Kritische Psychologie im Aufbruch oder Abbruch?

Wie viel Freiheit des Denkens und Forschens haben wir heute noch? Wie prägt dies die Wissenschaft? Allein über die Probleme zu reden, reicht nicht. Wir müssen diese Strukturen, die für Kritik keinen Raum lassen, endlich ändern.

Da beschäftigt man sich gut zehn Jahre mit Psychologie und es gibt eine lebendige deutsche Tradition, von der man noch nie gehört hat: die Kritische Psychologie. Zwei Studierenden sei dank, sah ich bei uns am Institut in Groningen das Poster für die diesjährigen FerienUni zum übergreifenden Thema Subjektivität in der Krise? Nach den zahlreichen monotonen Gehirnabbildungen, die ich in meinem (Wissenschaftler-) Leben schon gesehen habe, gefiel mir diese als kreative Abwechslung ausgesprochen gut. Denken ist bunt. Eine willkommene Gelegenheit, sich einmal in einen anderen Kontext zu begeben und etwas Neues zu lernen.


Logo der FerienUni Kritische Psychologie 2012, mit freundlicher Genehmigung von Stefan Meretz

Dieser Einladung bin ich jedoch nicht alleine gefolgt. Abgesehen von der kleinen Delegation aus Groningen versammelten sich gut fünfhundert Studierende, Dozierende und Interessierte an der Freien Universität (FU) Berlin, um an fünf Tagen an gut neunzig verschiedenen Veranstaltungen teilzunehmen, beziehungsweise einer Auswahl derselben; denn viele Veranstaltungen fanden parallel statt. In der einführenden Vorlesung des FU-Professors Morus Markard zur Frage, was kritische Psychologie ist, wurden man in die Grundlagen eingeführt.

Was ist kritische Psychologie?

Markard wies zunächst darauf hin, dass es sich bei „kritische Wissenschaft“ eigentlich um einen Pleonasmus handelt, denn eine nicht-kritische Wissenschaft kann es gemäß seinem Wissenschaftsverständnis nicht geben. Dementsprechend solle auch eine kritische Psychologie ihre Theorie und Praxis, ihre Vorannahmen und Methoden kritisch reflektieren. Bei der Kritischen Psychologie mit einem großen „K“ handelt es sich hingegen um eine ursprünglich auf der Forschung Klaus Holzkamps (1927-1995) basierende Subjektwissenschaft, die auch anhand der Kritik des psychologischen Experiments Zusammenhänge von einer fundamentalen Gesellschafts- und Wissenschaftskritik festgestellt hat. Insbesondere sollen Herrschaftsansprüche kritisch hinterfragt werden. Für eine genauere Beschreibung der Kritischen Psychologie, sei hiermit auf diesen Einführungstext Markards verwiesen.

Ein Beispiel, das mich selbst besonders interessiert hat, ist die Kritik am Experiment: Ihr zufolge wird in der Psychologie nur untersucht, wie Menschen sich unter von ihnen unbeeinflussbaren Bedingungen verhalten. Eine Auseinandersetzung zwischen Versuchspersonen und Versuchsleiter über alternative Möglichkeiten oder Bedeutungszusammenhänge finde in der Regel nicht statt. Tatsächlich habe ich in meiner eigenen Analyse der Experimente, die in jüngerer Zeit als Widerlegung der Willensfreiheit angeführt werden, Ähnliches festgestellt (Die Hirnforschung und die Mär von der Willensfreiheit).

Ergebnis in den Ausgangsbedingungen festgelegt

Nachdem man Versuchspersonen alles verboten hat, was menschliches Entscheiden üblicherweise ausmacht, wie planen, Raum fürs Reflektieren, Austausch mit anderen, Umentscheiden, kommt man zu dem Ergebnis: Das Gehirn entscheidet unbewusst, unsere subjektive Wahrnehmung ist eine Illusion. Wenn man aber die Menschen dazu bringt, eine Art Zufallsgenerator zu simulieren, dann ist es wenig überraschend, wenn sich in Gehirnfluktuationen der Entscheidung (hier: Knopfdruck links oder recht) vorausgehende, womöglich unbewusste Reaktionen finden lassen. Wer sich etwa über den Sinn dieser Entscheidungen Gedanken macht und daher mehr Zeit braucht, wird als Versuchsperson, die sich nicht an die Regeln (Instruktionen) hält, vom Experiment ausgeschlossen.

Derartiges Experimentieren setzt natürlich Reduktionen voraus. Das wird jedoch dann problematisch, wenn man die vielen Reduktionsschritte auf dem Weg vom Versuch zum Ergebnis in der Interpretation vergisst und behauptet, man habe es hier noch mit „dem“ Menschen zu tun. Derartige Umdefinitionen geschehen oft unbemerkt; in einem Streitgespräch über Philosophie vs. Wissenschaft im Guardian verwies der Philosoph Julian Baggini beispielsweise auf die Liebe, worauf der theoretische Physiker Lawrence Krauss über Opferbereitschaft und Altruismus sprach (ausführlicher, siehe mein kritischer Kommentar auf englisch).

