Seltene Aufnahmen von Finnwalen (Video)

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Finnwale (Balaenoptera physalus) sind, mit einigen Abstand, die zweitgrößten lebenden Tiere auf unserer Erde. Größer ist nur ihr nächster Verwandter, der Blauwal.
Es gibt sie in zwei Unterarten. Der nördliche Finnwal, (Balaenoptera physalus physalus) wird 18 bis 24 Meter lang, sein südlicher Cousin, (Balaenoptera physalus quoyi) 20 bis 27 Meter. Wie bei den großen Bartenwalen durchaus üblich sind die Weibchen etwas größer und schwerer als die Männchen.

 

Unter den Großwalen sind die Finnwale die schnellsten und können durchaus Geschwindigkeiten zwischen 37 und 41 Kilometern pro Stunde erreichen, in kurzen Sprints sogar bis 47 Kilometern pro Stunde. Zusammen mit seiner schlanken, eleganten Gestalt hat dies zu seinem Spitznamen „Greyhound des Meeres“ beigetragen, den ihm der amerikanische Naturforscher (und eventuelles „Indiana Jones“-Vorbild) Roy Chapman Andrews verpasste. Er fand, das Tier gleiche einer schönen Rennyacht und könne jeden Ozeandampfer einholen.

Finhval
Finnwal bei Grönland. By Visit Greenland (Flickr: Finhval) [CC-BY-2.0], via Wikimedia Commons

Bei aller Eleganz darf man aber nicht vergessen, dass der Wal immerhin gut 40 bis 80 Tonnen auf die Waage bringt. Das ist zwar deutlich weniger als ein gleich großer Blauwal, der gut das wiegt. Selbst manche kürzere Walarten, zum Beispiel Grönlandwal oder Pottwal sind manchmal schwerer.

Finnwale sind relativ eng mit dem Blauwal verwandt. Es gibt Berichte über Hybride (hier auch) beider Arten. Das Alter eines 2010 im dänischen Vejlefjord gestrandeten, 24 langen Tieres wurde aufgrund von Untersuchungen von Aminosäuren in der Augenlinse auf 130 bis 140 Jahre angegeben. Normalerweise haben Finnwale gute Chancen, dieses Alter auch zu erreichen. Außer dem Menschen sind nur Angriffe durch Orcas bekannt, die vereinzelt Finnwale verfolgen und angreifen.

Fin whale size
Finnwal im Vergleich zum Menschen. Wie beeindruckend muss es sein, ein so großes Lebewesen aus dem Wasser springen zu sehen? By Chris_huh (Own work) [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
Wenn man einen Finnwal begegnet, kann man naturgegeben seine volle Größe und Eleganz nicht ganz erfassen. Meistens jedenfalls nicht. Denn manchmal springen die gewaltigen Tiere fast vollständig aus dem Wasser. Und wenn man wirklich viel Glück hat, ist in dem Moment die Kamera bereit. Ende Mai hatte eine Forschungsassistentin von CIRCE, einer spanischen Walschutz und Forschungsorganisation vor der Straße von Gibraltar dieses Glück und konnte dieses seltene Verhalten einfangen.

 

Via from quarks to quasars

Gunnar Ries studierte in Hamburg Mineralogie und promovierte dort am Geologisch-Paläontologischen Institut und Museum über das Verwitterungsverhalten ostafrikanischer Karbonatite. Er arbeitet bei der CRB Analyse Service GmbH in Hardegsen. Hier geäußerte Meinungen sind meine eigenen

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