Neuer Podcast: Was ist Psychologie?

Ist die Welt verrückt geworden? Dann schnell zum Psychologen! Stephan Schleim begleitet Sie durch “Verrücktland”
Immer mehr Studierende schreiben sich für das Fach Psychologie ein. Damit ist es heute eines der beliebtesten in ganz Deutschland. Und immer mehr Menschen suchen die Hilfe “vom Psychologen”, womit sie eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten meinen.
Psychologie ist heute so allgegenwärtig, dass manche schon den überbordenden “Psycho-Markt” kritisieren. Und tatsächlich gibt es viele Akteure, die zweifelhaftes Halbwissen verkaufen. Der immer weiter wachsende Markt der Selbsthilfe- und Ratgeberliteratur ist hierfür ein Beispiel. Doch was ist überhaupt Psychologie?
Stephan Schleim beschäftigt sich seit inzwischen einem Vierteljahrhundert mit dem Thema. An der Universität Groningen in den Niederlanden hat er über 5.000 Studierende im Fach Psychologie ausgebildet. Im neuen Podcast teilt er sein Wissen mit der Allgemeinheit. Dabei soll es weniger um rein theoretische Debatten gehen, sondern um Relevantes für den Alltag und die Praxis.
In der ersten Folge stellt der Autor sich kurz vor und erklärt er, was es mit “Verrücktland” auf sich hat. Danach behandeln wir die Frage, was Psychologie ist, aus verschiedenen Blickwinkeln. Das Ergebnis dürfte Sie überraschen.
Diskutieren Sie mit, stellen Sie fragen oder schlagen Sie ein Thema vor. Das Gebiet der Psychologie ist so reichhaltig, dass für alle etwas Interessantes dabei ist.
Inhaltsverzeichnis
- 1:23 Teil 1: Verrücktland
- 3:33 Teil 2: Biografie
- 5:41 Teil 3: Verhalten & Erleben
- 6:29 Teil 4: Psychologie als Studienfach
- 7:41 Teil 5: Antwort der Deutschen Gesellschaft für Psychologie
- 16:53 Teil 6: Die Gegenstandsfrage
- 21:25 Teil 7: Das Unsichtbare
- 24:09 Teil 8: Berühmter Psychologe
- 27:48 Zusammenfassung
Zusammenfassung
- Die Psychologie ist sehr wichtig, meiner Meinung nach die wichtigste Disziplin vom Menschen.
- Auch bei den Studierenden ist das Fach sehr beliebt – und wird sogar immer populärer: Psychologie landet mit Medizin und den Rechtswissenschaften auf Platz drei an den Hochschulen.
- Trotzdem kann auch nach über 100 Jahren niemand genau sagen, was “die Psyche” eigentlich ist.
- Wir haben gesehen, dass man die Frage, was Psychologie ist, mit Blick auf die vielen Teildisziplinen beantworten kann.
- Dass Seelisches in einem bestimmten Sinn unsichtbar ist, stellt das Fach und auch uns Menschen vor besondere Herausforderungen, insbesondere bei den psychischen Störungen.
- Die Behavioristen wollten das Problem lösen, indem sie alles außer dem Verhalten aus der Wissenschaft verbannen – und waren damit über Jahrzehnte hinweg erfolgreich.
- Wir werden hier im Podcast noch genauer untersuchen, ob man den Begriff der Psyche oder Seele besser verstehen – und so auch die Trennung zwischen Psychologie in der Theorie und Praxis überwinden kann.
Das Buchzitat kommt (leicht gekürzt) aus Mark Galliker (2016), Ist die Psychologie eine Wissenschaft?, S. 217.
Zum Weiterlesen
- Warum die Hirnforschung die Psychologie braucht
- Gehirnscanner oder Verhalten – Wer hat hier das Sagen?
- Psychologie der Freiheit – einmal anders darüber nachgedacht
Neu: Diskutieren Sie die Blogbeiträge in der Community PsycheUndMensch auf Reddit (gratis). Abbildung: Mit einem Foto von Elsbeth Hoekstra.
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Genauso gut hätten Sie fragen können, was ist Physis. Die versteht letzendlich auch keiner.
Und so sind wir bei dem Problem:
wer vor einem Baum steht und ihn nicht erkennt, hat kein philosophisches Problem.
