Medien- und Drogenkonsum in der Coronapandemie

Weniger mit Freunden machen, mehr Zeit zuhause: DAK und Drogenbeauftragte schlugen Alarm. Doch sind Computerspiele, Alkohol, Cannabis & Co. in den Lockdowns wirklich so dramatisch?

Es ging hier schon mehrmals darum: Menschen verwenden Substanzen zum Erreichen bestimmter Ziele. Beispielsweise unterscheidet der Psychiatrieprofessor und Suchtexperte Christian P. Müller vom Universitätsklinikum Erlangen neun Zwecke bekannter Genussmittel und Drogen, darunter die Verbesserung sozialer Kontakte, des Denkens oder der Erholung (Die Droge als Instrument).

In den meisten Fällen können die Menschen gut mit den Substanzen umgehen. Probleme entstehen vor allem dann, wenn daraus eine Sucht wird: Die Konsumenten können nicht mehr aufhören, verlieren vielleicht soziale Beziehungen und funktionieren nicht mehr so gut in Schule, Studium oder am Arbeitsplatz, brauchen immer höhere Dosierungen für denselben Effekt und gehen darum womöglich immer größere Risiken ein.

Die soziale Komponente spielt dabei auch eine Rolle. Menschen reagieren mit dem Substanzkonsum möglicherweise auf Traumata oder Ausgrenzung – oder schlicht auf überzogene Vorstellungen ihrer Umwelt. Drogen können dann ein Instrument zur sozialen Anpassung werden.

Bei der Diagnose einer Suchterkrankung wird das Problem aber im Einzelnen verortet. Der große Einfluss von Genetik und Hirnforschung auf die Medizin verstärkt diesen Trend: Schnell ist dann von “Risikogenen” die Rede, auch wenn diese meist nur einen sehr geringen Einfluss haben.

Und dass unser Gehirn durch unsere Umwelt und Erfahrung geformt wird, ist eine Binsenweisheit. Wenn man aber meint, endlich das “neuronale Korrelat der Sucht” gefunden zu haben, verliert man schnell die sozialen Faktoren aus dem Blickwinkel (Wenn Psychologie politisch wird: Milliarden zur Erforschung des Gehirns).

Drogen als Instrumente

Bekanntermaßen greifen mindestens seit dem 19. Jahrhundert Soldaten – mal mit Duldung, mal auf Befehl – zu Drogen. Wenn man Alkohol als Mittel zur Emotionsregulation miteinbezieht – wie man sich beispielsweise Mut antrinkt oder Angst unterdrückt –, sind solche Substanzen wahrscheinlich nicht aus der Militärgeschichte wegzudenken.

Ohne ihre “Panzerschokolade” (unter anderem Methamphetamin, was also heute als “Chrystal Meth” gefürchtet wird) hätten die Nazis wohl nicht so erfolgreich den Blitzkrieg führen können. Die Sinnlosigkeit des Vietnamkriegs konnten viele GIs der US-Armee nur mit Cannabis oder Heroin aushalten. Viele Überlebende haben dann ihre Sucht ins Heimatland mitgenommen.

Das sind zwar extreme Beispiele, um Beweggründe für den Mittelkonsum zu verdeutlichen. Auch unter den Umständen von harten Lockdowns war das Leben für die allermeisten Menschen hoffentlich nicht so schlimm wie für Soldaten im Krieg.

Trotzdem ist es sinnvoll, den Einfluss der Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie auf das Erleben und Verhalten von Menschen zu untersuchen. Eine beliebte Zielgruppe hierfür sind Schulkinder und Studierende.

Internet und Computerspiele in den Lockdowns

Die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) hat dafür 2020 und 2021 in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters an der Uniklinik Hamburg-Eppendorf unter dem Stichwort “Mediensucht” Ergebnisse vorgestellt. Untersucht wurden 1.200 Familien.

Dafür haben Sie sich an den von der Weltgesundheitsorganisation neu eingeführten Kriterien zur Computerspielsucht orientiert (ICD-11 erschienen: Computerspielen kann als psychische Störung diagnostiziert werden). Vorher galt es als herrschende Meinung, nur bei Substanzkonsum von Sucht zu sprechen. Beim Glücksspiel machte man eine erste Ausnahme, unter anderem mit dem Argument, dass dabei dieselben Gehirnschaltkreise aktiviert würden wie beim Gebrauch von Drogen.

Laut dem ersten Zwischenbericht vom Juli 2020 haben noch vor der Coronapandemie 10 Prozent der 10- bis 17-Jährigen ein riskantes Computerspielverhalten gezeigt. Pathologisch (krankhaft) nannten sie es bei 2,7 Prozent der Kinder, wobei Jungen mit 3,7 Prozent mehr als doppelt so häufig betroffen seien als Mädchen (1,6 Prozent). Diese Zahlen bezogen sich auf den September 2019.