Entsprechend brachte auch Morus Markard das Beispiel eines Zungenkusses, den man fürs Experiment auf feinmotorische Muskelbewegungen mit Austausch von Körperflüssigkeiten reduziere – na dann viel Spaß. In einem Workshop über das Verhältnis subjektwissenschaftlicher und qualitativer Forschung verwies er auf das anschauliche Bild einer Zahnpastatube: Was man mit Blick auf die Methode vor dem Experiment aus der Tube herauspresse, das kriege man hinterher nicht einfach wieder herein.

Aufbruch oder Abbruch?

So weit, so gut – man könnte meinen, dass derartige Reflexionen an der wissenschaftlichen Tagesordnung sind. An der FU Berlin nähern sie sich jedoch gerade ihrem institutionellen Ende. Das alte Psychologische Institut konnte sich mit seiner Tradition der Kritischen Psychologie gegenüber dem psychologischen Mainstream nicht behaupten. In einem wissenschaftlichen Umfeld, das auf Produktivität und Erfolg fokussiert ist und dafür oberflächliche quantitative Maßstäbe ansetzt, ist für kritisches Denken kaum Platz.

Die Kehrseite dieses Erfolgsmodells ist dann aber nicht nur ein zunehmender Konkurrenzdruck, unter dem auch die WissenschaftlerInnen leiden, sondern ebenfalls eine banale Wissenschaft: Was man aus der Tube herausgepresst hat, das wird mit übertriebenen Interpretationen hinterher überpinselt. Beispiele hierfür gibt es genug, etwa die Behauptung, man habe nun dieses oder jenes Gen gefunden, etwa das Gen für Internetsucht oder Kriminalität, man könne mit Verfahren der Hirnforschung bald Gedanken lesen oder Träume entschlüsseln und so weiter.

Wissenschaft in der Krise

Die Moral- und Sozialpsychologie wurde jüngst von den Skandalen um den Harvard-Psychologen Marc Hauser, Dirk Smeesters von der Universität von Rotterdam und Diederik Stapel von der Universität von Tilburg erschüttert. Hauser soll in Publikationen angegebene Kontrollexperiment nicht durchgeführt haben und Assistenten, die auf Ungereimtheiten hinwiesen, unter Druck gesetzt haben (Moralforscher im Zwielicht); Smeesters soll sehr frei damit umgegangen sein, Versuchspersonen, die sich nicht hypothesenkonform verhielten, ausgeschlossen zu haben, und Stapel soll gleich die Daten dutzender Untersuchungen fabriziert haben. Kein Wunder, dass Psychologen ein Projekt ins Leben gerufen haben, bei dem es um die unabhängige Reproduktion von Forschungsergebnissen gehen soll; diese Initiative stößt jedoch auf ein geteiltes Echo (Murks per Definition).

Man sollte jedoch nicht meinen, dass es sich hierbei um ein rein psychologisches Problem handelt. Wie Lebenswissenschaftler vor wenigen Monaten in Nature berichteten, ließen sich von einschlägigen Befunden vorklinischer genetischer Krebsforschung in den führenden Zeitschriften, auf denen teilweise schon mehr als hundert bis zweihundert neue Untersuchungen aufbauten, in gerade einmal 11% der Fälle erfolgreich reproduzieren; eine zweite Untersuchung mit einer anderen Auswahl kam auf ebenfalls enttäuschende 25% (Raise standards for preclinical cancer research).

Mehr als nur reden

Damit, nur über diese Probleme zu reden und zu schreiben, ist es aber nicht getan. Es ist kein Geheimnis, dass junge WissenschaftlerInnen nach dem nordamerikanischen Konkurrenzmodell seit Jahrzehnten nach der Devise „publish or perish“ – publiziere oder gehe unter – arbeiten und forschen. Wer jedoch nicht die erwünschten Ergebnisse erzielt beziehungsweise nicht überzeugend genug darstellt, der geht eben unter, an ein weniger kompetitives Institut oder beginnt, seinen methodischen Spielraum breiter auszulegen und im Extremfall sogar Daten zu fälschen. Mittelfristig werden aber auch den Instituten, die nicht nach den neuen Produktivitäts- und Erfolgskriterien funktionieren, die Mittel gekürzt. Wo bleibt da die Autonomie der Wissenschaft?