@Mussi: Sie meinen, was der Körper ist?
Fassen Sie ihn doch ‘mal an.
@ Schleim
ja, mach ich ich. Wie die Psyche.
Psyche = Physis
Es ist da. Das reicht mir.
@Mussi: Dann ist für Sie das Problem ja gelöst…
…und scheint es keine Rolle zu spielen, dass wir körperliche Vorgänge anders (z.B. mit Wärme, Gewicht) beschreiben als psychische (z.B. mit Inhalt und Erlebnisqualität).
@ Schleim
ja
Ist die Welt verrückt geworden?
Um sich schnell anzupassen, brauchen Sie schnellen Generationenwechsel. Ob sich die Welt nun zum Schlechteren oder Besseren verändert, ist egal – wer Sie in der Entwicklung überholt, wird Sie töten. Das heißt, Sie brauchen hohe Geburtenraten und hohe Sterblichkeit, eine Live fast, die young – Mentalität, bei der Sie schnell erwachsen werden, schnell und viel lernen und dann sterben, bevor Sie mit dem Gelernten viel anfangen können, denn durch die Entwicklung um Sie herum verliert es blitzschnell an Bedeutung. Das Alter, die Phase, wo wir bewährtes Wissen und Lebenserfahrung in die nächste Generation hinein kopieren, wird überflüssig.
In solchen Zeiten wird der Mensch selbst nicht real genug, um eine Realität kennen zu lernen. Er ist eine Vakuum-Fluktuation, ein virtuelles Teilchen, das nicht die Zeit hat, Masse zu entwickeln, weil es nicht lange genug existiert, um die nötigen Beziehungen zur Umgebung zu knüpfen. Sein Wissen bleibt vage und oberflächlich, seine Überlebensstrategien unausgereift und primitiv, seine Verbindungen instabil und flüchtig, er bleibt sein Leben lang auf der Durchreise, ein Fremder in einem fremden Land. Er ist ein Funke, ein Dschinn im Feuer. Seine Welt brennt, im physikalischen Sinne des Wortes. Er und sie rasen aneinander vorbei wie zwei InterCitys, die sich in entgegengesetzte Richtungen bewegen. Um sich stets verändern zu können, bleibt er möglichst lange in einem Zustand geistiger Instabilität – des Wahnsinns. Eine gefestigte Persönlichkeit heißt gefestigt, weil sie sich zu langsam auflöst, um im Feuer zu überleben.
Europas Genpool besteht zu 30 Prozent aus Aborigines und 70 Prozent aus Türken: Die Migranten aus Anatolien haben den Ackerbau mitgebracht und die lokalen Jäger und Sammler assimiliert. Jäger und Sammler sind kerngesund, weil sie fast nur Doktor Tod kennen – die Qualitätsschwelle zum Überleben ist sehr hoch, Krankheiten, Hunger, Kämpfe, Raubtiere, Wetter raffen sie massenweise dahin. Ackerbau hingegen senkt die Qualitätsschwelle: Es überleben viel mehr Kinder, Kranke, Alte, aber auch Läuse und Pilze und Parasiten und Bakterien, die sich ausbreiten können. Die Technologie ermöglicht einen Zuwachs an Masse, der den Verlust an Klasse wettmacht.
Als es in der Zwischenwelt keinen Platz mehr gab, kamen die Untoten in die Hölle zurück und überrannten deren Engel. Vielleicht hatten die Jäger und Sammler tatsächlich Angst vor den schwächlichen, von Schmerz geplagten und Frustwut getriebenen Kreaturen, die in ihrer Vorstellungswelt längst hätten tot sein müssen.
Wenn man aber eine Gesellschaft hat, deren körperliche Leistung im Schnitt klar unterhalb des Überlebensminimums liegt, muss sie den Menschen die Differenz ausgleichen. Sie wird zu einer Art Pflege-Einrichtung, in der sich die Behinderten gegenseitig helfen müssen. Der Bedarf stieg, Arzneien, Betäubungsmittel, Prothesen und Werkzeuge zu erfinden.
