Neueste Zahlen: Geht steigender Cannabiskonsum mit mehr Schizophrenien einher?

Und eine Überraschung zum Psychoserisiko eines verbreiteten psychiatrischen Medikaments
Es ist noch kein Jahr her, dass man das Cannabisverbot in Deutschland einschränkte. Die Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP ist Geschichte. Erinnert sich noch jemand an die letzte Partei, die es nicht mehr in den Bundestag schaffte? Doch die Teillegalisierung der beliebtesten Droge nach Alkohol und Nikotin bleibt vorerst in Kraft – auch wenn die neue Bundesgesundheitsministerin von der CDU die Versorgung über Telemedizin und Online-Apotheken abschaffen will.
Wir erinnern uns an die hitzigen Debatten: Vor allem die Abgeordneten der SPD mussten überzeugt werden. Dafür setzte sich der damalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bis zur letzten Minute ein. Die Gesetzesänderung wurde schließlich am 23. Februar 2024 vom Bundestag verabschiedet. Doch die Unionsparteien wollten es mit einem Trick im Bundesrat aufhalten. Der Ministerpräsident des Freistaats Sachsen, Michael Kretschmer (CDU), brüskierte sogar seinen Koalitionspartner und setzte sich über die Gepflogenheiten des hohen Hauses hinweg. Er meinte, die Bundesrepublik vor einem großen Fehler retten zu müssen. Menschen-Bilder war damals live dabei.

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Stieg der Konsum?
Es hieß immer wieder, durch eine liberalere Cannabispolitik würde der Konsum steigen. Jetzt liegen die neuesten Zahlen vor. Und, siehe da: Der wesentliche Anstieg, vor allem bei jungen Erwachsenen, fand schon lange vor der Gesetzesänderung statt. Der zuletzt gefundene, leichte Anstieg von 2021 auf 2024 ist statistisch nicht signifikant. Jugendliche, um die sich die Verbotsbefürworter am meisten Sorgen machten, konsumierten ohnehin schon weniger Cannabis. Und für die wollte ohnehin niemand die Droge einfacher verfügbar machen.

Laut den neuesten Daten vom IFT Institut für Therapieforschung konsumierten rund 10 Prozent der Erwachsenen in Deutschland zumindest gelegentlich Cannabis. Beim riskanten starken Konsum änderte sich den Zahlen nach aber nichts. Datenquelle: Hoch et al., 2025
Schreckensszenario Nummer 1: Psychoserisiko und Schizophrenie
Die Kritiker wurden es nicht müde, immer wieder vom Psychose- beziehungsweise Schizophrenierisiko durch Cannabiskonsum zu warnen. Dass das Mittel wohl kaum seit Jahrtausenden in vielen Kulturen genutzt und auch hierzulande medizinisch verschrieben werden würde, wenn es wirklich so gefährlich wäre, ignorierten die Cannabisgegner geflissentlich.
Aber der Risikobegriff kann ja sehr weit gedehnt werden: Die meisten von uns setzen sich auch Tag für Tag in ein Verkehrsmittel und setzen sich damit einem höheren Risiko für einen Verkehrsunfall aus, sogar jetzt bei verschneiten Straßen im Winter! Doch, wer hätte es gedacht: Trotz aller Risiken haben die allermeisten von ihnen am Ende des Tages nicht einmal eine Prellung.
Zu den Risiken des Cannabiskonsums gibt es viele Studien. Prinzipiell gilt, dass Beobachtungsstudien keine Ursache-Wirkungs-Beziehung belegen können. Das heißt, vergleicht man zu verschiedenen Zeitpunkten die Gruppen der Konsumierenden und der Abstinenten und findet man dabei Unterschiede bei den Psychosen oder Schizophrenien, dann ist das kein Beleg für einen kausalen Einfluss von Cannabis. Schließlich unterscheiden sich die Gruppen ja auch in vielen anderen Faktoren. Dass diejenigen, die sonst auf kontrollierten Studien beharren, wenn sie die “evidenzbasierte Medizin” für sich beschwören, diese Standards bei der Dämonisierung von Drogen sofort vergessen, stimmt mich bedenklich.
Jetzt liegen ganz neue Daten zu sowohl dem Cannabiskonsum als auch der Diagnose von psychotischen und schizophrenen Störungen vor. Auch wenn diese keinen letzten Beweis liefern: Was denken Sie, in welche Richtung der Zusammenhang weist?

Die schon auf der letzten Abbildung dargestellte 12-Monats-Prävalenz (linke Skala) wird hier mit zwei möglichen Verläufen der Schizophreniekurve verglichen: Denken Sie, dass im gezeigten Zeitraum immer mehr (gelb; rechte Skala) oder immer weniger (rot) der psychologisch-psychiatrischen Störungen diagnostiziert wurden?
