Philosophischer Schnellschuss zu Wahlmanipulationen

Wie der Bewusstseinsphilosoph Philipp Hübl Cambridge Analytica entschuldigt.

Wie manipulierbar ist der Mensch? Zugegeben, die wundersamen Funde der amerikanischen College-Psychologie sollte man mit Vorsicht genießen: Menschen entscheiden moralische Probleme anders, wenn sie ein Glas mit warmem oder kaltem Wasser in der Hand halten? Oder sie gehen plötzlich langsamer, wenn man sie mit dem Altern konfrontiert?

Die Macht des Unbewussten

Auch die Willensfreiheitsdiskussion, ausgelöst durch Fehlinterpretationen neurowissenschaftlicher Experimente, war ein Schuss in den Ofen. Das Gehirn entscheidet unbewusst, bevor wir bewusst entscheiden? Interessanterweise zeigt sich die nächste Generation erfolgreicher Hirnforscher – etwa John-Dylan Haynes von der Berliner Charité oder der Groninger Neuropsychiater André Aleman – als sehr anpassungsfähig: Kaum ist die alte Garde wie Gerhard Roth oder Wolf Singer stiller geworden, werden plötzlich die Freiheitsmöglichkeiten des Menschen und seines Gehirns in den Vordergrund gestellt.

Ich stimme also mit dem Stuttgarter Philosophen Philipp Hübl darin überein, dass man das Menschenbild nicht voreilig wegen ein paar medienwirksam inszenierter Experimente über Bord werfen sollte. Hübl hat sich immerhin in seinem Buch “Der Untergrund des Denkens” mit der Philosophie und Psychologie des Unbewussten auseinandergesetzt.

Sein jüngster Kommentar zu den angeblichen Manipulationen bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen wirkt auf mich aber wie ein Schnellschuss. Er kommt auf ZEIT Online zu dem Ergebnis: “Nicht Facebook hat Trump zum Präsidenten gemacht.

Amerikanische College-Psychologie

Zum einen beruft sich Hübl dabei auf dieselbe Art amerikanischer College-Psychologie, die er an anderer Stelle kritisiert, etwa die Studie von Dana Carney von der Columbia University und Kollegen zum Zusammenhang von Persönlichkeitsmerkmalen und politischen Überzeugungen. Der Befund, dass Menschen mit höherer Offenheit für neue Erfahrungen eher liberal wählen und solche mit höherer Verlässlichkeit eher konservativ, ist wenig überraschend.

Man muss aber dazu sagen, dass die Studie – wie viele andere auch – im Wesentlichen auf den Daten junger Menschen beruht, hier nämlich Studierender der University of Texas in Austin. Sie ist also keinesfalls repräsentativ. Dass die Psychologie gerade in einer Replikationskrise steckt, die viele Befunde in Zweifel zieht, sollte man auch nicht vergessen.

Stamm- oder Wechselwähler?

Zum anderen macht es sich Hübl zu einfach, wo er schreibt, einen Jens Spahn könne man durch unbewusste Beeinflussung durch Werbung nicht zu einem Linken machen, ebenso wenig eine Sahra Wagenknecht zu einer Verfechterin des Neoliberalismus. Um solche glasklaren Fälle geht es bei der Manipulation durch Werbung aber gerade nicht.

Die US-Präsidentschaftswahlen sollte man nicht analysieren, ohne sich mit den tatsächlichen Daten auseinanderzusetzen. Gerade als Philosoph fängt man sich sonst schnell den Vorwurf ein, Philosophie aus dem Lehnstuhl zu betreiben, also am großen Teil der Realität vorbei zu denken und zu analysieren.

Eigenarten des US-Wahlsystems

Eine auch in den USA selbst nicht unumstrittene Eigenart des dortigen Wahlsystems ist, dass der Kandidat mit der Mehrheit der Stimmen nicht automatisch Sieger der Wahlen wird. So kam es beim Duell von Hillary Clinton und Donald Trump zum fünften Mal in der Geschichte des Landes dazu, dass der Verlierer der sogenannten Popular Vote, also schlicht der landesweiten Stimmen aller Wählerinnen und Wähler, trotzdem Präsident wird: Clinton kam mit 65,9 Millionen (48,2%) gegenüber Trumps 63,0 Millionen (46,1%) Stimmen letztlich nur auf 227 der entscheidenden Stimmen der Wahlleute, der sogenannte Electoral Vote, wo Trump 304 erzielte.

Dass die Mehrheitsverhältnisse so umgedreht werden können, ist eine Eigenschaft der geltenden Regeln. Dazu kommt, dass fast alle US-Bundesstaaten nach dem Prinzip vorgehen, dass der Gewinner der einfachen Mehrheit alle Stimmen des Staates bekommt. Das ist insbesondere mit Blick auf Michigan, Pennsylvania und Wisconsin relevant, wo die Wahlleute Trumps nur 0,22, 0,72 und 0,76% mehr Wählerstimmen hatten, aber dann alle 16, 20 und 10 Stimmen an ihn gingen, während Clinton, nur hauchdünn unterlegen, gar nichts erhielt.

