Was uns bibbern lässt #2

BLOG: Mente et Malleo

Mit Verstand und Hammer die Erde erkunden
Mente et Malleo

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Den aktuell recht kernigen Winter hatte ich hier ja auch schon einmal zum Thema. Die kalten Winter werden ja gerne von so manchem der so genannten Klimaskeptiker gerne als Widerlegung des vom Menschen verursachten Klimawandels gesehen. Dabei übersehen sie nicht nur, dass ein oder auch mehrere kalte Winter in einer Ecke der Welt den globalen Klimawandel kaum repräsentieren, wenn es in anderen Gegenden außergewöhnlich warm ist. So wie im Dezember 2010 zwar Teile Nordamerikas und auch Mitteleuropas unter einem (eigentlich gar nicht mal so hartem) Winter stöhnten, waren Teile des östlichen Kanadas, Neufundlands und südlichen Grönlands hingegen ungewöhnlich warm für die Jahreszeit. Global gesehen war es auf unserem Planeten sogar immer noch wärmer als im Durchschnitt.

Und es gibt ja auch Zusammenhänge. Es kann durchaus in Teilen der Arktis wärmer werden, und im Gegenzug uns dann härtere Winter blühen. Ein gutes Beispiel, wie die Vorgänge und der Klimawandel im Norden uns hier auch betreffen, zeigt ein Paper von Petoukhov und Semenov vom 5. November 2010. Dazu wurde sich ein Teil des arktischen Meeres angeschaut, die Barents-Kara-See, und verschiedene winterliche Bedeckungsgrade mit Meereis dieses Seegebietes in ein Zirkulationsmodell eingegeben. Ihnen war nämlich aufgefallen, dass der in Nordasien und Mitteleuropa recht harte Winter 2005-2006 mit ungewöhnlich warmen Temperaturen und geringer Meereisbedeckung der Barents-Kara-See einherging. Vermutlich war das auch für die kalten Winter 2009 – 2010 -2011 der Fall, aber diese Werte sind noch nicht in die Simulationen eingegangen. Verringerte sich die Bedeckung mit Meereis von 80 – 100 % auf 80 – 40 %, so hatte das dramatische Auswirkungen. Es zeigte sich dabei, dass eine Erwärmung der Barents-Kara-See nicht nur dort das Meereis schmelzen ließ, sondern dass sich dadurch auch eine starke, antizyklonale (Hochdruck) Strömung über der Arktis bildet, die gleichzeitig kalte arktische Luft bis nach Mitteleuropa transportiert.

  Meereisbedeckung und Luftströmung

Die durchschnittlichen Lufttemperaturen an der Erdoberfläche (oben) und die 850 hPa Strömungsanomalien bei verschiedenen Bedeckungsgraden der Barents-Kara-See mit Eis. Die für uns Mitteleuropäer interessante Region ist rot markiert. Nach Petoukhov und Semenov (2010), verändert.

Dabei steigt die Wahrscheinlichkeit für extrem kalte Winter auf das dreifache. Nahm das Meereis noch weiter ab und verschwand schließlich ganz, kehrte die Zirkulation weitgehend wieder auf die Werte der hohen Meereis Bedeckung zurück. Die Abkühlung für Europa findet also wohl nur bei teilweise bedecktem Meer in der Barents-Kara-See statt. Um den Grund hierfür zu verstehen, besteht noch weiterer Forschungsbedarf.

Auf jeden Fall wichtig ist die Feststellung von Petoukhov und Semenov:

Our results imply that several recent severe winters do not conflict the global warming picture but rather supplement it, being in qualitative agreement with the simulated large-scale atmospheric circulation realignment.

Unsere Ergebnisse zeigen, dass (auch) mehrere strenge Winter nicht im Widerspruch zum Bild der globalen Erwärmung stehen, sondern im Gegensatz dieses noch unterstützen, sie (die strengen Winter) stimmen überein mit den simulierten großräumigen Neuordnungen der atmosphärischen Strömungen (Übersetzung Ries).

Es ist sicher interessant zu sehen, wie sich das Meereis in diesem Jahr und in den nächsten Jahren verhält, und welchen Einfluss man auf die Luftströmungen messen kann. Auffällig ist doch, dass auch für die aktuellen Winter eine sehr niedrige Bedeckung mit Meereis in der Arktis festgestellt wurde.

