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BLOG: MENSCHEN-BILDER

Mensch, Gesellschaft und Wissenschaft
MENSCHEN-BILDER

Zum dritten Mal haben sich nun die SciLogger in Deidesheim getroffen, um die Gegenwart und Zukunft der SciLogs sowie die Wissenschaftskommunikation allgemein zu diskutieren. Auch diesmal gab es wieder spannende Themen, Preise und genug Riesling, um der Ideenfindung auf die Sprünge zu helfen.

Inzwischen ist es Kult geworden, das jährliche SciLogs-Treffen. Gebrochen wurde allerdings mit der Tradition, im Hotel Hatterer in Deidesheim zu tagen und zu dinieren. Der Laden hat in der Zwischenzeit dichtgemacht, obwohl sich einige der SciLogger in der Vergangenheit darum bemüht hatten, den Umsatz des Hauses bis tief in die Nacht in die Höhe zu treiben. Der Alternativvorschlag, den örtlichen Fremdenverkehr durch eine Änderung der Frequenz von jährlichen hin zu monatlichen Bloggertreffen zu unterstützen, wurde allerdings vom Spektrum Verlag kritisch aufgenommen. Fette Rettungspakete gibt es eben nur für die Finanzbranche, nicht für die völkische Gastwirtschaft.

Absurde Netzgeschichten

Doch kommen wir endlich zum Thema. Nach der Ankunft im Hofgut Ruppertsberg und der üblichen Begrüßungsrunde hat Matthias Schindler von Wikimedia Deutschland e.V. das dritte SciLogs-Treffen inhaltlich eingeläutet. In seinem Vortrag mit dem Titel Stille Post der Informationstechnologie hat er einige absurde und weniger absurde Beispiele dafür angeführt, wie Wikipedia und andere Medien die Realität beeinflussen. So habe beispielsweise der deutsche Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg in seinem Wikipedia-Eintrag neben seinen anderen zahlreichen Vornamen noch einen zusätzlichen „Wilhelm“ erhalten. Obwohl ein Name von kaiserlichem Kaliber, stimme dies jedoch nicht mit der Realität überein. Dennoch hätten andere Medien, darunter Spiegel Online und die BILD-Zeitung, diesen Fehler aufgegriffen und bis heute hielten sich manche Texte hartnäckig, die dem Verteidigungsminister den „Wilhelm“ unterschöben.

Überzeugend legte Schindler dar, dass es wahrscheinlich einfacher wäre, zu Guttenberg würde sich endlich den zusätzlichen Vornamen zulegen, anstatt alle Fehler aus dem Netz zu bereinigen – im Zweifelsfall würde also nicht die Information im Internet an die Welt, sondern die Welt ans Internet angepasst. Dieser Vorschlag wurde vor allem von manchen Spektrum-Redakteuren bejubelt, denen zuvor Beschwerden über fehlerhafte Namensschilder zu Ohren gekommen waren. Das könne gar nicht sein, dass es redaktionsseitige Fehler gibt – da müsse im Zweifelsfall eben der Name angepasst werden, klagt euch euer Stefan.

In einem anderen, nicht weniger unterhaltsamen Beispiel verwies Schindler auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz aus dem Jahr 2006 (15. März, AZ 1 Ss 341/05), in dem es um den illegalen Besitz von halluzinogenen Pilzen gehe. Ein Angeklagter hätte sich darauf berufen, das Betäubungsmittelgesetz verbiete nur den Besitz psilocybinhaltiger Pflanzen. Pilze würden aufgrund aktueller Fortschritte der Wissenschaft jedoch nicht mehr ins Reich der Pflanzen gehören, sondern ein eigenes Reich bilden. Das Gericht habe dann im Sinne des Angeklagten geurteilt, da „allein der objektivierte Sinngehalt maßgeblich“ sei – und die neuere Unterscheidung von Pflanzen und Pilzen habe sich inzwischen sogar in Nachschlagewerken manifestiert. Provokant spielte der Wikimedia-Vertreter mit der Idee, künftig erst die Bedeutung eines Verbrechens zu verändern, bevor man es begeht. Womöglich könne man so einer Verurteilung entgehen.