Für den ersten Lockdown (April 2020) spricht die Krankenkasse dann von einem “drastischen Anstieg von Gaming-Zeiten und Internetnutzung”. Unter der Woche habe die Computerspielzeit im Schnitt von 79 auf 139 Minuten pro Tag und damit um rund 76 Prozent zugenommen.

Am Wochenende spielten die Kinder im Schnitt zwar noch länger, nämlich 193 Minuten am Tag. Im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit war das aber ein geringerer Anstieg von rund 30 Prozent.

Die aktive Zeit auf sogenannten Sozialen Medien stieg unter der Woche von durchschnittlich 116 auf 193 Minuten pro Tag und damit um 66 Prozent. Hierfür zeigten 8,2 Prozent der Kinder und Jugendlichen ein riskantes, 3,2 Prozent ein krankhaftes Nutzungsverhalten. Diese Mediennutzung war bei den Mädchen beliebter als bei den Jungen.

Gründe für dieses Computerspiel- und Medienverhalten seien vor allem das Bekämpfen von Langeweile und das Aufrechterhalten sozialer Kontakte. Viele andere Aktivitäten, mit denen man sich die Zeit hätte vertreiben oder Freunde hätte treffen können, waren ja nicht mehr möglich. Bei rund einem Drittel ginge es aber auch um eine Flucht vor der Realität oder Stressbewältigung.

Die Studienautoren rechnen ihre Ergebnisse dann auf die Gesamtbevölkerung hoch und kommen auf 700.000 Kinder und Jugendliche mit riskantem Gaming-Verhalten und 440.000 mit problematischem Social-Media-Konsum. Da überrascht es nicht, dass sich die Drogenbeauftragte der Bundesregierung einschaltete.

Übrigens gebe es in rund der Hälfte der Familien keine zeitlichen Regeln für die Computer- oder Smartphone-Nutzung. Die Krankenkasse und die Klinik haben dann im August 2020 eine Informationsseite für Betroffene und Angehörige eingerichtet (www.computersuchthilfe.info).

Die Zwischenergebnisse für den zweiten Lockdown (November 2020) zeigten eine gewisse Entspannung: Unter der Woche waren die Computerspielzeiten 15 Prozent und die Aktivität auf Sozialen Medien 29 Prozent unter denen des ersten Lockdowns – aber immer noch deutlich höher als vor der Coronapandemie.

Die Studienautoren erklären das mit der Verfügbarkeit von mehr Alternativen. Unterricht und andere Aktivitäten dürften wohl besser organisiert gewesen sein als beim ersten Mal.

Für die Wochenenden sah das Bild aber etwas anders aus: Hier hatte die Computerspielnutzung auf im Schnitt 195 Prozent zugenommen, was rund 2 Prozent mehr war als im April 2020. Bei der Aktivität auf Sozialen Medien gab es zwar einen Rückgang, doch der war mit 12 Prozent von dem hohen Niveau moderat.

Die mit Computerspielen verbrachte Zeit blieb (vor allem bei den Jungen) laut der DAK-Studie in den Wochenenden während der ersten beiden Lockdowns hoch. Die Nutzung Sozialer Medien (vor allem bei den Mädchen) relativierte sich etwas. Quelle: DAK-Gesundheit.

Neuere Ergebnisse aus den Niederlanden

Auch eine neuere Studie aus den Niederlanden hat das Gaming-Verhalten in der Pandemie hat untersucht. Dafür erhob das angesehene Trimbos-Institut Daten von 28.442 Studierenden an Fachhochschulen und Universitäten.

Wiederum wurden die neuen Kriterien der Computerspielsucht der Weltgesundheitsorganisation verwendet. Anstatt nach der Dauer zu fragen, sollten die Studierenden aber angeben, ob sie weiter spielen, obwohl das zu Problemen führt, oder ob sie wegen des Spielens seit mindestens einem Jahr Probleme erfahren.

Jeder Zwanzigste beziehungsweise fünf Prozent bejahten mindestens eine dieser Fragen und fielen darum in die Risikogruppe. Auch diesmal fielen die Männer mit mehr problematischem Verhalten auf, doch mit noch viel größeren Unterschieden: Mit 8,6 Prozent waren es nämlich rund sechsmal so viele junge Männer wie junge Frauen (1,4 Prozent).

Studierende mit Konzentrations- oder psychischen Problemen antworteten hier häufiger mit “ja”. Auf die Frage, wie die Coronapandemie ihr Spielverhalten verändert hat, nannten 40 Prozent eine Zunahme und 9 Prozent eine Abnahme. Im Gegensatz zur Untersuchung der DAK betrachtete diese Studie aber nicht die Nutzung Sozialer Medien.