Ist aber so: Wenn Sie ein Bein verlieren, lernen Sie, umso besser auf dem anderen zu hüpfen. All die Pflegeberufe: Schmied, Händler, König, Bauer, entwickelten Hochspezialisierung und Superkräfte. Die Menschen wurden füreinander zu Implantaten, Prothesen, deren Leistung die der originalen Bauteile zunehmend überstieg. Es brachte dem Einzelnen mehr und mehr Vorteile, sich immer weiter zu verstümmeln, in Abhängigkeit von seinen Pflegern zu begeben – körperlich und geistig.
Die Gemeinschaft macht uns zu geistig behinderten Rollstuhlfahrern – und gerade dadurch zu Übermenschen.
Heute entpuppt sich der Freizeitpark Deutschland als Pflegeheim Deutschland mit Tendenz zum Sterbehospiz. Die Technologie hat uns neue Überraschungen beschert, die neue Patches erfordern. Dank Verhütung wurde aus dem üblichen Baby-Boom in Überfluss-Gesellschaften ein Money-Boom: Wir pflanzen uns nicht durch Kinder fort, die unsere Arbeitskraft mehren, sondern durch Vampire, die fremden Kindern ihre Arbeitskraft aussaugen. Die Lebenserwartung steigt. Und beides ausgerechnet jetzt, wo sich die Welt so schnell entwickelt, dass Anpassung zum Hochleistungssport wird, wir mit 20 schon zehn Kinder haben und mit 30 sterben müssten. Der Sog des Grabes kommt zum Sog des Geldes hinzu und reißt unsere Adoptivkinder aus aller Sklaven Ländern mit, sodass sie ihrer Arbeitsleistung folgen, um ihr Erbe anzutreten. Und eine Wirtschaft, die auf Turbo-Vampirismus überspezialisiert ist, möglichst viel Brot fressen, möglichst wenig Brot backen, ist nicht gerade der feuchteste Traum, wenn Sie dringend viele technologische Patches brauchen.
Damit wäre Psychologie so was wie Slapstick-Comedy: Der Psychologe ist Leslie Nielsen im Porzellanladen, der stets versucht, die Tassen und Schüsseln und Vasen aufzufangen, die um ihn herum aus den Regalen regnen, bevor sie auf dem Boden zerschellen. Er stopft sie zurück, wo er kann, legt sie auf Stapeln ab, schafft recht wacklige Pyramiden, die nur ein paar Augenblicke halten, bevor auch sie einstürzen. Aber das ist OK, sie müssen ja nicht lange halten – nicht mal ein Jahrhundert.
Und sie ist ein faszinierendes Fragment der Chaoten-Baustelle Menschheit, die kaum Blaupausen kennt, keine Architekten, kein Ideal, das sie verwirklichen könnte, die beim Bauen herausfindet, was sie da eigentlich baut, die nur Provisorien und Improvisation und Opportunismus, Pleiten, Pech und Pannen kennt. Geistige Gesundheit ist der Wahnsinn, der für Sie und Ihre Umwelt gerade erträglich ist. Doch nicht alle Menschen sind gleich, und auch die Umwelt bleibt es nicht.
@ Schleim
In Ihrem Buch ‘Wissenschaft und Willensfreiheit’ kommen Sie zu dem Schluss, nicht mehr Körper ODER Psyche anzunehmen, sondern Körper UND Geist zu aktivieren.
Haben Sie sich davon verabschiedet?
Die westliche Philosophie hat das ‘oder’ im Suchen des Einen bevorzugt.
Ich halte es in der Tat für einen Irrweg, da die Aussagenlogik auch das ‘und’ kennt.
Ich halte Ihren Podcast für westlich.
Nehme ich etwas vorweg?
@Mussi: Es geht darum, zu verstehen, wie sozusagen Körperliches Psychisches wird – und die körperliche Seite im Psychischen zu sehen.
“wie sozusagen Körperliches Psychisches wird”
Man beobachte junge Hunde im Zwinger beim Fressen.
Der stärkste des Wurfes frisst nicht nur aus seinem Napf, er versucht auch die anderen neben sich zu vertreiben. Und deswegen ist er auch der Stärkste bei diesem Wurf. Er frisst mehr und weil er mehr frisst ist er der Stärkste und weil er das merkt ? ist er das Alphatier. Oder war er schon vorher das Alphatier ?