Für die ist schon im Hochschulstudium immer weniger Raum (siehe auch unser Blog-Gewitter zur Bologna-Reform). Nach dem Modell der Produktivitätssteigerung und Kostenminimierung sind die neuen Bachelorstudiengänge an niederländischen Universitäten nun auf drei Jahre befristet. Dabei ist bitteschön noch ein halbes Jahr im Ausland zu verbringen. Von Anfang an ist klar, wer sich nicht an die Regeln hält und ordentlich Kreditpunkte sammelt, der fliegt heraus. Bei uns heißt das jetzt bindend studieadvies (verbindliche Studienempfehlung) und bedeutet, dass man zumindest zeitweise für ein Studienfach gesperrt wird. Was zunächst nur für das erste Jahr eingeführt wurde, soll bald schon auf die anderen Jahre ausgedehnt werden. Wer mehr als ein Jahr überzieht, muss ferner eine Studierbuße von ca. 3000 Euro bezahlen.


Der Hörsaal des früheren Psychologischen Instituts an der Freien Universität Berlin. Hier versammelten sich in den 1960er und 1970er Jahren regelmäßig Studierende und Dozierende, um sich über den Hochschulalltag auszutauschen.

Kein Wunder, wenn viele Studierende dann mehr an diese administrativen Vollzugsregeln als an wissenschaftliche Inhalte denken. Unzufriedenheit (Kein Freud – nur Leid?) und Bulimielernen sind die Folge: Vor der Multiple-Choice-Klausur schnell alles in sich hineinfressen, um es dann kurz darauf wieder herauszukotzen. Bei dem historischen Rundgang durch die FU Berlin erfuhr ich, dass man sich in den 1960er und 1970er Jahren von studentischer bis zur Professorenebene mindestens einen halben Tag pro Woche Zeit nahm, um sich über Wünsche, Vorstellungen und Probleme der Hochschullandschaft zu verständigen. Wer kann sich das heute noch erlauben, wenn er dafür keine Studier- oder Publikationspunkte erhält?

Die Kritik wird hier in Berlin nun zumindest institutionell abgebrochen.* Über diese Probleme zu reden ist aber nur ein erster Schritt. Für die Freiheit des Denkens, das Zurückerlangen studentischer und wissenschaftlicher Autonomie bedarf es eines Aufbruchs. Dessen Notwendigkeit liegt auf der Hand.

* P.S. Hierbei bezog ich mich vor allem auf MitarbeiterInnenstellen an der Universität. In einem Workshop über Kritisch Publizieren wurde auf mehrere Institutionelle wie publikatorische Organe hingewiesen, beispielsweise Das Argument, das Forum Gemeindepsychologie (Open Access), das Journal für Psychologie (Open Access), das Klaus Holzkamp-Institut für Subjektwissenschaft, das Forum Kritische Psychologie, die Neue Gesellschaft für Psychologie und Psychologie & Gesellschaftskritik.

Veröffentlicht von

www.schleim.info

Menschen-Bilder: Mensch, Gesellschaft und Wissenschaft Stephan Schleim blickt über den Tellerrand von Psychologie sowie Hirnforschung und diskutiert, was die Forschungsergebnisse eigentlich bedeuten. Besondere Aufmerksamkeit erhält dabei die Frage, wie sich Gesellschaft und Wissenschaft zueinander verhalten. Stephan Schleim hat an den Universitäten Mainz und Frankfurt u.a. Philosophie, Informatik und Psychologie studiert (Magister Artium, 2005). Nach einem Praktikum am Max Planck-Institut für Hirnforschung und einem Forschungsbesuch am California Institute of Technology ging er an die Universitätskliniken Frankfurt und Bonn, wo er mit der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) moralische und juristische Entscheidungen untersuchte. Sein ausgeprägtes theoretisches und ethisches Interesse führte zu mehreren Publikationen im Bereich der Neurophilosophie und Neuroethik. Am Institut für Kognitionswissenschaft in Osnabrück wurde er 2009 mit seiner Doktorarbeit "Norms and the Brain" promoviert. Seit Oktober 2009 war er Forscher in der Abteilung für Theorie und Geschichte der Psychologie an der Universität Groningen, seit 2010 als Assistant Professor für Theorie und Geschichte der Psychologie. Vom Oktober 2012 bis März 2013 war er Professor für Neurophilosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 2015 ist Stephan Schleim Associate Professor in Groningen. Der Forscher und Autor ist auch als Wissenschaftsjournalist aktiv, veröffentlicht in verschiedenen deutschsprachigen Medien mit Übersetzungen ins Italienische, Niederländische und Portugiesische. 2008 erschien sein erstes Buch "Gedankenlesen – Pionierarbeit der Hirnforschung", 2011 sein Buch "Die Neurogesellschaft – Wie die Hirnforschung Recht und Moral herausfordert." Ausgewählte Beiträge erscheinen auch auf Telepolis – Magazin für Netzkultur, für das Stephan Schleim seit vielen Jahren schreibt.

28 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Bauch oder Buch

    Aufbrauch oder Abbruch, kommt das nicht auf dasselbe heraus?

    Aufbruch! Das wärs.

    (Wenn die Überschrift korrigiert ist, kann das hier gelöscht werden.)

    (An anderer Stelle könnte dafür bei Gelegenheit noch etwas angefügt werden, Sonntag ist vorbei.)