Substanzkonsum in der Pandemie

Der Großteil der Untersuchung beschäftigte sich aber mit dem Substanzkonsum: Alkohol, Cannabis und XTC (MDMA). Den in Bier, Wein und anderen beliebten Getränken enthaltenen Stoff haben nach eigenen Angaben 82 Prozent mindestens einmal im vergangenen Jahr getrunken.

Als übermäßige Trinker galten 11 Prozent, weil sie wöchentlich mehr als 14 (Frauen) oder 21 Gläser (Männer) mit alkoholischen Getränken konsumierten. Als schwere Trinker galten gar 16 Prozent, weil sie mindestens einmal pro Woche an einem Tag vier (Frauen) oder sechs (Männer) Gläser tranken.

Als Gründe für den Alkoholkonsum gab mit 56 Prozent die Mehrheit schlicht an, dass das “nett” sei (das niederländische “leuk”, eines der wohl am häufigsten verwendeten Wörter der Sprache, lässt sich nicht eindeutig ins Deutsche übersetzen). Jeweils 41 Prozent meinten, dass soziale Treffen dadurch schöner würden oder das damit verbundene Gefühl angenehm sei.

Im Einklang mit dem eingangs erwähnten Modell des Suchtexperten Christian Müller tranken die meisten Studierenden also, um sich besser zu fühlen oder sozialer zu sein. Nach eigenen Angaben spielte es eine geringere Rolle, damit Probleme zu verdrängen oder sich an die Gruppe anzupassen.

Mit 45 Prozent gab fast die Hälfte an, in der Coronapandemie weniger zu trinken; bei 16 Prozent war es mehr. Die Studienautoren vermuten, dass das mit einem Rückgang der Gelegenheiten zum Trinken durch die Lockdowns zu tun habe.

Das sieht beim Rauchen etwas anders aus: Hier würden in der Pandemie 31 Prozent mehr und 20 Prozent weniger rauchen. Allerdings ist die Gruppe der Raucher auch kleiner als die der Alkoholtrinker.

Täglich würden nach eigenen Angaben 8 Prozent Zigaretten rauchen. Nicht täglich aber immer noch regelmäßig rauchten 7 Prozent. Den täglichen Gebrauch von E-Zigaretten gaben nur 0,8 Prozent an.

Cannabisland Niederlande

Die Niederlande sind weltweit für ihre liberale Cannabispolitik bekannt. Tatsächlich wird das Mittel aber nur toleriert und ist es nicht legalisiert, was jüngst auch mit Problemen durch Drogenkriminalität in Zusammenhang gebracht wird.

Von den 28.442 Studierenden gab hier ein Drittel an, im vergangenen Jahr Cannabis konsumiert zu haben. Immerhin 8 Prozent taten das wöchentlich, was die Studienautoren als regelmäßigen Konsum ansehen.

Häufiger konsumierten Studierende das Mittel mit dem Wirkstoff THC, die nicht mehr zuhause wohnten, solche mit Migrationshintergrund, internationale Studierende und wiederum solche mit Konzentrations- und psychischen Problemen.

In der Coronapandemie hätten 28 Prozent das Mittel häufiger verwendet, 23 Prozent seltener. Übrigens gab fast die Hälfte an, einen täglichen Konsum für überhaupt nicht in Ordnung zu halten.

Das als Partydroge bekannte XTC haben laut der Studie 23 Prozent der Studierenden schon einmal verwendet – die meisten aber nur einmal oder wenige Male. Immerhin im letzten Monat hätten das 3 Prozent getan und 1 Prozent gab an, die Substanz über einen Zeitraum von einem Jahr monatlich oder häufiger zu konsumieren.

Ähnlich wie beim Alkohol hätten 33 Prozent in der Coronapandemie weniger XTC verwendet, 13 Prozent mehr. Es gab ja auch weniger Partys und Festivals, wo die Substanz wohl am häufigsten verwendet wird.

Geschlecht und soziale Umstände

Bei allen Substanzen waren Männer häufiger vertreten: beim übermäßigen Alkoholgebrauch (12,6 Prozent gegenüber 8,8 bei den Frauen), beim häufigen Cannabiskonsum sogar mehr als doppelt so oft (11,9 gegenüber 5,3 Prozent) und beim regelmäßigen XTC-Gebrauch (4,1 gegenüber 2,5 Prozent). Das ist allgemein bekannt und Männer bekommen dann auch häufiger eine Suchterkrankung diagnostiziert.

Die Forscher untersuchten den Substanzkonsum dann noch mit Blick auf einige psychologische und soziale Faktoren. Der Konsum ist beispielsweise bei denjenigen höher, die sich für ihr Studium hoch verschulden müssen (40.000 Euro Schulden oder mehr).

Allerdings lässt sich aus den Daten nicht sagen, ob es hier einen Kausalzusammenhang gibt. Haben sie vielleicht mehr Schulden, weil sie mehr Zeit mit sozialen Aktivitäten verbringen, bei denen mehr konsumiert wird, und darum länger fürs Studium brauchen? Oder nehmen sie anders herum die Mittel, weil sie so hoch verschuldet sind?

