War’s das mit den Kryptowährungen?

Gedanken über Nutzen und Zukunft von Bitcoin & Co als Geldanlage

Inflation, Inflation, Inflation! Das Wort ist seit Wochen in aller Munde und viele sorgen sich über den Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise, der Lebenserhaltungskosten und Konsumausgaben. Zurzeit gibt es in verschiedenen Branchen Lieferengpässe, die mit den Lockdowns zu tun haben. Dazu kommen Ersparnisse und aufgestaute Konsumwünsche. Nicht zuletzt haben die Notenbanken in den letzten Jahren Geld in Billionenhöhe geschöpft, um diverse Krisen abzufedern. Das könnte vermehrt in die Märkte strömen und die Preise weiter in die Höhe treiben.

Gegen die wundersame Geldvermehrung unseres heutigen Fiatgeldsystems – in dem Geld im Wesentlichen durch Kreditvergabe erzeugt wird – hat der sagenumwobene Informatiker mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto Ende der Nullerjahre eine neue Währung entwickelt: den Bitcoin. Hier stand von Anfang an fest, dass es nie mehr als rund 21 Millionen Einheiten geben würde, die sich allerdings in kleinere Einheiten unterteilen lassen. Nun überrascht, dass Bitcoin, die größte aller Kryptowährungen, trotz des Inflationsrisikos in den letzten Wochen stark an Wert verloren hat. Wie lässt sich das erklären?

Bitcoin-Grundlagen

Zuerst ein paar Grundlagen: Um Bitcoin (BTC) zu erzeugen, müssen kryptografische Rätsel gelöst werden. Wer durch Herumprobieren die Lösung findet, bekommt zur Belohnung eine bestimmte Anzahl gutgeschrieben. Zurzeit sind es 6,25 BTC. Diese Belohnung halbiert sich nach jeweils 210.000 gefundenen Lösungen, wodurch sich die genannte Obergrenze ergibt. Dabei wird die Schwierigkeit der Aufgabe so gewählt, dass in etwa alle zehn Minuten eine Lösung gefunden wird. Von den maximal verfügbaren 21 Millionen wurden bisher bereits 18,7 Millionen geschöpft, also knapp 90%.

Wenn man diese Zahl mit dem derzeitigen Wert (Stand 23. Mai 2021) von rund €28.000 pro Bitcoin multipliziert, kommt man auf die sogenannte Marktkapitalisierung von rund €524 Milliarden. Ich komme später noch einmal darauf zurück, was uns diese Zahl aussagt. Innerhalb der letzten 24 Stunden wurden rund 900 neue BTC geschöpft und (laut Coindesk.com) BTC im Wert von knapp $10 Milliarden gehandelt.

Um Handel zu ermöglichen, verwenden die Teilnehmer private und öffentliche kryptografische Schlüssel. Mit dem privaten (und geheimen) Schlüssel weist man sich als Besitzer der Kryptowährung aus. Die gewünschte Transaktion verbreitet man über das Peer-to-Peer-Netzwerk, auf dem der Bitcoin läuft. Wenn jemand das nächste Rätsel löst, erzeugt er mit der Lösung einen neuen Block, in den ein Teil der offenen Transaktionen gespeichert und damit besiegelt wird.

Da es mehr Transaktionswünsche als Platz in so einem Speicherblock gibt, bieten die Teilnehmer eine Transaktionsgebühr von zurzeit im Schnitt €13. Je höher die Gebühr, desto schneller wird die Transaktion aufgenommen. Durch das Aneinanderreihen der Blöcke entsteht die sogenannte Blockchain, eine Blockkette, die die Historie aller Transaktionen umfasst. Wer das Rätsel gefunden hat, bekommt dann nicht nur die genannte BTC-Belohnung, sondern auch die gebotenen Gebühren für die gehandelten Bitcoins. Damit finanzieren die sogenannten Miner (“Schürfer”) ihre Kosten und behalten den Rest als Gewinn.

Die Erfolgsstory des Bitcoins ging damit einher, dass immer mehr Nutzer auf den Zug aufsprangen. Während man früher noch auf dem heimischen PC neue BTC schürfen konnte, gelingt das heute im Grunde nur noch großen Serverfarmen mit spezialisierter Hardware. Da die Rentabilität von den Energiekosten abhängt, stehen viele dieser Farmen heute in China, wo der Strom vergleichsweise günstig ist.

Dabei hat die zentralistische Regierung Chinas seit 2013 in mehreren Schritten den Handel mit BTC verboten, lässt das Schürfen aber weiter zu. Darin äußert sich ein zwiespältiger Umgang mit der Kryptowährung: Einerseits will man Finanzströme kontrollieren, was das dezentrale und pseudonymisierte BTC-Netzwerk erschwert, andererseits aber ein großes Stück vom Kuchen. Die zunehmende Regulierung ging übrigens jeweils mit (kurzfristigen) Wertverlusten der Währung einher.

Was ist ein Bitcoin wert?

Denken wir erst einmal darüber nach, wie Dinge ihren Wert bekommen. Dabei unterscheidet man den intrinsischen (inneren) vom extrinsischen (äußeren) Wert. Ersterer ergibt sich daraus, was man mit dem Ding selbst machen kann. Ein Stück Käse kann man beispielsweise essen oder für eine Mäusefalle verwenden. Letzterer wird dadurch bestimmt, was jemand dafür zu bezahlen bereit ist. In meinem Supermarkt um die Ecke wären das beispielsweise €1,89 für 125g Camembert.

Nehmen wir im Vergleich dazu eine Silbermünze, etwa eine in Österreich geprägte Wiener Philharmoniker. Diese besteht aus einer Feinunze (31,3g) reinem Silber. Deren intrinsischer Wert ergibt sich daraus, was man damit machen kann: Beispielsweise den Anblick genießen, sie als Briefbeschwerer verwenden oder einschmelzen und als Industriemetall für die Produktion anderer Güter einsetzen.

Die Münze hat nun interessanterweise zwei extrinsische Werte: Der erste ist der nominale Wert von €1,50, den die Münze Österreich AG ihr als Teil der Europäischen Währungsunion gibt; der andere ist der Tauschwert, den die Münze am Markt hat, und das sind zurzeit rund €28. Und dieser Wert ergib sich schlicht daraus, was jemand für diese Menge an Silber zu zahlen bereit ist. Da der Tauschwert viel höher ist als der nominale Wert, verwendet niemand, der ganz bei Sinnen ist, diese Münze als Zahlungsmittel. Es gibt auch Münzen ohne Nominalwert, etwa die traditionelle Krugerrand Goldmünze.

Was ist nun der Wert eines Bitcoins? Ein innerer Wert lässt sich hier meiner Meinung nach gar nicht bestimmen, da es sich schlicht um Zahlenfolgen in der Blockchain handelt, die sich zudem beliebig kopieren lassen. Nur durch den privaten Schlüssel weist man sich als Besitzer der Kryptowährung aus. Der intrinsische Wert dieses Schlüssels ist also, über eine bestimmte Menge an Bitcoin in der Blockchain verfügen zu können.

Wertentwicklung des Bitcoins

Der äußere Wert des Bitcoins ist schlicht der Wert, den jemand zurzeit am Markt dafür zu bezahlen bereit ist, eben die rund €28.000 pro BTC, vergleichbar den €28 pro Philharmoniker-Silbermünze. Bekanntermaßen bekam man einen Bitcoin vor vielen Jahren für ein paar Cent. Mitte 2016, wie man auf dem folgenden Chart sieht, musste man dafür schon mehrere hundert Euro bezahlen.

Der Bitcoinkurs seit Anfang 2016 in Euro (logarithmische Darstellung). Die Rechtecke (“Kerzen”) stehen für Monatsschlusskurse: Sie sind leer bei steigenden und rot bei fallenden Kursen. Die Linien oben und unten (“Docht”) geben die Schwankungen innerhalb des Monats wieder. Die grünen (bei steigenden Kursen) und roten Balken (bei fallenden Kursen) unten stellen das Volumen dar, also wie viel BTC in diesem Monat gehandelt wurden. Quelle: Mit freundlicher Genehmigung von Tradingview.com

Man sieht, dass es im Dezember 2017 eine erste Kursexplosion gab: Der Wert eines BTC stieg damals auf fast €17.000. Danach fiel er wieder bis zum Jahreswechsel 2018/2019 auf knapp €2.800. Bis zum Juni 2019 gab es einen erneuerten Anstieg bis auf knapp über €12.000. Der Kurs fiel dann wieder auf rund €5.800 zurück (Dezember 2019). Wie bei vielen anderen Werten gab es dann einen Crash im Zusammenhang mit der Coronapandemie im März 2020.

Im März 2020 kam es zum bisher stärksten Abverkauf des Bitcoins und konnte man ihn schließlich ab rund €3.600 erwerben (nach Monaten, logarithmische Darstellung). Bis zum bisherigen Allzeithoch im April 2021 folgt darauf eine Verfünfzehnfachung auf rund €54.000. Quelle: Mit freundlicher Genehmigung von Tradingview.com

Seit Erreichung des bisherigen Allzeithochs im April gab es aber den eingangs erwähnten Kursabfall auf zurzeit rund €28.000 (und während ich diesen Artikel schrieb übrigens zeitweise auf bis zu €25.500). Wer also im April zu €54.000 BTC gekauft hat und immer noch hält, hat im Moment fast die Hälfte seiner Investition verloren. Im Detail:

Diesmal in Wochensicht und linear (statt logarithmisch) sehen wir den starken Kursanstieg des BTC vom Herbst 2020 bis April 2021 und den aktuellen Kursverlust um fast die Hälfte. Quelle: Mit freundlicher Genehmigung von Tradingview.com

Folgenreiche Tweets

Resümieren wir einmal, was dem Bitcoin in den letzten Monaten Aufwind gab – und was ihn wieder an Wert verlieren ließ. Im August 2020 investierte die US-Firma MicroStrategy $250 Millionen in die Kryptowährung. Firmenchef Michael J. Saylor rührt seitdem aktiv die Werbetrommel für BTC und gibt mitunter sogar deutschen Youtubern Interviews. Er behauptet, ab einer Marktkapitalisierung von $100 Milliarden sei eine Kryptowährung praktisch nicht mehr zu verdrängen und auf lange Sicht würden sie Gold als Vermögensschutz entwerten. Neben Bitcoin hat zurzeit nur Ether so einen hohen Marktwert (ca. €189 Milliarden).

Im Oktober investierte auch die US-Firma Square Inc. einen Teil ihres Vermögens in Bitcoin. Im November folgte dann die Ankündigung vom Internet-Bezahlungsdienstleister PayPal, dass US-Kunden über den Dienst BTC handeln und halten können. Ende jenes Monats erreichte die Kryptowährung dann ein neues Allzeithoch. Im Januar 2021 twitterte Elon Musk, einer der Mitgründer von PayPal, über Bitcoin. Das trieb den Kurs innerhalb einer Stunde um $5000 in die Höhe.

Kurz darauf folgte eine weitere positive Meldung von MicroStrategy, man halte nun schon über $2 Milliarden in der Kryptowährung. Am 8. Februar machte Musks Elektroauto-Unternehmen Tesla dann bekannt, $1,5 Milliarden in BTC investiert zu haben. Zudem könne man die Autos bald mit der digitalen Münze bezahlen. Es folgte ein neues Allzeithoch am 21. Februar und dann, nach einem Kursrücksetzer eine Woche später, die vorher erwähnten rund €54.000 am 14. April, die das bisherige Allzeithoch markieren.

Obwohl, wie eingangs erwähnt, Inflation in aller Munde ist, fiel der Bitcoin seitdem in zwei Wellen: erst auf unter €39.000 am 25. April und dann auf unter €28.000 bis heute. Das Handelsvolumen ist in der laufenden Woche übrigens das höchste seit dem Coronacrash im März 2020; und der Kurs erreichte seinen Tiefstwert seit Januar 2021.

In dieser Zeit gab es neue Diskussionen über eine Regulierung des Bitcoins und machte Elon Musk für Tesla einen Rückzug, da die Umweltbilanz der Kryptowährung doch sehr schlecht sei. Multimilliardär Musk gab sich inzwischen übrigens selbst den Titel “Technoking von Tesla” und setzte mit mehreren Tweets auch den Kurs des Dogecoin in Bewegung.

Schlussbetrachtungen

Ziehen wir ein Fazit: Die starken Kursschwankungen stellen die Funktion des Bitcoins als Wertspeicher und Inflationsschutz infrage. Zwar locken große Gewinne – das Risiko großer Verluste ist aber auch nicht unerheblich. Dass die Tweets amerikanischer Techno-Milliardäre den Kurs so stark beeinflussen, spricht ebenfalls nicht für dessen Stabilität.

Man könnte auch einmal darüber nachdenken, inwiefern hier eine Marktmanipulation vorliegt. Etwa in dem Sinne: Man kauft privat oder mit seiner Firma das Gut. Dann äußert man sich öffentlich positiv darüber. Dann laufen einem viele hinterher und kaufen. In die dann steigenden Kurse verkauft man vielleicht wieder mit Gewinn?

Als alternatives Zahlungsmittel kommt der Bitcoin sowieso nicht infrage: Hierfür sind die Transaktionsgebühren viel zu hoch und dauert die Erzeugung neuer Blöcke viel zu lange. Zwar gibt es dafür Lösungsvorschläge, wie etwa das auf BTC aufsetzende Lightning-Netzwerk, die aber wieder neue Probleme mit sich bringen. Kosten, Nutzen und Sicherheit muss man dabei immer mit bestehenden Zahlungsmöglichkeiten vergleichen, beispielsweise Banküberweisungen, Kartenzahlungen und Banking-Apps.

In Ländern mit instabiler Währung – etwa in Südamerika oder der Türkei – ist der Aspekt der Werterhaltung von größerer Bedeutung. Anstatt mit der heimischen Währung seine Ersparnisse zu verlieren, könnte man diese in Kryptowährungen tauschen. Dann wäre aber beispielsweise Tether (USDT) eine besser Alternative, da diese verspricht, Investitionen eins-zu-eins in US-Dollar umzusetzen. Es handelt sich also um eine Art privaten digitalen Dollar. Dadurch kommt aber eine Zwischenebene dazu, die spätestens dann hinfällig würde, wenn die USA selbst einen digitalen US-Dollar anbieten.

Magere Bilanz

Was bleibt? Auch wenn die Schätzungen auseinanderlaufen, muss man den Bitcoin und ähnlich rechenintensive Kryptowährungen wohl als Umweltsünder bezeichnen. Wie viel Strom die Serverfarmen genau verbrauchen, hängt nicht zuletzt von der verwendeten Hardware ab und wird nicht zentral erfasst. An manchen Orten mag man die nächste Lösung für das kryptografische Rätsel mit Öko-Strom suchen, den man gerade anders nicht verwenden kann. Insgesamt gilt hier aber das Marktprinzip: Wo der Strom am billigsten ist, rentiert sich der Betrieb am meisten. Und das schließt eben auch Kohlekraftwerke ein, die massenweise Kohlendioxid ausstoßen.

Ich schließe nicht aus, dass sich der Kurs des Bitcoins wieder vervielfacht. Aber ich denke, dass man es als reine Spekulation betrachten muss. Haus und Hof sollte man daher keinesfalls verwetten. Dabei haben wir noch gar nicht von Krisenszenarien gesprochen: Zwar gibt es – neben der Kryptographie – Sicherungsmechanismen, die mit der Größe des Peer-to-Peer-Netzwerks zu tun haben. Wie alle Computernetzwerke ist aber auch die Blockchain angreifbar.

Falls beispielsweise die Konflikte zwischen Großmächten wie China, Russland oder den USA weiter eskalieren, kann man nicht ausschließen, dass Geheimdienste mit immensen Rechenkapazitäten eine Kryptowährung kapern (51%-Angriff) oder zumindest lahmlegen, um nationale Interessen zu verfolgen. Wenn es in so einem Fall zu einem Abverkauf kommt – wie beispielsweise im März 2020 –, dann haben die Kleinanleger das Nachsehen: Denn wer die höchsten Transaktionsgebühren bietet, der schafft es am schnellsten in die Blockchain. Es gilt das Marktprinzip von Angebot und Nachfrage.

Daher kann ich das demokratische Image, das dem Bitcoin anhaftet, nicht nachvollziehen. Das Schürfen ist für Kleinanwender schon lange nicht mehr rentabel. Das verteilte Netzwerk bietet zwar eine gewisse Stabilität – aber im Endeffekt hat die Gruppe mit der größten Rechenkapazität das letzte Wort. Falls sich verschiedene Gruppen zu einer großen Räuberbande zusammenschließen, kann man als einzelner Nutzer wenig dagegen tun.

Alternativen

Alternativen zum Bitcoin wie Ethereum bieten andere Innovationen, etwa sogenannte Smart Contracts oder Non-fungible Tokens (NFT). Damit lassen sich beispielsweise digitale Kunstwerke oder Gegenstände von Computerspielen fälschungssicher handeln. Solche Innovationen kann man aber mit einer Vielzahl von Systemen realisieren – und es gibt ja schon mehrere tausend Kryptowährungen. Ob sich der persönliche Favorit durchsetzt, gleicht einem Glücksspiel.

Über alldem hängt das Damoklesschwert der staatlichen Regulierung: Die weitreichende Anonymität und der Zahlungsverkehr rund um den Globus ziehen natürlich auch Kriminelle an. Nicht ohne Grund werden Lösegelder beispielsweise für gehackte Computersysteme gerne in Kryptowährungen eingefordert. Daher ist der Druck groß, bei Brokern und Börsen, wo man Bitcoin und Co in echtes Geld oder andere Güter tauschen kann, die Identifizierungsmaßnahmen zu verstärken.

Zwar gibt es inzwischen schon finanzstarke Lobbygruppen, die hinter den Kryptowährungen stehen. Aber man dürfte auch auf staatlicher Seite Belege dafür sammeln, dass die Kryptowährungen zur Geldwäsche, zur Finanzierung von Kinderpornographie und Terrorismus verwendet werden, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Sobald es stärker regulierte und kontrollierte Systeme gibt, könnte man damit Einschränkungen bei den privaten Kryptowährungen rechtfertigen. Dabei dürfte allein schon die Ankündigung solcher Maßnahmen zu Kursverlusten führen.

Somit bleibt für mich der Eindruck, dass es sich doch nur um ein großes Schneeballsystem handelt: Profitabel ist es vor allem für diejenigen, die früh dabei waren, die die Infrastruktur bereitstellen und die am schlausten investieren. Eine Investition in BTC macht meiner Meinung nach nur dann Sinn, wenn man davon ausgeht, dass jemand dafür später mehr Geld bezahlt. Ob das sinnvoller ist, als beim Roulette auf Rot oder Schwarz zu wetten, muss jeder für sich entscheiden.

Dabei sollte man die Vorteile des bestehenden Zahlungssystems nicht ganz vergessen: Auch wenn viele Banken seit der Finanzkrise einen Imageverlust erlitten haben, garantieren sie nach wie vor sichere Überweisungen und Verwahrung von Geld. Die Flutung der Märkte mit Liquidität geschah ja nicht nur zum Spaß, sondern zur Stützung der Wirtschaft und Volkswirtschaften. Bisher jedenfalls hat sich eine Katastrophe wie in den 1930er Jahren noch nicht wiederholt. Damals war man noch an den Goldstandard gebunden und konnte man Geld nicht so einfach durch Kreditvergabe erzeugen.

Persönliche Schlussbemerkung

Während ich diesen Artikel schrieb, verfolgte ich mit einem Auge die Kurse von Bitcoin und Ethereum. Ich hatte am 19. Mai mit kleinen Kursverlusten alle Kryptowährungen verkauft und wollte mit dem Wiedereinstieg auf ein positiveres Marktumfeld warten. Ein Bekannter, der damit sehr viel Geld verdient hat, meinte dann aber zu mir, jetzt müsse man wieder einsteigen: “Geh all in.” Zu dem Zeitpunkt hatte er selbst übrigens schon einen sechsstelligen Buchverlust.

Also investierte ich einen kleinen vierstelligen Betrag und definierte ich einen Maximalverlust von 25%. Für Ethereum wurde dieser ausgelöst, während ich den Artikel schrieb; bei BTC ist das Rennen noch offen. Die Kryptowährungen kennen zurzeit aber vor allem eine Richtung: nach unten. Daher sollte man nur Beträge investieren, die man nicht dringend braucht. Da ich vorher Gewinne mitgenommen habe, macht mir dieser Verlust wenig aus. Er hätte aber auch nicht sein müssen.

Am Anfang des Textes war ein Bitcoin noch €29.000 wert. Bei €28.000 habe ich die Zahlen im Artikel angepasst. Jetzt nähert sich der Kurs schon den €26.000 und lasse ich alles so stehen. Daher sollte man auch die Rede von der Marktkapitalisierung nicht zu wörtlich nehmen:

Noch am 14. April lag diese bei über €1 Billion. Jetzt hat sie sich halbiert. Was ist mit dem Wert passiert? Er hängt eben ausschließlich davon ab, was der Nächste dafür zu zahlen bereit ist. Und wenn jemand für einen gefüllten Staubsaugerbeutel €10.000 bezahlen will, warum auch nicht!

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Finanzberatung dar und der Autor übernimmt keine Haftung für etwaige Spekulationsverluste. Dieser Beitrag erscheint auch auf Telepolis – Magazin für Netzkultur. Titelgrafik: WorldSpectrum auf Pixabay.

Veröffentlicht von

www.schleim.info

Die Diskussionen hier sind frei und werden grundsätzlich nicht moderiert. Gehen Sie respektvoll miteinander um, orientieren Sie sich am Thema der Blogbeiträge und vermeiden Sie Wiederholungen oder Monologe. Beim Gedankenaustausch darf es auch mal heiß hergehen, jedoch nicht beleidigend werden, vor allem nie unter die Gürtellinie gehen. Stephan Schleim ist studierter Philosoph, Psychologe und promovierter Kognitionswissenschaftler. Seit 2009 ist er an der Universität Groningen in den Niederlanden, zurzeit als Assoziierter Professor für Theorie und Geschichte der Psychologie. Der Autor schreibt auch für zahlreiche andere Medien.

170 Kommentare

  1. Bitcoin und Etherium waren/sind von Beginn weg spekulativ und so grossen Schwankungen ausgesetzt, dass sie sicher nicht als Inflationsschutz dienen können. Zudem basieren sie auf veralteter, energieaufwendiger Verifikationstechnologie.

    Doch die Blockchain-Technologie und auch stabile Kryptowährungen haben durchaus eine Zukunft. Es darf daran erinnert werden, dass Facebook die neue Kryptowährung Libra als weltweit gültige Stablecoin herausbringen wollte. Inzwischen hat Facebook seine Pläne geändert: Libra soll nun an den Dollar gebunden werden und soll in den USA lanciert werden. Übrigens: Selbst Notenbankchefs bereiten sich auf die Lancierung eigener Stablecoins vor.

    Stablecoins sind von der Idee her Kryptowährungen mit minimalen Wertschwankungen. Facebook wollte ursprünglich den Kurs von Libra an die gewichteten Weltwährungen binden. Jetzt soll Libra an den Greenback gebunden werden.

  2. Zitat:

    Dabei sollte man die Vorteile des bestehenden Zahlungssystems nicht ganz vergessen: Auch wenn viele Banken seit der Finanzkrise einen Imageverlust erlitten haben, garantieren sie nach wie vor sichere Überweisungen und Verwahrung von Geld.

    Diese Vorteile bestehen vielleicht in Deutschland, nicht aber in sehr vielen Entwicklungsländern und auch nicht in gewissen autokratisch regierten Ländern.

    Man erinnere sich: 2013 wurden alle Sparkonten aller Zyprioten gesperrt.
    In Argentinien brach das Finanzsystem schon mehrmals zusammen ebenfalls verbunden mit Abwertungen oder Sperrung von Konten.
    In Russland werden Nichtregierungsorganisationrn und der Opposition oft die Konten gesperrt.

    Die Idee hinter einer Kryptowährung ist eben auch: Es gibt keinen Staat, der mich blockieren kann oder der mir alles wegnehmen kann.
    Klar: fast alle Deutschen halten den Staat für gut oder gar für den Verwalter des Guten. Wenn es so ist können sich die Deutschen glücklich fühlen. Glücklich, dass sie in Deutschland und nicht irgendwo sonst leben.

  3. @Holzherr: Stablecoins

    Welche Funktion könnte denn nicht von einem digitalen Dollar, Euro oder Renminbi übernommen werden?

    Und für die instabilen Staaten, wäre da nicht eine Stabilisierung und ein moderner Rechtsstaat die Lösung, anstatt die Währung zu privatisieren? Wer garantiert sonst, dass der Währungsprivatisierer kein Pirat ist?

  4. P.S. Holzherr: Ohne Staat…

    …wären wir da nicht wieder bei homo homini lupus est? Es gab in der Menschheitsgeschichte doch gute Gründe dafür, dass sich Staaten gebildet haben, auch wenn damit nicht alles perfekt geworden ist.

  5. @Stephan Schleim: Die Grundidee bei Kryptowährungen ist die, dass der Mittelsmann fehlt bezugsweise automatisiert wurde: sie müssen nicht mehr an der Kasse anstehen, sondern statt dessen lediglich ihr Passwort kennen, mit dem sie Zugang zu ihren deponierten Geldanlagen haben.

    Das ist auch der Unterschied zum digitalisierten Dollar. Der digitalisierte Dollar kann genau so wie der reale Dollar durch die Notenbank oder den Staat abgewertet oder allenfalls völlig entwertet werden.

    Bei der Kryptowährung dagegen erwartet man einen Automatismus und das Fehlen von politischen Eingriffen.

  6. @Stephan Schleim (Zitat):

    Ohne Staat…wären wir da nicht wieder bei homo homini lupus est?

    Der Staat kann doch selbst der grösste Wolf sein. Russland beispielsweise lässt Oppositionelle und „Verräter“ töten und verheimlicht das nicht einmal gross.

    Es besteht aber tatsächlich ein Bedürfnis nach etwas, dem man vertrauen kann und am liebsten hätten viele Menschen Vertragsabschlüsse, die nicht einseitig aufgekündigt werden können. Also: Unterschrift gilt was auch passiert. Die Finanzgeschichte und die Geschichte der Staaten zeigt aber immer wieder, dass dort eine Unterschrift und ein Vertrag nur solange gilt, wie es dem Staat nicht zu viel wird. Wer sich einem Staat anvertraut, der vertraut sich etwas nur mässig Berechenbarem an.

  7. Kryptowährungen können reguläre Währungen nicht ersetzen, die Handhabung ist zu kompliziert und letztlich versteht auch ein normaler Bürger die Funktionsweise nicht. Wenn ich Sichrheit will, nehm ich GOLD, seit Jahrtausenden bewährt, absolut anonym und leicht zu transportieren.

  8. @Holzherr: Mittelsmänner

    Das überzeugt mich jetzt gerade nicht: Bei Bitcoin & Co vertrauen Sie blind einem anonymen Netzwerk, das sehr langsam und ineffizient arbeitet und dabei die Höchstbietenden bevorzugt. Auf die von mir genannten Angriffsmöglichkeiten gehen Sie nicht mal ein.

    Und wie ich schon schrieb: Es gibt sicher auch viele Staaten, die kritikwürdig sind. Schauen wir doch mal auf die Beispiele, die es besser machen, als nur auf die Schlechteren. Ich wüsste jedenfalls nicht, welche Institution prinzipiell vertrauenswürdiger wäre, als ein demokratischer Rechtsstaat mit fairen Prozessregeln, der Menschen- und Bürgerrechte respekiert.

  9. @Marcel: Gold

    Schauen wir mal, wie sich der Goldpreis weiter entwickelt…

    …aber bei größeren Beträgen ist der Transport auch nicht mehr so trivial und sollte man besser einen sicheren Verwahrungsort haben.

    Wichtig ist meiner Meinung nach die richtige Mischung verschiedener Anlagemöglichkeiten. Wäre ich beispielsweise dem Rat meines Bekannten gefolgt und “all in” gegangen, dann hätte ich jetzt in nicht einmal einer Woche 20% meiner gesamten Ersparnisse verloren.

  10. @Marcel: P.S. Gold

    Die Möglichkeiten des anonymen Goldkaufs wurden übrigens in Deutschland und den Niederlanden schon stark eingeschränkt. Hier gelten übrigens seit Kurzem sogar Einschränkungen für das Mitführen von Bargeld (um Drogenhandel einzudämmen, sagt man).

  11. FIAT – Geld ist nur so gut und vertrauenswürdig wie der Staat, der den Wert dieses Geld garantiert und steuert. Es gibt heute noch viele Staaten denen man in finanziellen Dingen nicht trauen kann und wo Gelder blockiert werden können oder Geld plötzlich massiv an Wert verliert. Dort sind häufig andere Währungen (wie der Dollar) im Umlauf und nicht selten wird die Landeswährung bei privaten Transaktionen nicht einmal akzeptiert. Hier stellt sich also die Frage: Gibt es noch etwas besseres als den Dollar als Zahlungs- und Tauschmittel. Eine sehr stabile Währung wäre wohl das Beste was man sich als Ersatz für eine Lokalwährung vorstellen könnte.

    Stablecoins wären vor allem für die vielen interessant, die gar nicht mit ihrem erworbenen Geld spekulieren wollen, sondern die nur Wertstabilität wollen.
    Heute gibt es noch keine solchen Stablecoins, keine solchen stabilen Währungen. Doch es könnte schon bald eine neue lancierte Kryptowährung geben, die genau dieses Bedürfnis abdeckt.

    Heute steht Bargeld zunehmend unter Verdacht. Viele Staaten drängen den Gebrauch von Bargeld bereits stark zurück. Doch man muss sich bewusst sein, dass es nicht ein dummer Zufall der Geschichte ist, dass die Herkunft von Bargeld im allgemeinen nicht bekannt ist und nicht bekannt sein muss. Vielmehr garantiert gerade die Anonymität von Geld, dass niemand die Werthaltigkeit eines konkreten Geldbetrags in Zweifel ziehen kann. Wenn der Staat dagegen Zugang zum eigenen Bankkonto hat und jede Transaktion nachverfolgen kann, dann hat man sich völlig in die Hände des jeweiligen Staates begeben. Das ist nur dann nicht schlecht, wenn dem Staat zu vertrauen ist. Nicht allen Staaten ist aber zu vertrauen.

  12. Wenn über Sicherheit geredet wird, dann garantiert nur die funktionierende Volkswirtschaft den Wert des Geldes. Geld ist auch nur ein Versprechen, bei Einlösung einen Gegenwert zu bekommen.

    Augenblicklich sind ja die Immobilien gefragt, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Grundsteuer erhöht wird oder wie in England, bei der Erbschaftssteuer der Staat den Wert abschöpft.