Große Bedeutung kleiner Unterschiede

Minimale Unterschiede können durch das US-Wahlsystem also große Auswirkungen haben. Tatsächlich berechnen manche Analysten, wie etwa Hamdan Azhar fürs Forbes Magazin oder der Cook Report, dass in diesen Staaten gerade einmal 78.000 Stimmen – von insgesamt rund 130 Millionen – die ganze Präsidentschaftswahl entschieden haben könnten.

Philipp Hübl macht es sich zu einfach, wo er die Möglichkeit von Wahlmanipulationen durch Cambridge Analytica über das Facebook-Datenleck für unwahrscheinlich hält. Es geht nicht um die Menschen, die in ihren Meinungen politisch fest überzeugt sind, die Jens Spahns oder Sahra Wagenknechts der Gesellschaft. Es geht stattdessen um die Wechselwähler, die bei einem Kopf-an-Kopf-Rennen, wie eben in den genannten Staaten Michigan, Pennsylvania und Wisconsin, den Ausschlag geben.

Wenn es wirklich Wahlmanipulationen gab, dann ging es, im Wesentlichen wegen der Regeln des amerikanischen Wahlsystems, also nicht um das Beeinflussen von Millionen, sondern möglicherweise allein einiger Zehntausend. So einfach und selektiv, wie Hübl es macht, sollte man das nicht von der Hand weisen.

Hinweis: Die Redaktion von ZEIT Online lehnte diese Gegendarstellung ab. Dieser Beitrag erscheint auch parallel auf Telepolis – Magazin für Netzkultur.

Veröffentlicht von

www.schleim.info

Stephan Schleim ist studierter Philosoph, Psychologe und promovierter Kognitionswissenschaftler. Seit 2009 ist er an der Universität Groningen in den Niederlanden, zurzeit als Assoziierter Professor für Theorie und Geschichte der Psychologie. Der Autor schreibt auch für zahlreiche andere Medien. Die Diskussionen hier sind frei und werden nicht moderiert. Gehen Sie respektvoll miteinander um, orientieren Sie sich am Thema der Blogbeiträge und vermeiden Sie Wiederholungen. Beim Gedankenaustausch darf es auch mal heiß hergehen, jedoch nicht beleidigend werden, vor allem nie unter die Gürtellinie gehen.

30 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. “Das Gehirn entscheidet unbewusst, bevor wir bewusst entscheiden…”
    Wenn ich hierzu etwas kommentiere, sucht meiner Ansicht nach nicht mein Bewusstsein nach Argumenten sondern mein Unterbewusstsein bewertet (assoziiert) alle abgespeicherten Erlebnisse,Fakten ,Gefühle und Erfahrungen zu diesem Thema.Der vorgegeben Reiz (das Thema) bekommt eine individuelle Bewertung, die als Gedanken im Bewusstsein erscheinen. Je stärker der Reiz- was von Individium zu Individium auf Grund der Erfahrungen unterschiedlich ist – je stärker die Auseinandersetzung mit diesem Thema. Da dieses Thema mich im Moment nicht weiter reizt und somit fokussiert, springen meine Gedanken “unbewusst” zu einem anderen Reiz-Thema…

  2. Der Unterschied zwischen Wahlmanipulation und geschicktem Wahlkampf kann subtil und gering sein – das ist für mich klar. Denn sowohl Wahlmanipulation als auch geschickter Wahlkampf setzt dort an, wo es einen Unterschied macht: in beiden Fällen will man vor allem Menschen, die sich noch nicht entschieden haben oder die sich innerlich entschieden haben, aber nicht wählen gehen wollen, auf seine Seite ziehen. Wer diese Überzeugungs- und Beeinflussungsarbeit mit unfairen Mitteln macht ist ein Betrüger, wer es mit fairen Mitteln macht ist ein politisches Genie oder hat ein gutes Wahlkampfteam. Um ein Beispiel zu geben: Trump hat in den alten Industriestaaten (rust belt states) Pennsylvania, Ohio, Michigan, Wisconsin and Iowa die Wahlen gewonnen, weil die Wähler, die bei der Wahl für Obamas zweiter Wahlzeit noch in der Mehrzahl demokratisch stimmten, 1) von den Demokraten enttäuscht waren und 2) von Trump besonders angesprochen wurden durch das „ Great again“ und seinen intensiven Wahlkampf gerade in diesen Staaten während Hillary Clinton und ihr Wahlkampfteam in diesen Staaten kaum auftrat. Siehe dazu den Guardian-Artikel: Disaffected rust belt voters embraced Trump. They had no other hope. Wenn nun Trumps Team noch dazu illegal abgezweigte Facebookdaten verwendete und diese manipulativ einsetzte um ihre Wahlkampfwerbung noch zielgerichteter zu machen, dann wurde sie vom genial operierenden Wahlkampfteam zum kriminellen. Im übrigen hat dieses Phänomen aber wenig mit dem US-Wahlmännersystem zu tun, denn es gibt in vielen Staaten spezielle, eventuell ungerechte Wahlgeographien und Wahlsysteme ein Wahlkämpfer kennt diese und nutzt sie – wenn er gut ist – für sich aus. Die entscheidende, eventuell aber problematische Haltung eines Wahlkämpfers ist, dass er gewinnen will – fast egal wie. Wenn er dazu aber auch illegale Mittel,verwendet – wenn er quasi dopt -, dann ist er kriminell, im andern Fall ist er ein Spitzenathlet.