Meereisbedeckung

Die Daten des National Snow Ice Data Center (NSIDC) zeigen an, dass das arktische Meereis dieses Jahr einen erneuten Tiefststand erreicht hat und nur noch 12 Milllionen Quadratkilometer bedeckt. das ist gegenüber dem vorherigen negativrekord eine erneute Abnahme um 270,000 Quadratkilometer.

NOAA/NSIDC: December Arctic Sea Ice Lowest on Record – AGU Blogosphere

V. Petoukhov, & V. A. Semenov. (2010). A link between reduced Barents-Kara sea ice and cold winter extremes over northern continents. Journal of Geophysical Research, 115 : 10.1029/2009JD013568.

Der Artikel ist als .pdf unter http://eprints.ifm-geomar.de/8738/ zu finden.

 

Gunnar Ries studierte in Hamburg Mineralogie und promovierte dort am Geologisch-Paläontologischen Institut und Museum über das Verwitterungsverhalten ostafrikanischer Karbonatite. Er arbeitet bei der CRB Analyse Service GmbH in Hardegsen. Hier geäußerte Meinungen sind meine eigenen

5 Kommentare

  1. Ein „Klimaskeptiker“ meint::

    Warme Zeiten sind gute Zeiten!

    Liebe Leute, langsam hängt mir das ganze Gerede von der globalen Erwärmung und vom Klimawandel zum Halse raus! Die letzten drei Winter waren lausig kalt, besonders der gegenwärtige Winter. Schneeschippen bis zum Abwinken und zum ersten Mal seit Jahrzehnten mußte ich mein Auto mit einem Schneeschieber freischaufeln! Aber irgendeine Ausrede, daß gerade der kalte Winter die globale Erwärmung bestätigt, findet sich wohl immer.

    Von unseren Klimaforschern hätte ich gerne Antworten auf drei Fragen:

    1. Gegenwärtig ist schon eine Wettervorhersage für sechs Tage mit großer Unsicherheit behaftet und oft genug fehlerhaft. Wie soll da eine Berechnung, sprich Vorhersage des Weltklimas für Jahrzehnte funktionieren, zumal wenn das extrem komplexe Wettergeschehen auf einen einzigen für die Erwärmung angeblich verantwortlichen Faktor reduziert wird? Das ist keine Wissenschaft, das ist Geisterbeschwörung, Voodoo, Kaffeesatzleserei!

    2. Klimawandel gibt es wirklich, das will ich gar nicht bezweifeln, aber schon seit ca .4,5 Milliarden Jahren – so lange gibt es unseren Planeten. Auch der CO2-Gehalt der Atmosphäre ändert sich – auch seit ca. 4,5 Milliarden Jahren. Nicht immer ist CO2 für die Erwärmung oder Abkühlung verantwortlich! Und läuft der Anstieg der Konzentration in der Atmosphäre nicht manchmal einer Erwärmung nach statt ihr vorauszugehen?
    Der CO2-Gehalt unserer Atmosphäre steigt seit ca. 200 Jahren an, besonders dramatisch aber erst seit wenigen Jahrzehnten. Wie erklärt sich eigentlich das Klimaoptimum der römischen Kaiserzeit und das Optimum vor 1000 Jahren und die “Kleine Eiszeit” von ca. 1600-1850? Der CO2-Gehalt war in den genannten Zeiträumen erstaunlich konstant, das Klima hat sich aber trotzdem dramatisch geändert! Die warmen Zeiten waren übrigens immer gute Zeiten! Also liebe Leute – fürchtet Euch nicht, wenn es weltweit ein wenig wärmer wird -gegenwärtig würden sich die meisten Mitteleuropäer sogar darüber freuen, bei den lausig kalten Wintern!
    Und so lang wie dieser kalte Winter dauert, sollten unsere Klimaforscher mal etwas Nützliches machen – Schneeräumen zum Beispiel, vor allem in Nebenstraßen, die nur mangelhaft oder gar nicht geräumt werden. Wenn es dann wieder wärmer wird, sollten die Klimaforscher lieber die Schlaglöcher auffüllen, die durch die letzen kalten Winter verursacht worden sind, anstatt Millionen von Steuergeldern für ihre Voodoo-Wissenschaft zu verbraten! Diese kalten Winter hätte es gar nicht mehr geben dürfen, hätte sich das Klima nach den Aussagen führender deutscher Klimaforscher gerichtet! Zitat gefällig? “Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben”, sagt der Wissenschaftler Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie – in „Spiegel online“ vom 1.April 2000!!