  2. @Joker: schlampig

    Danke für den Hinweis – ich hatte jemand schon eine Stunde aufs Mittagessen warten lassen und wollte den Artikel noch uploaden; dabei hatte ich mir zwar den ganzen Text, jedoch nicht die Überschrift noch einmal angeschaut.

    Das andere Update kommt beim nächsten freien Zeitfenster.

  3. Abbruch ist leichter als Aufbruch

    “… denn eine nicht-kritische Wissenschaft kann es gemäß seinem Wissenschaftsverständnis nicht geben”

    Mal ehrlich, bedarf es zu dieser Aussage eines ausgezeichneten Wissenschaftsverständnisses?

    Wer von sich sagt, er betreibe Wissenschaft, würde, so darf man übrigens vermuten, ungefähr niemals eingestehen, daß er, innerhalb seiner Disziplin, ein eben nicht-kritischer Geist sei. Die meisten Wissenschaftler sind nichts anderes als Angestellte des gegenwärtigen Paradigmas, und entsprechend nüchtern verhalten sie sich auch. Wer Talent hat, kann damit Häuser bauen oder auch wegsprengen, je nach Bedarf. Eine ethische Frage stellt die Wissenschaft i.a.R. nicht. Ethik ist nicht Quell noch Leitfaden der wissenschaftlichen Disziplinen [sic!]. Das führt notwendig zur ständigen Katastrophe.

    […]

    “Für die Freiheit des Denkens, das Zurückerlangen studentischer und wissenschaftlicher Autonomie bedarf es eines Aufbruchs. Dessen Notwendigkeit liegt auf der Hand.”

    In der Tat. Aber dieser Aufbruch kann nur stattfinden, wenn entsprechende gesellschaftliche Entwicklungen damit einhergingen. Das gehört zusammen, und ohne die Wissenschaftler geht es nicht. Dafür müssten diese unbedingt ihre besondere gesellschaftliche Position (ihr Gehört- und Gelesenwerden) dazu nutzen, über genau das zu reden, was offenbar so gar nicht ihr Thema ist und genau das einzufordern, wodurch es der Wissenschaft vielleicht eines Tages gelingen könnte, positive Impulse für das gemeinsame Leben auf unserem Planeten zu setzen, anstatt intelligente Killer-Drohnen und Apple-Software zu entwickeln.

  4. Immerhin

    … wurde das Binnen-I und die Handhabung mit “politisch korrekten” Begriffen wie ‘Studierende’ geübt, auch wenn im Artikel einmal das abschließende N für die 3. Person Plural fehlte.

    Aber mal ganz im Ernst: Was erwarten Sie von einer Veranstaltung, die primär die Sozialindustrie personell zu beliefern hat und in der im Prinzip schon alles gesagt worden ist, und zwar fast von allen?

    BTW, auch die Hirnforschung scheint sich wenig günstig zu entwickeln. [1]

    MFG
    Dr. Webbaer

    [1] Mitlesende, wie möglicherweise auch der hiesige Inhalteträger, bleiben natürlich von dieser Beobachtung, sozusagen wie immer, ausgenommen.

  5. Kritik – Krise – Kreislauf

    Mensch(heit) im geistigen Stillstand seit der “Vertreibung aus dem Paradies” (erster und bisher einzige geistige Evolutionssprung), mit bewußtseinsbetäubender Bildung zu Suppenkaspermentalität auf systemrationaler Sündenbocksuche (Hierarchie vom Deppen bis zum Fachidioten), für das “gesunde” Konkurrenzdenken des nun “freiheitlichen” Wettbewerbs in konfusionierender Überproduktion von Kommunikationsmüll (Welt- und “Werteordnung” im “Recht des Stärkeren”) – Wenn GRUNDSÄTZLICH alles allen gehören würde, so daß “Wer soll das bezahlen?” und “Arbeit macht frei” absolut keine Macht mehr hätte, könnte PRINZIPIELL alles OHNE … wirklich-wahrhaftig organisiert werden, damit geistig-heilendes Selbst- und Massenbewußtsein …

  6. Opositionsdisziplin…

    @ Stephan Schleim

    -> da wird also eine Forschungsrichtung dichtgemacht, die den Sinn hatte, die

    Sinhaftigkeit der Forschung im selben Fachgebiet zu hinterfragen?

    Ob das nun gerade jetzt der richtige Zeitpunkt ist, wo sich Psychologie und Neurologie

    durch Überschneidungen ergänzen oder widerlegen werden, ist eine besondere Frage.

    Andererseits kann ich nicht recht verstehen, dass es sozusagen eine Opposition zur

    Psychologie geben musste, wenn doch, wie beschrieben, des Wissenschaftlers Grundhaltung

    der kritische Blick auf den Gegenstand sein sollte. Wie Objektiv also kann ein

    Wissenschatler (der ja auch nur ein Mensch ist) sein… das eine Opositionsdisziplin

    zur Psychologie notwendig wurde? Oder war es eine Art Modeerscheinng? Dann wird es

    möglicherweise zur aktuellen Neuroforschung ebenso ein Pandant geben werden…!?