    Die Idee des Bitcoins ist gut , könnte man staatlicherseits „nationalisieren“ , allerdings mit staatlicher Zugriffsmöglichkeit. Bankenpaläste gehören dann der Vergangenheit an, Bargeld ist auch nicht mehr notwendig, das geht über die Kreditkarte, die ihrerseits an den „nationalen“ bitcoin gekoppelt ist.
    Das Bankengeschäft spielt sich dann nur noch im Netz ab.

  13. “Als alternatives Zahlungsmittel kommt der Bitcoin sowieso nicht infrage:”

    (Quelle: siehe oben)

    Vielleicht muss man gar nicht so weit denken, dass als Nahziel ein zum Bargeld alternatives Zahlungsmittel entstehen soll. Die geplante Abschaffung des Bargeldes und den Aufstieg der Digitalisierungswährungen scheint man in größeren Zusammenhängen sehen zu müssen. Schlussendlich geht es um mehr Kontrolle…

    “Wenn das Bargeld einmal abgeschafft ist, wie es die in Washington ansässige Better Than Cash Alliance (US-Regierung, Gates Stiftung, Mastercard, Visa, Citi) ebenfalls unter Instrumentalisierung der UN betreibt ist die Überwachung und Kontrolle der Menschen und Unternehmen fast vollkommen, egal ob im Einflussbereich der USA oder in dem von China, das in dieser Hinsicht sogar schon weiter ist. Denn digitales Bezahlen ist eines der Hauptanwendungsgebiete der digitalen Identitäten und das Feld, über das deren Nutzung am effektivsten erzwungen werden kann.”

    https://norberthaering.de/die-regenten-der-welt/id2020-ktdi-apple-google/

  14. @Holzherr: Stablecoins & Wert

    Aber auch Stablecoins müssen mit irgendetwas gedeckt sein; und dieses Etwas wiederum hat wahrscheinlich einen extrinsischen Wert, der von Angebot und Nachfrage abhängt.

    Wert ist Psychologie, könnte man auch sagen. Darum fand ich es ja interessant, über das Thema zu schreiben.

  15. @Schopper: Bargeld

    Hier in den Niederlanden ist die Einschränkung des Bargelds schon viel weiter fortgeschritten. Und um ehrlich zu sein bezahle ich das Meiste heute auch praktischerweise mit Karte.

    Man könnte digitales Geld anonym umsetzen. Zum Schutz der Privatssphäre braucht es, meiner Meinung nach, eine grundlegendere Debatte darüber, wer was mit welchen Daten machen darf. Und daran müssen sich dann alle halten, auch der Staat.

  16. In kurz: Wer den Krypto-Markt nicht kennt und selbst gerade erst auf den Zug aufgesprungen ist, der sollte seinen Beitrag auch als solches kennzeichnen.
    Auch wenn Sie sich den grundsätzlichen Ablauf bei Wikipedia abgelesen haben, heißt das noch lange nicht, dass Sie Bitcoin verstanden haben.
    Das zeigt der fahrlässige Vergleich von BTC mit ETH und Tether.

    Bei den aktuell noch fallenden Preisen werde ich (bildlich gesprochen) Ihre Bitcoin gerne für 25.000 € aufkaufen. In 5 Jahren werden Sie sich nochmal überlegen, bei einem Preis von 400.000 € einzusteigen.
    Bis dahin wünsche ich Ihnen viel Spaß am Aktienmarkt, und viel Geduld, wenn Sie in 5 Jahren realisieren, dass Ihr Aktien-Plus von 25% von einer Inflation von 35% aufgefressen worden ist.

    Was Sie dazu bewegt, Ihre uninformierte Meinung publik zu machen, wird mir ein Rätsel bleiben.

  17. Es ist doch so, dass CPUs immer kleiner werden, die Rechenleistung zunimmt und die Wärmeabstrahlung, der Energieverbrauch abnimmt, das Web soll vor einigen Jahren weniger als fünf Prozent des gesamten elektrischen Energieverbrauchs benötigt haben, so war irgendwo zu lesen, bei besonderem Bedarf können Belege beigebracht werden.

    Insofern scheint die Einstufung der hier gemeinten Geräte als Umweltsünder kaum angeraten, zudem laufen viele CPUs im Leerlauf-Prozess, nun, bei den überraschend erfolgreichen Kryptowährungen haben sie immerhin etwas zu tun, zu knabbern sozusagen, beim wie gemeinten “Mining”.

    Fiatgeld ist interessant, so sind heutzutage alle (?) Währungen Qualität der Marke “Fiat”; die Kryptowährungen dienen sicherlich auch als Kasse für das Schwarzgeld, bleiben willkommen auf dem “Geldnutzermarkt” und stellen eine Art Abwehr der o.g. Nutzer gegen die Totalüberwachung dar.
    “Blockchain” müsste ohnehin eine große Zukunft haben, in etwa so wie bereits eine große Vergangenheit vorliegt, die BC-Kursentwicklung sieht gut aus.
    Gerade auch sog. Social Media meinend.

    Eine interessante Frage ist insofern, warum es i.p. Inflation bisher keine “Dammbrüche” gab, die diesbezügliche Vermutung liegt auf der Hand, Dr. Webbaer will kein “Dr. Doom” werden : Dies liegt an den hohen Staatsverschuldungen in Liberalen Demokratien, die Gläubiger waren und sind hier sehr vertrauend und die o.g. Staaten können, ihre Staatshaushalte meinend, hier nur “mit allem, was sie haben” gegensteuern, den diesbezüglichen Gegenkurs sozusagen bis zum Erbrechen versuchen.

    Irgendwann wird’s “knallen” bzw. irgendwann wird der Markt Fehlentwicklungen ausgleichen, wobei aus diesseitiger Sicht, wenn die staatsgarantierten Fiatwährungen wegbrechen, zumindest wegzubrechen drohen, die Krypto-Fiatwährungen sogar Nutznießer sein könnten. [1]

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer

    [1]
    Rothbard war so freundlich den sog. Anarchokapitalismus zu bewerben, amüsant, aus demokratischer Sicht höchst ablehnenswert, aber immer hatte Rothbard einen Punkt, wie sich nun umso klarer globalerweise, globalistischerweise herauszustellen scheint.

  18. Die Grundidee bei Kryptowährungen ist die, dass der Mittelsmann fehlt bezugsweise automatisiert wurde: sie müssen nicht mehr an der Kasse anstehen, sondern statt dessen lediglich ihr Passwort kennen, mit dem sie Zugang zu ihren deponierten Geldanlagen haben.

    Ein wichtiges Leistungsmerkmal, das es verdient klar herausgestellt zu werden!

  19. @Ruf: Propheten & Beten

    Ich bin nicht “gerade erst” auf den Zug aufgesprungen; das ist schon einmal falsch. Ich bin zwischendurch immer wieder ein- und ausgestiegen und hätte jetzt auch nicht diesen Verlust, hätte ich mich an die Charttechnik gehalten, anstatt dem Krypto-Propheten in meinem Bekanntenkreis zu folgen, der so ähnlich argumentiert wie Sie.

    Das zeigt der fahrlässige Vergleich von BTC mit ETH und Tether.

    Was ist hieran bitte fahrlässig? Ich kann nicht Ihre Gedanken lesen.

    Bei den aktuell noch fallenden Preisen werde ich (bildlich gesprochen) Ihre Bitcoin gerne für 25.000 € aufkaufen.

    Wieso sollte ich, wenn ich ihn an einer Börse für €30.000 verkaufen kann? Das Marktumfeld ändert sich ja gerade wieder. Anders als manche Propheten arbeite ich nicht nur mit Glaube und Beten, sondern mit Chartanalyse und Stopps.

    In 5 Jahren werden Sie sich nochmal überlegen, bei einem Preis von 400.000 € einzusteigen.

    Da hat jemand aber Ahnung. So sprechen Propheten. Der BTC kann in fünf Jahren bei €5 Millionen oder auch €5 stehen, das weiß keiner. Das hängt einzig und alleine davon ab, was andere Menschen dafür bezahlen wollen.

    Bis dahin wünsche ich Ihnen viel Spaß am Aktienmarkt, und viel Geduld, wenn Sie in 5 Jahren realisieren, dass Ihr Aktien-Plus von 25% von einer Inflation von 35% aufgefressen worden ist.

    Also am Aktienmarkt stehe ich, nach Realisierung von Teilgewinnen, zurzeit leicht im Plus, obwohl der NASDAQ in den letzten Wochen korrigiert und Kryptowährungen 50% verloren haben.

    Man sieht, Ihnen ist der Blick für die Realität abhanden gekommen. Wer anderer Meinung ist als Sie, der muss sich eben prinzipiell irren bzw. hat keine Ahnung.

    P.S. Vom Einfluss der Inflation auf Aktienwerte haben Sie ganz offensichtlich keine Ahnung. Darüber könnte man sich auch vernünftig verständigen, wenn man nicht gleich den Anderen als Idioten darstellt.

  20. @Webbär: Es ist ein Wettlauf

    Wenn die Hardware effizienter wird, also mehr Rechenoperationen pro Energieeinheit ausführen kann, wird der Einstieg ins Bitcoin-Mining erst einmal rentabler.

    Man ist aber nicht der Einzige auf der Welt mit diesem Gedanken. Darin besteht Ihr Irrtum. Dadurch, dass die Konkurrenz nicht schläft, nimmt die Rechenleistung zu. Darum wird das Rätsel schwieriger. Man muss also länger rechnen. Dadurch nimmt die Effizienz wieder ab.

    Es entsteht ein temporäres Gleichgewicht, das vom BTC-Kurs, den Transaktions- und Energiekosten abhängt.

    Allgemein kann man wohl sagen, dass bei steigenden BTC-Kursen und Transaktionskosten der Energieverbrauch zunimmt – und bei fallenden abnimmt. Weil dann eben das Mining rentabler bzw. unrentabler wird.

  21. @ Herr Dr. Stephan Schleim und hierzu kurz :

    Man könnte digitales Geld anonym umsetzen. Zum Schutz der Privat[]sphäre braucht es, meiner Meinung nach, eine grundlegendere Debatte darüber, wer was mit welchen Daten machen darf. Und daran müssen sich dann alle halten, auch der Staat.

    Der Staat und die Notenbanken (vgl. mit dem EZB-Jokus i.p. angeblicher Unabhängigkeit und ohne Länderinteressen) auch der hier gemeinten Länder, sog. Liberale Demokratien sind gemeint, ist offensichtlich nicht in der Lage als “Mittelsmann” neutral zu sein und nicht überwachend (‘digitales Geld anonym umsetzen’) zu werden, denn es locken Steuereinnahmen bei Gesetzesverstößen, aber auch genereller Art – und an effing ‘Debatten’ mit sich dann in Gesetze und Regelungen, an die sich ‘alle halten’, muss nicht i.p. “zielführend” geglaubt werden.

    Sie haben da zu wenig Phantasie, Herr Dr. Schleim.
    Apparate haben auch in Liberalen Demokratien, an der BRD und in puncto “Corona” kann dies aus diesseitiger Sicht ebenfalls abgelesen werden, den hang übergriffig zu werden und Abwehrrechte des Bürgers zerfallen, siehe wiederum : BRD.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer (der auch nicht weiß, wie es nach dem absehbaren “Knall” weiter gehen wird, es muss nicht so schlimm werden, in staatlich garantiertes Fiatgeld Investierte werden wohl beizeiten leiden, einige böse und undemokratische Gedanken werden sich in den Staatsapparaten Liberaler Demokratien auftun und dann geht es weiter, wie auch immer >:-> )

  22. Es entsteht ein temporäres Gleichgewicht, das vom BTC-Kurs, den Transaktions- und Energiekosten abhängt.

    Allgemein kann man wohl sagen, dass bei steigenden BTC-Kursen und Transaktionskosten der Energieverbrauch zunimmt – und bei fallenden abnimmt. Weil dann eben das Mining rentabler bzw. unrentabler wird.

    Irgendwie so könnte sich die Sache langfristig gleichgewichtig entwickeln, aber der Energieverbrauch, der aktuell wohl gerade von Seite der Ökologisten hochgespielt wird, ist ja nur ein Aspekt der Wertentwicklung (Kryptowährungen haben einen nicht intrinsischen Wert, den der Markt bestimmt, aushandelt) des BitCoins inklusive Partnerwährungen.
    Zu stoppen ist da gar nichts mehr.

    Irrationalität? – Liegt aus diesseitiger Sicht bei den derart Investierenden nicht vor.

    MFG
    Wb

  23. Geld als Währung hat lediglich die Akzeptanz als Leistungstauschmittel und basiert auf einem Schuldverhältnis. Es vermittelt also die Qualität und Quantität der Schuldverhältnisse.
    Wenn ich richtig informiert bin,dann galten zu kolonialen Zeiten Amerikas ca. 6000 Währungen,bis sich der Dollar kristallisierte. In D hatte jede Grafschaft eine eigene Währung,bis sich die Mark durchsetzte.
    Es gibt Gedanken,die zu einer einheitlichen Weltwährung gehen.
    Schleim hat schon recht,wenn Währung etymiologisch mit bewährt zusammenhängt und We(äh) rt.
    Warum?
    Es sind die Schulden.
    Lediglich eine Buchung. Kryptowährungen versuchen lediglich,diese ‘Kosten’/Aufwendungen/Verbindlichkeiten zu umgehen.
    Es ist lediglich Wunsch von Währungsschöpfern/-Erzeugern, durch Akzeptanz und nichts tun und Gier durch ihrer ‘Währung’ reich zu werden,weil die anderen lediglich spekulieren.
    Geld ist mehr als Währung.
    Wert ist Beziehung:Prof. Marianna Mazzucato..’Wie kommt der Wert in die Welt’.

  24. Nachtrag:Kryptowährungen sind libertäres Geldgeschwätz,welches exponentielles Wachstum generieren soll.
    In der Konsequenz ziemlich dumm.

  25. Nachtrag:
    Es macht mehr Sinn,darüber nachzudenken,wie Schulden entstehen,was ein Schuldverhältnis ist,und warum Schulden unser eigentliches Problem sind.

  26. noch ein Nachtrag:
    Jede Kryptowährung benötigt ein Referenzwert, z.B. in einigermassen stabilen Nationalwährungen/Geldwertsystemen,sonst würden sie nicht funktionieren!
    Soweit zu libertären Thesen und ‘Wechselkursen’.

  27. @Webbär: Bürgerrechte…

    …leben davon, dass Bürgerinnen und Bürger sie auch aktiv einfordern. Große Mehrheiten wählen immer noch die Parteien, die sie nachweislich einschränken – Schritt für Schritt, damit es nicht so auffällt…

    …und Menschen, die dagegen protestieren, versieht man schnell mit irgendwelchen Etiketten, damit man sich nicht mehr mit ihren Argumenten beschäftigen muss. Das wäre ja unangenehm.

  28. @Mussi: Also wenn Sie für jeden Nachtrag einen Bitcoin bezahlen müssten… 😉

    Und in der Sache: Man könnte auch sagen, Geld ist ein soziales Konstrukt.

  29. Währungen, Currencies, Umlaufsysteme, die Wert (was immer dies auch genau meinen mag, Konvertibiliät müsste bedeutungsgemäß drinstecken) transportieren, hier zumindest Anwendern beim Transport behilflich sind – Währungen sind ja eigentlich “nur” Konzepte, auch Gold bspw. hat keinen “echten” Wert, wenn bspw. Hunger herrscht und Brot hat keinen “echten” Wert, wenn in einem Getreidespeicher gewohnt wird, vielleicht seit Generationen, Nagetiere wissen hier ihr Lied zu singen, ebenfalls nicht -, funktionieren so, dass der Geber wie auch der Nehmer, der ganz besonders, einen persönlichen Nutzwert im Erhaltenen sieht.

    Der von außen betrachtet nicht selten fiktiv aussieht, bspw. mag ein Nicht-Europäer in früherer Zeit Glasperlen supergut gefunden haben, ein Europäer wiederum Gewürze (Warum eigentlich?) und der Raucher, hier wird auch auf Kriegszeiten angespielt, mag den Tabak, am besten vielleicht als Zigarette, als Zigarettenwährung.


    Insofern gilt es nicht nur wirtschaftswissenschaftlich, sondern auch anthropologisch-philosophisch dem Wert sog, Kryptowährungen nachzuspüren.
    Hier kann jeder, geeignete Phantasie vorausgesetzt und den vielleicht vorab den edanken verinnerlicht habend, dass auch Gold und Perlen letztlich irgendwie Idee, Bild sind.

    Wirtschaftwissenschaftlich, anthropologisch und heutzutage auch in besonderem Maße IT kennend, kann es dann gut klappen, auch mit dem Nachbarn, werthaltige Texte in wissenschaftsnahen WebLog-Verbundsystemen bereit zu stellen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer

  30. Mit einer Währung zu spekulieren ist schon schlimm genug. Spekulationsgewinne sind die Verluste anderer Marktteilnehmer. Hier muss man ansetzen, wenn der Markt durch unkontrollierte Wertschöpfung verzerrt wird. Gemeint sind konkret die Kapitalgesellschaften , die im Augenblick Mietshäuser aufkaufen, luxussanieren und dann als Eigentumswohnungen wieder verkaufen.

    Der Handel mit Derivaten gehört verboten. Auch der bitcoin in der gegenwärtigen Form gehört verboten.
    Die Plantagenarbeiter in der Dritten Welt sind auch Menschen. Die müssen geschützt werden durch die Kontrolle von international agierenden Konzernen aber auch vor Staaten, die sich gerade als Konzerne aufführen. Gemeint ist ein großes Land in Fernost.

  31. [Bürgerrechte]…leben davon, dass Bürgerinnen und Bürger sie auch aktiv einfordern. Große Mehrheiten wählen immer noch die Parteien, die sie nachweislich einschränken – Schritt für Schritt, damit es nicht so auffällt…

    …und Menschen, die dagegen protestieren, versieht man schnell mit irgendwelchen Etiketten, damit man sich nicht mehr mit ihren Argumenten beschäftigen muss. Das wäre ja unangenehm. [werter hiesiger Inhaltegeber]

    Dies klang jetzt abär querdenkerisch, im besten Sinne, wie einige finden.

    Dr. Webbaer gibt an dieser Stelle gerne an Ausländer und nicht bundesdeutscher “Querdenker” im bekannten “Corona”-skeptischen Verbund zu sein, sondern merkt gerne an, dass liberales Denken immer irgendwie querdenkerisch ist, liberale Parteien sind idR nicht Liberale (!) Demokratien bestimmend, halten sich sozusagen vornehm zurück.

    An sich läuft es abär, diesseitiger Sicht meinend, nicht so-o schlecht, “Corona” meinend, auch nicht Währungssysteme.
    Es könnte noch viel schlechter laufen.
    Dagegen gilt es dann bedarfsweise extra aufzusteifen, Dr. Webbaer geht davon aus, dass es so nicht notwendig wird, die staatseigenen Fiatwährungen werden wohl beizeiten schwer leiden, mehr wird dann hoffentlich nicht los sein.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer (der “Mussi” längere Zeit kennt, ihn mag und idR weniger zustimmt)

  32. In China wird auch an der Digitalwährung gebastelt:

    “USA und China: Große Träume von digitalem Zentralbankgeld
    Die zu Ende gehende Handelswoche hat den Kryptomärkten nicht nur eine deutlich zunehmende Volatilität, sondern auch eine ganze Reihe an schlechten Nachrichten beschert. Derweil hegen nicht nur die Fed und die Peoples Bank of China große Pläne für die Einführung eines digitalen Dollars hier und eines digitalen Yuans dort – kritiklos gehen diese Vorstöße jedoch nicht von statten.”

    https://www.cashkurs.com/wirtschaftsfacts/beitrag/usa-und-china-grosse-traeume-von-digitalem-zentralbankgeld

  33. Randseitig und ursisch-zynisch bemerkt :

    -> https://www.youtube.com/watch?v=UdsUQj284x8

    Ischt natürlich ein Desaster, Dr. W stört’s nicht, denn der Vortragende ist ein Großer, Dr. W sich hier sicher sein. [1]

    Dies nur vergleichend angemerkt, so auch einen Kontext zum hiesig Vorgekommenen möglichst sicher stellen wollend.

    Hier wird nicht auf Nebensächlichkeiten geachtet, sonderlich nicht, sondern : Dr. W, spricht sich letztlich nur äußerst zustimmend aus. [2]

    MFG
    Wb

    [1]
    Klugheit, schlicht Klugheit liegt aus diesseitiger Sicht vor. *

    [2]
    Nettigkeit liegt ebenfalls vor. *

    *
    Song, passender womöglich :

    -> https://www.youtube.com/watch?v=_huWtIlkMKk

  34. @ Martin Holzherr 23.05.2021, 22:36 Uhr

    Zitat: „Das ist auch der Unterschied zum digitalisierten Dollar. Der digitalisierte Dollar kann genau so wie der reale Dollar durch die Notenbank oder den Staat abgewertet oder allenfalls völlig entwertet werden.

    Bei der Kryptowährung dagegen erwartet man einen Automatismus und das Fehlen von politischen Eingriffen.“

    Der Staat kann derzeit direkt zwar nur schwer manipulieren, dafür aber private „Kapitalisten“ umso mehr. Die können umso leichter und derzeit vermutlich sogar völlig legal, nach Belieben die Kurse, womöglich unter Nutzung von Resonanzeffekten, extrem schwanken lassen und sich dämlich verdienen, solange es noch keine ausreichenden Gesetze gibt.

    Es ist vermutlich eine „geplante Monsterabzocke“, da derartiges mit den gängigen früheren „Methoden“ (sich z.B. parasitär und Inflation fördernd in das reale Handelsgeschehen einzuschalten) in Zeiten der nachverfolgbaren Überweisungen und der praktisch fast vollzogen Abschaffung des Bargelds sonst nicht mehr möglich wäre.

    Die „Profis“ wissen wann sie aufhören müssen, Spieler nicht, die sind süchtig und verlieren alles….

  35. @Schleim
    Ich habe die ersten 15 Berufsjahre in der Finanzdienstleistung verbracht.
    Habe die Beginne und die Höhepunkte der Deregulierung miterlebt.
    Sowas dämliches passiert mir nie wieder!
    Bin froh,dass ich da raus bin!
    Spekulation,Zins und Gier hat nichts mit Vernunft zu tun…

  36. @Schleim-Nachtrag 🙂
    Geld ist bedingt ein soziales Konstrukt:
    Quantitäten werden der angeborenen Funktion zugeschrieben. Kulturell denkt man darüber nach,dass wir bei Problemlösungen eher etwas hinzufügen,als etwas zu reduzieren.
    Die Bilanz als im Kern Gewinn-Verlust- Rechnung und angeboren-kulturelles Instrument verwirklicht diese ‘Motive’.
    Es bohrt an der Ökologie.
    Übertreibung dürfte das Stichwort sein.
    Wir übertreiben es.

  37. @hwied: Schneeballsystem

    Aber nehmen wir einmal an, es wäre ein Schneeballsystem… und jeder wüsste das… oder sollte es wissen… Wäre es dann unmoralisch, daran teilzunehmen?

  38. @Webbär: Es könnte auch viel schlimmer sein

    Ja, das vergessen wir zu gerne, bei aller (auch: berechtigter) Kritik.

    Wenn diejenigen, deren Gier die Kryptowährungen angefacht haben, dort keine Befriedigung mehr finden, werden sie etwas Anderes finden müssen. Ich denke, das hat mit den tausenden Kryptowährungen zu tun, die es jetzt gibt.

    Was wohl danach kommt?

  39. @Schleim
    Bevor ich auf Ihre Frage eingehe möchte ich das Missverständnis aufklären:
    Der Aufbau Ihres Beitrags lässt darauf schließen, dass Sie zuerst eine sachliche Aufklärung zum Thema Bitcoin betreiben möchten, bevor Sie am Ende Ihre “Persönliche Schlussbemerkung” als Ihre eigene Meinung zum Thema kennzeichnen.
    Meine Kritik richtet sich gegen diese Struktur, da Sie meiner Auffassung nach bereits den sachlichen Teil mehr mit Ihrer persönlichen Sicht auf die Dinge füllen, als mit tatsächlichen Fakten.
    Es herrscht Meinungsfreiheit und grundsätzlich ist die Debatte zum Thema Krypto ja für alle Seiten förderlich. Nur sollte man davon absehen, Meinungen und Fakten zu trennen und den Meinungs-Teil klar als solchen zu kennzeichen.
    Ich habe Sie deshalb mit wenigen Worten als Neuling dargestellt, weil Sie m.E. schlichtweg viele Informationen weggelassen haben, die das Bild, das Sie zeichnen, völlig verändern würden.

    Mit “gerade erst auf den Zug aufgesprungen” meine ich, dass es (zumindest meiner Einbildung nach) völlig offensichtlich ist, dass Sie das Thema “Bitcoin”, die Idee dahinter und die Entwicklung der letzten 10 Jahre nicht kennen.
    Wenn Sie das täten wäre meine naheliegende Frage: “Zu welchem Zeitpunkt haben Sie Ihre Bitcoins verkauft, und wie viel Wachstum haben Sie damals bis heute verpasst?”

    Ich mache Ihnen keinen Vorwurf, dass Sie sich in unbekannte Gefielde wagen und ohne Fachkenntnis von der Chartanalyse bei Aktien zum Krypto-Bereich kommen. Aber spätestens der letzte, unerwartete Drop sollte Ihnen gezeigt haben, dass die bei Aktien mittelmäßig erfolgreichen Charttechniken bei Krypto-Währungen nicht funktionieren. Nicht, weil man bestimmte Entwicklungen nicht vorhersehen kann, sondern weil sich der Markt insgesamt so massiv verändert, dass selbst erfahrene Aktien-Trader sagen “von Krypto lasse ich die Finger weg”.

    Zum “Fahrlässigen Vergleich von BTC mit ETH und Tether”: Fahrlässig bezeichnet ein Vorgehen, das die nötige Aufmerksamkeit fehlen lässt und dadurch einen Schaden verursachen kann. Auch wenn Sie mich durch die nachfolgende Auflistung gerne als “Propheten” hinstellen möchten und sagen werden “glauben sollte man nur in der Kirche”, möchte ich mit der geschuldeten Erklärung kommen:
    Bitcoin hat (ähnlich wie Gold) Alleinstellungsmerkmale, die sämtliche anderen Kryptowährungen (Alts) nicht vollständig aufweisen. Vor allem die Dezentralität, Anonymität, Mobilität, Geschwindigkeit, Sicherheit und die globale Adoption sind genau die Stärken, die es zu einem sicheren, zukunftsfähigen Wertspeicher machen. ETH ist beispielsweise niemals Konkurrenz zu BTC, sondern eine Kryptowährung, die als Basis für sehr viele andere Altcoins und Projekte dient. ETH ist weder deztentral, noch unabhängig von staatlichem Einfluss – und damit per Definition etwas völlig anderes. Das wäre als würden Sie einen Regenschirm mit einem Carport vergleichen. Klar schützen beide vor Regen – deshalb stehen Sie aber bei Regen nicht mit 10 Regenschirmen neben Ihrem Auto.

    Den aktuellen, massiven Zuwachs von Großinvestoren, die BTC als Wertspeicher nutzen, wird es bei ETH nie geben.
    BTC soll ja gerade eine Alternative zu Fiatwährungen wie dem Euro, dem Dollar etc. sein, um unabhängig von staatlichem Missmanagement zu sein.
    BTC hat keine Inflation, er ist nicht pfändbar und man kann ihn nicht verbieten (nicht dass man es von staatlicher Seite nicht trotzdem versuchen würde).
    Für die aktuelle und rasant wachsende Inflation bietet BTC per Design eine Lösung an.
    Tether wiederum ist keine Alternative zu hoch-inflationären Fiatwährungen, sondern man flüchtet von der einen in die andere Inflation. Ja, aktuell macht es Sinn, dass ich als Südamerikanischer Bürger meine Landeswährung gegen den (relativ stabileren) Dollar eintausche. Aber was passiert, wenn der Dollar hoch-inflationär wird?

    Das Angebot mit “Ich kaufe Ihre BTC für 25.000 €” war ein Beispiel, das darauf gerichtet ist, dass Sie mit Ihrer Sicht auf die Dinge bei 25.000 € sicherlich keinen Sathoshi mehr in Ihrem Besitz halten werden, während ich (bildlich) selbst bei einem Drop bis zu diesem Level gerne weiterhin einkaufen werde. Sie sehen den niedrigen Kurs als eine schlechte Investition, weil Ihre Wahrnehmung kurzfristig ausgerichtet ist.
    Ich sehe die generelle Entwicklung und die Wertsteigerung, die wir in vielen Jahren gehabt haben werden. Deshalb steige ich ein, wenn Sie aussteigen.
    Weil ich das bisher schon so gesehen habe, hat mir diese Geduld ~3.000 % Gewinn gebracht, während Sie sich kurfristig vor einem 40% Drop scheuen.

    Sie bezeichnen mein Beispiel als “so sprechen Propheten”. Ich setze noch einen drauf: Angesichts meiner bisherigen Aktien-Gewinne der letztzen 5 Monate bin ich kein Prophet, sondern ein Wahrsager. Ob Sie das als “Magie” abtun, oder ob Sie verstehen, dass ein langfristiger Blick darauf “was passiert im Markt” wichtiger ist als eine Chartanalyse, also nur der Blick in die Vergangenheit, das bleibt Ihnen überlassen.

    Dass Sie am Aktienmarkt leicht im Plus stehen freut mich; angesichts der Tatsache dass seit Ende letzten Jahres durchschnittlich alle gut-performenden Aktien 30% im Plus sind (weil wir uns im Bullenmarkt befinden), schockiert mich diese Aussage aber nicht.
    Dass Altcoins (die keinerlei intrinsischen Wert haben) völlig zusammenbrechen, wenn BTC fällt und Kurzzeit-Anleger Ihre Investitionen abziehen, sehen Sie als Argument Aktien > Krypto. Ich denke, dass Sie dabei aber nicht das ganze Bild sehen. Das fasst Michael Salyor am besten zusammen: In einem Interview gab er vor kurzem auf die Frage “wie gehen Sie mit dem 40-50%-Verlust von BTC um?” die Antwort: “Wir sind seit dem Einstieg in BTC letztes Jahr um den Faktor 4 im Plus. Die Anteilseigner sind genauso zufrieden, wie die Angestellten.”
    Ich möchte Sie dazu ermutigen, eine langfristigere Sicht auf die Dinge zu entwicklen. Mich hat dieser weitere Blick sehr weit gebracht und ich habe deshalb keinen Grund, diese Sicht auf die Dinge zu ändern.