Was wir besser können als andere

Schindler wollte uns aber nicht nur unterhalten, sondern auch ein paar ernsthafte Gedanken mit auf den Weg geben. So zog er in seinem Schlussteil das Fazit, Blogs könnten aus den folgenden Gründen ähnlichen Absurditäten vorbeugen: Erstens könnten sie mehr Quellen als herkömmliche Medienberichte anführen. Zweitens könnten sie genau dokumentieren, woher eine Quelle stamme, was Schindler „hat-tipping“ nannte. Blogs böten ferner mehr Raum für Zitate von Originalquellen, den Platz für die Veröffentlichung (oder Verlinkung) von Rohdaten und schließlich die Vorteile von Meta-Daten, welche den Lesern leichten Zugang zu ähnlichen Quellen erschlössen. Vielleicht werden manche dieser Vorschläge sogar die Zukunft der SciLogs beeinflussen.

Im Gegensatz zu den früheren Treffen wurde diesmal der begehrte SciLogs-Preis schon am ersten Abend vergeben. Wieder durften drei unabhängige Gäste, die von der Redaktion eingeladen worden waren, der versammelten Mannschaft jeweils einen Blog ganz besonders ans Herz legen. Nominiert wurden so Lars Fischers Fischblog, der Gruppenblog Interactive Science sowie Hussein Hamdans Blog Der Islam. Anschließend durften alle Blogger ihren Favoriten in gleicher und geheimer Abstimmung wählen. Das spannende Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Fischblog und Der Islam gewann schließlich Lars Fischer, den wir nicht nur aufgrund seiner Schreibtätigkeit, sondern auch durch seine Arbeit hinter den Kulissen kennen und schätzen. Lars war vor zwei Jahren schon einmal nominiert worden, war damals aber Helmut Wichts Anatomischem Allerlei knapp unterlegen. An dieser Stelle noch einmal ganz herzlichen Glückwunsch. Hussein, der als gläubiger Moslem auf das Trinken von Alkohol verzichtet, kann den Unterschied in Weinflaschen zwischen dem ersten und zweiten Preis sicher verschmerzen.

Für oder gegen Internet-Zensur?

Natürlich haben wir auch dieses Jahr nicht nur gefeiert und gratuliert, sondern auch hart schuften müssen, bis uns der Schweiß auf der Stirn stand. Aus den verschiedenen Workshops, die diesmal übrigens im Kuh-, Pferdestall oder in der Scheune stattfanden, möchte ich nur einen herausgreifen. Die Arbeit der anderen wird sich womöglich in künftigen Änderungen oder Projekten der SciLogs widerspiegeln, die ihr dann selbst sehen könnt – und wenn nicht, dann ist es hier auch nicht weiter wichtig. Eine Gruppe diskutierte jedoch die Frage, wie man als Blogger mit störenden Kommentaren umgehen solle, also eine Frage, die sich jedem früher oder später einmal stellt, der im Internet ein öffentliches Diskussionsforum betreibt.

Insgesamt waren sich alle darin einig, dass die große Mehrzahl der Beiträge bei den SciLogs von hoher Qualität ist. Dennoch konnten viele auch von schlechten Einzelerfahrungen berichten. So habe beispielsweise eine bestimmte Person immer wieder die gleichen, offenkundig absurden Vorstellungen in den verschiedenen Foren vertreten, und sich auch durch geduldige Blogger nicht von ihrer Meinung oder wenigstens weiteren sturen Kommentaren abbringen lassen. Das provokante Verhalten sei schließlich so störend geworden, dass darunter die Qualität mehrerer Diskussionen gelitten hat. In anderen Beispielen ging es um Beleidigungen gegen Dritte oder gegen Blogger direkt.

Im Umgang mit diesen Fällen bildeten sich in der Diskussion zwei unterschiedliche Strömungen heraus. Die einen betonten die Meinungsfreiheit und die Tatsache, dass wir bei den SciLogs alle Menschen dazu aufrufen, an einer Diskussion der Themen teilzunehmen. Diese Vertreter empfahlen den Bloggern ein dickes Fell, vertrauten auf die selbstregulierenden Kräfte des Internets und wollten ein editierendes Eingreifen oder Löschen so lange wie möglich vermeiden – wenn schließlich jemand Unsinn schreibe, so würden die anderen Teilnehmer das auch sehen bzw. richtigstellen können. Andere hingegen machten das „Hausrecht“ der jeweiligen Blogger stark. Jeder investiere diese Arbeit auch zum eigenen Spaß, und wenn ihm dann manche der Beiträge nicht passten, dann könne er sie eben nach eigenem Gusto editieren – dann aber bitte für die anderen nachvollziehbar – oder gleich ganz löschen.