  3. Zustimmung, Stephan, zu Deiner Kritik an Philipp Hübls „Schnellschuss“. Die Aktivitäten von Cambridge Analytica und deren (wahrscheinlicher) Einfluss auf das Wählerverhalten kleinzureden, erscheint reichlich daneben.

    Aber es passt wohl zu Hübls Denke, nämlich dass der Mensch zumeist „Herr ist im eigenen Haus“ und somit das allermeiste stets unter bewusster Kontrolle hat.

    Bloß weil es um Gerhard Roth und Wolf Singer stiller geworden ist, hat sich die neurobiologische Faktenlage ja nicht geändert.

  4. @Holzherr: Des einen Wahlkampf ist des anderen Wahlmanipulation

    Ja, ich halte das für einen guten Hinweis, dass die Grenze hier fließend ist – und auch von der eigenen Sichtweise abhängt.

    Ich denke, dass einige der führenden Redaktionen immer noch darüber gekränkt bis schockiert sind, dass a) der von ihnen abgelehnte Donald Trump Präsident wurde und b) sie das nicht haben kommen sehen. Schlussfolgerung: Daher kann das nicht mit rechten Dingen zugegangen sein.

    Ich erinnere daran, dass auch das Rennen zwischen George W. Bush und Al Gore knapp ausging – im Electoral Vote nur 271 vs. 266 Stimmen – und Manipulationen im Gespräch waren. Der Fall kam schließlich sogar vor Gericht.

    Klar, wo Gesetze übertreten werden, da sollten die Verantwortlichen dingfest gemacht und verurteilt werden. Aber die Spekulationen über Wahlmanipulationen lenken auch davon ab, dass beide Kandidaten keine weiße Weste hatten… und man insbesondere in den USA durch ein schlechtes Bildungssystem große Bevölkerungsteile verdummen lässt und damit für geschickte Manipulationen anfälliger macht.

    • @Stephan Schleim: da kann ich ihnen zustimmen – ausser vielleicht dem Bildungssystem, die Schuld zu geben, denn im Vergleich zu 1980 ist der Prozentsatz der US-Bürger mit Hochschulbildung bei Weissen von 25 auf 50%, bei Schwarzen von 12% auf 22%, bei Asiaten von 45% auf 60% und bei Latinos von 9 auf 15% angestiegen. Noch nie waren die US-Bürger so gebildet wie heute – und trotzdem haben sie Trump gewählt.
      Hier müsste man fragen: wie kommen politische Meinungen überhaupt zustande? Ich vermute, dass letzlich Parlametarier, wenig Gebildete und gut Informierte letzlich auf ganz ähnliche Art zu einer politischen Meinung kommen: dadurch mit welchen politischen Fragen sie sich beschäftigen und wie ihnen diese Fragen präsentiert werden. Das sind letzlich mediale Einflüsse und Einflüsse der peer-Gruppe. Wenn nun in den USA Republikaner ganz andere Medien konsumieren als Demokraten und Republikaner in einer ganz anderen Welt leben als Demokraten, dann muss man sich nicht wundern, dass sich ganz andere, von den jeweilig anderen nicht nachvollziehbare Meinungen sich ausbilden.

  5. @Balanus: Unbewusstes

    Weder sind wir immer, noch niemals Herr im eigenen Haus, um noch einmal Freuds Formulierung wiederzubeleben. Schwarzweißmalerei hilft hier nicht weiter.

    Bloß weil es um Gerhard Roth und Wolf Singer stiller geworden ist, hat sich die neurobiologische Faktenlage ja nicht geändert.

    Genau. Ihre Aussagen sind heute genauso haltlos wie damals.

    Ich würde dir aber doch gerne mal die Lektüre von John-Dylan Haynes zum Thema nahelegen, der hier in den letzten Jahren eine Kehrtwende vorgenommen hat (vom Freiheitsleugner zum Freiheitsverfechter).

  6. Irgendwie hat die Diskussion über Trump und das knappe Wahlergebnis eine Schieflage. Es wird davon ausgegangen, dass Trump der Bösewicht ist, und das die Benützung von Daten gesetzeswidrig sei.
    Dabei sind Trumps wirtschaftliche Ziele äußerst real und notwendig. Mich hat es schon jahrzentelang gewundert, dass sich Europa unter dem Schirm der USA es sich gut gehen lässt und die Amerikaner die Zeche zahlen.
    Trump hat das erkannt und steuert jetzt dagegen. Mit seinem Plan die Infrastruktur zu verbessern, kann man ihm nur wünschen, dass er Mehrheiten dafür findet.
    Die illegalen Datenströme stehen auf einem anderen Batt. Hätte Clinton die Wahl gewonnen, würde sich keine Sau für solche Kinkerlitzchen interessieren.

  7. @Stephan // Hausherren

    Nur kurz: Du schreibst:

    »Weder sind wir immer, noch niemals Herr im eigenen Haus, um noch einmal Freuds Formulierung wiederzubeleben. Schwarzweißmalerei hilft hier nicht weiter.«

    Du meinst Philipp Hübl, richtig? Denn wenn, dann malt er schwarzweiß, nicht ich. Siehe die Website seines Verlags (Rowohlt):

    Eine gute Nachricht aber gibt es, schreibt Philipp Hübl […] in seinem neuen Buch: Wir sind die Herren im eigenen Haus – Bewusstsein ist eine Entscheidung.

