Das Oberharzer Bergbaumuseum ist gerettet
BLOG: Mente et Malleo
Am Anfang des Jahres die gute Nachricht, das Oberharzer Bergwerksmuseum ist gerettet. Im letzten Oktober hatte es noch so ausgesehen, als wenn zum Jahresende 2025 endgültig Schluss sei. Die hohen Sanierungskosten des Gebäudes zwangen die Stadt Clausthal-Zellerfeld zu dem drastischen Schritt. Zudem fehlte ein kompetenter Betreiber, denn die Stiftung Welterbe im Harz beendete seine Trägerschaft am 31.12.2025.
Es sah also zugegebenermaßen düster aus für dieses Kleinod in der deutschen Museumslandschaft. Begonnen hatte alles im Jahre 1884, als der damalige Berghauptmann Adolf Achenbach die Harzer Berglaute aufrief, ausgediente Bergbaugeräte zur Verfügung zu stellen, um damit ein Museum aufzubauen. Die offizielle Gründung des Museums erfolgte dann im Jahr 1892, damit zählt es zu den ältesten Technikmuseen in Deutschland. Ich hatte im Oktober in einem Blogbeitrag darüber zur Unterzeichnung der Petition zum Erhalt des Museums aufgerufen.
Und anscheinend war diese Petition ein deutlicher Erfolg. Sie wurde der Bürgermeisterin der Stadt Clausthal-Zellerfeld im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Schulen, Sport und Gesellschaft am 20.11.2025 übergeben. Daraufhin stimmte der Rat der Stadt am 4.12.2025 für den Weiterbetrieb des Museums. Der neue Betreiber wird eine eigens hierfür gegründete gGmbH sein, welche vom Oberharzer Geschichts- und Museumsverein ins Leben gerufen wurde.
Das Museum ist selber seit dem 15. Dezember geschlossen, ein Termin für die Wiedereröffnung ist bislang nicht bekannt, soll aber gegebenenfalls rechtzeitig bekannt gegeben werden.
Das ist, finde ich, mal eine gute Nachricht. Petitionen, auch online, haben eine Wirkung und sie können positives bewirken. Ich hoffe, dass dies nicht die einzige positive Nachricht in diesem Jahr bleibt, auch wenn das Jahr 2026 bislang mit Lichtblicken doch etwas geizig zu sein scheint.