Vulkantourismus ist gefährlich!

Aktive Vulkane sind oft auch Anziehungspunkt für Touristen. Dennoch ist der Besuch eines aktiven Vulkans mit sehr großen Gefahren verbunden. Dies zeigt ein Video eines Vulkanbesuches auf Vanuatu sehr eindrucksvoll.

 

Der Vulkan Yasur auf Vanuatu ist mit seinen nur 361 m Höhe vermutlich einer der am leichtesten zugänglichen aktiven Vulkane. Der einzige Nachteil, so will es scheinen, ist seine Lage am (von hier in Mitteleuropa aus gesehen) anderen Ende der Welt. Seine strombolianische Aktivität garantiert dabei immer wieder für spektakuläre Erlebnisse. Aber wie das so ist, ein aktiver Vulkan ist nun einmal definitiv kein Ponyhof, und man sollte die jeweiligen Aktivitäten auch immer sehr genau beobachten. Vor allem sollte man immer einen einheimischen Führer mit dabei haben, auch wenn die sich durchaus irren können. Denn der Yasur neigt dazu, mit seinen Auswürfen auch mal gerne etwas weiter zu reichen, und dann sieht man sich sehr schnell mit heißen (ca. 1200 °C)  geschmolzenen Gesteinsfladen beworfen. Wie überraschend das kommen kann, zeigt ein Video eines Besuches am Yasur vom September 2016. Der Kameramann hat sehr viel Glück gehabt, dass er mit dem Schrecken davon kam.

Vielleicht ist da die Idee mit der Drohne doch nicht so verkehrt…

 

Gunnar Ries studierte in Hamburg Mineralogie und promovierte dort am Geologisch-Paläontologischen Institut und Museum über das Verwitterungsverhalten ostafrikanischer Karbonatite. Er arbeitet bei der CRB Analyse Service GmbH in Hardegsen. Hier geäußerte Meinungen sind meine eigenen

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