    Tolle Vorstellung:
    Alle wissenschaftliche Disziplinen hätten eine solche “Opositionsdisziplin”…

    Kritische Physik, kritische Biologie, kritische Philosophie (was erst so richtig

    sonderbar klingt), … bei der kritischen Astrtologie aber scheint es wieder einen

    eingängigen Sinn zu ergeben…

  7. @chris

    Critical Neuroscience 🙂

    P.S. Wenn Forscher vor allem dafür belohnt werden, produktiv und erfolgreich zu sein und sich dabei bestimmte Probleme häufen, dann ist eine kritische Reflexion meines Erachtens geboten; und wenn es eine Wissenschaft vom Menschen ist, die sich unmittelbar auf menschliches Sein ausdrückt (bsp. klinische Psychologie, Psychiatrie), dann sowieso.

  8. £110.00 …

    kritische Betrachtungen muß man sich wohl auch was kosten lassen…!?
    Ich wollte mir mal ein Buch kaufen mit Einsteins Vorlesungen um 1914 als HAndschriften im Faximile. Der Preis war auch so um 100 euros. Also kaufte ich nicht.

    Wissenschaft am menschlichen Sein ist für kritische opositionsdisziplinen scheinbar am meisten notwendig. Immer dort, wo der Gegenstand nicht eindeutig zu nennen ist, wird notwednigerweise Interpretiert werden müssen – wobei erhebliche Fehler entstehen können.

  9. Studenten flüchten ins Ausland

    Als CTA arbeite ich zur Zeit in Schweden und wohne in einer WG aus Master-Studenten, Doktoranden und Doktoren.

    Ich kam hier her und war die ersten Tage vollkommen perplex: Das Arbeitsklima ist viel besser als in Deutschland.
    In meiner Ausbildungszeit in Deutschland lernte ich, dass Zeit Geld bedeutete und man in dieser Zeit gefälligst so viel zu lernen habe wie nur möglich.

    Hier musste ich mich erstmal akklimatisieren. Klar, Paper müssen genauso geliefert werden, jedoch schafft es das Bildungsystem hier, Studenten die Zeit zu geben, erlerntes Wissen zu festigen und zu hinterfragen. Ein befreundeter deutscher Master-Student sagte erst kürzlich zu mir, dass er mir nichts aus seinem Bachelor-Studium erzählen könne, aber alles aus dem ersten Jahr des Masterstudienganges, welchen er in Schweden besucht. Ähnliche Resonanz kam von anderen Master-Studenten und Doktoranden. Aber dass die Skandinavier uns im Bildungssystem einige Schritte voraus sind, ist ja bereits schon länger bekannt!

  10. @ Sandra Selaskowski
    Studenten flüchten ins Ausland
    17.09.2012, 14:12

    -> die paradiesischen bedingungen in Schweden kann man sehr oft hören und lesen. Da ich Schweden recht gut kenne, kann ich aber vermuten, dass es nicht unbedingt an den strukturellen bedingungen liege, was einem da als paradiesisch vorkommt, sondern an einer allgemeinen Lässigkeit und in etwa daraus leicht und angenehm empfundenen Situation. In Schweden scheint es zudem gerade generell einen großen Optimismus zu geben, was die Zukunft angeht, was der guten Stimmung zudem zuspielt.

    Als Anmerkung gilt nämlich trotz aller anderen Einbildungen:

    Stress ist, was man als solchen Empfindet. Nicht was es ist.

  11. @Stephan: Apéro ohne Essen

    Wir müssen diese Strukturen, die für Kritik keinen Raum lassen, endlich ändern.

    Der Ansicht bin ich ebenfalls aus tiefster Überzeugung. Nur:
    WIE geht das? WAS tun wir? WOMIT fördern wir Kritik? WARUM fehlt sie wirklich?

    Auf diese und weitere Fragen hätte ich mir noch Ansätze von Antworten gewünscht – oder gab es dazu Nichts im Reigen der kritischen Phsychologen?
    Vielleicht sollten wir soziologisch fragen – ich könnte mir das als Thema auf SciLogs vorstellen, obgleich sicher schon auf diesem Portal mit einigen Befindlichkeiten zu rechnen ist…

  12. Wie ändern…?

    @ Noït Atiga

    “Wir müssen diese Strukturen, die für Kritik keinen Raum lassen, endlich ändern.”

    “Nur: WIE geht das? WAS tun wir? WOMIT fördern wir Kritik? WARUM fehlt sie wirklich?”