    .
    Danke für die Lektüre-Empfehlung. Ich habe mir die Publikation des Teams um John-Dylan Haynes mal angeschaut („The point of no return in vetoing self-initiated movements“, PNAS, 2016). Ich habe zwar nicht den Eindruck, dass Haynes ins Lager der Dualisten gewechselt ist, finde es aber schon merkwürdig, dass er sich immer noch am Freiheitsbegriff (resp. freien Willen) abarbeitet.

    In der Pressemitteilung der Charité vom 17.12.2015 findet sich die lustige Frage:

    Wie aber kann es sein, dass das Gehirn vorab weiß, wie sich ein Proband entscheiden wird, obwohl es diesem selbst noch gar nicht bewusst ist?

    .
    Mir scheint, da war der selige Carl Vogt (1817-1895) schon ein bisserl weiter. Schopenhauer sowieso…

  8. “Wie aber kann es sein, das das Gehirn vorab weiß, …”

    😂 weil es Zugriff auf das Unterbewusstsein, bzw. … hat, wo aufgrund der menschlichen Dummheit alles solange relativ vorbestimmt abläuft, bis Mensch, also ALLE, sich entschließen die Kraft ihres Geistes in allen Bereichen der Realität optimal / “gottgefällig” bis zum Freien Willen zu fusionieren 😎

    Das ist beweisbar, aber HÖCHSTWAHRSCHEINLICH NICHT im Sinne des Schöpfers, denn unsere Vernunftbegabung sollte ausreichen für …!

  9. @hmann

    Datenmissbrauch und Sündenbocksuche auf allen Seiten

    Jahrzehnte war Europa für den kapitalistischen Imperialismus das Bollwerk gegen die Sowjetunion.
    So wie die “sozialen Errungenschaften” des “Wirtschaftswunders” nun offensichtlich nur Geschenke auf Zeit waren, so holen sich die Amis nun zurück was …
    Das dabei der nationalsozialistische Faschismus wieder erstarkt, das ist ein Dilemma (wenn diese Profitler und Wirtschaftsexperten wenigstens noch einen Funken Verstand von Vernunft inne haben), welches stets gleichermassen bewusstseinsschwach zu Konsum und Profit mit einkalkuliert wird – Schuld sind immer die Anderen.

  10. Wie interessant: Die Willensfreiheitsfrage noch immer nicht gelösst.
    Nur “Gefühlsmäßig” scheint sie gelösst zu sein, wenn man den “Moden” der jeweiligen Wissenschaftsgeneration folgt.
    Da ist eben eine Generation Wissenschaftler der Meinung, dieser “freie Wille” existiere nicht, die darauf folgende Generation meint dann das Gegenteil!

    Sieht aus, als ob sich hier ein ödipaler Konflikt in die akademische Fragestellung eingeschlichen hat!

    Sie wissen schon: Jeder Jugendliche kennt die affektive Ablehnung der Vorgaben seiner Eltern…oder besser: die Eltern kennen das.

    Aber für den Jugendlichen ist das “Freiheit” (wenn sie damit durchkommen!) oder eben ihr Freiheitskampf für die Freiheit, die sie meinen.

    Meine aus meinen Erkenntnissen gewonnene Definition von “Unfreiheit” ist:

    Wenn das Gehirn im Scanner chaotisch bunt aufleuchtet, wenn eine Entscheidung getroffen werden “muß”, dann besteht fundamental “Unfreiheit”.
    Denn nur widerspruchsfreie Entscheidungen sind freie Entscheidungen. Und das Aufleuchten vieler Gehirnbereiche ist Anzeichen für Widerspruch und Unfreiheit, nicht für eine “lebhafte” und umfassende Kognition.

    Denn nur unhinterfragte, widerspruchsfreie, gering zur kognitiven Verarbeitung anregendem, Entscheidungen sind, subjektiv, wirklich freie Entscheidungen.
    Frei von Hinterfragungen, frei von Widersprüchen, frei von zu viel Nachdenken darüber… frei von kognitiver Rechtfertigung.
    Und also frei von unverhältnismäßig hoher/großer Neuro-Aktivität.

    Ein uneingeschränktes und unhinterfragtes “Ja” ist im Gehirn mit den gegenwärtigen Messgeräten nämlich sehr wahrscheinlich gar nicht messbar, da ja keine Aktivität auftreten dürfte – ausser ein ganz kurze und leichte Potenzialschwankung in der ewig stehenden Welle eines utlimativen Ruheztustandes des Gehirns eines mit sich im Reinen befindlichen Bewusstseineszustandes.

    Das (theologische) Paradies ist eben, wenn man gar nicht nachdenkt. Das ist die Botschaft aus der Bibel, die uns erklärt, wie Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben wurden. Und… siehe da… es geht nicht um einen Garten, indem man wohnt…also so bildlich, sondern um den Zustand im Geiste.
    Und so redet die Theologie allermeist nur über den Geist und nicht über das real sichtbare Leben in der Sphäre vor unseren Augen.