Komplexe Wissenschaft
Ich habe immer wieder darauf hingewiesen, dass Menschen mit erhöhtem Psychoserisiko häufiger Drogen konsumieren. Teils tun sie das, weil sie mehr Härten im Leben hinter sich haben und sich mithilfe der psychoaktiven Substanzen besser entspannen können. Manche weisen auch auf familiäre oder genetisch Risiken hin: Wer zum Beispiel einen nahen Verwandten mit einer Schizophrenie habe, der solle besser die Finger von den Mitteln lassen. Teils konsumieren Menschen mit der Diagnose Schizophrenie aber sogar Cannabisprodukte, um die Nebenwirkungen ihrer Medikamente besser zu ertragen!
Das alles sind besondere Gründe dafür, dass man von einem gemeinsamen Auftreten von Cannabiskonsum und Psychosen beziehungsweise Schizophrenien keine Ursache-Wirkungs-Beziehung ableiten kann. Der kausale Pfeil könnte in beide Richtungen weisen. Cannabiskonsum und eine psychologisch-psychiatrische Störung können aber beide auch durch einen dritten Faktor bedingt sein. Das sind eigentlich Standardargumente aus einer Einführungsvorlesung in die Statistik.
Trotzdem behaupten die Cannabisgegner in der Ärzteschaft beharrlich, aufgrund ihrer “klinischen Erfahrung” die Kausalität schlicht sehen zu können. Mir ist schon klar, dass man mit dem ohnehin oft nur oberflächlich angefertigten Dr. med. auch magische Kräfte verliehen bekommt.
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Auflösung
Was sagen also die neuesten Daten? Waren meine Vorbehalte und die der eher zurückhaltenden Forscherinnen und Forscher berechtigt? Oder haben doch die Cannabisgegner mit ihrer “klinischen Erfahrung” recht?

Obwohl seit 2012 immer mehr erwachsene Deutsche Cannabis konsumieren, sank die Rate neu diagnostizierter psychotischer und schizophrener Störungen seit 2015 kontinuierlich: und zwar um satte 12 Prozent! Datenquellen: Kohring et al., 2024; Thom et al., 2024
Damit wird übrigens nicht bestritten, dass besonders häufiger und starker Cannabiskonsum das Risiko für psychologisch-psychiatrische Störungen erhöht. Insbesondere diejenigen, die Lebensprobleme mit dem Mittel (oder anderen Drogen) unterdrücken wollen, gehen ein höheres Risiko ein. Denn mit dieser Bewältigungsstrategie tun sie nichts gegen die Probleme.
Übrigens fällt mir bei der Ärzteschaft immer wieder das Muster auf, die von ihnen selbst verschriebenen Medikamente eher zu verharmlosen, doch die von den Menschen selbst gewählten Heilmittel als gefährlicher darzustellen. Vergessen wir nicht, dass zum Beispiel die Opioid-Epidemie in den USA ab den 1990ern von Ärzten und Pharmafirmen losgetreten wurde, die den Menschen ein Leben ohne Schmerzen versprach. Von dem offensichtlichen Suchtrisiko wollten sie lange nichts wissen, während sie an der Abhängigkeit der Patientinnen und Patienten übrigens sehr gut verdienten. 30 Jahre später sind Hunderttausende an Überdosierungen der Mittel gestorben.
Und ohne hier eine Panik lostreten zu wollen: Wenn man danach sucht, dann finden Forscher auch für das sogar an Kinder immer häufiger verschriebene Methylphenidat (z.B. Ritalin) oder Amphetamin (“Speed”) ein erhöhtes Psychoserisiko (de Pablo et al., 2025). Ergebnis der Studie:
“Diese systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse ergab ein nicht zu vernachlässigendes Auftreten von psychotischen Symptomen, psychotischen Störungen oder bipolarer Störung bei Personen mit ADHS, die mit Stimulanzien behandelt wurden. Amphetamine waren im Vergleich zu Methylphenidat mit einem höheren Auftreten assoziiert.” (de Pablo et al., 2025, S. 1103)
Man muss immer Nutzen und Risiken gegeneinander abwägen. Aber ja, das böse Cannabis!
Aus den “Cannabis-Protokollen”
Wie groß ist aber nun das Psychose- beziehungsweise Schizophrenierisiko? Ich erlaube mir, aus meinem neuen Buch zu zitieren (Schleim, 2026, S. 76f.):
Aufgrund der Komplexität der Problematik folgerte eine Forschergruppe um Theresa Moore von der Universität Bristol (Großbritannien) schon einige Jahre vorher in der angesehenen medizinischen Fachzeitschrift The Lancet: “Die Unsicherheit darüber, ob Cannabis Psychosen verursacht, wird wahrscheinlich nicht durch weitere Längsschnittstudien aufgelöst werden können” (Moore et al., 2007, S. 316).