    -> Eine Kritik muß begründet und mit beweisbaren Argumenten untermauert werden. Wenn man begreift, wie aufwändig (und somit teuer) das erstellen von solchen Materal ist, ist damit deine Frage beantwortet.
    Es ist kein Geld vorhanden. … Normalerweise argumentiere ich nicht mit “Geld”, aber es macht im Kern genau das aus. Würde ich Geld verfügbar haben, ich würde genau solches tun… kritische Erkenntnisse entsprechend hinterfragen.
    Das hier über Studienzustände arguentiert wird, trifft das Problem nicht im Kern. Die gegenwärtigen Studienverhältnisse haben ein anderes Manko. kritisches Denken ist keine Disziplin, die irgendwie gelehrt werden kann, sondern eher eine Lebenseinstellung, die auf besondere Erfahrungen begründet ist. Sowas wird also nebenbei entwickelt und nicht als Kernkompetenz studiert.

  13. @chris: Scheinproblem

    Geld ist das scheinbare Problem, sicher. Aber da steck viel mehr dahinter – denn warum haben wir denn ‘so wenig Geld’, obwohl eine der reichsten Volkswirtschaften? Warum geht diese kritische Wissenschaft heute nicht mehr, wo wir reicher sind als vor 20 Jahren? Warum kam Bologna zur Jahrtausendwende?

  14. @Noït, Chris: ein Anfang

    Verstehen, dass das Problem nicht in einem selbst liegt, sondern in der Struktur; nicht auf Ausflüchte wie “kein Geld”, “keine Zeit” hereinfallen; sich nicht den Spielraum des Möglichen im Denken und Handeln einschränken lassen…

    Zeit ist nichts, was man hat, sondern was man sich für die wichtigen Dinge nimmt; wenn man nur von anderen bestimmen lässt, was diese wichtigen Dinge sind, dann wirft man sein Leben weg – es ist dann fremdbestimmt, nicht selbstbestimmt.

    Viel Geld ist für das Entwickeln von Alternativen erstens nicht nötig und zweitens reichlich vorhanden, jedoch ungerecht verteilt und diese Verteilung wird stets ungerechter, das ist seit vielen Jahren bekannt und empirisch belegt.

    Gerechtfertigt wird dieses System mit einem Verweis auf freien und fairen Wettbewerb, doch der Wettbewerb war niemals fair, denn dass diejenigen, die schon vorher mit den meisten Mitteln ausgestattet waren, die größten Gewinner des Wettbewerbs sind, stand von vorne herein fest.

    Das deutsche Schul- und Hochschulsystem mit seiner Benachteiligung von Menschen aus relativ ärmeren und weniger gut gebildeten Mileus reproduziert diese ungerechten Strukturen, auch dies ist seit Jahrzehnten empirisch belegt. Nach und nach wird dieses System mit seinem Produktivitätswahn jeden von uns erfassen, es hat entsprechend auch schon große Teile der Wissenschaft korrumpiert.

    Die meisen Menschen wollen aber in Freiheit, Frieden, Sicherheit und Selbstbestimmung leben; dafür haben wir den demokratischen Rechtsstaat. Dass man sich heutzutage aber nicht mehr einfach nur zurücklehnen und hoffen kann, dass alles von alleine gut wird, wird langsam mehr und mehr Menschen klar. Den demokratischen Rechtsstaat muss man aktiv einfordern und mitgestalten.

    Das heißt Politik.

  15. @Chris: Critical Neuroscience

    Ja, dass das Buch so teuer ist, ist ein großes Problem – die HerausgeberInnen sind damit auch nicht so zufrieden. Wenn du aber den AutorInnen der Kapitel folgst, die dich ansprechen, wirst du bestimmt auf verwandte Texte zu besseren oder gar völlig freien Konditionen treffen.

  16. @Selaskowski: Ausland

    Ja, ins Ausland gehen ist eine Möglichkeit; durch den Wechsel in die Niederlande habe ich auch viel über Deutschland gelernt (beispielsweise das unnötig aufgeblasene Gesundheitssystem dort).

    Hier ist freilich auch nicht alles perfekt und im Rahmen der Finanzkrise wird es mit dem Verweis auf Sparzwänge auch schlechter, wird stets mehr und mehr im Bereich Bildung, Kunst und Kultur gespart; die ersten Projekte stehen jetzt schon auf der Kippe oder müssen gleich ganz aufgegeben werden; wir Dozierenden bekommen stets mehr und mehr Lehraufträge augedrückt, sollen aber natürlich wissenschaftlich genauso produktiv oder sogar noch produktiver sein als vorher – das geht nicht und wird das Ausmaß an Pseudowissenschaft erhöhen.

    Im Zuge der Finanzkrise (die übrigens weder Studierende noch KünstlerInnen verursacht haben) wird, so scheint es mir, die ganze EU nun an den deutschen Produktivitätswahn angepasst. Ich glaube jedoch nicht, dass die Mehrheit der Menschen das auf Dauer mit sich machen lässt. Was ist das Leben denn dann noch wert?