    Der Fehler, den die Wissenschaften bisher wohl immer gemacht haben, ist, dass sie meinen, “Bewusstsein” sei das, was Kant mit “Verstand” immer nahelegen will: sich eines solchen zu bemächtigen.
    Womit immer gemeint ist, dass man “Komplikationen” in die “Denke” einzubauen hat, um auf die je höhere Weißheit zu gelangen, von denen ansonsten beinahe alle meinen, das wäre von jedem Menschen als Bedingung zu erwarten, dass sie es so tun müssten.

    Damit tun sie, was alle zu tun scheinen:
    Die “Schuld” oder eine Anforderung auf den je Anderen abzuschieben und davon auszugehen, sie müssten doch ganz leicht auf/zu dieser höheren (Er)Kenntnis gelangen müssen, weil es ja gar nicht anders ginge, wenn sie nur “nachdenken” würden.

    Dabei ist es schlicht anmaßend, solches anderen Menschen abzufordern, wenn sie es selbst eher selten von sich forderten oder je in der Lage wären.
    Allein diese Einstellung, jeder Mensch müsste diese ach so höhere Weißheit unbeingt in sich …an sich heranlassen und in sich “wirken” lassen, ist ja schon ein aufdringliches Anzeichen von “Unfreiheit”; von Umgebungsbedingungen der Unfreiheit, in denen in der Folge wenig davon die Rede sein kann, es gäbe diese Freiheit im Willen. Dabei ist schon infrage gestellt, ob denn überhaupt Freiheit zum Willen bestehe, wenn Dritte ständig Anforderungen haben, zu denen sie selbst einst eher nur widerwillig gezwungen wurden. Und eigentlich froh sind, wenn sie diese Frageszenerie sich nicht immer in Erinnerung rufen müssen. Aber Anderen ist es freilich zumutbar. Es ist ja immer der Andere…an dem es liegt.

    Die Vertreibung aus dem Paradies ist also?
    Andere davon zu überzeugen, dass Nachdenken irgendwie vorteilhaft und gar pflicht sei.

    Zu der Frage, wie eine Auswertung von Massenweise Daten über Menschen uns psychologisch manipulieren kann, scheint auch hier nicht wirklich etwas grundlegendes gesagt. Wie denn auch? Man ist sich ja nicht einig darüber. Und jede Festlegung erzeugt gleichfalls auch das Gegenteil…irgendwo bei irgendwem. In gewissem Maße auch zu recht.
    Wie ein Naturgesetzt/physikalische Gesetzmäßigkeit, in der ein positives Ladungspotenzial an einer Stelle an anderer Stelle ein negatives Potenzial entstehen lässt.

    Nach dem Gesetz der Thermodynamik (und sicher eben auch der Elektrodynamik) ist nicht das Ladungspotenziel der Normalzustand, sondern der ausgeglichene Zustand ist Normalität.

    Wie erstaunlich: Das biblische Paradies anhand der Thermodynamik erklärt.

    Somit wäre jedes “bessere Wissen”, das man jemandem aufzwingen wollte, das Vertreiben aus dem Paradies und somit schlicht Niedertracht gegen den Nächsten, den die Bibel uns nahelegt, zu lieben, wie dich selbst. Wie sehr also müssen sich diese Menschen, die andere belehren wollen, selbst hassen?

    Und weil sie, da sie im eigenen Scheitern am Leben ins sogenannte “Konservative” zurückfallen, nicht das “Konservative” verteidigen, sondern ihre eigene Anpassungsleistung, die sie jedem anderen dann auch aufzwingen wollen, sind sie in ihrer Demütigung irgendwie bestrebt, ein neues Paradies zu konstruieren.
    Leider wird das nie funktionieren, weil es, ist es erst soweit gekommen, kein Zurück zu geben scheint – Zurück in den paradiesischen Zustand des Unwissens; des “untangiertseins”, der “unschuld” sozusagen.

    Ich sprach in diesem Zusammenhang schon einmal davon, dass es sich hier um einen Konflikt zwischen “Gott” und “Gegengott” handelt, der immer nur in einer Dreiecksbeziehung gefochten werden kann, da ansonsten es immer nur 1´ner gegen 1´nen stehen würde.
    Theologisch gesehen ist aber die Zuhilfename/Inanspruchnahme eines Dritten faktisch schon “Sünde” vor dem Herrn (oder was damit gemeint ist).

    Und die allgemeine Ansicht, dass man sich auf Etwas und somit auch auf jemandem beziehen sollte, wenn man “Argumentiert”, ist also schlicht Anstiftung zur Sünde. Es gibt in der Gegengottessphäre kein Argument, dass sich nur auf sich selbst beziehen darf.
    Das heisst, dass der Weg des sündigen Menschen erwünscht sei, gewollt sei, in Niedertracht aus der eigenen Demütigung herraus und der Verteidigung der eigenen Anpasungsleistung, die einem schwer zu schaffen gemacht hat. Aus dieser Perspektive herraus gibt es kein Recht auf das Paradies, indem Menschen verweilen wollen – verständlicherweise.
    Anstatt die andere Wange hingehalten wird, wird die Feige/der Schlag weitergegeben.
    Wie beim Staffellauf.

    Deswegen sind Aussteiger so unbeliebt.

    Oder eben auch Jesus, kurz bevor er gekreuzigt wird.

    Nachdem man ihn zur Positionierung gezwungen hat, die ihm dann eben die “falsche” Neuro-Aktivität einbrachte, woraufhin die Kreuzigung erst möglich wird.