Die Schulden werden natürlich höher, je länger man studiert. Da die hier Befragten aber noch nicht fertig sind, bleibt die Studie eine Antwort schuldig.

Bei einer anderen Analyse ging es um Stress: Davon haben nach eigenen Angaben 62 Prozent viel oder sehr viel. Als Hauptgrund nannte die große Mehrheit (72 Prozent) das Studium selbst, gefolgt von der Coronapandemie (53 Prozent). Ein ähnliches Bild ergibt sich für Leistungsdruck.

Die Studierenden, die mehr Stress hatten oder Druck erfuhren, konsumierten etwas häufiger Cannabis. Bei ihnen waren auch Braindoping-Mittel etwas beliebter, über die ich bereits beim letzten Mal geschrieben habe (Ritalin & Co.: Niederländische Regierung will gegen Gehirndoping vorgehen).

Kommentar

Wie so oft, dürften sich auch hier die Geister daran scheiden, ob die in der Studie berichteten Zahlen hoch sind oder nicht. Allgemein nehmen in vielen westlichen Ländern der Alkoholkonsum und auch das Rauchen ab, wohl aufgrund des größeren Gesundheitsbewusstseins.

Hier in den Niederlanden wurde zudem erst zum 1. Juli 2021 das Alkoholgesetz verschärft. Seitdem darf es beispielsweise in Supermärkten nur noch bis zu 25 Prozent Rabatt auf alkoholische Getränke geben. Das war allerdings erst nach dem Zeitraum, in dem die Daten der Studie erhoben wurden (Frühjahr 2021).

Die Studienautoren gehen jedenfalls davon aus, dass der Substanzkonsum unter Studierenden schon vor der Coronapandemie hoch war und in bestimmten Fällen dann noch einmal zugenommen hat (Cannabis). Auch das Computerspielen ist demnach verbreiteter geworden.

Es ist aber auch kein Geheimnis, dass sich jüngere Menschen eher noch ausprobieren und neugieriger sind. Fachhochschulen und Universitäten haben es an sich, dass hier sehr viele junge Menschen zusammenkommen. Nicht wenige verlassen in dieser Zeit auch das Elternhaus und müssen sich in den neuen Strukturen erst noch zurechtfinden.

In den Niederlanden kommt noch eine sehr lebendige Kultur der Studentenverbindungen dazu, die an vielen Orten fest zur Tradition gehören und eigene Rituale haben. Dass deren Einweihungsriten und Partys öfter mal aus dem Ruder laufen und dabei auch Alkohol eine Rolle spielt, liefert alljährlich Schlagzeilen.

Bei den meisten Menschen dürfte sich das Verhalten aber auch von selbst wieder normalisieren. Das Studentenleben ist zudem nicht nur Party, sondern erfordert oft auch eine feste Struktur, ähnlich dem Arbeitsleben.

Wichtig scheint mir, denjenigen mit ernsthaften Schwierigkeiten – seien sie psychischer, sozialer oder finanzieller Natur – Hilfsangebote zu machen. Dass man die Probleme mit Repression oft auch noch vergrößert, ist inzwischen hinlänglich bekannt (Warum repressive Drogenpolitik nicht funktioniert).

Die Kinder und Jugendlichen, die laut der DAK-Studie mehr Zeit mit Computerspielen oder auf Sozialen Medien verbrachten, dürften das selbst kaum als Problem betrachten. Ein Problem wird es aus schulischer oder familiärer Perspektive, wenn andere Aktivitäten darunter leiden.

Auch hier würde in Einzelfällen eine psychologische Betreuung sicher helfen. Meistens dürfte man feststellen, dass das problematische Verhalten aber Ausdruck eines grundlegenderen Problems in der Kind-Familie-Schule-Konstellation ist.

Stempel wie “Computerspielsucht”, “Internetsucht” oder gar “Instagramsucht”, die alle schon in der Forschungsliteratur sowie den Medien auftauchen und im ersteren Fall bereits von der Weltgesundheitsorganisation offiziell eingeführt wurden, bergen immer auch Risiken. Risiken nämlich, die Hintergründe zu übersehen. Dass sich solche Probleme dann schlicht mit Pillen lösen lassen, an denen bereits geforscht wird, scheint mir eher unwahrscheinlich.

Die hier genannten Untersuchungen betrachteten das Verhalten von Kindern, Jugendlichen und Studierenden in der Coronapandemie. Diese Menschen sind in der Regel noch in festen Strukturen eingebunden oder gehören zum gebildeteren Teil der Gesellschaft.