Diese Studie hat sich wie kaum eine andere mit dem Problem der ‘umgekehrten Kausalität’ und möglichen Verzerrungen in den epidemiologischen Studien beschäftigt. Den Einfluss störender Faktoren in dieser Forschung bezeichnen sie als “substanziell”. Das mahnt uns zur Vorsicht, wenn wir daraus Schlüsse für die Praxis ziehen wollen.
In ihrer Schlussfolgerung schreiben diese Forscherinnen und Forscher, man solle Cannabiskonsumenten vor dem Psychoserisiko und auch der Möglichkeit affektiver Störungen (wie Depressionen) warnen. Doch auch unter den regelmäßigen Konsumentinnen und Konsumenten sei das “Lebenszeitrisiko chronischer psychotischer Störungen wie Schizophrenie wahrscheinlich gering (kleiner als 3 Prozent)” (Moore et al., 2007, S. 327).
Das heißt im Umkehrschluss aber auch: Für Gelegenheitskonsumenten ist das Risiko noch kleiner. Ein allgemeines Verbot lässt sich aufgrund dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse daher meiner Meinung nach nicht rechtfertigen – zumal wir überall sehen, dass Prohibition nicht funktioniert und im Gegenteil sogar Gesundheitsrisiken vergrößert. Denn dann sind die Substanzen mitunter verunreinigt, höher dosiert und suchen Betroffene aufgrund der Angst vor Stigmatisierung und Strafverfolgung weniger Hilfe.
Wer also in Bezug auf Cannabis Gesundheitsschutz fordert, darf das Wort ‘Verbot’ nicht in den Mund nehmen. Und selbst die maßgeblichen Studien räumen ein, dass es keinen schlagenden Beweis für eine Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen dem Substanzkonsum und schweren, anhaltenden psychischen Störungen gibt.

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Folgen Sie Stephan Schleim auf Twitter/X oder LinkedIn.Abbildung: von Randi Bagley, Pixabay-Lizenz.
Quellen:
- de Pablo, G. S., Aymerich, C., Chart-Pascual, J. P., Solmi, M., Torres-Cortes, J., Abdelhafez, N., … & Cortese, S. (2025). Occurrence of psychosis and bipolar disorder in individuals with attention-deficit/hyperactivity disorder treated with stimulants: a systematic review and meta-analysis. JAMA psychiatry.
- Hoch E, Krowartz EM, Hollweck R, Möckl J, Olderbak S (2025). Cannabis consumption before and after partial legalization in Germany: Early trends, consumption patterns, and motives. Dtsch Arztebl Int; 122: 632–7.
- Moore, T. H., Zammit, S., Lingford-Hughes, A., Barnes, T. R., Jones, P. B., Burke, M., & Lewis, G. (2007). Cannabis use and risk of psychotic or affective mental health outcomes: a systematic review. The Lancet, 370(9584), 319-328.
- Kohring C, Hartmann M, Holstiege J, Müller D (2024). Inzidenztrends für 37 psychische Störungen bei Erwachsenen in der ambulanten Versorgung – Entwicklungen zwischen 2015 und 2022 mit Fokus auf Schizophrenie, Depressionen, tabakbezogenen und somatoformen Störungen sowie Schlaf- und Persönlichkeitsstörungen. Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi). Versorgungsatlas-Bericht, Nr. 24/06. Berlin.
- Schleim, S. (2026). Die Cannabis-Protokolle: Medizin, Politik und Wissenschaft auf dem Prüfstand. Hamburg: BoD.
- Thom J, Jonas B, Reitzle L, Mauz E, Hölling H, Schulz M (2024). Trends in the diagnostic prevalence of mental disorders, 2012–2022—using nationwide outpatient claims data for mental health surveillance. Dtsch Arztebl Int; 121: 355–62.
@Stephan Schleim: Sie scheinen ja richtig Humor zu haben gemessen an der Farbenwahl in ihren Diagrammen. Eigentlich sind Sie ja viel zu jung, um das Wiederaufblühen des Rastafarianismus in Deutschland miterlebt zu haben, als quasi alle, die damals hip sein wollten, mit entsprechend farbenfroher Kopfbedeckung und wenn möglich Rastalocken rumliefen. Oder ist doch alles nur Zufall?
Ich bin mit Ihrem anderen Buch (Perspektiven aus der Depressions-Epidemie) noch nicht ganz fertig und hätte hierzu doch noch die eine oder andere Frage (allerdings auf einem anderen Kommunikationskanal).
@Schmidt: Jamaika
Die Assoziation kam in mir auch auf – aber dann passt rot nicht ins Bild, oder?
Ich hielt mich an die Signalfarben der Ampel. Und der schwarze Strich als Kontrast.
Zur Depressions-Epidemie gerne hier oder später oder woanders. Ich arbeite gerade noch an der niederländischen Übersetzung. Dann kommen hier wahrscheinlich auch wieder Inhalte.