Mit allgemeiner Begrüßung wurde jedoch der Gedanke aufgenommen, sich in Streitfällen vertrauensvoll an die Redaktion wenden zu können. Dort würde man sich dann um eine möglichst neutrale Schlichtung bemühen. Wert lege man bei den SciLogs insbesondere auch darauf, dass die Blogger untereinander gut miteinander auskommen. Ein unsachlicher Streit untereinander solle daher nicht auf der Plattform ausgelebt werden. Auch mit anderen Wissenschaftsblogs strebe man ein freundliches und sachliches Verhältnis an – was freilich nicht ausschließe, dass es hin und wieder etwas sportlichen Wettkampf geben könne.

Alles in allem also sehr hilfreiche Einfälle, wenn man bedenkt, unter welchen Härten in diesem Workshop gearbeitet werden musste. So klopften beispielsweise die neugierigen Gänse häufig gegen die Fenster, damit man auch ihren Meinungen Aufmerksamkeit schenke. Besonders hart war freilich, dass es zu diesem Zeitpunkt noch keinen Riesling gab, der den Diskutanten die Wahrheitsfindung erleichtert hätte. Wie soll man da arbeiten? Völlig durcheinander müssen wir übrigens den Hahn gebracht haben, der nicht nur den gesamten Tag, sondern selbst um Mitternacht noch wild gekräht hat. So viele SciLogger auf einem Haufen hält eben selbst der abgehärtetste Gockel im Kopf nicht aus. Wie dem auch sei, auf der (für mich neundreiviertelstündigen) Rückfahrt wird doch vor allem eines klar: Es ist Zeit für das nächste Bloggertreffen.

Eine lange Reise

Anmerkung zum Schluss: Hier möchte ich der subjektiven Beobachtung Platz einräumen, dass erst der pälzische Busfahrer so korrekt war, einem laut Musik hörenden Teenager Einhalt zu gebieten und mir dann am Berliner Platz/Ludwigshafen noch persönlich den Weg zur Straßenbahn erklären wollte, dass mich eine mir unbekannte Frau kostenlos auf Ihrem Jobticket zum Mannheimer Bahnhof mitgenommen hat, mich in der Bahn ein unbekannter Mann mit schwarzem Hut grüßte, sich in den ICEs nach Frankfurt und Arnheim alle meine Tischgenossen von mir verabschiedeten, mich ein gut gelaunter niederländischer Schaffner unterhielt, ich mit einem japanischen Toxikologen, der Doping bei den Olympiaden bekämpft, etwas Smalltalk hatte und ich tatsächlich alle Anschlusszüge bekommen habe, obwohl manchmal nur zwei bis vier Minuten zum Umsteigen vorgesehen waren. Dafür kann es nur eine Erklärung geben: Ich war vom Geist von Deidesheim beseelt.

Stephan Schleim

Veröffentlicht von

www.schleim.info

Die Diskussionen hier sind frei und werden grundsätzlich nicht moderiert. Gehen Sie respektvoll miteinander um, orientieren Sie sich am Thema der Blogbeiträge und vermeiden Sie Wiederholungen oder Monologe. Beim Gedankenaustausch darf es auch mal heiß hergehen, jedoch nicht beleidigend werden, vor allem nie unter die Gürtellinie gehen. Stephan Schleim ist studierter Philosoph, Psychologe und promovierter Kognitionswissenschaftler. Seit 2009 ist er an der Universität Groningen in den Niederlanden, zurzeit als Assoziierter Professor für Theorie und Geschichte der Psychologie. Der Autor schreibt auch für zahlreiche andere Medien.

20 Kommentare

  1. Zerknirschung, Danke

    Die ´bestimmte Person´, welche in verschiedenen Foren immer wieder die gleichen offenkundig absurden Vorstellungen vertreten hat – damit war vermutlich ich und das Thema ´Nahtod-Erlebnisse´ gemeint.