    Die schnelle Antwort auf Ihre Fragen wäre sicherlich “wie viel % Gewinn hatten Sie die letzten 10 Jahre?”, aber mir war es wichtig, nachvollziehbarere Antworten zu geben. Ob sich Ihre Wahrnehmung bisher genauso rentiert hat, müssen Sie sich selbst beantworten.

    Wenn Sie weiterhin der Meinung sind, ich sei intolerant, habe den Einfluss von Inflation auf Aktienwerte nicht oder falsch verstanden, oder ich leide unter Realitätsverlust, dann sei Ihnen diese Meinung gegönnt.
    Wenn Sie stattdessen noch weitere Fragen haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

    Ich hoffe, dass diese ausführlichere Kritik jetzt klarer kommuniziert ist.
    Wenn Sie sich statt dessen beleidigt oder “als Idioten dargestellt” sehen möchten, steht Ihnen auch diese Meinung frei.
    Wie auch bei Ihrem Beitrag möchte ich Sie aber bitten, auf die Trennung von Meinung und Fakten zu achten.

  40. @Mussi: Finanzen

    Ich habe mich lange Zeit nicht für Geld interessiert. (Ich schreibe hier ja auch schon bald 15 Jahre ohne finanzielle Gegenleistung.)

    Aber es ist eben schon so, dass man auch dann Teil des Systems ist, auch wenn man es nicht will: Sei es nur wegen der Preise für Nahrungsmittel, der Miete oder von Wasser, Strom und so weiter.

    Gar nicht mitmachen ist also schwierig.

  41. @Ruf
    Ich möchte Beleidigungen vermeiden,aber sie schnallen es nicht.
    Divergenz zwischen Motiv und Ziel.

  42. @Schleim
    Richtig.
    Es ist die Systemfrage.
    Ich stelle sie in der Anwendung der Bilanz.
    Sie wurde erst im 16. JH entwickelt.
    Warum?
    Renaissance?
    Was spricht gegen das Umlagesystem im Angesicht von Angebot und Nachfrage?
    DEises Prinzip verfolgen alle Vereine!
    Das entspricht dem Organisationsprinzip von Mio Bürgern,wenn sie aus ihrem Erwerbsleben in die Freizeit wechseln…
    Tagtäglich!

  43. @Schleim
    Die nächsten 10Jahre habe ich genau damit verbracht:Menschen sind aus dem Erwerbsleben mit Gewinnorientierung in ihrer Freizeit auf das Umlagesystem umgeschwenkt. Nahtlos. Auch argumentativ. Warum?
    Sie hatten damit keine Schwierigkeiten.
    Warum?
    Psychologisch sehr interessant!

  44. @Mussi
    Ich hoffe Sie haben bei Ihrer Anmerkung beachtet, dass unsere Kommentare unter diesem Beitrag nicht alle dem gleichen Thema angehören.
    Dass Sie ins Philosophische abtauchen, habe ich überhaupt nicht tangiert.

    Mir geht es um die fehlende Sachlichkeit und falsche Rückschlüsse in dem Beitrag, die als objektive Sachverhaltsdarstellungen präsentiert werden, obwohl es sich offensichtlich nur um eine objektive Meinung handelt.
    Das hatte ich mit meinem ersten Kommentar gemeint.
    Mit dem zweiten habe ich das erste, kurze Statement nochmal konkretisiert.

    Was ich an dem Beitrag “nicht schnalle”, können Sie mir gerne erklären – ich habe festes Vertrauen in Ihre Erklärungskünste.
    Und halten Sie bitte nicht Ihre Phantasie zurück – ich bin mir sicher, dass wir für die Beleidigungen passende Alternativen finden können.
    Bildliche Sprache ist doch etwas tolles.

  45. @ Herr Martin Ruf

    Solche Einschätzungen sind sachnah :

    Bitcoin hat (ähnlich wie Gold) Alleinstellungsmerkmale, die sämtliche anderen Kryptowährungen (Alts) nicht vollständig aufweisen. Vor allem die Dezentralität, Anonymität, Mobilität, Geschwindigkeit, Sicherheit und die globale Adoption sind genau die Stärken, die es zu einem sicheren, zukunftsfähigen Wertspeicher machen.

    Bitcoin hat auch Nachteile, ist langsam, was Transaktionen betrifft und könnte angegriffen, sabotiert werden. Bitcoin ist sozusagen flüssiges, leichtes wie mobiles Gold, Gold ist ja eigentlich für die hier gemeinten Zwecke, auch den Werterhalt meinend, nicht so-o supi.

    Und das hier war “sehr bildlich” geredet :

    Bei den aktuell noch fallenden Preisen werde ich (bildlich gesprochen) Ihre Bitcoin gerne für 25.000 € aufkaufen. In 5 Jahren werden Sie sich nochmal überlegen, bei einem Preis von 400.000 € einzusteigen.
    Bis dahin wünsche ich Ihnen viel Spaß am Aktienmarkt, und viel Geduld, wenn Sie in 5 Jahren realisieren, dass Ihr Aktien-Plus von 25% von einer Inflation von 35% aufgefressen worden ist.

    Der werte hiesige Inhaltegeber hat halt ein Essay bereit gestellt, Dr. Webbaer dankt, kennt sich in puncto Kryptowährungen auch nicht gut aus und Schleim-Fan, die Person, nicht den Stoff meinend.
    Schleim ist Philosoph, unter anderem, aber vielleicht ist er dort besonders gut.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer

  46. @ Kommentatorenfreund ‘Elektroniker’ und hierzu kurz :

    Der Staat kann derzeit [Waehrungen – Ergänzung : Dr. Webbaer] direkt zwar nur schwer manipulieren, dafür aber private „Kapitalisten“ umso mehr.

    Private, auch globale, “globalistische” Unternehmen von “Big Tech” können staatliche Fiatwährungen kaum manipulieren, dafür ist zu viel Geld da, es geht hier insgesamt um mehr als 1.000 Billionen Dollar.
    “Soros” hat seinerzeit, als das britische Pfund in einer Krise war, besonders “gewettet”, sein Erfolg war unklar, er hat gewonnen und massiv profitiert, es hätte auch anders ausgehen können, dann würde heute auch anders geredet werden.

    Zentrale Frage :
    Warum setzt in der EU, den Euro meinend, keine starke Inflation ein?

    Ich weiß die Antwort nicht, habe nur die Idee, dass EZB-Präsidenten verstanden haben, dass Deutschland immer zahlen wird, egal wie lange dort individuell gearbeitet werden muss, egal wie die Eigentumsquote dort ist, egal wie die Abgaben- und Steuerbelastung dort ist, egal welche politischen Parteien die Regierung bilden (außer der sog. AfD natürlich), egal wie die sog. TARGET2-Salden aussehen, egal wie die BRD auch kulturell leidet – und so die traditionelle Geldwertstabilität der DM zeitweilig auf den Euro übertragen worden ist.

    Auf den “deutschen Michel” wird wohl gesetzt, haha, bis es bald so nicht mehr geht.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer

  47. @Ruf
    Stimmt.
    Ihre Kommentare sind Tradergewäsch.
    Ich würde es gerne abgeschafft gesehen.

  48. @Ruf-Nachtrag 🙂
    Es lohnt einen eigenen Artikel zu ‘Habgier’ als Todsünde und trotzdem kulturelles Ereignis in der Kirche als historisches wirkmächtiges Instrument der Heuchelei.
    Habgier wurde im letzten Jahrhundert bis heute ‘frei gelassen’.

  49. @ Kommentatorenfreund ‘Mussi’

    Die doppelte Buchführung ist redundant und insofern weniger fehleranfällig, es ist “cooler” doppelt zu buchen, dies insbesondere in Zeiten der Nicht-Verfügbarkeit der IT, aber auch heute noch als Prinzip wirksam (das Vieraugenprinzip verfolgt einen ähnlichen Ansatz), vgl. :

    -> https://de.wikipedia.org/wiki/Buchführung#Doppelte_Buchführung_–_Grundlagen

    Grundsätzlich spräche auch nichts gegen dreifache Buchführung, die neben den sogenannten Aktiva und Passiva eine sozusagen tagebuchartige Drittfassung von Geschäftsereignissen meinen könnte.

    Dies nur, eher randseitig, zu dieser Ihrigen Nachricht, angemerkt :

    -> https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/wars-das-mit-den-kryptowaehrungen/#comment-52101 (‘Es ist die Systemfrage. Ich stelle sie in der Anwendung der Bilanz. Sie wurde erst im 16. JH entwickelt. Warum?’)

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer

  50. @Mussi
    Hätte mir mehr Phantasie und Kreativität in Ihrer Antwort gewünscht.
    Würde statt “Trader” gerne “Investorengewäsch” sagen – schließlich kaufe ich nur und warte 10 Jahre.
    Ihr Ansatz von “wer Geld verdient tut das auf dem Rücken von anderen” ist nicht universell gültig. Schließlich beute ich niemanden aus sondern tausche die Angst und Unsicherheit des einen gegen meinen Optimismus, was sich sehr bezahlt macht. Den Wert von BTC bestimmt die Nachfrage und steigende Knappheit, nicht die destruktive Marktmanipulation wie wir Sie bei Aktien finden können.
    Deshalb gibt es ja auch so zahlreiche “BTC-Millionäre”, die aus dem nichts kamen und mehr Zeit als Geld investiert hatten.

    Wenn Sie das nachvollziehen können, freut es mich – vor allem wenn Sie merken dass Ihre Zeit wertvoller ist als die Höhe einer Investition. Ansonsten entschuldigen Sie mich bitte – ich muss meine zahlreiche Wäsche zählen. Es wird einfach immer mehr…

  51. @Mussi-Nachtrag
    „Geh hin zur Ameise, du Fauler, sieh ihre Wege und werde weise. Sie, die keinen Richter, Vorsteher und Gebieter hat, sie bereitet im Sommer ihr Brot, sammelt in der Ernte ihre Nahrung ein. Bis wann willst du liegen, du Fauler? Wann willst du von deinem Schlaf aufstehen?“ (Spr 6,6–9).
    Paulus hat während seiner Zeit als Apostel als Zeltmacher gearbeitet, um niemandem auf der Tasche zu liegen – trotz seinem Dienst.
    Jesus sagt “gebt dem Kaiser was des Kaisers ist” im Bezug auf die Steuer.

    Stellen Sie sich einmal vor Sie hätten ein Vermögen. Das zu verwalten ist eine Aufgabe. Das hat nichts mit Habgier sondern mit Nachhaltigkeit zu tun. Wenn Sie 1 Mio $ auf dem Bankkonto hätten, wären das nach 5 Jahren nur noch 800.000 $ an Kaufkraft. Da wäre man schlichtweg ein miserabler Verwalter, wenn man nicht investieren würde in etwas, das Inflationssicher ist.

  52. @Ruf
    Sehen Sie,ich habe nie gesagt, dass ‘Geld verdienen auf dem Rücken anderer’ universell ist.
    Sie verstehen nur ihre Sicht.
    Und vermögender Erfolg hat universell recht?
    Tradergewäsch.

  53. @Mussi
    “Ich habe die ersten 15 Berufsjahre in der Finanzdienstleistung verbracht.”

    Wenn Sie meine Aussagen zu einer langfristigen Investition in BTC als “Gewäsch” sehen, das Sie lange Zeit selbst verwendet haben, dann steht es Ihnen natürlich frei, daran Anstoß zu nehmen.
    Was ich meinte war dass es einen Unterschied zwischen Tradern und Investoren gibt. Wenn Sie den nicht sehen, habe ich eine Vermutung über den Grund, weshalb Sie die Branche gewechselt haben.

    “Es ist lediglich Wunsch von Währungsschöpfern/-Erzeugern, durch Akzeptanz und nichts tun und Gier durch ihrer ‘Währung’ reich zu werden,weil die anderen lediglich spekulieren.”
    -> das in Verbindung mit “das gehört abgeschafft” habe ich als ‘Geld verdienen auf dem Rücken anderer’ verstanden.
    Ich bitte um Korrektur wie Sie es tatsächlich gemeint haben.

    “Und vermögender Erfolg hat universell recht?”
    Der Titel des Beitrags ist “Wars das mit den Kryptowährungen?”.
    Meine Antwort darauf wäre “Nein”.
    Diese Antwort begründe ich mit dem massiven Erfolg der letzten Jahre.
    Ich sage nicht “ich habe immer Recht”, sondern ich begründe meine Meinung mit einem Argument, das Sie unabhängig von mir selbst prüfen können.

    Damit möchte ich Ihnen eine Ansicht präsentieren, die sich für mich bisher sehr stark gelohnt hat und die Sie sich auch aneignen können.
    Völlig kostenlos, also ohne Gier und Hintergedanken.

    Wenn Ihnen das zuwider ist weil das Thema “Investieren” für Sie Teufelszeug ist, dann stellt sich mir die Frage welches Interesse Sie überhaupt an BTC bzw an diesem Beitrag haben?
    Ich gehe ja auch nicht in die Kirche und Beschwerde mich dann dass es um mich herum so religiös zugeht?!

  54. @Ruf
    Achje,Ruf,Floskeln aus der ‘Höhle des Löwen’. Identitästprobleme?
    Niemand wird bestreiten,dass Geld eine gute Ursache und Wirkung haben kann.
    Es hat jedoch auch negative,deren Sie sich offensichtlich verschließen.

  55. Ischt halt dulles Marketing-Gewäsch :

    Sie bezeichnen mein Beispiel als “so sprechen Propheten”. Ich setze noch einen drauf: Angesichts meiner bisherigen Aktien-Gewinne der letzt[]en 5 Monate bin ich kein Prophet, sondern ein Wahrsager. Ob Sie das als “Magie” abtun, oder ob Sie verstehen, dass ein langfristiger Blick darauf “was passiert im Markt” wichtiger ist als eine Chartanalyse, also nur der Blick in die Vergangenheit, das bleibt Ihnen überlassen. [“Martin Ruf”]

    Dr. W kannte schon derartige Hüpfakrobaten als die meisten hier noch nicht geboren waren.

    Ansonsten gerne sachnah Nachricht zu versenden suchen, Herr “Ruf”, bisher ging dies partiell ganz gut, Süffisanz und Affektiertheit dürfen gerne zu Hause bleiben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer (der womöglich jünger klingt, als er ist)

  56. Damit möchte ich Ihnen eine Ansicht präsentieren, die sich für mich bisher sehr stark gelohnt hat und die Sie sich auch aneignen können.
    Völlig kostenlos, also ohne Gier und Hintergedanken.

    Der Erwerb von nicht standardisierter Kryptowährung bedeutet Kosten, ein Investment liegt vor, das auch so zu buchen ist.

    ‘Gier und Hintergedanken’ könnten vorliegen, wenn “Ihre Nase”, Kommentatorenfreund ‘Martin Ruf” (die doppelten Anführungszeichen nur deshalb weil Sie dem Anschein nach ein als solches unerkennbares Pseudonym verwenden, was einigen als unschicklich gilt), auch hier, in wissenschaftsnahem WebLog-Verbund Werbung zu betreiben sucht, denkbarerweise.

    Gehen Sie gerne davon aus, dass es im Web kluge Personen gibt, zumindest : geben könnte – die Lokalität im Web meinend, die durchschauen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer

  57. Dr. W hat heute morgen noch eine Gewichtsüberprüfung gewagt, auch den Blutdruckmesser bemüht und den Verständigkeitsmesser, dort stand heute “1,1 Schleim” drauf, was gerade noch so ging; sicherlich sollte Dr. W weniger fressen, dies als Bär notiert.

  58. @Webbaer
    Eine schnelle google-Recherche ergab,dass es einen Martin Ruf als WiWi-Prof. gibt.
    Wenn er es tatsächlich ist,dann wundert mich nichts.
    Vielleicht ist auch nur sein Name geklaut.

  59. Obacht, “Martin Ruf” ist ein gewöhnlicher Name.
    Sportsfreund weiter oben ist aus diesseitiger Sicht Bluffer, Topper und Fraudster.
    Auch : dull.

    Nicht “unser Niveau”, alter Kommentatorenfreund ‘Mussi’.

    MFG
    Wb

  60. @Mussi
    Ach, habe ich da versehentlich jemanden zitiert?
    Kannte die Sendung bis dato gar nicht.
    …scheinen allesamt erfolgreiche Individuen zu sein… Hm.

    Meine ursprüngliche Kritik galt der m.E. überaus kritischen Darstellung von BTC, die mehr Meinung als begründete, sachliche Kritik enthielt.
    Kein Vorwurf dagegen wenn es jemand nicht besser weiß – aber dann sollte man (wie so oft gesagt) das als Meinung kennzeichnen, statt als sachliche Darstellung.
    Ich bilde mir ein, die negativen Seiten von BTC gut zu kennen. Angesichts der bisher sehr einseitigen Betrachtung wollte ich Gegenargumente bringen.

    Sie wollten mir in Ihrer ersten Antwort Beleidigungen ersparen und haben mir bisher Tradergewäsch, Habgier, Heuchelei, Identitätsprobleme und Verschlossenheit vorgeworfen.
    Zu diesen Vorwürfen habe ich bisher Stellung genommen.
    Ich warte noch darauf, dass Sie auf den sachlichen Teil meiner Argumente eingehen.

    @ Herr Dr. Webbaer

    Zur Geschwindigkeit kann man geteilter Meinung sein.
    Wie schon im Beitrag und in anderen Kommentaren erwähnt, stehen Sicherheit und Geschwindigkeit im Konflikt, deshalb gibt es (als Vergleich) ja Services wie z.B. Paypal, die eine eigentlich aufwändige, langsame Transaktion per Bank beschleunigen, indem sie auf eine sichere Basis aufsetzen und durch intelligentes Risiko-Management Geschwindigkeit bieten.
    Das hat Paypal sogar genau so erkannt und bietet in den USA ein Wahlrecht an, ob die “sichere Basis” ein Bankkonto oder ein BTC-Konto sein soll.
    Es ist damit zu rechnen, dass das immer mehr Fimen erkennen und eine gesunde Konkurrenz wächst.

    Auch das Argument, Bitcoin könne angegriffen/sabotiert werden, teile ich nicht.
    Ich denke wir verstehen das System unterschiedlich.
    Der Autor des Beitrags sieht die Gefahr, dass eine Regierung “mal eben schnell” 50% des Minings übernehmen könnte.
    Das ist m.E. ein falscher Rückschluss, weil das System nicht verstanden wurde.
    Hätte ich allein (als Beispiel) plötzlich Kontrolle über 51% des Minings, dann könnte ich (so die Theorie) eine Transaktion verifizieren, die gefälscht ist.
    Diese Theorie scheitert aber an der Realität:
    Erstens wäre das Zeitfenster meines Einflusses auf 10 Minuten begrenzt, da die Schwierigkeit des Algorhytmus automatisch durch die Decke gehen würde.
    Zweitens kann ich mir nicht aussuchen, welche Transaktionen ich verifiziere – es müsste also unverschämt viel Glück dabei sein.
    Drittens ist ja der Kern-Gedanke von BTC, dass es von der Gemeinschaft reguliert und verifiziert wird. Unregelmäßigkeiten fallen sofort auf und sind deshalb praktisch nicht möglich.
    Stellen Sie sich vor, in einem Dorf mit 50 Einwohnern erklärt sich einer zum König. In der Theorie ist das möglich. In der Praxis… naja.

    Dem Vergleich von Gold mit BTC kann ich nur zu 100% zustimmen.
    Per Definition ist BTC eine mathematische Lösung für genau die Probleme, die Geld und Gold haben. Geld ist Inflationär. Gold ist universell anwendbar und wertbeständig, aber nicht mobil, die Sicherheit ist m.E. nicht ideal und es ist teuer zu unterhalten.

    “Und das hier war “sehr bildlich” geredet”
    –> Mir scheint, die Leute haben sich mehr am Bild aufgehangen als an meinem eigentlichen Argument.
    Ich wollte ausdrücken, dass der Autor des Beitrags m.E. sehr kurzfristig denkt.
    Gerade die langfristige Sicht auf die Dinge ist das, was zahlreiche aufgeschlossene Menschen zu BTC-Millionären gemacht hat.
    In einem Beitrag mit dem polarisierenden Titel “War’s das mit den Kryptowährungen?” nur eine kurzfristige Meinung zu äußern, ist (wie anfangs gesagt) fahrlässig – besonders weil es nicht als Meinung, sondern als Fakt präsentiert wird.
    Hätte ich geschrieben, dass ich vor 10 Jahren investiert habe, hätte man das Argument abgetan als “reine Spekulation”.
    In wiederum 10 Jahren Zukunft wird man sagen “wäre ich doch 2021 eingestiegen!” Deshalb mein Beispiel mit den aktuellen Zahlen.
    Auch wenn sich Teile meiner Aussagen zu meinem Leidwesen ähnlich wie die Masche eines Wirecard-Betrügers anhören, so steckt doch eine fundamental unterschiedliche Denkweise dahinter.
    Genau das ist ja der Kern meiner Kritik.
    Der Autor zeichnet m.E. ein falsches Bild.
    Deshalb die Kritik und das plakative Beispiel. Ich wünsche ihm ja keinen Misserfolg, sondern will ihn darauf hinweisen, dass seine Sicht ihn um den Erfolg betrügt.

    Dass die Stärke des Autors im psychologischen Bereich liegt, sehen wir beide so. Besser wäre denke ich eine klare Kennzeichnung gewesen – wie z.B. ein Beitrag mit dem Titel “die psychologische Reaktion der Menschen auf Krypto”.
    Andernorts mache ich mich strafbar, wenn ich ohne Vorbildung Ratschläge zum Thema Steuern, Statik oder Medizin gebe.
    Zumindest darf ich mich nicht stören, dass Gegenwind kommt, wenn ich über etwas schreibe, das ich im Kern nicht verstanden habe.

    Auch wenn Ihr Verständnis für den Autor zu einem Wortspiel mit seinem Namen einlädt, lasse ich das – stattdessen danke für die konstruktive Kritik.
    Bei so viel Mühe würde ich es Ihnen sogar nachsehen, wenn Sie noch 1-2 süffisante Beleidigungen mit einstreuen würden.
    Wo kämen wir denn hin, wenn die Sprache Ihre Würze verliert…

    Freundliche Grüße
    Martin Ruf

    Nachtrag:
    Ich bin tatsächlich so naiv, meinen echten Namen anzugeben. Mit besagtem Professor teile ich den Namen, sonst nichts. Bin selbst in der Steuerbranche tätig; meine Website ist leider nicht mehr live (da gerade nicht notwendig), sonst hätten Sie sogar ein Bild vor Augen.
    Manchmal können Feindbilder ja motivierend sein 🙂
    Als Bluffer hingestellt zu werden muss ich so annehmen – es ist paradox.
    Ich kann Ihnen nicht beweisen, dass der Erfolg, von dem ich bisher gesprochen hatte, auch real vorhanden ist.
    Nur soviel sei zumindest noch als Indiz erwähnt: Sehen Sie sich die Kursentwicklung der letzten Jahre an. Ich habe nur in BTC investiert. Der 3.000 %-Gewinn, von dem ich sprach, kann leicht von Ihnen geprüft werden – wenn ich denn tatsächlich schon seit einigen Jahren dabei bin.
    Dass ich mich inhaltlich damit auskenne, dürfte auf der Hand liegen – das spricht dafür, dass ich tatsächlich schon eine ganze Weile dabei bin und viele Argumente gegen BTC kenne.
    Dass ich als Wahrsager (die offensichtliche Überspitzung sei mir verziehen) durch eine zeitige Investition in AMC-Aktien 400 % Gewinn mitnehmen konnte, auch das ist (zumindest theoretisch) für Sie nachprüfbar.

  61. Der Bitcoin ist auf das web angewiesen. Wer das web kontrollieren kann, kann auch den bitcoin beeinflussen.

  62. @Ruf
    Sie bleiben auf der Ebene des Bitcoin und Suggestion.Nun gut.
    Sie umgehen Bedingungen,Vorrausetzungen und Grundsätzliches. Schade.

  63. @hwied
    Wenn Sie bereit sind, über Ihre Aussage zu argumentieren, kann ich Ihnen gerne eine handvoll Gegenargumente bringen. Aber nur wenn Interesse besteht.
    Ansonsten denke ich, dass Sie grundsätzliche Zweifel an der Umsetzbarkeit von Anonymität im Netz haben.
    Diese Zweifel teile ich nicht.

    Ironischerweise zu genau dem Thema:
    @ Dr. Webbaer:
    Zum Vorwurf der Identitäsverfälschung habe ich bereits Stellung genommen.
    Als Gegenargument würde ich Ihnen noch gerne unterstellen, dass Sie keinesfalls (wie es die Formulierungen vermuten lassen) ein erfahrener, älterer Zeitgenosse, sondern ein 20-jähriges, blondes Mädchen sind, das im Web anonym auf der Suche nach BTC-Millionären ist.
    Ich schätze Ihre Argumente, bin aber nicht an einer Beziehung interessiert. Ich freue mich auf Ihre Gegenargumente und werde solche zunächst als Schüchternheit betrachten.

    Den Vorwurf nach Gier und Hintergedanken wollte ich eigentlich vorab entschärfen.
    Da mir das nicht gelungen ist möchte ich Sie bitten den Vorwurf nochmal zu konkretisieren: Wie genau profitiere ich, indem ich in in den Kommentaren eines Beitrags Argumente pro BTC bringe?
    Zum einen haben Sie gar nicht die Möglichkeit, mich mit der Frage “wie kaufe ich BTC?” zu kontaktieren, ohne dass das in diesem öffentlichen Forum gesehen und (hoffentlich) unterbunden wird.
    Zum anderen steigt der Wert von BTC selbst dann, wenn aufgrund meiner Argumente jemand 1 mio € investiert, um maximal 0,000173 % (wenn der Markt stillstehen würde). Insoweit muss ich den Vorwurf von Hintergedanken auf mir sitzen lassen. Aber auch NUR i.H.v. 0,000173 %.

    Ansonsten bestünde noch die Möglichkeit, dass ich tatsächlich ein echtes Interesse daran habe, die Verbreitung von Falschinformationen zu unterbinden, weil daraus aus meiner Sicht ein echter Schaden für die Leser entsteht. Der Vorwurf der Umweltverschmutzung ist z.B. genauso alt, wie BTC selbst. Ob BTC tatsächlich schädlich für die Umwelt ist, ist eine ganz andere Frage, die aber nie gestellt wird.

    Ich hinterfrage nicht Ihre Klugheit sondern begrüße Ihre grundsätzlich kritische Einstellung.
    Trotzdem möchte ich Sie dazu ermutigen, die Indizien, die für meine Authentizität sprechen, nicht einfach zu ignorieren.

    Freundliche Grüße
    Martin Ruf

  64. @Mussi

    Da wir noch nicht verheiratet sind, muss ich nicht die Fähigkeit besitzen, Ihre Gedanken telepathisch zu erfassen.
    Ich möchte Sie deshalb bitten, Ihre Gedanken auszuführen, wenn Sie ein Interesse daran haben, verstanden zu werden.

    Zu den “Bedingungen, Vorrausetzungen und Grundsätzliche[m]” habe ich bereits viel gesagt. Was denken Sie denn, das ich kritisches weggelassen habe?
    Und was ändert es an der geäußerten Kritik?

    @Dr. Webbaer

    Gerne.
    Wenn Sie noch weitere Fragen/Bedenken haben, immer her damit. Ich denke dass viel Kritik Angst vor dem Unbekannten ist.
    Ich bin mir sicher, dass von den Fragen nicht nur Sie, sondern auch andere Leser profitieren können.

  65. @Martin Ruf: Besser lesen

    Sie lesen Vieles nicht gut und werfen ständig Dinge durcheinander.

    Wenn ich Sie richtig verstehe, halten Sie meinen Artikel für subjektiv, weil ich nicht alle Aspekte anspreche, die Ihnen wichtig sind. Ja mei, der Text hat schon 18.000 Zeichen und ist damit sehr lang. Jeder Autor wählt aus und jeder Text ist in diesem Sinne subjektiv.

    Sie haben klar missverstanden, dass die Chartanalyse am 19. Mail gegen einen Kauf war. Ich habe mich vom Bitcoin-Propheten aus meinem Bekanntenkreis dennoch für den Kauf überreden lassen. Danach fielen die Kurse 20-25%, passend zur Chartanalyse. Das stand alles so schon in meinem Text. Hätte ich mich an die Chartanalyse gehalten, hätte ich kein Geld verloren und wäre ich zu einem viel besseren Zeitpunkt wieder eingestiegen.

    Sie haben auch klar missverstanden, dass ich mit meinen Aktien zurzeit leicht im Plus stehe, nachdem ich bereits Teilgewinne realisiert habe. Und in den letzten Wochen/Monaten haben viele Märkte, vor allem die der Wachstumsaktien, eben korrigiert.

    Im Endergebnis: Werfen Sie Anderen nicht vor, Anfänger zu sein oder Dinge nicht zu verstehen, wenn Sie nicht einmal Texte richtig lesen können.

  66. Es gibt einen durchaus positiven Einfluss des Staates auf einen möglichst fairen Handel um die Wirtschaft in „Schuss“ zu halten, letztlich Inflation und möglichst auch Kriege zu vermeiden.

    Die Nachverfolgbarkeit des Geldes (Überweisungen) und auch der Güter, helfen beim Eintreiben der Steuern und können den die Gesellschaft ruinierenden parasitären „Zwischenhandel“ (wenn z.B. absichtlich Knappheit manipuliert wird), der die Inflation massiv antreibt, weitestgehend ausschalten.

    Kryptowährungen sind kontraproduktiv, „schädliche“ Geschäftsprozesse werden verschleiert. Zum Glück sind die arbeitenden „kleinen Leute“ weniger betroffen, von ihnen könnte die Inflation ferngehalten werden. Ihre Motivation zu arbeiten kann erhalten bleiben, weil der „reale Handel“ kontrolliert werden kann. Allerdings wird zunehmend die „Mittelschicht“ abgezockt, die früher Arbeitsprozesse, z.B. als kleine Kaufleute gesteuert hat und deren Arbeit durch Computer ersetzt wurde.

    Die meisten Staaten werden sich das „Treiben der Kryptowährungen“ nicht ewig gefallen lassen und die Nachverfolgbarkeit sichern, dann ist es aus mit den fetten Gewinnen und spärliche Transaktionsgebühren bleiben übrig. Die haben nicht einmal Wirecard zum Überleben gereicht.

    Bezüglich des “deutschen Michel” sehe ich es wie Dr. Webbaer. Allerdings dürfte „Arbeit“ auch eine wichtige therapeutische Funktion haben. Das haben nicht nur deutsche Politiker erkannt, sondern auch die Chinesen und sogar der Milliardär Trump, die sich zuletzt um „Sklavenarbeit“ (Werkbänke der Welt) gestritten haben. Drogen, Opium oder Suff sind keine Problemlöser….

