Stammt der Anstieg des Kohlendioxids in der Atmosphäre wirklich vom Menschen?

Woher wissen wir eigentlich, dass das ganze zusätzliche Kohlendioxid, welches wir Jahr für Jahr in der Atmosphäre messen und das wir für den globalen Klimawandel verantwortlich machen, von unseren menschlichen Aktivitäten stammt? Das sind die Fragen, welche uns gerne von so genannten Klimaskeptikern (sie sind allzu oft eigentlich nur an der Verneinung des menschengemachten Klimawandels interessiert, was sie von echten Skeptikern unterscheidet) gestellt werden. Es könnten doch auch andere Quellen für das ganze Kohlendioxid verantwortlich sein, Vulkane beispielsweise. Richard Alley hat in dem Video eine ebenso einfache wie einleuchtende Erklärung. Wir können die Menge der bisher verbrannten fossilen Energieträger wie Kohle und Erdöl recht gut abschätzen. Und somit wissen wir auch, wieviel zusätzliches Kohlendioxid unsere Aktivitäten in die Atmosphäre beförderten und noch befördern. Und genau dieses Kohlendioxid ist es, das wir in der Atmosphäre und im Meerwasser messen können. Vulkane haben daran nur einen sehr geringen Anteil, rund 1-2 %. Und natürlich würde der Eintrag über Vulkane auch keinen Sauerstoff verbrauchen, so wie es das verbrennen von Kohle und Erdöl tut. Der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre würde sich also, wenn nur die Vulkane daran beteiligt wären, nicht ändern. Da es aber das Verbrennen fossiler Rohstoffe ist, sinkt der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre parallel zum Anstieg des Kohlendioxidgehalts. Ein deutlicher Hinweis, dass hier Menschen am Werk sind, die das Klima unseres Planeten manipulieren. Wir alle nämlich.

Gunnar Ries studierte in Hamburg Mineralogie und promovierte dort am Geologisch-Paläontologischen Institut und Museum über das Verwitterungsverhalten ostafrikanischer Karbonatite. Er arbeitet bei der CRB Analyse Service GmbH in Hardegsen. Hier geäußerte Meinungen sind meine eigenen

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Klimawandel – den gibt es wirklich!

    Klimawandel gibt es wirklich – seit ca.4,5 Milliarden Jahren – so lange gibt es unseren Planeten. Auch der CO2-Gehalt der Atmosphaere aendert sich – auch seit ca. 4,5 Milliarden Jahren. Nicht immer ist CO2 fuer die Erwaermung oder Abkuehlung verantwortlich.
    Der CO2-Gehalt unserer Atmosphaere steigt seit ca. 200 Jahren an, besonders dramatisch aber erst seit wenigen Jahrzehnten. Wie erklaert sich eigentlich das Klimaoptimum der roemischen Kaiserzeit und das Optimum vor 1000 Jahren und die “Kleine Eiszeit” von ca. 1600-1850? Der CO2-Gehalt war in den genannten Zeitraeumen erstaunlich konstant, das Klima hat sich aber trotzdem dramatisch geaendert! Die warmen Zeiten waren uebrigens immer gute Zeiten! Also liebe Leute – fuerchtet Euch nicht, wenn es weltweit ein wenig waermer wird – gegenwaertig wuerden sich die meisten Mitteleuropaeer sogar darueber freuen, bei den lausig kalten Wintern!

    PS. Der sog. “Klimawandel” ist ein eher marginales Problem – das mit Abstand groesste Problem ist die Bevoelkerungsexplosion in vielen Laendern der “Dritten Welt”. Warum wird ueber dieses Problem so wenig geredet?

  2. Das C13/C12 Isotopenverhältnis passt auch, hat es sich doch in 150 Jahren um 0.15% geändert. Das ist sehr viel, denn die Aenderung des C13/C12-Isotopenverhältnisses zwischen Glazial-/Interglazialzeit betrug nur 0.03% Fossile Brennstoffe enthalten nämlich weniger vom Kohlenstoffisiotop C13 als von C12, denn Pflanzen, die Ursprungsstoffe der fossilen Rohstoffe, bevorzugen das leichtere C12.
    Weitere Informationen dazu hier
    http://www.realclimate.org/…-activities-updated/

  3. Ein Hinweis ja, Zustimmung, ein wissenschaftlicher Beweis aber noch lange nicht, wie ihn Rahmstorff postulieren und mit Hilfe von “Schwarzen Listen” versuchen auch politisch gegen andere Forscher durchzusetzen.

    Mal abgesehen davon, dass einige Forscher ja auch Geschäftsmodelle umsetzen auf Basis des Klimawandels und somit noch Kasse machen.

  4. @armin

    Wenn für dich die Erde und Natur nur aus Menschen besteht, ok.

    Zudem ist Hunger ein relativ leicht lösbares Problem im Vergleich zu einem kippenden Klima, was verhältnismäßig unumkehrbar ist (siehe auftauende Permafrostböden -> Methanfreisetzung)

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