Rassisten – gerne. Für Deutschland, das Menschen mit mehr Anstand und weniger Hass im Herzen verdient hat. 🙂

  13. dIe Realität holt uns ein
    Was sollen wir tun Hr. Dr. Michael Blume ?
    Wie wird das enden ?

    Massenschlägerei in Tempelhof: Henkel warnt vor Eskalation

    +++ Jetzt meldet sich Innensenator Frank Henkel (CDU) zu Wort: “Diese Rechtsbrüche sind unerträglich und nicht hinnehmbar. Es gibt Regeln in unserem Land. Wer sich nicht daran hält, für den gibt es bei uns auch andere Unterkünfte. Mit verriegelten Türen und Fenstern. Die Eskalation zeigt ein Problem‎, vor dem ich seit einiger Zeit warne: Mit der steigenden Zahl von Massenunterkünften steigen auch die Spannungen. Wir dürfen nicht zulassen, dass es irgendwann Tote gibt, wie es in einigen anderen Bundesländern schon geschehen ist. Hinter diesem Konfliktpotenzial steckt eine Gefahr für den sozialen Frieden in unserer Stadt. Das gilt vor allem mit Blick auf den Winter. Es reicht nicht aus, einfach nur alle Hallen vollzumachen. Darüber werden wir im Senat reden müssen. Ich gehe davon, dass der Flüchtlingsstaatssekretär beim Regierenden Bürgermeister kurzfristig prüft, ob die Sicherheitskonzepte in den Unterkünften anzupassen sind. Bevor die Berliner Polizei dort irgendwann zum Dauergast wird.”‎‎‎

    • @Ella und Conny

      Nun, wir haben auch die damalige “Massenzuwanderung” aus dem Balkan gestemmt – und davor jene aus der untergehenden DDR und davor jene aus den Ostgebieten. War es immer leicht? Nein. Haben wir es geschafft? Ja. Ging Deutschland unter? Nein. Wurde es stärker? Ja!

      M.E. sollten wir alles Mögliche tun, die Menschen, die ein Bleiberecht erhalten, schnell aus den Massenunterkünften zu holen und zu integrieren. Auch einheimische Arme sollten von einem nationalen Wohnbauprogramm profitieren.

  14. @?Blume
    Ihre Naivität Hr.Dr.Blume ist ja schon fast schmerzhaft.
    Die Lage durch die illegalen Einwanderer ist schon längst außer Kontrolle.
    Da sie in der Regierung beschäftigt sind müssen Sie über die dramatische Situation
    Informiert sein ?
    Diese Menschen sind zum größten Teil nicht integrierbar .
    Auch die offiziellen Seiten geben zu das weit über die Hälfte Analphabeten sind, das diese Leute in erster Linie Wirtschaftsflüchlinge sind. Die Anerkennungsquote von unter 5% spricht für sich selbst.
    Diese Menschen haben keine Ausbildung, keine Sprachkenntnisse, eine völlig andere Kultur und keinen Bezug zu Europa.
    Herr Blume der Vergeich mit der Zuwanderung aus dem Balkan oder gar aus Ostdeutschland
    zeigt was Sie eigentlich von Deutschland halten.
    Ich prophezeie Ihnen das Ihr ( da Sie zum Establishment gehören ) Experiment scheitern wird.
    Armes Deutschland.

    • Lieber @Kai,

      da Sie schon persönlich werden und mir hinterher recherchieren, können Sie ggf. ja nochmal nachschauen, was und wo ich derzeit arbeite. Von wegen “Naivität” und “Experiment”.

      Auch Sie, lieber @Kai, füttern mit Ihrem Öl- und Gasverbrauch autoritäre Regime und religiöse Fundamentalisten z.B. in Saudi-Arabien und Russland. Auch Sie wollen den Wohlstand genießen, lehnen aber die Verantwortung für die Folgen für andere Menschen ab. Sie machen sich am Computer vor Angst in die Hose, statt die Ärmel hochzukrempeln und etwas Konstruktives zu tun.

      Vor allem sind Sie bislang jede Antwort darauf schuldig geblieben, was Deutschland angesichts des Flüchtlingselends hätte tun sollen. Stacheldraht und Schießbefehl wären “Experimente” der Unmenschlichkeit gewesen, vom Verstoß gegen die Verfassung und Genfer Konvention ganz abgesehen.

      Der Witz ist: Ich traue unserem Land viel mehr zu als Sie. Sie zittern vor Fremdenangst und vertrauen weder auf die Fähigkeiten unseres Landes noch auf die christliche Botschaft der Nächstenliebe.

      Ob Sie sich überhaupt als Christ verstehen (wollen), weiß ich nicht. Aber vielleicht gelingt es Ihnen ja einmal, ein aufrichtiger und mutiger Patriot zu werden, der unsere Verfassung und Kultur liebt und lebt.

      Bis dahin möchte ich Sie bitten, Ihre weinerlichen Ich-habe-aber-Angst-Posts hier auf dem Blog zu unterlassen. Reißen Sie sich bitte zusammen und ersparen Sie uns anderen das Fremdschämen.

      Sie werden sehen: Deutschland wird an dieser Herausforderung ebenso wenig zugrunde gehen, wie an jenen zuvor. Stattdessen wird es auch daran wachsen und stärker werden. Und in einigen Jahren wird Ihre eigene, online verewigte Jammerei Ihnen rückwirkend einfach peinlich sein…

      In der Hoffnung, dass Sie die Kurve noch kriegen – und mit freundlichen Grüßen.

  15. Gefährliche rassistische , sozialdarwinistische Mainstream- Medien.

    Beispiel: FAZ 8.3.2016 Arm und Reich Einwanderung macht unsolidarisch.

    Zusammenfassung:
    Zusammenfassung: Arme können ruhig arm bleiben das sie eh nicht solidarisch sein können. Altruismus ist ein Luxus den sich nur Reiche leisten können. Reiche und Wohlhabende Flüchtlinge förden den Altruismus und die Solidarität der Reichen. Logischer Schluss: Wir lassen nur Reiche und Wohlhabende ins Land.

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arm-und-reich/auslaenderanteil-einwanderung-macht-unsolidarisch-14107817-p2.html

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