    3. Nehmen wir den unwahrscheinlichen Fall an, unsere Klimaforscher würden zu 100% recht behalten – was könnte unser Land tun, um die prophezeite „Klimakatastrophe“ abzuwenden? Die Antwort ist einfach: nichts, absolut gar nichts! Das läßt sich mit wenigen Worten und Zahlen leicht begründen: Deutschland mit ca. 1,2 % der Weltbevölkerung trägt ca. 3 % zur globalen CO2-Emission bei (ca. 850 Millionen t pro Jahr; global ca. 28 Milliarden t). Kaum ein Land nutzt Energie so effizient wie Deutschland. Selbst wenn wir sofort alle Industriebetriebe dichtmachen, alle Autos, Eisenbahnen und Flugzeuge stilllegen und mit unserem Lebensstil auf steinzeitliches Niveau zurückkehren, ist der globale Effekt trotz aller Klima- und Weltenrettungs-Fantasien lächerlich gering – und nach vielleicht einem Jahr dürften die schnell wachsenden Volkswirtschaften von China, Indien und Brasilien den deutschen Anteil schon wieder wettgemacht haben. Ach ja, China: dieses Land hat im Jahre 2006 alle 2 Tage (sic!) ein neues Kohlekraftwerk in Betrieb genommen, im Jahr 2007 alle drei Tage und seitdem jede Woche eins. Dieser Trend wird die nächsten 10 Jahre fortgesetzt; bis 2021 sind 580 neue Kohlekraftwerke geplant!
    Der über Jahrzehnte größte CO2-Produzent, die USA werden in den nächsten Jahren auch keine nennenswerte CO2-Reduktion durchführen, nachdem die Demokraten ihre Mehrheit im Kongreß verloren haben. Die Versuche von Präsident Obama, sein Land zu einem sparsameren Umgang mit Energie zu bringen waren doch sehr zaghaft und sie wurden durch die (von den USA ausgelöste) Finanzkrise noch weiter gedämpft. Und wenn Präsident Obama in zwei Jahren voraussichtlich sein Amt an einen Republikaner abgeben muß, wird erst recht nicht an fossilen Brennstoffen und damit an CO2 gespart, dann wird Kohle und Öl gefördert, was das Zeug hält. „Drill, Baby, drill!” Der extrem hohe CO2-Ausstoß der USA wurde übrigens schon 1971 in dem Weltbestseller „Die Grenzen des Wachstums“ beklagt- schon damals verbrauchten die USA 25% der weltweit produzierten Energie, obwohl das Land nur 5 % der Weltbevölkerung stellt. Keine Ölkrise, keine noch so dramatische Ölpreissteigerung hat in den vergangenen 40 Jahren ein Umdenken der Amerikaner bewirken können – warum sollte das in den nächsten Jahren anders werden?

    PS. Der sog. “Klimawandel” ist ein eher marginales Problem – das mit Abstand größte Problem ist die Bevölkerungsexplosion in vielen Ländern der “Dritten Welt”. Warum wird über dieses Problem so wenig geredet? Schauen Sie sich das Wachstum der Bevölkerung in allen Ländern Afrikas, und vielen Ländern Asiens und Lateinamerikas an – hier drohen die wahren globalen Katastrophen!

  2. @Armin Quentmeier

    Wer gleich im ersten Satz so deutlich macht, dass er nicht gewillt ist, auf Argumente einzugehen, der kann doch nicht wirklich auf eine Diskussion hoffen, oder?
    Aber ich will doch kurz ihre “Fragen” versuchen zu beantworten.

    zu 1: Der Unterschied zwischen Wetter und Klima ist ihnen nicht geläufig? dann sollten sie sich darüber schnell informieren.