@Stephan Schleim
Die Farben der Rastafari-Bewegung sind: Rot, Gold (bzw. Gelb) und Grün.
Juckel et al. (2013), geben die Lebenszeitprävalenz für die Entwicklung einer komorbiden psychiatrischen Störung bei Patienten mit einer Canabisabhängigkeit mit 50 % an. Darunter ist Alkoholmissbrauch/-abhängigkeit mit 45 %, Angststörungen mit 28% und affektiven Störungen mit 24 %, antisoziale Persönlichkeitsstörungen folgen mit 15 % Erkrankungen, und schließlich 6 % Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis. Nach Regier et al. (1990) treten komorbide Erkrankungen deutlich häufiger auf, als in der Allgemeinheit.
Daher scheint eine Warnung in jedem Fall angebracht. Möglicherweise ist der Canabiskonsum/-abhängigkeit ein Frühsymptom einer psychotischen (Grund-)Erkrankung.
Da bei einer generellen Prädisposition für psychotischen Erkrankungen psychotische Episoden dosisunabhängig sind, kann bereits der Gelegenheitskonsum bedenklich werden, auch wenn neurobiologische Untersuchungen eine Dysbalance zwischen exzitatorischer und inhibitorischer Transmission erst nach längerfristiger Überstimulation des CB1-Rezeptors (bspw. durch hochpotentes Canabis) bezogen auf das Risiko psychotischer Symptome, ergaben.
Ein Verbot halte ich für übertrieben und nicht nachvollziehbar, die gezeigten Verläufe in den Abbildungen lassen nach meinem Dafürhalten keine eindeutigen Rückschlüsse in dem Sinne zu, davon irgendetwas Evidentes ableiten zu können.
@Schmidt: Cannabiskonsum und Komorbidität
Was ist denn Juckel et al., 2013?
Die reden also von einer Cannabisabhängigkeit. Nun ja, die entwickeln vor allem diejenigen, die wegen psychischer Probleme Cannabis (bzw. andere Drogen) konsumieren. Ist das dann nicht irgendwie schon tautologisch, dass beides häufiger zusammen auftritt?
Auch eine ADHS-Diagnose geht oft mit einer Substanzkonsumstörung einher. Es hängt also viel davon ab, in welcher Richtung man sich das anschaut. Und wenn diejenigen dann Stimulanzien (wie Amphetamin/Speed) vom Arzt bekommen, dann handelt es sich vielleicht um Art eine gesellschaftlich finanzierte Substitutionstherapie, auch wenn das nicht so genannt wird; stattdessen sagt man, man behandle ein Dopamindefizit im Gehirn, das jedoch nie im Einzelfall festgestellt wird. Komisch?!
Klaro kann und soll man die Leute vor ungesunden Konsummustern warnen. Dreimal dürfen Sie raten: Zu viel Zucker, Salz und Fett in der Nahrung sind auf Dauer auch ungesund. Und was findet man vor allem für Nahrungsmittel im Supermarkt?
Ein gesundes Leben setzt sehr stark a) eine gesunde Umgebung voraus und b) die realistische Möglichkeit, sich auch als Individuum in ihr gesund zu entscheiden. An beidem mangelt es in unserer sogenannten “hoch entwickelten Wohlstandsgesellschaft”.* Dann ist es wohl kein Zufall, dass wir es heute mit so viel Krankheit zu tun haben. Warnungen lösen das Problem wohl eher nicht.
*Dafür können bestimmte Interessengruppen dann ja sehr gut z.B. an neuen Abnehmspritzen verdienen.
P.S. Danke für den Hinweis zu den Farben.
Ich gebe zu, es hat etwas gedauert, bis bei mir der Groschen gefallen ist, um einen gewissen Zusammenhang zwischen den Farben in den Diagrammen, Rastafari und Cannabis zu erkennen. Ich habe aber eine andere Anmerkung zu den gezeigten Diagrammen.
Es geht ja um die Frage, erhöht der steigende Cannabiskonsum das Schizophrenierisiko. Im ersten Diagramm wird ja die die stetige Zunahme des Cannabiskonsums über die Jahre gezeigt (schwarze Linie).
Dieselben Zahlen finden sich auch im dritten Diagramm (grüne Linie) hier gegenübergestellt mit den Schizophreniedaten.
Bei näherer Betrachtung sieht man zunächst, dass die Wertebereiche (y-Achsen) in beiden Diagrammen unterschiedlich sind, im ersten Diagramm von 0% bis 12% im zweiten Diagramm von 2% bis 12%, was schon mal zu unterschiedlichen Wahrnehmungen des Anstiegs führt.