    Die Deutschen verschaffen übrigens auch Bürgern aus Nachbarländern Jobs, z.B. für Fleischer, Altenpfleger, Bauarbeiter,…. und kassieren davon Steuern.

    Der Besitz an mehr eigenen Häusern, z.B. in Italien, ist nicht unbedingt ein Zeichen für „Reichtum“.

    In Italien soll öfters der Sohn, z.B. ein arbeitsloser „Dottore“, gemeinsam mit seinen Eltern im Haus der Großeltern wohnen, dass ehemals der Urgroßvater mit seinem Erbteil aus der Landwirtschaft gebaut hat. Sie können sich einfach keine eigene Mietwohnung leisten, wie bei uns.

  67. @Dr. Webbaer:
    Ich bin nicht Teil der Morrison & Foerster LLP.

    @Schleim:
    Alles anzusprechen ist nicht möglich.
    Die Schlüsse, die Sie ziehen, sind für mich zu kurz gedacht – deshalb der Vorwurf dass ein Meinungs-Beitrag nicht als solches gekennzeichnet wird.
    Mich stört an dem Artikel, dass Fakt und Meinung so zusammengefasst sind, dass nicht klar differenziert wird zwischen “es ist bekannt, dass…” und “ich denke, dass…”.
    Ich und sicherlich auch viele andere würden sich über einen psychologischen Beitrag freuen – dort würde Ihre Erfahrung und Fachkenntnis vielen zu gute kommen.
    Um mich nochmal zu wiederholen: “Zumindest darf ich mich nicht stören, dass Gegenwind kommt, wenn ich über etwas schreibe, das ich im Kern nicht verstanden habe.”

    Woher kommt der Vorwurf?
    M.E. haben Sie Tether und ETH als Alternative für BTC dargestellt.
    Sie haben Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und Umweltfreundlichkeit von BTC geäußert, die m.E. sehr oberflächlich sind.
    Und mit dem Satz “Daher kann ich das demokratische Image, das dem Bitcoin anhaftet, nicht nachvollziehen” denke ich, dass Sie die Funktion des Algorithmus im Kern nicht verstanden haben.

    Fehlendes Wissen ist an sich kein Problem.
    Sobald ich einen Artikel verfasse, stehe ich aber in der Gefahr, Falschinformationen zu verbreiten. Und dann muss man sich solche Kommentare gefallen lassen.

    Ich zweifle nicht an Ihrer Marktanalyse, glaube aber ehrlich nicht, dass Sie den Tiefpunkt treffend vorausgesagt hätten – das kann man eben nie.
    Was kurzfristig funktioniert ist, einen Hype zu erwischen – siehe AMC/GME.

    Langfristig in BTC zu investieren ist m.E. eine solide, risikoarme Sache.
    Sie kommen auf eine andere Bewertung, weil Sie die oben genannten Themen (zumindest soweit für mich ersichtlich) nur oberflächlich behandeln.

    Wenn Sie kurzzeitig in BTC investieren, wie Sie es auch bei Aktien tun, dann sehe ich ein großes Risiko für Ihren Erfolg. Wenn Sie langfristig investieren und vor allem Zeit statt Geld investieren möchten, dann wünsche ich Ihnen viel Erfolg mit dem m.E. besten Investment, das es in unserer Generation gibt.

  68. Damals wo ich in Bitcoin investiert habe sowie Ethereum und Chainlink, habe ich an diese Währung geglaubt und tue es heute noch.

    Es hat mich zum Multimillionär gemacht und ich belustige mich bis heute über diese hirnlosen Schlagzeilen und Berichte von Autoren die einfach keinen blassen Schimmer haben und das aufschreiben wo überall mitgenommen wird.

    Auch ein Musk hat über Crypto nicht die geringste Ahnung…

    Aber ich finde es wiederum gut, so kann ich aus meinem Geld , immer mehr machen da die Masse an Idioten Panikverkäufe tätigen wenn der Kurs um 10-30% Rutscht.

    Also weiter so und macht mich und viele anderen die etwas davon verstehen reicher 😉

  69. @Crypto:

    “Auch ein Musk hat über Crypto nicht die geringste Ahnung…”
    Mit diesem Satz allein verliere ich alle Zweifel daran, dass Sie tatsächlich schon lange dabei sind.

    HODL 😀

  70. @Stephan Schleim
    “Das Schürfen ist für Kleinanwender schon lange nicht mehr rentabel. Das verteilte Netzwerk bietet zwar eine gewisse Stabilität – aber im Endeffekt hat die Gruppe mit der größten Rechenkapazität das letzte Wort. Falls sich verschiedene Gruppen zu einer großen Räuberbande zusammenschließen, kann man als einzelner Nutzer wenig dagegen tun.”

    Die Idee, warum das nicht eintritt ist, dass eine solche Räuberbande selbst verlieren würde, da dadurch die Währung entwertet würde. Solange die Interessen der Akteure sich auf den Wert der Währung beschränken, ist diese Idee auch begründet, da eine vollständige Kontrolle des Netzwerkes automatisch das Vertrauen in die Währung komplett untergräbt und diese damit entwerten würde. Somit hat kein Akteur ein (Wert-)Interesse, daran die vollständige Kontrolle zu erlangen.

    Einige mögliche Probleme, wann das nicht mehr der Fall sein könnte, besprechen Sie aber auch: zum Beispiel kriegerische Handlungen.

  71. @Martin Ruf: Sie haben immer noch an keinem einzigen Beispiel konkret gemacht, inwiefern meine Darstellung bloß “Meinung”, nicht “Fakt” ist. Daher gehe ich bis auf Weiteres davon aus, dass Ihnen meine Darstellung schlicht nicht gefällt. Nun ja, man kann es nicht allen recht machen.

  72. @Elektroniker: Wohlstand

    Ja, man sollte deutlicher machen, dass man mit einem Bitcoin nichts anfangen kann – außer ihn zu kaufen und zu verkaufen. Das geht mit immenser Energieverschwendung und Umweltverschmutzung einher.

    Ob man es als ein Zeichen von Wohlstand sehen kann, dass Menschen in familären Immobilien wohnen und keine Miete bezahlen, wage ich aber zu bezweifeln. Fakt ist, dass in Italien (und vielen anderen Ländern) sehr viel mehr vermögen privatisiert ist – und dann nicht nur in den Händen einiger Weniger, sondern gesamtgesellschaftlich.

    In Deutschland machen es ja nicht zuletzt die sehr harten Kriterien für die Kreditvergabe schwer, ein Eigenheim zu erwerben. Hier in den Niederlanden konnte man sich noch bis vor Kurzem 100% oder gar mehr des Immobilienwerts leihen, wenn man feste Einkünfte nachweisen konnte. In Deutschland hält man demgegenüber sehr viel in der Rentenkasse. Was nachhaltig besser funktioniert, muss sich zeigen. Ein Mischmodell scheint mir besser.

  73. @Crypto: Glückwunsch

    Das ist eben bei Schneeballsystemen so, dass diejenigen, die früh auf den Zug aufspringen, am meisten damit verdienen.

    Ich wünsche Ihnen ein gutes & sinnvolles Leben mit Ihren Millionen.

  74. @libertador: Sabotage

    Natürlich haben diejenigen, die selbst ein Vermögen in BTC halten, ein ureigenes Interesse am Aufrechterhalten des Vertrauens…

    …aber es könnte ja andere Gruppen geben, die das System sabotieren. Mit genügend Rechenleistung ist das prinzipiell möglich.

  75. @Schleim

    Wer so nett frägt, bekommt gerne Antwort:

    – Tether und ETH sind keine Alternative für BTC – können sie auch gar nie sein. Tether ist genauso inflationär wie der USD und dient nur als Mittel zum Zeck. Sobald der USD hochinflationär wird, muss man sich auch in währungsarmen Ländern eine andere Alternative suchen, also etwas inflationssicheres. Schauen Sie in die Türkei – dort steigen gerade sher viele von ihrer eigenen, sinkenden Währung in BTC um.
    ETH ist eine Grundlage für Krypto-Projekte, keine Konkurrenz zu BTC. Ich kaufe und verkaufe ETH, um andere Währungen zu kaufen. ETH ist nicht dezentral und nicht politisch unbeeinflussbar.
    Zu sagen BTC habe Konkurrenz oder ETH/Tether seien Alternativen dazu, ist schlichtweg nicht korrekt.

    – Ihre Bedenken zur Sicherheit habe ich bereits oben genauer betrachtet. Die “51%-Attacke”, von der Sie sprechen, ist nur in der Theorie umsetzbar. (Siehe oben)

    – Falls Sie ernsthaft glauben, dass BTC eine Gefahr für die Umwelt darstellt, möchte ich Sie zur Recherche ermutigen. Wenn es schnell gehen soll und Sie der englischen Sprache mächtig sind, empfehle ich auf YT das Video mit dem Titel “Orange Pill [OP42] – Debunking the Bitcoin Energy FUD”.

    – “Daher kann ich das demokratische Image, das dem Bitcoin anhaftet, nicht nachvollziehen”
    Das Netzwerk funktioniert aufgrund eines weltweiten mathematischen Vertrauenssystem. Es gibt keine zentrale Behörde, die wie die US-Nationalbank sagt “Vertraut mir. Es ist gut, dass ich das Geld entwerte.” Es gibt auch keinen “Rat der BTC-Ältesten”; der Code reguliert sich automatisiert duch das Mining selbst. Mehr Demokratie und direkte Mitbestimmung gibt es nicht.
    Außerdem bietet BTC echte Freiheit: In Afrika ist es in vielen Bereichen so, dass Geld bzw. ein Bankkonto ein Vorrecht ist. Für die Teilnahme am BTC-Netzwerk benötige ich lediglich Internet. Der Zugriff erfolgt anonym und ist damit vor staatlichem Zugriff geschützt. Wenn es wieder einmal staatliche Enteignungen geben sollte (was bei uns keine 100 Jahre her ist), ist BTC sicher.

    – Zum Thema Wertentwicklung gehen Sie deutlich stärken auf den Wertverlust von 40% ein, anstatt das schon seit vielen Jahren stabile Wachstum neutral darzustellen. Dass seit letztem Jahr immer noch eine Wertsteigerung von > 400% aktuell ist, geht an einem unaufmerksamen Leser leicht vorbei. Das mag Jammern auf hohem Niveau sein, aber Fakt ist, das BTC eine einmalige Entwicklung hinter sich hat und die Aussicht auf die Zukunft heute wesentlich rosiger ist, als sie es damals war.
    Wenn ich nur ein Zeitfenster von 5 Jahren darstelle, geht die Information verloren, dass BTC vor nicht allzu langer Zeit noch 200 € wert war.

    – “Die starken Kursschwankungen stellen die Funktion des Bitcoins als Wertspeicher und Inflationsschutz infrage.”
    Zum einen ingorieren Sie mit dieser Aussage, dass es bei Inflationsschutz um langfristige Kapitalsicherung geht, die bisher immer nur sehr kurfristig negativ und auf lange Sicht extrem positiv war. In kurz: Bisher hatte es sich immer gelohnt.
    Zum anderen wird sich die Volatilität durch das steigende Wachtum die nächsten 5-10 Jahre von alleine erledigen. Wenn sich der Kurs erst einmal zwischen 500k und 1 mio bewegt, sind tägliche Schwankungen von 10% extrem unplausibel – vor allem wenn man bedenkt, dass der Großteil der Käufer nicht mit dem Geld arbeitet, sondern es zur Sicherung “im Tresor verwahrt und nicht anrührt”. Wenn BTC einmal im Volumen Gold als Wertspeicher einholt, wird es genauso wenig volatil sein.

    – “Dass die Tweets amerikanischer Techno-Milliardäre den Kurs so stark beeinflussen, spricht ebenfalls nicht für dessen Stabilität”
    Dabei ignorieren Sie völlig, dass kur vor dem Tweet das Wachstums-Momentum der letzten Monate vom Positiven ins Negative gekippt ist und wir uns bereits im “freien Fall” befanden. Der Sturz von 40% war aufgrund von reihenweise liquidierenden Long-Positionen, nicht weil auf einmal alle Kleinanleger Angst bekommen haben und abgesprungen sind.
    Sehr viel Geld war auf einen steigenden Kurs gerichtet – die Liquidierung dieser Stop-Losses hat einen Schneeballeffekt ausgelöst.

    – Zum Thema “staatliche Kontrolle” spinnen Sie Zukunftsvarianten, anstatt die Vergangenheit zu beachten. Vielerorts hatte man bereits BTC verboten, bis den Staaten klar wurde, dass das gar nicht möglich ist. Der anonyme Zahlencode lässt sich auch nicht zensieren – ich kann Ihnen heute Geld senden, ohne dass der Staat oder mein Internetprovider das mitbekommt, geschweige denn überwachen kann.

    – “Auch wenn viele Banken seit der Finanzkrise einen Imageverlust erlitten haben, garantieren sie nach wie vor sichere Überweisungen und Verwahrung von Geld. Die Flutung der Märkte mit Liquidität geschah ja nicht nur zum Spaß, sondern zur Stützung der Wirtschaft und Volkswirtschaften.”
    –> Aufgabe der Zentralbanken (in unserem Fall der EZB) ist die Regulierung der Zinsen und damit auch der Inflation. In den letzten 10 Jahren hätte die EZB in den “fetten Zeiten” eigentlich den Zins erhöhen und damit Wert-Rücklagen bilden müssen. Stattdessen haben wir seit 10 Jahren kaum oder gar keine Verzinsung mehr, was zur massiven Entwertung geführt hat. Auch wenn man sagt “heute geht es uns noch gut”, sieht der Ausblick in die Zukunft düster aus: Inflation ist die jahrelange Entwertung der Kaufkraft, die wir gerade erst noch vor uns haben. Die Scheunen sind leer, der Bauer hat schlecht gewirtschaftet.

    – “Und wenn jemand für einen gefüllten Staubsaugerbeutel €10.000 bezahlen will, warum auch nicht!”
    Genau diese Einstellung trifft den Kern, weshalb wir zu einer völlig unterschiedlichen Meinung kommen und ich Ihnen Unsachlichkeit vorwerfe.
    Nicht, weil ich Ihnen schaden möchte, sondern genau das Gegenteil ist der Fall.
    Für mich ist eine kritische, aber langfristige Investition in BTC das beste, was ich machen konnte.
    Wenn Sie trotz der Gründe und der Zukunftaussichten unseres Finanzsystems weiterhin von einem Schneeballsystem reden, bin ich wohl nicht zu Ihnen durchgedrungen.

    Ich denke wir sind uns einig, dass die Zeit uns beide klüger machen wird.

  76. @Crypto

    Haben Sie ihr Millionen denn alle in Bitcoin oder doch auch in traditionellen Währungen, weil Sie den digitalen Währungen doch nur eingeschränkt vertrauen, bzw. diese nur eingeschränkt nutzen können?

  77. @Martin Ruf: Ergänzung

    Herzlichen Dank erst einmal für Ihre sachliche Ergänzung.

    Ich denke, dass wir uns in vielen Punkten gar nicht um Tatsachen streiten, sondern deren Interpretation. Ich schließe gar nicht aus, dass ein Bitcoin einmal €1 Million oder mehr wert sein wird. Ich nenne es bloß: reine Spekulation. Mit der angeblichen Notwendigkeit, mit der manche BTC-Propheten jetzt die Explosion der Kurse prophezeien, haben früher einmal Marxisten die angebliche Notwendigkeit der Diktatur des Proletariats vorhergesagt. Wir wissen, dass die Geschichte (bisher) einen anderen Weg geangen ist.

    Der US-Dollar ist, wegen des wirtschaftlichen und militärischen Einflusses der USA, nach wie vor die stärkste Währung. Damit ist nicht gesagt, dass das immer so bleiben wird. Aber die US-Notenbank wird wahrscheinlich länger durchhalten als die EZB. Deswegen ist der “Greenback” in vielen Ländern heute eine Zweitwährung; der Bitcoin in keinem einzigen – und dafür auch viel zu teuer und unpraktisch.

    Wie Krisensicher der BTC ist, muss sich erst noch zeigen. In Reaktion auf die Coronapandemie ist er auch massiv eingebrochen. Das war aus heutiger Sicht eine gute Einstiegschance. Das wusste man damals aber noch nicht.

    Ich denke, dass man sein freies Vermögen auf verschiedene Anlagen verteilen sollte. Kryptowährungen sind bei mir dabei, jedoch mit eher einem kleinen Anteil. Wer die Fakten anders interpretiert, wird für sich einen anderen Anteil wählen. Was die beste Strategie ist, wird man hinterher wissen.

  78. Das ist eben bei Schneeballsystemen so, dass diejenigen, die früh auf den Zug aufspringen, am meisten damit verdienen. [Dr. Stephan Schleim, hiesige Kommentatorik]

    Kryptowährungen sind kein ‘Schneeballsystem’, es ist gut möglich, dass einige das Potential derartiger Neu-Währung früh erkannt und sich fett gemacht haben, dies hier scheint mir eine feine Aussage zu sein :

    Damals wo ich in Bitcoin investiert habe sowie Ethereum und Chainlink, habe ich an diese Währung geglaubt und tue es heute noch. [Kommentatorenfreund ‘Crypto’]

    Sofern sie stimmt, der rechtzeitige derartige Glaube(n) müsste pfiffig gewesen sein, ich selbst hatte kein Interesse hier einzusteigen, obwohl ich die Sache frühzeitig passend durchschaut habe, wollte ich da einfach nicht mitmachen, da fehlte der “Gamble”.
    Ansonsten ist es möglciherweise allgemein klar, dass hier, im Zusammenhang mit Kryptowährungen, viele herumspringen und Angaben machen, die nicht überprüft werden können, wenn sie eigenen Erfolg meinen.

    Nochmals vielen Dank an Herrn Dr. Stephan Schleim, der dieses Thema in diesem wissenschaftsnahen WebLog-Verbund aufbringen konnte.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer

  79. @ Kommentatorenfreund ‘Elektroniker’

    Kryptowährungen sind kontraproduktiv, „schädliche“ Geschäftsprozesse werden verschleiert.

    Kann so gesehen werden, wer sich vor dem Staat, auch dem mit der Liberalen Demokratie, gewohnheitsgemäß auszieht, nichts zu verbergen angibt, indolent ist derart sozusagen, könnte solche Meinung haben, weiter entwickeln und publizieren.

    Aus liberaler Sicht, der Schreiber dieser Zeilen rechnet sich dem Ordoliberalismus zu, ist sozusagen politisch ganz handzahm und nicht im geringsten an Machtverlust des wie oben gemeinten Staates interessiert, ist es so, dass den Staat Transaktion zwischen Individuen nichts angeht, solange er nicht mit einem sogenannten begründeten Anfangsverdacht rechtlich sozusagen gezwungen ist im Namen des Volkes (sic – genau so ist es) dagegen vorzugehen.

    Es ist ja nicht so, dass Geschäftsprozesse, Buchhaltung und Steuerzahlung von Unternehmen oder Einpersonengesellschaften so zwingend erschwert werden.


    Sicherlich wird, bei einem zunehmend übergriffigen Staat, auch die Kommunikation zwischen Individuen so bald ausgelagert werden, Stichwort : Blockchain.
    Vielleicht ist einigen entgangen, dass “Blockchain” einen zivilisatorischen Sprung bedeutet.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer

  80. Wobei der hiesige werte Inhaltegeber, Dr. Stephan Schleim sein Name, so freundlich war sechsmal das Wort “Blockchain” zu bemühen, einmal Herr Holzher und der Rest geht auf das Konto hier ungenannt bleiben sollender Person.

    Blockchain wird entweder über Denial of Service-Attacken angegriffen (Bitcoin ist hier anfällig) oder indem der Angreifer generell die Kontrolle über die Geräte übernimmt, der dann ein Staat sein müsste mit diesbezüglicher Verfügungsgewalt, was aber Worst Case wäre, Liberale Demokratien meinend.

    Das mit dem zivilisatorischen Sprung, Kryptowährungen meinend, Blockchain auch, muss verstanden werden.

    MFG
    WB

  81. Martin Ruf,
    wer sich mit Internetprogrammierung auskennt, weiß dass es keine Anonymität gibt. Sogar wenn die Daten über Satelliten verschickt werden, die Satelliten werden doppelt genutzt, vom Militär und Privat. Anders könnte man sie nicht finanzieren.
    Das nur am Rande.

  82. Anonymität im Web ist dann möglich, wenn Zwischenstationen genutzt werden, gerne : verschachtelt, die nicht den Traffic loggen, sog. IP-Adressen sozusagen löschen. Dies ist in bestimmten Staaten kein Problem.

    Rein praktisch ist Anonymität ebenfalls möglich, wenn der Geräteerwerb inklusive Software, hier sind auch mobile Stationen gemeint, nicht vom Staat (ausreichend) überwacht wird. Derartige ausreichende Überwachung ist nicht möglich, weil derartiger Handel inklusive sog. SIM-Card auch privatim erfolgt.
    Der schlaue Verbrecher wirft insofern sein Mobile nach Erstgebrauch weg, wie auch in einigen Filmen, bspw. bei “Machete” gezeigt worden ist.

    Ein böser Staat müsste insofern versuchen von Anfang an mit geeigneter SW im Gerät zu sein. Abär auch so gibt es Gegenwehr, die erfolgreich sein wird.

  83. @Webbär: Schneeballsystem

    Vielleicht verwende ich den Begriff nicht ganz akkurat. Ich meine damit, dass eine Investition in BTC nur dann sinnvoll ist, wenn man davon ausgeht, dass es danach noch jemanden gibt, der dafür mehr bezahlt.

    Das wird so lange funktionieren, bis sich kein solcher Teilnehmer mehr findet.

    P.S. Mein Name ist übrigens schlicht “Stephan Schleim”.

  84. @Ruf & Webbär: Regulierung & Anonymität

    BTC und andere Kryptowährungen kann man vielleicht Pseudonym handeln – die Kontenadressen und Transaktionen sind ja zwangsweise öffentlich –, aber an der Schnittstelle zu anderen Währungen muss man sich dann i.d.R. doch identifizieren. Das setzen die Staaten immer konsequenter durch, allein schon um Geldwäsche zu bekämpfen.

    D.h., spätestens dann, wenn man mit seinem BTC etwas bezahlt, fliegt die Identität wahrscheinlich doch auf – und das können auch die Finanzämter nachverfolgen. Und wenn sie nur Fragen: Woher kommt auf einmal das ganze Geld? Sind das vielleicht Geschenke oder Gewinne, die Sie bei der Steuererklärung nicht angegeben haben?

    P.S. Ich trete seit sicher 20 Jahren im Internet eigentlich nur mit meinem echten Namen auf, weil ich mir damals schon sicher war, dass alles nachvollziehbar ist; und der Klarname zwingt einen vielleicht zu etwas mehr Respekt, weil man ihn nicht einfach so wie ein Pseudonym wechseln kann.

  85. Nö, i.p. Bitcoin kann es Bar-Kassen und Banken geben, die keiner Identitätskontrolle unterliegen, es liegt ja eine globale Währung, ein globales Problem sozusagen vor.
    Genau dies ist eines der bekannten Leistungsmerkmale, USPs der “Kryptowährungen”.

    Sicherlich schätzt Dr. Webbaer Ihre Nachrichtenlage, Herr Dr. Stephan Schleim, seit Langem, ist selbst auch nicht in puncto Internetverbindung geschützt, so frei bestimmt nicht, was sich abär ändern kann.
    Sicherlich dürfen mit sogenanntem RL-Name Auftretende auf besondere Freundlichkeit hoffen, weil sie mit ihrem Namen für Inhalt stehen.

    Bleiben Sie gerne dran an “Blockchain” und merkwürdigerweise ausbleibender Inflation.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer

  86. @Stephan Schleim
    Meine ursprüngliche Kritik besteht auch weiterhin darin, dass Sie einen Meinungs-Beitrag nicht als solchen klar erkennbar gemacht haben.
    Dass man unterschiedlicher Meinung sein kann ist ja gut und förderlich. Meinungen als Fakten darzustellen führt aber eben zur Verbreitung von Falschinformationen wie dem zur Zeit wieder in Mode gekommenen Vorwurf der Energieverschwendung. Falls Sie z.B. daran weiterhin festhalten, möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf die Debatte zwischen Michael Salyor und Elon Musk lenken – da wurde bereits viel wichtiges gesagt; ein Interview wird es wohl kurzfristig auch noch geben.

    Davon abgesehen lassen Sie uns jetzt über unsere unterschiedliche Meinung austauschen:
    – Sie nennen es reine Spekulation, dass BTC einmal 1 mio wert sein wird. Ich denke, dass wir historisch gesehen die großen Hürden hinter uns haben und bei der aktuellen Institutionellen Begeisterung für Bitcoin 3/4 der Entwicklung bereits hinter uns haben. Der nächste Schritt wäre eine staatliche Beteiligung, wie sie aktuell schon z.B. im Iran ihren Anfang nimmt. Wir sind m.E. also schon zu 3/4 angekommen. Dann trotzdem noch von einer Spekulation zu sprechen kann ich nicht ganz nachvollziehen.

    – Zur Prophetie: Ich kenne tatsächlich noch niemanden, der von einer Notwendigkeit spricht. Was mir schon oft zu Ohren gekommen ist, ist die Annahme, dass sich ein besseres System i.d.R. durchsetzt – in dem Fall z.B. dass BTC Gold einholt. Silber ist ja bereits passé. Diese Meinung teile ich auch.
    Dass Sie die Logik dahinter nicht nachvollziehen und gleich zu den recycelten Parolen eines verarmten und verbitterten Philosophen greifen, finde ich ein wenig harsch. Wenn wir schon dabei sind: Hitler war Vegetarier. Deshalb bin ich überzeugter Fleisch-Esser. (Achtung, Sarkasmus!)

    – Ob die EZB oder das FSR zuerst zusammenbricht, ist m.E. reine Spekulation – es sei aber gesagt, dass die Überschuldung in den USA wesentlich vorangeschrittener ist. Dass der USD weltweit verbreitet ist liegt nur an der Wertsicherung durch Gold nach dem zweiten Weltkrieg, die durch Nixon in den 70ern aufgehoben wurde – deshalb auch der Vorwurf der Instabilität.

    – Dass die Krisensicherheit sich erst noch zeigen muss, ist denke ich zumindest hier in Europa teilweise korrekt. Ich denke nicht, dass die Coronapandemie eine Finanzkrise ist/war – da wird noch deutlich mehr kommen.
    In Afrika, Südamerika und wie gesagt auch in der Türkei bietet BTC aber trotz Volatitilät bereits heute eine Stabilität, die Ihresgleichen sucht.

    – “Schneeballsystem”: Stellen Sie sich vor, Sie sind der Chef von Amazon.
    Wenn Sie nichts tun und einfach nur Ihrem Geschäft nachgehen und den Firmenwert von (stark gerundet) 1 mia $ stabil halten, wird Ihre Kaufkraft in 5-10 Jahren nur noch 900 mio $ wert sein. Auch wenn die Anzahl der $ gleich bleibt, zerstört die Inflation Ihre Kaufkraft und Sie müssen durch Expansion und ständigen Erfolg dagegen halten.
    Wenn Sie (als grobes Beispiel) stattdessen Ihren Firmenwert in eine inflationssichere Währung stecken, die per Design nicht an Kaufkraft verlieren kann, dann macht BTC auf einmal Sinn.
    Wenn BTC einmal grob bei 1 mio € liegt, ist es dem Kurs egal, wie viele Kleinanleger ein- oder aussteigen. In Zukunft besteht die Wertsteigerung von BTC in der fehlenden Inflation. Ich hoffe, dass diese Erklärung nachvollziehbar ist. Inflation ist jemandem, der 100.000 € wert ist, vergleichsweise egal. Für Firmen wiederum lockt nicht die Zukunftsperspektive, sondern allein der fehlende Wertverlust, der bei Fiatwährungen Gang und Gebe ist.

    – Dass an Krypto-Börsen kyc gilt, also dass “die Börse mich beim Namen kennt”, ist ja grundsätzlich auch kein Problem. Das kurfristige Fenster der Steuerhinterziehung, das es gerade noch gibt, wird den Staat auch nicht verarmen lassen.
    Der Vorteil der Anonymität ist aber die Unpfändbarkeit.
    Wie gesagt heute für uns Deutsche noch nicht wichtig. Für die Zukunft kann es aber ein sehr großer Vorteil sein.

    Risikostreuung ist grundsätzlich eine gute Idee.
    Aufgrund meiner Argumente wird es Sie nicht wundern, dass meine persönliche Streuung sehr einfältig aussieht.
    Der Erfolg ist bisher nicht ausgeblieben.

    @ Dr. Webbaer
    Es ist leichter, an etwas zu glauben, was man gut verstanden hat.
    Deshalb ja auch meine ursprüngliche Kritik an dem Beitrag.
    Fragen und Bedenken sind wie bereits gesagt willkommen.
    Falls Sie sich weiterhin an meiner Person oder der Glaubwürdigkeit meiner Aussagen aufhängen, möchte ich Sie um Prüfung bitten.
    Sie könnten mich z.B. etwas fragen, was nur jemand wissen kann, der schon seit ~10 Jahren dabei ist.
    Darüber hinaus möchte ich anmerken, dass ich mich unter Angabe meines realen Namens mit Ihnen unterhalte, während Sie im Schutz der Anonymität meine Glaubwürdigekti bezweifeln.
    Das ist kein Vorwurf, ich möchte aber den Humor an der Sache nicht unerwähnt lassen.
    “obwohl ich die Sache frühzeitig passend durchschaut habe”
    –> Diese Aussage bezweifle ich angesichts der wohl schon damals fehlenden Investitionsbereitschaft.
    Wo sehen Sie das Risiko oder den Grund, im Fiat-Raum zu bleiben?

    – Zum staatlichen Eingriff: So lange unser Vertrauen in Mutter Merkel weiterhin ungetrübt bleibt, bringt uns Deutschen der Schutz, den Anonymtität bietet, nichts. Nachbar Hassan in der Türkei wird das bereits anders sehen. Und auch Ur-Oma Henriette kann sich noch an Zeiten erinnern, in denen dem Staat nicht ohne weiteres vertraut werden konnte.
    Steuerlich bestehen m.E. keinerlei Bedenken:
    Die wenigen Investoren, die es jetzt geschickt anstellen, können erfolgreich Steuern hinterziehen. Angesichts dessen dass die unterschlagene Steuer nicht kriegsentscheidend für den Staat ist, sehe ich darin aber keinen Weltuntergang.
    An dieser Stelle ein allgmein bekanntes Geheimnis: Die höchsten Einnahmen wegen Steuerhinterziehung hat der Saat sowieso durch unzufriedene Partner/Ehegatten, die den anderen eins auswischen wollen. Daran wird sich m.E. auch durch die Blockchain nichts ändern – die Steuereinnahmen sind also gesichert, solange es unglückliche Beziehungen geben wird. Huzzah!