    Ich möchte mich daher dafür entschuldigen, wenn ich Leser/Blogger verärgert haben sollte. Dies war nie meine Absicht.
    Gleichzeitig möchte ich mich für die Reaktionen und auch die Nicht-Reaktionen bedanken – sie waren für mich sehr hilfreich, um mein Denkmodell weiter zu entwickeln.

  2. @ KRichard

    Die häufigen Verweise auf die Nahtoderlebnisse, auch wo sie meines Erachtens nichts mit dem Thema zu tun hatten, hatten mich in der Tat manchmal gestört.

    Bei den im Text angesprochenen Beispielen ging es jedoch hauptsächlich um Fälle, in denen sich die Kommentatoren von jeglicher, auch über längere Zeit ablehnender Reaktion im Forum gänzlich unbeeindruckt zeigten und immer weiter auf ihrem Punkt beharrten.

  3. @ Islam

    Du hast vergessen zu erwähnen, dass der Träger des zweiten Preises, Hussein Hamdan, Akte der Nächstenliebe und des Altruismus vorgelebt hat, die den Christenmenschen beschämen: er verschenkte den Wein, den man ihm gab, damit sowohl er, indem er auf ihm verzichtete, als auch wir, indem wir ihm uns hingeben, unseren jeweiligen Göttern näherkommen.

    So stell’ ich mir den interkulturellen/-religiösen Dialog vor! Ein Prosit, ein Allahuakbar auf den Geist von Deidesheim!

    (Disclaimer: das klingt furchtbar ironisch, ist aber nicht so gemeint. Danke Hamdan, dank’ an die Frau- udn Mannschaft von Spektrum, die uns den Wein erst schufen…)

  4. @ Helmut: Preis für Antialkoholiker

    Höre ich da etwa zwischen den Zeilen den Vorschlag heraus, dass man künftig vor allem die Antialkoholiker für den SciLogs-Preis nominieren soll?

    Das ist in der Tat so voller Nächstenliebe, lieber Helmut! 🙂

  5. Alternative Zeiten

    Womöglich könnte sich Spektrum für einen Vorschlag erwärmen, der weniger organisationsaufwändig wäre, denn allmonatliche Treffen: ein Treffen am Stück, über einen Monat hinweg. Zumindest die Qualität meiner Gespräche lässt vermuten, dass auch das nicht langweilig würde.

    Schöner Text!
    Schönes Wochenende!!

    (Aber Junge, bin ich müde …)

  6. Nächstenliebe

    “Das ist in der Tat so voller Nächstenliebe, lieber Helmut! :-)”

    (Replik hessisch)
    “Wie herrlisch lääbt sich’s, unn’ zufriede,
    als Objekt der Nächstenliebe…”
    (hessisch aus)

    Rauschfreie Bepreisung, Nomination nur der Nüchternsten? Gott bewahre! Trunken, und sei’s wissens-, gottes- oder schönheitstrunken wollen wir durch’s Leben taumeln.

    Und lag nicht Noah nackend und trunken irgendwo herum? Und nahm er nicht gar Reben mit auf die Arche? Und las ich nicht gerade irgendwo, dass die Menschheit den Getreideanbau nicht des Brotes, sondern des Bieres wegen erfand?

    Nein, nein. Nüchtern ist die Welt nicht zu ertragen, ein Rausch muss her. Wobei er, wie gesagt, nicht unbedingt durch von aussen zugeführte Chemikalien erzeugt werden muss.

    Aber sind nicht auch die anderen Räusche, denen wir uns hingeben – und sei’s der Rausch der kühlen Rationalität – eigentlich “nur Chemie”, Transmitter, die aus Synapsen suppen…

    Sagt meine Frau zumindest. “Alles nur Chemie”, sagt sie. “Friss jetzt endlich Deine rosa Pillen”, sagt sie, “dann geht’s Dir besser…”

  7. Ok.. =)
    Hört sich doch super an..;-)
    Das wird natürlic eine lange Reise.. 🙂
    Anne

  8. Ein schöner Bericht. Deine Abreise war zwar lang, aber wenn sie abläuft, wie Du berichtest, dann ist es ein schönes Erlebnis und ein toller Abschluß des Wochenendes.