    Zuviel religiöse Poesie?
    Seltsam nur, dass es funktioniert…übereinstimmt, was die jeweiligen Implikationen sind.

  11. “Ein uneingeschränktes und unhinterfragtes “Ja” ist im Gehirn …”

    Es sogar unmöglich.

    “Das (theologische) Paradies ist eben, wenn man gar nicht nachdenkt.”

    Ja, so lieben unsere “Geistlichen” das, 😂 geistiger Stillstand nach
    der “Vertreibung aus dem Paradies” (unser erster und bisher einzige geistige Evolutionssprung).

    Der Gott der Thermodynamik – kam das nicht auch im Film Bladerunner zur Sprache 😎

    “Zurück in den paradiesischen Zustand des Unwissens; …”

    Oja, das wäre wirklich scheiße, denn nach meiner Erfahrung ist das ganz das Gegenteil, und absolut nicht messbar 😎

  12. Der Befund, dass Menschen mit höherer Offenheit für neue Erfahrungen eher liberal wählen und solche mit höherer Verlässlichkeit eher konservativ, ist wenig überraschend.
    […]
    Dass die Mehrheitsverhältnisse so umgedreht werden können, ist eine Eigenschaft der geltenden Regeln.

    Nur zwei Anmerkungen :

    1.) Wer in den Staaten konservativ gewählt hat, kann auch liberal (“freiheitlich”, das Individuum der Menge oder dem Rudel oder der Horde entgegengesetzt) sein, der Gag sozusagen in der bundesdeutschen Berichterstattung scheint aus Sicht des Schreibers dieser Zeilen zu sein, dass Kollektivisten der Staaten als liberal (“libäräll”) eingestuft werden, was falsch ist.
    Liberale und sog. Libertäre haben bei den US-Republikanern, dem Mehrheitswahlrecht geschuldet, das soz. binär funktioniert, geschuldet, oft eine, ihre Heimat gefunden.
    Auch reaktionäre, tradierte US-republikanische Sicht abbügelnd, wie dies Donald J. Trump so auch vornimmt, wie viele meinen, bspw. die “Büsche” meinend.

    2.) Die ‘umgedrehten Mehrheitsverhältnisse’ ergeben sich auch so, dass US-Republikaner an den West- und Ostküsten oft schlicht nicht gewählt haben, weil der dortige Wahlentscheid ohnehin festzustehen schien.
    Argumentation mit dem sog. “Popular Vote” könnte insofern belanglos sein.

    MFG
    Dr. Webbaer

  13. @demolog

    »Da ist eben eine Generation Wissenschaftler der Meinung, dieser “freie Wille” existiere nicht, die darauf folgende Generation meint dann das Gegenteil!«

    Nein nein, das ist ein Missverständnis.

    Der „freie Wille“ ist ein soziokulturelles Konstrukt und mithin nichts, was sich neurophysiologisch dingfest machen ließe.

    Ich kenne keinen ernstzunehmenden Neurowissenschaftler, und John-Dylan Haynes ist ernst zu nehmen, der irgendwo in den Hirnprozessen nach „Freiheit“ suchen würde.

    • Balanus
      Zitat:
      …, der irgendwo in den Hirnprozessen nach „Freiheit“ suchen würde.

      Ja, aber man muß ja irgendwie “suchen”, damit man was findet – egal, ob das Gefundene dann “Ja” oder “Nein” bedeutet. Die Interpretation des Gefundenen ist ja dann noch eine weitere Ebene der Forschung.

      Naja, der freie Wille als “soziokulturelles Konstrukt” wäre ja im Ödipus-Konflikt, den ich hier spaßensthalber anwendete, enthalten. Und selbstverständlich würden wir haufenweise Messbares im Hirn eines rebellierenden, oppositionellen Jugendlichen vorfinden.

      Und in diesen Hirnen ist natürlich auch enthalten, was man mit der Szenerie (Un-)Freiheit abgleichen kann, denn aus der Gehirnaktivität entspringt ja all das, was wir im Bewusstsein daraufhin in solche Kategorien einsortieren.

      Haben sie meine Definition über die Szenerie verstanden?

  14. Wenn Mensch den ernstzunehmenden Stumpf-, Blöd- und Wahnsinn der Realität übersteht, wird eine Zeit kommen, wo es scheißegal ist ob irgendwas neurophysiologisch dingfest gemacht wird.

    Der Freie Wille ist ein Ziel der Bewusstseinsentwicklung in Vernunft und Verantwortung – dabei nach “Freiheit” zu suchen, entspricht doch wohl nur dem beschränkten Denken der im “Individualbewusstsein” VERDINGSTEN …!? 😎

  15. @Holzherr: Bildungssystem

    Das ist mir zu oberflächlich gedacht. Dass immer mehr Menschen ein Hochschuldiplom bekommen, ist ein allgemeiner Trend (jedenfalls in unseren “entwickelten” Gesellschaften, in denen wir immer mehr Planungs-, Management-, Design- und Schreibtischarbeit haben). Das beweist aber nicht, dass da gute Bildung drin steckt.

    Das amerikanische Bildungssystem ist krass sozial ungerecht. Eine richtig gute Bildung kriegt vor allem die reiche Elite und einige sehr hart arbeitende, talentierte Menschen aus der Mittelschicht (und dann vor allem Asiaten und Weiße).