Wir haben diesen Rüden gekauft, und er hat sich als Alpharüde gezeigt , indem er sogar mich angegriffen hat. Wir haben ihn dann an den Züchter zurückgegeben und der kannte den Hund ja noch hat ihn rzurückgenommen für die Zucht.
Bei Menschen wird das nicht viel anders sein. Das stärkste Kind in einer Gruppe ist auch der größte Esser. Und weil er sich körperlich durchsetzen kann, verinnerlicht er das und so wird aus dem Kinde der Anführer.
“Psychologie ist die wichtigste Disziplin vom Menschen”
Das ist ein bemerkenswerter Satz.
Danke für den Podcast, der eröffnet eine neue Welt. Vergleichbar mit einem Hobbytaucher, der zum ersten Mal die Unterwasserwelt sieht und staunt.
Was mir auffällt, das Wort Tier wird gebraucht, das Wort Frau nicht.
Mein Vorschlag, eine eigene ” Frauenpsychologie” zu etablieren.
Die Frauen haben es verdient. Und…….die entscheidenden Gedanken sollten Frauen dazu beisteuern und nicht Männer. Ja, Männer sollten sogar in diesem Bereich herausgehalten werden.
“….Dass Seelisches in einem bestimmten Sinn unsichtbar ist, stellt das Fach und auch uns Menschen vor besondere Herausforderungen, insbesondere bei den psychischen Störungen….” (Zitatende)
In einem (anderen) “bestimmten Sinn” ist das Psychische aber auch sichtbar. Besonders bei Drogenexperimenten oder in der pharmakologischen Psychotherapie. In der sich mit der (evaluierten und therapeutisch betreuten) Ketamin- Therapie eventuell eine Art “Revolution” anzubahnen scheint. Oder für manche Interessengruppen auch anzubahnen droht.
Insbesondere dann, wenn die Ketamin Therapie auch wirklich unabhängig- harter Überprüfung standhält. Worauf doch vieles hinzudeuten scheint.
Siehe z. .B (auch) hier:
https://www.swr.de/swrkultur/wissen/dr-ketamin-folge-3-das-system-108.html
Das alles (und auch manches Andere in den Podcasts) wirft auch (wie ebenso bei anderen pharmakologischen Themen) wieder mal ein etwas “schillerndes Licht” nicht nur auf die Pharma- Industrie und die Art der Pharmaforschung und die (staatlichen) Zulassungspraktiken. Sondern auch auf die Therapie- Leitlinien” der Psycho – Therapeuten – und der Ärzteschaft.im Allgemeinen.
Stephan Schleim schrieb am 04.11.2025, 16:23 Uhr bezüglich
@Mussi: Sie meinen, was der Körper ist? das Folgende:
“Fassen Sie ihn doch ‘mal an.”
Ohne jetzt in “Esoterk verfallen” zu wollen:
Manche psychisch “Diverse” fühlen sich von (den veschiedensten) “Geistern”
hart angefasst. Und manche dieser Klientel fassen auch Geister hart an und “spüren” diese sogar.
In einem weiteren Sinn: Sie kennen doch sicher das Problem mit “Platons Höhle” und wissen, dass ein etwas naiver , dogmatischer “Materialismus” sowohl erkenntnistheoretisch als auch wissenschaftstheoretisch “mit Problemen behaftet” ist. (-;
“…Die Behavioristen wollten das Problem lösen, indem sie alles außer dem Verhalten aus der Wissenschaft verbannen – und waren damit über Jahrzehnte hinweg erfolgreich….” (Zitatende)
Na ja -überlegen wir mal (oder machen wir ein Experiment dazu) wie lange man ohne theoretisches Vorwissen (z.B als Bürger des antiken Athen) das (Fahr- ?) Verhalten eines modernen Autos beobachten muss/müsste, um über das Erfassen der Oberflächengestalt und des Fahrverhaltens dessen Funktionsstrukturen vollumfänglich erfassen zu können.
Und fast 200 Jahre lang hat “die moderne Wissenschaft” über die Frage der (damaligen) Evolutionsskeptiker gelacht, wie lange “die Natur” benötigen würde , durch bloses Herumprobieren mit allen schon existierenden Basiseinheiten “des Lebens” funktionsfähige komplexe Organe zu “generieren . (Mal abgesehen vom Ursprung “des Lebens” selbst).