  9. @ Wicht

    Ich habe gerade mal auf der Webseite nachgeschaut, was für ein Wein Hussein verschenkt hat und wie teuer diese Flasche ist. Puh, ich weiß gar nicht, wann ich den trinken soll. Das muß ja eine ganz besondere Gelegenheit sein. Aber bei der Weinprobe wurde auch gesagt, daß dieser Riesling auch locker ein paar Jahre gelagert werden kann.

  10. Berliner Blogger

    @Stephan: Schöner Bericht! Vielen Dank. 🙂

    @Arvid:

    >(Aber Junge, bin ich müde …)
    Das MUSS so sein! 😉

    @all: Die Berliner Blogger (inclusive Umgebung) versuchen im Moment sich intern zu vernetzen, um als SciLog-Subkultur etwas effizienter arbeiten zu können. Wir halten euch über unsere Aktivitäten auf dem Laufenden.

    Stand proud! 😉

  11. Berliner SciLogs-Subkultur

    Lieber Elmar,

    na das sind ja mal Neuigkeiten! Bin gespannt, was Ihr als Netzwerk anstellen werdet. In jedem Fall viel Spaß dabei und schöne interdisziplinäre Diskussionen! (Wann es wohl Kreuzberger SciLogs-Treffen geben wird, weil die Berliner langsam zu anonym werden 🙂 ?)

    Lieber Stephan,

    danke für den schönen Bericht!

    Euer Carsten

  12. Das mit dem Wein…

    …ist echt schlimm. Den traut man sich kaum zu trinken. Zum Glück hab ich zusammen mit meinem Mitbewohner die erste Flasche entkorkt, bevor ich die Preise nachgeschlagen hab…

  13. Weißwein

    Denkt nicht über den Preis nach. Drinkt und genießt!

    Ich hatte mal einem Germanistik-Professor seinen Computer repariert, woraufhin er mir einen feinen Chablis schenkte. Ich dachte, den müsse ich für eine besondere Gelegenheit aufheben, und als ich ihn dann mit besonderen Freunden trinken wollte, da war er nur noch Essig. 🙁

  14. @ Schleim

    Das geht mir ganz genauso. Da hatten wir die erste Weinprobe und beim Essen. Im zweiten Jahr dann auch wieder beim Essen. Der war wirklich gut. Aber das Hotel Hatterer ist nun geschlossen.
    Der Riesling aus dem Weingut dieses Jahr, war auch prima, aber ist viel zu teuer.

    Naja, jedenfalls bin ich erst seit Deidesheim auf dem Geschmack von Riesling gekommen. Im Supermarkt bin ich nicht richtig glücklich geworden, aber dafür bei einem Winzer in Heidelberg.

  15. @ Martin: False memory?

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir die Weinproben nicht beim Essen, aber in geselliger Runde am Tisch (mit Wasser und Brot) hatten und danach noch die Keller besichtigten. Vielleicht gab’s beim ersten Mal Käse und Wurst dazu aber da bin ich mir nicht mehr so sicher.

    Jedenfalls erinnere ich mich noch gut, dass wir nach der Weinprobe im Hotel noch ein vorzügliches Abendessen genießen durften.

  16. super memory

    Nein, die Weinprobe war nicht beim Essen. Zuerst ging es in den Keller und dort stand Sekt bereit und dann waren wir oben an den Tischen. Danach ging es zum Hatterer und zum Abendessen gab es dort auch noch Wein von diesem Weingut. Im zweiten Jahr hatten wir eine andere Weinprobe, aber dann auch wieder den Wein beim Essen im Hatterer vom ersten Weingut.
    So meinte ich das. Ich kann mich ja nicht zwei Jahre zurück an den Geschmack des Weines erinnern. Aber weil es ihn letztes Jahr beim Abendessen gab, konnte ich es gut mit der Weinprobe vorher vergleichen.

  17. @ Martin: überzeugt

    Okay, du hast mich von deiner memory performance überzeugt.

    Wie dem auch sei, beim Reichsrat habe ich mich gerade nach den Versandkosten für die Niederlande erkundigt. Wenn man hier im Weingeschäft nach deutschem Riesling fragt, sieht man erst mal hochgezogene Augenbrauen. Oder niederländisch formuliert: “Die is hier moeilijk verkrijgbaar.”

    Tot snel, Stephan.

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