    2. Ja, Klimawandel und mehr oder weniger lokale Klimaschwankungen hat es immer gegeben und wird es immer geben. Das ist aber kein Widerspruch zum aktuellen Klimaproblem. Der Anstieg des CO2 ist eindeutig auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen. Und CO2 ist ein klimawirksames Gas. Das setzt dann eine ganze Kette von Mechanismen in Gang, deren Auswirkungen wir bereits zu spüren bekommen. Die klimatisch günstigen Bedingungen zu früheren zeiten hatten oft andere Auslöser (Entwaldung, Schwankungen in Meeresströmungen etc. ) und sie waren meist lokaler Natur. Das letzte mittelalterliche Klimaoptimum war beispielsweise hauptsächlich für Europa günstig.

    3. Sicher, das Potential Deutschlands zur Einsparung von CO2 ist vergleichsweise gering, wenn man es mit China oder den USA vergleicht. Aber das ist kein Argument dafür, es nicht zu versuchen. Denn einer muss anfangen. Abgesehen davon sind die fossilen Energieträger endlich, ein sparsamer Umgang mit ihnen sollte eigentlich selbstverständlich sein.

    Und nein, der Klimawandel ist kein marginales Problem, auch nicht gegenüber der Überbevölkerung. Denn der Klimawandel wird das erste noch verstärken. Es ist nämlich so, dass durch den Klimawandel die Meeresspiegel steigen, und leider liegen unsere Hauptsiedlungsgebiete an den Küsten, in den flachen Gebieten mit dem guten Ackerboden. Zweitens wird der Klimawandel viele bisher landwirtschaftlich nutzbare Regionen trockener werden lassen und es ist fraglich, ob gleichzeitig (beispielsweise in Sibirien) neuer nutzbarer Boden frei wird. Abgesehen von dem Problem, dass dies eine riesige Völkerwanderung und Konflikte auslösen würde.

    Ich möchte sie weiterhin bitten, etwas weniger ad hominem in ihren Kommentare hier zu bringen. es ist mir nämlich völlig egal, ob und wie ihnen etwas aus dem Halse hängt. Ich weiss aber, was mir zum Halse raushängt, und ich habe hier eine Löschtaste…

  3. Antworten und Fragen

    Keine Sorge, der Unterschied zwischen Wetter und Klima ist mir bekannt – Ihr schulmeisterlicher Ton ist daher nicht angebracht. Aber schön, daß Sie gleich darauf angesprungen sind! Zitat Mojib Latif (aus „Klimawandel und Klimadynamik“, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2009): „ Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) definiert das Klima als die Statistik des Wetters über einen Zeitraum, der lang genug ist, um die statistischen Eigenschaften zu bestimmen. Zur Beschreibung des Klimas wird in der Regel eine Zeitspanne von 30 Jahren als Bezugszeitraum herangezogen.“ Daher ist meine Frage mehr als berechtigt, wie eine Berechnung, sprich Vorhersage des Weltklimas (= Statistik des Wetters über lange Zeiträume) für Jahrzehnte funktionieren soll, wenn selbst kurzfristige lokale Wetterprognosen mit großer Unsicherheit behaftet sind!
    „Denn einer muss anfangen“: Keine Frage, ein sparsamer Umgang mit Energie sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Effizienter Energieeinsatz ist sozusagen die beste Energiequelle, die wir haben. Allerdings hat unser Land schon vor mehr als 30 Jahren angefangen! Seit der Ölkrise in den 70er Jahren ist der Primärenergieverbrauch und damit letztlich der CO2-Ausstoß in Deutschland (d. h. die alte Bundesrepublik und nach der Wiedervereinigung die elf alten Bundesländer) nicht mehr nennenswert gestiegen; nach der Wiedervereinigung ist der gesamtdeutsche CO2-Ausstoß wegen des Zusammenbruchs der völlig ineffizienten DDR-Wirtschaft um ca. 15% gesunken. Kaum ein Land nutzt Energie so effizient wie Deutschland – die Industrie ist in vielen Produktionsverfahren bis and die Grenzen des wissenschaftlich und technisch Machbaren gegangen- mehr Energieeinsparung geht einfach nicht, es sei denn, man macht die Unternehmen dicht. Aber dann wird die Produktion in anderen Ländern fortgeführt, in denen Umweltschutz und Energieeffizienz keine große Rolle spielt… Große Einsparmöglichkeiten gibt es sicher noch in der Gebäudeheizung, weil viele Privathäuser und auch öffentliche Gebäude aus der Nachkriegszeit bis weit in die 70er Jahre hinein ebenso wie hunderttausende Altbauten eine mangelhafte bis miserable Wärmedämmung aufweisen.
    Wie gut in Deutschland Energie genutzt wird, zeigen folgende Zahlen zur Energieeffizienz, bezogen auf den Primärenergieverbrauch (Millionen t Steinkohleeinheiten pro eine Milliarde Dollar Bruttosozialprodukt):