    Sie dürfen auch nicht den Einfluss religiöser Gruppierungen vergessen, die noch eine ganz andere Meinung darüber haben, was “Bildung” ist.

    Ich erinnere daran, dass Trump im Lager der eher schlecht gebildeten, die Hillary Clinten in ihrem Wahlkampf sogar noch verhöhnt hat, die höchste Zustimmung hatte.

    • Ganz genau, lieber Herr Schleim :

      Dass immer mehr Menschen ein Hochschuldiplom bekommen, ist ein allgemeiner Trend (jedenfalls in unseren “entwickelten” Gesellschaften, in denen wir immer mehr Planungs-, Management-, Design- und Schreibtischarbeit haben). Das beweist aber nicht, dass da gute Bildung drin steckt.
      […]
      Ich erinnere daran, dass Trump im Lager der eher schlecht gebildeten, die Hillary Clint[o]n in ihrem Wahlkampf sogar noch verhöhnt hat, die höchste Zustimmung hatte.

      Nate Silver bereitet hierzu ein wenig auf :
      -> http://fivethirtyeight.com/features/education-not-income-predicted-who-would-vote-for-trump/

      Anders formuliert, grober : Formal Gebildete tendier(t)en zur Wahl von US-Demokraten, eher gut Verdienende zur Wahl von US-Republikanern.
      Der auf der Hand liegende Verdacht besteht darin, dass formal Gebildete, vgl. mit Ihrem – ‘Das beweist aber nicht, dass da gute Bildung drin steckt.’ -, eher derart formal gebildet sind nicht gut zu verdienen, um dann US-Demokraten zu wählen.
      Ist in der BRD womöglich nicht anders.
      G-Wissenschaftler und so werden halt am Markt oft nicht benötigt, wählen dann, böse formuliert, gegen diesen.

      MFG + frohe Ostern bzw. ein schönes Hasenfest!
      Dr. Webbaer

  16. @Balanus: Haynes & Willensfreiheit

    Ich bestreite nicht, dass das Experiment interessant ist; aber wie schon seit Libet kann man sich wieder fragen: Was hat das mit Willensfreiheit zu tun?

    Und warum das dann so interpretiert wird? Vielleicht, weil manche Leute gerne in die Medien kommen? Aber wie dem auch sei: Das gibt mir dann ja die Gelegenheit, um in den Medien eine andere Sichtweise zu vertreten.

  17. @hmann: echte Probleme

    Mir liegt auch viel an einer neutralen Sichtweise. Trump ist demokratisch gewählter Präsident – und das in einer der ältesten Demokratien der Welt. Punkt.

    Ich denke auch, dass man sich inhaltlich mit ihm auseinandersetzen muss, und nicht unter der Gürtellinie, wie das auch so mancher aus dem linken Lager macht.

    In gewisser Weise halte ich Trump für ein Symptom der allgemeinen Krise der Intellektuellen. Die ist aber auch selbstverschuldet: Zu viele haben sich damit zufrieden gegeben, die Welt bloß schön zu reden, anstatt sie schön zu machen. Philosophen wie Hüberl zähle ich in dieses Lager.

    Wir hatten das aber schon mehrmals in der Menschheitsgeschichte, dass die gebildete Mittelschicht sich bei Abstiegsängsten lieber nach oben orientiert und sich den Wohlhabenden andient, die dann noch wohlhabender werden, anstatt mit denen zu solidarisieren, die weniger haben (vor allem: weniger Chancen).

    So bricht eine Gesellschaft nach und nach auseinander und haben es Menschen leichter, die mit radikalen Parolen einfache Lösungen versprechen.

    Ich stimme Ihnen zu, dass die Probleme, die Trump benennt, real sind; doch dass seine Lösungen funktionieren, das bezweifle ich. Wir werden sehen, zum Beispiel was der Handelskrieg mit China bringt…

    (Und Ihre These über den Schutzschirm der USA ist ein weites Feld und führt uns vom Thema ab… Ich stelle aber mal die These in den Raum, dass viele der Konflikte, die wir heute haben, von dieser “schützenden Hand” selbst erst in die Welt gebracht wurden, nämlich durch nachweisbare Lügen, zügellose Expansion und Aggression.)

    • +1

      In gewisser Weise halte ich Trump für ein Symptom der allgemeinen Krise der Intellektuellen.

      Was aus diesseitiger Sicht wenig verwunderlich ist, wenn sog. Intellektuelle hauptsächlich politisch links stehend, die Verniedlichung hier : Linksliberal, sein sollen, manchmal auch liberal sein dürfen, aber nie politisch rechts stehen dürfen.
      (Denn dann wären’s aus Sicht der Kultur-Hegemonie keine sog. Intellektuellen, lol.)

      MFG
      Dr. Webbaer (der mit sog. Intellektuellen und dem Anspruch intellektuell zu sein, seit 50 Jahren nichts an sich Gutes verbindet, ‘intellektuell‘ ist ja auch eine dieser Französierungen)

    • Bonuskommentar hierzu @ Herr Schleim :

      Und Ihre These über den Schutzschirm der USA ist ein weites Feld und führt uns vom Thema ab… Ich stelle aber mal die These in den Raum, dass viele der Konflikte, die wir heute haben, von dieser “schützenden Hand” selbst erst in die Welt gebracht wurden, nämlich durch nachweisbare Lügen, zügellose Expansion und Aggression.