Im dritten Diagramm wird gleichzeitig die Zahl an neuen Schizophreniediagnosen gezeigt, mit einer eigenen y-Achse auf der rechten Seite des Diagramms. Diese rangiert von 0.06% bis 10%. Während auf der linken Ordinate ein Wertebereich vom Faktor 6 ( 2%-12%) ist es auf der rechten Seite nicht mal ein Faktor 2 (0.06%-0.10%). Die letzten beiden Werte bei den Schizophreniedaten sind ca 0.07% und 0.08%, für mich fast identisch, auch wenn der relative Unterschied bei etwa 12% liegt.
(Prozente von Prozenten klingt etwas verwirrend, aber die Prävalenzen sind ja eigentlich absolute Werte, da sie sich ja auf die fixe Zahl Gesamtbevölkerung (oder nur die Volljährigen?) beziehen.)
Aber jetzt zum Wesentlichen. Die Zahl an Neudiagnosen entspricht ja eigentlich einer differentiellen Zunahmen der Gesamtzahl von Schizophrenie-Rrkrankten, wenn man davon ausgeht, dass eine einmal manifestierte Erkrankung über einen langen Zeitraum besehen bleibt.
Das heißt, dass auch die absolute Zahl an Schizophrenie-Erkrankten stetig zunimmt.
Es ist ungefähr so, als würde ich von einer Funktion die regulären Werte mit den Werten der differentiellen Ableitung einer anderen Funktion vergleichen.
Im Text steht ja klar, dass man aus dem puren Vergleich zweier Datenreihen ( Cannabis vs. Schizophrenie) keine kausalen Schlüsse ziehen kann.
Das mindeste, was man machen sollte, ist aufzuschlüsseln:
* Wie viele Menschen konsumieren kein Cannabis und haben keine Schizophrenie
* Wie viele Menschen konsumieren Cannabis und haben keine Schizophrenie
* Wie viele Menschen konsumieren kein Cannabis haben Schizophrenie
* Wie viele Menschen konsumieren Cannabis und haben Schizophrenie
@Mensch
08.01.2026, 09:46 Uhr
Aktivitätsstörungen passen sehr gut in das biopsychsoziale Modell von Krankheit.
Die Frage ist dann für mich: Was hast Du für einen Begriff von Krankheit?
Die Auffassung davon ob etwas unter Krankheit läuft so hemdsärmelig gesagt ist doch immer nur ein Problem wenn es mit Stigmatisierung verbunden ist.
Uli Schoppe, Betreff: Krankheit
Gute Frage, ich musste auch mal nachschauen. Also Krankheit ist für mich ein juristischer Begriff, wenn du krank bist, hast du ein Recht auf Lohnfortzahlung.
Wenn du dich krank fühlst, musst du zum Arzt, der stellt die Diagnose. Und von der hängt es ab, ob du krank bist im arbeitsrechtlichen Sinn.
Wenn du eine Aktivitätsstörung hast, dazu habe ich google befragt, ob die arbeitsrechtlich als Krankheit gewertet wird, dazu habe ich keine eindeutige Antwort gefunden .
Darum geht es ja letztlich,(ist meine Vermutung als Laie) bist du nur gestört oder bist du schon krank. (mal hemdsärmlich geantwortet)
ein Gutes Neues Jahr !
@Fluffy: Kritik
Erst einmal vielen Dank für Ihre kritische Analyse, über die ich mich immer sehr freue.
1. Die Skalen: Ich würde hierin keine “verborgene Message” suchen. Es geht, erstens, ausdrücklich um die Darstellung von Trends, also Ab- und Zunahmen im Laufe der Zeit. Zudem äußert sich hier mein (unbezahltes) Hobby und habe ich keine Redaktion hinter mir mit eigenen Grafikern usw., wie andere Medien. Hätte ich, zweitens, z.B. die Werte auf ein und derselben Skala abgebildet, würde man hier rein gar nichts sehen (weil dann die Veränderungen der Diagnosen nicht mehr sichtbar wären). Die beiden Linien differieren um den Faktor 10. Und um diesen irren Sie sich übrigens auch an einer Stelle im Kommentar (10% statt 1%).
Das heißt, bevor man eine Darstellung kritisiert, sollte man sich auch in Erinnerung rufen, das mit gezeigt werden soll und was tatsächlich gezeigt wird.
2. Die Diagnosen: Sie irren sich, dass die Zahl der Schizophrenien (bzw. genauer: psychotischen und schizophrenen Störungen) in Deutschland immer weiter steigt – denn Sie vergessen, dass ja auch Menschen sterben. Und ich würde mal vermuten, dass man mit einer schweren schizophrenen Störung eine kürzere Lebenserwartung hat.
In der Prävalenzstudie (Thom et al., 2024) wird dann auch berichtet, dass die Häufigkeit der genannten Störungen in der Gesamtbevölkerung von 2012 bis 2022 von 1,1 auf 1,0 Prozent bzw. um 12 Prozent abnahm. Erwachsen oder nicht müsste ich nachschauen – können Sie aber auch selbst, siehe die Quellen. Ändert aber nichts an der Schlussfolgerung, denn Minderjährige konsumieren sowieso immer weniger Cannabis.