    USA: 0,20 (1,54 mal soviel wie Deutschland)
    China 0,83 (6,4 mal soviel wie Deutschland)
    Rußland 1,09 (8,38 mal soviel wie Deutschland)
    Indien 0,86 (6,6 mal soviel wie Deutschland)
    Brasilien 0,34 (2,6 mal soviel wie Deutschland)
    Deutschland 0,13
    Frankreich 0,13 (genau wie Deutschland)
    Japan 0,12 (0,92 mal soviel wie Deutschland)
    Großbritannien 0,11 (0,85 mal soviel wie Deutschland)
    Das darf natürlich kein Grund sein sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, aber die Einsparmöglichkeiten sind begrenzt und Deutschland steht in einem beinharten globalen Wettbewerb.

    „Und nein, der Klimawandel ist kein marginales Problem, auch nicht gegenüber der Überbevölkerung.“ Das ist eine groteske Verkennung der Realität! Als „Die Grenzen des Wachstums“ vor 40 Jahren erschienen war, lebten 3,4 Milliarden Menschen auf des unserem Planeten mit seinen endlichen Vorräten – heute sind es 6,8 Milliarden. Das Bevölkerungswachstum findet seit Jahrzehnten fast ausschließlich in der „Dritten Welt“ statt – und besonders in Ländern, die eigentlich schon vor 40 Jahren übervölkert waren. Die größten Verluste von landwirtschaftlich nutzbaren Flächen erfolgt nicht durch den Klimawandel, sondern durch den Bau von neuen Wohnungen, Straßen, Verkehrswegen und Fabriken sowie durch landwirtschaftliche Übernutzung immer größerer Flächen, um die wachsende Bevölkerung zu ernähren. Schauen Sie doch mal die Zahlen z. B. für Algerien und Tunesien (besonders interessant wegen der gegenwärtigen Unruhen!), Ägypten, Indien und Bangladesh (oder beliebige andere Entwicklungsländer) an, sowohl die Gesamtbevölkerung als auch die Einwohnerzahl/km² – und am besten auch noch die Wachstumsrate! Hier handelt es sich um reale Probleme, die ganze Länder existentiell bedrohen, ganz im Gegensatz zum Klimawandel, der gegenwärtig nur in Hochleistungscomputern existiert!

  4. @ Armin Quentmeier

    Ich möchte dazu eigentlich nur Stefan Rahmstorf zitieren: “Die Zeit, einen solchen Kommentar zu schreiben, ist vergeudet: kein menschliches Auge scant das weiter als bis zum ersten ad hominem, dann ist die Maus auf der delete-Taste. “

  5. Armin Quentmeier

    Sorry, aber sie haben es anscheinend nicht verstanden. Falls sie sich wundern, wo ihre Kommentare abgeblieben sind, sie sind gelöscht. Es ist mir vollkommen schnurz, ob ich oder wer auch immer die Definition von ad hominem nun kennt oder nicht. Ich hatte schlicht ein Zitat gebracht. Das immerhin sollte ihrem scharfen Verstand doch kaum entgangen sein. Und solange sie immer noch im Anfang ihrer Kommentare mich anmachen, werde ich sie löschen. Das ist mein Blog, und da erwarte ich so etwas wie Respekt mir gegenüber. Ob ihnen das nun passt, oder nicht. Auch das ist mir egal. Sie können sich gerne über meine Blogposts ärgern. Sie werfen mir einen schulmeisterlichen Ton vor und kommen von der ersten Zeile hier in einer schier unerträglichen Arroganz rüber? Denken sie mal darüber nach.

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