      Hier kann es ein klares Jein setzen, Sie liegen richtig, wenn Sie das US-amerikanische Sendungsbewusstsein referenzieren, nicht umsonst haben die Staaten zweimal auch in Europa eingegriffen, aber auch anderswo, wo sie Staaten, die der Aufklärung zugeneigt schienen, schützen wollten, nicht immer günstig, es gibt hier auch das Fachwort Amerikanischer Exzeptionalismus, aber Sie liegen falsch, wenn Sie ‘nachweisbare Lügen, zügellose Expansion und Aggression’ unterstellen, als grundsätzlich, denn wo genau gab es diese? – Jenau, in Europa. Die Kolonialisierung meinend und die beiden großen Kollektivismen des letzten Jahrhunderts, auch bspw. die BRD hat nicht im aufklärerischen Sinne umfänglich implementieren können.

      Es war übrigens der Friedensnobelpreisträger, der beginnend mit seiner Kairoer Rede und Beschwichtigungs- und Entschuldigungsvorträgen die jetzige Chose angeleiert hat, der, der sich sogar mit den Muslimbrüdern arrangieren konnte und stabile Despoten, Ben Ami, Khadafi und Mubarak hopp gingen ließ, so wie sein Vorgänger sich Saddam entledigte und Jimmy *Erdnuss* Carter den Schah freigab.
      George W. Bush wollte angeblich sog. Nation Building, Barack H. Obama wohl irgendwie Gerechtigkeit, lol.
      Donald J. Trump reduziert hier, er gilt hier als hoch verständig.

  18. … VERDINGSTEN Suppenkaspermentalität durch stets zeitgeistlich-systemrationale Bildung für den Imperialismus. 😎

  19. Krise der Intellektuellen

    Um ein ernstzunehmender Philosoph zu sein, muss Mensch dieser Welt- und “Werteordnung” Die Philosophie studiert haben – so ist es auch kein Wunder, das z.B. bei den zeitgenössischen Sozialisten / Kommunisten SYSTEMBEDINGT auch zuerst die entsprechenden Schriften studiert werden müssen, um ein ENTSPRECHENDER Mensch zu sein!? 😎

  20. Balanus
    1. April 2018 @ 20:01

    @demolog

    -> Mir fällt gerade auf, das sie mit ihrer Antwort eher Zerstreuen, als Aufklären.
    Inzwischen heisst es also, das soziokulturelle Konstrukte sich nicht in Hirnaktivitäten messen lassen?
    Ich denke, das ist ein Fehlschluß aus der Erkenntnis, dass man mit den handelsüblichen Messgeräten kein Wort “lesen” kann, sondern eben nur elektrische Potentiale. Und dazu kommt, dass diese Messgeräte offenbar nur entweder “0” oder “1” aussagen können, nicht 1 oder 2, ja oder nein als je widerstreitene, gegenteilige Informationen.
    Keine Aktivität ist nicht das Gegenteil von Aktivität – wenn es um den Inhalt geht.

    Das macht es kompliziert. Aber nicht unmöglich, aus tendenziellen Dynamiken eine plausible Deutung zu setzen.

    Wer jedenfalls meint, nicht (überall) suchen zu müssen, der will nicht wirklich finden, was zu finden wäre, sondern ein subjektives “Ideal” pflegen.

  21. @demolog // 2. April 2018 @ 11:24

    »Ja, aber man muß ja irgendwie “suchen”, damit man was findet…«

    In den Hirnprozessen nach Freiheit zu suchen, ist wie im Wasser nach einer trockenen Stelle zu suchen.

    Das ist an sich keine neue Erkenntnis, aber es gibt ja immer noch Leute, die meinen, die Inhalte des bewussten Erlebens seien den Hirnprozessen vorgängig, die also implizit eine dualistische Auffassung vertreten (obwohl sie sich selbst eher nicht als Dualisten sehen).

    Solche Auffassungen sind aber kaum mit den neurobiologischen Experimenten vom Typ Libet vereinbar. Die heutige Generation Neurowissenschaftler liegt also, anders als Sie eingangs meinten, mit ihren Vorgängern nicht über Kreuz, da herrscht im Wesentlichen große Einigkeit.

  22. andere Perspektive ..aber im Grunde wie bei den PISA Vereinbarungen OECD

    .. Siehe oder vergleiche neue und alte Vereinbarung..

    .(schmale Bandbreite -) ähnlichliches sagt auch der Linguistik-Professor Noam Choamsky USA ua.Elisabeth Wehling mediale Aufmerksamkeitssteuerung,Algorithmen und Kognition ..augsburger Puppenkiste lacht !
    Hier die deutsche Übersetzung des Clips.(Übersetzt von von Dr. Ingo Hagel. http://www.umkreis-institut.de)
    Minoritäten entscheiden über Majoritäten…ist der Präsident weise i.Ordnung,aber nicht na dann Prost ! Die Geschichte ist voll davon und deren flache Entwicklung zeigt es auf…

    .https://www.youtube.com/watch?v=mOxAGiJsi4w

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