Vielen dank für Ihre Antwort. Meine Anmerkungen stellen auch keine Kritik an Ihrer Person dar, da ich auch immer davon ausgehe, wie Sie ja schreiben, hier keine wissenschaftliche Abhandlung erstellen, sowie auch viele Sachen andere Autoren dankenswerterweise hier wiedergeben.
Asche auf mein mein Haupt für meinen Kommafehler
, wo es 0.06% bis 0.10% heißen sollte.
Ich stimme Ihnen voll zu, dass es schwierig sein kann verschiedene Messwerte unterschiedlicher Größenordnung oder physikalischer Dimension in einem Diagramm unterzubringen. Eine Reskalierung oder bei physikalischen Daten Entdimensionierung ist manchmal sinnvoll. Korrelationskoeffizienten machen so etwas automatisch, haben aber auch ihre eigenen Tücken. Die Verwendung von Scatterplots stellt auch eine Möglichkeit dar, unterschiedliche Datensätze graphisch zu präsentieren.
Bitte fühlen Sie sich von mir nicht belehrt. Ich gehe auch davon aus, dass außer Ihnen auch andere Personen die Kommentare lesen.
Vielen Dank vor allem für Ihren Hinweis, dass die Schizophreniepatienten auch sterben.
Das erinnert mich an die SIRD-Modelle der COVID19-Pandemie.
Eine Person, die heute mit dem Cannabiskonsum beginnt, wird nicht morgen oder übermorgen schizophren. Und sie wird, wenn es denn ursächliche Zusammenhänge gibt, früher versterben, als Nichtkonsumenten.
Ein interessantes Fachgebiet übergreifendes Thema.
@Fluffy: Cannabis und Schizophrenie
Selbst ein alter Kollege und akademischer Freund, der hier eine dezidiert andere Meinung vertritt, musste am Ende einräumen, dass die schizophrenen Störungen relativ selten sind; das erschwert übrigens die (epidemiologische) Forschung.
Ich würde den Konsens mittragen, dass wenn das (seltene) gemeinsame Auftreten von Cannabiskonsum und schizophrenen Störungen ein in dieser Richtung kausales ist, es eher um Ausnahmen geht. Ob das verfassungsrechtlich ausreicht, um den Cannabiskonsum für alle zu verbieten, müssen andere entscheiden.
In meiner Jugend habe ich selbst mit dem Cannabisrauchen aufgehört, weil die negativen Erfahrungen häufiger wurden. Ob ich Psychosen oder eine schizophrene Störung entwickelt hätte, wenn ich damals weitergeraucht hätte, kann niemand sagen. Als jemand mit der traurigen Erfahrung familiären und institutionellen Versagens denke ich aber, dass einerseits ein paar sehr positive zwischenmenschliche Erlebnisse und andererseits der Glaube an das letztlich gute im Menschen mich vor Schlimmerem bewahrt haben.
Stephan Schleim und sonstige Mitdenkende.
Als medizinischer Laie und statistischer Halblaie muss ich ein paar Bemerkungen loswerden.
In der ersten Statistik wird behauptet der Anstieg des starken Konsums von 1,5 % auf 1,6% bei der 12-Monats-Prävalenz wäre nicht sikgnifikant.
Mathematisch beträgt der Anstieg von 1,5 % auf 1,6 % 1/15 oder 6,67 %.
Im Vergleich zu Zeitraum von 2018 bis 2021 ist das relativ wenig, denn dort stieg der Anteil von 0,8 % auf 1,5 % , was einem Wachstum von 7/8 oder 87 % gleichkommt.
Wie doch mit Prozentangaben Fakten verniedlicht werden, für Mathematiker oder Statistiker nicht, aber für den Leser.
Bei der zweiten Statistik über den Zusammenhang von Cannabiskonsum und psychischen Störungen braucht man schon Kenntnisse in analytischer Geometrie.
Welcher Durchschnittsleser denkt denn gleich an die Steigung der Kurve und erkennt, dass die nach unten gehende Kurve die neuen Diagnosen für Schizophrenie darstellen. Und zwar von 2019 bis 2022 einen Rückgang um 8,5 %. (was für die Meinung von Herrn Schleim spricht, der einen kausalen Zusammenhang von Cannabiskonsum mit Schizophrenie infrage stellt.) Die Kurve beweist das.
Was damit gesagt werden soll, für den interessierten Leser wäre es vorteilhaft, wenn man auch die absoluten Zahlen angibt.
@Mensch: Daten & Statistik
Dass der Anstieg nicht statistisch signifikant sei, bezog sich auf die Änderung des gesamten(!) Konsums in Deutschland im Vergleich 2021/2024. Aber die drogenpolitisch viel wichtigere Einsicht ist ohnehin, dass der Cannabiskonsum schon Jahre vor der Teillegalisierung stieg, also die Prohibition gar nicht zu funktionieren scheint.