Eine ernsthaftere Drogenproblematik dürfte es bei denjenigen geben, die am Rande der Gesellschaft stehen. Dass beispielsweise in bestimmten Kreisen immer mehr Schmerzmittel mit Opioiden konsumiert werden, ist hinlänglich bekannt. In den USA herrscht hier seit Jahren regelrecht eine Epidemie.

Die sozialen Probleme, die hinter solchem Konsum stehen, lassen sich nicht so einfach lösen. Diejenigen, die die wirklich harten und gefährlichen Drogen konsumierten, dürfte die Coronapandemie vor ganz andere Herausforderungen gestellt haben. Darüber verraten die hier vorgestellten Studien aber nichts.

Hinweis: Dieser Beitrag erscheint auch auf Telepolis. Titelgrafik: Rex Medlen auf Pixabay.

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9 Kommentare

  1. Ohne ihre “Panzerschokolade” (unter anderem Methamphetamin, was also heute als “Chrystal Meth” gefürchtet wird) hätten die Nazis wohl nicht so erfolgreich den Blitzkrieg führen können.

    Wirkstoffe können leistungssteigernd wirken.
    Sog. Neuro Enchantment könnte, in gewissen Grenzen, funktionieren.

    Grundssätzlich bleibt von derartigem Konsum abzuraten, wer allerdings in einem “Panzer” in einem so genannten “Blitzkrieg” unterwegs ist, darf womöglich, auch sog. Painkiller meinend, derart versorgt werden, im Rahmen einer Risiko-Nutzen-Überlegung.

    I.p. “Corona” soll es keine Verhaussschweinung des Menschen geben, Konrad Lorenz.
    Diese Herausforderung ist nicht wie oben beschrieben vergleichbar und so womöglich zunehmendem Wirkstoff-Gebrauch soll sich entgegen gestellt werden.

  2. @Brunthaler: Überleben

    Ja – wenn die Alternative ist, eine Kugel zu fangen oder vielleicht den Stolperdraht eines Sprengsatzes zu übersehen, würde ich auch eher Amphetamin denken.* Es ist aber doch irgendwie komisch, wenn wir über den Konsum derselben Mittel in Friedenszeiten denken. Und wozu? Für ein paar mehr Punkte in irgendeinem Test, falls die Mittel dabei überhaupt helfen?

    Zur Wirkungsweise verweise ich gerne auf meine immer noch aktuelle Gehirndoping FAQ.

    * Die Möglichkeit von “friendly fire” oder anderen impulsiven Überreaktionen, die Leben kosten können, sollte man dann aber auch bedenken.

  3. Unser Hirn ist im Wesentlichen ein Zuhälter, der uns durch Drogen kontrolliert, damit wir immer wieder auf den Strich gehen. Als man Ratten Elektroden ins Lust- und Schmerzzentrum pflanzte, und sie sich dann steuern ließen wie Spielzeugautos, loggte man sich nur in ein bereits bestehendes System ein, das beim Menschen, trotz aller Unterschiede, nach dem gleichen Prinzip funktioniert. Unsere Neuronen sind Junkies, die sich um Futter und Drogen kloppen, und von Mensch zu Mensch sind wir es auch. Ob Liebe, Freundschaft, Gemeinschaft – bei all dem benutzen wir den Mitmenschen zum Drücken der Heroinspritze in unserem Kopf, und wenn sie uns fehlen, kriegen wir Entzugserscheinungen.

    Der große Unterschied ist im Wesentlichen die Drogenqualität – künstliche machen uns leichter kaputt, als körpereigene, weil Letztere Teil eines eingespielten Systems sind, das von Ersteren durcheinander gebracht werden kann. Umgekehrt können sie aber auch in dieses System integriert werden, als fester, unerlässlicher Bestandteil. Und weil dieses System eigentlich aus mehreren Systemen besteht, die bloß notgedrungen symbiotisch zusammenarbeiten und jede Gelegenheit nützen, um füreinander zu Parasiten zu werden, ist ein Junkie schneller glücklich, dafür aber länger tot.

    Wo die Drogen herkommen, ist unerheblich. Ob man den Rausch durch Gaming, Sex, Religion, Cannabis bekommt, ist dem Körper egal, zumindest den Bossen – den dominanten Netzwerken, die es schaffen, alle anderen zu kontrollieren und zu unterdrücken. Der Körper ist halt ein Staat, selbstorganisierende Systeme funktionieren im Prinzip alle gleich, ich kann mir elektromagnetische Felder und Gravitation mit Biologie, Soziologie, Politik und Wirtschaft erklären, und umgekehrt deren Funktionsweise anhand solcher Felder vereinfacht darstellen. Solange die Bosse happy sind, ändert sich nichts, der Rest ist nur dazu da, sie happy zu machen und wird entweder von dem satt, was sie übriglassen, nachdem sie sich vollgestopft haben, oder wird selbst gefressen – die Mechanismen bei Drogen und Futter sind so ähnlich, dass ich stark annehme, dass sich Drogen auf irgendeiner zellulären Ebene als Nahrung herausstellen werden.