    Durch die Bologna-Reform wurde nicht nur den Studierenden, sondern auch vielen Dozierenden ein großes Maß an Freiheit geraubt; das verstehen nach und nach immer mehr. Die Exzellenzinitiativen usw. haben den Unmut vielleicht etwas verdeckt oder hinausgezögert, aber dass dieses Zwangssystem nicht überlebensfähig ist, lässt sich dadurch meines Erachtens langfristig nicht verbergen.

  17. @Stephan: Individuum vs. System

    Die individuellen Möglichkeiten wollte ich nicht wirklich ansprechen, sondern eher nach sytemischen Verbesserungswegen fragen. Denn dort habe ich einige Ideen, aber es fehlen leider die kompetent interessierten Diskussionspartner.

    Was du zum aktuellen Wettbewerb und zum aktuellen Bildungssystem schreibst, musste ich gerade wieder traurig in einer Diskussion mit einem hochgebildeten ‘Philosophen’ feststellen: Für diesen eigentlich kritischen Geist war die Begünstigung der Begünstigten das Normalste der Welt…

    Beim Wettbewerb möchte ich aber noch einen kleinen Einwand anbringen: Problematisch ist nicht der Wettbewerb an sich, sondern nur dessem aktuelle Form. Denn die aktuelle Begünstigung anfänglich Begünstigter beruht nicht auf dem Wettbewerbsprinzip selbst, sondern auf überholten strukturellen Bevorzugungen des Kapitals ggü. der Arbeit und auf unserem herkunftserhaltenden Bildungssystem. Jedenfalls im letzten Teil waren/sind andere Nationen durchaus weiter.

  18. @Noït: Individuum und System

    Meines Erachtens muss man beim Individuum ansetzen, denn Individuen lesen diese Texte.

    So ein Gespräch mit einem “Begünstigten” kann schon frustrierend sein. Manch einer klammert sich an die Illusion, es sei vor allem seine eigene Leistung gewesen, die ihn in die erfolgreiche Lage gebracht hat, dabei waren es vielleicht für ihn günstig gewählte Umstände.

    Ich bin auch nicht gegen Wettbewerb per se – Wettbewerb im Maßen halte ich durchaus für sinnvoll. Das ändert aber nichts daran, dass wenn ich ein Wettrennen zwischen einer Schildkröte und einem Hasen organisiere, dieser Wettlauf nicht fair ist.

    Klar konnten Schildkröte und Hase beide trainieren und laufen, der Hase hatte aber von vorne herein viel bessere Startbedingungen für diesen Wettkampf; wenig überraschend, wenn er gewinnt, denn da konnte die Schildkröte einfach nicht mihalten.

    Ein fairer Wettbewerb setzt Chancengleichheit voraus.

  19. @Stephan: Hase und Schildkröte

    Sicher lesen die Individuen diese Texte und sicher muss man Individuen beeinflussen, um das System zu ändern. Allerdings gibt es viele Dinge im System, die Individuen allein nicht ändern können.

    Wenn ich dein Beispiel von Hase und Schildkröte aufnehme, so verpflichtet unser heutiges System die Schildkröte etwa noch zum Transport sämlicher Lasten des Hasen – schließlich habe sie den stärkeren Panzer und sei die Schönheit des Hasen-Kleides zu ehren (Geldsystem). Und daneben wird der Hase auch noch zum Intensiv-Training geschickt während die Schildkröte möglichst schnell nützlich sein soll (Bildungssystem).

    PS: Wie kommst du auf den Vergleich zur Schildkröte statt zum Igel? Geht die Fabel auch in Niederlanden so? Ich kannte das bisher nur aus Frankreich.

  20. Konfusion

    Wettbewerb ist deutliches Zeichen der Unterdrückung von Verstand zu eindeutig-menschenwürdiger Vernunft – Wettbewerb ist die INSTINKTIV-bedingte Ursache aller Probleme unseres “Zusammenlebens” wie ein blödsinniges Krebsgeschwür!

    “Als Mensch anfing seine Toten zu bestatten, wurde Mensch zum Mensch – als Mensch aber anfing auch daraus ein Geschäft zu machen, war alles für’n Arsch, bzw. war der geistige Stillstand MANIFESTIERT in Hierarchie von und zu material. “Absicherung”!?”

  21. @Noït: Hase und kein Igel

    Die Individuen sollen sich ja auch nicht bloß individuell, sondern gemeinsam für eine gerechtere Gemeinschaft einsetzen.

    Den Igel habe ich bewusst vermieden, schließlich überlistet der ja den Hasen beim Wettlauf – und mir ging es darum, ein Beispiel für einen unfairen Wettlauf anzuführen, weil die Schildkröte im Wettrennen einfach keine Chance hat. So hast du es ja auch verstanden, dass man der Schildkröte sogar noch mehr Last aufbürdet, obwohl sie schon von Natur aus langsamer ist.

    Jetzt, wo ich mir die originale Fabel noch einmal angeschaut habe, wird mir klar, dass man sie auch mit Hase und Igel hätte verwenden können. Dann ist allerdings nicht die Schildkröte (der Igel), sondern der Hase der Betrogene. Schließlich läuft er, so schnell er kann, aber der Igel überlistet ihn jedes Mal – und zwar durch Brechen der Regeln –, bis der Hase am Ende stirbt.