Sie wollen die Rohdaten zu den Diagnosen der psychotischen und schizophrenen Störungen. Kein Problem:
2022: 37349/52943134
2021: 38206/53025035
2020: 38779/52297948
2019: 40243/52351096
2018: 40156/52091544
2017: 39772/51603221
2016: 41307/51281795
2015: 40826/51074920
jeweils Diagnosen/Gesamtheit der einbezogenen gesetzlich Krankenversicherten
Ist das für Sie jetzt deutlicher?
P.S. In den Zahlen oben gab es einen kleinen Tabellenfehler. Das habe ich jetzt korrigiert. An der Konsequenz ändert das nichts. Wer es selbst überprüfen will, findet oben die Quellenangabe für den Versorgungsatlas, 2024.
Stephan Schleim,
Thema: Daten prozentual und absolut
Danke, ich muss meine Meinung einschränken, bei absoluten Daten muss der Taschenrechner dabei sein. Bei Prozentangaben hat man den schnelleren Überblik.
Und was ich noch gelernt habe, so eine Statistik wird erst verständlich im Kontext mit den gesetzlichen Gegebenheiten bzw. Veränderungen. Beispiel die starke Zunahme bei regelmäßiger Einnahme (gelb) ab 2018 , der Gesamtkonsum ist relativ aber wieder abnehmend. Das ist der große Vorteil bei einer grafischen Darstellung.
Zur Unterhaltung, gerade habe ich mit unserem Kirchendiener über Cannabis gesprochen, der meinete aber, “Zucker ist viel gefährlicher!”
Eine Abnahme von 1,1 auf 1,0 ist ein Elftel, was wiederum 9% sind.
@Uwe, Mensch: Zahlen
Ich bin erstaunt, wie hier alle auf einmal nachrechnen.
Uwe, was Sie schreiben, stimmt natürlich. Ich habe extra noch einmal in der Quelle nachgeschaut. Zum Glück hatte ich mir auch die Seitenzahl notiert (S. 12 in Thom et al., 2024), sodass mich das nur eine Minute gekostet hat. Da steht in der Spalte für psychotische und schizophrene Störungen, was ich genannt habe.
Der Unterschied wird wahrscheinlich daran liegen, dass 1,1 und 1,0 hier auf eine Nachkommastelle gerundet sind – und die 12% Abnahme etwas wiedergeben, was sich weiter hinter dem Komma verbirgt.
zu “Cannabiskonsum undpsychologisch-psychiatrische Störung können aber beide auch durch einen dritten Faktor bedingt sein.”
Das ist höchstwahrscheinlich der fall, die soziale Unsicherheit, die politische Lage erlauben keinen Optimismus, eher Sorge, und wenn eine Person auch noch private Probleme hat, dann greift sie zur Zigarette, zur Flasche oder anderen Mitteln, die kurzzeitig Ruhe versprechen.
Übrigens: die Beschäftigung mit Statistiken wirken beruhigend !
Prozentrechnung wurde an meiner Hauptschule exzessiv geübt. Deshalb fällt mir das auf. 1,0 könnte alles zwischen 0,95 und 1,049.. sein, 1,1 alles zwischen 1,05 und 1,149… Das macht eine Bandbreite zwischen Null und 17% möglich. Da hätte man in einem wissenschaftlichen Artikel besser eine Stelle mehr angegeben.
@Uwe: Nachkommastellen
Wie gesagt, ich finde es gut, dass Sie es nachrechnen.
Ich weiß nicht, ob sie einmal in die Quelle geschaut haben. Es sind Tabellen mit vielen kleinen Zahlen. Die Forscher dachten, dass eine Nachkommastelle genug sei. Aber wesentlich ist doch das Ergebnis der 12-prozentigen Abnahme. Sie haben gerade selbst ausgerechnet, dass das in den Bereich des mathematisch möglichen Fällt.
@Mensch
14.01.2026, 10:17 Uhr
Damit simplifizierst Du aber den Begriff Krankheit. So wie Du in gerade verwendest ist er eigentlich nicht mal rechtlich festgelegt. Geprägt ist er rechtlich eigentlich durch die Rectsprechung selber. Die ergibt, ob eine körperlicher oder geistiger Zustand eine Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit in deiner Tatigkeit zur Folge hat und du damit Ansprüche auf Leistungen wie zB Lohnfortzahlung hast (Ja ich habe das Wort eigentlich eigentlich zu oft benutzt ^^).