    – Dass BTC anfällig für DDos-Attacken sei kann ich nicht nachvollziehen.
    Gerade das ist ja Sinn der Dezentralisierung – es gibt keine eine Stelle, die durch so einen Angriff lahm gelegt werden kann. Anders wäre es bei ETH, welches NICHT dezentral ist.
    Auch eine “Übernahme durch den Staat” ist m.E. ein Fantasie-Konstrukt, das schlichtweg auf fehlendes Wissen zurückzuführen ist – siehe dazu meine Stellungnahme weiter oben. Bildlich: Natürlich kann sich in einem Dorf von 50 Einwohner einer zum König ernennen. Das heißt noch lange nicht, dass die anderen 49 Dörfler das akzeptieren.
    Auch darüber hinaus wird grob überschätzt, welche Möglichkeiten ein Staat überhaupt hat. Allein die kommende Chip-Knappheit sorgt schon in der Lieferkette von Autobauern zu Problemen. Wie sich da nebenbei ein Staat ein globales System von Netzwerken in der Größe, die das BTC-Netzwerk heute hat, aufbauen will, ist mir schleierhaft – ganz zu schweigen davon, dass Nutzen und Aufwand nicht mal ansatzweise im Verhältnis stehen würden. Simples Beispiel: Nicht einmal der Zweite Weltkrieg hat ansatzweise so viel gekostet, wie die Marktkapitalisierung von BTC heute ist.

    – Zur “merkwürdigerweise ausbleibende Inflation”: Haben Sie sich die letzten 5 Jahre mal die Immobilienpreise in D, CH und Ö angesehen?
    Von 2017-2020 hatten wir einen Kaufkraft-Verlust von 12 %.

    @hwied
    Möchten Sie einen Meinungsaustausch, oder nur Ihre Wahrnehmung in den Raum werfen? Ich gehe gerne auf Ihr Argument ein, aber nur, wenn das auch gewünscht ist.

  87. Nachtrag
    @Stephan Schleim

    Angesichts dessen, dass meine Kritik an Ihrem Beitrag inzwischen die Größe des Beitrags abgelöst hat, spiele ich mit dem Gedanken, selbst einen Beitrag dem durchaus polarisierenden Thema zu verfassen.
    (Kritik ist dann natürlich erwünscht!)

    Welche Voraussetzungen muss man denn dazu erfüllen?

  88. @Ruf: Meinungen vs. Fakten

    Klar, wenn es um Ihre Meinung geht, dann sind es Fakten; geht es um meine Fakten, dann ist es nur Meinung – sogar an der Grenze zur Täuschung.

    Das überzeugt mich jetzt nicht so. 😉

    Ihre Überlegungen zur Inflation halte ich für unterkomplex; Ihre Ansichten zum Silber sind schlicht falsch. Damit konnte man in den letzten 20 Jahren bis zu 750% verdienen. Und in den letzten Jahren immerhin +75%. Aber mir ist schon klar, dass das für einen Krypto-Propheten irrelevante Fakten (oder doch nur Meinungen?) sind.

    Und im Silber steckt sogar etwas drin; das hat kein Bitcoin!

    P.S. Und es steht jedem Menschen frei, etwas als Artikel aufzuschreiben – und einer Redaktion zur Veröffentlichung anzubieten.

  89. @Ruf: Angriffe

    Stehen Sie wirklich auf dem Schlauch oder tun Sie nur so?

    Natürlich ist ein dezentrales Netz schwerer anzugreifen. Die meisten Netze haben aber “Hotspots” (eben die großen Serverfarmen). Und die kann man eben verteilt angreifen.

    Niemand bestreitet hier, dass im Bitcoin verschiedene kryptografische und netzarchitektonische Sicherungen eingebaut sind. Mein Punkt war aber doch gerade, dass wir noch gar nicht wissen, was im echten Krisenfall passiert!

    Nur mal ein Beispiel: Bargeld oder Edelmetalle kann man zur Not auch ohne Strom verwenden; EC-Karten und Bitcoins nicht.

  90. @ Stephan Schleim

    Klar, wenn es um Ihre Meinung geht, dann sind es Fakten; geht es um meine Fakten, dann ist es nur Meinung – sogar an der Grenze zur Täuschung.

    Das überzeugt mich jetzt nicht so. 😉

    – Ich riskiere durch die Kürze meiner Antwort dass es unhöflich klingt, ist aber nicht so gemeint:
    Sie sind kein Fachmann.
    Sie kennen sich mit dem Thema BTC zu wenig aus, um einen rein sachlichen Beitrag zu verfassen – was Sie können und getan haben ist ein reines persönliches Fazit publik zu machen. Wie jetzt schon mehrfach erwähnt nehme ich Anstoß daran, dass der Beitrag nicht klar als reine Meinung gekennzeichnet ist und einen fachfremden Leser zu falschen Rückschlüssen führen kann.
    Ich habe nie behauptet, dass ich selbst ein Fachmann in dem Bereich sei.
    Trotzdem habe ich schon seit Beginn der Konversation die Dinge angesprochen, die m.E. schlichtweg nicht korrekt sind. Ich bin zwar kein Huhn, erkenne aber ein versalzenes Omelett.

    Ihre Überlegungen zur Inflation halte ich für unterkomplex

    Das freut mich, weil meine Erklärung in dem Fall verstanden wurde.
    Wenn Sie es mir nicht glauben, möchte ich Sie zur Recherche ermutigen – ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
    Microstrategy bietet z.B. kostenlose Fortbildungen zum Thema BTC an.
    Welchen Teil ich bei der Überlegung “Weshalb kaufen Firmen überhaupt BTC?” weggelassen habe, können Sie gerne noch ergänzen.
    Lassen Sie uns das Thema gerne vertiefen, die fehlende Komplexität erschließt sich mir gerade nicht.

    Das Thema mit Silber ist ein Missverständnis; ich meinte dass (zumindest noch vor dem Dip) Bitcoins Marktkapitalisierung das von Silber eingeholt hatte.
    BTC befindet sich noch auf dem Weg, Gold als Wertspeicher abzulösen – Silber hatte es vor einigen Wochen bereits passiert/abgelöst.

    Und im Silber steckt sogar etwas drin; das hat kein Bitcoin!
    Bargeld oder Edelmetalle kann man zur Not auch ohne Strom verwenden; EC-Karten und Bitcoins nicht.

    – Ah ja, ich weiß noch wie gestern, als ich meinen Geldbeutel vergessen und meine Lebensmittel stattdessen mit Gold/Silber bezahlt hatte.
    Tatsächlich hatten wir vor einigen Wochen einen echten Krisenfall.
    Ich fasse zusammen: In einem energiestarken Gebiet in China (günstige Stromkosten) gab es eine Überflutung. Um das zu verschleiern hatte die örtliche Regierung angeordnet, dass sämtliche Energieverbraucher die Arbeit einstellen müssen – es seien “umfangreiche Kontrollen” durchzuführen.
    Da genau in diesem Sektor einige Mining-Farmen standen, brach die Hash-Rate (also die globale Mining-Leistung) stark ein.
    Das automatische Difficulty-Adjustment setzte wie geplant ein und erleichterte innerhalb von 10 Minuten das Lösen der Rechenaufgaben, sodass die Transaktionen wie gehabt weitergingen.
    Was passiert also wenn man einen großen Teil des Netzwerkes plötzlich abschaltet? Wir haben es vor ca. 1 Monat gesehen: Es gibt einen 10-Minütigen Ausfall. Das System heilt sich von selbst. Nach Wiederaufnahme des Betriebs ging die Schwierigkeit wieder nach oben und der Zustand vor dem Ausfall war wiederhergestellt.

    Natürlich glänzen Silber und Gold mehr als ein elektronischer Code.
    Trotzdem sind m.E. folgende Fragen relevant:
    1. Glauben Sie wirklich, dass Silber/Gold dieses und die nächsten 3 Jahre besser performen wird als BTC?
    2. Welche Vorteile besitzen Silber/Gold gegenüber BTC?

    Meiner Meinung nach bietet BTC so viele Vorteile, dass es Silber/Gold ablösen wird. Soviel zum Titel “War’s das mit den Kryptowährungen?”.
    Wenn Sie als sehr wohlhabender Mensch oder als Firma Inflationsschutz betreiben möchten, ist BTC schlichtweg die bessere Lösung.
    (Unpfändbar, mobil/global verfügbar, günstiger in Anschaffung und Unterhalt, höhere Sicherheit)

  91. @ Martin Ruf

    Zum Thema Sicherheit: Mir ist „auf die Schnelle“ folgende Frage eingefallen.

    Was würden (und können) Sie unternehmen, würde ein „Hacker“ (aus welchen Gründen und wie auch immer) auf irgend eine Art und ohne Ihr Wissen bei ihrer Passworteingabe ihre Eingabe „abfangen“ und verändern, so dass Sie „niemals wieder“ an Ihr Geld kommen????

  92. @Elektroniker

    Der schwächste Link in einer Kette ist immer die menschliche Unfähigkeit.
    4 Möglichkeiten, das zu vermeiden:

    1. Wenn Sie einen Broker nutzen, der kyc betreibt, genießen Sie wesentlich höheren Schutz, als es das reine BTC-Netzwerk bietet – auf Kosten der Anonymität. Das würde aber z.B. auch helfen, wenn Sie sich in der Gefahr sehen, das eigene Passwort zu verlieren. Historisch gesehen war das nämlich das Hauptproblem. Alec Baldwin z.B. wäre heute mehrfacher Multimilliardär, wenn der Gute den Schlüssel der BTC nicht verloren hätte, die man ihm noch vor 2010 geschenkt hatte.
    Eine Transaktion auf Coinbase z.B. erfordert die Eingabe Ihres Sicherheits-Seeds nicht.
    2. Das offensichtlichste: Backups des Schlüssels und des Wallets.
    Wie oft verwendet man den Key? Nur bei Auszahlungen. Wer langfristig investiert und praktisch nur einzahlt, der gibt den Schlüssel gar nie an seiner Tastatur ein.
    Selbst wenn es ein Hacker ohne meine Kenntnisnahme schafft, den Zugriff aufzuzeichnen und innerhalb kürzester Zeit eine Transaktion durchzuführen, bleibt der Zahlungsfluss nachvollziehbar. Die Blockchain ist ja eben das öffentliche Aufzeichnen aller Transaktionen. Sobald besagte Person über einen Broker einen Wechsel in Fiat-Währungen vornimmt, ist es ein leichtes, polizeilich einzugreifen.
    Das hatte in der Vergangenheit in den USA genauso gut funktioniert wie bei uns.
    Sind Sie schonmal per eBay Kleinanzeigen betrogen worden? In Europa sind sämtliche Bankkontobewegungen polizeilich einsehbar.
    Blöd natürlich, wenn der Hacker in Äthiopien sitzt. Wenn aber ein solcher der deutschen Sprache mächtig genug ist, um meine täglichen Aufzeichnungen einordnen zu können, dann Respekt! Man könnte sagen so jemand hat sich den Erfolg verdient.
    3. Neben der Tatsache, dass ein Bitcoin-Schlüssel nicht ohne hohen Aufwand auch als solches erkannt werden kann, benötigt der Hacker auch meine “Kontonummer”. Ohne die bringt ihm der aufgezeichnete Schlüssel wenig.
    Das hört sich einfach zu beschaffen an, ist aber in der Praxis kaum umsetzbar.
    Darüber hinaus kann ich vorsorgen, indem ich bei BTC-Transaktionen einen VPN nutze, der für erstaunlich wenig Geld ein überraschend hohes Level an Anonymität bietet.
    4. Risikoverteilung durch Splitting.
    Wie machen es Investoren, die aufwärts von 100 mio € investieren?
    Man teilt das (ohnehin langfristig geplante Kapital) auf 100.000 Konten auf.
    Das ist erstaunlich günstig und bringt eine extrem starke Sicherung.

  93. @Ruf: Widersprüche

    Sie missverstehen die ganze Zeit Sachverhalte und widersprechen sich zum Teil auch selbst. Es würde Ihnen besser stehen, Anderen nicht permanent zu unterstellen, keine Ahnung zu haben.

    In aller Kürze:

    Das hier ist ein Blog. Wie kann man das übersehen? Blogs sind i.d.R. persönlich; das macht sie so besonders. Und hier dargestellte Sachverhalte über den Bitcoin beruhen auf Fakten, nicht auf meiner Meinung. Es ist eben ein Artikel für ein allgemeines Publikum, in dem nicht alle Details in vollständiger Tiefe besprochen werden. Sie kennzeichnen Ihre Kommentare übrigens auch nicht als Meinung.

    Über Ihre BTC werden Sie ohne Strom und Internet nicht verfügen können. Das gilt für Bargeld und Edelmetalle nicht. Sie scheinen sich auch noch nicht mit der Jahrtausende alten Geschichte des Geldes beschäftigt zu haben.

    BTC verliert binnen Wochen mal locker die Hälfte seines Wertes. Das entspricht 100% Inflation! Das sehen Sie alles nicht. (Oder wollen es nicht wahrhaben.)

    Dass BTC binnen Wochen auch mal um 100% steigen kann, bestreite ich nicht. Für mich ist das eben Kennzeichen einer Spekulation, nicht einer Geldanlage. Das ist die Kernaussage des Artikels.

    Und höhere BTC-Kurse wird es genau dann geben, wenn immer mehr Menschen und Firmen Geld in das System pumpen, allein schon aufgrund der neu produzierten BTC alle zehn Minuten. Ansonsten werden BTC-Kurse fallen. Das meinte ich mit “Schneeballsystem”. Wie sich die Menschen/Firmen in Zukunft verhalten, wissen nur Hellseher; aber Sie scheinen da ja besondere Qualitäten zu besitzen. Viel Erfolg & alles Gute!

  94. @ Herr Ruf

    Bei Bitcoin war anfangs nicht klar, ob das Produkt breite Akzeptanz finden wird, denn es liegt ja kein Gegenwert vor (bei den üblichen staatlichen Währungen allerdings ebenfalls nicht), zudem könnten ja auch “Bitcoin-2” und “Bitcoin-3” kommen, dann wäre der Erfolg von Bitcoin in Frage gestellt.
    So war in etwa mein Denken, als ich (bereits frühzeitig Potential erkennend) nicht in Bitcoin eingestiegen bin, ärgern tue ich mich auch nicht, lol.

    Wie viele Transaktionen pro Sekunde können per Bitcoin abgewickelt werden?

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer (der weiter oben meinte, dass angebliche finanzielle Erfolge im Zusammenhang mit Bitcoin hier nicht geprüft werden können)

  95. Was ist eigentlich daran schwer zu verstehen, dass in WebLogs, auch im wissenschaftsnahen Umfeld, wie sie dankenswerterweise hier bei den SciLogs aggregiert bereit stehen, mit Meinung zu rechnen ist, idR keine wissenschaftliche Arbeit erfolgt?
    Auch keine nackte Berichterstattung.
    Zudem sieht Dr. Webbaer gerade auch noch diese Überschrift : “Gedanken über Nutzen und Zukunft von Bitcoin & Co als Geldanlage”

    Es ist wohl so, dass einigen die Einschätzung (eine Meinung offensichtlich) des hiesigen werten Inhaltegebers (Stephan Schleim) missfällt und sich dann Gegenrede der robusteren, der rustikaleren Art findet, no problemo hier, allerdings scheint es mir müssig sich aneinander abzuarbeiten, unter Gentlemen, auch ich war mit dem Essay nicht ganz happy, dezent formuliert.

    Sicher, wer mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen “so richtig Geld gemacht hat”, ist dann wohl auch explizit gut gelaunt und neigt zum Austeilen, haha.

    MFG
    WB

  96. Das ist Blödsinn :

    Sobald besagte Person [“Hacker”, Krimineller – Ergänzung : Dr. Webbaer] über einen Broker einen Wechsel in Fiat-Währungen vornimmt, ist es ein leichtes, polizeilich einzugreifen.
    Das hatte in der Vergangenheit in den USA genauso gut funktioniert wie bei uns.
    […]
    Blöd natürlich, wenn der Hacker in Äthiopien sitzt. Wenn aber ein solcher der deutschen Sprache mächtig genug ist, um meine täglichen Aufzeichnungen einordnen zu können, dann Respekt! Man könnte sagen so jemand hat sich den Erfolg verdient.

    Sind die Bitcoins weg, wird der Kriminelle Wege finden sie umzusetzen.
    Der Hacker sitzt -bildlich geredet- ohnehin in “Äthiopien”.
    Sicherlich sind derartig mögliche Angriffe, die bei der guten alten Bank nicht passieren können, wenn das OL-Banking genutzt wird, selten passieren können, ein Minuspunkt für die Kryptowährungen.
    Allerdings m.E. kein so-o zu beachtender Minuspunkt.
    Die Verteilung von Vermögen per Kryptowährung ist sicherlich eine gute Idee.

  97. Vorsicht!, Randbemerkung :
    Gutes Aussehen schadet dem Erfolg bekanntlich nicht.

    -> http://schleim.info

    Dr. Webbaer ganz gut sein Nederlands zu verstehen, hat natürlich ebenfalls einen Eintrag in der bekannten Online-Enzyklopädie.
    Gerade Dr. Webbaer schreibt oft über Sachen von denen er wenig versteht.

  98. @ Stephan Schleim

    Sie können nicht richtig lesen!
    Sie widersprechen sich!
    Sie machen doch das gleiche!

    Ich verstehe, dass Sie zu meiner ursprünglichen Kritik nicht Stellung nehmen möchten. Es wäre ja auch schrecklich, wenn man zugeben würde, dass man einen Clikbait-Titel verwendet und tatsächlich grundlegende Sachverhalte völlig ignoriert oder falsch verstanden hat.
    Ich kann auch nachvollziehen, dass dieser Gesichtsverlust gerade für einen Psychologen völlig undenkbar ist. Wo kämen wir denn da hin, wenn Menschen Fehler zugeben?!

    Sie versuchen, den Fokues weg vom eigentlichen Thema auf die persönliche Ebene zu bringen.
    Bevor ich diesen Sprung mitmache, erst nochmal zum Titel Ihres Beitrags:

    Wem (genauso wie mir) die fehlende fachliche Tiefe des Artikels auffällt, der hat zwischenzeitlich durch die zahlreichen Kommentare genug Gelegenheit, einfach nach unten zu scrollen und sich ein differenzierteres Bild zum Thema Krypto und vor allem zu der Frage “War’s das mit den Kryptowährungen?” zu machen. Einige Themen wurden ja bereits schon von anderen zu Recht kritisiert.

    Da Sie auf die zahlreichen fachlichen Themen, auf die ich im Laufe dieser Unterhaltung angestoßen und erklärt habe, nicht weiter eingegangen sind, sehe ich den Austausch diesbezüglich als beendet an.
    Dem ein oder anderen können die Ausführungen nützlich sein.
    Zumindest können Sie jetzt besser nachvollziehen, was ich mit dem Vorwurf fehlender Fachkenntnis gemeint hatte – wenn man die angesprochenen Fakten mit auf dem Schirm hat, fällt das Fazit völlig anders aus, als das bei Ihrem Beitrag bisher der Fall war.

    Zu dem, was Sie fachlich noch angesprochen hatten:
    Ja, Internet und Strom sind die Voraussetzungen für die Nutzung von BTC. In einer apokalyptischen Welt, in der diese beiden Dinge ausfallen, werden wir aber vermutlich andere Probleme als das Thema “Wertspeicher” haben.
    Ob Sie in diesem Welt-Ende-Szenario dann noch Gelegenheit haben, Ihr Gold/Silber in Nahrung oder Sprit umzutauschen, würden wir dann sehen.
    In dem nicht ganz so apokalyptischen Szenario, in dem der Euro oder der Dollar zusammenbricht und sich die aktuelle Inflation lediglich fortsetzt (ich rede nicht einmal von einer Verschlechterung), bietet BTC aber jedem kleinen Bürger genauso wie Konzernen den Zugriff auf einen digitalen Wertspeicher.

    Der Wert von Bitcoin bestimmt sich (anders als von Ihnen dargestellt) aktuell hauptsächlich durch Adoption, in naher Zukunft durch den Schutz vor Inflation.
    Dass in der Adoptionsphase Spekulationen stattfinden dürfte niemanden überraschen. Trotzdem hat der Inflationsschutz bereits jetzt problemlos funktioniert – niemand, der seit ein paar Jahren dabei ist hat durch Inflation Verluste hinnehmen müssen.
    Inflation bezeichnet den Wertverlust durch Vermehrung “des Geldes”, wenn sich also die Zahl der verfügbaren BTC vermehren würde.
    Da die Anzahl der maximal verfügbaren BTC mathematisch begrenzt ist, ist eine Inflation praktisch nicht möglich.
    Dass Sie kurfristige Volatilität mit langfristiger Inflation gleichsetzen, sei Ihnen nachgesehen – es ist ja (wie bereits gesagt) nicht Ihr Fachgebiet.
    Ich selbst bin ebenfalls kein Fachmann, die Chefs von Goldman Sachs, BlackRock und MicroStrategy aber schon. Wem man jetzt glaubt, darüber herrscht Meinungsfreiheit.

    Dass der Wert von BTC verfällt, wenn die Adoption zum Stillstand kommt, ist eine These, dies genauso alt ist wie BTC selbst.
    Die letzten 10 Jahre widersprechen dieser Behauptung. Warren Buffet hatte sich z.B. mit seiner Kritik an BTC von 2011 um 394.720 % getäuscht.
    Angesichts dieser Historie zu behaupten, BTC unterliege einem Schneeballsystem, halte ich für eine gewagte Behauptung, über deren Nachweis ich gespannt bin.

    Zu sagen “wie sich Menschen verhalten werden wissen nur Hellseher” ist absolut korrekt. Wie bereits weiter oben geschrieben bin ich einer dieser Hellseher, der davon ausgeht, dass eine neue Technologie, die Ihre Entwicklung bereits zu 3/4 absolviert hat und die bereits an der Umsetzung der letzten Adoptionshürde arbeitet, durchsetzen wird.
    Das wäre, als würde man 2010 behaupten, dass sich das Internet nicht durchsetzen wird.

    Bevor ich zum persönlichen Teil komme erst noch einmal meine ursprünliche Kritik:

    Der Aufbau Ihres Beitrags lässt darauf schließen, dass Sie zuerst eine sachliche Aufklärung zum Thema Bitcoin betreiben möchten, bevor Sie am Ende Ihre “Persönliche Schlussbemerkung” als Ihre eigene Meinung zum Thema kennzeichnen.
    Meine Kritik richtet sich gegen diese Struktur, da Sie meiner Auffassung nach bereits den sachlichen Teil mehr mit Ihrer persönlichen Sicht auf die Dinge füllen, als mit tatsächlichen Fakten.
    Es herrscht Meinungsfreiheit und grundsätzlich ist die Debatte zum Thema Krypto ja für alle Seiten förderlich. Nur sollte man davon absehen, Meinungen und Fakten zu trennen und den Meinungs-Teil klar als solchen zu kennzeichen.
    Ich habe Sie deshalb mit wenigen Worten als Neuling dargestellt, weil Sie m.E. schlichtweg viele Informationen weggelassen haben, die das Bild, das Sie zeichnen, völlig verändern würden.

    Dass die Stärke des Autors im psychologischen Bereich liegt, sehen wir beide so. Besser wäre denke ich eine klare Kennzeichnung gewesen – wie z.B. ein Beitrag mit dem Titel “die psychologische Reaktion der Menschen auf Krypto”.
    Andernorts mache ich mich strafbar, wenn ich ohne Vorbildung Ratschläge zum Thema Steuern, Statik oder Medizin gebe.
    Zumindest darf ich mich nicht stören, dass Gegenwind kommt, wenn ich über etwas schreibe, das ich im Kern nicht verstanden habe.

    Ein Blog ist nicht per Definition automatisch “nur persönliche Meinung des Autors” – vor allem dann nicht, wenn Sie durch Textstruktur und Wortwahl Ihre Meinung als Fakt präsentieren.
    Beispiel: Richard Nixon hat 1971 die Sicherung des Dollars durch Gold abgeschafft. Er war ein Rassist.
    Fazit: Mir persönlich ist Richard Nixon unsympathisch.

    Ob Sie das Problem jetzt erkennen oder nicht erkennen möchten, sei dahingestellt. Unabhängige Dritte können sich ein eigenes Bild machen.

    Nun weg vom Thema zur persönlichen Ebene:

    Sie können nicht richtig lesen!

    – Ich habe Ihren Beitrag richtig gelesen. Deshalb meine Kritik und zahlreichen Anmerkungen.
    Da Sie selbst ebenfalls des Lesens mächtig sind, wird Ihnen nicht entgangen sein, dass andere Kommentatoren, die sich mit dem Thema auskennen, bereits ähnlich wie ich geäußert haben.
    Inhaltlich genauso wie zu der Kritik, dass Sie einen Clikbait-Titel verwenden und sich außerhalb Ihres Fachbereichs bewegen.

    Ich habe übrigens nicht gesagt, dass Sie “keine Ahnung” haben, sondern dass Sie “den Krypto-Markt nicht kenn[en,] selbst gerade erst auf den Zug aufgesprungen [sind], dass Sie Bitcoin [nicht] verstanden haben [und dass Sie eine] uninformierte Meinung publik […] machen”.

    Welchen Eindruck Sie aufgrund meiner Kritik von meiner Person haben, könnte mir kaum mehr egal sein. Mir ist wichtig, dass keine Fehlinformationen verbreitet werden, die anderen realen, finanziellen Schaden zufügen können.
    Anders als in der Psychologie gibt es bei den meisten anderen Berufen reale Konsequenzen für Anmaßungen und falsche Aussagen.
    Deshalb nochmal die Bitte, sich mit Ihren Beiträgen ausschließlich in Ihrem Fachbereich zu bewegen.

    Sie widersprechen sich!

    – Ich widerspreche mir nicht. Wenn Sie aufgrund von mangelndem Verständnis meine Aussagen nicht voll verstanden haben, dann fragen Sie bitte nach. Ich kläre das Missverständnis gerne auf.

    Sie machen doch das gleiche!

    – Interessant, dass gerade jemand aus Ihrem Fachbereich so argumentiert.
    Zum einen bin ich nicht der Autor des Beitrags. Was ich sage oder mache ändert nichts daran, dass Sie in Ihrem Beitrag Meinung und Fakten nicht klar erkennbar getrennt haben.
    Zum anderen habe ich von Anfang an meine Meinung als solche gekennzeichnet. Deshalb solche Formulierungen wie “3/4 seiner Entwicklung hat BTC hinter sich. Ich gehe davon aus, dass die Entwicklung auch so weiter geht.”
    Ich habe Ihnen bereits aufgelistet, wo ich in Ihrem Beitrag eine klare Kennzeichung Ihrer Meinung vermisse. Bitte tun Sie das gleiche, wenn Sie mir schon den Vorwurf machen.

    Sie scheinen sich auch noch nicht mit der Jahrtausende alten Geschichte des Geldes beschäftigt zu haben.

    Ich denke, dass ein unabhängiger Leser diese Meinung nicht teilen wird.

    Sie scheinen da ja besondere Qualitäten zu besitzen. Viel Erfolg & alles Gute!

    Das wünsche ich Ihnen ebenso.
    Vor allem möchte ich Sie bitten, durch Ihre fachliche Erfahrung den psychologischen Bereich durch Beiträge zu bereichern – nicht den finanziellen, wo es reale Konsequenzen für die Leser gibt.

    Es können nicht alle Menschen Psychologen werden.
    Der Rest von uns muss schließlich zur Wertschöpfung beitragen.

  99. @ Dr. Webbaer

    Ich verstehe, weshalb Sie nicht rechtzeitig eingestiegen sind – danke für die Begründung. Ihre damalige Angst vor “Bitcoin 2” teile ich nicht – schließlich ist “Bitcoin 1” bereits der Zusammenschluss aller wichtiger Ideen und Problemlösungen für Geld, Inflation und Wertspeicher. Ich sehe keine Probleme, die Bitcoin hat und die ein anderes System lösen könnte. Deshalb hatte Max Keiser ja mal gesagt “Bitcoin wurde entdeckt”.

    Ich meine, dass aktuell ca. 360.000 Transaktionen pro Tag möglich sind.
    Wie bereits gesagt stehen Sicherheit und Geschwindigkeit im Konflikt, weshalb es 2nd-Layer-Optionen gibt.
    Paypal macht ja seit jeher nichts anderes – nur eben im Fiat-Bereich.

    Was ist eigentlich daran schwer zu verstehen, dass in WebLogs, auch im wissenschaftsnahen Umfeld, wie sie dankenswerterweise hier bei den SciLogs aggregiert bereit stehen, mit Meinung zu rechnen ist, idR keine wissenschaftliche Arbeit erfolgt?

    Das Problem sind die Konsequenzen.
    Sobald ich etwas publik mache, nehme ich Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung und Meinungsbildung.
    Meine Freiheit endet, wo die des anderen beginnt.
    Wenn durch absichtliche oder fahrlässige Verfälschung von Informationen die öffentliche Wahrnehmung negativ beeinflusst wird, ist es doch angebracht, Kritik zu üben?

    Sicher, wer mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen “so richtig Geld gemacht hat”, ist dann wohl auch explizit gut gelaunt und neigt zum Austeilen, haha.

    Das ist sicherlich korrekt. Ich möchte noch ergänzen: So jemand hat Zeit.

    Sind die Bitcoins weg, wird der Kriminelle Wege finden sie umzusetzen.

    SIe wären überrascht, wie oft sich Dummheit und Kriminalität überschneiden.
    Gerade in den USA gibt es immer wieder Fälle, in denen kriminelle Zahlungswege durch Krypto sehr zeitnah und global nachverfolgt und abgefangen werden. Da geht die Verfolgung wesentlich schneller und unkomplizierter als auf Bankkonten.

    Der Hacker sitzt -bildlich geredet- ohnehin in “Äthiopien”.

    Ich denke man darf die Sprach-Hürde nicht unterschätzen. Es gibt weltweit sehr viele fähige Betrüger im Internet. Ich denke der Umfang der Deutschsprachigen ist wesentlich geringer.
    Dass man der eigenen Bank mehr vertraut als einem System, das per Design besonders sicher sein soll, ist denke ich Gefühlssache. Der äthiopische Hacker hat zumindest noch nie versucht, meine Großmutter von einer hochriskanten Geldanlage zu überzeugen…

  100. Ich meine, dass aktuell ca. 360.000 Transaktionen pro Tag möglich sind.

    Klingt wie eine Art Todesurteil, Denial of Service-Attacken werden so, wie Sie einschätzen, jederzeit killen können, Herr Ruf.

