Rappende Klimawissenschaftler

BLOG: Mente et Malleo

Mit Verstand und Hammer die Erde erkunden
Mente et Malleo

In der Debatte um den Klimawandel kann man ja oft einen vielstimmigen Chor hören. Auffällig ist dabei, dass echte Klimaforscher dabei viel zu selten selber zu Wort kommen. OK, nebenan in der Klimalounge kann man sie finden, die Klimaforscher. Und wer Augen hat, zu lesen, der kann ihren Arguimenten auch folgen. Aber leider scheint die Welt das nicht sonderlich zur Kenntnis zu nehmen. Es sind, wie so oft, diejenigen, die am lautesten Schreien, die man dann am Meisten hört. Das gilt natürlich besonders für die Medien. Nicht umsonst wird sich in der Klimalounge sehr oft mitt den irreführenden Meldungen zum Thema Klimawandel beschäftigt.

Der Klimawandel ist ja auch hier im Blog ab und an ein Thema, auch wenn ich von hause aus kein Klimaforscher bin, sondern "nur" normaler Geowissenschaftler, dem aber die tatsache erdgeschichtlicher Klimawandel und ihre Folgen für die damalige Welt durfchaus geläufig sind. Und der die Gefahren des real existierenden Klimawandels erkennen kann. Darum werfe ich ab und an meine 0,2 €-Cent in die Schale. 

Da stellt sich natürlich immer die Frage, wie man nicht nur die notwendigen fakten unter das Volk bringt, und zwar so, dass sie auch verstanden werden. Sondern zuerst auch, wie man die Menschen überhaupt für die Problematik sensibilisiert. Denn es scheint mir, dass einerseits die Versuche der so genannten Klimaskeptiker (die eben sehr häufig mit akteuller Klimaforschung nichts am Hut haben, wenn sie denn überhaupt der Wissenschaft angehören) immer häufiger auf fruchtbaren Boden fallen und anderetrseits das Thema vielen immer noch oder schon wieder am Allerwertesten vorbeigeht.

Das mag einer der Gründe sein, warum sich eine Gruppe junger und nicht mehr ganz so junger Klimaforscher zusammengetan hat, um das Thema in Form von rap-Musik anzugehen. Nun muss ich zugeben, Rap ist nun alles andere als "meine Musik", aber es mag durchaus ein Weg sein, ein Thema künstlerisch aufzugreifen und für die Zielgruppe in die passende Musikform zu giessen. 

via GWUP

 

Gunnar Ries

Gunnar Ries studierte in Hamburg Mineralogie und promovierte dort am Geologisch-Paläontologischen Institut und Museum über das Verwitterungsverhalten ostafrikanischer Karbonatite. Er arbeitet bei der CRB Analyse Service GmbH in Hardegsen. Hier geäußerte Meinungen sind meine eigenen

1 Kommentar

  1. Klimaforscher Rap

    irgendwie süß diese scientists 😉

    Aber ich glaube nicht, dass wir das Lied jemals im Radio hören werden.

    Ich musste an eine Reihe von Youtube-Videos denken, die sich mit Rassismus in Amerika beschäftigen (eines heißt z.B. “racism in the elevator”). Das ist zwar ein bisschen off-topic, aber, ich dachte mir, so locker leicht, und mit Wortgewalt könnten doch auch Klimalügner entlarvt werden.

    So z.B.
    A: “Diese Person hat einen Doktortitel und einen klaren Standpunkt zum Klimawandel, sie schreibt Bücher mit Bestsellerpotential, hält 320 Vorträge im Jahr, oh sie hat sogar einen Science-Blog. Wem soll ich glauben wenn nicht dieser Koriphäe?”

    B: “Wie wärs mit einer Person, die ihren Doktor nicht in Kommunikationswissenschaften sondern den Umweltwissenschaften erworben hat? Oder einer Person, die wissenschaftliche Artikel in der “Nature” oder “Science” veröffentlicht? Oder eine Person die 320 Tage im Jahr dafür nutzt um zu forschen und nicht um der Welt zu zeigen wie toll sie ist?”

    A: “Aber von diesem Forscher hab ich ja noch nie gehört, war der überhaupt schon mal im Fernsehen?”

    B: “Mhhh… Schon mal was von der selbstverschuldeten Unmündigkeit gehört? Nein? Nun gut, ganz kurz: (flüsternd) den Klimawandel, den gibts wirklich, ey!”

    A: “Hä?”

    B: “(schreiend) Ey Mann, den Klimawandel, den gibts in echt, so voll real und so!”

    A: “(perplex) Boa ey, krasse scheiße…”

    “Jetzt hat er’s…”

    Naja, so ne kleine Gedankenspamerei
    Nicht übel nehmen 😉

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