Darum ist man von konservativer Seite ja auch so bemüht bei Abhängigkeitserkrankungen den Begriff Krankheit weg zu definieren und neigt zur Individualisierung zB von Gründen für Abhängigkeitserkrankungen. Ist doch viel angenehmer wenn man als Arbeitgeber zum einen nicht zahlen muss und zum anderen die Arbeitsumgebung die man geschaffen hat nicht (mit-)ursächlich für die Abhängigkeit ist. Selbst schuld wenn man nicht resilient genug ist. Zahlunge eingestellt, Arbeitnehmer austauschen, feddisch. Auf der eigenen Seite muss man dann nichts ändern. Wie praktisch …
Auch mit Deiner klaren Trennung von Störung und Krankheit wäre ich vorsichtig. Wenn jemand von “nur gestört” redet werde ich sofort mißtrauisch und frage mich warum er das sagt und was das Ziel dieser Aussage ist (ist jetzt nicht persönlich auf Dich gemünzt! 😉 )
Eine Störung kann, so wie ich den Begriff verstehe, durchaus einen Krankheitswert haben ohne das man so ganz einfach ein klares Krankheitsbild definieren kann. Oder eine simple Ursache – Wirkung feststellen kann.
Gerade im psychischen Bereich ist das nicht ganz so einfach. Wenn ich mit der Hand zwischen zwei Zahnräder gerate und die Finger sind ab ist das viel leichter …
Das “Frohes Neues” gebe ich gern zurück und gönne das jedem hier 🙂
Uli Schoppe,
das war eine gute Antwort.
Das wichtigste habe ich gar nicht angesprochen, eine Krankheit ist eine Geisel, sie nimmt dir die Kraft, sie zwingt dich sich einzuschränken, sie raubt dem Menschen das Lachen, eine Strafe.
Den Staat interessiert das nicht, Institutionen haben keine Gefühle, den Staat interessiert, was kostet so eine Krankheit, wieviel darf sie kosten.
Die Unterscheidung von körperlichen Krankheiten und psychischen Krankheiten,
was jetzt schlimmer ist, körpeerliche Krankheiten kann man behandeln und man kann genesen, psychische Krankheiten, da muss man zuerst die Ursachen ausfindig machen, was ich mir schwer vorstelle,
Und was so behauptet wird, Cannabis würde Erleichterung bringen, deshalb verfolge ich hier den Beitrag von Herrn Schleim.
Halt die Ohren steif !
@Mensch
18.01.2026, 17:39 Uhr
in dem Artikel geht es ja um oft behaupteten direkten Zusammenhang von Cannabiskonsum und Schizophrenie.
In der Diskussion um den Konsum ist meine Erfahrung, das am langen Ende, also wenn man alle Argumente der Verbotshansel auseinander genommen hat, IMMER so als Totschlagargument genau dieses Thema kommt.
Wie hier sehr schön dargelegt ist das aber nur gern behauptet, einfach und leider so wie behauptet falsch.
Wenn ich die Argumentation mit irgendetwas vergleichen soll fällt mir spontan die Argumentation von Impfgenern ein die die Zahl der Todesfälle neben die Zahl der Impfungen stellen und erst mal behaupten “Mit der Zahl der Impfungen nahm die Zahl der Todesfälle zu!”.
Jetzt gehe ich gemein wie ich bin hin und stelle die andere Kurve nach vorne und stelle dagegen: “Die Zahl der Tadesfälle nimmt zu und schon rennen die Menschen wie bekloppt zur Impfung!”. Ist so eine Sache mit Korrelationen …
Gesetzt den Fall es gäbe tatsächlich einen gemeinsamen Anstieg der Fälle sowohl bei den Konsumzahlen als auch bei den Fällen von Schizophrenie wäre also zuerst mal zu klären wo da der Ursache – Wirkungspfeil ist, Wenn ich die Artikel hier richtig verstanden habe ist das eine der Fragen die sich stellt die ob der tatsächlich so ist wie behauptet.
Das ist so aus den Zahlen nicht ablesbar. Ich hoffe ich habe das richtig verstanden.
Im Gegenteil, sieht eher ganz anders aus.
Ich sage an der Stelle gerne Abhängigkeitserkrankte und andere Substanzkonsumenten nehmen Ihre Medikamente ^^ (Ja ich weiß das das Problem komplexer ist … )
An den Kommentaren am Besten gefallen hat mir die Auseinandersetzung mit der Darstellung selber. Hilft den vieleicht vorhandenen eigenen Bias zu erkennen …
Die Unterscheidung zwischen körperlichen und psychischen Erkrankungen finde ich da so nicht. In beiden Fällen kann eine Bearbeitung der Sympthome durchaus sinnvoll sein wenn sie die Lebensqualität erhöht. Auch wenn die Ursache unbekannt ist. Und macht man doch eigentlich auch so?
Solange Du daraus nicht den Schluss ziehst Herr Schleim würde einfach generell empfehlen “Schmeiß Cannabis drauf und alles wird gut!” ist alles im grünen Bereich denke ich 🙂
Sollten wir alle.
Wie immer lasse ich mich gerne korrigieren wenn ich was falsch verstanden habe 🙂