Psychologie des Urlaubs: Einfach mal aussetzen!

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Die Deutschen schafften es nicht zum Fußball-, womöglich aber zum Urlaubseuropameister. 80 Milliarden gaben sie dafür 2011 aus. Glaubt man psychologischen Untersuchungen, dann bringt das Geld nicht einmal einen anhaltenden Erholungseffekt. Warum also nicht einfach einmal aussetzen? Ein Gedankenspiel.

Um die Deutschen scheint es schlecht bestellt: Der starken Wirtschaft zum Trotz schwelt seit Jahren die Finanzkrise, die gelegentlichen parlamentarischen Zuckungen bringen wenig und neuesten epidemiologischen Schätzungen zufolge erfüllen beinahe 45% von ihnen innerhalb von zwölf Monaten die Kriterien für mindestens eine psychische Störung. Zu allem Überfluss beendete dann noch ein italienischer Stürmer mit abgesägter Irokesenfrisur, der Wikipedia zufolge zumindest verhaltensauffällig ist, ihr Sommermärchen. Urlaubsreifes Deutschland? Sie haben zumindest allen Grund dazu.

Die Deutschen bezeichnen sich selbst gern als Urlaubsweltmeister. 2011 machten immerhin drei Viertel der Bevölkerung mindestens eine Reise von fünf Tagen Dauer und länger. Pro Person und Reise ließen sich das die Bundesbürger durchschnittlich 868 Euro kosten – insgesamt gaben sie für Urlaube knapp 80 Milliarden Euro aus. (Gehirn&Geist, 7-8/2012, S. 14)

Urlaubseffekt nach nur ein bis zwei Wochen verschwunden

Doch folgt man dem Artikel Joachim Marschalls über die Psychologie des Urlaubs in Gehirn&Geist, dann ist dieser Eskapismus, dann ist diese Flucht vor einer traurigen Realität so nutzlos wie der nächste Euro-Rettungsschirm; und der übernächste; und der überübernächste auch. Warum? Neueren psychologischen Untersuchungen zufolge verschwindet nämlich der Effekt der Trauminsel, verblasst die Erinnerung an den Traumurlaub nach der Rückkehr in die triste Heimat in Windeseile. Bereits nach nur ein bis zwei Wochen sei der erholende Effekt des Urlaubs wieder verflogen und fühlten sich die Menschen im Mittel wieder genauso wie vor der Reise – und zwar unabhängig von der Dauer der Reise.

Warum also überhaupt verreisen? Man denke an den ganzen Reisestress, die Koffer, die gepackt und transportiert werden wollen, die überfüllten Flughäfen und Autobahnen, von der Umweltbilanz ganz zu schweigen. Als eine Jury aus 522 Tourismusforschern, Geografen, Reisefotografen und Journalisten für den National Geographic Traveller über 100 der beliebtesten Urlaubsinseln bewertete, erzielte keine einzige die Bestnote und nur zwei die Note 2. Dies waren ausgerechnet keine fernen Reiseziele, sondern die europäischen Färöer und Azoren. Ibiza und das thailändische Phuket rangierten am Ende der Liste. Man stelle sich nur vor, dass auf dem Weg etwas schief geht, beispielsweise das Reisegepäck verloren geht und man nur die gesetzlichen € 1.200,- erstattet bekommt!

Kann den Deutschen denn gar nichts helfen? Müssen sie sich mit Lustreisen auf Firmenkosten, heimatlichen Wellness-Oasen, reparierender Yoga-Quälerei, geschwitztem Blut im Fitness-Center oder oberflächlicher Meditation begnügen? Und allen diesen Versuchen zur Verbesserung der psychischen Gesundheit zum Trotz machen sich Psychologen und Psychiater weltweit darüber lustig, dass das (übrigens in keinem offiziellen Katalog als psychische Störung anerkannte) Burn-out-Syndrom vor allem ein deutsches Phänomen ist.

Mein radikaler Vorschlag: Urlaub streichen

Wenn diese ganzen Versuche also langfristig nichts bringen – davon abgesehen, die Tourismus- und Wellness-Branche am Leben zu erhalten, also eine Art Abwrackprämie sind –, warum dann nicht einfach auf den Urlaub verzichten? Vielleicht handelt es sich bei all diesen Bemühungen um eine bloße Symptombekämpfung, die an den Ursachen des Gefühls der Erschöpfung, des Ausgebranntseins, die am Erleben des Dauerstresses nachhaltig nichts ändern. Womöglich ist dann das, was wir Urlaub oder Wellness nennen, gerade eine Maßnahme zur Wiederherstellung der gewünschten Produktivität, wie ein Tropfen Öl ins Getriebe der quietschenden Maschine. Das würde dazu passen, dass „Urlaub“ im Deutschen ursprünglich „Erlaubnis“ bedeutete, beispielsweise die Erlaubnis zu gehen.

