Überflutung in Benin

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Benin und der Ouémé am 26. Oktober 2009 Credit: NASA
Benin und der Ouémé am 22. Oktober 2010. Credit: NASA
 
Die Regenzeit 2010 war in Zentral- und Westafrika außergewöhnlich stark, und eines der am stärksten betroffenen Länder ist Benin. Der Ouémé ist an mehreren Stellen über seine Ufer getreten und hat weite Teile des Landes überflutet. Agence France-Presse meldet für Ende Oktober bis zu 40 Tote und mehr als 100 000 durch die Fluten vertriebene Menschen. Die beiden Satellitenbilder stammen vom Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) des Satelliten Terra und zeigen die Küstenregion von Benin im Zeitraum 22. Oktober 2010 und 26. Oktober 2009. Für beide Aufnahmen wurde eine Mischung aus Infrarotem und sichtbarem Licht genutzt, um den Kontrast zwischen Land und Wasser zu verstärken. Wasser wird dunkelblau, Vegetation leuchtend grün und Wolken hell weiß dargestellt. Trotz der vielen Wolken kann man den Unterschied am Ouémé leicht erkennen. Im Oktober 2010 zeigen er und seine Zuflüsse sich deutlich angeschwollen. Die BBC berichtet von der Befürchtung, dass die Überflutung die Verbreitung von Seuchen wie zum Beispiel Cholera fördert. Agence France-Presse berichtete von rund 800 Cholera-Fällen.
 

BBC. (2010, October 18). UN: Benin two-thirds flooded after heavy rains, 43 dead. Accessed October 22, 2010.

Vigjingninou, F. (2010, October 20). West African floods swamp Benin. Agence France-Presse. Accessed October 22, 2010.

Gunnar Ries

Gunnar Ries studierte in Hamburg Mineralogie und promovierte dort am Geologisch-Paläontologischen Institut und Museum über das Verwitterungsverhalten ostafrikanischer Karbonatite. Er arbeitet bei der CRB Analyse Service GmbH in Hardegsen. Hier geäußerte Meinungen sind meine eigenen

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