Another Pale Blue Dot

Credit: NASA
 
Es ist immer wieder gut, wenn man mal einen kleinen Schritt zurück geht, um ein Bild vom Großen und Ganzen zu erhaschen. Und so etwas haben wir hier. Diese beiden winzigen Lichtflecken auf der samtenen schwärze des Universums sind unsere gute alte Erde und ihr treuer Begleiter. Aufgenommen wurde unser Heimatplanet von der Sonde Messenger (Mercury Surface, Space Environment, Geochemistry, and Ranging), die um den Merkur kreist. Die Distanz zum Zeitpunkt der Aufnahme (6. Mai 2010) betrug 183 Millionen Kilometer mit der Weitwinkelkamera WAC des Mercury Dual Imaging System (MDIS).
Damit reiht sich die Sonde Messenger ein in die langsam länger werdende Liste von Raumfahrzeugen, welche unseren Heimatplaneten aus der Entfernung fotografierten. Den Anfang (wenn man mal von den Raumschiffen zum Mond absieht, die ich wegen der großen Nähe hier nicht gelten lassen möchte) hat am 14. Februar (passend zum Valentinstag) die Sonde Voyager 1 gemacht, als sie ihre Kamera auf das innere Sonnensystem richtete und die Erde aus einer Entfernung von rund 6,4 Milliarden Kilometern sah. 2003 schaffte es die Sonde Mars Global Surveyor, die Erde und den Mond abzulichten und der Rover Spirit war 2004 der erste, der die Erde von der Oberfläche eines anderen Planeten ablichtete. 2006 war es dann an Cassini, uns unsere Erde aus einer Entfernung von 1,5 Milliarden Kilometern zu zeigen. 

Gunnar Ries studierte in Hamburg Mineralogie und promovierte dort am Geologisch-Paläontologischen Institut und Museum über das Verwitterungsverhalten ostafrikanischer Karbonatite. Er arbeitet bei der CRB Analyse Service GmbH in Hardegsen. Hier geäußerte Meinungen sind meine eigenen

Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Post-Kopernikus Die Welt ist nicht genug

    Unsere planetare Nachbarschaft eröffnet bereits Räume, die uns unseren Heimatplaneten als einsames Haus im grossen Garten, der die Sonne umgibt, erscheinen lässt.

    Menschliches Leben auf der Erde allein, allenfalls mit dem Mond als Backup – das kommt einem schon fast zu eng und zu kleinräumig gedacht vor.

    Wir sind als Species allein, als Ansammlung von Individuen aber viele – zu viele. Die Erde ist nicht genug.

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