Wie wäre es, einmal (gesellschaftlich) unerlaubt zu bleiben und das so gewonnene Geld und die so gesparte Zeit darin zu investieren, das heimische Umfeld nachhaltig zu verbessern? Man stelle sich einmal vor, Tourismusexperten müssten sich nicht damit befassen, Menschen möglichst weit weg und dann wieder zurück zu transportieren, um für einen Moment eine Szene wie im Katalog zu erleben, sondern würden sich mit Sozialarbeit und Sinnfindung beschäftigen? Vielleicht bräuchten sie dann bei der nächsten Befragung auch nicht die meisten Urlaubsinseln dafür abzuwerten, dass sie ihre Authentizität verloren haben, dass Strände mit All-Inclusive-Hotels zugepflastert sind und dort sowieso alles gleich aussieht.


Portal zu einer stressfreien Zone im niederländischen Utrecht, wo dieser Blogartikel heute entstanden ist – einem freien WLAN der KPN sei dank.

Tja, was wäre das für eine Welt, was wäre das für eine Heimat, die die Menschen nicht das Jahr über von der Flucht für ein paar Tage träumen lässt, sondern in der das eigene Umfeld so angenehm gestaltet ist, dass man am liebsten gar nicht mehr weg möchte? Ich gebe zu, dass es sich hierbei um ein utopisches Gedankenspiel handelt; vielleicht aber um eins, über das zumindest nachzudenken sich lohnt.

Die Diskussionen hier sind frei und werden grundsätzlich nicht moderiert. Gehen Sie respektvoll miteinander um, orientieren Sie sich am Thema der Blogbeiträge und vermeiden Sie Wiederholungen oder Monologe. Bei Zuwiderhandlung können Kommentare gekürzt, gelöscht und/oder die Diskussion gesperrt werden. Nähere Details finden Sie in "Über das Blog". Stephan Schleim ist studierter Philosoph und promovierter Kognitionswissenschaftler. Seit 2009 ist er an der Universität Groningen in den Niederlanden tätig, zurzeit als Assoziierter Professor für Theorie und Geschichte der Psychologie.

17 Kommentare

  1. Urlaub: Sehnsucht nach dem Anderen

    Stressfreiheit für 5 Wochen ist nur der vorgeschobene Grund für Ferien, wahrscheinlich aber einer von mehreren Gründen.

    Ferien bedeutet auch frei nehmen vom Alltag, die Seele baumeln lassen, die Gedanken befreien vom Trott. Ob der Trott nun stressvoll oder stressfrei ist ändert am Trott selber nichts.

    Die Alternative zu Ferien wäre nicht die stressfreie Gegenwart sondern die erfüllte Gegenwart in der wir immer wieder etwas neues erleben und die Umwelt mit ganz anderen Augen wahrnehmen können. Wer jeden Tag etwas erlebt braucht keine Ferien, wer jeden Tag das gleiche erlebt, schon.

    Was wir heute Ferien nennen ist nur die (schlechte) Nachbildung eines Lebensstils, den Privilegierte schon seit vielen Jahrzehnten, ja seit Jahrhunderten, pflegen.

    Als prototypischen Fall können wir den zu seiner Zeit vielgelesenen Schriftsteller Gerhart Hauptmann nehmen. Der Wikipedia-Eintrag gibt überhaupt keinen Eindruck von seinem Lebensstil. Aus heutiger Sicht würden wir Gerhart Hauptmann jedenfalls beneiden. Seine Lieblingsinsel war Hiddensee: Hiddensee ist eins der lieblichsten Eilande, nur stille, stille, daß es nicht etwa ein Weltbad werde!” Seit 1926 wohnte er immer wieder im “Haus Seedorn” in Kloster, das er 1930 kaufte. “Bis 1943 hat er dann so gut wie jeden Sommer hier verbracht”, sagt Franziska Ploetz

    Gerhart Hauptmann besuchte aber auch die USA und hielt sich einige Zeit in Oberitalien auf. Zu seiner Zeit war das nur wenigen überhaupt möglich. Heute aber sehnen sich alle nach einem solch erfüllten Leben zu dem eben auch die Möglichkeit des Reisens gehört. Das Produkt Ferien ist allerdings nur die Billig- und Massenausgabe dessen was sich die Privilegierten früher und heute leisten konnten/können.