    Die Bosse werden gezügelt, indem das Personal vorwiegend die beliefert, die auch schön was zurückgeben. Das heißt, ein Boss, der selber alles frisst, kann nur auf Gewalt zurückgreifen, indem er den Besseren die Lieferwege unterbricht, sodass er und seine Handlanger einfach die Einzigen sind, die wenigstens ein Existenzminimum erstatten. Ich nenne das das Adolf-Prinzip: Wenn du der Beste auf der Welt sein willst, aber total scheiße bist, musst du alle auslöschen, die besser sind als du. Die Wirtschaft nennt das Monopol. Oft entsteht ein Monopol, indem der Boss zunächst so reichlich Futter verteilt, dass alle anderen Bosse verhungern, um es erst zu verknappen, wenn die Konkurrenz erledigt ist – hat der Kapitalismus auch so gemacht, und sämtliche populistischen Möchtegern-Diktatoren machen das auch: Erst das Land plündern und umverteilen, bis die Demokratie sie allmächtig gemacht hat und keiner ihnen das Geplünderte streitig machen kann, dann kriegt das Volk lecker Hungertuch zu mampfen. Weil solche Mechanismen keinen Verstand erfordern, weil sie einfach entstehen, indem jeder Beteiligte das macht, was ihm gerade das meiste Futter, die meisten Drogen bringt, dürften sie auch unter Neuronen und sonstigen Körperzellen selbstverständlich sein.

    Im und außerhalb des Hirns wirken also die gleichen Mechanismen des freien Marktes: Verschiedene Bosse, verschiedene Dealer, konkurrieren um die Kundschaft. Wer das Meiste gibt, kann auch das Meiste nehmen, bis er das Monopol hat – The Winner Takes It All, es kann nur einen geben, we’re the Princes of the Universe, here we are, fighting for survival, der übliche altbekannte Mist. Der Papst möchte, dass wir unsere Lebensfreude aus Gebeten und Kirchensteuer beziehen, der Staat möchte, dass wir möglichst aus reiner Nächstenliebe, Solidarität und Mitmenschlichkeit, die ihn nix kosten, einen funktionierenden Staat basteln, der die Reichen und Mächtigen reich und mächtig erhält, die Gene belohnen uns mit Orgasmen, Familienidylle und Rassenwahn dafür, ihren Fortbestand zu sichern, Kultur macht so ziemlich das Gleiche, nur dass Gene dort Meme heißen, die Wirtschaft möchte, dass wir Geld und Frondienste ohne Mucken abliefern und Freiheit fressen, als Kompromiss hat sie neuerdings Pixel anzubieten, die sind billiger zu backen als Brot. Der Mensch möchte, dass alle glücklich damit werden, ihn, seine Freunde und seine Familie zu ernähren, wenn sie damit nicht glücklich sind, sollen sie dazu gepeitscht werden, und wenn sie nicht dazu gepeitscht werden, wendet er sich gegen die Bosse. Wir sind Daten-Klumpen, Kolonien aus Information verschiedenster „Lebensformen“, der „DNA“, den Gencodes vieler selbstorganisierender Systeme, die gern Parasiten wären, aber Symbiont spielen müssen, um einander als Vehikel verwerten zu können, auf dem sie huckepack durch die Zeit reisen. Allein überlebt es sich halt schwerer als mit der Gang, auch wenn die Gang nur im Sinn hat, einen abzuzocken, genauso, wie man es mit ihr versucht.

    Drogen sind im Wesentlichen das, das das darwinistische Hauen, Stechen, Heucheln, Verraten, Täuschen, Intrigieren und Giftmischen erträglich macht. Die Biologie hatte die meiste Zeit, ihre Stellung als Boss und Großdealer auszubauen, sie kann es sich leisten, dem Zuckerbrot Vorrang vor der Peitsche zu geben. Sie hat aber auch die meiste Erfahrung in der Konstruktion selbstorganisierender Systeme, sie schafft es, die Konkurrenz erfolgreich zu sabotieren. Wenn ein Staat den biologischen und psychologischen Bedürfnissen der Menschen nicht gerecht wird, geht der Staat drauf, nicht die Biologie, selbst wenn dafür individuelle Datenträger in Massen geschreddert werden müssen. In der afghanischen Kleptokratie haben sich die Menschen einfach hingesetzt und haben den Untergang geschehen lassen, auch wenn sie genau wussten, dass die Taliban noch schlimmer sind – ein psychologischer Selbstzerstörungsmechanismus für Versagersysteme. Die Biologie scheint selbst widersprüchliche Gencodes zu enthalten, die Kompromisse eingehen oder konkurrieren, je nachdem, was gerade mehr nützt: Einer dient dem Überleben des Menschen, ein anderer dem Überleben des Gesamtsystems, der Biomasse, für die alle Lebewesen nur Formen sind, die sie annimmt, um in alle Ewigkeit zu überleben, und für die der Mensch durchaus ein Störfaktor sein kann, krankes Gewebe, das entfernt und in anderen Formen recycelt werden muss.