    Vieles Geschriebene, von Ihnen, müsste Bull sein, ich mag Ihren Mut, Ihr Verkäufer-Geschwätz, vgl. :

    Der Hacker sitzt -bildlich geredet- ohnehin in “Äthiopien”. [Dr. Webbaer]
    Ich denke man darf die Sprach-Hürde nicht unterschätzen. Es gibt weltweit sehr viele fähige Betrüger im Internet. Ich denke der Umfang der Deutschsprachigen ist wesentlich geringer.
    Dass man der eigenen Bank mehr vertraut als einem System, das per Design besonders sicher sein soll, ist denke ich Gefühlssache. Der äthiopische Hacker hat zumindest noch nie versucht, meine Großmutter von einer hochriskanten Geldanlage zu überzeugen…

    MFG
    WB

  101. Bonuskommentar hierzu :

    Da die Anzahl der maximal verfügbaren BTC mathematisch begrenzt ist, ist eine Inflation praktisch nicht möglich.

    Es könnte in Sachwerte ausgewichen werden.
    Konkurrierende Kryptowährungen könnten in diesem Zusammenhang ebenfalls reüssieren.

    Wichtich (mittelniederdeutsch) hier auch die Sacharbeit, die philosophisch der Möglichkeit folgt.

    Es könnte auch so sein, dass jemand, der Kryptowährung erworben hat, im Jahr 2100, ergo : denkmöglicherweise, auf einem Haufen “Datenmist” sitzt.

    MFG
    WB

  102. @Webbär: Transaktionen

    Es ist wohl so, dass eine durchschnittliche Sparkasse Tag für Tag in etwa so viele Transaktionen bewältigt wie das gesamte Bitcoin-Netzwerk: Wie gesagt, die Blockgröße ist begrenzt und die Schwierigkeit wird so angepasst, dass das Finden einer Lösung etwa zehn Minuten dauert.

    Die Sparkasse schafft das Ganze natürlich mit einem Bruchteil des Energieaufwands.

    P.S. Was Ihre Äußerungen über mein Äußeres sollen, erschließt sich mir nicht.

  103. @ Dr. Webbaer

    Ich denke, einem von uns beiden fehlt ein Bild des ganzen.
    Ich schildere Ihnen meine Wahrnehmung – entweder Sie sind er beste digitale Sicherheitsexperte des Landes und wissen deutlich mehr als ich, oder es fehlt an grundsätzlichem Verständnis.

    Sehen wir einmal davon ab, dass heutzutage bereits jede halbwertige Website immun gegen DDos-Angriffe ist.
    Die 360.000 sind fertige Transaktionen, die verifiziert sind und historisch auf der Blockchain verewigt werden.
    Sie sagen, dass ein globales Netzwerk, das alle 10 Minuten 16 Trillionen Berechnungen vornimmt und das in etwas 130 TWh für den Betrieb benötigt, durch DDoS-Attacken angreifbar sei. Hm.
    Ich denke das war ein Kommunikationsproblem.

    Darüber hinaus reguliert sich das Netzwerk duch das Difficulty-Adjustment selbst. Siehe oben. Was passiert im Krisenfall, wenn China den Minern den Saft abdreht?
    Nichts. Das System greift nach 10 min automatisch ein und stellt die vorherige Geschwindigkeit wieder her.

    Vieles Geschriebene, von Ihnen, müsste Bull sein

    Ich bin offen für Korrekturen und bitte um persönliche Recherche.
    Je früher Sie das System verstehen, desto besser für Sie.

    Ihr Verkäufer-Geschwätz

    Hören Sie bitte auf, mich als Verkäufer zu sehen!
    Von mir bekommen Sie gar-nix! Nicht einen einzigen Satoshi!
    Wenn überhaupt, kaufe ich Ihnen Ihre BTC ab… 😉

    Es könnte in Sachwerte ausgewichen werden.

    Korrekt – vor allem Immobilien können inflationssicher sein.
    Aber ob Sie als Konzern einen Tresor im Keller aufstellen und massiv Gold einlagern, oder ob Sie in elektronisches Gold investieren, ist nicht das gleiche. Eins von beiden hat so viele Vorteile gegenüber dem anderen, dass es in Zukunft der vorrangige Wertspeicher sein wird.

    Konkurrierende Kryptowährungen könnten in diesem Zusammenhang ebenfalls reüssieren.

    Welchen Vorteil soll ein “Bitcoin 2” gegenüber “Bitcoin 1” bringen?
    Es gibt gute Gründe dafür, weshalb es “den neuen Bitcoin” noch nicht gibt (und m.E. auch nie geben kann mangels Verbesserung).

  104. @Ruf: Marktkapitalisierung

    Den Punkt mit der Marktkapitalisierung hatte ich vergessen. Silber sei vom Tisch, da BTC es überholt hätte. Kann schon sein.

    Elon Musks Tesla war an der Börse vor einigen Wochen mehr wert als die nächsten großen Autobauer zusammen. Manche nannten das eine Spekulationsblase. Das Bild hat sich wieder geändert: Tesla ist 33% von seinem Hoch im Januar entfernt.

    Die Marktkapitalisierung ist ein fiktives Konstrukt. Das hatte ich im Artikel erklärt. Hätten Sie den mal besser gelesen.

    Und wenn alle alle ihre Bitcoin auf den Markt werfen würden, ginge die Marktkapitalisierung gen null; Edelmetalle werden aber nie ganz ihren Wert verlieren, da sie z.B. auch in der Industrie benötigt werden.

    P.S. Die Vehemenz, mit der Sie hier auftreten, stimmt mich schon eher bedenklich. Was mich betrifft, können wir es auch auf sich beruhen lassen.

  105. Derart ist Vertrauen möglich, besser möglich, schmunzel :
    -> ‘Gutes Aussehen schadet dem Erfolg bekanntlich nicht.’

    Sicherlich steht insgesamt ehrliche Sacharbeit im Vordergrund, der Philosoph verbiegt sich nie.

    MFG
    WB

  106. @Stephan Schleim

    Zu den Transaktionen:
    Bitcoin ist extrem sicher, das heißt die Transaktionen sollen per Design aufwändig sein. Das System wird außerdem fortlaufend weiterentwickelt.
    2nd Layer ist genauso eine mögliche Lösung wie Batch-Zahlungen.
    Wenn Sie sich also z.B. jeden Monat den Lohn auf eine Kreditkarte überweisen würden und für Ihre monatlichen Einkäufe das höhere Risiko der Karte in Kauf nehmen, dann ist die Geschwindigkeit des Netzwerks bereits jetzt ausreichend.

    Silber: Sie können diese wie auch alle anderen meiner Behauptungen gerne prüfen. Google hilft da schnell weiter.

    Dass Tesla eine Blase war/ist steht denke ich außer Frage. Interessanterweise gibt es eine deutliche Korrelation zwischen dem Wertverlust der Aktie und Elon Musks Bitcoin-kritischen Äußerungen. Es wirkt fast als ob er sich die Kundschaft vergrault hätte…

    Ob Sie die Marktkapitalisierung als fiktiv oder real sehen sagt denke ich mehr über Ihre Wahrnehmung aus als über die Kursentwicklung.
    Zumindest hat sich die Theorie, von der ich die ganze Zeit rede, bisher finanziell mehr als gelohnt.

    Gold im Falle eines globalen Strom- und Internetausfalls an einen Halbleiter-Hersteller zu verkaufen dürfte schwierig sein. Da hoffen wir mal, dass in der Apokalypse der Beruf des Goldschmieds nicht untergeht.

    Zu den Bedenken (und m.E. falschen Rückschlüssen), die Sie geäußert haben, habe ich bereits Stellung genommen. Fragen sind willkommen, ich habe dem ansonsten nichts Produktives hinzuzufügen.

    Die Vehemenz, mit der ich auftrete, ist auf Erfahrung und Erfolg zurückzuführen.
    Bedenklich sollte Sie das nicht stimmen, aber zumindest vorsichtig, wenn es um das Thema Finanzen geht.
    Es steht Ihnen frei, in Zukunft den gleichen Erfolg zu haben.

    …Davon abgesehen ist es natürlich schön, treue Fans zu haben.
    Wobei mir gerade auffällt, dass Dr. Webbaer gar nie zu meiner Behauptung Stellung genommen hat, er sei tatsächlich ein 20-jähriges, blondes Mädchen, das im Web anonym auf der Suche nach BTC-Millionären sei.
    Das stimmt mich wiederum bedenklich…

  107. Realwirtschaft versus Finanzwirtschaft
    Zitat Stephan Schleim, aufgegriffen von Martin Ruf:

    Elon Musks Tesla war an der Börse vor einigen Wochen mehr wert als die nächsten großen Autobauer zusammen. Manche nannten das eine Spekulationsblase. Das Bild hat sich wieder geändert: Tesla ist 33% von seinem Hoch im Januar entfernt.

    Das würde ich eine Übertreibung nennen (Irrational exuberance). Doch hinter der Übertreibung stecken nachvollziehbare Gedankengänge: Tesla kann tatsächlich zur dominierenden Automarke werden, wenn es in 15 Jahren nur noch Elektroautos gibt und Tesla mehr als 20% aller Auto überhaupt verkauft. Mit andern Worten Tesla gehört zur Realwirtschaft. Es werden Güter verkauft und eine Firma die das erfolgreich und global tut, die wird nicht einfach von einem Tag auf den anderen verschwinden.

    Bitcoin dagegen ist in einem ganz anderen Bereich angesiedelt. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen wie man den zukünftigen Wert von Bitcoin voraussagen und prognostizieren will. Es bleiben rein psychologische, politische und soziale Kriterien – also nichts Handfestes.
    Mir scheint: Bitcoin könnte von einem auf den anderen Tag von der Bildfläche verschwinden. Einfach etwa, weil immer mehr Staaten seine Verwendung unterbinden.

  108. @Martin Holzherr
    Bitcoin ist bisher von einer Idee, die keine globale Adoption kannte, über die weltweite Adoption von kleinen Privatanlegern bis zur beginnenden Insitutionellen Adoption gewachsen.
    Als nächstes wäre die volle Institutionelle Adoption und die Staatliche Adoption, wie sie z.B. im Iran und in anderen Ländern bereits ihren Anfang nimmt.

    Der vorrangige Nutzen/Vorteil besteht in der Inflationssicherheit – siehe oben.
    Ein Konzern, der auf 5 Jahre gesehen mit 20 % Kaufkraftverlust rechnen muss, muss entweder aggressiv wachsen oder das Betriebsvermögen inflationssicher anlegen. Dazu eignen sich Aktien, Immobilien, Gold oder eben BTC – wobei letzterer per Design wesentliche Vorteile bietet.

    Die wachsende Nutzung als Inflations-Hedge ist messbar: BTC ist aktuell auf dem Niveau von Silber und kann die nächsten Jahre das Niveau von Gold erreichen. Würde BTC unendlich wachsen und der einzige, global genutzte Wertspeicher werden, wäre (Stand heutige globale Wirtschaftsgröße, soweit messbar) mit einem Kurs von ~ 100 mio € /BTC zu rechnen. Das wäre also z.B. der theoretische Höchststand.

    “Nichts handfestes” -> Bedenken Sie die Infrastruktur, die an sich einen Wert hat. Spezialisierte Hardware und der aufgewendete Strom stellen einen greifbaren Gegenwert dar.

    Politisch wurde schon mehrfach versucht, BTC zu verbieten. Zuletzt vor 1 Monat in der Türkei, wo die Inflation der Lira zur Zeit durchbricht.
    Im Ergebnis nimmt die Zahl der türkischen Nutzer stabil zu.
    Das Verbot ist nicht durchsetzbar. Ein sehr vereinfachtes Beispiel:
    Ich werde jeden Monat in Lira bezahlt. Also überweise ich das Geld an ein ausländisches Bankkonto, wo die Lira in BTC umgetauscht werden. Ich muss mein Vermögen also nicht in der Fiat-Währung halten.
    Es gibt zahllose weitere Möglichkeiten, staatliche Eingriffsmöglichkeiten zu umgehen. Gerade hier gewinnt die Unpfändbarkeit von BTC an Bedeutung.

  109. @ Martin Ruf

    “Interessanterweise gibt es eine deutliche Korrelation zwischen dem Wertverlust der Aktie und Elon Musks Bitcoin-kritischen Äußerungen. Es wirkt fast als ob er sich die Kundschaft vergrault hätte…”

    Sie sollten sich die Daten nochmal genauer ansehen.

    Die negative Äußerungen von Musk zu Bitcoin waren am dem 13. Mai. Die Tesla-Aktie hatte vorher bereits verloren und seit dem sogar einen kleinen Anstieg.

    Wenn es hier tatsächlich eine Kausalität gibt, dann wäre diese anders herum. Zum Beispiel: Musk kritisiert Bitcoin und lenkt damit von den Kursverlusten bei Tesla ab. (Ich behaupte nicht, dass dies tatsächlich Musk Intention gewesen ist.)

  110. @libertador
    Korrekt. Seine (inzwischen gelöschten) Tweets an Michael Salyor hatten aber auch bereits vorher schon zu Unstimmigkeiten geführt.
    Interessanterweise fällt der Tiefpunkt genau auf den Zeitpunkt, in dem er “Tesla has diamond hands” getwittert hatte.

    Dass der Kurs insgesamt fällt liegt m.E. ironischerweise genau an der Umwelt-Thematik: Die bisher stärksten Einnahmen durch den Verkauf von Umweltzertifikaten fallen weg. Die Zukunft bleibt spannend.

  111. @ Martin Ruf

    Ich will Ihnen gerne glauben dass Sie von Ihrer Sache überzeugt sind. Allein schon deswegen, weil Sie scheinbar unter ihrem Klarnamen „unterwegs“ sind, was ich Ihnen, zumal es um viel Geld geht, nicht empfehlen würde. Es gibt zu viele „Spitzbuben“.

    Ich persönlich würde auch am ehesten an die Mathematik glauben, wenn es darum geht, beim grundlegenden Geldproblem, dass ein Gerechtigkeitsproblem ist, zu einer vernünftigen Lösung zu kommen.

    Allerdings gibt es ein „Transparenzproblem“ beim Bitcoin, wo doch heutzutage Transparenz, der „gläserne Kasten“, sehr wichtig ist. Man macht es sich zu leicht, wenn man es unterstützt wenn Private sich einfach ihr “eigenes Geld schöpfen”.

    Im US-Staat Minnesota gab es vor einiger Zeit das Problem, dass ein Mann sein „Finanz Problem“ kurzerhand mit (falschem) „Privatgeld“ lösen wollte, was ihm letztlich das Leben gekostet hat, weil ein Polizist nicht ganz sachkundig gehandelt hat. Das Problem könnte durchaus zu einem Bürgerkrieg eskalieren.

    „Reiche“ die ihr Vermögen ohne „natürliche Inflation“ über die Zeit bringen wollen, plagen ähnliche Probleme. Auch die fanden im „Privatgeld“ (Bitcoin) eine ganz tolle Lösung, wie es zumindest scheinen könnte.

    Die „Gesellschaft“ ist an Transparenz interessiert, in erster Linie wie einer sein Geld oder seine Bitcoin erworben hat, zumal es einen Unterschied macht, ob einer im Bergwerk geschuftet, Rauschgift verhökert hat, oder korrupt war.

    Genau um Intransparenz zu schaffen, dient der Bitcoin und deswegen schafft er sich viele Feinde.

    Für mehr Gerechtigkeit taugt er nicht, weil der Ressourcenverbrauch für den „Alltagsgebrauch“ weitaus zu groß ist, die Kriminalität zu unterstützen, ist nicht im Sinne der Gesellschaft.

    Es dürfte sich genau so verhalten wie Herr @ Holzmann meint: „Es bleiben rein psychologische, politische und soziale Kriterien – also nichts Handfestes.
    Mir scheint: Bitcoin könnte von einem auf den anderen Tag von der Bildfläche verschwinden. Einfach etwa, weil immer mehr Staaten seine Verwendung unterbinden.“

    Nach seinem „Ende“ wird man den BTC, sein Umfeld als Schneeballsystem sehen.

    Es sind fast immer so etwas wie „äthiopische Hacker“ die nicht verfolgt werden können, die alte Leute abzocken (Heiratsschwindel, Enkeltrick,…).

    Dass Elon Musk wegen seiner Bitcoin-kritischen Äußerungen Kundschaft vergrault haben könnte die z.B. für Sonderausstattung mit BTC Schwarzgeld zahlen wollten, könnte ich nachvollziehen.

    Dass der Iran und vermutlich auch andere Staaten im BTC eine Möglichkeit sehen, den Ami Sanktionen zu entgehen, das kann ich gut verstehen, aber die Amis dürften nicht sehr begeistert darüber sein.

    Konzerne und Anleger die gemäß den Konzepten der Realwirtschaft (Güterproduktion, Arbeitsplätze, Steuern, …) ihr Geld erwirtschaften, verdienen unseren Respekt. Bei Ihnen ist das Kapital in besten Händen.

    Bei den „BTC Schöpfern“ eher nicht….

  112. @Ruf: Fiktionen

    Wenn es Ihnen nicht zu denken gibt, dass die Marktkapitalisierung eines Guts binnen Wochen mal +100% und dann wieder -50% ist, dann kann ich Ihnen auch nicht helfen. Sie hängt eben davon ab, was zu einem bestimmten Zeitpunkt jemand für einen Anteil zu zahlen bereit ist – und das ändert sich permanent. In diesem Sinne ist es eine “Fiktion”.

    Gold im Falle eines globalen Strom- und Internetausfalls an einen Halbleiter-Hersteller zu verkaufen dürfte schwierig sein.

    Das wird mir jetzt echt zu blöde: Wenn Sie kein Internet haben, können Sie z.B. ein Brot nicht mit BTC bezahlen (davon abgesehen, dass das sowieso sehr umständlich, langsam und teuer wäre). Mit Bargeld oder Edelmetallen schon – und der Bäcker wird im Zweifelsfalle eher auf ein paar Tausend Jahre Erfahrung vertrauen, dass Edelmetalle immer einen Wert behielten, als auf ein Versprechen, später vielleicht ein paar Zahlen auf der Blockchain gutgeschrieben zu bekommen.

    P.S. Werfen Sie mir zudem nicht vor, “apokalyptische Szenarien” zu verbreiten, wenn Sie selbst von finanziell zusammenbrechenden Staaten sprechen. Schon klar: Wenn es ein Argument für Sie ist, dann ist es zulässig; ist es ein Argument gegen Sie, dann ist es Schwachsinn. Wieder einmal.

  113. @Eletkroniker
    Hinter Anonymität versteckt es sich leicht.
    Ich habe nichts zu verheimlichen und stehe zu meiner Meinung.
    Das mag naiv klingen, aber ich bin mir recht sicher, dass ich denjenigen, welche die nötigen Fähigkeiten dazu hätten, gar kein Motiv biete.

    Das Transparenzproblem, von dem Sie schreiben, sehe ich tatsächlich als Stärke.
    Führen wir uns den Sachverhalt vor Augen:
    – Als Privatmensch könnte ich mit Krypto viel Geld verdienen, wenn ich es 10 Jahre halte und irgendwann Gewinne mitnehme. Da BTC keine Währung ist, sind Gewinne aus der Investition steuerfrei, wenn ich sie länger als 1 Jahr halte. Es gilt das FiFo-Prinzip, es wird also immer das zuerst gekaufte wieder verkauft bei der Berechnung der 1-Jahres-Frist.
    Wenn ich stattdessen Daytrading betreibe und regelmäßig Auf- und Verkaufe, nutze ich i.d.R. eine Börse. Um entsprechendes Handelsvolumen zu haben gilt kyc, die Börse kennt mich also beim Namen und hat meinen Ausweis.
    Damit ist es fürs Finanzamt nicht schwer, auf einen Schlag sämtliche Steuersünder zu fangen. Das wird der Regelfall sein.
    – Als Firma bzw. als Konzern habe ich besondere Aufzeichnungspflichten. Das heißt ich muss der Steuerbehörde nachweislich melden, wie viel BTC ich besitze und welche Wallets mir gehören. Sobald eine Gewinnrealisierung stattfindet, geht auch die Besteuerung nicht unter.
    Selbst wenn ich fieserweise Gewinne unterschlagen würde – die Transparenz der Blockchain macht es dem Amt sehr einfach, Bewegungen zu erkennen.

    Trotzdem sind die Konten vor Pfändung sicher. Es kann also keine Enteignung stattfinden, wie wir sie zuletzt vor knapp 100 Jahren hatten.

    Die Möglichkeiten der Verschleierung sind nicht so zahlreich wie es in den Medien gerne so frei proklamiert wird. Aus offensichtlichen Gründen gehe ich nicht auf diese Möglichkeiten ein – wie aber bereits schon weiter oben erwähnt werden diese (noch) nicht gestopften Schlupflöcher nicht zur Verarmung des Staates führen.

    Wenn eine Währung zum Rauschgifthandel und für allerlei andere unziemliche Geschäfte verwendet wird und der Staat keine Möglichkeit zum Nachvollziehen hat, ist das tatsächlich ein Problem.
    Deshalb wird für Verbrechen ja auch fast ausschließlich so ein nicht nachvollziehbares Zahlungsmittel verwendet: Das Bargeld.
    Zu behaupten, durch BTC hätte sich der kriminelle Zahlungsverkehr vereinfacht, ist schlichtweg nicht korrekt. Das FBI hat bekannterweise bereits mehrfach erfolgreich eingegriffen, indem zeitnah Zahlungsflüsse an der Blockchain verfolgt wurden – diese sind ja für jeden einsehbar.

    Dass man Rechenschaft über seine Gewinne ablegen muss dürfte keinen überraschen. Eine entsprechende private Protokollierung der eigenen Transaktionen macht deshalb Sinn.

    Für mehr Gerechtigkeit taugt er nicht, weil der Ressourcenverbrauch für den „Alltagsgebrauch“ weitaus zu groß ist

    Das hört sich mehr nach einem Wiederholen von dem was Sie gehört haben an als nach Ihrer eigenen Meinung. Deshalb die Frage:
    Wie viel Energieverbrauch pro Transaktion ist in Ordnung?
    Wissen Sie, wie viel Strom das globale Bankennetz verbraucht und wie viel Strom BTC im Vergleich dazu benötigt?

    Hier lohnt ein Zitat von Michael Salyor:

    99.97% of the world’s energy (in USD) is devoted to powering a mixture of technologies with an energy intensity of ~10% while the remaining 0.03% powers the Bitcoin network with an energy intensity of ~1%. Bitcoin is environmentally friendly & technically efficient. Energy intensity is quantity of energy per unit output. The value of a network hosting a trillion dollars is hundreds of billions per year, secured by energy that cost billions per year (e.g. 1%). As BTC increases & the network scales, energy intensity should improve to 0.10%. Since Bitcoin runs on stranded energy at the edge of the grid and acts as a global battery for otherwise idle generation facilities, it recycles wasted energy, mitigates capital destruction, & provides a mechanism to commercialize clean, renewable energy wherever we may find it.

    Nach seinem „Ende“ wird man den BTC, sein Umfeld als Schneeballsystem sehen.

    Ich kann verstehen, wenn man Angst vor Neuem hat.
    Ihre Meinung, dass BTC nichts handfestes sei, kriminelle Machenschaften fördert und Kapital schlecht darin investiert ist, teile ich nicht.
    Zum jetzigen Zeitpunkt teilen 2.169 Konten mit > 1.000 BTC, 16.063.000 Konten mit > 100 BTC und 146.312.000 Konten mit > 1 BTC Ihre kritische Sicht nicht.
    Hinzu kommen die zahllosen “Kleinanleger”. So viel zu Thema “fehlende Transparenz”.

  114. @ Schleim

    Es freut mich, dass Ihnen die Volatitlität zu denken gibt. Dann kommen Sie vielleicht bald an den Punkt, an dem aus den vielen Fragen, die Sie aufwerfen, Antworten werden.

    Wir sind noch lange nicht am Ende der Entwicklung angekommen sondern haben Mitte 2020 mit der Institutionellen Adoption begonnen. Die relative Volatitlität hat bereits abgenommen. Mit steigender Adoption rücken die Verschiebungen durch Trading und Spekulationen in den Hintergrund.

    Sie hängt eben davon ab, was zu einem bestimmten Zeitpunkt jemand für einen Anteil zu zahlen bereit ist – und das ändert sich permanent. In diesem Sinne ist es eine “Fiktion”.

    Diese Annahme ist nicht vollständig.
    Durch das Aufsetzen vieler Short-Positionen oder eben durch die massenhafte Liquidierung von Long-Positionen wird der Preis stark nach unten getrieben, ohne dass massenhaft BTC-Besitzer aussteigen. Preisfindung ist nicht nur Kauf und Verkauf sondern (zur Zeit noch) Spekulation.

    Ich habe den Eindruck, Sie sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht.
    Statt der täglichen Kursentwicklung möchte ich Sie bitten, einmal die langfristige Preisentwicklung zu betrachten. Dazu reicht (wie bereits gesagt) ja schon dieses und letztes Jahr: Bereits jetzt ist jemand, der Anfang 2020 eingestiegen ist, massiv im Plus.
    Je weiter wir zurück gehen, desto drastischer die positive Veränderung.
    Damals gilt wie heute: Wer in Zeiten der Unsicherheit investiert, fährt die größte Ernte ein.

    Auch bei den Endzeit-Szenarien möchte ich Sie bitten, genauer zu lesen.
    Ich habe von zwei Szenarien gesprochen:
    a) Wenn die Währung zusammenbricht bzw eine starke Inflation eintritt, helfen Gold, Immobilien und BTC als Schutz vor der Entwertung. In diesem Fall werde ich es wesentlich einfacher haben, eine digitale Währung einzutauschen, als beim Bäcker Goldbarren zu raspeln. Aber hier schenken sich die beiden nicht viel.
    Dass es zur Hyper-Inflation kommt ist kein Endzeit-Szenario, sondern heute in vielen Staaten Weltweit aktuell – der € und der $ befinden sich bereits in einer gefährlichen Abstiegsspirale. So übertrieben das für Sie klingen mag – es ist realistisch, keine Schwarzmalerei.
    b) Sie sagten anfangs, BTC erfordere Internet und Energie.
    Wenn bei uns in Zentral-Europa beides wegbricht, haben wir noch ganz andere Probleme. Wie heben Sie ohne Elektrizitzät Geld ab? Wie kommunizieren Banken ohne Internet untereinander um Abhebungen überhaupt zu ermöglichen?
    Zu sagen “wenn das beides ausfällt, habe ich immer noch Goldbarren im Keller!” hört sich nach keiner Langzeit-Lösung an. Fahren Sie dann mit der Raspel zum Bauern und schaben 10 Gramm Goldstaub für einen Sack Kartoffeln? Ich denke die Überlegung “was tun wenn Internet und Strom wegbrechen” ist ad absurdum – deshalb auch die offensichtliche Überspitzung.
    Ich denke daran, nächstes mal Ironie klarer erkennbar zu machen.

    Wenn es ein Argument für Sie ist, dann ist es zulässig; ist es ein Argument gegen Sie, dann ist es Schwachsinn.

    Bringen Sie bessere Argumente um Ihre Aussagen zu untermauern, dann hören sie sich weniger nach “Schwachsinn” an.
    Ich hinterfrage nicht die Gründe, die Sie anbringen, sondern ergänze Ihre Ansicht um weitere Infos, die Sie entweder vorher nicht kannten oder nicht berücksichtigt haben.
    Sie können es mir ja sehr gerne gleichtun und meine Argumente unter Angabe neuer Erkenntnisse widerlegen, die ich dabei nicht berücksichtigt hatte.

    …oder Sie können sich persönlich angegriffen fühlen und beleidigt sein. Das steht Ihnen natürlich genauso frei zur Auswahl.

  115. Transaktionen sind wichtich (mittelniederdeutsch), gelangen sie zeitnah nur unzureichend zur Austragung, sieht es mau aus, denn genau so sind Denial of Service-Attacken zu erwarten.
    Hier, musste Dr. W ein wenig schmunzeln :

    Die 360.000 [1] sind fertige Transaktionen, die verifiziert sind und historisch auf der Blockchain verewigt werden.
    Sie sagen, dass ein globales Netzwerk, das alle 10 Minuten 16 Trillionen Berechnungen vornimmt und das in etwas 130 TWh für den Betrieb benötigt, durch DDoS-Attacken angreifbar sei. Hm.
    Ich denke das war ein Kommunikationsproblem.

    Wegen Geschwätz.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer

    [1]
    Pro Tag (‘Ich meine, dass aktuell ca. 360.000 Transaktionen pro Tag möglich sind.’ [Ruf]) und effing wenig.

  116. PS :

    An sich gut, derartige Krypto-Währungen, diese Einschätzung des Schreibers dieser Zeilen soll nicht untergehen.

  117. Lassen Sie derartige Scheiße mal sein, danke, Herr Ruf :

    …oder Sie können sich persönlich angegriffen fühlen und beleidigt sein. Das steht Ihnen natürlich genauso frei zur Auswahl.

    Hier sind Gentlemen am Start.

  118. @Ruf: Crash

    Wie heben Sie ohne Elektrizitzät Geld ab?

    Gar nicht. Deshalb hält, wer von einem Crash des Systems ausgeht, Bargeld (Cash) und/oder Edelmetalle zur Verfügung. Darüber schrieb ich ja gerade.

    Auch Ihre unqalifizierte Bemerkung übers Gold zeigt einmal mehr, dass Sie von den BTC-Alternativen nichts verstehen, sich damit offenbar nicht einmal ansatzweise beschäftigt haben. Mich überzeugt das nicht.

    Jedem das Seine. Und mir jetzt gerne meine Ruhe. 😉 Jeder kann hier, bei Bedarf, nachlesen und seine eigenen Schlüsse ziehen.

    P.S. Bargeld ist nicht nur eine Rücksversicherung gegen den Stromausfall bzw. Netzwerkprobleme, wie ich sie hier (Niederlande) schon mehrmals miterlebt habe, sondern gegen den Bank Run, den es in der letzten Finanzkrise in verschiedenen EU-Ländern gegeben hat.

  119. @Dr Webbaer

    Mofo sind Sie schon, Herr Ruf.
    Vieles Geschriebene, von Ihnen, müsste Bull sein
    Ihr Verkäufer-Geschwätz

    Sie lesen Vieles nicht gut und werfen ständig Dinge durcheinander.
    Stehen Sie wirklich auf dem Schlauch oder tun Sie nur so?
    Sie scheinen da ja besondere Qualitäten zu besitzen
    Das wird mir jetzt echt zu blöde

    Wie Sie zwischenzeitlich gelesen haben gebe ich mir Mühe, Argumente sachlich, strukturiert und möglichst verständlich zu vermitteln.