  2. Abwechslung!

    Zeit Online brachte neulich einen putzigen kleinen Artikel in dem Redakteure beschrieben, wie deren Urlaub aussieht und die Quintessenz war, dass es gänzlich verschieden war, welche Form dieser annehmen kann. Während es für manch einen nichts schöneres gibt, als am Strand vor sich hin zu grillen ist so etwas anderen wiederum ein Alptraum, träumen sie doch von den Alpen, wo sie ausgiebig zu wandern gedenken. Es wird wohl jeder anders gerne Urlaub machen – womit nicht gesagt sei, dass jeder weiß wie er gerne Urlaub machen würde. Anders kann ich mir die Beliebtheit von Pauschalreisen kaum erklären.

    Interessant ist die Etymologie: Duden.de gibt folgende Erklärung: “mittelhochdeutsch, althochdeutsch urloup= Erlaubnis (wegzugehen)”

    Es scheint also, als wenn Urlaub eine Entbindung von Pflichten (mit oder ohne) räumlichem Abstand ist. Von Entspannung und Erholung ist gar nicht mal die Rede. Vielleicht sind wir also einfach nur einem Irrtum aufgesessen, dass mit dem Urlaub auch Entspannung einhergeht. Aber was tut man als pflichtloser Mensch? Dem eigentlichen Sinn des Lebens auf die Spur gehen? Oder neue Pflichten suchen? Vielleicht ist der Mensch auch gar nicht für Urlaub gemacht – das Wort scheint nicht all zu alt zu sein. Früher gab es eben nützliche Dinge zu tun – Urlaub führt uns vielleicht auch ganz radikal vor Augen, in welchem Überfluss wir leben.

  3. @Wloszczynski: Urlaub

    Also der Artikel über Urlaub im Deutschen Wörterbuch führt bis ins Gothische zurück und zieht sich über mehrere Spalten. Interessant ist aber, dass von den vielen Bedeutungen vor allem nur noch die eine übrig geblieben ist:

    2c) zeitweilige entbindung vom dienst in militärischen dienstverhältnissen und denen der beamten und angestellten; fast die einzige heute recht gebräuchliche bed[eutung] von u[rlaub]

    Für diese Bedeutung gibt es schon Belegstellen aus dem frühen 18. Jahrhundert.

    Ich muss gestehen, dass ich selbst nie wirklich verstanden habe, warum viele Leute so auf ihren Jahresurlaub erpicht sind. Tatsächlich probiere ich es eher mit den vielen kurzen Trips und Abwechslung im Alltag, wovon auch in dem NY-Artikel die Rede ist. Warum nicht 365 Tage Erlebnisse statt 350 Alltag und 15 Abenteuer? Nicht zuletzt habe ich diesen Beitrag ja auf einer Wochenendreise nach Utrecht geschrieben.

    Meine Vermutung ist, dass viele heutzutage Urlaub machen, weil man es eben so macht. Das war vor 50-60 Jahren noch nicht so. Heute muss man sich aber schon rechtfertigen, wenn man nicht wegfährt. Wie sich die Einkommensverhältnisse zurzeit entwickeln, könnte sich das bald auch wieder ändern.

  4. @Maier

    Danke für den interessanten Link. Es ging mir gar nicht so sehr um eine Analyse des Konsumverhaltens (dazu schon einmal hier: Occupy SciLogs: Wir Menschen, so klein), sondern um die Idee, lokal zu handeln, anstatt global zu fliehen.

    In dem Artikel ist die Rede davon, dass Leute nun im eigenen Garten/Hof grillen. Wenn sie das hinter hohen Hecken machen und bloß, weil sie sich die Reise nicht mehr leisten können, dann ist m.E. nicht viel gewonnen; wenn sie aber vielleicht ein paar Nachbarn dazu einladen, dann schon.

