Boden spielend begreifen

Eine der wichtigsten Ressourcen der Erde, Boden, treten wir buchstäblich mit den Füßen, und das tagtäglich. Nicht nur, weil wir darauf herumlaufen, sondern auch, weil wir ihn auch immer wieder als selbstverständlich ansehen. Weil wir ihn zur Produktion von Nahrungsmitteln und immer öfter auch für Energiepflanzen überfordern und ihn auch immer wieder als Deponie für diverse Abfälle missbrauchen. Das Bewusstsein für unsere Abhängigkeit von gesunden Böden ist viel weniger ausgeprägt, als es in anderen Umweltbereichen der Fall ist.

Um hier wenigstens ein klein wenig Abhilfe zu schaffen, hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) sowie das Umweltbundesamt (UBA) ein Memoryspiel „Bodenwissen im Handumdrehen“ über das Thema “Boden” entworfen.

24 Bildpaare, die auf den ersten Blick nicht immer gleich mit dem Thema Boden in Verbindung zu stehen scheinen, sollen helfen, verschiedene Aspekte des Bodens und des Bodenschutzes zu verbreiten. Gleichzeitig wird dem Spieler die Bedeutung der Bildpaare erläutert und Wissen über Böden, deren Eigenschaften und Gefährdung vermittelt. Das Spiel trainiert also nicht nur die Konzentration und die Schnelligkeit, man lernt dabei auch, den direkten Untergrund unter unseren Füßen einmal mit ganz anderen Augen zu sehen (Und es macht natürlich auch viel Spaß). Denn Boden ist definitiv mehr als nur Dreck. Er verdient unsere Aufmerksamkeit und unser Interesse.

 

Zum Memory “Bodenwissen im Handumdrehen”

Gunnar Ries studierte in Hamburg Mineralogie und promovierte dort am Geologisch-Paläontologischen Institut und Museum über das Verwitterungsverhalten ostafrikanischer Karbonatite. Er arbeitet bei der CRB Analyse Service GmbH in Hardegsen. Hier geäußerte Meinungen sind meine eigenen

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