    Herr @Holzherr war bisher der einzige, der m.E. ein strukturiertes, durchdachtes Gegenargument eingeworfen hat – die meisten anderen Anmerkungen waren schlichtweg auf fehlendes Wissen zurückzuführen.

    Die langfristige Entwicklung von BTC, die ich mehrfach und facettenreich ausgeführt hatte, wird (zumindest so meine Wahrnehmung) ignoriert.
    Stattdessen stützt sich Herr Schleim auf die beiden Paraden “Volatitlität ist schlecht!” und “Edelmetalle sind besser wegen Stromausfällen!”
    Entweder ich sehe die Argumente und neuen Erkenntnisse nicht, durch die der Austausch dadurch bereichert wird, oder sie sind schlichtweg nicht da.
    Deshalb bitte ich um Verständnis für die meine wenig subtile Verärgerung über die m.E. wenig geistreichen und mehr emotional wirkenden Antworten.

  120. @ Ruf

    Zitat: „Stattdessen stützt sich Herr Schleim auf die beiden Paraden “Volatitlität ist schlecht!” und “Edelmetalle sind besser wegen Stromausfällen!”

    Diese Argumente treffen für die meisten kleinen Anleger die einen sicheren „Notgroschen“ wollen zu. Die möchten möglichst einen halbwegs sicheren kleinen Zins und im Krisenfall ein Tauschobjekt um vom Bauern Lebensmittel zu erwerben. Meine Mutter konnte im letzten Krieg bei einem Bauern alte Münzen von der Oma gegen Kartoffel und Kraut eintauschen.

    Ein ehemaliger Kollege meinte, für eine Goldmünze bekäme man immerhin vom Bauern eine Schweinehälfte, wobei ich mich gefragt habe, wo er den Strom für die Kühltruhe her nimmt?

    Wertpapiere konnte man sich wenigstens aufs Klo hängen, BTC nicht einmal das.

  121. @Elektroniker
    Aus gegebenem Anlass kann ich die Angst vor dem fehlenden Toilettenpapier völlig nachvollziehen. Da schwächelt der BTC.

    Hm. …haben Sie denn ein Tablet?

  122. @ Ruf

    Zitat: “Bereits jetzt ist jemand, der Anfang 2020 eingestiegen ist, massiv im Plus.
    Je weiter wir zurück gehen, desto drastischer die positive Veränderung.“

    Das ist doch genau das Problem. Mit einem lächerlichen Einsatz konnte man schöne Gewinne machen, Verluste waren nicht relevant.

    Es ist Vergangenheit, man kann ihr höchstens nachweinen.

    Jetzt ist alles ausgereizt, man kann Unsummen verlieren, den letzten beißen die Hunde…

  123. @Elektroniker
    2015: “Ach wäre ich doch 2010 eingestiegen!”
    2017: “Ach wäre ich doch 2015 eingestiegen!”
    2019: “Ach wäre ich doch 2017 eingestiegen!”
    2021: “Ach wäre ich doch 2019 eingestiegen!”

    Wie Sie trotz der massiven Adoption zur Zeit zu dem Schluss kommen, dass das Wachstumspotenzial ausgeschöpft ist, kann ich nicht ganz nachvollziehen…

  124. @ Ruf

    Es geht natürlich um den Stromverbrauch beim „Schürfen“. Beim Gold leben zumindest Bergarbeiter davon und Gold ist nützlich.

    Bei den BTC sind die „gelösten mathematischen Rätsel“ vermutlich sinnlos, aber es wird CO2 in die Luft geblasen…

  125. @ Ruf

    Die Relation „Gewinn/Einsatz“ wird immer schlechter, das System gerät bestenfalls in eine „Sättigung“.

    Ich vermute eher, irgendwann ist alles futsch, nichts lebt ewig…..

  126. Ich denke an die Gans, die jeden Morgen aufwacht und denkt: Ah, da geht sie wieder auf, die Sonne, dieser große organgerote Ball… und dann kommt jemand und bringt Futter…

    …und eines Tages ist Weihnachten – und der Futterbringer dreht ihr den Hals um und sie landet im Backofen und später beim Weihnachtsdiner.

    (Will sagen: Induktionsproblem; wenn man die Zukunft so einfach aus der Vergangenheit vorhersagen könnte, wären wir alle Millionäre; Beispiel so ähnlich bei Bertrand Russel, mit einem Truthahn.)

  127. Hmm, all die schlechten Nachrichten aus China über die weitere Regulierung von Kryptowährungen…

    …und jetzt macht die US-Notenbank auch noch mit: Veröffentlicht mehr über den digitalen US-Dollar und die Risiken von Kryptowährungen. Wer will schon das Finanzsystem fragmentieren?

    Ob das mal gut geht! 🤔 😂

  128. @ Elektroniker
    Komplexität = Sicherheit.
    Sehen Sie sich mal thesunexchange [dot] com an.
    Darüber hinaus werden heutzutage viele Mining-Farmen an “Energie-Inseln” aufgestellt: Dort, wo sich die Energiegewinnung aufgrund des Transportverlusts nicht lohnt, werden BTC-Miner aufgestellt, die per Satellit ans Internet angebunden sind.
    Das gilt z.B. auch für “unreines Gas” in Afrika. Das natürlich auftretende Gas ist nicht hochwertig genug für die industrielle Verarbeitung, deshalb wird es buchstäblich direkt in die Atmosphäre gelassen. An diesen Orten entstehen zur Zeit Mining-Farmen, die mit Turbinen das schädliche Gas verwerten und Teil der BTC-Blockchain sind.

    Die Relation „Gewinn/Einsatz“ wird immer schlechter, das System gerät bestenfalls in eine „Sättigung“.

    Wir befinden uns in der fortlaufenden Entwicklung, in der BTC immer wertvoller wird und die Belohnungen für Miner als Ausgleich immer niedriger werden müssen. Sonst würde ein Ungleichgewicht zwischen den Nutzern und den Minern entstehen. Sehen Sie sich Dogecoin an: Kein Mensch betreibt Mining, weil es sich nicht lohnt. Hier hat der spekulative Handel die Überhand gewonnen. Deshalb erthält BTC per Design ein automatisches Gleichgewicht. (Dieses Design lässt die Spaßwährung Dogecoin vermissen – wie auch viele andere Merkmale, die BTC als Wertspeicher auszeichnen)

    Am Ende der Entwicklung gibt es keinen Block-Reward mehr (der ja praktisch ein Bonus ist, keine prozentuale Gegenleistung), sondern nur noch die Transaktionsgebühren. Mining wird sich also immer lohnen, wenn auch heute nicht mehr so extrem wie in den ersten paar Jahren seit der Entstehung.

    @ Schleim
    Na dann schmeißen Sie mal wahlweise das Feuer oder den Induktionsherd an, wenn Sie damit rechnen, dass Weihnachten vor der Tür steht.

    Es wird Ihnen niemand zum Vorwurf machen, in der Vergangenheit die Zukunft nicht gekannt zu haben. Trotzdem fällen wir heute Entscheidungen aufgrund dessen, was wir in der Vergangenheit gelernt haben.

    Die “weitere Regulierung” und den “digitalen Dollar” sehen Sie als BTC-kritisch. Dabei übersehen Sie völlig, dass das genau die Schritte sind, mit denen in der weiteren Entwicklung und fortlaufenden Adoption von BTC zu rechnen ist.

    Die Staatliche Adoption läuft wie folgt ab:
    BTC wird ignoriert -> BTC wird in den Medien verteufelt -> BTC wird politisch verboten -> dem Staat fällt auf, dass ein Verbot praktisch nicht umsetzbar ist -> der Staat versteht BTC und betreibt selbst Mining -> die Wertschöpfung wird als Staatliche Kapitalrücklage “eingelagert”

    Genau diese Entwicklung hat im Institutionellen Sektor bereits stattgefunden. 2 Beispiele:
    Januar 2019. Goldman-Sachs schreibt in den Arbeitsverträgen, dass der Besitz/Handel mit BTC ein sofortiger Kündigungsgrund ist. Michael Salyor bezeichnet BTC als wertloses Hirngespinst.
    Februar 2020. Goldman Sachs bietet BTC als Bonuszahlungen für besondere Leistungen für Angestellte an. Michael Saylor leitet eine globale Fortbildung für 1.800 Top-Manager zu der Frage, wie ich organisatorisch, rechtlich und sicher mein Firmankapital von $ auf BTC übertrage.

    Was Sie bisher kommentiert haben, lässt sich leider alles als FUD zusammenfassen.
    In BTC-Kreisen würde man sagen “HFSP”.

    Freundliche Grüße,
    die fette Gans, von der alle glauben, dass sie nicht fliegen kann

  129. Ja, gut, sorry, Herr Ruf, irgendwie nerven Sie, aber dies ist auch Ihr gutes Recht.

    Damit bleibe ich unhappy :

    Die 360.000 sind fertige Transaktionen, die verifiziert sind und historisch auf der Blockchain verewigt werden.
    Sie sagen, dass ein globales Netzwerk, das alle 10 Minuten 16 Trillionen Berechnungen vornimmt und das in etwas 130 TWh für den Betrieb benötigt, durch DDoS-Attacken angreifbar sei. [Ihre Nachricht]

    Denn es fällt leicht sich hier Angriffe auszudenken, denn 360.000 mögliche Transaktionen pro Tag sind sehr wenig; gab es schon derartige Angriffe, wie wurde reagiert?

    Es ist ja OK, jemanden hier zu haben, der mit Kryptowährungen durchaus happy ist und Erfahrung hat; dachten Sie beim Einstieg seinerzeit nicht auch, dass 1.) breite Akzeptanz entstehen muss und 2.) “Bitcoin-2” (das keine Vorteile, keine besonderen neuen Leistungsmerkmale aufweisen muss, einfach nur sozusagen nur da sein kann und den Erfolg von Bitcoin gefährden würde) [1] kommen kann, wobei beides anfänglich (“Ex ante”) nur sehr schlecht zu beurteilen war?

    MFG
    WB

    [1]
    Es gibt ja mittlerweile hunderte Kryptowährungen, die aber dennoch Bitcoin nicht das Wasser abgraben konnten, nun, heute, weiß man es.

  130. Die Volatilität ist sozusagen atemberaubend :

    -> https://www.finanzen.net/devisen/bitcoin-dollar-kurs (“Intraday”, vgl. auch mit “Max”, jeweils sind Schaltflächen in der Visualisierung gemeint)

    Hier :

    -> https://coinmarketcap.com/de/

    … ist insbesondere die Marktkapitalisierung zu beachten, die bei weitem nicht ausgereizt scheint (versus ‘Jetzt ist alles ausgereizt, man kann Unsummen verlieren, den letzten beißen die Hunde…’, Kommentatorenfreund ‘Elektroniker’) – mit dem Gegenargument des Umweltschutzes, das den Verbrauch elektrischer Energie meint, weil “ohne Web auch kein Bitcoin”, das gerne angeführt wird, kürzlich auch von Dr. Jaeger (“Scilogs”), kann Dr. Webbaer nichts anfangen.

    MFG
    WB

  131. @ Dr. Webbaer

    Es steht Ihnen frei, genervt zu sein. Wie gesagt gehe ich davon aus, dass es Leute gibt, die sich über die Informationen und Antworten freuen.
    Nun zu Ihren Fragen, die mich nicht nerven:

    Es ist aufwändig, ein mathematisches Rätsel zu lösen, aber es ist sehr einfach, eine gefundene Lösung zu prüfen.
    Stellen Sie sich vor, sie stehen vor Ihrer örtlichen Sparkasse und schreien “ich bin Millionär!” – diese Falschaussage zu ignorieren kostet das System keine Energie.
    Die gleiche Situation haben wir, wenn 10 mio Webbäre vor der Sparkasse das schreien anfangen würden.
    Wenn Sie stattdessen mit einem gefälschten Scheck in die Bank laufen, wäre eine Überforderung denkbar. Hier ist aber die Größe des Systems der beste Schutz: Es würde Unsummen kosten, 10 mio gefälschte Schecks zu erstellen, mit dem Auto 10 mio Leute zur Bank zu fahren und die Bearbeitungsgebühr zu bezahlen (auch wenn diese aktuell noch vergleichsweise gering ist).
    Durch die einfache “Bombardierung” mit falschen Lösungen lässt sich das System nicht stoppen. Wie oben auch schon mehrfach erwähnt: Es ist sehr leicht, sich vor DDoS-Attacken zu schützen.
    Intelligentere Angriffe gehen mit derart hohem Aufwand einher, dass es sich niemals lohnen wird, so einen astronomischen Aufwand zu betreiben. Man bedenke, dass die Designer der Lösungen, die in BTC geflossen sind, Fachleute auf dem Gebiet sind und genau diese Probleme bereits vor langer Zeit gelöst haben – derartige Schutzkonzepte sind älter als BTC selbst, der ja zahlreiche Ideen und Systeme in sich vereint.
    An dieser Stelle möchte ich Sie bitten, sich selbst in die Thematik einzulesen. Dann erübrigen sich denke ich einige Bedenken und Unklarheiten, die Sie gerade noch haben.

    Zu Ihren weiteren Fragen:
    Wann sprechen Sie persönlich von globaler Akzeptanz?
    Jemand der bei 1 € eingestiegen ist kann genauso wie jemand der bei 1.000 € eingestiegen ist von einer globalen Adoption sprechen.
    Meiner Ansicht nach bestand zum Zeitpunkt meines Einstiegs bereits globale Akzeptanz. Ob Sie diese heute genauso sehen, oder ob sie sagen “das muss nicht noch bewähren”, wird Ihre Meinung zum Thema formen.
    Für mich persönlich war und ist die Antwort eindeutig.

    Zu Bitcoin 2:
    Machen Sie sich die Historie bewusst: Die Nachteile unseres Kredit-basierten Finanzsystems, der staatlichen Kontrolle einer Währung (wegen Mismanagement, nicht wegen Kriminalität, auch wenn die Medien das gerne anders darstellen) und die großen Nachteile eines Wertspeichers wie z.B. Gold waren auch schon vor 20 Jahren bekannt.
    Deshalb entwickelt man Konzepte, Ideen und Patente, die jeweils ein Problem lösen sollen. Schließlich kommt der Durchbruch: Eine Lösung wird präsentiert, die zahlreiche Ideen und Vorschläge anderer findiger Leute zusammenfasst.
    Unter Wissenschaftlern (ich vermeide den Begriff Computer- und Mathematik-Nerds) verbreitet sich die Idee rasend schnell. Da es sofort genügend Beteiligte gibt und die anfänglichen Schöpfer das Problem der Marktkontrolle klar erkannt haben, gibt es neimanden, der mehr als 1% der vorhandenen BTC kontrolliert.
    Das würde sonst die Dezentralität gefährden und (wieder das Beispiel DogeCoin) eine Währung ist wertlos, wenn 1/3 davon von einer einzigen Person kontrolliert wird. Das ähnelt einer Staatlichen Kontrolle, die man ja von Anfang an vermeiden wollte.

    Die, die BTC früh adoptiert haben, haben das nicht aus Gier, sondern aus Prinzip getan.
    Wenn jetzt neue Ideen und Konzepte entstehen, fließen diese in die laufende Entwicklung von BTC mit ein, indem die Marktteilnehmer zusammen entscheiden, ob eine Veränderung erfolgen soll oder nicht (lesen Sie gerne das Thema “Hard Fork/Soft Fork” nach).

    Das ursprünliche “Problem des Geldes” ist bereits gelöst, eine neue Lösung, die nicht in die erste integriert werden würde, ist unplausibel.
    Selbst theoretisch (gehen wir mal davon es es gäbe überhaupt ein weiteres Problem und einen “BTC 2”) müsste das Projekt gerade am Anfang von uneigennützigen Menschen gefördert werden, die auf die anfängliche Marktverteilung achten und die neue Währung aus Prinzip und nicht aus Gier designen. Das ist am heutigen Markt gar nicht möglich – die Gier der Leute, die die Idee von BTC nicht verstanden haben, sprengt ja buchstäblich sogar die Kurse einer Spaßwährung in die Höhe.
    Die Mathematik wurde auch nur einmal entdeckt – ich hoffe Sie können jetzt besser nachvollziehen, weshalb ich keine Angst habe, dass “Mathematik 2” kommt und 2+2 plötzlich nicht mehr 4 ist.

    Dass z.B. ETH (und alle anderen > 1.000 Altcoins) keine Konkurrenz zu BTC ist, habe ich bereits ganz am Anfang erklärt. In kurz: BTC ist per Design digitales Gold.
    ETH ist per Design eine Plattform für digitale Produkte – anstatt ein neues Netzwerk aufbauen zu müssen, siedle ich mein Projekt (oder meine Kryptowährung) auf dem bestehenden Netzwerk an.

    Zur Volatilität:
    Wie gesagt ergibt sich die Volatilität von allein, wenn die Adoption so wie aktuell weitergeht. Wer als kleiner Investor einsteigen möchte, dessen Vertrauen von heute wird zukünftig exorbitant belohnt. So war es zumindest von Beginn an.
    Welche Ereignisse den fahrenden Zug jetzt noch stoppen sollen, erschließt sich mir nicht, auch wenn der Autor des Beitrags da anderer Meinung sein mag.

  132. @ Ruf

    Man könnte versuchen das Akzeptanzproblem des Bitcoin psychologisch/philosophisch zu untersuchen.

    Es geht um das Streben nach „Unvergänglichkeit“. Selbst möchte man „ewig“ leben, womöglich samt seinem Vermögen. Die „Inflation“ die vermutlich die „Vergänglichkeit“ abbildet, ist „natürlich“. Fast alles ist vergänglich, dagegen wollen wir uns „wehren“.

    Gold und Edelmetalle sind praktisch unvergänglich und müssen nur einmal „geschürft“ und bezahlt werden. Sie haben auch einen wirksamen Nutzen, z.B. in der Technik. Kein Wunder dass sie begehrt sind.

    Die „Rätsel der Mathematik“ die beim Bitcoin schürfen gelöst werden, sind eher wertlos. Höchstens der „Glaube daran“ hat einen Wert. Aber nicht wirklich, er wird einem „vorgegaukelt“ damit Anleger/Nutzer die „Illusion“ haben etwas „unvergängliches“ zu besitzen.

    Als Psychologe würde ich den Nutzern die „billige“ Befriedigung ihrer Wünsche z.B. „1 Milliarde“ von irgend etwas „abstrakten“, z.B. BTC zu besitzen gönnen, sofern nicht die Allgemeinheit dafür schwer arbeiten muss. Als „Befriedigung“ und um sich „high“ zu machen, würde es ihnen vermutlich jeder gönnen, so wie man einen Spieler am Spielautomaten eine Zahl von „Tausenden Milliarden“ auf der Anzeige des Automaten gönnt. Man hält den Spieler höchstens für „etwas beklopft“.

    Beim „Gold“ muss die Gesellschaft nur einmal zur Realisierung des Wertes „arbeiten“. Beim „Betongold“ reicht das nicht. Mieter müssen dafür zahlen, wenn die Immobilie regelmäßig auf neuestem Stand gebracht werden muss.

    Die Gesellschaft wird es sich nicht gefallen lassen dafür zahlen zu müssen, dass Private (nicht die Allgemeinheit) aus der Nutzung von „künstlichem Geld“ fette Gewinne kassieren.

  133. Junge,Junge,Ruf.
    Sie reden über Bitcoin(Monopoly),dabei geht es über blockchain.
    Nur weil beides erstmals gekoppelt wurde,bleibt Bitcoin Monopoly.
    Prinzipiell können Sie jede Währung mit blockchain koppeln.
    Es geht um traditionelles Finanzsystem vs blockchain.
    Das Problem der Akzeptanz von Währungen bleibt und das blockchain nur digital funktioniert ebenso.

  134. @Ruf
    Nur weil Bitcoin als blockchain ‘verkauft’ wird,bleibt es ebenso eine FIAT-Währung und ohne Wechselkursmechanis (Dollar) (Tauschbörsen) funktioniert sie nicht.
    Sie ist nichts anderes eine Form von Geld und das ist ein Akzeptanz Problem und eben ein ‘soziales’ Produkt.
    Mag sein,dass die Libertären sie auf Grund des losgelösten Geldschöpfungsprozesses durchdrücken wollen,aber sie sollten beachten,dass cybercrime mit Bitcoin erfolgt und da spielt anymität eine wesentliche Rolle. Da wird der Gedanke der blockchain wieder ausgehebelt.

  135. @Mussi
    Gegenstand des Artikels ist BTC – deshalb wird er auch > 30 mal erwähnt.
    Wenn Sie nur über die Blockchain, also nur über einen Teil des Merkmale, die BTC aufweist, sprechen möchten, steht Ihnen das frei.
    Der Autor des Artikels hat (m.E. richtigerweise) die Frage nach der Zukunft von Kryptowährungen hinsichtlich von BTC betrachtet.

    Wenn Sie allein mit der Blockchain, also ohne Dezentralität, PoW, systemischer Knappheit, Anonymität, unbeschränktem Zugriff, hoher Sicherheit und Transparenz eine Währung schaffen, die trotz dieser Merkmale Institutionelle Adoption findet, dann stimmt Ihre Behauptung. Entweder das, oder Sie haben m.E. das Problem und damit die Lösung nicht verstanden, die BTC bietet.
    Wenn Sie es nur als “digitales Spielgeld, das keinen realen Gegenwert bietet” sehen, dann freue ich mich über Ihre Erklärung, weshalb Großinvestoren BTC mit wachsendem Volumen als Wertspeicher verwenden.

    Ihre Aussage “BTC = Blockchain = FIAT” verstehe ich nicht.
    Erklären Sie sie mir bitte.

    Zu der Behauptung “BTC = Cyberkriminalität” habe ich oben schon mehrfach Stellung genommen. TL;DR: Bargeld ist das größte Problem, weil kriminelle Zahlungswege nicht nachvollzogen werden können.
    Die Blockchain ist zwar anonym, bietet aber ein für jeden einsehbares Protokoll der Zahlungsflüsse. Sobald es zur Umweandlung in Fiat-Währungen kommt, kann polizeilich eingegriffen werden – was auch bereits mehrfach der Fall war.

    @ Elektroniker
    Ich kenne mich mit Psychologie nicht aus.
    Ihre Interpretation sei Ihnen gegönnt.
    Gleichzeitig möchte ich mich aber gegen den indirekten Vorwurf der Gier wehren. Wer das System verstanden hat und Bitcoin als Alternative zur wachsenden Staatlichen Über-Kontrolle sieht und aus moralischen Gründen investiert, den sollten Sie m.E. nicht auf eine bloße “Abzock-Mentalität” reduzieren. Dafür fehlt Ihre Begründung. Interessant wöre auch die Frage, weshalb die ursprünglichen Erst-Adopter Ihr Vermögen nicht liquidiert haben.
    Sie sagen richtigerweise, dass Gold und Immobilien als Inflations-Schutz laufende Kosten verursachen. BTC verursacht diese Kosten nicht.

    Die Gesellschaft wird es sich nicht gefallen lassen dafür zahlen zu müssen, dass Private (nicht die Allgemeinheit) aus der Nutzung von „künstlichem Geld“ fette Gewinne kassieren.

    Ich habe durch die fortschreitende Adoption und der damit verbundenen Wertsteigerung von BTC profitiert. Bitte teilen Sie mir mit, inwiefern ich dadurch Sie (und im weiteren Sinne die Gesellschaft) etwas gekostet habe.
    Ab wie vielen Nutzern des System werden Ihrer Meinung nach Private zur Allgemeinheit?

  136. Herje,Ruf…

    “…Knappheit …und…unbegrenzter Zugriff…”

    Merken Sie nichts…?

  137. @Ruf
    Je mehr sie ausführen,erinnert mich das an Barnum(Effekt)-Babel.
    Sie sagen selbst,Sie sind kein Fachmann und von Psychlogie-soziales Konstrukt Geld- verstehen Sie auch nichts.
    Lassen wir es dabei.
    Würde mir nur wünschen,dass wir uns mal überlegen,was wir alles wegen Geld tun und vor allem tun müssen und wie das mit dem intrinsischen Wert von Natur,dessen Teil der homo sapiens ist, zusammenhängt.

  138. @Mussi
    Doch, ich merke dass “Fremdschämen” eine begründete Wortschöpfung ist.

    “Knappheit” im Sinne von es gibt eine begrenzte Anzahl von BTC, die ihrerseits in 0.00000001 Satoshi aufgeteilt werden können. Weltweit sind also 2.100.000.000.000.000 Zahlungseinheiten vorgesehen.
    Geht man davon aus, dass es zur Zeit geschätzt 100.000.000.000.000 $ an Währungen weltweit gibt, dann gibt es theoretisch genug Zahlungseinheiten für jeden.

    “Unbegrenzter Zugriff” bezeichnet die Freiheit, dass jeder mit Strom, Internet und einem PC/Smartphone an dem Netzwerk teilnehmen kann.
    Anders als Sie es hier gewohnt sind, ist ein Konto kein Menschenrecht und es gibt zahllose Menschen, die bisher keinen Zugang am Zahlungsverkehr haben. Genau hier setzt BTC an.

  139. @Ruf
    Wo ist der Unterschied zwischen dem Rechnen mit der Unendlichkeit vor oder nach dem Komma?

    Was sie meinen,ist der Zugang zum Markt.

    Wie gesagt,lassen wir es dabei.

  140. @Mussi

    Sie sagen selbst,Sie sind kein Fachmann und von Psychlogie-soziales Konstrukt Geld- verstehen Sie auch nichts.

    Ich sagte dass die Psychologie nicht meine Fachrichtung ist.
    Mit dem Thema Geld verdiene ich mein täglich Brot.

    Wo ist der Unterschied zwischen dem Rechnen mit der Unendlichkeit vor oder nach dem Komma?

    Eine Fiat-Währung kann ins Unendliche steigen. BTC nicht.
    Das Problem treffen wir bei einer Hyper-Inflation an.
    Wenn der Wert einer Währung “verwässert” wird, weil der Staat ständig neue Währung aus dem Nichts erschafft, wird Ihr Geld im Vergleich zur Nachbarwährung wertloser.
    Genau das Problem hatten wir z.B. 2017 in Zimbabwe, wo 70 Dollar umgerechnet 100 Trillionen Zimbabwe Dollar entsprachen. Dieser Prozess nennt sich Inflation. Eine Inflation von 2% jährlich wird vom Staat als “gesunde Inflation” gesehen, weil sie (so die Theorie) das Wirtschaftswachstum fördern soll.

    Anders als €, $ oder auch der kommende elektronische € oder $ unterliegt eine Währung, die eine mathematische Obergrenze hat, keiner Inflation.
    Wenn die Menschen eine hohe Inflation fürchten oder sie schon da ist, wird vorhandenes Vermögen aus der sinkenden Fiat-Währung heraus in Gold, Immobilien, oder eben in BTC investiert. Da BTC wesentlich günstiger in der Anschaffung ist und keinerlei Unterhaltskosten hat, stellen mehr und mehr Konzerne ihre Wertsicherung auf BTC um.

    Selbst wenn (theoretisch) das gesamte weltweite Zahlungssystem auf BTC umgestellt werden würde, würde die Anzahl der maximal unterstützten “Währungseinheiten”, die das System hergibt, ausreichen.
    Gleichzeitig hat jeder Mensch freien Zugriff auf das Netzwerk; solange man also Internet und Strom hat, kann man ungehindert daran teilnehmen.

    Das ist der Unterschied zwischen der Unendlichkeit von Fiat-Währungen und den endlichen Nachkommastellen von BTC.

  141. @Ruf
    “…Mit dem Thema Geld verdiene ich mein Brot. …”

    Ja,die Erfahrung mit Irrationalität habe ich auch gemacht. Machen Sie was vernünftiges! 😉

  142. @Mussi

    die Erfahrung mit Irrationalität habe ich auch gemacht

    Das ist für mich evident. Insofern war Ihr Sprung in die Philosophie sicherlich eine gute Entscheidung und ich wünsche Ihnen viel Erfolg.
    Es wird Sie überraschen, zu hören, dass sich nicht jedermann mit dem Thema “Finanzen” auskennt. Deshalb lässt sich mit Beratung/Information vernünftig Geld verdienen. Guter Rat ist eben teuer – manchmal gibt’s ihn aber auch kostenlos.

  143. @Mussi
    Ebenso!
    Sollte Sie das Thema Krypto zukünftig nochmal interessieren, können Sie oben denke ich einiges nützliches nachlesen.

  144. @ Ruf

    Dass Bargeld bislang das größte Problem war, weil kriminelle Zahlungswege nicht gut nachvollzogen werden können ist doch der Grund, warum viele Staaten zunehmend größere Bargeldtransaktionen verbieten und z.B. der 500 Euroschein eingestellt wurde.

    Dies ist offensichtlich, abgesehen von der Spekulation, der Grund für den Erfolg der Kryptowährungen. Es fragt sich, ob Lobbyisten derartige Währungen bei den Politikern „durchdrücken“ werden können.

    Die Amis werden keine Freude haben, wenn sie sich selber z.B. das „Sanktionenschwert“ (Iran,…) abnehmen lassen.

    Aber vielleicht ist es von so manchen erwünscht, dass „gewisse Strukturen“ neu „geordnet“ werden, sie brauchen dazu nur noch die Macht.

    Vermutlich „lebt“ der Bitcoin ungefähr solange, bis der letzte wichtige Staat wirksamen internationalen Polizei Kontrollen zustimmt.
    Danach wäre er, verglichen mit andern Systemen, zu „umständlich“ in der Handhabung und würde vermutlich funktionslos.

    Wirecard hat bewiesen, dass man mit dem Geldtransfer mit an sich nützlichen Funktionen, aufgepeppt mit etwas „Ausspähung“, nicht reich werden kann.

    Sie sind einfach begeistert vom BTC, ich habe Ihnen keine Gier vorgeworfen.

    Sie hatten einfach Glück, so ähnlich wie die, sagen wir einmal 10 Lotto/Toto Gewinner jede Woche in Europa. Die Spielteilnehmer „erkaufen“ sich um kleines Geld einfach einige Stunden die Illusionen vom Gewinn.

    Wirklich „abgerechnet“ wird dann, wenn das System „platzt“, wie die anderen fast 100% der Schneeballsysteme. Die Gelder der letzten, mitunter sehr „großen Einzahler“ lösen sich „in Luft auf“ weil ihre Anlagen wegen mangelnder Nachfrage wertlos wurden. Die Gelder wurden in einer langen Kette von den „jeweils Letzten“ an die „Vorherigen“ weitergegebenen. Den wenigen oder den vielen „Letzten“ (die noch eingezahlt haben) beißen die Hunde….