    Bei der späteren Durchführung des Rennens auf einem Acker läuft der Igel nur beim Start ein paar Schritte, hat aber am Ende der Ackerfurche seine ihm zum Verwechseln ähnlich sehende Frau platziert. Als der siegesgewisse Hase heranstürmt, erhebt sich die Frau des Igels und ruft ihm zu: „Ick bün al dor!“ („Ich bin schon da!“). Dem Hasen ist die Niederlage unbegreiflich, er verlangt Revanche und führt insgesamt 73 Läufe mit stets demselben Ergebnis durch. Beim 74. Rennen bricht er erschöpft zusammen und stirbt. (wikipedia.de)

  22. Die Mehrheit ist geduldig wie ein Frosch

    “Ich glaube jedoch nicht, dass die Mehrheit der Menschen das auf Dauer mit sich machen lässt.”

    Stephan, wenn die Geschichte überhaupt irgendetwas lehrt, dann das genaue Gegenteil: Die Mehrheit der Menschen ließ immer schon Dinge mit sich machen, die man für nicht erträglich halten sollte.., und ihre jeweilige Conditio verleitete sie immer wieder zu Taten, deren Grausamkeit unbeschrieben und deren Opfer ungezählt sind; sie taten immer schon Dinge, die sich einer aufgeklärten Erwartung vollends verschließen.

    Wäre es anders, hätten die soziologischen Entwicklungen längst, in der Aufeinanderfolge, zu sich “vergoldenden” Zeitaltern führen müssen, die wir aber heute lediglich genauso nur erahnen können wie ehedem.

  23. @ Schleim – Hase und Igel

    Eindeutige Botschaft zwischen den Zeilen:

    Renne nicht gegen Windmühlen an…

    Es hat keine Erfolgsmöglichkeit. Alles sei umsonst. Also als “dummer” sei man eben nicht prädestiniert genug. Das system ist eben darauf aufgebaut: Selektion – schon möglichst früh.
    Nach allem, was ich mir dazu in Erfahrung gebracht habe, ist der Dumme also in einer misslichen Lage: unschuldig schuldig und das Tragen der Last sein Schicksal.
    Das kann man ihn dann aber auch so erklären und nicht großkotzig ausrufen, alle hätten alle Möglichkeiten und somit die Freiheit zur Wahl. Stattdessen trifft einem diese Aussage irgendwann wie der Schlag und klingt wie Hohn. Fängt man an, ob der Anmaßung sich zu beschwehren, wird einem ein singulärer Kreisschluß daraus gedreht: Selbst schuld, wer nicht genug lernt. Doch das lernen aber eigendlich war nicht die Hürde.

  24. @Stephan: Ja ich hatte übersetzt…

    Im Französischen hätte man es auch mit der Schildkröte anders darstellen können, aber ich dachte mir das das nicht gemeint war. Der Sinn der Fabel ist dort auch ein etwas anderer – siehe Wikipedia.

    Die deutsche Version mit Hase und Igel passt aber gerade in der von dir gewählten Sicht besser zum aktuellen Wettbewerb und würde wohl auch @Michael Blume gefallen – zeigt sie doch, dass auf lange Zeit die zweisamen Werte erfolgreicher sind als individuelle Schnelligkeit.

  25. @js: kein Pessi- oder Fatalismus

    Diese Interpretation der Menschheitsgeschichte ist mir etwas zu einseitig – natürlich gab es immer Missstände aber zwischen Schwarz und Weiß gibt es noch viele Graustufen.

    Wenn mehr Menschen klar wird, wie wenig Freiheit ihnen das gegenwärtige politisch-ökonomische System lässt und dass zwei Wochen All-Inclusive oder wahlweise Abenteuerurlaub dafür keine Entschädigung sind (Psychologie des Urlaubs), dann werden sich auch mehr wieder dafür einsetzen, unter Bedingungen zu leben, für die sie sich selbst entschieden haben.

    Wenn du Recht hast, dann brauchen wir hier auch nicht mehr zu diskutieren.

  26. @Stephan Schleim

    “Wenn du Recht hast, dann brauchen wir hier auch nicht mehr zu diskutieren.”

    Das ist sicher richtig und gilt natürlich i.d.S. auch für deinen Standpunkt, und ich hätte mich gar nicht äußern sollen.

    Die Argumente anführen zu wollen, die meine Aussage über die Plumpheit eines trägen “Pessi- oder Fatalismus” erheben, wäre in diesem Rahmen ein absurdes Unterfangen. Ich wage die Vermutung, dass in einem Blog keine fruchtbaren Diskussionen geführt werden können – auch wenn das schon wieder, mit der groben Harke besehen, nach einem unstattigen Pessimismus klingt. Schweigen ist Gold.

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