    Wenn also ein Staat versagt, gibt es mehrere Bosse, Dealer, Gencodes, die ein verstärktes Interesse daran haben, den Menschen mit Drogen gefügig zu halten. Einer ist der Mensch selbst, ein anderer der Staat. Während aber das Interesse des Menschen am Funktionieren eines Staates, der sie im Stich lässt, schwindet, wächst das Interesse des Staates daran, ein Monopol zu bilden. Dadurch gerät er in eine Zwickmühle – wie viele und welche Drogen lässt er zu, um die Leute gefügig zu halten, welche eliminiert er, weil sie seine Funktionsweise behindern? Schließlich werden Chemie und Gaming irgendwann zur Konkurrenz zum staatsgefälligen Leben mit viel Arbeiten und Konsumieren miserabler Wirtschaftsdrogen, die einem drei Sekunden Befriedigung geben, sodass man gleich wieder kaufen gehen muss. Der Staat müsste Heroin nicht bekämpfen, wenn er mit ihm mithalten könnte, sein Hauptargument – abgesehen von roher Gewalt – sind Gesundheit und Langlebigkeit und Gemeinschaftssinn, er muss sich also mit anderen Bossen verbünden, doch wenn er es sich mit Gesundheit und Langlebigkeit und Gemeinschaftssinn verscherzt, muss er halt gucken, ob er es nicht mit irgendeinem ihm mehr entgegenkommenden Pendant zum Heroin versucht. Am Nächsten sind ihm Patriotismus, Religion und Krieg, die hämmern auf dem Drogenspender in unserem Hirn im Thrash-Metal-Takt. Doch sie sind auch mächtig, denn dazu gehören genetisch bedingte neurale Netzwerke, die sich das Hirn leicht untertan machen können, sie können den Staat schnell unterwerfen. Cannabis, Alkohol und Gaming lassen sich leichter gefügig machen.

    Wenn der Drogenkonsum während der Pandemie steigt, ist das ein Beispiel, wie eine solche Allianz unbewusst, ohne Planung und ohne Absicht geschieht – wer spielt oder raucht, marschiert nicht auf der Straße, behindert nicht den Verkehr und wiegelt nicht den Pöbel auf, er erhält den Staat durch Passivität, der Staat muss nur gucken, dass der Alliierte nicht mächtig genug wird, um auf der Skala vom Symbionten zu Parasiten zu rutschen und ihn zum Sklaven zu degradieren. Die Notwendigkeit des Feintunings erklärt die ambivalente Haltung vieler Staaten zu Drogen aller Art.

    Kurz gesagt, wo Drogen verfügbar sind, gehören sie bald zum Leben – ob durch Nehmen oder Unterlassen, man muss sich dazu positionieren und sie in den Drogencocktail einbauen, mit dem man sich am wohlsten fühlt, und sich mit den Drogencocktails seiner Mitmenschen arrangieren. Welcher das ist, hängt von der persönlichen Hierarchie in Ihrem Kopf ab und wer dort den Boss spielen kann – wenn’s das Ego ist, empfehle ich ein kurzes, intensives Leben im Rausch, ist es der Staat, schnappen Sie sich eine Knarre und ziehen Sie in den Krieg irgendwo, wo Sie niemanden stören, außer Leuten, die ebenfalls für Staat oder Religion zu töten und sterben bereit sind, sind es Freunde und Familie, wird’s komplizierter, doch fokussieren Sie sich auf das Glück in diesem Kreis, sind es so Sachen wie Menschheit, Nächstenliebe, Kultur, Zivilisation, Menschenrechte, spielen Sie Sozialingenieur und bauen die Welt so um, dass diese Loser nicht stets zuerst draufgehen, wenn’s auf dem Drogenmarkt Lieferengpässe gibt. Nehmen Sie das Ganze nicht allzu ernst: Die Welt ist scheiße, Sie wurschteln sich als Teufel durch, der von anderen Teufeln dafür bezahlt wird, ihnen beim Durchwurschteln zu helfen und selber Teufel dafür bezahlen, welcher Teufel den Gottesthron gewinnt, ist egal, denn für das Paradies des Siegers müssen die Verlierer in die Hölle, also können Sie genauso gut nach Sympathie gehen und Ihrem Dealer zum Sieg verhelfen. Falls irgendwas Sinn dabei macht, dann der zum Scheitern verdammte Versuch, Ihren Mitteufeln dabei nicht allzu viel Leid zuzufügen. Ganz egal, an welchen Teufel Sie Ihre Seele verkaufen, versuchen Sie, das nicht zu vergessen, denn aller andere Sinn im Leben ist nicht mehr als Drogenrausch.