    Mir persönlich haben Sie nichts gekostet, weil ich freiwillig keine BTC kaufen werde.

    Der Allgemeinheit haben Sie möglicherweise dann etwas gekostet, wenn z.B. Lebensmittelfirmen ihre Preise erhöhen müssen, weil beim Crash ihre „BTC Geldspeicher“ (wo sie Firmengelder „zwischengespeichert“ haben) wertlos wurden. Kleine Betriebe könnten auch pleite gehen.

  145. @Elektroniker
    Mir scheint, dass meine kompakten Ausführungen in Ihrem Fall eine echte Recherche und viel Zeit mit dem Thema nicht ersetzen können.

    Weniger Bargeld schränkt die Kriminalität ein, es öffnet aber auch die Scheunentore für Staatliche Kontrolle. “Social Credit”, also dass Sie sich das Recht verdienen müssen, am Markt teilzunehmen, ist keine dystopische Horrorgeschichte, sondern in China wachsende Realität. Ich glaube dass sich Ihre Meinung zu dem Thema in dem Moment ändert, in dem Sie die Einschränkung Ihrer Freiheit am gesellschaftlichen Leben bemerken werden.

    Ihre Behauptung, Kriminalität sei die treibende Kraft hinter dem 10-jährigen Boom von BTC ist eine schwere Anschuldigung, deren Nachweis Sie noch schuldig geblieben sind. So ist es eine gegenstandslose Behauptung.

    Dass die Politik sich gegen eine sich ausbreitende neue Technik nicht wehren kann, habe ich wie schon gesagt bereits oben mehrfach begründet.
    Ob wir den Klimawandel in Deutschland verbieten, wird die Sonnenschutzverkäufer wenig kümmern.

    Vermutlich „lebt“ der Bitcoin ungefähr solange, bis der letzte wichtige Staat wirksamen internationalen Polizei Kontrollen zustimmt.
    Danach wäre er, verglichen mit andern Systemen, zu „umständlich“ in der Handhabung und würde vermutlich funktionslos.

    Dafür, dass er so umständlich ist, erfreuen sich erstaunlich viele Menschen in sozial schwachen Staaten und bildungsarmen Ländern an den Vorteilen von BTC – vor allem in den Ländern, in denen BTC verboten ist.
    Ignoranz -> Kritik -> Verbot -> fehlendes Wissen wird gelernt (warum können wir es nicht verbieten?!) -> Akzeptanz durch Mining und Staatliche Beteiligung
    Das ist die typische Entwicklung, die wir vielerorts live beobachten können.

    Sie machen es sich sehr einfach, das Thema BTC zu bewerten.
    Die fehlende Tiefe im Thema sei Ihnen nachgesehen.
    Ich möchte Sie aber bitten, Ihre Prognosen und zum Teil schwere Vorwürfe für mich und andere zu belegen bzw. nachvollziehbar zu erklären, damit man Ihre Standpunkte prüfen und nachvollziehen kann.
    Ansonsten sind es gehaltlose Behauptungen.

    Sie hatten einfach Glück, so ähnlich wie die, sagen wir einmal 10 Lotto/Toto Gewinner jede Woche in Europa. [… Den] „Letzten“ […] beißen die Hunde….

    Wie oft muss man Ihrer Meinung nach “Glück” haben, bis es zur nachhaltigen Methodik wird?
    1 Jahr? 5 Jahre? Oder gar 10?

    Ich kann nachvollziehen, wenn man Angst vor etwas Neuem und Unbekannten hat. Das war im Mittelalter nicht anders als bei der Ausbreitung des Internets.
    Dass “den letzten die Hunde beißen” ist korrekt. Ich befürchte, wenn die momentane Entwicklung noch 5-10 Jahre weitergeht, dass Sie einer dieser letzten sein werden.

  146. Je länger ich darüber nachdenke, desto besser gefällt mir diese Lösung für die Geldschwemme der Notenbanken:

    Zocker, Spekulanten und Goldgräber versenken ihre gedruckten Millionen und Milliarden in Bitcoin & Co. Dann regulieren und verbieten wir den Handel und crashen so den Kurs.

    Auf einmal sind die hunderten Milliarden wieder dort, wo sie herkamen: im Nichts! Und die Umweltsau ist endlich in die Schranken verwiesen.

  147. @Schleim
    Genau! Das machen wir so!

    …ob BTC wirklich umweltschädlich ist, von der Politik unterbunden werden kann oder der Kurs crasht, sehen wir ja dann.
    Einfach Geld nachdrucken! 😀
    (…warum bin ich da selber nicht drauf gekommen?!…)

  148. @Ruf: Der Umweltschaden hängt leider nicht davon ab, ob wir ihn sehen (bzw. in Ihrem Fall: sehen wollen).

    In China wird man das vielleicht so lösen, dass man die Regeln verschärft und dann ein paar Miner, die sich nicht daran halten, lebenslang ins Gefängnis steckt, so als Exempel. Solche Aktionen gab es dort immer wieder.

    Und 95% der BTC werden von 2% der Nutzer gehalten und liegen vor allem auf Halde. Die massive Variabilität, die wir sehen, wird also tatsächlich nur vom Handel eines kleinen Teils der BTC getrieben. Was passieren wird, wenn die restlichen 95% auf den Markt kommen, ist klar. Down, down down…

  149. @Schleim
    Hahaha…woher kommt die Volatilität

    @Ruf
    Jedes System hat Vor- und Nachteile.
    Politische Systeme haben un weigerlich Einfluss auf Geld.
    Die Wechselwirkung zwischen Politik und Ökonomie ist nicht dadurch zulösen, dass sie getrennt gesehen werden.
    Interdisziplinarität = Generalist entmutigen ist auch heute noch möglich…

  150. @Schleim

    Zur Umwelt:
    Wenn Sie mir nicht glauben, dann vielleicht einem Wissenschaftler:

    Researchers at the mining arm of Galaxy Digital estimated Bitcoin’s annual electricity consumption to be roughly 113.89 terawatt hours annually (TWh/yr), a figure that includes everything from miner power consumption, pool power consumption, energy for miner demand, and node power consumption.
    That’s a lot of energy, to be sure. But the authors point out there’s an important distinction many are missing.
    “Given Bitcoin’s transparency, it is easy to estimate Bitcoin’s energy usage,” the study’s authors point out. “This results in frequent criticism of Bitcoin, but these critiques are rarely levied against other traditional industries. “
    One of the reasons you hear much less about the energy consumption of the banking and gold sectors is that, unlike bitcoin, these industries do not disclose their energy footprints to the public, the researchers pointed out.
    “If we want to have an honest conversation about Bitcoin’s energy use, it seems appropriate to consider it in light of the industries it is most often compared to,” the researchers said.
    Indeed. And it turns out that bitcoin stacks up favorably to the gold and traditional banking sectors. Analyzing the four key areas of electricity consumption in banks—data centers, branches, ATMs, and card networks—the study estimates that the worldwide electricity consumption of the banking system is 263.72 TWh/yr.
    Gold was slightly lower than banks, with an estimated 240.61 TWh/yr, but still roughly twice that of bitcoin. (You can learn more about the researchers’ methodology in the report.)
    “These estimates may exclude key sources of energy use and emissions that are second order effects of the gold industry like the energy and carbon intensity of the tires used in gold mines,” Galaxy researchers noted.

    Zur Volatilität:
    2.166 Wallets haben 50 mio € + investiert und kontrollieren damit 42,03 % der bisher geminten BTC. Das entspricht durchschnittlich einem Marktanteil von 0,02% pro Wallet.
    Das größte, existierende Wallet enthält > 1 %.
    808.433 Wallets haben zwischen 50.000 € und 50 mio € investiert und kontrollieren damit 52,71 %.
    37,5 mio Wallets haben zwischen 50 und 50.000 € investiert und kontrollieren damit 5,26 %.
    Selbst wenn ein Staat künftig massiv in BTC investieren würde, ist es unmöglich, jetzt noch die Marktkontrolle über BTC zu erlangen.
    Genau das war ja das Ziel.
    Gleichzeitig gibt es keinen Beteiligten, der den kompletten Markt kontrolliert. Anleger von 50k-50 mio kontrollieren die eine Hälfte, Großinvestoren > 50 mio kontrollieren die andere. Dabei darf man nicht vergessen, dass eine unbekannte Zahl (geschätzt ca. 20%) dieser Wallets verloren sind, also nicht mehr gehandelt werden können.
    So soll eine gesunde Marktverteilung aussehen.

    Der steigende Kurs wird genauso von Klein- wie auch von Großinvestoren beeinflusst. Dass große Wallets nicht gehandelt werden, liegt ja auf der Hand: Es handelt sich um einem Wertspeicher.

    Große Wallets haben die Wertsteigerungen genauso mitgemacht, wie die Verluste zwischen 50 und 80%. Was bringt Sie zu der Annahme, dass einer der ersten, die BTC verstanden und es weiterentwickelt haben, plötzlich ins Fiat-System zurückkehren sollte?! Das wäre wie wenn der Erfinder des Autos aufs Fahrrad umsteigt…

  151. @ Martin Ruf

    Ich unterstelle weder Ihnen noch den BTC Systemdesignern unlautere Absichten. Sie werden einfach benutzt.

    Ich bin auch gegen staatliche und private „Allmacht“, die die persönliche Freiheit unangemessen einschränkt.

    Aber in unseren „Breiten“ kann doch keiner, außer vielleicht die Obdachlosen, ein Interesse am Chaos und einen zusammen brechenden Staat haben, Ordnung ist nötig.

    Zitat: „Dass die Politik sich gegen eine sich ausbreitende neue Technik nicht wehren kann, habe ich wie schon gesagt bereits oben mehrfach begründet.“

    Dass es bei uns schwierig, aber in weniger entwickelten Staaten derzeit sogar unmöglich ist, sich gegen die neue Technik zu wehren, da stimme ich zu. An der „wirklichen Quelle“ sitzen, abgesehen von den Sozialen Medien, Google, Amazon ….. die IT Konzerne, weil letztere über „Backdoors“ absoluten Zugang zum Netz haben könnten.

    Die „Umständlichkeit“ gegenüber „normalen“ Banktransaktionen wird eben genau dann gerne in Kauf genommen, wenn man etwas verbergen will. An mein Konto würde ich selbst dann herankommen, wenn ich mein Passwort vergesse und die Karte verliere.

    Zitat: „Dafür, dass er so umständlich ist, erfreuen sich erstaunlich viele Menschen in sozial schwachen Staaten und bildungsarmen Ländern an den Vorteilen von BTC – vor allem in den Ländern, in denen BTC verboten ist.“

    Dort sind die Regierungen besonders hilflos gegen die neue Technik. Vermutlich befürchten Monopolisten um ihre Macht, die durch Internet und BTC gebrochen werden kann.

    Ich kann nur nach typischen Mustern im Verhalten der Systeme und der Umgebung, wie sie z.B. in den letzten 100 Jahren auftraten, suchen um sie zu analysieren, zu verstehen und zu versuchen mir eine eigene Meinung zu bilden.

    Da gibt es nun einmal gewisse Ähnlichkeiten mit typischen „Schneeballsystemen“, wie z.B. Herr Schleim meint. Vor „schwierigen Zeiten“ z.B. 1929 entstanden „Kapitalfirmen“, Anlageberater, Versicherungen, … die wuchsen sehr schnell und bald darauf sind die „Blasen geplatzt“ . Börsenhändler warfen ihre Wertpapiere aus dem Fenster und sprangen selbst hinterher….

    Aus dem Nichts wurden Objekte der Spekulation generiert und massenhaft „verkauft“. Heutzutage wären dies z.B. „Mathematische Rätsel“ als Gelddeckung.
    Viele Menschen waren von den „Luftgeschäften“ einige Zeit begeistert.

    Geschäfte können „entarten“ und müssen verschleiert werden, sonst fliegen sie auf. Das waren die berühmten „Geldkoffer“ die über die Grenzen geschmuggelt wurden. Ein typisches Muster, bestens zu ersetzen durch BTC.

    Andererseits ist es ein typisches Muster, wenn man Geld überweist, und keine anderen Gründe dagegen sprechen, dies nachvollziehbar und bequem vom Konto aus zu tun. Man erspart sich das Falschgeldrisiko und das Risiko dass der BTC während länger Transaktionsketten zwischendurch abstürzt, wie geschehen. Kann auch bei Banken geschehen, aber zumindest bei uns dürfte das „Bankenrisiko“ kleiner sein als das BTC Risiko. Das könnt in anderen Ländern umgekehrt sein.

    Das sind doch Beispiele für typische „Verhaltensmuster“, aus einer wie ich vermute, objektiven, aber kritischen Sicht von Außen. Dass einem derartiges aus Insidersicht nicht auffällt, kann ich nachvollziehen. Jeder denkt eben so, wie es wegen seiner „Indoktrination“ zu erwarten ist.

    Zitat: „Wie oft muss man Ihrer Meinung nach “Glück” haben, bis es zur nachhaltigen Methodik wird?
    1 Jahr? 5 Jahre? Oder gar 10?“

    Ich kannte jemanden, der hatte sogar rund 30 Jahre Glück mit einem geschickten Aktienmix.
    Wäre er vor rund 15 Jahre ausgestiegen und hätte er seine Gewinne realisiert, hätte er jetzt ein Luxushaus und einen Ferrari. Er dürfte jetzt aber noch immer in seinem alten Einfamilienhaus wohnen und mit einem alten Auto herumfahren….

    Auf den richtigen Ausstieg kommt es an, sonst beißen einem die Hunde ….

  152. @ Martin Ruf

    Sie zitieren keine unabhängigen Wissenschaftler sondern mit Galaxy Digital Personen, die einem Unternehmen angehören, dass mit Kryptowährungen Geld verdient.

    Bitcoin hat laut den Zahlen, die Sie zitieren einen halb so großen Energiebedarf wie der traditionelle Bankensektor. Jetzt müssten Sie nur den Nutzen beider gegeneinander stellen und dann haben Sie einen vernünftigen Vergleich.

    Mir erscheint der Energiebedarf der Hälfte der traditionellen Banken irre hoch, wenn ich bedenke ich welchen Bereichen traditionelle Banken eine Rolle spielen und wo Bitcoin eine Rolle spielt.

  153. @Ruf: Umwelt

    Dass andere Sektoren die Umwelt noch stärker verschmutzen, macht die Ökobilanz des Bitcoin-Netzwerks auch nicht besser. Das ist immer ein schlechtes Argument.

    Zudem würde der Strombedarf wohl steigen, wenn die BTC-Preise wirklich in den sechsstelligen Bereich wachsen würden: Denn dann würde das Mining wieder attraktiver und würden noch mehr auf den Zug aufspringen.

    @libertador hat hierzu auch schon wertvolle Anmkerungen macht: Das Bitcoin-Netzwerk hat den Energiebedarf eines kleinen Landes und wickelt dabei so viele Transaktionen ab wie eine Sparkasse. (Eine einzelne Filiale, wohlgemerkt.) Das ist wirklich extrem ineffizient.

  154. @Ruf: P.S. Wertspeicher

    Es gibt eben Leute, die sind so reich, dass ihnen ein paar Millionen hier und da schlicht egal sind. Die können auch mit Totalverlusten leben, wenn sich ein anderer Wert aus ihrem Venture Capital verfielfacht.

    Diese Leute besitzen heute schon einen Großteil der Bitcoins. Man sollte sich fragen, warum der Rest der Gesellschaft diese Reichen und Superreichen noch reicher machen sollte?!

  155. @Krüger: So macht man es richtig schlau: Man verkauft seine illegal geschürften Bitcoin und lässt andere die Stromrechnung bezahlen.

    Dann doch lieber Cannabis pflanzen.

  156. @Elektroniker
    Zunächst einmal danke für die ausführliche Darstellung – so ist es deutlich leichter, Ihr Argument nachzuvollziehen.

    Dass es bei uns schwierig, aber in weniger entwickelten Staaten derzeit sogar unmöglich ist, sich gegen die neue Technik zu wehren, da stimme ich zu. An der „wirklichen Quelle“ sitzen, […] die IT Konzerne, weil letztere über „Backdoors“ absoluten Zugang zum Netz haben könnten. […]
    Dort sind die Regierungen besonders hilflos gegen die neue Technik.

    Man muss denke ich unterscheiden zwischen Websiten und der Blockchain. Erstere sind tatsächlich sperrbar und können beim Internetprovider gesperrt werden. Da hilft aber schon ein VPN zur Umgehung.
    Die Blockchain selbst kann nicht gesperrt werden – ohne ins Detail zu gehen: Es ist technisch nicht möglich, egal wie fortgeschritten der Staat ist.

    Die „Umständlichkeit“ gegenüber „normalen“ Banktransaktionen wird eben genau dann gerne in Kauf genommen, wenn man etwas verbergen will.

    Ob ich mein Kapital aus meinem Bankkonto weg sende in Aktien, Immobilien oder auf eine Crypto-Börse, ist m.E. vergleichbar, wobei letzteres noch wesentlich einfacher und schneller geht. Deshalb gleich böse Absichten zu unterstellen halte ich für einen unbegründeten Vorwurf; dass “meine Investition” zeitgleich dem direkten staatlichen Zugriff entzieht ist nicht Grund für die Investition sondern ein systemischer Bonus. Bei den meisten größeren Börsen gilt kyc, sollte ich also meine Zugangsdaten verlieren, komme ich trotzdem wieder an das Geld.
    Gleichzeitig kennt der Staat evtl. entstandene Gewinne und kann die Besteuerung nachfordern – so zumindest die aktuell geplante (noch nicht umgesetzte) Gesetzgebung.

    Da gibt es nun einmal gewisse Ähnlichkeiten mit typischen „Schneeballsystemen“ […] Aus dem Nichts wurden Objekte der Spekulation generiert und massenhaft „verkauft“.

    Ironischerweise passt die Beschreibung “Schneeballsystem” und “aus dem nichts geschaffen” per Definition genau auf Fiat-Währungen.
    Die Notenbanken drucken (mehr oder weniger) auf Anweisung der Regierungen neues Geld und entwerten damit den vorhandenen Wert. Wenn der Staat diese Macht missbraucht, ist eine Hyper-Inflation zu befürchten, wie wir sie in Europa vor nicht einmal hundert Jahren und in Afrika/Südamerika aktuell haben. Der Dollar z.B. steuert gefährlich nahe auf diesen Teufgelskreis zu – zuletzt geplant ist ja eine Inflation von > 4% dieses Jahr.
    Da BTC endlich ist, nimmt das “Schneeballsystem” ein vorher mathematisch bestimmtes Ende und egal was der Staat bestimmt – es gibt keine Inflation. Deshalb auch der vergleich zu “digitalem Gold”.

    …zumindest bei uns dürfte das „Bankenrisiko“ kleiner sein als das BTC Risiko.

    Hier sind wir geteilter Meinung. “Gehackte” Bankkonten sind versichert und werden desghalb anstandslos bezahlt – besonders weil die Bank einen Image-Verlust riskiert. Solche Versicherungen gibt es in der Krypto-Branche (noch) nicht, gleichzeitig gibt es aber auch noch keinen einzigen Fall, in dem BTC gehackt werden konnte. Meiner Meinung nach ist das Risiko also deutlich geringer.

    Dass einem derartiges aus Insidersicht nicht auffällt, kann ich nachvollziehen. Jeder denkt eben so, wie es wegen seiner „Indoktrination“ zu erwarten ist.

    Aus einem scharfen Kritiker wird der beste Fürsprecher.
    So ging es mir selbst und vielen anderen, großen Namen. Eine Liste von Krypto-Fürdprechern erspare ich Ihnen an dieser Stelle – es dürfte aber bekannt sein, dass die Liste dieser Fürsprecher stetig wächst, sowohl in der Industrie als auch in der Politik.
    Um Warren Buffet zu zitieren “Ich habe BTC nicht verstanden” -> das ist m.E. das Haupt-Problem. Ohne Antworten auf meine Fragen/Kritik zu haben, muss ich kritiker bleiben. Hier wird denke ich jeder belohnt, der tiefer nachforscht und BTC am Ende “versteht”.

    Auf den richtigen Ausstieg kommt es an, sonst beißen einem die Hunde….

    Gewinne mitzunehmen ist wichtig, ja. Wer BTC als reine Spekulation sieht, sollte regelmäßig Gewinne mitnehmen.
    Wer aber damit rechnet, dass sich ein neues und besseres System langfristig durchsetzt, der wäre denke ich schlecht beraten, wenn er heute aussteigt.

    @libertador
    Es steht Ihnen frei, einen Ihrer Ansicht nach unabhängigen Wissenschaftler zu zitieren.
    Wenn Sie den nicht finden oder sich stattdessen selbst mit dem Thema beschäftigen, werden Sie feststellen, dass diese Kritik an BTC FUD ist, also eine unangemessen überzogene Kritik, die dem Zweck dient, die öffentliche Wahrnehmung zu dem Thema zu vereinfachen und Angst, Ungewissheit und Zweifel zu verbreiten.
    BTC ist im vergleich zu vielen anderen Branchen überwiegend von erneuerbaren Energien geprägt; insbesondere wird das Wachstum in deisem Sektor gefördert.
    Der Vergleich zu “traditionellen Banken” ist denke ich zu kurz gedacht.
    Zum einen ist BTC transparent, was der Bankensektor nicht ist. Allein anhand der öffentlich zugänglichen Daten können Sie im Grunde selbst ausrechnen, wie viel kw/h pro Tag verbraucht werden. Das selbe ist bei Banken nicht möglich mangels Transparenz. Zu behaupten der Bankensektor brauche nur das doppelte halte ich für gewagt.
    Gleichzeitig ist es ein Vergleich von Äpfeln und Orangen: Das eine ist eine bürgernahe Dienstleistungs-Stelle, das andere ein komplett digitales System. Wir wählen unsere Politiker ja auch nicht nach dem BMI oder dem IQ. (Nicht, dass das eine schlechte Idee wöre…)

    @Axel Krüger
    Der Illegale Teil an der Geschichte ist der Strom-Diebstahl.
    BTC-Mining ist nicht nur völlig legal, sondern wird (oft im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien) sogar an vielen Stellen staatlich gefördert.
    Wenn ich daran denke, welche Geschäfte die Banken ohne Ihr Wissen betreiben, die zwar “legal”, aber moralisch verwerflich sind, hat die öffentliche Wahrnehmung zu dem Thema schon fast eine hämische Ironie.

    @Schleim
    Ich ziehe den Vergleich zu anderen Sektoren, weil Sie bei der Frage nach der Umweltfreundlichkeit von BTC gar keine Argumente bringen, sondern nur generelle Zweifel aufwerfen, wie sie auch in den Medien unverdaut wiedergegeben werden. Nur weil alle etwas sagen, muss es noch lange nicht stimmen.
    Deshalb mein Argument: Im Vergleich zu anderen Sektoren steht BTC sehr gut da, die Zukunft von BTC sehe ich diesbezüglich nicht als gefährdet an.
    Wenn ich Ihrer Kritik konsequent folge, dürfte neimand mehr Auto fahren – das ist schließlich Umwelt-schädlich.

    Dass Sie dem BTC-Netzwerk Ineffizienz unterstellen, spricht denke ich mehr dafür, dass Sie sich mit dem Thema nicht besonders tief beschäftigt haben, als dafür dass BTC nicht zukunftsfähig ist.
    Ich wiederhole mich dazu nicht; scheinbar sind meine Erklärungen oben einfach überlesen worden.

    Diese Leute besitzen heute schon einen Großteil der Bitcoins. Man sollte sich fragen, warum der Rest der Gesellschaft diese Reichen und Superreichen noch reicher machen sollte?!

    Zum einen gehen Sie davon aus, dass die großen Bitcoin-Besitzer allesamt Millionäre oder Milliardäre sind. Ich weiß nicht, wie Sie auf diese Vorstellung kommen. Diejenigen, die heute sehr viele BTC halten, sind diejenigen, die sehr früh eingestiegen sind – nicht diejenigen, die “schon reich waren”.
    Das kann ich auch beweisen: Wenn jemand die Wert-Explosion von < 0,01 $ auf 200 $ mit macht und seine BTC nicht umtauscht, dann ist das nicht jemand der schon "super-reich" ist, sondern dann ist das jemand der an die Zukunft des Systems glaubt – ein Computer-Fachmann oder Kryptographie-Eyperte zum Beispiel. Das sind die Leute, die Sie "noch reichen machen" würden.
    Wenn Sie wirklich ein System nicht unterstützen möchten, das die Super-Reichen "noch reicher macht", dann sollten Sie aus dem Fiat-System aussteigen. Staatliche Subventionen und das "Drucken von Geld" hat nämlich eben denjenigen zu mehr Wohlstand verholfen, die es definitiv nicht nötig gehabt haben.

    Dann doch lieber Cannabis pflanzen.

    Sie haben völlig Recht, der Drogenkonsum hat schließlich noch niemandem geschadet…

    Die älteren Leser werden sich noch an die Zeit vor Amazon etc. erinnern. Damals gab es das Argument “ein digitaler Laden kann doch unmöglich ‘echte’ Händler vor Ort verdrängen”.
    Ich bin nicht pro-Amazon, möchte aber darauf hinweisen, dass wir nicht von einer “Bank 2.0”, sondern von einem komplett neuen System sprechen, das es bis dato nicht gegeben hat.
    Ich kann heute mit minimalen Kosten digitales Gold innerhalb kürzester Zeit ans andere Ende der Welt senden. Wem die Bedeutung dieser revolutionären Technik nicht bewusst ist, der kennt die Probleme nicht, die unser bisheriges System hat.

  157. Ich entschuldige mich für meine Rechtschreibung – das hat man davon, wenn man mal nicht Probe liest…
    Wer Schreibfehler findet, darf sie behalten.

  158. @Martin Ruf

    Sie haben Herrn Schleim dazu aufgefordert Wissenschaftlern zu glauben und dann welche zitiert, die einen offensichtlichen Interessenkonflikt haben. Das muss nicht bedeuten, dass diese Zahlen falsch sind, aber innerhalb eines Argumentes, dass man diesen Wissenschaftlern glauben sollte, sollte man das zumindest klar darstellen.

    Nun zweifeln Sie diese Zahlen an, die Sie hier in die Diskussion gebracht haben. Das bleibt Ihnen unbenommen, aber erscheint als reine Spekulation. Es wirkt als würden Sie die Zahlen alleine aus dem Grunde anzweifeln, weil Sie merken, dass die Zahlen vielleicht doch nicht so gut für Bitcoin aussehen, wie Sie dachten.

    Man kann auch unterschiedliche Dinge ganz gut vergleichen. Man Äpfel und Orangen ganz gut vergleichen. Man kann zum Beispiel überlegen, welchen Aufwand es macht, diese zu kultivieren und zu transportieren. Oder man kann den Nährwert oder Geschmack vergleichen.

    Im Falle von Bitcoin als Währung mit anderen Bereichen in denen Währung und Geld verwaltet werden. Dann kann man eben den Stromverbrauch vergleichen. Die Zahlen für den gesamten Bankensektor sind natürlich mit einer gewissen Unsicherheit behaftet. Der Stromverbrauch und die jeweilige Stromerzeugung ist bei Bitcoin aber auch nicht transparent, weswegen auch da eine Unsicherheit besteht.

    Klugscheißer-Modus: Sie meinen kWh und nicht um “kw/h”. Ich habe mal Physik studiert und diesen Fehler kann ich nicht stehen lassen 😉

  159. @libertador

    Einem Wissenschaftler, der zu der Frage “ist BTC umweltschädlich” Stellung nimmt, Unsachlichkeit vorzuwerfen, ist kein leichter Vorwurf – auch wenn Geld fließt. Spannend sind die dort erwähnten Argumente, die man selbst prüfen kann.
    Zumindest kann ich mir eine neutrale Meinung bilden, wenn ich mich mit dem Thema beschäftige. Genau das vermisse ich. Deshalb auch die Frage nach den “Wissenschaftlern der Gegenseite”: Wenn mein Vorwurf stimmt, dass in den Medien grundlos Panik gemacht wird, dann dürfte es schwer sein, solche Belege zu finden.
    Insbesondere führt die eigene Recherche dazu, dass man seinen eigenen Horizont erweitert und nicht blind dieselben grundlosen Vorwürfe erhebt, die man schon seit dem Beginn von BTC umwälzt. So viel Recycling ist ja grundsätzlich eine tolle Sache, bei Meinungen finde ich es wiederum schädlich.

    Nun zweifeln Sie diese Zahlen an, die Sie hier in die Diskussion gebracht haben.

    Kontext ist wichtig. Welche Zahlen, die ich genannt hatte, zweifle ich denn Ihrer Meinung nach an?

    Der Stromverbrauch und die jeweilige Stromerzeugung ist bei Bitcoin aber auch nicht transparent

    …eh… doch? Die Anzahl der Berechnungen pro Sekunde sind bekannt; spezialisierte Ant-Miner verbrauchen ca. 1 Watt pro GigaHash pro Sekunde.
    Auch wenn diese Effizienz nur ein Mittelwert ist und es den ein oder anderen Hobby-Miner gibt, der ineffizienter plant – m.E. kann davon ausgegangen werden, dass der Durchschnitt nicht weit weg von der Realität ist.
    Sicherlich fällt noch Strom beim Webhosting an – im Vergleich zum Mining dürften die aber zu vernachlässigen sein.
    Welcher Teil der Rechnung ist denn für Sie nicht transparent?

    Klugscheißer-Modus: Sie meinen kWh und nicht um “kw/h”. Ich habe mal Physik studiert und diesen Fehler kann ich nicht stehen lassen 😉

    Korrekt – ich meinte kwh.

    [Man kann] Äpfel und Orangen ganz gut vergleichen.

    Entweder das war guter Sarkasmus oder wir haben uns nicht verstanden.
    Ich wiederhole:
    Der Vergleich zu “traditionellen Banken” ist zu kurz gedacht.
    Das eine ist eine bürgernahe Dienstleistungs-Stelle, das andere ein komplett digitales System. BTC ist keine “Bank 2.0”.
    Sie könnten genausogut sagen “die Hotline bei BTC ist nie erreichbar!”.

    Wenn Sie stattdessen fragen “Wird der Strom, den das Netzwerk künftig braucht, ausreichen?”, ist die Antwort ein klares “Ja”.
    Wenn Sie fragen “Fördert BTC-Mining erneuerbare Energien?”, ist die Antwort ebenfalls “Ja”.

    Die Reise mit dem Pferd hat einen wesentlich geringeren Schadstoff-Ausstoß.
    Trotzdem hat uns der Umstieg auf fossile Brennstoffe wesentlich weitergebracht in der Entwicklung.

  160. @Schleim
    Wenig geistreiche Kommentare ebenso…
    Es zwingt Sie niemand, die Kommunikation fortzusetzen.

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