    Shaolin-Mönche durften früher, meiner Erinnerung nach, übrigens nicht mal zehn Gegenstände besitzen; und ich muss in den nächsten Wochen entscheiden, welche Dinge ich für ca. ein halbes Jahr in zwei Koffern und einem Rucksack fürs Handgepäck mitnehmen will. Ich kann mir schon vorstellen, dass einen das befreit, plötzlich weniger unnötiges Zeug zu haben.

    Mr. Belic says his documentary shows that “the one single trait that’s common among every single person who is happy is strong relationships.”

    Den Satz unterschreibe ich sofort. Meine Idee ist eben, die eigene Umwelt lieber an den Idealzustand anzupassen als dort alles so zu (unbefriedigend) lassen, wie es ist, und dafür lieber wegzureisen; aber auch dafür gibt es sicher gut begründete Ausnahmen.

    Nebenbei bemerkt widerspricht die Empfehlung in dem NYT-Artikel, in Erfahrungen zu investieren, in gewisser Weise der Darstellung in dem G&G-Artikel. Wollen Sie der Redaktion nicht einmal einen Leserbrief schreiben? Vielleicht sieht Herr Marschall eine Möglichkeit, die Befunde miteinander zu vereinbaren.

  5. @Stefan Schleim; Gestalt ihrer Utopie?

    Hallo Herr Schleim,

    und welche Gestalt hat nun ihre Utopie? Nur “kein Urlaub” ist als Utopie noch etwas mager, finden sie nicht?

  6. @Blix: selbst gestalten

    Stimmt, auf den Urlaub zu verzichten wird allein kaum Probleme lösen; aber es kann ein erster Schritt sein, um diese zu identifizieren und anzugehen.

    Ich habe vorher ein paar gesellschaftlich geprägte Beiträge geschrieben (z.B. Sparmaßnahmen, Gemeinschaft und Frieden; Occupy SciLogs: Wir Menschen, so klein). Ich würde aber nicht beanspruchen, für alle Probleme die Lösung zu wissen. Haben Sie sich denn selbst schon Gedanken gemacht?

    Es ist doch kein Geheimnis, dass das, was vor allem Wirtschafts- und Finanzpolitiker als “Flexibilisierung” bezeichnen, viele Menschen unglücklicher und sogar krank macht – eben diejenigen, von denen man immer nur erwartet, flexibel zu sein, sich anzupassen. Gerade den jüngeren Menschen bietet man dafür oft wenig bis gar nichts (man denke an unbezahlte Praktika, Ketten von befristeten Werkverträgen, Zeitarbeit, Staatsschulden, den drohenden Bankrott unseres Rentensystems, zunehmende relative und absolute Armut weltweit).

    Das ist doch alles bekannt, dennoch unternehmen die Berufspolitiker wenig dagegen. Das heißt, man kann ihnen allein auch nicht die Gestaltung der Gesellschaft überlassen; die schaffen unsere Gesellschaft nämlich ab.

  7. @ Herrn Schleim

    Ja, kann ein erster Schritt sein.
    Wenn also Urlaub wirklich nur ein Ausbrechen aus einem Trott ist, dann ist er möglicherweise eher schädlich als nützlich.
    Lässt man ihn aber einfach nur weg, entsteht ein Trott mit Lücke. Wird nichts grundsätzlich geändert, wird die Lücke nur mit Trott aufgefüllt.
    Es ist ja dieses grundsätzliche oder besser wesentliche Ändern, welches schwierig ist.
    Dazu muss man wissen wie das Ziel aussehen soll. Wissen vielleicht viele nicht?
    Ich glaube es war Mark Twain der mal so schön gesagt hat:”Wenn du nicht weisst wo du hin willst, brauchst du dich auch nicht zu wundern wenn du niemals ankommst!”

    Geht nicht darum, dass sie für alles eine Lösung haben sollen. Das kann keiner. Mich interessiert ihre ganz subjektive Utopie wie sowas aussehen könnte.

    Ja sicher ist “Flexibilisierung” nur für eine Seite praktisch. Die Generation Praktikum zahlt den Preis des materiellen Wohlstands ihrer Eltern und Großeltern. Wie sollten Rentensysteme oder Pensionsfonds auch sonst gefüllt werden?
    Berufspolitiker wollen gewählt werden und die Jungen haben keine Mehrheit. Ich fürchte es ist so einfach.

  8. utopisches Gedankenspiel?