Ein ähnliches Problem ergibt sich ja eventuell auch nach (eventuellem !) Auffinden uns zunächst völlig rätselhafter Alien- Technologie (-signaturen).
Geht das nur mit einfachem Beobachten der Oberflächengestalt und der (oberflächlichen) Verhaltensweisen , oder sind da Exprimente nötig , die (auch) auf (ausgedachten bzw rein “phantasierten” ) Theorien beruhen? Eventuell auf solchen, die wir zur Zeit als “rein esorerisch” betrachten (würden) ??
Jetzt wirds schwierig , nicht wahr (-;
Zitat: Die Psychologie ist sehr wichtig, meiner Meinung nach die wichtigste Disziplin vom Menschen.
Die Psychologie, die Neurologie, das Denken, die Philosophie. Hier ein Bild von dem Organ mit dem wir das machen (der Snap – der synaptische Apparat 😉):
https://image.futurezone.at/images/cfs_landscape_1864w_1049h/4688919/46-101027083.jpg
Könnte auch unter das obige Blogthema fallen:
Streit über die Wissenschaftlichkeit des (auch psychisch- neurologisch zu betrachtenden) Themas MECFS ( inclusive Fatique- Syndrom, ” Long Covid” usw.).
Siehe dazu die neuste swr-wissen- Sendung dazu. (Insbesondere ab Minute 20):
SWR Kultur
Die teure Epidemie – Wie Long COVID und ME/CFS die Gesellschaft belasten
Das Wissen · 11.11.2025 · 29 Min.
Hier der Link zur Textversion:
http://swr.li/long-covid-kosten
Nachtrag:
In Bezug auf Wissenschaftsmethodik etwas “seltsam” ist auch, dass zumindest aus der swr-wissen- Sendung nicht hervorgeht, ob in den dort erwähnten Studien zu MECFS zwischen (um es mal ganz holzschnittartig auszudrücken) geimpften und ungeimpften “Patienten” bzw. Probanden differenziert wurde.
@little Louis
11.11.2025, 11:13 Uhr
Auch wenn wir jetzt weit vom Thema weg sind:
Oh man hat sich schon damit beschäftigt:
https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0315385
Interessanterweise wurde festgestellt, dass die ME/CFS-Gruppe eine signifikant niedrigere Impfquote aufwies als die nicht betroffene Gruppe. In der Delta-Phase gab es jedoch keine signifikanten Unterschiede in der Impfquote zwischen den beiden Gruppen.
Einfach mal den Impfskeptiker rauskehren und zu unterstellen das interessiere keinen ist vieleicht nicht zielführend. Und mal so tun als würden mal wieder “die Wissenschaftler” einfach Agenden verfolgen und alles andere ignorieren ist wohl auch nicht hilfreich.
Hat ganz offernsichtlich jemanden interessiert. Um das zu finden braucht man deutlich unter zwei Minuten.
@Stefan Schleim:
Ich finde das interessant (und irgendwie tragisch), dass es sich immer noch nicht herumgesprochen hat was da irgendwie der Unterschied ist. Psychologin und Psychotherapeutin sind doch zwei verschiedene Arbeitsfelder. Ausbildung, Aufgaben und auch die rechtlichen Rahmenbedingungen unterscheiden sich ja nun signifikant.
Wobei meine persönliche Erfahrung ist, dass beide nicht ohne einander leben können. Mein persönlicher Eindruck ist der, das die Hilfe bei persönlichen Problemen davon lebt, das eine Psychologin und eine Therapeutin miteinander reden können.
Die Unterscheidung ist übrigens nicht mal bei den Kassen sauber. Ich habe konkret einen Menschen vor Augen dem die Kasse jahrelang Termine beim Psychologen bezahlt hat aber keine beim Therapeuten und meint jetzt wäre mal gut er wäre austherapiert. Dabei hätte man doch dafür sorgen müssen das der Mensch tatsächlich mal Therapie bekommt ^^
Und eine Frage: Wie ist eigentlich die Erfolgsquote bei den Studierenden am Ende wirklich? Sowohl Psychologe zu werden als auch Therapeut ist ja vom Weg dahin kein Aufenthalt auf einem Ponyhof. Google fand ich da von den Zahlen her gerade nicht so hilfreich.