    Einst bleibt stets gleich: Verkaufen Sie Ihre Seele. Nehmen Sie Drogen. Sonst wird die Horror-Show unerträglich. Das, was Entzugserscheinungen zur Hölle macht, ist, dass man die Welt so zu sehen beginnt, wie sie wirklich ist.

  4. Ich kann mich hier nur auf altbekanne Memes berufen:

    196 min.? Per Day?? … Those are ROOKIE numbers!

    😉

  5. Zu dem Thema Computer gebe ich zu bedenken, daß wegen den Kontaktbeschränkungen die Leute und Kinder mehr Zeit am Computer verbringen, um zu arbeiten, lernen oder anderswie mit Zoom/Skype Kontakt zu Bekannten halten.

    Gruß
    Rudi Knoth

  6. Jetzt hat die Bundesregierung zugegeben, dass die Bettenauslastung seit Pandemiebeginn zurückgegangen ist. Bitte googeln: Drucksache 20/477 Gloria TV
    Entscheidend ist die Antwort der Bundesregierung auf die 2. Frage der AfD.
    Der Kampf gegen den Corona-Wahnsinn muss eingebunden werden in einen umfassenden Kampf. Bitte googeln: Manifest Natura Christiana

  7. @Paul S 28.01. 15:51

    „Unser Hirn ist im Wesentlichen ein Zuhälter, der uns durch Drogen kontrolliert, damit wir immer wieder auf den Strich gehen.“

    Naja, wenn man Geisteswelten ausschließt, kann man so denken. Und doch heißt das nicht, dass wir ohne Vernunft agieren. Gerade wenn wir konkrete Probleme lösen, löst das auch eine Hormondusche aus. Wir sind dann glücklich – aber das Problem ist auch gelöst. So wird die Suche nach Erkenntnis zu einem Glück, das zwei Seiten hat: Unsere Biologie fördert dies, und unser Leben wird so trotzdem produktiv, gemeinnützig und faszinierend.

    „Ob Liebe, Freundschaft, Gemeinschaft – bei all dem benutzen wir den Mitmenschen zum Drücken der Heroinspritze in unserem Kopf,…“

    Diesem Konzept fehlt einfach das Mitsein. Wer sich mit geliebten Menschen wohlfühlt, praktiziert meistens ein recht bedingungsloses Miteinander, das zusätzlich auch von der eigenen Biologie gefördert wird. Das widerspricht allerdings nicht der grundsätzlich geistigen Möglichkeit eines Miteinanders auch im Geiste. Wir sind als biologische Wesen nicht nur Biologie, wir sind auch ein geistiges Bewusstseinsfaktum, das grundsätzlich vom geistigem Miteinander lebt.

    So muss Religion kein Kniff sein, die Biologie auszunutzen. Echte Geisteswelten wollen auch strukturiert sein – ein Mitsein mit diesem auch geistigen Kosmos kann zu einer eigenen Erfahrungswelt werden.

    Die reine geistlose Konzeption des Menschen führt so letztlich in Abgründe, die Sie hier ganz gut zusammengefasst haben. Dem kann man aber entgegenwirken, indem man ganz gezielt versucht, so zusammen zu arbeiten, dass dennoch was Vernünftiges dabei herauskommt. Und ein Blick auf echte Geisteswelten kann dies entscheidend fördern – und auch die Perspektiven, die wir als biologische Existenzen haben, grundlegend ändern.

    So werden wir von der Biologie nicht mehr nur beherrscht, sondern nutzen unser Leben im Sinne einer eigenen Lebensqualität, die in diesem Kosmos wirklich möglich ist. Und eine Auflehnung gegen die Geistlosigkeit kann so zu einer Basis im eigenen Leben werden.

    „Falls irgendwas Sinn dabei macht, dann der zum Scheitern verdammte Versuch, Ihren Mitteufeln dabei nicht allzu viel Leid zuzufügen.“

    Was dann aber ausbaufähig ist, zumal man ja eigentlich sein Leben ganz gut in die Hand nehmen kann. Und im persönlichem Umfeld ist das gleich umsetzbar. Und insbesondere ist eine Etablierung einer Weltkultur, die neben einer wirklichen Pflege der Ökosysteme auch eine gute Einbindung aller Menschen in die Wirtschaftskreisläufe realisiert, durchaus im Bereich des Möglichen.

  8. @Knoth: Es ging nach meinem Verständnis der Studie spezifisch um Computerspiele und Soziale Medien wie Instagram (aber wahrscheinlich auch Facebook). Die Grenze zum Aufrechterhalten von echten Kontakten und nicht nur sinnlosen Betrachten von Fotos und Filmchen ist irgendwo aber auch fließend – und Online-Games kann man ja auch zusammen mit seinen Freunden spielen.

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