    Soeben habe ich Ihren Artikel gelesen und die letzten Zeilen motivierten mich, darauf einmal zu reagieren und zwar aus “praktischer” Sicht. Bevor ich heute online ging, habe ich meine Familie zum Flughafen Nizza gefahren, von wo aus sie die Heimreise antraten. Ich selbst fuhr nach Hause (30 km)zurueck,in das Umfeld, in dem ich mich wiederfinde und das ich “am liebsten gar nicht mehr verlassen” moechte. Was ich sagen moechte,ist, dass “utopische Gedankenspiele” verwirklicht werden koennen,auch wenn es ein langes Erwachsenenleben und ein unendliches Frustrationspotential kostet.Erholung schoepft man an dem Ort, an dem man sich wohlfuehlt, und oftmals erfordert es halt vorab einen immensen Einsatz bis zum ertraeumten Ziel.

  9. @Blix: Ziele

    Ein erster sinnvoller Schritt könnte es ja sein, in Ruhe über die Ziele nachzudenken…

    Im Niederländischen gibt es ein entsprechendes Sprichwort, das lautet: Für denjenigen, der nicht weiß, wohin er segelt, ist kein Wind günstig.

  10. @Bongard: Nizza

    Danke für Ihre Ergänzung – können Sie auch beschreiben, was diese Umgebung für Sie so paradiesisch macht?

    An der schönen Strandpromenade allein dürfte es wohl kaum liegen. Als ich für ein paar Monate in Kalifornien lebte, fand ich den blauen Himmel natürlich prima oder die Schildkröten im wunderschönen Park der Elite-Universität.

    Dennoch gewöhnt man sich eben schnell an so etwas und dann fiel auf, dass viele der Menschen dort auch Angst haben (überfallen zu werden, ihre Rechnung nicht bezahlen zu können, …) oder unter dem Wettbewerbs- und Leistungsdruck leiden (vgl. Schkade & Kahneman [1998]. Does Living in California Make People Happy? A Focusing Illusion in Judgments of Life Satisfaction. Psychological Science 9: 340-346).

  11. @Herrn Schleim

    Ja, absolut.

    Die Ziele sind aber sicher für jeden anders. Allgemein gültige wird es kaum geben, oder doch?

    Bleibt spannend.

  12. “Urlaubserholung”

    …und die “ultimative Erholung” ist eine siebentägige Karibrik-Luxuskreuzfahrt.

    Das dieses “Verprechen” absolut nicht zutreffend ist, beschreibt David Foster Wallace mit bissigen Kommentaren und auf humoreske Art und Weise, in seinem Buch: “Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich”.

    vgl. http://www.randomhouse.de/content/edition/excerpts/21987.pdf

  13. Veto

    Da kann ich gestalten, wie ich möchte, das Meer kommt einfach nicht nach Wuppertal 😉

  14. @Marie

    Wenn Sie sich am Meer Ihre Inspiration für die akademischen Arbeiten anderer holen (bitte hier keine Eigenwerbung per Link zu akademischem “Ghostwriting”), dann würde ich mir wünschen, Sie blieben lieber in Wuppertal. Dort kann man übrigens sehr gut Salsa tanzen.

    Als Psychologiedozent habe ich natürlich schon Erfahrungen mit den Schreibschwierigkeiten mancher Studierender gemacht. Dass jemand, der mit einem Abitur von der Schule abgeht, schon weiß, wie er oder sie einen logisch zusammenhängenden Essay schreibt (womöglich gar auf englisch), das kann man leider nicht voraussetzen. Meiner Erfahrung nach können die Studierenden das aber lernen.

    …wobei ich natürlich nicht ausschließen kann, dass der eine oder die andere schon Hilfe von einem “Ghostwriter” hatte.

    Ich wünsche Ihnen mehr Ideen für eigene Arbeiten.

  15. Ganz schön vielseitig

    Hallo.
    Nach dem lesen des Beitrags und der Diskussion hier im Anschluss bin ich erstaunt was man neben bunten Bildern und freudenschwelgenden Texten noch so alles zum Thema Urlaub schreiben kann. Vielleicht übernehme ich derartige Auseinandersetzung mit dem Thema auch mal als Anreiz für eine eigene Serie. Gastauthoren sind dann natürlich gern willkommen 😉

    Ich werde mir diese Seite definitiv in den Favoriten ablegen. Danke.

  16. hm..

    Jeder Mensch braucht mal eine Pause zum ausschalten, wie zum Beispiel einen Urlaub, das sollte man nicht vergessen. Jedoch gibt es natürlich jene, die es wirklich übertreiben.

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